Still Herzschmerz…

Sorry, ich hab schon das Gefühl euch endlos vollzuschwallen… Einfach nicht lesen, wenn es euch zu viel wird.

Herzschmerz akut – Ja, immernoch der Kollege. Während ich lange Zeit, die Hoffnung, hatte, dass das nochmal was wird zwischen uns oder sich zumindest unsere Freundschaft retten lässt, fehlt mir jetzt der Glaube daran. Kontaktabbruch ist jetzt 3 Wochen her. Heute nachmittag habe ich in meiner Wohnung noch ein wenig ausgemistet. Beim Rumräumen musste ich an ihn denken. Aber es hängt halt auch noch ein Bild vom ihm an der Wand. Es war gruselig kalt draußen und er hasst dieses Wetter. Ich hatte mich gefragt, wie es ihm wohl geht dabei. Zumal ich auch gar nicht weiß, ob er schon wieder arbeiten geht, oder noch krank geschrieben ist. Ich denke jeden Tag an ihn. Schreibe wieder jeden Tag in den blockierten Account. Ich habe ihm eine Mail geschrieben und ihm angeboten, wenn er Nähe oder Kuscheln möchte, dass ich da wäre.

Vor einer Stunde kam die Antwort. Mein Blog: Fluch und Segen. Er hatte den Eintrag von heute vormittag gelesen und fühlt sich von meiner Mail gedemütigt, weil ich „ja heute schon einem Kerl den Schwanz gelutscht habe“ und nahm an, dass ich kuscheln wollte. Ich würde immer das wollen, was ich gerade nicht habe. Und endete damit, dass er mir irgendwann noch meine restlichen Sachen vor die Tür stellen wird.

Vielleicht war es dumm, die Mail heute zu schreiben. Demütigen wollte ich ihn nicht. Ich hab nicht darüber nachgedacht und nur meinen Blickwinkel gesehen. Das fällt dann aber wohl auch unter Egoismus. Ich hab ihm nochmal geschrieben und mich entschuldigt und gesagt, dass das nicht intendiert war. Und dass ich eben polyamor (ich hätte wohl nicht monogam auch noch dazu schreiben sollen) bin und sich das nicht ändern lassen wird. (wobei sich nicht darauf bezog, dass ich heute morgen Sex hatte, sondern generell). Worauf hin er mir erklärte, dass ich nicht polyamor sei, weil dass bei mir mit Liebe nix zu tun hätte. Er habe keinen Bock mehr auf einen Menschen, bei dem sich alles nur noch um dessen Bequemlichkeit dreht. Ich soll ihm seine Sachen bringen, aber nur wenn er mal nicht da sei, da er keine Lust mehr habe mich zu sehen. Und er blockiert nun auch noch alle meine Mailadresse…

BÄM. Das sitzt erstmal. Jetzt hat er mir was zum Nachdenken mitgegeben. Mein erstes Bauchgefühl sagt: „Ich bin nunmal so und er hat mich eben nicht akzeptieren können“ Ich hab das mit der Monogamie ja auch wirklich versucht und es ging auch ein Weile, aber für mich halt nicht dauerhaft. Noch nie. Der Vorsatz nach der Seitenspringerinnen-Zeit war es nie mehr heimlich machen zu wollen. Das allerdings in seinem Fall nicht zum Erfolg geführt. Er wusste worauf er sich einlässt. Vermutlich er gehofft, dass ich mich ändern würde, so wie ich gehofft habe, dass er damit leben kann.

Ist es egostischer vieles zu wollen, aber es zu teilen oder nur eines zu wollen, aber das für sich allein?

In meinem Kopf drehen sich viele Gedanken, ich weiß gar nicht ob ich einen sinnvollen Eintrag hinbekomme. Die nahezu identische Situation hatte ich ja zu Beginn des Jahres schon mal. Ich bewundere ja Menschen, die da so nen harten Cut machen, Bilder abhängen, Nachrichten löschen. Ich bin da wirklich schlecht drin. Je länger ich schreibe, desto mehr Verständnis habe ich für ihn, dass er sich von mir lösen will. Wenn es ihm nicht gut tut, dann tut es ihm nicht gut. Er wird einen Platz in meinem Herzen behalten.

Meine Oma hatte mich vor einer Weile gefragt, ob er denn eigentlich mein Freund war. Ich hatte ihn zu Hause als mein Kollege vorgestellt. Wenn ich mir was vorwerfen kann, dann das wir das nie offiziell gemacht habe. Aber ich glaube ich scheue mich auch deswegen davor, weil ich halt nicht „den einen“ vorstellen will, den es ja so nicht gibt. Aber ich will mich auch in der Tat nicht erklären. Vielleicht noch nicht. Meine engen Freunde kannten ihn und haben gemerkt, wie wichtig er mir war.

Wenn ich nicht in letzter Zeit Menschen getroffen hätte, die es schaffen in ungewöhnlicheren Konstruktionen zu leben und zu lieben, dann würde ich jetzt wieder zweifeln, ob ich mich nicht ändern muss. Aber eigentlich habe ich mich akzeptiert, in dieser Hinsicht.

Der Prozess diesen Eintrag zu schreiben hat meine Tränen getrocknet. Mir wird am allermeisten er als bester Freund fehlen. Der den ich anrufe, wenn ich reden will. Der Sex ohne jegliche Scham wird mir auch fehlen, wobei ich das eher kompensieren kann.

Es wird sie geben den/die Mensch/en, die mich lieben wie ich bin. Mit dem es sich fügt.

Dieser Eintrag war quasi therapeutisch für mich. Er ist wild durcheinander, drückt vermutlich nicht annähernd das aus, was ich sagen wollte, aber ich kann gerade auch nicht mehr schreiben. Es war zum Sortieren, wie ein Telefonat mit einem Freund. Wenn man auflegt geht es einem meist schon viel besser als am Anfang. So auch, mit dem Ende des Beitrags.

Halterlose in der Jogginghose…

Eigentlich wollte ich jetzt einen anderen Beitrag schreiben – noch nachholen. Aber manchmal ergeben sich spontan Dinge. Ich hatte eine Woche viel gedatet und jetzt eine ruhige Woche. Zum einen weil ich meinen Tage habe, zum anderen macht es in der Taktung auch aus vielen Gründen keinen Sinn. Dann wird es willkürlich.

Ich habe gerade noch Tassen und Geschirr von meinem Balkontisch in die Küche geräumt. Vom Brunch. Der gestern Abend noch nicht auf meinem Plan stand. Ich hatte vorgestern auf der Rirarammelseite rumgesurft und bin über ein spannendes Urlaubsgesuch gestolpert. Profil angesehen, ein Like dagelassen und gedacht, dass das er eh schon ausreichend Post bekommen haben muss. Doch überraschenderweise hatte ich ein paar Stunden später eine Nachricht in meinem Postfach, dass ihn mein Profil angesprochen hat. Yeah. Läuft bei mir. Und nach ein wenig hin und her schreiben stellte sich heraus, dass er einen Tag später, also gestern, zufällig einen Termin in meiner Stadt haben würde. Kaffee-Date? Kaffee-Date. Ich wollte eh nicht so ewig arbeiten. Also verabredeten wir uns, weil es auch für ihn von der Lage her passt in meiner Standard-Neutraler-Boden-Location von vor meinem Umzug. Ruhiger Ort mit wenigen Menschen. Ich date zwar wieder, aber ich meide Orte mit vielen Menschen, wo ich kann.

Ich hatte keine Erwartungen, außer dass er meinen Kaffee bezahlt. Ich hatte ihm aber vorher schon gestanden, dass ich meinen Geldbeutel zu Hause vergessen hatte, ich Schussel. Kaffee lief gut, wir waren uns gleich sympathisch. Er Mitte 40, Anzug weil Chef, Typ zupackender aber herzlicher Chef, dunkle Haare, kräftige Figur, Lachfalten im Gesicht, risch getrennt. Wir waren uns handelseinig, dass wir das Urlaubsdate, dass er eingestellt hat in die Tat umsetzen wollen. Müssen dafür nur noch einen Termin finden. Ich hatte ihm vor dem Kaffee-Date schon gesagt, dass ich meine Tage habe, um keine Erwartungen aufkommen zu lassen. Er musste eh bald wieder weg zu seinem eigentlich Termin. Zum Abschied küssten wir uns. Er war am Abend noch auf eine Geburtstagsfeier eingeladen und bot mir an mitzukommen. Manchmal mach ich sowas, wenn ich wirklich sehr abenteuerlustig bin. Aber gestern fühlte es sich nicht danach an, mit jemandem den ich nicht wirklich kenne auf eine Party zu gehen mit ganz vielen Menschen, die ich ebenfalls nicht kenne. Er schrieb mir spät noch, ob er nicht noch heute vormittag auf einen Brunch vorbei kommen soll? Ach, warum eigentlich nicht. Endlichmal jemand der Brötchen mitbringt. Also räumte ich noch ein klein wenig auf vor dem Zubettgehen. Er wollte um 10 Uhr da sein. Wecker auf 8:30.

