Lesen oder ignorieren

Hervorgehoben

Ich habe mein Blog Mitte Juli 2013 von einer anderen Plattform hierher umziehen müssen und beginne nach 100.000 Klicks von vorne. Leider konnte ich all die wunderbaren Kommentare nicht mitnehmen. Die zeitliche Reihenfolge habe ich unverändert gelassen.
Wer anfängt zu lesen und sich interessiert, dem rate ich die Einträge von hinten nach vorne (Beginn Oktober 2012) zu lesen, dann kann man die Zusammenhänge und die Entwicklung nachvollziehen.

Dieses Blog wird geschrieben, weil ich das Bedürfnis hatte meine Erlebnisse mit Anderen zu teilen und weil ich gern schreibe. Es dient der Unterhaltung derer, die sich gerne von meinen Erlebnissen unterhalten lassen möchten.
Jedem Leser steht es frei zu lachen, den Kopf zu schütteln, erschrocken zu sein, mich zu verurteilen, das Blog zu ignorieren, mich kindisch, erbärmlich, lustig, hinterfotzig, mutig, schlampig, notgeil oder interessant zu finden. Gerne kann man mich auch bemitleiden. Genauso darf jeder die Geschichten glauben (was ich doch sehr hoffe, weil ich einfach das aufschreibe, was ich erlebt habe), sie unglaubwürdig oder schlecht geschrieben finden.

Ich hoffe, dass jeder, der es schlecht geschrieben, verwerflich, uninteressant, erbärmlich oder niveaulos findet, seine Lebenszeit für bessere Dinge nutzt, als das hier zu lesen oder sich darüber aufzuregen. Das ist es nämlich überhaupt nicht wert. Yolo baby. Lies es oder lass es.

Ich weiß mein Verhalten und darüber auch noch zu schreiben polarisiert. Ich weiß auch, dass ich über mich lachen werde, ich werde manches bereuen, ich werde mich verfluchen, ich würde vieles wieder tun, würde manches anders machen, werde weinen, jammern, hadern, aber auch mich erfreuen, genießen und großartige Dinge erleben. Ich werde hoffentlich vieles über mich lernen und Neues erleben. Ich will und werde alle Fehler selbst begehen und daraus lernen oder eben nicht. Ich werde mir meine Finger verbrennen und mir von meinen Freunden den Kopf waschen lassen müssen, wenn ich es übertreibe. Aber ich werde es tun.

Lebenszeichen – after Covid

Ich hatte eine ganze Weile einfach keine Lust zu schreiben. Ich weiß eigentlich gar nicht warum. In gewisser Weise habe ich es genossen mich in dieser Lockdown-Phase in einen immer gleichbleibenden Lebensrhythmus einzuigeln. Unter der Woche nur Arbeiten – halb Homeoffice, halb Office, Ehrenamts-Telkos, Essen, Lesen, Bett, jetzt wieder Sport. Am Wochenende einen Tag Lover, einen Tag Familie und die Besties. Sieben Kontakte, seit Wochen aber dafür immer dieselben. Ich könnte das noch eine Weile so durchhalten. Aber ich bin zumindest vom Job privilegiert, da die Krise keinerlei Auswirkung für mich hat.

Mein letzter Beitrag ging über meine Streaming-Erlebnisse. Das habe ich so bis zum Jahreswechsel betrieben. Dann kam der Neujahrstag. Ich hatte den Jahreswechsel mit dem Besties-Pärchen und einer weiteren ganz engen Freundin verbracht. Wir waren in der Tat einer mehr als in Bayern erlaubt war. Ich hatte am Silvestertag leichten Schnupfen bekommen. War in den Tagen vorher zwei Mal Joggen gewesen. In normalen Jahren hätte ich das noch nicht mal wahrgenommen. So aber fragte ich meine Freunde, ob ich trotzdem kommen soll oder nicht. Sie bejahten, waren aber über meine minimal laufende Nase informiert. Als ich am Neujahrstag zurück nach Hause kam, ging ich duschen. Dann fiel mir auf, dass ich mein Duschgel nicht mehr roch. Verrückt, denn ich hatte es mir wegen des Blutorange-Minze-Geruchts gekauft… Ohoh.. Verdammt. Es roch einfach nach nichts. Nach dem Duschen ab in die Küche, an der Kaffee-Dose riechen. Nichts. Shit. Feiertag. Gleich den Termin im Schnelltest-Zentrum ausgemacht für den nächsten Tag. Freunde informiert, Lover informiert, Familie informiert – die hatte ich aber seit 5 Tagen nicht mehr gesehen.

Am nächsten Tag zum Schnelltest. Ich bin Ubahn gefahren, was ich sonst nie mache, aber der Testort lag Mitten in der Innenstadt. Nachdem alle anderen ihr Ergebnis aus der einen Tür bekamen und ich zur anderen gebeten wurde, war mir gleich klar, dass der Test positiv ausgefallen ist. Fuck. FUCK. Und dann muss man noch mit der Ubahn heimfahren. Zweit Tage später bestätigten mir dann zwei PCR-Tests dasselbe Ergebnis. Ich hatte also Corona. Und auch bis heute keine Ahnung, wer mich angesteckt haben könnte. Meine Freunde haben sich alle gleich in Quarantäne begeben. Meine Familie, obwohl sie nicht hätte müssen auch. Alle haben sich mehrmals getestet. Niemand hat es sonst bekommen. Immerhin.

32 Quadratmeter, 1-Zimmer, allein 10 Tage. Viele wunderbare Menschen die mich anriefen oder mir Essen brachten. Ein Arthouse-Channel Abo, Bücher und Internet brachten mich durch die Zeit. An sich ist Allein sein für mich nicht das Problem. Ich kann mich da schon beschäftigen. Aber die Sorgen und Ängste die immer mal wieder durchbrachen waren nicht so ohne. In der ersten Nacht nach dem Ergebnis hatte ich eine irrationale Angst davor einzuschlafen. Man könnte ja im Schlaf ersticken. Am Ende bin ich mutmaßlich mit einem 5-tägigen Geruchs- und Geschmacksverlust, ein klein wenig Halsschmerzen und minimal Schnupfen davon gekommen. Ich hätte statt Kaffee auch einfach heißes Wasser trinken können, es hätte keinen Unterschied gemacht. Aber ich hab trotzdem Kaffee gekocht.

Am 10. Tag durfte ich wieder raus. Ab Mitternacht. Was ich dann gleich genutzt hatte, um den auf dem Balkon gelagerten Müll rauszubringen. Mein Hausarzt hat mir geraten 6 Wochen keinen Sport zu machen. Jetzt habe ich langsam wieder angefangen zu joggen. Ich bin nun 2 Monate Post-Covid und merke soweit nichts. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich mich weniger lang konzentrieren kann, als vorher. Aber keine Ahnung, ob ich mir das nur einbilde.

2021 und ich sind nach dem holprigen Start noch nicht so wirklich Freunde geworden. Kurz nach meiner Quarantäne ist eine meiner beiden Omas gestorben. Nicht an Corona. Aber auch ohne Abschied. Die Beerdigung im kleinen Rahmen war dafür schon, da nur Menschen da waren, die sich gewogen sind. Es war trotz der Umstände eigentlich die schönste Beerdigung auf der ich bisher war. Ich wurde dazu auserkoren, die Grabrede zu halten. Eine Herausforderung. Aber ich glaube es ist mir ganz gut gelungen. Und keine Rede bisher in meinem Leben, habe ich vorher so oft geübt wie diese.

Meine andere Oma ist gerade noch auf Reha, weil sie sich den Oberschenkelhals gebrochen hat. Heute ist ihr Sohn, mein Onkel gestorben. Ich war bisher in meinem Leben sehr wenig mit Tod konfrontiert, jetzt gehäuft. Wenn ich darin was positives sehen kann, dann dass es meine Freundschaften und die Familienbindungen enger macht. Der zweite Lockdown hat dafür gesorgt, dass ich jeden Sonntag bei meinen Eltern esse. Es ist ein schöner Brauch geworden. Danach zu den Besties zum Abendessen und Filme gucken

Es geht mir gut, nur Sex hatte einen eindeutig geringeren Stellenwert in meinem Leben als sonst. Der Kollege und ich sehen uns ein bis zwei Mal die Woche, wir geben uns Nähe und haben auch Sex. Wunderbar, dass sich das so gefügt hat, für den zweiten Lockdown.

Das war ein erstes Update. So ein bißchen was habe ich schon noch zu schreiben. Es fühlt sich an, als kehrt die Muße zurück.

Spreiz die Muschi in die Kamera – ich beim Streamen

Sorry, für die Pause. Manchmal ergibt sich das einfach so. Ich hätte so einiges nachzuschreiben, mal sehen ob es mir gelingt.

