Orgasmus aus der Tiefe

Als ich erkältet war hatte ich mir zwei Tage lange so einiges an Schmerzmittel einverleibt. Außerdem ging es mir auch so elend, dass an Sex nicht zu denken war. (Auch wenn so mancher Kommentator Sex als Allheilmittel empfiehlt, manchmal ist das völlig unangebracht, zumal niemand mit einer Husten-Virenschleuder Sex haben sollte.)

Heute war ich dann den ersten Tag wieder arbeiten. Mir geht es noch nicht 100 Prozentig super, aber als ich auf meinen Lieblingskollegen getroffen bin, habe ich gemerkt, dass ich nach der Woche zu Hause ziemlich untervögelt bin. Jedenfalls saß ich dem Kollegen beim Essen gegenüber und habe mich vorgestellt, wie es wäre ihn in der Kantine einfach zu küssen und mit ihm Sex zu haben. Ich hoffe mal, dass er mir meine Gedanken nicht angesehen hat. Es gibt da so Momente, da ahne ich wie es Männern noch viel öfter geht. Meinen armen Kollegen schätze ich zu konservativ ein, zumindest wenn es um unverbindlichen Sex mit einer Kollegin geht. Und ja, ich weiß auch, „Never fuck the company.“

Ich hab diesen Abend frei. Aber ich bin ein wenig picky. Deswegen ziehe ich nicht in einen Club los. Mir stünde eher so der Sinn nach etwas Bewährtem heute Abend. Jemand der mich sicher zum Orgasmus bringt. Aber so ohne weiteres ist das nicht immer verfügbar. Also bleibe ich daheim und blogge.

Außerdem bin ich zur Zeit wieder mehr verliebt in Mr. Bondage. Ich hab das Gefühl, dass ich mich wiederhole. Dass die Dinge die ich schreibe schon mal dagewesen sind. Es ist in unserer Beziehung irgendwie Wellenförmig. Mal sind wir uns näher, mal entfernen wir uns von einander. Allerdings nimmt er auch wenn ich nicht permanent über ihn schreibe immer einen wichtigen Platz in meinem Leben ein. Er ist die Konstante. Immer da. Es macht, dass ich mich nicht einsam fühle. Ich glaube, dass wir uns nun 5 Jahre kennen. Und wenn wir uns sehen sind wir wie verliebte Teenager. Diese ungewöhnliche Art der Beziehung hält in gewisserweise die Spannung hoch. Da wir uns nicht so selbstverständlich haben. Da es immer wieder etwas besonderes ist, wenn wir uns sehen. Weil wir uns Zeit für einander nehmen müssen. Ich finde es erstaunlich, dass es immernoch knistert, nach fünf Jahren. Weil wir uns mit allen unseren Schrägheiten angenommen haben, durchaus auch nach Jahren des Kampfes. Aber seit wir uns akzeptiert haben ist es gegenseitige Wertschätzung und Liebe. Er hat sich dazu entschieden, seinen neuen Dienstsitz in meine Stadt zu legen. Er hat das nicht wegen mir gemacht, aber es hat ihm sicherlich die Entscheidung erleichtert, dass es ihn in meine Nähe bringt. Wir haben kurz andiskutiert, ob wir zusammen ziehen sollen. Aber es verworfen. Es wäre zu nah und schwierig für ihn andere Fesselpartnerinnen zu haben, sagt er. Vermutlich hat er Recht. Also lieber doch getrennt wohnen. Wieder öfter die Gelegenheit für Nähe zu haben, darauf freue ich mich.

Aber jetzt erzähle ich erst mal den Abend im Club fertig. Mr. Bondage hat gemerkt, dass ich mich nicht fallen lassen konnte. Da änderte er seine Taktik. Er löste das Seil aus dem Ring mit dem er meine Hände nach oben gefesselt hatte. Ein Stück neben der Fesselgelegenheit stand eine Bank. Also eher eine Art Tisch mit zwei seitlichen Bänken. Mir fällt gerade kein Wort dafür ein. Er zog mich dort hin und sagte, dass ich mich auf den Rücken legen sollte. Ich tat wir mir geheißen. Schon die Vorstellung einfach dort auf dem Rücken zu liegen war viel besser als mitten im Raum zu stehen. Ich legte mich auf den Rücken, meine Füße stellte ich seitlich auf die Bänke, so dass ich mit gespreizten Beinen da lag. Meine Hände band er mit hinter den Kopf. Ich kann mit gut vorstellen, dass er dem anderen Mann zeigen wollte, wie die Nummer mit dem Orgasmus geht. Jedenfalls holte er eine todsichere Waffe aus seinem Köfferchen. Den Stahldildo. Der Vorfreude in meinem Kopf war das schon sehr zuträglich, weil es verhieß immer sehr intensive Orgasmen. Manchmal vergesse ich auch, dass er meinen Körper nach den gemeinsamen Jahren auch einfach gut kennt. Der Dildo trägt seinen Teil bei, aber er weiß auch einfach, wie er meinen Körper bespielen muss. Ich war erstaunt, dass er mir sehr straight, ohne mich noch ein wenig mit Schmerzen zu piesacken einfach zum Orgasmus Dildofickte. Und ich kam quietschig laut, unüberhörbar. Der Orgasmus mit dem Ding braut sich immer ganz tief in meiner Vagina zusammen. Wenn er dann den Rhythmus halbwegs trifft, dann wird es immer intensiv – einer von den süchtigmachenden Orgasmen. Es sollte mich einfach viel öfter jemand mit gespreizten Beinen festzurren und mich mit so einem Ding bearbeiten. Funktioniert quasi immer. Nachdem ich mich wieder erholt hatte, wandten wir uns wieder dem Fesseln zu.

Wir standen dort mitten im Raum und Mr. Bondage fing an mich einzubinden. Es war gar nicht so leicht mich fallen zu lassen, weil ein ziemliches Kommen und Gehen herrschte. Die Zuschauer waren aber nicht leise, sondern kommentierten unqualifiziert vor sich hin. Für die normalen Swinger erschloss sich vermutlich mehrheitlich nicht der Sinn dessen, was wir tun. Eine Suspention ist ja nur so bedingt sexuell. Eher eine Kunstform mit Nähe. Ein Handwerk, dass man sich erarbeiten muss. Die Swinger haben sich immer gefragt, wozu er das tut, wenn er mich ja nicht zum Ficken verschnürt. Nur ein Pärchen war ganz leise die ganze Zeit am Zusehen Das auszublenden dauerte eine Weile. Ansonsten war die Suspension die er mir anlegte gut. Ich konnte eine ganze Weile fliegen. Nach der Suspension (ich hatte die Augen verbunden) während Mr. Bondage mich abfesselte, konnte ich das Pärchen ficken hören. Das was sie gesehen haben hatte sie wohl so angeturnt, dass es auf dem Bänkchen trieben. Na immerhin den beiden haben wir etwas anregenden geboten. Nachdem wir alle Seile wieder eingepackt hatten, gingen wir zurück an die Bar. Wir unterhielten uns mit verschieden Menschen. In einem Gespräch erzählte Mr. Bondage wahrheitsgemäß, dass wir kein klassisches Pärchen sind. Und ergänzte: aber „wir sind ganz schön verknallt ineinander“ Wow, das war das erste Mal, dass er das zu anderen sagte, als Beschreibung unserer Beziehung. Ja, so einen Satz merken wir Frauen uns. Später verbrachten wir noch ein wenig gemeinsame Zeit auf einer Matte und waren uns nahe.

Mr. Bondage hat sich mittlerweile eine Wohnung angesehen und wollte mich bei der Besichtigung dabei haben und meine Meinung wissen. Das freute mich sehr und ich ließ mich gerne als seine Freundin vorstellen. Bis er wieder in meiner Stadt wohnt, dauert noch ein wenig. Aber ich bin gespannt, wie es uns bekommt. Ob wir die Balance zwischen Nähe und Distanz schaffen.

