Nippelklemmen zwischen schwäbischen Rentnern

Wie jemand so schön unter dem letzten Beitrag kommentiert hat: Das Leben besteht nicht dauernd aus pornösem Sex. Manchmal ist das auch eher unglamourös. Hier wird der Sex nicht instagrammisiert. Manchmal ist das Sex-Ding groß und aufregend. Manchmal sind es zwei Menschen die merken, dass sie müde sind und zuviel getrunken haben. Aber ich verstecke keinen schlechten Sex mehr hinter Fake-Orgasmen. Denn da hat am Ende niemand was davon.

Mr. Bondage und ich waren ja in den Urlaub gefahren. Wir hatten uns in eine kleine Pension eingebucht. Sehr romantisch mit Blick auf die Berge. Das Problem an der kleinen Pension: es ist wenig anonym. Die Gastfamilie wohnt auch im Haus und hat uns begrüßt. Im Frühstücksraum ist man quasi gezwungen mit den anderen zu kommunizieren. Die anderen waren ältere Ehepaare – jenseits der 70. Die meisten aus Schwaben. So Klischee-Schwaben. Die einmal im Jahr den Benz auf eine Reise ausfahren… Sehr erheiternd. Immer sehr korrekt. Man merkte ihnen an, dass wir ihnen als Paar sehr suspekt waren. Der ältere Mann mit der verrückten bunthaarigen jungen Frau. Wir waren nett, aber für die sehr weit außerhalb ihres Weltbilds. Warum erzähle ich das? Das ganze führte dazu, dass ich mutmaßlich nicht bei einem Orgasmus die ganze Pension zusammenschreien würde. Es führte dazu, dass ich vermied, dass das Bett morgens rhythmisch knarzte, weil wir genau über dem Frühstücksraum einquartiert waren. Es fühlte sich an, wie in einem kleinen Dorf zu sein, wo man immer unter Beobachtung steht. Das so als Rahmenbedingung unseres Aufenthalts.

Aber Mr. Bondage hatte sein Spielköfferchen dabei. Das versprach gut zu werden. Ich hatte Sehnsucht nach was Intensivem. Als wir ankamen hatte ich meine Tage, allerdings so wenig, dass es mich nicht störte. Wir akklimatisierten uns, gingen duschen, schüttelten die Anreise ab. Ich war gut gelaunt, in Spiellaune. Dann grabbel ich immer an ihm herum. Er ist ziemlich ordentlich und braucht immer, bis er sich wo eingerichtet hat. Ich bin eher der Typ Koffer in die Ecke schmeißen und fertig. Ich liebe es ja sehr, wenn er sich einrichtet, ihm dabei am Hintern rumzugrabbeln, zufällig seinen Penis zu berühren. Ich versuche ihn abzuhalten von dem was er tut. Er wehrt sich dann immer scherzhaft. Und ich packe trotzdem einfach seinen Schwanz aus und fange an zu blasen. Irgendwann ergibt er sich dann immer seinem Schicksal. Und revanchiert sich später bei mir.

Und die Revanche war gut für mich. Er angelte sich sein Köfferchen. Mein ganzer Körper gleich so: Oh Yeah, gleich geht es los… Eckfahnenjubel… Der Eckfahnenjubel verstärkte sich noch, als er als erstes eine Augenbinde auspackte. Komplettes Kopfausschalten für mich. Er war in Spiellaune – jippiie… Ich sah nichts mehr, aber versuchte zu lauschen, was nun kommen würde. Raschelte mit den Sachen in seinem Spielköfferchen. Zog mir das Höschen aus. Vermutlich war ich schon allein von der Vorfreude aufs Spiel nass. Und Autsch, da spürte ich wie er eine Wäscheklammer an meine äußeren Schamlippen klemmte. Fiese Dinger. Es folgten Wäscheklammer zwei, drei und vier. Schmerz aushalten. Er ließ seine Finger über den Kitzler gleiten. An den Nippeln machen mir die Wäscheklammern weniger als an den Schamlippen. Einfach nur hingeklemmt geht ja noch, aber sobald bewegt werden… Ein Finger dringt in mich ein. Ich dürstete förmlich danach, dass er es mir besorgt. Dann raschelte es wieder in seinem Köfferchen. „Bitte hol irgendwas raus womit du mich ficken kannst“, dachte ich. Und dann konnte ich auch schon das beste Gerät aus seiner Tasche spüren. Der Stahldildo. Ich liebe ihn. Kein Toy hat mir bisher bessere Orgasmen besorgt. Er ließ das dicke Ende in mich hineingleiten. Er war kalt, aber mein Körper würde ihn schnell wärmen. Die Kombination aus Schmerz von den Wäscheklammern und der Erregung durch den Dildo war krass.