Meine Tage waren nur noch ganz leicht da, aber trotzdem noch da. Aber da ich ja nur Binden benutze (was ich seit 20 Jahren tue, weil irgendwas in mir sich gegen OBs wehrt) stellt mich das vor eine Herausforderung wenn es um sexy Klamotten geht. Ich behalf mir mit einer schwarzen Slipeinlage. Das Zeitfenster in dem das geht ist halt nicht superlange, oder ich muss öfter mal wechseln. Frauen-Problem-Gedöns – hausgemacht. Wir würden auf dem Balkon essen. Erst mal duschen und rasieren. Auch wenn ich nicht davon ausging, dass wir Sex haben würden, also klassisch. Das war so das Feel-Good-Programm für mich. Zusammenpassende Unterwäsche an -schwarz-silber mit Spitze. Der BH macht ein schönes dralles Dekollete. Darüber ein schwarz-rotes Oberteil mit tiefem Ausschnitt. Und ich hatte Bock auf Halterlose. Wobei ich merkte, dass ich da nochmal besser kaufen muss. Die fast ein wenig eng oben. Ich fühlte mich gut. Es sollte aber nicht so offensichtlich sein. Also drüber ein schwarze Jogginghose und einen bequemen Hoody und einen großen Schal. Wobei ich gemerkt habe, als ich noch den Müllraus brachte, dass wenn man genau guckt, sich die Halterlosen unter der Jogging-Hose abzeichnen. Keine Ahnung, ob das meinem Nachbarn, den ich im Gang getroffen haben aufgefallen ist.

Ich hatte gute Laune, deckte schon mal den Tisch ein. Dann kam er mit Semmeln und ein wenig Essen. Cooles Setting eigentlich. Erst gemütlich auf dem Balkon quatschen und Essen, den Ausblick genießen und dabei mal sehen, ob man in Laune für mehr ist. Das Wetter trug aber seinen Teil dazu bei, dass wir irgendwann vom Balkon aufs Bett wechselten. Ich habe drinnen keine Couch, deswegen das Bett. Manchmal blöd, dass für eine Zwischenstation kein Platz ist in meiner Wohnung. Aber so ist es. Wir legten uns aufs Bett und quatschten weiter. Es war schön entspannt. Tiefer Blick in die Augen, knutschen. Knutsch-O-Meter gibt grünes Licht. Er knutscht sehr gut. Rrrr. So nach und nach packte mich aus. Dafür die sexy Klamotten drunter. Nur ist es eher schwierig eine Jogginghose auszuziehen und die Halterlosen nicht mit runter zu ziehen. Das hat so medium geklappt. Mein Höschen blieb aus Gründen an.

Wir sind beide Switcher-Typen. Jeder könnte den Ton angeben. Er fing dominant an, irgendwann übernahm ich. Er mag auch Schmerzen an sich selbst. Das kenn ich gar nicht soviel auch dominante Männer, die das mögen. Vermutlich ist er masochistischer als ich. Das was ich mit seinen Nippeln so anstellen durfte, hätte ich mir von ihm nicht gefallen lassen. Ich durfte sehr hart zubeißen und zwirbeln und er genoss es. Sehr spannend.

So verbrachten wir zwei h auf dem Bett, zwischen Knutschen, Quatschen, Lachen, Kuscheln, Streicheln und Blasen. Er macht mich schon sehr heiß, aber für Sex war mein Kopf nicht entspannt genug, das hätte nirgendwo hingeführt. Dafür hatte ich Spaß beim Blasen. Das Wetter wird kälter, mein Kiefer knackte beim Blasen anfänglich die ganze Zeit. Guter Blaseschwanz, nicht zu groß. Er feedbackt wenig körperlich. War nicht einfach herauszufinden was ihm gefällt, aber auf der anderen Seite gab es scheinbar auch nichts, was so gar nicht geht. Bis er mich wissen ließ, dass er es mag wenn ich Geräuschvoll blase. Gar kein Problem, dann bekommt er das Saugen und Lecken eben auch zu hören. Oder wenn ich ihn mir tief in den Hals stecken, das Röcheln. Zwischendurch leckte ich noch genüßlich über seine Eier. Er genoss, aber geräuschlos. Ich blies so vor mich hin und verließ mich auf mein Gefühl. Da dachte ich mir plötzlich: „Huch woher kommt der Geschmack in meinem Mund?“ Er war völlig ansatzlos gekommen. Weder seinem Schwanz noch seiner sonstigen Reaktion hatte ich das angemerkt. Das hatte ich so auch noch nie.

Wir lagen noch ein wenig im Bett und kuschelten, dann musste er los. Ich werd mich jetzt dann dem zweiten Teil des Brunches widmen. Und noch ein wenig was essen. Eigentlich ein optimaler Start in einen gruselig kalten, verregneten Samstag.

Ergänzende Gedanken zum gestrigen Blog…

Es gab zwar nicht viele Kommentare unter meinem Eintrag von gestern, aber die die es gab zielten in dieselbe Richtung. Jetzt habe ich noch das Bedürfnis ein paar Gedanken zu ergänzen. Meine Gedanken. Das soll nicht belehren, das soll nur erklären, was ich tue. Das erhebt nicht den Anspruch richtig zu sein, außer für mich. Es ist so unperfekt, wie das Leben und wir alle.

Die Männer mit denen ich bisher intensiver gespielt habe in meinem Leben, die wussten nach meiner Einschätzung, was sie tun. So auch der Jäger. Ebenso, wie Mr. Bondage oder JD. Ich würde allen Dreien mein Leben, meine Bank-Codes und mein Handypasswort anvertrauen. So auch mich und meine körperliche und geistige Gesundheit bei BDSM-Spielen. Deswegen kann ich für mich BDSM-Partner nicht suchen. Deswegen habe ich manchmal auch lange niemanden. Denn ich kann mich nur auf sowas einlassen, wenn ich dieses Urvertrauen in eine Person spüre. Wenn ich spüre, dass die Person (mit auch allen Fehlern, die sie hat) im Grunde ihres Herzens ein guter Mensch ist. Fuck, das klingt pathetisch, aber ich weiß gerade nicht wie ich es besser ausdrücken kann.

Im Leben, wie im BDSM geht auch mal was daneben. Es darf nicht so daneben gehen, dass jemand Schaden nimmt. Aber es passieren auch Dinge, die an Grenzen gehen. Ich will beim Bloggen nichts beschönigen. Wenn Menschen aufeinandertreffen, dann läuft nicht immer alles rund. Ich könnte nur von tollen Orgasmen und wunderschönen Erlebnissen schreiben, Influencer-Like einen Wohlfühl-Filter über meine Blogbeiträge legen. Aber davon hat am Ende niemand was. So wie ich mich nicht schone, wenn ich mich mal wieder doof angestellt habe oder ein Erlebnis nicht flog, oder ich Probleme habe zu kommen, so geht es beim BDSM mal an die Grenze, weil man sich eben noch nicht kennt.

Zwischen dem Jäger und mir ist alles fein. Er weiß was er tut. Es ist schwierig einen Menschen dem Leser näher zu bringen und ihm doch soviel Anonymität zu lassen, dass er nicht zu einfach zu erkennen ist. Das macht es aber natürlich auch sehr schwer herauszuarbeiten, was einen Menschen ausmacht. Deswegen kann ich die beteiligten Personen oftmals nur sehr verkürzt darstellen. Sicher ist, dass der Jäger mich nicht als Übungsobjekt benutzt. Eher dient er mir dazu, meine Grenzen auszuloten.

Ich erachte mich als stabil und reflektiert. Auch wenn ich keine sehr erfahrene Sub sein mag. Ich bin erfahren im Umgang mit mir selbst. Das ist nie eine Garantie, dass alles im Leben glatt geht, aber es lässt mich Dinge ausprobieren. Ja, auch ich hatte schon eine Beziehung mit einem Narzissten aus der ich ordentlich Blessuren herausgetragen habe. Die sichtbarste ist sicher meine Figur. Aber eine Garantie gibt es nie im Leben. Mein Variante zu leben ist eben nicht immer auf 100 prozentige Sicherheit zu gehen. Kalkulierte Risiken in Kauf zu nehmen. Es gibt andere Weg zu leben, ich wähle diesen.

Er ist ein Sadist. Er ist ein Mensch, der es liebt anderen Gutes zu tun. Es sind viele auch divergierende Facetten. Es ist ein Spiel mit den Grenzen. Das macht es intensiv. Woher weiß man wo die Grenze ist, wenn man nicht danach sucht? Ich habe keine Ahnung, wo meine Grenzen sind. Das ändert sich auch. Sie waren sicher früher auch wo anders als heute. Ich bin Null masochistisch. Null. Wenn man mir Schmerzen zufügt muss man mich belohnen, sonst kickt mich das Null. Wenn man mich fragt, ob ich Lust habe mir den Hintern versohlen zu lassen oder auf Nippelklemmen, würde ich vermutlich Nein sagen. Brr. Aber ich mache es trotzdem. Weil mehr dabei passiert. Ich hasse und liebe es. Es ist intensiv, lässt Emotionen zu. Macht Orgasmen und Nähe intensiver. Es macht mich manchmal wütend, manchmal trotzig. Aber in diesem Rahmen kann ich mit all den Emotionen leben. Es macht die Nähe näher. Mit aller Verantwortung als Dom: es muss mich ein wenig quälen, wo soll sonst seine Freude sein. Reines Wunsch erfüllen ist nie so intensiv weder für mich, schon gar nicht für ihn. Es sind zwei Seiten einer Medaille. Sein und mein Vergnügen. In diesem Bereich muss es sich aus meiner Sicht die Waage halten.

