Pornos für alle

Heute verlinke ich mal zu einem Artikel, der mir begegnet ist und mir sehr aus dem Herzen spricht.

Pornos für alle

(Beim Ausprobieren hat der Link funktioniert, nach dem Veröffentlichen nicht, mal sehen, ob ich das noch hinbekomme)

Das ist ein Interview mit Petra Joy, einer Frau die erst die Pornoindustrie bekämpft hat und dann angefangen hat selbst Pornos zu produzieren. Aber abseits des Mainstreams.

Sie spricht mir in diesem Interview aus der Seele. Viele Dinge, die mich auch schon lange an den Standard-Pornos stören, kommen in ihren Filmen nicht vor. Dass es immer nur um die Lust der Männer geht. Diese dauernde Abspritzen ins Gesicht, dass die Männer oft gesichtslos sind.
Es werden bei ihren Filmen auch mal Gleitgel und Kondome benutzt. Es gibt Dreier FMM, in dem auch mal die Männer miteinander interagieren u.v.m.

Mehr davon. DANKE.

35 Kommentare zu “Pornos für alle

  1. Ich glaub ich hab noch nie einen Pornofilm gesehen. Ich würde auch wahrscheinlich vorher einschlafen. Aber von den kleinen Filmchen im Netz gibts doch durchaus nette. Z.B. von Pierre Woodman. Das ist zwar immer das gleiche, aber man schaut sich sowas ja auch nicht jeden Tag an.

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  2. Es stimmt schon vieles was sie schreibt – vor allem finde ich den Absatz „Die Zensur richtet sich vor allem gegen Nischensexualität und weibliche Sexualität.“ sehr passend. Wenn schon dann Gleichberechtigung! Aber irgendwie auch wieder typisch Engländer!!!

    Da bin ich doch froh über die Art der Filmchen im Netz dich ich mir so ansehe – da wird Gleitgel gezeigt und verwendet, auch mal Kondome und Frau darf und soll auch schön inklusive „weibliche Ejakulation“ kommen. Ich wusste es schon immer – BDSM-Pornos sind einfach die besseren Pornos *lach* 😉

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      • Das kann natürlich wirklich sein. Ich denke für den Mainstream ist es auch immer noch nicht konzipiert – jedenfalls nicht das, was nicht 50sog heißt. Zwar schon vermutlich mehr als vor ein paar Jahren aber es geht ja auch eigentlich um was Anderes als nur das pure „ficken“ – und z.B. das „Spiel“ mit dem Gleitgel ist doch was richtig „geiles“. Ohne würde da was fehlen finde ich.

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        • Ich werde mal nicht 50sog googlen, weil ich mich momentan eh von Pornografie fernhalte. Dieser Eintrag ist passend und ich hatte neulich erst wieder eine Diskussion darüber, wie sehr Pornografie auf uns Menschen einwirkt. Nicht nur auf Jugendliche, sondern eben auch auf uns Erwachsene, die es ja besser wissen. Ich hab süßes Mandelöl hier, das mag ich lieber, lässt sich aber eben nicht mit Latex kombinieren…Gleitgel hab ich noch keines gefunden, das mir wirklich zusagte, also geschmacklich bzw. vom Geruch.

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        • Gleitgel ist auch ne Wissenschaft für sich. Ich leg dabei nicht so viel Wert auf Geschmack und Geruch sondern in erster Linie muss es das tun, für was es da ist: glitsch. Und bisher ist das Beste was mir da vom Glitschfaktor untergekommen ist welches auf Silikonbasis – schmiert sehr gut und hält sehr lange. Wir haben zwar noch kein toll Riechendes gefunden und geschmacklich… na ja.. aber ich komme damit auch nicht so oft „geschmacklich“ in Berührung. 🙂

          Ich glaube es kommt auch immer ein bisschen darauf an, welche Art von Pornos man konsumiert. Die der Pornoindustrie trüben denke ich schon mit der Zeit das Realitätsbild. Ich kenns eben nur aus meinem „Umfeld“. Gerade die Clips im BDSM Bereich finde ich sind überwiegend realitätsnah. Da sind die Darstellerinnen nicht alle Anfang 20 und haben auch nicht Modelmaße (von den Herren brauchen wir ja nicht zu reden, wir haben ja schon gelernt, dass es auf deren Alter und Aussehen ja eh nicht ankommt – Hauptsache der Schw… ist groß *lach*).

