Wenn im Club die Empfindungen mit einem durchgehen – der Frischling Teil 2

Er war neugierig, aber blieb nie sonderlich lange an einer Szene stehen. Schlenderte wie rastlos durch die Zimmer. Immer mal kurz zusehen, dann wieder weiter. Es war nicht zu erkennen, wie er fand, was er sah. Keine Ahnung, ob er das Geschehen nicht an sich ranlassen wollte. Mögliche Erklärungen wären, dass ihm entweder nichts, was er sah richtig zusagte. Oder, dass er nichts verpassen wollte und immer auf der Suche nach noch einer besseren Szene war. Oder dass er ihm, wie auch mir am Anfang, unangenehm war einfach zuzugucken. Ich kam mir zu Beginn auch erstmal wie ein komischer Spanner vor, beim ungeniert Menschen anglotzen, die gerade Sex miteinander haben. Man bekommt das ja sonst eher nicht zusehen. Und ich ließ mir anfangs noch mehr wie jetzt, nicht so gerne beim zusehen zusehen. Wollte nicht, dass jemand sehen kann, ob mich etwas anturnt oder nicht. Ob einer meiner Erklärungsversuche auf sein Empfinden zutrifft, weiß ich nicht. Er fand es jedenfalls interessant, sagte er. Wobei das ja viel heißen kann. Zwischendurch gingen wir was Essen. Mr. Workaholic fühlte sich grundsätzlich wohl in dem Club, Essen und Sauna war gut.

Danach zogen wir immer wieder durch die Zimmer. Manchmal zog er alleine los. Er sagte, dass immer so viel los ist, wenn wir gemeinsam irgendwo reingingen. Da so wenig Soloherren da waren, die man als Traube hinter sich herziehen hätte können, war mir das bei den Pärchen gar nicht so sehr aufgefallen. Ich habe angenommen, dass die eben auch alle einfach auf der Suche waren nach einer Szene, einem Moment der ihnen zusagte. Er konnte aber schon auch Recht haben damit, dass die uns auch durchaus interessant fanden und abwarteten, wo wir hingehen. Es gab schon auch die ein oder andere Frau, die offensichtlich auf ihn abfuhr.

Irgendwann stach mir ein BDSM-Pärchen ins Auge. Jung und schön. Er als Dom optisch genau mein Typ und auch wie sie spielten, traf genau meine Fantasien. Beide tätowiert und sehr harmonisch zusammen. Sie hatte auch viele Piercings, einen kurze Undercut, aber wirklich sexy. Sie hatte verbundene Augen. Das erinnerte mich an meine ersten Besuche im Pornokino mit meinem Dom. Ich wußte genau, was das mit ihr machte, wie es sich anfühlt, nicht zu wissen, was passiert, wer einen anfasst. Manchmal ließ ihr Dom sie auf eine der großen Matratzen liegen. Auf den Rücken mit weit gespreizten Beinen. Dann ging er weg von ihr, ans andere Ende des Zimmers. Er passte auf sie auf, aber ließ anderen die Möglichkeit sie anzufassen. Das Erstaunliche war, dass niemand sich traute. Normalerweise wird man immer angefasst. Aber sie lag da, freier Blick und Zugang zu ihrer Muschi mit gespreizten Beinen mitten auf der Matte und niemand traute sich hin.

Das zeigte auch wieder, dass die „normalen“ Swinger mit den BDSMern wenig anfangen können. Das sind zwei verschiedene Welten. Ich springe manchmal zwischen den Welten. Damit bin ich aber eher ein Exot. Die meisten sind entweder das eine oder das andere, nicht selten mit eher wenig Verständis für die anderen.

Ihr Dom merkte, dass ich begeistert dem Spiel der beiden zusah. Er bot mir seine Sub auch immer wieder an. Allerdings halten sich meine Erfahrungen mit Frauen auch in überschaubaren Grenzen und ich fasse Menschen nicht so gerne unqualifiziert an. Deswegen war das weit außerhalb meiner Komfortzone, so dass ich sein Angebot mehrfach ablehnte. Mr. Workaholic sah meine Begeisterung für die Beiden, sagte aber auch, dass er damit so gar nichts anfangen konnte. Fand es – glaube ich – eher befremdlich die beiden spielen zu sehen. Nachdem ich den beiden ganz lange Zeit zugesehen hatte und auch oft mit ihnen durch die Räume gewechselt hatte, sah ich ihnen in einem kleineren Raum zu. Außer mir war niemand da. Er stand hinter ihr in einer Ecke und umarmte sie mit dem einen Arm und fingerte sie mit der anderen Hand. Sie genoß es sichtlich. Mr Workaholic war irgendwo anders unterwegs, weil er ja mit den beiden nicht viel anfangen konnte. Ich rang lange mit mir. War ja mit ihm gekommen, wollte ihn begleiten. Auch nichts ohne ihn tun. Überlegte, ob er es gut oder blöd finden würden, wenn ich mit den beiden mitspiele. Nach langem Ringen mit mir selbst, hüpfte ich raus aus meiner Komfortzone und kniete mich vor sie hin. Sie trug kein Höschen. Ich hatte ihre blankrasierte und gepiercte Muschi vor mir. Ich fing an ihre Oberschenkel zu streicheln. Überlegte immer, was ich mich trauen würde. Wie zum Henker fasst man eine gepiercte Muschi an. Ich streichelte vorwiegend in einer „neutralen“ Zone an den Oberschenkeln herum. Manchmal ließ ich meine Finger sanft über ihren Kitzler gleiten. Sie stöhnte. Es gefiel ihr. Aber ich wusste trotzdem nicht, wie weit ich gehen durfte. Ich sah Mr. Workaholic in den Raum kommen. Er sah, dass ich vor ihr kniete und sie streichelte. Ich war gespannt, ob er darauf reagieren würde. Er sah sich das ein Weilchen an und lief dann wieder aus dem Raum. Keine Ahnung, wie ich das nun deuten sollte. Ich streichelte weiter.

Irgendwann konnte Sie nicht mehr stehen und ihr Dom ließ sie auf die Matte liegen. Dort ergab sich die Möglichkeit, dass sie mich streicheln konnte, während ihr Dom sie leckte. Mr. Workaholic kam wieder und sah uns drei ein paar Minuten zu. Dann kam er zu mir und sagte, dass er gerne sofort gehen würde. Ich war überrascht. Es klang dringend. Ich stand sofort auf, entschuldigte mich bei den beiden und ging mit ihm. Was auch immer war, ich war ja in den Club gegangen um ihm alles zu zeigen, nicht um selbst Spaß zu haben. Er sah auch gar nicht gut aus, war ein wenig blass um die Nase. Wir packten relativ schnell unsere Sachen. Er hatte mir noch angeboten, dass er alleine geht und mich in ein paar Stunden wieder im Club abholten. Aber das wollte ich natürlich nicht. Als wir dann im Auto saßen, sprachen wir nochmal über das Erlebte. Ihm war schlecht geworden. Wie, wenn man mit vollem Magen ins Karussell steigt. Er hatte bisher immer monogam gelebt. Sex nur in einer Beziehung. Als er mir und dem Pärchen zugesehen hatte, konnte er seine Gefühle nicht mehr einordnen. Er empfand Erregung und Ekel zur selben Zeit. Zwiespältige Gefühle.  Ein Overload an Sex, an anderen Beziehungsformen, an Dingen die bisher weit weg waren. Irgendwann war es einfach zu viel geworden.