Zu intensiv verhauen – für meine Empfindung. Ist passiert. Wir kennen uns auch noch nicht so gut. Und ich feedbacke wenig dabei. Es war alles in einem Rahmen in dem ich keinen Schaden nehme. Es war mir nur einfach zu viel an diesem Abend. Wir sind Menschen. Es ist nicht immer perfekt. Aber es war nicht intendiert. Alles fein.

Darüber hinaus bin ich gewillt auszuprobieren, wo meine Grenzen sind und was ich mag. Das zieht sich ja über mein ganzes Blog. Ich lasse mich, wenn ich ein passendes Gegenüber habe auf Dinge ein. Ich wusste vorher nicht, ob mir Pornokinos gefallen. Dann probiere ich es aus. Public disgrace ist nicht so meines. Habe ich rausgefunden. Ob mir ein Essen schmeckt, weiß ich nicht, bis ich es probiere. So halte ich es.

Noch ein Wort, weil sein Poly sein kritisiert wurde. Viel will ich nicht schreiben, weil seine anderen Beziehungen niemanden was angehen, außer ihn. Es heißt nicht, dass er in einem Polykonstrukt nur Spielpartnerinnen hat. Man kann für unterschiedlichste Bedürfnisse unterschiedlichste Partner haben. Wenn es für alle passt. Ich werde nie seine Sub werden. Was es wird, wissen wir beide nicht. Es wird sich zeigen.

Zu viel für mich…

Ich war darauf eingestellt, dass es ein paar Wochen dauern würde, bis zu einem Wiedersehen mit dem Jäger. Aber die Sehnsucht auf beiden Seiten führte zu einem ziemlich schnellen Wiedersehen. Für einen Abend und eine Nacht kam er zu mir, nahm die Fahrt auf sich. Ich freute mich sehr. Er holte mich sogar von der Arbeit ab. Hihi, die Kollegen wenn wüßten. Dieser Moment, wenn du ins Auto einsteigst zum Wiedersehen. Das Lächeln im Gesicht, ein grinsendes „Hi“ und dann ein Kuss mit Kribbeln im Bauch. So ein Wiedersehen war das.

Wenn er dann noch sagt, dass wir jetzt gleich losfahren zum Pornokino. Ich weiß, er will meinen Kopf ficken, mich challengen. Ich hatte ihm das auch zugetraut und war Unterwäschentechnisch sogar vorbereitet gewesen. Hihi. Gut wenn man jemandem alles zutraut. Ich war aber trotzdem froh, dass er mich nur damit kitzeln wollte, denn ich war im Kopf schon noch ein wenig gerädert von der Arbeit. Wir fuhren also zu mir.

Schön, dass er da ist. Umarmen, Küssen. Er kompensiert auch unfreiwillig mein Nähe-Vakuum durch den Kollegen, der mir immernoch sehr fehlt, aber weiterhin kein Kontakt besteht. Wir werden keine 24 h miteinander haben. Und wir müssen uns auch immernoch aneinander gewöhnen. Ich suchte Nähe. Endlich wieder knutschen mit ihm. Der Abend bestand aus Nähe, Pizza und Sex. Das scheint so unser Ding zu sein. Der Sadist in ihm war noch zurückhaltend und ich war froh. Er ohrfeigte mich einmal, an mehr erinnere ich mich dahingehend nicht. Mein Bett ist ziemlich hoch, was aber sehr praktisch ist, wenn man eine gute Leckposition sucht. Er setzte sich auf meinen Fusstritt vor dem Bett, ich rückte an die Kante heran und er konnte mich halbwegs gemütlich lecken. Er lernt meinen Körper kennen. Was zu einem schon viel schnelleren geleckten Orgasmus führte als bei unserem ersten Treffen. Ich revanchierte mich mit einem ausgiebigen Blowjob, auch wenn er dabei nicht wirklich kommt.

Er ließ mich ein wenig deepthroaten üben, was heißt, dass er einfach still hielt und nicht nachdrückte. Alles andere geht dann aber auch nicht. Wie sagte er so schön: Als Mann musst du dich entscheiden, ob du sie blasen lassen oder sie in den Mund ficken willst. Das zu vermischen führt meist zu nix. Wo er recht hat. Wenn ich blase, dann kann ich meine Technik ausspielen. Wenn er mich in den Mund fickt, dann bin ich damit beschäftigt, dass er sich nicht meine Zähne in den Schwanz rammt und den Mund so aufzuhalten, dass es auch für mich passt. Er blies ihn richtig lange. Am Ende fickte er mich doggy und kam intensiv. Er legte sich hin nach dem Orgasmus und schlief fast unmittelbar danach ein. Aber es war auch seine normale zu Bettgehzeit gewesen. Lustig, wenn eine Volleule und eine Volllerche aufeinander treffen.

Für mich war es noch etwa 2 h zu früh. Ich rechnete zwar auch damit, dass er mich morgens noch auf einen kleinen Fick wecken würde, aber konnte so früh noch nicht schlafen. Er schlief ganz seelig auf meinem Bett, während ich mich auf einen Sessel setze und in Blog-schreiben-Laune war. Einen der Einträge, die ich vor kurzem veröffentlich habe, habe ich also geschrieben, als er gerade in meinem Bett friedlich schlummerte. Ich kochte mir einen frischen Minztee, setzte mich vor das Bett in den Sessel und tippte in meinen Computer, so wie jetzt und genoss den Moment. Er war durch nichts aus der Ruhe zu bringen und schlief tief und fest. Gegen Mitternacht kletterte ich dann zu ihm ins Bett. Was sehr ungewohnt war, denn er hatte darauf bestanden anders herum, als ich es überlicherweise tue, in meinem Bett zu schlafen. Und er ist jetzt nicht gerade schmal. Mein Bett 160 cm breit, aber deutlich höher als normale Betten. Ich schlief nicht ganz so gut mit relativ wenig Platz, falsch herum und nahe an der Kante. Aber es ist oft so, wenn ich mit jemandem eine Nacht verbringe, den ich noch nicht so gut kenne, dass ich dann eher leicht schlafe.

Er wurde vermutlich wie meistens gegen 4 Uhr morgens wach und ist dann auch in Laune. Was bei mir quasi mitten in der Nacht ist. Aber es machte mir gar nicht so wirklich was aus. Erstaunlich nur, dass er um diese Uhrzeit auch den Sadisten in sich entdeckt. Ich erinnere mich gar nicht mehr detailliert an das was wir anstellten.

Aber er war geil und wollte spielen. Irgendwann wollte er, dass ich mich doggy hinkniete und er fing an mich mit der flachen Hand auf den Hintern zu schlagen. Ich wusste gar nicht, ob ich das wollte. Aber ließ ich darauf ein, um es herauszufinden. Wir kennen uns halt doch noch nicht so gut. Er schlug mich relativ schnell links, rechts. Zu schnell. Der Schmerz konnte gar nicht abklingen, da krachte seine Hand schon wieder auf die meinen Hintern oder die Oberschenkel-Außenseite. Zum einen der Schmerz, zum Anderen konnte mein Gehirn nicht aufhören darüber nachzudenken, ob die Nachbarn das hören, und was die sich wohl denken. Da merke ich halt dann wieder, dass sich mein Grad an Masochismus in sehr überschaubaren Grenzen hält. Denn ich mutmaße, dass es nicht sein Plan gewesen sein konnte, gleich so auf mich einzuhauen, dass es mir nach sechs/sieben Schlägen auch schon reicht. Vermutlich ist das, was er da machte, für andere Subs das Aufwärm-Programm. Aber nicht so für mich. Der Schmerz ließ nicht mehr nach. Ich fing an auszuweichen. Er schlug weiter auf meinen Hintern ein. Mir war es zuviel. Dunkelorange, dachte ich mir. Wir hatten kein Safewort. Erst nahm ich es trotzig hin, spürte schon Tränen kommen. Dann ging auch das nicht mehr und ich drehte mich weg und versuchte mich den Schlägen zu entziehen. Er interpretierte das anders, als es gemeint war und glaubte ich wollte mich provokant wehren. Deswegen hielt er meine Handgelenke und begrub mich unter seinem Körper. „Hör auf, hör sofort auf“, ich weiß nicht ob ich es auch gesagt, oder nur gedacht habe. Ich weiß nicht, ob er meine Tränen sah. To much for me. Er verstand und hielt mich fest im Arm. Und entschuldigte sich.

Das war eine ähnliche Situation, wie bei Mr. Bondage zu Beginn unserer Beziehung. Als er mich an den Schrank gefesselt zu hart schlug, so dass ich abbrechen musste. Da mischen sich dann viele Emotionen. Wut – wie kann er nur, Nähe, weil die Empfindungen sehr intensiv sind, irgendwie auch Geilheit. Ich war so oberkrass feucht, was der Jäger auch irgendwann kommentiert hatte. Die Tränen kullern. Ein schlechtes Gewissen, auf was man sich da einlässt. Aber mittlerweile auch das Wissen bei mir, dass ich damit umgehen kann. Wenn ich meinem Gegenüber vertraue und weiß, dass er es im Grunde seines Herzens gut mit mir meint, dann wird es auch nicht nachhaltig was ändern oder mir lange etwas ausmachen. Die Wut verfliegt. Das Vertrauen ist ungebrochen und ich trage keinen physischen als auch psychischen Schaden davon.

