Lesen oder ignorieren

Ich habe mein Blog Mitte Juli 2013 von einer anderen Plattform hierher umziehen müssen und beginne nach 100.000 Klicks von vorne. Leider konnte ich all die wunderbaren Kommentare nicht mitnehmen. Die zeitliche Reihenfolge habe ich unverändert gelassen.
Wer anfängt zu lesen und sich interessiert, dem rate ich die Einträge von hinten nach vorne (Beginn Oktober 2012) zu lesen, dann kann man die Zusammenhänge und die Entwicklung nachvollziehen.

Dieses Blog wird geschrieben, weil ich das Bedürfnis hatte meine Erlebnisse mit Anderen zu teilen und weil ich gern schreibe. Es dient der Unterhaltung derer, die sich gerne von meinen Erlebnissen unterhalten lassen möchten.
Jedem Leser steht es frei zu lachen, den Kopf zu schütteln, erschrocken zu sein, mich zu verurteilen, das Blog zu ignorieren, mich kindisch, erbärmlich, lustig, hinterfotzig, mutig, schlampig, notgeil oder interessant zu finden. Gerne kann man mich auch bemitleiden. Genauso darf jeder die Geschichten glauben (was ich doch sehr hoffe, weil ich einfach das aufschreibe, was ich erlebt habe), sie unglaubwürdig oder schlecht geschrieben finden.

Ich hoffe, dass jeder, der es schlecht geschrieben, verwerflich, uninteressant, erbärmlich oder niveaulos findet, seine Lebenszeit für bessere Dinge nutzt, als das hier zu lesen oder sich darüber aufzuregen. Das ist es nämlich überhaupt nicht wert. Yolo baby. Lies es oder lass es.

Ich weiß mein Verhalten und darüber auch noch zu schreiben polarisiert. Ich weiß auch, dass ich über mich lachen werde, ich werde manches bereuen, ich werde mich verfluchen, ich würde vieles wieder tun, würde manches anders machen, werde weinen, jammern, hadern, aber auch mich erfreuen, genießen und großartige Dinge erleben. Ich werde hoffentlich vieles über mich lernen und Neues erleben. Ich will und werde alle Fehler selbst begehen und daraus lernen oder eben nicht. Ich werde mir meine Finger verbrennen und mir von meinen Freunden den Kopf waschen lassen müssen, wenn ich es übertreibe. Aber ich werde es tun.

Orgasmus-Schulden

Mr. Tech-Nerd wollte mich motivieren unser erstes Erlebnis schnell zu bloggen und versprach für jeden Blogeintrag über unsere Nacht einen Orgasmus. Wenn ich also zusammen zähle komme ich auf drei Orgasmen, die er mir noch schuldet. ich finde man könnte es schlechter haben. Es stellte sich schon bald nach unserem ersten Treffen raus, dass er bald wieder für eine Nacht in meine Stadt kommen konnte. Juhu, juhu. Gut war, dass ich an diesem Wochenende in der Stadt war. Schlecht, dass ich ein Seminar leiten musste und als Gastgeber mich um die Seminarteilnehmer kümmern musste. Er wollte sich in unser Tagungshotel einbuchen. Das fand ich aufregend. Zwischen seriös und der dunklen Seite. Am beste nicht erwischen lassen.

Es war soweit, Mr. Tech-Nerd war also wieder in meiner Stadt. Ich schrieb ich, dass ich noch mit den Gästen zu Abend essen musste. Ich wollte mich gegen 21:30 abseilen. Was mir auch mit einem „Oh Gott ich bin so müde, morgen gehe ich dann länger mit euch auf die Piste“ gelang. Also schnell zurück ins Hotel. Um erstmal festzustellen, dass die Kette zwei Häuser in unmittelbarer Nähe hat und ich ihm das falsche genannt hatte. Mist. Hihi. Das war jetzt doof. Ich merkte es, da er ein Zimmer im vierten Stock hatte, aber in meinem gab es keinen vierten Stock. Hupsi. Ich hüpfte ins Auto. Es waren nur fünf Minuten bis zu seinem Hotel. Er wartete vor der Tür auf mich. Es war kalt und er hatte sich die große Mütze seiner Jacke weit ins Gesicht gezogen, so dass ich ihn erst gar nicht erkannte. Er musste mich unten einsammeln, weil man ohne Zimmerkarte den Aufzug nicht benutzen konnte. Ich freute mich ihn zu sehen. Und er war schon wieder so undurchsichtig. Immer so schwer zu greifen, was er wohl gerade fühlt und denkt.

Wir gingen in sein Zimmer. Sah exakt wie meines im anderen Hotel aus. Die Spezialität des Zimmers war, dass es eine Schiebetür vor Dusche und Toilette gab, die aber immer nur einen Raum schloss. Das Zimmer war eher klein, aber auf jeden Fall ausreichend. Ich war sehr gespannt, was er so vor hatte. Ich hängte meine Jacke auf, zog meine Schuhe aus und stand dann erwartungsvoll vor ihm. Er guckte mich an und sagte irgendwas mit „Bestrafen… Hotel… falsch… „. Ich hasse dieses Bestrafungs-Spielchen-Dings. Das funktioniert in meinem Kopf nie. Da werd ich höchstens rebellisch und versuche Logikfehler in der Bestrafungsargumentation zu finden. Aber gut, kann er ja nicht wissen. Ich muss auch keine Bestrafung vortäuschen, wenn beide Spaß haben werden dabei.. Aber egal. Er befahl mir, dass ich duschen gehen soll und danach nur mit einem seiner Hemden, das er mir in die Hand drückte, zurückkommen soll. „Nur Hemd? Also kein Höschen?“ fragte ich nochmal nach… Schon sehr nackig untenrum… irgendwie..

Aber wir sind ja in diesem Bestrafungsdings. Ich fing an mich auszuziehen. Er stand vor mir und guckte mir zu.. Na, toll.. Das sollte mit Sicherheit gewollt leicht unangehm werden. Allerdings war das Zimmer auch nicht so groß, dass man sich unendlich aus dem Weg hätte gehen können. Naja, ein wenig rumnörgeln ließ ich mich beim Ausziehen beochaten und ging dann unte die Dusche. Er stand vor der Dusche und guckte zu.. Grrr… „Nervensäge“, lachte ich. Ich duschte ohne meine Haare nass zu machen. Dann angelte ich mir ein Handtuch, trocknete mich ab und nahm das Hemd, dass er mir gegeben hatte. Ich zog es an. Fühlte sich cool an in seinem Hemd. Die Vorfreue stieg in mir hoch, ich war gespannt, was er vorhatte. Ich trat also nur in seinem hemd mit nichts drunter aus dem Bad ins Zimmer und sah als allererstes seinen Gürtel fein säuberlich auf dem Bett liegen. „Oho“, dachte ich. Ob er sich das wohl trauen wird? Das würde mich sehr erstaunen. Er war meines Wissens nicht supererfahren und ich traute ihm nicht zu, da gleich in die vollen zu gehen. Es kribbelte, aber ich war einigermaßen entspannt. Er hatte ein Halsband hervorgezaubert. Außen war es schwarz, innen pink. Das passte ganz gut zu mir. Es war ein einschlägiges mit dem silbernen Ring vorne. Oh wow, so gleich. Ich drehte ihm den Rücken zu, so dass er es mir anlegen konnte. Dabei kam er mir ganz nah. Er drückte mir seine harte Latte an den Hintern. (Er war noch angezogen). Ich trug das Halsband, damit waren die Rollen für den Moment sehr klar. Er zog den Schal hervor, den ich schon kannte. Ich ließ mir die Augen verbinden. Dann sagte er mir, dass ich mich aufs Bett legen soll. „Wie jetzt genau“, dachte ich. Auf den Bauch oder Rücken? Uneindeutige Ansagen, tss tss. In Anbetracht des Gürtels entschied ich mich dazu mich auf den den Bauch zu legen. Ich hatte das Hemd noch an. Er hatte somit freien Zugang zu meinem Hintern. Dann lag ich da und war gespannt, wie weit er gehen würde. Er nahm den Gürtel in die Hand…

Mir läuft die Zeit davon, also ein Break 🙂 Mal sehen, ob er auch wieder seine Sicht des Abends beschreiben wird…

Böser Finger

Jetzt stauen sich schon wieder unzählige Blogeinträge in meinem Kopf, aber ich habe nicht soviel Zeit, wie ich dafür brauchen würde.

