Wenn der Kopf und der Körper unterschiedliche Dinge wollen…

Keine Ahnung, ob sich außer mir noch jemand an Mr. Erfolgreich erinnert. Der mich mit Sprachnachrichten überhäuft und gar nicht locker gelassen hat, bis wir uns endlich getroffen haben. Der sich glaube ich in meinem Blogbeitrag über ihn nie ausreichend gewürdigt sah und nachdem er bekommen hat, was er wollte auch gefühlt kein Interesse mehr hatte. Typ Supererfolgreich und supergut aussehend. Nur dass er das auch weiß. Der mutmaßlich auch einen ähnlichen sexuellen Lebensstil pflegt wie ich, aber das sehr diskret macht.

Jedenfalls sagt mein Kopf „Abhaken“ – da passiert nix mehr. Wir schreiben uns sporadisch drei Mal im Jahr zu den jeweiligen Geburtstagen und zum Jahreswechsel. Hin und wieder muss ich aber ihn denken, vor Allem unsere Küsse gehen mir nicht aus dem Kopf. So eine Schmetterlingshorde hatte ich sonst nie gefühlt. Dieses Gefühl hätte ich gern wieder – sagt mein Körper. Warum muss ich gerade jetzt an ihn denken. Just vor ein paar Tagen schrieb er mir überraschend als Anwort auf meine Geburtstagsglückwünsche, dass er gerade einen Abend in meiner Stadt sei. Warum er mir aber genau geschrieben hat, kann ich gar nicht beantworten, denn er war nicht alleine hier, sondern mit einem Freund. Und in meiner Interpretation des Sachverhalts hätte sich eh kein Zeitfenster für uns ergeben. Aber wir schrieben ein wenig hin und her. Geplänkel. „Wie gern würde ich meinen Schwanz wieder tief in deinen Hals rammen“ – Aha. „So tief, dass du gar nicht anders kannst als Schlucken“ . Aha, daher weht der Wind. Ich weiß immernoch nicht, ob dieses Sperma-Schlucken-Ding sein Kink ist, dann könnte ich damit ja noch irgendwie leben, dass er ausgerechnet diese Fantasie hat. Aber machmal habe ich das Gefühl er will einfach nur seinen Charme und seine Schönheit dafür nutzen, dass ich für ihn meine Grenzen verschiebe. Im Grund mag ich Sperma nicht besonders gern. Die Konsistenz ist nicht meines. Manchmal lasse ich mir in den Mund spritzen, spucke dann aber schnell wieder aus. In ganz seltenen Fällen schlucke ich mal. Dann geht es entweder gerade nicht anders (Ich glaube Kaufhaus-Umkleide-Kabine hatte ich das mal) oder ich weiß, dass es jemanden kickt, wir haben ein vertrauensvolles Verhältnis und ich habe Lust darauf. Das kommt aber wirklich supersuperselten vor.

Eigentlich weiß er das. Aber es ist genau das erste was ihm einfällt, was er von mir will. Das zweite was er im Laufe des Gesprächs ins Gespräch brachte war, dass es ja „leider“ kein Video von mir gibt, auf dem ich blase. Sehr leider finde ich das nicht, dass niemand identifizierbare Bilder von mir mit sexuellen Handlungen hat. Das ist eine meiner harten Grenzen. Nicht verhandelbar. In einem vertrauensvollen Verhältnis, in dem mein Gegenüber sich auch um die Erfüllung meiner Fantasien bemüht, hätte ich eventuell irgendwann ein paar Gedanken darüber verschwendet, wie man diesem Wunsch und meinen Sicherheitsbedürfnis nachkommen könnte. Aber nein, alle meine Alarmglocken läuten laut. Ich will ihm im Grunde meines Herzens nichts böses unterstellen, aber ich bin bei so einseitigen Vorstellungen auf der Hut. Mein Körper, meine Lust hätte unabhängig von meinem Kopf viel dafür gegeben ihn wiederzusehen. Aber am Ende war es sowieso wie schon erwartet, ein bißchen Geplänkel, dann war die Situation durch und er ist wieder abgetaucht.

Nachtrag zu diesem Blogeintrag. Auf den Hinweis etwas missverstanden zu haben von Mr. Erfolgreich, ergänze ich, dass er mir lediglich auf seine Geburtstagsgrüße geantwortet hatte und dabei erwähnt hat, dass er in meiner Stadt ist. Ich wollte es nicht so aussehen lassen, als hätte er sich aus dem Nichts gemeldet. Ich habe die Info mit seiner Anwesenheit in meiner Stadt dann fälschlicherweise so interpretiert, also würde er mich sehen wollen. Er war aber seiner Aussage nach nur ehrlich und hat diese Tatsache erwähnt.

Allerdings kann ich nichts dafür, dass er auf meine Rückfrage „Warum er denn hier sei?“ mir den Grund genannt hat und ich dann bedauert habe, dass er nicht allein da ist und, dass ich ihn gern wiedergesehen hätte, er schrieb „Das glaube ich dir durchaus… ich hätte mir durchaus vorstellen können, Dir tief in den Hals zu spritzen ;-)“

Falls dass nun für jemanden den Inhalt meines Blogeintrags in ein anderes Licht rückt, okay.

So ist das mit der Kommunikation und den Erwartungen und Interpretationen, die man Aussagen zuschreibt. Ich kann nur darüber schreiben, wie es sich für ich anfühlt, nicht wie mein gegenüber es gemeint hat. Ich wollte es nicht in ein falsches Licht stellen.

Das Bett ist zu klein… das Problem mit zuviel Intimität – Teil 2

Wir fallen also knutschend und fummelnd ins Bett…Es fühlt sich gut an, aber nicht zündend. Für das was er mit mir eigentlich anstellen wollte, ist Mr. Chef sehr zurückhaltend. Ich kann nicht einschätzen woran das liegt. An wenig Fremdhaut-Experience, an mir, an weiß der Kuckuck was. Ich bin also initiativer als erwartet. Ich streichel, ich knutsche, ich blase. Droht er an seiner eigenen Erwartungshaltung zu scheitern? Dabei habe ich ja gar keine große. Er fingert mich. Ich bin nicht superfeucht aktuell. Ich drehe ihm mein Massage-Öl an. Viel besser. Er macht das gut. Aber merke nicht, ob ihm das Spaß macht, oder er es macht weil er irgendwie muss. Während er mich fingert massiere ich meinen Kitzler. Er hatte mir im Vorfeld gesagt, dass er unbedingt miterleben möchte, wie ich es mir selbst mache. Also da wären wir. Da es schon eingermaßen spät ist, brechen wir danach zum Essen auf.

Den Rest werden wir sicher nachholen. Wir gehen Essen, ich genieße den Abend. Ich finde wir haben ein spannendes Gespräch. Mit Ausnahme seiner Unsicherheit beim Sex, alles palletti bei uns. Danach noch auf einen Drink in die Hotelbar. Wir nehmen den dann mit ins Zimmer. Er macht es sich bequem. Ich greife schnell mein kleines schwarzes Kleidchen und husche ins Bad. Ich komme also in dem sexy Hängerchen wieder – was als Einladung zu verstehen ist. Und ja wir haben sowas wie Sex, er nimmt mich quasi doggy und kommt am Ende auf meinem Arsch. Wie ein Tittenfick nur mit meinem Hintern, bei kurvigen Ärschen geht das. Ich weiß weder, ob das kommen so intendiert war, noch die Art wie er es mit mir gemacht hat. Aber man fragt das dann ja auch nicht. Aber es sah doch befriedigt aus. Ich machte es mir danach nochmal selbst mit meinem Dildo. Das glaube ich kickte ihn null. Wenn ich ihn währenddessen ansah, sah er ziemlich abwesend aus. Ich dachte mir in dem Moment nicht viel dabei. Im Nachhinein fällt mir das erst wirklich auf. Wir kuschelten und redeten viel. Ich nahm mir Nähe und gab sie ihm auch. Das fühlte sich sehr okay an. Aber eigentlich war der ganze Aufenthalt schon ab dem Schlafen gehen gekippt. Das war mir nur überhaupt nicht klar in dem Moment.

Die Nacht in einem Bett, das ziemlich klein ist und wenn man weit außen liegt musste man bei der Matratze Angst haben rauszufallen. Ich hab ja schon öfter Nächte mit Menschen im Bett verbracht, mit denen man intim war, die man aber nicht besonders gut kennt. ich glaube ihm war nicht so ganz klar, was das bedeutet, wenn man sich ein Zimmer teilt, in dem man quasi keinen Rückzugsort hat. Ich kann mir vorstellen, dass er ein bescheidene Nacht hatte schon auf Grund der Tatsache, dass man halt irgendwie nicht so einfach kacken gehen kann/will, wenn man sich nicht wirklich kennt. Sich schämt wenn man Nachts pupst. Wie oft hatte ich solche Nächte schon. Er hatte sich morgens um 7 gleich mal für eine Stunde ins Spa verzogen. Als er wieder kam hatten wir nochmal Sex, dieses mal richtigen, das hatte sich einfach so ergeben. Im Schlaf-Tshirt ungestylt.

