Blogparade „Erniedrige mich – nicht.“

Ich würde so gern mehr schreiben, aber das Leben fühlt sich aktuell immer noch zu vollgestopft an. Ich sitze gerade in Berlin in einem Café beim Frühstück. Mr. Bondage mich mitgenommen. Er hat gerade einen familiären Termin und hat mich hier geparkt. Ich nutze die Gelegenheit um zu Schreiben. Ich bin ja im Rahmen der Blog-Parade mit dem Thema Erniedrigung dran.

Erniedrigung, was bedeutet das für mich in sexueller Hinsicht? Schwieriges Thema. Die schlechte Nachricht für die Blogparade ist, dass Erniedrigung  für mich sexuell so wenig funktioniert, wie das Konzept der Bestrafung. Es macht nichts mit mir. Es erzeugt – wenn überhaupt – Rebellion oder eine Wurschtigkeit.

Wenn man im Bereich BDSM unterwegs ist, dann begegnet einem das Thema sicher irgendwann. Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, dann zum ersten Mal, als es darum ging ein Halsband öffentlich zu tragen. Was in meinem Fall in einem sehr desaströsen Abend geendet hatte. Für ihn war das ein zum Spiel anziehen, für mich ein symbolisch riesiger Akt. Auch wenn mir das in dem Moment gar nicht bewusst war. Ich hab mich einfach dagegen gesträubt, mich öffentlich zu meiner Rolle als Sub zu bekennen, mich zu unterwerfen. Ich war noch nicht so weit. Vielleicht geht man als Dom mit diesem Moment ein wenig einfühlsamer um, wenn einem bewusst ist, dass das auch was mit Erniedrigung zu tun hat und nicht nur dazu dient zu zeigen, dass man eine Einheit als Dom und Sub darstellt. Mit viel Reflektieren über selbstbewusstes und selbstbestimmtes Sub-Sein, hat die Erniedrigung im Anlegen des Halsbands die Erniedrigungskomponente verloren. Aber das braucht auch einfach Zeit. Ich tue es immer noch selten, was aber eher mit einem rebellieren gegen „Dinge, die alle tun“ zu tun hat.

Ich hatte auch schon so ein paar Momente auf meiner sexuellen Reise, wo das Thema Erniedrigung aufploppte. Einmal  beispielsweise hatte ich so einen Online-Dom, der mir via Chat Dinge befohlen hat. Ich probier ja immer erst mal alles aus bevor ich es gut oder doof finde. Jedenfalls wollte er, dass ich mir mit einem Lippenstift Schlampe auf den Bauch schreibe und ihm ein Bild davon schicke. (ohne Kopf selbstverständlich, ich bin ja nicht verrückt).

Was habe ich davon mit genommen?

  • Ich probier ganz schon schräges Zeug aus. Manchmal wenn mir das Foto begegnet muss ich sehr grinsen, was ich da so mitgemacht habe.
  • Sich Schlampe auf den Bauch schreiben hätte so aus meinem feministischen Selbstverständnis heraus schon was Erniedrigendes. Aber dazu müsste ich mein Gegenüber an mich heran lassen und mir nicht denken: „Ochja, wenn es dich geil macht, dann mach ich das halt.“
  • Lippenstift geht gar nicht so leicht wieder vom Bauch ab.
  • Dieses Online-Dom-Dings funktioniert null für mich. Ich müsste schon eine emotionale Beziehung zu dem Mann haben, dass das funktioniert. Und ohne ihn dazu mal in real getroffen zu haben, wir das eher schwierig. Es ist nicht unmöglich, aber dann müsste es schon zufällig sehr passen. Ohne Belohnung (Orgasmus oder Nähe) nervt mich das schnell.

Aber auch im richtigen Spiel gab es Momente in denen mir das Thema Erniedrigung begegnet ist. Just gestern beim Fesseln hatte ich einen Moment, wo mir Mr. Bondage in der Suspension bei der fremde Menschen zugesehen haben die Hose über den Hintern runter gezogen hat. Ich hing in den Seilen und dachte mir: „Aha, ein bißchen public disgrace machen wir heute also. Na gut, wenn er meint, er muss es angucken.“ Und dann war es mir wurscht. Ich war gefesselt und konnte offensichtlich für alle eh nix dran ändern. Über Dinge aufregen, die man nicht ändern kann, bringt ja bekanntlich eh nichts, also habe einfach nicht weiter drüber nachgedacht. Also habe ich mich auch nicht erniedrigt gefühlt. Wenn ich dem Menschen mit dem ich spiele vertraue, wenn da emotional was passiert zwischen uns, dann mache ich ziemlich viel mit innerhalb eines Spiels. Manches gefällt mir und turnt mich an, manches gefällt mir nicht, aber turnt ihn an. Das ist beides sehr okay. Eine Situation ist zumindest aus meiner subjektiven Sicht heraus, deshalb nie eine Erniedrigung, weil ich mich nicht erniedrigt fühle. Ich denke mir: „Gut, wenn es dir gefällt, dann mach das halt“, aber nicht „Oh Gott, oh Gott wie schrecklich.“ Als mich Mr. Bondage mal auf einer Party in einer Ecke hat eine Weile alleine knien lassen hat, habe ich mir gedacht, „Na warte, dann nutze ich das halt um zu meditieren“, habe mich auf  meine Atmung konzentriert und den Rest der Veranstaltung komplett ausgeblendet. Erniedrigung funktioniert ja immer nur individuell zwischen zwei Menschen –  im Kopf der Beteiligten.

In einem kinky Umfeld, auf einer Party oder im Club, da kann ich mir gerade nicht viel vorstellen, was ich wirklich erniedrigend finden würde, einfach weil da im Regelfall Menschen sind, die auch einen Fetisch haben und die eh verstehen, dass es ein Spiel ist. Es fallen mir genau zwei Dinge ein die für mich funktionieren würden: Eine Ohrfeige oder ins Gesicht wichsen. Im geschützten Rahmen in der Szene ist mir einfach (mittlerweile) vieles egal, beziehungsweise ist halt dann nicht erniedrigend.

Vielleicht ist dieser Blogeintrag gar nicht wert veröffentlich zu werden, weil er eigentlich überhaupt keinen sinnvollen Beitrag zum Thema Erniedrigung leistet. Das ist einfach der spontane erste Erguss, der mir eingefallen ist. Vielleicht ergibt sich eine Diskussion aus der heraus sich meine Sichtweise noch verändert. Ich habe ehrlicherweise bisher nicht sehr viel über das Thema nachgedacht. Vielleicht ist Erniedrigung auch deutlich öfter Teil auch meines Sexuallebens, als mir im Moment bewusst ist.

Die anderen Teilnehmer der Blogparade

 Margaux Navara – 02. Oktober

Tanja Russ Tanja Russ – 05. Oktober

Ein Keks packt aus Ein Keks packt aus – 16. Oktober

Taras Ropes Taras Ropes – 19. Oktober

Herzinfucked Herzinfucked – 23. Oktober

My life in fur My life in fur – 26. Oktober

Training of O Training of O – 30. Oktober

SMBlogger-Fragerunde

Ich werde nach einer ganzen Weile mal wieder an einer Blogparade teilnehmen. Das Thema wird Erniedrigung sein und ich hirne schon, was ich dazu wohl beitragen könnte.

Es beginnt damit, dass alle Teilnehmer eine Fragerunde beantworten. Die Links zu den anderen Blogs findet ihr unten.

 

1. Charakterisiere dein Lebensgefühl mit einem Satz.

laugh, love, live and fuck

 

2. Würdest du eher auf Sex oder auf Humor verzichten?

Eher auf Sex. Ich glaube ohne Humor wäre mir das zu anstrengend. Ich will lachen im Bett, wenn was schief geht. Ohne gemeinsames Lachen, kein Sex.

 

3. Welche Zweifel hast du beim Schreiben deines Blogs?

Werde ich den beteiligten Menschen auch gerecht, ohne sie zu sehr zu erkennen zu geben. Sie zu charakaterisieren, ohne sie zu verraten. Manchmal gar nicht so einfach.

 

4. Gäbe es für dich einen Grund mit dem Schreiben oder Bloggen aufzuhören?

Wenn mein Blog Leid verursacht. Als die Partnerin meines Arbeitskollegen erkannt hat, dass wir eine Affäre haben und zwar weil sie mein Blog gelesen hat, da habe ich darüber nachgedacht, ob ich nicht aufhören soll zu schreiben.

 

5. Ein Gedankenspiel: Stell dir vor du müsstest entscheiden: a) Entweder auf alle deine Fotos verzichten oder b) all dein Geld und die Ersparnisse aufgeben? Wählst du a) oder b) und warum?

Geld war mir noch nie besonders wichtig. Ersparnisse habe ich keine. Das wäre quasi kein Unterschied zu jetzt, also könnte ich sehr leicht auch darauf verzichten.

 

6. Marmelade oder Nutella?

Marmelade von Oma

 

7. Was ist dein Rezept gegen Schreibblockaden?

Vögeln. Die Frage ist bei mir eher, ob ich die Zeit habe zu schreiben. Dadurch, dass ich meine Geschichten nicht erfinde, sondern nur wiedergebe, habe ich quasi keine Schreibblockaden. Meistens eher keine Zeit, die Erlebnisse zeitnah aufzuschreiben und dann verblasst die Erinnerung an die Details oft etwas. Wenn ich keinen Sex habe, gibt es quasi nichts zu erzählen. Also vögeln gegen Schreibblockaden…

 

8. Versuchst du in deinen Posts für Leser zu schreiben oder eher für dich?

Immer nur für mich. Es ist mein öffentliches Tagebuch. Es ist Teil meiner Reflexion. Da manche der Beteiligten mitlesen, versuche ich völlig auszublenden, dass sie das tun. So wie ich es Freundinnen erzählen würde, so schreibe ich.