Der Kollege, für den ich noch nen neuen Namen suchen muss, ist zurück und aktuell mein Corona-Lockdown-Fuckbuddy. Wie sich das ergeben hat, muss ich auch noch schreiben. Aber ich schreibe erst mal den Eintrag der mir am meisten im Kopf umher geistert.

Eines Abends vor etwa 3 Wochen war ich bei meinen besten Freunden. Einer von beiden hat eine Libido die meiner ähnelt, seinem Partner ist das eher nicht so wichtig. Irgendwie hat es sich ergeben, dass mir erster erzählt hat, dass er sich immer mal wieder auf einer Cam-Sex-Seite herumtreibt. Ich blogge, ich treibe mich auf dem ein odere anderen weiteren SocialMedia Kanal herum, aber die Welt des Streamings wie Twitch und Konsorten war bisher überhaupt nicht auf meinem Radar. Aber schaffte es mein Intresse zu wecken und so endete der Abend damit, dass wir mit Glühwein und Chips bewaffnet vor dieser Seite saßen und diversesten Menschen beim Sex oder Solo-Sex zu sahen.

Wir sahen uns schwule Pärchen, Single-Männer-Cams und Hetero-Paare an. Spannend auch deswegen, weil auf einer der Gaycams ein Date von ihm beteiligt war. Wir konnten also einer seiner Affären live beim Vögeln zusehen und derjenige wußte das auch noch. Sehr spannend. Seine Affäre war an einer 3er Konstellation beteiligt und die drei Jungs boten wirklich eine gute Show in allen Varianten.

Wir klickten uns durch die verschiedensten Streams, kommentierten Blowjobs, lachten über unmögliche Stellungen und erfreuten uns an heißen Kerlen. Mein Freund erklärte mir dann auch noch, dass er dort einen Account hatte und auch schon mal gestreamt hat. Dabei hatte er sich ein paar Coins verdient. Diese Coins kann man kaufen und als Trinkgeld verteilen, wenn einem das was man sieht gefällt. Man kann sich aber auch Privat-Shows buchen, wenn der Darsteller das anbietet.

Eine völlig neue Welt für mich. Man kann auch ohne Anmeldung und ohne was zu bezahlen einfach zusehen. Was ich dann die nächsten Tage auch tat. Und ich merkte, dass mich zu meiner eigenen Überraschung vor allem Frauen-Kameras interessierten. Manche machen das wie einen Job und sind dann auch den halben Tag online. Es gibt auch vieles das nicht spannend ist, vor Allem wenn es nicht authentisch ist oder zu sehr darauf getrimmt Geld damit zu verdienen. Aber so ein paar Streams fand ich wirklich unterhaltsam, so dass ich BigBrothermäßig deren Stream manchmal einfach nebenzu auf dem Kopfhörer mitlaufen ließ und dann immer mal reinschaute. Ich fand es unterhaltsam. Und auch nicht so wild in einer Zeit in der es eh nicht so viel zu tun gibt. Manche sieht man dann mit einem Lush in der Muschi beim Kochen, oder wenn das Coins-Goal erreicht ist sich beispielsweise selbst mit einer Gurke ficken und und und… Es gibt also vieles zu sehen.

Nachdem ich mir das eine Woche angesehen hatte bekam ich immer mehr Lust das auch auszuprobieren. Unterhaltsam bin ich bestimmt. Aber im Vergleich zu den meisten anderen, wollte ich nicht mein Gesicht zeigen. Mein kleines Abenteuer sollte nicht dafür sorgen, dass es hinterher für immer Videos mit meinem Gesicht im Internet gibt, auf denen ich halbnackt Dinge tue. Und ich mache mir wenig Illusionen darüber, dass das auch entgegen der AGBs der Seite Menschen mitschneiden. Maske, Perücke, Sonnenbrille: Ich überlegte hin und her. Probierte lange Winkel und Webcam-Einstellungen aus, wie es gehen könnte. Probierte Webcam vs mit dem Handy streamen aus.

Und eines Tages spät Nachts tat ich es dann. Schrieb dazu, dass das als erstmal nur Test dienen sollte. Ich hatte mal wieder eines meiner Cluboutfits rausgeholt (endlich, ja auch ne ganze Weile nicht im Einsatz gewesen). Ich zog die Büstenhebe an und was schönes drüber. Ich hatte ich mich dazu entschieden am Schreibtisch sitzend zu streamen. Weil man ja doch viel interagiert im Chat. Und so konnte ich am besten in meiner Postion bleiben. Wollte vor Allem erstmal das in Szene setzen, was ich am liebsten an mir mag – meine Brüste… Ich setze mich hin und ging lief… Saß da und spielte an meinen noch bekleideten Brüsten herum und wartete, ob irgendwer zum Gucken kommt.

Am Ende war das Gefühl ein bißchen wie bei meinem ersten Pornokino-Besuch. Ich fragte mich die ganze Zeit, was ich da eigentlich tue. Wird es mal negative Konsequenzen haben? Wenn mich jemand erkennt? Wenn sich so ein Video verbreitet… Gehst du nicht zu weit? Und andererseits hat es mir einfach Spaß gemacht. Das Interagieren, die Komplimente, die Coins, die ich bekommen habe. Wenn es mir Spaß macht und niemandem schadet, kann es doch auch nicht schlecht sein, oder? Ich bin da immer sehr zerrissen.

Ich hab nun 10 Tage lang immer wieder mal gestreamt. Am Ende ingesamt 26 h. Unter der Dusche, am Schreibtisch, im Bett, hab in die Dusche gepinkelt, einen Dildo geritten, es mir zig fach mit echtem Orgasmus selbst macht. Hab mir Eiswüfel und Wäscheklämmern an die Brüste gemacht, hatte Strapse an und heiße Wäsche. Oder nichts. Hab meinen Hintern mit einem Plug drin zur Kamera gedreht und meine weit gespreitzte Muschi gezeigt und mich mit Satisfyer und Dildo befriedigt. Der Kollege hat zweimal auf mich abgespritzt. Ich hab mich für Privatshow zahlen lassen auf der Seite oder über einen Skype-Account, den ich mir angelegt habe. Ich habe in 10 Tagen nebenbei nun 250 Dollar Trinkgeld und 38 Euro für Privatshows angehäuft.

Es ist verführerisch, fühlt sich einfach an und die Aufmerksamkeit und das Feedback korrumpieren mich. Was zur Zeit nicht so schlimm ist, weil man ja eh besser zu Hause bleibt und sich nicht mit Menschen treffen sollte. Aber ja, ich bin hin und her gerissen. Die Show macht mir Spaß. Ich habe nie Ziele eingestellt, was heißt, dass ich bei einem bestimmten Betrag etwas bestimmtes machen würde. Sondern mir Trinkgeld wirklich nur geben lassen, wenn den Zuschauern gefällt, was sie sehen. Ich glaube der Rekord waren bis zu 200 Viewer gleichzeitig. Meinen Account haben fast 500 Menschen (Männer) abonniert. Im Minuten-Rhythmus gesagt zu bekommen, dass man wunderschöne Brüste, einen tollen Körper, eine schöne Muschi und eine sexy Stimme hat, das geht runter wie Öl.

Niemand, nicht ein einziger hat geschrieben, dass ich häßlich oder fett wäre. Damit kommen wir zu den positiven Seiten meiner Erfahrung: Man merkt dort auch wirklich nochmal, dass die Vorlieben unterschiedlich sind und dass für jeden Figurtyp eine Fanbase gibt. Weder mein Bauch, noch mein Arsch haben Männer davon abgehalten mir zuzusehen und sich auf meinen Körper einen runterzuholen (was ich rein als Kompliment ansehe). Es ist ein Egobooster. Darüber hinaus ist es unterhaltsam und ich mag das Interagieren. Ich hab auch diverse Male den Männern dann auf ihrer Cam beim Wichsen zugesehen und Komplimente zurück verteilt.

Aber die Aufmerksamkeit, die easy verdienten Dollar machen fast schon süchtig. Man mus aufpassen, dass man sich nicht verleiten lässt die eigenen Grenzen immer weiter zu verschieben, doch das Gesicht zu zeigen, denn es ist ja gerade ne Privatshow „Mäuschen“ und wir sind ja unter uns.