Er hielt mich eine ganze Weile in seinem Arm, die Tränen kullerten, ich saugte die Nähe auf. Ich feedbackte ihm, dass er mich viel langsamer schlagen müsste. Der Rest meiner Erinnerung ist sehr blaß. Ich glaube wir hatten noch Sex und er ist auch nochmal gekommen. Und ich meine irgendwo gab es noch einen zweiten Orgasmus für mich in dieser Nacht. Woran ich mich aber sehr deutlich erinnere ist, dass wir dann an diesem morgen etwa eine halbe Stunde bevor mein Wecker regulär klingelt, aneinander gekuschelt eingeschlafen sind. Was sehr erstaunlich ist, vor allem für ihn, da es ihm eigentlich zu viel Nähe ist, zum Schlafen. Aber das war ein wirklich wunderschöner Moment, weil einfach so passiert. Wir sind dann auch in derselben Position wieder aufgewacht.

Wir werden uns wiedersehen, wenn auch nicht so schnell wie dieses Mal. Wir lassen es auf uns zukommen, wie das mit uns sich in in sein Polykonstrukt einfügt. Diese Konstruktionen benötigen viel Kommunikation, damit alle Beteiligten rausfinden, wie und ob es sich für sie gut anfühlt. Auch ich muss mich da erst zurecht finden. Freue mich für ihn über all seine anderen Erlebnisse. Mein Päckchen ist gerade, dass mir der Kollege fehlt. Sehr. Ich date naürlich auch viel zur Kompensation. Ein wenig Liebe fehlt mir und dann muss ich aufpassen, dass ich das Bedürfnis nicht auf jemand anderen projeziere,

Soap Opera die Zweite?

So viel zu schreiben, also viel zu lesen. Gut für euch 🙂 Dieses Mal nur eine ganz kurze Zwischengeschichte.

Pling. Mail in meinem Postfach.

„Schade, dass du mir damals keine echte Chance gegeben hast“ Absendername fühlte sich bekannt an, aber es klingelte überhaupt nicht bei mir wer das sein könnte.

Meine Rückfrage: „Sorry, es klingelt nicht. Hilf mir auf die Sprünge. Hast du mir jemals mehr über dich verraten“

Er: „Ja, hab ich. Nächtelang in meinem Bett 🙂 Und als du mich im Krankenhaus besucht hast.“

Hmm, verdammt. Ich war in seinem Bett? Ich kann doch nicht schreiben, dass ich mich gerade Null erinnere. Wie komm ich denn aus der Nummer wieder raus. Mal weiterfragen: „Wie war denn dein Nick auf der Rirarammelseite? sorry, ist schon echt voll peinlich für mich“

Er: „Wir hatten uns auf einem Stammtisch kennengelernt. Und mochten uns irgendwie. Und dann waren wir ein paar Mal bei mir. Du hast mir von deiner Studium Deadline-Panik erzählt und ich Dir von meiner gescheiterten Ehe :-)“

Haha, so langsam glaube ich, es macht ihm Spaß, dass ich so gar nix peile. Muss man sich an alle Männer erinnern, mit denen man im Bett war? Vielleicht das Zeichen, dass ich es in den letzten Jahren doch übertrieben habe. Aber so ganz im Hinterkopf dämmerte ein klein wenig was. Nachdem es noch zu meiner Unizeit gewesen sein muss, ist es doch schon bestimmt 5 Jahre her. Weiterfragen auch wenn ich mich echt total schäme: „In welchen Stadtteil hast du damals gewohnt?“

Er verriet mir den Stadtteil. Und ich erinnere mich wieder wie ich zu ihm gefahren bin. In meinem Kopf klingelt irgendwas mit cooler Küche. Warum auch immer. Allerdings habe ich zu ihm immer noch so gar kein Bild im Kopf. „Warum ist unser Kontakt abgerissen?“#

Er: „Das kostet dich mindestens einen Drink“.. Dann dämmerte mir was mit Klinik in der Stadtmitte. Treffer. Und ich durchforschte nach dem dazu passenden Blogeintrag um meinem Gedächtnis endgültig auf die Sprünge zu helfen. Manchmal ist mein Leben wie eine Soap Opera. Ohne mein Blog wäre ich wirklich aufgeschmissen gewesen. Ich las mich durch meinen Eintrag und musste sehr schmunzeln. Das mit dem Kleid und dem teuen Italiener hatte ich ja völlig verdrängt. Ja das war eine wirklich sehr wilde Zeit. Und auch schon 6 Jahre her. Krass wie die Zeit vergeht. Wir rekapitulierten, dass wir nie miteinander geschlafen hatten, dass unser Kontakt abgerissen war, weil er sein Leben erstmal sortieren musste und ich noch voll im Uniabschluss-Stress war.

Aber was ein mega Kompliment, dass er sich auch nach 6 Jahren an mich erinnert und mich anschreibt. Wir verabredeten uns auf einen Drink (Den ich ja bezahlen darf :-)) In meinem Blog hatte ich ja auch geschrieben, dass er sensationell küssen kann. Ich hoffte, dass wir das nochmal auffrischen würden.

Ich taufe Manuel in Marco um, das passt besser. Marco und ich trafen uns im Biergarten. Er sieht in der Tat noch so aus wie vor 6 Jahren – unverändert gut, also sehr gut. Wir hatten viel zu reden, schließlich waren ja auch 6 Jahre vergangen, die sowohl in meinem Leben, als auch in seinem Leben für einige Veränderungen gesorgt hatten. Ich habe selten jemanden getroffen, der so selbstsicher und so unsicher zu selben Zeit ist. Ich kann gar nicht erklären, woran ich das festmache. In Liebesdingen hat er auch weiterhin kein gutes Händchen gehabt. Aktuell ist er wieder solo. Wir unterhielten uns bis der Biergarten schließen wollte. Dann liefen wir zur Ubahn. Und wir küssten uns. Fuck ja, er kann einfach wirklich so geil küssen. Ich habe nicht übertrieben. Wir knutschen wie ein Teenie-Pärchen. Macht Lust auf mehr. Sehr viel Lust.

Doch nun ist das schon wieder ein wenig her. Und ich habe da fast schon ein Dejavu. Mal sehen, ob ich ihn nicht doch eher wieder mal aus einer Kneipe einsammeln werde. Ich glaube, er hat gerade wieder nicht die beste Phase in seinem Leben. Vielleicht soll das einfach so sein. Ich würde das tun. So wie vor 6 Jahren auch.

Unvorbereitet nach Hause mitgenommen…

Das war noch vor meinem Urlaub.

Ich hatte mal wieder ein Date. Die Anzahl seit Corona ist vernünftigerweise sehr überschaubar. Aber das Daten, im Sinne von jemanden treffen, ergründen, flirten, reden und lachen ist mir wirklich abgegangen. Das Date war gar nicht intendiert. Derjenige hat mich glaube ich zum ersten Mal vor 5 Jahren auf Grund des Blogs angeschrieben. Liest also schon lange mit. Ist aber nie was draus geworden außer ein paar Zeilen hin und her. Dann ergab es sich, dass er mich in der richtigen abenteuerlustigen Laune erwischte und ich einem Date zustimmte. So wie es für nicht vereinbarte Dates oftmals keinen besonderen Grund gibt, außer „es passt gerade nicht“, so ist es anders herum auch. Soll heißen, man sollte das durchaus nicht immer persönlich nehmen im Dating-Game. (Was ich mir in der Tat auch ab und an wieder hinter die Löffel schreiben sollte). Manchmal entscheidet einfach der Zufall über Date oder No Date.

Nach langem Vorlauf, jetzt also ein Go. Also ab in den Biergarten bei mir ums Eck – Erwartungen keine, außer ein kühles Getränk und ein Gespräch. Und das Beste an „man hat keine Erwartungen“ ist, dass man dann gleich mal positiv überrascht werden kann. So geschehen als er vor mir stand. Huch, niedlich dachte ich. Er war mein Typ. Das könnte ein guter Abend werden. Mal wieder ein Berater, mein altes Beuteschema. Aber er war nicht so klischeeig. Ich muss noch dazu sagen, dass ich beim Date ein Bayern-Trikot trug. Ich war an dem Tag mit dem Trikot in der Arbeit gewesen und hatte mich danach nicht mehr umgezogen. War nach dem Finaleinzug, glaube ich. Wenn er mich damit (hin) nimmt, dann kann ja eigentlich nix mehr schiefgehen. Aber ich Vollheld hatte meinen Geldbeutel zu Hause vergessen. Was mir wirklich peinlich war, weil ich mich ja nicht aushalten lassen wollte. Er nahm es ganz locker hin, ich schämte mich ein wenig.