Ein bißchen Natursekt…

Ich liebe es neue Dinge zu sehen, neue Locations zu entdecken, wenn mich jemand mitnimmt in eine andere Welt. So durfte ich erst vor kurzem einen neuen Club in meiner Stadt entdecken. Einen Fetisch Underground Club, so würde ich es zumindest nennen. So eine Art Club hätte ich eher in Berlin verortet, als hier. Der Mann, den ich in der Silvesternacht im Club kennengelernt hatte, der nahm mich neben seiner Partnerin mit in den Club. Wir starteten Abend zu Hause bei ihm mit einem schönen Abendessen. Die beiden sind sehr sympathisch. In kurzen Momenten irritiert es mich, dass sie im selben Alter, wie meine Eltern sind. Im überwiegenden Teil der Zeit ist das aber gar nicht wichtig. Nachhaltig beeindruckt hat mich, wie krass man wohnen kann. Das Badezimmer der Wohnung war größer als mein immer-noch-studentisches Zimmer, aus dem ich nie ausgezogen bin. Sehr stilvoll und wohlüberlegt eingerichtete Penthouse-Wohnung. Man kann sich auch schöne Dinge gönnen, wenn man sich das Geld dazu erarbeitet hat. Ich merke dann immer, dass es eben unterschiedliche Wege gibt im Leben und ich einen anderen gewählt habe. Ohne Wertung. Es ist eher Dankbarkeit, dass ich immer mal wieder Gelegenheit bekomme in andere Leben hinein zu schnuppern, die im ersten Moment sehr weit wenig sind von meinem.

Nach dem Essen machten wir uns fertig für den Club. Ich hatte mein Rotkäppchen-Outfit mitgebracht. Ein anderes, dass in die Richtung passt, besitze ich nicht. Irgendwie zieht es mich alleine nicht in einen Laden um mit ein passendes Party-Outfit zuzulegen. Außerdem mag ich das Outfit ja. Die beiden hatten auch zum Anlass passende schwarze Outfits angezogen. Meine Erwartung an den Abend war einfach ein wenig abtauchen in eine andere Welt, mir den Club und positiv verrückte Menschen gucken. Mir war klar, dass ich nicht spielen würde. Da müsste es schon mit dem Teufel zugehen, dass ich da meine Meinung ändern würde. Unbekannter Club, wenig vertraute Begleitung, quasi öffentlich. Nee, nee, nee. Das macht der Kopf nie mit.

Der Club war so underground, oder in dem Fall Hinterhof, dass wir erst mal Probleme hatten ihn überhaupt zu finden. Wirklich nur für Eingeweihte. Kein Laufpublikum im KittyKitchen. Es war nicht sehr viel los an diesem Abend. Aber mir ist das eigentlich ganz Recht, wenn ich Platz zum entdecken habe. Ich habe noch nie einen Club gesehen, der mit so wahnsinnig vielen Details eingerichtet ist. Vieles verschiedenes, nicht ramschig, aber wild durcheinander. Vom Beichtstuhl mit Bibel und Kreuz, bis zur durchsichtigen Fetischtoilette. Ein Club zum Tanzen, aber mit Raum zum Spielen. Mit Sitzgelegenheiten und Tanzfläche. Mit Badewanne auf einer kleinen Bühne. Zig Fesselmöglichkeiten, Gynstuhl. Mit Neonfarben zum Bemalen und Feuer um das Gogo-Podest. Die Sinne wurden zu jeder Zeit mit Reizen geflutet. Aufgestylte Transmänner, Frauen die einfach nur ihren Nackttanzfetisch ausleben wollten. Ein Betreiber, der einen Schuhfetisch hat. Ich liebe es, wenn man zwischen all den herrlich verrückten Menschen kein bißchen auffällt.

Erste Szene des Abends: Ein schöne dominante Frau (nicht so ein klassische Domina, eher ziemlich feminin) bespielt ihren männlichen Sub (der wiederum so auf den ersten Blick gar nicht typisch wie ein Submann wirkte. Sondern mit Reiterstiefeln, schicker Hose und Hemd mit Weste eher fast was Dominantes auf mich ausstrahlte.) Sie ließ ihn mit verbundenen Augen und heruntergelassenen Hosen ohne Hemd auf dem Beichtstuhl knien und peitschte ihn kunstvoll aus. Kein Prügeln sondern ein lustvolles Bearbeiten seines Rückens und Hinterns – während er ein Holz-Kreuz in der Hand hielt. Das Spiel der beiden und die Inszenierung für die das Ambiente drumherum sorgte, zog mich in den Bann. Der Betreiber hüllte die Szene mit der Nebelmaschine noch passend in sakralen (Weihrauch)-Nebel und verteilte an die übrigen anwesenden Damen Wunderkerzen womit sie den Rücken des Sub-Mannes ein bißchen piesacken konnten. Unter den wachsamen Augen seiner Domina brannten die Wunderkerzen in der Nähe seines Rückens ab und warfen kleine Funken auf ihn. Viel Show, die aber deswegen funktionierte, weil sie als Inhalt ein ehrliches, ästhetisches Spiel zwischen den beiden Protagonisten hatte. Sie schlug ihn erst mit der flachen Hand, wechselte dann später auf eine Bullwhip, die sie gekonnte mal rechts und mal links auf seinen Rücken treffen ließ. Später fuhr sie noch mit einem Nervenrad über die schon getroffenen Stellen und quälte ihren Partner lustvoll. Eiswürfel als Folterwerkzeug fehlten auch nicht und zuletzt Kerzenwachs. Es war eine ziemliche Bandbreite an unterschiedlichen Reizen, die sie in ihrem Spiel einsetzte. Dazu spielte der DJ zur Szene passende Musik. Herrlich. Ich konnte nicht umhin mir vorzustellen, wie es wäre mit so einem attraktiven Mann zu spielen. Er war sowas von genau mein Typ. Als Sub. Und das kommt wirklich extrem selten vor. Später am Abend lächelte er mir zu. Das freut mich sehr und ich hoffte, dass ich ihn nicht zu offensichtlich angestarrt hatte.

Mein Begleiter bekam Lust zu spielen. Ich war überrascht, dass er auch mit mir spielen wollte. Schließlich hatte er seine Partnerin dabei. Ihr machte das offensichtlich nichts aus. Ich lehnte dankend ab. Neben der Tatsache, dass ich nicht so gern öffentlich spiele, passt seine Art zu dominieren vermutlich nicht auf mich. Wenn er Dinge sagt, klingt es für mich immer nach um Erlaubnis fragen. Was für mich nicht den richtigen Ton trifft, mag für jemand anderen perfekt sein. Ich kann mir mit ihm Vanillamäßigen Sex ohne Weiteres vorstellen, aber die Dom/Sub-Nummer wird es vermutlich nicht werden. Die beiden verschwanden in einen kleinen Nebenraum mit Spielgeräten und amüsierten sich.

Auf einer kleinen Bühne stand eine Fetisch-Toilette. Das war eine Klobrille auf die man sich setzen konnte und darunter konnte sich jemand hinlegen. Das war das erste Mal, dass ich jemand beim einem Natursekt-Spielchen zusehen konnte. Eine Frau setzte sich auf die Toilette ein Mann legte sich mit dem Gesicht drunter und nahm einen Trichter in den Mund. Die Frau pinkelte wirklich. Ich war ziemlich beeindruckt, dass sie das so ohne weiteres konnte, so mitten auf der Bühne unter den Augen des Publikums. Nachdem er das offensichtlich genoss, fand ich nichts Ekliges an der Szene. Einfach zwei Menschen die etwas tun, was beiden gefällt. (Und meinen Horizont mal wieder ein Stück erweitert haben.

Ein Schmunzelerlebnis hatte ich noch an dem Abend. Es war ja sichtbar, dass ich ohne eigene männliche Begleitung unterwegs war. Ich lächelte ab und an jemandem zu, weil ich ein fröhlicher aufgeweckter Mensch bin. Was Männer aber oftmals anders interpretieren. Was dazu führte, dass ein Mann sich animiert sah mit mir ein wenig Smalltalk zu beginnen. Wogegen nichts spricht, da ja ein spannendes Gesprch daraus werden kann. Was aber nicht heißt, dass ich in irgendeiner Form verzweifelt wäre und der Abend nur dadurch gerettet werden kann, dass er mich angrabbelt. Frau alleine heißt nicht, dass sie einsam und verzweifelt ist. Aber nur ein Gespräch führen scheint in einem Club wohl irgendwie nicht zu gehen. Ich war wirklich nicht darauf aus irgendetwas anzustellen. Das einzige, was ich mir gewüscht hätte, wäre Mr. Bondage mit seinen Seilen gewesen. Es gab da ein Pärchen, dass mehr schlecht als Recht irgendwelche Fesselungen ausprobiert hatte. Da war ich schon beim Zusehen frustriert. Und diese Location wäre einfach der perfekte Rahmen für eine gepflegte Suspention gewesen. Hängepunkt ist vorhanden. Hab ich gleich abgecheckt.