Das Reden im Auto auf dem Heimweg, brachte ein wenig Verarbeitung des Gesehenen mit sich. Manche Dinge muss man einfach sacken lassen. Für mich war das alles in Ordnung. Ich fand es gut, dass er einfach gesagt hatte, dass es ihm nun zuviel wird. Es war mutig Schwäche einzugestehen. Er ging an diesem Abend noch Laufen, lief ich den Kopf frei und schrieb dann noch mit einem grinsenden Emoji, dass er nun einen freien Kopf aber dicke Eier habe. Alles nur halb so wild. Es war für ihn allemal eine interessante Erfahrung. Als wir auf dem Heimweg über den Tag sprachen, reden wir auch über unser Verhältnis und er ließ anklingen, dass er mich als Freundin (Kumpel) sieht. Ich nannte das gefriendzoned. Er hätte nie Sex mit Freunden, sagte er. Ich konnte das nicht verstehen 🙂 Für mich kompliziert es Freundschaften nicht. Wir kommen aus zwei sehr entfernten Galaxien. Mal sehen, was das noch mit sich bringt.

 

Mit dem Frischling in den Club…

So ein erster Clubbesuch hinterlässt Eindruck. In welcher Form ist immer wieder spannend, wenn man Frischlinge begleitet. Dieses Mal war ich mit Mr. Workaholic. Denn habe ich auf einem BDSM-Speeddating-Abend in einer Kneipe kennengelernt. Mr. Bondage hatte mich dorthin mitgenommen und ich habe mich breitschlagen lassen, obwohl ich versuche mich sehr selten in der Szene rumzutreiben. Ich kann das übereinander Reden nicht ausstehen und will mich da in nix reinziehen lassen. Jedenfalls lernte man an diesem Abend durch das Format ziemlich viele Menschen kennen. Nachhaltig im Gedächtnis war mir nur Mr. Workaholic geblieben. Ein schöner Mann, Mitte 40 mit dem ich mich wirklich gut unterhalten hatte. Die Kommunikation lag sofort auf einer Wellenlänge. Allerdings hatte man immer nur ein paar Minuten Zeit bevor die Gesprächspartner wieder durcheinander gewürfelt wurden. Ich schrieb ihm schnell die Adresse meines Blogs auf seinen Zettel und war gespannt, ob er sich melden würde. Ich war mir nicht sicher, nachdem die Veranstaltung ausgerechnet mit der mir am wenigsten sympathischen Frau verließ, die noch dazu ein ganz anderer Frauentyp war als ich. Was mir den ganzen Abend nicht klar war, ist auf welcher Neigungsseite sich Mr. Workaholic sich so befindet. Bei den meisten Menschen hat man ja halbwegs ein Gefühl dafür, ob sie dominant oder devot sind. Er war gar nicht zu lesen. Ein erfolgreicher Mann, was er auch ausstrahlte, deswegen mutmaßlich dominant, wirkte aber in dem ganzen BDSM-Kontext so ganz unsicher, dass es mir einfach nicht klar wurde. Ich hatte ihn aber auch nicht gefragt.

Nachdem er mit der Frau an dem Abend verschwunden war, rechnete ich eigentlich nicht damit nochmal was von ihm zu hören. Aber ganz unerwarteterweise poppte schon am nächsten Tag eine Mail in meinem Postfach auf. Ich freute mich sehr und war sehr erstaunt. Er hatte die Seite gefunden. Und sich auch davon nicht abhalten lassen zu schreiben. Eine Weile später verabredeten wir uns auf einen Weihnachtsmarktbesuch. Der Abend war wirklich toll. Wir haben in vielen Dingen die selbe Meinung, sind beide überzeugte Europäer, hatten ein tolles Gespräch. Ich habe es wirklich genossen, ich glaube er auch. Vermutlich bin ich ein wenig anders als die Frauen, die er typischerweise sonst so kennenlernt. Ich hoffe, dass wir das bald wiederholen würden. Aber wie sein Name schon sagt, dass ist mit ihm nicht ganz so einfach, weil er viel arbeitet. Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch. Er war über den Jahreswechsel beim Skifahren, so dass wir uns erst vor kurzem wieder gesehen haben.

Er hatte die Frau auf dem Speeddating nur zur Ubahn gebracht, erzählte er mir. Und ich glaube, dass er gar nicht viel von meinem Blog gelesen hat. Da ist er irgendwie nicht der Typ für. Wir trafen auf einen Kaffee in einem Cafe und quatschten. Er ist eigentlich ein sehr monogamer Mensch. (Da sind wir zwei ja eine Wahnsinnskombination). Mal einen Singlemann kennengelernt und dann ist der das glatte Gegenteil von mir. Ich nehme ihm auch ohne zu zweifeln ab, dass er seiner Exfrau nie fremdgegangen ist. Allerdings ist er zu Zeit auf der Suche. Ich glaube er weiß nur selbst nicht nach was. Ich glaube gar nicht so sehr nach einer konkreten Beziehung, sondern nach sexueller Erfüllung. Allerdings hat er bereits nach dem BDSM-Speedddating schon ausgeschlossen, dass diese Spielart was für ihn sein könnte (finde ich erstaunlich, dass man das nach einem Abend, wo Menschen nur drübergeredet haben schon kann). Aber da war er sehr klar. Das erklärt auch irgendwie, warum ich ihn dominant/devotmäßig gar nicht einschätzen konnte. Es ist einfach nicht sein Thema. Er war aber immer noch neugierig auf Dinge die man sonst noch ausprobieren kann. Ich hatte ihm schon vorher von den Swingerclubs in der Stadt erzählt und ihm angeboten, dass wir ja mal zusammen hingehen können.

Den Sonntag nach unserem Kaffee-Date hatte er noch nichts vor, also planten wir einen Clubbesuch. In einem größeren bei uns in der Gegend ist am Sonntag immer „Wellness“-Tag, heißt man kann auch in die Sauna gehen und sich massieren lassen. Der Club hat da ab dem Vormittag auf. Wir verabredeten uns für Mittags. Er mag Saunen und meinte, dass er das einfach wie einen Saunaaufenthalt nimmt, bei dem halt Drumherum noch andere Dinge passieren. Beim Packen meiner Tasche vorher fiel mir dann auf, dass ich gar nicht wusste, wie denn dort untertags der Dresscode sein würde. Ich war nur mal im Sommer am Sonntag gewesen. Da gibt es einen großen Garten und alle liefen wie im Freibad rum. Ich packte also einmal ein Strandtuch und FlipFlops ein und aber auch mein normales Cluboutfit. Dann konnte ich mich anpassen.

Er sammelte mich ein und eröffnete mir dann, dass er Schuhe und alles vergessen hat. Aber er würde sich dann halt dort einen Bademantel leihen und barfuß wäre kein Problem für ihn. Puh, Bademäntel würde es da nicht geben und barfuss ist schon eher schwierig so den ganzen Tag. Aber er klang so sicher, dass ich nicht widersprechen wollte. Wird schon irgendwie gehen.

Wir kamen am Club an. Es war Mittags rum. Es waren noch nicht sehr viele Autos da. Gut zum Eingewöhnen dachte ich mir. Ich ging voraus. Wollte auch bezahlten, ließ er mich aber nicht. Er fragte nicht nach einem Bademantel. Auf dem Weg zur Umkleide begegneten uns ein paar Menschen im Cluboutfit. Als Paar bekommt man (zumindest war es bei mir bisher immer so) meist einen gemeinsamen Spind. Da wir ja bisher Null intim waren, ist es schon komisch, wenn man sich dann nebeneinander auszieht. Ich ließ ein Höschen an, wickelte mir das Strandtuch rum und zog meine Flipflops an. Er hatte (zum Glück) eine schwarzes T-Shirt und eine schwarze enge Shorts an. Und war barfuß. Wir gingen als allererstes in den Saunabereich und reservierten uns klassisch-deutsch mal zwei Liegen. Dann zeigte ich ihm den Club. Wenn man schon oft im Club war, dann sieht man gar nicht mehr, dass in den meisten Pornos auf Bildschirmen laufen. Wenn man bisher nur in Saunas war, dann bemerkt man das  natürlich. So der erste Aha-Moment. Wir gingen an den verschiedenen Spielzimmern vorbei. Es war auf den Matten nur wenig los. Wir guckten so im Vorbeigehen rein und er nahm die ersten vögelnden Paare wahr. Nach der ersten Orientierung gingen wir in den Saunenbereich. Wir machten uns es auf den Liegen bequem. Wir quatschten erstmal.

