Orgasmus aus der Tiefe

Als ich erkältet war hatte ich mir zwei Tage lange so einiges an Schmerzmittel einverleibt. Außerdem ging es mir auch so elend, dass an Sex nicht zu denken war. (Auch wenn so mancher Kommentator Sex als Allheilmittel empfiehlt, manchmal ist das völlig unangebracht, zumal niemand mit einer Husten-Virenschleuder Sex haben sollte.)

Heute war ich dann den ersten Tag wieder arbeiten. Mir geht es noch nicht 100 Prozentig super, aber als ich auf meinen Lieblingskollegen getroffen bin, habe ich gemerkt, dass ich nach der Woche zu Hause ziemlich untervögelt bin. Jedenfalls saß ich dem Kollegen beim Essen gegenüber und habe mich vorgestellt, wie es wäre ihn in der Kantine einfach zu küssen und mit ihm Sex zu haben. Ich hoffe mal, dass er mir meine Gedanken nicht angesehen hat. Es gibt da so Momente, da ahne ich wie es Männern noch viel öfter geht. Meinen armen Kollegen schätze ich zu konservativ ein, zumindest wenn es um unverbindlichen Sex mit einer Kollegin geht. Und ja, ich weiß auch, „Never fuck the company.“

Ich hab diesen Abend frei. Aber ich bin ein wenig picky. Deswegen ziehe ich nicht in einen Club los. Mir stünde eher so der Sinn nach etwas Bewährtem heute Abend. Jemand der mich sicher zum Orgasmus bringt. Aber so ohne weiteres ist das nicht immer verfügbar. Also bleibe ich daheim und blogge.

Außerdem bin ich zur Zeit wieder mehr verliebt in Mr. Bondage. Ich hab das Gefühl, dass ich mich wiederhole. Dass die Dinge die ich schreibe schon mal dagewesen sind. Es ist in unserer Beziehung irgendwie Wellenförmig. Mal sind wir uns näher, mal entfernen wir uns von einander. Allerdings nimmt er auch wenn ich nicht permanent über ihn schreibe immer einen wichtigen Platz in meinem Leben ein. Er ist die Konstante. Immer da. Es macht, dass ich mich nicht einsam fühle. Ich glaube, dass wir uns nun 5 Jahre kennen. Und wenn wir uns sehen sind wir wie verliebte Teenager. Diese ungewöhnliche Art der Beziehung hält in gewisserweise die Spannung hoch. Da wir uns nicht so selbstverständlich haben. Da es immer wieder etwas besonderes ist, wenn wir uns sehen. Weil wir uns Zeit für einander nehmen müssen. Ich finde es erstaunlich, dass es immernoch knistert, nach fünf Jahren. Weil wir uns mit allen unseren Schrägheiten angenommen haben, durchaus auch nach Jahren des Kampfes. Aber seit wir uns akzeptiert haben ist es gegenseitige Wertschätzung und Liebe. Er hat sich dazu entschieden, seinen neuen Dienstsitz in meine Stadt zu legen. Er hat das nicht wegen mir gemacht, aber es hat ihm sicherlich die Entscheidung erleichtert, dass es ihn in meine Nähe bringt. Wir haben kurz andiskutiert, ob wir zusammen ziehen sollen. Aber es verworfen. Es wäre zu nah und schwierig für ihn andere Fesselpartnerinnen zu haben, sagt er. Vermutlich hat er Recht. Also lieber doch getrennt wohnen. Wieder öfter die Gelegenheit für Nähe zu haben, darauf freue ich mich.

Aber jetzt erzähle ich erst mal den Abend im Club fertig. Mr. Bondage hat gemerkt, dass ich mich nicht fallen lassen konnte. Da änderte er seine Taktik. Er löste das Seil aus dem Ring mit dem er meine Hände nach oben gefesselt hatte. Ein Stück neben der Fesselgelegenheit stand eine Bank. Also eher eine Art Tisch mit zwei seitlichen Bänken. Mir fällt gerade kein Wort dafür ein. Er zog mich dort hin und sagte, dass ich mich auf den Rücken legen sollte. Ich tat wir mir geheißen. Schon die Vorstellung einfach dort auf dem Rücken zu liegen war viel besser als mitten im Raum zu stehen. Ich legte mich auf den Rücken, meine Füße stellte ich seitlich auf die Bänke, so dass ich mit gespreizten Beinen da lag. Meine Hände band er mit hinter den Kopf. Ich kann mit gut vorstellen, dass er dem anderen Mann zeigen wollte, wie die Nummer mit dem Orgasmus geht. Jedenfalls holte er eine todsichere Waffe aus seinem Köfferchen. Den Stahldildo. Der Vorfreude in meinem Kopf war das schon sehr zuträglich, weil es verhieß immer sehr intensive Orgasmen. Manchmal vergesse ich auch, dass er meinen Körper nach den gemeinsamen Jahren auch einfach gut kennt. Der Dildo trägt seinen Teil bei, aber er weiß auch einfach, wie er meinen Körper bespielen muss. Ich war erstaunt, dass er mir sehr straight, ohne mich noch ein wenig mit Schmerzen zu piesacken einfach zum Orgasmus Dildofickte. Und ich kam quietschig laut, unüberhörbar. Der Orgasmus mit dem Ding braut sich immer ganz tief in meiner Vagina zusammen. Wenn er dann den Rhythmus halbwegs trifft, dann wird es immer intensiv – einer von den süchtigmachenden Orgasmen. Es sollte mich einfach viel öfter jemand mit gespreizten Beinen festzurren und mich mit so einem Ding bearbeiten. Funktioniert quasi immer. Nachdem ich mich wieder erholt hatte, wandten wir uns wieder dem Fesseln zu.

Wir standen dort mitten im Raum und Mr. Bondage fing an mich einzubinden. Es war gar nicht so leicht mich fallen zu lassen, weil ein ziemliches Kommen und Gehen herrschte. Die Zuschauer waren aber nicht leise, sondern kommentierten unqualifiziert vor sich hin. Für die normalen Swinger erschloss sich vermutlich mehrheitlich nicht der Sinn dessen, was wir tun. Eine Suspention ist ja nur so bedingt sexuell. Eher eine Kunstform mit Nähe. Ein Handwerk, dass man sich erarbeiten muss. Die Swinger haben sich immer gefragt, wozu er das tut, wenn er mich ja nicht zum Ficken verschnürt. Nur ein Pärchen war ganz leise die ganze Zeit am Zusehen Das auszublenden dauerte eine Weile. Ansonsten war die Suspension die er mir anlegte gut. Ich konnte eine ganze Weile fliegen. Nach der Suspension (ich hatte die Augen verbunden) während Mr. Bondage mich abfesselte, konnte ich das Pärchen ficken hören. Das was sie gesehen haben hatte sie wohl so angeturnt, dass es auf dem Bänkchen trieben. Na immerhin den beiden haben wir etwas anregenden geboten. Nachdem wir alle Seile wieder eingepackt hatten, gingen wir zurück an die Bar. Wir unterhielten uns mit verschieden Menschen. In einem Gespräch erzählte Mr. Bondage wahrheitsgemäß, dass wir kein klassisches Pärchen sind. Und ergänzte: aber „wir sind ganz schön verknallt ineinander“ Wow, das war das erste Mal, dass er das zu anderen sagte, als Beschreibung unserer Beziehung. Ja, so einen Satz merken wir Frauen uns. Später verbrachten wir noch ein wenig gemeinsame Zeit auf einer Matte und waren uns nahe.

Mr. Bondage hat sich mittlerweile eine Wohnung angesehen und wollte mich bei der Besichtigung dabei haben und meine Meinung wissen. Das freute mich sehr und ich ließ mich gerne als seine Freundin vorstellen. Bis er wieder in meiner Stadt wohnt, dauert noch ein wenig. Aber ich bin gespannt, wie es uns bekommt. Ob wir die Balance zwischen Nähe und Distanz schaffen.

Doch nicht nur fesseln?

Eine fiese Erkältung hat mich knapp eine Woche aus dem Verkehr gezogen. Hab mich vermutlich an Fasching verkühlt. An Schreiben war überhaupt nicht zu denken, nur Couch und Fernseher. Aber immerhin konnte ich Olympia gucken. Und bin seitdem ein wenig in Bruno Massot verliebt, den Paarläufer. Der hat mich in seinen Bann gezogen. Der wäre ja sowas von mein Beuteschema. Nachdem ich mir zwei Tage lang auf dem Sofa jeden Clip reingezogen habe, den ich über ihn finden konnte, habe ich überlegt, warum er mein Typ wäre. Großer, sportlicher Mann, mit Witz und Charme, der sich aber auch seiner Tränen nicht schämt. Der eine Sache mit Leidenschaft tut. Und er sieht zugegebenermaßen noch ganz niedlich aus. Aber in dem Moment, wo er vor Freude geheult hat, da war es um mich geschehen. Stark und schwach sein können. Voll tolle Kombination. Na immerhin hat mir meine kleine Schwärmerei die Zeit auf der Couch versüßt.

Vor meiner Abreise aus dem Norden hat sich Tom übrigens noch gemeldet. Ganz spät am Abend nach meinem Blogeintrag. Hat mir gesagt, dass er enttäuscht war von meinem Verhalten, dass ich ihm beim WhatsAppen das Gefühl gegeben habe, nicht bei der Sache  und ein wenig kurz angebunden zu sein. Er hat sicher nicht unrecht mit dem was er sagt, aber ich kann es auch nicht riechen, dass ihn was stört, wenn er es nicht sagt. Ich habe mich entschuldigt. Hat mir verziehen. Hätte mich doch sehen wollen. Aber wir haben keine passende Gelegenheit bis zu meiner Abreise mehr gefunden. Sind aber damit auseinander gegangen, dass ich wiederkommen und ihm Bescheid geben werde wann.

Mittlerweile ist auch der zweite Podcast Kaminabend BDSM erschienen. Sehr gelungen, wie ich finde. Hier zum Anhören.

Vor meiner Reise in den Norden hatten Mr. Bondage und ich uns zu einem Clubbesuch verabredet. Das ist einigermaßen ungewöhnlich, da wir bisher nur einmal vor langen Jahren zusammen im Club waren. Vor seinem Jobwechsel bestand dazu zumindest was die Fesselmöglichkeit anlangte keine Notwendigkeit, weil wir das in seiner Wohnung tun konnten. Ansonsten ist er überhaupt nicht der Clubtyp, weil er nicht „fickt“, wie er es nennt. Davon kommt er nicht. Seit er seine Arbeitswohnung nicht mehr hat, haben wir wenig Gelegenheit für Nähe und Fesseln. Also gingen wir in den Club, der einen Suspension-Punkt (Hängepunkt) hat. Ich fragte ihn vorher noch nach den Erwartungen an den Abend. Ich fand es wichtig zu wissen, wonach ihm der Sinn stand, um Missverständnissen vorzubeugen. Seit unserem letzten gemeinsamen Clubbesuch hatte ich ziemlich viele weitere Besuche als Erfahrung draufgesattelt. Ich kann mich da auf viele Szenarien einstellen. Eigentlich wollte ich nur eine schöne Zeit mit ihm verbringen. Seine Erwartungen waren Fesseln und uns nah sein können. Mehr nicht. Na das klang doch sehr machbar.

