Warum ich den Shades of Grey-Film wirklich gut fand…

Ich muss bloggen, obwohl es schon spät ist und ich früh raus muss morgen. Aber ich glaube, dass ich sonst eh nicht schlafen könnte. Die Gedanken in meinem Kopf fahren gerade Achterbahn. Ich war im Kino und habe 50 Shades of Grey angeschaut. Und ich fand ihn wirklich gut. Ich habe schöne Bilder erwartet, die habe ich bekommen. Darüber hinaus hat der Film mich total aufgewühlt. Er hat mich viele Dinge nochmal durchleben lassen.

Wie schon öfter erwähnt, waren es ja auch die Bücher, die zu einer Art sexuellen Wiedererweckung bei mir geführt haben. Ich bin nicht hinterher in den Baumarkt, wie alle immer lästern. Nein, ich war anfangs ganz Vanillamäßig dabei mir Spaß am Sex wieder zu holen. Ich hatte mir noch überhaupt gar keine Gedanken gemacht, ob ich denn in Richtung SM mich ausprobieren könnte. Erstmal musste ich lernen, dass man mich sexuell überhaupt attraktiv finden kann. Das ich mich in Richung SM ausprobiert habe war Zufall, oder ein Wink des Schicksals. Denn JD mein Dom hatte mich angeschrieben und gefragt, ob ich Lust hätte. Ich bin gefunden worden, von einem tollen Mann. Lucky me.

Wenn viele immer lästern, dass der Film keinen echten SM zeigen würde, dann kann ich das nicht verstehen. Ich finde er zeigt, wie jemand der sich dahingehend noch nie ausprobiert hat, rantastet. Erste Gehversuche macht. Ich weiß ja nicht, wie die „richtigen SMer“ so angefangen haben, aber ja, bei mir war es ähnlich. Ich bin vielleicht auch noch nicht viel weiter als Ana, aber das ist ja auch ein Prozess.

Als Ana im Film zum ersten Mal Christians Spielzimmer steht, das konnte ich so nachfühlen. Mein erstes Date mit JD war in einem Spielzimmer. Andreaskreuz, Bett mit Fesselmöglichkeiten, Pranger, Peitschen, Seile … Ich hatte von all dem keine Ahnung und lief auch so wie Film-Ana durch den Raum und habe mir alles angesehen. Ich wußte auch nicht was ein Flogger ist, woher auch? Ich wußte nicht, was das mit mir machen würde, aber war bereit es herauszufinden. In dem Vertrauen, dass mich mein DOM behutsam heranführen würde.

Die Intensität der Schlaggeräte nimmt im Film zu. Finde ich sehr plausibel.

Auch die Ambivalenz der Ana, konnte ich sehr nachfühlen. Ist mit mir alles klar? Warum mache ich sowas Unnormales? Lasse mich Verhauen und es gefällt mir noch. Ich bin eine intelligente Frau und unterwerfe mich sexuell einem Mann? Es kickt mich, verdammt es kickt mich.

Auch den Drop, als er sie nach dem Spielen nicht auffängt, weil er sich nicht an sie ranlässt. Ja, ich finde das war sehr passend dargestellt.

Ana hätte immer Safeworden können auch bei den finalen Schlägen mit dem Gürtel. Hat sie nicht. Kenne ich auch. Auch damit Umzugehen ist ein Lernprozess.

Man sieht eigentlich gar nicht wirklich SM. Diesen Vorwurf finde ich ja ganz schräg. Das Ding ist ja auch kein Porno sondern ein Spielfilm. Dafür bekommt man wirklich viele sehr schön gemachte Bilder. Mich hat der Film megawuschig gemacht. Es war nur nicht sehr schlau von mir ihn an einem Abend anzuschauen, an dem ich wußte, dass Lover eine andere Frau datet. Ich bin nicht eifersüchtig, aber hätte dringend bespielen brauchen. Aber als Sub bekommt man das ja auch nicht wann man will, sondern dann wenn er will 🙂

Das Schrägste in meinem Kopf ist, dass ich mir nichts sehnlicher wünsche, als nochmal an den Schrank gestellt zu werden. Genau die Situation in der ich abgebrochen hatte. Bei der ich hinterher gedropt hatte. Der Drop würde heute nicht mehr passieren. Die Grenzerfahrungen machen den Sex so unfassbar intensiv. Bleibt nur die Angst, dass man die Dosis immer weiter steigern muss und wohin das führen soll.