  • Teil 3 mit Mr. Gentleman fehlt noch
  • Ich habe inzwischen den Tech-Nerd wiedergesehen
  • Auch von Mr. Bondage steht noch was aus
  • Darüber hinaus geistert mir das #metoo Ding mit vielen Gedanken durch den Kopf
  • und ein keines Konzept zu dem ihr mir gern eure Meinung geigen dürftet
  • Hab sowohl dem Bachelor, als auch JD mal wieder eine Mail geschrieben. Der Bachelor hatte ich nach Jahren mal wieder kontaktiert 🙂

Na dann versuche ich mal den Abend mit Mr. Gentleman mal noch fertig zu bloggen:

Mit einer Frisur, die verriet, dass ich mich gerade hatte durchvögeln lassen, gingen wir in den Barbereich zurück. Trotzdem er sich seine Befriedigung geholt hatte, kümmerte Mr. Gentleman sich weiterhin ausschließlich um mich. Er holte uns Drinks an der Theke und wir suchten uns einen Sitzplatz am kleinen Tanzbereich. Ein paar Minuten später war ich davon überzeugt, dass ich an dem Abend nicht nur vom bestaussehensten und höflichsten Mann im Club begleitet wurde, sondern auch vom besten Tänzer. Ich mag ja Männer mit Körpergefühl. Er hatte Lust zu tanzen und wußte auch wie. Herrlich. Nach einer Weile hatte er Lust nochmal ein wenig durch die Räume zu ziehen um etwas spannendes zum Zuschauen zu finden. Ihm gefiel eine natürliche, kurvige Frau, die es genoss mit ihrem Partner im Club zu sein. Die beiden schienen sich aber nicht wirklich gut zu kennen. Sie hatten sich in den abschließbaren Raum zurückgezogen, den wir auch benutzt hatten. Sie bemerkten, dass wir ihnen zusahen und waren ein klein wenig verlegen. Ich vermute, die beiden wären ein Paar gewesen, mit dem zusammen Mr. Gentleman gerne gespielt hätte, aber soweit waren die beiden nicht. Nach einer Weile ließen wir die beiden dann alleine weiter Spaß haben und sahen uns in den anderen Zimmern um.

Es gab nicht so wirklich etwas, was ihm zu gefallen schien. So gingen wir auf eine Liegewiese die nicht ganz offen war und etwas höher lag. Ich war gespannt, ob jemand dazu kommen würde. Aber ich glaube wir waren die meiste Zeit einigermaßen ungestört. Ich fing an das zu tun, was ich am liebsten tue, nämlich blasen. Ihm gefiel es. Zumindest interpretiere ich das in die Aussage „Du bist echt die Blase-Göttin“ hinein. Er konnte aber nicht lange einfach nur genießen. So fing er an mit seinen Fingern meine Muschi unsicher zu machen. Das machte es mir schwer mich aufs Blasen zu konzentrieren. Trotzdem war ich gespannt, ob ich ihm einen Orgasmus blasen konnte. Er hatte allerdings andere Pläne. Kondom an und nochmal Doggystyle. Oh ja, dagegen hatte ich nichts einzuwenden. Er begann mich zu ficken und ich langte unter meinem Körper durch und massierte meinen Kitzler. Dieses Mal wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Er machte es gut. Hielt mich an den Hüften und stieß mich tief. Dann spürte ich, wie seine Hände auf Wanderschaft gingen. Seine Finger näherten sich meinem Anus an. Huch, damit hatte ich nicht gerechnet. Joah, einfach mal hoffen, dass also … ähm  … ihm nix begegnet. Aber er hat das so gewollt. Er ließ seinen Finger an meinem Hintereingang kreisen. OMG, ich liebe es. Ist halt so ein Kopf-Ding oft. Ich spürte wie er in mich eindrang. Ich war so geil, es tat überhaupt nicht weh, was es manchmal tut. Die Kombination aus gefickt werden, Finger im Hintern und meine Hand am Kitzler machte mir einen ziemlich heftigen Orgasmus. Rrrr. Er hörte gar nicht auf mich zu stoßen. Aber um mich so lange weiterficken zu lassen, bis er dann kommt, war der Orgasmus zu heftig. Ich ließ meinen Körper nach vorne kippen und entzog mich ihm. Ich rollte mich Augenblicklich in die Embryo-Position und genoss die Nachwehen. Er musste lachen. Ich denke er war zufrieden, dass er es mir besorgen konnte. Nach kurzem erholen und genießen wollte ich ihm aber auch nochmal einen Orgasmus schenken. Eine Mischung aus Hand- und Mundjob und er fummelte noch an mir rum sorgten auch dafür, dass er nochmal kam. Wir kraxelten von der Matte und gingen unter die Dusche.

Wir nahmen noch einen Absacker an der Bar und dann fuhr er mich wieder nach Hause. Ich war sehr dankbar für einen Abend, denn ich mir besser nicht wünschen hätte können. Ohne Erwartungen gestartet und eine gute Zeit gehabt. Ich mochte besonders, dass er ein warmer, wertschätzender Mensch ist. Hat ein gutes Herz. Ich hoffe, dass wir das mal wiederholen können. Wir sind immernoch in Kontakt. Das ist gut

 

 

 

Der Gentleman und ich – es knistert

Es machte mich an, er machte mich an. Aber ich war nach wie vor nicht der Typ um auf so einer großen Spielwiese zu spielen. Zu viele Menschen, zu offen… Ich war gespannt, was er vorhatte. Während er vor mir stand, mich küsste und meine Brüste erforschte, bekam ich große Lust ihm einen zu blasen. Aber es passte gerade nicht. Er war initiativ. Wenn ich nun vorpreschte und das einfach tat, würde ich die Dynamik brechen. Also ließ ich es. Er war tonangebend. Ich mag es sehr, wenn der man leicht dominant ist. Wenn er einfach zeigt, dass er weiß, was er tut. Souveränität ist vermutlich das Zauberwort. Irgendwann nahm er meine Hand und zog mich hinter sich her. Er machte sich auf den Weg in eines der kleinen Pärchenzimmer, bei denen man die Türe hinter sich schließen konnte. Yeah. Ihm war das scheinbar auch lieber. Da wir uns ja noch nicht wirklich kennen, wäre alles andere auch ein wenig viel gewesen.