7 Minuten Skype Call dafür nen 10 Euro Amazon Gutschein, wenn man es einfach mal so mitnimmt, dann ist das easy. Ich hab dafür nur gemacht worauf ich eh Lust hatte, also war es eine Win-Win. Aber ich lerne auch, dass man beim Streamen sehr aufpassen muss. Ich hab mir extra einen neuen Skype-Accoount angelegt. Damit habe ich vier Skype-Shows gemacht. Einer der Männer hat heute morgen sicher 10 Mal versucht mich anzurufen, weil er jetzt geil ist und eine Show haben will. So verrückt. Das ist in der Intensität sicher eher eine Ausnahme, aber ich habe nach den zwei Wochen gemerkt, dass durch das Streamen wohl mehr Nähe entsteht, als auf anderen Kanälen, denn die Menge der Anfragen nach realen Treffen ist oberkrass. Ich sehe das ganze und habe das ganze immer als reine Unterhaltung am PC gesehen. Ich zeige ein wenig, der Zuschauer genießt ein wenig. Für mich war es nie mehr. Aber die Flut der Mails in meinem Postfach dort in meinem Account ist riesig. Die meisten wollen mich in echt kennenlernen, chatten, whatsappen oder ein Date haben. Hätte ich ein Date gesucht, wäre ich auf die Rirarammelseite gegangen. Noch dazu in Pandemie-Zeiten finde ich verrückt, dass die alle nach einem Kennenlernen fragen. Zuneigung ist nicht erkaufbar. Das ist aber vermutlich dort nicht allen klar.

Ich habe immer mal wieder Berichte über Streamerinnen gelesen, die von Stalkern krass belästigt werden und kann mir nun sehr gut vorstellen, wie das läuft.

Ich werde sicher mal wieder online sein, dass ganze aber deutlich runterfahren. Zumal ich nach 14 intensiven Tagen irgendwie das Gefühl bekomme zu verblöden. Der Horizont war sehr eingeschränkt zwischen Dildos, Gleitgel und Höschen. Jetzt ist wieder Zeit für ein Buch. I am not only a body. – Auch ein Verstand, der pflegen braucht.

„Ich werde dich benutzen…“

„Dann wärst du also in der Lage, dem Setting zu folgen? Dich blind und nackt verfügbar zu machen? Brainfucking kultivieren. Ins Unbekannte vorstossen. Den aufregenden Kick zu erzeugen. Die Gedanken beflügeln. Dich bereit stellen. Fotografisch nutzbar und benutzbar sein. Dich der Situation ausliefern. Dem Setting hin geben. Erotisch ansprechbar sein wollen. Im Jetzt sein und im Hier. Abwartende Spannung aushalten. Dich deiner Lust zu stellen. Dich Konsequenz und Kompromisslosigkeit präsentieren. Den Bogen von lustvoll zu geil spannen. Geil sein wollen, Geilheit wünschen. Geilheit zeigen. Dich deinen Emotionen aussetzen. Blank, entblößt und pur sein. Einfach die sein, die du bist. Keine Rolle. Keine Fassade.“

„Das ist unsere Basis. Du kommst und machst dich verfügbar. Fotografisch. Wirst bereit sein, dich erotischer Energie hin zu geben. Erregung soll erzeugt und gelebt werden. Geilheit gezeigt und vermittelt werden. Du gewährst mir Zugriff und das erwünsche Ziel zu erreichen. Das Setting setzen wir wie ursprünglich geplant um. Möchtest du das so? Ist dies unser Einvernehmen?“

Ich hatte eine Adresse. Parkte mein Auto. Es war der zweite Anlauf. Beim ersten Mal hatte ich absagen müssen, weil ich meine Tage eine Woche zu früh bekommen habe. Jetzt ging es. Ich habe mich covern lassen. Mein Bauchgefühl sagte mir zwar, dass es nicht notwendig ist, aber trotzdem tat ich es. Jemand wusste also, wo ich den Nachmittag verbringen werde. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich nahm meine Taschen und ging zur Eingangstür eines ganz normalen Wohnhauses. Dort sollte ich dann klingeln. Dabei hatte ich unzählige sexy Outfits, Unterwäsche und Schuhe. Ich war geduscht, überall frisch rasiert und gebodylotiont. Hatte mir ein leichtes Make-Up aufgelegt.

Er schrieb mir, wo ich klingeln sollte. Sagte aber nicht welcher Stock. An der Wohnungstüre würde mich eine Augenbinde erwarten. Diese sollte ich mir aufsetzen. Wenn ich nichts mehr sehe, würde er mir die Türe öffnen. Sprechen sollte ich nur im Notfall. Das war der Ausgangspunkt dieses Abenteuers.

Ich stand vor der Türe und klingelte. Der Türöffner surrte und ich konnte hineingehen. Ich lief mit meinem Gepäck durchs Haus. Und traf prompt auf eine Bewohnerin, was schräg ist, wenn du dich gleich in einen ungewöhlichen sexuellen Kontext begibst. Ich will mir ja nicht so gern im Treppenhaus dabei zusehen lassen, wie ich mir vor der Tür ihres Nachbarn eine Augenbinde aufsetze. Zum Glück verschwand sie relativ schnell, so dass es nicht komisch für mich wurde. Ich fand seine Türe, denn es hing die Augenbinde an der Klinke. In der Nachbarwohnung hatten Menschen gerade lauthals Streit. Ich grinste, weil die Szene gerade absurd normal und unnnormal zur gleichen Zeit war. Ich hatte meine Taschen abgestellt. Ich nahm die schwarze Augenbinde und hoffte sehr, dass nun kein Nachbar mehr an mir vorbei wollte. Ich setzte sie mir auf. Hinter der Türe konnte ich ihn schon wahrnehmen. Ich kannte nur seine Stimme vom Telefon und seine Fotos. Die waren ungewöhlich, künstlerisch spannend. Das hatte mich neugierig gemacht. Lange hatte ich das nicht mehr gehabt. Ein absolutes Blinddate. Dieses Mal nicht für Sex, sondern für Fotos. Aber bereit ihn alles machen zu lassen. Fast keine Tabus.

Keine Ahnung, ob ich mittlerweile abgeklärter bin, als damals beim ersten absoluten Blinddate, aber das Level der Aufgeregtheit, was bei diesem Mal bei weitem nicht so hoch, wie beim ersten Mal. Eher kuriose Neugierde auf das was kommt.

Er öffnete die Türe. Ich sah wirklich nichts unter der Maske und ich schloß die Augen. Wollte mich auf meine anderen Sinne einlassen. Er nahm meine Hände und führte mich langsam in seine Wohnung. Dann stellte er mich ab, gefühlt mitten in einem großen Raum. Er ließ mich stehen und ging zurück zur Türe, um mein Gepäck zu holen. Trotz der Maske fühlte sich der Raum hell an. Viel Licht für Fotos, dachte ich. Obwohl ich wusste, dass er nur mit Tageslicht fotografieren wollte, fühlte es sich an, als hätte er Scheinwerfer aufgebaut. Ansonsten hatte ich keine Vorstellung, was um mich herum war.

Ich wusste, dass ich mich ausziehen sollte. Ganz. Entblößt. Nackt sein, nur mit der Maske war besprochen. Das ist für mich weit aus der Komfortzone raus. Ich bin ja nicht wirklich gern nackt. Brainfuck vor dem eigentlichen Shooting, wofür ich meine Klamotten mitgenommen hatte. Wir hatten beide keine Erwartungen an die Fotos, die in dieser Zeit entstehen würde. Es war ein Spiel für uns beide.

Er kam wieder. Stellte mein Gepäck ab. Bewegte sich durch den Raum. Klick. Er fotografierte. „Zieh dich aus“. Ich kannte seine Stimme, wir hatten ja schon telefoniert. Er erwischte einen Tonfall, der mich anmachte.

Tat ich. Klick. Zog die Jacke aus. Ich versuchte zu vergessen, dass ich hell ausgeleuchtet war und vermutlich nicht sehr sexy aus meinen Klamotten klettern würde. Und es auch noch jemand bildlich festhalten würde. Da ich nicht wusste wohin mit meinen Klamotten, ließ ich sie neben mir auf den Boden fallen. Klick. Das Oberteil. Den BH. Klick.. Ich bin nicht gern nackt und eigentlich glaube ich, dass ich mit ein bißchen was an, besser aussehe. Aber raus aus der Komfortzone. Ich muss das ja nicht sehen, sondern er, dachte ich mir innerlich grinsend. Dann öffnete ich meine Hose. Klick. Blind das Gleichgewicht halten um eine Hose und Socken auszuziehen, gar nicht so leicht. Ich konnte mich auch nirgends abstützen. In sexy geht das auf gar keinen Fall. Hauptsache raus aus den Socken. Klick. Am Ende noch das Höschen. Dann stand ich da. Nackt, nur mit einer Augenbinde auf. Klick. Ich wusste nicht so genau, wohin mit den Händen.