 

9. Wenn du der Welt etwas zurufen könntest, was würde das sein?

„Deine Gewalt ist nur ein stummer Schrei nach Liebe.“ Gebt euch Nähe.

 

10. Bist du bei Strafen eher für Paddel, Gerte und Peitsche zu begeistern oder Hand und Gürtel?

Ich finde das Konzept bestraft zu werden überhaupt nicht logisch. Zumal bestraft werden ja eine Blohnung stellt für die meisten darstellt. Dann lieber gleich mit Schlägen belohnt werden.

 

11. Gehst Du noch einer geregelten Tätigkeit nach?

Einer? 🙂 Hauptjob plus zwei Nebenjobs… plus Engagment… manchmal erstaunlich, dass ich Zeit für Dates finde.. und zum Schreiben danach. Es wird sich aber was ändern in nächster Zeit. Ich mag mir mein Leben ein bißchen weniger vollstopfen.

 

12. Kannst Du vom Bloggen leben?

Ich habe noch nie auch nur einen Euro Geld damit verdient. Bis auf ein paar Spenden für den WordPress Jahresbeitrag die ich mal genommen habe, habe ich sehr bewußt noch nie einen Euro genommen.

 

13. Würdest Du gerne vom Bloggen leben?

Wenn mir ein schlüssiges Konzept dazu eingefallen wären, dann hätte ich das vermutlich in Erwägung gezogen. Am ehesten schiele ich immernoch auf die Idee ein Buch daraus zu machen. Was allerdings nicht einfacher wird, weil ich jetzt dann viel Geld für Miete ausgeben und wenig Spielraum haben werde in naher Zukunft. Falls jemand ne zündende Idee hat…. Her damit.

 

Der Rest der Bande 🙂

Tomasz Bordemé

Training of O

Taras Ropes

Mein Leben im Pelz

Margaux Navara

Ein Keks packt aus

Doch nicht nur fesseln?

Eine fiese Erkältung hat mich knapp eine Woche aus dem Verkehr gezogen. Hab mich vermutlich an Fasching verkühlt. An Schreiben war überhaupt nicht zu denken, nur Couch und Fernseher. Aber immerhin konnte ich Olympia gucken. Und bin seitdem ein wenig in Bruno Massot verliebt, den Paarläufer. Der hat mich in seinen Bann gezogen. Der wäre ja sowas von mein Beuteschema. Nachdem ich mir zwei Tage lang auf dem Sofa jeden Clip reingezogen habe, den ich über ihn finden konnte, habe ich überlegt, warum er mein Typ wäre. Großer, sportlicher Mann, mit Witz und Charme, der sich aber auch seiner Tränen nicht schämt. Der eine Sache mit Leidenschaft tut. Und er sieht zugegebenermaßen noch ganz niedlich aus. Aber in dem Moment, wo er vor Freude geheult hat, da war es um mich geschehen. Stark und schwach sein können. Voll tolle Kombination. Na immerhin hat mir meine kleine Schwärmerei die Zeit auf der Couch versüßt.

Vor meiner Abreise aus dem Norden hat sich Tom übrigens noch gemeldet. Ganz spät am Abend nach meinem Blogeintrag. Hat mir gesagt, dass er enttäuscht war von meinem Verhalten, dass ich ihm beim WhatsAppen das Gefühl gegeben habe, nicht bei der Sache  und ein wenig kurz angebunden zu sein. Er hat sicher nicht unrecht mit dem was er sagt, aber ich kann es auch nicht riechen, dass ihn was stört, wenn er es nicht sagt. Ich habe mich entschuldigt. Hat mir verziehen. Hätte mich doch sehen wollen. Aber wir haben keine passende Gelegenheit bis zu meiner Abreise mehr gefunden. Sind aber damit auseinander gegangen, dass ich wiederkommen und ihm Bescheid geben werde wann.

Mittlerweile ist auch der zweite Podcast Kaminabend BDSM erschienen. Sehr gelungen, wie ich finde. Hier zum Anhören.

Vor meiner Reise in den Norden hatten Mr. Bondage und ich uns zu einem Clubbesuch verabredet. Das ist einigermaßen ungewöhnlich, da wir bisher nur einmal vor langen Jahren zusammen im Club waren. Vor seinem Jobwechsel bestand dazu zumindest was die Fesselmöglichkeit anlangte keine Notwendigkeit, weil wir das in seiner Wohnung tun konnten. Ansonsten ist er überhaupt nicht der Clubtyp, weil er nicht „fickt“, wie er es nennt. Davon kommt er nicht. Seit er seine Arbeitswohnung nicht mehr hat, haben wir wenig Gelegenheit für Nähe und Fesseln. Also gingen wir in den Club, der einen Suspension-Punkt (Hängepunkt) hat. Ich fragte ihn vorher noch nach den Erwartungen an den Abend. Ich fand es wichtig zu wissen, wonach ihm der Sinn stand, um Missverständnissen vorzubeugen. Seit unserem letzten gemeinsamen Clubbesuch hatte ich ziemlich viele weitere Besuche als Erfahrung draufgesattelt. Ich kann mich da auf viele Szenarien einstellen. Eigentlich wollte ich nur eine schöne Zeit mit ihm verbringen. Seine Erwartungen waren Fesseln und uns nah sein können. Mehr nicht. Na das klang doch sehr machbar.

Er holte mich also von zu Hause ab und wir fuhren gemeinsam in den Club. Er würde danach nach Hause fahren müssen. Sehr ungewohnt, nicht einfach die Nacht zusammen verbringen zu können. Aber ich freute mich sehr ihn zu sehen. Wir haben uns eher selten gesehen in letzter Zeit, wenn dann war es aber sehr verliebt und schön. Es war an dem Abend Pärchenabend im Club. Also keine Soloherren. Die Anmeldeliste für den Abend auf der Rirarammelseite verhieß ungewöhnlicherweise einen relativ jungen Altersdurchschnitt. Und es war eine Frau aus meinem Heimatlandkreis angemeldet. Ich sah mir ihr Profil an und mir wurde klar, dass sie wohl aus meinem Dorf kommt, zumindest war ich mir sicher das Gesicht schon mal gesehen zu haben. Das fehlt mir ja gerade noch, dass ich in einem Club in der Stadt jemanden aus meinem Heimatdorf treffe. Aber vielleicht kam sich ja gar nicht oder ich irrte mich. Während Mr. Bondage noch bezahlte und mit der Inhaberin des Clubs smalltalkte, schmiss ich mich in meine Clubgarderobe. Da bog ein Bekannter um die Ecke. Mit ihm und seiner Frau hatte ich schon Silvester gefeiert. Ich freute mich ihn zu sehen. Allerdings hatte das Wiedersehen einen Haken. Denn er bog ausgerechnet mit der Frau aus meinem Dorf ums Eck. Ich hoffte so sehr, dass sie mich nicht erkennen würde. Aber ich gehöre nicht zu den unscheinbaren Menschen. Das war sehr schräg, weil sie mich wohl auch erkannte, aber nix sagte. Man kennt sich halt vom Sehen, wenn man nicht in einer Klasse in der Schule war. Ich hätte so gern mehr mit ihm geratscht, war aber so blockiert von seiner Begleitung, dass ich relativ schnell nen Abgang machte. So jetzt habe ich also zum ersten Mal jemanden aus dem Dorf getroffen. An sich ist das nicht schlimm. Allerdings findet sie eventuell über den Bekannten mein Ririarammelseiten-Profil und dann mein Blog. Das wäre doof. Naja, ist schon rum ums Eck.

Fertig angezogen eroberten Mr. Bondage und ich den Club. Das Publikum war an diesem Abend eher jung und schön. Erstaunlich. Aber wir waren ja eh erst mal nur an uns und dem Hängepunkt interessiert. Wir begannen den Abend mit einem Drink und etwas zu essen. Dann streiften wir ein wenig durch den Club um zu sehen, was die anderen Gäste so trieben. Es sah nicht danach aus, als wären viele BDSMer im Club an diesem Abend. Eher normales Swinger-Publikum. Also war es wenig erstaunlich, dass keiner den SM-Raum belegte. Gut für uns. Mr. Bondage hatte natürlich sein Köfferchen dabei. Er musste die Seile und sonstigen Utensilien ja transportieren. Schon allein das Köfferchen stößt auf Verwunderung bei den „normalen“ Clubbesuchern. Manchmal auch auf Neugierde. Eine eigentlich ganz niedliche junge Swingerin war ehrlich am Inhalt des Koffers interessiert und fragte Mr. Bondage, was er denn mit sich herumtrage. Er stieg darauf ein und erlaubte ihr ihre Neugierde zu befriedigen und den Koffer zu durchforsten. Das war wirklich eine niedliche Szene, wie sie sich auf den Boden hockte und einmal den Koffer komplett aus und wieder einräumte. Sie sah sich die Seile, Schlaginstrumente, Klammern und all die anderen Dinge interessiert an. Ich glaube nur die Tatsache, dass sie in Begeleitung war hielt Mr. Bondage davon ab ihr das Ausprobieren der Dinge anzubieten. Meistens sind die „normalen“ Swinger ja eher irritiert.

