Erdbeer-Sex – was ein doofer Ausdruck

Gerade bevor ich auf veröffentlichen klicke fällt mir auf, dass das der 500. Blog-Eintrag werden wird. Wow, das ist mal eine Zahl. Soviel habe ich also geschrieben in den letzten Jahren. Nachdem konsequent Dinge tun nicht mein Fachgebiet ist, ist es umso erstaunlicher, dass ich es geschafft habe bis zu dieser Zahl zu schreiben. 500 mal ein Schwank aus meinem Sexleben. Mal lustig, mal traurig, mal doof, mal peinlich, mit Orgasmus oder ohne. Mit Liebeskummer, mal ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden… Da werd ich mir doch mal einen kleinen Gin-Tonic aufmachen heute Abend auf das Jubiläum.

September – Urlaubszeit vorbei. Kein Ehrenamtspause mehr. – Und schon sind wieder zwei Wochen seit dem letzten Blogeintrag vergangen. Ich war zwar immerhin noch eine Woche davon auf Reisen, aber ich merke, dass die zeitlichen Ressourcen wieder ganz andere sind, als noch im August, wo ich wirklich viel geschrieben habe.

Aber immerhin kann ich verkünden, dass sich in dem Bereich, der mir am Meisten auf das Gemüt geschlagen hat, doch sehr plötzlich was getan hat. Ich bekomme morgen die Schlüssel zu meiner neuen Wohnung. Juhuuu… Plötzlich ging es dann superschnell. Natürlich über jemand, der jemanden kennt… Anders ist wohl nicht an eine Wohnung zu kommen. Die Wohnung liegt gut in der Stadt. Neues Viertel. Bringt mich ein gutes Stück weg von meinem bisherigen Leben. Raus aus meiner Komfortzone, was in meinem Kopf ein wenig gebraucht hat. Mit kleinen Ängsten und riesiger Vorfreude werde ich morgen Abend eine Luma in die Wohnung legen und einfach eine Nacht in der leeren Bude verbringen.

Ein neuer Abschnitt beginnt. Alte Zöpfe werden nun endlich abgeschnitten. Die Bande zum Ex gekappt. Mein eigenes 34 Quadratmeter großes Reich. An der Schmerzgrenze dessen was ich ausgeben wollte. Das macht mich ein wenig nervös. In der Hoffnung, dass ich mit meinem Geld auskommen werde. Es wird auch nicht das Reich für immer sein. Meine 1-Zimmer-Zwischenstation um ganz zu mir zu kommen. Ein neues Viertel gilt es zu erobern. Als mir beim Suchen gewusst geworden ist, dass ich nicht in dem Viertel bleiben können werde, in dem ich jetzt wohne, da ist ganz schon viel hochgekommen. Einen Nachmittag habe ich mal meinem Chef die Ohren vollgeheult, weil es sich gerade so ergeben hat, dass ich in dieser Stadt aus der ich nicht weg will einsam bin. Keinen dauerhaften Anschluss habe. Mal sehen, ob es mir gelingt, das noch zu ändern. Ansonsten muss ich mich halt ins Auto setzen und zu meinen Freunden fahren.

Aber es ist die Chance mein Leben aufzuräumen und wirklich zu entrümpeln. Ich werde einfach viel alten Kram wegschmeißen. Materielles reduzieren. Mir eine kleine, aber feine Wohlfühloase schaffen. Mit einer Ecke in der ich gut schreiben kann. Und bin sehr gespannt wie es wird, wenn ich zum ersten Mal seit Jahren einen Mann mit nach Hause nehmen kann 🙂 Jetzt habe ich keinen Druck mit dem Umziehen. Werde denke ich im Laufe des Oktobers meine Sache in die neue Wohnung packen.

Nach geraumer Zeit ist Mr. Anwalt wieder in meinem Leben aufgetaucht. Wobei mir auffällt, dass ich außer über das erste Treffen nie über ihn gebloggt habe. Ich weiß eigentlich gar nicht warum. Das war mehr Zufall. Ich glaube immer wenn wir ein Date hatten, war ich die Tage danach so eingespannt, dass ich nicht dazugekommen bin es aufzuschreiben. Wir hatten uns Mitte letzten Jahres in einem Biergarten getroffen und uns gut unterhalten. Sportlicher, gutaussehender, schlauer Mann, der gerade dabei war sich von seiner Frau zu trennen. Der mir am Ende des Dates einen unvergesslichen, schmetterlingsgefluteten unerwarteten, leidenschaftlichen, perfekten Kuss gegeben hat. Wenn an diesen Moment denken, der mehr als ein Jahr her ist, dann spüre ich immernoch ein wohliges Ziehen in meinem Bauch. Er hat mich in dem Kuss spüren lassen, dass er mit jeder Faser seines Körpers Lust auf mich hat. Manchmal passieren so Momente. Umso schräger, dass ich nie über unseren Sex geschrieben habe. Aber mutmaßlich hat der Kuss die Messlatte so hoch gehängt, dass der Sex bei dem man sich erst an den anderen rantasten muss, dass nicht ganz halten konnte. Nicht falsch verstehen, wir hatten guten Sex. Aber man muss sich manchmal auf einander einspielen.

