Erdbeer-Sex – was ein doofer Ausdruck

Gerade bevor ich auf veröffentlichen klicke fällt mir auf, dass das der 500. Blog-Eintrag werden wird. Wow, das ist mal eine Zahl. Soviel habe ich also geschrieben in den letzten Jahren. Nachdem konsequent Dinge tun nicht mein Fachgebiet ist, ist es umso erstaunlicher, dass ich es geschafft habe bis zu dieser Zahl zu schreiben. 500 mal ein Schwank aus meinem Sexleben. Mal lustig, mal traurig, mal doof, mal peinlich, mit Orgasmus oder ohne. Mit Liebeskummer, mal ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden… Da werd ich mir doch mal einen kleinen Gin-Tonic aufmachen heute Abend auf das Jubiläum.

September – Urlaubszeit vorbei. Kein Ehrenamtspause mehr. – Und schon sind wieder zwei Wochen seit dem letzten Blogeintrag vergangen. Ich war zwar immerhin noch eine Woche davon auf Reisen, aber ich merke, dass die zeitlichen Ressourcen wieder ganz andere sind, als noch im August, wo ich wirklich viel geschrieben habe.

Aber immerhin kann ich verkünden, dass sich in dem Bereich, der mir am Meisten auf das Gemüt geschlagen hat, doch sehr plötzlich was getan hat. Ich bekomme morgen die Schlüssel zu meiner neuen Wohnung. Juhuuu… Plötzlich ging es dann superschnell. Natürlich über jemand, der jemanden kennt… Anders ist wohl nicht an eine Wohnung zu kommen. Die Wohnung liegt gut in der Stadt. Neues Viertel. Bringt mich ein gutes Stück weg von meinem bisherigen Leben. Raus aus meiner Komfortzone, was in meinem Kopf ein wenig gebraucht hat. Mit kleinen Ängsten und riesiger Vorfreude werde ich morgen Abend eine Luma in die Wohnung legen und einfach eine Nacht in der leeren Bude verbringen.

Ein neuer Abschnitt beginnt. Alte Zöpfe werden nun endlich abgeschnitten. Die Bande zum Ex gekappt. Mein eigenes 34 Quadratmeter großes Reich. An der Schmerzgrenze dessen was ich ausgeben wollte. Das macht mich ein wenig nervös. In der Hoffnung, dass ich mit meinem Geld auskommen werde. Es wird auch nicht das Reich für immer sein. Meine 1-Zimmer-Zwischenstation um ganz zu mir zu kommen. Ein neues Viertel gilt es zu erobern. Als mir beim Suchen gewusst geworden ist, dass ich nicht in dem Viertel bleiben können werde, in dem ich jetzt wohne, da ist ganz schon viel hochgekommen. Einen Nachmittag habe ich mal meinem Chef die Ohren vollgeheult, weil es sich gerade so ergeben hat, dass ich in dieser Stadt aus der ich nicht weg will einsam bin. Keinen dauerhaften Anschluss habe. Mal sehen, ob es mir gelingt, das noch zu ändern. Ansonsten muss ich mich halt ins Auto setzen und zu meinen Freunden fahren.

Aber es ist die Chance mein Leben aufzuräumen und wirklich zu entrümpeln. Ich werde einfach viel alten Kram wegschmeißen. Materielles reduzieren. Mir eine kleine, aber feine Wohlfühloase schaffen. Mit einer Ecke in der ich gut schreiben kann. Und bin sehr gespannt wie es wird, wenn ich zum ersten Mal seit Jahren einen Mann mit nach Hause nehmen kann 🙂 Jetzt habe ich keinen Druck mit dem Umziehen. Werde denke ich im Laufe des Oktobers meine Sache in die neue Wohnung packen.

Nach geraumer Zeit ist Mr. Anwalt wieder in meinem Leben aufgetaucht. Wobei mir auffällt, dass ich außer über das erste Treffen nie über ihn gebloggt habe. Ich weiß eigentlich gar nicht warum. Das war mehr Zufall. Ich glaube immer wenn wir ein Date hatten, war ich die Tage danach so eingespannt, dass ich nicht dazugekommen bin es aufzuschreiben. Wir hatten uns Mitte letzten Jahres in einem Biergarten getroffen und uns gut unterhalten. Sportlicher, gutaussehender, schlauer Mann, der gerade dabei war sich von seiner Frau zu trennen. Der mir am Ende des Dates einen unvergesslichen, schmetterlingsgefluteten unerwarteten, leidenschaftlichen, perfekten Kuss gegeben hat. Wenn an diesen Moment denken, der mehr als ein Jahr her ist, dann spüre ich immernoch ein wohliges Ziehen in meinem Bauch. Er hat mich in dem Kuss spüren lassen, dass er mit jeder Faser seines Körpers Lust auf mich hat. Manchmal passieren so Momente. Umso schräger, dass ich nie über unseren Sex geschrieben habe. Aber mutmaßlich hat der Kuss die Messlatte so hoch gehängt, dass der Sex bei dem man sich erst an den anderen rantasten muss, dass nicht ganz halten konnte. Nicht falsch verstehen, wir hatten guten Sex. Aber man muss sich manchmal auf einander einspielen.

Wir hatten glaube ich zwei mal Sex im letzten Jahr. Dann war unser Kontakt etwas rar, was damit zu tun hatte, dass er im Leben wichtigeres zu tun hatte als eine Affäre mit mir. Ehe retten oder trennen. Ich gehe davon aus, dass ihn das beschäftigt hat. Als er sich so halbwegs in seinem neuen Leben eingerichtet hatte, begann sich unserer Kontakt wieder zu intensivieren. Wir schrieben wieder mehr hin und her. Aber bis zum nächsten Treffen, dauerte es ein wenig. Mal war er im Urlaub, oder ich hatte keine Zeit. Vor meinem Urlaub fühlte ich mich einsam, hatte meine Tage und wollte eigentlich nur in den Arm genommen werden. Ich schrieb ihn an. Er antwortet und fragte, ob ich wirklich nur kuscheln wolle. Ich schrieb, dass ich auf alles Lust habe, wovon ihn meine Tage nicht abhalten würden. Er schrieb, dass er aktuell nur ein ganz kleines Bett hat und ich die Kondome mitbringen soll.

Dann stand ich vor seiner Tür. Trotzdem wir uns Monate nicht gesehen hatten, war es einfacher dieses Mal, vertrauter. Ich ging schnell duschen. Für den Kopf. Hatte meine Tage, aber zum Glück nicht allzu wild. Und er wußte worauf er sich einließ. Hatte auf dem Weg zu ihm die vermutlich teuersten Kondome meines Lebens an einer Tanke gekauft. Drei knallbunte Billy Boys für 5 Euro. Oh Mann. Der Verkäufer hatte mir dann beim Gehen natürlich noch viel Spaß gewünscht. Werd ich haben, dachte ich mir.

Wie gern ich seinen Körper doch anfasse. Er macht mich einfach an. Wildes Knutschen streicheln, knabbern. Es war freier als bei den ersten Malen. Ich bestand darauf ein Handtuch unterzulegen. Wollte die weiße Bettwäsche nicht ruinieren. Dann tat er erstaunliches. Er war drauf und dran mich Lecken zu wollen. Ähh.. wie jetzt. Aber ich … also blute doch. öh.. Hilfe… Mein Kopf legte los. Andererseits wußte er ja, woran er war. Ich hatte es gesagt, wir haben das Handtuch untergelegt. Er ist ja schon groß und wird wissen was er tut, schlug der Kopf nun vor. Na,dann lasse ich ihn mal machen. Ich verdrängte alle Gedanken an meine Periode und ließ mich in den Gedanken hineinfallen, dass er schon nur Dinge tun würde, auf die er Lust hat. O Gott wie geil er lecken kann. Hatte ich das verdrängt oder hatten wir das so noch gar nicht gehabt? Keine Ahnung. Aber er hatte das definitiv drauf. Er wußte genau wie es geht. Langsam, steigernd. Lecken und Fingern. Wie großartig, wenn Männer wissen, wie sie lecken müssen. Ein großartiger Orgasmus war mein Preis.

Und ich revanchierte mich mit Blasen. Allerdings musste ich mich sehr zurückhalten, dass er nicht gleich kommt. Er wollte noch nicht kommen. Er zog sich eines der lustig bunten Gummis an und ich streckte ihm meinen Hintern entgegen. Ich glaube er kam unmittelbar, nachdem er in mich eingedrungen war mit dem Hinweise: „Oh Gott Remi, dein Arsch macht mich so an.“ So gut. Wir hatten beiden guten „Erdbeer-Sex“ gehabt. Auch wenn ich den Ausdruck nicht mag. Wir beömmelten uns darüber dass manche Frauen das Erdbeer-Woche nennen. Naja. Ich fuhr nach Hause, denn sein Bett war eindeutig zu klein für zwei Menschen.