Er holte mich also von zu Hause ab und wir fuhren gemeinsam in den Club. Er würde danach nach Hause fahren müssen. Sehr ungewohnt, nicht einfach die Nacht zusammen verbringen zu können. Aber ich freute mich sehr ihn zu sehen. Wir haben uns eher selten gesehen in letzter Zeit, wenn dann war es aber sehr verliebt und schön. Es war an dem Abend Pärchenabend im Club. Also keine Soloherren. Die Anmeldeliste für den Abend auf der Rirarammelseite verhieß ungewöhnlicherweise einen relativ jungen Altersdurchschnitt. Und es war eine Frau aus meinem Heimatlandkreis angemeldet. Ich sah mir ihr Profil an und mir wurde klar, dass sie wohl aus meinem Dorf kommt, zumindest war ich mir sicher das Gesicht schon mal gesehen zu haben. Das fehlt mir ja gerade noch, dass ich in einem Club in der Stadt jemanden aus meinem Heimatdorf treffe. Aber vielleicht kam sich ja gar nicht oder ich irrte mich. Während Mr. Bondage noch bezahlte und mit der Inhaberin des Clubs smalltalkte, schmiss ich mich in meine Clubgarderobe. Da bog ein Bekannter um die Ecke. Mit ihm und seiner Frau hatte ich schon Silvester gefeiert. Ich freute mich ihn zu sehen. Allerdings hatte das Wiedersehen einen Haken. Denn er bog ausgerechnet mit der Frau aus meinem Dorf ums Eck. Ich hoffte so sehr, dass sie mich nicht erkennen würde. Aber ich gehöre nicht zu den unscheinbaren Menschen. Das war sehr schräg, weil sie mich wohl auch erkannte, aber nix sagte. Man kennt sich halt vom Sehen, wenn man nicht in einer Klasse in der Schule war. Ich hätte so gern mehr mit ihm geratscht, war aber so blockiert von seiner Begleitung, dass ich relativ schnell nen Abgang machte. So jetzt habe ich also zum ersten Mal jemanden aus dem Dorf getroffen. An sich ist das nicht schlimm. Allerdings findet sie eventuell über den Bekannten mein Ririarammelseiten-Profil und dann mein Blog. Das wäre doof. Naja, ist schon rum ums Eck.

Fertig angezogen eroberten Mr. Bondage und ich den Club. Das Publikum war an diesem Abend eher jung und schön. Erstaunlich. Aber wir waren ja eh erst mal nur an uns und dem Hängepunkt interessiert. Wir begannen den Abend mit einem Drink und etwas zu essen. Dann streiften wir ein wenig durch den Club um zu sehen, was die anderen Gäste so trieben. Es sah nicht danach aus, als wären viele BDSMer im Club an diesem Abend. Eher normales Swinger-Publikum. Also war es wenig erstaunlich, dass keiner den SM-Raum belegte. Gut für uns. Mr. Bondage hatte natürlich sein Köfferchen dabei. Er musste die Seile und sonstigen Utensilien ja transportieren. Schon allein das Köfferchen stößt auf Verwunderung bei den „normalen“ Clubbesuchern. Manchmal auch auf Neugierde. Eine eigentlich ganz niedliche junge Swingerin war ehrlich am Inhalt des Koffers interessiert und fragte Mr. Bondage, was er denn mit sich herumtrage. Er stieg darauf ein und erlaubte ihr ihre Neugierde zu befriedigen und den Koffer zu durchforsten. Das war wirklich eine niedliche Szene, wie sie sich auf den Boden hockte und einmal den Koffer komplett aus und wieder einräumte. Sie sah sich die Seile, Schlaginstrumente, Klammern und all die anderen Dinge interessiert an. Ich glaube nur die Tatsache, dass sie in Begeleitung war hielt Mr. Bondage davon ab ihr das Ausprobieren der Dinge anzubieten. Meistens sind die „normalen“ Swinger ja eher irritiert.

Viele kamen in den Raum und gingen wieder. Das Aufbauen und Fesseln braucht seine Zeit. Die meisten waren dafür zu ungeduldig. Während wir uns vorbereiteten hatte ein Mann eine blonde Frau ans Andreaskreuz gefesselt. Sie war vermutlich 10 Jahre älter als ich, aber hatte sich eine perfekte Figur antrainiert. Er stand vor ihr und versuchte sie zum Orgasmus zu fingern. Was ihm nicht gelang. Er ließ sie stehen und verließ den Raum. Kam ein paar Minuten später mit einem Vibrator zurück. Ich war erstaunt, dass sie so lange am Kreuz aushielt, denn sie hatte ziemlich hohe Schuhe an. Die beiden wirkten nicht wie SMer, sondern nutzten einfach so die Spielgeräte. Die Szene regte Mr. Bondage dazu an meine Hände nach oben an den Hängepunkt zu fesseln. So dass wir uns gegenüber standen. Allerdings war ich im Kopf nicht bei der Sache. Irgendwie hatte mich das Spiel der beiden nicht angemacht, so dass ich mir eher doof vorkam, als dass ich angeturnt war. Mr. Bondage kennt mich ja nun wirklich ganz gut und verband mir die Augen. Aber auch das half irgendwie nix. In dem Setting konnte ich mich nicht fallen lassen. Vielleicht war sie mir auch einfach nur einen Tick zu perfekt. Und gab mir dadurch das Gefühl unperfekt zu sein. Sollte ich ihn bitten aufzuhören und mich aus der Situation herauszunehmen? Ich sagte nichts und vertraute darauf, dass er mich mittlerweile gut genug kennt.

Wenn im Club die Empfindungen mit einem durchgehen – der Frischling Teil 2

Er war neugierig, aber blieb nie sonderlich lange an einer Szene stehen. Schlenderte wie rastlos durch die Zimmer. Immer mal kurz zusehen, dann wieder weiter. Es war nicht zu erkennen, wie er fand, was er sah. Keine Ahnung, ob er das Geschehen nicht an sich ranlassen wollte. Mögliche Erklärungen wären, dass ihm entweder nichts, was er sah richtig zusagte. Oder, dass er nichts verpassen wollte und immer auf der Suche nach noch einer besseren Szene war. Oder dass er ihm, wie auch mir am Anfang, unangenehm war einfach zuzugucken. Ich kam mir zu Beginn auch erstmal wie ein komischer Spanner vor, beim ungeniert Menschen anglotzen, die gerade Sex miteinander haben. Man bekommt das ja sonst eher nicht zusehen. Und ich ließ mir anfangs noch mehr wie jetzt, nicht so gerne beim zusehen zusehen. Wollte nicht, dass jemand sehen kann, ob mich etwas anturnt oder nicht. Ob einer meiner Erklärungsversuche auf sein Empfinden zutrifft, weiß ich nicht. Er fand es jedenfalls interessant, sagte er. Wobei das ja viel heißen kann. Zwischendurch gingen wir was Essen. Mr. Workaholic fühlte sich grundsätzlich wohl in dem Club, Essen und Sauna war gut.

Danach zogen wir immer wieder durch die Zimmer. Manchmal zog er alleine los. Er sagte, dass immer so viel los ist, wenn wir gemeinsam irgendwo reingingen. Da so wenig Soloherren da waren, die man als Traube hinter sich herziehen hätte können, war mir das bei den Pärchen gar nicht so sehr aufgefallen. Ich habe angenommen, dass die eben auch alle einfach auf der Suche waren nach einer Szene, einem Moment der ihnen zusagte. Er konnte aber schon auch Recht haben damit, dass die uns auch durchaus interessant fanden und abwarteten, wo wir hingehen. Es gab schon auch die ein oder andere Frau, die offensichtlich auf ihn abfuhr.

Irgendwann stach mir ein BDSM-Pärchen ins Auge. Jung und schön. Er als Dom optisch genau mein Typ und auch wie sie spielten, traf genau meine Fantasien. Beide tätowiert und sehr harmonisch zusammen. Sie hatte auch viele Piercings, einen kurze Undercut, aber wirklich sexy. Sie hatte verbundene Augen. Das erinnerte mich an meine ersten Besuche im Pornokino mit meinem Dom. Ich wußte genau, was das mit ihr machte, wie es sich anfühlt, nicht zu wissen, was passiert, wer einen anfasst. Manchmal ließ ihr Dom sie auf eine der großen Matratzen liegen. Auf den Rücken mit weit gespreizten Beinen. Dann ging er weg von ihr, ans andere Ende des Zimmers. Er passte auf sie auf, aber ließ anderen die Möglichkeit sie anzufassen. Das Erstaunliche war, dass niemand sich traute. Normalerweise wird man immer angefasst. Aber sie lag da, freier Blick und Zugang zu ihrer Muschi mit gespreizten Beinen mitten auf der Matte und niemand traute sich hin.

Das zeigte auch wieder, dass die „normalen“ Swinger mit den BDSMern wenig anfangen können. Das sind zwei verschiedene Welten. Ich springe manchmal zwischen den Welten. Damit bin ich aber eher ein Exot. Die meisten sind entweder das eine oder das andere, nicht selten mit eher wenig Verständis für die anderen.