Viele kamen in den Raum und gingen wieder. Das Aufbauen und Fesseln braucht seine Zeit. Die meisten waren dafür zu ungeduldig. Während wir uns vorbereiteten hatte ein Mann eine blonde Frau ans Andreaskreuz gefesselt. Sie war vermutlich 10 Jahre älter als ich, aber hatte sich eine perfekte Figur antrainiert. Er stand vor ihr und versuchte sie zum Orgasmus zu fingern. Was ihm nicht gelang. Er ließ sie stehen und verließ den Raum. Kam ein paar Minuten später mit einem Vibrator zurück. Ich war erstaunt, dass sie so lange am Kreuz aushielt, denn sie hatte ziemlich hohe Schuhe an. Die beiden wirkten nicht wie SMer, sondern nutzten einfach so die Spielgeräte. Die Szene regte Mr. Bondage dazu an meine Hände nach oben an den Hängepunkt zu fesseln. So dass wir uns gegenüber standen. Allerdings war ich im Kopf nicht bei der Sache. Irgendwie hatte mich das Spiel der beiden nicht angemacht, so dass ich mir eher doof vorkam, als dass ich angeturnt war. Mr. Bondage kennt mich ja nun wirklich ganz gut und verband mir die Augen. Aber auch das half irgendwie nix. In dem Setting konnte ich mich nicht fallen lassen. Vielleicht war sie mir auch einfach nur einen Tick zu perfekt. Und gab mir dadurch das Gefühl unperfekt zu sein. Sollte ich ihn bitten aufzuhören und mich aus der Situation herauszunehmen? Ich sagte nichts und vertraute darauf, dass er mich mittlerweile gut genug kennt.

Blogparade: Nur im Kopf

Ich habe mich von der lieben Kari breitschlagen lassen, an einer SM-Blogparade teilzunehmen, die den Titel #NurimKopf trägt. Alle Autoren haben dazu einen Text geschrieben, in dem es um Fantasien geht, die man im Kopf hat, aber aus irgendwelchen Gründen nicht ausleben möchte/kann. Ich sollte meinen Text eigentlich am 22. Dezember veröffentlichen, aber manchmal küsst mich die Muse nicht rechtzeitig (Oder ich war mit knutschen beschäftigt :-))

Nun erst mal die Links zu den anderen Texten:

  • Initiator ist Tomasz Bordemé dessen Text zu „Nur im Kopf“ findet ihr hier.
  • die liebe Kari: Hier
  • Ben Wilders Lusttagebuch: Hier
  • Margaux Navara – Autorin mit Lust an BDSM: Hier
  • Devote Romantikerin: Hier
  • Tanja Russ: Hier

Und nun setze ich mich mal mit dem Thema auseinander: Nur im Kopf. Wer jetzt eine ausgeschmückte Fantasie-Geschichte erwartet, den muss ich vorher schon enttäuschen. Was ich nicht kann: Geschichten erfinden. Was ich kann: Erlebnisse nacherzählen. Nichtsdestotrotz gibt es auch in meinem Kopf Fantasien. Allerdings finde ich es viel einfacher sowohl über Erlebtes zu schreiben, als auch zu erzählen. Damit habe ich wenig Probleme. Einen Einblick in die geheimen Fantasien zu geben finde ich sehr viel intimer. Stellt sich die Frage, wie tief lasse ich euch in meine geheime Kopfkino Filmothek blicken?

Viele Dinge, von denen ich dachte, dass ich sie nie tun würde habe ich mittlerweile abgehakt. Die ganzen Pornokino-Geschichten bei denen ich mich habe abgreifen lassen zum Beispiel…

Eine Fantasie, die ich mit zwei Drittel aller Frauen teile, ist eine Vergewaltigungsfantasie. Ich habe mich immer gefragt, warum wünsche ich mir, dass jemand über mich herfällt und sich einfach brutal nimmt, was er will. Nach Recherche und nachlesen denke ich Narzissmus ist die Antwort. Zumindest war das für mich bisher die einleuchtendeste Erklärung. Ich glaube, dass ich es in dem Buch von Daniel Bergner – „Die versteckte Lust der Frauen – ein Forschungsbericht“ gelesen habe. Wenn ich mich Recht erinnere steckt seiner Meinung nach dahinter der Wunsch so begehrenswert zu sein, dass der Mann sich über alle gesellschaftlichen/gesetzlichen Konventionen hinweg setzt, alle Bedenken beiseite schiebt, sich nicht mehr zurückhalten kann und sich einfach nimmt was er möchte, nämlich mich. Das ultimative Begehrtwerden.

Ähnlich argumentier auch Professor Ulrich Clement dazu im Zeit-Interview:

ZEITmagazin ONLINE: Den Mann gedanklich über mich herfallen zu lassen – worin besteht denn dabei der Reiz?

Clement: Es gibt eine interessante Theorie zu Vergewaltigungsfantasien, die besagt, dass es sich um verkappte Triumphfantasien handelt. Die Frau folgt mit der Inszenierung einem Unwiderstehlichkeitsparadigma: „Der will mich, weil ich so attraktiv bin.“ Er kann gar nicht anders!

ZEITmagazin ONLINE: Das ist ja mal eine ausgewachsene Allmachtsfantasie.

Clement: Absolut! Die Vorstellung „Ich bin so unwiderstehlich, dass der andere nur über mich herfallen kann“ ist grandios und macht es so erregend.

ZEITmagazin ONLINE: Sie sagten eben, dass das Thema Vergewaltigungsfantasien in der Sexualforschung aktuell sehr diskutiert wird. Warum?

Clement: Man weiß schon lange, dass es solche Gewaltfantasien gibt und wie häufig sie vorkommen. Man hat sie nur nicht richtig verstanden. Die Sexualforscherin Marta Meana sagt, wir haben uns darin geirrt, Frauen immer als Wesen zu betrachten, die ausschließlich an der Beziehung interessiert sind. Frauen sind viel narzisstischer, als sie zugeben. Sie wollen eigentlich großartig gefunden und begehrt werden. Deshalb denken sie sich Fantasien aus, in denen alle Blicke auf sie gerichtet sind.

ZEITmagazin ONLINE: Das klingt so schlüssig, dass man sich fragt, warum die Forscher nicht früher auf diese Erklärung gekommen sind. Passte sie nicht ins Frauenbild?

Clement: Sexualforschungskolleginnen sagen, dass sie jahrelang das Bild einer Frau zur Referenz genommen haben, die autonom über ihre Sexualität verfügt und sagt, wann sie Lust hat, und sich dann auf einen Mann einlässt oder einen verführt. Das ist ein sehr feministisch inspiriertes Bild. Diese Sexualforscherinnen verstehen jetzt, das sie selbst einem politisch motivierten blinden Fleck aufgesessen sind: Sie haben gedacht, Begierde würde bedeuten, sich dem Mann und seinem männlichen Blick zu unterwerfen. Sie haben übersehen, dass es auch ein eigenes Bedürfnis der – ansonsten autonomen, starken – Frauen gibt, und zwar das Bedürfnis, begehrt zu werden. Das hatten viele Sexualforscherinnen sich bisher verboten zu sehen, weil es nicht in ihr Frauenbild passte.

Seit ich weiß, dass mein eigener Narzissmus dahinter steckt, habe ich die Fantasie viel seltener. Für meine Fantasie war es also der völlge Lustkiller nach dem Warum zu fragen. Wie so manches Mal im Leben 🙂

Mein aktueller Lieblingsfilm im Kopfkino geht in etwa so: Eine Plattform in einem Raum. Drumherum ein Dutzend Männer in dunklen Anzügen. Ich befinde mich nackt auf einen Sybian gefesselt auf der Plattform. Meine Hände sind zur Seite in ein Eisengestänge eingebunden. Es gibt ein Fernbedienung mit dem die Männer den Sybian bedienen können. Sie können darüber bestimmen, wie oft ich komme und wann, mich mit Orgasmen quälen. Manchmal kommt einer der Männer zu mir und ich muss ihn blasen, während mich das Gerät stimuliert… Irgendwie auch narzisstisch. 🙂

Striemen auf meiner Haut

Es ist gar nicht so leicht den letzten Teil des Wochenendes von Mr. Bondage und mir zu schreiben. Ich merke, wenn ich mich nochmal in die Situation hineinversetze, dass mir zwischendurch immer wieder Teil der Erinnerung fehlen, obwohl das Ganze nicht wirklich lange her ist.

Abfesseln: Mr. Bondage saß hinter mir auf dem Boden und fing an mich wieder aus den Seilen zu knoten. Nah sein. Auch wenn ich manchmal ein wenig ungeduldig bin beim Abfesseln, weil die Hand hinter dem Rücken meinen Arm immer unter Spannung setzt und ich es gar nicht so sehr genießen kann. Ich hoffte, dass er meinen Arm schnell losbinden würde. Irgendwann hatte er mich aus der Oberkörperfesselung befreit, nur die Handgelenke waren noch gefesselt. Er half mir auf die Beine. Ich hatte Lust noch zu spielen. Ich hob meine Hände, die noch in Seile eingebunden waren nach oben zu den beiden Fesselpunkten. War gespannt, ob er noch Lust zu spielen hatte. Es war eine Einladung mich zu benutzen. Er verstand sofort und band meine Hände an den Haltepunkten fest. So stand ich da mit gespreizten Armen mit dem Rücken zu ihm.

Eine der erotischten BDSM-Situationen, die ich jemals live gesehen hatte, beinhaltete eine Frau die genauso wie ich in diesem Moment gefesselt war. Sie hatte nackt zwar die perfekte Figur, aber nichtsdestotrotz fühlte ich mich gut, als ich so vor ihm stand. Auch er hatte diese Szene gesehen. Bei der Vorstellung kroch die Erregung in mir hoch. Das ich mal safeworden musste am Anfang, weil er zu hart gespielt hat, vergeben und vergessen. Ich dürstete danach auch mal wieder Schmerzen zu spüren. Meine Grenzen zu spüren. Ich hatte schon die Schläge mit der flachen Hand am ersten Abend sehr genossen. Endlich hatte er wieder mit mir gespielt. Das war wie ein ungestillter Hunger. Ich vertraute ihm total. Er kennt mich besser, als jeder andere Mann. Ich erinnere mich nicht mehr an die Reihenfolge. Aber egal.