„Unser letztes Date verlangt nach einer baldigen Wiederholung. Dich von hinten zu ficken ist so unglaublich erregend, weil mich der Blick auf deinen Hintern so scharf macht. Ich will mehr davon, Remi. Du machst mich an.“

Diese Nachricht schrieb er mir danach. Da war es wieder das Ziehen im Bauch. Oh ja sowas von mehr davon….

 

 

Therapeutisches Ficken

Die kurze Nacht hat ein paar Müdigkeitsspuren hinterlassen. Das rächt sich jetzt gerade ein wenig, da ich eine Sitzung habe und danach noch ein gutes Stück Autofahren muss. Da ich bei der Sitzung nur zuhören muss, nutze ich die Zeit in paar Zeilen zu schreiben. Muss nur aufpassen, dass niemand auf den Bildschirm linst. (Ich habe es nicht geschafft während der Sitzung den Artikel fertig zu schreiben.) Mittlerweile sind nochmal zwei Tage vergangen.

Noch keine News an der Wohnungsfront. Markt ist schwierig. Die Suche zieht mir viel Energie. Aber nächste Woche könnte sich was tun. Und eine Option hat sich quasi zerschlagen. Mal sehen, was passiert

Was mir gut tut sind die Ausgeh-Abende mit dem älteren Kollegen. Wir haben das jetzt mehrere Wochen nacheinander immer gemeinsam gemacht. Diese Woche nicht, weil ich an dem Abend einen Termin hatte. Aber letzte Woche. Den Eintrag bin ich noch schuldig.

Wir waren auch dieses Mal wieder im Pornokino unterwegs. Ich mag das ja schon einfach deswegen so gerne, weil ich es genieße dort an der Bar zu sitzen und über das Leben und Sex zu reden. Es war relativ wenig los, da die meisten beim Fußball schauen waren. Aber das war sehr okay. Wir gesellten uns an der Bar zu Chefin und ließen uns ein paar Insider-Geschichten erzählen. Ich hatte mir auch dieses Mal kein Cluboutfit angezogen. Hatte es aber dabei. Mr. Gere-Kollege fragte mich nach einer Weile, ob ich mich denn nicht in Schale schmeißen wollte. Na, wenn er sich das wünscht, weil es ihm gefällt, dann mache ich das doch.

Also zog ich mich um. Er kam zu und sah mir dabei zu. Es war süß. Und machte mich ein wenig nervös. Ich schminkte mich auch. Und ja, ich fühlte mich gleich um Längen sexier in meinem Kleidchen, als in meinem normalen Outfit. Außerdem zeigte es mir, dass er Lust auf mich hatte.

Wir gingen irgendwann in einen der beiden Spielräume im Keller. Die Details des Abends sind in meiner Erinnerung schon etwas verschwommen. Ich schreibe, die Momente die mir im Gedächtnis geblieben sind. Wir waren jedenfalls in dem Spielzimmer und knutschten. Es waren gleich noch drei oder vier Männer hinterher gekommen. Ich habe sie mir aber überhaupt nicht angesehen. Mr. Gere saß auf der Liege an die Wand gelehnt. Ich stand vor ihm und beugte mich über seinen Schwanz. Ich konzentrierte mich völlig aufs Blasen. Ich spürte mehrere Hände die vorsichtig meinen Körper erkundeten. Ich wusste, dass Mr. Gere ein Auge auf sie haben würde. Er hatte mich auch gefragt, ob es okay war, wenn die Herren mit in das Zimmer kamen. Für mich war es okay. Ich mag es ja, wenn ich noch ein paar Hände auf mir spüre. Manchmal weiß ich nicht, ob es für ihn okay ist oder ihn eher stört. Aber da er eh ein Gentleman der alten Schule ist, mutmaße ich dass es ihm wichtig ist, dass ich Spaß habe.

Jedenfalls blies ich ihn, während die drei Männer hinter mir anfingen mich mit ihren Händen zu erkunden. Sie waren vorsichtig. Ich hatte das Gefühl, sie genossen es einfach eine Frau anfassen zu können.

Der Kollege ließ sich blasen und passte zeitgleich auf mich auf. Ein der Männer wollte mich ficken. Der Kollege fragte, ob er ein Gummi dabei hatte und guckte mit einem Blick, dass er es auch angezogen hatte. Ich ließ die Herren einfach machen und konzentrierte mich auf den Schwanz des Kollegen. Dann spürte ich den Mann hinter mir. Er brachte sich in Position. Dann drang er in mich ein. Ich blies den Kollegen weiter. Versuchte es zumindest. Denn mit den Stoßbewegungen von hinten war das gar nicht so leicht. Er hielt mich an den Schultern fest, damit er besser zustoßen konnte. Damit zog er mich aber immer wieder vom Blasen weg. Ich blies also in Stößen. Was sich vermutlich schräg angefühlt hat. Aber der Mann der mich fickte, wurde ziemlich schnell ziemlich erregt. Hörbar. Ich musste breit grinsen während er mich nahm. Dann stieß er noch ein paar Mal zu und schon kam er. Ich kommentierte noch mit „Huch, das war ja einfach“ Er zog sich zurück und bedankte sich und zog glücklich von Dannen. Ich hab keine Ahnung, wie er aussah, denn ich hatte mich nicht umgedreht.

Der Kollege hatte irgendwann genug vom Blasen, ich glaube er konnte in der Position nicht kommen, oder wollte noch nicht kommen. Da stieg ich nicht ganz dahinter. Also hörten wir auf. Als ich mich aufrichtete, standen noch drei Männer mit hoffnungsvollem Blick und ihrem Schwanz in der Hand vor mir. Ich überlegte, ob ich Lust auf einen weiteren Blowjob hatte. Der Kollege ging sich frisch machen und ich fand mich umringt von drei Männer wieder. Aber alles okay. Der Kollege hatte noch gefragt, ob für mich alles passt. Ich besorgte es zwei Herren noch mit der Hand. Es fühlte sich sehr therapeutisch an. Sie dürsteten förmlich danach angefasst zu werden. Angeheizt von den Pornobildern und mutmaßlich eher deutlich unter als übervögelt, hatte ich das Gefühl, ein gutes Werk zu tun. Sie kamen und sauten mir die Beine voll. Dann zog ich meine Sachen an und ging erstmal duschen. Mit einem Gefühl zwischen dreckig, weil ich mir gerade von Wildfremden aufs Knie wichsen lassen habe und ach, warum eigentlich nicht, cool, dass ich das einfach tun kann, weil ich gerade Lust dazu hatte. Ein ambivalentes Gefühl hinterlässt das Pornokino manchmal.

Gemeinsam weniger einsam

Die Nächte werden kühler, ein wenig herbstlich. Wolldecke und Tee habe ich schon wieder rausgekramt. Mein Nähebedürfnis wird auch gerade wieder größer. Die Gelegenheiten zum Nähe tanken sind aber aktuell eher rar gesät.

Gestern Abend rief mich zu meiner Überraschung relativ spät Mr. Montage an. Damit hatte ich ja schon gar nicht mehr gerechnet, da unser Kontakt doch sehr wenig geworden war. Er wollte reden. Hat immernoch Gefühlschaos in seinem Kopf. Zu dem ich vermutlich nur einen klitzekleinen Anteil beitrage. Er sagte, dass er schon ein paar Mal darüber nachgedacht hat sich zu melden, mich aber nicht als Trostpflaster benutzen wolle. Das fand ich gar nicht so wild. Trostpflaster sein. Ich sagte, dass sei schon okay für mich. Nachdem ich weiß woran ich bin, kann ich ganz gut damit leben. Und wenn zwei Menschen dafür sorgen, dass sie sich gemeinsam ein wenig weniger einsam fühlen, dann ist das doch ganz okay.

Wir telefonierten fast zwei Stunden. Er redete, ich hörte zu. Meistens jedenfalls. Auch gebraucht werden, ist mal ganz okay. Neben seiner sonstigen Gefühlswelt lies er auch durchblicken, dass er das mit uns nicht einschätzen kann. Ich glaube er hat ein wenig Angst, dass ich mich in ihn verknalle und er das nicht erwidern kann. Er hat wohl Lust auf das mit uns, auf das unverbindliche, muss ich sich aber mit dem Konzept erst anfreunden.

Während des Gesprächs hatte er eine Flasche Rotwein getrunken. Durch seinen Liebeskummer, den er hat, hat er die Nächte vorher nicht wirklich gut geschlafen. Ich entgegnete lachend, dass es nur daran liegt, dass er kein lebendiges Kuschelmonster in seinem Bett habe. Als ich bei ihm war hat er eigentlich durchgeschlafen. Gegen schon ziemlich spät und in ein wenig angetrunken erzählte er mir, dass er gerade mit einem Ständer im Bett liegen würde. Aha. Und ob ich nicht vorbeikommen würde. Ahaaaa.

