Lesen oder ignorieren

Hervorgehoben

Ich habe mein Blog Mitte Juli 2013 von einer anderen Plattform hierher umziehen müssen und beginne nach 100.000 Klicks von vorne. Leider konnte ich all die wunderbaren Kommentare nicht mitnehmen. Die zeitliche Reihenfolge habe ich unverändert gelassen.
Wer anfängt zu lesen und sich interessiert, dem rate ich die Einträge von hinten nach vorne (Beginn Oktober 2012) zu lesen, dann kann man die Zusammenhänge und die Entwicklung nachvollziehen.

Dieses Blog wird geschrieben, weil ich das Bedürfnis hatte meine Erlebnisse mit Anderen zu teilen und weil ich gern schreibe. Es dient der Unterhaltung derer, die sich gerne von meinen Erlebnissen unterhalten lassen möchten.
Jedem Leser steht es frei zu lachen, den Kopf zu schütteln, erschrocken zu sein, mich zu verurteilen, das Blog zu ignorieren, mich kindisch, erbärmlich, lustig, hinterfotzig, mutig, schlampig, notgeil oder interessant zu finden. Gerne kann man mich auch bemitleiden. Genauso darf jeder die Geschichten glauben (was ich doch sehr hoffe, weil ich einfach das aufschreibe, was ich erlebt habe), sie unglaubwürdig oder schlecht geschrieben finden.

Ich hoffe, dass jeder, der es schlecht geschrieben, verwerflich, uninteressant, erbärmlich oder niveaulos findet, seine Lebenszeit für bessere Dinge nutzt, als das hier zu lesen oder sich darüber aufzuregen. Das ist es nämlich überhaupt nicht wert. Yolo baby. Lies es oder lass es.

Ich weiß mein Verhalten und darüber auch noch zu schreiben polarisiert. Ich weiß auch, dass ich über mich lachen werde, ich werde manches bereuen, ich werde mich verfluchen, ich würde vieles wieder tun, würde manches anders machen, werde weinen, jammern, hadern, aber auch mich erfreuen, genießen und großartige Dinge erleben. Ich werde hoffentlich vieles über mich lernen und Neues erleben. Ich will und werde alle Fehler selbst begehen und daraus lernen oder eben nicht. Ich werde mir meine Finger verbrennen und mir von meinen Freunden den Kopf waschen lassen müssen, wenn ich es übertreibe. Aber ich werde es tun.

Soll ich ein Kind kriegen?

Ausgerechnet dieser Gedanke treibt mich schon seit ein paar Wochen um. Nicht weil meine Hormone nun Torschlusspanik bekommen haben. Die hatten sich eigentlich schon damit abgefunden, dass ich vielleicht nicht der Mama-Typ bin und auch nicht zur richtigen Zeit im Leben den richtigen Partner hatte. Mich hat jemand gefragt, ob ich mit ihm ein Kind will…

Ich fürchte ja schon, dass ich mit diesem Blog-Eintrag ein Fass aufmache, aber das muss ich dann aushalten.

Mich hat nicht irgendjemand gefragt. Sondern mein bester Freund aus Schulzeiten, der in einer schwulen Partnerschaft lebt. Die beiden sind seit 10 Jahren zusammen und wären die wunderbarsten Eltern, die mir vorstellen kann. Als mich meine Hormone vor ein paar Jahren mal sehr gequält hatten, hatte ich den beiden in angeheitertem Zustand vorgeschlagen, dass wir doch zusammen ein Kind kriegen könnten. Damals waren die beiden noch nicht so weit glaube ich. Vielleicht hatten sie es auch nicht so ernst genommen.

Doch nun, als wir zusammen im Urlaub waren letzten Monat, kam mein Schulfreund um die Ecke und hat mir genau diese Frage gestellt. Ich glaube der überraschende Tod eines sehr nahstehenden Menschen hat bei ihm auch nochmal die Sicht auf das Leben und die Prioritäten verschoben.

Aber es war für mich einigermaßen überraschend. Das ist mal eine Aufgabe: in sich reinhören und rausfinden, ob man sich das vorstellen kann. Ich hatte mich eine ganze Weile viel mit Co-Parenting-Modellen beschäftigt. Und eigentlich ist es sowieso die überhaupt einzige Konstellation in der ich mir das überhaupt vorstellen kann. Aber will ich das? Wirklich?

Jeder der mich gut kennt, wird bestätigen, dass ich überhaupt kein Mama-Typ bin. Ich hätte mir Kinder immer nur vorstellen können, mit einem Mann, der sich mehr kümmert als ich mich. Jetzt hätte ich nicht nur einen sondern sogar zwei solche Daddys, die auch in ihrer Onkelrolle schon voll aufgehen. In unseren Gedanken-Modellen würde das Kind bei den Vätern aufwachsen. Ich würde das Sorgerecht zwar nicht abgeben, aber mich eher wie ein sonst ein klassischer Vater kümmen. Ich weiß ein sehr ungewöhnliches Modell. In jeder Hinsicht. Und ich weiß, dass man Frauen nicht sehr gerne zugesteht über Elternschaft so zu denken. Man wird sagen, na warte nur ab, bis das Kind da ist… Natürlich weiß man es am Ende nie, aber ich kenne mich nun auch schon ein Weile.

Die Nummer mit „der Zeitpunkt ist nicht richtig“ habe ich schon zur Seite geschoben. Ist er am Ende vermutlich nie. Ja, mein Arbeitsvertrag ist befristet.. Aber ich glaube, das fügt sich dann schon.

Weiß man das als Frau sonst, ob es die richtige Entscheidung ist? Vor ein paar Jahren waren meine Hormone noch sehr treibend. Jetzt horche ich in mich hinein und weiß es einfach nicht. An manchen Tage, würde ich sagen: Komm lass uns losgehen, wir machen das jetzt sofort und an anderen Tagen habe Angst und Respekt vor der Veränderung, die so ein Schritt ins Leben bringt – sowohl für den Körper, als auch für alles andere. Verantwortung für ein anderes Leben – ein Leben lang. Das ist ein langer Zeitraum.

Dann gibt es da noch meine Eltern, die sich einen Enkel wünschen. Die sich auch in dieser Konstellation freuen würden und wunderbare Großis wären. Plus die zwei weiteren Großelternpaare.

Das Wissen, dass die Konstellation die richtige wäre. Mit einer Freundschaft die nun schon mein halbes Leben lang trägt.

Das war jetzt mal so ein erster Abriss meiner Gedanken dazu.

