Es ist kompliziert…

Der August naht und ich habe deutlich weniger Termine als sonst. Vielleicht gelingt es mir ja wirklich mich an die Buchversion zu setzen. Der Vorsatz steht. Und ich bin jedenfalls mal wieder deutlich produktiver, was Texte schreiben angeht, als die vergangenen Wochen.

Ich bin nun seit sechs Jahren Single. Sechs Jahre ohne die Verpflichtungen und Kompromisse die man mit einer Beziehung eingeht. Zumindest würde ich das in einem ersten Impuls so glauben. Ich gehe ja in meinen Affären irgendwie auch Kompromisse ein. Manchmal hinsichtlich der Kommunikation, manchmal wegen der Zeit, die man gemeinsam verbringt. Warum denke ich darüber nach?

Ich hatte vor einer ganzen Weile aus einem Gefühl heraus auf meinem Joy-Profil einen Text verfasst, der die Überschrift trägt „Ich wäre mal wieder für etwas Beständiges bereit“. Also eine Beziehung (wie auch immer geartet, nur nicht monogam). Mit gegenseitigen Freiheiten, Offenheit, aber doch als Team zusammen – grob zusammengefasst. Jedenfalls schrieb mich vor einer Weile ein Mann an, ziemlich explizit auf diesen Text hin. Er hätte ihm gefallen, daran sei er interessiert. Es brauchte eine Weile bis wir uns wirklich getroffen habe. Er war hartnäckig geblieben, zeigte Interesse. Am Anfang war ich skeptisch, weil er mich immer auf seine Terrasse einlud. Ich mache eigentlich nie erste Dates, die nicht auf neutralem Boden sind. Wir einigten uns darauf, dass ich bei ihm vorbei komme und wir dann in seinem Ort etwas trinken gehen würden. Das war akzeptabel für mich. Also doch neutraler Boden.

Er hatte mich vor dem Date schon gelöchert, wie dass denn mit meinen aktuellen Affären so sei. Wieviele es gäbe? Wie das Verhältnis zu Mr. Bondage sich so gestaltet? Mich hatte schon lange nicht mehr jemand dazu gebracht darüber nachzudenken, ob und vor allem wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Und beim drüber Nachdenken und mir Vorstellen habe ich schnell gemerkt, dass ich es mir schon auch sehr gemütlich eingerichtet habe in meiner Singlewelt. Ein wenig wie die alten schrulligen Singles, die nicht mehr vermittelbar sind, weil sie sich schon so viele schräge Eigenheiten angewöhnt haben zwischenzeitlich.

Wir trafen uns. Ich finde er ist ein interessanter Mensch und ich will mich gerne mit ihm beschäftigen. Er ist um die 50 Jahre alt, aber jung geblieben, was man zwar seinen grauen Haaren nicht unbedingt ansieht. Ein attraktiver Mann. Ich nenne ihn Mr. Beziehung. Er wohnt in etwa 70 Kilometer von mir weg. Um mal so die harten Fakten abzuklappern. Er kommt aus bisher ausschließlich monogamen Beziehungen und ist auch eher der Beziehungs- als der Wildrumvögel-Typ. Aber er ist wirklich interessiert daran, wie ich mein Leben lebe. Er sagte, dass er mir das Freiheiten zugestehen glaubt. Dass ich den Eindruck vermittle, es ernst zu meinen mit dem wie ich leben will. Da liegt er sehr richtig.

Aber schon an diesem Punkt war spürbar, dass wir aus zwei ganz verschiedenen Richtungen kommen. Er klopfte schon beim Kennenlernen ziemlich genau ab, wie ich mir was vorstelle. Also wen es da sonst noch gibt. Wie das funktionieren soll mit den anderen. Das fühlte sich für mich nach der falschen Reihenfolge an. Vielleicht würde es zwischen uns eh nicht fliegen, dachte ich. Also ich war eher so, ach lass uns mal sehen, ob sich Gefühle entwickeln, dann verhandeln wir darüber, wie und mit welchen Bedingungen sich eine Beziehung entwickelt. Er wollte gefühlt vorher genau wissen, worauf er sich einlassen würde im Falle des Falles. Noch bevor er überhaupt herausgefunden hat, ob ich nicht vielleicht eh doof und nicht sein Typ bin.

Aber das brachte mich natürlich auch unfreiwillig dazu darüber nachzudenken, wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Puhh. Was ich sicher weiß, meine Freundschaft zu Mr Bondage ist nicht verhandelbar. Sonstige Affären: Müssen ja nicht. Keine Clubbesuche mehr, fänd ich eher schwierig. Die Frage, die in meinem Kopf die meisten Zweifel auslöste, ob ich denn für eine Beziehung wirklich bereit wäre war, dass ich in nächster Zeit vermutlich die Möglichkeit habe mit jemandem spontan zu verreisen. Ich habe das Gefühl, das wäre für eine potentielle Beziehung deutlich weniger wahrscheinlich, dass man sich das zugesteht, als mit jemandem Sex zu haben. Ich genieße es schon sehr dahingehend unabhängig zu sein und so spontane Dinge tun zu können. Das ist sehr schräg. Ich weiß.

Unabhängig davon lagen wir bei ziemlich vielen Themen auf einer Wellenlänge. Es war ein schönes anregendes Gespräch. Mit Wiederholungs-Garantie. Am Ende küssten wir uns noch auf seinem Balkon. Es war schön. Auch wenn er küsst, wie Männer seiner Generation küssen. Zumindest ist das meine Erkenntnis nach jetzt doch so ein paar Männern, die ich im Laufe der Zeit geküsst habe. Gilt nie für alle. Aber überwiegend küssen die Männer seiner Generation eher zu fordernd, zu viel Zunge, zu viel gleich aufs ganze gehend, zu wenig Gefühl

Wir trafen uns ein paar Tage später ein weiteres Mal. Zwischendurch fragte er immer, was ich sexuell so angestellt hatte. Das schien ihn zu beschäftigen und mich irritierte es. Ich war ihm ja keine Rechenschaft schuldig. Wir hatten uns erst einmal gesehen. Aber wenn er mich fragt, dann beantworte ich seine Fragen auch. Bevor wir uns wiedersahen, fragte ich ihn, ob ich ihn an diesem Abend so küssen dürfe, wie es mir gefällt. Er war vermutlich irritiert, aber stimmte zu. Ich erklärte mich auch gar nicht näher. Das ich das ausgesprochen hatte war auch für mich selbst ein Zeichen, dass er mir wichtig war.

Auch der zweite Abend war schön. Ich musste auch dieses Mal wieder heimfahren, weil ich arbeiten musste am nächsten Tag, so dass wir nicht unendlich viel Zeit hatten. Wir gingen wieder essen und redeten viel. Dann landeten wir auf seiner Couch. Ich hatte meine Tage immer noch leicht. Das war sehr nervig, weil ich sie in letzter Zeit immer über einen relativ langen Zeitraum habe. Es war nicht richtig arg, aber so dass ich es zumindest thematisiert haben wollte und ihm auch sagte. Wenn man sich besser kennt, dann ist das kein Problem. Aber so beim ersten Mal sind es denkbar ungünstige Startvoraussetzungen. Da hilft auch alles beteuern des Mannes nichts, dass er es nicht schlimm findet. Ich fühle mich dann einfach eingeschränkt. Aber wir begannen zu knutschen und ihn trieb natürlich meine unterschwellige Kritik an seinem Knutschen um. Aber er nahm es mit Humor und sagte, dass ich frech sei. Und dann durfte ich ihn so küssen, wie ich es mag. Verspielter. Langsamer. Es war schön. Ich glaube es gefiel ihm auch. Bevor es ernst wurde verzog ich mich mal kurz ins Bad um die aktuelle Periodensituation abzuchecken. Unproblematisch. Ich zog es vor gleich nur noch im Höschen wiederzukommen.

Aber meine Tage sorgten dafür, dass ich lieber gab als nahm, an diesem Abend. Was ihn ein wenig quälte, weil er auch lieber gibt. Die Kopfmenschen halt. Erst mal geben, da muss man den eigenen Kopf nicht aus bekommen. Aber ich schaffte es ihm einen Orgasmus zu blasen, was ihm seiner Aussage nach noch nicht oft passiert ist. Yeah. (innerlicher Eckfahnenjubel an dieser Stelle). Mein Kopf wollte sich an dem Abend nicht fallen lassen. Für mich überhaupt nicht weiter wild. Das habe ich meistens, wenn ich mit jemandem was anfange, den ich noch nicht gut kenne. Ich bin ja eher mehr so der Typ für Two-night-Stands 🙂 Ich machte es mir mit seiner Unterstützung selbst. Yeah gekommen.

