Zu viel Arbeit, zu wenig Sex

Bei mir fühlt es sich schon wieder an wie in der Lockdown-Situation im März. Was daran liegt, dass es bei mir in der Arbeit den nahezu identischen Engpass abzuarbeiten gilt, wie damals im Frühjahr. Ich stürze mich in die Arbeit, mache Überstunden, komme heim wenn es schon dunkel ist und mache nichts außer Essen, im Internet surfen, schlafen und wieder in die Arbeit hetzen. Meine Bandscheibe meldet sich wieder, weil ich mich viel zu wenig bewege und zu lange am Schreibtisch sitze. Es wird mir keiner Danken. Ich weiß das. Und doch will ich meinen Job ordentlich machen. Kurz sah es so aus, als würde sich die fleißige Bienchen-Nummer lohnen. Die Beförderung sah ich schon vor meinem Kopf baumeln.

Mir wurden neue Aufgaben übertragen, man stellte mir in Aussicht, dass ich die Umstrukturierung des Bereichs, der immer hakt leiten könnte, dass ich zwei Mitarbeiterinnen unterstellt bekomme. Das dachte ich jetzt mal für eine Woche. Aber sie werden nicht konkret, was das für mich nun heißt. Heute hat die Chefin mal kurz angedeutet, dass die Aufgaben ja zur Eingruppierung passen müssten und wir eh alle eher zu hoch eingruppiert sind. Und vermutlich scheuen sie auch, dass sie meine (dann neue) Stelle zumindest intern ausschreiben müssten… So euphorisch ich bis gestern noch war, so frustriert bin ich heute. Naja, mal sehen. Noch ist nichts durch. Und ich bin auch einfach sehr ungeduldig. Aber ich lasse mich auch nicht verheizen. Dann mach ich Dienst nach Vorschrift, wenn sie das so wollen.

Toll auch, dass mein Körper dieses Mal schon nach zwei Wochen beschlossen hat, dass ich wieder meine Tage bekommen muss. Irgendwie sind die Hormone immer noch ein wenig aus der Reihe. Deswegen keine Dates gerade. Fühlt sich wieder einsam an. Von den bekannten Männern will gerade keiner kuscheln. Es ist wie immer. Manchmal will keiner und dann kommen sie alle auf einmal. Also lasse ich mich jetzt nicht runterziehen.

Letzte Woche war der Jäger mal noch auf eine Nacht bei mir gewesen. Ich hatte vorgeschlafen, weil mir schon klar war, dass ich eher zu wenig Schlaf bekommen würde. Dieses Mal haben wir eine ähnliche Nacht/Abend verbracht wie beim letzten Mal. Er kam nach der Arbeit zu mir. Ficken, Pizza, Kuscheln, Schlafen, Ficken, Arbeiten. Morgens früh um kurz vor 6 ist er schon wieder aufgebrochen und ich habe mich nochmal schlafen gelegt. So die Kurzzusammenfassung. Die Leidenschaft ist noch da, die Gefühle sind kleiner geworden, auch weil er sie nicht erwidern kann. Aber das ist auch sehr okay. Wir haben guten Sex und eine gute Zeit miteinander. Dieses Mal völlig ohne Schmerzen. Was besser ist, weil ihn das mit mir gar nicht kicken kann, so wenig wie ich davon mag. Nähe tanken, reden, guten Sex haben. Alles fein. Dieses Mal ohne zu wissen, wann wir uns wiedersehen. Weil er viel unterwegs ist mit all seinen verrückten Ideen. Im Geiste rufe ich ihm zu: „Geh und mach auch den Rest der Welt glücklich mit all den coolen Aktionen die du ausheckst,Träume die du erfüllst“

Gut für die kommende Zeit ist, dass ich noch neues Spielzeug habe, das ich testen kann. Bin also bestens gerüstet. Hab auch noch mal tolle Reizwäsche gekauft. So gut war ich noch nie ausgestattet. Man muss ja vorbereitet sein, wenn es mit dem wilden Leben wieder losgeht.

Ich denk immer noch oft an den Kollegen. Vor Allem wenn ich viel allein zu Hause bin. Na klar, hab ich das erst mal mit Dates kompensiert. Aber so einfach geht das nicht weg. Ich versuche die Zeit zu wertschätzen die wir hatten, nicht so sehr zu bedauern, was wir nun nicht mehr haben.

Cook and Cock…

Ich muss erst mal schnell meine Überschrift feiern. Manchmal fällt mir den ganzen Eintrag über nichts passendes ein und manchmal steht die Überschrift als erstes da. So wie jetzt. Und ja, ich finde mich gerade sehr witzig 🙂

Der Mann über den ich jetzt schreibe, den habe ich schön öfter getroffen, aber nie über ihn geschrieben. Bei manchen weiß ich sofort, wie ich über sie schreibe. Bei ihm finde ich es superschwierig. Er ist irgendwie auch speziell, was ich spannend finde. Ich nenne ihn Mr. Ex-Bundeswehr. Hat nicht so die klassische Laufbahn hingelegt, Ausbildung, über die Bundeswehr – Auslandseinsätze, Studium nachgeholt, dann interessanter Job. Wir reden viel über politisches, weil sein Job auch politisch ist. Er ist sehr rational. Ich finde, dass er leicht autistische Züge hat, weil sich ihm zwischenmenschliche Gefühle/Emotionen nicht immer erschließen, aber er halt gelernt hat, wie er auf was reagieren muss. Dafür dass er erst knapp über 40 ist, hat er schon ziemlich graue Haare, womit ich ihn manchmal aufziehe. Und er kommt immer in seinem Business-Outifit zu mir. Das fühlt sich allerdings immer mehr nach er muss das tragen, als er will das tragen an.

Ich mag die Abende mit ihm. Seit ich umgezogen bin, kam noch die Komponente Essen dazu. Ich habe beim ersten Mal für ihn gekocht. Nicht sehr ausgefallen, eher pragmatisch. Aber die Aussicht von meinem Balkon kompensiert auch die Qualität des Essen. Die letzten beiden Male stand er in meiner Küche und hat mich bekocht. Was ich nahezu sensationell finde. Er kommt zu mir, mit einer Papier-Einkaufstüte auf dem Arm und hat alle Zutaten einkauft. Dann legt er sehr versiert in meiner Küche los. Beim ersten Mal gab es einen französischen Salat dazu Speck ummantelten Chicoree und Knoblauchbaguette. Beim zweiten Mal eine sehr leckere Gemüse-Pasta mit dem passenden Wein dazu. Beim zweiten Mal hat er mir als Einzugsgeschenk eine Pfanne mitgebracht, da er beim ersten Kochversuch an meiner Winzpfanne fast verzweifelt ist. Ich feier voll, dass ich dabei auch noch was lerne. Das ist eigentlich ein tolles Konzept, gut frisch gekocht zusammen Essen, gute Gespräche, Nähe und Sex.

