Nicht mal die Polizei kann den Orgasmus stoppen…

Mr. Bondage verseilte mich mit Hingabe in dem dunklen Raum des Stundenhotels in Berlin, in dem die Party stattfand. Endlich leerte sich die Matte. Bedauerlicherweise ohne Orgasmus für die Frau. Die drei zogen sich wieder ihre Klamotten an und verließen den Raum. Wir würden nun also Platz auf der Matte nehmen können. Mr. Bondage hatte mir zwischenzeitlich die Augen verbunden. Ich erinnere mich gar nicht mehr genau, wie er mich fesselte. Ich ließ mich weggleiten. Er bugsierte mich auf die Matte. Legte mich auf den Rücken. Er fesselte mir die Beine weit auseinander, an den Oberkörper. Ich erinnere mich an das Offen sein, weit gespreizt, nicht in der Lage daran was ändern zu können. Benutzbar. Es erregte mich sehr. In meinem Kopf eines meiner absoluten Lieblingsszenarien.

„Schade, dass ich noch was höre“, dachte ich mir noch. Denn die Tür ging oft auf und zu. Aber so konnte ich auch hören, dass er ein Spielzeug aus seinem Koffer holte: ich hoffe auf den Stahldildo. Ein Juhu ging mir durch den Kopf, als ich das schwere, kalte Spielzeug auf meinem Bauch spüren konnte. Er hatte es zum Vorwärmen dort abgelegt. Dann drehte er mich auf den Bauch. Das war gar nicht so einfach mit gefesselten Armen und Beinen. Ich lag auf seitlich auf meinem Gesicht. Die gefesselten Armen unter meinem Körper. Ich musste mich ein wenig hin und her bewegen um die Arme in eine halbwegs bequeme Position unter meinem Oberkörper zu bekommen. Mein Hintern ragte durch die zusammen gefesselten Beine in die Höhe. Wenn ich diese Erinnerung aufschreibe, bin ich sofort unglaublich erregt. Da klapperte er mit der Gleitgel-Tube. Gleich würde er mich ficken. Mit diesem geilen Dildo, der so tiefe Orgasmen macht. Keine Ahnung, ob uns jemand dabei zusah. Ich war ganz bei ihm.

Er drückte das dicke Ende des Dildos in meine Öffnung. Ich seufzte. Wie ich ihn dafür liebte, mir diese Fantasie immer mal wieder zu erfüllen. Sonst hatte er den Dildo immer benutzt, wenn ich auf dem Rücken lag. Er tastete sich vor, wie er ihn am besten bewegen, wie er meinem Körper die größte Reaktion entlocken konnte. Erst traf er mit den tiefen Stößen meinen G-Punkt. Irgendwann spürte ich, wie er sich auch an meinen Hintereingang herantastete. Spielte an der Rosette. Hatte kurz Angst, dass es wehtun könnte, aber es war genug Gleitgel im Spiel. Er drang ein, vermutlich mit dem Finger. Aber es hätte auch ein kleiner Plug sein können. Diese doppelten Reize trieben mich auf einen Wahnsinns-Orgasmus zu. Mittendrin konnte ich einem Gespräch auf dem Gang entnehmen, dass wohl die Polizei im Haus war, weil der DJ die Musik zu laut gemacht hatte. Kurz hatte ich das Szenario einer Polizeikontrolle im Kopf, aber verdrängte den Gedanken gleich wieder.

Ich hörte auf zu denken. Er drehte den Dildo Richtung Bauch, womit er dann mit dem Ende das aus dem Körper herausragte den Kitzler noch mitmassierte. Ein langer, lauter, heftiger Orgasmus brach aus mir heraus. Er legte mich auf die Seite und schaute, dass ich okay liegen konnte trotz der Fesselungen um runterzukommen. Um ihn nachwirken zu lassen. Er war mir nahe. Der heftige Orgasmus in der Fesselung hatte mich ausgelaugt. Wäre es nicht im Club gewesen, wäre ich wohl weggepennt. Nach einer Weile kuscheln befreite er mich aus den Seilen. Wir packten die unsere Sachen und zogen uns wieder an. Dann ließen wir den Abend an der Bar ausklingen. 