Er kam zu mir, richtete meine Augenbinde ordentlich hin. Er zupfte die Haare drunter ordentlich hin und gab mir das Gefühl, dass er Wert darauf legt, dass ich auch gut aussehe. „Bist du bereit, dich benutzen zu lassen“. Flüsterte er in mein Ohr. Ich antwortete leise Ja. „Sag es lauter“. Tat ich. Dann ging er weg und räumte meine Klamotten weg. Klick. Es klickte immer mal wieder von einer anderen Seite. Er gab mir forografische Anweisungen.. Kinn runter, Kopf nach rechts, Kopf höher. Klick. In meinem Kopf waren es drei oder vier Kameras auf Stativen und er wechselte immer hin und her.

Zwischendurch kam er mir nahe und berührte mich. Zog an meinen Nippeln… Grrr wie ich es hasse, wenn Männer immer gleich so arg an die Nippel gehen. Aber Lustschmerz. Er stellte sich hinter mich, fasste mir zwischen die Beine. „Mach die Beine breit“ „Breiter“. Ein leichtes Stöhnen entfuhr mir. Er stimulierte gekonnt meinen Kitzler. Er würde mich auf Touren bringen und mich fotografieren. Ich hatte kein Gespür, dafür wie er aussah. Es war auch gar nicht wichtig. Seine Berührungen fühlten sich gut an. Dann ging er wieder weg und machte ein Bild. Klick. Er kam hinter mich und nahm meine Hände auf den Rücken. Er band sie mit einem weichen Band zusammen. Dann bugsierte er mich zu einem Sofa. Klick. Mach die Beine breit. Da lag ich weit gespreizt mit den Händen auf dem Rücken verbunden da. Klick. Er kam wieder und massierte meinen Kitzler. Drang mit dem Finger in mich ein, spielte an meinem Hintereingang. Drang mit dem Finger ein. Er wusste, was er tun musste. Ging wieder weg. Klick. Irgendwann steckte er etwas in mich hinein. Dildo. Fühlte sich das geil an. Fickte mich damit. Massierte mir den Kitzler. Brachte mich fast zum Kommen. Klick.

Nächster Anlauf. Dildo in mir, Finger im Hintern und die andere Hand am Kitzler und ich kam. Klick. Ich war befriedigt und lag sicher mit ziemlich roter Birne unsexy rum. Ich seh beim Kommen, wie beim Joggen eher unsexy aus, da ich einfach der Typ rote Birne bin. Aber völlig egal. Der Orgasmus war gut, ob die Bilder was werden, war mir eh relativ wurscht. Ich mochte das Setting und ließ den Orgasmus abklingen. Bis mir die Fesseln unbequem wurden. Er gab mir die Zeit. Fesselte mich ab und drückte mir ein Glas Wasser in die Hand. „Geht es dir gut?“. Ja, alles war bestens.

Dann fotografierte er mich viel. Gab mir viele Anweisungen. Hand auf den Oberschenkel. Füße auf die Zehenspitzen, Schultern zurück. Ich versuchte alles mitzumachen. Vermutlich zog ich nie meinen Bauch ein. Wenn man sich nicht sieht, ist es schwieriger daran zu denken, dass es auch fürs Bild gut aussieht. Ich musste mich auf sein ästhetisches Empfinden verlassen. Zeig mir deine Muschi – zieh sie auseinander. Er sprach nicht viel. Dann sagte er, dass ich es mir selbst machen sollte. Tat ich. Den Dildo hatte er mir noch reingesteckt. Klick. Klick. Durch die Augenbinde war es noch leichter für mich, es mir selbst zu machen, alles auszublenden. Ich kam zum zweiten Mal. Was mich erstaunte war, dass keine Erregung bei ihm spürbar war. Er hatte vorher gesagt, dass er das als Fotograf machen würde, weniger als Mann, aber ich hatte nicht gegelaubt, dass er das trennen konnte. Schließlich berührt mich ja der Mann. Aber es wirkte leidenschaftlich, aber professionell. Fast schon wie ein Callboy, denn ich dafür bezahlt habe es mir zu besorgen.

Auch nach meinem zweiten Orgasmus war es nicht vorbei. Ich sollte mich wieder hinstellen. Er war etwas holen gegangen. Zack, spürte ich den ersten Schlag auf meinem Hintern. Ich hatte ihm gesagt, dass ich nicht sehr masochistisch bin. Der Flogger prasselte auf mich ein. Ich fing zu tänzeln an. Es fühlte sich an, als hätte er damit Erfahrung. Schlag links, Schlag rechts. So ein paar Schläge konnte ich wegstecken, dann kommt der Moment, wo es mich nervt und ich anfange eine Schnute zu ziehen. Meine Ausweichbewegungen wurde mehr. Irgendwann drehte ich mich weg. Er hörte auf. Klick klick. Er fotografierte das. Drückte mir den Flogger in die Hand. „Beug dich nach vorne“ Klick links von mir, klick rechts von mir. Wie würden wohl die Fotos aussehen? So nackt, so ungeschützt, mit all meinen Makeln.

Dann lösten wir die Situation auf. So spannend. Von ihm hatte ich gar kein Bild gehabt. Mann mit Kappi, so um die 50, leicht ergraute Haare, Bart. Ich war erstaunt, wie der Ort aussah. Ziemlich weißes Zimmer, große Fenster. Er fotografiert nur mit Tageslicht. Weißes Sofa. In meiner Vorstellung waren Balken über dem Sofa. Warum auch immer ich das dachte. Aber weit gefehlt. Außerdem hatte es sich angefühlt, als wäre drei oder vier Kamerastative um mich herum gewesen. Nichts. Da war nur er mit seiner Kamera in der Hand. Ich bin erstaunt, wie lautlos er sich bewegt hatte.

Eigentlich hatte ich ja meine Klamotten nur deswegen mit, weil wir nach der Brainfuckgeschichte noch normal fotografieren wollten, aber das Licht ging zur Neige. Wir hatten zu lange geshooted. Wir werden es aber sicher nochmal nachholen.

Nach ein paar Tagen schickte er mir ersten Bilder. Viel besser als erwartet.

Fotograph: Bo

Mein creepy Nachbar…

Ich bin ja vor ein paar Monaten umgezogen, in die deutlich größte Wohnanlage in der ich bisher gewohnt habe. Bisher hatte ich nicht sonderlich viel Kontakt zu meinen Nachbarn. Es ist relativ anonym da. Ich würde mich auch nicht wundern, wenn im Haus mal jemand stirbt und man es erst merkt, wenn es zum Stinken anfängt.

Eines Morgens war ich in Gammelklamotten über den Gang geflitzt um nach einem Paket zu suchen, dass laut Amazon schon angekommen sein sollte. Dabei traf ich auf einen Nachbarn. Älterer Herr, kann ihn schlecht schätzen altersmäßig, irgendwas über 60 denke ich. Wohnt vermutlich allein, wie viele hier, da die Wohnungen eher klein sind. Er mustere mich amüsiert von oben bis unten als ich an den Briefkästen stand. Ich erklärte ihm, dass ich auf der Suche nach einem Paket wäre. Aber von diesem war weit und breit keine Spur. Etwa eine Stunde später klingelte es bei mir. Ich öffnete die Türe. Da stand eben jener Nachbar von den Briefkästen und teilte mit mir, dass mein gesuchtes Paket nun im Briefkasten stecken würde. Ein wenig creepy, aber nett, dachte ich mir und bedankte mich.

Ein paar Wochen vergingen und wir trafen zufällig am Fahrstuhl. Da begrüßte er mich mit „Junge Frau“, worauf hin ich sagte, dass ich ihn ja nun schlecht „Alter Mann“ nennen könnte. Er erzählte mir irgendwas von wegen „..So ein junger Mann bei uns hat immer Besuch…Ich hätte auch gern Besuch von so einer jungen hübschen Dame, wie dir.., wenn ich wüßte wo du wohnst, würde ich dich mal besuchen kommen…“ WFT. Fahrstuhl kam.. Weg war ich… Viele Dinge an dem kurzen Gespräch waren so dermaßen creepy.

Dann liefen wir uns eine Weile später wieder über den Weg. Ich bekomm den Inhalt nicht mehr so ganz zusammen. Aber er deutete auch an, dass mich gerne mal besuchen kommen würde… dass ich ihm gefalle… und mit einem Blick von oben nach unten, war offensichtlich, dass auch sexuell gemeint ist. Ich sprang einfach nicht drauf an und ließ die Avancen ins Leere laufen.