Dabei wurde natürlich auch klar, dass wir bisher nie darüber geredet hatten, ob zwischen uns was laufen würde. Ich merkte, dass er mich als Mensch spannend findet. Aber ich habe keine Ahnung, ob ich ihn als Frau/potentielle Sexpartnerin interessiere. Ich glaube ja, dass ich optisch nicht sein Typ bin, Optik für ihn aber nicht alle ist. Er hatte mich bis dato mit keiner Silbe angegraben. Naja, mal sehen was passiert. Im Gespräch winkte er allerdings schnell ab und sagte, dass er sich sicher sei, dass er hier und heute nichts anstellen werde. Ich hatte ihm angeboten, dass wenn er Lust bekommt, er es nur sagen müsse. Er erklärte mir, dass er bisher ausschließlich monogam gelebt habe. Wir sind schon eine lustige Clubkombination.

Zum Akklimatisieren ging er erstmal in die Sauna, während ich mir ein Buch schnappte und las. Ich gehe nicht gern saunieren, von dem her ließ ich ihn allein gehen. Aber ich stellte fest, dass lesend auf der Liege im Swingerclub schon auch schräg ist und die Anderen ein wenig irritiert schauen. Die meisten waren eher im Cluboutfit unterwegs. Keine Frau außer mir trug FlipFlops. Also ging ich mich relativ schnell umziehen und warf mich in mein Cluboutfit mit den Halterlosen und den Pumps. Ich glaube er fand mein Outfit ganz gut soweit. Nach einer Weile wurde er wohl neugierig undwollte sich das Geschehen in den Spielzimmern ansehen, also zogen wir los. Ich war sehr gespannt, wie er darauf reagieren würde. Als wir durch die Räume gingen, wurden wir auch immer von den anderen Pärchen abgescannt, so als potentielle Sexpartner. Das amüsierte mich. Soloherren waren maximal eine Handvoll anwesend. Wir kamen in ein Zimmer wo Menschen zu gange waren. Ich war sehr gespannt, ob es ihn eher an- oder abturnte Paaren beim Sex zuzusehen…

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Verstört im Club
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Sex und Kunst

Dreieinhalb Jahre waren seit unserem ersten und einzigen Treffen vergangen. Das weiß ich aber nur, weil ich in meinen alten Blogeinträgen nachgesehen habe. Ich wollte wissen, ob der Mann, um den es geht, bereits einen Namen verpasst bekommen hat. Nicht so richtig. Also heißt er nun Mr. Klassische Musik. Damals war ich sehr überrascht, dass hinter seiner braven Fassade, soviel Versautheit steckt. Nachzulesen nochmal: Hier

Wir hatten vielleicht so jedes halbe Jahr mal Kontakt. Er schrieb mich immer an, wenn er zufällig in meine Stadt kommt. Meistens tut er das ziemlich kurzfristig, so dass es irgendwie nie geklappt hatte. Vor Allem seit ich arbeiten gehe ist es mit kurzfristigen Treffen untertags nicht mehr so einfach. Dieses Mal begab es sich, dass er an einem Samstag in der Stadt weilte und ich es mir einrichten konnte. Wir verabredeten uns zum Frühstücken in seinem Hotel. Er hatte bis zum frühen Nachmittag Zeit, bis er wieder zum Zug musste. Frühstück war ein guter Einstieg, um sich zu akklimatisieren. Ist ja doch schon eine ganze Weile her das letzte Mal. Bei ihm habe ich bedingt durch seinen Job immer das Gefühl, das ich kein adäquater Gesprächspartner bin, weil ich von Musik und Kunst nur sehr grundlegend Ahnung habe. Vermutlich ist das aber auch gar nicht seine Erwartungshaltung, dass ich dahingehend schlaue Dinge sage. Aber mich nervt es immer, wenn ich das Gefühl habe, jemanden nicht bereichern zu können durch ein Gespräch mit mir. Aber da bin ich wohl auch einfach ein wenig streng mit mir.

Ich wusste gar nicht so genau, was er eigentlich vorhatte, außer Frühstücken und dabei Quatschen. Den Rest blieb offen. Bisher hatten wir ja nur den Blowjob in der Kaufhaus-Umkleidekabine gehabt. (Ich muss im Übrigen immer noch jedes Mal schmunzeln, wenn ich an dem Kaufhaus vorbeikomme). Nachdem wir uns ja ne ganze Weile nicht gesehen hatten, gab es zumindest was zu Quatschen. Nachdem wir ausgiebig gegessen hatten, fragte er mic, ob ich noch mit auf sein Zimmer kommen wollte. Er hatte noch 45 Minuten bis zum Check-Out. Darüber hatte ich gar nicht nachgedacht, dass wir ja noch auf sein Zimmer gehen konnten. Ich musste über mich selbst schmunzeln. Nachdem wir uns mit keinem Wort über das unterhalten hatten, was wir in seinem Zimmer anstellen würden, ging ich völlig erwartungsfrei mit ihm mit. Kleines unspektakuläres, aber völlig okayes Hotel. Mr. Klassische Musik sah wie beim ersten Mal so seriös und brav aus, dass ich fast wieder gegelaubt hätte, dass nichts zwischen und passieren würde.

Er hat nicht im Geringsten jemals durchblicken lassen, ob er mich attraktiv findet, fiel mir auf. Spannend allemal, aber attraktiv wusste ich nicht. Das führte dazu, dass ich erstmal zurückhalten bin. Mit manchen Menschen fängt man einfach zu knutschen an. Dazu gehört er nicht. Bis ich noch darüber nachdachte, was ich mir vorstellen konnte mit ihm, hatte er sich schon ausgezogen. Ich total angezogen, er nackt. Auch mal spannend. Und ja ich hatte vergessen, dass er doch einen ziemlich großen Schwanz hatte. Hätte ich mal vorher in meinem Blog nachgelesen 🙂 Sein Schwanz ließ sich besser blasen als gedacht, trotz der Größe. Er fand das ja beim ersten Mal auch schon gut. Wir hatten uns Anfang Dezember getroffen und mir fällt jetzt beim Schreiben auf, dass ich gar nicht mehr weiß, wie der Blowjob ausgegangen ist. Also na klar, er war gekommen und auch nicht zu wenig. Und ich war duschen, daran erinnere ich mich, aber das würde ja heißen, dass er irgendwie auf mich abgespritzt hat und das habe ich schon wieder verdrängt. Ich erinnere mich wirklich nicht. Ich habe aber in meinem Kopf abgespeichert, dass er ihm gut gefallen hat und auch gar nicht sehr lange gedauert hat.

