Unschuldige Rasur

Trotzdem mich in nächster Zeit sicher niemand nackt sieht, stand ich heute unter der Dusche und habe mich rasiert. Komplett. Weil es sich für mich am Besten anfühlt. Sobald es ein wenig stoppelig wird muss es weg. Ich kenne mich nicht mehr wirklich mit Schambehaarung. Das würde sich für mich völlig unnatürlich anfühlen. Nicht falsch verstehen: jeder kann das so tragen wie er/sie möchte, so lange es kein völliger Wildwuchs ist. Aber mein Hügel ist seit meinen 16. Lebensjahr glatt rasiert. (Falls ich die Geschichte schon mal erzählt habe tut es mir leid. ( 8 Jahre bloggen sind eine lange Zeit)

Mein erster Freund (der, der mir übrigens auch das Blasen beigebracht hat), der hatte ein Faible für glattrasiert. Ich erinnere mich noch daran, wie er mir in meinem „Kinder“Zimmer zu Hause bei meinen Eltern alle Haare abrasiert hat. Mit seinem Nassrasierer und ein wenig Rasierschaum (hat aufgepasst, dass der Rasierschaum nur an Stellen kommt, an denen er nichts ausmacht). Wie aufregend und seltsam. Vor ihm zu liegen mit weitgespreizten Beinen. ich war keine Jungfrau mehr, aber super viel Erfahrung hatte ich mit 16 auch noch nicht. Das Rasieren turnte ihn unglaublich an. Vorsichtig, aber geübt rasierte er mir nach und nach alle Haare ab. Mit einer kleinen Schüssel Wasser in der er den Rasierer immer eintauchte, um ihn sauber zu machen. In der hinterher meine Teenager-Schamhaare schwommen. Die ich erst mal unter meinem Bett versteckte. Man, macht komische Dinge wenn man ein Teenager ist.

Außer ihm habe ich nie jemanden mit nach Hause gebracht. Er war auch nur ein paar Mal da, weil er am anderen Ende Deutschlands wohnt. Ich war 16, er war 23. Die erste große Liebe. Kennengelernt in einem Chatroom, in Zeiten als man noch mit Modem gesurft hat. Schon über beide Ohren verknallt ohne ihn zu Gesicht bekommen zu haben. Wir haben stundenlang telefoniert. Bis er mich besuchen kam. Er holte mich von der Schule ab. Den Moment werd ich nie vergessen, wie wir uns auf der Raucherwiese meiner Schule zum ersten Mal gegenüber gestanden sind. Er war auch noch so hübsch, obwohl es mir völlig wurscht gewesen wäre wie er aussieht.

Ich habe damals angefangen auch so eine Art Tagebuch zu schreiben. Meine Erlebnisse und Gedanken festzuhalten. Ich hätte gerne die Texte von damals reinkopiert, aber ich finde die Datei nicht. Was ich echt tragisch finde. Muss mal suchen, ob ich die nicht doch noch wo finde.

Die rasierte Muschi fühlte sich jedenfalls sehr verboten an. Passte zu meiner Rebellion in dieser Zeit. Ein wenig vorher hatte ich mir heimlich ein Zungenpiercing stechen lassen. Wilde Zeiten. Im Schwimmbad habe ich mich immer zum Duschen in die Kabine versteckt, weil man eben damals noch nicht rasiert war. Und ich wollte mir die blöden Blicke ersparen. Seit diesem Moment habe ich nie wieder Schamhaare länger als Vier-Tagesstoppeln getragen. Seit 20 Jahren. Ich merke, dass ich jetzt langsam in ein Alter komme, wo Männer fragen, ob man nicht wieder ein paar gepflegte Haare tragen möchte. Sähe in der Tat ein wenig erwachsener aus. Aber nope: Irgendwie ist mir das so in Fleisch und Blut übergegangen, dass es für mich ebenso wenig verhandelbar ist, wie meine Haarfarbe. Sorry Jungs.

Dafür bin ich auch tolerant, was die männliche Intim-Behaarung angeht. Solange es kein Wildwuchs ist. Wild kräuslig buschig sprießend ist ein No-Go. Aber wenn gekürzt, teilrasiert oder ganz haarlos ist alles okay. Aber es gibt mittlerweile egal in welcher Altersgruppe fast keine Männer mehr, die sich gar keine Gedanken über ihre Schamhaar gemacht haben ist mein Eindruck. Von demher alles gut an der haarigen Front. Na, rasiert ihr auch allein zu Hause in Corona-Zeiten oder sind die 80er Jahre jetzt bei euch am Start?

Advanced Lover

Gar nicht so easy in diesen Zeiten, sich gedanklich zurückzuversetzen und noch Erlebtes zu verbloggen. Im Job bin ich in Homeoffice und hab mich erstmal zu meinen Eltern begeben, um nicht Gefahr zu laufen, ganz alleine in meiner Wohnung bleiben zu müssen. Aber es kann sein, dass die Zeit kommt, da ich mich in meine einsame Wohnung zurücksehne und wir hier den Lagerkoller bekommen. Zumal meine Eltern das Corona-Ding auch noch nicht so ganz Ernst nehmen.

Etwas bevor die Welt Coronamäßig zum Erliegen kam, hatte ich noch ein Date. Eines das überraschend spontan und schnell zu Stande kam. Mit einem Mann der ein wirklich spannendes Profil auf der Dating-Seite hat. Ein Profil, das mir den Eindruck vermittelte, dass es ihm nicht um plattes Vögeln geht, sondern um Lust bereiten. Aber keine flaches „Ich leck gern Mösen“, sondern mit mehr Finesse. Jemand der sich mit Frauenkörpern und den Möglichkeiten diesen Lust zu bereiten auseinander gesetzt hat. Ich kann das gar nicht so gut beschreiben. Er vermittelte den Eindruck, dass für ihn ein gutes Gespräch wie ein Vorspiel sein kann. Und in exakt dieser Stimmung war ich auch. Nach ein wenig hin und her schreiben beschlossen wir, dass ich ihn besuchen würde. So ganz ohne meinem übblichen Kennenlernen auf neutralem Boden. Seltene Abweichung meiner Gewohnheit. Das Bauchgefühl gab grünes Licht.

Auf einen Drink. Das war erst einmal der Plan. Beim Ankommen beeindruckten mich 2 Dinge. Seine Wohnung (Maisonette) und seine Größe (>2 Meter). Mr. Riesig – von nun an. Seine Wohnung vermittelte sofort den Eindruck, dass er nicht schlecht verdienen musste. Sie war überlegt eingerichtet. Mit Stil. Ich hatte in weiser Vorraussicht, weil Drink mal Übernachtungssachen mitgenommen. Er erwähnte auch, dass er einen extra Schlafplatz hätte. Ich versuchte trotzdem erst mal wenig zu trinken. Ein Mann mit einer gut ausgestatteten Hausbar, der gern Cocktails mischt. Er machte einen mit Kaffee, für den er vorher noch Kaffee in der Moccakanne kochte. Gemischt von ihm in dem Wissen, dass er schmeckt. Ich mochte an ihm seine Souveränität. Er wusste was er tat, was er kann, wer er ist. Sehr reflektiert als Mensch. Wir konnten uns gleich gut unterhalten. Allerdings ist das manchmal schräg wenn zwei Alpha-Erzähler aufeinander treffen, die besser reden als zuhören können. Er ist jemand der sich seinen Status erarbeitet hat und die „Ich-muss-es-raushängen-lassen-Arschlochphase“ überwunden hat. So erzählte er es mir und das klang stimmig für mich. Ansonsten wäre ich sicher nicht eine Kandidatin für ein Date gewesen.

Ich war nicht völlig unvorbereitet. Zwar keine Strapse, aber der schwarze Body durfte ein weiteres Mal die Klamottenkiste verlassen und auch die Büstenhebe. Wir quatschten wirklich lange, auch über sexuelle Vorlieben, Analverkehr, Plugs, Gleitgel, Küssen, Clubs, offene Beziehungen, doofe Momente im Leben. Die Bandbreite war groß. Waren uns in vielem einig. Vor Allem auch, wie wir gerne küssen. Bis wir es dann taten und ich 30 Sekunden abbrechen musste um „Juhu“ zu sagen. Er küsst wie ich. Es flog. Wir standen in seiner Wohnküche und knutschten. Er musste sich voll runterbeugen, was mir nochmal bewusst machte, dass er echt super groß ist. Ich hab so halbwegs Normalgröße für eine Frau. Seine Größe hat den Vorteil, dass er dann nicht leichter ist als ich. Nach einer Weile fragte ich, ob wir uns nicht wo anders hinbegeben wollen, da unser Größenunterschied im Stehen doch nicht optimal ist.