Da stand er vor mir und küsste mich wieder so perfekt. Ich spürte wieviel Lust er hatte. Auf mich. Zog mich langsam aus. Wie gut dieser Mann roch. Auch sein Körper war toll. Das war schon unter den Klamotten zu spüren, dass sich seine Zeit im Fitnessstudio auszahlte. Der Körper ohne einen guten Charakter wäre mir ja wurscht. Aber nett und ein geiler Körper ist eine sensationelle Kombination. Er entkleidete mich nach und nach, während er meinen Körper mit Küssen und Berührungen verwöhnte. Ich spürte unter seiner Anzughose seine harte Erektion. Raus aus dem Kimono, runter mit dem BH, auch mein Minirock blieb nicht lange an. Übrig blieb das Höschen mit den Strapsen. Mr. Gentleman war noch komplett bekleidet und entledigte sich nun seiner Weste und seines Hemds. Entweder hatte die Natur es gut mit ihm gemeint, oder er hat es geschafft sehr gepflegte Brustbehaarung zu haben. Nicht zu lang nicht, wild gewuchert, aber doch da. Wirkte männlich, aber aufgeräumt. Ich war schon sehr auf Touren. Mr. Gentleman wusste ja nicht viel über mich. Ich hatte auch nicht mit meinen Blasekünsten rumgepost. Hoffte ihn damit überraschen zu können.

Als er sich aus seiner Hose schälte bekam ich endlich seine Latte zu Gesicht. Vernünftiges Mittelmaß und damit ein guter Blaseschwanz. Ich deutete ihm an, dass ich ihn mir vornehmen wollte. Er setzte sich auf die Kante des Betts und ich kniete mich davor. Ich nahm ihn den Mund. Langsam rantasten. Ließ meine Zunge kreisen. Erkundete ihn. Er genoss es. Aber er gibt nicht gern die Kontrolle ab. Ließ mich ihn ein wenig anblasen, wollte dann aber wieder Herr der Lage sein. Er berührte mich zwischen den Beinen, massierte meinen Kitzler durchs Höschen. Er deutete mir an, dass ich mich auf die Matte legen sollte. Ich zog währenddessen noch mein Höschen aus und trug nur noch die Strapse. Er besorgte sich in der Zwischenzeit ein Kondom und zog es sich über. Ich legte mich auf das Handtuch auf den Rücken. Er kam über mich und drang in mich ein. Es fühlte sich gut an. Manchmal bin ich ein wenig verkrampft, das war dieses Mal nicht der Fall. Er fing an sich langsam zu bewegen. Ohja, feels good. Er war auch beim Sex souverän, wusste was er tat. Ich genoss es mich von ihm ficken zu lassen. Genau das hatte ich mir für den Abend gewünscht. Gut gefickt zu werden. Er fickte mich zwischen sanft und sehr hart und schnell. Ich genoss es einfach. Machte gar keine Anstalten es mir selbst zu machen. Ich hatte es nicht eilig, denn irgendwie gab er mir die Gewissheit, dass ich schon noch zu meiner Befriedigung kommen würde.

Nach einer Weile zog er seinen Schwanz aus mir raus und deutete mir an, dass ich mich hinknieen sollte. Doggystyle sollte es also werden. Meine Lieblingsstellung. Ich kniete mich hin und streckte ihm meinen Hintern entgegen. Erwartungsfroh. Genau das brauchte ich in meinem untervögelten Zustand. Drückte den Rücken durch, machte ein Hohlkreuz, reckte ihm den Hintern noch weiter entgegen. Er drang in mich ein. Fing an mich zu stoßen. Ich fing an mit der Hand meinen Kitzler zu massieren. Er wurde heftiger. Es war gar nicht so leicht es mir weiter mit er Hand zu machen, wenn er mich ordentlich fickte. Also ließ ich es bleiben und genoss seine Stöße. Es dauerte gar nicht lange, bis er anfing zu stöhnen. Hihi, er wird doch nicht etwa schon kommen, dachte ich noch. Doch in der Tat, er kam. Ich nahm das mal als Kompliment. Es hatte ihn wohl sehr angemacht mich von hinten zu nehmen. Er zog sich zurück und wir kuschelten uns neben einander um runterkommen. Nicht gekommen zu sein, fand ich gar nicht weiter schlimm. Ich war mir sicher, dass das noch nicht alles war. Wir zogen uns wieder an und gingen Händchenhaltend und grinsend wieder an die Bar zurück

Der Gentleman und ich…

Samstag Abend: ich war nach ganz langer Zeit mal wieder ein Wochenende zu Hause. Hatte untertags einen Termin gehabt. Sitzung, mit inhaltlichen Diskussionen. Nachdem mein Date ein paar Tag vorher ausgefallen war, war ich immer noch untervögelt. Das wollte ich ändern. Am liebsten hätte ich jemanden getroffen, den ich schon kenne, wo ich weiß, dass gegenseitig Lust besteht. Aber ich musste mal wieder feststellen, dass mir die Männer in meiner Stadt alle abhandengekommen sind. Entweder hat es sich aus irgendeinem Grund im Sande verlaufen, oder sie sind wieder vergeben, jedenfalls fiel mir niemand ein, den ich mal schnell hätte fragen können. Alle anderen Männer waren zu weit weg. Ich war eigentlich nicht in Date-Laune, konnte mich aber am Samstagabend auch nicht dazu durchringen alleine in einen Club zu gehen, zumal ich erst ab 21 Uhr losziehen konnte.

Also blieb mir wohl oder übel nichts anderes übrig, als auf der Rirarammel-Seite ein Dategesuch einzustellen. Das sorgt dann immer für ordentlich Traffic auf meinem Profil. Aber es ist gar nicht so leicht, aus den Zuschriften sich dann für den richtigen zu entscheiden. Ein Teil der Männer, die mich angeschrieben haben, winkt nach dem Bildertausch mit „Sorry, nicht mein Typ“ ab. Das nervt mich dann immer kurz, aber besser so, als einen doofen Abend haben. Zwei Männer waren in der engeren Auswahl. Für einen habe ich mich dann entschieden. Bauchgefühl. Mich beim anderen mit einem schlechten Gewissen fürs Hinhalten entschuldigt. Mein Date hatte in seinem Profil Bilder auf denen er wirklich sehr geschmack- und stilvoll angezogen war. Er sag gut im Anzug und Weste aus. Er war Anfang 40, südländischer Typ, sportlich. Einziges Manko, dass er nur so groß ist wie ich. Das mag ich meistens nicht so gerne, da ich mir dann immer pummlig vorkomme, wenn er gleich groß, aber leichter ist als ich. Aber naja, das nahm ich in Kauf. Er wollte in einen bestimmten Club, in dem an diesem Abend Paare und Bi-Ladys Party ist. Keine Solomänner. Nur Paare und Frauen ist eigentlich auch nicht so mein Fall. Denn sollte er und ich uns nicht verstehen, würde das bei einem Frauenüberhang-Abend mutmaßlich sehr einsam werden. Aber ich mag den kleinen und feinen Club ganz gerne und er schien sich mit den Besitzern gut zu verstehen. Er signalisierte, dass er ohne Erwartungen in diesen Abend ging, außer, dass er glaubt, dass man sich mit mir gut unterhalten kann. Nachdem ich damit dienen kann, konnte gefühlt ja nicht viel schiefgehen, außer dass ich vielleicht immer noch untervögelt wieder nach Hause komme.