Themenspeicher

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Die einzigen Gäste im Club
  • Nicht im Club
  • Hanging infront of Vanillas

Striemen auf meiner Haut

Es ist gar nicht so leicht den letzten Teil des Wochenendes von Mr. Bondage und mir zu schreiben. Ich merke, wenn ich mich nochmal in die Situation hineinversetze, dass mir zwischendurch immer wieder Teil der Erinnerung fehlen, obwohl das Ganze nicht wirklich lange her ist.

Abfesseln: Mr. Bondage saß hinter mir auf dem Boden und fing an mich wieder aus den Seilen zu knoten. Nah sein. Auch wenn ich manchmal ein wenig ungeduldig bin beim Abfesseln, weil die Hand hinter dem Rücken meinen Arm immer unter Spannung setzt und ich es gar nicht so sehr genießen kann. Ich hoffte, dass er meinen Arm schnell losbinden würde. Irgendwann hatte er mich aus der Oberkörperfesselung befreit, nur die Handgelenke waren noch gefesselt. Er half mir auf die Beine. Ich hatte Lust noch zu spielen. Ich hob meine Hände, die noch in Seile eingebunden waren nach oben zu den beiden Fesselpunkten. War gespannt, ob er noch Lust zu spielen hatte. Es war eine Einladung mich zu benutzen. Er verstand sofort und band meine Hände an den Haltepunkten fest. So stand ich da mit gespreizten Armen mit dem Rücken zu ihm.

Eine der erotischten BDSM-Situationen, die ich jemals live gesehen hatte, beinhaltete eine Frau die genauso wie ich in diesem Moment gefesselt war. Sie hatte nackt zwar die perfekte Figur, aber nichtsdestotrotz fühlte ich mich gut, als ich so vor ihm stand. Auch er hatte diese Szene gesehen. Bei der Vorstellung kroch die Erregung in mir hoch. Das ich mal safeworden musste am Anfang, weil er zu hart gespielt hat, vergeben und vergessen. Ich dürstete danach auch mal wieder Schmerzen zu spüren. Meine Grenzen zu spüren. Ich hatte schon die Schläge mit der flachen Hand am ersten Abend sehr genossen. Endlich hatte er wieder mit mir gespielt. Das war wie ein ungestillter Hunger. Ich vertraute ihm total. Er kennt mich besser, als jeder andere Mann. Ich erinnere mich nicht mehr an die Reihenfolge. Aber egal.

Ich stand da, mein Körper war elektrisiert. Jede Faser war gespannt auf das was nun passieren würde. Ich stand still und atmete tief durch. Und schon traf mich der erste Schlag auf den Hintern. Die flache Hand zum Aufwärmen. Klatsch, klatsch, klatsch. Er verteilte die Schläge gut. Weiß genau, wohin er schlagen kann. Ich versuchte still zu stehen. Bisher war das ganz gut aushaltbar. Ich war stolz, dass ich doch ein bisschen etwas aushalte. Er steigerte die Intensität. Bis der Schlag kam, bei dem mir ein Stöhnen entfuhr, weil er die Grenzen war. Der Schlag, wo ich weiß, dass ich eine Pause brauche danach. Und Er gab sie mir. Las meinen Körper. Konnte sehen, wenn ich zu tänzeln anfing um den Schlägen auszuweichen. Er ließ von mir ab. Ich atmete durch. Er raschelte in der seiner Tasche herum. Ich linste ein wenig über meine Schultern um zu sehen, was er ausgepackt hatte. Und dann trafen mich wieder ganz leichte zärtliche Schläge. Es musste in Paddel sein. Fast wie die flache Hand also. Er steigerte auch damit die Intensität. Dann nestelte er wieder in der Tasche herum. Klatsch, wieder ein neues Gerät. Ein Flogger. Ich spürte die vielen Lederstreifen. Anfangs war es wie streicheln. Tut ja gar nicht weh das Ding. Dachte ich, aber nicht lange. Auch damit kann man Schmerzen verursachen. Er verteilte die Schläge wieder gut, bis ich anfing zu tänzeln und merkte, dass ich an meine Grenze kam. Ich stöhnte vor Wohlgefallen. Ich hoffte sehr, dass er mir für die Schmerzen noch einen Orgasmus machen würde. Ich brauche das als Belohnung. Er kam immer wieder nah zu mir. Streichelte sanft über meine vermutlich roten Arschbacken. Manchmal kniff er auch hinein und ich quickte. Fiesling. Oder kratzte mit seinen Nägeln über die schmerzenden Stellen. Megafiesling. „Wie hübsch du aussiehst“..  Saugte an meinen erregten Nippeln… Wieder nestelte er in seinem Spielkoffer.

Da zerriss ein Surren die Luft und ich spürte eine ganz neue Art von Schmerz. Feiner Striemen. Wow, mit einer Gerte. Das hatte ich noch nie gehabt. Ich fand das immer sehr sexy beim Zusehen, aber habe das immer unter das ist zu krass für mich abgehakt. Ich tänzelte leicht, denn der Schmerz ist schon fies. Er verteilte wieder gut. Es muss unglaublich elegant ausgesehen haben, wie er die Peitsche schwingt. Die Vorstellung gefiel mir. Links und wieder rechts trafen die Gertenhiebe auf meinem Hintern und Oberschenkel ein. Ich atmete immer wieder tief durch, versuchte den Schmerz auszuhalten. Er schlug fester zu: Das Ende der Gerte wickelte sich um meinen Oberschenkel und hinterließ gut sichtbar einen Striemen auf der Vorderseite. Wir kamen nah an die Grenze. Ich tänzelte fiel. Er hatte spürbar Spaß mich zu schlagen. Meine Grenzen auszuloten. Noch ein Schlag, wieder derselbe Oberschenkel. Dieses Mal verteilte er nicht so gut. Es fühlte sich an, also könnte er eine Seite besser schlagen. Die meisten Schläge trafen meinen linken Oberschenkel. Ein harter Schlag traf mich und ich drehte mich um und sah ihn böse an. Die Grenze war erreicht. Er verstand sofort. Kam zu mir und nahm mich in den Arm. Er band mich los, wir gingen zu Boden. Jetzt fehlt mir ein wenig die Erinnerung. Irgendwann lag ich auf dem Rücken und er fing an meinen Kitzler zu bearbeiten. Lobte, dass ich so feucht war. Nestelte wieder in seinem Koffer. Juhuu, er würde irgendwas rausholen und mir einen Orgasmus verschaffen. Ich spürte alsbald den wundervollen Stahldildo, der so ganz intensive vaginale Orgasmen zaubern konnte. „Ja, saug ihn in deine enge Fotze ein“, kommentierte er was er tat. Ich genoss es , wie er den Dildo langsam in mich versenkte. Die Biegung des Dildos ermöglicht ihm mich zu ficken während er über meinen Kitzler reibt. Änderte nach einer Weile den Winkel. Stimulierte in mir immer wieder andere Stellen. Dieses Ding ist so göttlich. Wenn er so weitermachen würden, würd ich ihm den ganzen Boden vollsquirten. Die Erregung baute sich ganz tief in mir auf. Anders als wenn ich es mir selbst über den Kitzler besorge. Ich ließ mich einfach fallen, gab mich ganz ihm und dem Dildo hin und hatte am Ende einen wirklich heftigen Orgasmus. Denn er netterweise nicht ausklingen ließ und mich nicht mit sadistischer Freude vorher nochmal pieskate. Ich ich rollte mich total glücklich am Boden liegend ein.

Ich will definitv wieder mehr davon. Hoffe, dass er bald wieder Lust hat zu spielen, dass es ihm auch etwas gibt. Diese Orgasmen machen süchtig. Gerade als ich aufstehen wollte, knotete er das letzte Seil vom Handgelenk ab und küsste mich. Und grinste. Das heißt nix Gutes. Er zog mit der flachen Hand voll durch und traf die Innenseite meines Oberschenkels .. „AUUUAAA. Du Arsch..“, entfuhr es mir. „Ein kleines Andenken“.. Na wundervoll, man sah jeden einzelnen Finger sich abzeichnen. Gut, dass ich keine Arztbesuche oder ähnliches geplant hatte. Ich kam zu meinem Termin zwei Stunden zu spät. Aber es war mir jede Minute wert. Es war ein wundervolles Wochenende gewesen. Und ließ mich die Weihnachtszeit leichter aushalten. Es wird bis Mitte Januar dauern bis wir uns wiedersehen. Aber ich freue mich schon. Es fühlt sich halt doch nach Liebe an zwischen uns. Ohne Erwartungen. Schön so.

Peitsche oder Fliegen?