Also die Treppe rauf in sein Wohnzimmer mit Spielwiese. Sehr praktisch. Jede mögliche Unsicherheit, ob meines Körpers nahm er mir. „Wunderschöne Brüste.“ So nach und nach schälten wir uns aus den Klamotten. „Wow, hast du eine hübsche Muschi“, sagte er und legte sich zwischen meine Beine um sie anzugucken. Das ist ein schräges Kompliment, aber ich habe es nicht zum ersten Mal gehört. Ich freue mich einerseits drüber, weil es wohl ein gelungenes Teil an mir ist, andererseits habe ich schon zig Berichte über Schönheits-OPs im Intimbereich gelesen und frage mich wo das hinführen sollen, wenn die Optik auch hier so relevant wird. An jeder Berührung merkte man die Souveränität zu wissen, wie es geht und dass er gerne verwöhnt. Dass er mit meiner Lust spielen kann. Ich musste meinen Kopf keine Sekunde lange davon überzeugen, dass ich mich nun einfach zurücklegen und genießen konnte. Küsste mich zwischendurch um mir zu sagen, dass ich ihm schmecke. Er leckfingerte mir einen Mega-Orgasmus.

Runde zwei: Ich blies. Er wollte es hart. Hart mit der Hand zugedrückt und nach unten gezogen. Er hatte schon angekündigt, dass er nicht leicht kommen würde. Aber ich hatte ja Spaß beim Blasen. Spielt während ich blies mit meinem Finger anal an ihm herum. Ich ahnte, dass er erstmal noch nicht kommen würde. Irgendwann angelte er sich Gleitgel (eher Gleitöl), dass neben seinem Bett stand und verteilte es auf mir. Auf den Brüsten, Bauch und zwischen den Beinen. Leckte mir den Hintern. Huii. Ich quickte erfreut. Hatte ich lange nicht mehr. Ich war heiß, wollte gefickt werden. Streckte ihm meinen Hintern entgegen, der ihm offensichtlich ziemlich gut gefiel. Er zog sich ein Kondom an und fickte mich so krass hart doggy, wie mich noch nie jemand gefickt hat. Wie so im Porno. Hart gegen mein Becken. Richtig durchgefickt Aber er konnte das. Es war geil. Aber kräfteraubend. Nach einer Weile ließ er von mir ab und wollte sich ein wenig ausruhen. Auch kuscheln fühlte sich nicht fremd an. Alles easy. Am Ende legte ich mich breitbeinig vor ihn, machte es mir und ließ ich zusehen. Er wichste sich und spritze warm auf meine Brüste ab.

Ich musste am nächsten Morgen früh aufstehen, deswegen wollte ich dann ins Bett. Auch wenn ich sonst noch ewig weitervögeln hätte können. Ich schlief bei ihm Bett, hatte aber eine richtig hart Nacht. Zum einen war sein Bett ungewohnt hart. Und ich hatte einen Blähbauch (und die ganze Nacht Angst wild zu pupsen) und wachte mehrmals auf weil ich rumsabberte. Das ist immer der Nachteil wenn man sich nicht so gut kennt.

Jedenfalls war unser Sex für ein erstes Mal wirklich krass gut. Ich kann mir vorstellen, dass wir uns bestimmt noch öfter sehen und wilde Dinge machen miteinander. Ich freu mich drauf, wenn der Virus durch ist und das Leben wieder Nähe zulässt.

Die Strapse heizen meinen Kopf an…

Jetzt habe ich dann wohl Zeit noch ein paar Sachen nach zu bloggen. Das Date war auch noch bevor Corona so richtig Fahrt aufgenommen hat.

Das schwierigste am Schreiben ist, dass ich mir zunehmend schwer tue Namen für die Männer zu finden. Ich nenne ihn den Pendler-Schwaben. Pendeln, weil er beruflich immer hin und her reist. Naja und Schwabe erschließt sich von selbst. Dem Abend von dem ich schreiben werde, ging ein Date voraus. Wir hatten uns in seinem Hotel in meiner Stadt an der Bar auf einen Drink verabredet. In dem Hotel war ich noch nie, auch wenn mittlerweile wirklich viele Hotels hier von innen kenne. Aber sehr schick. Es war schon spät. Es war irgendwie klar, dass es an dem Abend nur ein Drink und reden sein würde. Ich mochte unser Gespräch und ihn. Er beruflich viel unterwegs, verdient gut, verbringt vermutlich mehr Zeit allein im Hotel als zu Hause. Von dem her war der Abend mit mir in jedem Fall eine willkommene Abwechslung.

Er ist ein drahtiger Typ, Anfang Mitte 50, durchaus attraktiv, nicht im Anzug unterwegs. Das Date ermöglicht mir mal wieder einen kurzen Einblick in ein Leben und eine Welt zu nehmen. Das mag ich sehr. Zwischen all den Business-Kaspern, die um unser herum saßen, konnten wir einfach über alles reden – inklusive Sex. Die anderen um uns herum hatten alle berufliche Drinks in Grüppchen. Ich mag es ja mir so Settings anzusehen. In dem Wissen, die meisten davon würden lieben gern etwas anderes machen, während sie da sitzen und die Job-Maske aufhaben. Während ich, in Jeans und Sneakers dort sitze und wenn ich will das tun werde, was sie würden.

Das Gespräch zwischen Mr Pendler-Schwabe und mir lief gut. Immer wenn ich das Bedürfnis habe jemand anzufassen, am Arm oder Bein, dann läuft es wirklich gut für denjenigen. Und so war es auch an diesem Abend. Also von meiner Seite war eine Fortsetzung gewünscht. Wir vertagen uns für ein weiteres Treffen – mit Sex. Er war meist nur eine Nacht pro Woche in meiner Stadt. Bis zu unserem Wiedersehen sollte aber ein wenig Zeit vergehen. Er war zwischenzeitlich noch krank gewesen. Nachdem Date schickte er mir zum Anheizen heiße Bilder von sich . Aber auch eine detailreiche Schilderung, was er gerne mit mir anstellen würde. Ich war also wirklich vorfreudig. Dann kam der Abend. Ich hatte genug Zeit mich aufzurüschen. Mir waren ein paar Tage zuvor, beim Sichten meiner Klamottenkiste ein paar sexy Sachen in die Händel gefallen, die ich noch nie ausgeführt habe. Ein schwarzer Stringbody mit Ouvert. Der ist abwechselnd durchsichtig oder hat einen schwarzen Querstreifen Ich mag vor allem auch, dass er lange durchsichtige Ärmel hat. Ich wollte noch einen BH drunterziehen, dass meine Brüste dann auch die perfekte Form haben. Ich probierte erst einen normalen schwarzen Spitzen-BH. Als ich ihn anhatte fiel mir aber ein, dass ich noch eine schwarze Büstenhebe hatte. Zog ich an, Brüste bekamen tolle Form und wurden aber nur durch den schwarzen Streifen des Bodys verdeckt.

Über den Stringbody kamen die Strapse. Strapsband umgeschnallt, Strümpfe hochgerollt und eingehängt. Darüber noch ein schwarzes Höschen. Soll ja was zum Auspacken haben. Und für mich zum Wohlfühlen. Und drüber, weil dann ausziehbar ohne die Strapse ausziehen zu müssen. Ich fühlte ich sehr sexy und wurde ziemlich scharf. Schon allein durch den String des Bodys und das Gefühl der Strapsbänder auf meiner Haut. In meinem Kopf betraten wir das Hotelzimmer, er drückt mich knutschend gegen die Wand… Heißer Film. Die Messlatte in meinem Kopf für den Abend hing immer höher. Aber erst mal wieder runterfahren. Wir wollten mit einem Drink an der Bar beginnen um uns zu akklimatisieren. Dieses Mal war es viel leerer, keine Firmengruppe da. Wir unterhielten uns wieder gut. Jeder hatte einen Drink. Dann ließ ich ihn schon mal die Strapse fühlen. So ein wenig Vorfreude wecken. Er erzählte mir noch, dass er praktischerweise ein Upgrade bekommen hatte und sein Zimmer dieses Mal noch schöner ist. Juhu, das klang vielversprechend.

Dann los, ab aufs Zimmer. Rein in den Fahrstuhl. Alles noch brav. Rein ins Zimmer. Wirklich schön, hell, geräumig. Meinen Rucksack abgestellt, raus aus den Sneakers. Knutschen. Scheiß Messlatte. Da kann er nur failen. Es war nicht schlecht. Aber auch nicht mehr. Was mach ich nur mit den Männer seines Alters, die oft lange in Beziehungen waren und nie gelernt haben richtig wunderbar zu küssen. Er machte da eher so sein Ding beim Küssen. Ohne richtig auf mich einzugehen. Raus aus der Jeans. Strapse und Body kamen zum Vorschein. Fühlt sich gut an. Es macht ihn scharf. Rauf aufs Bett. Lange behielt ich meine Sachen nicht an. Er machte sich über meine Brüste her, dann die Muschi. Er fackelte nicht lange. Zack hatte ich einen Finger tief drin. Uff.. Vorspiel ist wohl ein Fremdwort in dem Alter. Und dann gleich hart gefingert. Er hatte Glück, dass ich vorher schon so angesext war, deswegen ließ ich es geschehen. Das war nicht die hohe Verführungskunst an einer Frau. Das war eher die Porno Kurzvariante. Er fingerte und leckte mich. Ich wusste schnell, er würde mich nicht zu kommen kriegen alleine. Also ließ ich ihn weiterfingern (mittlerweile zwei) und half zusätzlich mit meiner Hand nach. Und kam ziemlich schnell und doch ganz gut.