Was mir aber im Gedächtnis geblieben ist, weil ich es in Kombination mit dem Blowjob unfassbar cool fand, dass wir noch in einem Kunstmuseum waren zusammen. Das habe ich sehr gefeiert. Ich wollte immer schon mal in dieses Museum und die Ausstellung ansehen. Aber das ist eines der Dinge, die man immer tun will, aber nie dazu kommt oder sich die Zeit nicht nimmt. Er hatte noch Zeit bis zum Zug, also nutzten wir die Zeit um uns die Ausstellung anzusehen. Wir taten es einfach. Einfach los.  – Blauer Reiter… Er ist ein cooler Kunstausstellungsbegleiter. Hat Ahnung, mag Kunst. Was ein gelungener Tag. Und ich bin nun in Besitz einer Jahreskarte. Die hat er mir spendiert.  Mal sehen, ob er innerhalb des Jahres nochmal wiederkommt. Jedenfalls bekam so ein profaner Blowjob gleich noch einen intellektuellen Anstrich.

Er fragte mich hinterher, ob er viel abgespritzt hatte. Ich musste schmunzeln. Das scheint Relevanz für ihn zu haben. Das eigene Sperma als Fetisch. Aber jedem so, wie er es braucht…

 

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Was du schon immer wissen wolltest…

Da ich auf Tellonym immer mal wieder Fragen bekomme wie „Wie sehen eigentlich deine Brustwarzen aus?“ 😂😂 oder „Sag mal, stehst du auf Intimpiercings bei Männern?“ oder „Hast du einen Dialekt“ , dachte ich mir ich sammel mit diesem Blogeintrag mal Fragen und beantworte sie dann für alle. Also wer etwas wissen möchte einfach Frage als Kommentar posten. Mal sehen, was davon ich alles beantworten werde :-). Falls niemand was wissen will, auch gut.

Hirn rausgeknutscht

Mein Ärger über mich selbst wegen des vermeintlich verkackten Dates hielt nicht lange an, denn sein Feedback war positiv. Er konnte über das verkackte Date schmunzeln. Und da wir ja nur ein paar Minuten Zeit gehabt haben um uns Kennenzulernen, schoben wir am nächsten Tag gleich ein Essensdate nach. Zeit um ausführlich zu quatschen. War ein cooler Abend. Allerdings ließ er sich schon auch so gar nicht in die Karten gucken. Keine Ahnung, ob er mich attraktiv fand und mehr in Erwägung zog. Nach dem wir uns gegenseitig höflich versichert hatten, dass wir den Abend gut fanden, wollte ich es wissen. Ja, vermutlich bin ich deswegen Single, weil ich einfach zu ungeduldig bin und den Dingen nie ihren Lauf lassen kann. Ich wollte aber einfach wissen, woran ich bin und haute mal einen raus: „Ich kann zwar so gar nicht einschätzen, wie du mich findest, aber ich hätte Bock gehabt zu knutschen“. „Gut, dass man das immer hinterher sagt.“ War seine Antwort und dass er mich auch nicht einschätzen kann. Jetzt war die Katze aus dem Sack. Das Knutschen-Ding hatte ihn nicht verschreckt. Wir schrieben einfach weiter hin und her. Es verging etwa eine Woche, bis wir uns wiedersahen. Nachdem wir Essen in meiner Ecke der Stadt waren besuchte ich ihn dieses Mal zu Hause. Einziger Haken an der Geschichte war, dass ich an dem Tag meinen Peak-Perioden-Tag hatte. Der Tag, wo Frau sich zwischendurch fragt, ob man bei der Menge an Blut, die man da so verliert nicht irgendwann verbluten müsste. Es würde also sicherlich nichts mehr laufen als knutschen von meiner Seite.

Ich fuhr direkt nach der Arbeit zu ihm. Es war gemütlich. Wir saßen auf seiner großen Couch und quatschten und kuschelten. Es fühlte sich alles sehr natürlich an, null krampfig. Und dann küssten wir uns endlich. Und die Welt blieb stehen. Er und ich waren ein ultrageiles Kuss-Match. Er küsste so perfekt. Lippen, die sich erst sanft gegenseitig kennenlernen, zärtlich berühren, miteinander spielen. Die Intensität steigerten. Gänsehaut auf dem ganzen Körper. Der Kopf schaltete sich komplett aus. Ich war einfach nur in den Kuss versunken. Ganz zurückhaltend kam dann die Zunge mit dazu. Hände in meinem Nacken. Dann auf meinen Wangen. Ein Kuss der mir sagte, ich bin jetzt gerade die tollste und wundervollste und sexieste Frau auf der ganzen Welt. Auch ich berührte ihn, hielte seine Wangen. Küsste zurück mit derselben Leidenschaft. Die Leidenschaft nahm zu. Küsse dieser Art enden sonst in wildem, intensiven Sex. Aber ich hatte Peak-Day. Nur das hielt mich davon ab. An jedem anderen Tag hätte er vermutlich alles mit mir anstellen können. Mein Körper wollte ihn mit jeder Faser sofort spüren. Wegen der Küsse, die süchtig machen. Küsse, die an diesem Abend in einem Blowjob endeten. Weil ich wollte, dass er kommt. Küsse, die süchtig machen, die sich jeden Tag wiederholen sollten. Bei denen ich aufpassen musste mich nicht sofort unsterblich zu verknallen. Das Kuscheln und Knutschen auf seiner Couch war wundervoll. Als ich heimfuhr glücklich und um den Verstand geknutscht war ich mir sicher, dass wir uns sehr bald wiedersehen würden. Das war vor Weihnachten. Leider haben wir uns bis heute nicht mehr getroffen. Aber sind weiterhin in Kontakt…

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Dates, die nicht so laufen wie geplant..

Wer Cliffhanger nicht mag, sollte erst lesen, wenn der nächste Eintrag kommt 🙂 Mir ist die Zeit davon gelaufen hinten raus..

Ein Wochenende ohne feste Termine. Das kommt gar nicht so oft vor. Ich genieße das gerade. Gestern Abend hatte ich noch spontan ein Date. Wir wollten auf einen Drink, offen für alles was kommt. Wir hatten uns ganz gut unterhalten. Er schlug vor noch ins Pornokino zu gehen. Weil es praktisch war. Jenes Pornokino, wo ich ein paar Tage zzuvor schon mal war. Wir standen vor der Tür und wollten den Eintritt bezahlen. Da guckte die Dame an der Kasse (eine andere als beim letzten Mal) durchs Fenster und zeigte auf ein Schild auf dem Stand, dass es heute den Dresscode Business-Hemd gab. Wir beide waren normal angezogen und trugen Jeans und Sneakers. (Steve Jobs hätte gut zu uns gepasst). Wir waren sehr ordentlich gekleidet (ich für meine Verhältnisse sogar noch eher schick) und nicht betrunken. Sie ging dann wieder weg und beachtete uns gar nicht mehr. Sie wollte uns wirklich nicht reinlassen, so wie es aussah. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass in dem Laden zu viele Frauen waren. Ich war wirklich erstaunt, dass sie uns, obwohl wir als Paar kamen nicht reinlassen wollte. Eigentlich fand ich es sogar ziemlich idiotisch. Ein paar Tage zuvor hatte ich noch den halben Laden entertaint und nun kam ich nicht rein. Wir wollten nochmal nachfragen, ob sie das ernst meint und sie sagte nur: „Wir diskutieren nie.“ Wow, der Laden muss sich das ja leisten können. Es ist echt ein hartes Gefühl aus optischen Gründen abgelehnt zu werden. „Du bist es nicht wert, du reichst nicht aus um in dieses Pornokino zu kommen.“ Das erinnert mich wieder daran warum ich in meiner Sturm und Drang-Zeit nicht versucht hatte in irgendwelche IN-Clubs zu kommen oder mal ins P1 gegangen wäre. Ich wollte mir ersparen, dass mir jemand mitteilt, dass ich nicht zur optischen Elite gehöre. Das nagt heute noch ein wenig an mir. Naja, da hab ich mal wieder was gelernt. Es ist also der Day-after-ich-komm-nicht-mal-ins-Pornokino-rein.