Wir hatten noch nie Sex in der Variante, die auch Bill Clinton als solches bezeichnen würde. Was ungewöhnlich ist, wenn ich jemanden schon mehrfach getroffen habe. Aber das ist nicht weiter schlimm. Er hat mir Orgasmen geleckt, ich hab ihm welche geblasen. Manchmal liegen wir einfach nur da reden und kuscheln. Wir haben schon miteinander geduscht (oder er guckt mir beim Duschen zu), er hat mich massiert. Ich glaube wir gehen die Dinge einfach irgendwie langsamer an. Ich habe bei ihm nie das Gefühl, dass er etwas bestimmtes erwartet, wenn er bei mir ist. Was passiert und sich gut anfühlt, das passiert. Wenn wir nur reden und kuscheln ist das auch okay und er würde gefühlt nicht enttäuscht nach Hause gehen. Lange hat er sich gewünscht, dass ich ihm in sexy Sachen die Türe öffne. Aber das hatte sich nicht ergeben, weil ich vor unseren Dates meist abgehetzt aus der Arbeit gekommen bin. Und es fühlt sich bei mir immer nur danach an, wenn ich das von mir aus machen kann. Ich bin da komisch. Aber er nimmt mich ungeschminkt und zerzaust und gibt mir trotzdem das Gefühl megaattraktiv zu sein. Deswegen habe ich mich dann auch bei einem unserer letzten Treffen in Schale geworfen und das sexy Teilchen ausgepackt. Ist ein Geben und Nehmen. Ach es ist einfach entspannt mit ihm. Kann so bleiben. Nächstes Mal bin ich dann wieder mit kochen dran… Muss schon mal überlegen, was ich noch so vorzeigbar kann 🙂

Womanizer vs Satisfyer

Ich habe irgendwann das Glück gehabt, als er ziemlich neu auf dem Markt war einen Womanizer von der Rirarammel-Seite Joyclub.de geschenkt zu bekommen. Das Modell Womanizer w100. Der stolze Preis wäre 159 Euro gewesen glaube ich. Das Design ein wenig drüber 🙂 Pink mit Schneeleopard und einem Glitzsteinchen. Aber immerhin musste der Womanizer nicht wie irgendein anderes (männliches) Teil aussehen, sondern konnte einfach nur gut in der Hand liegen. Er war damals State of the Art und der erste seiner Art mit der Unterdruck-Ansauge-Technik.

Und was soll ich sagen, der führt beim mir sicher zum gewünschten Ergebnis. Auf den Rücken gelegt, eine Hand hält das Gerät, einschalten, auf den Kitzler auflegen, Kopfkino oder Porno einschalten und es dauert meist nicht sonderlich lange bis ich einen meist ziemlich intensiven Orgasmus bekomme. In der Intensität, in der ich das zulassen will oder an dem Tag aushalten kann. Durch Muskelan- und entspannung kann ich den Grad der Stimulation, die der Womanizer auf den Kitzler abgibt ein wenig steuern. Will ich es intensiver, dann zögere ich meinen Orgasmus hinaus. Man kann die Intenstität des Saugens einstellen, wobei ich das meistens relativ niedrig lassen kann. Scheinbar habe ich einen relativ berührungsempfindlichen Kitzler. Der Vorteil des Womanziers ist, dass er das, was er tut, in der gleichen Intensität tut, ausdauernd, einzig irgendwann geht der Akku leer. Also auch wenn man nicht beim ersten Mal über den Gipfel kommt, dann macht er einfach weiter. (Der Vergleich ist hier zum leckenden Mensch, wo es dann manchmal schwierig wird, wenn er nochmal einen Anlauf beim Lecken nehmen muss) Die Stimulation bleibt beim Womanizer die gleiche, ich kann mich dann drauf einstellen und die Erregung über meinen Körper steuern. Wenn Männer beim Lecken die Taktik fahren, dass sie die Stimulation gleich lassen, dann ist das einerseits gut, weil ich kann mich drauf einstellen und mein Körper macht den Rest. Es ist allerdings schwierig durchzuhalten.

Allerdings habe ich immer Angst, wenn ich es mir mit dem Womanizer zu oft mache, beim reinen Lecken nicht mehr zu kommen. Angst abzustumpfen, den Körper zu sehr auf die selbe Erregung zu konditionieren. Manchmal wenn ich es mir dann wieder mit der Hand mache, merke ich dass das dann nicht mehr so intensiv anfühlt. Also ist meine Devise immer mal wieder abzuwechseln. Aber rein von der Güte der Orgasmen her, bräuchte zumindest ich nicht mehr unbedingt einen Mann mit einem Womanizer im Haus. Zweiter kleiner Nachteil dieses ersten Womanizer-Modells – er ist nicht ganz leise. Manchmal hatte ich die (vermutlich) unbegründete Angst, dass meine Nachbar hören wenn ich den Womanizer benutze. Das ist bei den aktuellen Modellen auch besser geworden. Er ist einfach zu reinigen, einfach die Kappe abmachen und sauber machen. Wurde auch mit mehreren Kappen geliefert. Sind einfach ab und aufzusetzen. Ladekabel normales USB-Kabel. Was echt angenehm ist hinsichtlich des Ladekabel-Salats, den die sonst sehr unterschiedlichen Standards mit sich bringen.

Der Beitrag heißt ja Womanizer vs. Satisfyer:

Womanizer vs. Satisfyer

Den Satisfyer habe noch nicht so lange. Hat mir jemand von der Wishlist geschickt. Vielen Dank dafür. Damit hat mir jemand schon viele schönen Momente der Entspannung geschenkt 🙂 Der hat natürlich mal den unschlagbaren Vorteil, dass er viel günstiger ist als der Womanizer. Ich hab den Satisfyer Pro 2 Next Generation. Kostet zwischen 20 und 40 Euro, je nachdem wie man es erwischt. Er macht im Prinzip exakt dasselbe wie der Womanizer. Allerdings ist bei meinem Modell des Satisfyers die Ansauge-Öffnung ein wenig größer als vom Womanizer. Das war am Anfang ungewohnt. Führt trotzdem zum Ziel, aber bei meiner körperlichen Konstitution passt der Womanizer besser. Keine Ahnung, ob ich eine kleine Klit habe, aber der Satisfyer fühlt sich nicht so filigran an wie der Womanizer. Das gilt aber halt für mich und muss nicht für andere Frauen gelten. Er ist dafür ein wenig leiser als der Original-Womanizer. Der Original Womanizer hat nur zwei Tasten. Den Ein/Aus-Knopf und eine für die Intensität. Da muss man aber halt alle Programme durchklicken, bis man wieder zum Ausgangsprogramm kommt. Beim Satisfyer gibt es drei Tasten. Man kann die Intensität mit einer rauf oder runter Taste steuern. Das ist einfacher. Ladekabel hat der Satisfyer so eine typisches magnetisches Toyladekabel.

Der leider unschlagbarste Vorteil des Satisfyer ist aktuell, aber dass er einwandfrei funktioniert. Der Womanizer ist mir leider beim Laden vom Fensterbrett gefallen. Jetzt hat er einen Wackelkontakt und geht nur noch, wann er es für richtig hält. *Schnüff* Ich kann ihn irgendwie auch nicht wegschmeißen, wüsste aber auch nicht wie und wo ich ihn reparieren lassen könnte.

Ich habe beide Geräte geschenkt bekommen ohne Bedingungen. Ich schreibe einfach, was ich meine 🙂 Ich benutze beide aktuell lieber als einen Vibrator oder Dildo. Aber das ändert sich auch immer mal wieder. Ich mag es auch gerne, wenn ein Mann mich damit bespielt. Wenn er sich traut, einen der beiden zur Hilfe zu nehmen. Denn es in der Tat nochmal schöner, wenn ich es zum einen nicht selbt halten muss und mich einfach fallen lassen kann. Und zum anderen kann er nebenbei auch noch einen Finger in mich reinstecken (yeah, I like that much) oder eine Brust streicheln oder… Also Männer traut euch ruhig auch ran an die Toys, sonst seid ihr doch auch so Technikaffin. Ich erwarte auch nicht, dass ihr sofort wisst, wie das Ding auf meinem Körper funktioniert. Kommunikation ist der Schlüssel. Ich erkläre es euch gerne. Heißt nicht, dass es immer benutzt werden muss, aber ist ja auch ganz nett zu wissen, dass es da ein Hilfsmittel gibt, das fast sicher zum Ziel führt. Die Abwechslung macht es. Viele Wege führen zum Ziel. Der mit der technischen Unterstützung ist einer davon.

