Sex über den Dächern der Stadt

Letzte Woche ging es bei mir ja drunter und drüber. Von der BDSM-Erfahrung habe ich ja ausführlich geschrieben. Was noch fehlt ist der Sex vorher und der Liebeskummer, der danach kam.

Zum Sex: Ich habe mich mit einem Mann zum zweiten Mal mal verabredet. Das erste Date war ganz nett, aber schon geraume Zeit her. Gutes Gespräch, netter Abend nichts passiert. Dann hatten wir irgendwann wieder Emailkontakt und uns zum zweiten Mal verabredet, wieder in einer Kneipe. Und eigentlich bin ich auch davon ausgegangen, dass auch dieses Mal nichts passieren wird, schließlich haben wir uns in einer Kneipe verabredet und es hat beim ersten Treffen schon auch so gar nichts darauf hingedeutet, dass was passiert. Nun denn, ich hab Tom gesagt, dass ich ein Date haben werde, aber davon ausgehe, dass nichts passiert.

Ich habe mich auf das Date gefreut. Denn mein Datepartner ist endlich mal weder Techniker noch BWLer… Herrlich, ein Geisteswissenschaftler, so wie ich 🙂 Und er ist ein wenig Künstler..

Jedenfalls trafen wir uns nach meiner Sitzung in einer Kneipe und der Abend war so wie ich es erwartet hatte. Wir unterhielen uns gut über alles mögliche. Er redet viel, kann aber auch zuhören und einen ausfragen (muss ne Berufskrankheit sein). Jedenfalls verging die Zeit wie im Flug und irgendwann war es dann nach Mitternacht. Während des Gesprächs wurde mir klar, dass er in meiner Stadt alleine wohnt. Das änderte die Ausgangslage natürlich. Als wir bezahlt hatten und wieder draußen auf der Straße standen, liefen wir einfach mal in Richtung seiner Wohnung. Dort angekommen schwärmte er mir von dem überragenden Blick über die Stadt vor, denn er wohnte ganz oben. Und fragte mich, ob ich mir das ansehen wollte. Ich weiß, dass ist wohl wie mit der Briefmarkensammlung, aber eigentlich war mir auch da immer noch nicht klar, dass was laufen würde. Er hatte auch gar nicht so eindeutig signalisiert, dass er darauf hinaus will. Und ich hab ja so eine Grundneugierde, also ging ich mit.

Jedenfalls hatte er Aussichtsstechnisch nicht zu viel versprochen, man hatte wirklich einen wunderbaren Blick über die Stadt. Er bewohnt ein sehr schnuckeliges Einzimmer-Appartment wenn er hier in der Stadt ist. Aber es hat eine riesen Fensterfront, so breit wie seine Wohnung. Und da er ganz oben wohnt, kann auch keiner reinschauen, so dass er keine Vorhänge braucht. Ansonsten gibt es bis auf Tisch, Bett und Regal eh nicht viel in seiner Wohnung. Ich stellte mich ans Fenster und starrte fasziniert nach draußen. Mr. Hochhaus fragte mich, ob ich was trinken wolle.. Sekt..Uhh gefährliches Zeug, das vertrag ich eh nicht so gut. In der Kneipe hatte ich nichts getrunken, weil ich mein Auto noch an der U-Bahn stehen hatte, wegen meiner Sitzung vorher. Aber mit dem Blick auf die Uhr stellte ich fest, dass es eh schon fast zu spät war um noch mit der U-Bahn heimzukommen. So willigte ich ein. Und auch jetzt war mich noch nicht ganz klar, dass etwas passieren würde. Irgendwann setzte ich mich mit auf sein Bett. Er hatte Musik angeschmissen.
Und dann ist es doch passiert. Wir haben geknutscht und hatten Sex. Und ich bereue gerade, dass ich es nicht früher niedergeschrieben habe, denn meine Erinnerung ist echt ziemlich verblasst. Mal sehen, ob es zurück kommt, wenn ich ein wenig darüber nachdenke. Ich weiß nur, dass ich noch nicht mal besonders schicke Unterwäsche an hatte, weil ich das ja gar nicht erwartet hatte. Gut, dass ihm das in dem Moment dann eh egal war. Es war ziemlich intensiv, daran erinnere ich mich. Knutschen war ganz. Der Sex war gut. Dass die Nacht so verblasst ist in meiner Erinnerung hat nichts mit der Qualität der Nacht zu tun, sondern nur mit dem was danach noch kam.

Jedenfalls war es irgendwann schon ziemlich spät und ich wäre nur noch sehr kompliziert nach Hause gekommen, so dass ich mich entschied die Nacht da zu bleiben. Ahh, bis auf die Nacht in der Schweiz hatte ich noch mit keinem Mann eine ganz Nacht verbracht. Noch dazu hatte ich weder Zahnbürste noch sonst irgendetwas dabei. Au wei. Aber ich konnte schon einigermaßen schlafen. Ich hoffe, dass ich keine allzu peinlichen Sachen im Schlaf gemacht habe. Jedenfalls bin ich am Morgen irgendwann aufgewacht und er wollte noch mal Sex machen. Ich ließ mich überzeugen.. Aber Sex ohne Zähneputzen und damit ohne Knutschen.. Ich weiß nicht, außerdem fühle ich mich dann immer wie ein Zombie.. Der Kopf war jedenfalls an. ahhh..Aber trotzdem wars ganz gut.
Wir frühstückten noch zusammen und dann ging ich. Mein Abschied fiel irgendwie kalt aus, was er gar nicht sollte, aber ich sehnte mich nach einer Dusche und meiner Zahnbürste.
Die Nacht war gut, sie sollte aber einen Beigeschmack behalten. Bei den ersten Nachrichten von Tom an diesem Morgen merkte ich, dass etwas nicht stimmte. Er war sauer, weil ich dort übernachtet hatte. Das sollte mich noch eine ganz Weile beschäftigen

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