Der junge Mann und seine Potenz

Ich sitze im McCafe. Spätes Frühstück den Kaffee vor mir. Die selben Klamotten an, die ich gestern früh aus dem Schrank geholt habe. Frisch sind sie nicht mehr, den Geruch von einem aufregenden Tag an sich. Ein wenig vollgeschwitzt. Aber es macht mir gar nichts aus, im Gegenteil, ich feiere es voll. Bißchen wie in der Jugendzeit, als man bis in die Puppen ausgegangen ist, nur jetzt mit weniger Schlafdefizit, weil es schwerer zu kompensieren wird. Das Rockstar-Feeling des kleinen Mannes und ich genieße es in vollen Zügen 🙂

Gestern habe ich nach einem Date gesucht. Ich hatte keinen Sex im Sinn. Hatte kurzfristig den ganzen Tag frei und war in Ausflugslaune. Stellte ein Date ein, in dem ich genau das suchte. Keinen Sex, einfach nur jemand, der auch nicht allein etwas unternehmen möchte. Ein Mann bot mir an, dass ich in seine Gegend kommen könne. Wir würden dort eine Sportveranstaltung besuchen und konnten das mit ein paar Sehenswürdigkeiten verknüpfen. Ich war lange nicht mehr dort gewesen, also fand ich den Vorschlag sehr attraktiv. Es war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Sport gucken, jemand der mir seine Umgebung zeigt. Perfekt. Ich sagte zu, sprang aus dem Bett. Sein Profil verhieß einen offenen Mann, der sich für Menschen interessiert. Ich las weder Vorlieben, noch sonstige Eckdaten. Ich zog mich an, packte eine Handtasche und los ging es.

Wir einigten uns darauf, dass ich erst bei ihm vorbeischaue, damit wir dann in einem Auto weiterfahren konnten. Er wohnte in einem kleinen Dorf in der bayerischen Provinz. Kam mir bekannt vor, könnte ich aber nicht mehr leben. In so einem Dorf, wo die ganze Straße weiß, dass er Damenbesuch hat. Ich musste sehr schmunzeln. Immerhin schien ihm das wenig auszumachen. Und das ist mir ja als Grundeinstellung schon mal sehr sympathisch.

Da stand er schon. Sportlicher Typ und jung. Hupsi. Mitte 20. Aber es ging ja nicht um Sex. Und begrüßte mich im breitesten Bayerisch. Oh yeah. Ich war wirklich auf dem Land gelandet. Ich kenne das ja nur zu gut. Es war auch kein Problem für mich ihn zu verstehen. Ich könnte ja auch im Dialekt sprechen, aber ich bin irgendwann in meinem Leben in die Großstadt abgetaucht und packe den Dialekt nur aus, wenn ich meine Oma besuche. Ich kann nicht verhehlen, dass ich schwanke zwischen Bewunderung, wenn Menschen es sich im Dorf eingerichtet habe und es genießen dort zu leben und zu ihrem Dialekt und allem stehen, es aber manchmal auch sehr provinziell zu finden. Aber das hatte nichts mit ihm zu tun.

Wir gingen erst mal in den Nachbarort Essen. Gut bürgerlich. Er war medium gesprächig. Das führte automatisch zur Rollenverteilung, dass ich die Quasselstrippe aus der Stadt war und er mir eher zuhörte. Er erzählte schon was, aber eine richtige Laberbacke war er jetzt nicht. Aber man konnte sich gleich wohlfühlen mit ihm, auch wenn ich nie so ganz dahinter stieg, wie er mich wohl so findet. Aber Hauptsache der Tag war cool.

Wir liefen ganz schön viel. Das mag ich ja, aber ich hatte mir eher so Stadtklamotten als auf den Berg rauf Klamotten angezogen. Mir lief die Soße. Ich lachte drüber, dass er selber Schuld ist, wenn ich am Ende einfach nur durchgeschwitzt aussehe. Aber eigentlich war es ihm wahrscheinlich wurscht. Wir liefen, kehrten ein, liefen, genossen den Ausblick, unterhielten uns. Irgendwann bot er an, dass ich durchaus noch mit zu ihm kommen könne. Huch, mutig, dachte ich. Aber keine Ahnung, ob er dabei einen Hintergedanken hegte. Wir hatten uns über eine Sexplattform verabredet, also unterhielten wir uns auch immer mal wieder über das Thema, auch wenn wir beide uns nicht in die Karten blicken lassen wollten, ob wir Lust auf den jeweils anderen hatten.