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr – da schreibe ich dann schon fast Standardmäßig meinen Blogeintrag über die Einsamkeit der Geliebten. Wobei sich mein Einsamkeitsgefühl dieses Jahr sogar in Grenzen hielt. Was zum einen an dem tollen Wochenende mit Mr. Bondage lag von dem ich noch fertig schreiben muss. Zum anderen gewöhne ich mich wohl doch irgendwie daran. Eigentlich wollte ich heute Abend zum Weihnachtsausklang noch in einen Club gehen. Aber mein Clubpartner hat noch seine Kinder zu Besuch. Die gehen natürlich immer vor. Heute gehe ich notfalls allein, wenn sich Mann aus der Familie nicht loseisen kann.

Danke an dieser Stelle auch nochmal allen, die mich beim Goldenen Blogger Award vorgeschlagen hatten. Ich bin erwartungsgemäß nicht auf die Shortlist gekommen. Mein Blog ist wohl eher so der Groschenroman unter den Blogs. 🙂 Wird gerne gelesen, ist aber nix für einen Preis. Danke, für das viele positive Feedback, das ich bekomme. Das lässt mich weiterschreiben. Ich habe meinen Traum, daraus mal ein Buch zu machen, noch nicht aufgegeben. Es scheitert einfach nur daran, dass ich bei der Suche nach einem guten Lektor, der auch Bock auf meine Texte hat, total ratlos bin.

Zurück in Mr. Bondage Fesselzimmer. Was ein gutes Stichwort ist. Nach vielen Stunden Arbeit und Schweiß, die er in die Wohnung und vor Allem auch in das Wohnzimmer investiert hatte, war sein persönlicher Traum von einem stilvollen Fesselzimmer in Erfüllung gegangen. Die wunderbare Altbau-Wohnung, mit den freiliegenden Dachbalken. Seine selbstgebauten japanischen Leuchter an der Wand. Die gezeichneten Bilder, die so unverkennbar ihn beim Fesseln zeigen. Die Tatami-Matten auf dem Boden, die mich so sehr an meinen Japan-Aufenthalte erinnern. Endlich fertig. Und schon muss er es wieder aufgeben und zurücklassen. Das macht mich doch ein wenig traurig. Als ich mitten in seinem Wohnzimmer stand in meinem schwarzen durchsichtigen Kimono, wurde mir bewußt, dass es vermutlich die vorletzte, wenn nicht sogar die letzte Gelegenheit sein würde, an diesem wunderbaren Ort zu fesseln. Auch mich verband mit diesem Ort viel. Ich hatte die Wohnung für ihn im Internet entdeckt. Hatte zu Beginn jede freie Minute mit ihm dort verbracht. War eifersüchtig als klar war, dass es natürlich nicht nur mein Reich sein würde. Mit dem kompletten Wandel der Beziehung, dem fast Ende, dem jetzt bin ich auch nur noch ein seltener Gast, auch wenn es dann wirklich intensiv und schön ist.

Eigentlich hatten wir nur noch eine Stunde Zeit, weil ich abends einen Termin hatte. Aber dieser Moment hier hatte Priorität. Ich wollte ihn genießen, egal wie lange er dauern würde. Da stand ich barfuß im Dojo. Er hatte sich seine Fessel-Klamotten angezogen. Er kam auf mich zu und begutachtete mein Outfit. Er freute sich wieder über die freiligendenen Brüste unter dem Kimono. Nachdem er ausgiebig meine Brüste bewundert hatte, zog er mir den Kimono aus. Er befühlte die Büstenhebe und befand, dass sie stören würde beim Fesseln. Schade eigentlich. So stand ich da nur noch mit meinem Höschen bekleidet. Er legte Musik auf. Führte mich auf die Tatami-Matten unter den Ring für die Suspentions, den er aufgehängt hatte. Er hängte sogar noch einen weiteren Karabiner an einem weiteren Hängepunkt ein. Ich war neugierig, was er vorhatte. Für unsere Standard-Suspention würde eigentlich der Ring genügen. Er hatte seine Seile bereitgelegt und sich das Notfallmesser an den Hosenbund gesteckt.

Dann nahm er mein Handgelenk und ließ das erst Seil darüber gleiten. Wie habe ich dieses Gefühl vermisst, wenn das Seil über meinen Körper gleitet. Gänsehaut durchfährt mich. Er knotete mein Handgelenk ein und führte das Seil durch den Ring. Da ging das Kopfkino ab – er würde mich doch nicht plötzlich auspeitschen wollen… Dann nahm er die zweite Hand und ein neues Seil und band es ebenfalls um mein Handgelenk. Er spielte damit mich im Unklaren zu lassen, was er vorhatte. Aber es wurde doch eine Oberkörperfesselung. Er fesselte mir eine Hand vor den Körper und eine Hand hinter den Rücken. Leider kann man mir nicht beide Arme auf den Rücken fesseln, da sind meine Schultern wohl zu bewegungseingeschränkt. Vor den Körper ist kein Problem, sieht aber nicht so erotisch aus, weil man dann die Brüste nicht so schön hervorheben kann. Er fesselte Freestyle. Während er früher in der Übungsphase akribisch nachgefesselt hat, wie er es gelernt hat, ist er nun in seinen Techniken so sicher, dass er einfach Dinge ausprobiert. Ich sehe ihm einfach gerne zu, wenn er hochkonzentriert, aber leidenschaftlich das Seil knotet, es über meinen Körper zieht. Wenn er mir nahe kommt, mit meiner Erregung spielt. Mir sanft Dinge ins Ohr haucht. Wenn ich ihn küssen darf, weil mir der Sinn danach steht. Anfangs beim Fesseln war es undenkbar, weil er da immer der harte Meister sein wollte. Jetzt liebt er das Spiel zwischen uns, wenn ich eine unartiges Bunny bin, dass den Meister einfach küsst, wenn er ihr zu Nahe kommt. Das man das Knistern zwischen uns spüren kann. Kleine liebvolle Neckereien, während er mich in die Seile bindet.

Ich war gespannt, ob und wie lange ich noch in den Seilen hängen können würde. Wir habe nicht viel gefesselt in letzter Zeit. Ich war gespannt, ob mein Körper den Schmerz noch gewöhnt war.  Die Oberkörperfesselung war fertig und er hatte das Seil schon in den Ring gebunden. Als nächstes kam das Seil um meinen Oberschenkel, das ich am wenigsten mochte. Aber so lange stand ich noch mit einem Bein auf dem Boden. Das nächste Seil ging dann um den Knöchel des Standbeines. Ab dem Moment würde mein Körper seitlich im Seil hängen. Muskeln angespannt und aufgehängt. Mit den drei Haltepunkten ist es gar nicht so einfach. Erst wenn dann das Hüftseil anbringt kann ich ein wenig entspannen im Seil. Er hatte den Arm hinter meinem Rücken nach unten gebunden. Das sorgte dafür, dass er näher zum Körper gezogen wird, was unangenehm ist für mich. Da hing ich also und war happy, aber merkte, dass es in der Variante nicht lange gehen würde. Ich bat ihn mich wieder abzufesseln. Was er unverzüglich tat. Wieder auf dem Boden schlug ich ihm vor, mich andersherum aufzuhängen, so dass der Arm hinter dem Rücken oben war und vom Körper weggezogen würde. Gesagt, getan – er drehte die Suspention um und ich flog ein weiteres mal. Zwar auch wieder nicht lange, aber es fühlte sich gut an. Danach stellte er mich wieder auf den Boden. Er stellte sich hinter mich und ging mit mir zu Boden. Abfesseln ist immer sehr nahe. Weil wir zusammen auf dem Boden liegen. Ich spürte, dass wir beide noch Lust hatten auf mehr. Manchmal hatte er mich nach der Suspention noch auf dem Boden verschnürt und mir Befriedigung verschafft. Ich war gespannt, wie diese Fesselung enden würde.

Thats the end…

… of Mr. Bondage.

Es werden Zeilen voller Liebe, Hass und Trauer.

Es war der Grund warum ich so lange nicht geschrieben habe.

Er war der erste, dem ich schöne Dinge erzählen wollte. Er war der erste an den ich dachte, wenn ich ein Wochenende wegfahren will. Bei dem ich mich ausheulen wollte wenn es mir schlecht geht. Die Schulter zum Anlehnen. Der Mann der soviel Macht über meine Lust hat, wenn er denn wollte. Der Mann, der mich nachhaltig für  Bondage begeistert hat. Einer der wenigen Seelenverwandten meinem Leben. Ich habe ihn geliebt. Ja, es war nie ausgesprochen, aber es war Liebe. Ich habe ihn geliebt. Polyamor und ich war okay damit.