Der Kollege hat das mit der technischen Unterstützung manchmal auf die Spitze getrieben und hat mir das ein oder andere Mal einen Vibrator in die Muschi reingesteckt, ein Plug in den Hintern und die Orgasmen dann mit dem Womanizer rausgekitzelt – während ich mit weitgespreizten Beinen auf seine Matraze gefesselt vor ihm lag. Sehr unvergessliche Orgasmen. Dafür mag ich ja technikaffine ITler 🙂

Neben einem heißen nackten Mann aufgewacht…

Ich muss dieses Wochenende arbeiten. Und während ich gerade bei einer Prüfung zugegen bin, muss ich daran denken, wie schwer es mir gefallen ist heute morgen aus dem Bett zu klettern. Wenn die Anwesenden wüssten, dass ich gerade versonnen vor mich hinschmunzle, weil ich an das Gefühl von heute morgen zurück denke. Da lag er neben mir, mit seinem Adonis-Körper. Was mir eigentlich gar nicht so wichtig ist, aber er hat ihn einfach. Und er nimmt das überhaupt nicht wichtig. Neben ihm komme ich mir Null blöd vor. Er lag da einfach nackt unter meiner Decke. Mit seinem perfekten Hintern. Dem perfekten Bauch. Nicht so auftrainiert. Einfach fit, weil sportlich unterwegs. Wie schwer es doch war, mich unter diesen Umständen zum Arbeiten an einem Feiertag zu motivieren.

Ich bin aufgewacht mit Mr. Montage. Typ Rennradfahrer, war vor etwa 2 Jahren in mein Leben getreten. Damals frisch aus einer Trennung gekommen. Er schrieb mich gestern Abend an, was ich so vor habe. Ich hatte einen wirklich langen Arbeitstag hinter mir und war eigentlich echt durch. „Soll ich mit Pizza und Rotwein vorbei kommen“, fragte er. Wer kann bei dieser Frage schon mit Nein antworten. Adonis mit Rotwein und Pizza. Ich finde es gibt schlechtere Angebote nach einer harten Woche als dieses.

Wir hatten uns vor nicht allzu langer Zeit schon mal getroffen. Davor aber eine ganze Weile nicht. Ich hatte den Kollegen, er hatte sich zwischenzeitlich auch eine neue Freundin angelacht, die jetzt allerdings nicht mehr aktuell ist. Wobei unser Kontakt nie abgerissen war. Wir hatten uns einfach nur eine ganze Weile nicht getroffen. Schon der erste Abend war sehr intensiv leidenschaftlich gewesen. Es gibt so Menschen, mit denen ist man einfach kompatibel. Mit manchen setzt man sich auf eine Couch und es dauert ewig, bis man eine bequeme Kuschelposition findet. Mit ihm setze ich mich hin und es fühlt sich immer so an, als soll es so sein. Beim ersten Treffen hatten wir ein ähnliches Setting gehabt. Nur dass ich gekocht habe, statt der Pizza. Den Rotwein und die Gläser dazu hatte er mitgebracht. Danach saßen wir auf meiner Outdoor-Couch mit Wein, kuschelten und sahen uns die Lichter der Stadt an. Ich mag es extrem, wie er mich im Arm hält, wenn er seinen Kopf auf meinen legt, wie er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht streift, wie er mich küsst.

Am ersten Abend hatte ich mich zwischendurch mal kurz auf die Toilette verabschiedet und kam dann statt in meinen normalen Klamotten im Negligee mit Reizwäsche drunter wieder. Was der Situation nochmal einen krassen Kick gab, auch weil ich bisher bei ihm nie was besonderes angezogen hatte. Schon am ersten Abend wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich auf seinen Körper abfahre. Und auf ihn. Wenn der Verstand alleine über eine potentielle Beziehung entscheiden würde, dann wäre er in der ganze Zeit seit ich blogge, vermutlich derjenige gewesen, den ich gewählt hätte.

Der erste Abend endete im Bett und mit der Erkenntnis in meinem Kopf, dass es ihm gut getan hat, dass er ein paar unterschiedliche Frauen hatte, seit wir uns kennengelernt haben. Vor zwei Jahren hatte man ihm angemerkt, dass er aus einer Beziehung kam, wo er sehr auf eine bestimmte Frau und deren Körper eingestellt war. Mittlerweile ist er viel souveräner im Umgang meinem Körper. An diesem ersten Abend hatte mir so mühelos einen Orgasmus lecken können. Es war wunderbar. Von allen Männern in letzter Zeit hat er es auch geschafft meine Brustwarzen am perfektesten zu stimulieren. Er war nie zu fest, aber so fest, dass es mich heiß machte. Gestern hat er mich toll geleckt, ich bin aber nicht gekommen und ich habe ihn geblasen und er ist nicht gekommen. Ich glaube, dass wir beide zu müde waren. Ich von der Arbeit, er vom Sport. Es hat der Schönheit des Abends aber überhaupt keinen Abbruch getan.

Er blieb beide Male über Nacht da. Was immernoch ein sehr ungewohntes Gefühl für mich ist, wenn Männer bei mir übernachten. Das hatte ich ja jahrlang nicht. Mit ihm in einem Bett schlafen ist easy. Ich kann gar nicht genau erklären warum. Er ist, wie ich auch ein unkomplizierter (Ein-)Schläfer. Mit ihm ist es einfach zu kuscheln, er wärmt mich, macht aber nicht zu warm, er piekst nicht, sondern ist anschmiegsam. Gestern Nacht bin ich sensationellerweise mit ihm unter einer meiner wirklich kleinen Bettdecken eingeschlafen. Eine Bettdecke in groß ist ja sonst schon mein Horror. Wir haben uns unter eine kleine gelegt und sind beiden wunderbar aneinander gekuschelt eingeschalfen. An ihn kuschel ich mich hin und kann schlafen. Das ist sehr erstaunlich. Sonst hatte ich das nur mit dem Kollegen. Mit ihm sind die Abende leicht, unkompliziert und leidenschaftlich. Werden wir sicher wieder öfter haben.

Über den Wert von Freundschaft…

Gefühlsmäßig wildes Wochenende: Samstag Abend bin ich nach der Auseinandersetzung mit dem Kollegen früh ins Bett gegangen. Gefühle schlauchen mich manchmal. Viel zum Nachdenken und Grübeln – über mich, was ich so tue oder anderen antue.

Auch in kurzen Momenten ein Infragestellen des öffentlichen Bloggens. So sehr es motiviert, wenn viele Menschen mitlesen, so sehr pervertiert man ja den Gedanken einem Tagebuch Dinge anzuvertrauen. Dinge, die eben keiner liest. Gedanken im Affekt, Gedanken, die es später vielleicht gar nicht mehr wert erscheinen gedacht worden zu sein. Würde man immer alles wissen wollen, was der Partner so denkt? Da sage ich so leicht: „Dann lies es nicht“ und ertappe mich selbst, wie ich das ganze Wochenende jemanden Social Media stalke. Dann nervt mich das, was die Sozialen Netzwerke manchmal mit uns anstellen. Vor Allem wenn man unsicher ist.

So ging es mir beim Jäger. Da weiß ich einfach noch nicht woran ich bin. Was an sich gar nicht weiter schlimm ist. Wir kennen uns ja erst kurz, das muss sich finden. Aber ich spüre eine Unsicherheit. Das ist vermutlich immer so, wenn man nicht genau weiß, ob der gegenüber ähnlich empfindet. Wenn ich unsicher bin, dann nervt mich zum einen das ich dann unsicher und gefühlt so unsouverän bin. Zum Anderen versucht man dann immer herauszufinden, woran man ist. Besonders toll, wenn das in einem offenen Beziehungskonstrukt stattfindet, sich die anderen Beteiligten treffen und diese auch darüber in den Sozialen Netzwerken schreiben. Da glaube ich so cool zu sein und stalke schäbigst, was sie posten. Wie ich mich dafür gehasst habe.