Er bot an zu fahren und ich hatte Lust ein wenig was trinken zu können, also willigte ich ein, dass er mich abholt. Ich packte meinen Rucksack mit dem Club-Outfit, schminkte mich schon ein wenig und flitzte los. Ich hatte ihn zur nächsten Kreuzung gelotst. Dass mache ich beim ersten Date meistens. Da stand ein schicker Mercedes und siehe da, darin saß er. Er stieg aus und begrüßte mich. Er sah wirklich gut aus in seinem grauen Anzug, mit der Weste drunter. Schönes helles Hemd, schicke Schuhe. Er hatte die Haare ganz kurz rasiert, aber einen Bart der schon leicht grau wurde. Altern hatte bei ihm allenfalls den George Clooney-Effekt. Es stand ihm. Huch ja, ein Leckerbissen. Jetzt konnte ich nur hoffen, dass er mir auch etwas abgewinnen kann.

Ich stieg ein, wir fuhren zum Club. Wir unterhielten uns gut. Über Sex und Gott und die Welt. Er war vermutlich nicht gebürtig von hier, mutmaße ich, da er manchmal lustige Satzkonstruktionen machte. Aber ich fragte ihn nicht danach, weil es mir eigentlich auch egal war. Er war nett und sah gut aus. Mal sehen, ob es noch einen Haken gab. Wir gingen in den Club. In diesen Club kann man gut mit dem schicken Anzug gehen. Ich hatte mein Standard-Outfit eingepackt und wollte mich erst dort umziehen. Er musste auf mich warten, nachdem er ja schon richtig angezogen war. Ich trug schwarze Unterwäsche, meinen Kimono, einen Minirock und drunter die Strapse. Ich fragte ihn, ob er mir beim Einhängen der Strapsbänder helfen würde. Dann muss ich mich nicht abquälen und ich habe gelernt, dass Männer das eigentlich ganz gerne machen und es ist immer ein netter erster Körperkontakt. Er setzte sich auf einen Stuhl vor mich und hängte die Strümpfe ein. Er stellte sich geschickt an dabei. Während er das tat, fiel mir seine Uhr auf. Ich finde Uhren insofern wichtig, da ich meistens anhand der Uhr eines Mannes schon weiß, ob er mein Typ ist oder nicht. Ich mag große, sportlich elegante Uhren. Ich kann das schwer beschreiben. Nicht protzig, kein Gold-Bling-Bling. Aber auch nicht zu klein. Er traf meinen Uhrengeschmack ziemlich genau. Sehr gut. Noch ein Pluspunkt. Er war ein sehr gepflegter eleganter Mann und ich war schon so ein bisschen stolz, dass ich seine Begleiterin war. Konnte sich sehen lassen. Wir gingen Richtung Bar. Mit meinen Pumps war ich größer als er, aber kam mir gar nicht doof vor. Er nahm mich bei der Hand. Wow, das fühlte sich gut an. So ein „Mein Baby gehört zu mir-Moment“ Es vermittelte mir auch das Gefühl, dass er sich auch gerne mit mir sehen ließ und ich nicht nur dazu da war billiger in den Club zu kommen. Er begrüßte die Clubchefin herzlich und sagte, dass wir zusammen da waren. Sie schmunzelte. Ich war ja auch schon mal mit Mr. Bondage in dem Club gewesen. Und auch mein Gentleman war dort schon mit einer anderen Frau aufgetaucht. Wir machten kein Geheimnis daraus, dass wir an diesem Abend unser erstes Date hatten.

Mr. Gentleman kümmerte sich um die Drinks. Wir setzten uns aufs Sofa und quatschten ein wenig. Wir sahen uns die anderen Gäste an. Aber er gab mir immer das Gefühl, dass sein Interesse vor Allem mir galt. Ich Glückspilz. Vor dem Sofa stand eine Tanzstange. Eine andere Clubbesucherin zeigte ein wenig von ihren Tanzkünsten. Sehr anregend und ästhetisch. Es machte uns beide an auch wenn es nicht für uns, sondern ihren Begleiter gedacht war. Mr. Gentleman ließ durchblicken, dass er kurvige Frau mag. Nicht dick, aber kurvig. Juhu, ich schien sein Beuteschema zu sein. Er berührte mich, legte mir seine Hand aufs Knie, suchte meine Nähe. Ich war ein wenig verlegen und schüchtern. Dann kam er mir mit seinem Gesicht näher, es würde auf einen Kuss hinauslaufen. OMG, er kann küssen. Sensationell küssen. Leichte Lippenberührung, Verspielt, ein kleines bisschen Zunge. Die Hand in Haaren, oder am Hals. Sanftes Wangenstreicheln. Gesicht in die Hände nehmen. Küsse, leidenschaftlich, aber elegant. Intensiv. mehr Lippen, als Zunge.  Der Abend hätte sich an dieser Stelle schon für mich rentiert gehabt. Er machte mich trotzdem immer noch ein wenig verlegen. Schöne Männer haben diesen Effekt immer auf mich. Ich entzog mich dann immer wieder seiner Nähe und trank einen Schluck Aperol um meine Unsicherheit zu überspielen. Er wollte durch die Räume gucken, ob sich etwas Interessantes abspielte. Er nahm mich an die Hand. Er traf genau den richtigen Grad zwischen er gibt den Ton an, bevormundete mich aber nicht und passt auf mich auf, ohne mir das Gefühl zu geben, dass ich das notwendig hätte.

Es war etwas los, aber nicht voll. Die meisten Gäste waren einigermaßen stilvoll gekleidet. Wir wanderten durch ein paar Zimmer, bis wir an einer größeren Matte stehen bleiben. Darauf waren drei Pärchen zugange. Wir blieben davorstehen und sahen zu. Mehr knutschen und fummeln als wildes Vögeln. War ganz okay anzusehen. Während wir zusahen spürte ich seine Hand auf meinem Rücken. Es machte ihn wohl an, was er sah. Er ließ seine Hand unter meinen Rock über meinen Hintern gleiten… Seine Erregtheit übertrug sich auf mich. Er berührte mich fordernder, stellte sich vor mir, drückte mich gegen die Wand, küsste mich. Gänsehaut. Erregung breitete sich in meinem Körper aus….

Zu früh dran…

Hab mich heute mal wieder aufgemacht auf einen Stammtisch der Rirarammel-Seite in meiner Stadt zu gehen. Bin allerdings zu früh dran und vorher noch nach Hause fahren hätte sich nicht rentiert. Also nutze ich die Gelegenheit ein wenig zu schreiben. In der Arbeit war ich eh schon die letzte und dann haben mich die Putzfrauen endgültig von meinem Arbeitplatz verscheucht. Ich bin sehr zufrieden mit meiner neuen Stelle. Mein Chef spiegelt bisher auch, dass er sehr zufrieden ist mit mir. Viele Dinge sind in einer großen Firma geregelt und einforderbar. Das ist gut. Für jetzt aktuell der perfekte Job für mich. Vermutlich nicht auf immer. Aber jetzt auf jeden Fall. Daran, dass ich morgens ein wenig später anfangen kann arbeite ich noch. Ebenso, dass ich nicht komplett Vollzeit arbeiten will. Aber das hat Zeit bis zum Ende der Probezeit.

Über den Brückentag habe ich Freunde in Stuttgart besucht. Ein Kinderwunsch-Minimierungsprogramm, wenn man so will. Die beiden Söhne sind süß, aber man bekommt dann halt auch ein Gefühl, wie sehr Kinder das Leben bestimmen. Bis meine Hormone mir wieder etwas anderes erzählen, denke ich mir jetzt mal: Och ja, muss auch nicht unbedingt.