Ich würde mir gern zusammen mit Mr. Bondage den Film nochmal ansehen. Mal sehen ob das klappt.

Ansonsten bleibt der Film ein Roman, mit einer Geschichte um den Anfänger-BDSM herum, die es halt auch braucht. Die innere Göttin die mich beim Lesen so genervt hatte, die gibt es im Film nicht, juhu. Der Hype nervt mich immer noch, weil viele Menschen die keine Ahnung haben, dummes Zeug von sich geben. Ich glaube auch, dass es bei den wenigsten Pärchen funktionieren wird, das hinterher so auszuprobieren. Vor Allem wenn beide keine Ahnung haben bisher. Es wird halt ein wenig mehr Augen verbunden und ans Bett gefesselt werden, mehr nicht. Aber das ist auch okay so.

Und wieder gemerkt: Dieses Männer in Anzügen-Ding funktioniert bei mir immer.

Das musste raus. Ist nur ein kurzer Ritt durch meine nächtlichen Gedanken. Underplayed gehe ich jetzt ins Bett.

28 Kommentare zu “Warum ich den Shades of Grey-Film wirklich gut fand…

  1. Ich habe die Bücher ja auch gelesen und ich werde mir den Film auch anschauen, auch wenn ich zu denen gehöre, die nicht so begeistert sind. Es gibt ein schönes Buch was sich mit den Büchern auseinandersetzt – ich suche morgen mal den Titel raus, irgendwo hab ich es liegen, bin ich zufällig drüber gestolpert und wollte mal wissen ob das Andere genauso sehen wie ich – und die ganzen Unzulänglichkeiten und Gefahren auflistet und wie man es richtig machen würde entgegenstellt. Ich finde das ganze eben deswegen übel, da ein solcher Dom kein guter Dom ist. Gerade sowas wie der Drop (passend dargestellt, aber nicht ausreichend erklärt)! Leser, die sich nicht informieren und nicht kritisch hinterfragen und das alles als „so ist SM“ ansehen (wobei es ja BDSM und nicht nur SM ist) – und das sind leider viele wenn man die so in Interviews was sagen hört – bekommen dadurch in meinen Augen ein falsches Bild.

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    • Aber wenn man nicht selbst gespürt was ein Drop ist, dann weiß man das einfach auch nicht. Natürlich gibt es bessere Bücher.. aber dieser Roman ist eben ein Weltbestseller geworden…in einem Roman hinterfragt man ja auch nicht kritisch. Wenn er ein guter Dom wäre, wäre es saulangweilig. Wer vorher nicht wußte was BDSM ist, der kann es nach dem Film auch nicht nachvollziehen. Das ist richtig. Das war ja auch nicht der Anspruch.

      Ich glaube das Bild ist nicht verfälschter als vorher. Und wer keine Neigung dahingehend hat ist spätestens mit der letzten Spankingszene eh durch mit dem Thema.

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      • Ich hab eben das Gefühl, BDSM ist eh schon ein Thema was vorbelastet ist und dass es dadurch an einigen Stellen noch belasteter wird. Ich weiß nicht warum, klar, es ist NUR eine Geschichte, aber es stört im Gegensatz zu komischerweise dem Buch, was ich bei mir letztens rezensiert habe – um mal Eines aus dem Feld zu nehmen. Da ist der Grundgedanke noch viel abwegiger. Aber vielleicht ist es auch genau das. Dort ist Jedem klar, selbst wenn er oder sie niemals was mit BDSM am Hut hatte, dass Teile davon so niemals real gemacht würden (es sei denn einige Beteiligte wäre hochgradig kriminell).