Wir gingen frühstücken. Ich ahnte bis dahin noch nichts. Er machte Andeutungen, dass er fragen wollte, ob heute Nacht noch ein zweites Zimmer frei wäre. So weit okay. Allerdings sollte ich mich kümmern. Ab da war ich mir unsicher. Ich würde mir selbst niemals so ein teures Hotelzimmer buchen. Ich hatte keine Ahnung, ob er das erwartete. Dass ihn das mit dem Bett stresste konnte ich verstehen. Mein Zug geht morgen ab der Stadt zurück, in der er mich abgeholt hatte. Er musste mich da ja auch wieder hin zurückbringen. Ohne Auto war ich da sehr unflexibel. Er schlug dann vor ich könne ja schon in der Stadt schlafen… Huch. Aha. Wie jetzt? Unsicherheit machte sich bei mir breit. War irgendwas an mir verkehrt, doch nicht sexy? Irgendwas ekliges angestellt? Hmm.. Ich fing an nach Alternativen zu recherchieren. Es war eigentlich geplant, dass ich wandern gehen und er biken würde. Darauf hatte ich mich gefreut. Und irgendwann war klar, dass er mich eigentlich am liebsten sofort loswerden wollte. Es ging dann schnell, ich buchte mir das Zimmer in dem ich jetzt sitze und kein 30 Minuten später hatte ich gepackt und er fuhr mich mit dem Auto hier her. Da sah ich mich dann plötzlich in der Lobby des Hotels sitzen, so früh, dass ich noch drei Stunden warten musste bis ich ein Zimmer beziehen konnte. Es nervte mich, ich hatte in der Kürze nicht ordentlich gepackt, fühlte mich irgendwie abgestossen und wollte auch nicht mit meinem Krempel in die Stadt losziehen, die ich auch schon gesehen habe und nicht unbedingt noch länger hätte bleiben müssen. Aber früher heimfahren ging auch wegen des Tickets nicht. Er hatte mir aber immerhin das Geld für das Zimmer gegeben. Hätte er nicht müssen.

Auf dem Weg in die Stadt im Auto hatten wir ein gutes Gespräch. Trotzdem kullerten Tränen bei mir. Es war wie das Gefühl bei Eifersucht. Es fördert die eigenen Schwächen zu Tage. Zu häßlich, zu dick, zu ungepflegt, nicht weiblich genug. Die Teufel auf der Schulter schreit dir die eigenen Unsicherheiten ins Ohr. Laut und umbarmherzig. Da helfen alle Beteuerungen, dass es nicht an mir liegt, dass er zuviel Ballast mit ins Wochenende genommen hatte nichts. Oder dass er manches falsch eingeschätzt oder an den eigenen Erwartungen gescheitert war. Das Engelchen weiß das. Ich schließe nicht mal aus, dass wir uns wiedersehen. Er mit dem Wissen, dass er für sich so einen Trip anders organisieren muss. Ich weil ich im Grunde nicht nachtragend bin.

Trotzdem sitze ich hier und fühle mich furchtbar abgeschoben und ungewollt. So als ganzer Mensch. Wir hatten uns nicht mal 24 h gesehen. Auch nix mit ich fahr dich Abends dann ins Hotel und wir essen noch zusammen. Es war so plötzlich unumkehrbar. Das sticht in mein Ego. Tief rein in alle Unsicherheiten. In in einer Phase in meinem Leben, wo ich mich auf nix neues einlasse, weil unsicher.

Nichts für gegeben nehmen, freuen wenn es klappt. Das beste daraus machen, wenn es nicht klappt. Im Grunde ist mir ehrliche Kommunikation von Bedürfnissen immer am liebsten, von dem her alles fein. Aber das Tempo war ein wenig hart.

Ich gehe nun duschen und dusche mir das „nicht genügen Gefühl“ weg…

Ich wollte ja mal wie Carrie Bradshaw werden – nur ohne High Heels und Monogamie

An Weihnachten war ich zu Hause bei meinen Eltern. Die kompletten drei Tage. Der Rettungsanker zu dem ich mich in den Jahren vorher immer mal abgeseilt hatte – die zwei Besties – waren in diesem Jahr maximal weit entflohen. Bis auf eine Ostseeinsel. Zu weit für eine kurze Flucht. Also wollte die Zeit miteinander verbracht werden. Ich mag meine Eltern und bin gerne und auch oft da. Aber so drei Tage am Stück ohne eigenes Zimmer ist dann schon irgendwie lang. Meine Mam schlug vor – meine Eltern haben dekadenterweise ein Sky-Abo – dass wir ja Sex and the City die neuen Folgen schauen könnten zusammen. Klar doch. hihihi. hi. hi. Ich quatsche ja echt mit jedem über Sex, aber bei meinen Eltern bin ich da maximal nicht daran interessiert. Keine Ahnung, da bin ich oberverklemmt. Das würde also ein Spaß werden. Sowas gucke ich sonst mit den Besties, so mit GinTonic, Kichern und eigene Sexgeschichten erzählen.

Und ja ich habe gelitten, als es um Masturbieren in der Öffentlichkeit ging. Und ich musste meiner Mam dann erklären was queer und nonbinär meint. Meine Eltern sind halt doch Boomer – dasselbe Alter wie die Protagonistinnen in SATC. Immerhin werden Frauen in dem Alter mit den neuen Folgen mal sichtbar gemacht. Jedenfalls erinnerte mich das Schauen der Serie daran, wie ich zu Beginn meiner Bloggerinnenzeit davon geträumt habe, dass ich einen ultra-erfolgreichen Blog über Sex erschaffen könnte, so ein bißchen wie Carrie Bradshaw. Und dann würde ich reich und berühmt und könnte nur noch vögeln und schreiben. Carrie, nur ohne die High Heels und weniger Monogamie. Aber naja, manchmal kommt es anders als man träumt. Immerhin ist mein Sexleben 1000 Mal spannender als das von Carrie. So.

Also hoffentlich bald wieder. Ich suchte (von Sucht, nicht suchen) seit 3 Tagen „Türkisch für Anfänger“ und hänge sabbernd an Elyas M´Barek bzw seinem Serien-Alterego Cem. Dieses das brave Mädchen kriegt den hotten bösen Buben rum-Geschichten-Ding funktioniert irgendwie einfach immer bei mir. Wenn die sich nach gefühlt 15 Folgen Vor(spiel)geplänkel zum ersten Mal küssen, da brauch ich keinen Porno mehr. Das macht irgendwie viel mehr in meinem Kopf.

Aber sorry für Geschichte, ich bin so ultra horny, weil ich am 1. Dezember eine OP hatte und seitdem nahezu komplett sexlos bin. Bei mir wurde ein Lipödem diagnostiziert, also eine Fettverteilungsstörung. Ich bin im Stadium 2, hab zum Glück keine akuten Beschwerden oder Schmerzen. Aber natürlich auch keine Lust, dass es noch schlimmer wird und ich kaputte Knie und ein komplett kaputtes Selbstwertgefühl kriege. Es hilft nur eine medizinische Fettabsaugung (Liposuktion). Zahlt leider niemand – „weil Frauenkrankheit und die Fetten würden sich ja dann einfach alle Fett absaugen lassen“ – Erster Kostenvoranschlag 3 OPS á 9500 Euro. Alter, da krieg ich ein E-Auto von. Da ich dem Arzt nicht das Dritthaus in Starnberg finanzieren wollte, habe ich mir einen Doc ein Stück weiter weg gesucht. Erste große OP 10.000 Euro, dann noch eventuell eine kleinere für 3000 Euro.

Auch nicht wenig, aber deutlich besser. Mit der Aussicht, dass man da wochenlang ein Kompressionsmieder tragen muss, lehnte ich den ersten Termin, den er mir für die OP angeboten hatte im Juli ab. Dezember war da viel besser. Eigentlich war erst klar, dass ich es wirklich mache, als ich die Zusage hatte meinen Job, auf den ich kommissarisch befördert worden war, auch behalten zu können. Sonst wäre das mit dem Kredit für die OP eng geworden. Jetzt sind 4 Wochen seit der OP vergangen. Die Hamätome sind fast verschwunden, die Schwellungen noch nicht ganz. Ich sitze auf meinem Bett in meinem Kompressionsmieder. Ich dürfte seit zwei Nächten wieder ohne das Ding schlafen, hab es aber nach der ersten Nacht wieder angezogen, weil es sich ohne noch sehr seltsam anfühlt. Die Oberschenkel sind noch ziemlich taub. Mir sind von den Knien bis zur Hüfte 6.8 Liter Fett abgesaugt worden. Der Doc ist da ziemlich ans Limit gegangen. Etwa 5 Stunden Vollnarkose. Mit 10 Tagen Resturlaub bin ich in die OP gegangen, weil man wird ja auch nicht Krankgeschrieben. Und lerne, dass man 14 Tage auf jeden Fall rechnen muss, dass man raus ist aus dem Job.