Aber ich bin zumindest der Typ, dem es schwerer fällt zu verzichten, wenn er weiß dass es das gibt. Wenn ich Schokolade im Haus habe, muss ich verzichten. Um das zu verhindern, kaufe ich mir keine. Dann ist es auch okay, dass keine da ist. Einfach wäre es, wenn nirgendswo nachlesbar wäre, was die anderen so angestellt haben. Dann gibt es die Info nicht und gut ist es. Aber naja. Hat aber ja auch niemand behauptet, dass offene Beziehungskonstrukte einfach sind. Ich hab mir auch als Strafe für mich selbst ein bisschen Social Media Abstinenz verordnet. Was heißt, dass ich diesen Eintrag schreiben werde, aber aktuell nicht interagieren werde.

Noch ein Beispiel: Mr Urlaubsdate von vorgestern, mit dem gefühlt alles gepasst hat und wir eigentlich nur noch einen Termin ausmachen wollten, schreibt mir, dass es ja gerade ach so viel tun hat und jetzt schwierig den Urlaub einbauen kann und sucht dann auf seinem Profil nach einem Date. Ich nehm das jetzt mal nicht persönlich. Nicht ranlassen an mich. Ist abgehakt.

Unabhängig davon führt es mich wieder zur Frage, ob mein Weg zu leben so okay ist. Glücklicherweise hat sich gestern für mich ergeben, dass ich bei meinen besten Freunden vorbeischauen konnte. Freunde aus meiner Schulzeit. Bei denen ich genau weiß, dass sie mich akzeptieren, wie ich bin, sie mir aber auch sagen würden, wenn ich mich aufs falsche Gleis begebe. Es hat sich in dieser Freundschaft entwickelt über die letzten Jahre, dass wir offen über alles reden können. Über wirklich alles. Mittlerweile auch über jegliche sexuelle Themen. Das ist für mich so unglaublich wertvoll, weil eben das Thema Sex in meinem Leben keine so unerhebliche Rolle spielt. Wenn da Menschen sind, bei denen du einfach jedes Thema ansprechen kannst. Ich glaube, das macht mich als Mensch nochmal eine Runde gelassener.

Dort konnte ich dann auch die Geschichte mit dem Kollegen verarbeiten. Was nicht heißt, dass das nun alles gut ist und nicht mehr weh tut. Das dauert sicher noch ein wenig. Aber auch nochmal ein Feedback zu bekommen, dass auch in deren Einschätzung eine monogame Beziehung nicht das gewesen wäre, das zu mir gepasst hätte.

Und noch zum Ende eine schöne Social Media Begebenheit: Mr. Bondage hat meine Gefühlsäußerungen auch gelesen und schreibt mir dann, dass ich mich auch jederzeit wenn es mir schlecht geht bei ihm melden kann. Er bietet mir „Nähe, Spontanität und die Überzeugung, dass du okay bist, wie du bist.“ Was auch eine wirklich wunderbare Entwicklung über die 7 Jahre ist, die wir uns jetzt kennen. Mit allen Höhen und Tiefen, die wir so durchgemacht haben. Mit Phasen in denen ich nicht gepasst, habe weil nicht die perfekte Sub für ihn bin. In denen ich ihn gern verändert hätte, weil ich ihn so pedantisch fand. Die Zeit und weniger überbordende Gefühle haben dafür gesorgt, dass wir wissen was wir aneinander haben, dass wir uns sein lassen können wie wir sind und haben uns sehr viel Gelassenheit im Umgang miteinander gegeben. Das fühlt sich schön an.

Still Herzschmerz…

Sorry, ich hab schon das Gefühl euch endlos vollzuschwallen… Einfach nicht lesen, wenn es euch zu viel wird.

Herzschmerz akut – Ja, immernoch der Kollege. Während ich lange Zeit, die Hoffnung, hatte, dass das nochmal was wird zwischen uns oder sich zumindest unsere Freundschaft retten lässt, fehlt mir jetzt der Glaube daran. Kontaktabbruch ist jetzt 3 Wochen her. Heute nachmittag habe ich in meiner Wohnung noch ein wenig ausgemistet. Beim Rumräumen musste ich an ihn denken. Aber es hängt halt auch noch ein Bild vom ihm an der Wand. Es war gruselig kalt draußen und er hasst dieses Wetter. Ich hatte mich gefragt, wie es ihm wohl geht dabei. Zumal ich auch gar nicht weiß, ob er schon wieder arbeiten geht, oder noch krank geschrieben ist. Ich denke jeden Tag an ihn. Schreibe wieder jeden Tag in den blockierten Account. Ich habe ihm eine Mail geschrieben und ihm angeboten, wenn er Nähe oder Kuscheln möchte, dass ich da wäre.

Vor einer Stunde kam die Antwort. Mein Blog: Fluch und Segen. Er hatte den Eintrag von heute vormittag gelesen und fühlt sich von meiner Mail gedemütigt, weil ich „ja heute schon einem Kerl den Schwanz gelutscht habe“ und nahm an, dass ich kuscheln wollte. Ich würde immer das wollen, was ich gerade nicht habe. Und endete damit, dass er mir irgendwann noch meine restlichen Sachen vor die Tür stellen wird.

Vielleicht war es dumm, die Mail heute zu schreiben. Demütigen wollte ich ihn nicht. Ich hab nicht darüber nachgedacht und nur meinen Blickwinkel gesehen. Das fällt dann aber wohl auch unter Egoismus. Ich hab ihm nochmal geschrieben und mich entschuldigt und gesagt, dass das nicht intendiert war. Und dass ich eben polyamor (ich hätte wohl nicht monogam auch noch dazu schreiben sollen) bin und sich das nicht ändern lassen wird. (wobei sich nicht darauf bezog, dass ich heute morgen Sex hatte, sondern generell). Worauf hin er mir erklärte, dass ich nicht polyamor sei, weil dass bei mir mit Liebe nix zu tun hätte. Er habe keinen Bock mehr auf einen Menschen, bei dem sich alles nur noch um dessen Bequemlichkeit dreht. Ich soll ihm seine Sachen bringen, aber nur wenn er mal nicht da sei, da er keine Lust mehr habe mich zu sehen. Und er blockiert nun auch noch alle meine Mailadresse…

BÄM. Das sitzt erstmal. Jetzt hat er mir was zum Nachdenken mitgegeben. Mein erstes Bauchgefühl sagt: „Ich bin nunmal so und er hat mich eben nicht akzeptieren können“ Ich hab das mit der Monogamie ja auch wirklich versucht und es ging auch ein Weile, aber für mich halt nicht dauerhaft. Noch nie. Der Vorsatz nach der Seitenspringerinnen-Zeit war es nie mehr heimlich machen zu wollen. Das allerdings in seinem Fall nicht zum Erfolg geführt. Er wusste worauf er sich einlässt. Vermutlich er gehofft, dass ich mich ändern würde, so wie ich gehofft habe, dass er damit leben kann.

Ist es egostischer vieles zu wollen, aber es zu teilen oder nur eines zu wollen, aber das für sich allein?