Natürlich ist es Belästigung. Die ist mir in dem Fall aber irgendwie egal. Er macht mir keine Angst. Er löst in mir eine Mischung aus Erstaunen und Mitleid aus. Jetzt ist er bei mir vermutlich noch an die sexuell aktivste Frau im ganzen Haus geraten, die ja auch schon den ein oder anderen Herrenbesuch bei sich hatte. Wobei er das von seiner Wohnung aus eigentlich nicht sehen kann. Jetzt bin ich vermutlich deutlich entspannter bei so einem Verhalten, als viele andere Frauen. Aber das kann er nicht wissen. Mein sieht mir mein sexuell aktiv sein nicht an. Außer er hat mich aus dem ein oder anderen Auto von Lover vor der Haustüre aussteigen sehen. Jedenfalls bin ich erstaunt, wie verzweifelt man sein muss, dass man eine Frau, mit der Mann quasi noch nie vorher gesprochen hat, so unverblümt anquatscht. Damit kann er sich im Zweifelsfall viel Ärger einhandeln.

Der Mitleidsteil in mir fragt sich, was rät man so einem Mann nur. Ich verstehe das Grundbedürfnis nach Nähe und Sex. Ich sehe nur nicht, wo jemand wie er das herbekommen sollte. Deutlich zu creepy, um es auf irgendeiner einschlägigen Dating-Plattform zu versuchen. Vermutlich nicht gut betucht genug, um es sich als Dienstleistung einzukaufen. Er ist zwar nicht doof, aber Typ Dauer-Junggeselle, wo nicht mehr viel im Leben kommt. Das ist natürlich mein Vorurteil ohne besseres Wissen. Aber so von der Wohnsituation her, kommt das vermutlich ganz gut hin.

Bisher habe ich ihn nicht auf seine Übergriffigkeit hingewiesen. Vielleicht erfrage ich einfach beim nächsten Mal, wie er auf die Idee kommt, dass ich auf sein Angebot eingehen könnte. Mich interessiert einfach immer, was Menschen so antreibt. Ich versuche das nicht zu verurteilen, ohne dass ich den Hintergrund kenne. Mal sehen, ob ich aus meinem creepy Nachbarn noch schlau werde.

Da kam ich mir ja fast schon übergriffig vor…

Es gibt Abende, da bleibt man allein mit dem Rest der Rotweinflasche zurück. Ein wenig ratlos. Auch ungefickt, aber ratlos überwiegt. Ich ergründe gerne Menschen, aber manche von ihnen wollen sich nicht ergründen lassen, haben gefühlt eine Burgmauer um sich aufgebaut.

Ich hab den Mann wieder getroffen, der mich bei meinem letzten Pornokinobesuch als die Bloggerin erkannt hatte. Der hatte mich neugierig gemacht, weil er so völlig untypisch reagiert hatte und auch sehr ungewöhnliche Gedanken formuliert hatte. Aber ich war damals schon nicht aus ihm schlau geworden, trotzdem hatte er meine Neugierde geweckt. Erstaunt war ich gewesen, dass er im Pornokino mein Angebot mich zu ficken ausgeschlagen hatte. Dabei erinnert er sich noch gut an meine verlockend gespreizten Beine mit freiem Blick auf meine Muschi, wie er mir später mal schrieb.

Nach dem Ende des Lockdowns hatte ich immer mal wieder Anläufe unternommen mich mit ihm auf ein Gespräch zu treffen. Er blockte ab. Ich wusste immer nicht so Recht, ob er keinen Bock auf mich oder keinen Bock Menschen als solches hatte.

Jetzt nach einem halben Jahr klappte es mit dem Date. Er hatte sehr überraschend gefragt, ob er mit einer Flasche Wein bei mir vorbeikommen dürfte. Ich war super neugierig darauf mich mit ihm zu unterhalten. Wobei ich sagen muss, dass ich mir schon schwer tat, in unserer Kommunikation immer zu erfassen, was er genau will.

Jedenfalls waren wir bei mir, er hatte Wein mitgebracht. Bevor wir uns auf die Lounge setzen, hatte er sich in meinem Zimmer umgesehen. Auf dem Fensterbrett lag mein Satisfyer zum laden. Darüber ergab es sich, dass ich ihm einfach mal meine ganze Spielzeugkiste zeigte. Packte alle Analplugs, meinen Dildo, meine diversen Vibratoren, Vibroeier, Liebeskugeln und was ich noch so alles habe aus. Er sah interessiert zu und fragte mich, ob ich die Dinge mit einem Kondom benutzen würde, was ich verneinte, weil ich sie ja nur mit mir benutze und hinterher desifiziere mit einem Toycleaner. Ich hatte mit dem Vorführen der Kiste gar nichts intendiert und er stieg aber auch gar nicht darauf ein. Ich glaube viele Männer hätten die Gelegenheit sofort genutzt zu fragen, ob sie irgend eines davon ausprobieren dürfen oder ich ihnen eines zeige. Das tat er keineswegs. Ich packte alles wieder brav in meine Kiste und schob sie in das Regal. Aus dem Mann werd ich vermutlich nie schlau werden.

Wir setzen uns auf meine Lounge. Aber schon dort hielt er den maximalen Abstand den man so haben kann. Durch Corona kann ich einfach nicht einschätzen, ob das gerade aktuell so ist, dass jemand da Wert drauf legt, was ich absolut respektiere, oder ob er einfach schüchtern ist, oder ob er einfach nur reden will, was es ja auch geben soll. Unser Gespräch war spannend und bereichernd, auch wenn er mich deutlich mehr reden ließ. Der Wein war gut, es war also kein verlorener Abend. Im Hinterkopf hatte ich aber schon noch, dass wir noch eine offene Rechnung aus dem Pornokino hatte, wo er in der Situation auf Sex verzichtet hatte. Ich hatte im Bad sogar noch sexy Klamotten hinterlegt, falls es sich danach angefühlt hätte. Aber er wollte sich ja schon partout nicht neben mich setzen. Irgendwann wechselten wir nach drinnen. Meine Sitzmöbel sind begrenzt, also blieb nur das Bett. Aber auch da blieb er weiter auf Abstand. Ich war schon ein wenig angeheitert, also auch echt rollig. Und werde dann so zutraulich. Ich hatte das Bedürfnis ihn anzufassen. Aber ich traute mich nicht so recht, weil ich nicht übergriffig sein wollte. Ich fragte ihn, ob ich es okay ist, wenn ich meine Hand auf seinen Oberschenkel lege. Es lies es zu. Aber alles an seiner Körpersprache signalisierte mir, dass das auch schon der maximale Körperkontakt war, den er zulassen wollte.

Je länger der Abend wurde, desto schwieriger fand ich es ihn nicht einfach zu knutschen. Aber mein Kopf sagte mir, dass das übergriffig wäre und man das auch als Frau einem Mann gegenüber nicht macht. Es ist echt ungewohnt, wenn man als willige Frau einen Mann zu Besuch hat, der da so gar nicht drauf anspringt. Engel und Teufel auf meiner Schulter hatten da eine sehr spannende Diskussion am Start. T: Verführ ihn, der will es doch. Er wäre ja schön blöd, wenn er sich diese Chance entgehen lässt. E: Nein, es fühlt sich nicht danach an. Er wollte sich nicht zu dir setzen und alle verbalen Versuche hat er ins Leere laufen lassen. Also akzeptiere einfach, dass er nicht will. T: Aber ich bin so geil. Kann er mich nicht einfach ficken. E: Er mag halt nicht, also Ruhe jetzt. Du bist anständig. Und wenn ihr Emanzen Gleichberechtigung wollt, dann sei jetzt mal ebenso wenig übergriffig, wie du es erwarten würdest. T: Aber ich hab doch so schöne Brüste… E: Ruhe jetzt.

Ich vermute, ab dem Moment, in dem unser Alkoholpegel ein wenig auseinander ging, weil er ja wieder heimfahren musste und es bei einem Glas Rotwein bewenden ließ, merkte er, dass er ich wohl ziemlich hibbelig wurde. Er entzog sich dem, in dem er sich anschickte nach Hause zu gehen. Auch wenn es für mich nicht der gewünschte Ausgang des Abends war, respektiere ich wenn es sich für jemanden nicht nach mehr anfühlt. Ich ließ ihn gehen, mit der Ernstgemeinten Einladung, dass er jederzeit wieder willkommen ist bei mir und meinem Balkon.

Natürlich ließ mich seine Ablehnung erstmal grübelnd zurück, zumal er sich einfach so gar nicht in die Karten schauen lässt, was er denkt und fühlt. Aber er schrieb mir am Tag danach nochmal eine Nachricht, dass es einfach für ihn der falsche Tag oder auch die falsche Zeit ist. Seine Nachricht endet mit den Worten „Die Toykiste fand ich spannend, auch wenn das eigentlich megaspannende das Nutzen der Spielsachen ist und nicht das Anschauen. Naja, dazu war ich der falsche Partner zur falschen Zeit, oder so.“

Ich werde nicht schlau aus ihm. Aber vielleicht ist das auch so gewollt von ihm. Wer weiß.

