Therapeutisches Ficken

Die kurze Nacht hat ein paar Müdigkeitsspuren hinterlassen. Das rächt sich jetzt gerade ein wenig, da ich eine Sitzung habe und danach noch ein gutes Stück Autofahren muss. Da ich bei der Sitzung nur zuhören muss, nutze ich die Zeit in paar Zeilen zu schreiben. Muss nur aufpassen, dass niemand auf den Bildschirm linst. (Ich habe es nicht geschafft während der Sitzung den Artikel fertig zu schreiben.) Mittlerweile sind nochmal zwei Tage vergangen.

Noch keine News an der Wohnungsfront. Markt ist schwierig. Die Suche zieht mir viel Energie. Aber nächste Woche könnte sich was tun. Und eine Option hat sich quasi zerschlagen. Mal sehen, was passiert

Was mir gut tut sind die Ausgeh-Abende mit dem älteren Kollegen. Wir haben das jetzt mehrere Wochen nacheinander immer gemeinsam gemacht. Diese Woche nicht, weil ich an dem Abend einen Termin hatte. Aber letzte Woche. Den Eintrag bin ich noch schuldig.

Wir waren auch dieses Mal wieder im Pornokino unterwegs. Ich mag das ja schon einfach deswegen so gerne, weil ich es genieße dort an der Bar zu sitzen und über das Leben und Sex zu reden. Es war relativ wenig los, da die meisten beim Fußball schauen waren. Aber das war sehr okay. Wir gesellten uns an der Bar zu Chefin und ließen uns ein paar Insider-Geschichten erzählen. Ich hatte mir auch dieses Mal kein Cluboutfit angezogen. Hatte es aber dabei. Mr. Gere-Kollege fragte mich nach einer Weile, ob ich mich denn nicht in Schale schmeißen wollte. Na, wenn er sich das wünscht, weil es ihm gefällt, dann mache ich das doch.

Also zog ich mich um. Er kam zu und sah mir dabei zu. Es war süß. Und machte mich ein wenig nervös. Ich schminkte mich auch. Und ja, ich fühlte mich gleich um Längen sexier in meinem Kleidchen, als in meinem normalen Outfit. Außerdem zeigte es mir, dass er Lust auf mich hatte.

Wir gingen irgendwann in einen der beiden Spielräume im Keller. Die Details des Abends sind in meiner Erinnerung schon etwas verschwommen. Ich schreibe, die Momente die mir im Gedächtnis geblieben sind. Wir waren jedenfalls in dem Spielzimmer und knutschten. Es waren gleich noch drei oder vier Männer hinterher gekommen. Ich habe sie mir aber überhaupt nicht angesehen. Mr. Gere saß auf der Liege an die Wand gelehnt. Ich stand vor ihm und beugte mich über seinen Schwanz. Ich konzentrierte mich völlig aufs Blasen. Ich spürte mehrere Hände die vorsichtig meinen Körper erkundeten. Ich wusste, dass Mr. Gere ein Auge auf sie haben würde. Er hatte mich auch gefragt, ob es okay war, wenn die Herren mit in das Zimmer kamen. Für mich war es okay. Ich mag es ja, wenn ich noch ein paar Hände auf mir spüre. Manchmal weiß ich nicht, ob es für ihn okay ist oder ihn eher stört. Aber da er eh ein Gentleman der alten Schule ist, mutmaße ich dass es ihm wichtig ist, dass ich Spaß habe.

Jedenfalls blies ich ihn, während die drei Männer hinter mir anfingen mich mit ihren Händen zu erkunden. Sie waren vorsichtig. Ich hatte das Gefühl, sie genossen es einfach eine Frau anfassen zu können.

Der Kollege ließ sich blasen und passte zeitgleich auf mich auf. Ein der Männer wollte mich ficken. Der Kollege fragte, ob er ein Gummi dabei hatte und guckte mit einem Blick, dass er es auch angezogen hatte. Ich ließ die Herren einfach machen und konzentrierte mich auf den Schwanz des Kollegen. Dann spürte ich den Mann hinter mir. Er brachte sich in Position. Dann drang er in mich ein. Ich blies den Kollegen weiter. Versuchte es zumindest. Denn mit den Stoßbewegungen von hinten war das gar nicht so leicht. Er hielt mich an den Schultern fest, damit er besser zustoßen konnte. Damit zog er mich aber immer wieder vom Blasen weg. Ich blies also in Stößen. Was sich vermutlich schräg angefühlt hat. Aber der Mann der mich fickte, wurde ziemlich schnell ziemlich erregt. Hörbar. Ich musste breit grinsen während er mich nahm. Dann stieß er noch ein paar Mal zu und schon kam er. Ich kommentierte noch mit „Huch, das war ja einfach“ Er zog sich zurück und bedankte sich und zog glücklich von Dannen. Ich hab keine Ahnung, wie er aussah, denn ich hatte mich nicht umgedreht.

Der Kollege hatte irgendwann genug vom Blasen, ich glaube er konnte in der Position nicht kommen, oder wollte noch nicht kommen. Da stieg ich nicht ganz dahinter. Also hörten wir auf. Als ich mich aufrichtete, standen noch drei Männer mit hoffnungsvollem Blick und ihrem Schwanz in der Hand vor mir. Ich überlegte, ob ich Lust auf einen weiteren Blowjob hatte. Der Kollege ging sich frisch machen und ich fand mich umringt von drei Männer wieder. Aber alles okay. Der Kollege hatte noch gefragt, ob für mich alles passt. Ich besorgte es zwei Herren noch mit der Hand. Es fühlte sich sehr therapeutisch an. Sie dürsteten förmlich danach angefasst zu werden. Angeheizt von den Pornobildern und mutmaßlich eher deutlich unter als übervögelt, hatte ich das Gefühl, ein gutes Werk zu tun. Sie kamen und sauten mir die Beine voll. Dann zog ich meine Sachen an und ging erstmal duschen. Mit einem Gefühl zwischen dreckig, weil ich mir gerade von Wildfremden aufs Knie wichsen lassen habe und ach, warum eigentlich nicht, cool, dass ich das einfach tun kann, weil ich gerade Lust dazu hatte. Ein ambivalentes Gefühl hinterlässt das Pornokino manchmal.

Im Wohnwagen aufgewacht…

Nach einem Wechselspiel zwischen Zusehen, Händchenhalten und Knutschen und Drink an der Bar, wollte Mr. Sunshine doch auf die Matte. Es dauerte gar nicht lange, bis andere hinzukamen. Er lag hinter mir und ließ die anderen Männer sich an mir vergnügen. Fummeln, Blasen, Ficken. Aber Mr. Sunshine war irgendwann weg, während ich beschäftigt war. Keine Ahnung, wo er hingegangen ist. Wir hatten keine Vereinbarung für den Abend. Da ich ein grünes Band trug, musste er  auch nicht auf mich aufpassen. Aber dadurch das er weg war, war es schräg, weil es änderte in meinem Kopf die Situation. Es funktioniert entweder in der Version, Mann verleiht mich an andere, passt auf. Dann ist mir fast wurscht, wer da so an Männern kommt. So wie mit JD bei meinen ersten Pornokinobesuchen. Oder ich such mir selbst ein oder zwei Männer aus und geh mit denen bewusst auf die Matte. Nun lag ich also auf der Matte mit irgendwelchen Männern und er war weg. Die Situation funktionierte nicht mehr. Das war mir zu wahllos. Wenn der Kick durch das Verliehen werden fehlt, dann brauche ich den Kick des Begehrtwerdens. Ich suchte also meinen Kram zusammen und verließ die Matte.

Ich begnügte mich dann erstmal mit Zusehen. Mr Sunshine war zwischendurch immer mal wieder länger auf Jagd. Dann wieder eine Weile bei mir. Dann ergab sich doch noch ein nettes Gespräch mit einem Mann in der Bar. Bisschen anders, Typ Sozialarbeiter. Er war mir sympathisch. Also doch nochmal auf die Matte. Aber ich war inzwischen nur noch in Geberlaune. Also verwöhnte ich ihn. Ich wollte gar nicht mehr gevögelt werden. Nur noch blasen. Was wohl auch für ihn galt, also die Geberlaune. Deswegen waren wir nicht sonderlich erfolgreich, zumindest wenn ein Orgasmus der Maßstab ist.

Der Abend endete damit, dass ich mir noch zwei nette Männer suchte, die ich blies und dann irgendwann auf einem Sofa saß und auf Mr Sunshine wartete, der gerade eine Runde am Vögeln war. Es dauerte.. und dauerte… In der Zwischenzeit kam ein Pärchen, das knapp jünger als meine Eltern war und leistete mir Gesellschaft. Na dann hatte ich Unterhaltung beim Warten cool. Aber dann wurde es richtig schräg. Sie waren nett keine Frage, aber irgendwann streichelten sie an mir herum und bedauerten, dass sie mich nicht früher an dem Abend kennengelernt hatten. Sie hätten ja sehr Lust auf mich gehabt. Ich saß da in der Mitte, ein wenig überfordert. Eigentlich wusste ich nie so genau, ob ich das nun mochte oder nicht. Es schien sie aber nicht zu stören, dass ich ich da völlig passiv, wie ein verschrecktes Hühnchen in ihrer Mitte saß. Ich war doch froh, als Mr Sunshine kam und wir nach Hause gingen. Fast.

Er hatte mich gefragt, ob ich den Rest der Nacht mit ihm verbringen wollte. JYeah verlockendens und überraschendes Angebot. Ich hatte an dem Abend trotz viel Nähe schon manchmal gedacht, dass er gar keine Lust auf mich hat. Übernachten, aber nicht zu Hause. Er baute gerade an einem Projekt und wollte auf das Material aufpassen. Also hatte er sich dort einen Wohnwagen aufgestellt. Juhu, Camping. Genau mein Ding. Eigentlich war es mir aber zu spät, ich hatte am nächsten Tag einen Termin, ich war müde und so gar nicht vorbereitet. Aber ich hatte Lust. Ich mag ihn und es klang so wildromantisch.