Beim Abendessen kamen wir irgendwie auf das Thema Alter und ich stellte fest, dass er erst 27 war. Damit hatte ich gegen meine eigene Dating-Regel verstoßen. Ich wollte eigentlich keine Männer unter 30 daten, weil meine Erfahrung bisher ist, dass die noch so im Saft stehen, dass sie erst mal mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Aber es ging ja nicht um Sex. Und er vermittelte mir das Gefühl, dass es auch wirklich okay gewesen wäre, einfach den Tag miteinander zu verbringen.

Aber ich hatte Lust auf ihn bekommen. Allerdings würde die Herausforderung werden, dass er auch eher zurückhaltend ist, so dass ich keine Vorstellung hatte, wer von uns zwei wohl die Initiative übernehmen würde. Aber mal sehen.

Wir fuhren zu ihm. Wirklich schöne kleine Wohnung. Sehr ordentlich. Vor Allem für einen Männer Single-Haushalt. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich machte es mir auf seinem Sofa bequem. Und stellte beim drüber nachdenken gleich mal fest, dass ich weder frisch rasiert, noch zusammenpassende (und auch nicht besonders sexy, aber immerhin okaye) Unterwäsche anhatte. Na dann soll es wohl so sein, dass es sich ergibt, wenn man es nicht plant. Also falls was passiert… . Wir saßen auch eine Ewigkeit auf dem Sofa und quatschen bevor wir uns dem Thema näherten. Wie so Teenagers. Ich dachte eigentlich das hört irgendwann auf, aber ich habe immernoch nicht die Sicherheit es einfach drauf anzulegen. (Das wenn ich mal noch ablegen könnte). Deswegen date ich wohl zur Zeit vorwiegend ältere Männer, weil die dann meist die Situation einfach in die Hand nehmen. Wenn ich die ältere (und offensichtlich erfahrener) bin, dann habe ich immer das Gefühl die Initiative übernehmen zu müssen und das macht es dann manchmal schwierig, weil es mich zwingt mich aus meiner Komfort-Zone hinaus zu bewegen.

Es fing an mit „ich wärme meine Füße an ihm“ . Der erste schüchterne Körperkontakt. Dann kitzeln, Nacken kraulen. Lachen. Hinkuschlen. Knutschen. Jaaaaaa. Knutschen ist Lebenselexier. Balsam, wenn ich mich einsam fühle. Er konnte küssen. Juhu. Alle meine Vorurteile widerlegend. Hätte ich sein Alter vorher bewusst wahrgenommen und gewußt, dass er der Typ Amateur-Fußballer ist, dann hätte ich ihn vermutlich nie getroffen. Aber gut, dass ich das eben nicht vorher wußte.

Knutschen lief schon mal. Guter Küsser. Er passt nicht in das eigennützige (ein klein wenig arrogante) Fußballer-Klischee, das ich in meinem Kopf hatte. Er war eher immer darauf bedacht, dass ich mich wohlfühle. Er küsste meinen Hals und ich sagte lachend, dass er selbst Schuld wäre, wenn es nun salzig schmeckt, da er mich schließlich den Berg hinauf gejagt hatte. Es machte ihm nichts aus, aber er bot eine gemeinsame Dusche an. Guter Plan. Noch dazu konnte ich mich dann einfach selbst aus meinen durchgeschwitzten Klamotten schälen. Trotzdem er ziemlich sportlich und schlank war, kam ich mir eigentlich nicht blöd vor nackt vor ihm zu stehen. Die Stimmung war sehr entspannt zwischen uns. Er zog sich aus und stand mal gleich mit der Mega-Latte vor mir. Ich grinste: das Alter.. Hahaha.

Duschen, einseifen, wohlfühlen. Die Latte sprang mich einfach so an, dass ich mich in der Dusche vor ihn kniete und schon mal ein wenig blies. So zum Antesten. Ich kann in der Position nie besonders lange. Es war mehr so ein anteasern für später. Er war ein guter Gastgeber, hatte mir ein Handtuch rausgelegt. In frischgeduscht fühlte ich mich gleich viel wohler. Er bekam mich damit auch ungeschminkt und pur. Wenn ihn das nicht schreckte, dann war alles okay.