Er jodelt vor Genuss…

Ein klassisches Erlebnis seit ich meine neue Wohnung habe. Aber ich liebe es einfach. Vorn vorne: Eigentlich war die Woche blöd gewesen. Ich arbeite immernoch zu viel. Hatte meine Tage darüber hinaus noch eine Woche eher schon bekommen, also nach nur zwei Wochen. Wie ätzend ist das eigentlich. Hatte geplant in dieser Woche mal wieder ein Fotoshooting zu machen. Cooles Setting. Aber am Peakday wäre das nicht sehr entspannt gewesen. Also habe ich das abgesagt, stattdessen lange gearbeitet. Arbeit gibt es ja genug. Meine Bandscheibe macht mir wirklich Sorgen aktuell. Versuche mit den Übungen des Physios dagegen anzuarbeiten. In der Arbeit ist der höhenverstellbare Schreibtisch noch nicht geliefert worden. Und in Sachen Beförderung hat sich auch noch nichts getan. Aber ich denke in der kommenden Woche werde ich mehr wissen. Homeoffice steht auch wieder an. Bald darf ich zwei Wochen von zu Hause arbeiten.

Präventiv fürs Homeoffice habe ich mir schon so einen höhenverstellbaren Tisch angeschafft. Und ich nutze ich ihn gerade während ich blogge. Sehr stolz, dass ihn wirklich jetzt gerade zum Schreiben im Stehen nutze. Auf den Ohren habe ich Adele mit Turning Tables und tanze, so wie man tanzt, wenn niemand dabei zusieht.

Die Dates, die ich ausmache werden rarer mit den steigenden Infektionszahlen. Aber über das diese Woche war ich sehr froh. Denn es zwang mich zu einem früheren Feierabend. Abwechslung. Raus aus dem Hamsterrad. Es war ein Blinddate. Wir hatten ein wenig geschrieben, keine Bilder getauscht. Aber ich machte mir irgendwie keine Sorge, dass das blöd werden könnte. Mann Mitte 40, vergeben, aber in offener Beziehung, Switcher, der sich bisher nur dominant ausgelebt hat. Wir trafen uns in einem Restaurant bei mir um die Ecke. Sehr cool, denn ich kenne die Lokale bei mir noch nicht so wirklich. Gutes Wetter, so dass wir draußen sitzen konnten. Er sah gut aus, war ein cooler umgänglicher Typ. Wir lachten viel miteinander. Die Stimmung zwischen uns war ziemlich entspannt. So stelle ich mir einen enspannten Abend vor. Gutes Essen, gutes Gespräch, ein Drink, Lachen, Flirten.

Er brachte mich danach noch zu meiner Haustüre. Ich fragte ihn in einem spontanen Moment, ob er nicht noch auf einen Drink mit nach oben kommen wollte. Wohnung nicht superunordentlich, aber auch nicht aufgeräumt. Ich hatte meine Tage. Aber auf Knutschen hatte Bock. Ich drückte ihm ein Bier in die Hand und machte mir einen Aperol Sprizz und wir genossen in meiner Lounge den Blick über die Stadt. Und wir knutschten. Und wie. Hach, ein grandioser Küsser. Zur Zeit erwische ich es gut. Oder die Männer knutschen im Schnitt einfach besser als früher. Wir küssten uns und es harmonierte einfach. Ich unterbrach unseren ersten Kuss und sagte mit einem breiten Grinsen: „Läuft bei uns“. dann machten wir weiter. Damit war mein Abend schon perfekt. Mehr wollte ich gar nicht.

Weil ich Lust hatte, bot ich ihm einen Blowjob an. Und hatte vorher natürlich schon gesagt, dass ich das gut kann. Was ich dann unter Beweis stellte. Er lag auf meinem Palettensofa mit dem grandiosen Blick über die Stadt, ich stand davor. „Pack ihn aus“, was er tat. Dann blies ich ihn. Es gefiel ihm hörbar. Ein „Oh Gott ist das geil“ entfuhr ihm. Sein Schwanz hat ein gute Blasegröße. Er legte sich ganz hin, ich kletterte über ihn und saugte, massierte, leckte seinen Schwanz. Mit Spaß. Er wurde immer lauter und ich dachte mir: „Ohh, was sollen die Nachbarn denken…“ und grinste mir einen. Er wurde immer lauter… Ich hoffe er schreit nicht die ganze Nachbarschaft zusammen. Am Ende kam er mit einem lauten Jodler. Ich musste sehr grinsen. Er auch. Es scheint nicht so ganz sein Standard-Orgasmus-Geräusch zu sein. Ich glaube es war ihm fast ein wenig peinlich. Hihi. Ich hoffe, die Nachbarn haben nichts gemerkt. Wir werden uns sicher wiedersehen. Mal sehen wann.

Zu viel Arbeit, zu wenig Sex

Bei mir fühlt es sich schon wieder an wie in der Lockdown-Situation im März. Was daran liegt, dass es bei mir in der Arbeit den nahezu identischen Engpass abzuarbeiten gilt, wie damals im Frühjahr. Ich stürze mich in die Arbeit, mache Überstunden, komme heim wenn es schon dunkel ist und mache nichts außer Essen, im Internet surfen, schlafen und wieder in die Arbeit hetzen. Meine Bandscheibe meldet sich wieder, weil ich mich viel zu wenig bewege und zu lange am Schreibtisch sitze. Es wird mir keiner Danken. Ich weiß das. Und doch will ich meinen Job ordentlich machen. Kurz sah es so aus, als würde sich die fleißige Bienchen-Nummer lohnen. Die Beförderung sah ich schon vor meinem Kopf baumeln.

Mir wurden neue Aufgaben übertragen, man stellte mir in Aussicht, dass ich die Umstrukturierung des Bereichs, der immer hakt leiten könnte, dass ich zwei Mitarbeiterinnen unterstellt bekomme. Das dachte ich jetzt mal für eine Woche. Aber sie werden nicht konkret, was das für mich nun heißt. Heute hat die Chefin mal kurz angedeutet, dass die Aufgaben ja zur Eingruppierung passen müssten und wir eh alle eher zu hoch eingruppiert sind. Und vermutlich scheuen sie auch, dass sie meine (dann neue) Stelle zumindest intern ausschreiben müssten… So euphorisch ich bis gestern noch war, so frustriert bin ich heute. Naja, mal sehen. Noch ist nichts durch. Und ich bin auch einfach sehr ungeduldig. Aber ich lasse mich auch nicht verheizen. Dann mach ich Dienst nach Vorschrift, wenn sie das so wollen.

Toll auch, dass mein Körper dieses Mal schon nach zwei Wochen beschlossen hat, dass ich wieder meine Tage bekommen muss. Irgendwie sind die Hormone immer noch ein wenig aus der Reihe. Deswegen keine Dates gerade. Fühlt sich wieder einsam an. Von den bekannten Männern will gerade keiner kuscheln. Es ist wie immer. Manchmal will keiner und dann kommen sie alle auf einmal. Also lasse ich mich jetzt nicht runterziehen.

Letzte Woche war der Jäger mal noch auf eine Nacht bei mir gewesen. Ich hatte vorgeschlafen, weil mir schon klar war, dass ich eher zu wenig Schlaf bekommen würde. Dieses Mal haben wir eine ähnliche Nacht/Abend verbracht wie beim letzten Mal. Er kam nach der Arbeit zu mir. Ficken, Pizza, Kuscheln, Schlafen, Ficken, Arbeiten. Morgens früh um kurz vor 6 ist er schon wieder aufgebrochen und ich habe mich nochmal schlafen gelegt. So die Kurzzusammenfassung. Die Leidenschaft ist noch da, die Gefühle sind kleiner geworden, auch weil er sie nicht erwidern kann. Aber das ist auch sehr okay. Wir haben guten Sex und eine gute Zeit miteinander. Dieses Mal völlig ohne Schmerzen. Was besser ist, weil ihn das mit mir gar nicht kicken kann, so wenig wie ich davon mag. Nähe tanken, reden, guten Sex haben. Alles fein. Dieses Mal ohne zu wissen, wann wir uns wiedersehen. Weil er viel unterwegs ist mit all seinen verrückten Ideen. Im Geiste rufe ich ihm zu: „Geh und mach auch den Rest der Welt glücklich mit all den coolen Aktionen die du ausheckst,Träume die du erfüllst“

Gut für die kommende Zeit ist, dass ich noch neues Spielzeug habe, das ich testen kann. Bin also bestens gerüstet. Hab auch noch mal tolle Reizwäsche gekauft. So gut war ich noch nie ausgestattet. Man muss ja vorbereitet sein, wenn es mit dem wilden Leben wieder losgeht.