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        • Wozu braucht man eigentlich Gleitgel? Ok, es soll Frauen in den Wechseljahren geben, die unter Feuchtigkeitsmangel leiden, da kann ich mir das vorstellen. Aber sonst, hab ich was verpasst? 🙂

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      • Es ist alles absurd. Ich finde die Beispiele die sie in dem Absatz aufzeigt so treffend!!!!! Ich seh so richtig die Art Mann vor mir, die sich diese Zensur nur ausgedacht haben können…..

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  3. Ich sah neulich erst eine Doku über die Pornoindustrie und fand es durchaus interessant mal einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Die Einseitigkeit der Pornos muss aus den verschiedensten Gründen angegangen werden. Da geht es nicht nur um das Ungleichgewicht zwischen Mann und Frau (zumal eine devote Frau im sexuellen Kontext auf der Straße und in der Gesellschaft ganz anders auftritt). Aber auch Komplexe oder Wünsche werden befeuert, die wir uns mit unserer Hochglanzwelt eh schon viel zu oft herbeiführen. Ich finde es daher gut, wenn man solch einen Film der Realität anpasst. Die Benutzung von Kondomen zum Beispiel, aber auch das Lutschen am Strapon von einem Mann. Da halten wir uns für aufgeklärt und lassen doch vieles nicht zu, was so viel mehr Spaß bereithalten kann.

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  4. In der Schweiz soll dieses Jahr ein Vorstoss ins Parlament kommen welcher die Ausübung von BDSM, Spanking, Bondage etc. in der Öffentlichkeit, also auch in Clubs, verbieten will. Dieser Vorstoss solle die Würde der Frau schützen. Wenn man gefesselt wird etc. verliert man als Frau nämlich (laut Politiker) seine Würde.
    Wenn Leute, die von der Thematik keine Ahnung haben, Gesetze machen kommt das wohl selten gut heraus. Und wenn man das Volk abstimmen lässt ist wahrscheinlich auch die Mehrheit dafür. Denn die wissen es auch nicht besser.

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    • Und gefesselte Männer (soll ja auch männliche Subs geben)? Die verlieren dabei keine Würde? Warum ist immer alles nur auf uns Frauen bezogen???? Das ist doch eigentlich Diskriminierung auf politischer Ebene! Unmöglich!
      Und ansonsten sind das ja mal wieder die typischen Vorurteile. Ich glaube das kommt daher, dass in der Politik oft nur lauter starrsinnige, geistig unflexible Menschen sitzen, die nur selten nicht über ihren eigenen Tellerrand schauen können – und das gilt für beide Politikergeschlechter. 😦

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        • Ich glaube eher, dass die damit aufgewachsen sind, dass man gewisse Dinge eben nicht tut.. Dass es sich gehört in klassisch momogamen Beziehungen zu leben. Vermutlich ist es auch keine reine alt vs. jung Geschichte. Eher konservativ gegen aufgeschlossen.

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        • Seh ich auch ehr so, denn ich kenne auch so einige ältere Menschen, die durchaus an BDSM, Fesselspielchen und Auspeitschungen interessiert sind. Das ist einfach Ultrakonservativ gegen aufgeschlossen.

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      • Und gefesselte Männer (soll ja auch männliche Subs geben)? Die verlieren dabei keine Würde?

        Ist die falsche Plattform, daher nur am Rande. Nach circa 50 Jahren Feminismus mit der Moralkeule ist für Männer keine Würde übrig geblieben. Ein männlicher Sub ist damit bestenfalls pervers und schlimmstenfalls ein schlafender Gewalttäter. Mediale Aufmerksamkeit für die Würde des Mannes wäre damit kaum zu erwarten.

        Zum Thema
        Ich versteh das Gezeter auch nicht. Ein psychisch gesunder und stabiler Sub hat meiner Ansicht nach mehr
        Selbstbewusstsein und Integrität in der rötlich leuchtenden Pobacke als jeder einzelne dieser Politdarsteller. Kein Mensch kann Rechte oder Würde verlieren wenn er freiwillig verzichtet. Und noch dazu jederzeit¹ zurück erhalten kann. Nach dieser Logik müsste man auch eine Wahlpflicht einführen. Schließlich würden ja alle freiwilligen Nichtwähler automatisch entmündigt.

        ¹ Bei Tunnelspielen und ähnlichem natürlich erst zeitversetzt.

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    • Eigentlich hatte ich gedacht, dass man 2015 nicht mehr für sexuelle Selbstbestimmung kämpfen muss. Aber wie es aussieht, gibt es immer wieder Tendezen die einem vorschreiben möchten, was man als Erwachsener im Bett so miteinander treiben darf. Ja verdammt, ich lasse mich gerne fesseln oder auch mal auspeitschen und ich bin trotzdem ein vernünftiger Mensch, der nicht das Gefühl hat seine Würde zu verlieren. Ich ermächtige mich selbst, die Art von Sex zu wählen die ich möchte.