Ihr Dom merkte, dass ich begeistert dem Spiel der beiden zusah. Er bot mir seine Sub auch immer wieder an. Allerdings halten sich meine Erfahrungen mit Frauen auch in überschaubaren Grenzen und ich fasse Menschen nicht so gerne unqualifiziert an. Deswegen war das weit außerhalb meiner Komfortzone, so dass ich sein Angebot mehrfach ablehnte. Mr. Workaholic sah meine Begeisterung für die Beiden, sagte aber auch, dass er damit so gar nichts anfangen konnte. Fand es – glaube ich – eher befremdlich die beiden spielen zu sehen. Nachdem ich den beiden ganz lange Zeit zugesehen hatte und auch oft mit ihnen durch die Räume gewechselt hatte, sah ich ihnen in einem kleineren Raum zu. Außer mir war niemand da. Er stand hinter ihr in einer Ecke und umarmte sie mit dem einen Arm und fingerte sie mit der anderen Hand. Sie genoß es sichtlich. Mr Workaholic war irgendwo anders unterwegs, weil er ja mit den beiden nicht viel anfangen konnte. Ich rang lange mit mir. War ja mit ihm gekommen, wollte ihn begleiten. Auch nichts ohne ihn tun. Überlegte, ob er es gut oder blöd finden würden, wenn ich mit den beiden mitspiele. Nach langem Ringen mit mir selbst, hüpfte ich raus aus meiner Komfortzone und kniete mich vor sie hin. Sie trug kein Höschen. Ich hatte ihre blankrasierte und gepiercte Muschi vor mir. Ich fing an ihre Oberschenkel zu streicheln. Überlegte immer, was ich mich trauen würde. Wie zum Henker fasst man eine gepiercte Muschi an. Ich streichelte vorwiegend in einer „neutralen“ Zone an den Oberschenkeln herum. Manchmal ließ ich meine Finger sanft über ihren Kitzler gleiten. Sie stöhnte. Es gefiel ihr. Aber ich wusste trotzdem nicht, wie weit ich gehen durfte. Ich sah Mr. Workaholic in den Raum kommen. Er sah, dass ich vor ihr kniete und sie streichelte. Ich war gespannt, ob er darauf reagieren würde. Er sah sich das ein Weilchen an und lief dann wieder aus dem Raum. Keine Ahnung, wie ich das nun deuten sollte. Ich streichelte weiter.

Irgendwann konnte Sie nicht mehr stehen und ihr Dom ließ sie auf die Matte liegen. Dort ergab sich die Möglichkeit, dass sie mich streicheln konnte, während ihr Dom sie leckte. Mr. Workaholic kam wieder und sah uns drei ein paar Minuten zu. Dann kam er zu mir und sagte, dass er gerne sofort gehen würde. Ich war überrascht. Es klang dringend. Ich stand sofort auf, entschuldigte mich bei den beiden und ging mit ihm. Was auch immer war, ich war ja in den Club gegangen um ihm alles zu zeigen, nicht um selbst Spaß zu haben. Er sah auch gar nicht gut aus, war ein wenig blass um die Nase. Wir packten relativ schnell unsere Sachen. Er hatte mir noch angeboten, dass er alleine geht und mich in ein paar Stunden wieder im Club abholten. Aber das wollte ich natürlich nicht. Als wir dann im Auto saßen, sprachen wir nochmal über das Erlebte. Ihm war schlecht geworden. Wie, wenn man mit vollem Magen ins Karussell steigt. Er hatte bisher immer monogam gelebt. Sex nur in einer Beziehung. Als er mir und dem Pärchen zugesehen hatte, konnte er seine Gefühle nicht mehr einordnen. Er empfand Erregung und Ekel zur selben Zeit. Zwiespältige Gefühle.  Ein Overload an Sex, an anderen Beziehungsformen, an Dingen die bisher weit weg waren. Irgendwann war es einfach zu viel geworden.

Das Reden im Auto auf dem Heimweg, brachte ein wenig Verarbeitung des Gesehenen mit sich. Manche Dinge muss man einfach sacken lassen. Für mich war das alles in Ordnung. Ich fand es gut, dass er einfach gesagt hatte, dass es ihm nun zuviel wird. Es war mutig Schwäche einzugestehen. Er ging an diesem Abend noch Laufen, lief ich den Kopf frei und schrieb dann noch mit einem grinsenden Emoji, dass er nun einen freien Kopf aber dicke Eier habe. Alles nur halb so wild. Es war für ihn allemal eine interessante Erfahrung. Als wir auf dem Heimweg über den Tag sprachen, reden wir auch über unser Verhältnis und er ließ anklingen, dass er mich als Freundin (Kumpel) sieht. Ich nannte das gefriendzoned. Er hätte nie Sex mit Freunden, sagte er. Ich konnte das nicht verstehen 🙂 Für mich kompliziert es Freundschaften nicht. Wir kommen aus zwei sehr entfernten Galaxien. Mal sehen, was das noch mit sich bringt.

 

Mit dem Frischling in den Club…

So ein erster Clubbesuch hinterlässt Eindruck. In welcher Form ist immer wieder spannend, wenn man Frischlinge begleitet. Dieses Mal war ich mit Mr. Workaholic. Denn habe ich auf einem BDSM-Speeddating-Abend in einer Kneipe kennengelernt. Mr. Bondage hatte mich dorthin mitgenommen und ich habe mich breitschlagen lassen, obwohl ich versuche mich sehr selten in der Szene rumzutreiben. Ich kann das übereinander Reden nicht ausstehen und will mich da in nix reinziehen lassen. Jedenfalls lernte man an diesem Abend durch das Format ziemlich viele Menschen kennen. Nachhaltig im Gedächtnis war mir nur Mr. Workaholic geblieben. Ein schöner Mann, Mitte 40 mit dem ich mich wirklich gut unterhalten hatte. Die Kommunikation lag sofort auf einer Wellenlänge. Allerdings hatte man immer nur ein paar Minuten Zeit bevor die Gesprächspartner wieder durcheinander gewürfelt wurden. Ich schrieb ihm schnell die Adresse meines Blogs auf seinen Zettel und war gespannt, ob er sich melden würde. Ich war mir nicht sicher, nachdem die Veranstaltung ausgerechnet mit der mir am wenigsten sympathischen Frau verließ, die noch dazu ein ganz anderer Frauentyp war als ich. Was mir den ganzen Abend nicht klar war, ist auf welcher Neigungsseite sich Mr. Workaholic sich so befindet. Bei den meisten Menschen hat man ja halbwegs ein Gefühl dafür, ob sie dominant oder devot sind. Er war gar nicht zu lesen. Ein erfolgreicher Mann, was er auch ausstrahlte, deswegen mutmaßlich dominant, wirkte aber in dem ganzen BDSM-Kontext so ganz unsicher, dass es mir einfach nicht klar wurde. Ich hatte ihn aber auch nicht gefragt.

Nachdem er mit der Frau an dem Abend verschwunden war, rechnete ich eigentlich nicht damit nochmal was von ihm zu hören. Aber ganz unerwarteterweise poppte schon am nächsten Tag eine Mail in meinem Postfach auf. Ich freute mich sehr und war sehr erstaunt. Er hatte die Seite gefunden. Und sich auch davon nicht abhalten lassen zu schreiben. Eine Weile später verabredeten wir uns auf einen Weihnachtsmarktbesuch. Der Abend war wirklich toll. Wir haben in vielen Dingen die selbe Meinung, sind beide überzeugte Europäer, hatten ein tolles Gespräch. Ich habe es wirklich genossen, ich glaube er auch. Vermutlich bin ich ein wenig anders als die Frauen, die er typischerweise sonst so kennenlernt. Ich hoffe, dass wir das bald wiederholen würden. Aber wie sein Name schon sagt, dass ist mit ihm nicht ganz so einfach, weil er viel arbeitet. Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch. Er war über den Jahreswechsel beim Skifahren, so dass wir uns erst vor kurzem wieder gesehen haben.

Er hatte die Frau auf dem Speeddating nur zur Ubahn gebracht, erzählte er mir. Und ich glaube, dass er gar nicht viel von meinem Blog gelesen hat. Da ist er irgendwie nicht der Typ für. Wir trafen auf einen Kaffee in einem Cafe und quatschten. Er ist eigentlich ein sehr monogamer Mensch. (Da sind wir zwei ja eine Wahnsinnskombination). Mal einen Singlemann kennengelernt und dann ist der das glatte Gegenteil von mir. Ich nehme ihm auch ohne zu zweifeln ab, dass er seiner Exfrau nie fremdgegangen ist. Allerdings ist er zu Zeit auf der Suche. Ich glaube er weiß nur selbst nicht nach was. Ich glaube gar nicht so sehr nach einer konkreten Beziehung, sondern nach sexueller Erfüllung. Allerdings hat er bereits nach dem BDSM-Speedddating schon ausgeschlossen, dass diese Spielart was für ihn sein könnte (finde ich erstaunlich, dass man das nach einem Abend, wo Menschen nur drübergeredet haben schon kann). Aber da war er sehr klar. Das erklärt auch irgendwie, warum ich ihn dominant/devotmäßig gar nicht einschätzen konnte. Es ist einfach nicht sein Thema. Er war aber immer noch neugierig auf Dinge die man sonst noch ausprobieren kann. Ich hatte ihm schon vorher von den Swingerclubs in der Stadt erzählt und ihm angeboten, dass wir ja mal zusammen hingehen können.

Den Sonntag nach unserem Kaffee-Date hatte er noch nichts vor, also planten wir einen Clubbesuch. In einem größeren bei uns in der Gegend ist am Sonntag immer „Wellness“-Tag, heißt man kann auch in die Sauna gehen und sich massieren lassen. Der Club hat da ab dem Vormittag auf. Wir verabredeten uns für Mittags. Er mag Saunen und meinte, dass er das einfach wie einen Saunaaufenthalt nimmt, bei dem halt Drumherum noch andere Dinge passieren. Beim Packen meiner Tasche vorher fiel mir dann auf, dass ich gar nicht wusste, wie denn dort untertags der Dresscode sein würde. Ich war nur mal im Sommer am Sonntag gewesen. Da gibt es einen großen Garten und alle liefen wie im Freibad rum. Ich packte also einmal ein Strandtuch und FlipFlops ein und aber auch mein normales Cluboutfit. Dann konnte ich mich anpassen.

Er sammelte mich ein und eröffnete mir dann, dass er Schuhe und alles vergessen hat. Aber er würde sich dann halt dort einen Bademantel leihen und barfuß wäre kein Problem für ihn. Puh, Bademäntel würde es da nicht geben und barfuss ist schon eher schwierig so den ganzen Tag. Aber er klang so sicher, dass ich nicht widersprechen wollte. Wird schon irgendwie gehen.

Wir kamen am Club an. Es war Mittags rum. Es waren noch nicht sehr viele Autos da. Gut zum Eingewöhnen dachte ich mir. Ich ging voraus. Wollte auch bezahlten, ließ er mich aber nicht. Er fragte nicht nach einem Bademantel. Auf dem Weg zur Umkleide begegneten uns ein paar Menschen im Cluboutfit. Als Paar bekommt man (zumindest war es bei mir bisher immer so) meist einen gemeinsamen Spind. Da wir ja bisher Null intim waren, ist es schon komisch, wenn man sich dann nebeneinander auszieht. Ich ließ ein Höschen an, wickelte mir das Strandtuch rum und zog meine Flipflops an. Er hatte (zum Glück) eine schwarzes T-Shirt und eine schwarze enge Shorts an. Und war barfuß. Wir gingen als allererstes in den Saunabereich und reservierten uns klassisch-deutsch mal zwei Liegen. Dann zeigte ich ihm den Club. Wenn man schon oft im Club war, dann sieht man gar nicht mehr, dass in den meisten Pornos auf Bildschirmen laufen. Wenn man bisher nur in Saunas war, dann bemerkt man das  natürlich. So der erste Aha-Moment. Wir gingen an den verschiedenen Spielzimmern vorbei. Es war auf den Matten nur wenig los. Wir guckten so im Vorbeigehen rein und er nahm die ersten vögelnden Paare wahr. Nach der ersten Orientierung gingen wir in den Saunenbereich. Wir machten uns es auf den Liegen bequem. Wir quatschten erstmal.