Ich grübelte kurz, dachte mir dann, das Leben sei zu kurz um das nicht mitzumachen und sagte zu. Ich hatte nix zum Übernachten eingepackt. Aber in meinem Auto fand sich ein T-Shirt und ne Decke. Wir fuhren dort hin. Es war mitten auf dem Feld. Nur wir zwei. So cool. Auch wenn wir im Club nicht aufeinander klebten, ich fühle mich aus einem Grund, den sich selbst nicht so genau benennen kann, mit ihm einfach wohl. Wir kuschelten uns unter seine Decke, ich nochmal zusätzlich in meine eingerollt. Im Club hatten wir keinen Sex, aber in seinem Wohnwagen. Einmal zum Einschlafen und einmal zum Aufwachen. Und zwischendurch schliefen wir eingekuschelt ein. Was erstaunlich ist, weil ich oftmals so gar nicht einschlafen kann oder schlecht schlafe neben jemand Neues. Aber ich schlief gut und er ist eine tolle nicht pieksende Heizdecke 🙂

Wifesharing-Party mit 150 Personen in einer Nicht-Spielkonstellation und fast nur schönen Menschen sind nicht die optimale Nummer für mich. Aber ich bereue jetzt auch nicht, dass ich dort war. Ich mag es ja, mir alles mal anzusehen und auszuprobieren. Das Ende des Abends hat mich sehr versöhnt.

Manchmal vergehen ein paar Jahre bis zum Wiedersehen…

Freitag Abend zu Hause – allein. Aber es ist okay. Meist komme ich ja ganz gut mit mir selbst aus. Außerdem war ich gestern Abend unterwegs und man muss es ja nicht übertreiben. Und vermutlich gehe ich morgen aus. So ein Abend Pause schadet also gar nicht. Und ich kann bloggen. Und wirklich unglaublich tolle Mails beantworten. Es berührt mich wirklich sehr, wenn mir jemand schreibt, dass mein Blog sein Leben verändert hat. Ich kann das immer noch nicht glauben, das mein Geschreibsel inspirierend sein kann. Aber es freut mich ungemein. Vielen lieben Dank für das tolle Feedback. Denn dann ist es ja ein Win-Win-Situation. Meinen Kopf reinigt es und am anderen Ende ist jemand gut unterhalten oder inspiriert. Das ist wunderbar.

Ich hab noch so viele Geschichten offen und immer die Frage, welche schreibe ich als nächstes.

Vielleicht, dass ich zu meiner Überraschung den Genussmann wieder gesehen habe. Ja, der Genussmann mit dem ich dieses unfassbar aufregende Absolute Blinddate hatte. Ja, genau der Genussmann, der mir danach gesagt hat, dass es ihn nicht gekickt hat. Der damit für meinen ersten Drop gesorgt hat. Damals hatte ich keine Ahnung, was das ist und warum es passiert. Die Erkenntnis hat ein wenig gebraucht. Aber mit fünf Jahren Abstand betrachtet, war das eigentlich ganz lehrreich. Zu wissen, was dieses Spielen mit einem anstellen kann.

Ja, der Genussmann, der sich dann zwei Jahre nach dem Absoluten Blinddate doch noch besonnen hat und ich doch noch die Auflösung des Absoluten Blinddates bekommen habe. Das war Ende 2014. So lange ist unser letztes Aufeinandertreffen her, glaube ich. Zumindest erinnere ich mich gerade nicht, dass ich ihn seitdem nochmal gesehen habe. Wir hatten so bis 2017 nur sehr spärlichen Kontakt per WhatsApp. Dann hat es sein Leben gesundheitlich komplett durcheinander gewürfelt. Mit langer Reha. Er hatte mit Sicherheit viel Zeit über sein Leben und den Sinn des Lebens  nachzudenken. Meist stellt so eine gesundheitliche Ausnahmesituation doch eine Zäsur in einem Leben dar. Ich war schon überrascht, als er mir aus seiner Reha schrieb. Es hatte sich nur damals einfach kein passender Zeitpunkt ergeben, sonst hätte ich ihn besucht. Seit der Zeit haben wir zwar immer noch losen, aber intensiveren WhatsApp-Kontakt. Trotz dem ich irgendwie nicht sein Typ Frau bin, scheine ich ihm als Mensch nicht aus dem Kopf gegangen zu sein. Wir verabredeten uns zum gemeinsamen Fußball schauen.

Ich musste schmunzeln, denn als ich mein Auto geparkt hatte und zu seiner Adresse lief, da kamen die Erinnerungen an das Absolute Blinddate wieder hoch. Vor allem als ich vor seiner Eingangstür stand und klingelte 🙂 Grrrr, echt ein Gänsehautmoment. Auch der Tisch ist noch derselbe. Auf dem lag ich also mal ganz nackt. Ich musste schmunzeln, als ich jetzt daovr stand. Unabhängig vom Nachspiel des ganzen war das schon mit das Aufregendste, was ich seit ich blogge so angestellt habe. Mal sehen, ob sich mal wieder die Gelegenheit ergibt das zu tun. Er war cool, sah gut aus. Hatte seine Ernährung umgestellt, trieb mehr Sport als früher. Sah fit und ausbalanciert aus. An dem Zustand arbeite ich ja auch gerade.

Ich war völlig ohne Vorsätze in den Abend gegangen. Außer Fußballschauen. Ein interessanter Gesprächspartner war er immer schon gewesen. Also konnte nicht viel schiefgehen. Er war ein toller Gastgeber. Von gutem Essen und Trinken hat er immer schon was verstanden. Wir tranken Kräutertee, er machte einen sehr leckeren Salat. War ein cooler Abend. Nach Fußball guckten wir Tennis und irgendwann kuschelte ich mich an ihn hin. Hatten wir ja so auch noch nie. Er ließ es zu. Was zu fummeln und knutschen führte und von der Couch irgendwann in sein Bett. Ich hätte ja ehrlicherweise wirklich nicht gedacht, dass das nochmal passieren würde. Ich hatte Spaß, wenn auch mein Kopf das damals nicht ganz ausblenden konnte. Und gegen meinen Kopf anzufingern war quasi aussichtslos. Mein Blowjob war erfolgreich. An seinem Wahnsinnsgerät hat sich nichts geändert. Gut zu blasen. Mit Gespräch, Essen, Lachen, Nähe, Sport schauen, Intimität, Knutschen und Kuscheln ein ganz gelungener Abend. Und vor Allem herrlich unkompliziert.

Ganz dunkel im meinem Hinterkopf habe ich das Gefühl, dass ich nochmal bei ihm gewesen bin. Aber ich habe nie drüber geschrieben, oder? hihi. Lustig, dass ich mir nicht sicher bin.

Kuscheln im Pornokino

Viele kleine Geschichten, die ich noch erzählen will. Ich weiß gar nicht so genau wann. Manchmal beginne ich mit der, die am Einfachsten zu schreiben ist. Zumindest glaube ich das immer bevor ich anfange.

Die Geschichte mit den Kollegen ist verwirrend, oder? Mit dem jüngeren habe ich mich ausgesprochen und schon hat er meinem Kopf die Anspannung genommen. Während vor der Aussprache alle Gedanken um ihn gekreist sind, hat sich nach dem kurzen Gespräch alles entspannt. Kein wildes aufs Display-Gestarre mehr in der Hoffnung, dass er doch endlich wieder mit mir spricht. Mit dem sicheren Gefühl, dass wir ganz entspannt miteinander umgehen werden, auch in Zukunft, kann ich den Dingen Zeit geben. Ob das nun das Ende unserer Affäre war, darauf gibt es noch keine Antwort. Darauf braucht es aktuell aber auch noch keine Antwort für mich.

Dann gibt es da noch meinen älteren Kollegen mit dem ich auf den HÜ-Partys unterwegs gewesen bin. Ich nenne ihn jetzt einfach mal Mr. Gere (in Anlehnung an Richard Gere, weil er für mich ein ähnlicher Typ Mann ist.). Beide Kollegen wissen, dass ich mit dem jeweils anderen eine Affäre habe. Das ist sehr unstressig. Eher sehr lustig, weil wir alle drei immer zusammen Mittagessen gehen, mit noch weiteren Kollegen, die nicht Bescheid wissen. Wir müssen dann immer aufpassen, nicht zu eindeutige Anspielungen zu machen. Ein wenig wie mit Muggels Essen gehen und sich nicht zu verraten.

Kollege Gere geht meist einmal in der Woche auf die Piste. Zwei Mal hatte er mich nun schon mitgenommen, zwei Mal waren wir in dem Club mit den HÜ-Partys gewesen. Er hatte mir erzählt, dass er auch schon ein paar Mal in dem schicken Pornokino gewesen ist. Ich hatte Lust dort mit ihm hinzugehen. Letztes Mal war ich mit Klaus dort gewesen. Wir verabredeten uns am Pornokino. Man merkte schon am Eingang beim Bezahlen, dass er durchaus den ein oder anderen Abend dort verbracht hatte. (Und dabei keinen allzuschlechten Eindruck hinterlassen hat). Die Chefin begrüßte ihn erfreut. Erstmal einen Absacker an der Bar. Wir waren relativ früh am Abend da. Es war noch nicht allzu voll, 20 Männer vielleicht. Und zu diesem Zeitpunkt war ich die einzige Frau. Dementsprechend musterten mich die Herren auch. Sie versuchten abzuschätzen, ob sie mit mir noch was zu sehen bekommen würden. Ich hatte zwar mein Cluboutfit im Rucksack dabei, aber schon so gar keine Lust irgendwelche Erwartungen zu erfüllen. Ich wollte erst mal einen Absacker mit dem Kollegen trinken, ein wenig über die Arbeit, Gott und die Welt quatschen und mit einem Auge den Porno über der Bar ansehen.