Noch weiß ich nicht, ob ich das will. Wir haben gesagt, dass wir uns auch Coronabedingt ein halbes Jahr Bedenkzeit geben. Wenn wir es dann beide wollen, dann machen wir das.

Learn it the hard way…

Unabhängig davon, dass ich krass Urlaubsreif bin, weil ich dieses Jahr erst 5 Tage genommen habe, bin ich irgendwie durch mit meinem aktuellen Arbeitgeber. Da gab es den einen Job auf den ich spekuliert hatte, weil er wirklich zu mir passen würde. Leider ist der Vorgänger ein Jahr eher in Rente gegangen als ich gedacht habe. Deswegen war meine Bewerbung zu früh. Und da ich nicht davon ausgehe, dass der Job so schnell wieder zu haben ist und ich sonst so gar nicht in diese Firma passe, muss ich nun überlegen, wo denn der Weg hingeht.

Während so manch andere Frau, die (langsam!) auf die 40 zu geht, sich beruflich und familiär aufstellt hat, sich vielleicht fragt, ob das sexuell schon alles war im Leben und ihre Midlife-Crisis in dem Bereich bekommt, muss ich mich beruflich völlig neu aufstellen, weil ich so gar nicht zielführend Fuß fassen kann. Sexuell hingegen habe ich wenig Leidensdruck. Über die letzten 8 Jahren habe ich ziemlich gut ausprobiert, was ich mag, was mir gefällt. Scham abgelegt, Zweifel beseitigt. Keine akuten „Das muss ich unbedingt ausprobieren“

Aber ich hadere aktuell wieder sehr mit der Oberflächlichkeit der Welt. Während der Schöpfer es bei der Brain-Ausstattung ganz gut mit mir gemeint hat, hat er mich optisch ziemlich durchschnittlich aussehen lassen. Das wäre wohl auch kompensierbar, wenn ich nicht in meiner letzten Beziehung von normal auf mollig gewechselt hätte. Wir sprechen nicht von fett, sondern von kurvig. Aber so, dass ich mich so gerade an der Grenze des Klamottengrößen-Korridors befinde, den H&M so im Angebot hat.

Ich habe in meiner Teenager/Twen-Zeit hart dran gearbeitet, nicht uncool zu sein. Cooler Style, viele Klamotten geshoppt, war ganz gut angezogen. Mit der relativ krassen Gewichtszunahme in kurzer Zeit in der unglücklichen Beziehung mit meinem Ex so vor etwa 11 Jahren ist das verschwunden, weil ich in den Läden in denen ich vorher eingekauft hatte, plötzlich in nichts mehr reingepasst habe. Oder die Klamotten waren auf ne 36 designt und dann einfach vergrößert, aber nicht sehr schmeichelhaft in 46 (wenn man denn mal eine gefunden hat). Das führt dazu, dass ich Shoppen hasse. Ich nur noch gehe, wenn es gar nicht mehr anders geht. Ich habe ne ganze Weile einfach nur getragen, was ich sich gefunden hat, in das ich reinpasse. Nicht wirklich Style, Hauptsache es passt und sieht okay aus. Okay, mehr nicht. Eigentlich krass, dass ich nun schon 10 Jahre brauche um die Scherben in meinem Leben aus dieser doofen Beziehung endgültig zu beseitigen. Die Figur habe ich immernoch nicht wieder.

Ich merke, dass aber nun im Berufsleben in das ich zwischenzeitlich eingetreten bin, die Optik wieder eine viel entscheidendere Rolle spielt. Auf der ersten Ebene noch nicht so sehr. Aber wenn du weiterkommen willst. Dress to impress wie heute jemand auf Twitter schrieb. Ich sehe jetzt nicht super unordentlich aus, aber auch nicht topgestylt. Ich trage meine Klamotten wirklich lange, was man vermutlich irgendwann sieht, bin nicht der größte Bügler, meine Hände sind mehr pragmatisch als durchmanikürt und Sneakers sind mein Freunde. Und dann müsste ich mich vermutlich in den Augen der Arbeitswelt noch perfekter stylen, so dass man mir das Mollig sein verzeiht und mir Kompetenz zutraut.

Da sitze ich nun da und denke: Hättest du statt dem Coolsein wollen mit mittelprächtiger Optik, doch wenigstens was aus dem nerdigen Brain gemacht, dann müsste ich jetzt nicht rumjammern. Aber auch der Gedanke hilft mir jetzt nicht. Aber wenn ich eben nicht führen will, weil ich auf diese Business-Kasper-Optik-Nummer keinen Bock habe, dann muss ich jetzt eben noch was lernen. Irgendwas, das gefragter ist, als das Politik-Ding, dass ich studiert habe. Und dann den harten Weg. Nebenbei. Neben dem Job. Alles andere kann ich mir eh nicht leisten. Und keine Abkürzung mehr, nur weil sich mal schnell ein bequemes Jobangebot auftut, das aber wieder unter dem liegt, was ich kann. Denn es wird dann nicht schon werden und jemand erkennt, was du kannst. Hahahaha. Ne so läuft das nicht. Das hab ich jetzt ausprobiert.

The good thing: Ich habe gerade eine Phase, in der ich abnehme. Mein Körper drängt mich gerade gute Dinge zu essen und ich habe die Zeit und die Nerven ordentlich zu kochen, gut zu essen. Das ist wohl die einzige gute Seite an meinem aktuellen Job. Der nervt mich zwar, weil er mich unterfordert und keine Perspektive bietet, aber ich gehe meist nicht gestresst heim. Und arbeite auch nicht zu viele Stunden. Ist also auch was Gutes dran. Vielleicht habe ich diesen Blogeintrag auch gebraucht, um mir das vor Augen zu führen.

Und habe ich einen schönen Balkon jetzt. Auf dem lässt es sich gut lernen. Bloggen auch.

Lebenszeichen

Ja, mich gibt es noch. Ich hätte auch ein bißchen was zu schreiben. Nicht so viel Sex. Viel anderes Zeug: Über meine Versuche beruflich firmenintern voran zu kommen, die nicht sehr erfolgreich waren. Ein kurzfristiger Umzug in eine viel schönere Wohnung. Ein Bandscheibenvorfall mit Taubheitsgefühl im rechten Hinterteil.

Mein Leben ist immer noch nicht in Balance. Der Bandscheibenvorfall, der insofern noch glimpflich verlaufen ist, weil ich keine Schmerzen mehr habe, hat mir aber vor Augen geführt, dass ich mich nochmal mehr um meinen Körper kümmern muss. Ich muss und will mindestens 5 Kilo verlieren. Mich weiterhin gut ernähren. Das Training aus der Corona-Lockdown-Zeit muss ich wieder aufnehmen. Der Bandscheibenvorfall hat mich ein wenig eingebremst. Positiv ist, dass ich mich eigentlich okay viel bewegt habe, auch während des Vorfalls.