Die große Asymetrie in unserer Beziehung hat Eifersucht entfacht, die einen hassenden Menschen aus mir macht, der ich nicht sein will. Er war meine Nummer Eins, ich die Nummer 5 in seinem Leben. Hinter seiner Frau (völlig okay), seiner Sub (ja, die hasse ich gerade wirklich und es nervt mich, dass die Eifersucht das mit mir macht), dem Fesseln und der Suche nach schönen Frauen. Praktisch war ich und nur dann von Bedeutung, wenn die Punkte Eins bis Vier gerade nicht relevant waren.

Es hat sich am Ende an zwei Punkten entzündet. Nach meinem Urlaub nahm er sich zu meiner Überraschung ebenfalls Urlaub. Hatte er dringend nötig. War komplett überarbeitet. Das würde ihm gut tun, freute ich mich erst noch für ihn. Eine Woche, die er mit seiner Sub wegfuhr. Gott, wie mich diese Scheißwoche mit Eifersucht gequält hat. Na klar mit ihr. Damit war mir meine Rolle nochmal deutlich geworden. Für mich blieben nur die wenigen Abende, an denen er sowieso abgekämpft von er Arbeit kommt. Na, danke. Das hatte mir nie viel ausgemacht, weil ich immer dachte, hauptsache Zeit miteinander verbringen, irgendwann wird er sich schon wieder Zeit für Dich nehmen. … Nicht. Das tut weh. Und nun war eben wieder die BoundCon in München, die Fetischmesse. Vor zwei Jahren waren wir dort zu dritt gewesen. Hat so semi gut funktioniert. Jedenfalls wollte seine Sub dann nie wieder was mit mir zu tun haben. Bitter, so schlimm fand ich es nicht. Aber ab da war für ihn klar, dass er ab jetzt immer mit ihr zu dieser Veranstaltung geht. Die in meiner Stadt stattfindet und ich der Gearschte bin. Das finde ich so albernen Kackscheiß. Ich muss allein auf die Messe, weil in einem normalen Verhältnis da hin gehen nicht läuft.

Ich hatte ihm in harten fiesen Worten  meine Eifersucht geschrieben. Er hat mir ehrlichweise geantwortet, dass er mir nur die Abende unter der Woche und gelegentlich einen Tag am Wochenende anbieten kann. Ich würde sagen anbieten will. Damit liegt die Entscheidung bei mir. Will ich das?

Dann ist da noch seine Sub, ich hasse sie. So sehr ich mich auch mühe, das Gefühl in meinem Kopf geht nicht weg. Ich bin erschrocken über mich selbst. Wie oft ich ihr in meinem Kopf auf der Messe begegnet bin und ihr einfach mal meinen Hass vor die Füße gereiert habe…. Sie hat gewonnen. Ich bin auf dem Abstellgleis. Toll für sie.

Ich bin noch nicht mal gut genug um die Nummer Zwei im Leben von jemandem zu sein. Das ist wirklich bitter. Er hinterlässt das Gefühl, dass ich einfach nicht schön bin. Nicht schlank und nicht hübsch genug.

Ich war heute auf der Messe und auf der Party danach. Ich habe die beiden gesehen. Sie mich auch. Ich habe ausgehalten, dass sie geknutscht haben, dass sie weiß, dass sie gewonnen hat. Er hat nicht mit mir gesprochen, sie haben mich nicht gegrüßt. Ich habe mir die Veranstaltung zurück erobert. Ich kann dorthin gehen, den Abend genießen und Spaß haben. Die beiden nehmen mir nicht alles.

Liebeskummer quält mich seit die beiden im Urlaub waren. Zusätzlich habe ich schwere Zeiten im Job. Damit bin ich an einem Punkt, wo ich mein Leben wieder grundsätzlich hinterfrage. Wer bin ich, was will ich und wo ist mein Platz im Leben? Das hatte ich vor einem 3/4 Jahr bei der Jobsuche auch schon. Jetzt wieder. Alles auf neu.

Er wird mir als Ratgeber fehlen und als Rigger. Es wird schwer werden jemandem auf dem Fesselniveau zu finden. Aber was hilft es, wenn ich für ihn nicht gut genug bin. Ich muss auf mich aufpassen.

Bondage mit Happy End

Die Arbeitswelt hat mich voll in Beschlag genommen. Ich schaffe es mittlerweile noch halbwegs regelmäßig Sex zu haben, aber finde selten die Muse darüber zu schreiben.

Außerdem habe ich manchmal ein wenig Weltschmerz. So würde ich es nennen. Vor Allem seit Donald Trump im Amt ist. Der für alles steht, wofür ich nicht stehe. Wenn sehr konservative Kräfte erstarken, dann fühlte es sich an, als wären meine Rechte als Frau bedroht. Natürlich ist das sehr weit weg. Aber ich beäuge es doch ein wenig beunruhigt. Dass ich mich als Frau sexuell ausleben kann, das geht nur in einer freien Gesellschaft. Sonst erlaubt man das wenn überhaupt nur Männern. Das ist mein Albtraum, wenn sich daran etwas ändern würde.

 

Na dem bewussten Abkühlen unserer Beziehung durch Mr. Bondage, fühlt sich das Wiedererwärmen noch viel schöner an. Es fühlt sich erwachsener an. Meistens. Gefestigter was das Polyamore angeht. Ungebunden und doch gebunden. Unkomplizierter, immer noch sehr nahe. Sexuell wieder unverkrampft. Wir fesseln wieder. Das ist sehr erfreulich und tut mir sehr gut.

So kam es auch, dass wir uns an einem Abend trafen um explizit mal wieder zu Fesseln. In seiner wundervollen Wohnung. Er war darauf eingestellt, entspannt. Ich auch. Eine nötige Voraussetzung um ein nahes schönes Fesselerlebnis zu haben. Vor wir begannen konnte ich mich akklimatisieren und ging duschen. Zum Wohlfühlen. Spazierte danach sein riesiges Handtuch gehüllt durch seine Wohnung. Er hatte derweil den kleinen Heizlüfter angeworfen und für eine angenehme Temperatur gesorgt. Er hatte seine neuen Tatami Matten ausgebreitet. Ich mag es sehr, dass er aus diesem Zimmer eine kleine japanische Fesseloase verwandeln will.

Ich stand da, nur mit meinem Handtuch bekleidet auf seiner Matte. Er hatte sich in sein Fesselgewand geworfen. Neben mir hatte er seine Seile ausgebreitet. Vorfreude durchströmte mich. Mein Handtuch fiel auf den Boden. Ich war komplett nackt. Ich erinnere mich gerade nicht daran, jemals komplett nackt gefesselt zu haben. Aber es fühlte sich nur mit ihm in der vertrauten Umgebung auch wirklich gut an. Zumal ich seit ich angefangen habe zu arbeiten das ein oder andere Kilo losgeworden bin (yeah).

Das Nahsein, die Seile spüren, kleine liebevolle Gesten zwischendurch, mich ganz in seine Hände begeben. Er fesselte an diesem Tag „Freestyle“. Also etwas was er vorher noch nicht gemacht hat. Ich mochte das. Wir haben lange Zeit immer dasselbe eingeübte vertraute Gefesselt. Aber nun fühlte es sich an, als wäre er einen Schritt weiter und konnte das Lehrbuch loslassen und sein Können einfach frei anwenden. Er fesselte mir einen Arm auf den Rücken und einen auf den Bauch. Er hing mich nicht seitlich auf, wie sonst, sondern quasi sitzend. Also Brust nach oben und die Beine nach vorne. Aber sehr reizvoll auseinandergespreizt. Er hatte also auf perfekter Höhe freien Zugang. Er hatte mir die Augen verbunden. Ich genoss es in den Seilen zu hängen. Er nutzt mein „Offensein“, befühlte ob ich feucht war. Oh, es machte mich sehr an. Er begann mich mit den Fingern zu befriedigen. Hui, das war neu. Bisher war ich noch nie hängend in die Nähe eines Orgasmus gekommen. Ich war gar nicht sicher ob ich mich so weit fallen lassen könnte. Aber reizte mich weiter. Fingerte mich neu. Ich merkte wie meine Erregung anstieg. Ich merkte das Einschneiden der Seile nicht mehr. Mein Körper war im Lustmodus. Ich hing doch ziemlich lange schon. Er wollte schon aufhören, aber ich bat ihn weiterzumachen. Ich fühlte die Wellen kommen. Er fingerte mich und massierte gleichzeitig meinen Kitzler. Dann kam die große Welle und ich kam sehr geil.