Wir hatten glaube ich zwei mal Sex im letzten Jahr. Dann war unser Kontakt etwas rar, was damit zu tun hatte, dass er im Leben wichtigeres zu tun hatte als eine Affäre mit mir. Ehe retten oder trennen. Ich gehe davon aus, dass ihn das beschäftigt hat. Als er sich so halbwegs in seinem neuen Leben eingerichtet hatte, begann sich unserer Kontakt wieder zu intensivieren. Wir schrieben wieder mehr hin und her. Aber bis zum nächsten Treffen, dauerte es ein wenig. Mal war er im Urlaub, oder ich hatte keine Zeit. Vor meinem Urlaub fühlte ich mich einsam, hatte meine Tage und wollte eigentlich nur in den Arm genommen werden. Ich schrieb ihn an. Er antwortet und fragte, ob ich wirklich nur kuscheln wolle. Ich schrieb, dass ich auf alles Lust habe, wovon ihn meine Tage nicht abhalten würden. Er schrieb, dass er aktuell nur ein ganz kleines Bett hat und ich die Kondome mitbringen soll.

Dann stand ich vor seiner Tür. Trotzdem wir uns Monate nicht gesehen hatten, war es einfacher dieses Mal, vertrauter. Ich ging schnell duschen. Für den Kopf. Hatte meine Tage, aber zum Glück nicht allzu wild. Und er wußte worauf er sich einließ. Hatte auf dem Weg zu ihm die vermutlich teuersten Kondome meines Lebens an einer Tanke gekauft. Drei knallbunte Billy Boys für 5 Euro. Oh Mann. Der Verkäufer hatte mir dann beim Gehen natürlich noch viel Spaß gewünscht. Werd ich haben, dachte ich mir.

Wie gern ich seinen Körper doch anfasse. Er macht mich einfach an. Wildes Knutschen streicheln, knabbern. Es war freier als bei den ersten Malen. Ich bestand darauf ein Handtuch unterzulegen. Wollte die weiße Bettwäsche nicht ruinieren. Dann tat er erstaunliches. Er war drauf und dran mich Lecken zu wollen. Ähh.. wie jetzt. Aber ich … also blute doch. öh.. Hilfe… Mein Kopf legte los. Andererseits wußte er ja, woran er war. Ich hatte es gesagt, wir haben das Handtuch untergelegt. Er ist ja schon groß und wird wissen was er tut, schlug der Kopf nun vor. Na,dann lasse ich ihn mal machen. Ich verdrängte alle Gedanken an meine Periode und ließ mich in den Gedanken hineinfallen, dass er schon nur Dinge tun würde, auf die er Lust hat. O Gott wie geil er lecken kann. Hatte ich das verdrängt oder hatten wir das so noch gar nicht gehabt? Keine Ahnung. Aber er hatte das definitiv drauf. Er wußte genau wie es geht. Langsam, steigernd. Lecken und Fingern. Wie großartig, wenn Männer wissen, wie sie lecken müssen. Ein großartiger Orgasmus war mein Preis.

Und ich revanchierte mich mit Blasen. Allerdings musste ich mich sehr zurückhalten, dass er nicht gleich kommt. Er wollte noch nicht kommen. Er zog sich eines der lustig bunten Gummis an und ich streckte ihm meinen Hintern entgegen. Ich glaube er kam unmittelbar, nachdem er in mich eingedrungen war mit dem Hinweise: „Oh Gott Remi, dein Arsch macht mich so an.“ So gut. Wir hatten beiden guten „Erdbeer-Sex“ gehabt. Auch wenn ich den Ausdruck nicht mag. Wir beömmelten uns darüber dass manche Frauen das Erdbeer-Woche nennen. Naja. Ich fuhr nach Hause, denn sein Bett war eindeutig zu klein für zwei Menschen.

„Unser letztes Date verlangt nach einer baldigen Wiederholung. Dich von hinten zu ficken ist so unglaublich erregend, weil mich der Blick auf deinen Hintern so scharf macht. Ich will mehr davon, Remi. Du machst mich an.“

Diese Nachricht schrieb er mir danach. Da war es wieder das Ziehen im Bauch. Oh ja sowas von mehr davon….

 

 

5 Kommentare zu “Erdbeer-Sex – was ein doofer Ausdruck

  1. Vielen lieben Dank für all Deine Geschichten, Remi!❤️❤️❤️ Es ist immer wieder spannend, interessant, anregend, inspirierend aber auch bedenkenswertzu lesen, wie Du Dein (Liebes)Leben gestaltest!
    Du hast mir in etlichen Fragen schon Gedankenwelten geöffnet. (auch wenn es mit meiner eigenen „großen Liebe“ alles andere als super läuft 😪)
    Danke! Und auf weitere 500 Blogbeiträge!
    Ich freue mich darauf.
    Liebe Grüße
    R.

    Gefällt 2 Personen

  2. Glückwunsch zur neuen Wohnung.
    34 Quadrat ist aber nicht sehr geräumig. Aber für eine Person muss es eben reichen.
    Aber warum konntest oder kannst du in deine jetzige Wohnung keinen Mann mitnehmen?

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  3. 34 qm ist ja nicht für den Rest des Lebens, sondern nur, bis sich die Dinge nach einiger Zeit sortiert haben…
    ERDBEER-SEX: hätte ich jetzt nicht auf Blut bezogen, sondern darauf, sich saftige Erdbeeren auf diverse Körperregionen zu verteilen und zu zerdrücken – so zumindest meine Erfahrung 😉
    P.S. Ich freue mich jedes Mal wieder über Deinen Blog…

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