Es amüsiert mich, wenn mich die Blicke der Herren treffen, die sagen: „Komm schon, hör auf zu quatschen, lass es dir besorgen, Baby“. Meine innere Stimme entgegnet dann immer: „Gar nichts muss ich :-)“. Es ist sehr spannend, dass Kollege Gere und ich jedes Mal wieder Zeit brauchen um uns Körperkontaktmäßig zu akklimatisieren. Es fühlt sich am Anfang immer echt ungelenk an, wenn er mich in den Arm nimmt. Vermutlich, weil wir auf der Arbeit so ganz seriös miteinander umgehen. Mittlerweile waren noch sechs oder sieben andere Frauen in das Pornokino gekommen. Damit wurde ich auf der leckersten Steakwertung mal ganz weit nach hinten durchgereicht. Zumal ich die einzige Frau war, die sich nicht in ein Cluboutfit geworfen hatte. Aber dadurch, dass der Kollege und ich nicht spielten, sondern auf Augenhöhe unterwegs waren, blieb ich in zivil.

Nach einer Weile wechselten wir in einen für Pärchen abgesperrten Couchbereich. Und wir fingen an zu kuscheln. Was sehr lustig ist, wenn man sich auf die Couch chillt, aneinander kuschelt und den Film auf der Leinwand wirken lassen will und zugleich fünf Männer an der Absperrung stehen und ihren Schwanz in der Hand haben. Ich blende das dann einfach aus, weil es schon echt schräg ist. Solange die da nur stehen und gucken, ist es mir wurscht. Ist ja ein Pornokino. Da sind wichsende Männer jetzt auch nicht so wirklich eine Überraschung, sondern wohl im Sinne des Erfinders.

Als wir auf der Couch lagen, kuschelten und knutschten, dauerte es nicht lange bis drei weitere Pärchen in den Bereich kamen. Die fingen dann alle an miteinander rumzumachen. Der ein oder andere Zuschauer bekam die Gelegenheit mitzumachen. Wir lagen knutschend und kuschelnd mittendrin und sahen uns das Treiben an. Ich fand es eigentlich ganz spannend so. Der Kollege war an diesem Tag nicht so sehr in Stimmung irgendwie. Er schlug mir vor, dass ich mir einen anderen Mann aussuchen solle, er würde ihn dann zu mir her bitten. Mir gefiel lange keiner. Manchmal weiß ich auch gar nicht so genau, was ich eigentlich will.

Irgendwann tauchte ein jüngerer, hübscher Mann auf, der etwas schüchtern über die ganzen wichsenden Männer guckte. Den wollte ich. Er hatte es so gar nicht auf mitmachen angelegt. Kollege Gere winkte ihn her. Er war sehr überrascht und stellte sich ganz höflich vor. Ich grinste ihn an und fragte ohne Umschweife, ob er Lust auf einen Blowjob hätte. Er war schon etwas perplex im ersten Moment. Das mochte ich. Er überlegte kurz, ob er sich darauf einlassen sollte, aber konnte dem Angebot nicht widerstehen. Schlaues Kerlchen 🙂 Und dann ließ ich ihm mein Können angedeihen. Der Moment, wenn er realisiert, dass ich auch noch weiß was ich tue. RRR. Die Überraschung und Freude in seinen Augen, dass er einen wirklich guten, leidenschaftlichen Blowjob bekommt, ohne dass er damit gerechnet hat. RRR.

Es dauerte auch gar nicht lange, bis ich ihn zum Kommen brachte. Ich grinste sehr breit, stand auf und verschwand aufs Klo zum Händewaschen. Kollege Gere hatte neben mir gelegen und aufgepasst. Der junge knackige Typ erklärte mir hinterher noch, dass es ein außerordentlich guter Blowjob war (hihihi). Er hatte eigentlich gedacht, dass er die Erektion eine Weile halten kann, aber es war so gut, dass er sich plötzlich nicht mehr gegen das Kommen wehren konnte. Hach ja…. 🙂

Der Kollege und ich gingen später noch durch die Spielräume, er wollte wohl raus aus dem Getümmel auf der Couch. Als wir unten in einem der Räume standen und er anfing mich zu streicheln, haute ich aus Verlegenheit einen lustigen Spruch raus. Irgendwas wie „soso, schon wieder am Fummeln“… einfach so. Wollte einfach was lustiges sagen. Ging voll schief. Denn damit habe ich irgendwie seine Libido an dem Abend komplett getötet. Danach ging bei ihm einfach gar nichts mehr. Worte sind Waffen, ich sollte manchmal einfach meine Zunge hüten. Vor allem, wenn ich Dinge nicht so meine.. Wir lagen danach noch eine Weile auf der Couch. Es war nichtsdestotrotz ein toller Moment, weil wir uns einfach Nähe gaben. Ich tankte bei ihm auf. Hielt ihn fest im Arm. Es war schön, wenn auch ein echt schräger Ort zum Kuscheln mit all den Sexgeräuschen um einen herum.

Als der Kollege danach noch eine Runde zum Gucken durch den Club zog, fragte mich Mr. Blowjob, ob er sich revanchieren dürfe. Wollte mir einen Orgasmus lecken. Puh, ich hatte ja Zweifel, dass ich gut genug abschalten können würde. Aber ich wollte es auf einen Versuch ankommen lassen. Wir zogen uns in den Raum mit der Liege zurück. Die ich ja mit Klaus schon ausprobiert hatte. Natürlich gingen uns gleich ein paar Männer nach, die hofften mitmachen zu dürfen. Letztes Mal hatte Klaus die Tür zugemacht und niemand war reingekommen. Dieses Mal war es ganz anders. Es waren mehr Frauen im Club, die Stimmung war ganz anders. Die Tür wurde aufgerissen und der erste stand im Raum. Ich sagte, dass es okay sei, wenn er zusah. Tür wieder zu. Wir knutschen. Mr. Blowjob und ich und zogen uns aus. Dann legte ich mich hin und er leckte mich. Der ältere kleine Mann, der in den Raum gekommen war, begnügte sich nicht mit zusehen, sondern machte sich gleich über meine Brüste her. Es nervte mich kurz, aber ich ließ ihn gewähren. Mr. Blowjob war von dem Fummler viel mehr irritiert als ich. Zumal der Fummler andeutete, dass er mich lecken wollte. Darauf hatte ich aber keine Lust. Er war mir zu frech. Brüste streicheln okay, mehr nicht. Mr. Blowjob leckte wirklich gut und an einem ruhigen, bequemeren Ort hätte er mich locker ohne, dass ich hätte Nachhelfen müssen zum Kommen gebracht. Aber dort war es mit meinem Kopf nicht so einfach. Irgendwann wurde mir das mit dem Fummler zuviel und ich nahm seine Hände weg. Normalerweise schnallen Männer dann was Sache ist. Er ließ kurz ab von mir. Mr. Blowjob leckte und fingerte mich. Ich half irgendwann selbst nach. Auch die Hände vom Fummler, die ich wieder auf mir spürte, hielten mich nicht von einem richtig geilen Orgasmus ab, was auch daran lag, dass Mr. Blowjob wußte, wie man Richtung G-Punkt fingert.

Nach dem Orgasmus will ich ja meistens nicht angefasst werden. Der Fummler versuchte trotzdem sein Glück. Das war echt nervig, wenn einer so gar nicht schnallt, was Sache ist. Ich sagte ihm deutlich, dass er aufhören sollte. Als ich runtergekommen war, zog Mr. Blowjob sich ein Gummi an und wir fickten noch. So bekam er seinen zweiten Orgasmus und ich hatte Spaß, auch wenn ich nicht nochmal kam. Der Fummler war im Raum geblieben und hatte zugesehen. Als wir fertig waren, wollte er trotzdem nicht gehen, stand daneben und glotzte uns beim Anziehen zu. Da wurde es Mr. Blowjob zu bunt und er schob ihn bei der Tür raus. Es war komisch an dem Abend. Es waren mehr Frauen da, als sonst und ich hatte das Gefühl, die Männer waren deswegen weniger zurückhaltend. Vielleicht war es einfach nur Pech und zwei, drei Idioten da. Zurück an der Bar fragte mich Mr. Blowjob noch nach meiner Nummer, die ich ihm gab und dann ließ ich Kollege Gere und ihn zurück, da ich im Gegensatz zum Kollegen am nächsten Tag arbeiten musste.

Wichsende Männer vor der Dusche…

Trotz dem wir eine ganze Weile hinter verschlossener Tür zu Gange gewesen waren, waren immernoch Männer vor der Tür. Ich war erstaunt. Ich dachte, die hätten sich zwischenzeitlich alle verkrümmelt. Klaus wechselte sofort die Rolle und wurde zu meinem Aufpasser. Sagte den Männern, dass sie nicht auf mich spritzen durften. Ich spürte viele Hände auf mir. Es waren drei oder vier Männer in den Raum gekommen. Es war mir gar nicht so wichtig, wie der einzelne war. Klaus saß auf der Liege. Ich stand davor und blies ihm einen. Ich versuchte mich aufs Blasen zu konzentrieren, während die Männerhände meinen Körper erforschten. Klaus schaute über meinen Rücken, was die Männer machten. Ich bekam Schwänze in die Hand gedrückt, während ich blies. Wurde gefingert. Alles respektvoll. Weniger mit dem Schlampenstempel, als die Gelegenheit schätzend eine echte Frau vor sich zu haben, die berührt werden darf.