Zu Halloween habe ich eine Typveränderung vollzogen. Ich bin in Stuttgart shoppen gewesen, mit dem Ziel ein bißchen an meiner Mädchen-Garderobe zu arbeiten. Ich hatte gehadert mit dem Gefühl, der Kumpeltyp zu sein. Hab mal 500 Euro rausgeklopft und ein wenig Klamotten gekauft. Ich war nicht sonderlich gern shoppen in den letzten Jahren. Aber mit einer guten, wundervollen Shopping-Begleitung, wie ich sie an diesem Tag hatte, war das gar nicht so schlimm. Mir fehlt wohl sonst im Leben die beste Freundin mit der man loszieht. Nebenbei habe ich meine Haarfarbe wieder von einem fast schon braven irischen Rotton auf Pumuckel verändert. So wie ich es früher lange hatte. Die Nähe zu Mr. Bondage hatte eine Weile in mir den Wunsch geweckt, nicht mehr so krachig zu sein. Er mag es eher zurückhaltend, niedlich… Ich wollte ihm gefallen. Phase vorbei. Die Nummer mit dem niedlich funktioniert bei mir eh nicht. Ich bin mehr so ne Type. Also jetzt wieder mit den deutlich erbunteten Haaren. Bin wieder mehr bei mir.

Ansonsten könnte da mehr Sex sein in meinem Leben. Gestern war ich mit dem Mann verabredet, mit dem ich hin und wieder in den Swingerclub gehe. Er war mal wieder auf Geschäftsreise in der Stadt, aber er hat krankheitsbedingt abgesagt. Schnüff.

Mr. Tech-Nerd war so frei, unser Date aus seiner Sicht aufzuschreiben. Das will ich euch nicht vorenthalten.

https://ransomlove.tumblr.com/post/167057819941/mr-technik-nerds-erster-auftritt/amp

Ansonsten hat der JOYclub mittlerweile unser Kamingespräch zum Thema BDSM veröffentlicht. Ich bin vor Allem in den ersten 15 Minuten zu hören. Es war wirklich eine sehr spannende Runde, bestehend aus sehr unterschiedlichen Menschen, die der gute Martin von http://training-of-o.de/blog/ zusammengestellt hat. Seitdem fangirle ich ja Mark Benecke ein wenig. Den Podcast gibt es hier.

Mal sehen, ob auf dem Stammtisch die ein oder andere Schnitte dabei ist. Ich wäre für alle Eventualitäten gerüstet…

Das große Leck-Kino

Die vielen Cliffhanger waren gar nicht intendiert. Die haben sich dieses Mal einfach so ergeben, weil ich nur ein kleinwenig Zeit zum Bloggen hatte und dann so weit geschrieben habe, wie die Zeit erlaubt hat. Sie dienten also einfach nur der Unterbrechung des Schreibens und nicht der Spannungssteigerung.

Mr. Tech-Nerd zog mir das Höschen aus. Vorfreude machte sich in mir breit. Er hatte mir vorher lange und breit von seinen Leckkünsten berichtet. Ich musste schmunzeln. Das ist ungefähr so, wie wenn ich von Blowjobs erzähle. Es hängt dann allerdings die Messlatte irgendwie sehr hoch. Wobei mir eigentlich die Tatsache schon reicht, dass ich weiß, dass er ungefähr so gerne leckt, wie ich blase. Dass er es nur um des Leckens willen tut. Einfach nur um Lust zu bereiten. Ich kann mich also getrost einfach fallen und ihn machen lassen.

Durch das lange, geduldig intensive Vorspiel war ich schon auf Touren gekommen. Ich freute mich förmlich schon auf seine Zunge. Er hatte nicht zu viel versprochen. Er machte sich daran herauszufinden, auf welche Berührungen mein Körper am meisten reagiert. Tastete sich an Technik und Intensität heran. Ohne Eile. Ohne gleich zum Ende kommen zu wollen. Er ließ die Zunge um meinen Kitzler kreisen, wechselte das Tempo, wechselte auch immer mal wieder die Technik. Wechselte zwischen Lecken und Saugen, mit Fingern und ohne. Mal leichter, mal mehr Druck. Trieb mich aufs Plateau, hielt mich oben ohne mich über die Gipfel zu bringen. Macht kurz bevor ich kommen würde eine Pause. Ließ meinen Körper wieder runterfahren. Legte dann wieder los. Beim ersten Mal gleich die große Kunst mit Orgasmus hinauszögern. Wow… Gefühlt ging das bestimmt eine halbe Stunde lang so. Nach immer wieder hinauszögern, hatte er ein Erbarmen und ließ mich heftig kommen. Ich rollte mich befriedigt in Embryo-Haltung und fragte nach einer Decke. Und sagte ihm, dass streicheln gerade keine Option sei. Festhalten nach dem Orgasmus geht, aber streicheln ist zuviel für die Nervenenden meines Körpers. Er hatte also nicht zuviel vesprochen.

Nachdem ich mich wieder runtergefahren hatte, wollte ich noch etwas für seine Befriedigung tun. Der Abend war bisher ja ziemlich einseitig zu meinen Gunsten verlaufen. Ich revanchierte mich mit ein wenig blasen. Klappte gut, aber er war scheinbar nicht in der Laune, sich nur zurückzulehnen und zu genießen. Und ich hatte auch Lust herauszufinden, wie er so fickte. Allerdings mit dem Problem, dass ich nur relativ schwer nochmal kommen würde, nach dem heftigen Orgasmus vom Lecken. Kondom angezogen und los ging es. Er war ähnlich ausdauernd, wie beim Lecken. Nach drei Stellungswechseln dämmerte mir, dass er wohl auch nicht so einfach kommen würde. Wir endeten damit, dass wir es uns nebeneinanderliegend selbst machten und er schließlich auf meine Brüste abspritzte.

Manchmal fühlt sich so ein Abend nach nach Hause gehen und allein schlafen an. Dieser fühlte sich nach ich will bei ihm übernachten an. Allerdings hatte er sein Hotelzimmer nur für sich gebucht, das hieß er hatte nur eine Decke. Ich hasse Decke teilen, bin ich ganz schlecht drin. Da ihm aber meistens zu warm ist, überließ er mir seine Decke. Naja, zumindest den größten Teil der Nacht. Irgendwann wurde ich wach und musste ihm die Decke wieder wegnehmen. Er hatte mich noch vorgewarnt, dass er ein Morgenmuffel ist. Spannend zwei Morgenmuffel treffen aufeinander. Er löste das Problem, in dem er sich realtiv schnell zum Frühstücken verkrümmelte. Ich ging währenddessen duschen und genoss den sensationellen Sonnenaufgang, den man von seinem Hotelzimmer aus sehen konnte.

Er schieb vom Frühstück aus: „Ein Ritt in den Sonneaufgang wäre auch etwas gewesen“

Ich entgegnete: „Oder ein Blowjob mit Sonnenaufgangspanorama..“

Er: „Gekauft“. Er schob noch hinterher, dass er aber gerade egoistisch sei, was meint, dass er nicht in Lecklaune war. Das war okay für mich, schließlich hatte er mich ja sowas von ausgiebig verwöhnt am Abend vorher. Ich bekräftigte mein Angebot nochmal: „ich liege nur mit einem Handtuch auf deinem Bett und bin ich Blowjoblaune.“ Er ließ nicht mehr lange auf sich warten und kam zurück ins Zimmer. Nun machte ich mich daran, herauszufinden, wie er so funktioniert. Das war gar nicht so einfach, weil er sich nicht gerne lesen lässt. Harte Nuss. Aber ich mag ja Herausforderungen. Ich war sicher, dass es ihm gefiel was ich tat, dass er aber einfach lang kann und nicht ganz so einfach zum kommen zu bewegen ist. Und ich war so ein wenig in Spiellaune. Stoppte auch immer mal wieder zwischendurch. Irgendwann sagte er mir, dass ich ihn ruhig härter anfassen dürfe. Gesagt, getan. Viele längere Blow- und Handjobs habe ich in meinem Leben nicht gehabt. Nach 1 1/2 h kam er dann. Ja, manchmal ist so ein guter Blowjob auch Arbeit. Aber wenn er dann einen guten Orgasmus hat, dann bin ich zufrieden.