Es sind ja noch so ein paar Artikel offen. Gewünscht war der Blog zu Hirn wegeknutscht.

Ich habe einen Single-Mann gedatet. Kam ja nicht so oft vor in letzter Zeit. Deswegen wollte ich es mal extra erwähnen. Wobei ich unser erstes Date ja grandios verkackt habe. Es gibt so Tage, da steht man irgendwie neben sich. Der Tag unserer Dates begann damit, dass ich in der Arbeit ankam und dann feststellte, dass ich meinen Hoodie falsch herum angezogen hatte. Ja genau, mit der Mütze vorne. War wohl noch im Halbschlaf gewesen, als ich aus dem Haus gegangen bin. Zu meiner Verteidigung muss ich sagen, dass die Naketano-Hoodies eh so eine breite Halskrempe haben… Ich habe mich schlapp gelacht, die Kollegin sich auch. Am Abend wollten wir uns zum ersten Mal treffen. Auf einem Weihnachtsmarkt in der Stadt nahe seiner Arbeit. Eigentlich war mein Plan, nach der Arbeit schnell zu Hause vorbeizufahren und mich noch umzuziehen. Ein wenig besser also im Hoodie wollte ich dann schon angezogen sein. Aber ich musste furchtbar lange arbeiten an dem Tag. Wollte trotzdem nicht im Hoodie dahin und entschied mich doch noch schnell zu Hause vorbeizufahren. Also sagte ich ihm, dass es später werden würde. Ich ärgerte mich, dass ich morgens noch nicht so weit gedacht hatte und mich gleich ordentlich angezogen hatte. Ich zog mich um und fuhr los Richtung Stadt. Haare waschen war sich nicht mehr ausgegangen, also wollte ich meine Mütze anbehalten, die ich den ganzen Tag schon aufhatte. So der Plan. Als ich mit dem Auto an der U-Bahn ankam, stellte ich fest, dass ich meine Mütze zu Hause liegen gelassen hatte. Fuuuuuck. Ich hatte noch eine andere Mütze im Auto, aber die trug ich nicht oft. Puuhh. Also die semicoole Mütze auf und los. Gerade als ich in die U-Bahn runter wollte, stellte ich fest, dass ich meinen Geldbeutel im Auto liegen lassen hatte. Nochmal den ganzen Weg zurück zum Auto. Ich hasse zu spät kommen. Als ich dann endlich in der U-Bahn saß schickte ich ihm meine aktualisierte Ankunftszeit. Worauf hin er schrieb, dass das doof sei, weil er früher weg muss, da er Bandprobe haben würde. Na super. Jetzt war ich schon unterwegs. Wir einigten uns auf einen kurzen Kaffee in seiner Arbeit. Auf dem Weg zu Mr. Band musste ich einmal umsteigen. Und stieg prompt in die falschen U-Bahn ein. FUHUUCKK. Es soll wohl nicht sein. Der Tag war so verflixt. Irgendwann kam ich voll abhetzt am Treffpunkt an und er stand da und sah umwerfend aus in seinem Anzug. „OHH NEIN, das wird nie was. Voll verkackt.“ Ich war mir sicher, dass er mich nie wiedersehen will. Wir quatschten 20 Minuten, dann musste er los. Ich hatte es echt vergeigt. Vielleicht wäre Absagen und einen zweiten Anlauf in Ruhe besser gewesen. Aber es war so Remi-mäßig mitten aus dem Leben, immer unterwegs. Immerhin war ich es pur. Nett und ein klein wenig chaotisch zuweilen. Das Gespräch war ganz nett. Er hatte ein umwerfendens Lächeln. Trotzdem fuhr ich frustriert nach Hause. Abhaken. Dachte ich…

Performing under pressure

Die Liste der offenen Beiträge: Ich hab echt so einiges angestellt. Und muss das jetzt nachschreiben, obwohl mein Urlaub vorbei ist.

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Performing under pressure
  • Arts and a Blowjob

Vorher will ich euch einen Text nicht vorenthalten. Der Mann aus der Silvesternacht mit der Glory Hole Geschichte stellt sich heraus als jemand, der auch gut mit Worten kann. Anbei seine Sicht der Dinge, die er mir nach dem Abend per Mail geschrieben hatte:

Hallo und einen wunderschönen Guten Morgen!

Ich werde in meinem Leben nie vergessen, diese Lust in deinen Augen zu spüren, als Du mich da verloren hast stehen sehen, mir mit einer kessen Kopfbewegung mir zu verstehen gegeben hast, mein Hose herabzulassen. Jetzt warst Du da auf einer anderen Seite, fast unerreichbar und doch plötzlich so nah. Näher. Drin! Jede Zelle Deines Körpers hat Dir gesagt, was mach ich eigentlich da, aber .. da … wo diese Neurotransmitter eine wichtige Rolle in Deinem Gehirn spielen, diese so bezeichnete Botenstoffe wie etwa Dopamin, das auf dem Weg zum Gipfel der Lust in großen Mengen ausgeschüttet wird. Ja, genau da warst Du völlig bei mir. Ich konnte es an Deinen Augen sehen. Dopamin aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn massiv, dadurch geraten wir in einen Rausch der Euphorie. Mein Schwanz war ein Stück weit Belohnung für einen ziemlich schwach angelaufenen Abend. So die männliche Phantasie, oder zumindest das, was nach Klärung der Verklärung hängen geblieben ist.

Was Du nicht sehen konntest, war sicherlich mein Stolz. Hä? (O.K. das heißt „wie Bitte“) Warum Stolz? All die Jungs, die um Dich herum geschwänzelt sind konnten nicht fassen, Dich nicht gesehen, oder – eher unwahrscheinlich – übersehen zu haben. All diese Jungs haben sich in diesem Moment nur eine Frage gestellt: Warum DER(???!!!??), … der hat doch schon alles!!!
Meine Antwort an Dich: Danke für diese stillen Momente des gemeinsamen Glücks, das sich in Deinen Augen widergespiegelt hat. Danke. Danke. Danke.

Ich kann nicht verhehlen, dass das runter geht wie Öl.

So welche Geschichte verblogge ich nun. Ich glaube ich habe Lust die Performing under pressure-Geschichte aufzuschreiben. Ich könnt euch auch gern in einem Kommentar wünschen, wenn ich was Bestimmtes als nächstes schreiben soll. Erst musste ich mal in meinen alten Blogeinträgen kramen, ob der Beteiligte Mann schon einen Namen bekommen hat. Es war also niemand neues, nur jemand den ich schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen habe. Unser erstes Date  Beim Suchen des Blogeintrags fällt mir auf, dass unser erstes Date damals auch um den Jahreswechsel herum war. Ziemlich genau zwei Jahre her also. Wir haben zwischendurch immer losen Kontakt gehalten.