Ich wickelte mich in das riesige Handtuch, machte mir noch einen Turban auf den Kopf mit einem zweiten Handtuch und ging wieder Richtung Couch. Er kam nach, Latte unverändert. Na warte, dachte ich mir und kniete mich vor ihn. Ich hatte ihm vorher noch gesagt, dass ich das ganz gut können würde. Damit hatte ich ja mal die Messlatte hochgehängt. Das galt es nun zu beweisen. Ich tat es mit Hingabe wie immer. Er machte keine Regung. Es war überhaupt nicht zu lesen, ob er sich gerade völlig langweilte oder es genoss. Aber ich ließ mich nicht abbringen, vertraute auf das was ich kann. Irgendwann sagte er, dass es sehr geil wäre. Dann zog er mich hoch. Und ging voraus zu einem Stuhl. Ich grinste. Er konnte im Stehen nicht kommen. Als er saß ging ich nochmal zu Couch und holte mir ein Kissen. Ich wollte es ja bequem haben beim Blasen. Er grinste und sagte: „Voll der Profi. „- „Ja, Erfahrung halt“, entgegnete ich.

Dann kniete ich mich auf dem Kissen zwischen seine Beine und machte weiter, wo ich vorher aufgehört hatte. Er genoss es. Diesesmal leise wahrnehmbar. Er fragte: „Soll ich Bescheid sagen, wenn ich komme?“ Sehr anständig der Mann. Für ihn gebiete das die Höflichkeit es vorher abzuklären. Pluspunkt gesammelt. Ich hätte ihn eh sonst noch darauf hingewiesen. Aber ich sagte nun, dass er einfach genießen solle, ich würde es dann ausspucken. So romantic, ich weiß.

Ich kniete vor ihm und genoß es, es ihm zu besorgen. Leckte, saugte, massiert mit meiner Zunge seinen Schwanz. Mit dem gewünschten Erfolg. Er kam. Und es hatte ihm gefallen.

Nach einer kurzen technischen Pause sagte er, dass ich mich auf das Sofa legen sollte. Er wollte sich nun revanchieren. Juhu. Ich war gespannt. Wegen meiner letzten Erfahrung mit einem deutlich jüngeren Mann hatte ich keine Erwartungen. Eher so ein klein wenig die Befürchtung, dass die Kombination, Landei und jung zu viel unqualifiziertem Rumdrücken führen würde. Andererseits hatte er mich ja schon ein paar Mal überrascht. Und dann fing er an meinen Körper zu erkunden. Und es fühlte sich nicht unqualifiziert an, im Gegenteil. Er wußte was er tat. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass er die Geduld hatte, weil es nun mal eben ein wenig dauert bis mein Kopf mitspielt. Was genau er machte, weiß ich gar nicht. Ungewohnte Technik, aber sie fühlte sich gut an. Er wechselte zwischen Lecken und Fingern und beides gleichzeitig ab. Mein Kopf ließ sich nach und nach ausschalten und ich merkte, dass ich kommen würde. Juhuu.. Dann lag ich da, Orgasmuserschöpft, rollte mich unter seiner Decke ein und wollte chillen. Da stand er neben mir, mit schon wieder einer Monsterlatte, die mich erwartungsfroh ansprang und hielt grinsend ein Kondom in der Hand.. Alter, diese jungen Typen, grinste ich. Jetzt kann der schon wieder.

„Lass uns ins Bett wechseln“, schlug er vor. Bett klang bequemer als Couch, von demher guter Vorschlag. Ich machte es mir in seinem Bett bequem (das bemerkenswerterweise gemacht war) und bevor ich drüber nachdenken konnte, ob ich überhaupt schon für die nächste Runde bereit bin, zog er sich den Gummi über und war startklar. Okay dann mal los, dachte ich. Ich würde wohl nicht kommen, aber man weiß ja nie. Und eigentlich ja auch ganz nett sich mal wieder von so einem jungen sportlichen Typen ficken zu lassen. Erst missionar und dann doggy und er machte das wirklich gut. Würde ich öfter nehmen. In der Tat ging es schneller, als dass ich eine Chance gehabt hätte zu kommen, aber das war nicht weiter wild. Er kam hörbar und hatte Spaß. Alles gut.

Ich lieh mir noch ein T-Shirt und eine Zahnbürste und schlief neben ihm ein. Eigentlich braucht man ja nicht viel um sich wohlzufühlen. Ich bereute nur kurz als ich in mein getragenes Höschen zurückkletterte, dass ich keine Wechselunterwäsche dabei hatte, aber ansonsten genoss ich jede Sekunde des spontanen Abenteuers. Einziges Manko, er hatte keinen Kaffee im Haus.