Dann revanchierte ich mich mit einem Blowjob. Wobei ich mir während ich blies die ganze Zeit nicht sicher wahr, dass er wirklich geil ist. Er war nicht ganz hart. Aber ich machte weiter, weil sein Stöhnen ein andere Sprache als sein Schwanz sprach. Ich war erstaunt, als er mit medium steifen Schwanz dann relativ bald kam.

Das schönste war eigentlich das sehr entspannte kuschlige Gespräch nach dem Sex, wo er mir viel von sich erzählte. Gut gegen die Einsamkeit, wenn man viel in Hotelzimmern allein ist.

Ja doofe Messlatte. An die konnte er nicht hinkommen. Keine Ahnung ob wir uns wiedersehen. Er hat sich hinterher auch nicht mehr geäußert. Ich mag ihn und Zeit mit ihm zu verbringen. Der Sex war fürs erste Mal schon okay, aber auch nicht so dass ich ihn ausgerechnet deswegen wiedersehen müsste. Aber ich würd mich freuen auf einen Drink an der Bar irgendwann.

Worin mich unser Date mal wieder bestätigt hat ist, dass ich nach dem Küssen fast schon sicher weiß, wie geschickt oder weniger geschickt ein Mann dann beim Lecken oder Fingern ist. Wenn das Küssen mechanisch ist, dann ist es der Rest meist auch. Wenn jemand sich schon mal Gedanken ums Knutschen gemacht hat, dann weiß er oft auch mit dem Rest umzugehen.

Auf und Ab im Pornokino – Teil 3

Der Mann, der mich in meinem Frust auffing, weil er mir einfach zuhörte und mich vor mich hinschimpfen ließ, war Anfang/Mitte 50, gepflegt interessant. Gab ungewöhnliche Antworten im Gespräch. Ich kann das gar nicht an einem Beispiel festmachen. Aber er drückte sich einfach anders aus, als sonst in so Smalltalkgesprächen üblich. Ich mochte das. In meinem angetrunken Zustand schimpfte ich erst über Mr. Jazz, dann reden wir über alles mögliche. Ich sagte wohl irgendwann, dass mich der Abend wieder gelehrt hat, dass ich im schlimmsten Fall im Leben ja immernoch von meinen Blowjobs leben könnte. Es sei mein hidden talent.

Ich quasselte vor mich hin und provozierte ihn auch so ein wenig damit. Dann fragte er mich plötzlich, ob ich die Seitenspringerin mit dem Blog wäre. What the fuck… Er hatte mich an Dingen erkannt, die ich erzählt habe. Da ich nirgends geschrieben hatte, dass ich an diesem Abend in diesem Pornokino sein muss, gibt es auch keine andere Erklärung. So Crazy. Das ist aus vielen Gründen bemerkenswert. Wenn man bloggt, dann kann man zwar die Zahl sehen, die heißt, so viele Menschen haben deinen Eintrag angeklickt. Aber man sieht ja nicht die Menschen dahinter, die es wirklich lesen. Und es gibt also Menschen, die es wirklich mit Freude und aufmerksam mitlesen. Und was mich am meisten beeindruckt: ich hatte ja wirklich ein lange Pause gemacht. Ihr und er seid meinem Blog treu geblieben. Ich dachte ja nach einem Jahr Abstinenz, dass ich wieder bei 0 anfangen werde. Aber mitnichten. Ich habe das Gefühl, alle sind noch da und dürsten nach Einträgen. Das ist so verrückt wohltuend. Und sicher auch einer der Gründe, warum ich mich nun drei Abende nacheinander hingesetzt habe, um das erlebte frisch von der Leber wegzuschreiben, wo es einfach noch am besten in meinem Kopf ist und ich mich auch die Nuancen des Erlebten noch erinnern kann.

Da sitze ich nun angetrunken im Pornokino und dann sagt ein völlig unbekannter Mann zu mir, dass ich die Frau mit dem Blog sein muss. So witzig. Und er war mir auch noch sympathisch. Also liebe männliche Leser, manchmal hat man Glück. Natürlich fragte ich ihn dann das offensichtliche: „Willst du wissen, ob ich das wirklich so gut kann, wie ich schreibe?“ „Willst du der 4. Blowjob heute Abend sein.“ Wobei zugegebenermaßen, der zweite Satz ihn fast eher davon abgehalten hat, es wirklich zu wollen. „Will ich wirklich der 4. sein?“ „Ich sagte: „jetzt oder nie, falls du das jemals rausfinden wolltest.“ Es war schon relativ spät. Es waren nicht mehr so viele andere Männer da. Aber die die da waren, bekamen mit das er über mein Angebot nachdachte und es nicht gleich annahm und klopften natürlich Sprüche. Er überlegte hin und her und war schon fast so, dass er nicht annehmen wollte. Ich war schon am Aufstehen und gehen. Da änderte er dann doch nochmal seine Meinung. Er hatte auch nichts zu verlieren.

Er saß einem Ledersessel ich kniete davor. Dieses Mal war es auf der anderen Seite des Saals. Hinter mir war dieses Mal kein weiterer Stuhl sondern Freiraum. Ich blies auch seinen Schwanz genüsslich. Der größte an diesem Abend. Ich war mittlerweile so unfassbar angespitzt, dass ich Lust hatte mich von ihm ficken zu lassen. Aber ich blies erst mal mit Hingabe, er genoss, machte aber keine Anstalten gleich zu kommen. Ich guckte von unten rauf und fragte, ob er mich ficken wollte. Das fiese ist, dass man ab dem Moment als Mann voll den Performance-Druck durch die anderen bekommt. Man ist nun schon der eine der ran darf, dann sollte man es der Frau auch tunlichst ordentlich besorgen. Ich merkte, dass er zögerte, seine Latte weniger hart wurde. Um mein Gefickt-werden-wollen noch zu unterstreichen, fuhr ich härtere Geschütze auf. Ich stand auf, öffnete meine Hose und zog sie mir aus. Zum Vorschein kamen meine bestrapsten Beine, die sich unter der Jeans verborgen hatten. Die anderen Männer waren voll aus dem Häuschen. „Was ein Hammergeiler Arsch, boah“

In diesen Momenten liebe ich das Pornokino wirklich. Das geht so runter wie Öl. Wenn du so haderst, vor allem mit deinen Beinen und dem Hintern. Und dann stehen da Männer, fahren voll drauf ab und sagen es dir auch noch. Danke. Und auch wenn der Schwanz in dem Moment denkt: ich nehme das Kompliment trotzdem gern. Er zögerte immernoch, also kniete ich mich wieder hin um ihn wieder ordentlich steif zu blasen. Zwei Männer hinter mir fragten mich, ob sie mich anfassen dürfen. Ich erlaubte es ihnen. Ich blies also im knieen und zwei Männer streichelten mich von hinten. Tasteten sich langsam und genüsslich vor. Wenn einer sich in dem Moment schnell ein Gummi geangelt und mir einen doggy-Fick angeboten hätte, wäre er mutmaßlich erfolgreich gewesen. Ich war so angespitzt. Aber sie trauten es sich nicht und ich wollte es nicht forcieren, weil ich den Mann vor mir nicht einschätzen konnte und ihn auch nicht vergraulen wollte.

Während ich blies, fragte ich ihn, wie er mich haben wollte. Aber er zog nicht so recht, bot an mich zu lecken. Auch gut. Dafür kletterte ich zur Enttäuschung der Männer hinter mir in die Pärchenecke hinüber. Ich legte mich auf den Rücken aufs Sofa, zog mir das Höschen aus und spreizte meine Beine ganz provokativ weit, so dass Mr. Blowjob einen Anreiz hatte schnell nachzukommen. Ich war so in Spiellaune. Ich genoss alles. Er kam schnell nach und packte seinen Kopf zwischen meine Beine und leckte mich wirklich gut und gekonnt. Ich war nur so ungeduldig und wollte einfach gefickt werden. So hart. Aber er konnte nicht. Ich glaube der Druck war zu groß. Ich verstand das, ich hatte ihn eigentlich eh voll überrumpelt. Deswegen trug ich ihm das nicht nach. Da ich keine Lust hatte mich von irgendjemand anderem nehmen zu lassen. Also stand ich grinsend auf, zog mich an und machte mich auf den Heimweg. Nur ein kurzes Ciao. So schnell wie die Bloggerin in seinem Leben aufgetaucht war, so schnell verschwand sie wieder. Gut, weil fast hätte ich die letzte U-Bahn verpasst. In der U-Bahn merkte ich dann, dass ich echt grenzwertig betrunken war, für meine Verhältnisse. Fast wäre mir schlecht geworden vom Fahren – U-Bahn.

So ein verrückter Abend. Bin immer noch spitz davon irgendwie. Ein bißchen ein schlechtes Gewissen hatte ich, weil Mr. Blowjob am Ende auch nicht gekommen ist. Aber das hätte sein Kopf eh nicht mitgemacht in dem Moment. Und weil ich so ein klein wenig mit ihm gespielt habe. Sein Glück: er war über die Rirarammel-Seite (das ist übrigens mein liebevoller Name für meine Sex-Dating-Seite) an dem Abend im Kino angemeldet und ich konnte sein Profil finden. Ich schrieb ihm „Sorry und danke fürs Lecken. Gerne eine Fortsetzung ohne Zuschauer.“ Mal sehen, was wird.