Ich dachte nach: 35 Minuten Fahrzeit zu ihm, ich wäre kurz nach Mitternacht da. Sein Wecker wird gegen 6:30 klingeln. Ich hatte am nächsten Tag frei, könnte ein wenig länger schlafen als sonst. Wir würden vermutlich nach einer halben Stunde einschlafen…

Aber PMS gebeutelt hatte ich mich den ganzen Abend saueinsam gefühlt. Fahre ich zu einem gut angetrunken Mann, nur um vermutlich 30 Minuten später eingekuschelt einzuschlafen?

Ja. Verrückt, aber ja.

Ich hab es gemacht. War kurz nach Mitternacht bei ihm. Er hatte die halbe Stunde, die ich Fahrtweg hatte schon geschlafen. Ich kam an, ging eigentlich direkt ins Bad um mich Bettfertig zu machen und kletterte dann zu ihm ins Bett. Der Moment, als ich unter seine Decke kletterte, seinen warmen Körper spürte, in den Arm genommen und festgehalten wurde. Der war es sowas von wert. Ich spürte wie mein Körper die Nähe aufsaugte. Wie Glückshormone durch meine Blutbahn strömen. Er hielt mich fest, kraulte mich am Kopf und Nacken. Dieses Auftanken geht nicht bei vielen. Es geht bei ihm, bei Mr. Bondage, bei Mr. Sunshine und bei meinen Kollegen. Bei allen weiß ich, dass sie mich mögen, wie ich bin. Und ich mag sie einfach. Und dann geht das.

Wie gut das tut. Vermutlich ist das auch echt ein irrer chemischer Prozess, der da in Gang gerät. Aber schon ein paar Minuten mit meinem Kopf an seine Brust gekuschelt sorgten für einen krassen Stressabbau in meinem Körper. Ich sagte ihm, dass ich meine Tage hatte und er deswegen nicht so an mir rumgrabbeln kann, wie ich an ihm. Er zog sich aus, ich zog mein Schlafshirt aus, behielt aber meine Hose an. Noch mehr Körperwärme, die er abgab. Ich spürte ein fordernde, hatte Latte gegen mein Becken drücken. Ich rutschte an ihm runter und blies sie hingebungsvoll. Der Rotwein den er getrunken hatte sorgte dafür, dass er leichter genießen konnte. Er ließ mich machen. Ich mochte das. Irgendwann als er schon sehr erregt war, nahm er meinen Kopf in seinen Hände und fickte mich in den Mund bis er kam. Es war schön. Ich genoss seine Erregung. Ich machte eine kurze technische Pause im Bad, kam zurück und kuschelte mich an ihn hin. Er löffelte mich und wir schliefen ein. So schön. Das passiert mir wirklich selten. Vor Allem ohne T-Shirt kann ich eigentlich nie schlafen, weil ich immer kalte Schultern bekomme. Später in der Nacht wachte ich auf. Wir lagen immer noch eingekuschelt da. Ich zog mein T-Shirt an.

Es war vermutlich wirklich nicht mehr als eine halbe Stunde. Aber die hat mir so gut getan. Ich glaube er hat es auch genossen, jemand um sich zu haben und nicht allein seiner Wohnung zu sitzen. Gemeinsam ein bißchen weniger einsam.

Im Wohnwagen aufgewacht…

Nach einem Wechselspiel zwischen Zusehen, Händchenhalten und Knutschen und Drink an der Bar, wollte Mr. Sunshine doch auf die Matte. Es dauerte gar nicht lange, bis andere hinzukamen. Er lag hinter mir und ließ die anderen Männer sich an mir vergnügen. Fummeln, Blasen, Ficken. Aber Mr. Sunshine war irgendwann weg, während ich beschäftigt war. Keine Ahnung, wo er hingegangen ist. Wir hatten keine Vereinbarung für den Abend. Da ich ein grünes Band trug, musste er  auch nicht auf mich aufpassen. Aber dadurch das er weg war, war es schräg, weil es änderte in meinem Kopf die Situation. Es funktioniert entweder in der Version, Mann verleiht mich an andere, passt auf. Dann ist mir fast wurscht, wer da so an Männern kommt. So wie mit JD bei meinen ersten Pornokinobesuchen. Oder ich such mir selbst ein oder zwei Männer aus und geh mit denen bewusst auf die Matte. Nun lag ich also auf der Matte mit irgendwelchen Männern und er war weg. Die Situation funktionierte nicht mehr. Das war mir zu wahllos. Wenn der Kick durch das Verliehen werden fehlt, dann brauche ich den Kick des Begehrtwerdens. Ich suchte also meinen Kram zusammen und verließ die Matte.

Ich begnügte mich dann erstmal mit Zusehen. Mr Sunshine war zwischendurch immer mal wieder länger auf Jagd. Dann wieder eine Weile bei mir. Dann ergab sich doch noch ein nettes Gespräch mit einem Mann in der Bar. Bisschen anders, Typ Sozialarbeiter. Er war mir sympathisch. Also doch nochmal auf die Matte. Aber ich war inzwischen nur noch in Geberlaune. Also verwöhnte ich ihn. Ich wollte gar nicht mehr gevögelt werden. Nur noch blasen. Was wohl auch für ihn galt, also die Geberlaune. Deswegen waren wir nicht sonderlich erfolgreich, zumindest wenn ein Orgasmus der Maßstab ist.

Der Abend endete damit, dass ich mir noch zwei nette Männer suchte, die ich blies und dann irgendwann auf einem Sofa saß und auf Mr Sunshine wartete, der gerade eine Runde am Vögeln war. Es dauerte.. und dauerte… In der Zwischenzeit kam ein Pärchen, das knapp jünger als meine Eltern war und leistete mir Gesellschaft. Na dann hatte ich Unterhaltung beim Warten cool. Aber dann wurde es richtig schräg. Sie waren nett keine Frage, aber irgendwann streichelten sie an mir herum und bedauerten, dass sie mich nicht früher an dem Abend kennengelernt hatten. Sie hätten ja sehr Lust auf mich gehabt. Ich saß da in der Mitte, ein wenig überfordert. Eigentlich wusste ich nie so genau, ob ich das nun mochte oder nicht. Es schien sie aber nicht zu stören, dass ich ich da völlig passiv, wie ein verschrecktes Hühnchen in ihrer Mitte saß. Ich war doch froh, als Mr Sunshine kam und wir nach Hause gingen. Fast.

Er hatte mich gefragt, ob ich den Rest der Nacht mit ihm verbringen wollte. JYeah verlockendens und überraschendes Angebot. Ich hatte an dem Abend trotz viel Nähe schon manchmal gedacht, dass er gar keine Lust auf mich hat. Übernachten, aber nicht zu Hause. Er baute gerade an einem Projekt und wollte auf das Material aufpassen. Also hatte er sich dort einen Wohnwagen aufgestellt. Juhu, Camping. Genau mein Ding. Eigentlich war es mir aber zu spät, ich hatte am nächsten Tag einen Termin, ich war müde und so gar nicht vorbereitet. Aber ich hatte Lust. Ich mag ihn und es klang so wildromantisch.

Ich grübelte kurz, dachte mir dann, das Leben sei zu kurz um das nicht mitzumachen und sagte zu. Ich hatte nix zum Übernachten eingepackt. Aber in meinem Auto fand sich ein T-Shirt und ne Decke. Wir fuhren dort hin. Es war mitten auf dem Feld. Nur wir zwei. So cool. Auch wenn wir im Club nicht aufeinander klebten, ich fühle mich aus einem Grund, den sich selbst nicht so genau benennen kann, mit ihm einfach wohl. Wir kuschelten uns unter seine Decke, ich nochmal zusätzlich in meine eingerollt. Im Club hatten wir keinen Sex, aber in seinem Wohnwagen. Einmal zum Einschlafen und einmal zum Aufwachen. Und zwischendurch schliefen wir eingekuschelt ein. Was erstaunlich ist, weil ich oftmals so gar nicht einschlafen kann oder schlecht schlafe neben jemand Neues. Aber ich schlief gut und er ist eine tolle nicht pieksende Heizdecke 🙂

Wifesharing-Party mit 150 Personen in einer Nicht-Spielkonstellation und fast nur schönen Menschen sind nicht die optimale Nummer für mich. Aber ich bereue jetzt auch nicht, dass ich dort war. Ich mag es ja, mir alles mal anzusehen und auszuprobieren. Das Ende des Abends hat mich sehr versöhnt.

Lauter Granaten-Frauen lassen sich Wifesharen

Ich steige in Mr. Sunshines Auto um. Wir haben uns schon eine Weile nicht mehr gesehen. Aber ich mag ihn einfach. Es ist immer so herrlich unkompliziert mit ihm. Wifesharing-Party also in dem selben Club auf dem Land in dem wir letztes Mal das Erlebnis mit dem Sissi-Pärchen hatten.