Von so einem Orgasmus kann ich eine Weile zehren. Er versetze mich in eine gute Grundstimmung. Am nächsten Tag kamen wir noch dem Angebot des hübchen Pärchens vom ersten Abend nach. Sie hatten uns erzählt, dass es untertags in einer schönen Location die Möglichkeit Fesseln zu üben geben. Völliges Berlin-Klischee für mich. Sehr cool. Prenzlauer Berg in einem Hinterhof. Eine wunderbares Atelier mit vielen Hängepunkten. Es waren sechs Paare zum Üben da. In allen Konstellationen. Bondage ist dann mehr Kunst als Sex. Die Menschen sind angezogen. Geben sich einander hin. Aber haben keine Sex. Sie sind sich nahe und erschaffen ein Hängekunstwerk. Mr. Bondage hängte mich auch nochmal auf. Es war nochmal schön. Es brachte meinen Körper aber auch an den Rande dessen was er so kurz nacheinander an Fesselung aushalten kann. Er ließ mich an weniger Punkten hängen als bisher. Unser Fesseln erreichte ein neues Level. Es rundete das Wochenende wunderbar ab. Ich würde noch ein paar Tage meine Ropemarks als Andenken haben. Blaue Flecken auf den Oberschenkeln, Muskelkater. Aber alles im Rahmen.

Ein paar Tage nach dem Wochenende verlieh ihm der Meister den nächsten Meistergrad. So ähnlich wie bei den Kampfsportarten. Es hatte ihm also wirklich gefallen. Das freute mich sehr und gib mir viel Selbstvertrauen einfach zu sein, wie ich bin.

Fallen lassen zwischen den schönen Menschen…

Am nächsten Tag hatten wir Zeit gemeinsam die Stadt anzusehen. Mr. Bondage zeigte mir die Stadt, die er ganz gut kennt. Ich hatte Muskelkater vom Fesseln und ein paar Ropemarks behalten. Aber alles nicht wirklich wild. Aber ich merkte den Abend vorher trotzdem.

Wir verbrachten einen wunderbaren gemeinsamen Tag. Am Abend wollte er auf eine Party. All die einschlägigen Locations, in die er sonst schon mal geht, haben zugemacht oder es findet grade nichts statt. Also suchte er eine private Party aus, in deren Ausschreibung schon was von schönen, stilvollen Menschen erwähnt wurde. In dem Fall weiß ich eigentlich schon immer, dass ich dann keinen Spaß haben werde, weil es mich anstrengt gefühlt nicht dazuzugehören. Alter Komplex. Aber es gab nicht wirklich eine Alternative, zumindest ausgehtechnisch. Ich ließ mich breitschlagen, denn wenn wir schon mal in dieser Stadt sind, dann ist im Hotel sitzen auch gefühlt keine Alternative. Also schmiss ich mich in ein Outfit, das ich in der Kombination noch nie angehabt hatte. Ich hatte immerhin halbwegs ordentlich gepackt und mir ausreichend Klamotten für ein Abendevent eingepackt. Das machte mich flexibel in der Gestaltung meines Outfits. Ich zog unten herum meine Strapse an. Ohne Strümpfe war keine Alternative. Dann meine schwarze Korsage, ein passendes Höschen und drüber meinen durchsichtigen Kimono. Das passte erstaunlich gut zusammen und ich fand, dass es echt ganz cool aussah. Das Outfit gab mir ein gutes Gefühl. Damit war ich trotz der Partyausschreibung erst mal in guter Stimmung.

Die Party fand in einem Stundenhotel statt, das die Veranstalter für die Party gemietet hatten. Wir kamen an der Location an und da standen im Eingang erst mal zwei Männer Typ Chippendales – untenrum Jeans locker auf den Hüften, oben Waschbrett. Uff. Da war ich gleich deutlich weniger optimistisch, dass wir Spaß haben würden auf dieser Party. Wenn da nur so Granaten rumspringen… Oh Mann. Das sah nach wenig echtem Vögeln und viel Performance aus.