Auf und ab im Pornokino – Teil 2

Wenn es nach meiner Blaselaune gegangen wäre, dann hätte ich es auch jedem der anwesenden Männer besorgt. Aber auf der anderen Seite will ich nicht so wahllos sein, das würde den Blowjob gefühlt so entwerten. Meine offene Flanke bleibt, dass ich ohne Gummi blase, weil ich noch nie eines gefunden habe, dass nicht komisch schmeckt. Außerdem habe ich das Gefühl, dass ich dann einfach nicht so gekonnt blasen kann. Ich weiß, irgendjemand wird nun wieder vorwurfsvoll kommentieren, dass das ja so gar nicht geht.. Ansteckung.. Krankheiten… Ja ich gehe damit ein Risiko ein. Ja, mich quält auch ein schlechtes Gewissen. Aber ich tue das immer wieder. Es kickt mich. Also nicht das Risiko, aber das Blasen als solches. Das Spüren, das Feedback der Männer, dass sie sich da noch eine Weile dran erinnern werden. Immerhin führt das dazu, dass ich mich regelmäßig auf STIs testen lassen. Nächster Termin Ende März.

Ich bekam Lust es einem Mann zu besorgen. Ich entschied mich, auch weil er gerade neben mir stand für den jungen Mann der schon mit mir gesprochen hatte. Er war nett gewesen, sah ganz passabel aus. Ich saß auf dem Kinohocker und drehte mich zu ihm hin. „Pack aus, dann blas ich dir einen“. Das ließ er sich nicht zweimal sagen. Durchschnittlicher Schwanz, nicht groß nicht klein, gut gepflegt, beschnitten. Kurz vorher war die Aufmerksamkeit der Anwesenden noch bei dem vögelnden Pärchen auf der anderen Seite. Als sie merkten, dass bei mir was geht hatte ich eine Traube von 10 Männern um mich. Ich blendete das einfach aus. Es fasste mich auch niemand an. Wenn ich blase gibt es für mich in dem Moment nur seinen Schwanz. Ich schließe die Augen und konzentriere mich auf seine Lust. Ich blase mit Genuss, nicht auf den schnellen Erfolg. Normalerweise sage ich den Männern, dass sie Bescheid geben sollen, wenn sie kommen, weil ich nicht will, dass sie in meinen Mund kommen. Bei dem jungen Mann kam ich aber nicht mehr dazu. Als ich mich gerade warm geblasen hatte spritzte er ohne dass ich es vorher erahnt habe ab. Wobei ich korrigiere: ich habe auch das eigentlich nicht wirklich gemerkt. Ich schmeckte den Geschmack von Sperma und dachte kurz drüber nach, ob das nun das Lusttröpfchen war oder etwa doch nicht.. Hmm.. Als er so ein wenig erschlaffte, dämmerte mir, dass er nun wirklich gekommen sein musste. Also ließ ich von ihm ab. Falls ich mit meiner Einschätzung daneben läge, dann würde er mich sicher zum Weitermachen animieren. Ich ließ von ihm ab, griff nach meinem Aperol Sprizz und spülte breit grinsend das bißchen runter. Und er sah sehr zufrieden aus.

Da ich saß und die Männer drumherum standen, hatte ich dann so auf Kopfhöhe wo ich nur hinsah Schwänze, die nur darauf warteten geblasen zu werden. Aber ich winkte allen ab und sagte, dass ich fertig bin. Ich suchte nach Mr. Jazz, schnappte mein Getränk und wir sahen dem Treiben wieder zu. Dadurch, dass er gesagt hatte, dass ich auf ihn keine Rücksicht zu nehmen brauche, hatte ich auch kein schlechtes Gewissen. Ich tat, worauf ich Lust hatte. Der Glückspilz wiederum kam, nachdem er sich im Klo brav sauber gemacht hatte wieder und wollte mir unbedingt anbieten, dass er es mir auch noch besorgt. No Chance. Das Angebot ließ ich mir entgehen, weil ich unter soviel Publikum, ohne Dom, nicht wirklich genießen kann. Mal schnell ne Nummer schieben führt nicht dazu, dass ich einen Orgasmus haben werde. Von dem her beschränke ich mich aufs Geben.

Während ich mit Mr. Jazz quatschte, der bei seinem dritten Glas Wein war, beobachtete ich die Männer, ob ich noch Lust auf einen weiteren haben würde. Einer gefiel mir. Der setzte sich auf den Stuhl vor mir. Aber der beachtete mich so gar nicht. In der Reihe in der wir saßen waren drei Stühle. Ich saß am Gang, Mr Jazz in der Mitte. Und innen wechselten immer mal wieder die Männer die Platz nahmen. Sie setzten sich hoffnungsfroh hin, aber gingen dann auch nach einer Weile wieder, wenn sie merkten, dass sie bei uns nichts bekommen. Irgendwann sagte Mr. Jazz, dass er sich noch ein Getränk besorgen würde und bot mir an mir noch einen Aperol mitzubringen. Eigentlich war es mir eh schon zu viel, aber ich sagte trotzdem ja. Seit meinem Blowjob standen immer Männer in unserer Nähe. Vermutlich wollte er sich auch dem entziehen. Als er weg war, guckte ich wer auf dem dritten Stuhl saß. Eigentlich ganz netter Mann. Da tat ich es wieder einfach. Fragte ihn, ob ich ihm helfen solle… Natürlich lehnte er nicht ab. Er saß auf dem Stuhl, ich kniete mich vor ihn hin. Schwanz ein wenig größer als von dem jungen Mann zuvor. Auch gepflegt. Auch beschnitten. Aber nicht ganz rasiert. Augen geschlossen und die Zunge erkundet das Objekt. Dieses Mal sagte ich gleich, dass er mich warnen soll, wenn er kommt. Er streichelt meinen Kopf. Aber drückt mich nicht auf seinen Schwanz. Ich genieße es ihm Lust zu verschaffen. Er stöhnt, dass er es geil findet.. „Gott ist das gut…“ „So geil“…Ich grinse.. Und denke: „Ich weiß“. Dann öffne ich die Augen und blicke ihn von unten an, während ich genüsslich an seinem Schwanz rauflecke. Dann dauert es nicht mehr lange, bis er sagt, dass es gleich so weit ist… Ich ziehe meinen Mund weg und mache es ihm mit der Hand fertig.. Und schon wird es warm und feucht auf meiner Hand. Sofort kommt ein anderer Mann mit einer Küchenrolle ums Eck und bietet mir Papier zum Saubermachen an. Nehme ich dankend an und entziehe mich dem Pulk Männer um mich herum, in dem ich zur Toilette gehe um mir die Hände zu waschen..

Mit einer Pause in der ich mich wieder zu Mr. Jazz gesellt hatte ergab es sich, dass der Mann, den ich am attraktivsten fand und der mich erst gar nicht bemerkt hatte nun nochmal in meinen Fokus rückte. Blowjob Nummer 3, wieder knieend vor ihm. Während ich ihn blies, kam irgendwann Mr Jazz und fragte nach dem Schlüssel für den Spind. Ich hatte den ihn meine Hosentasche gesteckt. Ich griff während des Blowjobs in meine Tasche und gab ihm ihn. Dachte mir nix dabei – wollte vermutlich mal auf sein Handy schauen. Blendete alles aus und war beim Schwanz. Meine Hände lagen auf seinem Bauch – tolles Hemd. Irgendwann gab mir Mr. Jazz den Schlüssel zurück, ich steckte ihn wieder ein. Drehte mich aber nicht zu ihm um. War bei der Sache. Auch der schöne Mann kam, warnte mich vor und spritzte sich auf den Bauch ab. Ich ging wiederum aufs Klo, entzog mich der Meute und wusch mir die Hände. Danach ging ich zurück, angelte meinen Drink und suchte Mr. Jazz.

Die Männer sagten mir, dass er seine Jacke geholt hatte und nach Hause gegangen. What??? Ernsthaft…?? Mich alleine im Pornokino zurücklassen?? Für sowas war er doch gar nicht der Typ. Jetzt kannten wir uns doch schon lange… Geht gar nicht… Ich ging zum Spind um zu sehen, ob seine Sachen wirklich weg waren. Krasser Scheiß, ja er war wirklich gegangen…. Alter ich war echt schon mit weniger netten Typen unterwegs gewesen, aber mich hat noch nie jemand in einem Club oder Pornokino sitzen lassen ohne Absprache. Er hat nicht mal Tschüß gesagt, sondern war wortlos gegangen. Ich war echt pissed.. Und grübelte warum er einfach abgehauen war. Er hatte doch gesagt, dass ich einfach machen soll, ohne Rücksicht auf ihn zu nehmen. Habe ich es übertrieben. Eifersucht? Ekelt er sich jetzt vor mir? Und vor Allem warum ist er so ein Arsch, der sich einfach verpisst. Für mich war das bisher immer so ein commitment, dass man gar nicht aussprechen muss. Wenn man zusammen hingeht, dann geht man auch zusammen wieder dort weg. Außer man bespricht was anderes vor Ort. Ich angelte mir mein Handy und fragte ihn per WhatsApp ob er sich ernsthaft verpisst hat. Er verstand meinen Punkt nicht. „Du hattest doch Spaß, alles fein, da bin ich gegangen.“ Ich musste eine Nacht drüber schlafen um zu verstehen, dass er wirklich nicht verstand warum ich so angepisst war, dass er gegangen ist. Für ihn war es wie auf einer Party, wo er halt dann einfach keine Lust mehr hat und geht. Da wir eh getrennt öffentlich unterwegs waren und er nicht das Gefühl hatte, dass ich nicht zurecht komme, hat er sich wohl nicht viel dabei gedacht…. Für mich war es so als hätte man mich in einem Löwenkäfig alleine sitzen lassen. Zwar einigermaßen nette Löwen, aber trotzdem…. Ich schimpfte wie ein Rohrspatz vor mich hin. Der vierte Drink am dem Abend zeigte Wirkung… Zwar ordentlich angetrunken, aber soweit noch klar in dem was ich tue. Neben mich hatte sich ein Mann gesetzt, bei dem lud ich meinen Frust ab. Das daraus noch eine lustige Geschichte wird, hätte ich in dem Moment nicht gedacht….