Die Besties haben mir in der Zeit nach der OP den Arsch gerettet. Ich durfte bei ihnen unterkommen. Erst war gedacht von Donnerstag bis Sonntag, daraus wurde noch ein Sonntag später. Sie haben mich bekocht, ertragen, Thrombose-Spritzen gegeben, rumgefahren, meine nackten geschundenen Beine fotografiert, das vollgesaute miefende Mieder mit der Hand gewaschen, mir als nackter Käfer auf dem Rücken liegend wieder ins im Schritt offene Mieder reingeholfen, waren mit mir um den Block Gassi, auch wenn so langsam eigentlich kein Mensch laufen kann, meine Wäsche gewaschen, mich mit ungewaschenen Haaren ertragen und viel gelacht. Ich bin unendlich dankbar. Und eigentlich fällt mir nun nichts mehr ein, was mir in dieser Freundschaft noch peinlich sein müsste.

Ob die OP nun was gebracht hat, das schreibe ich, wenn ich es weiß. Das Mieder muss ich noch etwa 10 Wochen tragen. Was das Dating-Game neben Omrikon ein wenig schwierig macht aktuell. Ich will niemanden treffen, der mich noch nicht kennt. Hach ja Corona – heute vor einem Jahr hatte ich mir das Virus schon einfangen und wusste noch nichts davon. Es nervt mich immernoch, dass es mich erwischt hat. Deswegen bin ich aktuell wieder sehr konsequent mit Maske, testen und impfen. Nochmal muss das nicht, zumal ich auch das Gefühl habe, dass es sich hin und wieder auf meine Leistungsfähigkeit auswirkt.

Die ersten drei Wochen nach der OP habe ich an Sex keinen Gedanken verschwendet, noch nicht mal masturbiert. Ich war einfach im Heilungsmodus. Aber jetzt bin ich langsam so überhorny. Immerhin habe ich nach Weihnachten ein Date gehabt mit Blowjob und einem geleckten Orgasmus für mich (während ich das Mieder anhatte – doch praktisch dieses unten offen :-)) Und Knutschen. Was ein Glücksgriff ist, denn die liierten oder zwar getrennten, aber Daddys unter meinen potentiellen Fuckbuddies sind zwischen den Jahren immer im Familien-/Pärchenurlaub. Also eigentlich die Dürrezeit. Bin zwar noch immer untervögelt, aber nicht ein klein wenig gelindert. Nächstes Jahr geht es dann wieder los, hoffe ich. Hab mir von einem Amorelie-Gutschein, den mir jemand mal geschenkt hat ein Strapon gekauft. Es steht da also was auf meiner Was-ich-ausprobieren-will-in-2022-Liste. Aber erst mal gut Rüberrutschen ins neue Jahr.

An Neujahr sehe ich dann alle meine Besties. Womit sich der Kreis zu Sex and the City wieder schließt. Wir sind im Ursprung vier Schulfreunde, die auch über alles reden können. Nur waren wir immer schon diverser aufgestellt als Carrie und Co., denn wir waren nie nur Mädels. Wenn schon nicht reiche und erfolgreiche Bloggerin, dann wenigstens mit unschlagbaren Freunden.

27 Schwänze in einer Woche – Grindr sei Dank

Dank der Besties habe ich schon eine geraume Weile Einblick in die Gay-Welt und ich finde es so mega spannend. Ich wollte nicht so viel drüber schreiben nicht weil es nicht berichtenswert wäre, sondern weil es in erster Linie mein Blog ist und ich nicht ungefragt deren Geschichte erzählen wollte. Aber jetzt fühlt es sich okay an.

Ich muss schmunzeln, wie sehr es sich für mich normalisiert hat mit den Jungs auch einfach über ihre Sexpraktiken zu reden. Mein Blog gibt es schon lange. Damit war wohl auch der Ausgangspunkt gelegt, dass man einfach über Sex reden kann innerhalb unserer Clique, zu der noch drei weitere unfassbar coole Menschen gehören. Aber über Sex im Großen und Ganzen zu sprechen und sich zu erzählen, was man so konkret anstellt ist nochmal ein himmelschreiender Unterschied. Ich glaube, ich weiß noch gar nicht so superlange, wer in der Beziehung der beiden der aktive und wer der passive Part ist. Und dass mir zumindest vorher noch gar nicht klar war, dass das neben der Liebe ja auch irgendwie zusammen passen muss, weil es sonst schwierig wird. Es wird schon auch mal geswitcht, aber in den meisten Fällen ist die Präferenz klar. Ficken oder gefickt werden – die meisten haben eine bevorzugte Spielart.

Ich kenne den Stellenwert von Grindr in der Szene und dass man als hetereo mit den Ohren schnackelt, was die Möglichkeiten und die Geschwindigkeit von unverfänglichem Sex angeht. Dass die PrEP als Mittel um eine Ansteckung mit HIV zu verhindern nochmal ein völliger Gamechanger ist. Mit der Einnahme geht eine regelmäßige Testung auch auf alle anderen klassischen STIs einher. Ich weiß, wo in unserer Heimatregion Cruising-Spots sind und man beispielsweise einfach auf dem Heimweg von der Arbeit vorbeidüst, wenn man Lust hat. Man findet da fast sicher jemanden, der einem den Schwanz bläst oder den man blasen kann oder anderes mehr. Für den Hetero-Bereich kenn ich keine Cruisings-Spots. Die gibt es sicher auch und mit Recherchieren würde ich das auch rausfinden, aber sie sind mir nicht so geläufig wie die Gayspots. Ich weiß, dass man sich als passiver Mann im Regelfall vorbereitet, bevor man aufreißen geht, deswegen geht das nur mit ein wenig Vorlauf – Spülung. Ich kenne das Spielzimmer der Jungs, weiß was Twinks sind. Welche Art sich zu kleiden angesagt ist in einem Teil der Szene. Ich habe also durchaus schon ein wenig Ahnung von dem was die Jungs da so treiben. Aber manches wurde mir in diesem gemeinsamen Urlaub noch viel plastischer vor Augen geführt.

Wir haben immer bedauert, dass es so wenig Möglichkeiten gibt gemeinsam loszuziehen und hatten nun den festen Vorsatz, dass ich in Maspalomas mal mit zum Aufreißen gehen würde, um zu sehen, wie es bei den Jungs so abgeht. Einfach als sexpositiver Mensch, der sich gerne ansieht, wenn Menschen miteinander Spaß haben. Eigentlich haben wir sogar gewitzelt, dass wir einen Blowjob-Contest machen. Wir würden einen Bi-Mann suchen und uns duellieren – wer kann besser blasen ich oder Qutie.

In der Woche vor der Winter-Pride-Week waren wirklich schon viele schwule Männer auf der Insel. Sie ist ja sonst schon ein Hotspot für die Szene, weil man sich da frei bewegen kann, weil es einschlägige Bars gibt. Diese Woche dort vor Ort hat mal kurz meine Realität völlig verschoben. Denn es waren quasi nur noch schwule Männer und Pärchen überall. Man kann den Eindruck bekommen, dass es viel mehr sind, als man denkt. Ich fand die Sichtbarkeit wunderbar. Für mich ist es kein ungewohntes Bild, dass meine Besties sich mal küssen oder Händchen halten, aber es ist sonst so unglaublich selten sichtbar. Hier war ich an einem Ort, an dem ich das Gefühl hatte, dass die Anwesenden einfach so sein konnten, wie sie wollten. Jeder ganz bei sich. Die bärigen alten Rockertypen, die man zu Hause nie Händchenhaltend sehen würde. Alte Pärchen, blutjunge Männer, dick, dünn, Sugardaddys mit Jungs, Männer die sehr feminin gekleidet sind, auftrainierte Schönlinge, wilde Dreierkonstellationen. Männer, von denen ich glaube, dass sie zu Hause nicht geoutet sind, ziehen durch die einschlägigen Locations. Es wird geflirtet, geknutscht und gefummelt. Man fühlt richtig die Befreitheit, das Angekommen sein. Dafür liebe ich diesen Ort. Jeder kann das sein, was er will. Bei der Auswahl findet auch jeder wonach er sucht. Endlich mal ein Pool in dem man fischen kann.

Nachdem wir am Gay-FKK-Strand lagen, habe ich dort Unmengen an Schwänzen gesehen. Schwänze haben im Gay-Schnell-Dating-Game auch eine viel größere Bedeutung, als bei heteros. Während sich Hetero-Männer hüten sollten ihr Dating-Gesuch bei einer Frau ungefragt mit einem Schwanzbild zu unterstreichen, weil sie sonst mittlerweile im Zweifelsfall auch angezeigt werden, gehört es zum guten Ton bei den Jungs gleich ein Bild von dem was man so an Ausstattung hat mitzuschicken. Ich muss auch darüber schmunzeln, wie sie mit den weiblichen Begriffen wie Slut und Bitch spielen können und sich diese um die Ohren hauen. Auch bunte Farben und Klamotten, die üblicherweise eher Mädels getragen haben finden sich alle in der Szene wieder. Die Hotpants der Jungs sind auch mal wirklich hot kurz. Aber sie können es halt auch tragen.

