Wenn das Herz und das Hirn verschiedene Dinge sagen..

Diesen Text habe ich schon vor ein paar Wochen geschrieben, aber nie veröffentlicht, weil es nie reingepasst hat. Nun tue ich es doch noch, auch wenn sich meine Gefühle schon weiterentwickelt haben.

Verliebt in einen Mann, nicht ohne Zukunft, aber nicht mit Zukunft im klassischen Sinne. Er hat bereits ein Haus, eine Frau, ein Kind. Kein Wunder er ist auch einfach fast 15 Jahre älter. Mr. Bondage. Der eine offene Beziehung lebt. Zwischen dem Bewußtsein, dass er sich nicht trennen kann von seiner Frau, seiner Familie. Aus materiellen Gründen, aber auch aus Verbundenheit, aus Liebe zu seinem Sohn. Auf der anderen Seite sich auch einem nicht trennen will, weil da vermutlich eine tiefe Freundschaft, Liebe und auch Gewohnheit gegenüber seiner Frau sein wird, wobei Sex eine sehr untergeordnete Rolle spielt. Weil da einfach schon so viele Jahre sind, die man zusammen ist, die man nicht einfach weg wirft.
Da ist aber auch eine neu entdeckte Leidenschaft, ein spät erwachtes Verlangen, die eigenen sexuellen Bedürfnisse zu erkunden, sie auszuleben. Nicht oberflächlich, sondern immer mit viel Gefühl und Herz.

Ja verliebt habe ich mich. In diesen verrückten, pedantischen, gefühlvollen, dominaten, warmherzigen Mann. Mal wieder in vollem Bewußtsein, dass dieser Mann mir nicht alles geben kann, was ich mir wünsche. Aber immerhin einen Teil davon. Wobei manchmal weiß ich gar nicht, was ich mir wünsche. Hier und jetzt ist es so in Ordnung, wie es ist.

Ich glaube zwischen Herz und Hirn hat es sich folgendermaßen abgespielt:
Herz: „Hey Hirn, da ist ein Mann der ist toll. Der tut mir gut.“
Hirn: „Ja, stimmt. Aber du weißt, dass er verheiratet ist und sich nie trennen wird. Das hat er dir doch gesagt. Also brauchst dich gar nicht verlieben.“
Herz: „Du bist immer so vernüftigt. Es ist doch schön mit ihm. Mit geht es gut dabei. Warum jetzt an später denken. Lieber die schöne Zeit genießen.“
Hirn: „Aber du weißt, dass dir das irgendwann weh tun wird, ich warne dich. Hinterher mauerst du dich dann nur wieder zu.“
Herz: „No risk, no fun. Und eigentlich ist es eh schon zu spät.“
Hirn: „Ich habe dich gewarnt. Wehe du jammerst hinterher. Glaube ja nicht, dass du dich später bei mir ausheulen kannst.“
Herz: „Ja, ja, ist ja gut.. Und jetzt Ruhe..“

Mal sehen, was passiert, mit ihm, mit uns.

17 Kommentare zu “Wenn das Herz und das Hirn verschiedene Dinge sagen..

  1. Das Ding ist doch: Eigentlich weiss Mann/Frau auf was man sich auf „unseren“ Seiten einlässt – Du weisst das, ich weiss das … Und es bleibt am Ende eben immer eine Frage, wer oder was stärker ist – Herz oder Hirn … Für eine Moment ist es manchmal einfach schön zu träumen und zu genießen. Die Tränen werden kommen und sie werden auch wieder trocknen. Der blöde Satz, dass die Hoffnung zuletzt stirbt, dass es vielleicht ganz anders kommt, dass es vielleicht diesmal eine Version gibt, die klappt… dass die Wahl doch irgendwie anders getroffen wird (mit den Zweifeln, ob man das denn überhaupt möchte – einen Mann in Trennung, einen Vater gertrennt vom Kind….)
    Daher: Geniessen solange es geht … Nicht das Heute mit den Sorgen von Morgen belasten – das kommt von ganz alleine …. oder eben auch nicht …
    Aber eben auch die Augen offen halten und realistisch die Situation beurteilen, nicht einmauern, nicht abschotten…

    Du machst das schon *schmatz* 🙂

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  2. Ja,
    die WEiterentwicklung der Gefühle – Ihr seine – würde mich dann auch mal interessieren.
    Herz interessiert sich doch eigentlich nie für die Ansagen vom Kopf – das läuft da doch eher als Hintergrundgeräusch, oder täusch ich mich da?
    Und ist das nicht im ganzen Leben so – dieser Zweiklang aus Herz und Hirn?

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  3. Ich habe leider auch gerade das Problem, dass mein Herz und mein Gehirn in einem Zwiespalt zueinander stehen. Es fühlt sich an, als ob zwei Giganten gegeneinander kämpfen und mein Körper den Kriegsplatz darstellt. Mir hat der Kommentar von Lilasumpf sehr gut gefallen. Wahrscheinlich ist es wirklich das Beste, sich einfach auf den Moment zu konzentrieren und diesen zu genießen. Man tendiert immer dazu, in der Zukunft oder der Vergangenheit zu leben und sich unnötig Sorgen zu machen. Vielleicht sollten wir alle versuchen, mehr in der Gegenwart und im Moment zu leben.

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