Eigentlich alles palletti. Soweit. Aber er kennt meinen Blog. Und fragte gleich am nächsten Tag, ob ich denn schon gebloggt habe. Nein, weil ich an dem Tag keine Zeit und Muße gehabt habe. Woraufhin er nachschob: „Nicht Blogwürdig?“ Das war zwar als Witz gemeint, aber ich spüre, dass ein Funken Ernst drunter liegt. Das Vergleichen, Nachlesen. Ich weiß gar nicht, ob das jemals funktionieren kann. Vielleicht kann ich so lange ich blogge keine Beziehung haben. Weil es ist ein Teil von mir, den zu verschweigen ich krass fände, aber mit dem Blog wird das gefühlt auch echt nicht möglich sein. Wir zofften dann auch gleich noch ein klein wenig, da ich das letzte Cluberlebnis gleich gebloggt hatte (noch vor seinem Eintrag jetzt)

Ich bin in den Club losgezogen, an einem Abend an dem er mir gesagt hat, dass er auf eine Party geht. Da dachte ich: Okay, er ist beschäftigt, dann gucke ich mal, was ich anstelle. Ich hatte ihn zuerst gefragt, wie er denn seinen Abend geplant hat. Er warf mir am nächsten Tag vor, dass ich ihn nicht gefragt hatte, ob er mit mir in den Club gehen will. What?? Warum sollte ich das denn fragen, nachdem er mir gesagt hat, dass er schon was vorhat. Das ist mir irgendwie zu hoch. Solche Diskussionen kenne ich sonst nur mit Frauen. Er hatte mit keiner Silbe angedeutet, dass er sich auch etwas anderes hätte vorstellen können. Oh Mann. Keine Ahnung, ob und wo das noch hinführt mit uns zwei. Wir haben uns auch seitdem nicht mehr gesehen.

Vielleicht haben wir doch ein paar Missverständnisse in unserer Kommunikation. Vielleicht will er sich der Freiheitsliebenden Frau nicht aufdrängen und ich denk mir, dass er schon sagen muss, wenn er etwas will. Mal sehen, wie das noch weitergeht.

Dates, die nicht so laufen wie geplant..

Wer Cliffhanger nicht mag, sollte erst lesen, wenn der nächste Eintrag kommt 🙂 Mir ist die Zeit davon gelaufen hinten raus..

Ein Wochenende ohne feste Termine. Das kommt gar nicht so oft vor. Ich genieße das gerade. Gestern Abend hatte ich noch spontan ein Date. Wir wollten auf einen Drink, offen für alles was kommt. Wir hatten uns ganz gut unterhalten. Er schlug vor noch ins Pornokino zu gehen. Weil es praktisch war. Jenes Pornokino, wo ich ein paar Tage zzuvor schon mal war. Wir standen vor der Tür und wollten den Eintritt bezahlen. Da guckte die Dame an der Kasse (eine andere als beim letzten Mal) durchs Fenster und zeigte auf ein Schild auf dem Stand, dass es heute den Dresscode Business-Hemd gab. Wir beide waren normal angezogen und trugen Jeans und Sneakers. (Steve Jobs hätte gut zu uns gepasst). Wir waren sehr ordentlich gekleidet (ich für meine Verhältnisse sogar noch eher schick) und nicht betrunken. Sie ging dann wieder weg und beachtete uns gar nicht mehr. Sie wollte uns wirklich nicht reinlassen, so wie es aussah. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass in dem Laden zu viele Frauen waren. Ich war wirklich erstaunt, dass sie uns, obwohl wir als Paar kamen nicht reinlassen wollte. Eigentlich fand ich es sogar ziemlich idiotisch. Ein paar Tage zuvor hatte ich noch den halben Laden entertaint und nun kam ich nicht rein. Wir wollten nochmal nachfragen, ob sie das ernst meint und sie sagte nur: „Wir diskutieren nie.“ Wow, der Laden muss sich das ja leisten können. Es ist echt ein hartes Gefühl aus optischen Gründen abgelehnt zu werden. „Du bist es nicht wert, du reichst nicht aus um in dieses Pornokino zu kommen.“ Das erinnert mich wieder daran warum ich in meiner Sturm und Drang-Zeit nicht versucht hatte in irgendwelche IN-Clubs zu kommen oder mal ins P1 gegangen wäre. Ich wollte mir ersparen, dass mir jemand mitteilt, dass ich nicht zur optischen Elite gehöre. Das nagt heute noch ein wenig an mir. Naja, da hab ich mal wieder was gelernt. Es ist also der Day-after-ich-komm-nicht-mal-ins-Pornokino-rein.

Es sind ja noch so ein paar Artikel offen. Gewünscht war der Blog zu Hirn wegeknutscht.

Ich habe einen Single-Mann gedatet. Kam ja nicht so oft vor in letzter Zeit. Deswegen wollte ich es mal extra erwähnen. Wobei ich unser erstes Date ja grandios verkackt habe. Es gibt so Tage, da steht man irgendwie neben sich. Der Tag unserer Dates begann damit, dass ich in der Arbeit ankam und dann feststellte, dass ich meinen Hoodie falsch herum angezogen hatte. Ja genau, mit der Mütze vorne. War wohl noch im Halbschlaf gewesen, als ich aus dem Haus gegangen bin. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Naketano-Hoodies eh so eine breite Halskrempe haben… Ich habe mich schlapp gelacht, die Kollegin sich auch. Am Abend wollten wir uns zum ersten Mal treffen. Auf einem Weihnachtsmarkt in der Stadt nahe seiner Arbeit. Eigentlich war mein Plan, nach der Arbeit schnell zu Hause vorbeizufahren und mich noch umzuziehen. Ein wenig besser also im Hoodie wollte ich dann schon angezogen sein. Aber ich musste furchtbar lange arbeiten an dem Tag. Wollte trotzdem nicht im Hoodie dahin und entschied mich doch noch schnell zu Hause vorbeizufahren. Also sagte ich ihm, dass es später werden würde. Ich ärgerte mich, dass ich morgens noch nicht so weit gedacht hatte und mich gleich ordentlich angezogen hatte. Ich zog mich um und fuhr los Richtung Stadt. Haare waschen war sich nicht mehr ausgegangen, also wollte ich meine Mütze anbehalten, die ich den ganzen Tag schon aufhatte. So der Plan. Als ich mit dem Auto an der U-Bahn ankam, stellte ich fest, dass ich meine Mütze zu Hause liegen gelassen hatte. Fuuuuuck. Ich hatte noch eine andere Mütze im Auto, aber die trug ich nicht oft. Puuhh. Also die semicoole Mütze auf und los. Gerade als ich in die U-Bahn runter wollte, stellte ich fest, dass ich meinen Geldbeutel im Auto liegen lassen hatte. Nochmal den ganzen Weg zurück zum Auto. Ich hasse zu spät kommen. Als ich dann endlich in der U-Bahn saß schickte ich ihm meine aktualisierte Ankunftszeit. Worauf hin er schrieb, dass das doof sei, weil er früher weg muss, da er Bandprobe haben würde. Na super. Jetzt war ich schon unterwegs. Wir einigten uns auf einen kurzen Kaffee in seiner Arbeit. Auf dem Weg zu Mr. Band musste ich einmal umsteigen. Und stieg prompt in die falschen U-Bahn ein. FUHUUCKK. Es soll wohl nicht sein. Der Tag war so verflixt. Irgendwann kam ich voll abhetzt am Treffpunkt an und er stand da und sah umwerfend aus in seinem Anzug. „OHH NEIN, das wird nie was. Voll verkackt.“ Ich war mir sicher, dass er mich nie wiedersehen will. Wir quatschten 20 Minuten, dann musste er los. Ich hatte es echt vergeigt. Vielleicht wäre Absagen und einen zweiten Anlauf in Ruhe besser gewesen. Aber es war so Remi-mäßig mitten aus dem Leben, immer unterwegs. Immerhin war ich es pur. Nett und ein klein wenig chaotisch zuweilen. Das Gespräch war ganz nett. Er hatte ein umwerfendens Lächeln. Trotzdem fuhr ich frustriert nach Hause. Abhaken. Dachte ich…

Bei seinem Foto schaltete es mein Hirn aus…

Noch zu schreiben (ich führe meine Liste fort)

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Silvester allein im Club
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Strahlende Remi-Augen am Flughafen
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Performing under pressure

Immer noch so viele Artikel vor mir. Und vorne weg muss ich noch was loswerden, was mir im Kopf rumgeistert. Mich ein wenig ärgern, dass ich eitel war. Wenn man über Sex bloggt, dann möchte man in den überwiegenden Fällen, dass nicht die ganze Welt weiß, wer dahintersteckt. Nicht weil ich nicht zu dem stehen könnte, was ich tue, sondern weil es doch noch gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Mit jedem neuen Menschen, den ich treffe, dem ich meine Nummer gebe, weiß ein Mensch mehr wer hinter diesem Blog steckt. Ich glaube die meisten Menschen wollen mir gar nichts Böses. Aber manchmal gibt es doch ein paar, deren Ansinnen nicht freundlich ist. Es sind zwar wenige, aber auch ich hatte schon den ein oder anderen Troll, der unfreundliche Nachrichten da lässt. Ich schwanke immer, zwischen vorsichtig sein und Menschen erst einmal Vertrauen entgegenbringen. Eine meiner Prämissen ist auch, dass ich alle Menschen versuche fair zu behandeln. Aber ich kann bei Weitem nicht alle Menschen (Männer) treffen, die mich gern kennenlernen würden. Da bleiben viele übrig, vermutlich der ein oder andere auch enttäuscht.