Er hatte mich sehr spontan gefragt, ob ich Lust hatte mit ihm ins Pornokino zu gehen. Nachdem ich bei meinem letzten Besuch festgestellt hatte, dass es da ja eigentlich ganz cool ist, willigte ich ein. Nach den Solofrau-Clubaufenthalten fand ich die Vorstellung mal die attraktivste Frau in nem Schuppen zu sein (na gut, weil halt auch die einzige :-D) sehr in Ordnung. So als Kontrastprogramm zu den anderen Abenden. Er wartete am Eingang auf mich, wir betraten den Club und ich freute mich auf den Moment, wo einen alle Männer erstmal abchecken. Es waren in etwa 20 Männer im Laden. Ich wurde gemustert, aber erwiderte die Blicke nicht. Wir gingen erst Mal quer durch den Laden zum Spind und sperrten unsere Sachen ein, dann holten wir uns einen Drink und setzten uns auf die abgetrennten Pärchen-Couches. Von dort aus hatte man Blick auf die große Kinoleinwand und noch einen anderen Bildschirm auf dem jeweils ein eigener Porno lief. Der auf der großen Leinwand war von der Bildsprache her wirklich ansprechend, wenn auch die Geschichte ein wenig schräg war. Wir quatschten und ließen den Film auf uns wirken. Lachten uns bei komischen Dialogen immer schlapp. Keine Ahnung, ob wir den Männern, die gerne in Ruhe den Film schauen wollten ein wenig auf den Senkel gegangen sind. Manche Männer saßen so ein wenig in Lauerposition, wohl in der Hoffnung statt der Filme ein wenig Live-Action zu bekommen. Ich mussterte die Männer ein wenig. Die waren schon so weit okay, aber keiner dabei auf den ich jetzt so beim ersten Blick Bock gehabt hätte.

Wir fingen auf der Couch zum Knutschen an. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie sich der Bereich um die Couch herum füllte. Die hatten zwar alle Abstand, weil ja abgesperrter Bereich, aber es war doch spürbar, dass alle zum Zuschauen anfingen. Es amüsierte mich so voll unter Beobachtung. Eigentlich macht mir das nach zahlreichen Clubbesuchen nichts aus, wenn jemand zusieht, aber im Pornokino fühlte es sich so nach Erwartung an. Die guckten halt statt des Films, das ganze nun in echt. Mr Headhunter war hart geworden in seiner Hose. Ich wollte mich nicht ganz ausziehen, zog unter meinem Top den BH aus, so dass er gut hinkam, ich mich aber nicht nackt fühlte. Er spielte an meinen Brüsten rum. Als wir zwischen dem wilden Geknutsche mal wieder hochgucken, hatten sich eine ganze Reihe Männer an der Absprerrung aufgestellt und glotzen uns an. Ob mit Hand in der Hose oder nicht, so genau hatte ich nicht geguckt. Aber bei Mr. Headhunter hinterließ der Anblick wohl auch Spuren, denn seine Latte fiel quasi in sich zusammen. Und auch alle meine Versuche in wieder anzuturnen blieben erfolglos. Er wollte auch gerade lieber keinen Blowjob. Also begaben wir uns wieder in Sitzposition und quatschten einfach. Die Männer zogen, nachdem ihnen klar wurden, dass jetzt erst mal nichts weiter passieren würden so nach und nach wieder von Dannen.

Mr. Headhunter schlug vor, dass wir auch in sein Büro ums Eck gehen könnten. Aber wir hatten noch den zweiten Drink aus dem Eintritt offen, also blieben wir erst Mal noch. Wir knutschten und fummelten wieder. Er erinnerte mich daran, dass er ein wirklich guter Lecker ist. Stimmt, da war was 🙂 Er bot mir an, dass er mir ja einfach einen Orgasmus lecken könnte. Ich überlegte, ob ich meinen Kopf ausschalten kann, auch wenn ungefähr 15 Männer zuschauen und sich einen runterholen. Das war jetzt wieder so ein „raus aus der Komfortzone“-Moment. Eigentlich tendiere ich in solchen Situationen dazu der gebende Part zu sein, weil es für mich viel leichter ist. Ich weiß was ich tue und muss mich weder ausziehen, noch fallen lassen. Jetzt merkte ich, dass es ihm ähnlich ging. Er sich mit Geben wesentlich leichter tat, als mit Nehmen. Okay, was hatte ich zu verlieren. Im schlimmsten Fall kam ich nicht. Was eher schlimm wäre für ihn, weil in den Augen der Zuschauer er nicht ordentlich performt hatte. Für mich als Frau war es relativ einfach. Ich musste nicht performen, nicht meinen Mann stehen. An mich hatte da keiner Erwartungen. Also gut. Ich zog mein Jeans und mein Höschen aus. Den Rest behielt ich an. Legte das Handtuch unter. Ich legte mich auf die Couch. Ich lag so, dass er mit dem Rücken zu den Männern sein würden während er mich leckt. Ich nahm meine Jacke und legte sie mir aufs Gesicht. So wollte ich ausblenden, dass eine ganze Heerschar Männer zusehen würde. Und dann versuchte ich zu genießen, was es mit seiner Zunge gut und ausdauernd tat. Es dauerte ein Weilchen, bis ich meinen Kopf ausgeschaltet hatte, bis ich auch die Geräusche ausblenden konnte. Bis mich die Pornofilm-Geräusche nicht mehr ablenkten. Kein Fakegestöhne. Die Männer waren dabei einen echten Orgasmus zu sehen. Mit leisem Stöhnen, mit zuckendem Körper, mit meinem Gesicht, dass dann immer leicht rot anläuft. Er machte seine Sache gut. War nur auf mich konzentriert. Spielte ausdauernd mit seiner Zunge an meinem Kitzler. Trieb mich immer weiter hinauf auf den Berg, bis die Wellen kamen und sich der Orgasmus entlud.

Ich blieb einfach noch liegen zum Runterkommen, er kuschelte sich an mich hin. Keine Ahnung ob die Zuseher das alles spannend gefunden hatten oder nicht. Ich sah keinen davon an. Nach einer Weile hatten wir beide Lust auf Runde zwei. Also selbes Spiel nochmal. Nur dass er dieses Mal noch einen Finger in mich hineinsteckte zusätzlich. Wieder mit der Jacke auf meinem Gesicht, wieder mit den Zusehern, die aber nicht mehr so interessiert schienen und sich zum Teil unterhielten neben uns. Aber egal. Orgasmus zwei kam ähnlich wie Orgasmus eins. Man könnte da echt ein Seminar geben Performing under pressure. Du musst vor den Erwartungsfrohen Augen des Publikums erstmal bestehen. Ich zog mich wieder an, wir holten uns den zweiten Drink. Mittlerweile war noch ein zweites Pärchen im Kino. Während wir an der Theke quatschten nahmen die beiden das Sofa in Beschlag. Die beiden und drumherum 10 Männer mit ihren Schwänzen in der Hand. Aber ich glaube der Mann hatte ähnliche Probleme, wie Mr. Headhunter, so dass er vorwiegend an ihr herumspielte. Mr. Headhunter wollte Rauchen gehen, also kamen wir am Sofa vorbei. Auf dem Rückweg. blieben wir seitlich stehen um zuzusehen. Der Blick von außen aufs Geschehen. Ich setzte mich in einen Sessel, Mr. Headhunter stand vor mir. Es machte ihn scharf. Da war sie wieder, seine Errektion. Ich guckte fragend nach oben, ob er denn nun einen Blowjob wollte. Er wollte. Ich glaube es war leichter, wenn man nur danebensteht, aber nicht im Mittelpunkt ist. Ich packte seinen Schwanz aus und blies. Es dauerte maximal eine Minute bis er mich warnte, dass er gleich kommen würde. Gut, das Sperma-Problem und keine Tücher in der Hand. Ich entschied ihn in meinem Mund kommen zu lassen. Er hatte Bescheid gegeben vorher alles cool. Er kam. Ich sprang auf, flitzte aufs Männerklo und spuckte alles ins Waschbecken aus. Die anderen Männer waren vermutlich halbwegs irritiert gewesen. Kaum zurück bekam ich weitere Schwänze vor die Nase gehalten. Ich hatte aber keine Lust auf weitere Blowjobs, vor Allem weil mir keiner der Männer gefiel. Wir packten unsere Sachen und gingen nach Hause. Auf dem Heimweg dachte ich noch viel darüber nach, dass es gar nicht so einfach ist, in so einer Situation seinen Mann zu stehen. Egal wie tough du sonst bist. Während ich drüber nachdachte sang QUEEN in meinem Kopf immer … under pressure…

Flugzeuge, Gloryhole und Fußmassage – Silvester 2017

Silvester, der überbewertetste Abend des ganzen Jahres: Aber ja, auch ich musste ihn irgendwie rumkriegen. Fast schon bedauerlich, dass ich in meinem Job nicht an diesem Arbeiten kann. Der Teil meiner Freunde, mit dem ich den Abend im letzten Jahr verbracht hatte, arbeitete in diesem Jahr an Silvester. Die anderen hatten mich eingeladen, aber das war eher so ein Ding mit vielen Pärchen und dafür war ich nicht in Laune. Aber ich hätte ihn nicht allein verbringen müssen den Silvesterabend, das ist schön zu wissen. Zusätzlich hätte ich noch eine sehr liebe Einladung ins Schwabenland gehabt, aber ich hätte aufgrund einer Verpflichtung nicht früh genug losfahren können, so dass die Option ausschied.