Umzug in die neue Wohnung: Ich hatte gar nicht danach gesucht. Schließlich war ich erst vor knapp 1 3/4 Jahren in die letzte Wohnung gezogen. Die Wohnung jetzt ist mir angeboten worden. Ähnlich groß (oder klein) wie meine alte, aber viel besser geschnitten und ausgestattet. Von vorher Hochparterre mit Balkon, den ich nie wirklich genutzt habe ins oberste Stockwerk mit Balkon, der sich wie eine Lounge anfühlt. Wohnung ist jetzt vorzeigbar. Vorher hatte ich mich für das Bad immer ein wenig geschämt – Rosa 70er Jahre Fliesen. Nicht renoviert. Preislich zahle ich dasselbe wie vorher, aber habe noch zusätzlich einen Tiefgaragenstellplatz. Von demher ein guter Deal. Bin noch am Ausräumen der letzten Kartons.

Es wäre sehr mühsam in meiner Stadt was billigeres zu finden. Zumal ich mit 32 Quadratmetern schon relativ klein wohne. Seit Corona habe ich aber das Problem, dass mein Nebenjob weggefallen ist. Das nervt mich ziemlich, weil ich mit meinem normalen Einkommen auf Null hinkomme, aber mir halt Reisen und Sonstiges immer über den Job finanziert habe. Jetzt habe ich noch 25 Urlaubstage übrig, aber eh kein Geld für Urlaub. Und ich wollte eigentlich nie mehr so knapp bei Kasse sein. Nicht falsch verstehen, ich komme klar, aber geil ist es nicht.

Im Hauptob mehr zu verdienen wäre wünschenswert. Mit meinen zwei internen Bewerbungen war ich allerdings nicht sehr erfolgreich. Waren wohl auch zu früh nach nur 5 Monaten im neuen Job. Ich muss mich da selbst wieder ein bißchen einbremsen. Erzwingen kann ich das nicht. Intern wird für mich beim jetzigen Arbeitgeber nichts gehen. Jetzt hab ich noch 1 1/2 Jahre Vertrag und werde die Zeit nutzen mich anders aufzustellen.

Das mal so als Kurz-Update. Ich verspreche, dass wieder mehr Content kommt in nächster Zeit.

Und dann stand Sie plötzlich vor mir…

Wenn das Leben nur aus Arbeiten, Essen, Sport und Schlafen besteht, dann hat man manchmal Zeit an Dinge zurück zu denken. Die neue Arbeit ist immer noch nicht annährend so cool, wie erhofft. Zumal mir die Kollegen wirklich immer noch arg fehlen. Ja die Kollegen. Kollege Mr. Unauffällig zum einen. Ich bin da über den Liebeskummer immernoch nicht so Recht hinweg. Ich hoffe ja immernoch, dass sich irgendwann die Wogen glätten und wir wirklich Freunde bleiben können. Aber ich weiß es nicht. Vielleicht mit ein wenig Abstand. Aber ich verbleibe einfach wartend. Und schreibe immernoch jeden Tag an das geblockte WhatsAppProfil. Ja, ich schmunzle auch gerade über mich.

Aber da gab es ja noch weitere Kollegen. Zum Beispiel den, der in meinem Blog der Ehrenamtskollege hieß, aber auch ein Arbeitskollege war. Derjenige, dessen Freundin unsere Affäre spitz gekriegt hat. Bei der ich mich ja auch via Blogeintrag entschuldigt habe. Die Affäre endete mir der Entdeckung durch seine Freundin sehr aprupt Da hat es mich damals so ein, zwei Wochen auch wirklich verliebeskummert. Er hat danach jeden privaten Kontakt per WhatsApp eingestellt. Dass es so plötzlich war, war damals gar nicht so einfach. Es hat eine Weile gedauert, dann konnten wir im Kreise der anderen Kollegen aber zumindest wieder in den Pausen rumblödeln. Dass wir uns mögen hat sich nicht verändert. Und dass er mich auch nach wie vor als Mensch wirklich mag, habe ich gespürt in den Abschiedsumarmungen, als ich die Firma verlassen habe. Ich glaube er hat das auch bedauert. Und ja er fehlt mir als Kollege wirklich arg.

Auf der Rirarammel-Seite, auf der wir beide unterwegs sind, bin ich durch das gemeinsame Profil mit seiner Freundin geblockt. Bis heute. Ich wusste also nicht, auf welchen Veranstaltungen die beiden sich rumtreiben. Am Anfang hatte ich immer die Befürchtung, dass ich die beiden so ganz unvorbereitet mal zufällig irgendwo im Swingerclub treffen würde. Dadurch, dass ich aber 2019 quasi nicht unterwegs gewesen bin, gab es diese befürchtete Treffen nie. Ganz am Anfang stand noch im Raum, dass wir eventuell mal telefonieren. Aber das hat sich nie ergeben.

Am Ende des letzten Jahres passierte unser Treffen dann völlig unerwartet. Ich hatte die Affäre, und sie schon völlig verdrängt. Es gab in unserer Firma einen Tag der offenen Tür. Ich stand unter Strom,es war viel Trubel. Und ich war nicht gut drauf. Denn während der Veranstaltung realisierte ich, dass alle Kollegen Besuch bekamen von ihren Familien und Freunden. Mich besuchte niemand. Wie das Kind im Ferienlager, das als einziges keinen Besuch bekommt. Das ist mir erst an diesem Tag bewusst geworden. Ein völliger Einsamkeitsflash zumal der Kollege Mr Unauffällig nie zu solchen Veranstaltungen geht und deswegen auch nicht da war. Das zog mich völlig runter. Und dann stand sie da. Ganz alleine ohne ihn.Die Freundin des Kollegen. Die durch mich mitbetrogene Freundin. Ich hatte das im Vorfeld so gar nicht auf dem Schirm gehabt, dass das an diesem Tag passieren kann. Bin ziemlich aus allen Wolken gefallen. Dumm eigentlich.