Dann raschelte es wieder. Er wandte sich meinen Brüsten zu. Hoffentlich nicht die krassen Nippelklemmen, so viel Schmerz würde ich nicht aushalten, dachte ich. Dann spürte ich, wie er etwas festdrehte. Aber das war vom Schmerz her gut aushaltbar. Juhu, dachte ich. Jedenfalls kannte ich diese Nippelklemme, die er anbrachte noch nicht. Aber sie war aushaltbar. Er hatte sie irgendwie auf meinen Nippel gedreht, erst die eine dann die andere Brust.

Dann nahm er wieder den Dildo in die Hand und fing langsam an mich damit zu ficken. Schmerz und Erregung. Das verzwickte an den Wäscheklammern ist, dass der Schmerz nicht nachlässt, sondern zunimmt. Mein Kopf schwankte zwischen „Oh, ja fick mich mit dem geilen Dildo bis ich explodiere“ und „uuhhaaa lange halte ich diese fiesen Arschkrampen-Wäscheklammern nicht mehr aus.“ „Hände hinter den Kopf“, ich liebe seinen Befehlston. Ich hörte ihm an, dass er es genoss mich zu bespielen. Aber auch mit dem Schmerz zu spielen. Zack, erste Klammer weg. Autschii, fieses Zeug, beim Wegmachen tut es nochmal extra weh. So ging das nach drei Mal. Die letzte tat am meisten weh. Das war echt schon an meiner Schmerzgrenze. Während der Schmerz noch nachwirkte besorgte er es mir schon mit dem Dildo. Und ich merkte, wie sich einen großer tiefer Orgasmus anbahnte. So intensiv, weil der Dildo gleichzeitig ganz tief in mir den G-Punkt trifft und außen den Kitzler. Das würde einer von den Orgasmen werden die laut schreiend ankommen – was nicht sehr typisch für mich ist. Er wechselte den Winkel, das Tempo, was wie eine Verzögerungstaktik war. Meine Nippel mussten stehen wie eine Eins, so gespannt war ein Körper. Er zögerte den Orgasmus damit raus. Die Nippelklemmen längst vergessen. Kurz bevor ich schreiend kam, fielen mir die schwäbischen Nachbarn ein. So kam ich heftig, zitternd, aber tonlos. Schade irgendwie, weil ich nicht ganz losgelassen habe. Aber ich wollte am nächsten Morgen noch ohne Rot zu werden am Tisch sitzen.

Entspannung auf voller Linie…

Negativ. Um es gleich mal vorweg zu nehmen. Das Ergebnis meines HIV-Tests ist negativ. Was auch zu erwarten war, so rein von der Wahrscheinlichkeit her. Dass ich solange nicht gebloggt habe, hatte also nichts mit dem Ergebnis des Tests zu tun. An dieser Stelle trotzdem ein vielen lieben Dank fürs Mitfühlen und Daumen drücken.