Warum schreibe ich das? Weil ich glaube auf einen Fake hereingefallen zu sein. Weil ich mich zwei Mal in kurzer Zeit habe an der Eitelkeit packen lassen. Einmal von dem der mich vor dem Club versetzt hat und nie wieder auch nur einen Laut von sich gegeben hat. Und von noch jemandem. Eine supernette Mail. Stellte sich als Typ Mitte 40, gut gebildet dar. Lese schon lange meinen Blog, würde so gerne die Frau dahinter treffen, griff ein Thema daraus auf und teilte meine Meinung. Tolle Mail. Ich treffe mich natürlich gern mit Menschen, die mir das Gefühl vermitteln, dass sie an mir als Person interessiert sind. War sehr verlockend. Wir sprachen schon über einen Termin für ein Essen, er schickte ein Bild mit. Krass, was ein schöner Mann. Alarmsirenen hätten klingeln können. Aber alles klang plausibel. Ich schwanke immer zwischen „der ist einfach eine Liga über dir“ und „stell dich nicht so an und verkauf dich immer unter Wert, du bist ein interessanter Mensch, na klar kann dich auch ein sehr schöner Mann treffen wollen“. Er wollte überhaupt kein Foto von mir. Sagte, dass er nicht unbedingt eines müsse, aber natürlich schon auch sehr gespannt ist wie ich aussehe. Zwischen unseren Mails lagen in etwa immer 24 h. Ich schickte eines. Ein ganz harmloses normales. Er weiß auch außer meinem Vornamen nicht viel von mir. Als dann nach 24 h keine Antwort kam, fing es an in mir zu arbeiten. Dachte ich nochmal über alles nach. Sah mir das Foto nochmal genau an. Könnte auch ein Stockfoto sein. Hab versucht es zu googlen. Seit ein paar Tagen lässt jemand mit unterdrückter Nummer einmal am Tag mein Handy klingeln. Ich in diesem Kontakt meine Telefonnummer nicht verraten. Aber kann ja sein, dass er/sie sie ja von einem anderen Mal hat. Kann sein, dass beides Zufall ist.

Objektiv erstmal nicht viel passiert, außer dass ich jemandem ein harmloses Bild geschickt habe, vor nicht mal 48 h. Aber ich ärgere mich trotzdem drüber. Darüber, dass sich mein Hirn bei dem Foto ausgeschaltet hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nie wieder was hören werde. Aber es lässt mich ein klein wenig misstrauischer sein allen anderen gegenüber. Das ist doof und will ich gar nicht.

Ich verspreche ich schreibe gleich noch einen Beitrag, wo ich eines der Erlebnisse aus meinem Themenspeicher verblogge.

Versetzte Single-Frau allein im Club

Kurze Memo was ich noch alles schreiben will:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Silvester allein im Club
  • Allein im Club weil versetzt… hach ja Pärchenabende, wenn du nicht die Bi-Nummer willst..
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Strahlende Remi-Augen am Flughafen
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird.

Oh Mann, wann soll ich das denn alles schreiben? Vor allem muss ich ja ab morgen wieder arbeiten. Wenn ich frei habe, habe ich Zeit zu schreiben, aber auch Dinge anzustellen. Worüber ich dann noch viel mehr schreiben könnte. Ein Dilemma.

Zwei Dinge noch vorneweg. Ich spare mir den Jahresrückblicks-Artikel. Kurzversion ist. Spaß gehabt, unfassbar tolle Dinge erlebt, weil andere Menschen sie mir ermöglicht haben, immernoch Single (meistens zufrieden damit), Job läuft super (schränkt nur die Freiheit ein), habe nicht abgenommen, sondern wiege dasselbe wie letztes Jahr auch. Bin dankbar für die Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten.

Manchmal fragen mich Menschen, ob sie mir was schenken dürfen, manchmal denken sie dabei an Unterwäsche, manchmal an andere Dinge. Erst fand ich die Vorstellung befremdlich, von Unbekannten etwas anzunehmen. Zudem noch logistische Gründe dagegen sprechen und dass ich versuche nicht super viel zu konsumieren. Aber ich habe eine Weile drüber nachgedacht, ob ich etwas annehmen würde. Wenn es jemand ohne Hintergedanken tun will, dafür dass ich ihm mit meinem Blog eine schöne Zeit beim Lesen schenke und er sich für meine Zeit, die ich ja auch wirklich ins Schreiben reininvestiere bedanken will, dann würde ich es auch annehmen. Manchmal will ich mich auch bei Menschen bedanken einfach nur so. Aber wie soll das gehen?

Eine Amazon Wishlist kommt nicht in Frage, weil ich nicht Dinge nicht um des Besitzenwillens haben will. Praktische Dinge kaufe ich mir selbst und sind als Geschenk eh doof. Und ich kann meine Anonymität schwer wahren, weil beim Versand mein Klarname rauskommt. Ich bräuchte dann wieder jemanden an den ich die Dinge schicken lassen kann. Mag aber niemandem Arbeit machen.

Was also dann? Worüber würde ich mich freuen und es ist einfach abzuwickeln? Reisen, ist das worüber ich mich am meisten freue. Ich war bisher zwei Mal auf die AIDA eingeladen. Obwohl ich kein Cluburlauber bin, fand ich es cool, weil man sich ja einfach einen ruhigen Ort auf dem Schiff suchen kann. Ich liebe das Meer und große Schiffe. Wer mir also was gutes Tun will kann mir gerne eine kleinen Beitrag für eine Kreuzfahrt schenken. Das geht ab 5 Euro und man kann mir einfach den Code schicken. AIDA Irgendwann schippere ich dann los… Damit wäre auch das abgehakt

So welches der Themen verschreibe ich nun heute?

Zwischen den Feiertagen hatte ich Urlaub und war in der Laune Abends auszugehen. Die meisten meiner bekannten Herren sind im Weihnachtsurlaub bei ihren Familien und die Singles beim Skifahren. Das Leid der Geliebten/Singlefrau, wie in jedem Jahr. Aber es sollte ja kein Problem sein ein Date auf der RiRaRammelseite einzustellen und einen Begleiter für den Abend zu finden. Schon allein, weil ich es gut finde sich den Eintritt zu teilen. Dass ich wirklich in den Club wollte, fiel mir erst am späten Nachmittag ein. Bei so kurzfristigen Dategesuchen ist es manchmal gar nicht so leicht, jemanden zu finden, mit dem es dann auch passt. Eigentlich treffe ich mich lieber mit Männern, bei denen ich weiß, dass sie wirklich mich treffen wollen und nicht nur jemanden brauchen um kurzfristig in den Club zu kommen. (Ich sollte mir diese Zeilen einprägen, für das nächste Mal, wenn mir um 18 Uhr Abends einfällt, dass ich nicht alleine zu Hause sitzen und auf Teufel komm raus noch wo hin will.) Mich schrieben auch prompt ein paar an, aber die Profile waren mir zu flach. Standard-Texte, nicht greifbares. Dann schrieb mich ein Mann an, mit dem ich bei einem anderen Dategesuch schon mal Kontakt hatte. Damals: Profil passte, klang spannend, ich öffnete ihm mein Fotoalbum mit den Gesichtsbildern und er schrieb mir zurück, dass ich nicht sein Typ sei. Alles gut. Kontakt beendet.

Dieser Mann schrieb mich an mit: Wir hatten ja schon mal Kontakt.  Ich: Ja und ich war letztes Mal schon nicht dein Typ.

Er: Ich weiß. Aber ich habe deinen Blog gelesen.

Ich: Und?

Er: Ich finde du hast was Interessantes.

Ich: Aha. Und nun?

Er: Lust dich zu treffen?

Wenn ich das jetzt nochmal runterschreibe frage ich mich ernsthaft, was genau mich geritten hat mich darauf einzulassen. Aber es schmeichelte mir wohl, dass er nochmal schrieb, obwohl er eine Abfuhr erteilt hatte. Ebenso, dass mich mein Blog scheinbar so interessant machte, dass er es dann in Erwägung zog. Und die anderen, die sich gemeldet hatten waren nicht wirklich spannend. Wir schrieben ein wenig hin und her und er überlegte, wo er hingehen wollte. Zeit verging. Irgendwann drängte ich ihn sich zu entscheiden. Wir entschieden uns für einen Club. Ich wollte ein paar Minuten später los. War schon geduscht, packte noch schnell meinen Rucksack. Er schrieb, dass er noch ein paar Minuten was für die Arbeit fertigmachen müssen und dann losfahren würde. Ich fragte noch, wann er denn glaubt, dass er da sein kann. Ich wartete aber nicht seine Antwort ab, denn es war schon spät geworden. Ich wollte keine Zeit mehr verlieren und fuhr los. Schließlich kann ich ja auch dort warten, oder im Zweifelsfall einfach reingehen.

Und er antwortete einfach nicht mehr. Ab dem Moment: Funkstille. Ich war sehr irritert. Wollte er mich nur verarschen? Gab es gute Gründe? Eigentlich suche ich nicht zuerst die Gründe bei mir. Glaube daran, dass Dinge dazwischenkommen können, dass Menschen einem nichts Böses wollte. Ich las mir nochmal und nochmal den Chat durch, ob ich was übersehen hatte. Machte mein Fotoalbum wieder zu. Ich fing an mich über meine Eitelkeit zu ärgern, dass er mir mit dem Interesse geschmeichelt hatte. Die Angst kroch hoch, dass mir doch mal jemand was Böses will und ich zu nachlässig war. In meinem Fotoalbum sind zwar sexy Bilder, aber keine auf denen ich nackt bin. Kein Bild mit dem ich nicht leben könnte. Aber trotzdem würde ich nicht wollen, dass man sie veröffentlicht. Ich schrieb ihm nur, dass er schon Gründe dafür haben würde und beschloss allein in den Club zu gehen. Wollte nicht auch noch dem Ärger über das Versetzt werden Raum geben, der ihm nicht zustand.