Immerhin war die Sache mit ihm und mir 1 1/4 Jahre her. Also ein wenig Zeit fürs wachsende Gras. Auch vermutlich über Schmerz und Eifersucht. Wir unterhielten uns okay. Ich erinnere mich nicht mehr worüber. Wahrscheinlich über die Firma oder den Tag der offenen Türe. Es war so eine schräge Situation. Mitten im Arbeitsumfeld, während der Arbeitszeit treffe zum ersten Mal eine Frau, die ich mitbetrogen habe. Die Smalltalk mit mir macht, als hätte es das alles nie gegeben. Keine Ahnung, wie es ihr dabei ging. Aber es war emotional auch nicht so einfach für mich. Ich war zum einen so eingespannt, weil ich eine Aktion währenddessen betreute und mich nicht wirklich rausnehmen konnte und dann kämpfte ich mit meiner Einsamkeit. Das machte es in Kombination wirklich nicht einfach ein angemessenes Kennenlernen hinzubekommen. Und in dem Setting in dem wir uns befanden, konnte keiner von uns beiden die Fragen stellen, die wir gerne gestellt hätten. Aber sie weiß nun, wer ich bin. Und ich wer sie ist. Sie war jedenfalls extra zu mir gekommen und nicht zufällig. Ich hätte gerne einen Draht zu ihr aufgebaut, aber an dem Tag war das nicht möglich. Und danach war ich schon auf dem Absprung aus der Firma und konnte das auch nicht mehr thematisieren mit dem Kollegen. Sehr schade eigentlich. Mal sehen, ob das noch mal irgendwann besser geht. Wenn die Welt sich wieder normalisiert hat.

Spielzeugs…

Schon wieder eine ganze Weile nix gebloggt. Aber die Zeiten sind ja auch ruhiger. Ich kompensiere das Social Distancing mit Überstunden und Sport, deswegen mache ich unter der Woche quasi nix anderes. Die Wochenenden verbringe ich in meiner winzigen Wohnung. Heute habe ich glaube ich noch kein Wort gesprochen. Aber ich habe ja auch niemanden gesehen. Ich hänge viel Zeit in Sozialen Netzwerken rum. Nicht sehr spannend so weit.

Heute bin ich dafür rollig wie ein Teenager. In normalen Zeiten wäre ich dann heute Abend losgezogen. Club oder Kino oder Date. Aber die Zeiten sind ja nicht normal. Dafür hatte ich mir ja Spielzeug bestellt für mich. Ich bin euch noch den Test meines Vibrators schuldig.

Dank Corona habe ich das Spielzeug wieder für mich entdeckt. Rückblickend mache ich da wohl immer so Phasen durch. Mal mehr Spielzeug, mal weniger. Hängt irgendwie auch mit den Lovern zusammen. So ein bißchen was haben die mir auch geschenkt. Wenn ich da an mein Vibro-Ei denke, dass ich mal im Restaurant beim Essen mit einem Lover drin hatte. (Und er hatte die Fernbedienung) Oder ein Mann hat mir nen WeVibe geschenkt. Oder Liebeskugeln. Lange nicht getragen. Aber während ich diesen Eintrag schreibe, trage ich gerade ein Paar.

Es sind die orangen geworden. Die rosaroten habe ich nicht reinbekommen. Die Noppen waren Schuld. Die organgen haben noch eine Kugel innen, die sich bewegt, wenn ich mich bewege. Was sehr spannend ist, wenn man Wäsche aufhängt oder sich bückt um den Geschirrspüler einzuräumen. Soll gut sein für die Beckenboden-Muskel oder so. Wobei, die waren bei mir eigentlich immer ganz gut trainiert.

So sieht es in Zeiten von Corona an der Ladefront aus:

Den rosa Vibrator (ganz rechts) hatte ich mir vor dem LockDown noch bestellt. Ich wollte mal einen mit zusätzlicher Kitzler-Stimulation haben. Die Erwartung war, dass er von der Biegung her innen an meinen G-Punkt stößt und außen den Kitzler stimuliert. Er hat eine getrennte Steuerung für beide Teile. Das Innenteil kann 6 verschiedenen Programme (leicht/fest/pulsierend…) Das kleine Außenteil drei Intensitäten. Soweit zu den Hardfacts. Seit dem Dildo ist mir wieder bewusst, ein Spitzer Gleitgel und alles ist gut. Ich hatte mich auf den Rücken gelegt, den Vibi eingeschaltet und in mich reingesteckt. Er hat ne gute Form, das fühlte sich ganz gut an. Aber Vibratoren ohne Ferndbedienung die man selbst benutzt haben ein wenig den Nachteil, dass man sich immer so verbiegen muss um sie zu bedienen. Also lag ich da auf dem Rücken und teste erst mal, wie sich die unterschiedlichen Programme anfühlte. Ich merkte schnell, dass ich vermutlich nicht so die Standard-Frauenkörper-Bauweise habe. Zumindest fand ich es schwierig bis unmöglich eine Position zu finden, in der beide Teile des Vibrators genau das taten, was sie hätten sollen. Wenn ich meinen G-Punkt anivisierte, dann passte der Kitzler-Vibi nicht. Und eben andersherum.

Ich entschied mich für ein pulsierendes Programm innen und die stärkste Vibration außen. Es dauerte eine ganze Weile, bis ich den Kitzler optimal damit erwischt habe. Ich vernachlässigte den G-Punkt total. Am Ende habe ich es geschafft, dass ich gekommen bin durch die Vibration auf dem Kitzler. Aber es hat ne ganze Weile gedauert. Der Vibi und ich sind nicht sofort best friends geworden. Es ist wohl gar nicht so leicht, so einen doppelten Vibrator zu finden, der auf den jeweiligen Körper passt. Ich werd ihn sicher wieder benutzen, velleicht müssen wir uns erst aneinander gewöhnen und die optimale Benutzungsart finden. Vielleicht benutze ich ihn auch einfach als normaler Vibi und lasse den kleinen Außenarm außen vor. Ich werde ihn auch mal einem Lover zum Spielen hinlegen. Ist bestimmt spannend damit gefickt zu werden. Es ist immernoch mal anders, wenn man damit bespielt wird und sich einfach aufs Genießen verlegen kann. Ich kann schlecht abschalten, wenn ich selbst das Ding halten oder hin und her bewegen muss.

Ich freue mich zumindest, dass Corona dafür sorgt, dass ich meine eingefahrenen Masturbations-Pfade verlasse und wieder neue Reize setze. Dann ist der Körper auch wieder empfänglicher für andere Reize, als die klassischen. Ich habe es mir vorher jetzt ewig lange immer gleich gemacht. Hand und Porno. Ein bißchen Abwechslung schadet nicht.

Jetzt angel ich mir meinen Womanizer und habe noch ein wenig Spaß mit den Liebeskugeln, die ich während des Schreibens mit meinen Muskeln immer wieder umschlossen habe. Es kribbelt schon. Ein wenig wie Pipi müssen, aber in geil. Orgasmus Vier des heutigen Tages ich komme.

