Am Ende doch gefesselt..

Ich wollte meinen Rock deswegen nicht ausziehen, da ich mein Strapsband als noch nicht optimal empfand. Ich hatte ja eines aus dem Sexshop an. Das konnte man da zwar in meiner Größe kaufen, aber es passte sich nicht den Bedürfnissen eines Nicht-Model-Hinterns an. Das meint: dass so ein Teil auch breiter werden muss, um nicht unschön einzuschneiden. Ich hatte ja überhaupt zum ersten Mal Strapse an. Is ja nicht so, dass ich damit ständig herumlaufe. Ich hatte zum ersten Mal seit langem einen Rock an und habe auch mein Korsett zum ersten Mal ausgeführt.

Ich hatte ja an dem Abend schon ein paar Mal die Flucht ergriffen und war versucht es wieder zu tun. Ich versuchte mit ihm zu diskutieren. Ihm zu erklären, warum ich das jetzt nicht wollte. Ein bekanntes Pärchen, das nicht weit weg stand von uns, bekam unsere Diskussion mit. Vermutlich war das auch mit ein Grund, warum er dann auch in einer Situation war, in der er nicht mehr zurück konnte. Er hatte schon versucht meinen Rock zu öffnen, ich hatte ihn davon abgehalten. Es war für alle sichtbar, was sich abspielte. Ich hatte also nur die Auswahl zwischen ihm komplett in den Rücken zu fallen oder etwas tun, was mir widerstrebte. Das ist eine super Auswahl. Ich wollte mich ja auch würdig erweisen, in gewisser Weise, dass er mir das Vertrauen geschenkt und mich auf die Veranstaltung mitgenommen hat. Aber das war mir unfassbar unangenehm.

Ich rang mit mir ein paar Minuten, dann zog ich meinen Rock aus. Es wird mich nicht umbringen, wenn das Bondage nicht so toll aussieht, wie ich mir das vorstelle, dachte ich mir. Aber es hätte unserer Beziehung wohl einen sehr tiefen Riss verpasst, wenn ich weggelaufen wäre. Vor dem Bondage selbst hatte ich keine Angst. Er hatte mich bis dahin schon zwei Mal aufgehängt. Ich wusste, dass er das hinbekommen würde und es mir am Ende Spaß bringen wird. Nichtsdestotrotz würden wir großen Redebedarf haben am nächsten Tag.

Wenn er mich sonst fesselt, dann zieht er sich immer ein bestimmtes Fesseloutfit an. Ich hoffte, dass er das an diesem Abend, weil er ja eine Art Kostüm trug, nicht tun würde. Aber zu meinem Leidwesen wollte er sich umziehen. Ich mag ihn so wie er ist, keine Frage. Egal was er trägt. Aber mit der öffentlichen Umzieherei nimmt er der ganzen Szene die Ästhetik, die Sexyness, die Inszenierung. Was anderes ist das auf so einer Veranstaltung ja auch nicht. Es machte mir nichts mehr aus mich vor ihn zu knien und ihm die Schuhe auszuziehen, das hatte ich nun auch schon mal öffentlich gemacht. Aber eigentlich wollte ich um seiner Willen nicht, dass er sich komplett umzieht. Aber es war der falsche Moment mich darüber zu äußern. Ich weiß, dass er unter seinem Anzug eher bequeme als schicke Unterhosen trägt und das ist mir zu Hause auch sehr wurscht. Dass er sich das Unterhemd unter dem Anzug in die Unterhose steckt. Is ja auch praktisch. Aber nicht sexy. Und da werde ich nicht die einzige Frau sein, die so denkt. Dass er die Haare auf seinem Rücken nicht weg machen will, weil der Aufwand groß ist, auch okay, die sind für mich nicht entscheidend und es ist auch nicht mein Ansinnen, ihn zu ändern. Aber auch das empfinden eben die meisten Menschen als nicht schön.

Es gibt nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist es ihm wuscht, was alle anderen denken. Dann kann er das so machen. Ist es ihm aber offensichtlich nicht, sonst könnte er auch damit leben, dass alle denken er hätte seine Sub nicht im Griff. Oder aber er muss sich bewusst sein, was die Umzieherei für eine Außenwirkung hat. Und ich bin mir sicher, da denken die meisten anderen Frauen ähnlich. Aber gut, aus der Nummer kam ich eh nicht mehr raus, also machte ich mit, zog ihm die Schuhe und die Hose aus, reichte ihm seine Karatehose und seine Anti-Rutsch-Socken.