Ich stand da, mein Körper war elektrisiert. Jede Faser war gespannt auf das was nun passieren würde. Ich stand still und atmete tief durch. Und schon traf mich der erste Schlag auf den Hintern. Die flache Hand zum Aufwärmen. Klatsch, klatsch, klatsch. Er verteilte die Schläge gut. Weiß genau, wohin er schlagen kann. Ich versuchte still zu stehen. Bisher war das ganz gut aushaltbar. Ich war stolz, dass ich doch ein bisschen etwas aushalte. Er steigerte die Intensität. Bis der Schlag kam, bei dem mir ein Stöhnen entfuhr, weil er die Grenzen war. Der Schlag, wo ich weiß, dass ich eine Pause brauche danach. Und Er gab sie mir. Las meinen Körper. Konnte sehen, wenn ich zu tänzeln anfing um den Schlägen auszuweichen. Er ließ von mir ab. Ich atmete durch. Er raschelte in der seiner Tasche herum. Ich linste ein wenig über meine Schultern um zu sehen, was er ausgepackt hatte. Und dann trafen mich wieder ganz leichte zärtliche Schläge. Es musste in Paddel sein. Fast wie die flache Hand also. Er steigerte auch damit die Intensität. Dann nestelte er wieder in der Tasche herum. Klatsch, wieder ein neues Gerät. Ein Flogger. Ich spürte die vielen Lederstreifen. Anfangs war es wie streicheln. Tut ja gar nicht weh das Ding. Dachte ich, aber nicht lange. Auch damit kann man Schmerzen verursachen. Er verteilte die Schläge wieder gut, bis ich anfing zu tänzeln und merkte, dass ich an meine Grenze kam. Ich stöhnte vor Wohlgefallen. Ich hoffte sehr, dass er mir für die Schmerzen noch einen Orgasmus machen würde. Ich brauche das als Belohnung. Er kam immer wieder nah zu mir. Streichelte sanft über meine vermutlich roten Arschbacken. Manchmal kniff er auch hinein und ich quickte. Fiesling. Oder kratzte mit seinen Nägeln über die schmerzenden Stellen. Megafiesling. „Wie hübsch du aussiehst“..  Saugte an meinen erregten Nippeln… Wieder nestelte er in seinem Spielkoffer.

Da zerriss ein Surren die Luft und ich spürte eine ganz neue Art von Schmerz. Feiner Striemen. Wow, mit einer Gerte. Das hatte ich noch nie gehabt. Ich fand das immer sehr sexy beim Zusehen, aber habe das immer unter das ist zu krass für mich abgehakt. Ich tänzelte leicht, denn der Schmerz ist schon fies. Er verteilte wieder gut. Es muss unglaublich elegant ausgesehen haben, wie er die Peitsche schwingt. Die Vorstellung gefiel mir. Links und wieder rechts trafen die Gertenhiebe auf meinem Hintern und Oberschenkel ein. Ich atmete immer wieder tief durch, versuchte den Schmerz auszuhalten. Er schlug fester zu: Das Ende der Gerte wickelte sich um meinen Oberschenkel und hinterließ gut sichtbar einen Striemen auf der Vorderseite. Wir kamen nah an die Grenze. Ich tänzelte fiel. Er hatte spürbar Spaß mich zu schlagen. Meine Grenzen auszuloten. Noch ein Schlag, wieder derselbe Oberschenkel. Dieses Mal verteilte er nicht so gut. Es fühlte sich an, also könnte er eine Seite besser schlagen. Die meisten Schläge trafen meinen linken Oberschenkel. Ein harter Schlag traf mich und ich drehte mich um und sah ihn böse an. Die Grenze war erreicht. Er verstand sofort. Kam zu mir und nahm mich in den Arm. Er band mich los, wir gingen zu Boden. Jetzt fehlt mir ein wenig die Erinnerung. Irgendwann lag ich auf dem Rücken und er fing an meinen Kitzler zu bearbeiten. Lobte, dass ich so feucht war. Nestelte wieder in seinem Koffer. Juhuu, er würde irgendwas rausholen und mir einen Orgasmus verschaffen. Ich spürte alsbald den wundervollen Stahldildo, der so ganz intensive vaginale Orgasmen zaubern konnte. „Ja, saug ihn in deine enge Fotze ein“, kommentierte er was er tat. Ich genoss es , wie er den Dildo langsam in mich versenkte. Die Biegung des Dildos ermöglicht ihm mich zu ficken während er über meinen Kitzler reibt. Änderte nach einer Weile den Winkel. Stimulierte in mir immer wieder andere Stellen. Dieses Ding ist so göttlich. Wenn er so weitermachen würden, würd ich ihm den ganzen Boden vollsquirten. Die Erregung baute sich ganz tief in mir auf. Anders als wenn ich es mir selbst über den Kitzler besorge. Ich ließ mich einfach fallen, gab mich ganz ihm und dem Dildo hin und hatte am Ende einen wirklich heftigen Orgasmus. Denn er netterweise nicht ausklingen ließ und mich nicht mit sadistischer Freude vorher nochmal pieskate. Ich ich rollte mich total glücklich am Boden liegend ein.

Ich will definitv wieder mehr davon. Hoffe, dass er bald wieder Lust hat zu spielen, dass es ihm auch etwas gibt. Diese Orgasmen machen süchtig. Gerade als ich aufstehen wollte, knotete er das letzte Seil vom Handgelenk ab und küsste mich. Und grinste. Das heißt nix Gutes. Er zog mit der flachen Hand voll durch und traf die Innenseite meines Oberschenkels .. „AUUUAAA. Du Arsch..“, entfuhr es mir. „Ein kleines Andenken“.. Na wundervoll, man sah jeden einzelnen Finger sich abzeichnen. Gut, dass ich keine Arztbesuche oder ähnliches geplant hatte. Ich kam zu meinem Termin zwei Stunden zu spät. Aber es war mir jede Minute wert. Es war ein wundervolles Wochenende gewesen. Und ließ mich die Weihnachtszeit leichter aushalten. Es wird bis Mitte Januar dauern bis wir uns wiedersehen. Aber ich freue mich schon. Es fühlt sich halt doch nach Liebe an zwischen uns. Ohne Erwartungen. Schön so.

Orgasmus-Schulden

Mr. Tech-Nerd wollte mich motivieren unser erstes Erlebnis schnell zu bloggen und versprach für jeden Blogeintrag über unsere Nacht einen Orgasmus. Wenn ich also zusammen zähle komme ich auf drei Orgasmen, die er mir noch schuldet. ich finde man könnte es schlechter haben. Es stellte sich schon bald nach unserem ersten Treffen raus, dass er bald wieder für eine Nacht in meine Stadt kommen konnte. Juhu, juhu. Gut war, dass ich an diesem Wochenende in der Stadt war. Schlecht, dass ich ein Seminar leiten musste und als Gastgeber mich um die Seminarteilnehmer kümmern musste. Er wollte sich in unser Tagungshotel einbuchen. Das fand ich aufregend. Zwischen seriös und der dunklen Seite. Am beste nicht erwischen lassen.

Es war soweit, Mr. Tech-Nerd war also wieder in meiner Stadt. Ich schrieb ich, dass ich noch mit den Gästen zu Abend essen musste. Ich wollte mich gegen 21:30 abseilen. Was mir auch mit einem „Oh Gott ich bin so müde, morgen gehe ich dann länger mit euch auf die Piste“ gelang. Also schnell zurück ins Hotel. Um erstmal festzustellen, dass die Kette zwei Häuser in unmittelbarer Nähe hat und ich ihm das falsche genannt hatte. Mist. Hihi. Das war jetzt doof. Ich merkte es, da er ein Zimmer im vierten Stock hatte, aber in meinem gab es keinen vierten Stock. Hupsi. Ich hüpfte ins Auto. Es waren nur fünf Minuten bis zu seinem Hotel. Er wartete vor der Tür auf mich. Es war kalt und er hatte sich die große Mütze seiner Jacke weit ins Gesicht gezogen, so dass ich ihn erst gar nicht erkannte. Er musste mich unten einsammeln, weil man ohne Zimmerkarte den Aufzug nicht benutzen konnte. Ich freute mich ihn zu sehen. Und er war schon wieder so undurchsichtig. Immer so schwer zu greifen, was er wohl gerade fühlt und denkt.

Wir gingen in sein Zimmer. Sah exakt wie meines im anderen Hotel aus. Die Spezialität des Zimmers war, dass es eine Schiebetür vor Dusche und Toilette gab, die aber immer nur einen Raum schloss. Das Zimmer war eher klein, aber auf jeden Fall ausreichend. Ich war sehr gespannt, was er so vor hatte. Ich hängte meine Jacke auf, zog meine Schuhe aus und stand dann erwartungsvoll vor ihm. Er guckte mich an und sagte irgendwas mit „Bestrafen… Hotel… falsch… „. Ich hasse dieses Bestrafungs-Spielchen-Dings. Das funktioniert in meinem Kopf nie. Da werd ich höchstens rebellisch und versuche Logikfehler in der Bestrafungsargumentation zu finden. Aber gut, kann er ja nicht wissen. Ich muss auch keine Bestrafung vortäuschen, wenn beide Spaß haben werden dabei.. Aber egal. Er befahl mir, dass ich duschen gehen soll und danach nur mit einem seiner Hemden, das er mir in die Hand drückte, zurückkommen soll. „Nur Hemd? Also kein Höschen?“ fragte ich nochmal nach… Schon sehr nackig untenrum… irgendwie..