Aber eigentlich war der Tag gar nicht so schlecht. Vor einer Weile war ich mal wieder auf dem Stammtisch der Rirarammelseite in meiner Stadt gewesen. Früher bin ich gerne dahin gegangen, was daran lag, dass wir dort ein festes Grüppchen an coolen Menschen waren, die die Gelegenheit nutzten sich einmal im Monat zu treffen. Das hat sich aber leider verlaufen und so habe ich von der Stammi-Gang lange niemanden mehr gesehen, sehr schade eigentlich. Gut war der Stammi meistens, wenn ich vorher mit jemandem geschrieben habe und wir wussten, dass wir uns dort kennenlernen würden. Mr. Bondage hatte ich zum Beispiel das erste Mal auf dem Stammi getroffen. Dieses Mal aber war ich sehr spontan hingegangen. Ich hatte nichts vor gehabt an dem Abend. Ich war früher da und hatte noch einen Blogeintrag geschrieben, ich müsste nachschauen welcher es war.

Am Ende des Abends verließ den Stammi mit zwei Erkenntnissen: zum einen finde ich den Stammi doof, weil ich eine Frau bin, die man nicht auf den ersten Blick spannend findet. Ich war ja vor allen anderen da und es dauerte ziemlich lange, bis sich jemand zu mir dazu setzte und dann waren es nur wirklich schräge Vögel. An anderen Tischen mit so jungen, rocktragenden, langhaarigen Mädels stapelten sich die Typen. Dann mache ich doch lieber Einzeldates aus, die auf ein cooles Gespräch hinauslaufen, als mich frustrieren zu lassen. Aber andererseits habe ich mich zu einem Mann dazugesetzt, der mich eine ganze Weile angelächelt hatte, obwohl der überhaupt nicht mein Beuteschema ist, weil eigentlich über meiner Dadline. Aber wir unterhielten uns saugut, denn wir hatten ein Thema – Flughafen. Ich liebe ja Flughäfen und Logistik und… und er arbeitet an diesem. Zu gut. Tolles Gespräch, cooler Abend. Er versprach mir, dass er mich nach Weihnachten mal hinter die Kulissen blicken lassen würde. Wiieee coool, das wäre das beste Geschenk, dass ich mir nur vorstellen kann. Ich hoffte sehr, dass das klappt.

Naja, und so ergab es sich, dass ich an Silvester wirklich mitdurfte. Ganz offiziell angemeldet. Und es war so cool mit ihm auf dem Vorfeld rumzufahren. Was ein grandioser Tag. Obwohl Flugzeugmäßig quasi nix los war, konnte ich mich trotzdem nicht sattsehen und war total happy. Ganz nah ran an einen A380 und dann wieder beim einparken zusehen und und und… Herrlich… Könnt ihr meine strahlenden Kinderaugen sehen? Als er Pause hatte gingen wir in die Kantine essen. Es gab Wollwürste mit Kartoffelpüree. Es wurde schon langsam Abend als wir aßen und so war das quasi mein Silvester-Dinner und ich fand es grandios. Nicht weil es so überragend geschmeckt hatte, sondern weil es als Gesamtsituation einfach cool war. Ich glaube ich hätte kein Vier-Gänge-Menü dagegen eingetauscht. Leider musste ich dann heim, wegen einer Verpflichtung. Aber es war trotzdem großartig. Es lohnt sich auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die man nicht auf den ersten Blick toll findet, denn sie können sich auf den zweiten Blick als tolle Menschen entpuppen.

Nachdem ich meine Verpflichtung abgearbeitet hatte, galt es noch zu überlegen, was ich mit dem Silvester-Abend so anstellen wollte. Warum eigentlich nicht in nen Club. Da gab es Essen, Getränke und Feuerwerk und vielleicht ein wenig Spaß. Der kleinere Club in meiner Ecke war schon ausreserviert, beim anderen konnte man einfach vorbeikommen. Um den Eintritt zu teilen und weil es vielleicht noch jemandem so ging wie mir, stellte ich es mal wieder als kurzfristiges Date auf dem Joyclub ein. Ich schrieb mit ein paar Männern hin und her und verabredete mich dann mit einem. Dann duschte ich mich und machte mich Clubfertig. Gerade als ich loswollte, schrieb er, dass sein Bruder spontan reingeschneit wäre und er mich versetzen müsse. Dieses Mal hatte ich keinen Grund, das nicht zu glauben. Es klang wirklich so als hätte er ein schlechtes Gewissen. (Und er hat sich auch am Tag danach nochmal entschuldigt.) Änderte aber erst Mal am Ergebnis nichts, nämlich er würde mich versetzen und ich musste allein losziehen. Ich konnte an der Gästeliste des ausreservierten Clubs sehen, dass dort zwei Menschen sein würden, die ich schon mal getroffen habe. Also versuchte ich einfach mal mein Glück und schickte eine Anfrage hin. Siehe da, als Solofrau wurde ich innerhalb von Minuten noch zur Veranstaltung zu gelassen. Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man alleine als Frau loszieht. Der Eintritt war zwar auch als Frau halbwegs happig, aber ich mag den kleinen Club eigentlich gerne. Es war auch der erste Club in den ich alleine gegangen war. Ich hatte mehrere Outftits eingepackt. Der Dresscode war erst schick, später wer mochte freizügiger. Ich hatte erst ein kleines Schwarzes an, dass mir ein sensationelles Dekollete zauberte, darunter Halterlose und meine obligatorischen Pumps.

Die beiden Bekannten waren da, wobei ich nie einschätzen kann, ob sie mich doof oder gut findet. Aber ein bekanntes Gesicht tut immer gut. Ansonsten quasi nur Paare (also zumindest Menschen, die zu zweit auf die Veranstaltung gegangen sind), ein paar wenige Soloherren. Ich war mit die jüngste. Die meisten waren ziemlich schick und attraktiv. Mir schon fast wieder zu viele von den gutbetuchten „Starnberg-Hach-wir-sind-so-schön-und-erfolgreich-Powerpärchen“ Die finde ich immer etwas anstrengend, zumal einem immer das Gefühl geben unter ihrem Niveau zu sein und einen mit dem Arsch nicht angucken. So auf den ersten Blick stach niemand hervor, der mich gleich von den Socken haute (das hat gar nichts mit Schönheit, sondern mehr mit Ausstrahlung zu tun)