Er hat mich zu Beginn des Dates voll viel über mein Blog ausgequetscht. Nach dem Motto „Die große Bloggerin“, was mir schmeichelte, aber Quatsch ist. Aber er gab mir dadurch easy ein gutes Gefühl. Ich konnte von mir erzählen, cooles Gespräch. Aber ich bin ja auch an meinem Gegenüber interessiert, so dass es nicht einseitig blieb. Ich hab gerade Probleme einen Namen für ihn zu finden: Mr. Berater, auch wenn ihm der nur so medium gerecht wird. Ich finde, wir hatten ein spannendes Gespräch schon allein deswegen hat es sich gelohnt mich mit ihm zu treffen. Er war auf Termin in meiner Stadt und hatte in meiner Ecke ein Hotelzimmer gebucht.

Ich welcher Laune auch immer ich auf die Idee kam, dass ich ihn fragte, ob er noch mit zu mir kommen will. Geilheit vermutlich, weil meine Wohnung war Null überhaupt nicht auf Besuch eingestellt. Also eigentlich lag viel Zeug rum, Klamotten, Küche nicht aufgeräumt. Wie es halt so nach ein paar Tagen aussieht, wenn man sich nicht kümmert. Aber ich hatte Lust auf ihn. Und wollte ihm meinen Balkon mit der grandiosen Aussicht zeigen. Ich hatte da die Blowjob bei den Lichtern der Stadt-Nummer im Kopf.

Er hatte allerdings anderes im Sinn. Wollte mich verwöhnen. Memo an mich selbst – das ist nächstes Mal der Moment in dem du aufstehst und einfach schnell in die Dusche verschwindest. Ist ja auch nicht so schwer eigentlich. Oh Mann.

Ich hatte unsexy Unterschwäsche an, war nicht rasiert und nicht geduscht. Ich verstehe ja auch nicht was mich geritten hat. Wenn ich an diesen Abend zurück denke, dann fällt mir als erstes ein „O Gott, hoffentlich hat meine Muschi nicht super doof geschmeckt…“ Ich schäme mich für meine unaufgeräumte Wohnung und mein unaufgeräumtes Selbst. (Bei allen Dates danach habe ich das besser hinbekommen) Er schaffte es mir einen Orgasmus zu lecken. Und wollte keine Revanche, was mich ja am Allermeisten aus dem Konzept brachte und ich bis heute eigentlich nicht verstanden habe. Wollte mich lecken, aber ich durfte nicht blasen. Sehr schräg. Mein Kopf sagte gleich: „Ohje, du bist nicht sein Typ, hast verkackt“. So endete unser Abend mit so ein paar Fragezeichen in meinem Kopf. Aber wir schreiben noch und ich hoffe er kommt mal wieder. Ich würde jedenfalls gerne noch einen besseren Eindruck hinterlassen. Er hat mich quasi in der Joggingbuxe schon genommen, also bekommt er mich dann in der sexy aufgerüschten Version. Das Angebot steht.

Kein Sex für Intoleranz

Mein Date ist vor 5 Minuten gegangen. Unverrichteter Dinge. Besser ist das.

Ich hatte den Abend nicht verplant. Irgendwann ploppte über die Rirarammelseite eine Nachricht auf, ob ich Lust auf ein Date haben würde. Manchmal bin ich in Laune mich auf zufällige Begegnungen einzulassen, ohne ewiges hin und her schreiben. Ist oft cool gewesen, manchmal funktioniert es aber halt auch nicht.

Entgegen meiner Gewohnheit habe ich den neutralen Boden weggelassen und ihn zu mir auf den Balkon eingeladen. Nervt mich selber auch ein wenig. Aber mein Haus ist relativ anonym. Er weiß trotzdem er in meiner Wohnung war nicht mal meinen Namen. (Weil der Hausmeister lustigerweise den falschen Namen an meine Tür gehängt hat.) Aber ja, er weiß wo ich wohne. Lasse ich nicht zur Gewohnheit werden. Ich sagte vorher er kann gern auf einen Ratsch und ein Bier kommen, ob ich für mehr in Laune bin, weiß ich nicht. Nur um mal die Fronten vorher zu klären.

Da stand er also da, tätowierter kurzhaariger Mann. Ganz normaler Typ, alles fein. Hat drei Bier mitgebracht. Wir gingen auf den Balkon genossen die Lichter der Stadt und redeten ein wenig. Eigentlich war mir nach wenigen Sätzen klar, dass wir nicht ganz dasselbe Bildungsniveau haben. Er war nicht dumm, aber anderes Milieu. Merkt man manchmal eben daran, wie jemand Dinge ausdrückt. Aber mir macht das ja nichts, ich finde immer erst mal jeden spannend. Jedenfalls tranken wir das Bier, das er mitgebracht hatte. Nach ein paar Schluck und ein klein wenig Gespräch, legte er mir dann gleich den Arm um die Schulter. Ich war über das Tempo erstaunt, aber hatte nichts gegen Kuscheln einzuwenden. Dann zwei Schluck Bier später macht er Anstalten mich zu küssen. Ich war erstaunt, aber ließ es zu. Ab da wusste ich eigentlich schon, dass vermutlich nicht so viel mehr laufen würde. Er gehörte zu den reinen Zungenküssern. Also Münder auf einander und die Zunge macht Dinge. Immerhin kreiste sie nicht im immer selben Takt in die immer selbe Richtung, aber so viel besser, war das Küssen ohne Lippeneinsatz trotzdem nicht. Ich machte das ein bißchen mit, bis ich mich mit dem Verweis, dass ich noch meine Flasche Bier in der Hand halte aus dem Kuss befreite.

Danach nahm ich wieder das Gespräch auf. Mir war es einfach für etwaiges anderes noch zu früh und ich war mir eh nicht sicher was ich davon noch wollte. Ich hatte an keiner Stelle Angst nicht Herr der Lage zu sein. Also einfach mal weiter reden. Dann stellte er die fatale Frage, was ich denn beruflich mache und ich verriet ihm meinen Studiengang. Der Auftakt für die folgende politische Diskussion. Da waren schon wirklich wilde Theorien dabei. Aber ich ließ mich auf alle Diskussionen ein und hinterfragte immer, wie er denn darauf käme. Vom Wahlsystem in den USA gelangten wir irgendwann zur deutschen Politik. Und er stieg damit ein, dass die meisten keine Ahnung hätten und hier über viele Entscheidungen gar nicht diskutiert würde.., Wenn man nicht Mainstream sei, dann dürfe man doch gar nicht sagen was man meine… Nur die Mehrheitsmeinung würde akzeptiert, eben linksgrün.. (worauf hin ich fragte, welche Partei denn aktuell den Kanzler stellen würde).. Die Kanzlerin, die ja eingesperrt gehört, aber scheinbar gegen alle was in der Hand habe, weil niemand sie anklagt.. 2015… Da war mir dann wirklich klar aus welcher Ecke er kommt. Aber ich nahm ihn Ernst, diskutierte einfach sachlich alle Dinge, die er so sagte. Am Ende musste er mir immer mal Recht geben, zum Beispiel, dass auch er woanders hingehen würde, wenn er keine Perspektive hätte, dass es den Deutschen auch nicht gelungen war sich selbst von Hitler zu befreien, sondern die Alliierten gebraucht haben, als Entgegnung, dass die Syrer sich halt mal eben von Assad befreien sollen..

Eben die ganze Latte an Geschwurbel, das da so im Umlauf ist. Am wenigsten mochte ich den Überlegenheitsglauben weißer Menschen, der mitschwang. Aber wir diskutierten bis zum Ende sachlich. Aber er merkte auch, dass er die Diskussion nicht gewinnen würde. Ich hatte fast schon Spaß daran mich an all den kruden Thesen mit Argumenten abzuarbeiten. Ich hatte ihm auch nicht verraten, dass ich mal für ein Flucht- und Migrationsprojekt Vorträge gehalten und Diskussions-Workshops geleitet habe. Daher auch die Haltung, Argumente erst mal Ernst zu nehmen.

Irgendwann kletterte er von meinem Sofa, zog sich die Schuhe an und sagte, dass er nun besser gehen würde. Ich brachte ihn noch zur Türe und verabschiedete mich. Immerhin reichte es zur Erkenntnis, dass da nix mehr laufen würde zwischen uns. Und er nahm es mir ab ihn hinauskomplimentieren zu müssen. Jetzt trinke ich das übrige Bier. Auch wenn, die zufällige Begegnung nicht sehr erfolgreich war, eigentlich mag ich es mich auf ganz unterschiedliche Menschen einzulassen. Und wenn ich was Positives mitnehmen soll aus dem heutigen Abend, dann dass ich argumentativ noch auf der Höhe bin. Und kein Sex für Afdler.

Running around with a Pornhub-Shirt…

Während ich diesen Blogeintrag – der letzte Teil – meines Urlaubs, liegt ein andere Mann in meinem Bett und ist nach einem Orgasmus seelig eingeschlummert. Ich schreibe ja am liebsten in solch kuriosen Momenten, in denen ich mein Leben sehr mag. Die Geschichte des aktuellen Abends erzähle ich aber ein anderes Mal.