In meinem Kopf drehen sich viele Gedanken, ich weiß gar nicht ob ich einen sinnvollen Eintrag hinbekomme. Die nahezu identische Situation hatte ich ja zu Beginn des Jahres schon mal. Ich bewundere ja Menschen, die da so nen harten Cut machen, Bilder abhängen, Nachrichten löschen. Ich bin da wirklich schlecht drin. Je länger ich schreibe, desto mehr Verständnis habe ich für ihn, dass er sich von mir lösen will. Wenn es ihm nicht gut tut, dann tut es ihm nicht gut. Er wird einen Platz in meinem Herzen behalten.

Meine Oma hatte mich vor einer Weile gefragt, ob er denn eigentlich mein Freund war. Ich hatte ihn zu Hause als mein Kollege vorgestellt. Wenn ich mir was vorwerfen kann, dann das wir das nie offiziell gemacht habe. Aber ich glaube ich scheue mich auch deswegen davor, weil ich halt nicht „den einen“ vorstellen will, den es ja so nicht gibt. Aber ich will mich auch in der Tat nicht erklären. Vielleicht noch nicht. Meine engen Freunde kannten ihn und haben gemerkt, wie wichtig er mir war.

Wenn ich nicht in letzter Zeit Menschen getroffen hätte, die es schaffen in ungewöhnlicheren Konstruktionen zu leben und zu lieben, dann würde ich jetzt wieder zweifeln, ob ich mich nicht ändern muss. Aber eigentlich habe ich mich akzeptiert, in dieser Hinsicht.

Der Prozess diesen Eintrag zu schreiben hat meine Tränen getrocknet. Mir wird am allermeisten er als bester Freund fehlen. Der den ich anrufe, wenn ich reden will. Der Sex ohne jegliche Scham wird mir auch fehlen, wobei ich das eher kompensieren kann.

Es wird sie geben den/die Mensch/en, die mich lieben wie ich bin. Mit dem es sich fügt.

Dieser Eintrag war quasi therapeutisch für mich. Er ist wild durcheinander, drückt vermutlich nicht annähernd das aus, was ich sagen wollte, aber ich kann gerade auch nicht mehr schreiben. Es war zum Sortieren, wie ein Telefonat mit einem Freund. Wenn man auflegt geht es einem meist schon viel besser als am Anfang. So auch, mit dem Ende des Beitrags.

Halterlose in der Jogginghose…

Eigentlich wollte ich jetzt einen anderen Beitrag schreiben – noch nachholen. Aber manchmal ergeben sich spontan Dinge. Ich hatte eine Woche viel gedatet und jetzt eine ruhige Woche. Zum einen weil ich meinen Tage habe, zum anderen macht es in der Taktung auch aus vielen Gründen keinen Sinn. Dann wird es willkürlich.

Ich habe gerade noch Tassen und Geschirr von meinem Balkontisch in die Küche geräumt. Vom Brunch. Der gestern Abend noch nicht auf meinem Plan stand. Ich hatte vorgestern auf der Rirarammelseite rumgesurft und bin über ein spannendes Urlaubsgesuch gestolpert. Profil angesehen, ein Like dagelassen und gedacht, dass das er eh schon ausreichend Post bekommen haben muss. Doch überraschenderweise hatte ich ein paar Stunden später eine Nachricht in meinem Postfach, dass ihn mein Profil angesprochen hat. Yeah. Läuft bei mir. Und nach ein wenig hin und her schreiben stellte sich heraus, dass er einen Tag später, also gestern, zufällig einen Termin in meiner Stadt haben würde. Kaffee-Date? Kaffee-Date. Ich wollte eh nicht so ewig arbeiten. Also verabredeten wir uns, weil es auch für ihn von der Lage her passt in meiner Standard-Neutraler-Boden-Location von vor meinem Umzug. Ruhiger Ort mit wenigen Menschen. Ich date zwar wieder, aber ich meide Orte mit vielen Menschen, wo ich kann.

Ich hatte keine Erwartungen, außer dass er meinen Kaffee bezahlt. Ich hatte ihm aber vorher schon gestanden, dass ich meinen Geldbeutel zu Hause vergessen hatte, ich Schussel. Kaffee lief gut, wir waren uns gleich sympathisch. Er Mitte 40, Anzug weil Chef, Typ zupackender aber herzlicher Chef, dunkle Haare, kräftige Figur, Lachfalten im Gesicht, risch getrennt. Wir waren uns handelseinig, dass wir das Urlaubsdate, dass er eingestellt hat in die Tat umsetzen wollen. Müssen dafür nur noch einen Termin finden. Ich hatte ihm vor dem Kaffee-Date schon gesagt, dass ich meine Tage habe, um keine Erwartungen aufkommen zu lassen. Er musste eh bald wieder weg zu seinem eigentlich Termin. Zum Abschied küssten wir uns. Er war am Abend noch auf eine Geburtstagsfeier eingeladen und bot mir an mitzukommen. Manchmal mach ich sowas, wenn ich wirklich sehr abenteuerlustig bin. Aber gestern fühlte es sich nicht danach an, mit jemandem den ich nicht wirklich kenne auf eine Party zu gehen mit ganz vielen Menschen, die ich ebenfalls nicht kenne. Er schrieb mir spät noch, ob er nicht noch heute vormittag auf einen Brunch vorbei kommen soll? Ach, warum eigentlich nicht. Endlichmal jemand der Brötchen mitbringt. Also räumte ich noch ein klein wenig auf vor dem Zubettgehen. Er wollte um 10 Uhr da sein. Wecker auf 8:30.

Meine Tage waren nur noch ganz leicht da, aber trotzdem noch da. Aber da ich ja nur Binden benutze (was ich seit 20 Jahren tue, weil irgendwas in mir sich gegen OBs wehrt) stellt mich das vor eine Herausforderung wenn es um sexy Klamotten geht. Ich behalf mir mit einer schwarzen Slipeinlage. Das Zeitfenster in dem das geht ist halt nicht superlange, oder ich muss öfter mal wechseln. Frauen-Problem-Gedöns – hausgemacht. Wir würden auf dem Balkon essen. Erst mal duschen und rasieren. Auch wenn ich nicht davon ausging, dass wir Sex haben würden, also klassisch. Das war so das Feel-Good-Programm für mich. Zusammenpassende Unterwäsche an -schwarz-silber mit Spitze. Der BH macht ein schönes dralles Dekollete. Darüber ein schwarz-rotes Oberteil mit tiefem Ausschnitt. Und ich hatte Bock auf Halterlose. Wobei ich merkte, dass ich da nochmal besser kaufen muss. Die fast ein wenig eng oben. Ich fühlte mich gut. Es sollte aber nicht so offensichtlich sein. Also drüber ein schwarze Jogginghose und einen bequemen Hoody und einen großen Schal. Wobei ich gemerkt habe, als ich noch den Müllraus brachte, dass wenn man genau guckt, sich die Halterlosen unter der Jogging-Hose abzeichnen. Keine Ahnung, ob das meinem Nachbarn, den ich im Gang getroffen haben aufgefallen ist.

Ich hatte gute Laune, deckte schon mal den Tisch ein. Dann kam er mit Semmeln und ein wenig Essen. Cooles Setting eigentlich. Erst gemütlich auf dem Balkon quatschen und Essen, den Ausblick genießen und dabei mal sehen, ob man in Laune für mehr ist. Das Wetter trug aber seinen Teil dazu bei, dass wir irgendwann vom Balkon aufs Bett wechselten. Ich habe drinnen keine Couch, deswegen das Bett. Manchmal blöd, dass für eine Zwischenstation kein Platz ist in meiner Wohnung. Aber so ist es. Wir legten uns aufs Bett und quatschten weiter. Es war schön entspannt. Tiefer Blick in die Augen, knutschen. Knutsch-O-Meter gibt grünes Licht. Er knutscht sehr gut. Rrrr. So nach und nach packte mich aus. Dafür die sexy Klamotten drunter. Nur ist es eher schwierig eine Jogginghose auszuziehen und die Halterlosen nicht mit runter zu ziehen. Das hat so medium geklappt. Mein Höschen blieb aus Gründen an.