Aber wir sind ja in diesem Bestrafungsdings. Ich fing an mich auszuziehen. Er stand vor mir und guckte mir zu.. Na, toll.. Das sollte mit Sicherheit gewollt leicht unangehm werden. Allerdings war das Zimmer auch nicht so groß, dass man sich unendlich aus dem Weg hätte gehen können. Naja, ein wenig rumnörgeln ließ ich mich beim Ausziehen beochaten und ging dann unte die Dusche. Er stand vor der Dusche und guckte zu.. Grrr… „Nervensäge“, lachte ich. Ich duschte ohne meine Haare nass zu machen. Dann angelte ich mir ein Handtuch, trocknete mich ab und nahm das Hemd, dass er mir gegeben hatte. Ich zog es an. Fühlte sich cool an in seinem Hemd. Die Vorfreue stieg in mir hoch, ich war gespannt, was er vorhatte. Ich trat also nur in seinem hemd mit nichts drunter aus dem Bad ins Zimmer und sah als allererstes seinen Gürtel fein säuberlich auf dem Bett liegen. „Oho“, dachte ich. Ob er sich das wohl trauen wird? Das würde mich sehr erstaunen. Er war meines Wissens nicht supererfahren und ich traute ihm nicht zu, da gleich in die vollen zu gehen. Es kribbelte, aber ich war einigermaßen entspannt. Er hatte ein Halsband hervorgezaubert. Außen war es schwarz, innen pink. Das passte ganz gut zu mir. Es war ein einschlägiges mit dem silbernen Ring vorne. Oh wow, so gleich. Ich drehte ihm den Rücken zu, so dass er es mir anlegen konnte. Dabei kam er mir ganz nah. Er drückte mir seine harte Latte an den Hintern. (Er war noch angezogen). Ich trug das Halsband, damit waren die Rollen für den Moment sehr klar. Er zog den Schal hervor, den ich schon kannte. Ich ließ mir die Augen verbinden. Dann sagte er mir, dass ich mich aufs Bett legen soll. „Wie jetzt genau“, dachte ich. Auf den Bauch oder Rücken? Uneindeutige Ansagen, tss tss. In Anbetracht des Gürtels entschied ich mich dazu mich auf den den Bauch zu legen. Ich hatte das Hemd noch an. Er hatte somit freien Zugang zu meinem Hintern. Dann lag ich da und war gespannt, wie weit er gehen würde. Er nahm den Gürtel in die Hand…

Mir läuft die Zeit davon, also ein Break 🙂 Mal sehen, ob er auch wieder seine Sicht des Abends beschreiben wird…

Zu früh dran…

Hab mich heute mal wieder aufgemacht auf einen Stammtisch der Rirarammel-Seite in meiner Stadt zu gehen. Bin allerdings zu früh dran und vorher noch nach Hause fahren hätte sich nicht rentiert. Also nutze ich die Gelegenheit ein wenig zu schreiben. In der Arbeit war ich eh schon die letzte und dann haben mich die Putzfrauen endgültig von meinem Arbeitplatz verscheucht. Ich bin sehr zufrieden mit meiner neuen Stelle. Mein Chef spiegelt bisher auch, dass er sehr zufrieden ist mit mir. Viele Dinge sind in einer großen Firma geregelt und einforderbar. Das ist gut. Für jetzt aktuell der perfekte Job für mich. Vermutlich nicht auf immer. Aber jetzt auf jeden Fall. Daran, dass ich morgens ein wenig später anfangen kann arbeite ich noch. Ebenso, dass ich nicht komplett Vollzeit arbeiten will. Aber das hat Zeit bis zum Ende der Probezeit.

Über den Brückentag habe ich Freunde in Stuttgart besucht. Ein Kinderwunsch-Minimierungsprogramm, wenn man so will. Die beiden Söhne sind süß, aber man bekommt dann halt auch ein Gefühl, wie sehr Kinder das Leben bestimmen. Bis meine Hormone mir wieder etwas anderes erzählen, denke ich mir jetzt mal: Och ja, muss auch nicht unbedingt.

Zu Halloween habe ich eine Typveränderung vollzogen. Ich bin in Stuttgart shoppen gewesen, mit dem Ziel ein bißchen an meiner Mädchen-Garderobe zu arbeiten. Ich hatte gehadert mit dem Gefühl, der Kumpeltyp zu sein. Hab mal 500 Euro rausgeklopft und ein wenig Klamotten gekauft. Ich war nicht sonderlich gern shoppen in den letzten Jahren. Aber mit einer guten, wundervollen Shopping-Begleitung, wie ich sie an diesem Tag hatte, war das gar nicht so schlimm. Mir fehlt wohl sonst im Leben die beste Freundin mit der man loszieht. Nebenbei habe ich meine Haarfarbe wieder von einem fast schon braven irischen Rotton auf Pumuckel verändert. So wie ich es früher lange hatte. Die Nähe zu Mr. Bondage hatte eine Weile in mir den Wunsch geweckt, nicht mehr so krachig zu sein. Er mag es eher zurückhaltend, niedlich… Ich wollte ihm gefallen. Phase vorbei. Die Nummer mit dem niedlich funktioniert bei mir eh nicht. Ich bin mehr so ne Type. Also jetzt wieder mit den deutlich erbunteten Haaren. Bin wieder mehr bei mir.

Ansonsten könnte da mehr Sex sein in meinem Leben. Gestern war ich mit dem Mann verabredet, mit dem ich hin und wieder in den Swingerclub gehe. Er war mal wieder auf Geschäftsreise in der Stadt, aber er hat krankheitsbedingt abgesagt. Schnüff.

Mr. Tech-Nerd war so frei, unser Date aus seiner Sicht aufzuschreiben. Das will ich euch nicht vorenthalten.

https://ransomlove.tumblr.com/post/167057819941/mr-technik-nerds-erster-auftritt/amp

Ansonsten hat der JOYclub mittlerweile unser Kamingespräch zum Thema BDSM veröffentlicht. Ich bin vor Allem in den ersten 15 Minuten zu hören. Es war wirklich eine sehr spannende Runde, bestehend aus sehr unterschiedlichen Menschen, die der gute Martin von http://training-of-o.de/blog/ zusammengestellt hat. Seitdem fangirle ich ja Mark Benecke ein wenig. Den Podcast gibt es hier.

Mal sehen, ob auf dem Stammtisch die ein oder andere Schnitte dabei ist. Ich wäre für alle Eventualitäten gerüstet…

Über die Devotheit

Ich bin heute über einen Artikel im Jetzt-Magazin der SZ über BDSM gestolpert. Und habe überraschenderweise etwas über meine Neigung gelernt, das ich bisher noch nicht wußte. http://www.jetzt.de/besitz/bdsm-einblick-in-eine-beziehung

Vorneweg: Ich mag Friedemann Karig und auch über Coco aus dem Artikel habe ich schon einen Videobeitrag gesehen.

Die Aussage, an der ich hängen geblieben bin:

„Eine andere Theorie besagt, dass devote Frauen beim Masturbieren den ganzen Körper anspannen müssen, um zum Orgasmus zu kommen. Und deshalb die Fesseln, den Druck von außen genießen.“

Ja, das stimmt auch bei mir. Vielleicht muss ich nicht den ganzen Körper anspannen, aber Teile davon auf jeden Fall.  (Aber ich bin ja gefühlt auch so semidevot) In meinem Blog beschreibe ich das immer mit  „Ich muss nachhelfen“, mein Körper muss mitarbeiten durch Spannung und Entspannung. Für den richtigen Rhythmus sorgen. Dass ich ohne komme, ist eher selten, zufällig. Wenn alles passt. Ist die Devotheit nur das Mittel um zum bekommen, was einen befriedigt? Gibt es Frauen, die einfach so kommen? Leicht? Immer?

Viele Fragen, die ich mir heute Abend noch durch den Kopf gehen lasse.

Das erste Mal ein klein wenig BDSM (2012)

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Das ist meine BDSM-Geschichte. Nicht für Leser, die eine perfekte Story erwarten.  Nicht blumig ausgeschmückt und in Bestsellertaugliche Worte gehüllt. Aber es ist die ehrliche, aufregende Geschichte meines allerersten Ausflugs in die Welt des BDSM.

Menschen, die meinen Blog schon gelesen haben kennen die Geschichte bereits. Sie ist nun noch einmal für eine Aktion auf der Joyclub-Seite aufgearbeitet. Wer noch mehr BDSM-Geschichten von anderen lesen möchte, der kann gerne auf der Rirarammelseite (aufs Banner klicken) schmökern. Der Link führt direkt zu den anderen Geschichten

Im Jahr 2012:

Ich bin im Bereich BDSM blutiger Anfänger. Mir ist weder das dort gebräuchliche Vokabular eigen (also kann es durchaus sein, dass ich Begriffe nicht weiß oder falsch verwende), noch habe ich mich mit den extremen Formen auseinander gesetzt. Ich hatte immer schon Fantasien in diese Richtung, aber nicht sehr ausgeprägt. Habe vermutet, dass es was für mich sein könnte. Aber woher soll man es auch wissen. Und wenn man noch so sehr über „Shades of Grey“ lacht, hätte ich es nicht gelesen, dann hätte ich das gestern vermutlich nicht ausprobiert. Und das wäre sehr schade gewesen. Ich bin jetzt in einer Ausprobierphase, in der ich nicht davon träume, sondern herausfinden will, ob ich das wirklich mag, was mich beim Lesen so anturnt.

Wie es dazu kam: Ich bin in Kontakt mit einem Mann gekommen. Ich nenne ihn JD.  Er hat seine Neigung dahingehend schon vor einer Weile entdeckt, ihm war aber die Partnerin abhanden gekommen. Er ist also das was ich einen erfahrenen Dom nennen würde. JD hatte meinen Blog im Internet entdeckt. Darauf hin schrieb er mich an.  Daraus entwickelte sich ein Austausch per Mail, aber auch das ein oder andere Telefonat. JD hatte mir wirklich sehr schöne Bilder von sich geschickt. Also um genau zu sein, fand ich ihn ja sensationell attraktiv. Er war Mitte 40. Trainierter Körper, Typ Anzug, darunter ein Tattoo. Eine Schnitte würde ich es nennen.