Dann tat er was, was mir zeigte, dass er mich nun schon ein wenig besser kannte. Er verband mir die Augen, was mir das Leben deutlich leichter machte. Mit verbundenen Augen und dem Ausblenden aller Anderen konnte ich das Fesseln dann genießen. Eines sein mit ihm. Seine Leidenschaft mit ihm teilen. Das war ein sehr sinnlicher Moment, wie er mir die Seile um den Körper band. Beim Fesseln achtet er immer auf mich, passt auf, dass nichts zu arg klemmt und zwickt. So wie ich das in anderen Situation auch erwarten würde. Und er machte aus mir ein sich tollanfühlendes Hängebondage.

Die Diskussion über meinen Rock vorher war auch nicht spurlos an ihm vorübergegangen, denn als ich da hing, meinte er zu den umstehenden Bekannten so was wie: „Na sieht das jetzt scheiße aus?“ Die sagten, natürlich alle nein. Ich kann es nicht beurteilen, ich hab mich leider noch nie dabei gesehen. Es gibt kein Foto von mir. Ob das jetzt mit Rock besser ausgesehen hätte oder nicht, ich hätte mich einfach wohler gefühlt. Die Bekannte kam zu mir und streichelte mich ein wenig als ich da hing. Das war ein schöner Moment. Nachdem ich eine Weile hing, sagte ich ihm, dass er mich jetzt losbinden müsse, weil es unangenehm wurde. Das tat er dann auch zügig. Als ich wieder los gebunden war, dachte ich, dass wir jetzt alle Klippen dieses Abends umschifft hatten, aber dem war nicht so… Alles in allem war ich aber durchaus stolz, dass er aus mir so ein tolles Bondage gemacht hatte. Ich war stolz auf ihn und das was er kann. Wenn er es doch nur noch ein bißchen besser in Szene setzen würde.

Bevor die ersten anfangen auf Mr. Bondage zu schimpfen, bitte ich euch noch den letzten Eintrag dazu abzuwarten.

Das erste Mal öffentlich gefesselt..

Mr. Bondage hatte im Zuge seines Fesselhobbies schon so einige Workshops und Fesselabende besucht. Das war der Grund, warum er – wie ich finde – das auch außerordentlich gut beherrscht. Dass alles, was er dabei tut, Hand und Fuß hat. Er fragte mich eines Tages, ob ich nicht mit ihm auf so einen Fesselabend gehen möchte. Dort sind verschiedene Menschen, ein wenig mehr als 10 anwesend und fesseln. Nutzen das als Übungsgelegenheit. Alle werden angezogen sein.

Angezogen, dachte ich mir, ist das kein Problem. Also sagte ich zu. Ich war neugierig zu sehen, was die anderen so treiben. Wie Mr. Bondage sich da einfügt. Er sagte mir, dass ich bequeme Klamotten mitnehmen sollte. Am besten eine Leggings und ein langärmliges Oberteil. Ich würde keinen BH drunter tragen, da der beim Fesseln nur irgendwann stört.

Das war alles kein Problem. Ich hoffe, dass ich nicht so sehr fremdeln würde mit den anderen. Darüber hinaus hatte ich eigentlich noch nie öffentlich gespielt. Außer mit JD im Pornokino, aber das empfand ich als etwas anderes. Keine Frauen, alles dunkel. Eigentlich keine Kommunikation mit anderen Menschen.

Wir kamen dort ein wenig zu spät an der Location an. Eigentlich ein Fotostudio, das gelegentlich auch für Fesselaktionen genutzt wurde. Hohe Decken, alles ganz hell. In der Mitte ein großer Teppich. Das Männer/Frauen-Verhältnis der Anwesenden war halbwegs ausgeglichen. Es begrüßten mich eigentlich alle ganz nett, ein wenig Smalltalk. Trotzdem hatte ich das Bedürfnis mich erst mal in eine Ecke zu verziehen und mir alles anzusehen.

