Bei seinem Foto schaltete es mein Hirn aus…

Noch zu schreiben (ich führe meine Liste fort)

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Silvester allein im Club
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Strahlende Remi-Augen am Flughafen
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Performing under pressure

Immer noch so viele Artikel vor mir. Und vorne weg muss ich noch was loswerden, was mir im Kopf rumgeistert. Mich ein wenig ärgern, dass ich eitel war. Wenn man über Sex bloggt, dann möchte man in den überwiegenden Fällen, dass nicht die ganze Welt weiß, wer dahintersteckt. Nicht weil ich nicht zu dem stehen könnte, was ich tue, sondern weil es doch noch gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Mit jedem neuen Menschen, den ich treffe, dem ich meine Nummer gebe, weiß ein Mensch mehr wer hinter diesem Blog steckt. Ich glaube die meisten Menschen wollen mir gar nichts Böses. Aber manchmal gibt es doch ein paar, deren Ansinnen nicht freundlich ist. Es sind zwar wenige, aber auch ich hatte schon den ein oder anderen Troll, der unfreundliche Nachrichten da lässt. Ich schwanke immer, zwischen vorsichtig sein und Menschen erst einmal Vertrauen entgegenbringen. Eine meiner Prämissen ist auch, dass ich alle Menschen versuche fair zu behandeln. Aber ich kann bei Weitem nicht alle Menschen (Männer) treffen, die mich gern kennenlernen würden. Da bleiben viele übrig, vermutlich der ein oder andere auch enttäuscht.

Warum schreibe ich das? Weil ich glaube auf einen Fake hereingefallen zu sein. Weil ich mich zwei Mal in kurzer Zeit habe an der Eitelkeit packen lassen. Einmal von dem der mich vor dem Club versetzt hat und nie wieder auch nur einen Laut von sich gegeben hat. Und von noch jemandem. Eine supernette Mail. Stellte sich als Typ Mitte 40, gut gebildet dar. Lese schon lange meinen Blog, würde so gerne die Frau dahinter treffen, griff ein Thema daraus auf und teilte meine Meinung. Tolle Mail. Ich treffe mich natürlich gern mit Menschen, die mir das Gefühl vermitteln, dass sie an mir als Person interessiert sind. War sehr verlockend. Wir sprachen schon über einen Termin für ein Essen, er schickte ein Bild mit. Krass, was ein schöner Mann. Alarmsirenen hätten klingeln können. Aber alles klang plausibel. Ich schwanke immer zwischen „der ist einfach eine Liga über dir“ und „stell dich nicht so an und verkauf dich immer unter Wert, du bist ein interessanter Mensch, na klar kann dich auch ein sehr schöner Mann treffen wollen“. Er wollte überhaupt kein Foto von mir. Sagte, dass er nicht unbedingt eines müsse, aber natürlich schon auch sehr gespannt ist wie ich aussehe. Zwischen unseren Mails lagen in etwa immer 24 h. Ich schickte eines. Ein ganz harmloses normales. Er weiß auch außer meinem Vornamen nicht viel von mir. Als dann nach 24 h keine Antwort kam, fing es an in mir zu arbeiten. Dachte ich nochmal über alles nach. Sah mir das Foto nochmal genau an. Könnte auch ein Stockfoto sein. Hab versucht es zu googlen. Seit ein paar Tagen lässt jemand mit unterdrückter Nummer einmal am Tag mein Handy klingeln. Ich in diesem Kontakt meine Telefonnummer nicht verraten. Aber kann ja sein, dass er/sie sie ja von einem anderen Mal hat. Kann sein, dass beides Zufall ist.

Objektiv erstmal nicht viel passiert, außer dass ich jemandem ein harmloses Bild geschickt habe, vor nicht mal 48 h. Aber ich ärgere mich trotzdem drüber. Darüber, dass sich mein Hirn bei dem Foto ausgeschaltet hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nie wieder was hören werde. Aber es lässt mich ein klein wenig misstrauischer sein allen anderen gegenüber. Das ist doof und will ich gar nicht.

Ich verspreche ich schreibe gleich noch einen Beitrag, wo ich eines der Erlebnisse aus meinem Themenspeicher verblogge.

16 Kommentare zu “Bei seinem Foto schaltete es mein Hirn aus…

  1. Hallo Remi, lass Dich erstmal nicht verunsichern… Du befindest Dich mit Deinem Blog im öffentlichen Raum. Da wirst Du Dir auch immer mal Spinner „einfangen“. Insofern wundert mich, dass Dir das nach den vielen Jahren erst passiert. Oder bist Du früher nur lockerer damit umgegangen? Ich habe zum Jahreswechsel einen etwas emotionalen Post im Gästebuch eines Establisment hinterlassen, der auch etwas kontroverse Antworten von anderen „Gästen“ provoziert hat. Da ich weiß, dass ich durch meine Art zu schreiben recht gut zuordenbar bin, hoffe ich einfach mal auf die Diskretion der Damen. Aber es ist halt das Dilemma, entweder ehrliche, emotionale Texte verfassen und Gefahr laufen, erkannt zu werden, oder aber anonym genießen und sich nicht öffentlich zu äußern. Das Netz kennt kaum einhundertprozentige Anonymität..
    Ich fände schade, wenn Du durch so eine Sache Deinen Stil zu schreiben ändern würdest. Lese Dich sehr gern!
    VG R.

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  2. Ich staune sowieso jedes Mal, wenn ich lese, dass du dich mit jemandem getroffen hast, der dich über deinen Blog gefunden hat. ich bekomme auch viele Anfragen von männlichen Bloglesern, bin da aber viel zu paranoid und misstrauisch und habe noch keinem einzigen treffen zugestimmt oder auch nur ein Foto von mir verschickt.

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      • Verstehe deine Sorge „entdeckt“ zu werden … andererseits verkehrst du hier in Muc und Umgebung ja auch sehr offen in der Swingerclub-Szene, gehst zu Stammtischen usw.
        Ich bin mir auch sehr sicher dich hier schon mal in einem Club gesehen zu haben (du hattest auch mal ein Halfie bei Twitter zu Halloween von dir gepostet). Also anonym bist du definitiv nicht unterwegs und diesem Risiko muss man sich eben immer bewusst sein.

        Außerdem kann es ja auch sein, dass der attraktive Herr kein Fake war, sondern einfach dein Foto ihm nicht gefallen hat? Ich würde da wirklich nicht den Teufel an die Wand malen und selbst wenn, ich nehme dich hier selbstbewusst wahr, ich denke du kannst trotz gesellschaftlichen Konventionen zu deinem unkonventionellen (Sex-)Leben stehen und auch darüberstehen!

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        • Du hast mich schon mal in einem Club gesehen? Auch spannend. 🙂 Naja alle Menschen, die ich in dem selben Kontext treffe, die haben ja mutmaßlich das selbe Problem. Von dem her ist das halbwegs unproblematisch. Und die Stadt ist groß genug um nicht sofort wiedergefunden zu werden.
          War 100 Pro ein Fake. Erst schreiben, er würde mich auch ohne Bild treffen und dann nicht mehr antworten… Und noch so andere Dinge… Is halt unangenehm. Aber ja, hätte ich das Risiko komplett ausschließen wollen, hätte ich manches anders machen müssen…

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  3. Pingback: Blogleser | Not so secret Diary of a Woman

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