Als wir an einem Abend ins Yumbo-Center losgezogen sind, war ich mit einer Gruppe von acht Jungs unterwegs. Zwei Paare mit jeweils noch einem Toyboy und meine Besties. Was sehr lustig war und auch eher exotisch. Ich bin da einfach überall hinterher gedackelt, das hat erst mal keiner hinterfragt. Die anderen guckten kurz irritiert, ob meiner Anwesenheit, aber ich fühlte mich nie ungewollt. Es war spannend das Geflirte untereinander mitzubekommen. Von den drei Paaren mit denen ich unterwegs waren, lebt keines eine monogame Beziehung. Viel Geflirte und Geknutsche auch untereinander. Qutie ist am wildesten von allen unterwegs. Die anderen Jungs kannte ich noch nicht, bzw sie mich auch nicht. Ich glaube sie waren überrascht, dass da eine Hetero-Frau sitzt, die halbwegs unscheinbar aussieht, die aber ähnlich wild unterwegs ist, wie sie selbst. Die bei den meisten Themen einfach mitquatscht. Blowjobs, Streamen, sich nageln lassen, Fetischzeug… Alles kein Ding.

Wir endeten in einer Gaykneipe. Ich parkte mich auf einer erhöhten Bank im Außenbereich und saugte das Treiben in mich auf. Da ich kein Part des Flirting-Games war und nichts zu verlieren hatte, konnte ich einfach alle anquatschen. Ich las einem Schönling die Leviten, der sichtbar frustriert war, dass er noch nicht erfolgreich war. Zu seinem Übel kokketierte auch noch ich damit, dass ich ja auch schon jemanden kennengelernt hatte, am Abend vorher, nämlich Mirco. Ich sagte zu ihm, dass ich wette, dass er es mag wenn er mit jemandem was hatte sich am nächsten Tag nicht mehr zu melden und zu genießen, wenn der andere ihm hinterher läuft. Er ist ein schöner Mann, aber er lebt zu sehr von der Aufmerksamkeit dafür. Ich fühlte das. Mit meiner Aussage traf ich den Nagel auf dem Kopf. Ich sagte, dass das Problem sei, dass er weiß dass er hübsch ist und das auch ausstrahlt. Als er ein wenig jammerte, dass ihm sein Aussehen nichts mehr helfe, seit er älter wird, sagte ich, dass das nicht das Problem sei, sondern dass die anderen sich mittlerweile an Männern wie ihm schon mal die Finger verbrannt hätten und sich deswegen nicht mehr darauf einließen.

Keine Ahnung, ob er ein wenig darüber nachdenkt. Ich glaube er war erstaunt, dass ich das so analysiert hatte, obwohl wir uns erst zwei Stunden kannten. Aber in manchen Dingen unterscheiden sich Heteros und Nicht-Hetereos halt doch nicht so sehr. Während ich da saß, trieben die Jungs sich herum. Fummeln auf dem Klo… immer was los. An dem Abend war es sogar eher harmlos.

Qutie schoß im Laufe des Urlaubs den Vogel ab. Eines morgens zum Beispiel hörte ich wie er unseren Bungalow verließ. Es muss so kurz vor 6 Uhr gewesen sein. Die Erklärung hinterher: Bestie2 und ich hätten geschnarcht, er hat nicht schlafen können. Also Grindr auf. Mit einem Typen geschrieben, der auch auf unserer Anlage war und auch nicht schlafen konnte. Klamotten angezogen, drei Bungalows weitergegangen, den Typ einmal ordentlich durchgefickt (oder verräumt, um in seinem Chargon zu bleiben) und dann wieder ins Bett gegangen… So ging das öfter. Eigentlich ist passiv sein eher seins, aber für den schnellen Spaß übernimmt er öfter mal die aktive Rolle. Im Laufe des Urlaubs hatte er so ziemlich alle Bungalows um uns herum durch.

Mit den Party-Abenden in den Cruising-Bars, wo ich nicht dabei war, entweder weil ich mit Mirco unterwegs war oder weil ich am Türsteher gescheitert bin, kam er am Ende des Urlaubs auf 27 Typen. Der zurückhaltende Bestie noch auf 3 und ich, die wilde Sex-Bloggerin auf 1. Völlig verkehrte Welt aus meiner Sicht. Qutie hatte es in Darkrooms und Gloryholes krachen lassen, bei uns in den Bungalows. Aktiv (überwiegend), passiv (selten), zu zweit, zu dritt, Belgier, Iren, Spanier… alles wild durcheinander. Eines Morgens saß er mit einem riesigen Knutschfleck am Hals da. Und er sah einfach so völlig glücklich gefickt aus.

Corona-konform war das alles nicht. In der Hoffnung, dass die Gaypride das nicht völlig aus dem Ruderlaufen lässt. Qutie hat es genossen sich oberkrass auszuleben, ist nun erst mal wieder abstinent und geht jetzt nach Rückkehr sich auf alles testen. Die Zeit ist aktuell doof für sowas, aber ansonsten freue ich mich, dass es dort einen Platz gibt, wo meine Besties es so wild treiben können, wie sie wollen, völlig offen, ganz frei. Sollte überall so sein.

Zwischen Traum und Realität – mal wieder im Club – Part 2

Nach dem Einstand beschloss ich mein eigentlich es Cluboutfit anzuziehen. Das hatte den Vorteil, dass man es easy über die Brüste nach unten ziehen konnte. Damit konnte ich es anbehalten, die Männer aber alle spaßigen Stellen erreichen. Win-Win-Situation quasi. Wir wanderten wieder durch die Zimmer, blieben mal hier mal da stehen. Eine ältere Frau vergnügte sich mit drei Männern. Ein junges sexy Pärchen stand in einer Ecke und war nur mit sich beschäftigt. Die beiden waren aber wirklich erregend anzusehen. Weil es knisterte, weil ihre Lust sich echt anfühlte.

Irgendwann fragte ich meinen Begleiter, ob er Lust hatte, dass wir in die einsehbare Höhle gehen. Also Handtücher ausgebreitet und rein ins Vergnügen. Nun beschäftigten wir uns auch erst mal miteinander. Knutschen, fummlen, streicheln, blasen. Aus den Augenwinkeln konnte ich sehen, dass uns ein paar Männer dabei zusahen. Meine Gelegenheit die MMF-Fantasie in die Tat umzusetzen. Also bat ich einen Mann hinzu. Ich hoffte, dass es meinen Begleiter nicht stören würde. So wirklich abgesprochen hatten wir das nicht. Ich ließ mich von meinem Begleiter doggy ficken, während ich den Unbekannten blies. Allerdings stelle ich fest, dass das in Pornos besser aussieht, als es in echt ist, zumindest wenn man den Anspruch hat gut zu blasen. Aber man kann nicht technisch gut blasen, wenn derjenige der einen von hinten fickt den Rhythmus vorgibt. Dann bleibt nur übrig, den Mund offen zu halten und sich dem Rhythmus zu ergeben. Aber wenn man den Anspruch gut zu blasen beiseite räumt, dann kickt es mich doch. Ich mag es einfach mit mehr als einem Mann, wenn ich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehe. Manchmal brauche ich das einfach.

Als der erste Mann der beteiligt war gekommen ist und ging, bat ich ein wenig später einen anderen hinzu, der mir sympathisch war. Dann blies ich meinen Begleiter mal ordentlich fertig und ließ mich vom zweiten Mann streicheln und befummeln. Ich bin mittlerweile viel kommunikativer geworden in solchen Situationen. Allerdings bin ich mir gar nicht sicher, dass alle Männer damit umgehen können. Ich mag es aber, wenn man zwischendurch zusammen lachen kann. Manchmal können die Jungs auch nicht so wie sie wollen und bleiben nicht steif und ich versuche herauszufinden, woran es liegt, was ihnen Stress im Kopf macht. Ich frage dann auch schon mal: „Ist alles in Ordnung bei dir, geh es dir gut?“ Ich glaube meine zunehmende Erfahrung lässt mich das mittlerweile anders machen. Früher habe ich mich bei Clubbesuchen quasi immer hinter den Männern versteckt und nun entscheide ich selbst und manage so eine Situation auch mal.

Als alle Beteiligten dann irgendwann durch waren gingen mein Begleiter und ich an die Bar auf einen Drink. Er tanzte ein wenig, ich sah mir Menschen an. lch finde das einfach so superspannend. Wir unterhielten uns mit einem Paar, bei dem sie ein unglaublich krass geschnürtes Korsett trug. Sie hatte mir ihren Mann immer ausgeliehen, weil er es als einziger schaffte mein hinteres Strapsband wieder einzuhängen. Das mit dem Korsett war deren Fetisch. Die wollten im Club gar nichts anderes, als dass sie ihr wirklich beeindruckend aussehendes Kleidungsstück ausführen konnte. Kein Sex, nur Sehen und Gesehen werden und ein wenig tanzen. Aber auch okay.