Danach musste er relativ schnell sein Zimmer räumen und komplimentierte mich ziemlich schnell raus. Hoppala, keine Revanche. Das war im ersten Moment echt schräg. Und ich war kurz irritiert. Aber es lag wohl einfach dran, dass er sich bei seiner Packroutine nicht stören lassen will. Kurz krabbelte Enttäuschung in mir hoch, allerdings ließ ich mir dann die Nacht nochmal als Ganzes durch den Kopf gehen. Und er hatte mir am Abend soviel geben, dass es gar keinen Grund gab sauer zu sein über seinen Egoismus am Morgen. Das Ende war zwar ein wenig aprupt, aber auch okay.

Es wird bestimmt eine Fortsetzung geben, wenn er mal wieder in meine Stadt kommt und ich bin sehr gespannt, was er sich noch so alles einfallen lässt.

Atem auf meiner Haut…

Stau auf der Autobahn auf meinem Weg nach Stuttgart um Freunde zu besuchen sorgt dafür, dass ich ein wenig bloggen kann. Ich bin runter gefahren und habe mich in einen McDonalds gehockt und hoffe, dass der Stau weniger wird mit Warten. Mal sehen, ob die Rechnung aufgeht. Ich habe ein langes freies Wochenende vor mir und freue mich sehr auf die Zeit, um meinem Kopf durchzulüften und zu entspannen.

Also mal schnell gedanklich zurück ins Hotelzimmer zu Mr. Tech-Nerd. Nachdem ich also nochmal ausgesprochen hatte, dass ich nur zu schüchtern bin um die Initiative zu ergreifen und ihm damit signalisiert hatte, dass ich aber nach wie vor Lust auf ihn habe, fackelte er nicht lange. „Vertraust du mir?“ Ja, nein, also ja. Keine Ahnung. Sonst wäre ich wohl nicht mit ihm aufs Zimmer. Aber wenn man mich so explizit fragt, dann muss ich nochmal nachdenken. Okay.

„Zieh das Handtuch aus“… befahl er mir. Huch, woher kam das denn plötzlich. Ich war erstaunt. Über zwei Dinge. Zum einen, dass er, der ähnlich zurückhaltend ist wie ich, weil ein wenig unsicher und weil abwartend, plötzlich wirklich initiativ wurde. Und weil da eine dominante Ader zum Vorschein kam, mit der ich nicht gerechnet hatte. „Setz dich mit dem Kopf zu Wand aufs Bett.“ Wenn ein Mann mir Befehle erteilt, dann gibt es immer nur zwei Möglichkeiten. Es funktioniert oder ich finde es albern. Ich habe viel drüber nachgedacht, warum es mal so ist oder mal so. Beim ihm turnte es mich an. Sofort durchzuckte mich ein wohliger Schauer. Es funktonierte, weil ich ihm die notwenige Intelligenz und charakterliche Stärke zuschreibe, die ich brauche um mich in eine devote Rolle zu begeben.

Ich streifte mein Handtuch ab und setzte mich in Richtung Wand blickend aufs Bett. Dann spürte ich ihn an meinem Rücken stehen. Er hielt mir einen Schal vors Gesicht und war dabei mir die Augen zu verbinden. Das machte mich sehr an, das hatte ich mir schon lange mal wieder gewünscht. Wo zum Henker hatte er so schnell die Augenbinde herausgezaubert? Er überraschte mich schon wieder. Damit hatte ich nicht gerechnet. War er doch vorbereitet, obwohl er so gar nicht den Eindruck erweckt hatte? Tat er es weil, er da Bock drauf hat oder weil er mein Blog gelesen hat und weiß, womit man mich rumkriegt? Aber eigentlich auch egal. Ich schob meine Gedanken zur Seite. „Leg dich auf den Bauch“. Im Zimmer war es dämmrig. Gut für mich, dachte ich, nachdem ich jetzt nur noch mit Dessous bekleidet war und er angezogen. Hoffentlich sehe ich jetzt nicht superunsexy aus beim auf dem Bett rumkraxeln. Aber egal, schob ich die Unsicherheiten weg. Als ob er jetzt ausgerechnet deine Dellen anguckt. Engelchen und Teufelchen in meinem Kopf duellierten sich wie immer ein wenig.

Ich machte es mir auf dem Bauch liegend bequem und wartete gespannt, was passieren würde. Er ließ mich ein wenig liegen. Vielleicht bewusst um die Spannung zu erhöhen. Meine Ohren wurden riesengroß und ich versuchte zu hören, was er nun vor hatte. Eine Vorfreude Gänsehaut breitete sich aus. Dann spürte ich seinen Atem über meinem Rücken. Er pustete sanft. Huch, wie schön, das hat seit Jahren kein Mann mehr gemacht. Wieder überraschte er mich. Er verteilte das gut. Manchmal berührte er mich sanft, dann nur sein Atem. Er ging immer wieder um das Bett herum, berührte mich immer wieder unerwartet. Ein spannendes Spiel. Nahm sich wirklich viel Zeit. Kein Vorspiel, das auf seine Befriedigung ausgerichtet war. Er nahm sich einfach Zeit für mich. Es schien so, als wollte er mich einfach verwöhnen. Den Gedanken, womit ich das wohl verdient habe, schob ich zur Seite. Er öffnete meinen BH. Mein ganzer Körper war elektrisiert.

„Dreh dich um.“ Okay wieder wenden ohne mich zu blamieren. Aber die Augenbinde erfüllt ihren psychologischen Effekt: ich seh nix. Also kann ich aufhören darüber nachzudenken, wie irgendwas aussieht. Fallen lassen. Er wiederholte das Spiel. Ließ seinen Atem über meinen Körper gleiten. Berührte mich sanft. Gänsehautalarm. Nahm sich unendlich viel Zeit meinen Körper zu erkunden. Streichelte mein Brüste. Liebkoste meine Nippel. Irgendwann hatte er sich seiner Klamotten entledigt. Ließ mich zwischendurch auch einfach wieder kurz unberührt liegen, steigerte meine Spannung. Played mindgames with me. Deutete Küsse an, aber küsste mich nicht. Irgendwann zog er mir das Höschen aus…

Leckt er mich wirklich?

Wie die Zeit rennt. Und schon wieder sind drei Wochen seit meinem letzten Eintrag vergangen. Heute habe ich endlich mal wieder Zeit und vor Allem Muse zu schreiben. Mich hat ein Erkältungsinfekt ein wenig lahm gelegt. Oder positiver formuliert: Ich bin gestern und heute krankgeschrieben und konnte ein wenig durchatmen. Das hat mir wirklich gut getan. Habe gechillt, mich sinnvoll ernährt, aufgeräumt. Dinge getan, die ich mir meistens erstmal aus dem Kopf schaffen muss, bevor ich schreiben kann.