In meiner Woche Urlaub war ich also vom Jäger zum Vorstellungsgespräch gefahren. Zwischendurch habe noch noch Freunde getroffen – was auch gut so war, sonst hätte ich vermutlich ein schlechtes Gewissen gehabt, wenn ich die Männer so nahtlos aneinander gereiht hätte. Jedenfalls waren die beiden ersten Erlebnisse nicht so erwartbar gewesen und eigentlich war ich total überrascht, was mir da an guter Zeit widerfahren ist. Bei der letzten Station kann ich das nun so nicht behaupten, also dass ich nicht wusste, was mich erwarten würde. Denn ich sollte Mr. Tech-Nerd wiedersehen. Jetzt haben mir zwei Männer in der Urlaubswoche schon einen Orgasmus geleckt und beim noch kommenden wusste ich ja schon, dass das sein Ding ist. Jackpot.

Und das coole war, dass er sich extra noch zwei Tage Zeit für mich genommen hat um mir seine Heimat zu zeigen. Ganz großes Kino. Er sagte immer in etwa: „Dein Urlaub – deine Wünsche“. So stellte er ein volles Programm an Sehenswürdigkeiten und Urlaubsdingen zusammen – was ich wirklich sehr liebe. Ich entdecke gerne Orte. Und diesem Fall noch mit einem witzigen, ortskundigen Mann. Mr. Tech-Nerd hat eine Vorliebe für bedruckte T-Shirts. Ist mal jemand mit einem Mann durch die Fußgänger-Zone gelaufen, der ein Pornhub-Shirt trägt? Nein? Oh Mann. Am Anfang dachte ich noch, Häh was gucken die Menschen mich so doof an. Bis mir klar wurde, dass es an seinem Shirt liegt. – Wenn der ein Pornhub-T-Shirt trägt… Und ne Frau dabei hat… Ganz toll, wenn du angeguckt wirst ob Porno-Darstellerin bist oder nicht…Dabei sehe ich doch einigermaßen brav aus. Also finde ich.

Die Abende im Hotel wollte er dem ausführlichen Lecken meiner Muschi widmen. Was ein Rundum-Paket. Ich ging als erst mal gemütlich duschen und mich dann in ein sexy Outfit werfen (Zum Glück hatte ich genügend eingepackt, so dass ich nicht dasselbe nochmal tragen musste.) Dann begab ich mich aufs Bett. Völlig ohne Umschweife legte er los. Ich musste mich einfach nur auf den Rücken legen und ihn machen lassen. Das war das, was er wollte. Einfach für meinen Kopf war, dass ich wirklich wusste, dass er es gern und ausdauernd macht und er mich ja schon ein wenig kennt. Er wusste auch mit meiner Lust zu spielen, den Orgasmus hinauszuzögern und es so noch intensiver zu machen. Er konnte noch eine Stufe darauf legen im Vergleich zu den anderen, weil er ja schon wusste, wie ich funktioniere. So gut.

Ich hatte ja schon ein wenig Angst gehabt, dass ich währen der Corona-Zeit zuviel mit Satisfyer/Womanizer und Co. masturbiert habe und deswegen mein Kitzler eventuell zu stark darauf getriggert ist. Aber alle drei Männer schafften es mit unterschiedlicher Technik zum Ziel. Es braucht zwar immer Zeit, bis ich vom Kopf so weit bin ich, dass ich mich aus der Situation lösen und mich nur auf mich selbst konzentrieren kann. Aber es geht.

Schwieriger war da schon mich zu revanchieren. Ich glaube, dass er es mir für seinen Kopf immer zu erst besorgen muss. Erst wenn ich Spaß hatte, dann kann er entspannt an seine Lust denken. Ich revanchierte mich mit einem Blowjob. Allerdings schaffte ich es nicht ganz dass er kommt. Er stand am Ende neben dem Bett und ich bot ihm meinen Körper zum darauf abspritzen an. Was er dann auch in riesiger Menge tat. Und ich war froh, dass die Dusche nicht weit war.

Dieses Erlebnis kann man nun in etwa noch mal 2 nehmen, denn auch am zweiten Abend wurde mir Lust bereitet. Ich kann über beide Abende nicht so detailreich schreiben, denn wenn man mir sagte ich soll mich fallen lassen, dann mache ich das auch und kann mir dabei dann aber nicht en detail merken, was alles so passiert.

Was ein Urlaub. Das nenne ich mal Erholungsurlaub. Andere machen Wellness… Manchmal hatte ich wenig schlechtes Gewissen, ob man das so machen kann. Aber warum eigentlich nicht. Ich hab da kein Geheimnis draus gemacht, dass ich noch andere Männer getroffen habe. Und ich glaube alle Beteiligten hatten ihren Spaß. Also schlechtes Gewissen wieder aus.

Ich hab aber auch gemerkt, dass der Jäger mehr in meinem Kopf steckt als ich dachte. Tiefer. Und so gab es auf meinem Rückweg noch ein kurzes Wiedersehen.

Das Vorstellungsgespräch…

Dieser Blogeintrag beginnt mit einem sehr seriösen Angebot eines Mannes, der das Jammern über meine Jobsituation vernommen hatte. Nein, ich muss noch früher anfangen. Er hatte mir eigentlich schon vor vier Jahren, als ich nach dem Studium auf Jobsuche war zum ersten Mal einen Job angeboten. Aus irgendeinem Grund traute er mir zu, etwas zu können. Er ist in der Tat Geschäftsführer in einem kleinen Unternehmen. Aber es scheiterte bei mir einfach an der Tatsache, dass ich nicht die Stadt wechseln wollte. Er hatte mir auch in allen Phasen in denen ich Unzufriedenheit mit meiner Jobsituation äußerte immer wieder einen Job angeboten.

So auch jetzt, da ich wieder anfange zu jammern und mich unterfordert fühle. Diesmal kam er mit einer so konkreten Idee um die Ecke, die auch noch passte zu dem was ich kann, dass es ernster wurde. Man muss dazu sagen, dass wir uns nie getroffen hatten, sondern seit Jahren miteinander schreiben. Ein paarmal waren wir nahe dran gewesen, aber es hatte bisher nicht sollen sein. Ich spiele mit dem Gedanken irgendwann auf ein halbe feste Stelle zu reduzieren und freiberuflich die andere Hälfte zu arbeiten. Jedenfalls lag eine der Zweigstellen seines Unternehmens so günstig, dass es sich mit dem Urlaub verbinden ließ. Wir machten als einen konkreten Termin für ein Vorstellungsgespräch aus. Er bot mir an, dass ich dort in der Stadt übernachten kann und er mir dann das Hotelzimmer bezahlt (ohne, dass er mit dort übernachtet). Deal. Ich buchte das Zimmer, er würde mir dann das Geld geben. Das war der seriöse Teil. Es gab da in der Kommunikation zwischen Mr. Geschäftsführer und mir im Vorfeld des Vorstellungsgespräches aber noch den Moment in dem es flirty wurde. Es entwickelte sich zu einem spannenden Spiel zwischen seriös und sexy.

Das führte am Ende dazu, dass ich Lust bekam, mit dem Setting zu spielen. Ich packte also mal ein Business-Outfit ein (zumindest das was mein Schrank dahingehend so hergab.) Also Jeans, Blazer und Pumps (!). (Die habe ich sonst nur im Club getragen :-)) Ich hatte aber auch sexy Wäsche, Strapse und Spielzeug im Koffer. Man weiß ja nie. Auf den Fotos, die ich von ihm kannte, fand ich ihn durchaus attraktiv.

Wir trafen uns mittags vor dem Hotel und wollten dort bei einem Mittagessen unser Gespräch machen. Ich hatte mich echt aufgerüscht. Weil es mir Spaß machte und weil er mich auch in Turnschuhen akzeptiert hätte. Coronabedingt hatte das Restaurant zugemacht, wir konnten uns aber ins Café setzen, was wir dann auch taten. Er war mir gleich sympathisch. Und er trug natürlich des Gesprächs und seiner Rolle angemessen Anzug und Krawatte (steh ich halt auch irgendwie drauf). Dunkle tolle Haare, Lachfältchen, drahtig trotz Bäuchlein.

Ich bin mir ja nicht sicher, was sich die Damen vom Cafe gedacht haben, sollten sie auch nur ein wenig vom Gespräch mitbekommen haben. Es war wirklich eine kuriose Mischung zwischen Vorstellungsgespräch, privatem Kennenlernen, Flirten und Plaudern über Sex und das Bloggen. Wir hatten aber auch einen wirklich produktiven Teil über den Job. Das fand ich gut, weil ich mir das vorstellen kann, was er will und es wirklich eine Win-Win-Situation ist. Auch wenn die blasende Assistentinnen-Nummer ihren Reiz hat, ich wollte ja für seriöse Inhalte bezahlt werden.