Das was er schrieb und mir vorschlug machte mich neugierig. Er fragte mich über meine Erfahrungen, Wünsche, Phantasien und Grenzen aus. Was gar nicht so einfach ist, wenn man von dem ganzen Thema eigentlich keine Ahnung hat. Meine Grenzen kenne ich nicht, woher auch. Genau das wollte ich herausfinden. Mich langsam herantasten. Auf der Suche nach jemandem, der mich einfühlsam an das Thema heranführt. Es brauchte jemanden dem ich so vertrauen konnte, ohne dass ich mich umfassend eingelesen haben musste. Ich wollte neugierig sein.

Meine Erfahrungen hielten sich in sehr überschaubaren Grenzen. Mehr als das absolute Blinddate mit dem Doktor der mir ein wenig den Hintern versohlt hatte, gab es da noch nicht. Meine Wünsche: verbundene Augen, damit ich leichter den Kopf ausschalten kann und mich wie einen blutigen Anfänger behandeln.

JD schickte mir den Link von einem SM-Zimmer, das er dafür gern mieten wollte. Huch, da fing es an ernst zu werden. Die Bilder des Zimmers waren ansprechend, auch wenn in der Tat viele Dinge zu sehen waren, mit denen ich so gar nichts anfangen konnte oder wußte. Wie auch, als Anfänger. Aber ich wollte es ausprobieren. Und da JD sich auch nachdem er Fotos von mir gesehen hatte immer noch mit mir treffen wollte und mein Bauchgefühl mir grünes Licht gab, planten wir einen Termin.

Ich fuhr in seine Stadt, die 250 Kilometer entfernt war und holte ihn von der Arbeit ab. Wir gingen, auch weil ich nochmal meinen Bauch befragen wollte vorher, in ein kleines wirklich süßes Cafe in der Nähe seiner Arbeit. Ein Treffen auf neutralem Gelände. Sehr wichtig für mich.
Alter Falter, watt ne Schnitte. Er sah echt verdammt gut aus und war so was von mein Typ. Im teuren Anzug, juhu, juhu. Ich habe defintiv ein Faible für gutsitzende Anzüge. Blöderweise hatte ich mich nicht besonders gestylt, sondern mich für die bequemen Klamotten entschieden, in denen ich mich wohlfühle. Ich bin halt ein Jeans und Sneakers-Girl. Das erinnert mich jetzt im Nachhinein ungewollt doch an die Shades of Grey Ausgangslage, runtergebrochen. Er – erfolgreicher Mann, ich – verplante Studentin.
Er ist schon ein gutes Stück älter als ich, wobei 16 Jahre sind jetzt nicht mehr so megakrass. Außerdem ist das Alter eh nur eine Zahl. Jedenfalls ist er der Typ Mann, der je älter er wird, desto besser er aussieht. Dunkle Haare, 1,85 Meter groß, Apfelarsch, gute Figur… Er steht erfolgreich mitten im Leben und ist bei sich. Das heißt, dass er mit sich im Reinen ist. Das ist das, was er ausstrahlt. Und er hat Lachfältchen und lacht gern. Er war mir gleich sympathisch. Ich mochte unser Gespräch, er erzählte mir ein wenig von sich, ich ihm von mir.  Meine Bauchgefühlsampel schaltete auf grün und so fuhren wir kurze Zeit später in meinem Auto durch die halbe Stadt in das BDSM-Zimmer. Und ab dem Moment, wo wir da waren, habe endgültig verstanden, dass es Sinn macht sich in so einem Zimmer zu treffen. Es ist alles vorhanden, es wundert sich keine Sau, was man macht und man kann auch niemanden stören.

Jedenfalls ließ es mich grinsen, als ich merkte, dass er relativ vertraut mit der Vermieterin umging. Das zeigte mir, dass er schon öfters da gewesen sein musste. Wenn er sich schon auskennt, dann kann ich ja mal ganz entspannt meinen Kopf ausschalten und muss mir über nichts Gedanken machen.

Wir betraten das Zimmer. Er ließ noch die Standard-Einführung über sich ergehen. Ich sah mich derweil einfach um und ließ es auf mich wirken.
Das oder besser die Zimmer, weil es bestand aus zwei Räumen, war in angenehmem Rot und Schwarz gehalten. Das Licht war indirekt und schön weich. Was mir als erstes positiv auffiel war, dass es relativ warm im Zimmer war. Sehr gut, weil ich hatte Angst, dass ich dauernd kalte Füße bekommen würde. Die Temperatur war so warm, dass ich gleich das Bedürfnis hatte einen Teil meiner Klamotten auszuziehen. So zog ich meine Jacke und meine Strickjacke aus und hing sie an den Kleiderhaken an der Wand. Im ersten Raum stand noch ein großes Bett mit rotem Laken und einem Metallüberbau. Dahinter an der Wand hingen aufgerollte Seile, die mich ein wenig an den Sportunterricht in der Schule erinnerten. Auf dem Bett lagen zwei Kissen und ein Rohrstock. An der Wand links davon fiel mir als erstes das Andreas-Kreuz auf. Daneben hingen alle mögliche Sachen an der Wand, zum Beispiel Peitschen. Das habe ich mir alles gar nicht so genau angesehen. Im zweiten Raum stand ein Pranger und eine Art Frauenarztstuhl und OP-Zeug. Das war mir fürs Erste ein wenig zu krass. Der Raum war mit einem Vorhang abgeschlossen, dahinter waren noch die Toiletten und Duschen. Auch wenn mir vieles neu und fremd war, fühlte ich mich eigentlich wohl. Das lag auch daran, dass JD mir ein gutes Gefühl gab.

Er ließ mich erst ankommen. Während ich mir alles anschaute, kam er immer wieder in meine Nähe und baute Körperkontakt auf. Sehr gut, denn ich fremdel am Anfang immer ein wenig. Als er merkte, dass ich angekommen war, stellte er sich vor mich und sagte, dass ich mein Oberteil ausziehen sollte. Ich gehorchte und er zog mir den BH gleich noch mit aus. Er nahm sich meine Brüste vor, fasste sie an und saugte daran. Er grinste und kommentierte: „Die sind schön fest. Ich freue mich darauf sie zu bespielen.“ Dann machte er sich auch schon an meiner Hose zu schaffen und zog sie mir samt Socken aus. Und auch das Höschen war gleich ausgezogen. Da stand ich also komplett nackt vor einem komplett angezogenen JD.

Seine Finger suchten sofort den Weg in meine Muschi. Und er konnte meine Vorfreude fühlen. Er kniete sich vor mich hin und begann mich kurz zu lecken. Er sagte mir, dass ich gut schmecke. Oh wow, hatte ich Bock. Er ging kurz aus dem Raum und suchte nach der Augenbinde. Er gab sie mir und ich setzte sie mir auf. Das gab mir ein Gefühl von Sicherheit. Es machte, dass ich in meinem Kopf aufhören konnte, dauernd darüber nachzudenken, wie ich aussehe. Ein bißchen wie, wenn Kinder verstecken spielen und meinen, wenn sie sich die Augen zu halten, dass sie keiner finden kann..

Dann stellte er sich hinter mich und führte mich sanft in Richtung Wand, an der das Andreas-Kreuz war. Ich musste auf ein kleine Erhöhung aus Holz treten und mich umdrehen. Ich stand ihm zugewandt. Er nahm meine linke Hand und führte sie nach oben in die dafür vorgesehene Lederschlaufe, die er an meinem Handgelenk festmachte. Das gleiche mit der rechten Hand. Es fühlte sich weder bequem, noch sehr unbequem. Ich konnte mich einfach reinhängen. Dann sagte mir sehr bestimmend, dass ich die Beine breit machen sollte. Es ist gar nicht so leicht das eigene Körpergewicht so zu verteilen, dass man sich breitbeinig hinstellen kann. Also habe ich meine Beine Stück für Stück weiter nach außen geschoben. Er band mir erst den einen, dann den anderen Fuß fest.

Da stand ich nun zum ersten Mal komplett ausgeliefert an das Andreas-Kreuz gefesselt. Nachdem mich JD fertig angebunden hatte, griff mir er mir zwischen meine Beine und tastete sich zu meiner Muschi vor. Mich turnte die Situation so an, dass ich ziemlich feucht sein musste. Er steckte mir einen Finger hinein und leckte mich. Aber nur ganz kurz. Dann stand er auf, seine Hände griffen nach meinen Brüsten. Ich konnte ihn vor mir spüren komplett angezogen. Durch seine Hose hindurch ließ sich aber schon sein steifer Schwanz erahnen. Während er meine Brüste knetete, küsste er mich. Geile Küsse. Er kam mit seinem Mund an mein Ohr und sagte mit einer sehr sexy Stimme: „Das gefällt dir also mir ausgeliefert zu sein…“ Dann ging er von mir weg. Die Augenbinde sorgte dafür, dass ich wirklich gar nichts sehen konnte. Es war komplett dunkel, auch wenn ich meine Augen geöffnet hatte. Ich konnte mich nur auf meine Ohren verlassen um herauszufinden, was JD vor hatte. Keine Ahnung was er genau tat. Was ich hören konnte war, dass er seine Klamotten auszog. Ansonsten war ich einfach kurz mir überlassen, in einem Gefühl zwischen unfassbarer Geilheit und ein wenig Respekt vor dem was kommen würde.