Wir sind beide Switcher-Typen. Jeder könnte den Ton angeben. Er fing dominant an, irgendwann übernahm ich. Er mag auch Schmerzen an sich selbst. Das kenn ich gar nicht soviel auch dominante Männer, die das mögen. Vermutlich ist er masochistischer als ich. Das was ich mit seinen Nippeln so anstellen durfte, hätte ich mir von ihm nicht gefallen lassen. Ich durfte sehr hart zubeißen und zwirbeln und er genoss es. Sehr spannend.

So verbrachten wir zwei h auf dem Bett, zwischen Knutschen, Quatschen, Lachen, Kuscheln, Streicheln und Blasen. Er macht mich schon sehr heiß, aber für Sex war mein Kopf nicht entspannt genug, das hätte nirgendwo hingeführt. Dafür hatte ich Spaß beim Blasen. Das Wetter wird kälter, mein Kiefer knackte beim Blasen anfänglich die ganze Zeit. Guter Blaseschwanz, nicht zu groß. Er feedbackt wenig körperlich. War nicht einfach herauszufinden was ihm gefällt, aber auf der anderen Seite gab es scheinbar auch nichts, was so gar nicht geht. Bis er mich wissen ließ, dass er es mag wenn ich Geräuschvoll blase. Gar kein Problem, dann bekommt er das Saugen und Lecken eben auch zu hören. Oder wenn ich ihn mir tief in den Hals stecken, das Röcheln. Zwischendurch leckte ich noch genüßlich über seine Eier. Er genoss, aber geräuschlos. Ich blies so vor mich hin und verließ mich auf mein Gefühl. Da dachte ich mir plötzlich: „Huch woher kommt der Geschmack in meinem Mund?“ Er war völlig ansatzlos gekommen. Weder seinem Schwanz noch seiner sonstigen Reaktion hatte ich das angemerkt. Das hatte ich so auch noch nie.

Wir lagen noch ein wenig im Bett und kuschelten, dann musste er los. Ich werd mich jetzt dann dem zweiten Teil des Brunches widmen. Und noch ein wenig was essen. Eigentlich ein optimaler Start in einen gruselig kalten, verregneten Samstag.

Ergänzende Gedanken zum gestrigen Blog…

Es gab zwar nicht viele Kommentare unter meinem Eintrag von gestern, aber die die es gab zielten in dieselbe Richtung. Jetzt habe ich noch das Bedürfnis ein paar Gedanken zu ergänzen. Meine Gedanken. Das soll nicht belehren, das soll nur erklären, was ich tue. Das erhebt nicht den Anspruch richtig zu sein, außer für mich. Es ist so unperfekt, wie das Leben und wir alle.

Die Männer mit denen ich bisher intensiver gespielt habe in meinem Leben, die wussten nach meiner Einschätzung, was sie tun. So auch der Jäger. Ebenso, wie Mr. Bondage oder JD. Ich würde allen Dreien mein Leben, meine Bank-Codes und mein Handypasswort anvertrauen. So auch mich und meine körperliche und geistige Gesundheit bei BDSM-Spielen. Deswegen kann ich für mich BDSM-Partner nicht suchen. Deswegen habe ich manchmal auch lange niemanden. Denn ich kann mich nur auf sowas einlassen, wenn ich dieses Urvertrauen in eine Person spüre. Wenn ich spüre, dass die Person (mit auch allen Fehlern, die sie hat) im Grunde ihres Herzens ein guter Mensch ist. Fuck, das klingt pathetisch, aber ich weiß gerade nicht wie ich es besser ausdrücken kann.

Im Leben, wie im BDSM geht auch mal was daneben. Es darf nicht so daneben gehen, dass jemand Schaden nimmt. Aber es passieren auch Dinge, die an Grenzen gehen. Ich will beim Bloggen nichts beschönigen. Wenn Menschen aufeinandertreffen, dann läuft nicht immer alles rund. Ich könnte nur von tollen Orgasmen und wunderschönen Erlebnissen schreiben, Influencer-Like einen Wohlfühl-Filter über meine Blogbeiträge legen. Aber davon hat am Ende niemand was. So wie ich mich nicht schone, wenn ich mich mal wieder doof angestellt habe oder ein Erlebnis nicht flog, oder ich Probleme habe zu kommen, so geht es beim BDSM mal an die Grenze, weil man sich eben noch nicht kennt.

Zwischen dem Jäger und mir ist alles fein. Er weiß was er tut. Es ist schwierig einen Menschen dem Leser näher zu bringen und ihm doch soviel Anonymität zu lassen, dass er nicht zu einfach zu erkennen ist. Das macht es aber natürlich auch sehr schwer herauszuarbeiten, was einen Menschen ausmacht. Deswegen kann ich die beteiligten Personen oftmals nur sehr verkürzt darstellen. Sicher ist, dass der Jäger mich nicht als Übungsobjekt benutzt. Eher dient er mir dazu, meine Grenzen auszuloten.

Ich erachte mich als stabil und reflektiert. Auch wenn ich keine sehr erfahrene Sub sein mag. Ich bin erfahren im Umgang mit mir selbst. Das ist nie eine Garantie, dass alles im Leben glatt geht, aber es lässt mich Dinge ausprobieren. Ja, auch ich hatte schon eine Beziehung mit einem Narzissten aus der ich ordentlich Blessuren herausgetragen habe. Die sichtbarste ist sicher meine Figur. Aber eine Garantie gibt es nie im Leben. Mein Variante zu leben ist eben nicht immer auf 100 prozentige Sicherheit zu gehen. Kalkulierte Risiken in Kauf zu nehmen. Es gibt andere Weg zu leben, ich wähle diesen.

Er ist ein Sadist. Er ist ein Mensch, der es liebt anderen Gutes zu tun. Es sind viele auch divergierende Facetten. Es ist ein Spiel mit den Grenzen. Das macht es intensiv. Woher weiß man wo die Grenze ist, wenn man nicht danach sucht? Ich habe keine Ahnung, wo meine Grenzen sind. Das ändert sich auch. Sie waren sicher früher auch wo anders als heute. Ich bin Null masochistisch. Null. Wenn man mir Schmerzen zufügt muss man mich belohnen, sonst kickt mich das Null. Wenn man mich fragt, ob ich Lust habe mir den Hintern versohlen zu lassen oder auf Nippelklemmen, würde ich vermutlich Nein sagen. Brr. Aber ich mache es trotzdem. Weil mehr dabei passiert. Ich hasse und liebe es. Es ist intensiv, lässt Emotionen zu. Macht Orgasmen und Nähe intensiver. Es macht mich manchmal wütend, manchmal trotzig. Aber in diesem Rahmen kann ich mit all den Emotionen leben. Es macht die Nähe näher. Mit aller Verantwortung als Dom: es muss mich ein wenig quälen, wo soll sonst seine Freude sein. Reines Wunsch erfüllen ist nie so intensiv weder für mich, schon gar nicht für ihn. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Sein und mein Vergnügen. In diesem Bereich muss es sich aus meiner Sicht die Waage halten.

Zu intensiv verhauen – für meine Empfindung. Ist passiert. Wir kennen uns auch noch nicht so gut. Und ich feedbacke wenig dabei. Es war alles in einem Rahmen in dem ich keinen Schaden nehme. Es war mir nur einfach zu viel an diesem Abend. Wir sind Menschen. Es ist nicht immer perfekt. Aber es war nicht intendiert. Alles fein.