Wir laufen zum Eingang. Mr. Sunshine kennt denjenigen, der die Tür an dem Abend betreut. Huch, das geht ja gut los. Bussi Bussi schon bevor wir drin sind. Das kann ja heiter werden. Da lob ich mir doch manchmal die Anonymität meiner Großstadt. Die Wifesharing-Party: stilvoll und mit Niveau. Ich versteh schon wie das gemeint ist. Sie lassen nicht die Grabbler rein. Aber alle Herren sahen komplett gleich aus, dunkle Hose, weißes Hemd, weil der Dresscode es vorschrieb. Und dann sah ich die ersten zwei Frauen in der Umkleidekabine. Bombenfigur, gemachte stehende Möpse im Fischernetzkleidchen, mit steil abstehenden Nippeln. Da sank meine Laune schon etwas, obwohl ich mich in meiner Haut aktuell ganz wohl fühle. Aber ich war einmal bei einer Cluberöffnung mit nur so schönen Menschen gewesen. Das fand ich total schrecklich. Vermutlich weil niemand sich gern wie das hässliche Entlein fühlt.

Rein in den Club, wieder Bussi Bussi, kleines Schwätzchen. Und da mein Mr. Sunshine wohl auch manchmal mit seiner Frau in den Club geht, wurde ich unterschwellig gleich mit der Nase drauf gestoßen, dass ich ja nicht die richtige Frau an seiner Seite bin. Menschen…

Es waren wirklich sehr viele Menschen im Club, was ja so gar nicht meine Baustelle ist. Ich musste mir noch ein farbliches Bändchen ummachen. Es gab Grün für „die Frau bestimmt selbst“, Gelb „für der Mann bestimmt wer ran darf“ und zusätzlich konnte man Rot für BDSM tragen. Grün für mich, die anderen Farbe standen in der Konstellation des Abends gar nicht zur Debatte. Und ich musste ein Namenschild tragen. Nachdem glücklicherweise Mr. Sunshine uns angemeldet hatte, stand da sein Nickname drauf und nicht meiner, so dass ich weiter unter dem Radar fliegen konnte. Es gibt bei diesen Partys immer so eine Eröffnungsansprache des Ausrichters bevor es los geht. Eigentlich ganz cool, weil er die Regeln nochmal erklärt. Mir aber zu viel Tamtam und Menschenauflauf, also blieb ich im Gang sitzen. Während ich da saß fiel mir auf, dass schon echt ein paar Granaten-Frauen dabei waren, mein lieber Mann. Das machte mich innerlich sehr zurückhaltend. Ansprache fertig und alle stürzten sich auf irgendwelche Matten. Von den Soloherren stach mir keiner so Recht ins Auge. Was gar nicht so sehr mit Schönheit zu tun hat, sondern mit zwischenmenschlichen Dingen. Es war ein ganzer Schwung auf mich arrogant wirkender Typen dabei, die schon ausstrahlten, dass sie perfekte Körper ficken wollen.

Ich ging nach unten in ein Spielzimmer, da unten weniger los war als oben. Bevor ich selbst was anstellen wollte, brauche ich ein wenig optischen Input in Form von einem schönen Fick. Ich war mit Mr. Sunshine nach unten gegangen. Wir tingelten erst gemeinsam durch die Räume, bis ich an einem hängen blieb. Ich glaube einfach nur deswegen, weil der Raum Tiefe hatte und ich mit gebührendem Abstand in Ruhe zusehen konnte. Zwei ältere Ladys hatten es sich unabhängig von einander auf der Matte bequem gemacht. Die eine allein, bei der anderen stand der zugehörige Mann am Kopfende und passt auf sie auf. Es ist schön, dass sowas möglich ist. Dass Frauen ausleben können was sie wollen. Dass auch ältere Frauen sich selbstbewusst Sex holen können. Dafür ein Juhu. Ich wollte erfüllen, sehen, hören, was die beiden anturnt. Jeder steht auf was anderes. Ich habe die dargebotene Szene mit meinen Erfahrungen begutachtet. Aber ich kam nicht dahinter, woraus die beiden ihre Lust zogen. Es kann natürlich immer sein, dass andere Körper sehr anders ticken als meiner. Schräg finde ich, dass es quasi immer komplett ohne Vorspiel losgeht. Bei dem Pärchen kann ich nicht beurteilen, ob da noch ein Mindgame zwischen den Beiden passiert.

Aber so rein körperlich lagen die beiden da, die ersten Männer kamen und zack ordentlich am Kitzler gerieben und quasi gleich reingesteckt. (Was auf der Party gut war, dass die Männer ziemlich konsequent ihre Finger desinfizierten.) Das wirkt immer wie so ein Kaltstart mit gleich voll aufs Gaspedaltreten. Und zack standen die Herren Schlange. Bei manchen Herren wurde ich über den Abend das Gefühl nicht los, dass der Plan war, das eigene Ding einfach in so viele Muschis wie möglich zu stecken. Brrr. Die Damen stöhnten auf einem gleichbleibenden Niveau. Machten zwischendurch sehr schrägen Dirtytalk. …“Ja steck dein Ding in die gelbe Höhle“… (Ich musste echt hart lachen) und kamen aber nicht. Auch so nach fünf bis zehn Männern, die sich da so versucht hatten nicht. (Zumindest meinem Empfinden nach.) Ich kam dann nicht umhin mich zu fragen, wonach die beiden denn suchen, was sie kickt? Ich will das nicht verurteilen und vielleicht reicht es den beiden, ihr Ego und Selbstwertgefühl dadurch gestreichelt zu bekommen, dass eine ganze Kompanie an Männern Sex mit ihnen haben wollte. Auch das ist legitim. Aber ich bin auch immer wieder erstaunt, wie viele Frauen im Club Sex haben und nicht kommen. Und frage mich, warum tun wir das?

Ich stand in meiner Ecke und strahlte wohl Unnahbarkeit aus, zum Anderen gruben mich fast den ganzen Abend nur weißhaarige ältere Herren an. Irgendwie fiel das aber an dem Abend so gar nicht in mein Beuteschema. Und auch die erweckten den Eindruck einfach irgendwo landen zu wollen und zogen sogleich zur nächsten verfügbaren Frau weiter. Zu wahllos.

Während ich den älteren Ladys so zusah, baute sich direkt vor mir die Supergranaten-Frau auf. Perfekter Körper, tätowiert, gemachte perfekt stehende Möpse. Hätte auch aus einem Pornofilm sein können. Sie hatte ein gelbes Bändchen um, also bestimmte ihr Partner. Der war dabei und koordinierte die Traube an Männern, die sich sofort gebildet hatte, weil alle einmal die Trophäen-Frau ficken wollten. Er zählte brav mit und ließ sie nacheinander von der ganzen Schlange an Männer ficken. Sie stöhnte immer ein wenig, aber einen Orgasmus konnte ich auch da nicht erkennen. Deren Art Spiel habe ich auch nicht verstanden. Vielleicht kickt es sie, dass sich bei ihr einfach immer die größte Schlange bildet.

So recht hatte mich, alles was ich bis dato gesehen hatte nicht angemacht. Also suchte ich wieder nach Mr. Sunshine. Ich hatte noch gar keine Ahnung, was er so anstellen wollte an diesem Abend. Vermutlich einer Frau seine Leckkünste zuteil werden lassen. Es war schön, da wir immer wieder knutschten und Händchen hielten. Aber auch sehr frei unterwegs waren. In diesem ersten Schwung der Party war mir das alles noch zu viel und ich wollte wenn überhaupt erst später aktiv werden.

Vorbereitung für den Club-Abend

Wollte ich gestern noch veröffentlichen :

Meine Wohnungssuche läuft so vor sich hin. Schon ziemlich beschissenen Wohnraum angesehen. Schon ein paar Mal Hoffnung gehabt. Aber es wird sich was finden. Im Hinterkopf hab ich wieder was, mal sehen was daraus wird.

An der Gefühlsfront ist es gerade eher wieder einsamer geworden. Mr. Montage hat sich sehr zurückgenommen und kommunziert sehr spärlich mit mir. Schade eigentlich. Aber vielleicht muss er seine Geühlswelt erst Mal aufräumen. Oder mein Leben ist ihm zu krass. Keine Ahnung.

Nach der Aussprache mit dem Kollegen klappt unser normales kollegiales Arbeitsverhältnis soweit gut, aber es hat sich natürlich verändert zu vorher. Ich kommuniziere aktuell quasi nur mit seiner Freundin per WhatsApp. Sehr spannend. Die Zeichen stehen auf ein Kennenlernen. Das ist positiv, aber ich hab doch auch Respekt vor.

Die entspannteste „Beziehung“ habe ich aktuell zu meinem Mr. Gere-Kollegen, denn dadurch dass wir regelmäßig ausgehen, sind wir uns auch regelmäßig nahe. Was mir wirklich gut tut, nachdem die anderen sich zurückgezogen haben.