Dabei wurde natürlich auch klar, dass wir bisher nie darüber geredet hatten, ob zwischen uns was laufen würde. Ich merkte, dass er mich als Mensch spannend findet. Aber ich habe keine Ahnung, ob ich ihn als Frau/potentielle Sexpartnerin interessiere. Ich glaube ja, dass ich optisch nicht sein Typ bin, Optik für ihn aber nicht alle ist. Er hatte mich bis dato mit keiner Silbe angegraben. Naja, mal sehen was passiert. Im Gespräch winkte er allerdings schnell ab und sagte, dass er sich sicher sei, dass er hier und heute nichts anstellen werde. Ich hatte ihm angeboten, dass wenn er Lust bekommt, er es nur sagen müsse. Er erklärte mir, dass er bisher ausschließlich monogam gelebt habe. Wir sind schon eine lustige Clubkombination.

Zum Akklimatisieren ging er erstmal in die Sauna, während ich mir ein Buch schnappte und las. Ich gehe nicht gern saunieren, von dem her ließ ich ihn allein gehen. Aber ich stellte fest, dass lesend auf der Liege im Swingerclub schon auch schräg ist und die Anderen ein wenig irritiert schauen. Die meisten waren eher im Cluboutfit unterwegs. Keine Frau außer mir trug FlipFlops. Also ging ich mich relativ schnell umziehen und warf mich in mein Cluboutfit mit den Halterlosen und den Pumps. Ich glaube er fand mein Outfit ganz gut soweit. Nach einer Weile wurde er wohl neugierig undwollte sich das Geschehen in den Spielzimmern ansehen, also zogen wir los. Ich war sehr gespannt, wie er darauf reagieren würde. Als wir durch die Räume gingen, wurden wir auch immer von den anderen Pärchen abgescannt, so als potentielle Sexpartner. Das amüsierte mich. Soloherren waren maximal eine Handvoll anwesend. Wir kamen in ein Zimmer wo Menschen zu gange waren. Ich war sehr gespannt, ob es ihn eher an- oder abturnte Paaren beim Sex zuzusehen…

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Verstört im Club
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Flugzeuge, Gloryhole und Fußmassage – Silvester 2017

Silvester, der überbewertetste Abend des ganzen Jahres: Aber ja, auch ich musste ihn irgendwie rumkriegen. Fast schon bedauerlich, dass ich in meinem Job nicht an diesem Arbeiten kann. Der Teil meiner Freunde, mit dem ich den Abend im letzten Jahr verbracht hatte, arbeitete in diesem Jahr an Silvester. Die anderen hatten mich eingeladen, aber das war eher so ein Ding mit vielen Pärchen und dafür war ich nicht in Laune. Aber ich hätte ihn nicht allein verbringen müssen den Silvesterabend, das ist schön zu wissen. Zusätzlich hätte ich noch eine sehr liebe Einladung ins Schwabenland gehabt, aber ich hätte aufgrund einer Verpflichtung nicht früh genug losfahren können, so dass die Option ausschied.

Aber eigentlich war der Tag gar nicht so schlecht. Vor einer Weile war ich mal wieder auf dem Stammtisch der Rirarammelseite in meiner Stadt gewesen. Früher bin ich gerne dahin gegangen, was daran lag, dass wir dort ein festes Grüppchen an coolen Menschen waren, die die Gelegenheit nutzten sich einmal im Monat zu treffen. Das hat sich aber leider verlaufen und so habe ich von der Stammi-Gang lange niemanden mehr gesehen, sehr schade eigentlich. Gut war der Stammi meistens, wenn ich vorher mit jemandem geschrieben habe und wir wussten, dass wir uns dort kennenlernen würden. Mr. Bondage hatte ich zum Beispiel das erste Mal auf dem Stammi getroffen. Dieses Mal aber war ich sehr spontan hingegangen. Ich hatte nichts vor gehabt an dem Abend. Ich war früher da und hatte noch einen Blogeintrag geschrieben, ich müsste nachschauen welcher es war.

Am Ende des Abends verließ den Stammi mit zwei Erkenntnissen: zum einen finde ich den Stammi doof, weil ich eine Frau bin, die man nicht auf den ersten Blick spannend findet. Ich war ja vor allen anderen da und es dauerte ziemlich lange, bis sich jemand zu mir dazu setzte und dann waren es nur wirklich schräge Vögel. An anderen Tischen mit so jungen, rocktragenden, langhaarigen Mädels stapelten sich die Typen. Dann mache ich doch lieber Einzeldates aus, die auf ein cooles Gespräch hinauslaufen, als mich frustrieren zu lassen. Aber andererseits habe ich mich zu einem Mann dazugesetzt, der mich eine ganze Weile angelächelt hatte, obwohl der überhaupt nicht mein Beuteschema ist, weil eigentlich über meiner Dadline. Aber wir unterhielten uns saugut, denn wir hatten ein Thema – Flughafen. Ich liebe ja Flughäfen und Logistik und… und er arbeitet an diesem. Zu gut. Tolles Gespräch, cooler Abend. Er versprach mir, dass er mich nach Weihnachten mal hinter die Kulissen blicken lassen würde. Wiieee coool, das wäre das beste Geschenk, dass ich mir nur vorstellen kann. Ich hoffte sehr, dass das klappt.

Naja, und so ergab es sich, dass ich an Silvester wirklich mitdurfte. Ganz offiziell angemeldet. Und es war so cool mit ihm auf dem Vorfeld rumzufahren. Was ein grandioser Tag. Obwohl Flugzeugmäßig quasi nix los war, konnte ich mich trotzdem nicht sattsehen und war total happy. Ganz nah ran an einen A380 und dann wieder beim einparken zusehen und und und… Herrlich… Könnt ihr meine strahlenden Kinderaugen sehen? Als er Pause hatte gingen wir in die Kantine essen. Es gab Wollwürste mit Kartoffelpüree. Es wurde schon langsam Abend als wir aßen und so war das quasi mein Silvester-Dinner und ich fand es grandios. Nicht weil es so überragend geschmeckt hatte, sondern weil es als Gesamtsituation einfach cool war. Ich glaube ich hätte kein Vier-Gänge-Menü dagegen eingetauscht. Leider musste ich dann heim, wegen einer Verpflichtung. Aber es war trotzdem großartig. Es lohnt sich auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die man nicht auf den ersten Blick toll findet, denn sie können sich auf den zweiten Blick als tolle Menschen entpuppen.

Nachdem ich meine Verpflichtung abgearbeitet hatte, galt es noch zu überlegen, was ich mit dem Silvester-Abend so anstellen wollte. Warum eigentlich nicht in nen Club. Da gab es Essen, Getränke und Feuerwerk und vielleicht ein wenig Spaß. Der kleinere Club in meiner Ecke war schon ausreserviert, beim anderen konnte man einfach vorbeikommen. Um den Eintritt zu teilen und weil es vielleicht noch jemandem so ging wie mir, stellte ich es mal wieder als kurzfristiges Date auf dem Joyclub ein. Ich schrieb mit ein paar Männern hin und her und verabredete mich dann mit einem. Dann duschte ich mich und machte mich Clubfertig. Gerade als ich loswollte, schrieb er, dass sein Bruder spontan reingeschneit wäre und er mich versetzen müsse. Dieses Mal hatte ich keinen Grund, das nicht zu glauben. Es klang wirklich so als hätte er ein schlechtes Gewissen. (Und er hat sich auch am Tag danach nochmal entschuldigt.) Änderte aber erst Mal am Ergebnis nichts, nämlich er würde mich versetzen und ich musste allein losziehen. Ich konnte an der Gästeliste des ausreservierten Clubs sehen, dass dort zwei Menschen sein würden, die ich schon mal getroffen habe. Also versuchte ich einfach mal mein Glück und schickte eine Anfrage hin. Siehe da, als Solofrau wurde ich innerhalb von Minuten noch zur Veranstaltung zu gelassen. Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man alleine als Frau loszieht. Der Eintritt war zwar auch als Frau halbwegs happig, aber ich mag den kleinen Club eigentlich gerne. Es war auch der erste Club in den ich alleine gegangen war. Ich hatte mehrere Outftits eingepackt. Der Dresscode war erst schick, später wer mochte freizügiger. Ich hatte erst ein kleines Schwarzes an, dass mir ein sensationelles Dekollete zauberte, darunter Halterlose und meine obligatorischen Pumps.

Die beiden Bekannten waren da, wobei ich nie einschätzen kann, ob sie mich doof oder gut findet. Aber ein bekanntes Gesicht tut immer gut. Ansonsten quasi nur Paare (also zumindest Menschen, die zu zweit auf die Veranstaltung gegangen sind), ein paar wenige Soloherren. Ich war mit die jüngste. Die meisten waren ziemlich schick und attraktiv. Mir schon fast wieder zu viele von den gutbetuchten „Starnberg-Hach-wir-sind-so-schön-und-erfolgreich-Powerpärchen“ Die finde ich immer etwas anstrengend, zumal einem immer das Gefühl geben unter ihrem Niveau zu sein und einen mit dem Arsch nicht angucken. So auf den ersten Blick stach niemand hervor, der mich gleich von den Socken haute (das hat gar nichts mit Schönheit, sondern mehr mit Ausstrahlung zu tun)