Ich habe es nicht mehr ausgehalten…

Ich sitze hier in meiner Wohnung und ärgere mich kurz über den Studentenbubi-Nachbarn, der gerade mit einem Date auf dem Balkon chillt. Aber zu unrecht, außer er wird nun jeden Tag eine andere Frau zu Gast haben, dann würde ich mich wohl beschweren. Ich sollte mich mal wieder chillen. Um das Ganze auszuhalten mache ich verhältnismäßig viel Sport. Das tut gut.

Die ersten 3 Wochen des Lockdowns war ich bei meinen Eltern. In der Zeit hatte ich Homeoffice. Das war insofern cool, weil man auf dem Dorf mit Haus und großem Garten das ganze eh nicht so merkt und die meisten genau dasselbe machen, wie sonst auch – sie werkeln irgendwas im Garten und quatschen über den Gartenzaun. Im Haus meiner Eltern hat mein Bruder noch eine Wohnung und hält sich dort mit seiner Freundin auf. Einsam war es jedenfalls nicht. Wobei ich gemerkt habe, dass ich mich unter Menschen viel einsamer fühle, als allein in meiner Wohnung. Wir sind noch dazu keine Körperkontakt-Familie. In der dritten Woche ging mir das Alleinsein ganz schön an die Nieren. Vor Allem allein unter Menschen, die jeweils nicht allein sind. Da war es fast eine Erlösung für mich, dass mich meine Firma aus dem Homeoffice zurück an den Schreibtisch beordert hat.

Doch der ganze Sport konnte nicht kompensieren, dass ich ziemlich down war und sehr nach körperlicher Nähe dürstete. Alle Gedanken drehten sich nur noch darum…Ich schrieb mit ein paar Kontakten um mich abzulenken. Die meisten sind bei ihren Partnern zu Hause. Je länger das geht, desto mehr fehlt mir der Kollege. Er hat mich nun vor etwa drei Wochen auf WhatsApp blockiert. Seit drei Wochen schreibe ich trotzdem Nachrichten an seinen Account. Ich finde mich auch schräg, wenn ich das tue, aber irgendwie tut es mir gut. Immer wenn ich an ihn denke schreibe ich ihm eine Nachricht, die er nie zu Gesicht bekommen wird.

Ich schrieb auch mit dem Genussmann. Ja der mit dem Absoluten Blinddate. Unser Kontakt, der sehr lose ist, ist aber bestehen geblieben über die letzten Jahre. Er lebt auch alleine, so wie ich. Zusätzlich arbeitet er im Bereich Kunst und Kultur und arbeitet also gerade nicht. Ich erzählte ihm, dass ich mir einen Corona-Partner suchen wollte, weil ich es nicht mehr aushalte. Einen festen. Wobei das wirklich doof ist, weil ich mich eigentlich auf nix neues einlassen will. Das müsste ja dann sicher passen. Von den schon Bekannten war niemand verfügbar oder sie haben nicht so recht gezogen, wie Mr. Riesig zum Beispiel. Dem Genussmann ging es ähnlich und plötzlich fragte er mich, ob ich nicht vorbeikommen wollte. Es war schon schon kurz vor 23 Uhr. Ich musste am nächsten Tag spätestens um 9 Uhr an meinem Schreibtisch im Büro sitzen. Aber alles egal. Ich stellte fest, dass er ja nur 5 Minuten von meiner neuen Arbeit wegwohnt. So cool, das hatte ich gar nicht auf dem Schirm gehabt.

Ich schob mein Corona-Regeln-Brechen-Schlechtes-Gewissen auf die Seite und packte meinen Übernachtungs-Rucksack. Ich hoffte, dass mich die Polizei nicht irgendwo in der Stadt aufhalten würde. Ich dachte keine Sekunde an Sex. Sondern nur daran mit nackter Haut seine Haut spüren. Nähe auftanken, bevorraten. Er instruierte mich noch, wie ich zu ihm reinkomme, so dass die Nachbarn mich möglichst wenig zu Gesicht bekommen. Und los. Wow, wie aufregend. Spontan. Dieser Durst nackte warme Haut zu berühren würde gleich gestillt werden. Wobei ich gar nicht so genau wusste, wie es sich mit ihm anfühlen wird, da wir uns ja maximal fünf Mal in den letzten paar Jahren getroffen haben. Aber egal. Einfach nur rankuscheln. Und ihm ging es ja ähnlich wie mir.

Ich kam an und ich merkte, dass es mir schon gut tat, mal wieder einen anderen Menschen zu Gesicht zu bekommen und mit ihm zu sprechen. ich schmiss meine Sachen auf die Couch. Aber eigentlich machte ich mich gleich kuschel-bettfertig. Es war ja auch schon spät. Ich hatte nur ein T-Shirt und ein Höschen an. Er war schon in sein Bett geklettert und lag unter der Decke. Nackt. Ich zog noch mein T-Shirt aus und kuschelte mich an seinen warmen Körper hin. Es fiel sofort unglaublich viel Spannung von mir ab. Ich saugte das Gefühl auf. Er lag auf dem Rücken, hatte seinen Arm um mich gelegt und ich lag mit dem Kopf auf seiner Brust. Er streichelte meinen Rücken und Kopf, ich seine Brust. Einfach nur da liegen, ein wenig reden und entspannen. Da merkt man, wie sehr mal als Mensch auf Berührung angewiesen ist. Am Ende wurde aus Streicheln und Reden noch ein wenig Fummeln, Brüste liebkosen und ein kleiner Entspannungs-Blowjob für ihn. Ich habe vor Allem die Nähe gebraucht. Und auch wenn es nun schon wieder ein paar Tage her ist, ich zehre noch immer davon. Es hat meine Laune echt verändert, mich rausgeholt aus dem Tief. Aber Shame on me – ich hab dafür die Regeln gebrochen. Aber es trägt mich über die weitere Isolationszeit. Von dem her habe ich ein wenig Verständnis für meinen Studi-Nachbar, auch wenn ich nichts davon halte mich dann so offensichtlich auf den Balkon zu setzen.

Jetzt schwinge ich mich noch auf meine Skates und bringe meinen Body in Schwung. Bleibt gesund.

Was neues probiert – dem Saugnapf sei Dank

Ich finde meinen Dildo ja auch hübsch, sonst hätte ich ihn mir nicht gekauft. Bunt wie meine Welt. Wie ein Schwanz mit Konfetti verziert. Muss ja nicht alles immer so ernst aussehen.