Mit rausgerecktem Hintern stand ich da. Während im Swingerclub schon der erste versucht hätte mich zu ficken, versuchte es hier zu meiner Überraschung erstmal keiner. Klaus erkannte, was das Problem war. Die Herren hatten keine Gummis zur Hand. Also hüpfte Klaus von der Liege und gab zweien welche von seinen. Während er kurz weg war bekam ich andere Schwänze in die Hand gedrückt. Ein älterer Mann war eigentlich ganz niedlich, weil er schon immer ganz glücklich drein gucke, wenn ich seinen Schwanz nur in der Hand hielt, ohne irgendetwas damit anzustellen. Da der Winkel immer schlecht war, Handjobbte ich ihn ein wenig ungelenk. Einer der Herren, denen Klaus ein Gummi gab, streifte ihn sich über und stellte sich hinter mich. Klaus saß wieder in Blaseposition, während der andere Mann mich von hinten fickte. Es dauerte nicht sehr lange, da kam er dann auch schon. Ich drehte mich um und grinste, dass das ja einfach gewesen sei.

Das ging alles so noch ein wenig weiter. Klaus hatte die Order ausgegeben, dass nur er geblasen wird. Einer neben mir machte es sich selbst. Die anderen streichelten mich. Irgendwann blies ich noch einen zweiten Schwanz, weil ich den Mann nett fand. Ein wildes Durcheinander. Nach einer Weile war mir klar, dass ich nicht mehr kommen würde. Zu unbequem und zu viel Trubel um mich herum. Auch Klaus schafft es nicht zu kommen. Ich schob es mal auf das Potenzmittel. Was ja dann eigentlich blöd ist, wenn man zwar ewig kann, aber nicht kommt. Also packten wir unsere Sachen und gingen wieder zurück in den Hauptbereich. Da gab es eine Dusche. Die Traube Männer kam hinterher. Manche immernoch in der Hoffnung ein paar Berührungen abzubekommen. Ein schräger Moment war, als ich mich unter die Dusche stellte, die dort mitten im Gang war und eine durchsichtige Duschkabine hat. Es stellten sich doch glatt ein paar Männer vor die Dusche und wichsten, als ich mich einfach nur duschte. Das fand ich wirklich amüsant, dass sie mir beim Haare waschen zu sahen. Einer hörte gar nicht auf mir zu sagen, wie schön er mich findet. Das war süß. Ich freute mich darüber.

Als ich dann wieder ganz angezogen war, hatte auch der letzte verstanden, dass nun nichts mehr passieren würde. Wir gingen zurück an die Bar und tranken noch einen Absacker und quatschten mit ein paar anderen. Es war ein ganz anüsanter Abend mal wieder im Pornokino.

Du bist zu gut. – Ich weiß. :-)

Ich sah dem Kollegen eine Weile beim Zusehen und Warten zu. Dieses Mal war ich mutiger und setzte mich auf den Rand der Matte, zog ihn zu mir her und nahm einfach seinen Schwanz in den Mund. Das war quasi der Icebreaker zwischen uns. Ab da war es deutlich entspannter. Er bremste mich relativ schnell und sagte, dass ich zu gut sei. Yeah, das ging runter wie Öl. Ich antwortete ganz cool: „Ich weiß.“ Wir lachten viel, so wie in der Arbeit. Während ich ihm einen blies, musste ich schmunzeln. Das könnte ich in der Arbeit erzählen, aber ich glaube niemand würde glauben, dass der 30 Jahre ältere Kollege und ich was miteinander hatten.

Sein Schwanz war groß, aber gut blasbar. Er ließ mich nicht sehr lange blasen. Er, Gentleman der alten Schule, wollte dass ich erstmal zu meinem Spaß komme. Fragte, ob ich Sex mit ihm wolle. Zog sich ein Gummi an und fickte mich. Ich konnte es ja gar nicht glauben, dass ich nun gerade mit dem attraktiven Kollegen vögelte, auf den ich schon vom ersten Tag an scharf gewesen bin. Völlig wurscht, dass er soviel älter war. Aber während der mich mit seinem geilen Gerät fickte kreisten meinen Gedanken immer wieder um sein Alter. Er war nun mal wirklich der älteste Mann mit dem ich bisher Sex hatte. Aber seiner Potenz war das nicht anzumerken. Der stand wie eine Eins. Und er fickte mich gut. Schaute genau, ob es mir gefällt. Fragte zwischendurch, ob das jetzt zu heftig war. Hach ja, ich mag ihn als Mensch einfach. Zwischendurch knutschten wir. Auch das fühlte sich im ersten Moment ungelenk an. Was aber nur an den vielen Gedanken in meinem Kopf lag. Ich brauche definitiv eine Wiederholung, weil einfacher für den Kopf.

Ich sagte ihm nach einer Weile, dass ich meinen Kopf nicht ausbekomme. Die Männer um uns herum waren zwar wirklich erstaunlich zurückhaltend, aber wir waren eben doch auf der großen Matte und es war viel Trubel drumherum. Ich würde ewig brauchen mich komplett fallen zu lassen. Er war ein wenig enttäuscht, glaube ich. Das ist dann manchmal die Krux, wenn man aufgehört hat Orgasmen vorzuspielen. Es wäre ein leichtes gewesen, vorzugaukeln, dass ich komme. Ich habe zig Frauen an diesem Abend Fakestöhnen hören und ganze wenige echt kommen. Der Kollege hat das nicht wirklich rausgelassen, aber ich glaube, dass er glaubte, dass es an ihm lag. Was nicht stimmte. Nur an den Umständen.

Der Abend bewegte sich zwischen wir quatschten vertraut mit einem Drink im Außenbereich und wanderten durch die Zimmer um zu gucken, ob und was los war. Ich hatte es mir irgendwie schlimmer vorstellt das HÜ-Ding. Es war mehr HÜ als GangBang, von dem her ganz okay. Ich sah so einige Frauen wirklich Spaß haben und fand es cool. Irgendwann begegnete uns Klaus wieder. Da war für mich auch noch ein Orgasmus offen. Dieses Mal wollte ich es zu Ende bringen. Dieses Mal ließ er es zu. Ich blies, er lobte mich. Er sagte brav Bescheid bevor er kam, so dass ich von Mund auf Hand wechseln konnte, aber er spritzte in so einer Monsterfontäne ab, dass ich es trotzdem in die Haare bekam. Ich lief lachend zur Dusche.

Und auch der Kollege war ja noch nicht gekommen. Er war wieder in dem großen schönen Raum und guckte zu. Ich ging zu ihm. Dieses Mal kniete ich mich einfach vor ihn hin und blies. Ich wußte, dass er auch manchmal ein wenig BDSM-mäßig unterwegs war. Hätte jemand gewollt, dass ich mich hinknie, was ja eine sehr unterwürfige Haltung ist, dann hätte ich es nicht getan. Aber bei ihm wollte ich es freiwillig. Er hat sich in dem 3/4 Jahr das wir uns kennen immer wertschätzend und auf Augenhöhe verhalten, obwohl er eine Führungsposition hat. Weil dem so ist, hatte ich Lust mich hinzuknien und ihm was gutes zu tun. Es gefiel ihm, er wurde schnell hart. Aber er wiederum wollte nicht, dass ich vor ihm knie. Er mag es nicht, wenn Frauen das müssen. Das hatte ihn in den Clubs wohl immer abgeturnt, wenn Männer das verlangt habe. Ich lachte und sagte, dass ich es sehr gerne gemacht habe für ihn und dass er sich keinen Kopf machen solle. Ich habe es ja freiwillig gemacht. Vielleicht besteht auch gar kein Zusammenhang, aber ich fühlte mich als ich wertgeschätzt in dem Moment. Als coole, wilde Frau, die er deswegen mag.

Der Kollege zog mich hoch aus der knieenden Position. Er wollte, dass ich Spaß habe. Er nahm mich mit, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen. Da es schon ein wenig später war, war es deutlich ruhiger geworden. In der Höhle in der es eigentlich zu heiß war, war niemand. Wir gingen hinein. Er prüfte erst noch, ob auch Gummis bereit standen. Dann fing er an es mir mit seiner Hand zu besorgen. Zwischendurch leckte er mich. Er wußte durchaus, was er tat. Juhu. Irgendwann half ich mit der Hand noch nach und kam dann endlich. Während ich gerade runterfuhr, zog er sich ein Gummi. Nun also war er bereit für Spaß. Er Missionar, aber es war warm und er wollte mich nicht volltropfen, dann doggy. Es war gut. Aber er kam nicht. Es wurde zu heiß. Dann bot ich an ihn fertig zu blasen. And that was easy. Er ließ es zu und kam ganz schnell. „Du bist zu gut.“ Jupp. Hihi.

Am nächsten Tag hatte er frei, während ich arbeiten musste. Das hieß aber, dass wir uns nicht sahen in der Arbeit. Das wird morgen nun der Fall sein. Ich bin sehr gespannt. Aber außer dass wir uns wissend angrinsen, wird sich nichts verändern zwischen uns. Mit mir ist sowas nie ein Problem. Ich mache Dinge nie kompliziert. Was soll sich auch ändern, nur weil wir Sex hatten…

Werden wir oder werden wir nicht ficken, Herr Kollege?

Der Kollege kam aus der Dusche wieder und wir orderten erst mal einen Drink. Da stand ich nun mit zwei Männern. Mr. Gentleman, mit dem ich schon ein paar Mal im Club war. Den ich sexuell ganz gut einschätzen konnte. Mit dem Kollegen, den ich so halbwegs gut kenne, sexuell aber so gar nicht. Die beiden begrüßten sich erst mal. Das war ja auch schräg. „Hallo, das ist mein Kollege, hallo, mit dem war ich schon im Club.“ Ich wußte gar nicht so genau, wie ich das mit den beiden nun händeln sollte. Zumal ja noch dazu kam, dass es meine erste Herrenüberschuss-Party war und ich mich damit auch erst mal noch auseinandersetzen musste. Naja, wird sich schon ergeben, irgendwie.