Aber Sex war auch gar nicht unbedingt mein Ziel. Ich hatte dafür gesorgt, den Abend nicht allein zu verbringen. Damit waren auch schon alle meine Erwartungen erfüllt. Als Solofrau ist man echt irgendwie ein Exot im Club. Der ein odere andere Mann quatschte mich dann auch an der Bar an. Aber das war mir alles zu flach. Auch im Club muss der Einstieg in ein Gespräch nicht mit einem Spruch a la „…Deine Brüste würden sich gut in meinen Händen machen“ sein. Ich trank, ich aß, ich stromerte durch die Räume und sah mir das Geschehen an. Blieb stehen, wo es mich interessierte. Lehnte alle Angebote mitzumachen ab. Bis auf eines: Ein Mann der mit zwei Frauen da war, bot mir erst seine Frau an, vermutlich um mich zu verwöhnen. Ich lehnte ab, weil ich auf die Bi-Nummer keinen Bock hatte. Ich sah den Dreien aber immer mal wieder zu, weil ich ihr Spiel mochte. Trotzdem er mit gleich zwei Frauen zugange war, hatte ich seine volle Aufmerksamkeit. Das war erstaunlich. Er war mir sympathisch, wenn gleich auch er eigentlich außerhalb meiner Altersrange lag. Er war knapp älter als mein Dad. Wir begegneten uns immer wieder. Er entschuldigte sich für seine ersten Versuche mich zum mitmachen zu überreden. Ich fand ihn ganz cool. Irgendwann stand ich daneben, als er mit seinen beiden Frauen zugange war. Ich guckte durch Löcher in einer Holzwand zu. Die Frauen waren miteinander beschäftigt und sahen so aus, als hatten sie Spaß. Nicht so Porno-Lesbenszenen-mäßig, sondern echt. Er hatte mich entdeckt und wollte mich dazu locken. Ich lehnte ab, aber ließ mich durch die Wand von ihm anfassen. Das gefiel mir. So ein wenig unnahbar sein. Ein wenig spielen. Er stellte sich so hin, dass ich sein bestes Stück in Shorts genau vor meinem Gesicht hatte und ich fing an ihn zu streicheln. Auch er hatte Spaß an unserem Spiel. Ich deutete ihm an, dass er sein bestes Stück rausholen sollte. Ein bisschen Glory Hole. Er streckte ihn durch die Wand und ich blies ihn genüsslich. Aber nicht zu Ende. Irgendwann als ich genug hatte, verschwand ich einfach. Aber hatte ja noch zwei Frauen mit dabei, also nicht weiter wild.

Irgendwann später trafen wir uns im Gang wieder. Er überredete mich mit ihm in eine dunkle Höhle zu kommen. Ich willigte ein. Er fragte mich, wer mir das Blasen beigebracht hatte. Ich schmunzelte und schickte einen Dank an meinen ersten Freund los. Wir hatten Sex, zu kurz, als dass ich hätte kommen können, also machte ich es mir selbst, während er neben mir lag, kam auf meine Kosten. So endete das Jahr. Ich stand um Mitternacht draußen, schaute mir das Feuerwerk an und merkte, dass man auch allein klarkommt. Schrieb ein paar Menschen die mir am Herzen liegen Nachrichten, vergaß bestimmt die Hälfte. Wünschte mir mit Blick auf die knutschenden Pärchen, dass ich irgendwann auch mal wieder zu zweit bin, aber in der Gewissheit, dass Alleine auch okay war. Ohne Bedauern. Nach Mitternacht ging es wieder in den Club zurück. Ein junger Mann bot mir eine Fußmassage an. Ich freute mich sehr, über diesen Start ins neue Jahr und unterhielt mich gut mit seiner Freundin. Wenn die Pärchen an so einem Abend zu vorgerückter Stunde mal mit dem Pärchendings durch sind, dann ist es auch leichter mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Ich bekam noch das ein oder andere Kompliment und wurde nach meinem Nickname auf der Rirarammel-Seite gefragt. Ach, das war eigentlich ganz nett so.

Als mich dann am Neujahrtag der erste Mensch fragte, wie ich denn reingefeiert hatte, merkte ich, dass ich mir noch eine Geschichte einfallen lassen muss. Als Solofrau im Swingerclub ist nicht die alltagstaugliche Auskunft.

Versetzte Single-Frau allein im Club

Kurze Memo was ich noch alles schreiben will:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Silvester allein im Club
  • Allein im Club weil versetzt… hach ja Pärchenabende, wenn du nicht die Bi-Nummer willst..
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Strahlende Remi-Augen am Flughafen
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird.

Oh Mann, wann soll ich das denn alles schreiben? Vor allem muss ich ja ab morgen wieder arbeiten. Wenn ich frei habe, habe ich Zeit zu schreiben, aber auch Dinge anzustellen. Worüber ich dann noch viel mehr schreiben könnte. Ein Dilemma.

Zwei Dinge noch vorneweg. Ich spare mir den Jahresrückblicks-Artikel. Kurzversion ist. Spaß gehabt, unfassbar tolle Dinge erlebt, weil andere Menschen sie mir ermöglicht haben, immernoch Single (meistens zufrieden damit), Job läuft super (schränkt nur die Freiheit ein), habe nicht abgenommen, sondern wiege dasselbe wie letztes Jahr auch. Bin dankbar für die Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten.

Manchmal fragen mich Menschen, ob sie mir was schenken dürfen, manchmal denken sie dabei an Unterwäsche, manchmal an andere Dinge. Erst fand ich die Vorstellung befremdlich, von Unbekannten etwas anzunehmen. Zudem noch logistische Gründe dagegen sprechen und dass ich versuche nicht super viel zu konsumieren. Aber ich habe eine Weile drüber nachgedacht, ob ich etwas annehmen würde. Wenn es jemand ohne Hintergedanken tun will, dafür dass ich ihm mit meinem Blog eine schöne Zeit beim Lesen schenke und er sich für meine Zeit, die ich ja auch wirklich ins Schreiben reininvestiere bedanken will, dann würde ich es auch annehmen. Manchmal will ich mich auch bei Menschen bedanken einfach nur so. Aber wie soll das gehen?

Eine Amazon Wishlist kommt nicht in Frage, weil ich nicht Dinge nicht um des Besitzenwillens haben will. Praktische Dinge kaufe ich mir selbst und sind als Geschenk eh doof. Und ich kann meine Anonymität schwer wahren, weil beim Versand mein Klarname rauskommt. Ich bräuchte dann wieder jemanden an den ich die Dinge schicken lassen kann. Mag aber niemandem Arbeit machen.

Was also dann? Worüber würde ich mich freuen und es ist einfach abzuwickeln? Reisen, ist das worüber ich mich am meisten freue. Ich war bisher zwei Mal auf die AIDA eingeladen. Obwohl ich kein Cluburlauber bin, fand ich es cool, weil man sich ja einfach einen ruhigen Ort auf dem Schiff suchen kann. Ich liebe das Meer und große Schiffe. Wer mir also was gutes Tun will kann mir gerne eine kleinen Beitrag für eine Kreuzfahrt schenken. Das geht ab 5 Euro und man kann mir einfach den Code schicken. AIDA Irgendwann schippere ich dann los… Damit wäre auch das abgehakt

So welches der Themen verschreibe ich nun heute?

Zwischen den Feiertagen hatte ich Urlaub und war in der Laune Abends auszugehen. Die meisten meiner bekannten Herren sind im Weihnachtsurlaub bei ihren Familien und die Singles beim Skifahren. Das Leid der Geliebten/Singlefrau, wie in jedem Jahr. Aber es sollte ja kein Problem sein ein Date auf der RiRaRammelseite einzustellen und einen Begleiter für den Abend zu finden. Schon allein, weil ich es gut finde sich den Eintritt zu teilen. Dass ich wirklich in den Club wollte, fiel mir erst am späten Nachmittag ein. Bei so kurzfristigen Dategesuchen ist es manchmal gar nicht so leicht, jemanden zu finden, mit dem es dann auch passt. Eigentlich treffe ich mich lieber mit Männern, bei denen ich weiß, dass sie wirklich mich treffen wollen und nicht nur jemanden brauchen um kurzfristig in den Club zu kommen. (Ich sollte mir diese Zeilen einprägen, für das nächste Mal, wenn mir um 18 Uhr Abends einfällt, dass ich nicht alleine zu Hause sitzen und auf Teufel komm raus noch wo hin will.) Mich schrieben auch prompt ein paar an, aber die Profile waren mir zu flach. Standard-Texte, nicht greifbares. Dann schrieb mich ein Mann an, mit dem ich bei einem anderen Dategesuch schon mal Kontakt hatte. Damals: Profil passte, klang spannend, ich öffnete ihm mein Fotoalbum mit den Gesichtsbildern und er schrieb mir zurück, dass ich nicht sein Typ sei. Alles gut. Kontakt beendet.

Dieser Mann schrieb mich an mit: Wir hatten ja schon mal Kontakt.  Ich: Ja und ich war letztes Mal schon nicht dein Typ.

Er: Ich weiß. Aber ich habe deinen Blog gelesen.

Ich: Und?

Er: Ich finde du hast was Interessantes.

Ich: Aha. Und nun?

Er: Lust dich zu treffen?

Wenn ich das jetzt nochmal runterschreibe frage ich mich ernsthaft, was genau mich geritten hat mich darauf einzulassen. Aber es schmeichelte mir wohl, dass er nochmal schrieb, obwohl er eine Abfuhr erteilt hatte. Ebenso, dass mich mein Blog scheinbar so interessant machte, dass er es dann in Erwägung zog. Und die anderen, die sich gemeldet hatten waren nicht wirklich spannend. Wir schrieben ein wenig hin und her und er überlegte, wo er hingehen wollte. Zeit verging. Irgendwann drängte ich ihn sich zu entscheiden. Wir entschieden uns für einen Club. Ich wollte ein paar Minuten später los. War schon geduscht, packte noch schnell meinen Rucksack. Er schrieb, dass er noch ein paar Minuten was für die Arbeit fertigmachen müssen und dann losfahren würde. Ich fragte noch, wann er denn glaubt, dass er da sein kann. Ich wartete aber nicht seine Antwort ab, denn es war schon spät geworden. Ich wollte keine Zeit mehr verlieren und fuhr los. Schließlich kann ich ja auch dort warten, oder im Zweifelsfall einfach reingehen.

Und er antwortete einfach nicht mehr. Ab dem Moment: Funkstille. Ich war sehr irritert. Wollte er mich nur verarschen? Gab es gute Gründe? Eigentlich suche ich nicht zuerst die Gründe bei mir. Glaube daran, dass Dinge dazwischenkommen können, dass Menschen einem nichts Böses wollte. Ich las mir nochmal und nochmal den Chat durch, ob ich was übersehen hatte. Machte mein Fotoalbum wieder zu. Ich fing an mich über meine Eitelkeit zu ärgern, dass er mir mit dem Interesse geschmeichelt hatte. Die Angst kroch hoch, dass mir doch mal jemand was Böses will und ich zu nachlässig war. In meinem Fotoalbum sind zwar sexy Bilder, aber keine auf denen ich nackt bin. Kein Bild mit dem ich nicht leben könnte. Aber trotzdem würde ich nicht wollen, dass man sie veröffentlicht. Ich schrieb ihm nur, dass er schon Gründe dafür haben würde und beschloss allein in den Club zu gehen. Wollte nicht auch noch dem Ärger über das Versetzt werden Raum geben, der ihm nicht zustand.