Meinem Begleiter war nicht entgangen, dass ich noch nicht gekommen war. Das wollte er noch ändern. Deswegen gingen wir, als es schon ein wenig später war, wieder in die Höhle, dieses mal aber auf eine zweite Etage der selben Spielwiese bei der wir zu Beginn des Abends waren. Diese lag nur schwerer erreichbar im Inneren, so dass wir nicht so einfach gestört werden würden. Ich war mir ja nicht sicher, dass ich meinen Kopf so ausbekommen würde, dass das klappt. Aber er sagte, dass er einfach gern leckt. Also legte ich mich auf den Rücken und versuchte an nicht allzuviel zu denken. Was gar nicht so einfach war, wenn immer mal wieder jemand durch die kleinen Öffnungen reinschaute. Aber nachdem er wirklich Ausdauer an den Tag legte und auch wusste was er tat, merkte ich, wie ich mich mehr und mehr darauf einlassen konnte und meine Erregung anstieg. Nach einer gefühlten Ewigkeit (und ich bewunderte ihn wirklich sehr für sein Durchhaltevermögen) spürte ich die ersten leichten Wellen kommen. Ich kam, nicht sehr intensiv aber gekommen. Mein Begleiter ließ aber nicht locker, er ging gleich zu Runde zwei über. Das war genau das richtige. Nach so einem Halborgasmus machte er einfach weiter. Und dann kam ich richtig heftig. Rrrr. Männer, die gerne lecken und wissen was sie tun sind Gold wert.

Es war also ein gelungener Abend mal wieder in einem Club. Wir werden uns sicher irgendwann nochmal verabreden, wenn wir beide Lust haben auf einen Abend im Club.

Zwischen Traum und Realität – mal wieder im Club – Part 1

In der Corona-Zeit habe ich sehr oft von einem MMF geträumt. Eigentlich war es immer der selbe Film im Kopfkino. Ein Mann nimmt mich doggy, während ich einen anderen blase…

Ich habe vor Kurzem sogar die wirklich wunderbaren Jungs angeschrieben, mit denen ich vor vier Jahren den Dreier hatte. Leider können oder wollen sie aktuell nicht – vermutlich aus Beziehungsgründen. Sehr schade. Den Wert dessen, was die beiden gut eingespielt da mit mir angestellt hatten, der erschloss sich mir in seiner Gesamtheit erst viel später. Gute eingespielte Männer, die sich im besten Fall auch noch mögen, für einen Dreier – unbezahlbar.

Die Swingerclubs haben ja seit Anfang Oktober wieder offen. Die ersten beiden Wochenenden war mir das, was ich da an Anmeldezahlen auf der Rirarammelseite für die einzelnen Veranstaltungen gesehen hatte viel zu krass. Ich war ja nicht einsam während Corona, aber größere Menschenmengen auf engem Raum, irgendwie geht das für mich noch nicht. Sollen die sich alle erstmal austoben, ich komme dann wenn sich der erste Clubrausch wieder gelegt hat.

Doch dann bekam ich doch Lust wieder loszuziehen. Mein Lieblingsclub hat überlebt und seine Pforten wieder geöffnet. Ich sah in der Anmeldeliste einen Mann, mit dem ich schon mal ein Date gehabt hatte. An den musste ich seit unserem Date manchmal denken. Er war etwas unglücklich mit seinem Kopf gegen mein Balkontüre gelaufen, was einen Fleck hinterlassen hatte. Dieser Fleck brachte mich aber immer wieder zum Schmunzeln so dass ich ihn einfach nicht weggewischt hatte. Still there. Und nachdem der Abend mit ihm auch sehr okay war fragte ich ihn einfach, ob er alleine oder in Begleitung an diesem Abend sein würde. Man zahlt genau das gleich, wenn man als Paar oder als Solomann kommt. Für ihn wäre es sicher ein Vorteil mit einer Frau dorthin zu gehen und nicht als Solomann losziehen zu müssen.

Er antwortete prompt, dass er sich freuen würde, wenn wir zusammen dorthin gehen. On top lud er mich vorher noch zum Essen ein und holte mich ab und fuhr mich wieder ein. Das war viel mehr als ich erwartet hatte. Aber ich freute mich auf das Essen mit ihm. Er war ein wirklich interessanter Gesprächspartner. Der Abend konnte also gar nicht schlecht werden.

Wir gingen Essen, dann bald Richtung Club. Ich hatte am Nachmittag richtig viel Zeit gehabt mich aufzubrezeln. Rasieren, Pediküre, Eincremen, Stylen… Beim Essen trug ich die Strapse schon unter meiner Jeans. So aufregend nach so langer Zeit mal wieder loszuziehen. Wir hatten vorher nicht über unsere Erwartungen gesprochen, aber das würde mit ihm schon klappen. Wir hatten uns Zeit gelassen mit dem Essen, so dass schon einiges los war, als wir am Club ankamen. Seine Adresse und den Klarnamen im Club hinterlassen fühlt sich irgendwie schräg an, ebenso die ganzen Menschen ohne Masken. Aber 3G wurde streng kontrolliert.

Ab in die Umkleide. Das erste Paar, das wir sahen, da hatte die Frau eher sexy Abendgardarobe an, als das was ich unter klassischem Cluboutfit kannte. Führte gleich mal zum Outfit umdisponieren meinerseits. Ich hatte mir neben meiner Lieblingsclub-Klamotte noch ein kleines Schwarzes mit Cut-Outs in den Rucksack geschmissen. Also erst mal noch ein wenig seriöser. Strapse drunter, Pumps an, ab in die Menge. Und das war wirklich ab in die Menge. Vor der Bar drängten sich die Menschen. Das mochte ich vor Corona schon nicht besonders gerne, noch weniger aktuell. Er ganz Gentleman übernahm das Drinks besorgen, so dass ich mich etwas abseits neben die Tanzfläche stellen konnte. Man sah den Menschen an, dass sie es genossen, einfach mal wieder unter Menschen zu sein, sich sexy zu kleiden und zu flirten.

Ja, ich genoss es sehr, dem bunten Treiben mit etwas Abstand zuzusehen. Zu beobachten und zu rätseln, ob die Paare, die gemeinsam da sind, auch im wahren Leben zusammen sind. Zu Rästeln nach was der einzelne wohl suchen mag hier im Club. Menschen in mehr oder weniger geschmackvollen sexy Outfits beim Tanzen, beim Bewegen, beim Genießen zu beobachten. Es machte mir gar nicht so viel aus, dass die Musik so nahe an der Bar fast zu laut war für eine gute Unterhaltung.

Damit ich hatte ich eigentlich schon mein Soll erfüllt für diesen Abend. Ich wusste sonst gar nicht so genau worauf ich Lust hatte. Nach einer Weile bevölkerten die ersten die diversen Matten, Höhlen oder Spielbereich. Meine Begleitung im Schlepptau zog ich durch die Zimmer um zu sehen, ob mich etwas kickt von dem was sich dort abspielt. Das ist erst mal völlig unabhänggig von wie alt die Beteiligten sind, oder wie sie aussehen. Mich fesselt immer, wenn ich das Gefühl habe, dass die Lust echt ist, wenn Frau wirklich Spaß haben und im besten Fall auch noch kommen und nicht nur Pornomäßig rumstöhnen. Zu Beginn sind immer viele Soloherren auf der Suche nach einer Gelegenheit.

Ich stand neben einer Spielhöhle/Wiese, die durch eine Wand mit großen Gucklöchern abgegrenzt war. Man konnte von drei Seiten reinschauen. Innen war es dunkel. Zwei Paare fingen an sich zu vergnügen. Ich ging auf die der Eingangstür abgewandten Seite, so dass nicht so viele Menschen an mir vorbei kamen. Mein Begleiter kam mir nach. Während ich zusah, spürte ich ihn an meinem Rücken. Ein weiterer Mann stand neben mir und sah auch zu. Keine Ahnung, ob die Herren mit Blicken mit einander kommuniziert hatten, aber sie fingen an mich zu streicheln, sanft zu berühren – jeder auf einer Seite. Ich genoss es. Es fühlte sich aufregend an. Sie ließen mich auch ihr harte Lust an meinem Hintern spüren.

Aber nach kurzer Zeit schaltet sich der pragmatische Teil meines Hirns ein sagte mir, dass es hier im Gang ja doof ist und darüber hinaus hatte ich jetzt auch das Kleid an, wo man nicht so leicht an die relevanten Sachen ran kommt. Im Nachhinein muss ich sehr über mich schmunzeln. Ich hätte das ja auch einfach mal das Problem der Herren sein lassen können. Die hätte sich sicher was überlegt, wie sie das llösen wollen. Um dem Problem zu entgehen wurde ich initiativ. Ich drehte mich ihnen zu und begann ihre Ständer zu erfühlen. Hart, was zu erwarten war. Der mir unbekannte Mann nahm es als Aufforderung sein gutes Stück aus seiner Hose zu befreien. War ja eh eng geworden. Dann tat ich was mir Spaß macht und blies ihm einen. Bis er kam und ich entschwand um mir das Sperma von den Händen zu waschen. Hinterher fiel mir auf, dass ich ihn am Schwanz wieder erkennen würde, aber nicht am Gesicht, da hatte ich gar nicht so bewusst hingeschaut. Aber muss man ja auch nicht. Das war nun zwar ein MMF gewesen, aber anders als in meinen Träumen.