Ich vertraute JD komplett. Wenn mir was nicht gefällt, würde ich es nur sagen müssen, auch wenn wir nicht explizit drüber gesprochen hatte. Ich hatte mich einfach in seine Hände begegeben und vertraute auf seine Erfahrung. Er kam wieder näher und wie aus dem nichts traf mich ein leichter Schlag auf die linke Brust. Das Geräusch, das der Schlag machte war beeindruckend. Es hörte sich lauter an, als es fest war. JD schlug mich mit dieser Art Peitsche bei der zwei Lederlappen aufeinander klatschen (keine Ahnung wie dieses Ding heißt). Er schlug mich mal auf die Brüste, mal auf die Oberschenkel, mal auf die Innenseite meiner Schenkel. Er verteilte seine Schläge gut, ich wußte nie vorher wo er mich treffen würde. Er fing leichter an und steigerte sich. Es tat ein wenig weh, war aber immer im Rahmen dessen, was ich ertragen konnte und was mir einen Lustgewinn verschaffte. Nicht die Schmerzen an sich turnten mich an, sondern die Gesamtsituation, zu der die Schläge eben dazugehörten. Die Kontrolle völlig abgegeben zu haben, dass er entscheiden konnte, was als nächstes passiert. Zwischen den Schlägen, die mich auch mal zusammenzucken oder aufstöhnen ließen, fasste er mich immer wieder an. Er saugte fest an meinen Brustwarzen. Ich erinnere mich nicht mehr an die genaue Reihenfolge, dessen was er tat. Aber irgendwann legte er mir Nippelklemmen an, die mit einer Kette verbunden waren. Das Anlegen war gar nicht besonders schmerzhaft und ich dachte mir noch, was die den alle immer haben. Es fühlte sich eigentlich ganz gut an.

Irgendwann hörte ich, dass JD eine Tube benutzte und ich ahnte, dass es wohl Gleitgel sein musste. Ich ahnte, dass er mir irgendwas reinstecken würde. Keine Ahnung was genau er vor hatte. Neben seinen Fingern spürte ich irgendetwas kaltes, nicht allzu dickes. Es war die Rückseite der Peitsche, wie ich später herausfinden sollte. Es fühlte sich einfach so geil an. Ich warf meinen Kopf in den Nacken und stöhnte. Dabei lag ich genau zwischen den beiden Balken des Andreas-Kreuz mit meinem Kopf auf. Zwischendurch stand er immer wieder vor mir und ich konnte seinen steifen Schwanz zwischen meinen Beinen spüren, er küsste mich, meinen Hals und flüsterte mir geile Dinge ins Ohr. Das turnte mich fast am meisten an. Er sagte:“Es gefällt dir, wenn ich dich benutze, es macht dich an… Sag, dass es dir gefällt.“ Keine Ahnung was noch alles. Meine Körperposition mit seitlich von mir gestreckten Händen und Füßen war nicht unbequem, aber auch nicht bequem. Aber so, dass ich mich nicht fallen lassen konnte. Geil und quälend…

Ich merkte, dass ich schon sehr im Hohlkreuz stand, vermutlich auch deswegen, weil mein Arsch doch eher groß ist. JD merkte wohl, dass meine Geilheit anstieg und steigerte die Intensität seiner Bewegungen und Schläge. Besonders die Schläge auf die Innenseite meiner Oberschenkel waren krass. Die waren an der Grenze dessen, was ich hinnahm. Küsse, Brüste anfassen, Muschi und Kitzler reizen. Viele abwechselnde Reize. Ich versuchte mich fallen zu lassen, um kommen zu können. JD fickte mich regelrecht mit der Rückseite der Peitsche. Gerade als ich glaubte, dass ich wirklich in dieser Körperposition kommen könnte, als ich die ersten Wellen fühlte, die auf einen Orgasmus hindeuten, zog JD die Peitsche raus und ließ mich stehen. Er stellte sich neben mich und sagte: „Glaubst du, du hast es schon verdient zu kommen, ja, glaubst du das?…“ AHHHHHHHHHH wie fies. Ich glaub es ja nicht…

Nachdem JD mich noch nicht kommen lassen wollte, brauchte ich einen Moment, um das sacken zu lassen. Bis die Erregung wieder ein wenig herunter gefahren war. Und ich ihn nicht mehr dafür verfluchte. Dann nahm die Neugierde, was nun passieren würde, wieder überhand. Die aufgeilende Ungewisseheit. Denn das mit dem Andreas-Kreuz, dass ich dort hingefesselt würde, das war mir irgendwie klar gewesen. Ich hatte aber keine Ahnung, was er noch so vor hatte.
JD löste mich aus meinen Fesseln und ich fand es gar nicht so einfach mich wieder normal hinzustellen Das lag daran, dass die Beine so weit auseinander waren, dass ich nicht einfach mein Gewicht auf ein Bein verlagern konnte, um das andere zu heben. Ich musste in kleinen Schritten meine Beine wieder zusammen bringen. Keine Ahnung, warum mir das so im Gedächtnis geblieben ist. Auch in meinen Schultern spürte ich, dass mein Körper es nicht gewohnt ist, in so einer Position auszuharren.

JD nahm mich an den Händen und führte mich in das zweite Zimmer. Ich wußte, dass da der Pranger stand. Er lotste mich ganz nah hin und ich streckte meinen Kopf und meine Hände in die dafür vorgesehenen Rundungen. Dann klappte er den oberen Teil zu. Eine wirklich seltsame Körperposition, die man dabei einnimmt. Leicht gebeugt, mit herausstehendem Hintern. Ich hoffte noch, dass ich keine Kreuzschmerzen davon bekommen würde. Ab jetzt werden meine Erinnerungen ein wenig diffus. Nachdem mein Hintern vorher am Andreas-Kreuz nicht zu erreichen war, war er nun auf dem Präsentierteller. Deswegen schlug mich JD auch auf den Arsch. Aber auch meine Brüste bekamen etwas ab. Irgendwann hatte er wohl die Peitsche gewechselt, weil nun konnte ich fühlen, dass das, was mich traf aus vielen Lederstreifen bestand. Er schlug aber nicht sehr hart zu. JD befahl mir, dass ich die Beine breit machen sollte, was ich bisher nicht getan hatte. Ich tat wie mir geheißen und machte sie auseinander. „Weiter“, wies er mich an. Auch dem Wunsch kam ich nach. Dann konnte ich spüren, wie er mit der Peitsche von hinten durch die Beine leicht auf meine Muschi schlug. Ich spürte die vielen Lederriemen deutlich. Er schlug nicht fest und es tat auch nicht weh, aber ich zuckte zusammen. Meine Geilheit nahm wieder deutlich zu. Er ließ mich auch immer wieder seinen Schwanz an meinem Hintern spüren und nahm sich auch meine Muschi vor.
Irgendwann hörte er auf mich zu schlagen und kam um den Pranger herum. Er griff nach meinem Brüsten, die immer noch mit der Nippelklammer bestückt waren. Die Schmerzen als er trotz der Klemmen ein wenig zudrückte, waren grenzwertig für mich.

Ich konnte hören, wie er den Stuhl, der neben dem Pranger an der Wand stand, direkt vor mich stellte. Dann stieg er darauf und ich spürte seinen Schwanz an meinem Mund. Mit dem Piercing. Das hatte ich total vergessen. Ich hatte zwar vorher ein Bild gesehen, aber es war mir nicht mehr präsent. Das erste Mal ein gepiercter Schwanz in meinem Mund, sehr spannend. Er drängte mir seinen Schwanz in den Mund. Aber dadurch, dass ich auch ein Zungenpiercing habe und er eben den Ring am Schwanz, hatte ich voll Angst, dass ich beim Blasen an ihm hängen bleiben und ihm damit weh tun könnte. Eigentlich blase ich gern und kann das auch gut. Aber das mit den Piercings stellte mich echt vor eine Herausforderung. Aber ich blies trotzdem mit Hingabe. Er stand auf dem Stuhl vor meinem Kopf und sagte „Komm zeig mir, wie tief du ihn rein nehmen kannst“. Ich tat mein bestes und versuchte meinen Würgreiz zu überwinden. Aber ich glaube, da gibt es noch deutlich Luft nach oben. Dann wird meine Erinnerung ein wenig blass. Irgendwann kletterte er vom Stuhl wieder hinunter und öffnete den Pranger. Er stellte sich hinter mich und führte mich sanft Richtung Bett.

Dort angekommen, sollte ich mich auf in Hündchenstellung drauf knien. Er schnappte sich den Rohrstock, der auf dem Bett lag und schlug mich noch ein paar Mal. Dann verschwand er kurz. Ich hörte mal wieder die Gleitgeltube. Juhu, jetzt würde er mich endlich ficken und ich durfte kommen. Nicht ganz. Er fickte mich noch nicht. Er steckte mir etwas weiches in die Muschi und bewegte es rein und raus. Nebenbei simulierte er noch meinen Kitzler. Das fühlte sich so geil an. Ich glaube das Teil, das er mir reingesteckt hatte, war ziemlich groß. Dann endlich war der Moment da. Er kletterte unter mich und leckte mich. Und das machte er ziemlich gut. Es war nicht leicht sich in der Hündchenstellung fallen zu lassen. Aber ich merkte wie die Wellen einsetzten. Keine Ahnung, was er genau mit seinem Mund an meiner Muschi getrieben hat, aber es war überragend. Und das Zucken meines Körpers setzte ein. Untrügliches Zeichen, dass der Orgasmus bevor steht. Die ganze Spannung, die sich aufgebaut hatte vorher, entlud sich. Ein geiler lange vorbereiteter Orgasmus. Wenn ich jetzt daran denke, werd ich immernoch augenblicklich feucht. Er ließ von mir ab und ich sank glücklich und ziemlich befriedigt auf das Laken und dachte, dass ich mich nun entspannen könnte…Da hatte ich die Rechnung ohne JD gemacht…

JD ließ mich nur kurze Zeit mit meinem befriedigten Gefühl auf dem Bett liegen. Er war kurz nach nebenan verschwunden. Als er wieder kam hörte ich ihn: „Wer hat dir erlaubt dich auszuruhen? Knie dich wieder hin.“ ..ahh, nicht wahr oder, verdammt… Aber ich machte das, was er verlangte und begab mich wieder in die Hündchenstellung, immernoch die Augebinde um. JD hatte mir die Nippelklammern abgenommen. Autsch, jetzt weiß ich, was an den Dingern tricky ist. Nicht das Anlegen, sondern das Abnehmen ist fies. Ich bin ziemlich zusammengezuckt. Und zur Steigerung des Ganzen hatte JD nichts Besseres zu tun, als meine Brüste richtig fest anzufassen. AHH, in dem Moment war ich wirklich versucht mich zu rächen. Das tat echt weh. Aber er ließ sie zum Glück schnell wieder los, so dass ich doch nichts gesagt habe. Dann nahm er sich seinen Orgasmus indem er mich in Hünchenstellung fickte. Mal langsam und tief, mal schnell und heftig. Sein Piercing spürte ich während er mich nahm fast gar nicht. Lag wohl daran, dass ich megafeucht und voller Gleitgel war. Ich fragte ihn, ob ich nachhelfen dürfe, weil ich wußte so schnell nach dem ersten Orgasmus würde ich durch seine Penetration allein nicht kommen. Doggystyle mit selbst Nachhelfen macht mir aber immer einen guten Orgasmus.. Und er kam auch relativ laut. Ich sank dann endgültig völlig gerädert aufs Laken.