Also rein in den Club als Single-Frau. 40 Euro hingeblättert. Ich kannte den Club ja schon. Mittelgroß. Ein wenig schicker. Allein war ich noch nie dort gewesen. Und ich war nicht überraschend die einzige Single-Frau an dem Abend. Und das ist auch schwieriger als gedacht, wenn man nur sehr selten Bi-Neigungen hat. Und nicht mitspielen will mit nem Paar, sondern sich mal nur den Mann ausleihen. Da sind viele Swingerpaare nicht so entspannt. Die machen entweder nur was zu zweit, lassen sich zugucken, fummeln ein kleinwenig an fremden Brüsten rum und sonst nix. Oder machen einen Vierertausch. Jedenfalls passe ich da solo nicht so ganz ins Konzept. Aber es gab ja noch ein paar Soloherren. Allerdings bin ich ein wenig allergisch dagegen, wenn man mich einfach anfasst, wenn ich neben einer Matte stehe und das Geschehen auf mich wirken lassen möchte. Wenn ich dann abwinke, dann halten sich alle dran und gehen, aber das gleich angefasst werden nervt mich. So haben fast alle Solo-Herren an dem Abend eine Abfuhr kassiert. Es ist mir zu flach. Ich will, dass irgendwas passiert, zwischen uns. Mehr als nur das Loch sein. Zwischen Drinks und Essen und gucken, kam ich auch mit einem Pärchen ins Gespräch. Die beiden waren nett, wenn auch fast so alt, wie meine Eltern. Aber wir unterhielten uns ganz gut. So dass der Abend auch okay war für mich. Die beiden gingen aber irgendwann nach Hause.

Ich zog nochmal eine Runde durch den Club. Beim Zusehen am Pärchenzimmer stand ein junger, blonder Typ neben mir, der sich auch mit zusehen begnügte. Vermutlich der einzige Mann im Laden, der mich noch nicht doof von der Seite angegraben hatte. Er war niedlich. Und ich war dann doch noch in Spiellaune. Also quatschte ich ihn blöd von der Seite an: Bock auf einen Blowjob? (Mal sehen, ob das Angebot mal jemals einer ablehnt) Er grinste und willigte ein. Wir gingen in den nächsten Raum. Ich legte mein Handtuch auf die Matte und setzte mich drauf. Ich deutete ihm an, dass er es sich neben mir bequem machen sollte. Zog seine Short aus und legte sich neben mich. Er wurde gleich hart. Schöner Schwanz. Ich blies ihn genüsslich und freute mich, dass es ihm gefiel. Die anderen Solo-Herren standen ein wenig neidisch daneben, aber hielten immerhin Abstand. Musste nur eine Hand abweisen. Ich packte all mein Blasekönnen aus und so dauerte es gar nicht lange bis er kam. Wie ich das mag, wenn das so funktioniert 🙂 Er war selbst überrascht, dass es so schnell gegangen war. Hihihihi. Der nächste Solo-Herr, der hoffte auch dranzukommen und schon blankgezogen hatte, hatte kein Glück. Ich hatte keine Lust mehr und lehnte ab. Der blonde junge Typ und ich quatschten noch ein wenig an der Bar. Wieso war der mir nicht früher aufgefallen. War wirklich niedlich. Ich bedauerte fast ein wenig, dass ich mich nicht hatte vögeln lassen. Aber das war nach dem Blowjob irgendwie durch. So ging ich dann nach Hause. Der Abend war schon okay. Ich lerne: also Solo-Frau geht schon irgendwie, aber ich mag es nicht, wenn fast nur Pärchen da sind. Dann doch lieber in den Club mit mehr Soloherren, da hab ich wenigstens eine Auswahl, auch wenn man mehr Typen abwimmeln muss.

Der Gentleman und ich…

Samstag Abend: ich war nach ganz langer Zeit mal wieder ein Wochenende zu Hause. Hatte untertags einen Termin gehabt. Sitzung, mit inhaltlichen Diskussionen. Nachdem mein Date ein paar Tag vorher ausgefallen war, war ich immer noch untervögelt. Das wollte ich ändern. Am liebsten hätte ich jemanden getroffen, den ich schon kenne, wo ich weiß, dass gegenseitig Lust besteht. Aber ich musste mal wieder feststellen, dass mir die Männer in meiner Stadt alle abhandengekommen sind. Entweder hat es sich aus irgendeinem Grund im Sande verlaufen, oder sie sind wieder vergeben, jedenfalls fiel mir niemand ein, den ich mal schnell hätte fragen können. Alle anderen Männer waren zu weit weg. Ich war eigentlich nicht in Date-Laune, konnte mich aber am Samstagabend auch nicht dazu durchringen alleine in einen Club zu gehen, zumal ich erst ab 21 Uhr losziehen konnte.

Also blieb mir wohl oder übel nichts anderes übrig, als auf der Rirarammel-Seite ein Dategesuch einzustellen. Das sorgt dann immer für ordentlich Traffic auf meinem Profil. Aber es ist gar nicht so leicht, aus den Zuschriften sich dann für den richtigen zu entscheiden. Ein Teil der Männer, die mich angeschrieben haben, winkt nach dem Bildertausch mit „Sorry, nicht mein Typ“ ab. Das nervt mich dann immer kurz, aber besser so, als einen doofen Abend haben. Zwei Männer waren in der engeren Auswahl. Für einen habe ich mich dann entschieden. Bauchgefühl. Mich beim anderen mit einem schlechten Gewissen fürs Hinhalten entschuldigt. Mein Date hatte in seinem Profil Bilder auf denen er wirklich sehr geschmack- und stilvoll angezogen war. Er sag gut im Anzug und Weste aus. Er war Anfang 40, südländischer Typ, sportlich. Einziges Manko, dass er nur so groß ist wie ich. Das mag ich meistens nicht so gerne, da ich mir dann immer pummlig vorkomme, wenn er gleich groß, aber leichter ist als ich. Aber naja, das nahm ich in Kauf. Er wollte in einen bestimmten Club, in dem an diesem Abend Paare und Bi-Ladys Party ist. Keine Solomänner. Nur Paare und Frauen ist eigentlich auch nicht so mein Fall. Denn sollte er und ich uns nicht verstehen, würde das bei einem Frauenüberhang-Abend mutmaßlich sehr einsam werden. Aber ich mag den kleinen und feinen Club ganz gerne und er schien sich mit den Besitzern gut zu verstehen. Er signalisierte, dass er ohne Erwartungen in diesen Abend ging, außer, dass er glaubt, dass man sich mit mir gut unterhalten kann. Nachdem ich damit dienen kann, konnte gefühlt ja nicht viel schiefgehen, außer dass ich vielleicht immer noch untervögelt wieder nach Hause komme.

Er bot an zu fahren und ich hatte Lust ein wenig was trinken zu können, also willigte ich ein, dass er mich abholt. Ich packte meinen Rucksack mit dem Club-Outfit, schminkte mich schon ein wenig und flitzte los. Ich hatte ihn zur nächsten Kreuzung gelotst. Dass mache ich beim ersten Date meistens. Da stand ein schicker Mercedes und siehe da, darin saß er. Er stieg aus und begrüßte mich. Er sah wirklich gut aus in seinem grauen Anzug, mit der Weste drunter. Schönes helles Hemd, schicke Schuhe. Er hatte die Haare ganz kurz rasiert, aber einen Bart der schon leicht grau wurde. Altern hatte bei ihm allenfalls den George Clooney-Effekt. Es stand ihm. Huch ja, ein Leckerbissen. Jetzt konnte ich nur hoffen, dass er mir auch etwas abgewinnen kann.

Ich stieg ein, wir fuhren zum Club. Wir unterhielten uns gut. Über Sex und Gott und die Welt. Er war vermutlich nicht gebürtig von hier, mutmaße ich, da er manchmal lustige Satzkonstruktionen machte. Aber ich fragte ihn nicht danach, weil es mir eigentlich auch egal war. Er war nett und sah gut aus. Mal sehen, ob es noch einen Haken gab. Wir gingen in den Club. In diesen Club kann man gut mit dem schicken Anzug gehen. Ich hatte mein Standard-Outfit eingepackt und wollte mich erst dort umziehen. Er musste auf mich warten, nachdem er ja schon richtig angezogen war. Ich trug schwarze Unterwäsche, meinen Kimono, einen Minirock und drunter die Strapse. Ich fragte ihn, ob er mir beim Einhängen der Strapsbänder helfen würde. Dann muss ich mich nicht abquälen und ich habe gelernt, dass Männer das eigentlich ganz gerne machen und es ist immer ein netter erster Körperkontakt. Er setzte sich auf einen Stuhl vor mich und hängte die Strümpfe ein. Er stellte sich geschickt an dabei. Während er das tat, fiel mir seine Uhr auf. Ich finde Uhren insofern wichtig, da ich meistens anhand der Uhr eines Mannes schon weiß, ob er mein Typ ist oder nicht. Ich mag große, sportlich elegante Uhren. Ich kann das schwer beschreiben. Nicht protzig, kein Gold-Bling-Bling. Aber auch nicht zu klein. Er traf meinen Uhrengeschmack ziemlich genau. Sehr gut. Noch ein Pluspunkt. Er war ein sehr gepflegter eleganter Mann und ich war schon so ein bisschen stolz, dass ich seine Begleiterin war. Konnte sich sehen lassen. Wir gingen Richtung Bar. Mit meinen Pumps war ich größer als er, aber kam mir gar nicht doof vor. Er nahm mich bei der Hand. Wow, das fühlte sich gut an. So ein „Mein Baby gehört zu mir-Moment“ Es vermittelte mir auch das Gefühl, dass er sich auch gerne mit mir sehen ließ und ich nicht nur dazu da war billiger in den Club zu kommen. Er begrüßte die Clubchefin herzlich und sagte, dass wir zusammen da waren. Sie schmunzelte. Ich war ja auch schon mal mit Mr. Bondage in dem Club gewesen. Und auch mein Gentleman war dort schon mit einer anderen Frau aufgetaucht. Wir machten kein Geheimnis daraus, dass wir an diesem Abend unser erstes Date hatten.