Also rein in den Club als Single-Frau. 40 Euro hingeblättert. Ich kannte den Club ja schon. Mittelgroß. Ein wenig schicker. Allein war ich noch nie dort gewesen. Und ich war nicht überraschend die einzige Single-Frau an dem Abend. Und das ist auch schwieriger als gedacht, wenn man nur sehr selten Bi-Neigungen hat. Und nicht mitspielen will mit nem Paar, sondern sich mal nur den Mann ausleihen. Da sind viele Swingerpaare nicht so entspannt. Die machen entweder nur was zu zweit, lassen sich zugucken, fummeln ein kleinwenig an fremden Brüsten rum und sonst nix. Oder machen einen Vierertausch. Jedenfalls passe ich da solo nicht so ganz ins Konzept. Aber es gab ja noch ein paar Soloherren. Allerdings bin ich ein wenig allergisch dagegen, wenn man mich einfach anfasst, wenn ich neben einer Matte stehe und das Geschehen auf mich wirken lassen möchte. Wenn ich dann abwinke, dann halten sich alle dran und gehen, aber das gleich angefasst werden nervt mich. So haben fast alle Solo-Herren an dem Abend eine Abfuhr kassiert. Es ist mir zu flach. Ich will, dass irgendwas passiert, zwischen uns. Mehr als nur das Loch sein. Zwischen Drinks und Essen und gucken, kam ich auch mit einem Pärchen ins Gespräch. Die beiden waren nett, wenn auch fast so alt, wie meine Eltern. Aber wir unterhielten uns ganz gut. So dass der Abend auch okay war für mich. Die beiden gingen aber irgendwann nach Hause.

Ich zog nochmal eine Runde durch den Club. Beim Zusehen am Pärchenzimmer stand ein junger, blonder Typ neben mir, der sich auch mit zusehen begnügte. Vermutlich der einzige Mann im Laden, der mich noch nicht doof von der Seite angegraben hatte. Er war niedlich. Und ich war dann doch noch in Spiellaune. Also quatschte ich ihn blöd von der Seite an: Bock auf einen Blowjob? (Mal sehen, ob das Angebot mal jemals einer ablehnt) Er grinste und willigte ein. Wir gingen in den nächsten Raum. Ich legte mein Handtuch auf die Matte und setzte mich drauf. Ich deutete ihm an, dass er es sich neben mir bequem machen sollte. Zog seine Short aus und legte sich neben mich. Er wurde gleich hart. Schöner Schwanz. Ich blies ihn genüsslich und freute mich, dass es ihm gefiel. Die anderen Solo-Herren standen ein wenig neidisch daneben, aber hielten immerhin Abstand. Musste nur eine Hand abweisen. Ich packte all mein Blasekönnen aus und so dauerte es gar nicht lange bis er kam. Wie ich das mag, wenn das so funktioniert 🙂 Er war selbst überrascht, dass es so schnell gegangen war. Hihihihi. Der nächste Solo-Herr, der hoffte auch dranzukommen und schon blankgezogen hatte, hatte kein Glück. Ich hatte keine Lust mehr und lehnte ab. Der blonde junge Typ und ich quatschten noch ein wenig an der Bar. Wieso war der mir nicht früher aufgefallen. War wirklich niedlich. Ich bedauerte fast ein wenig, dass ich mich nicht hatte vögeln lassen. Aber das war nach dem Blowjob irgendwie durch. So ging ich dann nach Hause. Der Abend war schon okay. Ich lerne: also Solo-Frau geht schon irgendwie, aber ich mag es nicht, wenn fast nur Pärchen da sind. Dann doch lieber in den Club mit mehr Soloherren, da hab ich wenigstens eine Auswahl, auch wenn man mehr Typen abwimmeln muss.

Das Ende des ohne Höschen-Abends

Zu viele Erlebnisse, die zwischendurch passiert sind, so dass ich den Ohne Höschen im Club Abend- Beitrag nie zu Ende geschrieben habe. Ich sitze zum Schreiben gerade in der Küche eines anderen Mannes, nach einer Nacht in der ich gut und er kaum geschlafen hat. Der Arme. Er hat sich nochmal hingelegt, ich nutze die Gelegenheit zum Schreiben.

Na dann versuche ich mich mal in den Abend zurück zu fühlen. Es sind nun doch schon ein paar Wochen seitdem vergangen. Mr. Gentleman und ich knutschten und kuschelten im Barbereich wie verliebte Teenager, aber wenn wir dann durch den Club liefen um uns was zu suchen, dann flog es so gar nicht zwischen uns. Er war auf der Suche nach einem anderen Paar, wo man dazukommen konnte. Aber das stellte sich gar nicht so leicht heraus. Es wollen viele einfach nur Spaß miteinander haben, aber nicht das jemand dazu kommt. Was ich voll verstehen kann, weil ich auch eher zu der Fraktion gehöre. Irgendwann schleppte ich ihn nach draußen. Im Gartenbereich gab es zwei Hütten in die auch Matten eingebaut sind zum Spielen. Die Hütten sind auch geheizt. Aber da es ziemlich kalt war, kam fast niemand dort vorbei. Juhu, weil wir hatten auch schon wieder so eine Schlange Soloherren hinter uns hergezogen. Ich merkte an diesem Abend, dass wir uns noch nicht wirklich gut kannten, nicht so genau wissen, was dem anderen gefällt wie er tickt.

Die Hütte war zwar geheizt, aber nicht sehr warm. Ich freute mich mit ihm allein zu sein. Die großen Spielwiesen waren mir alle zuviel gewesen. Wir fingen an zu knutschen und zu fummeln. Ich hatte dort auch einen Orgasmus, ich weiß gerade gar nicht mehr, ob er mich gefickt oder gefingert hatte. Als ich dann anfangen wollte mich zu revanchieren, also ihn zu blasen, ging bei ihm gar nichts mehr. Er war superschlapp. Das nahm ich anfangs erst mal persönlich. Es hinterließ das Gefühl, als würde ich ihm alleine nicht reichen. Als bräuchte er immernoch einen weiteren optischen Input. Er war so verkrampft auf der Suche nach Mitspielern gewesen drinnen, dass ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte. Das quälte mich erst mal ein wenig. Später (und vor allem jetzt auch) verstand ich es besser. Es war ihm wohl zum einen zu kalt (mein verfrorender Südländer) und er kann sich bei einem reinen Blowjob, bei der er nur genießt und nicht auch noch geben kann nicht fallen lassen. Aber ich ging damals erst mal ein wenig geknickt wieder mit ihm in den Club zurück.

Wir sind wohl beide immer drauf bedacht, dass der anderen Spaß hat und erst dann können wir genießen. Das ist gar nicht so einfach, wenn beide so ticken. Dann dreht man sich ein wenig im Kreis. Der Abend endete doch noch auf einer großen Matte. Mr. Gentleman hatte eine Situation gefunden die ihm gefiel und die ihn mit dabei haben wollten. Ich wollte eigentlich nur passiv zusehen, wie er sich seine Befriedigung mit der anderen Frau holte. Ich legte mich also daneben und sah zu. Aber so nach und nach wurde ich doch einbezogen und es war okay. Ich bließ ihn, während er an der anderen Frau rumspielte und sie küsste. Ich spürte verschiedene Hände auf meinem Körper. Ihre, die ihres Partners, die von Mr. Gentleman. Es gefiel mir, aber ich wußte ich würde nicht schnell genug kommen. Ich kann in so Konstellationen auch meinen Kopf nie ganz ausschalten. Dieses Finger mal da in die Muschi stecken und dann da… Bei so Gruppendingsis gucke ich am liebsten nur zu oder lasse mich von meinem Begleiter vögeln. Sonst ist mir das schnell too much. In Ausnahmefällen passt das mal.

Wenn man mit Menschen vorher an der Bar sich unterhalten hat, dann kann man die zumindest ein wenig einschätzen. Wenn man auf der Matte dazukommt halt so gar nicht. Da kann ich nie abschalten. Ich frag mich ja immer wie die anderen es tun, oder ob die für sich einfach andere Grenzen gezogen haben, was sie an Risiken eingehen als ich. Ich habe ja auch für mich die Entscheidung getroffen, wenn ich Lust habe zu blasen ohne zu schlucken. Und ja auch das kann man sicherlich diskutieren. Jedenfalls hatte Mr. Gentleman seinen Spaß. Das war mir wichtig, dass er auch noch was von diesem Abend hatte. Ich erinnnere mich auch gerade gar nicht mehr wie er gekommen ist, ob er mich nochmal gefickt hat oder nicht.

Denn meine Erinnerung wird überlagert davon, dass ich den anderen Mann geblasen habe, auch aus Ego-Gründen, weil ich mir sicher war viel besser zu blasen als seine Frau. Das muss auch so gewesen sein, denn der Mann kam so schnell und ohne Vorwarnung, dass er mir in den Mund spritze. ARRGGGG.. Ich kann das ja nicht mitten auf der Matte ausspucken. Also hüpfte ich so halb an-  oder ausgezogen (je nachdem wie man es sehen will) runter von der Spielwiese und flitzte ohne Schuhe durch den halben Club zur Toilette und spuckte sein Sperma ins Waschbecken. Sehr super. Nicht. Wie kann man den überhaupt auf die Idee kommen einer fremden Frau in den Mund zu spritzen? Alter… Mr. Gentleman war sofort klar gewesen, warum ich schlagartig weglaufen war. Der Abspritzer hingegen war wohl eher verwundert gewesen. Mr. Gentleman tat es auch ziemlich leid, dass das so gelaufen war. Aber das war ja nicht seine Schuld, alles gut. Natürlich ging mir das noch ein wenig im Kopf umher und ich hinterfrage mich dann, ob ich nicht besser auf mich aufpassen müsste. Aber das hat gar nichts mit Mr. Gentleman zu tun. Dieser Abend war einfach ein Auf und Ab. Wir lernen uns eben gerade erst kennen und versuchen rauszufinden, wie der andere tickt. Da geht auch mal was in die Hose. Die Küssen zwischen uns waren sensationell gewesen. Gerne mehr davon.

Ohne Höschen in den Club – unfreiwillig

Seit ich Vollzeit gegen meinen Biorhythmus arbeite, nehme ich wieder zu. Das nervt mich. Ich habe gerade das höchste Gewicht, dass ich jemals hatte. Ich versuche mich irgendwie auf den Arbeitsrhythmus einzustellen, aber es gelingt mir noch nicht ganz. Ansonsten bin ich nach wie vor glücklich in meinem Job. Darüber hinaus habe ich aber diese Woche sehr schöne Dinge gesagt bekommen. Ich hache innerliche noch..