Ich merkte, dass Mr. Bondage einen Teil der Anwesenden schon kannte. Es war auch eine Frau da mit der er schon gespielt hatte. Das habe ich vorher gewußt und das war kein Problem für mich. Was mich viel mehr beschäftigte war die Tatsache, dass die anderen Mr. Bondage ja kannten und wußten, dass er immer den dominanten Teil einer Spielbeziehung übernahm und sich somit ausrechnen konnten, dass ich der devote Part sein musste. Ich wollte aber so gar nicht in meiner sexuell devoten Rolle wahrgenommen werden. Das war bisher immer etwas sehr privates für mich. Vermutlich machte sich keiner der anderen darüber auch nur irgendwie Gedanken. Aber mich beschäftigte das.

Ich schaute mir aus meiner Ecke das Treiben ein wenig an. Die anderen bewegten sich alle viel natürlicher in ihren Rollen. Aber das waren ja auch keine Frischlinge so wie ich. Und sie hatten vermutlich auch schon das ein oder andere Mal an so einer Fesselgeschichte teilgenommen. Irgendwann schnappte ich mir meine Klamotten und ging mich auf der Toilette umziehen. Schwarze Leggings, rotes Oberteil, kein BH drunter.

Dann kam ich zurück in den Hauptraum. Mr. Bondage hatte derweil sein Equipment ausgepackt. Er trug im Gegensatz zu mir noch die Klamotten in denen er gekommen war. Er kam zu mir und sagte: „Zieh mich aus.“ So wie bei unserem Ritual zu Hause. Damit hatte ich so gar nicht gerechnet. Ich dachte, dass es ums Fesseln ging. Um mehr nicht. Ich war erstmal komplett überfordert. Zu Hause bei ihm mache ich das gerne. Aber hier, vor anderen Menschen. Das konnte ich mir so gar nicht vorstellen. Mich jetzt da hinknien und ihm die Schuhe ausziehen. Dieser Gedanke war mir sehr unangenehm. Ich vermute das Mr. Bondage die Verzweiflung in meinem Gesicht ablesen konnte. Ich überlegte hin und her. War gar nicht so weit entfernt davon meine Sachen zu packen und einfach wegzurennen.

Aber die Tatsache, dass er mir so wichtig war, hielt mich davon ab. Ich war auch irgendwie enttäuscht, wie er mich denn in so eine Lage bringen konnte. Mr. Bondage merkte wohl was in mir vorging. Er stellte sich vor mich hin, hielt meine Hände und sagte einen sehr entscheidenden Satz. „Bist du denn nicht stolz auf uns?“
Bist du denn nicht stolz auf uns? Ich habe das nicht als emotionale Erpressung verstanden und bin auch überzeugt, dass es nicht so gemeint war. Sondern er hat mir einen anderen Blick auf unser Spiel gegeben. Das ich mich nicht zu schämen brauche dafür. Das arbeitete in meinem Hirn. Doch ich war stolz auf uns. Genieße es mit ihm zu spielen. Es ging nur um uns. Die anderen waren völlig egal, beziehungsweise würden das vermutlich nicht als seltsam empfinde . Warum machte ich mir nur soviele Gedanken um die anderen. Ja, er hatte Recht.

Ja ich wollte mit ihm fesseln. Mit ihm spielen. An diesem Abend. Also blendete ich alle anderen aus. Sah nur noch ihn und kniete mich vor ihn hin. Ich band ihm seine Schürsenkel auf, sowie zu Hause. Dann zog ich ihm seine Schuhe aus. Als nächstes kam die Hose. Ich öffnete den Gürtel und die Knöpfe seiner Hose und zog sie ihm aus. Ich musste ein wenig über seine Unterhose schmunzeln, die ich natürlich kannte, die für zu Hause auch völlig okay ist, aber ich vermutlich nicht in der Öffentlichkeit angezogen hätte. Aber so ist er nun mal. Ich mag ihn einfach. Egal mit was für einem Höschen.

Als ich es tat empfand ich als gar nicht mehr so schlimm. Die anderen lebten ihre Spiele viel natürlicher aus. Mr. Bondage zog sich sein „Rigger“-Outfit an. Eine weiße Karatehose, bequeme Socken und ein T-Shirt. Er steckte sich das Sicherheitsmesser an den Hosenbund und breitete seine Seile aus.
Ich war sehr gespannt, was er mit mir vorhatte an diesem Abend.