Was man im Club so alles zu sehen bekommt…

Zugegebenermaßen hätte man den Titel des letzten Eintrags anders wählen können. Aber der Eintrag hat insofern seinen Zweck erfüllt, als dass er mich runtergeholt hat vom Rastlossein. Ich war nicht unterwegs gewesen gestern. Habe einfach einen Abend allein zu Hause verbracht. Heute sehe ich das alles schon wieder viel entspannter. Der Kater ist weg.

Aber es sind immer noch so viele Gedanken in meinem Kopf, die geschrieben werden wollen.

Dank meines älteren Kollegen war ich nun innerhalb von einer Woche auf zwei GangBang-/Herrenüberschuss-Partys. HÜ als solches kenne ich von normalen Clubabenden, da ja immer irgendwie Herrenübschuss herrscht, außer auf den Paar-Bi-Ladys-Abenden, die ich eh nur so semi-gern mag. Aber es macht schon nochmal einen Unterschied, ob man auf eine Party geht, die das explizit als Motto hat oder auf einen normalen Clubabend.

Der Veranstalter beschreibt auch relativ genau, wer das Zielpublikum dieser Party ist. Eben keine Paare, die klassische Swinger sind und nur mal  Partnertausch machen wollen. Sondern aktive Damen und aktive Paare im HÜ-Sinne. Bei denen trotzdem natürlich die Grenzen respektiert werden und sie auch nicht als Freiwild anzusehen sind. Es stand auch noch explizit dabei, dass es keine Profis geben wird, wie bei manchen ähnlich lautenden Partys üblich. Über die unterschiedliche Höhe des Eintrittspreises an diesem Abend für Männer und Frauen möchte ich hier jetzt gar nicht diskutieren.

Beim ersten Mal hatte ich mir noch ein Leuchtarmband geben lassen. Der Club bietet die Möglichkeit sich so eines umzumachen, wenn man sich die Veranstaltung mal ansehen möchte. Damit ist schon weithin sichtbar, dass die Herren es gar nicht erst versuchen brauchen.

Ich war sehr neugierig auf die Frauen, die auf so einer Party unterwegs sind und wollte sehen, wie die das ausleben. Und ich hoffte, dass ich ein paar interessante Spiele zu Gesicht bekommen würde. So grundsätzlich war auf den Partys einmal gefühlt die komplette gesellschaftliche Bandbreite unterwegs. Zwischen ordinär und stilvoll, von sehr dick bis die perfekte Figur nackt, mein Alter bis Super-MILF – es war alles an Frauen und auch Männern dabei.

Ich liebe es ja, mich neben eine Matte zu setzen und dem Treiben zuzusehen. Ich kommentiere das dann immer leise vor mich hin. Das alte „Problem“ beim Zusehen ist meistens, dass man als Frau nicht lange allein neben so einer Matte sitzen kann, ohne dass der erste sein Glück versucht und anfängt einen am Rücken zu streicheln. An sich ist das kein Problem, weil wenn man dann abwinkt, dann gehen sie eigentlich auch alle brav wieder weg. Aber es kommt eigentlich nie vor, dass nicht einer glaubt sich erbarmen zu müssen, mit der einsamen Frau. Männer gucken im Regelfall nur unfreiwillig zu, weil sie keine Chance sehen zum Zuge zu kommen, ist mein Eindruck.