Und ich habe in der Zwischenzeit Mr. Gentleman wiedergesehen. Unser Kontakt war nach dem schönen ersten Abend im Club nicht abgerissen, was mir sagte, dass es ihm auch gefallen haben muss. Juhu. Und so verabredeten wir uns etwa zwei Wochen später zu einem weiteren Abend im Club. Er holte mich wieder von zu Hause ab. Ich ließ ihn unabsichtlich ein paar Minuten warten. Hatte rumgetrödelt und war dann nicht rechtzeitig fertig und hatte Stress beim Packen. „Auf Schönes warte ich gerne“, schrieb er nur zurück. Er weiß schon einfach, wie es geht. Hach ja.

Dieses Mal war noch nicht festgelegt, wo wir hingehen würden. Wir entschieden uns für einen anderen Club als beim ersten Mal. Ganz normaler Clubbetrieb an dem Abend, keine Spezialveranstaltungen. Aber ich kannte den Club auch schon. Er ist ein wenig größer, als der von unserem ersten Date. Mr. Gentleman sah auch wieder gut aus, wenn auch nicht so super schnieke angezogen, wie beim unserem ersten Date. Dieses Mal nicht im Anzug, aber trotzdem gut gekleidet. Im Club angekommen, erst mal ab in die Umkleide. Die Auswahl meiner Outfits ist sehr überschaubar, also zog ich das gleiche wie beim letzten Mal an. Dachte ich. Bis ich verzweifelt anfing meinen Rucksack nach dem dafür gedachten schwarzen Spitzenhöschen zu durchsuchen. Fuhuuck…, dachte ich. Ich werde das doch jetzt nicht ernsthaft zu Hause liegen gelassen haben. Also, die beiden um genauer zu sein. ich hatte mir extra zwei Höschen hergerichtet. Da ich mich immer im Club umziehe, hatte ich auch nicht extra vorher schon ein schickes Höschen angezogen, sondern natürlich den gestreiften extrabequemen Baumwollschlüppi an. Mein Outfit sah zwar einen Minirock vor, also würde niemand auf den ersten Blick erkennen, dass ich kein Höschen anhabe, aber es nervte mich trotzdem. Ich suchte drei Mal meinen Rucksack ab, bis klar war, dass ich wirklich keines mithatte. Verdammt. Ich hasse ohne Höschen sein. Der arme Mr. Gentleman musste sich mein Gejammer über meine eigene Dusseligkeit anhören. Es dauert auch ein wenig, bis ich verwunden hatte, dass mein Outfit nicht so war wie immer… Ich hatte meine Strapse, mein Röckchen und meinen Kimono, aber halt kein Höschen. Und ja, es gibt schlimmeres als im Club kein Höschen anzuhaben. Mr Gentleman hatte dieses Mal einfach schwarze Shorts und ein Muskelshirt an. (was er bei seinen wundervoll trainierten Oberarmen auch wirklich tragen kann).

Noch immer ein wenig grummelig ob meines nicht vorhandenen Höschens gingen wir in den Club, erst mal an die Bar, so zum Ankommen. Gemischtes Publikum, alles dabei. Das mag ich eigentlich ganz gerne. Mr. Gentleman war süß wie beim ersten Mal, kümmert sich um die Getränke und darum, dass ich mich wohlfühle. Ich saß auf dem Barhocker, er stand davor. Wir kuschelten, hielten Händchen, knutschten. Die Chemie stimmte sofort wieder. Mir genügte er völlig. Ich suchte Nähe. Wir waren wie ein frisch verliebtes Pärchen. Vergaßen beim Knutschen alles um uns herum. Die Leidenschaft in unseren Küssen turnte mich sofort an. Nach dem ersten Drink nahm er mich bei der Hand und wir sondierten die Lage in den Zimmern. Er ging von Zimmer zu Zimmer, mich an der Hand, beobachtete das Geschehen auf den Matten. Mir war noch nicht ganz klar, wonach er sich umsah, worauf er stand. Ich wartete einfach ab. Allerdings merkte ich, dass ich für eine Nummer auf so einer großen Matte mitten im Zimmer gerade noch nicht zu haben sein würde. Eigentlich würde er mir voll ausreichen. Aber das sprach ich nicht aus. Ich wollte erst mal sehen, worauf er Lust hatte. Wir gingen von Raum zu Raum. So wirklich sagte ihm nichts zu. Er suchte wohl nach einer Situation, wo wir mitmachen konnten. Mir war gar nicht so sehr nach mitmachen. Aber ich wollte verstehen, wie er tickt, was ihn anmacht. Manchmal standen wir neben einer Matte, ganz nah zusammen und sahen uns das Geschehen an. Er streichelte mich währenddessen. Er entschied sich immer deutlich schneller, ob ihn etwas anmacht, als ich mich. Ich muss die Akteure meist erst auf mich wirken lassen. Ich will sehen, ob etwas zwischen den Beteiligten passiert. Im Sinne von Knistern, von Gefühlen, von Leidenschaft. Aber so wirklich zu gefallen schien ihm nichts. Aber er machte auch keine Anstalten alleine etwas anfangen zu wollen. Auf irgendeiner Matte fing ich an ihn zu blasen. Er wurde aber nicht richtig steif. Ich merkte, dass sein Kopf nicht mitmachte. Es flog nicht so recht. Das war seltsam.

Wir gingen wieder in den Barbereich zurück und kuschelten uns auf die Couch. Wir kuschelten auf dem Sofa. Und knutschten, wie zwei verliebte Teenager. Knutschen bei dem man alles drumherum vergisst. So intensiv, schön, leidenschaftlich. Er hätte mich dort auf der Couch vögeln können, es wäre mir alles drumherum egal gewesen. So wenig es auf den Matten flog an diesem Abend, so sehr flogen die Gefühle zwischen uns. Das war ein verrückter Kontrast. Wir unternahmen einen weiteren Anlauf uns ein Plätzchen zu suchen. Er fand eine Frau, die er kannte. Sie war mit ihrem Begleiter und noch ein paar anderen auf einer Matte zugange. Ich hoffte, dass Mr. Gentleman etwas fand, dass ihn anmacht. Ich konnte nicht genießen, bevor ich das Gefühl hatte, dass er genossen hat. Aber vermutlich ging es ihm ähnlich. Ich deutete ihm an, dass er mit auf die Matte gehen sollte. Ich legte mich ganz an den Rand und wollte ihm zusehen. Der Gedanke gefiel mir. Meinen schönen Begleiter auszuleihen, aber er würde dann ja wieder zu mir zurückkehren. Gerade als er in Fahrt kam, machte sich der Begleiter von seiner Bekannten vom Acker und sie hinterher. Keine Ahnung warum. Und schon war es wieder vorbei. Es sollte irgendwie noch nicht sein. Wir gingen ein wenig frustriert wieder zum Barbereich zurück. Dieser Abend lief anders als der erste. Es war ein Auf und Ab….

Böser Finger

Jetzt stauen sich schon wieder unzählige Blogeinträge in meinem Kopf, aber ich habe nicht soviel Zeit, wie ich dafür brauchen würde.

  • Teil 3 mit Mr. Gentleman fehlt noch
  • Ich habe inzwischen den Tech-Nerd wiedergesehen
  • Auch von Mr. Bondage steht noch was aus
  • Darüber hinaus geistert mir das #metoo Ding mit vielen Gedanken durch den Kopf
  • und ein kleines Konzept zu dem ihr mir gern eure Meinung geigen dürftet
  • Hab sowohl dem Bachelor, als auch JD mal wieder eine Mail geschrieben. Der Bachelor hatte mich nach Jahren mal wieder kontaktiert 🙂

Na dann versuche ich mal den Abend mit Mr. Gentleman mal noch fertig zu bloggen:

Mit einer Frisur, die verriet, dass ich mich gerade hatte durchvögeln lassen, gingen wir in den Barbereich zurück. Trotzdem er sich seine Befriedigung geholt hatte, kümmerte Mr. Gentleman sich weiterhin ausschließlich um mich. Er holte uns Drinks an der Theke und wir suchten uns einen Sitzplatz am kleinen Tanzbereich. Ein paar Minuten später war ich davon überzeugt, dass ich an dem Abend nicht nur vom bestaussehensten und höflichsten Mann im Club begleitet wurde, sondern auch vom besten Tänzer. Ich mag ja Männer mit Körpergefühl. Er hatte Lust zu tanzen und wußte auch wie. Herrlich. Nach einer Weile hatte er Lust nochmal ein wenig durch die Räume zu ziehen um etwas spannendes zum Zuschauen zu finden. Ihm gefiel eine natürliche, kurvige Frau, die es genoss mit ihrem Partner im Club zu sein. Die beiden schienen sich aber nicht wirklich gut zu kennen. Sie hatten sich in den abschließbaren Raum zurückgezogen, den wir auch benutzt hatten. Sie bemerkten, dass wir ihnen zusahen und waren ein klein wenig verlegen. Ich vermute, die beiden wären ein Paar gewesen, mit dem zusammen Mr. Gentleman gerne gespielt hätte, aber soweit waren die beiden nicht. Nach einer Weile ließen wir die beiden dann alleine weiter Spaß haben und sahen uns in den anderen Zimmern um.

Es gab nicht so wirklich etwas, was ihm zu gefallen schien. So gingen wir auf eine Liegewiese die nicht ganz offen war und etwas höher lag. Ich war gespannt, ob jemand dazu kommen würde. Aber ich glaube wir waren die meiste Zeit einigermaßen ungestört. Ich fing an das zu tun, was ich am liebsten tue, nämlich blasen. Ihm gefiel es. Zumindest interpretiere ich das in die Aussage „Du bist echt die Blase-Göttin“ hinein. Er konnte aber nicht lange einfach nur genießen. So fing er an mit seinen Fingern meine Muschi unsicher zu machen. Das machte es mir schwer mich aufs Blasen zu konzentrieren. Trotzdem war ich gespannt, ob ich ihm einen Orgasmus blasen konnte. Er hatte allerdings andere Pläne. Kondom an und nochmal Doggystyle. Oh ja, dagegen hatte ich nichts einzuwenden. Er begann mich zu ficken und ich langte unter meinem Körper durch und massierte meinen Kitzler. Dieses Mal wollte ich mir die Gelegenheit nicht entgehen lassen. Er machte es gut. Hielt mich an den Hüften und stieß mich tief. Dann spürte ich, wie seine Hände auf Wanderschaft gingen. Seine Finger näherten sich meinem Anus an. Huch, damit hatte ich nicht gerechnet. Joah, einfach mal hoffen, dass also … ähm  … ihm nix begegnet. Aber er hat das so gewollt. Er ließ seinen Finger an meinem Hintereingang kreisen. OMG, ich liebe es. Ist halt so ein Kopf-Ding oft. Ich spürte wie er in mich eindrang. Ich war so geil, es tat überhaupt nicht weh, was es manchmal tut. Die Kombination aus gefickt werden, Finger im Hintern und meine Hand am Kitzler machte mir einen ziemlich heftigen Orgasmus. Rrrr. Er hörte gar nicht auf mich zu stoßen. Aber um mich so lange weiterficken zu lassen, bis er dann kommt, war der Orgasmus zu heftig. Ich ließ meinen Körper nach vorne kippen und entzog mich ihm. Ich rollte mich Augenblicklich in die Embryo-Position und genoss die Nachwehen. Er musste lachen. Ich denke er war zufrieden, dass er es mir besorgen konnte. Nach kurzem erholen und genießen wollte ich ihm aber auch nochmal einen Orgasmus schenken. Eine Mischung aus Hand- und Mundjob und er fummelte noch an mir rum sorgten auch dafür, dass er nochmal kam. Wir kraxelten von der Matte und gingen unter die Dusche.

