Beim After-Sex-Bier-Kauf gescheitert

Ein Wunder, dass ich mich mit dem kleinen Österreicher wirklich getroffen habe. Eigentlich war er mir viel zu penetrant, wollte keine Zeit verlieren, kein Date vorher. Lange hab ich mich darauf nicht eingelassen, bis er mich dann eines Abends wieder anschrieb. Ich hatte nichts geplant. War durchaus Abenteuerlustig drauf. Er hatte seine Taktik nicht geändert. Er wollte, dass ich zu ihm nach Hause komme. Aber an diesem Abend sagte mein Bauchgefühl „Go“ und ich sagte zu. Auf seinen Vorschlag, er könnte mir ja nackt die Türe öffnen und wir vögeln dann gleich wild, bin ich allerdings nicht eingegangen.  Meine Bedingung war, dass wir ein Glas Wein trinken und quatschen und dann sehen, ob die Chemie stimmt.

Dann macht mir ein relativ unscheinbarer Typ die Türe auf. Unscheinbar, aber durchaus sympathisch. Nicht besonders groß. Ich war sehr gespannt, wie das Date laufen würde. Sein Dialekt verriet seine Herkunft. Der Österreicher war unterhaltsam. Es gab Wein wie versprochen. Wir saßen auf der Couch und unterhielten uns gut. Damit war der Abend schon mal ganz in Ordnung. Er war eigentlich überhaupt nicht der Typ Mann, dem ich auf den ersten Blick so direkte Mails zutrauen würden. Oder überhaupt spontanen Sex.  Und da ich ja im Erstkontakt immer sehr schüchtern bin (kein Witz), war ich gespannt, ob noch was laufen würde zwischen uns.

Mitten im Gespräch – er saß in der einen Ecke des Sofas, ich in der anderen, also maximaler Abstand – sagte er plötzlich: „Ich habe gerade überlegt, ob ich dich jetzt einfach küsse“. Hehe, guter Eisbrecher: Ich musste lachen. Aber gesagt, getan.. Wir knutschten los. Und er wurde relativ schnell sehr leidenschaftlich. Mir fast ein wenig zu flott. Aber er fasste mir dabei immer fest hinten in die Haare. Hach, wie ich das mag. Er kam schnell auf Touren, zog mich aus. Bis er dann fragte: “ Darf ich dir mein Bett zeigen“. Was ein noch lustigerer Eisbrecher war, weil sein Bett direkt neben der Couch stand.

Bett, weiter leidenschaftliches Knutschen, wild, fummeln und streicheln.. Ja ich hatte Bock. Als ich dann aktiver wurde und mir sein bestes Stück vornahm, gab er deutlich hörbares Feedback: „Ach du scheiße, Oh Schei0e…“ Ich interpretierte das mal, als es gefällt ihm wirklich gut, wie ich ihn mit meinem Mund bearbeitete. Dabei hatte er einen Schwanz der tricky zu blasen ist. Einerseits wegen einer Biegung, andererseits weil er nach unten hin breiter wird. Nach ein wenig heiß blasen, knuschten wir weiter, bis er mich bittend ansah und fragte, ob er in meinem Mund kommen dürfe. Argh, mag ich gar nicht gern. Aber gut. Ich entschied mich dafür, aber kündigte an, dass ich alles wieder ausspucken würde. Ich war gespannt, ob ich es schaffen würde ihn zum Orgasmus zu blasen, weil ich bei seiner Art Schwanz nichr so lange intensiv blasen kann. Aber es ging ganz fix, ich musste nicht viel machen und er kam heftig..Ich hatte alles im Mund und er drückte mit Taschentücher in die Hand zum Ausspucken. Dann lag er völlig gerädert da. Fast so als würde er einschlafen.

Als er sich wieder erholt hatte, bot er mir eine Revanche an. Die ich mit „ehrlich gesagt, hätte ich lieber einen Schluck Wasser“ beantwortete. Wir mussten wieder lachen.