Dadurch, dass Mr. Bondage ja den Reigen seiner Freundinnen erweitert hat, ist seine Zeit, die er für mich erübrigen kann, nochmal deutlich weniger geworden. Aber ich hab ihn unter der Woche unerwartet zu Gesicht bekommen. Der Blogeintrag wird noch folgen.

Mr. Jung und Potent bahnt auch gerade eine Beziehung an, also begrabe ich meine Hoffnung, dass ich ihn nochmal wiedersehen. Was sehr bedauerlich ist, weil die Nacht mit ihm toll war und es meistens beim zweiten Mal eher noch besser wird. Was ein Kommen und Gehen doch herrscht…

Ich habe zwischenzeitlich auch Mr. Beziehung nochmal wiedergesehen. Wir haben einen Abend und eine Nacht miteinander verbracht. Es war schön. Ich bin gern bei ihm. Wir hatten guten Sex. Wenn wir uns sehen ist alles gut. Aber unsere WhatsApp Kommunikation dazwischen ist und bleibt wirklich schwierig. Ich verstehe Dinge dauernd anders, als er sie meint. Es strengt mich irgendwie an. Ich kann mir mit ihm aktuell so ein Freundschafts Plus Ding vorstellen, bei dem man sich immer mal wieder sieht und eine gute Zeit hat. Insofern wir unsere Kommunikation noch verbessern

Ich habe mich eine ganze Weile vor dem Blog über die Nacht bei ihm gedrückt. Jetzt ist sie schon wieder so lange her, dass meine Erinnerung an die Details sehr verschwommen ist. Deswegen würde ein ausführlicher Blog der Sache nicht mehr gerecht. Er schrieb mir just heute, dass er mit mir unbedingt mal in einen Club will. Das werden wir bestimmt bald mal angehen.

Jetzt sitze ich gerade im Auto und warte auf Mr. Sunshine. Wir sind für den Club verabredet. Er hat schon Bescheid gegeben, dass es bei ihm ein paar Minuten später werden wird. Naja, so kann ich wenigstens noch ein wenig schreiben. Wir werden auf eine Wifesharing-Party gehen. Ist wahrscheinlich auch nicht viel anders als die Herrenüberschuss-Partys sonst, aber ich war noch nie auf einer. Also bin ich gespannt. Und ich freue mich auf Mr. Sunshine. Ist immer sehr entspannt mit ihm. Sehr unkompliziert. Ich hatte jetzt also noch Zeit mich perfekt zu schminken. Meinen Rucksack mit den Club-Klamotten mal ordentlich aufzuräumen. Heute werde ich rote Wäsche unter meinem schwarzen Netzkleid tragen. Und endlich wieder Strapse, weil es nicht mehr zu heiß dafür ist. Ich hab zwar meist dasselbe an, aber wenn man mal EIN Outfit gefunden hat in dem man sich wohlfühlt

Meine einzige Challenge heute: Mich aus der Szene raushalten. Die Party findet im Club statt, hat aber ein privater Veranstalter organisiert. Sind super viele Menschen angemeldet. Manchmal ist mir das ja dann schon zu viel Personenkult der da um die Veranstalter gemacht wird. Ich hab immer das Gefühl, dass in der Szene, die am Ende ja doch nicht sehr groß ist, sehr viel gelästert wird und Eifersüchteleien vorhanden sind. Ich hab wenig Lust, dass mal jemand aus Eifersucht mein Leben auf den Kopf stellt. Das ist mir mit dem Blog doch zu heikel. Vielleicht finden die anderen mich dann komisch, wenn ich zurückhaltend bin was Kommunikation angeht, aber damit kann ich leben. Bei meinem letzten Gespräch an der Theke im Pornokino mit der Chefin ist mir aufgefallen, was ich am Pornokino im Vergleich zum Club lieber mag: Sie sagte, dass Cliquen-Bildung der Tod für ihren Laden sei, deswegen versuchen sie das zu verhindern. Genau das ist das was mich an manchen Clubs nervt, vor allem an den Paare-Abenden.

Er fährt auf den Parkplatz. Los geht es…

Manchmal vergehen ein paar Jahre bis zum Wiedersehen…

Freitag Abend zu Hause – allein. Aber es ist okay. Meist komme ich ja ganz gut mit mir selbst aus. Außerdem war ich gestern Abend unterwegs und man muss es ja nicht übertreiben. Und vermutlich gehe ich morgen aus. So ein Abend Pause schadet also gar nicht. Und ich kann bloggen. Und wirklich unglaublich tolle Mails beantworten. Es berührt mich wirklich sehr, wenn mir jemand schreibt, dass mein Blog sein Leben verändert hat. Ich kann das immer noch nicht glauben, das mein Geschreibsel inspirierend sein kann. Aber es freut mich ungemein. Vielen lieben Dank für das tolle Feedback. Denn dann ist es ja ein Win-Win-Situation. Meinen Kopf reinigt es und am anderen Ende ist jemand gut unterhalten oder inspiriert. Das ist wunderbar.

Ich hab noch so viele Geschichten offen und immer die Frage, welche schreibe ich als nächstes.

Vielleicht, dass ich zu meiner Überraschung den Genussmann wieder gesehen habe. Ja, der Genussmann mit dem ich dieses unfassbar aufregende Absolute Blinddate hatte. Ja, genau der Genussmann, der mir danach gesagt hat, dass es ihn nicht gekickt hat. Der damit für meinen ersten Drop gesorgt hat. Damals hatte ich keine Ahnung, was das ist und warum es passiert. Die Erkenntnis hat ein wenig gebraucht. Aber mit fünf Jahren Abstand betrachtet, war das eigentlich ganz lehrreich. Zu wissen, was dieses Spielen mit einem anstellen kann.

Ja, der Genussmann, der sich dann zwei Jahre nach dem Absoluten Blinddate doch noch besonnen hat und ich doch noch die Auflösung des Absoluten Blinddates bekommen habe. Das war Ende 2014. So lange ist unser letztes Aufeinandertreffen her, glaube ich. Zumindest erinnere ich mich gerade nicht, dass ich ihn seitdem nochmal gesehen habe. Wir hatten so bis 2017 nur sehr spärlichen Kontakt per WhatsApp. Dann hat es sein Leben gesundheitlich komplett durcheinander gewürfelt. Mit langer Reha. Er hatte mit Sicherheit viel Zeit über sein Leben und den Sinn des Lebens  nachzudenken. Meist stellt so eine gesundheitliche Ausnahmesituation doch eine Zäsur in einem Leben dar. Ich war schon überrascht, als er mir aus seiner Reha schrieb. Es hatte sich nur damals einfach kein passender Zeitpunkt ergeben, sonst hätte ich ihn besucht. Seit der Zeit haben wir zwar immer noch losen, aber intensiveren WhatsApp-Kontakt. Trotz dem ich irgendwie nicht sein Typ Frau bin, scheine ich ihm als Mensch nicht aus dem Kopf gegangen zu sein. Wir verabredeten uns zum gemeinsamen Fußball schauen.

Ich musste schmunzeln, denn als ich mein Auto geparkt hatte und zu seiner Adresse lief, da kamen die Erinnerungen an das Absolute Blinddate wieder hoch. Vor allem als ich vor seiner Eingangstür stand und klingelte 🙂 Grrrr, echt ein Gänsehautmoment. Auch der Tisch ist noch derselbe. Auf dem lag ich also mal ganz nackt. Ich musste schmunzeln, als ich jetzt daovr stand. Unabhängig vom Nachspiel des ganzen war das schon mit das Aufregendste, was ich seit ich blogge so angestellt habe. Mal sehen, ob sich mal wieder die Gelegenheit ergibt das zu tun. Er war cool, sah gut aus. Hatte seine Ernährung umgestellt, trieb mehr Sport als früher. Sah fit und ausbalanciert aus. An dem Zustand arbeite ich ja auch gerade.

Ich war völlig ohne Vorsätze in den Abend gegangen. Außer Fußballschauen. Ein interessanter Gesprächspartner war er immer schon gewesen. Also konnte nicht viel schiefgehen. Er war ein toller Gastgeber. Von gutem Essen und Trinken hat er immer schon was verstanden. Wir tranken Kräutertee, er machte einen sehr leckeren Salat. War ein cooler Abend. Nach Fußball guckten wir Tennis und irgendwann kuschelte ich mich an ihn hin. Hatten wir ja so auch noch nie. Er ließ es zu. Was zu fummeln und knutschen führte und von der Couch irgendwann in sein Bett. Ich hätte ja ehrlicherweise wirklich nicht gedacht, dass das nochmal passieren würde. Ich hatte Spaß, wenn auch mein Kopf das damals nicht ganz ausblenden konnte. Und gegen meinen Kopf anzufingern war quasi aussichtslos. Mein Blowjob war erfolgreich. An seinem Wahnsinnsgerät hat sich nichts geändert. Gut zu blasen. Mit Gespräch, Essen, Lachen, Nähe, Sport schauen, Intimität, Knutschen und Kuscheln ein ganz gelungener Abend. Und vor Allem herrlich unkompliziert.