Spreiz die Muschi in die Kamera – ich beim Streamen

Sorry, für die Pause. Manchmal ergibt sich das einfach so. Ich hätte so einiges nachzuschreiben, mal sehen ob es mir gelingt.

Der Kollege, für den ich noch nen neuen Namen suchen muss, ist zurück und aktuell mein Corona-Lockdown-Fuckbuddy. Wie sich das ergeben hat, muss ich auch noch schreiben. Aber ich schreibe erst mal den Eintrag der mir am meisten im Kopf umher geistert.

Eines Abends vor etwa 3 Wochen war ich bei meinen besten Freunden. Einer von beiden hat eine Libido die meiner ähnelt, seinem Partner ist das eher nicht so wichtig. Irgendwie hat es sich ergeben, dass mir erster erzählt hat, dass er sich immer mal wieder auf einer Cam-Sex-Seite herumtreibt. Ich blogge, ich treibe mich auf dem ein odere anderen weiteren SocialMedia Kanal herum, aber die Welt des Streamings wie Twitch und Konsorten war bisher überhaupt nicht auf meinem Radar. Aber schaffte es mein Intresse zu wecken und so endete der Abend damit, dass wir mit Glühwein und Chips bewaffnet vor dieser Seite saßen und diversesten Menschen beim Sex oder Solo-Sex zu sahen.

Wir sahen uns schwule Pärchen, Single-Männer-Cams und Hetero-Paare an. Spannend auch deswegen, weil auf einer der Gaycams ein Date von ihm beteiligt war. Wir konnten also einer seiner Affären live beim Vögeln zusehen und derjenige wußte das auch noch. Sehr spannend. Seine Affäre war an einer 3er Konstellation beteiligt und die drei Jungs boten wirklich eine gute Show in allen Varianten.

Wir klickten uns durch die verschiedensten Streams, kommentierten Blowjobs, lachten über unmögliche Stellungen und erfreuten uns an heißen Kerlen. Mein Freund erklärte mir dann auch noch, dass er dort einen Account hatte und auch schon mal gestreamt hat. Dabei hatte er sich ein paar Coins verdient. Diese Coins kann man kaufen und als Trinkgeld verteilen, wenn einem das was man sieht gefällt. Man kann sich aber auch Privat-Shows buchen, wenn der Darsteller das anbietet.

Eine völlig neue Welt für mich. Man kann auch ohne Anmeldung und ohne was zu bezahlen einfach zusehen. Was ich dann die nächsten Tage auch tat. Und ich merkte, dass mich zu meiner eigenen Überraschung vor allem Frauen-Kameras interessierten. Manche machen das wie einen Job und sind dann auch den halben Tag online. Es gibt auch vieles das nicht spannend ist, vor Allem wenn es nicht authentisch ist oder zu sehr darauf getrimmt Geld damit zu verdienen. Aber so ein paar Streams fand ich wirklich unterhaltsam, so dass ich BigBrothermäßig deren Stream manchmal einfach nebenzu auf dem Kopfhörer mitlaufen ließ und dann immer mal reinschaute. Ich fand es unterhaltsam. Und auch nicht so wild in einer Zeit in der es eh nicht so viel zu tun gibt. Manche sieht man dann mit einem Lush in der Muschi beim Kochen, oder wenn das Coins-Goal erreicht ist sich beispielsweise selbst mit einer Gurke ficken und und und… Es gibt also vieles zu sehen.

Nachdem ich mir das eine Woche angesehen hatte bekam ich immer mehr Lust das auch auszuprobieren. Unterhaltsam bin ich bestimmt. Aber im Vergleich zu den meisten anderen, wollte ich nicht mein Gesicht zeigen. Mein kleines Abenteuer sollte nicht dafür sorgen, dass es hinterher für immer Videos mit meinem Gesicht im Internet gibt, auf denen ich halbnackt Dinge tue. Und ich mache mir wenig Illusionen darüber, dass das auch entgegen der AGBs der Seite Menschen mitschneiden. Maske, Perücke, Sonnenbrille: Ich überlegte hin und her. Probierte lange Winkel und Webcam-Einstellungen aus, wie es gehen könnte. Probierte Webcam vs mit dem Handy streamen aus.

Und eines Tages spät Nachts tat ich es dann. Schrieb dazu, dass das als erstmal nur Test dienen sollte. Ich hatte mal wieder eines meiner Cluboutfits rausgeholt (endlich, ja auch ne ganze Weile nicht im Einsatz gewesen). Ich zog die Büstenhebe an und was schönes drüber. Ich hatte ich mich dazu entschieden am Schreibtisch sitzend zu streamen. Weil man ja doch viel interagiert im Chat. Und so konnte ich am besten in meiner Postion bleiben. Wollte vor Allem erstmal das in Szene setzen, was ich am liebsten an mir mag – meine Brüste… Ich setze mich hin und ging lief… Saß da und spielte an meinen noch bekleideten Brüsten herum und wartete, ob irgendwer zum Gucken kommt.

Am Ende war das Gefühl ein bißchen wie bei meinem ersten Pornokino-Besuch. Ich fragte mich die ganze Zeit, was ich da eigentlich tue. Wird es mal negative Konsequenzen haben? Wenn mich jemand erkennt? Wenn sich so ein Video verbreitet… Gehst du nicht zu weit? Und andererseits hat es mir einfach Spaß gemacht. Das Interagieren, die Komplimente, die Coins, die ich bekommen habe. Wenn es mir Spaß macht und niemandem schadet, kann es doch auch nicht schlecht sein, oder? Ich bin da immer sehr zerrissen.

Ich hab nun 10 Tage lang immer wieder mal gestreamt. Am Ende ingesamt 26 h. Unter der Dusche, am Schreibtisch, im Bett, hab in die Dusche gepinkelt, einen Dildo geritten, es mir zig fach mit echtem Orgasmus selbst macht. Hab mir Eiswüfel und Wäscheklämmern an die Brüste gemacht, hatte Strapse an und heiße Wäsche. Oder nichts. Hab meinen Hintern mit einem Plug drin zur Kamera gedreht und meine weit gespreitzte Muschi gezeigt und mich mit Satisfyer und Dildo befriedigt. Der Kollege hat zweimal auf mich abgespritzt. Ich hab mich für Privatshow zahlen lassen auf der Seite oder über einen Skype-Account, den ich mir angelegt habe. Ich habe in 10 Tagen nebenbei nun 250 Dollar Trinkgeld und 38 Euro für Privatshows angehäuft.

Es ist verführerisch, fühlt sich einfach an und die Aufmerksamkeit und das Feedback korrumpieren mich. Was zur Zeit nicht so schlimm ist, weil man ja eh besser zu Hause bleibt und sich nicht mit Menschen treffen sollte. Aber ja, ich bin hin und her gerissen. Die Show macht mir Spaß. Ich habe nie Ziele eingestellt, was heißt, dass ich bei einem bestimmten Betrag etwas bestimmtes machen würde. Sondern mir Trinkgeld wirklich nur geben lassen, wenn den Zuschauern gefällt, was sie sehen. Ich glaube der Rekord waren bis zu 200 Viewer gleichzeitig. Meinen Account haben fast 500 Menschen (Männer) abonniert. Im Minuten-Rhythmus gesagt zu bekommen, dass man wunderschöne Brüste, einen tollen Körper, eine schöne Muschi und eine sexy Stimme hat, das geht runter wie Öl.

Niemand, nicht ein einziger hat geschrieben, dass ich häßlich oder fett wäre. Damit kommen wir zu den positiven Seiten meiner Erfahrung: Man merkt dort auch wirklich nochmal, dass die Vorlieben unterschiedlich sind und dass für jeden Figurtyp eine Fanbase gibt. Weder mein Bauch, noch mein Arsch haben Männer davon abgehalten mir zuzusehen und sich auf meinen Körper einen runterzuholen (was ich rein als Kompliment ansehe). Es ist ein Egobooster. Darüber hinaus ist es unterhaltsam und ich mag das Interagieren. Ich hab auch diverse Male den Männern dann auf ihrer Cam beim Wichsen zugesehen und Komplimente zurück verteilt.

Aber die Aufmerksamkeit, die easy verdienten Dollar machen fast schon süchtig. Man mus aufpassen, dass man sich nicht verleiten lässt die eigenen Grenzen immer weiter zu verschieben, doch das Gesicht zu zeigen, denn es ist ja gerade ne Privatshow „Mäuschen“ und wir sind ja unter uns.