Auch ein kleiner süßer Bestechungsversuch hat die Schreibhäufigkeit nicht erhöhen können. Obwohl das Angebot überaus reizvoll war. Für jeden Eintrag den ich blogge, bis wir uns wiedersehen, bekomme ich einen Orgasmus geleckt. Sehr verlockend. Nummer Eins ist dann also mit diesem Eintrag geritzt.

Er wird lesen, was ich über ihn schreibe und ich weiß, er ist gespannt, welchen Namen ich ihm verpasse. Bei den meisten Männern ist mir das ziemlich schnell klar. Er bekommt den Namen Technik-Nerd. Nerd allein hätte es nicht getroffen für mich. Er wird mir dann schon sagen, ob er damit leben kann oder nicht. Aber das ist ja eh kein Wunschkonzert. Ich blogge so wie immer, egal ob er das liest oder nicht.

Mr. Technik-Nerd habe ich passenderweise auf einem Barcamp kennengelernt. Wir hatten zwar nicht viel miteinander zu tun, aber er ist mir im Gedächtnis geblieben. Interessant, weil er sich auch nicht leicht in die Karten schauen lässt. Offen und doch verschlossen. Aber an sich mal mein Typ.

Wir blieben in Kontakt. Es stellte sich heraus, dass er schon ziemlich bald nach unserem Kennenlernen beruflich in meine Stadt kommen würde. Er hatte zwischenzeitlich meinen Blog entdeckt und gelesen. Wir beschlossen uns zu treffen, redeten auch über Sex. Allerdings war mir eine ganze Weile gar nicht klar, ob wir das wirklich in Erwägung ziehen. Bei unserem Kennenlernen kannte er mein Blog noch gar nicht. Aber als er ihn gefunden hatte, forcierte er das Thema Sex. Er erzählte mir von seinen Leckqualitäten und dass es ihm unglaublich Spaß macht. Es war eine schräge Konversation, weil wir beide irgendwie überrascht waren, dass der jeweils andere sich Sex mit einem vorstellen konnte. Wir waren beide mal schlanker gewesen im Leben und haderten auch beide damit, dass wir zugelegt haben. Eine Schwachstelle. Zumal wir auch sonst ähnlich reflektierte Menschen sind. Vorsichtig am Abtasten, keinen Korb einfangen wollend. Es stand fest, dass wir uns an einem Abend treffen würden. Erst mal auf einen Drink. Mut antrinken. Ich war vorbereitet, auf alle Eventualitäten, aber hatte keine Erwartungen. Hatte meinen Rucksack mitgenommen. Ich glaube das hat ihn überrascht. Dass ich auch übernachten können würde. Aber ich habe das Ding immer dabei. Man weiß ja nie.

Wir gingen eine Kleinigkeit essen und dann auf einen Drink in die Hotelbar. Mut antrinken. Wie redeten über Sex. Ich erinnere mich nicht mehr an die Details. Ich hatte Lust, hätte gern schon wild in der Bar mit ihm geknutscht, traute mich das aber nicht. Schließlich gehen wir aufs Zimmer. Er fragt, ob ich noch duschen wollte. Ich hatte zwar kurz bevor ich aus dem Haus gegangen war bereits geduscht, aber einmal mehr duschen schadet ja auch nicht. Ich packte meinen Krempel und ging ins Bad. Ich mag die Motel Ones ja irgendwie. Ich ließ mir Zeit, wir hatten es nicht eilig. In Ruhe ankommen. Wie würde ich das Bad wieder verlassen? Komplett anziehen? Nein, das würde wie ich hab keinen Bock aussehen. Nur im Handtuch? Wenn er dann noch ganz angezogen ist, auch doof… Schließlich weiß ich ja immernoch nicht, ob unseren Worten auch Taten folgen. Ich entschied mich für eine Zwittervariante. Im Handtuch aber mit Unterwäsche drunter. Immerhin die gute zusammenpassende eingepackt. Ins weiße Handtuch eingewickelt, mit erkennbar rausguckenden BH-Trägern gehe ich ins Zimmer zurück. Er hatte es sich auf dem Bett bequem gemacht. Ich hoffte halbwegs attraktiv auszusehen und legte mich dazu. Ich ahnte schon, dass der Knackpunkt sein wird, wer die Initiative übernimmt. Wir quatschten ein wenig.

Dann schlug er vor einen seiner Pornos zu gucken. Ich bestand auf ohne Ton. Wir hatten vorher schon mal drüber geredet gemeinsam einen Film zu schauen. Er fragte mich was ich sehen wolle. Keine Ahnung. Also suchte er aus. Die Bildsprache seiner Filme war schön. Ich konnte mich allerdings noch nicht so recht entspannen. Wie lagen neben einander auf dem Bett und analysierten Pornos auf Glaubwürdigkeit. Auch gut. Ich war erstaunt, dass er keinerlei Annäherungversuche machte währenddessen. Nach rund 20 Minuten Film gucken kamen wir drauf, dass er dachte ich hätte keine Lust, weil ich noch mit Unterwäsche aus dem Bad gekommen war. Das Gegenteil war der Fall. Ich konnte ihn wiederum nicht einschätzen, also bin ich erst mal schüchtern. Ich sagte ihm, dass ich mir schwer tue die Initiative zu ergreifen. Ich war schon auf einen sehr krampfigen Moment, in dem keiner weiß, wie er anfangen soll eingestellt. Aber dann überraschte er mich…

„Du kannst mit meinem Mann Spielen“

Und schon wieder ist fast ein Monat vergangen seit dem letzten Blogeintrag. Die Arbeit und das ehrenamtliche Engagenment in Kombination forderen ihren Tribut. Die Lust zu schreiben bleibt ein wenig auf der Strecke. Jetzt sitze ich gerade weit weg in meinem Hotelzimmer auf einer lange geplanten Bildungsreise und habe ein wenig Zeit. Es regnet aus Eimern und ich mache eine Pause vom Stadterkunden. Erst zum Abendessen werde ich wieder losziehen. Es bietet mir Luft und Raum zum schreiben. Aber durch die großen Pausen beim Schreiben tue ich mir schwer meine Geschichte konsistent aufzuschreiben. Wieder habe ich das Problem, dass spannende Erlebnisse hinten runterfallen, weil sie schon wieder so lange her sind, dass die Erinnerung ein wenig verblasst und ich sie nicht mehr angemessen niederschreiben kann. Ich habe angefangen wieder mein Notizbuch zu benutzen. Das habe ich ganz am Anfang gemacht um meine Gefühle und Erlebnisse stichpunktartig zu notieren um sie zeitunabhäniger verbloggen zu können.

Auch der Sex ist wieder weniger geworden mit der Vollzeitarbeit. Bis zum Ende der Probezeit werde ich jetzt mal brav 39 h pro Woche arbeiten, aber auf lange Frist gesehen, will ich Stunden reduzieren. Die Stelle soll meine Grundabsicherung sein. Ich will aber Zeit und Luft für andere Projekte und Dinge haben. Für Freunde und Familie da sein können. Leben.

In der Arbeit bin ich gut angekommen. Hab mittlerweile den ersten Monat geschafft. Hatte bereits mein erstes Probezeitgespräch. Chef ist bisher sehr zufrieden mit mir. Juhu juhu. Mit den Kollegen komme ich auch gut aus. Kann mich also fast nicht beklagen. Das frühe Aufstehen quält mich immernoch ein bißchen.