Gestern hatte ich vor seiner Benutzung ein Bild von ihm gepostet. Seitdem habe ich auf meinem Twitter-Account 60 neue Follower und das Bild hat über 300 Likes bekommen. Ich glaube ihr seid auch sehr untervögelt in der Isolationsphase. Das finde ich sehr verrückt. Weil man nichts sieht außer meiner Hand mit dem Dildo. Aber nun ja, dann schreibe ich mal, was ich damit angestellt habe. Das war in der Tat auch eine Premiere für mich.

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Wenn ich es mir so klassischerweise Selbst mache, dann brauche ich nur meine rechte Hand. Meist suche ich mir irgend einen Porno der mir gefällt, gestern waren es Filmchen über Sybians. Eine Hand hält das Telefon zum Schauen, die andere massiert den Kitzler. Ich spanne meine Beckenboden-Muskeln in meinem Rhythmus an und so ist es easy für mich zu kommen. Vor ein paar Jahren hatte ich mal eine Vibrator-Phase, der ist mir aber irgendwie abhanden gekommen. Ich hab zwar schlauerweise noch vor der Kontaktbeschränkung Sexspielzeug für mich bestellt, hab aber das Problem, dass ich an Teil Zwei der Lieferung zur Zeit nicht rankomme, weil der Laden der die für mich angenommen hat, so eingeschränkte Öffnungszeiten hat, dass ich nie dazukomme das zweite Paket abzuholen. Aber der Dildo hat es ja zu mir geschafft

Gestern aber, nachdem ich mit einem spannenden Mann hin und her geschrieben hatte, hatte ich zum einen Lust noch sein Kopfkino anzuheizen, aber auch das Bedürfnis was hartes in meiner Muschi zuspüren. So ist das oben eingebaute Bild entstanden. Ich hatte es ihm geschickt. Dann hörten wir auf zu schreiben und konzentrierten uns auf uns. Ich schmiss einen Sybian-Porno an und brachte meinen Kitzler in Stimmung. Durch den Kopfkino-Chat mit dem Mann vorher war ich schon einigermaßen aufgeheizt. Dann nahm ich den Dildo und fing an ihn mir langsam ein kleines Stück reinzuschieben. Besonders weit ging es nicht. Ich bin immer eng. Muss mich immer erst öffnen. Raus und rein. Ich schaffte es vielleicht fünf Zentimeter einzudringen. Der Film in dem einen Frau gefesselt auf einem Sybian sitzt und einen Orgasmus nach dem anderen bekommt machte mich an. Eigentlich war ich entspannt. Aber ich bekam den Dildo nicht rein. Ich war kurz irritiert über meinen Körper, war ich doch geil und entspannt und es tat auch nix weh.

Dann griff ich kurzer Hand neben mich auf die Ablage. In der ersten Lieferung , die bei mir angekommen ist, war zum Glück das bestellte Gleitgel mit dabei. Ein kleiner Klecks auf meine Hand. Damit rieb ich das gute Stück ein. (Und gleich danach meine Hand sauber :-)) Dann setzte ich wieder an, damit in mich einzudringen. Und schwups mit einem in einer Bewegung glitt er ganz in mich hinein. (Gut merken Männer). Beim ersten Mal als ich ihn benutzt habe, habe ich mich mit meiner linken Hand mit dem Dildo gefickt und mit der rechten Hand den Kitzler massiert. Und war intensiv gekommen. Aber mir gingen der Werbeclip vor einem der Pornofilmchen nicht mehr aus dem Kopf. Da hat eine der Darstellerinnen auf einem Tischchen einen Dildo geritten. Diese Bilder geistern mir schon seit einer geraumen Weile durch den Kopf.

Dieses Mal wollte ich mehr. Mehr aktiv ficken. Ich ging kurz die Möglichkeiten durch, wo ich das so ähnlich ausprobieren könnte in meiner kleinen Wohnung und nahm dann die naheliegendste. Ich hatte keine Ahnung, ob der Saugnapf so funktionieren würde. Aber was hatte ich zu verlieren. Mein Bett ist auf einem Meter Höhe, um da raufzukommen habe ich einen Tritt mit zwei Stufen aus Holz – Modell Ikea. (Gerade gegoogelt der Name ist BEKVÄM – hahaha) Das Ding ist so kniehoch. Ich spucke mir in die Hand und reibe es unten in den Saugnapf rein und teste vom Bett aus, ob der Dildo darauf hält. Ich hatte ja meine Zweifel. Um so erstaunter war ich, dass er bombenfest saß. Ich spang aus dem Bett. Und setzte mich rittlings auf den Dildo. Er drang ganz tief in mich ein. Ich probierte aus ob ich in der Konstellation reiten konnte. Perfekt. Auch wenn man nicht so trainiert ist wie diese Pornoladys. Gute Höhe zum Reiten. Rauf, runter. Was ein Gefühl, wenn endlich wieder was hartes, tief in einem drin steckt. Gott wie mir das fehlt. Rechte Hand wieder an den KItzler und es dauerte keine Minute bis ich mir einen so geilen Orgasmus gemacht hatte. Ich bin sehr begeistert. So lässt es sich ein Weile ohne Mann aushalten, auch wenn Nähe und Hautkontakt natürlich nicht zu ersetzen sind.

Werd ich definitv öfter machen, auch wenn ich dann immer Angst habe, dass es schwieriger wird, mit Männern Spaß zu haben, wenn die Toys die Befriedigungs-Messlatte so hoch hängen.

Eine wunderbare Gebärmutter…

Ich war seit einer ganzen Weile nicht mehr beim Frauenarzt. Was daran lag, dass mein wunderbarer Psychologen-Frauenarzt in Rente gegangen ist und ich mit seiner Nachfolgerin aber schon auch gleich gar nix anfangen konnte. Die war grob zum einen und wollte mir als erstes wieder die Pille andrehen. Das fand ich doof und bin nie wieder hin. Damit hatte ich ja dann mit all den Konsequenzen, die ich immer mal wieder im Blog angerissen habe, auch meine hormonelle Verhütung abgesetzt. Nach dem Südafrika-Unfall mit dem gerissenen Gummi habe ich mich mal noch bei einer Beratungsstelle durchchecken lassen mit HIV-Test, sonst aber keine regulären Vorsorgeuntersuchungen gemacht.