        Vielleicht würde ich 50SoG anders beurteilen, wenn da nicht so ein Hype drum entstanden wäre. Aber der färbt einfach bei mir auf dieses Buch ab.

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    • Naja, aber auch das ist durchaus realistisch. Keiner von uns hat „KEIN“ seelischen Balast mit sich herumzutragen. Von Außen betrachtet möchte man schreien „GEH IN THERAPIE“ … das möchte ich aber auch den Meisten meiner SM-Partner entgegenrufen. Und ich weiß, weil passiert, dass man mir auch geraten hat in Therapie zu gehen. Das heisst nicht, dass alle SM-ler Therapie-bedürftig sind. Aber durch das offene Umgehen und die Kommunikation lässt sich zumindest schneller feststellen, dass dort irgendwo Ballast rumliegt.

      Und ja, eigentlich gefällt mir das weiterhin mit am Besten an „DER“ SM-Szene… Die Gesprächsbereitschaft und die Bereitschaft Vertrauen aufzubauen.
      Wenn Dinge wie sub- oder Dom-Drop durch solche Filme und Bücher mehr in das Bewusstsein aller SM-Interessierten gerät – wunderbar!

      Weiterhin: Jeder, der das Buch liest und daraufhin offener und neugieriger wird/geworden ist – prima.

      Über die literarische Qualität braucht man glaube ich nicht zu streiten. Ebensowenig darüber, ob der Film einen Oscar verdient hätte – denn darum geht es letztendlich nicht.
      Und über solche Hypes kann man einfach lächelnd hinwegsehen… und in sich reingrinsen … 🙂

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  2. Hey. Schoen das Du das so schreibst. Alle Anderen belächeln den Film und sind höchst genervt. Das man ihre Kunst / Lebensart / Spielweise so lächerlich simpel darstellt.
    Ich fand die Bücher auch gut (bis auf einige Charakterzüge).
    Die Liebesgeschichte. Denn das ist es, eine Love story. Naiv soll sie sein, die Ana. Keine wurde das so mitmachen.
    Doch. Es gibt immer wieder Menschen die neugierig sind, Lust haben und jemanden Vertrauen. Einfach so.
    Schoen das Du das so geschrieben hast.

    Liebst she

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  3. Ich habe das Buch u.a. in meinem Blog heftig kritisiert, habe mir den Film dennoch angesehen, der wesentlich besser gelungen ist als die Vorlage.
    Allerdings möchte ich doch anmerken, dass Ana (im Gegensatz zu dir und anderen Subs wahrscheinlich) die Schläge nicht genießt. Auch nicht das Spanking. Sie nimmt es hin, weil sie denkt, dass sie es muss, um ihn zu halten, aber sie genießt es nicht. Und das finde ich problematisch.

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    • Das sie es nicht genießt ist eine Interpretation.. am Morgen nach dem ersten Spanking feedback sie ihm, dass sie sich gut fühlt.

      meinem Empfinden nach hat sie es bis auf in der finalen Szene durchaus genossen.

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    • Zum Einen ist das ja nun auch Teil des devoten Da-Seins.

      Nicht alle sub-Aufgaben machen mir Spaß oder sind zu meinem Genuß … 🙂
      Nicht aus allen Dinge ziehe ich ein erotisches Vergnügen.
      Manche Dinge halte ich aus, weil ich eine „gute sub“ sein will und dadurch Genuß empfinde, wenn mein Dom genießt, was er macht… 🙂
      Dh würdes Du mich bei gewissen Schlägen filmen, würde ich nicht wirklich glücklich aussehen, weil – scheisse – das tut manchmal richtig weh… Aber es tut eben auch richtig gut, wenn Du hinterher gelobt und in den Arm genommen wirst… es ist das Gesamtpaket und nicht der einzelne Moment, der zählt. 🙂

      UND: Natürlich ist das problematisch. Genauso problematisch ist es, wenn Frauen ihrem Macker zuliebe die Haare nicht schneiden oder abnehmen oder anfangen sich für Fussball zu interessieren, nur um ihn zu halten. So untypisch ist das „devote“ Verhalten, etwas für ihn zu tun, garnicht 😉