Wir nahmen noch einen Absacker an der Bar und dann fuhr er mich wieder nach Hause. Ich war sehr dankbar für einen Abend, denn ich mir besser nicht wünschen hätte können. Ohne Erwartungen gestartet und eine gute Zeit gehabt. Ich mochte besonders, dass er ein warmer, wertschätzender Mensch ist. Hat ein gutes Herz. Ich hoffe, dass wir das mal wiederholen können. Wir sind immernoch in Kontakt. Das ist gut

Der Gentleman und ich…

Samstag Abend: ich war nach ganz langer Zeit mal wieder ein Wochenende zu Hause. Hatte untertags einen Termin gehabt. Sitzung, mit inhaltlichen Diskussionen. Nachdem mein Date ein paar Tag vorher ausgefallen war, war ich immer noch untervögelt. Das wollte ich ändern. Am liebsten hätte ich jemanden getroffen, den ich schon kenne, wo ich weiß, dass gegenseitig Lust besteht. Aber ich musste mal wieder feststellen, dass mir die Männer in meiner Stadt alle abhandengekommen sind. Entweder hat es sich aus irgendeinem Grund im Sande verlaufen, oder sie sind wieder vergeben, jedenfalls fiel mir niemand ein, den ich mal schnell hätte fragen können. Alle anderen Männer waren zu weit weg. Ich war eigentlich nicht in Date-Laune, konnte mich aber am Samstagabend auch nicht dazu durchringen alleine in einen Club zu gehen, zumal ich erst ab 21 Uhr losziehen konnte.

Also blieb mir wohl oder übel nichts anderes übrig, als auf der Rirarammel-Seite ein Dategesuch einzustellen. Das sorgt dann immer für ordentlich Traffic auf meinem Profil. Aber es ist gar nicht so leicht, aus den Zuschriften sich dann für den richtigen zu entscheiden. Ein Teil der Männer, die mich angeschrieben haben, winkt nach dem Bildertausch mit „Sorry, nicht mein Typ“ ab. Das nervt mich dann immer kurz, aber besser so, als einen doofen Abend haben. Zwei Männer waren in der engeren Auswahl. Für einen habe ich mich dann entschieden. Bauchgefühl. Mich beim anderen mit einem schlechten Gewissen fürs Hinhalten entschuldigt. Mein Date hatte in seinem Profil Bilder auf denen er wirklich sehr geschmack- und stilvoll angezogen war. Er sag gut im Anzug und Weste aus. Er war Anfang 40, südländischer Typ, sportlich. Einziges Manko, dass er nur so groß ist wie ich. Das mag ich meistens nicht so gerne, da ich mir dann immer pummlig vorkomme, wenn er gleich groß, aber leichter ist als ich. Aber naja, das nahm ich in Kauf. Er wollte in einen bestimmten Club, in dem an diesem Abend Paare und Bi-Ladys Party ist. Keine Solomänner. Nur Paare und Frauen ist eigentlich auch nicht so mein Fall. Denn sollte er und ich uns nicht verstehen, würde das bei einem Frauenüberhang-Abend mutmaßlich sehr einsam werden. Aber ich mag den kleinen und feinen Club ganz gerne und er schien sich mit den Besitzern gut zu verstehen. Er signalisierte, dass er ohne Erwartungen in diesen Abend ging, außer, dass er glaubt, dass man sich mit mir gut unterhalten kann. Nachdem ich damit dienen kann, konnte gefühlt ja nicht viel schiefgehen, außer dass ich vielleicht immer noch untervögelt wieder nach Hause komme.

Er bot an zu fahren und ich hatte Lust ein wenig was trinken zu können, also willigte ich ein, dass er mich abholt. Ich packte meinen Rucksack mit dem Club-Outfit, schminkte mich schon ein wenig und flitzte los. Ich hatte ihn zur nächsten Kreuzung gelotst. Dass mache ich beim ersten Date meistens. Da stand ein schicker Mercedes und siehe da, darin saß er. Er stieg aus und begrüßte mich. Er sah wirklich gut aus in seinem grauen Anzug, mit der Weste drunter. Schönes helles Hemd, schicke Schuhe. Er hatte die Haare ganz kurz rasiert, aber einen Bart der schon leicht grau wurde. Altern hatte bei ihm allenfalls den George Clooney-Effekt. Es stand ihm. Huch ja, ein Leckerbissen. Jetzt konnte ich nur hoffen, dass er mir auch etwas abgewinnen kann.

Ich stieg ein, wir fuhren zum Club. Wir unterhielten uns gut. Über Sex und Gott und die Welt. Er war vermutlich nicht gebürtig von hier, mutmaße ich, da er manchmal lustige Satzkonstruktionen machte. Aber ich fragte ihn nicht danach, weil es mir eigentlich auch egal war. Er war nett und sah gut aus. Mal sehen, ob es noch einen Haken gab. Wir gingen in den Club. In diesen Club kann man gut mit dem schicken Anzug gehen. Ich hatte mein Standard-Outfit eingepackt und wollte mich erst dort umziehen. Er musste auf mich warten, nachdem er ja schon richtig angezogen war. Ich trug schwarze Unterwäsche, meinen Kimono, einen Minirock und drunter die Strapse. Ich fragte ihn, ob er mir beim Einhängen der Strapsbänder helfen würde. Dann muss ich mich nicht abquälen und ich habe gelernt, dass Männer das eigentlich ganz gerne machen und es ist immer ein netter erster Körperkontakt. Er setzte sich auf einen Stuhl vor mich und hängte die Strümpfe ein. Er stellte sich geschickt an dabei. Während er das tat, fiel mir seine Uhr auf. Ich finde Uhren insofern wichtig, da ich meistens anhand der Uhr eines Mannes schon weiß, ob er mein Typ ist oder nicht. Ich mag große, sportlich elegante Uhren. Ich kann das schwer beschreiben. Nicht protzig, kein Gold-Bling-Bling. Aber auch nicht zu klein. Er traf meinen Uhrengeschmack ziemlich genau. Sehr gut. Noch ein Pluspunkt. Er war ein sehr gepflegter eleganter Mann und ich war schon so ein bisschen stolz, dass ich seine Begleiterin war. Konnte sich sehen lassen. Wir gingen Richtung Bar. Mit meinen Pumps war ich größer als er, aber kam mir gar nicht doof vor. Er nahm mich bei der Hand. Wow, das fühlte sich gut an. So ein „Mein Baby gehört zu mir-Moment“ Es vermittelte mir auch das Gefühl, dass er sich auch gerne mit mir sehen ließ und ich nicht nur dazu da war billiger in den Club zu kommen. Er begrüßte die Clubchefin herzlich und sagte, dass wir zusammen da waren. Sie schmunzelte. Ich war ja auch schon mal mit Mr. Bondage in dem Club gewesen. Und auch mein Gentleman war dort schon mit einer anderen Frau aufgetaucht. Wir machten kein Geheimnis daraus, dass wir an diesem Abend unser erstes Date hatten.

Mr. Gentleman kümmerte sich um die Drinks. Wir setzten uns aufs Sofa und quatschten ein wenig. Wir sahen uns die anderen Gäste an. Aber er gab mir immer das Gefühl, dass sein Interesse vor Allem mir galt. Ich Glückspilz. Vor dem Sofa stand eine Tanzstange. Eine andere Clubbesucherin zeigte ein wenig von ihren Tanzkünsten. Sehr anregend und ästhetisch. Es machte uns beide an auch wenn es nicht für uns, sondern ihren Begleiter gedacht war. Mr. Gentleman ließ durchblicken, dass er kurvige Frau mag. Nicht dick, aber kurvig. Juhu, ich schien sein Beuteschema zu sein. Er berührte mich, legte mir seine Hand aufs Knie, suchte meine Nähe. Ich war ein wenig verlegen und schüchtern. Dann kam er mir mit seinem Gesicht näher, es würde auf einen Kuss hinauslaufen. OMG, er kann küssen. Sensationell küssen. Leichte Lippenberührung, Verspielt, ein kleines bisschen Zunge. Die Hand in Haaren, oder am Hals. Sanftes Wangenstreicheln. Gesicht in die Hände nehmen. Küsse, leidenschaftlich, aber elegant. Intensiv. mehr Lippen, als Zunge.  Der Abend hätte sich an dieser Stelle schon für mich rentiert gehabt. Er machte mich trotzdem immer noch ein wenig verlegen. Schöne Männer haben diesen Effekt immer auf mich. Ich entzog mich dann immer wieder seiner Nähe und trank einen Schluck Aperol um meine Unsicherheit zu überspielen. Er wollte durch die Räume gucken, ob sich etwas Interessantes abspielte. Er nahm mich an die Hand. Er traf genau den richtigen Grad zwischen er gibt den Ton an, bevormundete mich aber nicht und passt auf mich auf, ohne mir das Gefühl zu geben, dass ich das notwendig hätte.

Es war etwas los, aber nicht voll. Die meisten Gäste waren einigermaßen stilvoll gekleidet. Wir wanderten durch ein paar Zimmer, bis wir an einer größeren Matte stehen bleiben. Darauf waren drei Pärchen zugange. Wir blieben davorstehen und sahen zu. Mehr knutschen und fummeln als wildes Vögeln. War ganz okay anzusehen. Während wir zusahen spürte ich seine Hand auf meinem Rücken. Es machte ihn wohl an, was er sah. Er ließ seine Hand unter meinen Rock über meinen Hintern gleiten… Seine Erregtheit übertrug sich auf mich. Er berührte mich fordernder, stellte sich vor mir, drückte mich gegen die Wand, küsste mich. Gänsehaut. Erregung breitete sich in meinem Körper aus….