Ich denk immer noch oft an den Kollegen. Vor Allem wenn ich viel allein zu Hause bin. Na klar, hab ich das erst mal mit Dates kompensiert. Aber so einfach geht das nicht weg. Ich versuche die Zeit zu wertschätzen die wir hatten, nicht so sehr zu bedauern, was wir nun nicht mehr haben.

Cook and Cock…

Ich muss erst mal schnell meine Überschrift feiern. Manchmal fällt mir den ganzen Eintrag über nichts passendes ein und manchmal steht die Überschrift als erstes da. So wie jetzt. Und ja, ich finde mich gerade sehr witzig 🙂

Der Mann über den ich jetzt schreibe, den habe ich schön öfter getroffen, aber nie über ihn geschrieben. Bei manchen weiß ich sofort, wie ich über sie schreibe. Bei ihm finde ich es superschwierig. Er ist irgendwie auch speziell, was ich spannend finde. Ich nenne ihn Mr. Ex-Bundeswehr. Hat nicht so die klassische Laufbahn hingelegt, Ausbildung, über die Bundeswehr – Auslandseinsätze, Studium nachgeholt, dann interessanter Job. Wir reden viel über politisches, weil sein Job auch politisch ist. Er ist sehr rational. Ich finde, dass er leicht autistische Züge hat, weil sich ihm zwischenmenschliche Gefühle/Emotionen nicht immer erschließen, aber er halt gelernt hat, wie er auf was reagieren muss. Dafür dass er erst knapp über 40 ist, hat er schon ziemlich graue Haare, womit ich ihn manchmal aufziehe. Und er kommt immer in seinem Business-Outifit zu mir. Das fühlt sich allerdings immer mehr nach er muss das tragen, als er will das tragen an.

Ich mag die Abende mit ihm. Seit ich umgezogen bin, kam noch die Komponente Essen dazu. Ich habe beim ersten Mal für ihn gekocht. Nicht sehr ausgefallen, eher pragmatisch. Aber die Aussicht von meinem Balkon kompensiert auch die Qualität des Essen. Die letzten beiden Male stand er in meiner Küche und hat mich bekocht. Was ich nahezu sensationell finde. Er kommt zu mir, mit einer Papier-Einkaufstüte auf dem Arm und hat alle Zutaten einkauft. Dann legt er sehr versiert in meiner Küche los. Beim ersten Mal gab es einen französischen Salat dazu Speck ummantelten Chicoree und Knoblauchbaguette. Beim zweiten Mal eine sehr leckere Gemüse-Pasta mit dem passenden Wein dazu. Beim zweiten Mal hat er mir als Einzugsgeschenk eine Pfanne mitgebracht, da er beim ersten Kochversuch an meiner Winzpfanne fast verzweifelt ist. Ich feier voll, dass ich dabei auch noch was lerne. Das ist eigentlich ein tolles Konzept, gut frisch gekocht zusammen Essen, gute Gespräche, Nähe und Sex.

Wir hatten noch nie Sex in der Variante, die auch Bill Clinton als solches bezeichnen würde. Was ungewöhnlich ist, wenn ich jemanden schon mehrfach getroffen habe. Aber das ist nicht weiter schlimm. Er hat mir Orgasmen geleckt, ich hab ihm welche geblasen. Manchmal liegen wir einfach nur da reden und kuscheln. Wir haben schon miteinander geduscht (oder er guckt mir beim Duschen zu), er hat mich massiert. Ich glaube wir gehen die Dinge einfach irgendwie langsamer an. Ich habe bei ihm nie das Gefühl, dass er etwas bestimmtes erwartet, wenn er bei mir ist. Was passiert und sich gut anfühlt, das passiert. Wenn wir nur reden und kuscheln ist das auch okay und er würde gefühlt nicht enttäuscht nach Hause gehen. Lange hat er sich gewünscht, dass ich ihm in sexy Sachen die Türe öffne. Aber das hatte sich nicht ergeben, weil ich vor unseren Dates meist abgehetzt aus der Arbeit gekommen bin. Und es fühlt sich bei mir immer nur danach an, wenn ich das von mir aus machen kann. Ich bin da komisch. Aber er nimmt mich ungeschminkt und zerzaust und gibt mir trotzdem das Gefühl megaattraktiv zu sein. Deswegen habe ich mich dann auch bei einem unserer letzten Treffen in Schale geworfen und das sexy Teilchen ausgepackt. Ist ein Geben und Nehmen. Ach es ist einfach entspannt mit ihm. Kann so bleiben. Nächstes Mal bin ich dann wieder mit kochen dran… Muss schon mal überlegen, was ich noch so vorzeigbar kann 🙂

Womanizer vs Satisfyer

Ich habe irgendwann das Glück gehabt, als er ziemlich neu auf dem Markt war einen Womanizer von der Rirarammel-Seite Joyclub.de geschenkt zu bekommen. Das Modell Womanizer w100. Der stolze Preis wäre 159 Euro gewesen glaube ich. Das Design ein wenig drüber 🙂 Pink mit Schneeleopard und einem Glitzsteinchen. Aber immerhin musste der Womanizer nicht wie irgendein anderes (männliches) Teil aussehen, sondern konnte einfach nur gut in der Hand liegen. Er war damals State of the Art und der erste seiner Art mit der Unterdruck-Ansauge-Technik.

Und was soll ich sagen, der führt beim mir sicher zum gewünschten Ergebnis. Auf den Rücken gelegt, eine Hand hält das Gerät, einschalten, auf den Kitzler auflegen, Kopfkino oder Porno einschalten und es dauert meist nicht sonderlich lange bis ich einen meist ziemlich intensiven Orgasmus bekomme. In der Intensität, in der ich das zulassen will oder an dem Tag aushalten kann. Durch Muskelan- und entspannung kann ich den Grad der Stimulation, die der Womanizer auf den Kitzler abgibt ein wenig steuern. Will ich es intensiver, dann zögere ich meinen Orgasmus hinaus. Man kann die Intenstität des Saugens einstellen, wobei ich das meistens relativ niedrig lassen kann. Scheinbar habe ich einen relativ berührungsempfindlichen Kitzler. Der Vorteil des Womanziers ist, dass er das, was er tut, in der gleichen Intensität tut, ausdauernd, einzig irgendwann geht der Akku leer. Also auch wenn man nicht beim ersten Mal über den Gipfel kommt, dann macht er einfach weiter. (Der Vergleich ist hier zum leckenden Mensch, wo es dann manchmal schwierig wird, wenn er nochmal einen Anlauf beim Lecken nehmen muss) Die Stimulation bleibt beim Womanizer die gleiche, ich kann mich dann drauf einstellen und die Erregung über meinen Körper steuern. Wenn Männer beim Lecken die Taktik fahren, dass sie die Stimulation gleich lassen, dann ist das einerseits gut, weil ich kann mich drauf einstellen und mein Körper macht den Rest. Es ist allerdings schwierig durchzuhalten.

Allerdings habe ich immer Angst, wenn ich es mir mit dem Womanizer zu oft mache, beim reinen Lecken nicht mehr zu kommen. Angst abzustumpfen, den Körper zu sehr auf die selbe Erregung zu konditionieren. Manchmal wenn ich es mir dann wieder mit der Hand mache, merke ich dass das dann nicht mehr so intensiv anfühlt. Also ist meine Devise immer mal wieder abzuwechseln. Aber rein von der Güte der Orgasmen her, bräuchte zumindest ich nicht mehr unbedingt einen Mann mit einem Womanizer im Haus. Zweiter kleiner Nachteil dieses ersten Womanizer-Modells – er ist nicht ganz leise. Manchmal hatte ich die (vermutlich) unbegründete Angst, dass meine Nachbar hören wenn ich den Womanizer benutze. Das ist bei den aktuellen Modellen auch besser geworden. Er ist einfach zu reinigen, einfach die Kappe abmachen und sauber machen. Wurde auch mit mehreren Kappen geliefert. Sind einfach ab und aufzusetzen. Ladekabel normales USB-Kabel. Was echt angenehm ist hinsichtlich des Ladekabel-Salats, den die sonst sehr unterschiedlichen Standards mit sich bringen.