Darüber hinaus bin ich gewillt auszuprobieren, wo meine Grenzen sind und was ich mag. Das zieht sich ja über mein ganzes Blog. Ich lasse mich, wenn ich ein passendes Gegenüber habe auf Dinge ein. Ich wusste vorher nicht, ob mir Pornokinos gefallen. Dann probiere ich es aus. Public disgrace ist nicht so meines. Habe ich rausgefunden. Ob mir ein Essen schmeckt, weiß ich nicht, bis ich es probiere. So halte ich es.

Noch ein Wort, weil sein Poly sein kritisiert wurde. Viel will ich nicht schreiben, weil seine anderen Beziehungen niemanden was angehen, außer ihn. Es heißt nicht, dass er in einem Polykonstrukt nur Spielpartnerinnen hat. Man kann für unterschiedlichste Bedürfnisse unterschiedlichste Partner haben. Wenn es für alle passt. Ich werde nie seine Sub werden. Was es wird, wissen wir beide nicht. Es wird sich zeigen.

Zu viel für mich…

Ich war darauf eingestellt, dass es ein paar Wochen dauern würde, bis zu einem Wiedersehen mit dem Jäger. Aber die Sehnsucht auf beiden Seiten führte zu einem ziemlich schnellen Wiedersehen. Für einen Abend und eine Nacht kam er zu mir, nahm die Fahrt auf sich. Ich freute mich sehr. Er holte mich sogar von der Arbeit ab. Hihi, die Kollegen wenn wüßten. Dieser Moment, wenn du ins Auto einsteigst zum Wiedersehen. Das Lächeln im Gesicht, ein grinsendes „Hi“ und dann ein Kuss mit Kribbeln im Bauch. So ein Wiedersehen war das.

Wenn er dann noch sagt, dass wir jetzt gleich losfahren zum Pornokino. Ich weiß, er will meinen Kopf ficken, mich challengen. Ich hatte ihm das auch zugetraut und war Unterwäschentechnisch sogar vorbereitet gewesen. Hihi. Gut wenn man jemandem alles zutraut. Ich war aber trotzdem froh, dass er mich nur damit kitzeln wollte, denn ich war im Kopf schon noch ein wenig gerädert von der Arbeit. Wir fuhren also zu mir.

Schön, dass er da ist. Umarmen, Küssen. Er kompensiert auch unfreiwillig mein Nähe-Vakuum durch den Kollegen, der mir immernoch sehr fehlt, aber weiterhin kein Kontakt besteht. Wir werden keine 24 h miteinander haben. Und wir müssen uns auch immernoch aneinander gewöhnen. Ich suchte Nähe. Endlich wieder knutschen mit ihm. Der Abend bestand aus Nähe, Pizza und Sex. Das scheint so unser Ding zu sein. Der Sadist in ihm war noch zurückhaltend und ich war froh. Er ohrfeigte mich einmal, an mehr erinnere ich mich dahingehend nicht. Mein Bett ist ziemlich hoch, was aber sehr praktisch ist, wenn man eine gute Leckposition sucht. Er setzte sich auf meinen Fusstritt vor dem Bett, ich rückte an die Kante heran und er konnte mich halbwegs gemütlich lecken. Er lernt meinen Körper kennen. Was zu einem schon viel schnelleren geleckten Orgasmus führte als bei unserem ersten Treffen. Ich revanchierte mich mit einem ausgiebigen Blowjob, auch wenn er dabei nicht wirklich kommt.

Er ließ mich ein wenig deepthroaten üben, was heißt, dass er einfach still hielt und nicht nachdrückte. Alles andere geht dann aber auch nicht. Wie sagte er so schön: Als Mann musst du dich entscheiden, ob du sie blasen lassen oder sie in den Mund ficken willst. Das zu vermischen führt meist zu nix. Wo er recht hat. Wenn ich blase, dann kann ich meine Technik ausspielen. Wenn er mich in den Mund fickt, dann bin ich damit beschäftigt, dass er sich nicht meine Zähne in den Schwanz rammt und den Mund so aufzuhalten, dass es auch für mich passt. Er blies ihn richtig lange. Am Ende fickte er mich doggy und kam intensiv. Er legte sich hin nach dem Orgasmus und schlief fast unmittelbar danach ein. Aber es war auch seine normale zu Bettgehzeit gewesen. Lustig, wenn eine Volleule und eine Volllerche aufeinander treffen.

Für mich war es noch etwa 2 h zu früh. Ich rechnete zwar auch damit, dass er mich morgens noch auf einen kleinen Fick wecken würde, aber konnte so früh noch nicht schlafen. Er schlief ganz seelig auf meinem Bett, während ich mich auf einen Sessel setze und in Blog-schreiben-Laune war. Einen der Einträge, die ich vor kurzem veröffentlich habe, habe ich also geschrieben, als er gerade in meinem Bett friedlich schlummerte. Ich kochte mir einen frischen Minztee, setzte mich vor das Bett in den Sessel und tippte in meinen Computer, so wie jetzt und genoss den Moment. Er war durch nichts aus der Ruhe zu bringen und schlief tief und fest. Gegen Mitternacht kletterte ich dann zu ihm ins Bett. Was sehr ungewohnt war, denn er hatte darauf bestanden anders herum, als ich es überlicherweise tue, in meinem Bett zu schlafen. Und er ist jetzt nicht gerade schmal. Mein Bett 160 cm breit, aber deutlich höher als normale Betten. Ich schlief nicht ganz so gut mit relativ wenig Platz, falsch herum und nahe an der Kante. Aber es ist oft so, wenn ich mit jemandem eine Nacht verbringe, den ich noch nicht so gut kenne, dass ich dann eher leicht schlafe.

Er wurde vermutlich wie meistens gegen 4 Uhr morgens wach und ist dann auch in Laune. Was bei mir quasi mitten in der Nacht ist. Aber es machte mir gar nicht so wirklich was aus. Erstaunlich nur, dass er um diese Uhrzeit auch den Sadisten in sich entdeckt. Ich erinnere mich gar nicht mehr detailliert an das was wir anstellten.

Aber er war geil und wollte spielen. Irgendwann wollte er, dass ich mich doggy hinkniete und er fing an mich mit der flachen Hand auf den Hintern zu schlagen. Ich wusste gar nicht, ob ich das wollte. Aber ließ ich darauf ein, um es herauszufinden. Wir kennen uns halt doch noch nicht so gut. Er schlug mich relativ schnell links, rechts. Zu schnell. Der Schmerz konnte gar nicht abklingen, da krachte seine Hand schon wieder auf die meinen Hintern oder die Oberschenkel-Außenseite. Zum einen der Schmerz, zum Anderen konnte mein Gehirn nicht aufhören darüber nachzudenken, ob die Nachbarn das hören, und was die sich wohl denken. Da merke ich halt dann wieder, dass sich mein Grad an Masochismus in sehr überschaubaren Grenzen hält. Denn ich mutmaße, dass es nicht sein Plan gewesen sein konnte, gleich so auf mich einzuhauen, dass es mir nach sechs/sieben Schlägen auch schon reicht. Vermutlich ist das, was er da machte, für andere Subs das Aufwärm-Programm. Aber nicht so für mich. Der Schmerz ließ nicht mehr nach. Ich fing an auszuweichen. Er schlug weiter auf meinen Hintern ein. Mir war es zuviel. Dunkelorange, dachte ich mir. Wir hatten kein Safewort. Erst nahm ich es trotzig hin, spürte schon Tränen kommen. Dann ging auch das nicht mehr und ich drehte mich weg und versuchte mich den Schlägen zu entziehen. Er interpretierte das anders, als es gemeint war und glaubte ich wollte mich provokant wehren. Deswegen hielt er meine Handgelenke und begrub mich unter seinem Körper. „Hör auf, hör sofort auf“, ich weiß nicht ob ich es auch gesagt, oder nur gedacht habe. Ich weiß nicht, ob er meine Tränen sah. To much for me. Er verstand und hielt mich fest im Arm. Und entschuldigte sich.