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      • Aber sowohl im Film als auch im Buch wird ja recht deutlich, dass sie viele der devoten Handlungen aus Angst vor ihm macht, er droht ja ständig mit Bestrafung, die sie zwar hin und wieder provoziert, aber meines Erachtens kommt ihr Sub-sein nicht aus ihr selbst heraus, sondern ist eben Resultat daraus, dass sie ihn anders wohl nicht halten kann. Ohne Ahnung von „der“ BDSM-Szene zu haben, nehme ich dann, dass das keine gesunde Dom-Sub-Beziehung ist, die bei 50 Shades dargestellt wird.

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        • Richtig. Die Beziehung ist alles andere als gesund. Aber sie ist durchaus realistisch … bzw. leider normaler als man denken mag. Weil eben viele unbedarft da rein stolpern und es auch genügend gibt, die das ausnutzen.

          Ich kann mich da selber nicht ganz frei sprechen, dass ich – obwohl ich wirklich VIEL gelesen habe und in Foren unterwegs war und mit Anderen gesprochen habe – TROTZDEM in so einer Beziehung gelandet bin. Und negative Erfahrungen gemacht habe.

          Deswegen finde ich es wichtig, dass – auf der Welle des Films – jetzt soviel darüber gesprochen wird und auf diesem Wege sicher auch das ein oder andere Mysterium aus dem Weg geräumt wird.

          Es ist nur eben nicht so pauschal zu sagen: „Sie genießt die Schläge nicht, sie ist nicht freiwillig in der D/s-Beziehung“ – das wollte ich lediglich anmerken.

          Dass die Beziehung der Beiden nicht dem entspricht, was ich/man als ideale Ds-Beziehung ansieht – stimmt absolut. Ich möchte so eine nicht mehr haben 🙂

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        • Gut, das Hauptproblem ist wohl einfach, dass diese dysfunktionale Beziehung, bei der das Dominanzverhalten ja über das Sexuelle weit hinausgeht, von der Autorin so krass romantisiert wird.
          Zwar spielt gerade Dakota Johnson die Ana für mich sehr positiv – da mit eigenem Willen und tougher als im Buch, aber dennoch ist 50 Shades echt hochproblematisch für mich. Nach wie vor.

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        • Das empfand ich den ganzen Film nicht so. Sie konnte jederzeit sagen, dass sie das nicht haben will. Er sagt mich gibt es nur so. Sie kann wählen, ob sie das will oder eben nicht. Daran kann ich nichts verwerflich finden.

          Sie setzt sich mit den Dingen auseinander, recherchiert, verhandelt selbstbewußt mit ihm Rahmenbedingungen. Und als es ihr zuviel wird zieht sie die Konsequenzen.

          Eine gesunde Dom-Sub-Beziehung basiert auch darauf, dass man über die Bedürfnisse kommuniziert. Das tun die beiden.

          Sie hat meiner Meinung nach nichts aus Angst vor ihm getan. Nichts. Sondern nur weil sie es wollte. vielleicht noch weil sie verliebt ist. Aber nie aus Angst. Sie hat es sogar genossen. Fühlte sich am nächten Tag gut dabei. So war es für mich dargestellt.

          Eine Dom-Sub-Beziehung mit Liebe ist halt noch schwieriger finde ich.

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  4. Ich antworte mal zu allem wo ich was zu sagen möchte, auch wenn das jetzt total verstreut in den Kommentaren steht.

    Lila hat natürlich recht mit dem genießen. Ich genieße auch nicht jeden Augenblick – bei weitem nicht, aber wie sie schon sagt, das Gesamtpaket stimmt – vieles ist im Moment nicht erregend oder geil, aber danach. Außerdem, wenn man auf Zwang steht, dann erzeugt das, was man nicht so sehr mag dort natürlich einen wesentlich höheren Kick, als das, was zu was man gezwungen wird, was man aber auch ohne Zwang sofort tun würde. Von daher, ich sehe auch garantiert nicht immer glücklich aus, bei dem was Melli mit mir macht.