Da standen wir nun in unseren Club-Outfits. Der Kollege trug einfach eine schwarze Shorts und ein schwarzes Shirt. Seine Schuhe hatten den Geist aufgegeben, also war er Barfuss unterwegs. Ich Unterwäsche, ein durchsichtiges Kleidchen und Pumps. „Hi Du, hihihi, schon witzig, wir zwei hier.“ Es war doch schräger als gedacht. Aber so in der normalen Unterhaltung war sofort die Vertrautheit aus der Arbeit wieder da. Nach dem Getränk wollte er mich erst mal herumführen, so dass ich mich im Club auskenne. Er ist ja ein Gentleman, der Kollege.

Im Grunde genommen sind die Clubs sich ja alle ähnlich. Dieser hatte einen großen Außenbereich mit Pool und Wiese. Drinnen war im Erdgeschoss Bar und Essensbereich und kleinere Spielgelegenheiten ,oben dann verschiedene Räume mit unterschiedlichen Mottos und untschiedlich großen und kleinen Mattenbereichen. Es war so megaheiß an diesem Abend, dass man es in den kleineren Räumen oder Höhlen eigentlich nicht aushalten konnte. Ganz oben gab es eine riesige und wirklich schöne Spielwiese. Ich hängte mich an den Kollegen hinten dran und wir guckten, ob wir was zum Zusehen finden. Ich war ja schon vor dem Abend erstaunt gewesen, dass er sich ausgerechnet auf HÜ-Parties rumtreibt. Eigentlich hatte ich nicht gedacht, dass er der Typ ist, der da an der Matte steht und darauf wartet, dass er auch mal darf. Eher, dass er als Solo-Herr auf Paareabende geht und mit seiner Optik und seinem Charme punkten kann. Aber man lernt ja nie aus.

Auf den Matten war ein bißchen was los. Aber in den meisten Fällen standen mir zu viele Männer um eine Szene drumherum, als dass ich da hätte in Ruhe zusehen können. Es war noch früh. Der Druck der Herren war noch groß. Um die Uhrzeit bin ich immer sehr zurückhaltend. Es war alles bunt gemischt. Dicke und dünne Frauen und Männer, ältere und jüngere. Natürlich wurde ich gemustert und merkte, dass der ein oder andere Herr hoffte, dass ich mich gleich auf eine Matte begebe. Nope. Ich bin ja mit jemand Neues schon immer damit beschäftigt, mich auf denjenigen einzulassen. Zumal ich ja noch gar nicht wußte, ob der Kollege und ich würden. Und dann kreisten auch noch lauter Gedanken in meinem Kopf: „Hmm, kann man auf einer HÜ-Party einfach nur mit einem. So ist das ja gar nicht gedacht. Natürlich macht man nur das, was einem gefällt, aber dann hätte man sich ja auch eine andere Location suchen können“. Mein Kopf ratterte.

Irgendwann trafen wir beim Herumstreunern einen Mann, den der Kollege offensichtlich von seinen vorangangenen Besuchen schon kannte. Der war wirklich nett und deutlich intellektueller als der Durchschnitt im Club. So ergab sich mitten im Gang ein cooles Gespräch. Also kannte ich nun einen dritten Mann. Mr. Gentleman streunerte uns auch hinterher.

Ich hätte Lust gehabt dem Kollegen einen zu blasen. Etwas, was ich kann und meinen Kopf nicht beschäftigt. Aber ich wußte nicht, wie ich es sagen sollte. Ich bin anfangs ja immer schüchtern. Der Kollege fragte mich irgendwann, worauf ich Lust habe. Ich hatte keine Ahnung und sagte genau das. Was eben an der HÜ-Party lag. Ich hatte mich noch nicht akklimatisiert. Und dass mir das Alter des Kollegen bewußt wurde und ich gar nicht wußte, wie es so um seine Potenz bestellt ist. Ich will ihn ja auch nicht in Verlegenheit bringen. Ich weiß gar nicht, ob er überhaupt noch fickt. Oder ob er nur guckt. Lauter offene Fragen in meinem Kopf. Also bot ich den Blowjob erstmal nicht an.

Während ich noch mit dem Mann quatschte, den er mir vorstellt hatte, war der Kollege weitergezogen. Wir fanden ihn nach einer Weile nackt einer großen Matte stehen. Dort war eine junge Frau mit verschiedenen Männern beschäftigt. Keine Professionelle, sondern sie hatte offensichtlich an dem Motto des Abends einfach Spaß. Sie war der Boss und Herr der Lage. Sie hatte einen Mann dabei, der auf sie aufpasste. Sie suchte sich die Männer aus und ließ sich ficken. Das war mir insofern sympathisch, weil es sehr authentisch war. Während ich mir die Szene ansah, konnte ich einen Blick auf den Schwanz des Kollegen erhaschen. Er stand nebendran und sah einfach zu. Ja, die Natur hat es ganz gut mit ihm gemeint. Er gehört wohl zu den Männern, denen ich unterstellen würde, dass ein Teil des mit sich im Reinen sein daher kommt, dass er weiß er kann es einer Frau einfach besorgen. Er muss da jedenfalls nix kompensieren.

Ich war gespannt, ob er zum Zug kommen würde. Allerdings verunsicherte es mich auch wieder ein klein wenig, da er ja versuchte woanders mitzumachen. Der Kollege hatte mich vorher einfach mal in den Arm genommen. Vermutlich wollte er das Eis brechen. Aber ich war noch so nicht so weit. Ich muss nach sowas immer über mich selbst lachen. Aber ich brauche da echt immer. Vermutlich war er nun auch unsicher, wie er mein Verhalten deuten sollte. Deswegen ließ er mich erstmal in Ruhe und zog alleine los.

Nachdem ich mir eine ganze Weile Sex angesehen habe, blieb es nicht aus, dass ich so langsam auch Lust bekam aktiv zu werden. Ich setzte mich an den Rand einer größeren Matte und bot dem Bekannten des Kollegen, ich nenne ihn der Einfachheithalber mal Klaus, einen Blowjob an. Weil mir danach war. Weil es mir bei ihm leichter fiel. Weil der Kollege eh gerade irgendwo abgeblieben war. Weil ich Klaus cool fand. Er stand vor mir. Ausstattung konnte sich auch wirklich sehen lassen. Ich blies, schloss die Augen und konzentrierte mich nur noch auf den Blowjob. Keine Ahnung, ob der Kollege sah, was ich tat oder nicht. Klaus genoss das eine ganze Weile, wollte dann aber Sex haben. Wir wollten uns ein abgeschiedeneres Plätzchen suchen, was aber gar nicht so einfach war. Fanden am Ende einen relativ kleinen Raum, wo man nur von einer Seite an die Matte heran kam. Allerdings war es darin dann ziemlich heiß und Sex eine schwitzige Angelegenheit. Es war gut, aber ich wußte, dass ich so schnell nicht kommen würde. Der Kopf war nicht frei. Ich hoffe, dass er zum Orgasmus kommen würde, aber er wollte sich wie ich im Nachhinein verstand seinen Orgasmus noch aufheben. (Die älteren Herren können nicht mehr so oft, müssen es sich einteilen) Mr Gentleman versuchte zwischendurch noch mitzumachen, das war mir allerdings zu viel und er ging von selbst wieder. Irgendwann wechselten wir wieder von Sex zu Blowjob… Der Kollege kam im Raum vorbei. Ich winkte ihn her. Ich glaube, dass er es nicht kapiert hat und so ging er wieder. Klaus merkte, dass ich nicht mehr bei der Sache war, so dass wir irgendwann aufhörten und wieder weiterzogen. Wir fanden den Kollegen wieder. Er stand wieder nackt vor einer Matte und wartete auf seine Gelegenheit. Ich war gespannt, ob er sie bekam…

Es ist kompliziert…

Der August naht und ich habe deutlich weniger Termine als sonst. Vielleicht gelingt es mir ja wirklich mich an die Buchversion zu setzen. Der Vorsatz steht. Und ich bin jedenfalls mal wieder deutlich produktiver, was Texte schreiben angeht, als die vergangenen Wochen.

Ich bin nun seit sechs Jahren Single. Sechs Jahre ohne die Verpflichtungen und Kompromisse die man mit einer Beziehung eingeht. Zumindest würde ich das in einem ersten Impuls so glauben. Ich gehe ja in meinen Affären irgendwie auch Kompromisse ein. Manchmal hinsichtlich der Kommunikation, manchmal wegen der Zeit, die man gemeinsam verbringt. Warum denke ich darüber nach?

Ich hatte vor einer ganzen Weile aus einem Gefühl heraus auf meinem Joy-Profil einen Text verfasst, der die Überschrift trägt „Ich wäre mal wieder für etwas Beständiges bereit“. Also eine Beziehung (wie auch immer geartet, nur nicht monogam). Mit gegenseitigen Freiheiten, Offenheit, aber doch als Team zusammen – grob zusammengefasst. Jedenfalls schrieb mich vor einer Weile ein Mann an, ziemlich explizit auf diesen Text hin. Er hätte ihm gefallen, daran sei er interessiert. Es brauchte eine Weile bis wir uns wirklich getroffen habe. Er war hartnäckig geblieben, zeigte Interesse. Am Anfang war ich skeptisch, weil er mich immer auf seine Terrasse einlud. Ich mache eigentlich nie erste Dates, die nicht auf neutralem Boden sind. Wir einigten uns darauf, dass ich bei ihm vorbei komme und wir dann in seinem Ort etwas trinken gehen würden. Das war akzeptabel für mich. Also doch neutraler Boden.

Er hatte mich vor dem Date schon gelöchert, wie dass denn mit meinen aktuellen Affären so sei. Wieviele es gäbe? Wie das Verhältnis zu Mr. Bondage sich so gestaltet? Mich hatte schon lange nicht mehr jemand dazu gebracht darüber nachzudenken, ob und vor allem wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Und beim drüber Nachdenken und mir Vorstellen habe ich schnell gemerkt, dass ich es mir schon auch sehr gemütlich eingerichtet habe in meiner Singlewelt. Ein wenig wie die alten schrulligen Singles, die nicht mehr vermittelbar sind, weil sie sich schon so viele schräge Eigenheiten angewöhnt haben zwischenzeitlich.