Ein gutes Gespräch. Wir waren uns soweit handelseinig. Auch darüber, dass wir gemeinsam aufs Zimmer verschwinden würden. Also checkte ich ein. Auf dem Weg zum Auto um meinen Koffer zu holen, drückte er mir einen Umschlag in die Hand. Das war ein schräger Moment. Wie im Film, wenn er für seine Begleitung bezahlt. Fühlte sich ein wenig escortig an und ich mochte den Gedanken. Ich schaute nicht rein, sondern steckte ihn einfach in meinen Rucksack. So viel Vertrauen war da. Ich nahm an, dass es der Betrag fürs Zimmer war. Also 130 Euro. Er half mir ganz Gentleman den Koffer auf mein Zimmer zu bringen. Großes Zimmer, also in etwa so groß wie meine Wohnung. Er setzte sich auf die Couch. Ich wollte die Situation noch ein wenig anheizen, noch mehr damit spielen. Ich öffnete meinen Koffer, nahm den Beutel mit all meinen sexy Outfits und entschuldigte mich zum frischmachen ins Bad.

Aufregung machte sich in mir breit. Wir hatten Lust aufeinander. Er gab mir das Gefühl mich attraktiv zu finden. Da wollte ich ihm was bieten. Also zog ich mir schwarze Reizwäsche an. Eine Büstenhebe, die meine Brüste frei ließ, ihnen aber eine tolle Form gibt, darüber ein sexy Spitzenkleid. Ich legte noch das Strapsband um und zog mir die Strapse an. Es erregte mich, mich so aufzurüschen. Ich trug noch ein wenig Eyeliner auf und ein wenig Deo und richtete meine Haare. Keine Ahnung, ob er etwas ahnte, oder einfach nur ahnungslos wartete. Ich mutmaßte, dass die Aufregung in ihm hochkriechen würde. Ich wusste es zwar nicht sicher, aber er ist eigentlich weder der klassische Seitenspringer, noch sonst ein Aufreißer. Also für ihn war es sicher eine sehr wenig alltägliche Situation mit einer Frau mit eindeutigen Absichten auf einem Hotelzimmer zu sein. Ich war gespannt, wie gut er mit dieser Situation umgehen können würde. Da machte ich die Badezimmertüre auf. Er saß schräg gegenüber auf dem Bett. Ich lehnte mich lässig an den Türrahmen und wollte die Situation auskosten, wenn er mich in den sexy Sachen erblickte. Ein sehr breites Grinsen huschte über sein Gesicht. Ich lief auf ihn zu. Seinem Blick konnte ich entnehmen, dass ihm sehr gefiel was er sah. Dann setzte ich mich zu ihm auf die Couch. Ich fühlte mich sehr begehrenswert. Ich lehnte mich an ihn und sagte, dass dieser Moment bevor man zum ersten Mal intim wird, sich immer gleich schräg anfühlt. Dadurch, dass ich das thematisiert hatte, machte ich es uns leichter.

Dann küssten wir uns. Juhe. Wieder ein Mann der küssen kann. Die halbe Miete. Kann schon nicht mehr so viel schiefgehen. Ich ließ ihn meinen Körper erkunden. Streichelte ihm über den Schritt. Irgendwann wechselten wir aufs Bett. Ich hatte Lust ihm einen zu Blasen. Das würde die Vorstellungsgesprächs-Klischee-Fantasie noch komplettieren. Er zog sich aus. Ich nahm seinen Schwanz in den Mund und wollte ihn fertig hart blasen. Aber ich stutzte kurz. Es fühlte sich an, als ob seine Vorhaut verengt wäre, also nicht runterziehbar ist. Jetzt habe ich ja schon wirklich viele Schwänze geblasen. Aber ich erinnere mich nicht wirklich daran, das so ausgeprägt schon mal gehabt zu haben. Hmm, das warf schon mal meine normale Blasetaktik über den Haufen. Ich ließ mir aber hoffentlich meine kurze Verunsicherung nicht anmerken. Ich traute mich auch nicht fragen. Irgendwie wollte ich den Moment nicht zerstören. Manchmal macht man da bei jemandem ja ein Fass auf. Gut, dann einfach mal probieren, wie es funktioniert, ohne die Vorhaut zurückzuschieben. So ein wenig schade, ich konnte nicht mit meiner Zunge am Bändchen spielen. Ich blies also mit Vorhaut über der Eichel und spekulierte drauf, dass wenn es nicht funktionieren würde, was ich tat, er sich dann schon melden würde.

Seine Pläne waren aber erstmal andere. Er wollte lecken. Er erweckte den Anschein, als hätte er einfach Spaß daran mal wieder ausführlich eine Muschi lecken zu können. Na gut, ich lass mich dann auch nicht zweimal bitten und machte es mir bequem und spreizte die Beine. Ich war sehr gespannt, ob er wusste, was er tut. Die Antwort ist ja. Juhuu… Er leckte, wie ich blase. Rantasten an die Reaktion meines Körpers. Verschiedene Dinge probieren, spüren worauf ich reagiere. Lust anheizen, aber noch nicht aufs Ganze gehen. Potentieller Chef hat Leckprobe bestanden und mir einen 1A-Orgasmus geleckt. Und ich habe noch was gelernt. Er sagte mir, dass man mich ungewöhlicherweise mit seitlichen rechts/links-Bewegungen, statt von oben nach unten lecken müsse. Das war mir noch nie aufgefallen. (Alle Männer aufgemerkt!). Vermutlich hat es damit zu tun, dass ich auch mit seitlichen Bewegungen masturbiere und deswegen mein Kitzler so konditioniert ist.

Nun stand also noch meine Revanche an. Back to the Blowjob. Ohne den könnte das Vorstellungsgespräch nicht enden. Ich wollte ihn ja von all meinen Qualitäten überzeugen. Nun lehnte er sich zurück und ich blies seinen Schwanz wieder steif. Selbe Taktik, wie beim Anheizen. Und einfach Probieren was funktioniert. Es dauerte nicht sehr lange und er kam deutlich vernehmbar und sah sehr happy aus. Mission accomplished. Wir gingen danach noch Essen, unterhielten uns gut und waren uns sicher, dass wir uns wiedersehen werden. Beruflich, wie privat. Dann trat er seinen Heimweg an. Ich bin mir sicher, dass er nun immer wenn er in dieser Filiale ist mit einem Schmunzeln an unser Vorstellungsgespräch denken muss.

Lustiger Moment: Ich hatte ja noch vom Jäger das Glitzer-Einhorn im Dekolleté, dass ich mal kurz thematisieren musste…

Als ich allein zurück im Zimmer war, fiel mir der Umschlag wieder ein. Ich angelte ihn aus meinem Rucksack und wollte nachsehen, ob das Geld fürs Zimmer drin war. Ich öffnete ihn und war völlig irritiert. Zwei grüne Scheine ein paar braune. Das war ja viel zu viel Geld. Ich zählte durch. Alter Schwede oberkass 500 Euro. Für mich. So verrückt. Fühlte sich noch mehr escortig an. Mir gibt jemand soviel Geld. Das hatte er mir ja schon vorher gegeben. Ohne das irgendwas passiert war. Dabei hatte ich im Kopf kurz gewitzelt, dass meine Blowjobs schon krass gut sein müssten bei soviel Kohle. Ich schrieb ihm, dass er verrückt ist und ob er sich sicher ist, dass er mir das geben will. Ich hatte vergessen, dass er mir schon lange mal was Schönes schenken wollte. Dafür was das Geld gedacht. Ich sollte mir schöne Wäsche und Spielzeug kaufen… Damit wird das auch für mich ein wirklich unvergessliches Erlebnis bleiben.

Keine hard limits…

Endlich ein neuer Lappi. Endlich kann ich wieder ordentlich tippen. Das war auf meinem 5 Jahre alten Gerät mittlerweile wirklich mühsam geworden. Zumal auch die Ladebuchse einen Wackler und der Akku stark nachgelassen hatte. Für das neue Gerät habe ich einen Deal mit meiner Mutter gemacht und arbeite den Laptop so nach und nach bei ihr ab.

Ich habe ewig viel zu schreiben, viel erlebt die letzten Wochen. Ich weiß eigentlich gar nicht, womit ich anfangen soll. Update Kollege: Während ich im letzten Beitrag noch darüber geschrieben habe, dass der (Ex-) Kollege und ich wieder an einer Art von Beziehungsmodus arbeiten, ist jetzt wieder alles anders. Von Mitte Mai bis vorgestern waren wir wieder wie vorher in einer Art Beziehung gewesen. Jetzt hat er mich erneut auf WhatsApp blockiert. Wir hatten einen wirklich tollen Sommer zusammen. Waren viel am See. Haben uns weniger gesehen, als vorher, aber wenn dann hatten wir eine schöne Zeit. Wir hatten wieder guten und leidenschaftlichen Sex. Er hatte für sich beschlossen nicht mehr mitzulesen was ich hier schreibe. Ob er das durchgehalten hat, weiß ich nicht. Was nie ausgesprochen war: ob es nun okay ist, dass ich auch andere Männer treffe oder nicht. Ich habe es nicht thematisiert und er nicht danach gefragt. Vermutlich wird das immer der Knackpunkt zwischen uns bleiben.

Ich bin zu radikaler Akzeptanz übergegangen und nehme es nicht persönlich, dass er mich blockiert hat. Insofern er es zum letzten Mal nicht verändert hat, könnte ich ihm jederzeit eine Email schreiben. Es sind also nicht alle Kommunikationswege versperrt. Aber ich respektiere, dass er mir durch das Blockieren mitteilt, dass er sich nun wieder um sich selbst kümmern muss. Er hat da mehr Baustellen, nicht nur mich oder uns. Er wird mir trotzdem der vertrauteste Mensch bleiben. Seine Nähe wird mir nun wieder fehlen. Leider habe ich es noch nicht geschafft auch unsere tollen sexuellen Erlebnisse nach zu bloggen. Mal sehen, ob ich noch dazu kommen werde.