7 Minuten Skype Call dafür nen 10 Euro Amazon Gutschein, wenn man es einfach mal so mitnimmt, dann ist das easy. Ich hab dafür nur gemacht worauf ich eh Lust hatte, also war es eine Win-Win. Aber ich lerne auch, dass man beim Streamen sehr aufpassen muss. Ich hab mir extra einen neuen Skype-Accoount angelegt. Damit habe ich vier Skype-Shows gemacht. Einer der Männer hat heute morgen sicher 10 Mal versucht mich anzurufen, weil er jetzt geil ist und eine Show haben will. So verrückt. Das ist in der Intensität sicher eher eine Ausnahme, aber ich habe nach den zwei Wochen gemerkt, dass durch das Streamen wohl mehr Nähe entsteht, als auf anderen Kanälen, denn die Menge der Anfragen nach realen Treffen ist oberkrass. Ich sehe das ganze und habe das ganze immer als reine Unterhaltung am PC gesehen. Ich zeige ein wenig, der Zuschauer genießt ein wenig. Für mich war es nie mehr. Aber die Flut der Mails in meinem Postfach dort in meinem Account ist riesig. Die meisten wollen mich in echt kennenlernen, chatten, whatsappen oder ein Date haben. Hätte ich ein Date gesucht, wäre ich auf die Rirarammelseite gegangen. Noch dazu in Pandemie-Zeiten finde ich verrückt, dass die alle nach einem Kennenlernen fragen. Zuneigung ist nicht erkaufbar. Das ist aber vermutlich dort nicht allen klar.

Ich habe immer mal wieder Berichte über Streamerinnen gelesen, die von Stalkern krass belästigt werden und kann mir nun sehr gut vorstellen, wie das läuft.

Ich werde sicher mal wieder online sein, dass ganze aber deutlich runterfahren. Zumal ich nach 14 intensiven Tagen irgendwie das Gefühl bekomme zu verblöden. Der Horizont war sehr eingeschränkt zwischen Dildos, Gleitgel und Höschen. Jetzt ist wieder Zeit für ein Buch. I am not only a body. – Auch ein Verstand, der pflegen braucht.

Neben einem heißen nackten Mann aufgewacht…

Ich muss dieses Wochenende arbeiten. Und während ich gerade bei einer Prüfung zugegen bin, muss ich daran denken, wie schwer es mir gefallen ist heute morgen aus dem Bett zu klettern. Wenn die Anwesenden wüssten, dass ich gerade versonnen vor mich hinschmunzle, weil ich an das Gefühl von heute morgen zurück denke. Da lag er neben mir, mit seinem Adonis-Körper. Was mir eigentlich gar nicht so wichtig ist, aber er hat ihn einfach. Und er nimmt das überhaupt nicht wichtig. Neben ihm komme ich mir Null blöd vor. Er lag da einfach nackt unter meiner Decke. Mit seinem perfekten Hintern. Dem perfekten Bauch. Nicht so auftrainiert. Einfach fit, weil sportlich unterwegs. Wie schwer es doch war, mich unter diesen Umständen zum Arbeiten an einem Feiertag zu motivieren.

Ich bin aufgewacht mit Mr. Montage. Typ Rennradfahrer, war vor etwa 2 Jahren in mein Leben getreten. Damals frisch aus einer Trennung gekommen. Er schrieb mich gestern Abend an, was ich so vor habe. Ich hatte einen wirklich langen Arbeitstag hinter mir und war eigentlich echt durch. „Soll ich mit Pizza und Rotwein vorbei kommen“, fragte er. Wer kann bei dieser Frage schon mit Nein antworten. Adonis mit Rotwein und Pizza. Ich finde es gibt schlechtere Angebote nach einer harten Woche als dieses.

Wir hatten uns vor nicht allzu langer Zeit schon mal getroffen. Davor aber eine ganze Weile nicht. Ich hatte den Kollegen, er hatte sich zwischenzeitlich auch eine neue Freundin angelacht, die jetzt allerdings nicht mehr aktuell ist. Wobei unser Kontakt nie abgerissen war. Wir hatten uns einfach nur eine ganze Weile nicht getroffen. Schon der erste Abend war sehr intensiv leidenschaftlich gewesen. Es gibt so Menschen, mit denen ist man einfach kompatibel. Mit manchen setzt man sich auf eine Couch und es dauert ewig, bis man eine bequeme Kuschelposition findet. Mit ihm setze ich mich hin und es fühlt sich immer so an, als soll es so sein. Beim ersten Treffen hatten wir ein ähnliches Setting gehabt. Nur dass ich gekocht habe, statt der Pizza. Den Rotwein und die Gläser dazu hatte er mitgebracht. Danach saßen wir auf meiner Outdoor-Couch mit Wein, kuschelten und sahen uns die Lichter der Stadt an. Ich mag es extrem, wie er mich im Arm hält, wenn er seinen Kopf auf meinen legt, wie er mir eine Haarsträhne aus dem Gesicht streift, wie er mich küsst.

Am ersten Abend hatte ich mich zwischendurch mal kurz auf die Toilette verabschiedet und kam dann statt in meinen normalen Klamotten im Negligee mit Reizwäsche drunter wieder. Was der Situation nochmal einen krassen Kick gab, auch weil ich bisher bei ihm nie was besonderes angezogen hatte. Schon am ersten Abend wurde mir wieder bewusst, wie sehr ich auf seinen Körper abfahre. Und auf ihn. Wenn der Verstand alleine über eine potentielle Beziehung entscheiden würde, dann wäre er in der ganze Zeit seit ich blogge, vermutlich derjenige gewesen, den ich gewählt hätte.

Der erste Abend endete im Bett und mit der Erkenntnis in meinem Kopf, dass es ihm gut getan hat, dass er ein paar unterschiedliche Frauen hatte, seit wir uns kennengelernt haben. Vor zwei Jahren hatte man ihm angemerkt, dass er aus einer Beziehung kam, wo er sehr auf eine bestimmte Frau und deren Körper eingestellt war. Mittlerweile ist er viel souveräner im Umgang meinem Körper. An diesem ersten Abend hatte mir so mühelos einen Orgasmus lecken können. Es war wunderbar. Von allen Männern in letzter Zeit hat er es auch geschafft meine Brustwarzen am perfektesten zu stimulieren. Er war nie zu fest, aber so fest, dass es mich heiß machte. Gestern hat er mich toll geleckt, ich bin aber nicht gekommen und ich habe ihn geblasen und er ist nicht gekommen. Ich glaube, dass wir beide zu müde waren. Ich von der Arbeit, er vom Sport. Es hat der Schönheit des Abends aber überhaupt keinen Abbruch getan.

Er blieb beide Male über Nacht da. Was immernoch ein sehr ungewohntes Gefühl für mich ist, wenn Männer bei mir übernachten. Das hatte ich ja jahrlang nicht. Mit ihm in einem Bett schlafen ist easy. Ich kann gar nicht genau erklären warum. Er ist, wie ich auch ein unkomplizierter (Ein-)Schläfer. Mit ihm ist es einfach zu kuscheln, er wärmt mich, macht aber nicht zu warm, er piekst nicht, sondern ist anschmiegsam. Gestern Nacht bin ich sensationellerweise mit ihm unter einer meiner wirklich kleinen Bettdecken eingeschlafen. Eine Bettdecke in groß ist ja sonst schon mein Horror. Wir haben uns unter eine kleine gelegt und sind beiden wunderbar aneinander gekuschelt eingeschalfen. An ihn kuschel ich mich hin und kann schlafen. Das ist sehr erstaunlich. Sonst hatte ich das nur mit dem Kollegen. Mit ihm sind die Abende leicht, unkompliziert und leidenschaftlich. Werden wir sicher wieder öfter haben.

Über den Wert von Freundschaft…

Gefühlsmäßig wildes Wochenende: Samstag Abend bin ich nach der Auseinandersetzung mit dem Kollegen früh ins Bett gegangen. Gefühle schlauchen mich manchmal. Viel zum Nachdenken und Grübeln – über mich, was ich so tue oder anderen antue.

Auch in kurzen Momenten ein Infragestellen des öffentlichen Bloggens. So sehr es motiviert, wenn viele Menschen mitlesen, so sehr pervertiert man ja den Gedanken einem Tagebuch Dinge anzuvertrauen. Dinge, die eben keiner liest. Gedanken im Affekt, Gedanken, die es später vielleicht gar nicht mehr wert erscheinen gedacht worden zu sein. Würde man immer alles wissen wollen, was der Partner so denkt? Da sage ich so leicht: „Dann lies es nicht“ und ertappe mich selbst, wie ich das ganze Wochenende jemanden Social Media stalke. Dann nervt mich das, was die Sozialen Netzwerke manchmal mit uns anstellen. Vor Allem wenn man unsicher ist.