    Was ich nicht glaube ist, dass der Sub- oder Dom-Drop durch das Buch mehr in das Bewusstsein gerät, da ich finde, dass an der Stelle nicht richtig darauf eingegangen wird. Es ist für jemanden, der das schon mal gehört hat klar, was da passiert, aber für alle anderen nicht – und aus dem Grund kann der Drop auch nicht mehr in den Fokus von Interessierten rutschen, die davon vorher noch nichts gehört haben.

    Klar ist es schön, wenn durch das Buch offener und neugieriger mit dem Thema umgegangen wird, aber ich finde der Bogen wird hier überspannt – und wie Lena geschrieben hat, zu sehr romantisiert – und was auf der einen Seite vielleicht toleranter wird, wird auf der Anderen als noch perverser und unnatürlicher angesehen. Und da entsteht dann genau das Problem mit dem Weltbestseller – das ganze rückt viel zu stark in den Fokus der Menschen und SM – und die darinnen gezeigte „Gewalt“ gegen hauptsächlich Frauen, ist nun mal extrem Polarisierend. Der Film spaltet (gerade Feministinnen werden auf solch hohe Barrikaden steigen, dass sie von hier unten aus schon nicht mehr zu sehen sind – ist ja auch ne tolle Vorlage für sie) und ich bin gespannt darauf, wann uns die Lobby der Gegner die ersten Gesetzesentwürfe gegen das Praktizieren von SM wegen Unterdrückung und vorsätzlicher Gewalt gegen Frauen vor die Füße werfen wird (vielleicht ein wenig übertrieben, aber ich bin der festen Meinung, da wird in die ein oder andere Richtung – nicht gleich, aber vielleicht in zwei, drei oder fünf Jahren – was kommen). Ein Buch, was vielleicht ein paar tausend Interessierte lesen wird zu keiner öffentlichen Meinungsbildung führen, eines das ein paar Millionen gelesen haben und bei dem weitere Millionen meinen, sie könnten da auch mitreden…. Ich habe einfach Angst davor, was diese Buch auslösen kann.

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    • „Ich habe einfach Angst davor, was diese Buch auslösen kann.“

      Stimmt, Kari… Aber wenn jetzt Leute blind loslaufen und die Unfälle sich häufen, wie nach dem Erscheinen des Buches… Dann kann man da auch nichts machen. Und wenn es aber 10 gibt, die sich darüber mehr informieren und sich schlau machen und das Ganze als Genuß empfinden und damit glücklich werden, dann werde ich mich über die 10 und ihre positiven Erfahrungen freuen…

      Aber schau, schlechte Erfahrungen und dumme Erlebnisse und Gefahren kann es auch ohne das Buch geben… 😉 Aber MIT dem Hype sind Menschen wie Du, Remi und ich eben auch „leichter“ zu finden und vielleicht können wir Erfahrungen weitergeben…

      Weisst Du, was ich meine? 🙂

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      • Ich verstehe völlig was du meinst. Und wenn sich die Menschen wirklich informieren – egal ob jetzt im Netz oder wenn jemand über uns stolpert und nachfragt – dann stimme ich dir da völlig zu. Ich glaube eben nur, dass das der überwiegende Großteil nicht machen wird. Ich bekomme ja häufig Fragen gestellt – gerade auch von vielen Neulingen (hauptsächlich aus den Communities in denen ich so unterwegs bin, die sich auch nicht alle vorrangig mit dem Thema BDSM beschäftigen) oder welche, die das Thema interessiert und ich frage nach, woher das Interesse kommt – sogar zum Teil explizit – so nach dem Motto „Allgemeines Interesse, oder 50SoG gelesen?“. Bisher hab ich noch nicht ein Mal als Antwort das Buch bekommen. Vielleicht kommt das noch, ich würde es mir wünschen.
        Über die 10 die vielleicht schöne Erfahrungen gemacht haben freue ich mich auch, aber das Problem sind in meinen Augen genau die 100, die dafür vielleicht schlechte Erfahrungen gemacht haben oder einfach nur so dagegen reden weils jetzt in aller Munde ist und für irgendwelche „Propagandazwecke“ gut zu verwenden ist.