Wenn ich was Anregendes sehe, dann kann es schon mal passieren, dass einer der Angrabbler mich in der richtigen Stimmung erwischt. Aber eigentlich bin ich auch sehr zufrieden, wenn ich einfach nur zusehen kann. Ich sitze oder stehe dann da, schließe auch mal meine Augen und versuche mit vielen Sinnen zu erfühlen, ob die Beteiligten Spaß an der Sache haben. Man kann das spüren, finde ich. Das hat gar nichts mit der Lautstärke des Stöhnens zu tun. Eigentlich höre ich immer gleich, wenn das nicht echt ist. Da fange ich dann immer an leise im Takt mitzustöhnen und schmunzele vor mich hin, über die Show, die Dame dann macht. Natürlich stecke ich in so einem anderen Frauenkörper nicht drin, aber ich finde, dass man in den meisten Fällen schon ganz gut sehen kann, ob da jetzt was orgasmisches um die Ecke kam oder nicht. So sehr ich mich freue, dass ich da Frauen sehe, die sehr genau wissen, was sie möchten, was sie anmacht, so schade ist es, dass ich doch eine ganze Reihe Frauen gesehen habe, die sich endlos durchvögeln lassen, aber nicht kommen dabei. Was auch nicht verwunderlich ist, wenn man den Studien glaubt, die sagen, dass nur ein Drittel bei reiner vaginaler Stimulation kommt. Was damit ja auch im Swingerclub viele sein müssten, die davon eben nicht kommen.

Was man im Club am meisten sieht, ist reines Geficke und wildes Gefingere. Mag für manche klappen, aber für die meisten vermutlich einfach nicht. Ich sehe selten Frauen, die so wie ich einfach selbst nachhelfen. Häufiger sehe ich noch Männer, die mit Hingabe lecken. Yeah.

Fasziniert habe ich auf den beiden Partys Frauen zugesehen, die sich sichtbar wohl gefühlt haben in einer Horde Männer und sehr genau artikuliert haben, was sich möchten. Die initiativ waren. Die der komplette Boss in der Situation waren und die Herren nach ihren Wünschen dirigiert haben. Die sich Null blöd dabei vorkamen, wenn da eine ganze Schlange Herren mit ihren Schwänzen anstand. Die sich da nach und nach von den unterschiedlichsten Männern haben ficken lassen. Angstfrei, genießend. Manche mit Orgasmus, manche irgendwie ohne. Aber sie haben es einfach getan. Immer cool, wenn man sich nix scheißt und tut, worauf man eben Bock hat.

Ich bewundere das ja in gewisserweise. Ich hatte ja auch schon großartige Momente, an denen mehrere Männer beteiligt waren. Aber wenn ich so komplett auf mich allein aufpassen muss, dann kann ich immer nicht abschalten. Am einfachsten geht das mit einem Dom, der für Herrenübschuss sorgt, oder einem Mann von dem ich weiß, dass es ihn kickt, wenn er teilt und dabei zusieht.

In letzter Zeit war ich öfter mit Männern unterwegs, die ich nicht so gut kenne. Da bin ich immer ein wenig gehemmt, was die Beteiligung von anderen Männern angeht. Weil ich nicht so genau einschätzen kann, wie es ihnen damit geht. Ganz allein war ich eine ganze Weile nicht unterwegs.

Ich amüsiere mich immer mal wieder über die Stöhnshow, die Frauen so abfackeln.  Im Gegenzug erfreue ich mich an allen echten Erregungs-Zuständen. Wenn ich sehe, dass eine Frau wirklich Spaß hat, dann macht mich das in so kurzer Zeit richtig heiß. Das was die meist ziemlich miesen Pornos auf irgendwelchen Bildschirmen im Club nicht hinbekommen, das schaffen genüßlich vögelnde Menschen sofort – mich in Stimmung bringen.