Ganz dunkel im meinem Hinterkopf habe ich das Gefühl, dass ich nochmal bei ihm gewesen bin. Aber ich habe nie drüber geschrieben, oder? hihi. Lustig, dass ich mir nicht sicher bin.

Poly next level – Wenn rumalbern mehr Eifersucht erzeugt, als Sex…

Ich hatte ja erzählt, dass mich eine Affäre/Freundin/Partnerin (ich hab schon mal überhaupt keine Ahnung, wie ich es nennen soll) von Mr. Bondage angeschrieben hatte. Worauf hin ich festgestellt habe, dass sie ebenfalls bloggt und dass er sie mit nach Japan mit genommen hat.

Ich hab ihm davon erzählt und auch, dass es so ein wenig böse Geister in mir wieder heraufbeschworen hatte. Allerdings war ich zum einen nicht gewillt, mich davon runterziehen zu lassen, zum Anderen hatten wir ein gutes Telefonat. Ich hatte ja nie nach Japan gefragt, aber nachdem die Katze aus dem Sack war, sprachen wir über seine Motive mich nicht mitzunehmen. Es war ein gutes Gespräch und die Sache war für mich gegessen. Ohne Bitterkeit. Bin da ja durchaus ein kleinwenig stolz auf mich. In meinem letzten Blogeintrag darüber hatte ich noch geschrieben, dass ich ihre Texte lieber nicht so genau lesen wollte. Das war im ersten Moment auch eine gute Entscheidung.

Ich habe sie später doch gelesen, in einem Moment in dem es mir gut ging und ich mit mir im Reinen war. Wenn ich ihre Texte lese, dann natürlich in meiner Interpretation ihrer Worte. Durch meine Brille auf das Leben. Mit meinem Hintergrund und meinen Erfahrungen. Ich kann nur erahnen, an welchen Stellen sie sich auf ihn bezieht und wo nicht. Warum habe ich es gelesen? Es war die Gelegenheit herauszufinden, wie ich damit umgehen kann. Eine Variante, die für mich in seinem Polykonstrukt funktioniert hat, war nichts wissen zu wollen. Im Hinterkopf zu haben, dass es da noch andere gibt, aber besser damit Leben zu können, wenn ich zu ihnen kein Bild im Kopf habe. Keine Details kenne, wann er sich wo und wie mit ihnen trifft. Vor ein paar Jahren gab es ja mal den Moment, wo er mich und eine weitere Partnerin mit auf eine Veranstaltung genommen hat. Das ist so ein wenig in die Hose gegangen. Das war gefühlsmäßig für alle Beteiligten anstrengend. Von Eifersüchteleien und die eigene Rolle finden geprägt. Und auch vom Messen mit der anderen. Das war damals nicht abstellbar.

Das Lesen ihrer Texte diente dazu mich selbst herauszufordern. Wie sehr kann ich akzeptieren, dass es da noch jemand anderen unabhängig von Sex gibt? Dass es da noch einen Fuck-/Fesselbuddy gibt, das war sehr einfach akzeptieren. Damit hatte ich wenig Probleme. Das Polysex-Konstrukt kann ich gut händeln. Die Eifersucht hält sich bei mir bei Sex in Grenzen. Das polyamore ist da schwieriger.

Sie geben sich Nähe, tun sich gut.

Das ist schon ein wenig schwieriger. Aber mit ein wenig reflektieren geht auch das. Ich habe mir auch Nähe geholt zum Beispiel beim Arbeitskollegen oder bei Mr. Montage. Und eigentlich sind bei den meisten meiner Affären Gefühle im Spiel. Das mindert meine Gefühle für Mr. Bondage aber nicht. Ich würde ihn nicht mehr oder weniger lieben, wenn es die anderen nicht gäbe.

Sie albern herum, lachen miteinander.

Da ging meine Augenbraue am meisten nach oben und ich musste erst mal schlucken. Für mich ist miteinander herumalbern, der Moment, wo ich Menschen am nächsten an mich heranlasse. Albern sein, blödeln. So ungeschützt. Auch mal übers Ziel hinausschießen. Sich zum Affen machen. Um das zu tun, muss ich mich sehr wohl fühlen. Das hat er mit ihr also auch… Nächster Gedanke: Dann ist das mit uns ja nicht besonders. Nicht besonders sein – das ewige Messen, Vergleichen, den eigenen Wert einordnen. Kann man/sollte man polyamore Beziehung ohne das Messen führen? Kann ich akzeptieren, dass er gleichartig/-wertig nochmal Gefühle für jemand anderen hat? Dass wir beide besonders, oder unbesonders sind. Der Gedanke gärt schon ein wenig in meinem Kopf. Und ich bin nun soweit, dass es für mich okay ist, dass auch sie besonders ist. Dass es bestimmte Momente und Dinge gibt, wo er zuerst an mich denkt. Dass es Erlebnisse und Orte gibt, da wird er schmunzelnd ihr Bild vor Augen haben. Ich kann das mit der Sicherheit in meinem Hinterkopf, dass unsere Beziehung schon lange andauert, dass sie schwierige Zeiten überstanden hat und dass wir sie trotzdem immernoch haben.

Glück gönnen können. Immer wieder aufs Neue eine Herausforderung.

Benutz mich – als Trostpflaster

Zur Zeit passiert viel in meinem Leben. Vielleicht weil ich Zeit hatte. Es tut mir ja wirklich leid, dass in meinem Leben so ein Kommen und Gehen herrscht. Ist wahrscheinlich gar nicht so leicht, bei den immer wieder neuen Männern den Überblick zu behalten. Manche haben sich auch einfach so schleichend verabschiedet, so dass ich nie über das Ende geschrieben habe. Manche verschwinden für eine Weile in eine Beziehung und melden sich dann wieder, manche sind für immer weg.

Ein neuer Mann ist in mein Leben gehüpft. Erst mal ganz unspektakulär. Er hat mich auf der Rirarammelseite nach einem Date gefragt. Seine Mail ist erst untergegangen. Aber er war schlau genug, das nicht persönlich zu nehmen und nochmal nachzufassen. Abendessen und quatschen – guter Ansatz. Gucken, ob man sich versteht, dann kommt der Sex, wenn es passt schon von ganz allein. Das mit dem Essen ist aber irgendwie versandet. Bis er mich auf einen Kommentar auf meiner Pinnwand hin, dass mein Wanderpartner abgesagt hatte anschrieb, dass er auch Lust hätte raus in die Natur zu gehen. Er unterfütterte das mit einem konkreten Tourenvorschlag und zack da klappte es mit dem Date. Es war perfekt. Einfach einen Tag draußen zu verbringen. In der Natur. Neben Sex, Reisen und Essen, mache ich das am allerliebsten, aber irgendwie zu selten.

Rein in die Bergschuhe, den Rucksack umgehängt und los ging es. Bin vermutlich eher ein langsamer (noch) Wanderpartner, aber zäh. Mein Wanderpartner war wenige Jahre älter als ich, sportliche Figur, dunkle Haare, hübscher Mann. Der Typ Rennradfahrer. Und wirklich nett. Mein Unsicherheit, dass er mich nicht attraktiv/spannend finden könnte, verflog schnell, da er den Eindruck erweckte an mir als Menschen interessiert zu sein. Wandern mit einem spannenden Gespräch. Das ist nur mit gutem Sex zu toppen. Fast.

Ich nenne ihn Mr. Montage, weil er einen nicht unerheblichen Teil seines beruflichen Lebens für seine Firma irgendwo anders verbringt. Er ist seit kurzer Zeit Single. Hat eine langjährige Beziehung hinter sich, die unter anderem an mangelndem Sex gescheitert ist. Irgendwann war er fremd gegangen, es ist rausgekommen und sie haben sich getrennt. Eine klassische Geschichte. Bis dahin gar nicht so ungewöhnlich. Aber irgendwann erzählte er mir, dass er beim googeln vor einiger Zeit auf meinen Blog gestossen war und dieser sein Interesse an Sex wieder geweckt hatte. Woraufhin er zum einen die Affäre angefangen, aber auch sich auf der Rirarammelseite angemeldet hatte. Und mich dann doch irgendwann angeschrieben hat. Das ist sehr verrückt. Ich fühle mich ein ganz klitzekleines bißchen schuldig. Und ein klitzekleines bißchen gläsern.