So langsam wuchs deswegen mein schlechtes Gewissen. Ich recherchierte Internet nach einem passenden Frauenarzt. Gar nicht so einfach einen zu finden, der neue Kassenpatientinnen aufnimmt. Am Ende fragte ich eine Freundin und die empfahl mir einen in der nächsten Stadt. Ich vereinbarte einen Termin. Dieser war Anfang dieser Woche. Ich rief drei Tage vorher nochmal dort an, ob der wirklich stattfinden würde. Aber sie sagten mir, dass sie ihren Betrieb so umorganisiert haben, dass sich die Patentinnen nicht begegnen dort. So ging ich also Anfang der Woche zum meinem neuen Frauenarzt. Und was soll ich sagen: Ich finde ihn großartig. Nett, einfühlsam, lustig. Cooler Typ. Er freute sich voll, dass er eine neue Patientin dazu bekommen hat. Ich wollte drei Dinge von ihm: Die normale Vorsorge, mich auf STIs checken lassen und meine zu lange und intensive Periode abklären.

Wir beschlossen im Vorgespräch den HIV-Test aktuell ein wenig nach hinten zu verschieben, da die Labore gerade sehr ausgelastet sind und es keinen akuten Testbedarf bei mir gibt. Abstrich nimmt er und Urin hatte ich vorher schon abgegeben. Und ich hatte noch als Igel-Leistung einen Ultraschall der Gebärmutter. Nachdem ich ein paar Jahre nicht mehr beim Frauenarzt war, kann es nicht schaden, dachte ich mir.

Ausziehen, rauf auf das Stuhl-Dings. Er hat einen viel moderneren als meine Ärzte vorher. Nix mehr mit Unterschenkel auf die Stützen legen, sondern nur noch die Fersen auf eine Halterung stellen. Bei der Untersuchung zwickt nix oder ziept. Juhu, das hatte ich auch schon ganz anders und sehr unangehm. Er kommentierte alles, was er sah sehr zufrieden. „Sieht alles wunderbar aus bei Ihnen…“. Kein Pilz, keine Entzündungen… Nahm den Abstrich und untersuchte irgendwas noch unter dem Mikroskop. Dann wollte er noch sehen, ob die Zyklusstörungen einen organischen Grund haben. Mit dem Ultraschall sah er sich meine Gebärmutter und Eierstöcke an und war ganz verzückt, wie wunderbar das alles aussieht. Auch das Abtasten der Brüste war ohne Befund. So dass er sich hinterher im Gespräch zu der Aussage hinreißen ließ, dass ich sowas von „Pumperlgsund“ bin. Nach der reinen Untersuchung ohne Vorgespräch würde er sagen, da sitzt eine junge Frau, die ganz leichtes Übergewicht hat, aber ansonsten organisch völlig gesund ist. Juhu ein sehr beruhigendes Gefühl. Falls ich in den nächsten Tagen nichts mehr von ihm höre, war auch der Abstrich ohne Befund.

Da ich eh noch einen Termin beim Endokrinologen habe, verzichtete er darauf im hormonellen Bereich nach der Ursache für die zu lange dauernde Periode nachzuforschen. Sollte nach dem Termin dort noch Bedarf sein seitens der Sexualhormone, dann solle ich wiederkommen.

Er bestätigte mir, was ich so eigentlich auch im Gefühl hatte. Ich bin eigentlich ein gesunder Mensch. Aber mein Hormonhaushalt ist aus der Balance geraten. Ich hoffe, dass man das in den Griff bekommen kann. Und es bleibt noch das Lipödem… Aber auch dazu der Termin beim Endokrinologen…

Unschuldige Rasur

Trotzdem mich in nächster Zeit sicher niemand nackt sieht, stand ich heute unter der Dusche und habe mich rasiert. Komplett. Weil es sich für mich am Besten anfühlt. Sobald es ein wenig stoppelig wird muss es weg. Ich kenne mich nicht mehr wirklich mit Schambehaarung. Das würde sich für mich völlig unnatürlich anfühlen. Nicht falsch verstehen: jeder kann das so tragen wie er/sie möchte, so lange es kein völliger Wildwuchs ist. Aber mein Hügel ist seit meinen 16. Lebensjahr glatt rasiert. (Falls ich die Geschichte schon mal erzählt habe tut es mir leid. ( 8 Jahre bloggen sind eine lange Zeit)

Mein erster Freund (der, der mir übrigens auch das Blasen beigebracht hat), der hatte ein Faible für glattrasiert. Ich erinnere mich noch daran, wie er mir in meinem „Kinder“Zimmer zu Hause bei meinen Eltern alle Haare abrasiert hat. Mit seinem Nassrasierer und ein wenig Rasierschaum (hat aufgepasst, dass der Rasierschaum nur an Stellen kommt, an denen er nichts ausmacht). Wie aufregend und seltsam. Vor ihm zu liegen mit weitgespreizten Beinen. ich war keine Jungfrau mehr, aber super viel Erfahrung hatte ich mit 16 auch noch nicht. Das Rasieren turnte ihn unglaublich an. Vorsichtig, aber geübt rasierte er mir nach und nach alle Haare ab. Mit einer kleinen Schüssel Wasser in der er den Rasierer immer eintauchte, um ihn sauber zu machen. In der hinterher meine Teenager-Schamhaare schwommen. Die ich erst mal unter meinem Bett versteckte. Man, macht komische Dinge wenn man ein Teenager ist.

Außer ihm habe ich nie jemanden mit nach Hause gebracht. Er war auch nur ein paar Mal da, weil er am anderen Ende Deutschlands wohnt. Ich war 16, er war 23. Die erste große Liebe. Kennengelernt in einem Chatroom, in Zeiten als man noch mit Modem gesurft hat. Schon über beide Ohren verknallt ohne ihn zu Gesicht bekommen zu haben. Wir haben stundenlang telefoniert. Bis er mich besuchen kam. Er holte mich von der Schule ab. Den Moment werd ich nie vergessen, wie wir uns auf der Raucherwiese meiner Schule zum ersten Mal gegenüber gestanden sind. Er war auch noch so hübsch, obwohl es mir völlig wurscht gewesen wäre wie er aussieht.

Ich habe damals angefangen auch so eine Art Tagebuch zu schreiben. Meine Erlebnisse und Gedanken festzuhalten. Ich hätte gerne die Texte von damals reinkopiert, aber ich finde die Datei nicht. Was ich echt tragisch finde. Muss mal suchen, ob ich die nicht doch noch wo finde.