Mr. Gentleman kümmerte sich um die Drinks. Wir setzten uns aufs Sofa und quatschten ein wenig. Wir sahen uns die anderen Gäste an. Aber er gab mir immer das Gefühl, dass sein Interesse vor Allem mir galt. Ich Glückspilz. Vor dem Sofa stand eine Tanzstange. Eine andere Clubbesucherin zeigte ein wenig von ihren Tanzkünsten. Sehr anregend und ästhetisch. Es machte uns beide an auch wenn es nicht für uns, sondern ihren Begleiter gedacht war. Mr. Gentleman ließ durchblicken, dass er kurvige Frau mag. Nicht dick, aber kurvig. Juhu, ich schien sein Beuteschema zu sein. Er berührte mich, legte mir seine Hand aufs Knie, suchte meine Nähe. Ich war ein wenig verlegen und schüchtern. Dann kam er mir mit seinem Gesicht näher, es würde auf einen Kuss hinauslaufen. OMG, er kann küssen. Sensationell küssen. Leichte Lippenberührung, Verspielt, ein kleines bisschen Zunge. Die Hand in Haaren, oder am Hals. Sanftes Wangenstreicheln. Gesicht in die Hände nehmen. Küsse, leidenschaftlich, aber elegant. Intensiv. mehr Lippen, als Zunge.  Der Abend hätte sich an dieser Stelle schon für mich rentiert gehabt. Er machte mich trotzdem immer noch ein wenig verlegen. Schöne Männer haben diesen Effekt immer auf mich. Ich entzog mich dann immer wieder seiner Nähe und trank einen Schluck Aperol um meine Unsicherheit zu überspielen. Er wollte durch die Räume gucken, ob sich etwas Interessantes abspielte. Er nahm mich an die Hand. Er traf genau den richtigen Grad zwischen er gibt den Ton an, bevormundete mich aber nicht und passt auf mich auf, ohne mir das Gefühl zu geben, dass ich das notwendig hätte.

Es war etwas los, aber nicht voll. Die meisten Gäste waren einigermaßen stilvoll gekleidet. Wir wanderten durch ein paar Zimmer, bis wir an einer größeren Matte stehen bleiben. Darauf waren drei Pärchen zugange. Wir blieben davorstehen und sahen zu. Mehr knutschen und fummeln als wildes Vögeln. War ganz okay anzusehen. Während wir zusahen spürte ich seine Hand auf meinem Rücken. Es machte ihn wohl an, was er sah. Er ließ seine Hand unter meinen Rock über meinen Hintern gleiten… Seine Erregtheit übertrug sich auf mich. Er berührte mich fordernder, stellte sich vor mir, drückte mich gegen die Wand, küsste mich. Gänsehaut. Erregung breitete sich in meinem Körper aus….

Zu früh dran…

Hab mich heute mal wieder aufgemacht auf einen Stammtisch der Rirarammel-Seite in meiner Stadt zu gehen. Bin allerdings zu früh dran und vorher noch nach Hause fahren hätte sich nicht rentiert. Also nutze ich die Gelegenheit ein wenig zu schreiben. In der Arbeit war ich eh schon die letzte und dann haben mich die Putzfrauen endgültig von meinem Arbeitplatz verscheucht. Ich bin sehr zufrieden mit meiner neuen Stelle. Mein Chef spiegelt bisher auch, dass er sehr zufrieden ist mit mir. Viele Dinge sind in einer großen Firma geregelt und einforderbar. Das ist gut. Für jetzt aktuell der perfekte Job für mich. Vermutlich nicht auf immer. Aber jetzt auf jeden Fall. Daran, dass ich morgens ein wenig später anfangen kann arbeite ich noch. Ebenso, dass ich nicht komplett Vollzeit arbeiten will. Aber das hat Zeit bis zum Ende der Probezeit.

Über den Brückentag habe ich Freunde in Stuttgart besucht. Ein Kinderwunsch-Minimierungsprogramm, wenn man so will. Die beiden Söhne sind süß, aber man bekommt dann halt auch ein Gefühl, wie sehr Kinder das Leben bestimmen. Bis meine Hormone mir wieder etwas anderes erzählen, denke ich mir jetzt mal: Och ja, muss auch nicht unbedingt.

Zu Halloween habe ich eine Typveränderung vollzogen. Ich bin in Stuttgart shoppen gewesen, mit dem Ziel ein bißchen an meiner Mädchen-Garderobe zu arbeiten. Ich hatte gehadert mit dem Gefühl, der Kumpeltyp zu sein. Hab mal 500 Euro rausgeklopft und ein wenig Klamotten gekauft. Ich war nicht sonderlich gern shoppen in den letzten Jahren. Aber mit einer guten, wundervollen Shopping-Begleitung, wie ich sie an diesem Tag hatte, war das gar nicht so schlimm. Mir fehlt wohl sonst im Leben die beste Freundin mit der man loszieht. Nebenbei habe ich meine Haarfarbe wieder von einem fast schon braven irischen Rotton auf Pumuckel verändert. So wie ich es früher lange hatte. Die Nähe zu Mr. Bondage hatte eine Weile in mir den Wunsch geweckt, nicht mehr so krachig zu sein. Er mag es eher zurückhaltend, niedlich… Ich wollte ihm gefallen. Phase vorbei. Die Nummer mit dem niedlich funktioniert bei mir eh nicht. Ich bin mehr so ne Type. Also jetzt wieder mit den deutlich erbunteten Haaren. Bin wieder mehr bei mir.

Ansonsten könnte da mehr Sex sein in meinem Leben. Gestern war ich mit dem Mann verabredet, mit dem ich hin und wieder in den Swingerclub gehe. Er war mal wieder auf Geschäftsreise in der Stadt, aber er hat krankheitsbedingt abgesagt. Schnüff.

Mr. Tech-Nerd war so frei, unser Date aus seiner Sicht aufzuschreiben. Das will ich euch nicht vorenthalten.

https://ransomlove.tumblr.com/post/167057819941/mr-technik-nerds-erster-auftritt/amp

Ansonsten hat der JOYclub mittlerweile unser Kamingespräch zum Thema BDSM veröffentlicht. Ich bin vor Allem in den ersten 15 Minuten zu hören. Es war wirklich eine sehr spannende Runde, bestehend aus sehr unterschiedlichen Menschen, die der gute Martin von http://training-of-o.de/blog/ zusammengestellt hat. Seitdem fangirle ich ja Mark Benecke ein wenig. Den Podcast gibt es hier.

Mal sehen, ob auf dem Stammtisch die ein oder andere Schnitte dabei ist. Ich wäre für alle Eventualitäten gerüstet…

Atem auf meiner Haut…

Stau auf der Autobahn auf meinem Weg nach Stuttgart um Freunde zu besuchen sorgt dafür, dass ich ein wenig bloggen kann. Ich bin runter gefahren und habe mich in einen McDonalds gehockt und hoffe, dass der Stau weniger wird mit Warten. Mal sehen, ob die Rechnung aufgeht. Ich habe ein langes freies Wochenende vor mir und freue mich sehr auf die Zeit, um meinem Kopf durchzulüften und zu entspannen.

Also mal schnell gedanklich zurück ins Hotelzimmer zu Mr. Tech-Nerd. Nachdem ich also nochmal ausgesprochen hatte, dass ich nur zu schüchtern bin um die Initiative zu ergreifen und ihm damit signalisiert hatte, dass ich aber nach wie vor Lust auf ihn habe, fackelte er nicht lange. „Vertraust du mir?“ Ja, nein, also ja. Keine Ahnung. Sonst wäre ich wohl nicht mit ihm aufs Zimmer. Aber wenn man mich so explizit fragt, dann muss ich nochmal nachdenken. Okay.

„Zieh das Handtuch aus“… befahl er mir. Huch, woher kam das denn plötzlich. Ich war erstaunt. Über zwei Dinge. Zum einen, dass er, der ähnlich zurückhaltend ist wie ich, weil ein wenig unsicher und weil abwartend, plötzlich wirklich initiativ wurde. Und weil da eine dominante Ader zum Vorschein kam, mit der ich nicht gerechnet hatte. „Setz dich mit dem Kopf zu Wand aufs Bett.“ Wenn ein Mann mir Befehle erteilt, dann gibt es immer nur zwei Möglichkeiten. Es funktioniert oder ich finde es albern. Ich habe viel drüber nachgedacht, warum es mal so ist oder mal so. Beim ihm turnte es mich an. Sofort durchzuckte mich ein wohliger Schauer. Es funktonierte, weil ich ihm die notwenige Intelligenz und charakterliche Stärke zuschreibe, die ich brauche um mich in eine devote Rolle zu begeben.