Auch meine Geschichte hat ja mit einem Buch begonnen, das meine Lust auf Sex wiedererweckt hat. Nur war das eben ein Weltbestseller. Bei ihm ist es mein Blog. Das finde ich sehr verrückt. Aber es macht mich auch ein kleinwenig Stolz. Dass meine Worte ein klitzekleines bißchen Einfluss auf das Leben anderer Menschen haben. An dieser Stelle lässt sich trefflich streiten, ob dieser Einfluss nun positiv oder negativ ist. Immerhin habe ich damit eine Beziehung auf dem Gewissen – Stand heute. Plötzlich war klar, dass er ziemlich viel über mich weiß und ich wenig über ihn. Der Mann mit der sehr überschaubaren Anzahl an Sexualpartnerinnen, der meiner Einschätzung nach eher ein Mensch für monogame Beziehungen ist, trifft sich mit der Sexbloggerin, die wenige Gelegenheiten in den letzten Jahren ausgelassen und der Monogamie abgeschworen hat. Verschiedener könnten die Welten nicht sein, die in uns aufeinander treffen. Aber das macht es auch spannend.

Um so erstaunter war ich, als er mich auf dem Heimweg fragte, ob ich noch mit zu ihm auf ein Abendessen kommen will. Mutig. Ich hatte damit gerechnet, dass wir nach der schönen Wanderung und dem guten Gespräch einfach wieder auseinander gehen, weil ich mich nicht fragen traue, weil mich hübsche Männer immer verunsichern. Plus ich ihm einfach mal eine Runde zu erfahren bin. Was es Männern erfahrungsgemäß gar nicht so leicht macht, die Initiative zu ergreifen. Ich hatte Lust, denn es fühlte sich danach an, als würde das den schönen Tag noch runder machen. Es war so herrlich unkompliziert alles. Er kochte, ich duschte, er duschte, Essen, reden, Couch. Irgendwann fragte er mich, ob ich übernachten wolle. Och, naja Lust schon, aber dann musste ich am nächsten Tag in der Arbeit mit Klamotten erscheinen, die ich noch auf der Rückbank im Auto zufällig finde. Denn ich in meinen Wander-Sportklamotten konnte ich natürlich nicht ins Büro gehen. Aber mein innerer Rockstar sagte „Scheiß auf das Outfit in der Arbeit und bleib“. Also blieb ich. Badetasche und ein frisches Höschen hatte ich noch im Auto liegen, weil ich von der letzten Reise die Tasche noch nicht aus dem Auto geräumt hatte. Hihi. Manchmal ist das ja glatt mal für was gut.

Bis dahin war noch gar nichts zwischen uns gelaufen und ich dachte, dass wir einfach kuschelnd einschlafen würden und gut. Aber auch das hätte mir was gegeben. Ich hatte keine Erwartungen. Er lieh mir ein Schlaf-Tshirt. Wir gingen ins Bett. Ich hatte Lust auf Nähe und kuschelte mich an ihn hin. Und dann doch. Aus Kuscheln wurde streicheln. Er ließ sich sehr bereitwillig von mir begrabbeln. Was einen sensationellen Body er doch hat. Rrrr. Perfekt trainierter Hintern. Wahnsinnsschultern. Leichter Waschbrettbauch. Nicht, dass das sonst den Ausschlag geben würde, aber wenn ein netter Typ, dann noch so ein Leckerbissen ist. Wohooo. Lottogewinn. Und er kann auch noch küssen. Fast schon der Jackpot.

Manchmal wenn ich Männer date, die mein Blog gelesen haben, sind die völlig gefangen in der Frage, was ich wohl über sie schreiben würde. Ich glaube, er hat nicht einen Gedanken daran verschwendet. Falls ihn mein mehr an Erfahrung irgendwie beeindruckt hat, dann hat er es sich in keiner Sekunde anmerken lassen. Ich hingegen konnte nicht abstellen, dass ich innerlich immer mal wieder schmunzelnd seinen Mut bewunderte. Sein Vertrauen auf das eigene Vermögen. So cool. Wir hatten ganz klassischen Sex. Vorspiel-Blowjob, er leckte und fingerte mich (Dabei merkte man, dass er aus einer Beziehung kam und bisher nicht seine Zeit damit verbracht hat, der ausfuchsteste Frauenkörperversteher zu werden) Das heißt nicht, dass er sich schlecht anstellte. Er konnte gar nicht aufhören zu knutschen. Dann fickte er mich. So gut. Er hatte einen Orgasmus, ich kam gefingert mit Nachhelfen. Der schönste Moment war falsch herum im Bett zu liegen danach und sich nah zu sein. Als wir dann eigentlich schlafen wollten, konnte ich meine Finger nicht von ihm lassen. Ich merkte, dass er schon wieder konnte und fing sofort erfreut an ihn zu blasen. Bis er mir gestand dass wir das einzige Kondom, dass er da gehabt hatte, ja gerade schon verbraucht hatten. Hihi. Na gut. Dann halt nur ein Blowjob. Am nächsten Morgen übermüdet in die Arbeit, in unzusammenpassenden Klamotten. Mit dem Grinsen über die letzte Nacht im Gesicht. So gut.

Ich hatte keine Ahnung, was aus dieser Nacht werden sollte. Ich fand ihn attraktiv, aber hatte Zweifel, dass er mit meinem Lebenswandel auch in stark abgeschwächter Form auch nur irgendwie klarkommen würde. Am Besten einfach auf uns zukommen lassen. Nach ein wenig holpriger Kommunikation sahen wir uns eine Woche später wieder. Er war überraschend reserviert. Wir kuschelten auf der Couch und sahen fern. Kein Kuss. Ich blieb wieder übernacht. Als wir ins Bett gingen, kuschelten wir. Und ich begrabbelte ihn wieder, wie schon beim ersten Mal. Knutschen und blasen. Er fingerte mich. Aber es flog nicht so recht. Er wirkte abwesend. Irgendwann stellte ich meine Blasebemühungen ein und kuschelte mich wieder an ihn hin. Dann schüttete er mir sein Herz aus. Seine Affäre hatte die Affäre heute wirklich beendet. Beziehungsweise den Versuche eine Beziehung aus der Affäre zu machen. Sie wollten das wohl beide, aber in unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Er konnte nicht so schnell wie sie, weil er ja gerade erst aus seiner Beziehung kommt und auch Dinge wegen seiner Kinder nur langsam angehen will. Er war an diesem Abend also liebesverkummert und brauchte eine Schulter zum Anlehnen. Ich versuchte zuzuhören und nicht so superschlaubischlumpfige Ratschläge zu geben. Auch schön mal als Schulter zum Anlehen gebraucht zu werden. Auch wenn ich nun noch weniger Ahnung habe, was das mit uns eigentlich so ist und ob er das überhaupt will. Und warum er das beim ersten Mal wollte. Und damit meine ich auch den Sex. Es wird sich zeigen.

Kuscheln im Pornokino

Viele kleine Geschichten, die ich noch erzählen will. Ich weiß gar nicht so genau wann. Manchmal beginne ich mit der, die am Einfachsten zu schreiben ist. Zumindest glaube ich das immer bevor ich anfange.

Die Geschichte mit den Kollegen ist verwirrend, oder? Mit dem jüngeren habe ich mich ausgesprochen und schon hat er meinem Kopf die Anspannung genommen. Während vor der Aussprache alle Gedanken um ihn gekreist sind, hat sich nach dem kurzen Gespräch alles entspannt. Kein wildes aufs Display-Gestarre mehr in der Hoffnung, dass er doch endlich wieder mit mir spricht. Mit dem sicheren Gefühl, dass wir ganz entspannt miteinander umgehen werden, auch in Zukunft, kann ich den Dingen Zeit geben. Ob das nun das Ende unserer Affäre war, darauf gibt es noch keine Antwort. Darauf braucht es aktuell aber auch noch keine Antwort für mich.

Dann gibt es da noch meinen älteren Kollegen mit dem ich auf den HÜ-Partys unterwegs gewesen bin. Ich nenne ihn jetzt einfach mal Mr. Gere (in Anlehnung an Richard Gere, weil er für mich ein ähnlicher Typ Mann ist.). Beide Kollegen wissen, dass ich mit dem jeweils anderen eine Affäre habe. Das ist sehr unstressig. Eher sehr lustig, weil wir alle drei immer zusammen Mittagessen gehen, mit noch weiteren Kollegen, die nicht Bescheid wissen. Wir müssen dann immer aufpassen, nicht zu eindeutige Anspielungen zu machen. Ein wenig wie mit Muggels Essen gehen und sich nicht zu verraten.

Kollege Gere geht meist einmal in der Woche auf die Piste. Zwei Mal hatte er mich nun schon mitgenommen, zwei Mal waren wir in dem Club mit den HÜ-Partys gewesen. Er hatte mir erzählt, dass er auch schon ein paar Mal in dem schicken Pornokino gewesen ist. Ich hatte Lust dort mit ihm hinzugehen. Letztes Mal war ich mit Klaus dort gewesen. Wir verabredeten uns am Pornokino. Man merkte schon am Eingang beim Bezahlen, dass er durchaus den ein oder anderen Abend dort verbracht hatte. (Und dabei keinen allzuschlechten Eindruck hinterlassen hat). Die Chefin begrüßte ihn erfreut. Erstmal einen Absacker an der Bar. Wir waren relativ früh am Abend da. Es war noch nicht allzu voll, 20 Männer vielleicht. Und zu diesem Zeitpunkt war ich die einzige Frau. Dementsprechend musterten mich die Herren auch. Sie versuchten abzuschätzen, ob sie mit mir noch was zu sehen bekommen würden. Ich hatte zwar mein Cluboutfit im Rucksack dabei, aber schon so gar keine Lust irgendwelche Erwartungen zu erfüllen. Ich wollte erst mal einen Absacker mit dem Kollegen trinken, ein wenig über die Arbeit, Gott und die Welt quatschen und mit einem Auge den Porno über der Bar ansehen.