Der Beitrag heißt ja Womanizer vs. Satisfyer:

Womanizer vs. Satisfyer

Den Satisfyer habe noch nicht so lange. Hat mir jemand von der Wishlist geschickt. Vielen Dank dafür. Damit hat mir jemand schon viele schönen Momente der Entspannung geschenkt 🙂 Der hat natürlich mal den unschlagbaren Vorteil, dass er viel günstiger ist als der Womanizer. Ich hab den Satisfyer Pro 2 Next Generation. Kostet zwischen 20 und 40 Euro, je nachdem wie man es erwischt. Er macht im Prinzip exakt dasselbe wie der Womanizer. Allerdings ist bei meinem Modell des Satisfyers die Ansauge-Öffnung ein wenig größer als vom Womanizer. Das war am Anfang ungewohnt. Führt trotzdem zum Ziel, aber bei meiner körperlichen Konstitution passt der Womanizer besser. Keine Ahnung, ob ich eine kleine Klit habe, aber der Satisfyer fühlt sich nicht so filigran an wie der Womanizer. Das gilt aber halt für mich und muss nicht für andere Frauen gelten. Er ist dafür ein wenig leiser als der Original-Womanizer. Der Original Womanizer hat nur zwei Tasten. Den Ein/Aus-Knopf und eine für die Intensität. Da muss man aber halt alle Programme durchklicken, bis man wieder zum Ausgangsprogramm kommt. Beim Satisfyer gibt es drei Tasten. Man kann die Intensität mit einer rauf oder runter Taste steuern. Das ist einfacher. Ladekabel hat der Satisfyer so eine typisches magnetisches Toyladekabel.

Der leider unschlagbarste Vorteil des Satisfyer ist aktuell, aber dass er einwandfrei funktioniert. Der Womanizer ist mir leider beim Laden vom Fensterbrett gefallen. Jetzt hat er einen Wackelkontakt und geht nur noch, wann er es für richtig hält. *Schnüff* Ich kann ihn irgendwie auch nicht wegschmeißen, wüsste aber auch nicht wie und wo ich ihn reparieren lassen könnte.

Ich habe beide Geräte geschenkt bekommen ohne Bedingungen. Ich schreibe einfach, was ich meine 🙂 Ich benutze beide aktuell lieber als einen Vibrator oder Dildo. Aber das ändert sich auch immer mal wieder. Ich mag es auch gerne, wenn ein Mann mich damit bespielt. Wenn er sich traut, einen der beiden zur Hilfe zu nehmen. Denn es in der Tat nochmal schöner, wenn ich es zum einen nicht selbt halten muss und mich einfach fallen lassen kann. Und zum anderen kann er nebenbei auch noch einen Finger in mich reinstecken (yeah, I like that much) oder eine Brust streicheln oder… Also Männer traut euch ruhig auch ran an die Toys, sonst seid ihr doch auch so Technikaffin. Ich erwarte auch nicht, dass ihr sofort wisst, wie das Ding auf meinem Körper funktioniert. Kommunikation ist der Schlüssel. Ich erkläre es euch gerne. Heißt nicht, dass es immer benutzt werden muss, aber ist ja auch ganz nett zu wissen, dass es da ein Hilfsmittel gibt, das fast sicher zum Ziel führt. Die Abwechslung macht es. Viele Wege führen zum Ziel. Der mit der technischen Unterstützung ist einer davon.

Der Kollege hat das mit der technischen Unterstützung manchmal auf die Spitze getrieben und hat mir das ein oder andere Mal einen Vibrator in die Muschi reingesteckt, ein Plug in den Hintern und die Orgasmen dann mit dem Womanizer rausgekitzelt – während ich mit weitgespreizten Beinen auf seine Matraze gefesselt vor ihm lag. Sehr unvergessliche Orgasmen. Dafür mag ich ja technikaffine ITler 🙂

Neben einem heißen nackten Mann aufgewacht…

Ich muss dieses Wochenende arbeiten. Und während ich gerade bei einer Prüfung zugegen bin, muss ich daran denken, wie schwer es mir gefallen ist heute morgen aus dem Bett zu klettern. Wenn die Anwesenden wüssten, dass ich gerade versonnen vor mich hinschmunzle, weil ich an das Gefühl von heute morgen zurück denke. Da lag er neben mir, mit seinem Adonis-Körper. Was mir eigentlich gar nicht so wichtig ist, aber er hat ihn einfach. Und er nimmt das überhaupt nicht wichtig. Neben ihm komme ich mir Null blöd vor. Er lag da einfach nackt unter meiner Decke. Mit seinem perfekten Hintern. Dem perfekten Bauch. Nicht so auftrainiert. Einfach fit, weil sportlich unterwegs. Wie schwer es doch war, mich unter diesen Umständen zum Arbeiten an einem Feiertag zu motivieren.

Ich bin aufgewacht mit Mr. Montage. Typ Rennradfahrer, war vor etwa 2 Jahren in mein Leben getreten. Damals frisch aus einer Trennung gekommen. Er schrieb mich gestern Abend an, was ich so vor habe. Ich hatte einen wirklich langen Arbeitstag hinter mir und war eigentlich echt durch. „Soll ich mit Pizza und Rotwein vorbei kommen“, fragte er. Wer kann bei dieser Frage schon mit Nein antworten. Adonis mit Rotwein und Pizza. Ich finde es gibt schlechtere Angebote nach einer harten Woche als dieses.

Wir hatten uns vor nicht allzu langer Zeit schon mal getroffen. Davor aber eine ganze Weile nicht. Ich hatte den Kollegen, er hatte sich zwischenzeitlich auch eine neue Freundin angelacht, die jetzt allerdings nicht mehr aktuell ist. Wobei unser Kontakt nie abgerissen war. Wir hatten uns einfach nur eine ganze Weile nicht getroffen. Schon der erste Abend war sehr intensiv leidenschaftlich gewesen. Es gibt so Menschen, mit denen ist man einfach kompatibel. Mit manchen setzt man sich auf eine Couch und es dauert ewig, bis man eine bequeme Kuschelposition findet. Mit ihm setze ich mich hin und es fühlt sich immer so an, als soll es so sein. Beim ersten Treffen hatten wir ein ähnliches Setting gehabt. Nur dass ich gekocht habe, statt der Pizza. Den Rotwein und die Gläser dazu hatte er mitgebracht. Danach saßen wir auf meiner Outdoor-Couch mit Wein, kuschelten und sahen uns die Lichter der Stadt an. Ich mag es extrem, wie er mich im Arm hält, wenn er seinen Kopf auf meinen legt, wie er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht streift, wie er mich küsst.

Am ersten Abend hatte ich mich zwischendurch mal kurz auf die Toilette verabschiedet und kam dann statt in meinen normalen Klamotten im Negligee mit Reizwäsche drunter wieder. Was der Situation nochmal einen krassen Kick gab, auch weil ich bisher bei ihm nie was besonderes angezogen hatte. Schon am ersten Abend wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich auf seinen Körper abfahre. Und auf ihn. Wenn der Verstand alleine über eine potentielle Beziehung entscheiden würde, dann wäre er in der ganze Zeit seit ich blogge, vermutlich derjenige gewesen, den ich gewählt hätte.

Der erste Abend endete im Bett und mit der Erkenntnis in meinem Kopf, dass es ihm gut getan hat, dass er ein paar unterschiedliche Frauen hatte, seit wir uns kennengelernt haben. Vor zwei Jahren hatte man ihm angemerkt, dass er aus einer Beziehung kam, wo er sehr auf eine bestimmte Frau und deren Körper eingestellt war. Mittlerweile ist er viel souveräner im Umgang meinem Körper. An diesem ersten Abend hatte mir so mühelos einen Orgasmus lecken können. Es war wunderbar. Von allen Männern in letzter Zeit hat er es auch geschafft meine Brustwarzen am perfektesten zu stimulieren. Er war nie zu fest, aber so fest, dass es mich heiß machte. Gestern hat er mich toll geleckt, ich bin aber nicht gekommen und ich habe ihn geblasen und er ist nicht gekommen. Ich glaube, dass wir beide zu müde waren. Ich von der Arbeit, er vom Sport. Es hat der Schönheit des Abends aber überhaupt keinen Abbruch getan.

Er blieb beide Male über Nacht da. Was immernoch ein sehr ungewohntes Gefühl für mich ist, wenn Männer bei mir übernachten. Das hatte ich ja jahrlang nicht. Mit ihm in einem Bett schlafen ist easy. Ich kann gar nicht genau erklären warum. Er ist, wie ich auch ein unkomplizierter (Ein-)Schläfer. Mit ihm ist es einfach zu kuscheln, er wärmt mich, macht aber nicht zu warm, er piekst nicht, sondern ist anschmiegsam. Gestern Nacht bin ich sensationellerweise mit ihm unter einer meiner wirklich kleinen Bettdecken eingeschlafen. Eine Bettdecke in groß ist ja sonst schon mein Horror. Wir haben uns unter eine kleine gelegt und sind beiden wunderbar aneinander gekuschelt eingeschalfen. An ihn kuschel ich mich hin und kann schlafen. Das ist sehr erstaunlich. Sonst hatte ich das nur mit dem Kollegen. Mit ihm sind die Abende leicht, unkompliziert und leidenschaftlich. Werden wir sicher wieder öfter haben.