Ich streifte mein Handtuch ab und setzte mich in Richtung Wand blickend aufs Bett. Dann spürte ich ihn an meinem Rücken stehen. Er hielt mir einen Schal vors Gesicht und war dabei mir die Augen zu verbinden. Das machte mich sehr an, das hatte ich mir schon lange mal wieder gewünscht. Wo zum Henker hatte er so schnell die Augenbinde herausgezaubert? Er überraschte mich schon wieder. Damit hatte ich nicht gerechnet. War er doch vorbereitet, obwohl er so gar nicht den Eindruck erweckt hatte? Tat er es weil, er da Bock drauf hat oder weil er mein Blog gelesen hat und weiß, womit man mich rumkriegt? Aber eigentlich auch egal. Ich schob meine Gedanken zur Seite. „Leg dich auf den Bauch“. Im Zimmer war es dämmrig. Gut für mich, dachte ich, nachdem ich jetzt nur noch mit Dessous bekleidet war und er angezogen. Hoffentlich sehe ich jetzt nicht superunsexy aus beim auf dem Bett rumkraxeln. Aber egal, schob ich die Unsicherheiten weg. Als ob er jetzt ausgerechnet deine Dellen anguckt. Engelchen und Teufelchen in meinem Kopf duellierten sich wie immer ein wenig.

Ich machte es mir auf dem Bauch liegend bequem und wartete gespannt, was passieren würde. Er ließ mich ein wenig liegen. Vielleicht bewusst um die Spannung zu erhöhen. Meine Ohren wurden riesengroß und ich versuchte zu hören, was er nun vor hatte. Eine Vorfreude Gänsehaut breitete sich aus. Dann spürte ich seinen Atem über meinem Rücken. Er pustete sanft. Huch, wie schön, das hat seit Jahren kein Mann mehr gemacht. Wieder überraschte er mich. Er verteilte das gut. Manchmal berührte er mich sanft, dann nur sein Atem. Er ging immer wieder um das Bett herum, berührte mich immer wieder unerwartet. Ein spannendes Spiel. Nahm sich wirklich viel Zeit. Kein Vorspiel, das auf seine Befriedigung ausgerichtet war. Er nahm sich einfach Zeit für mich. Es schien so, als wollte er mich einfach verwöhnen. Den Gedanken, womit ich das wohl verdient habe, schob ich zur Seite. Er öffnete meinen BH. Mein ganzer Körper war elektrisiert.

„Dreh dich um.“ Okay wieder wenden ohne mich zu blamieren. Aber die Augenbinde erfüllt ihren psychologischen Effekt: ich seh nix. Also kann ich aufhören darüber nachzudenken, wie irgendwas aussieht. Fallen lassen. Er wiederholte das Spiel. Ließ seinen Atem über meinen Körper gleiten. Berührte mich sanft. Gänsehautalarm. Nahm sich unendlich viel Zeit meinen Körper zu erkunden. Streichelte mein Brüste. Liebkoste meine Nippel. Irgendwann hatte er sich seiner Klamotten entledigt. Ließ mich zwischendurch auch einfach wieder kurz unberührt liegen, steigerte meine Spannung. Played mindgames with me. Deutete Küsse an, aber küsste mich nicht. Irgendwann zog er mir das Höschen aus…

Blowjob vor dem ersten Date

Mal sehen, ob ich meine Gedanken sortiert bekomme, so dass da ein vernünftiger Post dabei raus kommt. Es sind noch so ein paar Gedanken und Erlebnisse unverbloggt, aber ich kann mich gerade nicht festlegen, womit ich anfangen will.

Morgen früh habe ich bei einer meiner Bewerbungen die zweite Vorstellungsrunde. Heute ist mein erster Tag als Arbeitsloser. Ich hatte das ganz gut verdrängt die letzten Tage. Aber nun ist die Freistellung doch schneller vorbei als gedacht. Mit fällt gerade auf, dass ich weniger Bewerbungen geschrieben habe, als das Arbeitsamt verlangt. Ts ts ts.

Mein Kopf hängt gerade zwischen Mr. Bondage und zwei neuen Männern, die ich gedated habe. Beide auch verheiratet.

Alle drei erfüllen Bedürfnisse. Alle drei triggern meinen Kopf. Jeder auf eine andere Art und Weise. Mr. Bondage ist Sicherheit, Vertrauen und sich gut kennen. Einer meiner Dates ist ein Anwalt. Es ist ein wenig die wilde Seite. Er hat einen unglaublichen Körper. Ist mutig, küsst mich einfach. Lässt mich spüren, dass er mich will. Dann ist da noch Mr. Jazz, der meinen Kopf fordert, philosophiert, was kreatives mitbringt. Immer nur von platonischen Dates spricht, es aber nicht hält. Manchmal ist mein Leben schon ein verrücktes. Das ich meist liebe, aber manchmal verfluche und mir Stabilität wünsche. Die Freiheit liebe, das nomadische schätze – mit meinem kleinen Rucksack den ich tatsächlich mit mir rumschleppe. In dem alles drin ist, was ich brauche. (Die Männer würden schmunzeln, die kennen meinen blauen Rucksack). Mein Kopf, der es genießt vieles neues zu sehen, Menschen zu treffen, woanders zu sein, auch oft nicht zu Hause zu schlafen. Der Kopf der andererseits einen Halt vermisst, jemand zum Teilen aller Erlebnisse, der Anker und Fixpunkt ist und mich als allererstes anruft. Keine Ahnung, ob sich dieses Dilemma jemals auflöst.

Wenn ich mich an meinen eigenen Vorsatz „Keine vergebenen Männer mehr zu daten“ gehalten hätte, dann wären mir die zwei aktuellen wunderbaren und mich bereichernden Bekanntschaften entgangen. Aber von welcher erzähle ich nun zuerst?

Mr. Jazz. Eigentlich steht unser erstes Date noch aus. Er hat mich eingeladen, dass wir zusammen in seinen Lieblingsjazz-Club gehen und uns ein Konzert anschauen. Das wird kommende Woche sein. Ich musste über die Einladung schmunzeln, weil mich schon mal ein Mann in exakt denselben Club eingeladen hat. Das ist nun ein paar Jahre her. Es war eine kurze Episode. Spannender Mann – Lionel. Ich denke gerne an ihn zurück. Als ich diesen Eintrag schreibe suche ich nach dem alten Blogeintrag. Und muss noch mehr lachen, ob der Parallelität der Ereignisse. Hier der Link.

An manche kleine Details erinnere ich mich erst wieder mit Lesen des Eintrags. Er trägt den Titel Sex vor dem ersten Date. hihihihi. Die beiden Männer eint, neben ihrem Faible für Jazz, dass sie eher Künstler/Kreative sind. Nicht so glatt und so angepasst, wie die Unternehmensberater. Kein Anzug, eher wie ich mir nen Feuilleton-Mitarbeiter in meinen Klischees so vorstellen würde (wobei keiner von beiden einer war). Ich mag es mich mit Menschen zu umgeben, die kreativ, philosophisch, unangepasst sind. Ich nehme davon viel mit. Befürchte, dass ich denen auf Dauer inhaltlich zu flach bin. Zu wenig musig. Zu wenig schön. Aber ich genieße die Zeit. Die beiden eint (es kommen auch noch Unterschiede) dass auch mit Mr. Jazz schon Sex vor dem ersten Date hatte.

Nicht weniger unerwartet, als bei Lionel. Mr. Jazz und ich hatte uns viele Nachrichten geschrieben. Bis zum Date war es noch lange. Als trafen wir uns, weil wir es vor Neugierede nicht mehr aushielten vorher schon in seiner Lieblingspizzaria. Er hatte im Vorfeld immer von Reden und Essen gesprochen und Sex so sehr ausgeklammert, dass ich auch nicht darüber nachgedacht hatte, dass das für ihn in Betracht kommt. Und eigentlich wollte er mich ja auch nicht in seine, wie er sagte sehr häßliche Übergangswohnung mitnehmen. Darüber hinaus hatte ich meine Tage und wie immer wenn das der Fall ist, die bequemste aber wenig vorzeigbarste Unterwäsche von allen an. Ich freute mich einfach sehr auf ein gutes Gespräch. Und dieses Bedürfnis wurde sehr erfüllt. Reden, gut essen, was trinken, draußen sitzen an einem lauen Sommerabend. Das ist schon sehr perfekt. Wenn ich das Gefühl habe etwas zu lernen, neuen Input bekomme und mich als Gesprächspartner geschätzt fühle. Hach, fast besser als Sex. Fast.

Nach ein paar Drinks, ohne betrunken zu sein, nur ein wenig angeheitert, nahm er mich doch mit zu sich. Und auch dann war ich noch davon überzeugt, dass wir diese Nacht zwar zusammen, aber ohne das was zwischen uns laufen würde, vielleicht mit quatschen oder Kuscheln verbringen würden. Dachte ich. Bis wir in seinem winzigen sehr spartanischen Einzimmer-Appartment, das aber immerhin einen netten Blick über die Stadt hat, standen. Auf dem Balkon. Bei quasi Vollmond und knutschten. Was eine überraschende Wendung. Zumindest für mich. Fühlte sich gut an. Die Initiative ging letztlich von ihm aus. Ich bin immernoch halbwegs schüchtern. Im Mondschein knutschen wir auf seinem Balkon und er entdeckte meine Brüste für sich. Das mit meinen Brüsten läuft. Die Körperregion, die als einzige profitiert hat von mehr Kilos auf den Rippen. Nachdem ich bis dato nicht mit körperlicher Annährung gerechnet hatte, hatte ich ihm auch vorher nicht mitgeteilt, dass ich meine Tage habe. Also blieb mir unromantischer Weise nichts anders übrig als es ihm zwischendurch mal mitzuteilen. Am wilden Geknutsche änderte das nichts. Aber es würde kein Sex daraus werden.