So ging es mir beim Jäger. Da weiß ich einfach noch nicht woran ich bin. Was an sich gar nicht weiter schlimm ist. Wir kennen uns ja erst kurz, das muss sich finden. Aber ich spüre eine Unsicherheit. Das ist vermutlich immer so, wenn man nicht genau weiß, ob der gegenüber ähnlich empfindet. Wenn ich unsicher bin, dann nervt mich zum einen das ich dann unsicher und gefühlt so unsouverän bin. Zum Anderen versucht man dann immer herauszufinden, woran man ist. Besonders toll, wenn das in einem offenen Beziehungskonstrukt stattfindet, sich die anderen Beteiligten treffen und diese auch darüber in den Sozialen Netzwerken schreiben. Da glaube ich so cool zu sein und stalke schäbigst, was sie posten. Wie ich mich dafür gehasst habe.

Aber ich bin zumindest der Typ, dem es schwerer fällt zu verzichten, wenn er weiß dass es das gibt. Wenn ich Schokolade im Haus habe, muss ich verzichten. Um das zu verhindern, kaufe ich mir keine. Dann ist es auch okay, dass keine da ist. Einfach wäre es, wenn nirgendswo nachlesbar wäre, was die anderen so angestellt haben. Dann gibt es die Info nicht und gut ist es. Aber naja. Hat aber ja auch niemand behauptet, dass offene Beziehungskonstrukte einfach sind. Ich hab mir auch als Strafe für mich selbst ein bisschen Social Media Abstinenz verordnet. Was heißt, dass ich diesen Eintrag schreiben werde, aber aktuell nicht interagieren werde.

Noch ein Beispiel: Mr Urlaubsdate von vorgestern, mit dem gefühlt alles gepasst hat und wir eigentlich nur noch einen Termin ausmachen wollten, schreibt mir, dass es ja gerade ach so viel tun hat und jetzt schwierig den Urlaub einbauen kann und sucht dann auf seinem Profil nach einem Date. Ich nehm das jetzt mal nicht persönlich. Nicht ranlassen an mich. Ist abgehakt.

Unabhängig davon führt es mich wieder zur Frage, ob mein Weg zu leben so okay ist. Glücklicherweise hat sich gestern für mich ergeben, dass ich bei meinen besten Freunden vorbeischauen konnte. Freunde aus meiner Schulzeit. Bei denen ich genau weiß, dass sie mich akzeptieren, wie ich bin, sie mir aber auch sagen würden, wenn ich mich aufs falsche Gleis begebe. Es hat sich in dieser Freundschaft entwickelt über die letzten Jahre, dass wir offen über alles reden können. Über wirklich alles. Mittlerweile auch über jegliche sexuelle Themen. Das ist für mich so unglaublich wertvoll, weil eben das Thema Sex in meinem Leben keine so unerhebliche Rolle spielt. Wenn da Menschen sind, bei denen du einfach jedes Thema ansprechen kannst. Ich glaube, das macht mich als Mensch nochmal eine Runde gelassener.

Dort konnte ich dann auch die Geschichte mit dem Kollegen verarbeiten. Was nicht heißt, dass das nun alles gut ist und nicht mehr weh tut. Das dauert sicher noch ein wenig. Aber auch nochmal ein Feedback zu bekommen, dass auch in deren Einschätzung eine monogame Beziehung nicht das gewesen wäre, das zu mir gepasst hätte.

Und noch zum Ende eine schöne Social Media Begebenheit: Mr. Bondage hat meine Gefühlsäußerungen auch gelesen und schreibt mir dann, dass ich mich auch jederzeit wenn es mir schlecht geht bei ihm melden kann. Er bietet mir „Nähe, Spontanität und die Überzeugung, dass du okay bist, wie du bist.“ Was auch eine wirklich wunderbare Entwicklung über die 7 Jahre ist, die wir uns jetzt kennen. Mit allen Höhen und Tiefen, die wir so durchgemacht haben. Mit Phasen in denen ich nicht gepasst, habe weil nicht die perfekte Sub für ihn bin. In denen ich ihn gern verändert hätte, weil ich ihn so pedantisch fand. Die Zeit und weniger überbordende Gefühle haben dafür gesorgt, dass wir wissen was wir aneinander haben, dass wir uns sein lassen können wie wir sind und haben uns sehr viel Gelassenheit im Umgang miteinander gegeben. Das fühlt sich schön an.

Mal sein Hintern…

Vielen Dank für eine Woche Weihnachten. Ich kann gar nicht fassen wie großzügig ihr wart. Ich war ja schon fast versucht euch an meiner Freude teilhaben zu lassen und zu zeigen, welch wunderbare Dinge ihr mir von meiner Wishlist geschenkt habt. Aber es fühlt sich dann so nach angeben an, auch wenn es eigentlich nur Freude ist. Aber Danke. Danke. Danke. Ich werde beim Benutzen, Tragen, Lesen an euch denken.

Die Wishlist hat den Nachteil, dass man keine Sendungsverfolgung als Beschenkter hat. Ich weiß bei zwei Dingen nicht, wo sie gelandet sind. Der lila Doppeldildo von Sohimi fehlt und der Jochen Schweitzer Gutschein. Nicht falsch verstehen: ich fände es schade, dass wenn jemand Geld ausgibt, die Dinge dann irgendwo anders gelandet sind. Also falls sich jemand erinnert und nachsehen will, kann mir gerne unauffällig mitteilen, wo sie gelandet sind.

Was ist sonst los in meinem Leben: Der Kollege ist wieder zurück in meinem Leben. Nun schon seit ein paar Wochen wieder. Ich bin nach Monaten der Funkstille einfach bei meinem alten Arbeitgeber augeschlagen und habe auch ihn besucht. Wir haben uns gesehen und die alte Vertrautheit war sofort wieder da. Der Kontakt ist nun deutlich loser. Wir sehen uns meist eine Nacht pro Woche. Er liest meinen Blog nicht mehr, hat er versprochen. Weil es besser für ihn ist. Mal sehen ob das klappt. Der Sex war sofort wieder gut. Bei ihm merke ich, dass ich beides brauche. Vetrauten guten Sex, mit jemandem der weiß, wie mein Körper funktioniert. Aber auf der anderen Seite auch die Aufregung des neuen, unbekannten. Nur eines macht mich nie glücklich.

Vor ein paar Tagen hat er mir ein tolles Kompliment gemacht. Er sagte, dass Sex mit mir so herrlich unkompliziert sei. Weil Sex bei mir nur Sex ist. Ich habe verstanden, was er meint. Bei mir geht es in dem Moment dann nicht Liebe oder einen Gefallen oder sonst was. Sondern um Sex. Lust ausleben. As simple as that. Wir haben beide ähnlich viel Lust. Seit wir uns wenig aber bewusst sehen, haben wir eigentlich immer auch Sex. Das war vor dem Kontaktabbruch schon deutlich anders. Nun ist die Lust zurück gekehrt.

Und auch die Lust neues auszuprobieren. Was ich sehr an ihm mag ist, dass er wirklich experimtierfreudig ist. Toys werden einfach ausprobiert. Und er lässt auch mit sich ausprobieren. So ein Tabu-Ding für viele Männer war ja lange (oder ist noch) sich auch mal anal nehmen zu lassen. Ich hatte mal ne Phase, da habe ich unzählige Pegging-Pornos geguckt und der Gedanke einen Mann mit einem Strapon zu ficken hat mich ganz heiß gemacht. Der Kollege hat mir ganz am Anfang schon erzählt, dass sich selbst immer mal wieder mit einem Dildo analgefickt hat. Ich wusste also, dass er dahingehend Erfahrung hat. Aber ich hatte vorher nie dran gedacht, das auch zu tun. Bis er es sich gewünscht hat.

Also mal wieder raus aus der Komfortzone. Wenn ich was noch gar nicht gemacht habe, dann braucht das manchmal und kostet Überwindung. Er drückte mir meinem Konfetti-Dildo in die Hand legte sich vor mich auf den Rücken und zog die Beine an den Körper. Dann guckte er mich erwartungfroh an. Ich fragte: „Bist du dir sicher?“ Klar. Gleitgeltube geschnappt und auf seine Rosette verteilt. AAAAHH – ich will ihm ja nicht weh tun. Und bei mir ist anal doch immernoch so eine Kopfkiste. Ich hatte echt Skrupel ihm den Dildo in den Hintern zu jagen. Aber er sagte, dass der locker reingehen würde. Naja, er muss es wissen, dachte ich mir. Ich nahm den Dildo, tauchte ihn das Gleitgel ein und drückte leicht gegen seine Rosette. Er war entspannt und dirigierte mich. Langsam immer ein Stück weiter. Ich merkte, wie er zwischendurch immer wieder seine Schließmuskeln entspannte. Dann war ich drin. Sehr spannend. Dann fing ich an ihn zu ficken. Bewegte den Dildo langsam rein und raus. Er wichste es sich währenddessen hart und kam auch relativ schnell ziemlich heftig.

Es hat mir Spaß gemacht in zu ficken, auch wenn es ungewohnt war. Es war allerdings alles noch so neu, dass es mich jetzt nicht geil gemacht hat. Ich war so mit nix falsch machen beschäftigt. Aber es war sicher nicht das letzte Mal.