Dann legte er los. Immer wieder spannend, welche Technik Männer so an den Tag legen. Mein Österreicher penetrierte eine Stelle. Von der wich er nicht ab. Er variierte nicht. Die Stelle war schon richtig, aber nix mit rantasten und so..Aber ich habe in letzter Zeit meinen Körper besser kennengelernt. Ich weiß, wie ich mitarbeiten kann, was ich tun muss. Ich brauchte etwas bis ich auf Temperatur war, bis sich mein Körper einen Rhythmus gesucht hat. Aber dann fühle ich die Wellen und wenn ich diesess Gefühl spüre, habe ich mittlerweile auch das Wellenbild im Kopf. Wenn ich mal den Anfang der Wellen gefunden habe und der Mann dann nicht plötzliche alles anders macht, dann komme ich auch ordentlich. So auch in diesem Fall. Seine Zunge pentrierte unablässig meine Perle. Mein Körper glich mit seinem eigenen Rhythmus zwischen Anspannung und Entspannung aus und sorgte dafür, dass der Weg zum Orgasmus führte. Ich kam und embryote mich ein.. Es dauert nach dem Orgasmus gefühlt zehn Sekunden, bis mir dann kalt wird und ich eine Decke brauche. Jetzt lag ich da, so ein wenig als würde ich gleich einschlafen.

Nach einer langen gegenseitigen Streicheleinheit und einem Anblasen meinerseits lief es auf Sex hinaus. Gummi an und los.  Er überredete mich, wie auch immer, dass ich plötzlich auf ihm drauf saß. Allerdings bin ich oben immer so gehemmt, nachdem ich vor ein paar Jahren einem Mann dabei mal ordentlich weh getan hatte. Vermutlich muss mir mal  jemand noch ein paar Reitstunden geben. Ganz geduldig. Ich fühlte mich nicht wohl und fragte ihn nach einem Stellungswechsel.. Dann wurde die Missionarsstellung draus, ganz klassisch. Während er mich fickte, zog er sich immer wieder zurück und leckte mich. Bis er dann sagte, dass er mich von hinten ficken will. Ich kniete mich hin, streckte ihm meinen Arsch entgegen. Er fand es hörbar geil, mich in der Stellung zu nehmen. Und ehe ich mich versah, hatte ich auch noch einen Finger im Hintern stecken. Kurzer „der Kopf geht an“ Moment.. Aber es war so geil.  Ich mag es einfach. Half noch ein wenig nach und wir kamen ziemlich gleichzeitig..

Schöner Abend.. Guter Vanilla Sex, dem ich ja durchaus was abgewinnen kann. Zweite Runde wird folgen..

Auf dem Heimweg versuchte ich irgendwo ein After-Sex-Bier zu kaufen..Sehr schwierig. Alle Tankstellen, die ich anfuhr, verkauften um die Zeit keinen Alkohol. Wie mies, in so einer Riesenstadt.. Hab ja nicht oft Lust drauf, aber an dem Abend wollte ich daheim noch ein Bier trinken. In meiner Verzweiflung bin ich bei meinem Ex vorbei und hab ihm eines aus dem Kühlschrank gemopst. Dem Wohnungsschlüssel sei Dank. Zu meiner Verteidigung, ich packe aber auch immer mal wieder Sachen für ihn in seinen Kühlschrank.

23 Kommentare zu “Beim After-Sex-Bier-Kauf gescheitert

  1. Das klingt doch eigentlich alles ganz gut. Also es war eben ein simples Fick-Date und für dich ja auch ganz interessant zu wissen, wie du zu deinem Orgasmus kommen kannst, selbst wenn es nicht so gemacht wird, wie du es gern hättest. Da könntest du in Zukunft glatt Kurse zu anbieten 😉

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  2. Na endlich mal wieder ein Blog-Eintrag mit richtig gut beschriebenem Fick! Klasse!
    Bitte wieder mehr davon! Immer nur „ich hab ihm einen geblasen“ war jüngst etwas öde!

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  3. Dass es so etwas gibt, haut mich jedes mal wieder um. Ich kenne außerhalb der Welt der professionellen Damen nur asexuelle Frauen, so die Sorte, tu dein Ding weg, kannst du an nichts anderes denken usw. Wirklich schön, dass es so jemanden wie dich gibt.

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  4. Ich find das ja immer interessant bei Dir zu lesen. Besonders weil Du so intime Dinge beschreibst, als wärst Du einkaufen gewesen oder hättest die Wohnung renoviert. Das hat oft was sehr skurriles. 🙂

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