Aber ein Blowjob. Weil ich Lust darauf hatte. Also ging ich auf die Knie und blies hingebungsvoll. Einen für mich nicht ganz einach zu blasenden Schwanz, was mit der Biegung und dem Durchmesser zu tun hat und dass ich mit meinem Piercing manchmal an seinem Bändchen hängen blieb. Es gefiel ihm spürbar, aber auch der endete, ohne dass er gekommen war. Was ihm nichts auszumachen schien und auch dem Abend nichts ausmachte. Es fühlte sich völlig okay an so. Denn er Feedbackte mir, dass der Blowjob 9,9 Punkte von 10 bekommen würde. Ich interpretiere, dass er wohl zu den besseren in seinem Leben gehört. Er ist schwer zu lesen, zumindest dahingehend, was man tun muss um ihn endgültig zum Kommen zu kriegen. Aber das kommt bei kopflastigen Menschen öfter vor. Ich mag ja Herausforderungen. Kuscheln, schwitzen, quatschen, fummeln, einschlafen. Er musste früh raus und ich konnte in seiner Wohnung ausschlafen.

Spät Abends im Büro

Manchmal weiß ich gar nicht, was am Ende den Ausschlag gegeben hat, warum es zu diesem Date gekommen ist. Bauchgefühl, den richtigen Moment erwischt, den richtigen Vorschlag gemacht… Eine Mischung aus allem vielleicht. Dieses Mal war es ziemlich spontan. Mit einem Mann der mich über meinen Blog angeschrieben hat. Eigentlich weiß gar nichts über ihn. Kenne nur sein Profilbild auf Twitter. Wir hatten zuvor schon mal ein Treffen ausgemacht kurz vor dem Jahreswechsel zum Frühstücken. Das hatte er dann absagen müssen, weil ihm was dazwischengekommen war. Dieses Mal war es einfach eine Mail am Morgen gewesen, ob ich mich am Abend mit ihm auf einen Drink in einer Bar treffen will. Es fühlte sich stimmig an, also sagte ich für diesen Abend zu. Keinerlei Erwartungen außer einem Drink und einem Gespräch. Die Frau hinter dem Blog wolle er kennen lernen, was auch immer er damit meint.

Am Treffpunkt angekommen musste ich erstmal feststellen, dass die Bar in der wir uns verabredet hatte nicht mehr existierte. Ich lief ein wenig verwirrt umher, denn google hatte mich genau dort hingeschickt. Aber da war einfach nichts mehr, was nach der vereinbarten Bar aussah. Immerhin stand da ein Mann, der vom Alter her passte und ähnlich verwirrt aussah. Wir hatten zwar die Bar nicht gefunden, aber uns. Die Bar war von einem Italiener ersetzt worden. Er schlug vor, dass wir in diesen gehen. Das war auch okay,

Die Ausgangslage des Dates war wie immer schräg, da mein gegenüber offensichtlich mein Blog las, saß mir also jemand gegenüber, der wusste, wann ich das letzte Mal gevögelt hatte und ob ich es mir Spaß gemacht hatte, während ich immerhin seinen Namen kannte. Also dachte, frag ich ihn mal ein wenig aus. Er erzählte ein wenig, sprudelte aber auch nicht los. Ich hatte das Gefühl als säße er mir erst mal mit großen Augen gegenüber und wartet darauf, dass ich was erzählen würde. Also tat ich das. Ein bisschen was erfuhr ich aber trotzdem über ihn. Er ist Headhunter (schon lange keinen mehr kennengelernt) vermutlich Mitte/Ende 30 (Ich hab vergessen ihn zu fragen, wie alt er eigentlich ist), knapp größer als ich, schlank, sympathisch. Wie ich im Laufe des Dates lernen sollte, ein Mann der sich nicht in die Karten gucken lässt. Mir war eigentlich das ganze Essen über nicht klar, ob er nun enttäuscht ist von der Frau hinter dem Blog oder begeistert oder keine Meinung hat. Keine Ahnung, ob ihn das Gespräch bereichert hat oder er es halt irgendwie höflich rumbekommen wollte. Das war nicht wirklich abzulesen. Es war trotz alledem sehr angenehm gewesen mit ihm, ich konnte ihn nur einfach nicht einordnen.

Nach 1 ½ Stunden bezahlte er und wir gingen. Ich hatte ihm erzählt, dass ich am nächsten morgen früh aufstehen und zum Zug musste. Vielleicht wollte er meine Zeit nicht überstrapazieren. Er hatte mir erzählt, dass seine Firma gleich um die Ecke liegt und der sein Fahrrad und seinen Rucksack dort gelassen hatte. Mein Weg zur U-Bahn war in dieselbe Richtung. Also liefen wir zusammen. Ich sagte ihm dann, dass ich finde, dass er sich nicht in die Karten schauen lassen würde. Er ist sich dessen bewusst. Das hatte er im beruflichen Kontext auch schon als Feedback bekommen. Irgendwann auf dem Weg meinte ich dann lachend, dass ich ihm gerade einfach hinterherlaufe und dass er mir sagen müsse, wenn ich zur U-Bahn abbiegen muss, bevor ich aus Versehen mit ihm in seiner Firma landen würde.

Und just da standen wir auch schon vor dem Eingang zu seinem Büro. Er fragte mich, ob ich mit hochkommen wolle und sein Büro sehen wolle. Och ja, warum eigentlich nicht. Ich bin immer neugierig. Außerdem fand ich das schon wieder ausreichend schräg, dass mich am Abend nach dem Date noch jemand mit ins Büro nimmt. Ich witzelte noch, dass es ja dann schade sei, dass ich kein Sekretärinnen-Outfit tragen würde um dann seinen Schreibtisch von unten besichtigen zu können.

Nettes modernes Büro. Vor allem mit einer spannenden Aussicht von der Terrasse. Als er mir die Terrasse zeigte, rückte er mir ziemlich nahe. Ich dachte mir nicht viel dabei, außer, dass er vermutlich ein anderes Empfinden für Nähe hat.

Wir standen wieder mitten im Großraumbüro. Dann kam er mir wieder ziemlich nahe. Dieses Mal war dann auch mir klar, dass er bewusst meine körperliche Nähe suchte. Er stand vor mir und fragte mich, ob er mich küssen dürfe. Ich war überrascht. Erst sich nicht die Karten schauen lassen und dann beim ersten Date knutschen wollen. Ich grinste innerlich. Soso. Das Büro zeigen. Daher weht der Wind. Ich fragte meinen Bauch, was der von Knutschen hielt. Knutschen geht klar, war die Rückmeldung. Also nickte ich. Diese überraschende Abzweigung die dieser Abend genommen hat war aufregend. Es kribbelte. Er sagte, dass er gern die Beleuchtung im Büro ausschalten wolle. Denn so viel Show hätten die benachbarten Büros nichts verdient. Wir knutschten im Dunkeln im Großraumbüro seiner Firma. In der Hoffnung, dass keiner der Kollegen noch mal zurückkommt, weil er was vergessen hat.

Ich lehnte am Tisch. Er stand vor. Ich fasste ihn beim Knutschen an die Wange. Hatte Lust. Er fing an mir unters T-Shirt zu grabbeln. Fühlte nach meinen Brüsten. Packte sie aus und saugte an den Nippeln. Das war der Moment, wo ich mir nicht sicher war, dass er nur knutschen im Sinn hatte. Ich hätte vermutlich mit mehr auch keine Probleme gehabt und sah mich vor meinem geistigen Auge schon vögelnd auf dem nächsten Schreibtisch. Allerdings hatte ich superübel meine Tage. Ich sagte ihm, dass ganz wild meine Tage habe. Wir knutschen weiter. Ich konnte seinen steifen Schwanz in der Jeans spüren. Er versuchte meine Hose zu öffnen. Ich sagte: „Nein“ und er akzeptierte das. Ich war heiß geknutscht. Ich fragte, ob er denn Lust auf einen Blowjob habe. Mittlerweile stand er an den Tisch gelehnt und ich vor ihm. Er grinste. Machte aber leider keine Anstalten seine Hose zu öffnen. Früher war das mein Albtraum. Ich ließ das immer die Männer selbst machen. Mittlerweile bin ich da ziemlich souverän. In dem Wissen, dass ich immer noch einen Witz reißen könnte, wenn ich es nicht hinbekomme.