Und in der Tat wurde es drinnen nicht besser. Fast ausschließlich schöne Menschen. Immerhin passten wird vom Outfit her gut in die Veranstaltung. Mr. Bondage war mit Anzug und Hut unterwegs. Wir gingen als erste Mal an die Bar und sahen uns das Treiben an. Ich saß auf meinem Stuhl, hatte einen Drink und mir rannen erst mal die Tränen runter. Es nervt mich wenn ich mich fehl am Platz. fühle. Ich wollte nicht heulen. Aber es ging nicht. Ich geriet in einen negativen Gefühlsstrudel und der äußerte sich erst mal in Tränen. Ich hatte eigentlich schon an der Bar die Schnauze voll von der Party, obwohl ich vom Rest noch gar nichts gesehen hatte. Außer ne Mischung aus Chippendales und Stripperinnen. Nach ein paar Minuten ging es wieder, ich wischte mir die Tränen aus dem Gesicht und ich beschloss dem ganzen eine Chance zu geben. Eigentlich würden wir zwei uns ja auch genügen. Von dem Her konnten mir die Anderen ja eigentlich egal sein. Zwischen all den Schönen waren so ein paar wenige Exoten, wir waren zwei davon. Wir stromerten mal durch die Räume. So richtig viel ging nicht ab. Also weniger, als wenn man normalerweise in den Club geht. Die meisten Partygänger werden vermutlich normalerweise halbwegs monogam unterwegs sein. Darüber hinaus waren nur zwei/drei BDSMer auf der Party. Es wurde getanzt, gegessen, getrunken, geil ausgesehen und ein klein wenig gevögelt. Die Partypeople kannten auch die klassischen Swingerregeln nicht wirklich und rissen immer alle Türe auf und laberten rum, während sie neben einer Matte standen. Wirklich schräges Publikum. Aber egal. Irgendwann wollte Mr. Bondage sein Spielköfferchen, das er mitgenommen hatte auch benutzen.

Wir gingen in den ersten Stock. Da gab es drei Zimmer. In allen waren bereits Menschen in irgendeiner Form zugange. Wir entschieden uns für ein Zimmer, in dem eine kurvigere Frau mit zwei Männern auf dem Bett am rummachen war. Wir fragten, ob es okay wäre, wenn wir einfach leise im Zimmer warten und ein nebenbei schon mal ein wenig fesseln dürften. Das war für die Beteiligten Okay. Der Raum war groß genug, dass wir nicht so direkt neben der Matte stehen bleiben mussten, sondern uns in den Hintergrund zurückziehen können. In der ganzen Location gab es keinen Hängepunkt, so dass wir nicht die klassische Fesselung machen konnten, die wir bei den Clubbesuchen vorher immer praktiziert hatten. Es begann mit dem selben Ritual wie immer. Mr. Bondage wechselte vom Anzug auf sein Fesseloutfit. Ich zog im die Hose und das Hemd aus und half ihm in die Fesselklamotten. Das ist immer ein guter Einstieg um mich auf das Fesseln einzulassen. Ich war gespannt, was er vorhatte.

Während wir uns zum Fesseln vorbereiteten, versuchte die Frau auf der Matte zu kommen. Man konnte ihrem Stöhnen entnehmen, dass sie immer mal wieder steigende Erregung hatte, sie aber nicht kommen konnte. Mal kam jemand rein und kommentierte das Geschehen, Zack Erregung wieder weg. Dann ließ jemand die Tür offen und das Gequatsche vom Gang dran in den Raum.  Sie bekam hörbar ihren Kopf nicht aus. Und wurde immer genervter. Das kam mir sehr bekannt vor. Sie versuchte, gefühlt schon sehr verkrampft, unbedingt noch zu ihrem Orgasmus zu kommen. Der Raum war in dunkles rotes Licht getaucht. Ich wollte nicht glotzen und habe eigentlich nie gesehen, was die auf der Matte eigentlich trieben. Aber das Zuhören konnte ich nicht abstellen.

Er legte seine Seile auf den Boden. Es ging los. Das dunkle Licht in dem Raum machte es mir einfach, mich nur aufs Fesseln zu konzentrieren. Als ich das erste Seil auf meiner Haut spürte, durchflutete mich eine wohlige Gänsehaut. Es lässt das Seil um meinen Hals gleiten. Der Einstieg –  ein Spiel mit dem Kopf. Seil am Hals, Gefahr vermitteln. Es verleiht ihm Macht, Vertrauen ist notwendig. Er fesselt mir die Hände vor den Körper. Ein gewohnter Einstieg. Nähe, Körperkontakt, Seile, er führt. Zwischendurch wurde ich aus der Stimmung gerissen, wenn sich auf der Matte das Geschehen wieder einem Höhepunkt näherte. Menschen kamen in den Raum und kommentierten das was sie sahen. Ich war gespannt, wohin er mich führte. Eine kunstvolle Fesselung? Benutzbar für andere? Für seine Befriedigung? Schmerz? Alles denkbar..