What about Sex. Es gibt da einen Mann mit dem treffe ich mich eine ganze Weile regelmäßig zum Essen. Wir gehen beide gerne gut Essen. Und so treffen wir uns, wenn es ihn beruflich in meine Stadt verschlägt zum Essen und reden. Auch über Sex. Politik und Sex und alles andere. Wir finden das beide inspirierend. Es ging eigentlich nie darum, ob wir mit einander Sex haben wollen. Er ist verheiratet, aber hat für das Ausleben seiner BDSM-Neigungen eine offene Beziehung mit seiner Frau vereinbart. Sie weiß Bescheid, so viel sie Bescheid wissen will. Er hat mir auch erzählt, dass eine Vereinbarung war, dass seine Frau seine Gespielinnen nicht kennenlernen möchte.

Irgendwann kam es dazu, dass er mich zu sich nach Hause auf eine Veranstaltung einlud. Also ich in mitten seiner Familie. Das fand ich cool. Damit stellte sich für mich dann auch irgendwie die Frage nach dem Sex nicht mehr. Ich hatte eine coole Zeit bei ihm und seiner Familie. Ich hab mich auch auf Anhieb mit seiner Frau verstanden. Es hat sich ergeben, dass seine Frau und ich einem Abend zusammen ausgegangen sind. Und ordentlich gefeiert haben. Und so aus dem nichts sagt sie plötzlich zu mir, dass sie es okay finden würde, wenn ich mit ihrem Mann spielen würde. WTF. Ich musste voll lachen, weil ich die Situation so kurios fand. Das hatte ich ja auch noch nicht, dass mir (außerhalb einer Swingerclubs) eine Frau ihren Mann anbietet. „ÖHH ja,Öhh Okay, ÖHH Danke“. Was antwortet man denn auf so ein Angebot. Um so lustiger, dass er und ich noch nie drüber geredet hatten, ob wir uns das vorstellen können, ob wir da Lust drauf haben. Aber für mich, als die „Seitenspringerin“ ist es ja auch mal ganz nett, den Segen einer Frau zu haben, so präventiv. Jedenfalls finde ich die Beziehung der beiden dahingehend wundervoll. So wünsche ich mir das auch mal für mich.

 

Und plötzlich ist dein Schwanz groß…

Update zu Mr. Blow & Go: Nicht gemeldet. Entweder hat er sich nicht merken können, wie er mich finden kann, er hat mich gefunden und war irritert, oder er will mich nicht finden. Schade, aber alles okay. Oder vielleicht liest er erst mein Blog komplett und entscheidet dann… Kann ja ein wenig dauern. 🙂

Erste Woche im neuen Job. Geschafft. Alles nur halb so schlimm. Kollegen sind sehr nett. Der Job wird doch noch spannender, als gedacht. Es wird sich ein Tag in der Woche ausgehen, an dem ich erst um 9 Uhr anfangen kann. Sehr beruhigend für mich. Ansonsten hab ich alles so optimiert, dass ich mit um 7 Uhr aufstehen pünktlich um 8 Uhr in der Arbeit bin. Aber ja ich bin noch ziemlich gerädert. Muss mich wieder dran gewöhnen. An der Menge meiner Posts hat man gemerkt, dass ich nicht die Muse zum Schreiben hatte.

Über Mr. Jazz habe ich bisher wenig geschrieben. Erstaunlicherweise. Er nimmt aktuell einen nicht unwichtigen Teil in meinem Leben ein. Wir kennen uns seit zwei Monaten und sind uns gegenseitig sehr wichtig geworden. Wir sehen uns oft. Treffen uns spät Abends noch auf einen Drink, reden viel, sind zärtlich zueinander, geben uns Nähe. Dadurch, dass Mr. Bondage so viel Arbeiten muss und ja mittlweile ein Stückchen weg wohnt, sehen wir uns deutlich weniger. Wegen Urlaub und Terminen auch mal ein paar Wochen nicht. Mr. Jazz fängt das ein Stück weit auf. Er arbeitet in meiner Stadt, ist unter der Woche da, fährt am Wochenende nach Hause. Zu seiner Frau. Ein sehr vertrautes Gefühl für mich.

Er ist ein kreativer Anker für mich. Ich scheine eine Art Erweckung für ihn zu sein. Sex mehr ins eigene Leben zu lassen, nochmal wieder Dinge auszuprobieren. Dadurch, dass er erstmal sehr zurückhaltend und auch noch ein wenig unsicher war, war es gar nicht so leicht für mich meinen Kopf auszuschalten bei ihm. Wir kommen beide nicht sehr einfach. Manchmal sehen wir uns nur zum Reden, manchmal sehen wir uns und kuscheln und ich übernachte bei ihm und manchmal läuft mehr. Es ist einfach und unkompliziert zwischen und manchmal doch nicht. Manchmal kommen wir beide nicht, aber es fühlt sich trotzdem okay an. Ich mag es sehr, wenn es mit gelingt, ihn mit einem Blowjob in den Tag zu schicken. Wir verbringen die Nächte in seinem „Matratzenlager“. In einer winzigkleinen 1-Zimmer-Wohnung, die er vorübergehen bewohnt. Ich bin für sowas ja immer zu haben. Fühlt sich wie Camping an.

In irgendeinem Gespräch erzählte mir von einem Freund, mit dem er sich manchmal trifft, der so stolz auf seinen (Porno-) Schwanz ist und das immer raushängen lassen muss. Mr. Jazz hat sich davon wohl einschüchtern lassen und empfand seinen eigenen Schwanz als eher klein. Ich dachte ich höre nicht richtig. Es ist faszinierend, wie manchmal Menschen zu einer völlig falschen Einschätzung gelangen können. Wenn ich meinen durchaus angestrengten Kiefer nach einem Blowjob befragen würde, wie er die Größe des geblasenen Objekts von Mr. Jazz einschätzt, dann würde ich eher auf groß tippen. Ich kann ihn vom Durchmesser her gerade noch blasen. Er ist durchschnittlich lang aber überdurchschnittlich breit. Jedenfalls von klein meilenweit entfernt. Das spiegelte ich ihm zurück. Und da er von meinem Erfahrungschatz weiß, bin ich doch eine glaubwürdige Quelle. Und oben drauf teilte ich ihm noch wahrheitsgemäß mit, dass der Schwanz meines jamaikanischen Spielgefährten einfacher zu blasen war als seiner. Ich glaube diese Erkenntnis, dass der eigene Schwanz deutlich größer ist, als gedacht, die arbeitet ihn ihm, die bewegt etwas.

Ja, Schwanzgröße als die Achillesferse von Männern. So wie Frauen sich ihr Leben lang an nach ihrem Äußeren beurteilen lassen müssen, was bei Männer deutlich weniger der Fall ist, speist sich bei Männern vermutlich nicht wenig ihres Selbstverständnisses auch aus der Größe ihres Schwanzes bzw. der eigenen Potenz. Als Frau nicht hübsch, als Mann einen kleinen Schwanz – wenn die natürliche Grundausstattung nicht da ist, was dann? Lernen damit zu leben. Ja, muss wohl. Es macht mir aber mal wieder bewusst, dass Männer es sich auch nicht ausgesucht haben, ob ihr Gerät klein oder groß ist. Und dass es auch nicht änderbar ist, sondern einfach eine Frage des Glücks im großen Ausstattungsresservoir der Natur. Seid nachsichtig mit euch und mit anderen.