Auf und Ab im Pornokino – Teil 1

Dieser Abend bringt mehrere kleine Geschichten mit sich, die ich euch erzählen möchte.

Ich glaube von Mr. Jazz habe ich lange nicht geschrieben. (Das war der Mann vermutlich bis jetzt einzige Mann, der mich mit Viagra gevögelt hat) Unser Kontakt ist eigentlich in den letzten zwei Jahren konstant geblieben. Durch meine Auszeit zwar ohne Sex, aber wir haben uns immer mal wieder in losen Abständen auch geschrieben oder mal getroffen auf einen Ratsch beim Essen oder Drink. Er ist Mitte 50. Die böse 60 droht. Wieder so eine Altersschwelle. Die ihm das Gefühl gibt, dass ihm nur noch wenige Jahre bleiben um sich doch noch auszuprobieren. Doch noch Dinge tun zu müssen, von denen man das Gefühlt hat sie sonst zu verpassen. Aber er schwankt hin und her, weil er seit Jahrzehnten mit seiner Frau verheiratet ist, sie liebt, aber sie beim Thema Sex völlig mauert. Was ein Dilemma, ich kann das sehr verstehen. Manchmal treibt es ihn dann raus, manchmal ist das Thema Sex wieder für eine ganze Weile nicht so relevant oder das schlechte Gewissen größer.

Bei unserem letzten Treffen kamen wir irgendwann auf das Thema Clubs und Pornokino. Keine Ahnung warum. Ich erzählte, dass ich lange nicht unterwegs war und dass ich mich erst rantasten müsse. Er war noch nie in irgendetwas davon. Er fragte mich ein wenig über meine Pornokino-Erlebnisse aus. Pornokino beim ersten Mal hat den Vorteil, dass für den Mann die Klamottenfrage kein Thema spielt, ist aber im Vergleich zum Club auch echt nochmal eine andere Hausnummer was die Eindrücke angeht, weil ja quasi nur Männer und ganz wenige Frauen da sind. Aber ich glaube er war in Laune sich aus der Komfortzone zu bewegen. Aber wir gingen einfach mit der losen Absichtserklärung auseinander, dass wir mal in das Pornokino gehen wollten.

Umso überraschter war ich, dass er das dann gleich drei Tage später in die Tat umsetzen wollte. Aber gut. Besser so, als wenn man Dinge am Ende nie tut. Das stellte mich dann auch gleich mal vor die Herausforderung, mich mit meinem Körper in Clubklamotte auseinandersetzen zu müssen. Denn ich wollte zumindest ein Outfit in petto haben. Mal die lange nicht benutzte Kiste mit meinen Klamotten wieder rausgeholt und ausprobiert, wie es sich anfühlt. Dieses Gefühl, wenn man die Strümpfe hochzieht und die Träger einhängt. Wenn man die Strapsbänder auf dem Oberschenkel spürt. Verrucht, sexy, rrrr. Das macht immer was mit mir. Aber auch zu spüren, dass die Oberschenkel durch das Lipödem wirklich fülliger geworden sind. Dass man einfach anders aussieht, also noch beim letzten Mal in diesem Outfit. Ich war beim Anblick im Spiegel nicht zufrieden. Dadurch, dass ich aber an meinem Zustand nix ändern kann, half nur akzeptieren. Auch in dem Wissen, dass zum einen die Männer das meist überhaupt nicht so kritisch sehen, aber zum anderen auch, dass da oft noch ganz andere Kaliber an Frauen unterwegs sind. Ich zog mir ein Straßentaugliches Outfit an, dass ein wenig sexier war, als ich normalerweise trage und packte meine Pumps und das Cluboutfit in meinen Rucksack. Die Strapse behielt ich unter meiner Jeans gleich an. Das gab mir ein gutes Gefühl. Ich hatte zwar erst Mal nicht vor mich umzuziehen, sondern wollte mir nur das Geschehen ansehen, so wie die Männer halt auch. Aber sollte ich noch Lust bekommen, könnte ich mich aufrüschen.

Vor dem Kinobesuch gingen wir erst noch zusammen Essen. Das war gut, weil wir so auch nochmal ein paar Absprachen treffen konnten. Er sagte, ich könne machen, wonach mir der Sinn stehen würde, ich bräuchte keine Rücksicht auf ihn nehmen. Und ich ging sowieso davon aus, dass er nur zuschauen will. Für alles andere war er gar nicht der Typ. Wir tranken jeder zwei Drinks. Mussten uns ein wenig Mut antrinken. Er sowieso und ich, weil ich schon relativ lange nicht mehr dort gewesen bin. Dann ging es los.

Wir zahlten an der Fensterkasse vor dem Eingang.Vor dem Hineingehen musste nur er bestehen, weil es nur für Männer den Dresscode Hemd gibt. Aber ich glaube das war an diesem Abend irgendwie nicht so relevant. Wir waren eher schon spät dran. So 22:30 Uhr muss es gewesen sein. Wir wollten auf jeden Fall mindestens eine halbe Stunde bleiben, erst mal die Eindrücke sacken lassen. Als Paar bekommt man mit dem Eintritt auch zwei mal zwei Getränke-Gutscheine. Im schlimmsten Fall würden wir was trinken und an der Bar rateschen und dann wieder gehen. Rein ins Getümmel. Es ist ein bißschen was los, aber nicht supervoll. So 25 Männer geschätzt. Im Barbereich am Eingang waren nur einzelne Männer, aber ich wurde gleich von oben bis unten gemustert. Das hat sicher damit zu tun, dass Frauen eigentlich (mit wenigen Ausnahmen) nur in solche Läden gehen, wenn sie auch Sex haben wollen. Nicht notwendigerweise mit anderen Gästen, oftmals mit ihrer Begleitung vor Publikum, wo dann 0 bis x auserwählte Herren hinzugerufen werden.

Wir wollten erst mal zu den Spinden unsere Jacken uns Sachen wegsperren. Dazu muss man erst mal durch das ganze Kino in den hinteren Bereich. Im Kinobereich war in der Pärchenecke gerade ein Paar zugange. Deswegen standen dort viel Männer rum. Wir durchquerten den Kinoraum mit den großen roten Ledersesseln und gingen an der Leinwand vorbei zu den Spinden. So beim ersten Durchgehen kam ich auf vier weitere Frauen die da waren. Ich war die jüngste. Auch Mr. Jazz stellte gleich fest, dass er Altersmäßig nicht auffiel. Es waren auch einige Männer da, die älter waren als er. Er lag so ziemlich im Mittelfeld. Ich glaub das entspannte ihn erstmal. Wir sperrten unsere Sachen weg und beschlossen uns erstmal an der Bar mit Getränken zu versorgen. Auf dem Weg zurück, zeigte ich ihm die Spielgeräte die überall verteilt standen – Gynstuhl, Andreaskreuz… Für ihn sicher das erste Mal, dass ihm diese Dinge begegnet sind. Irgendwo stand noch ein Käfig mit kleinem Hocker drin. Wobei ich die wenige Mal, die ich dort war noch nie gesehen habe, dass die jemand tatsächlich nutzt. Aber sind sicher der Atmosphäre dienlich.

Wir also an die Bar um Getränke zu holen. Es gibt da so ziemlich alles.. Außer mehr als eine Sorte Wein. Hihi. So richtig passt Mr. Jazz einfach nicht in diesen Laden. Für mich Aperol Sprizz der dort so groß ist, dass ich glaube, man will die Frauen damit abfüllen 🙂 Mit Getränken zurück in den Kinobereich. Durch die Spiegel die dort überall sind, sieht man immer einen Porno egal in welche Richtung man schaut. Den Bildern kann man sich schwerlich entziehen. Man sieht fickende Menschen auf der Leinwand, man sah in unserem Fall ein fickendes Pärchen in der Paareecke, man sieht wichsende Männer, die entweder einen Film gucken oder eben live zusehen. So schräg das auch ist, wenn Männer mit dem Schwanz in der Hand neben die stehen oder sitzen: Es ist ein Pornokino, dafür ist es erfunden worden. Er guckte sich um. „Es ist viel kleiner als gedacht“, sein erster Kommentar. Irgendwann setzten wir uns in die letzte Reihe jeweils auf einen der roten Kinosessel und ließen das Geschehen auf uns Wirken. Die Männer streunten immer ein wenig um uns herum. Alles im Rahmen, aber ich merkte, dass sie hofften zum Zuge zu kommen. Wobei ich erst Mal gar keine Anstalten machte irgendwas anderes zu tun, als die Männer auch. Nämlich was trinken, quatschen und gucken. Das war sehr ungewohnt, glaube ich. Ich kommentierte die Pornos, stöhnte mit, weil mich das Fakegestöhne aus dem Film nervte. Die waren so irritert, weil sie nicht verstanden, was ich denn in dem Kino will, wenn nicht selbst was anstellen. Ein junges BDSM-Pärchen fickte in der Pärchenecke. Ich guckte mir das an, interessiert an der Lust anderer. Im Gegensatz zu allen anderen Männern drum herum war ich überzeugt davon, dass sie nicht gekommen ist. Ich stecke da zwar nicht drin (hahaha), aber das war eher so wie in Pornos so ein gleichbleibendes Gestöhne, weil man das halt so macht, aber ohne Höhepunkt. Aber man weiß es ja nicht.