Nach dem der Orgasmus abgeklungen war, musste es mit dem Abfesseln schnell gehen. Ich war doch ziemlich lange in den Seilen gehangen. Er beeilte sich. Und sobald er mich wieder auf den Boden gestellt hatte, merkte ich wie mir schwarz vor Augen wurden. Ich ließ mich kontrolliert auf den Boden fallen. Er kniete sich hinter mich und ich lag in seinen Armen bis sich mein Kreislauf wieder eingekriegt hatte. Das war mir beim Fesseln auch noch nie passiert. Aber nicht weiter schlimm. Mir ging es gut. Die ungewohnte Fesselposition hatte mir nicht nur einen tollen Orgasmus beschert, sondern auch einen ziemlichen Muskelkater.

Bondage im Swingerclub

Mein schmählich vernachlässigtes Blog. Ich war viel unterwegs die letzten zwei Wochen. Ich hab wohl das Gefühl bevor ich meinen ersten Job antrete, müsste ich mir jede Minute meiner freien Zeit vollstopfen. Fürs Bloggen brauche ich allerdings einen freien Kopf. Das klappt dann manchmal nicht ganz so gut.

Eine Geschichte, die ein wenig zurückliegt.

Mr. Bondage und ich waren in einem Club. Das ist ja an sich schon mal ein Ereignis, weil er Clubs eigentlich nicht so gerne mag. Der Swingerclub in dem wir waren, hat allerdings einen Hängepunkt um Bondage zu machen. Deswegen hatten wir ihn angesteuert. Wir waren außerhalb der einschlägigen BDSM-Partys noch nie zusammen unterwegs gewesen. Ich war gespannt, wie der Abend verlaufen würde. Der Club war zu unserer Überraschung ziemlich leer, obwohl er wirklich schön ist und das Personal sehr nett ist. Wahrscheinlich hatten wir nur einen unglücklichen Aben erwischt. Wobei es mir eigentlich egal war. Ich war mit ihm im Club, das reichte mir völlig aus.

Nachdem wir uns ein wenig akklimatisiert hatten, ging es dann zum Fesseln. Ich freute mich sehr darauf. Er hat sein Fesseln verändert, seit er beim Meister in Japan war. Gibt mehr Nähe, weniger Schmerz. Das genieße ich sehr. Es lässt mich weggleiten. Das hat was meditatives. Je öfter wir fesseln, desto mehr entspannt sich mein Geist. Anfangs habe ich immer gegelaubt, die Ropebunnys die so ganz wegtaucht aussehen, würden was vorspielen. Jetzt kann ich das nachvollziehen. Das dauerte eine Weile. Bis der Körper weiß was kommt. Bis das Vertrauen da ist, dass er gut auf einen aufpasst und auch sieht, wenn was nicht passt.

Er fing an mich zu fesseln. Unser Standard-Hänge-Bondage. Keine Experimente. Es tut ihm gut, ab und an mal öffentlich sein Können zu zeigen. Mir macht es nichts mehr aus. Zudem verbindet er mir die Augen und dann kann ich die Zuschauer ausblenden. Ein paar sahen uns wohl beim Fesseln zu. Und kommentierten beeindruckt. Er hängte mich seitlich auf und spielte ein wenig mit mir, indem er mir ein Seil zwischen den Beinen durchzog uns so Druck auf meinen Kitzler ausübte.

Ich war sehr angegeilt hinterher. Von der Nähe, vom Fesseln. Aber eigentlich wußte ich , dass nicht mehr laufen würde. Er fickt nicht öffentlich. Nach uns benutzte ein Dom-Sub-Paar den Raum zum Spielen. Ich stellte mich sehr diskret in die Ecke der Tür und sah den beiden zu. Sie waren ein Stück älter als ich. Er peitschte sie erst ein wenig aus. Sie war eine sehr drahtige irgendwie auch schöen Frau. Mr. Bondage war etwas Trinken an die Bar gegangen. Schade eigentlich. Es hätte ihm bestimmt auch gefallen. Die beiden merkten, dass ich ihnen zusah. Nach dem Auspeitschen kam die Sub auf mich zu und fasste mich an. Ich ließ sie gewähren. Keine Ahnung, ob sie das tat, weil ihr Dom es ihr angeschafft hatte, oder weil sie es wollte. Sie fing an meine Brüste anzufassen. Es war schön ich ließ sie gewähren. Ihr Dom packe währenddessen sein Equipment wieder ein. Ich hoffte, dass Mr. Bondage vorbeikommen würde und mir sagen würde, dass ich sie auch anfassen soll. Mir die Entscheidung abnehmen würde. Ich war sehr zurückhaltend. Fasste sie nur ganz leicht an. Sie befreite meine Brüste aus dem Oberteil und saugte an meinen Brustwarzen. Ich hatte lange kein Erlebnis mehr mit einer Frau gehabt. Ich schloss die Augen und genoss es. Ich traute mich nicht so Recht es ihr gleich zu tun. Dann hörte ich, wie Mr. Bondage kam. Er muss die Situation gesehen habe. Ich hoffte, dass ihn das anmachen würde und er in seine Rolle als Dom schlüpfen und mich begleiten würde. Das Gegenteil passierte. Er ging einfach wieder. Das verwirrte mich vollends. Kein sexuelles Interesse mehr an mir?? Die Sub merkte wohl, dass ich in Gedanken war und ging wieder zu ihrem Dom zurück. Er ließ sie vor sich niederknien und seinen harten Schwanz blasen. Ihn hatte es angeturnt, dass sie mit meinen Brüsten gespielt hatte. Ich sah den beiden zu. Sah wie sie ihm Befriedigung verschaffte. Ein schöner Moment.

Dann ging ich an die Bar zu Mr. Bondage. Ich fragte ihn, warum er nicht dageblieben war. Er hatte nicht stören wollen. Ich bedauerte das. Aber irgendwie war unsere Beziehung zu der Zeit einfach nicht im Dom/Sub-Modus.

Der Abend ist schon eine ganze Weile her. Es gab da eine Phase, wo ich das Gefühl hatte, dass er keine Lust mehr auf Sex mit mir hat. Das hat sich mittlerweile wieder gelegt.

Ans Fenster gefesselt..

Ich lag auf der Decke vor dem bodentiefen Fenster des Hotelzimmers. ich war noch komplett bekleidet. Während Mr. Bondage sich im Bad frisch machte, aalte ich mich dort in wohliger Vorfreude. Wir würden spielen,. Es war so überraschend und unerwartet. Nach einer ganzen Weil kam Mr. Bondage dann aus dem Bad. Er hatte sich sein Fesseloutfit angelegt. Sein japanisches Outfit. Steht ihm gut. Dann kam er zu mir. Ich könnte hören, wie er nach einem Seil griff. Ich lag immer noch angezogen auf der Decke. Er griff nach einem Arm und band mit das Seil um das Handgelenk, Er fesselte mir beide Handgelenke zusammen. ich war überrascht, denn ich war ja noch angezogen. Und so konnte er mir weder Shirt noch BH ausziehen.

MIt den gefesselten Armen bugsierte er mich zum Fenster. Dort hatte er ein Seil mit einem Karabiner angebracht. Er ließ mich vor dem Fenster knien und fesselte meine nach oben gestreckten Arme an den Karabiner. Das war eine sehr erregende Position. Ich konnte mich gegen die kühle Glasscheibe lehnen. Er kniete hinter mir, berührte mich. Er holte ein zweites Seil. Das ließ er mir durch die Beine gleiten. Bevor er mich damit fesselte, öffnete er mir die Hose und zog sie mir aus. Ebenso das Höschen. Dann band er das Seil oben am Karabiner fest, ließ es über meinen Körper gleiten und zog es mir zwischen den Beinen durch und am Hintern hoch. Er saß hinter mir und spielte mit dem Seil. zog es an, wackelte damit. Das verfehlte seine Wirkung nicht. Es massierte meinen Kitzler und machte mich heiß. Dann band er das Seil über meinem Kopf fest. Wenn ich meinen Körper ein wenig fallen ließ, dann zeigte das Seil seine Wirkung und drückte sofort auf meinen Kitzler. Zusätzlich berührte er meinen Kitzler und steigerte die Erregung noch. Er kniete hinter mir, fasste um mich herum, berührte Seil und Kitzler und küsste mir Hals und Ohren. Das erregte mich maximal. Ich stöhnte und wand mich im Seil.