Wir trafen uns. Ich finde er ist ein interessanter Mensch und ich will mich gerne mit ihm beschäftigen. Er ist um die 50 Jahre alt, aber jung geblieben, was man zwar seinen grauen Haaren nicht unbedingt ansieht. Ein attraktiver Mann. Ich nenne ihn Mr. Beziehung. Er wohnt in etwa 70 Kilometer von mir weg. Um mal so die harten Fakten abzuklappern. Er kommt aus bisher ausschließlich monogamen Beziehungen und ist auch eher der Beziehungs- als der Wildrumvögel-Typ. Aber er ist wirklich interessiert daran, wie ich mein Leben lebe. Er sagte, dass er mir das Freiheiten zugestehen glaubt. Dass ich den Eindruck vermittle, es ernst zu meinen mit dem wie ich leben will. Da liegt er sehr richtig.

Aber schon an diesem Punkt war spürbar, dass wir aus zwei ganz verschiedenen Richtungen kommen. Er klopfte schon beim Kennenlernen ziemlich genau ab, wie ich mir was vorstelle. Also wen es da sonst noch gibt. Wie das funktionieren soll mit den anderen. Das fühlte sich für mich nach der falschen Reihenfolge an. Vielleicht würde es zwischen uns eh nicht fliegen, dachte ich. Also ich war eher so, ach lass uns mal sehen, ob sich Gefühle entwickeln, dann verhandeln wir darüber, wie und mit welchen Bedingungen sich eine Beziehung entwickelt. Er wollte gefühlt vorher genau wissen, worauf er sich einlassen würde im Falle des Falles. Noch bevor er überhaupt herausgefunden hat, ob ich nicht vielleicht eh doof und nicht sein Typ bin.

Aber das brachte mich natürlich auch unfreiwillig dazu darüber nachzudenken, wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Puhh. Was ich sicher weiß, meine Freundschaft zu Mr Bondage ist nicht verhandelbar. Sonstige Affären: Müssen ja nicht. Keine Clubbesuche mehr, fänd ich eher schwierig. Die Frage, die in meinem Kopf die meisten Zweifel auslöste, ob ich denn für eine Beziehung wirklich bereit wäre war, dass ich in nächster Zeit vermutlich die Möglichkeit habe mit jemandem spontan zu verreisen. Ich habe das Gefühl, das wäre für eine potentielle Beziehung deutlich weniger wahrscheinlich, dass man sich das zugesteht, als mit jemandem Sex zu haben. Ich genieße es schon sehr dahingehend unabhängig zu sein und so spontane Dinge tun zu können. Das ist sehr schräg. Ich weiß.

Unabhängig davon lagen wir bei ziemlich vielen Themen auf einer Wellenlänge. Es war ein schönes anregendes Gespräch. Mit Wiederholungs-Garantie. Am Ende küssten wir uns noch auf seinem Balkon. Es war schön. Auch wenn er küsst, wie Männer seiner Generation küssen. Zumindest ist das meine Erkenntnis nach jetzt doch so ein paar Männern, die ich im Laufe der Zeit geküsst habe. Gilt nie für alle. Aber überwiegend küssen die Männer seiner Generation eher zu fordernd, zu viel Zunge, zu viel gleich aufs ganze gehend, zu wenig Gefühl

Wir trafen uns ein paar Tage später ein weiteres Mal. Zwischendurch fragte er immer, was ich sexuell so angestellt hatte. Das schien ihn zu beschäftigen und mich irritierte es. Ich war ihm ja keine Rechenschaft schuldig. Wir hatten uns erst einmal gesehen. Aber wenn er mich fragt, dann beantworte ich seine Fragen auch. Bevor wir uns wiedersahen, fragte ich ihn, ob ich ihn an diesem Abend so küssen dürfe, wie es mir gefällt. Er war vermutlich irritiert, aber stimmte zu. Ich erklärte mich auch gar nicht näher. Das ich das ausgesprochen hatte war auch für mich selbst ein Zeichen, dass er mir wichtig war.

Auch der zweite Abend war schön. Ich musste auch dieses Mal wieder heimfahren, weil ich arbeiten musste am nächsten Tag, so dass wir nicht unendlich viel Zeit hatten. Wir gingen wieder essen und redeten viel. Dann landeten wir auf seiner Couch. Ich hatte meine Tage immer noch leicht. Das war sehr nervig, weil ich sie in letzter Zeit immer über einen relativ langen Zeitraum habe. Es war nicht richtig arg, aber so dass ich es zumindest thematisiert haben wollte und ihm auch sagte. Wenn man sich besser kennt, dann ist das kein Problem. Aber so beim ersten Mal sind es denkbar ungünstige Startvoraussetzungen. Da hilft auch alles beteuern des Mannes nichts, dass er es nicht schlimm findet. Ich fühle mich dann einfach eingeschränkt. Aber wir begannen zu knutschen und ihn trieb natürlich meine unterschwellige Kritik an seinem Knutschen um. Aber er nahm es mit Humor und sagte, dass ich frech sei. Und dann durfte ich ihn so küssen, wie ich es mag. Verspielter. Langsamer. Es war schön. Ich glaube es gefiel ihm auch. Bevor es ernst wurde verzog ich mich mal kurz ins Bad um die aktuelle Periodensituation abzuchecken. Unproblematisch. Ich zog es vor gleich nur noch im Höschen wiederzukommen.

Aber meine Tage sorgten dafür, dass ich lieber gab als nahm, an diesem Abend. Was ihn ein wenig quälte, weil er auch lieber gibt. Die Kopfmenschen halt. Erst mal geben, da muss man den eigenen Kopf nicht aus bekommen. Aber ich schaffte es ihm einen Orgasmus zu blasen, was ihm seiner Aussage nach noch nicht oft passiert ist. Yeah. (innerlicher Eckfahnenjubel an dieser Stelle). Mein Kopf wollte sich an dem Abend nicht fallen lassen. Für mich überhaupt nicht weiter wild. Das habe ich meistens, wenn ich mit jemandem was anfange, den ich noch nicht gut kenne. Ich bin ja eher mehr so der Typ für Two-night-Stands 🙂 Ich machte es mir mit seiner Unterstützung selbst. Yeah gekommen.

Eigentlich alles palletti. Soweit. Aber er kennt meinen Blog. Und fragte gleich am nächsten Tag, ob ich denn schon gebloggt habe. Nein, weil ich an dem Tag keine Zeit und Muße gehabt habe. Woraufhin er nachschob: „Nicht Blogwürdig?“ Das war zwar als Witz gemeint, aber ich spüre, dass ein Funken Ernst drunter liegt. Das Vergleichen, Nachlesen. Ich weiß gar nicht, ob das jemals funktionieren kann. Vielleicht kann ich so lange ich blogge keine Beziehung haben. Weil es ist ein Teil von mir, den zu verschweigen ich krass fände, aber mit dem Blog wird das gefühlt auch echt nicht möglich sein. Wir zofften dann auch gleich noch ein klein wenig, da ich das letzte Cluberlebnis gleich gebloggt hatte (noch vor seinem Eintrag jetzt)

Ich bin in den Club losgezogen, an einem Abend an dem er mir gesagt hat, dass er auf eine Party geht. Da dachte ich: Okay, er ist beschäftigt, dann gucke ich mal, was ich anstelle. Ich hatte ihn zuerst gefragt, wie er denn seinen Abend geplant hat. Er warf mir am nächsten Tag vor, dass ich ihn nicht gefragt hatte, ob er mit mir in den Club gehen will. What?? Warum sollte ich das denn fragen, nachdem er mir gesagt hat, dass er schon was vorhat. Das ist mir irgendwie zu hoch. Solche Diskussionen kenne ich sonst nur mit Frauen. Er hatte mit keiner Silbe angedeutet, dass er sich auch etwas anderes hätte vorstellen können. Oh Mann. Keine Ahnung, ob und wo das noch hinführt mit uns zwei. Wir haben uns auch seitdem nicht mehr gesehen.

Vielleicht haben wir doch ein paar Missverständnisse in unserer Kommunikation. Vielleicht will er sich der Freiheitsliebenden Frau nicht aufdrängen und ich denk mir, dass er schon sagen muss, wenn er etwas will. Mal sehen, wie das noch weitergeht.

Der junge Mann und seine Potenz

Ich sitze im McCafe. Spätes Frühstück den Kaffee vor mir. Die selben Klamotten an, die ich gestern früh aus dem Schrank geholt habe. Frisch sind sie nicht mehr, den Geruch von einem aufregenden Tag an sich. Ein wenig vollgeschwitzt. Aber es macht mir gar nichts aus, im Gegenteil, ich feiere es voll. Bißchen wie in der Jugendzeit, als man bis in die Puppen ausgegangen ist, nur jetzt mit weniger Schlafdefizit, weil es schwerer zu kompensieren wird. Das Rockstar-Feeling des kleinen Mannes und ich genieße es in vollen Zügen 🙂

Gestern habe ich nach einem Date gesucht. Ich hatte keinen Sex im Sinn. Hatte kurzfristig den ganzen Tag frei und war in Ausflugslaune. Stellte ein Date ein, in dem ich genau das suchte. Keinen Sex, einfach nur jemand, der auch nicht allein etwas unternehmen möchte. Ein Mann bot mir an, dass ich in seine Gegend kommen könne. Wir würden dort eine Sportveranstaltung besuchen und konnten das mit ein paar Sehenswürdigkeiten verknüpfen. Ich war lange nicht mehr dort gewesen, also fand ich den Vorschlag sehr attraktiv. Es war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Sport gucken, jemand der mir seine Umgebung zeigt. Perfekt. Ich sagte zu, sprang aus dem Bett. Sein Profil verhieß einen offenen Mann, der sich für Menschen interessiert. Ich las weder Vorlieben, noch sonstige Eckdaten. Ich zog mich an, packte eine Handtasche und los ging es.