Die rasierte Muschi fühlte sich jedenfalls sehr verboten an. Passte zu meiner Rebellion in dieser Zeit. Ein wenig vorher hatte ich mir heimlich ein Zungenpiercing stechen lassen. Wilde Zeiten. Im Schwimmbad habe ich mich immer zum Duschen in die Kabine versteckt, weil man eben damals noch nicht rasiert war. Und ich wollte mir die blöden Blicke ersparen. Seit diesem Moment habe ich nie wieder Schamhaare länger als Vier-Tagesstoppeln getragen. Seit 20 Jahren. Ich merke, dass ich jetzt langsam in ein Alter komme, wo Männer fragen, ob man nicht wieder ein paar gepflegte Haare tragen möchte. Sähe in der Tat ein wenig erwachsener aus. Aber nope: Irgendwie ist mir das so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es für mich ebenso wenig verhandelbar ist, wie meine Haarfarbe. Sorry Jungs.

Dafür bin ich auch tolerant, was die männliche Intim-Behaarung angeht. Solange es kein Wildwuchs ist. Wild kräuslig buschig sprießend ist ein No-Go. Aber wenn gekürzt, teilrasiert oder ganz haarlos ist alles okay. Aber es gibt mittlerweile egal in welcher Altersgruppe fast keine Männer mehr, die sich gar keine Gedanken über ihre Schamhaar gemacht haben ist mein Eindruck. Von demher alles gut an der haarigen Front. Na, rasiert ihr auch allein zu Hause in Corona-Zeiten oder sind die 80er Jahre jetzt bei euch am Start?

Ins Bett mit ihm – der neue …

Ich habe zwar noch Erlebnisse in Petto, aber heute fühlt es sich nicht danach an sie zu verbloggen.

Unendlich lange halte ich diese Isolationsnummer nicht durch. Wenn es absehbar noch länger wird, dann muss ich mir doch einen Mann suchen, mit dem ich mich während der ganzen Dauer treffen kann. Einen einzigen. So wie halt die Freundin meines Bruders auch zu ihm kommt. So einen Dauer-Corona-Freund. Mehr als der Sex fehlt mir Nähe. Sehr. So eine Sexlose Phase hat man mal. Mit genug Selbstbefriedigung (drei/vier/fünf Mal) vor dem Einschlafen geht das schon. Aber es fühlt sich trotzdem wie harter Entzug von Nähe an.

Führt dazu, dass ich immer wieder an den Kollegen denke. Ich hoffe er kommt gut klar allein. Wobei viel besser als ich wahrscheinlich, weil er es eher gewohnt ist. Aber die perfekte Einschlafhaltung fehlt mir sehr.

Auch Sport hilft zu kompensieren. Man soll die Dinge ja positiv sehen. Ich war drei Mal skaten und zwei Mal auf dem Hometrainer, plus zweimal Freeletics. Für neun Tag zum wiedereinsteigen sehr okay. Anders würde ich aber wahrscheinlich auch die Arbeit im deutlich unergonomischeren Homeoffice nicht schaffen. (Und viel eher einen Gruppenkoller bekommen hier).

Zwischendurch war ich eine Nacht in meiner Wohnung. Ich musste wegen der Briefstichwahl zurück. Ich hatte ja im letzten Eintrag geschrieben, dass ich mir Sexspielzeug bestellt hatte. Ein Paket war angekommen bevor ich zu meinen Eltern geflüchtet bin. Das liegt im Kiosk gegenüber, der eine Hermes-Paketstation ist. Und die haben nun zu. Das heißt, der MagicWand und der Vibrator liegen dort und ich komm erst mal nicht ran. AHH. Keine Ahnung, wann die wieder öffnen.

Aber in der ersten Lieferung war immerhin mein Dildo gewesen. Kurz überlegt, ob ich den verlinke… Für die Datenfetischisten: Größe: 42 mm Durchmesser, Gesamtlänge (inklusive Saugnapf) 200 mm, Einstecklänge (Penis) 155 mm, Gewicht: 317 g, Bruttogewicht: 420 g, Farbe: rosa, lila, schwarz. Allerdings waren die Zahlen für meine Kaufentscheidung weniger ausschlaggebend, als die Tatsache, dass er schön bunt ist und nicht so fleischfarben :-). Stelle beim nochmal Raussuchen fest, dass da steht, dass es ein Analdildo ist. Hupsi, das war gar nicht der Plan. Aber egal. Schwänze wie Dildos sind ja flexibel einsetzbar. Jedenfalls habe ich den Abend allein genutzt um ihn auszuprobieren. Ist mein erster Selbstgekaufter. Darüber hinaus habe ich es mir schon Jahrelang nicht mehr mit einem Dildo selbst gemacht. Hab ich überhaupt jemals? Ich weiß gar nicht. Mit einem Vibrator ja, aber einem Dildo? Nachdem der einen Saugnapf hat, habe ich kurz meinen Blick durch meine Wohnung schweifen lassen und überlegt, ob ich den irgendwo hinmachen kann. Aber hab den Gedanken dann wieder verworfen. Als einzige Option wäre mir der Couchtisch eingefallen, aber ich reite eh nicht sonderlich gut (Manko, ich weiß).

Dann doch einfach ins Bett mit mir und ihm. Manchmal habe ich so Phasen, da habe ich das Gefühl, ich muss jetzt unbedingt einen reingesteckt bekommen. So war es da auch. Ich leg mich hin, packe Gleitgel auf den Dildo und fange an ihn mir reinstecken zu wollen. Wie so ein ungeduldiger Mann voll den Kaltstart hingelegt. Auch wenn mein Kopf das wollte, war mein Körper noch nicht so weit. Mit Gleitgel fluscht der dann schon rein, auch wenn ich noch nicht entspannt bin. Ich muss ein wenig über mich schmunzeln. Keine Ahnung warum ich das so gemacht habe. Linke Hand am Dildo, rechte Hand macht das was sie immer tut – den Kitzler massieren. Ich brauchte ihn gar nicht zu bewegen. Ich umschloss in meinem Rhythmus mit meinen Beckenboden-Muskeln den Dildo. (Großer Vorteil am Dildo ohne Mann hinten dran – der ändert nicht dauernd die Stellung und den Rhythmus). Da kann ich mich ganz auf meinen Rhythmus einstellen. Meine rechte Hand am Kitzler – doppelte Stimulation gefühlt innen und außen. Als ich schon relativ weit Richtung Gipfel kam fing ich mit der linken Hand mich mit dem Dildo zu ficken. Das legte echt nochmal ne krasse Schippe oben drauf. Ich kam für meine Verhältnisse richtig laut.

Hat die Feuertaufe bestanden – darf bleiben. Lässt sich auch gut reinigen. Und steht aktuell in meinem Single-Bad neben der Zahnbürste auf mein Waschbeckenrand. Sollte ich aus Versehen sterben, wäre das sicherlich ein nettes Bild für jemanden der sich dann um meine Wohnung kümmern muss..