Ich habe die sechs Wochen warten bis ich mich testen lassen konnte eigentlich ganz gut weggesteckt. Außer an dem Tag des geplatzten Kondoms selbst habe ich nichts mehr darüber gelesen. Die rein mathematische Wahrscheinlichkeit war trotz Südafrika immer noch sehr gering. Also habe ich das in meinem Kopf weit hintergeschoben in die Schublade „Dinge, die ich gerade nicht ändern kann“. Ich hatte beschloss den Test abzuwarten. Auch die zwei Tage zwischen dem Test und dem Ergebnis gingen eigentlich ganz gut. Was vermutlich auch an dem ziemlich coolen Personal in der HIV-Beratungsstelle liegt. Die nehmen einem nochmal viel Angst. Auch wenn man mit jemandem schläft der HIV-positiv ist, sofern er seine Erkrankung kennt, sind die meisten heutzutage mit Medikamenten so gut eingestellt, das die Virenlast so niedrig ist, dass es quasi unmöglich ist, dass das Virus übertragen wird. Das führt jetzt nicht zu einem leichtsinnigen Umgang meinerseits mit dem Thema, aber ich bleibe meiner Linie treu. Der Test dahingehend war jetzt ja auch der Test über die letzten vier Jahre. Für die anderen STIs muss ich jetzt noch beim Frauenarzt testen lassen. Die Challenge für mich ist da vorher noch einen neuen Frauenarzt zu finden. Meiner ist ja leider in Ruhestand gegangen und mit seiner Nachfolgerin bin ich so gar nicht in Schuss gekommen.

Was die Zeit der „Unklarheit“ allerdings doch bewirkt hat, war dass ich mich in den sechs Wochen sexuell sehr zurück gehalten habe. Ich hatte wenig Lust das zu thematisieren. Deswegen habe ich eigentlich nur zwei Männer getroffen in der Zeit. Das Thema hatte mich also doch so im Hinterkopf ein klein wenig beschäftigt. Nichtsdestotrotz habe ich spannenden Dinge angestellt über die es sich lohnt zu schreiben.Mal sehen, ob ich Zeit dazu haben werde. Während ich diesen Text geschrieben habe, liege ich auf meinem Bett in einer Ferienunterkunft. Ich habe einen wunderbaren Blick auf ein Bergpanorama. Neben mir schnarcht Mr. Bondage seit etwas mehr als einer Stunde und hält ein nachorgasmisches Schläfchen. Wir haben die seltene Gelegenheit gefunden und sind für 5 Tage zusammen in den Urlaub gefahren. Ich wollte in diesen fünf Tagen mich bewegen, mir etwas Gutes tun. Also sind wir in die Berge gefahren. Nach zwei Tagen mit langen Wandertouren haben wir uns heute bisher nur zum Frühstück aus dem Bett bewegt. Ich will eigentlich unbedingt noch raus. Aber Mr. Bondage ist heute ein wenig lahmarschig 🙂 Vielleicht sollte ich mich nicht andauernd über ihn her machen …

Jetzt nehme ich schon eine ganze Weile keine hormonelle Verhütung mehr. Das hat meiner Libido wirklich gut getan, aber es nervt mich mittlerweile auch wieder. Der Preis den ich für mehr Lust bezahle ist, dass ich meine Tage nicht mehr so kalkulierbar habe. Am Donnerstag letzte Woche, also vor 8 Tagen habe so ganz leicht die ersten Blutungen gehabt. Dachte mir noch, coole dann könnten die Tage ja halbwegs durch sein bis wir am Dienstag in den Urlaub fahren. Von wegen.. nach immer so wenige Rumgetröpfle habe ich sie heute (!) richtig bekommen. Das ist doch mal superätzend. Jetzt habe ich die immer fast zwei Wochen. Ich glaube, das will ich auch nicht. Zwei Wochen… Ist das nervig… Ja, man kann auch trotzdem Sex haben… Aber nervt. Mal sehen, ob ich das doch noch mal wieder ändern werde.

Unsere Tage in den Bergen laufen immer ähnlich an. Sie beginnen morgens immer mit einem ausführlichen Blowjob. Das ist die Tageszeit zu der Mr. Bondage am meisten Lust hat, ich eher nicht so. Also verwöhne ich ihn. Die Revanche gibt es dann für mich Abends… Jetzt ist es nachmittag.. Hihi…