Mr. Jazz guckte und trank Wein. Gefühlt fühlte er sich weder besonders unwohl noch besonders wohl. Ich hatte ihm vorher noch erklärt, dass die Männer ihn alle fragend anschauen würden, ob ich den zur Verfügung stehe. Weil das halt überlicherweise das Setting ist in dem die meisten Paare in den Laden kommen. Ich mustere die Herren, ob einer dabei ist, auf den ich Lust habe. Ob mir einer gefällt. Ein älterer Herr sprach mich an und sagte: „Wow endlich mal eine Frau die hier drin lacht, die anderen gucken immer so ernst.“ Nettes Kompliment, aber auch schräg. Klingt ja so, als wären die sonst nicht freiwillig da. Was ich aber nicht glaube. Als das junge Pärchen fertig war, fing ein Paar deutlich über 60 an sich zu vergnügen. Sie war ziemlich aufgerüscht. Overknees, Lederrock, Unterbrustkorsage. Man sah ihr zwar ihr Alter an, aber trotzdem sexy. Wunderbar, zu sehen, dass Sexualität nicht endlich ist.

So richtig sprach mich keiner der Herren an. Einer in meinem Alter nahm sich dann ein Herz, stellte sich neben mich und quatschte mich an. Er fragte mich, ob ich denn keine Lust hätte. „Nein, ich will nur zuschauen“, meine Auskunft. Er war nicht aufdringlich, eher interessiert. Das nahm er so hin. Auch wenn es ihn irritierte. Mr Jazz und ich ließen den Porno und die Menschen auf uns wirken, tranken unterhielten uns… Je länger ich da war, desto größer wurde mein Lust zu blasen. Ich mache das einfach gerne. Wie es halt so ist mit Dingen, die man gut kann. Aber ich ringe immer mit einem schlechten Gewissen. Weil ich es nicht mit Gummi mache. Mr. Jazz wollte auf keinen Fall sich vor Zusehern einen blasen lassen… Okay, einer von den anderen Männern würde gleich der Glückspilz sein…

Ich möchte keinen privaten Kontakt mehr mit dir haben…

… Das hat bisher auch noch nie jemand zu mir gesagt. Naja bisher. Der Kollege Unscheinbar hat damit seinen endgültigen Kontaktabbruch nochmal bekräftigt. Sein Cut ist nun 5 Wochen her. Ich haben ihn zwischenzeitlich zwei/drei Mal gesehen, weil ich ab und an noch meine alten Kollegen zum Essen besuche. Schwierig für mich. Reagiere auf ihn einigermaßen pampig. Das ist eigentlich nicht so meine Art. Letzte Woche hatte ich dann Geburtstag und war ein paar Tage später in meiner alten Firma. Er war auch dabei. Die Kollegen haben mir gratuliert, er nicht., obwohl er daneben stand. Das war echt die Oberkränkung. Man kann ja eine Freundschaft beenden. Aber er hätte mir auch einfach als ehemalige Kollegin gratulieren können. Harter Moment.

Und als ich ihn dann nochmal wegen einer dienstlichen Sache angerufen hatte sprach er eben diesen Satz aus: Ich möchte keinen privaten Kontakt mehr mit dir haben. Huch, der hat mich wirklich getroffen. Da holt mich doch glatt der Liebeskummer ein vor dem ich eine ganze Weile erfolgreich weggelaufen bin. Aber naja, da muss man eben durch. Ablenkung ist meine Taktik. Manchmal bin ich drauf und dran die Kontakte zu meiner alten Firma ganz zu kappen, andererseits fände ich das auch doof, weil ich die anderen Kollegen ja mag. Also heißt es wohl aushalten, dass es ein wenig schmerzt, wenn ich ihn sehe.

Die Tatsache, dass ich in seinem Fall ein Energieräuber bin, beschäftigt mich. Sonst sind das doch immer nur irgendwelche anderen über die man so vor sich hin schimpft. Energieräuber böse egoistische Menschen die einen ausnutzen und Kraft kosten. Und nun bin ich so einer für jemanden.

Ich hab jemandem dem ich mag und des Meinung mir wichtig ist davon erzählt und er gab mir das ehrliche Feedback, dass ich kein guter Zuhörer sei. Das war hart. Aber das dreht sich nun schon ein Weile in meinem Kopf. Und er hat Recht. Ich habe mich in letzter Zeit ziemlich um mich selbst gedreht. Mich auf der einen Seite sicher auch zu wichtig genommen. Auf der anderen Seite war ich auch wirklich mit mir selbst sehr beschäftigt. Das soll keine Entschuldigung sein. Aber die berufliche Veränderung, das endliche einen Wohlfühlraum zu Hause schaffen und den eigenen Körper in den Griff bekommen, haben schon auch Energie und Kraft gekostet. Wahrscheinlich habe ich unter Anderem auch beim Kollegen mir dafür Kraft gezogen und sie ihm quasi abgezogen.

Darüber hinaus reflektiere ich Gespräche und merke, dass ich wirklich wenig Interesse an anderen gezeigt habe. Viel von mir erzählt, wenig zugehört, Menschen unterbrochen habe. Ich will und muss das ändern. Gar nicht so leicht. Aber ich versuche es mir zumindest immer bewusst zu machen in Gesprächen oder Chats. Online-Sex-Dating hat bestimmt auch seinen Teil dazu beigetragen. Man muss sich als Frau wenig Mühe geben im Kontakt mit den Männern. Man wird soviel angeschrieben, hat Auswahl, wenn es nicht fliegt mit dem einen, schreibt man halt mit dem nächsten. Es ist gar nicht so leicht, dass es nicht einfach beiläufig/beliebig wird. Da trägt der Markt nicht gerade dazu bei, dass man seine besten Seiten ausprägt.

Aber am Ende kann der grenzenlose Optimist in mir dem Schluss der Beziehung auch was positives Abgewinnen. Ein Schuss vor den Bug um mich wieder ein wenig einzunorden und mein Verhalten zu verändern.

Bei all der Energie die ich ihm geraubt habe, habe ich ihm nach eigener Aussage zumindest den besten Sex seines Lebens beschert. Damit kann ich ganz gut leben. Ich hoffe er auch.

Gestalked, gefickt, geghosted? Seine Hose ist noch bei mir.

Vor mir liegt seine Anzughose. Er ist allerdings nicht mehr da. Schade eigentlich. Immer wenn ich sie sehe, muss ich schmunzeln und an unser Abenteuer denken. Keine Sorge – er ist nicht unten ohne nach Hause gefahren. Er hatte Wechselklamotten mit dabei. Mr. Erfolgreich. Ein Date aus der Kategorie: Ich kann nicht glauben, dass du wirklich mich meinst. Er schrieb mich an, weil eine Bekannte von ihm über mein Rirarammelseiten-Profil gestolpert war und fand, dass wir zueinander passen könnten. Gemeint ist damit sicherlich eher frei als gebunden sein zu wollen und sich auszuprobieren. Er schaffte es jedenfalls meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und wir begannen zu schreiben. Also er schickte Sprachnachrichten und ich schrieb. Ich war erst mal voll überfordert von seinem Mitteilungsdrang. Ich bekam immer Sprachnachrichten von ihm, er aber geschriebene Nachrichten von mir. Für Sprachnachrichten muss ich Laune haben.

Er war süß und nervig und süß und im Eroberungsmodus. Und mir war es eine ganze Weile einfach sowas von nicht Geheuer. Er musste schon einiges an Geduld investieren, bis ich im abnahm, dass er mich als Mensch kennenlernen will und nix im Schilde führt. Ich glaube er hatte nur den Malus, dass er zu gut aussah und sich so mein Vertrauen härter erarbeiten musste. Mit einer Engelsgeduld flirtete er an mich hin. Ich fühlte mich fast schon gestalked, weil er mir soviel schrieb. Bis ich irgendwann klein bei gab und sagte, dass wir uns zum Essen treffen könnten. Er wohnt ein paar Hundert Kilometer weg von hier, so dass er mutmaßlich bei mir übernachten würde. Also räumte ich mal halbwegs auf. Aber ich wollte mir trotzdem die Option offen halten ihn nicht mit zu mir zu nehmen, deswegen lotste ich ihn erst mal zum Restaurant und verriet ihm meine Adresse nicht.