Es amüsiert mich, wenn mich die Blicke der Herren treffen, die sagen: „Komm schon, hör auf zu quatschen, lass es dir besorgen, Baby“. Meine innere Stimme entgegnet dann immer: „Gar nichts muss ich :-)“. Es ist sehr spannend, dass Kollege Gere und ich jedes Mal wieder Zeit brauchen um uns Körperkontaktmäßig zu akklimatisieren. Es fühlt sich am Anfang immer echt ungelenk an, wenn er mich in den Arm nimmt. Vermutlich, weil wir auf der Arbeit so ganz seriös miteinander umgehen. Mittlerweile waren noch sechs oder sieben andere Frauen in das Pornokino gekommen. Damit wurde ich auf der leckersten Steakwertung mal ganz weit nach hinten durchgereicht. Zumal ich die einzige Frau war, die sich nicht in ein Cluboutfit geworfen hatte. Aber dadurch, dass der Kollege und ich nicht spielten, sondern auf Augenhöhe unterwegs waren, blieb ich in zivil.

Nach einer Weile wechselten wir in einen für Pärchen abgesperrten Couchbereich. Und wir fingen an zu kuscheln. Was sehr lustig ist, wenn man sich auf die Couch chillt, aneinander kuschelt und den Film auf der Leinwand wirken lassen will und zugleich fünf Männer an der Absperrung stehen und ihren Schwanz in der Hand haben. Ich blende das dann einfach aus, weil es schon echt schräg ist. Solange die da nur stehen und gucken, ist es mir wurscht. Ist ja ein Pornokino. Da sind wichsende Männer jetzt auch nicht so wirklich eine Überraschung, sondern wohl im Sinne des Erfinders.

Als wir auf der Couch lagen, kuschelten und knutschten, dauerte es nicht lange bis drei weitere Pärchen in den Bereich kamen. Die fingen dann alle an miteinander rumzumachen. Der ein oder andere Zuschauer bekam die Gelegenheit mitzumachen. Wir lagen knutschend und kuschelnd mittendrin und sahen uns das Treiben an. Ich fand es eigentlich ganz spannend so. Der Kollege war an diesem Tag nicht so sehr in Stimmung irgendwie. Er schlug mir vor, dass ich mir einen anderen Mann aussuchen solle, er würde ihn dann zu mir her bitten. Mir gefiel lange keiner. Manchmal weiß ich auch gar nicht so genau, was ich eigentlich will.

Irgendwann tauchte ein jüngerer, hübscher Mann auf, der etwas schüchtern über die ganzen wichsenden Männer guckte. Den wollte ich. Er hatte es so gar nicht auf mitmachen angelegt. Kollege Gere winkte ihn her. Er war sehr überrascht und stellte sich ganz höflich vor. Ich grinste ihn an und fragte ohne Umschweife, ob er Lust auf einen Blowjob hätte. Er war schon etwas perplex im ersten Moment. Das mochte ich. Er überlegte kurz, ob er sich darauf einlassen sollte, aber konnte dem Angebot nicht widerstehen. Schlaues Kerlchen 🙂 Und dann ließ ich ihm mein Können angedeihen. Der Moment, wenn er realisiert, dass ich auch noch weiß was ich tue. RRR. Die Überraschung und Freude in seinen Augen, dass er einen wirklich guten, leidenschaftlichen Blowjob bekommt, ohne dass er damit gerechnet hat. RRR.

Es dauerte auch gar nicht lange, bis ich ihn zum Kommen brachte. Ich grinste sehr breit, stand auf und verschwand aufs Klo zum Händewaschen. Kollege Gere hatte neben mir gelegen und aufgepasst. Der junge knackige Typ erklärte mir hinterher noch, dass es ein außerordentlich guter Blowjob war (hihihi). Er hatte eigentlich gedacht, dass er die Erektion eine Weile halten kann, aber es war so gut, dass er sich plötzlich nicht mehr gegen das Kommen wehren konnte. Hach ja…. 🙂

Der Kollege und ich gingen später noch durch die Spielräume, er wollte wohl raus aus dem Getümmel auf der Couch. Als wir unten in einem der Räume standen und er anfing mich zu streicheln, haute ich aus Verlegenheit einen lustigen Spruch raus. Irgendwas wie „soso, schon wieder am Fummeln“… einfach so. Wollte einfach was lustiges sagen. Ging voll schief. Denn damit habe ich irgendwie seine Libido an dem Abend komplett getötet. Danach ging bei ihm einfach gar nichts mehr. Worte sind Waffen, ich sollte manchmal einfach meine Zunge hüten. Vor allem, wenn ich Dinge nicht so meine.. Wir lagen danach noch eine Weile auf der Couch. Es war nichtsdestotrotz ein toller Moment, weil wir uns einfach Nähe gaben. Ich tankte bei ihm auf. Hielt ihn fest im Arm. Es war schön, wenn auch ein echt schräger Ort zum Kuscheln mit all den Sexgeräuschen um einen herum.

Als der Kollege danach noch eine Runde zum Gucken durch den Club zog, fragte mich Mr. Blowjob, ob er sich revanchieren dürfe. Wollte mir einen Orgasmus lecken. Puh, ich hatte ja Zweifel, dass ich gut genug abschalten können würde. Aber ich wollte es auf einen Versuch ankommen lassen. Wir zogen uns in den Raum mit der Liege zurück. Die ich ja mit Klaus schon ausprobiert hatte. Natürlich gingen uns gleich ein paar Männer nach, die hofften mitmachen zu dürfen. Letztes Mal hatte Klaus die Tür zugemacht und niemand war reingekommen. Dieses Mal war es ganz anders. Es waren mehr Frauen im Club, die Stimmung war ganz anders. Die Tür wurde aufgerissen und der erste stand im Raum. Ich sagte, dass es okay sei, wenn er zusah. Tür wieder zu. Wir knutschen. Mr. Blowjob und ich und zogen uns aus. Dann legte ich mich hin und er leckte mich. Der ältere kleine Mann, der in den Raum gekommen war, begnügte sich nicht mit zusehen, sondern machte sich gleich über meine Brüste her. Es nervte mich kurz, aber ich ließ ihn gewähren. Mr. Blowjob war von dem Fummler viel mehr irritiert als ich. Zumal der Fummler andeutete, dass er mich lecken wollte. Darauf hatte ich aber keine Lust. Er war mir zu frech. Brüste streicheln okay, mehr nicht. Mr. Blowjob leckte wirklich gut und an einem ruhigen, bequemeren Ort hätte er mich locker ohne, dass ich hätte Nachhelfen müssen zum Kommen gebracht. Aber dort war es mit meinem Kopf nicht so einfach. Irgendwann wurde mir das mit dem Fummler zuviel und ich nahm seine Hände weg. Normalerweise schnallen Männer dann was Sache ist. Er ließ kurz ab von mir. Mr. Blowjob leckte und fingerte mich. Ich half irgendwann selbst nach. Auch die Hände vom Fummler, die ich wieder auf mir spürte, hielten mich nicht von einem richtig geilen Orgasmus ab, was auch daran lag, dass Mr. Blowjob wußte, wie man Richtung G-Punkt fingert.

Nach dem Orgasmus will ich ja meistens nicht angefasst werden. Der Fummler versuchte trotzdem sein Glück. Das war echt nervig, wenn einer so gar nicht schnallt, was Sache ist. Ich sagte ihm deutlich, dass er aufhören sollte. Als ich runtergekommen war, zog Mr. Blowjob sich ein Gummi an und wir fickten noch. So bekam er seinen zweiten Orgasmus und ich hatte Spaß, auch wenn ich nicht nochmal kam. Der Fummler war im Raum geblieben und hatte zugesehen. Als wir fertig waren, wollte er trotzdem nicht gehen, stand daneben und glotzte uns beim Anziehen zu. Da wurde es Mr. Blowjob zu bunt und er schob ihn bei der Tür raus. Es war komisch an dem Abend. Es waren mehr Frauen da, als sonst und ich hatte das Gefühl, die Männer waren deswegen weniger zurückhaltend. Vielleicht war es einfach nur Pech und zwei, drei Idioten da. Zurück an der Bar fragte mich Mr. Blowjob noch nach meiner Nummer, die ich ihm gab und dann ließ ich Kollege Gere und ihn zurück, da ich im Gegensatz zum Kollegen am nächsten Tag arbeiten musste.