Das war eine ähnliche Situation, wie bei Mr. Bondage zu Beginn unserer Beziehung. Als er mich an den Schrank gefesselt zu hart schlug, so dass ich abbrechen musste. Da mischen sich dann viele Emotionen. Wut – wie kann er nur, Nähe, weil die Empfindungen sehr intensiv sind, irgendwie auch Geilheit. Ich war so oberkrass feucht, was der Jäger auch irgendwann kommentiert hatte. Die Tränen kullern. Ein schlechtes Gewissen, auf was man sich da einlässt. Aber mittlerweile auch das Wissen bei mir, dass ich damit umgehen kann. Wenn ich meinem Gegenüber vertraue und weiß, dass er es im Grunde seines Herzens gut mit mir meint, dann wird es auch nicht nachhaltig was ändern oder mir lange etwas ausmachen. Die Wut verfliegt. Das Vertrauen ist ungebrochen und ich trage keinen physischen als auch psychischen Schaden davon.

Er hielt mich eine ganze Weile in seinem Arm, die Tränen kullerten, ich saugte die Nähe auf. Ich feedbackte ihm, dass er mich viel langsamer schlagen müsste. Der Rest meiner Erinnerung ist sehr blaß. Ich glaube wir hatten noch Sex und er ist auch nochmal gekommen. Und ich meine irgendwo gab es noch einen zweiten Orgasmus für mich in dieser Nacht. Woran ich mich aber sehr deutlich erinnere ist, dass wir dann an diesem morgen etwa eine halbe Stunde bevor mein Wecker regulär klingelt, aneinander gekuschelt eingeschlafen sind. Was sehr erstaunlich ist, vor allem für ihn, da es ihm eigentlich zu viel Nähe ist, zum Schlafen. Aber das war ein wirklich wunderschöner Moment, weil einfach so passiert. Wir sind dann auch in derselben Position wieder aufgewacht.

Wir werden uns wiedersehen, wenn auch nicht so schnell wie dieses Mal. Wir lassen es auf uns zukommen, wie das mit uns sich in in sein Polykonstrukt einfügt. Diese Konstruktionen benötigen viel Kommunikation, damit alle Beteiligten rausfinden, wie und ob es sich für sie gut anfühlt. Auch ich muss mich da erst zurecht finden. Freue mich für ihn über all seine anderen Erlebnisse. Mein Päckchen ist gerade, dass mir der Kollege fehlt. Sehr. Ich date naürlich auch viel zur Kompensation. Ein wenig Liebe fehlt mir und dann muss ich aufpassen, dass ich das Bedürfnis nicht auf jemand anderen projeziere,

Soap Opera die Zweite?

So viel zu schreiben, also viel zu lesen. Gut für euch 🙂 Dieses Mal nur eine ganz kurze Zwischengeschichte.

Pling. Mail in meinem Postfach.

„Schade, dass du mir damals keine echte Chance gegeben hast“ Absendername fühlte sich bekannt an, aber es klingelte überhaupt nicht bei mir wer das sein könnte.

Meine Rückfrage: „Sorry, es klingelt nicht. Hilf mir auf die Sprünge. Hast du mir jemals mehr über dich verraten“

Er: „Ja, hab ich. Nächtelang in meinem Bett 🙂 Und als du mich im Krankenhaus besucht hast.“

Hmm, verdammt. Ich war in seinem Bett? Ich kann doch nicht schreiben, dass ich mich gerade Null erinnere. Wie komm ich denn aus der Nummer wieder raus. Mal weiterfragen: „Wie war denn dein Nick auf der Rirarammelseite? sorry, ist schon echt voll peinlich für mich“

Er: „Wir hatten uns auf einem Stammtisch kennengelernt. Und mochten uns irgendwie. Und dann waren wir ein paar Mal bei mir. Du hast mir von deiner Studium Deadline-Panik erzählt und ich Dir von meiner gescheiterten Ehe :-)“

Haha, so langsam glaube ich, es macht ihm Spaß, dass ich so gar nix peile. Muss man sich an alle Männer erinnern, mit denen man im Bett war? Vielleicht das Zeichen, dass ich es in den letzten Jahren doch übertrieben habe. Aber so ganz im Hinterkopf dämmerte ein klein wenig was. Nachdem es noch zu meiner Unizeit gewesen sein muss, ist es doch schon bestimmt 5 Jahre her. Weiterfragen auch wenn ich mich echt total schäme: „In welchen Stadtteil hast du damals gewohnt?“

Er verriet mir den Stadtteil. Und ich erinnere mich wieder wie ich zu ihm gefahren bin. In meinem Kopf klingelt irgendwas mit cooler Küche. Warum auch immer. Allerdings habe ich zu ihm immer noch so gar kein Bild im Kopf. „Warum ist unser Kontakt abgerissen?“#

Er: „Das kostet dich mindestens einen Drink“.. Dann dämmerte mir was mit Klinik in der Stadtmitte. Treffer. Und ich durchforschte nach dem dazu passenden Blogeintrag um meinem Gedächtnis endgültig auf die Sprünge zu helfen. Manchmal ist mein Leben wie eine Soap Opera. Ohne mein Blog wäre ich wirklich aufgeschmissen gewesen. Ich las mich durch meinen Eintrag und musste sehr schmunzeln. Das mit dem Kleid und dem teuen Italiener hatte ich ja völlig verdrängt. Ja das war eine wirklich sehr wilde Zeit. Und auch schon 6 Jahre her. Krass wie die Zeit vergeht. Wir rekapitulierten, dass wir nie miteinander geschlafen hatten, dass unser Kontakt abgerissen war, weil er sein Leben erstmal sortieren musste und ich noch voll im Uniabschluss-Stress war.

Aber was ein mega Kompliment, dass er sich auch nach 6 Jahren an mich erinnert und mich anschreibt. Wir verabredeten uns auf einen Drink (Den ich ja bezahlen darf :-)) In meinem Blog hatte ich ja auch geschrieben, dass er sensationell küssen kann. Ich hoffte, dass wir das nochmal auffrischen würden.

Ich taufe Manuel in Marco um, das passt besser. Marco und ich trafen uns im Biergarten. Er sieht in der Tat noch so aus wie vor 6 Jahren – unverändert gut, also sehr gut. Wir hatten viel zu reden, schließlich waren ja auch 6 Jahre vergangen, die sowohl in meinem Leben, als auch in seinem Leben für einige Veränderungen gesorgt hatten. Ich habe selten jemanden getroffen, der so selbstsicher und so unsicher zu selben Zeit ist. Ich kann gar nicht erklären, woran ich das festmache. In Liebesdingen hat er auch weiterhin kein gutes Händchen gehabt. Aktuell ist er wieder solo. Wir unterhielten uns bis der Biergarten schließen wollte. Dann liefen wir zur Ubahn. Und wir küssten uns. Fuck ja, er kann einfach wirklich so geil küssen. Ich habe nicht übertrieben. Wir knutschen wie ein Teenie-Pärchen. Macht Lust auf mehr. Sehr viel Lust.

Doch nun ist das schon wieder ein wenig her. Und ich habe da fast schon ein Dejavu. Mal sehen, ob ich ihn nicht doch eher wieder mal aus einer Kneipe einsammeln werde. Ich glaube, er hat gerade wieder nicht die beste Phase in seinem Leben. Vielleicht soll das einfach so sein. Ich würde das tun. So wie vor 6 Jahren auch.