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      • Vielleicht haben die Politiker einfach nicht daran gedacht dass es auch männliche Subs gibt? Das passt ja auch nicht so in den Mainstream…
        Ich sehe es nicht als notwendig an dass die Politik definieren soll wo beim Sex die Würde beginnt und wo sie aufhört. Das kann doch jeder Mensch für sich selber entscheiden. Da gibt es einige andere Themen wo man sich mal drüber Gedanken machen sollte wo die Würde denn bleibt.
        Auf jeden Fall macht es mich ziemlich sauer wenn mir das, was mir Lust macht, verboten wird. Ich renn ja nicht gefesselt und mit gespreizten Beinen durch die Stadt. Da hätte ich ja Verständnis, wenn man das verbieten will. Aber in Clubs? Dazu noch in speziell auf BDSM ausgerichteten Clubs wo sich nicht versehentlich jemand reinverirrt, dem das Thema nicht zusagt. Da kann ich kein Verständnis aufbringen. Wir wollen den Leuten BDSM ja nicht aufzwingen, wir wollen es einfach leben.

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        • Genau so ist es. Aber die Politik will ja auch gerne von unangenehmen Themen ablenken und auf Wählerstimmenfang gehen – und da eignet sich ein „Befreit die Frauen“ Thema immer gut (vor allem dann, wenn der Großteil der Bevölkerung eigentlich gar nicht versteht um was es geht und noch die „Moralkeule“ geschwungen wird.

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  5. Nicht alles was Frau Joy in ihren Filmen anbietet finde ich jetzt attraktiv. Aber die Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden. Ich persönlich werde wohl nie verstehen was Frauen oder Männer daran finden an einem Dildo oder Strap-On zu lutschen. Ich definiere mich zwar als heterosexuell, aber im Fall der Fälle wäre mir ein echter Penis doch deutlich lieber. Solange alle Beteiligten einverstanden sind und Spaß haben spricht ja auch nichts dagegen.

    Manchmal frage ich mich wirklich woher dieser Wahn zur Bevormundung kommt. Das kann meiner Ansicht nach nicht ausschließlich an konservativen Werten liegen. Auch bezweifle ich, dass hier »progressive« feministische Theorien eine große Rolle spielen. Ich vermute eher die Angst vor Freiheit dahinter. Freiheit erlaubt ja nicht nur eine positive Selbstentfaltung sondern auch viele und schwerwiegende Fehler zu machen. Wenn ich zulasse, dass sich eine Frau auf mein Gesicht setzt besteht ja durchaus eine latente Gefahr. Aber es bleibt doch immer meine Entscheidung welcher Frau ich das erlaube und wo das nötige Vertrauen fehlt. Und Gleiches gilt für die umgekehrte Variante des Deep Throat.

    Wirklich erschreckend finde ich bei solchen Themen, wie insbesondere Frauen vordergründig gestärkt und geschützt werden sollen, aber hintenherum entmündigt werden. Im Ernst. Was soll das? Wenn sich die Partnerin aus freien Stücken hingibt und darauf vertraut, dass ihr Partner die Verantwortung für beide tragen kann sollte sich da niemand einmischen. Umgekehrt gilt natürlich das Gleiche. Man könnte fast vermuten, geradezu unterstellen, dass Frauen nicht zugetraut wird eigenverantwortliche Entscheidungen zu treffen. Mit solchen Vorstößen, wie in England, wird das nichts mit gleichwertigen Partnern auf Augenhöhe.

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  6. Sie kritisiert Mainstream-Pornos aber auch sehr z. B. „Frauen im Mainstream-Porno werden ja tendenziell als „Schlampen“ charakterisiert – wenn sie will, ist sie dreckig. Und das ganze hat man in übersteigerter Form, wenn eine Frau älter ist. Das ist dann eine alte Schlampe. Sie wird gezeigt, aber sie ist wertlos. Der Kick in diesen Filmen ist wirklich nur noch die ritualisierte Erniedrigung.“

    Was würdet ihr zu dieser Aussage sagen?

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  7. Recht so! Wenn ich dreckige Löcher ficken möchte könnte ich ja auch gleich ein Loch in meinen Garten bohren und mich drauflegen. Natürlich hat das etwas erregendes mal ein bisschen herrischer im Bett zu sein, aber es soll ja beiden Spaß machen. Wird Zeit das Pornos endlich wieder sexy werden!

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