Ich öffnete also seinen Gürtel und die Knöpfe seiner Hose. Er half mir sie runter zu ziehen. Ich ging vor ihm die Knie. Bevor ich loslegen konnte stoppte er mich nochmal. „Aber nur unter einer Bedingung“. Hahaha, der erste Mann der es schafft, noch eine Bedingung zu stellen, während ich schon seinen Schwanz in meinen Händen habe. Sehr schräg: eine Bedingung dafür, dass ich blasen darf. Das war was ganz neues. Ich war sehr gespannt. „Nur wenn wir uns wiedersehen…“ Hahahaha. Ich darf nur blasen, wenn wir uns wiedersehen. Das ist mir ja auch noch nicht passiert. Aber das war ziemlich süß eigentlich. Ich grinste. „Okay“. Und dann nahm ich in den Mund. Nach dem ersten Anlecken bremste er mich nochmal und sagte, dass es ziemlich schnell gehen könnte. Ich musste wieder grinsen, denn ich hatte ja noch gar nicht richtig angefangen. Ich sagte, nur dass mir nicht auf mein Shirt abspritzen soll. „Ich geh am besten Tücher holen“, verzog er sich mit halbheruntergelassener Hose in die Küche. Dann kam wieder und ich durfte loslegen. Ich saugte und leckte ein-/zweimal, schon warnte er mich, dass er kommen würde. Ich spielte mit der Zunge noch mit seiner Eichel, bis er dann wirklich kam. Als er kam schaute ich mir seinen Orgasmus in seinem Gesicht an. „Huch, das war ja einfach“, kommentiere ich lachend. Er war zufrieden. Ich auch. Und ich stellte mir im Geiste vor, wie er am nächsten Tag in die Arbeit geht und in seinem Kopf nochmal die Bilder des Blowjobs ablaufen werden. Das fand ich einen sehr geilen Gedanken. Noch ein Kuss, dann zogen wir uns an und verließen seine Firma. Das Versprechen des Wiedersehens steht.

Verrückte Nacht – Part 1

Ich habe gestern gebloggt, dachte: Gut, das Jahr ist durch, da passiert nicht mehr viel. Silvester verbringe ich gechillt mit Freunden, kein großer Aufriss. Dann gehe ich ins Bett. Surfe noch ein wenig im Internet und da poppt eine Nachricht auf.

Ein Mann, dessen Profil verspricht ein erfolgreicher, sehr dominanter Mann zu sein. Sehr Provakant, ein wenig protzig. Ziemlich anders, als der Standard. Wir hatten schon mal Kontakt. Eine ganze Weile her. Damals wollten wir uns treffen, ich fuhr durch den Schnee. War also schon auf dem Weg. Ich erinnere mich gar nicht mehr, ob er mir noch abgesagt hat oder einfach nichts mehr von sich hören lassen hat. (Sollte mal nachschauen, ob ich darüber gebloggt hatte oder nicht). Gut, kommt vor. Hatte mich mit Sicherheit ein/zwei Stunden darüber geärgert, den WhatsApp-Chat und seine Mails gelöscht und es dann verdrängt.

Ich hatte kurz zuvor sein Profil auf der Rirarammelseite angeklickt, weil mir aufgefallen war, dass er noch in meiner Kontaktliste ist. Daraus hatte ich ihn dann gelöscht. Aber er hat wohl gesehen, dass ich auf seinem Profil war.

Die Mail poppt auf: Hi, 1 Jahr her. Wie geht es dir?

Mein Kopf so: Klar, da erinnere ich mich ja saugern dran. Nachts durch den Schnee fahren und versetzt werden. Das war super. …. Der hat ja Mut…. Wartet ein Jahr, keine Ahnung, ob das stimmt, es war Winter… und wieso erinnert ausgerechnet er sich daran?…schlechtes Gewissen?…Wieso erinnert er sich überhaupt an mich… Bin doch vermutlich Null sein Beuteschema… Ein interessanter Typ ist er ja schon… Wollte damals schon rausfinden, was dahinter steckt… Bin ich nachtragend? Nein, abgehakt… Verlier ich meine Selbstachtung, wenn ich antworte.. Nein, eigentlich hat mich so ein Gedanke noch nie interessiert. Bauch was sagst du?

Bauch: Antworten.

Ich antwortete. Es wurde ein kurzes Gespräch daraus, was wir jeweils so gemacht haben, dass ich underplayed bin, er zufrieden ist mir der Menge an SM-Sex den er so hat. Dass er aber gerade in Stimmung wäre. Dass er Lust hätte mich mal auf seinem Sybian zu sehen..

Ich google Sybian. Kopf: rrrr. heißes Gerät, trifft eigentlich ganz gut eine Phantasie die ich habe. (werde feucht bei der Vorstellung auf so einem Ding zu sitzen.) Aber ich kann nicht gut knien.. Naja, außerdem wird es eh nicht dazu kommen, also raus aus dem Kopf mit den Bildern.

Bekunde Interesse. Er sagt, ich soll vorbeikommen. Es ist 2 Uhr nachts.

Kopf: ich bin im Bett (fremdes Bett weil ich auf eine Wohnung aufgepasst habe) habe den unsexiesten Schlüpper aller Zeiten an, bin unrasiert, nicht frisch geduscht, hab morgen viel zu tun… Und klar, dann fährst du wieder durch die Nacht für nichts… Und außerdem zu einem Fremden nachts in die Wohnung, erstes Date nicht neutraler Boden… ne ne ne.. Andererseits muss man manchmal raus aus der Komfortzone. Immer dann habe ich die aufregendsten Dinge erlebt. Man muss sich mal was trauen… Aber ich bin ja auch nicht komplett bekloppt. Ohne Backup loszufahren . Außerdem hat er dich schon mal versetzt… vielleicht macht es ihm Spaß dich zu verarschen… Und ich bin gammlig im Bett. Also nein.

Ich sagte ihm ab.

Er fragte nach meiner Nummer.

Kopf:…die hat er also gelöscht…

Ich geb sie ihm, Sekunden später klingelt mein Telefon. Ich stelle fest, dass ich den WhatsApp-Chat gelöscht hatte, seinen Kontakt aber nicht. Er hat auch immer noch die selbe Nummer.

Am Ende haben wir etwas mehr als eine Stunde telefoniert. Dabei wurde mir klar, warum ich ihn damals wohl kennenlernen wollte. Wir hatten schon mal telefoniert. Also nenne ich ihn Mr. Rich. Er hat in jungen Jahren sehr viel Geld verdient, dann die Firma verkauft. Er ist ein sehr großer, kräftig gebauter Mann. Der schon allein dadurch Eindruck erweckt. Er bricht dieses Bild ziemlich bewusst. Manchmal in dem er in knallbunten Latexoutfits, oder glitzernden Schuhen umher rennt. Er macht es den Menschen schwer ihn in Schubladen zu stecken. Er weiß, dass er sich das leisten kann, weil er eben erfolgreich war. Er spielt damit. Provoziert die Menschen mit Protz.. Ist ein vielschichtiger Charakter. Manchmal wirkt er authentisch, manchmal wirkt es wie eine Rolle. Die vielleicht auch dem Schutz dient. Vielleicht ist auch die Provokation ein Schutz. Ein Schutz davor Schwächen zu haben. Er steht auf SM. Geht damit offensiv um, provoziert auch da die „Szene“ mit Verhalten, dass manchmal von der Norm abweicht.

Das ist mir sehr sympathisch, weil ich das ja auch gerne mache. Zwar auf einem ganz anderen Niveau. Er ist wie er selbst sagt, an der Spitze der Nahrungskette. Ich guck mir das vom anderen Ende aus an. Zugespitzt habe ich momentan ein wenig mehr Budget als ein HatzIV-Empfänger, lebe in einem Kellerzimmer fast mietfrei, konsumiere außer Reisen und Essen fast nicht und habe es mit 32 noch nicht geschafft die Uni fertig zu bekommen. Er hat vermutlich ziemlich viel Geld auf dem Konto, eine Firma erfolgreich verkauft und sagt auch er ist zufrieden mit seinem Leben. Was eine Kombination.

Nichtsdestotrotz der Kopf: Bleib auf der Hut… erzählen kann man viel.. sei vorsichtig.. vielleicht manipuliert er dich…kann man legal überhaupt so schnell so reich werden??.. Aber sauspannend, diese Gegensätze in seinem Wesen…. Aber warum sollte er dich spannend finden? Er hat mit Sicherheit unglaublich viele schöne Frauen getroffen… Ich bin nicht schön. Noch dazu ein wenig zu kurvig immer noch. Also generell nicht schön und dann noch nicht in Form. (Da schwingt kein Bedauern mit. Sondern Akzeptanz dessen, was man eben mitgegeben bekommen hat ins Leben). Ich bin schlau und ein Freigeist. Aber davon gibt es viele und deutlich Spannendere als mich. Also was zum Himmel sollte er davon haben, wenn wir uns treffen. Endet das nicht wieder in einer Enttäuschung? Wenn er rausfindet, dass ich ziemlich normal und durchschnittlich bin? Verschwenden wir beide unsere Zeit?

Er fragt wieder nach, ob ich nicht vorbeikommen will. Spricht von Knutschen. Fragt mich ob, ich das kann. (klar, kann ich gut). Spricht von Quatschen auf der Couch, nicht mehr von SM. Ich lehne ab. Es mittlerweile noch später und ich traue dem Braten nicht abschließend. Ich habe nicht mehr besonders viel Angst, dass mir bei ihm was passieren könnte. Der Bauch gäbe grünes Licht. Eher dass ich verarscht werde und umsonst losfahre und mich besonders entwürdigt fühlen würde.

Mittlerweile ist es 3:30 Uhr nachts. Dann schlägt er mir vor, dass er mich abholt. Mit seinem pinken X6M. Ein Auto, dass wohl so nur einmal gibt. O Gott wie verrückt. Wenn er wirklich mit diesem Ding vor meiner Haustür steht, dann würde ich mitfahren. Wenn er sich die Mühe macht bis hier rauszufahren. Okay. Dann meint er es ernst mit dem Kennenlernen wollen. Ich willige ein. Bin sehr gespannt, ob er wirklich vor meiner Tür stehen würde…