Da stand er. Meine Fresse, was ein Hottie. Mr. Erfolgreich im Business-Anzug. Anfang 40, schlank, blaue Augen. Na da hoffte ich doch mal, dass er Gegensätze anziehend findet. Aber er war mal einfach richtig nett. Wir unterhielten uns gut. Hätten stundenlang weiterquatschen können. Aber ich war sowas von rattenscharf auf ihn. Ich hatte mir nen Drink gegönnt bei Essen, der tat sein übriges. Dann nahm ich ihn mit zu mir. Und musste ihm auf dem Weg zu meiner Wohnung noch erklären, warum ich vorher beim Treffpunkt so rumgeeiert hatte. Er hatte bei der Parkplatzsuche zufällig direkt vor meiner Haustür geparkt. Und rief mich von da aus an. Ich wollte, aber nicht dass er weiß wo ich wohne und ginge dann nicht ran, sondern schrieb ihm ne WhatsApp, dass er doch am Restaurant warten soll.

Rein in die Wohnung – rein ins Vergnügen. Einziges Problem, ich hatte meine Tage in der Endphase. Fast weg, aber eben nur fast. So doof für den Kopf. Irgendwann saßen wir auf meiner Couch. Quatschten ein wenig. Keine Ahnung wie wir den krampfigen Moment überwunden haben, aber dann küssten wir uns und die Welt blieb stehen. Ein bißchen beschwippst, seine Attraktivität und seine Art zu küssen ergaben ein Feuerwerk. Wenn ich nur daran denke, werd ich feucht. Selten einen Mann geküsst, der so sensationell küssen kann. So wie Justin Bieber Hailey küsst. Keine Ahnung, ob das außer mir sich mal jemand angesehen hat. Wenn seine Hand an deiner Wange und Kinn liegt und er dir das Gefühl gibt, als gäbe es nichts schöneres auf der Welt, als jetzt gerade dich zu küssen. Er küsst wie ich. Nicht, dass ich mich loben wollen würde, aber er hat nen ähnlichen Kussstyle. Es machte Lust auf mehr, aber dieses Tageding machte meinem Kopf Stress.

Wir wechselten irgendwann ins Bett – ich Blowjob, er leckte mich. (Ich hatte mich vorher noch auf die Toilette verdrückt und den aktuellen Periodenstatus überprüft. Nix zu sehen.) Auch das kann er. Bei allem was nach dem Knutschen kam, war ich aber einfach nur so medium entspannt, so dass das in meiner Erinnerung schnell verblasst ist. Nebeneinander schlafen klappte auch ganz gut. Morgens musste ich irgendwas erledigen und ließ ihn weiterschlafen Er schlief wie ein Stein. Ich war zurück trank schon Kaffee, hatte schon geduscht und saß ungeschminkt vor ihm. Was ich im Nachhinein so ein wenig bereue. Das war vielleicht ein wenig too much Pureness für den Anfang 🙂

Irgendwann gegen Mittag fuhr er dann nach Hause. Der nächste Morgen nach der ersten Nacht ist immer unterschiedlich. Er war ein wenig reserviert. Kein Küsschen zum Abschied. Ich war mir nicht sicher, ob er mich wiedersehen wollen wird.

Während er vorher dauernd geschrieben hatte, war ich völlig euphorisiert nach unserer Nacht und schrieb relativ viel. Während er einsilbig wurde. Hupsi. Ich fühlte mich zeitweise geghosted und zwang mich dazu nicht mehr zu schreiben. Wir schreiben immernoch ein wenig. Aber es fühlt sich so an, als wäre es für ihn okay gewesen, aber mehr nicht. Nix was er sofort wieder haben muss. Mal sehen, ob wir uns nochmal wieder sehen. Jetzt muss ich erst mal seine Hose in ein Paket packen und ihm schicken. Schade eigentlich. Das fand ich mal ein grandioses Andenken.

Ich hab es wieder getan…

Der Wunsch wieder loszuziehen und wieder in mein „Seitenspringerinnen“-Leben zurückzukehren wurde immer größer. Aber auf der anderen Seite ging es nach jedem schon gefühlten Ende wieder zurück in die Beziehungskonstruktion mit dem Kollegen. Warum? Weil mir die Freundschaft zum ihm unbezahlbar wichtig geworden war. Dass ich täglich jemanden anrufen konnte nach der Arbeit um den Tag zu reflektieren war mir sehr wertvoll geworden. Es war eine Begleitung durch das Leben. Aber es gab eben nicht „nur“ Freundschaft. Das war ein sehr seltsame Situation. Erst hatte ich begonnen mich wieder mit dem ein oder anderen Mann aus früheren Zeiten zu treffen – zum Essen und Quatschen. Schon allein das war mir wirklich abgegangen. Das Daten, das Hineinblicken in andere Leben

Ich roch wieder Lunte. Die Qual zwischen der Freiheit und der Freundschaft wurde immer größer. Ich hatte mich sehr lange für die Beziehung/Freundschaft entschieden. Aber vermutlich war mir meine Zerrissenheit anzumerken. Und dann machte der Kollege den Cut. Dieses Mal hat er einen Schlussstrich gezogen. Er war mir zuvor gekommen. Mit einem kompletten Kontaktabbruch. Harte Umstellung. Sehr einsam. Es vergeht kein Tag an dem ich nicht an ihn denke und mich frage, wie es ihm geht und was er wohl gerade tut. Aber ich bin auch wieder losgezogen. Raus aus der Komfortzone. Ich musste los. Sonst wäre ich das Wochenende ohne Termine allein zu Hause gesessen. Gar nicht erst einigeln. Eher Verdrängen.

Es ging los nach Wien, in eine Stadt an die ich so viele Erinnerungen habe auch an Reisen mit Mr. Bondage. Wollte jemand treffen, mit dem ich schon lange mal verabredet war. Er musste aus gesundheitlichen Gründen kurzfristig absagen. Meine Zugtickets waren aber schon gebucht. So beschloss ich trotzdem zu fahren und stellte auf Joy noch eine Anfrage ein, ob jemand Lust hätte, das Wochenende touristisch (nicht sexuell) mit mir dort zu verbringen. Es trudelten nach und nach Angebote ein. Das ungewöhnlichste interessierte mich am meisten. Ein junger Mann knapp unter 30 schrieb mich an und bot mir an, dass ich das Wochenende bei ihm in seiner 24 qm Wohnung verbringen könnte. Er war beruflich eine Woche vorher in die Stadt gezogen. Er wirkte gebildet und an der Welt interessiert. Ich müsste Schlafsack und Feldbett mitnehmen, weil sein Bett nur für eine Person ausgelegt ist.

Das war so verrückt cool, dass ich darauf am meisten Lust hatte. Auch wenn ich dann viel mehr Kram als geplant mitnehmen muss. Aber es klang genau so abenteuerlich wie ich es haben wollte. Ich packte mein Köfferchen, mein Feldbett und den Schlafsack und kam mir wie der große Abenteurer vor, als ich am Bahnhof in den Zug nach Wien stieg. Das ist die Freiheit, für die ich auf Nähe verzichte. Es scheint wohl so, als ob das eine oft der Preis für das andere ist. Er würde mich dort am Bahnhof abholen. Ich freute mich. Wenn er im schlimmsten Fall dann nicht da stand, dann müsste ich mir halt noch ein Zimmer irgendwo buchen. Viel zu verlieren hatte ich nicht. Wien ist immer lohnenswert. Und ich war mir sicher wir würden es zwei Tage ganz gut miteinander aushalten.

Nach knapp vier Stunden stieg ich etwas lädiert aus dem Zug wieder aus, weil ich in meine Sitzplatzreservierung ausgerechnet hinter einer Horde besoffener Halbstarker erwischt hatte. Auch mit Kopfhörern waren die nicht ganz auszublenden. Ich war erstmal froh angekommen zu sein. Und ich wurde abgeholt. Da stand er: jung, nur knapp so groß wie ich, schlank, sympathisch. Jab, das würde funktionieren. Als ich ihn sah, fiel mir auf, dass ich gegen meinen Grundsatz verstoßen hatte niemanden daten zu wollen, der jünger als mein kleiner Bruder ist. Und er war einfach mal unter 30. Hui, schon jung irgendwie. Mr. Uni, weil er an einer der Universitäten arbeitet. Ich ging erstmal davon aus, dass wir zwei schöne Tage haben würde, ob mit Sex wusste ich beim besten Willen nicht. Keine Ahnung auf was für Frauen er so steht. Aber es war auch erstmal gar kein Thema. Wir fuhren zu seinem Apartment, damit ich mein Zeug abgelegen konnte. Wie eine ziemlich moderne Studentenunterkunft. Möbliertes Zimmer, hochwertig eingerichtet, kuschlig klein. Spezialität: Glastüre zum Bad. Hui. Das ist natürlich eine Challenge, wenn man sich nicht kennt und ich sah mich im Geiste schon zwei Tage lang nicht groß aufs Klo gehen. Aber mal sehen, ob ich da eine Lösung finden würde für das Problem.