Danach nahm er sich meine Brüste vor. Er zog mir das T-Shirt hoch und band es einfach an den gefesselten Händen fest. Gleiches tat er mit dem BH. Das war anders als sonst. Unkonventionell, aber ich mochte es. Er kam neben mich und saugte an meinen Brustwarzen. Saugte die Nippel hervor. Dann angelte er sich die Wäscheklammern aus seiner Spieletasche und klemmte sie mir links und rechts vom Nippel fest. Das tat er mit beiden Brüsten. Ich mag den Schmerz. Er ist aushaltbar, aber doch da. Nun konnte ich mich allerdings nicht mehr gegen die Scheibe lehnen. Mr. Bondage band mir ein Seil um die Hüften. Dann holte er erneut etwas aus seiner Spieletasche. Ich konnte hören wie er einen Deckel aufdrehte. Gleitgel musste das sein. Und so war es auch. Er hatte sich den schwarzen Dildo geangelt, ihn mit Gleitgel eingerieben und ich öffnete schon instinktiv die Beine. Er löste das Seil, das er durchgezogen hatte, steckte mir den Dildo in die Muschi und band ihn fest, mit dem Seil, das er mir zuvor um die Hüfte gelegt hatte. O Gott, war das erregend. Ich war ziemlich weggetaucht. Aber ich merkte, dass ich nicht mehr besonders lang knien können würde. Mr. Bondage merkte das wohl auch und band mein Arme los. Ich durfte mich auf den Rücken legen, immer noch mit dem Dildo der in meine Muschi gefesselt war. Er band das Seil meiner Arme am Bettpfosten fest. Dann holte er den Hitachi aus seiner Tasche.

Uhh, damit kann man Orgasmen rausfoltern. Schöne vibrierende Orgasmen. Ich erinnerte mich an das Gefühl, wenn der Hitachi auf einem Seil vibriert. So auch dieses Mal. Das Seil nimmt die Vibrationen auf.Krasse, doppelte Wirkung, denn es massierte auch den Anus mit, an dem das Seil vorbei geht. Es dauerte nicht lange, bis die Wellen kamen, große Wellen. Die Vibrationen, der ausfüllende Dildo in mir. Ich kam heftig. Ich sah ihm beim Orgasmus ins Gesicht und konnte sehen, wie sehr es ihm gefiel, dass er mir solche Lust bereiten kann. Gottseidank beließ er es bei dem einen Orgasmus und ließ mich runterkommen…

Ich war schon überrascht, denn normalerweise fiel ihm immer etwas ein um mich nach dem Orgasmus zu pisaken. Da geht dann immer der Sadist mir ihm durch.Und auch dieses Mal. Als er mir die Klammern noch den Nippel entfernte, was ja schon ausreichend weh tut, drückte er meine Brüste nochmal hart. Da war ich ziemlich böse und genervt und sagte ihm das auch.

Als mein Ärger verraucht war, merkte ich, dass ich ein dringendes Kuschelbedürfnis hatte und sagte nur: kuscheln. Und er kam dem Wunsch nach und wir hatten einen nahen schönen Moment dort auf dem Boden vor dem Hotelfenster mit Blick auf die Lichter der Stadt.

Die andere Sub – manchmal überrascht er mich

Mr. Bondage war auf die Toilette verschwunden, vermutlich auch um sich wieder frisch zu machen, nach der schweißtreibenden Session mit dem Hexchen. Das Warten bis er zurückkam, machte mich unfassbar nervös. Ich hatte den festen Vorsatz zum ersten Mal ein Safewort zu benutzen, würde er es darauf ankommen lassen und verlangen, dass ich mich ausziehe. Aber ich wollte eigentlich keinen Streit. Ich hoffte so sehr, dass er es nicht darauf ankommen lassen würde. Während er weg war unterhielt ich mich mit dem Hexchen noch ein wenig über ihn.
Dann kam er zurück und mein Herz klopfte bis zum Hals. „Zieh dir an, worin auch immer du dich wohlfühlst, nur keinen BH mit Bügeln.“ Ich grinste breit. Er war doch einfach ein schlaues Kerlchen. Das machte mich sehr glücklich. Ich verstand jetzt zwar noch weniger, warum er mich vorher hatte etwas anderes anziehen lassen, aber das war auch erst mal egal. Ich flitze los und schmiss mich in mein gewohntes Outfit. Das Hexchen musste mir helfen, denn allein kam ich gar nicht in mein Korsett.

Es war schon relativ spät geworden. Die Party begann sich zu leeren. Aber ich wollte mich gerne noch aufhängen lassen. Ich stand mitten im Raum. Zog meinen Rock ganz freiwillig aus. Und stand in meinen Strapsen vor ihm. Darin fühle ich mich so langsam auch wohl. An manche Dinge muss man sich eben erst gewöhnen. Ein Schritt nach dem anderen. Das Fesseln ist mir mittlerweile sehr vertraut. Ich fühle mich ihm sehr nah dabei. Während mir Mr. Bondage die Oberkörperfesselung anlegte legte jemand Warriors of the world von Manowar auf. Ich mag das Lied und bewegte meinen Unterkörper sexy im Takt. Mr. Bondage war in seinem Element: Mal küsste er mich zwischendurch mal neckte er mich beim Fesseln. Ich mag ihn sehr wenn er darin aufgeht. Nach der Oberkörperfesselung band er mir ein Tuch um die Augen und darauf nochmal ein Seil. Er machte auch dieses Mal ein seitliches Suspention (Hänge-)Bondage aus mir. Nachdem ich an der Oberkörperfesselung, der Hüfte, einem Oberschenkel und einem Knöchel aufgehängt war, was ich so schon kannte, begann er das Bondage noch zu verfeinern. Es ist jedes Mal aufs Neue spannend ob das Bondage so gut sitzt, dass ich eine ganze Weile hängen bleiben kann. Am Anfang war ich mir gar nicht sicher, denn meine Finger kribbelten gleich mal. Aber ich bewegte meinen Oberkörper ein wenig und dann rutschte alles so hin, dass es gut funktionierte.

Mr. Bondage zog mir noch genüsslich ein Seil zwischen den Beinen durch. Dann band er mir meine Haare fest, so dass ich meinen Kopf oben halten musste. Ich merkte, dass ich in einen Tranceähnlichen Zustand abglitt. Das hatte ich vorher bei anderen Frauen immer bewundert. Das selbst zu erleben war wundervoll. Ich genoss es, konnte mich ganz hingeben. Während ich hing, gingen ein paar Gäste nach Hause und die Gastgeber fingen an ein paar Dinge aufzuräumen. Das war ein wenig schräg. Ich hätte dieses Mal gefühlt noch ewig hängen können. Aber danm wurde ich auch schon wieder in die Realität zurückgeholt und auf den Fußboden zurückgesetzt.

Es war schön gewesen. Die Gastgeber wollten aber zügig die Party beenden, also mussten wir schnell aufräumen. Das war ein wenig nervig. Hinzu kam, dass nach dem Bondage die Spannung abfällt und ich sofort ziemlich müde war. Ich musste am nächsten Morgen früh raus und realisierte, dass ich weniger als fünf Stunden schlafen würde. Das hatte ich mir selbst zuzuschreiben und ärgerte mich über mich. Leider ließ ich das auch ein wenig an Mr. Bondage aus. Wir hatten ein Hotelzimmer zu Dritt. Ich verkrümelte mich freiwillig auf die Matratze am Boden, weil ich ja als erstes weg musste. Hexchen und Mr. Bondage schliefen im Bett. Das war okay für mich, auch wenn mir seine Nähe fehlte.

Am Morgen verschwand ich ziemlich schnell, weil ich noch auf ein Seminar musste. Ich wusste aber, dass ich ihn einen Tag später bereits wieder sehen würde. Ich schrieb ihm während des Seminars, dass ich mir am nächsten Tag dringend noch Nähe holen muss. Er war noch im Dommodus und antwortete, dass ich ihn dann fragen könne, ob ich Nähe bekomme und er sie mir dann wahrscheinlich geben würde. Da fand ich ihn mal kurz ziemlich doof.