Der Punkt, wo es ihm dann am Ende vermutlich zu viel geworden ist, war als ich in den Urlaub gefahren bin. Ich bin losgefahren und habe einfach Menschen in Süddeutschland besucht. Ich musste einfach raus.

Eine Station, die sich ergeben hat war der Besuch beim Jäger. Eigentlich bin ich mir bis jetzt nicht sicher, ob es eine gute Idee ist darüber zu schreiben. Warum? Durch ihn habe ich gelernt, wie klein oder besser wie verzweigt eigentlich die BDSM-Social-Media-Bubble ist. Das ist vermutlich Fluch und Segen. Dass es in dieser Bubble harte Lästereien hinter verschlossenen Accounts gibt. Was muss mich das jucken? Ja, das frage ich mich mit zehn Tagen Abstand auch. Aber zugegebenermaßen ist es mir zwei Tage richtig auf den Zünder gegangen. Denn ich habe niemandem was getan und ziehe auch meines Erachtens nie über jemanden her. Aber wer es braucht. Aber auch dass in der Bubble irgendwie immer um die Deutungshoheit in Sachen BDSM gerungen wird. Eigentlich beteilige ich mich (auch bewusst) nie an den richtig und falsch Diskussionen. Ich erzähle nur meine Geschichte, mit allen Fehlern oder fragwürdigen Erlebnissen. Ich würde nie einen Ratgeber schreiben. Ich reflektiere BDSM nur nach wie hat es sich für mich angefühlt. Mittlerweile gibt es unzählige Blogs und Twitter-Accounts, die über das Thema schreiben. Die das viel intensiver leben. Sich mehr damit beschäftigen. Ich war vor acht Jahren, als ich zu bloggen begonnen habe noch deutlich exotischer. Aber die Szene ist trotzdem nicht sehr groß. Viele kennen sich untereinander. Das was mich schon damals als ein Grund eher mal vom Besuch einer einschlägigen Party abgehalten hat in der Zeit, als Mr. Bondage viel unterwegs war, waren die Eifersüchteleien untereinander. Ich hab immer versucht mich da nicht reinziehen zu lassen. Online ist das ähnlich. Vor ein paar Jahren hatte Mr. Bondage ein intensives Verhältnis zu einer Sub, die auch bloggt. Ich erinnere mich gerade nicht, ob ich jemals darüber geschrieben habe. Ich meine schon. Ich habe auch ihren Blog nur mal kurz quer gelesen, es dann wieder sein lassen. Nicht weil er nicht gut wäre, sondern weil ich nie überlegen wollte, ob ich jemanden wiedererkenne. Warum ich erzähle ich das? Weil der Jäger eine Sub von Mr. Bondage kennt. Jab, diese Welt ist klein. Und dann soll man frei darüber schreiben, ohne beim Tippen jedes Wort auf die Goldwaage zu legen. Eigentlich unmöglich. Aber ich versuche es. Mal sehen, wie es mir gelingen wird.

Ich war wirklich lange nicht mehr einschlägig unterwegs. Und hatte es auch nicht auf dem Plan. JD und Mr. Bondage waren bisher eigentlich die einzigen beiden mit denen das längere Phasen wunderbar funktioniert hat. Also das irgendwas mit BDSM. Nach einem Ersatz für die beiden suchen war immer eher unbefriedigend gelaufen. Und auch bei sowohl JD, als auch bei Mr. Bondage hatte es sich einfach ergeben. Ich hatte nie nach einem von ihnen gesucht.

Als ich zum Jäger gefahren bin, hatte das Treffen überhaupt keinen Hintergedanken. Weder Sex, geschweige denn was Härteres waren Thema. Wir waren zum Wandern und Draußen sein verabredet. Ich wollte mir die Gegend beim ihm ansehen, was man eben so im Urlaub macht. Ich hatte auch nicht wirklich auf dem Schirm gehabt, dass er dominant unterwegs ist. Eigentlich wurde mir das erst wirklich bewusst, als er kurz vorher noch schrieb, welche Variante von ihm ich denn treffen wollte: Den verrückten Kerl mit den Flausen im Kopf (Ja genau den), den nicht monogamen Typen oder den harten Dom oder alle… Bei hartem Dom klingeln bei mir ja immer gleich alle Autschi meine Nippel-Alarmglocken. Zu mal ich gar nicht in der Laune für irgendwas Schmerziges war. Aber ich lebe ja nach dem Motto „Mal sehen was passiert“, ohne Erwartungen. So kommunizierte ich das dann auch.

Jetzt wo ich hier sitze und versuche darüber zu schreiben, fällt mir auf, dass mir so viele Details fehlen, dass ich mich vor Allem daran erinnere, wie sich alles angefühlt hat nämlich sehr intensiv. Es fing mit Pizza an und endete mit Sex überall in seinem Haus. Er ist superschlau, was mich sehr kickt, weil ich es mag, wenn ich geistig gefordert bin, er ist nicht sehr eitel und nimmt sich selbst nicht so ernst (vor Allem auch als Dom nicht – mega Pluspunkt) und er ist ziemlich radikal ehrlich – no Games, man weiß woran man ist. Wir mochten uns gleich. Um nicht zu sagen, es hat relativ schnell echt geknistert zwischen uns. Wir waren knutschkompatibel (Juhu), was relativ schnell zu Sex auf dem Sofa führte. Einzig daran, dass er aus Gründen Viagra nimmt und deswegen eher schwierig kommt, musste ich mich gewöhnen. Wir konnten die Finger aber ab dem Moment nicht mehr von einander lassen. Fummeln, Knutschen, Blasen beim Kochen, Nähe, nackte Haut, zusammen duschen, Händchenhalten beim Ausflug, Knutschen in der Öffentlichkeit… Wie so verliebte Teenager. Aber mein Kopf sagte immer: „Cool down.. Er hat noch zwei weitere Partnerinnen, du passt da nicht auch noch rein. Also chill dich wieder.“

Nach dem Vanilla-Einstieg gab es relativ schnell ein Rantasten, was ich so an Spielen mag. Nippel-Klemmen, Schläge auf den Hintern, die Spuren hinterlassen… Lange habe ich das nicht mehr so zulassen können, so dass ich das auch genießen konnte. Bei ihm, dem bekennenden Sadisten, ging das aber. Da ich ja nicht besonders masochistisch veranlagt bin, kann mich der Sadist in ihm ziemlich einfach quälen. Immerhin. Und sein Sadismus lebt von der Reaktion, die er erzeugt, also passt es dann wohl auch für ihn. In dem Wissen, dass er die Dinge tut um mir Spaß zu bereiten. Ich wusste ungefragt, dass er sehr genau auf meine Reaktionen achten und dass er keine Grenzen überschreiten würde. Er, der Kopfmensch, der alle Eventualitäten einkalkuliert. Das machte es meinem Kopf einfach. Er fragte mich, ob ich das wolle: Ja. „Hard limits?“ Wenn er mich fragt: Keine. Kein Safewort. Ich wusste einfach, dass er auf mich aufpasst. Ich spürte das. Ich kannte ihn quasi nicht. Aber es war da. Wenn ich das Gefühl habe, keine Limits nennen zu müssen, weil der Partner sensibel ist für Grenzen, dann lohnt es sich für mich zu spielen. Wenn ich mich ohne zu zögern in seine Hände begeben möchte. Ohne Netz und doppelten Boden. Fern von jedem Lehrbuch. Nur Bauchgefühl. Er würde meinen Kopf ficken. Mir weh tun, es würde intensiv sein. Ich hatte vergessen, dass es Momente gibt in denen ich das sehr will.

Er kommuniziert währenddessen, fragt, ob alles okay ist. Ob mir was gefällt. Er kannte meinen Körper noch nicht. Musste sich Rantasten an meine Lust. Speichert Feedback in seinem Kopf ab. Erfüllt Wünsche und Fantasien. Sex zum Einschlafen, Sex zum Aufwachen. Fesseln, Wäscheklammern, Magic Wand, Dildo. Am Ende geleckt auf dem Esstisch und gefickt auf dem Badezimmerboden. Kuscheln, Einseifen, Blowjobs. Gefickt auf dem Parkplatz an einer viel befahrenen Straße. Unten ohne auf dem Beifahrersitz. Höschenlos aussteigen aus seinem Auto bis zum Haus. Gute Gespräche über das Leben. Seinen Arbeitsplatz kennenlernen. Über sein Hobby lernen. So intensiv komprimiert war das zwischen uns zwei. Das einzige, wo wir nicht kompatibel sind ist beim Essen. Aber was solls. Noch immer habe ich das Abziehbildchen-Einhorn im Dekolleté, das wir zum Spaß dort angebracht haben. Immer wenn ich es sehe, muss ich schmunzeln. Keine Ahnung, wohin das mit uns führt. Mit viel gegenseitigem Freiraum sicher zu einem Wiedersehen…