Ich baute mein Bett auf – womit das Zimmer dann nahezu voll war. Und wir gingen Essen. Da es schon spät war, gab es keinen weiteren Plan. Wir unterhielten uns gut. Ich war froh, dass ich wirklich losgefahren bin und mich auf das Abenteuer eingelassen habe. Nach dem Essen gingen wir zurück in die Wohnung. Er bot mir noch ein Glas Wein an und wir quatschten. Wir saßen auf seinem Bett nebeneinander. Irgendwann war klar, dass er wohl Lust hatte zumindest auf knutschen. Ich hatte ihm vorher schon gesagt, dass ich meine Tage habe und damit angedeutet, dass ich damit keine Lust auf jemanden haben, den ich noch nicht kenne. Irgendwann erbarmte ich mich in der keiner weiß wie er es nun anfangen soll-Situation und machte einen Witz und darüber und wir knutschten. Junges ungestümes Knutschen, nicht schlimm, aber mal wieder anders. Und streicheln und fummeln und irgendwann bot ich ihm nen Blowjob an.

Bei Männern seines Alters ist es wahrscheinlich eh schon selbstverständlich, dass sie gut rasiert sind und einen gepflegten Schwanz haben. Ich blies mich durch mein Repertoire und versuchte zu verstehen, was ihm davon gefällt. Was nicht sehr einfach war, weil er von den Reaktionen her nicht gut zu lesen ist. Wenig Reaktion. Er mochte, wenn man ihm leicht gegen die Eier drückt. Das war als einziges eindeutig zu verstehen. Aber sonst? Ich blies ausdauernd und hingebungsvoll. Die Lösung, er ist ein Kopfmensch ähnlich wie ich und bekam diesen nicht ausgeschaltet. Ich war mir die ganze Zeit nicht sicher, ob ich am Ende einfach nur nicht wirklich sein Typ war, für ihn die Gelegenheit aber eben gerade günstig war, er das wollte, aber irgendwie halt doch nicht. So wirkte es, ich habe ihn nicht gefragt. Vielleicht war er aber auch einfach nur supernervös, weil ich älter und deutlich erfahrener bin. Das kann auch sein. Am Ende machte er es sich selbst während ich seine Eier leckte.

Nach einem wirklich schönen Tag in der Stadt kamen wir am zweiten Abend in sein Zimmer zurück. Ich ging duschen und kam nur mit einem Handtuch bekleidet zurück ins Zimmer. Meine Tage waren die letzten paar Stunden weg. Ich ging davon aus, dass sie vorbei waren. Ich kuschelte mich zum Trocknen an ihn hin. Unter seine Decke auf das schmale Bett. Schönes Gefühl mit ihm zu kuscheln. Er fing an mich zu streicheln und auch zu lecken. Stellte sich nicht schlecht an. (Ergänze im Geiste – für sein Alter :-)) Es war klar, es würde auf Sex rauslaufen. Was auch mal kurz gut klappte. Bevor sein Kopf nicht mehr wollte und er einfach nicht mehr hart genug war. Alles nicht wild. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass es Nervosität war und nicht mangelnde Attraktivität. Ich versuchte ihn hochzublasen. Medium erfolgreich. Und musste dann noch lernen, dass er der mit Abstand kitzligste Mann war, mit dem ich jemals was hatte. Er war quasi nicht streichelbar. Zärtlich anfassen ging fast nicht. Nur deutlich streicheln. Was das ganze noch komplizierter machte. Aber auch amüsant.

Sehr erfolgreich war unser also Sex nicht, aber das war nicht tragisch. Ich machte es mir dann einfach selbst und ließ ihn dabei zusehen. Das machte ihn dann wieder hart und er kam auf meine Brüste. Ich mochte unser Wochenende und die Zeit bei ihm. Hab nichts bereut. Das Kloproblem konnte ich auch lösen. Es gab im Gemeinschaftsbereich des Hauses eine Toilette. Auf die hatte ich mich in Ruhe verzogen. Quasi mein Hoteltrick, wenn ich einfach nicht gehen kann, bei jemandem den ich nicht so gut kennen. Toilette in der Lobby. 🙂

Harter Versöhnungsfick

Huch, jetzt habe ich so lange nicht gebloggt, dass ich erst mal völlig verwirrt bin nach meiner Rückkehr, da die Seitenoberfläche von WordPress völlig anders aussieht, als vorher. Seit Mitte März nix mehr geschrieben. Das Leben rauscht vorbei. Nach exzessiven Jahren habe ich nun eine ruhige Phase, in der ich mich ein wenig konsolideren muss. Im Job angekommen muss eine Weiterentwicklung her. Nach einem 3/4 Jahr ist es mir nun endlich gelungen, dass ich meine Wohnung soweit hergerichtet habe, dass ich gerne da bin. Dass ich mir auch vorstellen kann Besuch zu haben. Dass ich nicht mehr lieber bei Mr. Unauffällig bin, sondern es auch genieße Zeit für mich allein zu Hause zu haben. Dankbar, weil er mir bei vielem Handwerklichem geholfen hat und mir den letzten Schubs gegeben hat. Das ist mutmaßlich sein größter Verdienst: Mir zu einem Zuhause bei mir verholfen zu haben.

Als Anschluss an den letzten Blogeintrag: Nach meinem Urlaub haben Mr. Unauffällig und ich uns wiedergesehen. Lässt sich eh nicht vermeiden, da wir Kollegen sind. Aber auch privat. Aber wir sind in einer Off-On-Schleife gefangen. Immer mal wieder wird es ihm zuviel, dann stellen wir alles in Frage und nach einer Weile vögeln wir zur Versöhnung. Es geht nicht mit und nicht ohne einander. Mal sehen wann wir unser Verhältnis so austariert haben, dass es für uns beide passt. Ich mag ihn und er fickt gut. Und ich glaube, dass wenig Menschen in meinem Leben mich besser kennen als er.

Wenn diese On-Off-Nummer was Gutes hat, dass wir in Regelmäßigen Abständen Versöhnungssex haben. Mir ist da einmal in sehr bleibender Erinnerung geblieben. Wir hatten uns gerade doch sehr emotional gezofft. Er war wütend auf mich. Keine Ahnng mehr, warum genau. Er zog mich dann in sein Trainingszimmer. Während seine Aufforderungen sonst noch einen netten Unterton haben, klang das „Knie dich hin“ jetzt wie eine Drohung. Eine Androhung. Eine Bestrafungsankündigung. Während ich dem Spiel mit der Bestrafung selten was abgewinnen kann, da ich es in den meisten Fällen sehr albern finde etwas absichtlich falsch zu machen um bestraft zu werden, war ich nun aus seiner Sicht ernstlich ein böses Mädchen gewesen und er klang nach Frustabbau. Während mich dieses Szenario bei so einigen Männern zum sofortigen Weglaufen animiert hätte, aus Angst, dass ihnen das entgleisen könnte, turnte es mich in diesem Kontext so dermaßen an. Auch ich war noch Streitgefühlsaufgeheizt. Ich vertraue ihm zu 100 Prozent. Auch wenn er ernsthaft sauer auf mich war, ist er zu vernünftig, um mir Schaden zuzufügen.

Während ich auf seiner Sportmatte auf allen Vieren kniete, war er ins Schlafzimmer gegangen um etwas zu holen. Die Tatsache, dass er einen anderen Weg als üblich gewählt hat, um mit unserem Streit umzugehen, machte mich an. Sonst schmeißt er mich einfach raus, will Ruhe haben (oder ich hab mich vorher freiwillig verpisst). Ich kniete da und war mit Sicherheit schon feucht, bevor er zurück im Zimmr war. Er zog mir meinen Sportschal über die Augen und das Höschen über den Arsch runter. Dann knallte der erste Schlag auf meinem Hintern. Gürtel. Hufff. Noch zwei, drei weitere Schläge. Sehr hart für seine Verhätnisse. Tränen schossen mir in die Augen. Ich merkte ihm an, dass er ein wenig erschocken war über die eigene Leidenschaft und Emotionen, die ihn zu den Schlägen verleitet hatten. Hart an, aber nicht über der Grenze. Ich war trotzig: „Na hau doch zu. Ich geb nicht klein bei.“ Noch ein paar weitere Schläge. Das hab ich auch nicht so oft: Momente in denen ich nicht so viel nachdenke, sondern einfach in der Situation bin. Mit Emotion. Er war auch zum Platzen geil. Rammte mir seinen Schwanz tief in den Mund, so dass es mich leicht würgte. Danach fickte er mich hart doggy und kam ziemlich gleich, ziemlich laut. Dann packte er seinen Hitachi aus und ließ mich kommen. Intensiver Orgasmus. Schließlich zog er mir das Tuch von den Augen. Er nahm mich fest in den Arm. Und versicherte sich zig Mal, ob alles okay ist. Begutachtete meinen sehr roten Hintern, weil er Angst hatte, mich verletzt zu haben. Da hatte ich schon weit mehr ausgehalten. Es würde nicht mal ein blauer Fleck bleiben.

So ein emotionaler Versöhnungsfick mit Schlägen ist schon auch echt ein Ritt auf einem schmalen Grat. Aber in dem Fall war es genau das gewesen, was wir beide so sehr gebraucht haben. Der Frust und Streit war wie weggeblasen und wir konnten ohne Emotionen weiterdiskutieren.