Als ich spät abends vom Seminar heimkam, übermüdet und auch angestrengt, allein zu Hause spürte ich wie ich in ein kleines Loch fiel. Mittlerweile kann ich damit umgehen. Mir war klar, dass ich noch Aftercare brauchte, weil es am Vortag doch emotional aufwühlend gewesen war. Ich schrieb ihm, dass ich noch Aftercare brauchen würde. Er antwortete, dass auch er noch Aftercare braucht. Da war meine Wut über seine doofe Antwort vom Vormittag verflogen. Mir war klar, dass auch mein Verhalten nicht leicht für ihn gewesen sein musste. Vor Allem zum Ende des Abends, war ich wirklich ein Arsch. Dafür wollte ich mich auch nochmal entschuldigen, wenn wir uns am nächsten Tag sahen. Wir vereinbarten einen Abend mit gegenseitig Festhalten und Reden. Darauf freute ich mich sehr und hoffe noch ein paar Antworten zu bekommen.

Play Party – das erste Mal ein Halsband getragen

Bis zur Play-Party waren meine Ropemarks von Übungsfesseln weitestgehend wieder verschwunden. Dem Fesseln würde also nichts im Wege stehen. Um mir nicht allzu viele Gedanken über Klamotten machen zu müssen, beschloss ich auf die Party das Gleiche anzuziehen, wie ich bei meiner ersten Party angehabt hatte. Also Pumps, Strapse, Minirock und Korsage. Das hatte sich beim ersten Mal eigentlich als ganz zweckerfüllend erwiesen. Sexy, aber halbwegs bequem. Außerdem fand die Party in privatem Rahmen statt und war deutlich kleiner als meine erste Party. Also war mein Outfit sicherlich ausreichend.

Mr. Bondage holte mich ab und wir fuhren zur Location. Er lies mich, ganz Gentleman, am Eingang aussteigen und fuhr dann das Auto auf den Parkplatz. Ich betrat die Location schon mal und wartete auf ihn. Ich wurde supernett von den Gastgebern begrüßt. Dann wartete ich auf Mr. Bondage. Aber er kam ewig nicht. Draußen hatte es zu schneien begonnen. Plötzlich sah ich ihn auf der Straße stehen. Irgendwas war komisch. Er sah verwirrt aus. Es sah aus, als wäre er gestürzt. Ich lief nach draußen und er war in der Tat auf der Straße ausgerutscht und hatte sich den Fuß umgeknickt. Ich nahm ihm den Spielekoffer ab und stützte ihn. Es ging bergab und die Anzugschuhe hatten ihn keinen Halt geboten. Er humpelte ziemlich.

Von Sport her kannte ich mich einigermaßen aus mit Bänderzerrungen. Er spielte es erst herunter. Übernahm den Orgakram, begrüßen und bezahlen. Dann gingen wir in den Umkleidebereich. Ich bestand darauf mir seinen Fuß anzusehen. Dazu zog ich ihm den Schuh und die Socken aus und sah, dass sein Knöchel schon leicht angeschwollen war. Ich besorgte Eis und ein Geschirrtuch und kühlte den verletzten Knöchel. Ich war mir nicht sicher wie schlimm es war. Aber erstmal Kühlen war immer das Beste bei einer Bänderverletzung. Keine Ahnung, ob der Abend schon damit gelaufen war. Für mich war es auch in Ordnung mich einfach um ihn zu kümmern. Es würden mit Sicherheit noch mehr Gelegenheiten zum Spielen kommen.

Ich glaube trotz der Schmerzen war es für ihn etwas besonders, dass ich mich so liebevoll um ihn kümmerte. Sein Fuß lag auf meinem Oberschenkel. Er bedankte sich immer mal wieder total süß bei mir. Es waren sehr vertraute, nahe Momente. Der Knöchel schwoll durch das Kühlen auch erst mal nicht mehr weiter an. Mr. Bondage sagte dann, dass ich mich umziehen sollte. Er saß dort auf einem Sofa, während ich mich in Schale warf. Er musste mir bei den Strapsen und beim Korsett helfen. Mr. Bondage hatte sein Outfit – seinen Anzug – ja sowieso schon an.

Dann gingen wir auf die Party. Die anderen waren alle schon da. Vom Alter her waren die Teilnehmer bunt durchgemischt. Ein paar junge, ein paar Ältere. Das passte ganz gut. Als Spielgelegenheiten gab es eine Andreas-Kreuz und einen Bock. Und einen Haken an der Decke für Bondage. Wenn ich mich noch an meine Aufregung bei der ersten Party erinnere, dann war das dieses Mal ziemlich easy. Immer wieder erstaunlich, wie schnell man sich halbwegs sicher in neuen Kontexten bewegen kann.

Durch den kaputten Fuß war es für mich selbstverständlich, dass ich mich um Getränke und Essen kümmerte. Wir traten sowieso eher wie ein verliebtes Pärchen auf, nicht so sehr wie eine Dom/Sub-Konstellation. Und es machte Mr. Bondage noch nicht mal etwas aus schien es. Dabei war er doch bei der ersten Party noch so darauf bedacht, dass die Rollenverteilung nach außen offensichtlich ist. Ich machte mich auch deutlich weniger Gedanken, ob mich nun jemand als devot wahr nimmt oder nicht. Wir knutschen zwischen durch, quatschten und sahen anderen beim Spielen zu. Ich sauge immer noch sehr gespannt auf, wie andere so miteinander spielen. Schaue mir an, was das Spiel in ihnen auslöst. Ich mag das.

Nach dem der Abend schon ziemlich fortgeschritten war, wollte Mr. Bondage mich doch noch fesseln. Er war sich sicher, dass es mit dem Fuß gehen würde. Ich vertraue ihm. Er zog sich sein Fesseloutfit an. Ich meinen Rock aus. Auch das machte mir dieses Mal gar nichts mehr aus. Also nur mit Höschen, Strapsen und Korsage bekleidet, wollte er mich kunstvoll verschnüren. Dann legte er genauso los, wie ein paar Tage vorher geübt. Wir blendeten die anderen aus und fesselten einfach für uns. Er hing mich wieder seitlich auf, mit den Armen vor den Körper gefesselt. Fixiert am Oberkörper, einem Knie, dem anderen Knöchel und einem Seil um die Hüfte. Es fühlte sich gut an. Zusätzlich verband er mir noch die Augen und zog mir ein Seil mehrmals zwischen den Beinen durch und band es so fest. Das war spannend. Das hatte er beim Üben nicht gemacht. Das Bondage war wirklich einigermaßen bequem und ich konnte relativ lange hängen. Meine Körperspannung problemlos halten. Dann fesselte er mich wieder los. Hinterher kamen einige der anderen Gäste und sagte, dass es wirklich wundervoll ausgesehen hat. Mr. Bondage und ich freuten uns über die Komplimente.
Das Fesseln und die Komplimente hatten mich in wirklich gute Laune versetzt. Ich wäre sogar bereit gewesen mich noch öffentlich bespielen zu lassen. Aber das sagte ich Mr. Bondage nicht. Als nur noch wenige da waren und Mr. Bondage gerade seine Tasche wieder einpackte, fiel ihm das schwarze Halsband mit dem typischen Metallringen in die Hände, das er vor unserer ersten Party gekauft hatte. Er nahm es und kam auf mich zu. Ich sollte mich umdrehen. Das tat ich mit einem Lächeln im Gesicht. Dieses Mal war ich bereit es zu tragen. Als seine Sub. Er band es mir um. Fühlte sich gut an. Allerdings würde dieses Band nicht „meines“ werden. Er war mir zu groß und zu auffällig mit den zwei großen Ringen. Aber für den Abend war es okay. Ich schien ihm zu gefallen mit dem Halsband an. Er lächelte zufrieden. Dann holte er noch ein Seidenband aus seiner Tasche und band mich neben dem DJ-Pult an meinem Halsband an einem Ring fest. Spannend einfach so irgendwo geparkt zu werden. Es war fast niemand mehr da, von dem her war es eine gute gewählte Gelegenheit von ihm, zu schauen, ob ich das mitmache. Aber es war völlig okay. Ich wäre wirklich in Spiellaune gewesen. Er hatte mir dieses Mal ein gutes Gefühl gegeben, war behutsam mit mir umgegangen. Hatte mich nicht überfordert.

Als er fertig gepackt hatte, macht er mich los und führte mich an dem Halsband aus dem Raum. Dann nahm er mir das Halsband wieder ab und wir waren wieder auf Augenhöhe. Es war gut, dass er das so ganz am Ende ausprobiert hatte. Mal so ein wenig zum Rantasten. Wir zogen uns wieder um und ich musste das Nachhausefahren übernehmen. Eigentlich sollten wir uns nach der Party die ganze Woche sehen, von Sonntag bis Samstag. Aber der Fuß wurde viel dicker und blau. Mr Bondage wurde zwei Wochen krank geschrieben. Und ich bin ganz einsam hier.