Wir einigten uns darauf, dass ich erst bei ihm vorbeischaue, damit wir dann in einem Auto weiterfahren konnten. Er wohnte in einem kleinen Dorf in der bayerischen Provinz. Kam mir bekannt vor, könnte ich aber nicht mehr leben. In so einem Dorf, wo die ganze Straße weiß, dass er Damenbesuch hat. Ich musste sehr schmunzeln. Immerhin schien ihm das wenig auszumachen. Und das ist mir ja als Grundeinstellung schon mal sehr sympathisch.

Da stand er schon. Sportlicher Typ und jung. Hupsi. Mitte 20. Aber es ging ja nicht um Sex. Und begrüßte mich im breitesten Bayerisch. Oh yeah. Ich war wirklich auf dem Land gelandet. Ich kenne das ja nur zu gut. Es war auch kein Problem für mich ihn zu verstehen. Ich könnte ja auch im Dialekt sprechen, aber ich bin irgendwann in meinem Leben in die Großstadt abgetaucht und packe den Dialekt nur aus, wenn ich meine Oma besuche. Ich kann nicht verhehlen, dass ich schwanke zwischen Bewunderung, wenn Menschen es sich im Dorf eingerichtet habe und es genießen dort zu leben und zu ihrem Dialekt und allem stehen, es aber manchmal auch sehr provinziell zu finden. Aber das hatte nichts mit ihm zu tun.

Wir gingen erst mal in den Nachbarort Essen. Gut bürgerlich. Er war medium gesprächig. Das führte automatisch zur Rollenverteilung, dass ich die Quasselstrippe aus der Stadt war und er mir eher zuhörte. Er erzählte schon was, aber eine richtige Laberbacke war er jetzt nicht. Aber man konnte sich gleich wohlfühlen mit ihm, auch wenn ich nie so ganz dahinter stieg, wie er mich wohl so findet. Aber Hauptsache der Tag war cool.

Wir liefen ganz schön viel. Das mag ich ja, aber ich hatte mir eher so Stadtklamotten als auf den Berg rauf Klamotten angezogen. Mir lief die Soße. Ich lachte drüber, dass er selber Schuld ist, wenn ich am Ende einfach nur durchgeschwitzt aussehe. Aber eigentlich war es ihm wahrscheinlich wurscht. Wir liefen, kehrten ein, liefen, genossen den Ausblick, unterhielten uns. Irgendwann bot er an, dass ich durchaus noch mit zu ihm kommen könne. Huch, mutig, dachte ich. Aber keine Ahnung, ob er dabei einen Hintergedanken hegte. Wir hatten uns über eine Sexplattform verabredet, also unterhielten wir uns auch immer mal wieder über das Thema, auch wenn wir beide uns nicht in die Karten blicken lassen wollten, ob wir Lust auf den jeweils anderen hatten.

Beim Abendessen kamen wir irgendwie auf das Thema Alter und ich stellte fest, dass er erst 27 war. Damit hatte ich gegen meine eigene Dating-Regel verstoßen. Ich wollte eigentlich keine Männer unter 30 daten, weil meine Erfahrung bisher ist, dass die noch so im Saft stehen, dass sie erst mal mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Aber es ging ja nicht um Sex. Und er vermittelte mir das Gefühl, dass es auch wirklich okay gewesen wäre, einfach den Tag miteinander zu verbringen.

Aber ich hatte Lust auf ihn bekommen. Allerdings würde die Herausforderung werden, dass er auch eher zurückhaltend ist, so dass ich keine Vorstellung hatte, wer von uns zwei wohl die Initiative übernehmen würde. Aber mal sehen.

Wir fuhren zu ihm. Wirklich schöne kleine Wohnung. Sehr ordentlich. Vor Allem für einen Männer Single-Haushalt. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich machte es mir auf seinem Sofa bequem. Und stellte beim drüber nachdenken gleich mal fest, dass ich weder frisch rasiert, noch zusammenpassende (und auch nicht besonders sexy, aber immerhin okaye) Unterwäsche anhatte. Na dann soll es wohl so sein, dass es sich ergibt, wenn man es nicht plant. Also falls was passiert… . Wir saßen auch eine Ewigkeit auf dem Sofa und quatschen bevor wir uns dem Thema näherten. Wie so Teenagers. Ich dachte eigentlich das hört irgendwann auf, aber ich habe immernoch nicht die Sicherheit es einfach drauf anzulegen. (Das wenn ich mal noch ablegen könnte). Deswegen date ich wohl zur Zeit vorwiegend ältere Männer, weil die dann meist die Situation einfach in die Hand nehmen. Wenn ich die ältere (und offensichtlich erfahrener) bin, dann habe ich immer das Gefühl die Initiative übernehmen zu müssen und das macht es dann manchmal schwierig, weil es mich zwingt mich aus meiner Komfort-Zone hinaus zu bewegen.

Es fing an mit „ich wärme meine Füße an ihm“ . Der erste schüchterne Körperkontakt. Dann kitzeln, Nacken kraulen. Lachen. Hinkuschlen. Knutschen. Jaaaaaa. Knutschen ist Lebenselexier. Balsam, wenn ich mich einsam fühle. Er konnte küssen. Juhu. Alle meine Vorurteile widerlegend. Hätte ich sein Alter vorher bewusst wahrgenommen und gewußt, dass er der Typ Amateur-Fußballer ist, dann hätte ich ihn vermutlich nie getroffen. Aber gut, dass ich das eben nicht vorher wußte.

Knutschen lief schon mal. Guter Küsser. Er passt nicht in das eigennützige (ein klein wenig arrogante) Fußballer-Klischee, das ich in meinem Kopf hatte. Er war eher immer darauf bedacht, dass ich mich wohlfühle. Er küsste meinen Hals und ich sagte lachend, dass er selbst Schuld wäre, wenn es nun salzig schmeckt, da er mich schließlich den Berg hinauf gejagt hatte. Es machte ihm nichts aus, aber er bot eine gemeinsame Dusche an. Guter Plan. Noch dazu konnte ich mich dann einfach selbst aus meinen durchgeschwitzten Klamotten schälen. Trotzdem er ziemlich sportlich und schlank war, kam ich mir eigentlich nicht blöd vor nackt vor ihm zu stehen. Die Stimmung war sehr entspannt zwischen uns. Er zog sich aus und stand mal gleich mit der Mega-Latte vor mir. Ich grinste: das Alter.. Hahaha.

Duschen, einseifen, wohlfühlen. Die Latte sprang mich einfach so an, dass ich mich in der Dusche vor ihn kniete und schon mal ein wenig blies. So zum Antesten. Ich kann in der Position nie besonders lange. Es war mehr so ein anteasern für später. Er war ein guter Gastgeber, hatte mir ein Handtuch rausgelegt. In frischgeduscht fühlte ich mich gleich viel wohler. Er bekam mich damit auch ungeschminkt und pur. Wenn ihn das nicht schreckte, dann war alles okay.

Ich wickelte mich in das riesige Handtuch, machte mir noch einen Turban auf den Kopf mit einem zweiten Handtuch und ging wieder Richtung Couch. Er kam nach, Latte unverändert. Na warte, dachte ich mir und kniete mich vor ihn. Ich hatte ihm vorher noch gesagt, dass ich das ganz gut können würde. Damit hatte ich ja mal die Messlatte hochgehängt. Das galt es nun zu beweisen. Ich tat es mit Hingabe wie immer. Er machte keine Regung. Es war überhaupt nicht zu lesen, ob er sich gerade völlig langweilte oder es genoss. Aber ich ließ mich nicht abbringen, vertraute auf das was ich kann. Irgendwann sagte er, dass es sehr geil wäre. Dann zog er mich hoch. Und ging voraus zu einem Stuhl. Ich grinste. Er konnte im Stehen nicht kommen. Als er saß ging ich nochmal zu Couch und holte mir ein Kissen. Ich wollte es ja bequem haben beim Blasen. Er grinste und sagte: „Voll der Profi. „- „Ja, Erfahrung halt“, entgegnete ich.

Dann kniete ich mich auf dem Kissen zwischen seine Beine und machte weiter, wo ich vorher aufgehört hatte. Er genoss es. Diesesmal leise wahrnehmbar. Er fragte: „Soll ich Bescheid sagen, wenn ich komme?“ Sehr anständig der Mann. Für ihn gebiete das die Höflichkeit es vorher abzuklären. Pluspunkt gesammelt. Ich hätte ihn eh sonst noch darauf hingewiesen. Aber ich sagte nun, dass er einfach genießen solle, ich würde es dann ausspucken. So romantic, ich weiß.

Ich kniete vor ihm und genoß es, es ihm zu besorgen. Leckte, saugte, massiert mit meiner Zunge seinen Schwanz. Mit dem gewünschten Erfolg. Er kam. Und es hatte ihm gefallen.

Nach einer kurzen technischen Pause sagte er, dass ich mich auf das Sofa legen sollte. Er wollte sich nun revanchieren. Juhu. Ich war gespannt. Wegen meiner letzten Erfahrung mit einem deutlich jüngeren Mann hatte ich keine Erwartungen. Eher so ein klein wenig die Befürchtung, dass die Kombination, Landei und jung zu viel unqualifiziertem Rumdrücken führen würde. Andererseits hatte er mich ja schon ein paar Mal überrascht. Und dann fing er an meinen Körper zu erkunden. Und es fühlte sich nicht unqualifiziert an, im Gegenteil. Er wußte was er tat. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass er die Geduld hatte, weil es nun mal eben ein wenig dauert bis mein Kopf mitspielt. Was genau er machte, weiß ich gar nicht. Ungewohnte Technik, aber sie fühlte sich gut an. Er wechselte zwischen Lecken und Fingern und beides gleichzeitig ab. Mein Kopf ließ sich nach und nach ausschalten und ich merkte, dass ich kommen würde. Juhuu.. Dann lag ich da, Orgasmuserschöpft, rollte mich unter seiner Decke ein und wollte chillen. Da stand er neben mir, mit schon wieder einer Monsterlatte, die mich erwartungsfroh ansprang und hielt grinsend ein Kondom in der Hand.. Alter, diese jungen Typen, grinste ich. Jetzt kann der schon wieder.