Danach nahm ich mir ungefragt die Augenbinde ab. Ab da war der BDSM-Teil vorbei. Ich fand meinen ersten kleinen Ausflug in die BDSM-Welt es viel besser, als ich erwartet hatte, was zum Großteil auf JDs Konto geht. Er war wirklich überragend. Einfühlsam und aufmerksam, darüber hinaus ziemlich sexy und nett. Ich hätte es kaum besser erwischen können. Er hat mich ganz langsam herangeführt.

Während wir beide erschöpft auf dem Laken lagen, unterhielten wir uns ganz gut. Das beste war, dass ich ihn endlich anschauen konnte. Nackt hatte ich ihn ja noch nicht zu Gesicht bekommen. Yeah, was für ein geiler Hintern. Ich glotzte ihn einfach an und freute mich, dass die Schnitte Bock auf mich hatte. Juhu, ganz im Gegensatz zum Doktor, war es mit ihm nach dem Sex nicht doof. Er suchte auch immer wieder körperliche Nähe. Während wir auf dem Bett lagen unterhielten sich draußen vor dem Zimmer zwei Menschen. Das lenkte mich total ab, was JD auch gemerkt hat. Aber er ist ein Typ, der Probleme gleich immer aus dem Weg räumt. Es sprang in der Tat auf (nackt!) ging zur Tür, öffnete sie und meinte: „Hey, könnt ihr euch woanders unterhalten, ihr seht doch, dass das Studio belegt ist“. Yeah Prinzessinnengefühl…

Wir unterhielten uns weiter. Irgendwann sagte er dann: „Verwöhn mich“.. Ich gehorchte immer noch. Aber es war im ersten Moment auch total komisch, dass ich nun die Initiative übernehmen musste. Äh, was genau sollte ich jetzt machen.. Gut knutschen geht immer.. Und auch an ihm rumknabbern, reinbeißen und seinen Schwanz verwöhnen. Das tat ich dann. Irgendwann fühlte ich wie er mit dem Rohstock an meinem Kitzler rumspielte. Das machte er so gut, dass ich nochmal kam. Ich war eh die ganze drei Stunden dauerfeucht. Er kam auch nicht zu kurz und durfte auf meinen Titten abspritzen. Leider ging die Zeit langsam zu Ende. Zum Abschluss stellte er sich noch vor mich, als ich auf der Bettkante saß und steckte mir seinen Schwanz erneut in den Mund. Diesmal gab es einen ganzen Blowjob, bis er in meinem Mund kam. Danach sprang ich auf und flitzte zum Waschbecken nebenan und spuckte alles postwendend wieder aus. Das amüsierte ihn ziemlich.
Wir gingen noch duschen, zogen uns dann an und ich fuhr ihn wieder zurück in die Arbeit. Ganz normale Menschen mit einem kleinen Geheimnis eben 🙂

Ich bereue überhaupt nicht, dass ich mich ausprobiert habe. Im Gegenteil. JD hat mir mit seiner Erfahrung wirklich das „Shades of Grey-Gefühl“ gegeben. Aber ich habe mit ihm auch einfach einen Glücksgriff getan. Er ist erfahren und wußte, was er tut. Und er hatte Spaß an einer Anfängerin wie mir. Auch das Zimmer war saucool. Berührungsängste abgelegt. Also wenn es nach mir geht, war es nicht das letzte Mal mit JD und auch nicht das letzte Mal BDSM, falls man das schon so nennen kann.

Play-Party mal anders als gedacht…

Ich wollte doch nur gucken und mein Outfit ausführen. Aber zugegebenermaßen hatte mich das Spiel, dass ich beobachtet hatte ziemlich angemacht. Besser als jeder Porno. Einen echten Orgamus bei einer Frau zu sehen. Zu sehen, wie ihr Körper zuckt. Ohne dieses künstliche Gestöhne. Pur und echt. Deswegen bin ich ganz gern mal in Clubs.

Mr. Barockes Hemd schien das Spiel auch gefallen zu haben. Er hatte sich beim Zusehen immer hinter mich gestellt und sich fast schon an mich gekuschelt. Ich war zwischenzeitlich ein wenig irritiert über soviel Annäherung, da wir ja bisher einfach nur zufällig gemeinsam den Club betreten hatte und ich die Bitte nach Hilfe bei meinen Strapsen nicht als Einladug für mehr verstanden hatte. Außerdem fand ich ihn überhaupt nicht dominant. Er war nett, keine Frage. Aber jetzt nicht der Mann den ich mir auf einer BDSM-Party zum Spielen ausgesucht hätte. Nachdem wir wieder zur Bar zurück gekehrt waren beeindruckte mich Mr. Barockes Hemd. Er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte mir ihm zu spielen. Einfach so, gerade heraus. Das fand ich wirklich mutig und hätte ich ihm so gar nicht zugetraut.

Verdammt, jetzt musste ich mich entscheiden. Wollte ich oder nicht. Spielen erfordert noch mehr Vertrauen, als normaler Sex im Club. Und da bin ich ja schon wählerisch. Außerdem hatte ja mein Dominant-Radar nicht angeschlagen. Hmm und überhaupt… Aber ich war ein wenig angegeilt und gewillt die Komfortzone zu verlassen. Na gut, was soll schon schief gehen, außer dass es nicht funktioniert. Er hatte auch keinen Koffer mit Schlaginstrumenten dabei, mit denen er mich bearbeiten wollte. Ich gab mir einen Ruc und wollte es ausprobieren. Ich sagte ihm aber noch, dass ich nicht soviel Erfahrung habe und nicht so hart spiele wie die anderen. Okay, er würde ganz behutsam vorgehen. (Im Nachhinein muss ich an dieser Stelle sehr schmunzeln).

Gut, wir machten uns auf den Weg uns eine Location zu suchen. Oder vielmehr, ich sagte wo es lang geht…. Finde den Fehler… Seit wir uns getroffen haben lief er mir eigentlich hinter her und ich gab den Ton an. Ich hatte da so meine Zweifel, dass das beim Spieln anders werden würde. Aber man weiß ja nie, hoffte ich.

Wir entschieden uns für ein abschließbares Zimmer. Reichte schon, dass wir uns nicht kannten, mussten nicht noch andere teilnehmen. Wir standen vor der Spielwiese. Gut, dachte ich mir, ich muss mir jetzt ja keine Gedanken mehr machen, was nun passiert. Sein Job, freute ich mich über einen Vorteil des devoten Parts. Mr. Barockes Hemd stellte sich vor mich und sagte mir, dass er sich jetzt ganz um mich kümmern würde. Wunderbar dachte ich mir, aber musste innerlich so schmunzeln, weil er mich mehr an eine Tantra-Session erinnerte, als an ein BDSM-Spiel. Ich bat ihn noch, dass ich mir mit meinem Schal die Augen verbinden dürfe, da ich dann besser abschalten kann. Ging in Ordung für ihn, also verband ich mir die Augen. Wir standen einander zugewandt vor dem Bett. Er fing an mich an den Schultern zu streicheln, ausgiebig. Gut, kann man machen. Aber das fühlte sich so vanillaig an, dass ich innerlich fast platze vor Lachen. Dann fing er an mir Befehle zu geben. „Mach deine Beine breit!?!. Er ging am Ende des Satzes mit der Stimme immer hoch, so dass ich mir nicht sicher war, ob es nicht eine Frage war, bei der er meine Zustimmung hätte haben wollen. Ich war wirklich gespannt, wo das noch hinführen würde. Ich will gar nicht wissen, was sich die Zuseher (falls es welche gab) gedacht haben.

Nach einer Unmenge an Gestreichel und Geküsse, nach weiteren Befehlen, die nach Fragen klingen fing Mr. Barockes Hemd (mittlerweile lagen wir auf dem Bett) an mich zu lecken. Während ich mich vorher den ein oder anderen Moment gefragt habe, ob ich dem „Dom“ sagen könnte, dass er mich mal gefälligst härter anpacken soll und ob das nicht der Tod unseres Spiels geworden wäre, war mir als er zu lecken begann klar, wo seine Qualitäten liegen. Nicht so sehr in der Dominanz. Aber er leckte göttlich. Gut, dachte ich mir, das entschädigt für das nicht gut funktionierende Spiel. Also, Scheiß auf das Spiel. Das Lecken ist geil… So schaltete ich den Kopf aus und gab mich dem Vanillaigsten Sex, den man auf so einer BDSM-Party nur haben kann, hin.

Für den sehr geil geleckten Orgasmus, denn er mir bereitet hatte, forderte er einen Blowjob ein. Nichts leichter als das dachte ich, und legte los. Kurz bevor er kam, bremste er mich, angelte sich ein Kondom und fickte mich doggy, bis er kam. So waren wir am Ende beide glücklich und befriedigt, wenn auch anders als erwartet. Er drückte mir noch seine Nummer in die Hand und hofft, dass ich mich melden würde..