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        • Ich habe selber nie gesagt, dass ich das Buch gelesen habe. Ich wusste ja, wie „Die Szene“ darüber denkt… und wusste auch, dass ich sofort einen Stempel aufgedrückt bekomme, wenn ich sage, dass ich – als Neuling – das Buch gelesen habe 🙂
          Meine Motivation war einen andere, aber der Zeitpunkt sprach gegen mich… 🙂
          Und ich denke, dass die wenigsten zugeben, dass sie das Buch gelesen haben, wenn sie mit jemand aus der Szene sprechen 🙂

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        • Mir ist es auch ziemlich Wurscht was „Die Szene“ dazu sagt – und bei mir hättest du auch nie einen Stempel aufgedrückt bekommen. Ganz im Gegenteil. 🙂
          Ich hab jetzt einfach mal bei mir eine anonyme Umfrage zum Thema „Wo kommt dein Interesse an BDSM her“ gestartet und hab „unauffällig“ *lach* 50SoG als Antwort mit hinzugefügt. Ich lass mich sehr gerne überraschen und wenn ich falsch mit meinen Vermutungen liege und du richtig, dann würde mich das sehr freuen.

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        • Ich glaube dass doch einige Menschen so wie ich schon vorher ein Interesse an dem Thema hatten, das Buch vielleicht dann der Stein ist, der etwas ins Rollen bringt.

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  5. Ich liebe gute Literatur und war nach den ersten 20 Seiten des ersten Teils nahe daran, das e-book von meinem reader zu löschen. Die Geschichte hat mich allerdings gefesselt, denn ich habe in meinem Kopfkino gesehen, was alles hätte geschehen können, wenn ich meine Phantasien nicht als abartig abgetan hätte. Nach den Büchern habe ich mich erstmals ernsthaft mit SM auseinandergesetzt, einen anderen Ansatz gesucht als es mein Analytiker in vier Jahren gemacht hat. Meine Entjungferung liegt viele, viele Jahrzehnte zurück, sie hätte der Einstieg in die Szene sein können. Aber das war ja nicht „normal“. Vor meiner Heirat hatte ich einmal einen One-Night-Stand, keine grobe Gewalt, aber sehr nahe an meinen Masturbationsphantasien. In der Ehe gab es ausschließlich Blümchens, seit 10 Jahren läuft gar nichts mehr. Diese Bücher und der Film waren ein AHA-Erlebnis für mich, einfach, weil ich sie mir erlaubte. Frühere Bücher und Filme, die sicher um einiges besser sind, habe ich mir verboten, weil ich mich meiner Phantasien schämte. 50SoG aber ist Mainstream, also habe ich mich getraut. Und nun? Immerhin habe ich einen Zweitblog eingerichtet, in dem ich niederschreibe, was alles hätte sein können, wenn die Zeiten andere gewesen wären. Und ich habe hocherotische Blogs mit anturnenden Geschichten gefunden. Meine Phantasien werde ich weiterhin nicht ausleben können, der Zug scheint abgefahren zu sein. Aber hier und dort zu lesen, wie es sich anfühlen könnte….
    Liebe Grüße,
    larivle

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  6. Bemerkenswert, daß über so viel Dreck (Buch und Film) so tiefgründig debattiert wird. Aber daß Ihr das überhaupt ertragt so schlechte Literatur zu lesen, das geht mir nicht in den Kopf. Das ist ein Schundroman, Bestseller hin oder her.

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    • Weil es uns weder um die Qualität des Buches noch des Filmes geht… Sondern um das Thema und unsere eigenen Erfahrungen mit demselbigen – Remi schrieb das ja auch in ihrem Ursprungstext… Und ich persönlich urteile nur über Dinge, die ich beurteilen kann… Meine Meinung 🙂

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