„Lass uns ins Bett wechseln“, schlug er vor. Bett klang bequemer als Couch, von demher guter Vorschlag. Ich machte es mir in seinem Bett bequem (das bemerkenswerterweise gemacht war) und bevor ich drüber nachdenken konnte, ob ich überhaupt schon für die nächste Runde bereit bin, zog er sich den Gummi über und war startklar. Okay dann mal los, dachte ich. Ich würde wohl nicht kommen, aber man weiß ja nie. Und eigentlich ja auch ganz nett sich mal wieder von so einem jungen sportlichen Typen ficken zu lassen. Erst missionar und dann doggy und er machte das wirklich gut. Würde ich öfter nehmen. In der Tat ging es schneller, als dass ich eine Chance gehabt hätte zu kommen, aber das war nicht weiter wild. Er kam hörbar und hatte Spaß. Alles gut.

Ich lieh mir noch ein T-Shirt und eine Zahnbürste und schlief neben ihm ein. Eigentlich braucht man ja nicht viel um sich wohlzufühlen. Ich bereute nur kurz als ich in mein getragenes Höschen zurückkletterte, dass ich keine Wechselunterwäsche dabei hatte, aber ansonsten genoss ich jede Sekunde des spontanen Abenteuers. Einziges Manko, er hatte keinen Kaffee im Haus.

Nicht erwischen lassen…

Hatte ich schon erzählt, dass ich eine Wohnung besichtig habe? Nein. Mal gucken, was daraus wird. Hätte schon Lust auf was eigenes. Drückt mir also die Daumen 🙂

An einem der letzten Wochenenden war ich zum zweiten Mal auf einem Barcamp. Diesmal das LitCamp in Heidelberg. Das ist Barcamp, das sich komplett um Literatur dreht. Da bin ich zwar ein bißchen, wie ein Alien, weil ich ja eigentlich noch nichts mit Literatur am Hut habe. Aber so ein wenig geistert die Buchgeschicht immernoch im meinem Hinterkopf herum. Alle Klischees, die ich so über Buchmenschen hatte, konnte das Barcamp allerdings nicht ausräumen. Der Frauenanteil war sehr hoch. Wenn ich ein Bild im Kopf brauche von einer Filterbubble, dann muss ich einfach nur an das Barcamp denken. Die finden sich da gegenseitig alle gut und sind nett zueinander. Mit einem Sexblog ist man da jetzt eher unüblich. Nichtsdestotrotz habe ich drei Sessions auch zum Thema Sex besucht, die jemand angeboten hat. In einer ging es darum, dass in Romanen Verhütung eigentlich nie thematisiert wird. Dann hatte ich eine Session zum Thema Polyamorie. Da waren ein paar Teilnehmer dabei, die auch eher unklassische Beziehungsvarianten bevorzugen und spät Abends gab es noch eine Runde in der Teilnehmer Fragen zum Thema Sex stellen konnten. Nichts davon hatte ich angeboten. Denn trotzdem ich viel ausprobiert habe im Bereich Sex, finde ich nicht, dass ich irgendwie ein Experte bin. Das ist eh so ein bißchen mein Barcamp-Problem, dass ich immer das Gefühl habe, kein Fachgebiet zu haben, zu dem ich eine Session anbieten würde. Kann alles ein bißchen, aber nichts gescheit. Ich habe mich dieses Wochenende nur sehr theoretisch mit Sex befasst.

Bisher hatte ich Sex aus meinem Ehrenamt rausgehalten. War mir zu heikel. Never fuck the company. Galt auch für mein ehrenamtliches Engagement. Und so im seriösen (politischen) Kontext unterhält man sich auch nicht über Liebe, Sex und Gedöns. Bis ich bei einem meiner Kollegen auf einer Klausur-Tagung gesehen habe, dass er einen Ring mit BDSM-Logo trägt. Vielleicht habe ich ein wenig selektive Wahrnehmung zur Zeit, denn bei einem Arbeitskollegen hatte ich das auch auf einer Uhr entdeckt. Oder Menschen tragen mittlerweile viel offener eindeutige Zeichen und warten darauf, dass man sich drauf anspricht, wenn man denn eingeweiht ist.

In der Arbeit finde ich es viel entspannter, seit ich weiß, dass es dort auch einen Kollegen gibt, der sich auf der dunklen Seite herumtreibt. Wenn ich mal Redebedarf habe kann ich einfach vorbei gehen und fragen, wo er sich am Wochenende mit seiner Partnerin herum getrieben hat.

Bei beiden Kollegen, sowohl bei dem in der Arbeit, als auch im Ehrenamt hat es mich nur den Mut gekostet, eine Email zu schreiben und zu fragen, ob das Zeichen, das er trägt so beabsichtigt ist. Ich musste und habe mich auch aus der Deckung gewagt, denn damit war klar, dass ich Ahnung von dem Thema habe. Aber bei beiden sagte mir mein Bauchgefühl, dass ich richtig liegen würde. Ich habe in der Firma auch noch eine Kollegin, die trägt eine Halskette mit einer Triskele, bei ihr würde ich mich aber niemals trauen zu fragen, ob das keltisch oder BDSMisch gemeint ist. Ich spreche also auch nicht jeden an, sondern nur wenn ich das Gefühl habe, dass der Mensch auch in das Bild passt.

Zurück zum Ehrenamt und dem Kollegen. Wir fingen an uns zu schreiben und uns auszutauschen. Wir mochten uns immer schon ganz gerne. Aus schreiben wurde flirten. Und irgendwann ließ er durchblicken, dass er mich eigentlich auch ganz niedlich findet. Eines Nachmittags vor einer Sitzung schrieben wir ziemlich intensiv. Es wurde erstaunlich schnell explizit und klar, dass wir uns beide eine Affäre vorstellen können. Problem. Er war vergeben und ich habe keine Lust auf Verwicklungen, wegen der Rollen in unseren Ehrenämtern. Dabei habe ich nämlich mehr zu verlieren… Hochschlafen… Nichtsdestrotrotz war beim Hin und Her schreiben klar, dass wir ziemlich Lust aufeinander haben würden. Um so spannender, wenn es alle anderen Beteiligten nicht mitbekommen sollen.

Wir malten uns vor der Sitzung aus, wie es sein würde, wenn wir uns während der Sitzung verdrücken und heimlich knutschen würden. Es kribbelt ziemlich, ich denke auch bei ihm. Dann Sitzung. Mit den Beteiligten quatschen, mit denen man immer so quatscht. Einen auf alles wie immer machen. Ich gab mir Mühe ihn nicht dauern anzugrinsen. Aber trotzdem warfen wir uns Blicke zu und grinsten uns an. Die Sitzung lief, wir schrieben uns weiter Nachrichten. Wir wollten beide. Ich malte mir die ganze Zeit aus, wie er wohl küssen würde.

Am Tagungsort war Abends nicht mehr viel los. Die Büros waren um die Uhrzeit nicht mehr besetzt. Also beschlossen wir, dass wir uns einen Stock tiefer auf der Damentoilette treffen würde. Eigentlich sollte da niemand hinkommen. Wir müssten uns nur zur selben Zeit aus der Sitzung davon stehlen. Die Stzungrunde war zumindest so groß, dass es nicht gleich auffallen sollte. Wir würden nicht sehr lange Zeit haben.

Er war zuerst da. Mein Herz pochte ziemlich. Auf dem Weg dorthin ging mir wieder durch den Kopf, ob es denn eine gute Idee sei. Ob ich damit nicht eine Linie überschritt. Aber ich wollte es. Hoffentlich würde uns keiner erwischen. Wenn man weiß worauf es hinaus laufen soll, aber beide nervös sind… Hoffentlich kann er küssen. Wir standen uns gegenüber. Schon allein, dass wir uns anfassten, war neu. Da steht man nun voreinander, hat sich wildesten WhatsApp geschrieben und ist doch erst mal schüchtern. Nicht wie im Film, so mit gleich abknutschen. Sondern erstmal so: Grins.. Hi… Hihihi… Äh und jetzt? Dann nahm er meinen Kopf zwischen seine Hände und küsste mich. Oh fuck. Er küsste sensationell. Die Knie werden weich, die Welt bleibt stehen. Mehr. Nicht aufhören. Dann der Griff in die Haare. Rrrr. Er hätte alles in diesem Moment kriegen können.

Ich hätte Lust ihm mehr zu geben. Also kniete ich mich vor ihn hin. Scheiß egal, dass wir in der Kabine einer Damentoilette standen. Ich hatte Lust auf einen Blowjob. Er öffnete seine Hose und ich machte mich über seinen Schwanz her. Ich hoffte, dass er ihn genießen können würde, so mit dem ganzen Drumherum… Ich versuchte ihn zu erfühlen, zu verstehen, wie er tickt. Mit viel Hingabe. Er genoß es, stöhnte immer wieder leise. Sagte, dass ich das sehr können würde. (hehehe). Es dauerte doch ein paar Minuten. Aber dann kam er. Mangels Alternativen in meinen Mund. Ich grinste, stand auf, spuckte alles in die Toilette und ging dann aus der Kabine zum Waschbecken um mir den Mund auszuspülen.

Er bedankte sich, wir küssten uns nochmal und machten uns dann getrennt von einander auf den Weg zurück. Wir waren vielleicht 10 Minuten weggewesen. Hoffentlich ahnt niemand was. Ich kam zu erst wieder. Er kurz danach. Jedenfalls war die Chemie zwischen uns so gut, dass das mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen ist.

So verboten. So aufregend. Auf was habe ich mich da nur wieder eingelassen…