Bei der letzten HÜ – Party war eine Frau, die nackt wie gemalt aussah. Perfekte Figur, dank guter Gene. Sie wirkte nicht, als hätte sie dafür viel investieren müssen. Aber sie wusste das auch sehr genau, was sie ein wenig weniger attraktiv machte. Inhaltlich war sie mir auch deutlich zu flach. Aber das wird die meisten Männer Null interessiert haben. Nahezu alle Männer hätten sie gerne gefickt. Um so erfreulicher für die Herren, dass die Dame irgendwann auf einer Matte zugange war. Sie steckte in Mitten einer Horde von Männern  – bestimmt fünf und genoss es komplett. Drumherum standen noch weitere zehn und sahen dabei zu. Sie wurde gefickt, blies noch einen währenddessen und handjobbte einen weiteren. Zwischendrin erzählte sie ganz locker noch immer irgendwelche Storys oder machte Witze. Die war echt der Knüller. Sie feuerte die Jungs an, wenn sie sie fickten. Oder erklärte ihnen technisch, was sie beim Ficken am besten tun sollten. Oder erzählte sonst einen Schwank aus ihrem Leben. Sie unterhielt den ganzen Raum, während sie sich nehmen ließ. Aber ich hatte das Gefühl, dass sie sich nie gehen ließ. Irgendwann stellte sie sich vor die Matte und bückte sich, so dass die Männer sie im Stehen doggy nehmen konnten. Was die Herren dann auch taten. Sie gab Anweisungen, wie sie es denn gern hätte und bewegte selbst noch ganz wild ihre Hüften, während sie genommen wurde. Dann machte sie wieder Witze und quatschte mit anderen die Drumherum waren. Und plötzlich kam ein ganzer Schwall aus ihr heraus. Sie squirtete – völlig unerwartet. So alle paar Minuten. Ohne dass ich das Gefühl hatte, dass sie auch nur irgendwie in der Nähe eines Orgasmuses war. Sehr faszinierend, auch weil ich es so gar nicht verstand. Irgendwann stand sie mit ihren nackten Füssen in einer ziemlich enormen Pfütze und es machte ihr Null aus. Das ganze Schauspiel war unterhaltsam, aber auch wie ein Unfall bei dem man nicht wegschauen kann. Das ging ewig so weiter. Irgendwann ging ich dann. Später an der Bar erzählte sie noch, dass sie später zu Hause noch ihren Freund wecken würde und der jetzt noch ran müsste. Sie war also noch völlig unbefriedigt. Auch nach bestimmt zehn Männern. Das würde ich wohl mal nymphoman nennen.

Drüber hinaus lernte ich kennen, wie der Kollege im Club so tickt. Das Gute und Schlechte gleichzeitig ist: Er ist sowas von ein Gentleman. Er nimmt „zuviel“ Rücksicht auf mich… „Du musst schon Bescheid geben, wenn ich dich ficken soll“ Er macht nicht einfach. Während wir gerade rummachen, meine ich. Das macht es meinem Kopf nicht leicht. Zumal er mir damit ja auch nicht das Gefühl gibt, dass er jetzt megascharf auf mich ist und mich jetzt unbedingt nageln will. Was für den Kopf als Sexualorgan aber durchaus ein wichtiger Aspekt ist. Er wäre ein toller Aufpasser, ich würde ihm 100 Prozent vertrauen, wenn er mich führt und an andere Männer verleiht. Aber er ist so gänzlich unführend bisher. Dieses Mal habe ich ihm einen geblasen, während ein anderer mich gefickt hat. Die Situation musste aber ich einfädeln. Blasen und dabei doggy genommen werden ist aktuell eines meiner liebsten Dinge. Auch wenn ich an diesem Abend nicht dabei gekommen bin. Nicht schlimm. Ich hatte trotzdem sehr viel Spaß und genieße die Zeit mit dem Kollegen außerhalb der Arbeit in der sehr freien, wilden Umgebung. Naja und im Blowjobben bin ich ja eh unschlagbar.

2 Kommentare zu “Was man im Club so alles zu sehen bekommt…

  1. Den Kopf los lassen, als Frau möglich, ich als Mann schaffe das nur nach einer langen Zeit der absichtslosen Berührung. Das Thema mit der Dame die „Spielt“ bezeichne ich als TUN. Das was ich erfahren habe ist, wenn es kein tun mehr ist sondern nur noch ein Fließen, dann befinde ich mich in der Unendlichkeit, größer als jeder Höhepunkt. Ein Zustand von dem ich weis, dass er nicht zu erreichen ist, er ist ein geschenkt, eine Gnade.
    Ich werde zum getriebenen wenn ich erreichen will.
    Vielen Dank für Deinen Bericht.

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