Aber Sex war auch gar nicht unbedingt mein Ziel. Ich hatte dafür gesorgt, den Abend nicht allein zu verbringen. Damit waren auch schon alle meine Erwartungen erfüllt. Als Solofrau ist man echt irgendwie ein Exot im Club. Der ein odere andere Mann quatschte mich dann auch an der Bar an. Aber das war mir alles zu flach. Auch im Club muss der Einstieg in ein Gespräch nicht mit einem Spruch a la „…Deine Brüste würden sich gut in meinen Händen machen“ sein. Ich trank, ich aß, ich stromerte durch die Räume und sah mir das Geschehen an. Blieb stehen, wo es mich interessierte. Lehnte alle Angebote mitzumachen ab. Bis auf eines: Ein Mann der mit zwei Frauen da war, bot mir erst seine Frau an, vermutlich um mich zu verwöhnen. Ich lehnte ab, weil ich auf die Bi-Nummer keinen Bock hatte. Ich sah den Dreien aber immer mal wieder zu, weil ich ihr Spiel mochte. Trotzdem er mit gleich zwei Frauen zugange war, hatte ich seine volle Aufmerksamkeit. Das war erstaunlich. Er war mir sympathisch, wenn gleich auch er eigentlich außerhalb meiner Altersrange lag. Er war knapp älter als mein Dad. Wir begegneten uns immer wieder. Er entschuldigte sich für seine ersten Versuche mich zum mitmachen zu überreden. Ich fand ihn ganz cool. Irgendwann stand ich daneben, als er mit seinen beiden Frauen zugange war. Ich guckte durch Löcher in einer Holzwand zu. Die Frauen waren miteinander beschäftigt und sahen so aus, als hatten sie Spaß. Nicht so Porno-Lesbenszenen-mäßig, sondern echt. Er hatte mich entdeckt und wollte mich dazu locken. Ich lehnte ab, aber ließ mich durch die Wand von ihm anfassen. Das gefiel mir. So ein wenig unnahbar sein. Ein wenig spielen. Er stellte sich so hin, dass ich sein bestes Stück in Shorts genau vor meinem Gesicht hatte und ich fing an ihn zu streicheln. Auch er hatte Spaß an unserem Spiel. Ich deutete ihm an, dass er sein bestes Stück rausholen sollte. Ein bisschen Glory Hole. Er streckte ihn durch die Wand und ich blies ihn genüsslich. Aber nicht zu Ende. Irgendwann als ich genug hatte, verschwand ich einfach. Aber hatte ja noch zwei Frauen mit dabei, also nicht weiter wild.

Irgendwann später trafen wir uns im Gang wieder. Er überredete mich mit ihm in eine dunkle Höhle zu kommen. Ich willigte ein. Er fragte mich, wer mir das Blasen beigebracht hatte. Ich schmunzelte und schickte einen Dank an meinen ersten Freund los. Wir hatten Sex, zu kurz, als dass ich hätte kommen können, also machte ich es mir selbst, während er neben mir lag, kam auf meine Kosten. So endete das Jahr. Ich stand um Mitternacht draußen, schaute mir das Feuerwerk an und merkte, dass man auch allein klarkommt. Schrieb ein paar Menschen die mir am Herzen liegen Nachrichten, vergaß bestimmt die Hälfte. Wünschte mir mit Blick auf die knutschenden Pärchen, dass ich irgendwann auch mal wieder zu zweit bin, aber in der Gewissheit, dass Alleine auch okay war. Ohne Bedauern. Nach Mitternacht ging es wieder in den Club zurück. Ein junger Mann bot mir eine Fußmassage an. Ich freute mich sehr, über diesen Start ins neue Jahr und unterhielt mich gut mit seiner Freundin. Wenn die Pärchen an so einem Abend zu vorgerückter Stunde mal mit dem Pärchendings durch sind, dann ist es auch leichter mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Ich bekam noch das ein oder andere Kompliment und wurde nach meinem Nickname auf der Rirarammel-Seite gefragt. Ach, das war eigentlich ganz nett so.

Als mich dann am Neujahrtag der erste Mensch fragte, wie ich denn reingefeiert hatte, merkte ich, dass ich mir noch eine Geschichte einfallen lassen muss. Als Solofrau im Swingerclub ist nicht die alltagstaugliche Auskunft.

Bei seinem Foto schaltete es mein Hirn aus…

Noch zu schreiben (ich führe meine Liste fort)

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Silvester allein im Club
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Strahlende Remi-Augen am Flughafen
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Performing under pressure

Immer noch so viele Artikel vor mir. Und vorne weg muss ich noch was loswerden, was mir im Kopf rumgeistert. Mich ein wenig ärgern, dass ich eitel war. Wenn man über Sex bloggt, dann möchte man in den überwiegenden Fällen, dass nicht die ganze Welt weiß, wer dahintersteckt. Nicht weil ich nicht zu dem stehen könnte, was ich tue, sondern weil es doch noch gesellschaftliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Mit jedem neuen Menschen, den ich treffe, dem ich meine Nummer gebe, weiß ein Mensch mehr wer hinter diesem Blog steckt. Ich glaube die meisten Menschen wollen mir gar nichts Böses. Aber manchmal gibt es doch ein paar, deren Ansinnen nicht freundlich ist. Es sind zwar wenige, aber auch ich hatte schon den ein oder anderen Troll, der unfreundliche Nachrichten da lässt. Ich schwanke immer, zwischen vorsichtig sein und Menschen erst einmal Vertrauen entgegenbringen. Eine meiner Prämissen ist auch, dass ich alle Menschen versuche fair zu behandeln. Aber ich kann bei Weitem nicht alle Menschen (Männer) treffen, die mich gern kennenlernen würden. Da bleiben viele übrig, vermutlich der ein oder andere auch enttäuscht.

Warum schreibe ich das? Weil ich glaube auf einen Fake hereingefallen zu sein. Weil ich mich zwei Mal in kurzer Zeit habe an der Eitelkeit packen lassen. Einmal von dem der mich vor dem Club versetzt hat und nie wieder auch nur einen Laut von sich gegeben hat. Und von noch jemandem. Eine supernette Mail. Stellte sich als Typ Mitte 40, gut gebildet dar. Lese schon lange meinen Blog, würde so gerne die Frau dahinter treffen, griff ein Thema daraus auf und teilte meine Meinung. Tolle Mail. Ich treffe mich natürlich gern mit Menschen, die mir das Gefühl vermitteln, dass sie an mir als Person interessiert sind. War sehr verlockend. Wir sprachen schon über einen Termin für ein Essen, er schickte ein Bild mit. Krass, was ein schöner Mann. Alarmsirenen hätten klingeln können. Aber alles klang plausibel. Ich schwanke immer zwischen „der ist einfach eine Liga über dir“ und „stell dich nicht so an und verkauf dich immer unter Wert, du bist ein interessanter Mensch, na klar kann dich auch ein sehr schöner Mann treffen wollen“. Er wollte überhaupt kein Foto von mir. Sagte, dass er nicht unbedingt eines müsse, aber natürlich schon auch sehr gespannt ist wie ich aussehe. Zwischen unseren Mails lagen in etwa immer 24 h. Ich schickte eines. Ein ganz harmloses normales. Er weiß auch außer meinem Vornamen nicht viel von mir. Als dann nach 24 h keine Antwort kam, fing es an in mir zu arbeiten. Dachte ich nochmal über alles nach. Sah mir das Foto nochmal genau an. Könnte auch ein Stockfoto sein. Hab versucht es zu googlen. Seit ein paar Tagen lässt jemand mit unterdrückter Nummer einmal am Tag mein Handy klingeln. Ich in diesem Kontakt meine Telefonnummer nicht verraten. Aber kann ja sein, dass er/sie sie ja von einem anderen Mal hat. Kann sein, dass beides Zufall ist.

Objektiv erstmal nicht viel passiert, außer dass ich jemandem ein harmloses Bild geschickt habe, vor nicht mal 48 h. Aber ich ärgere mich trotzdem drüber. Darüber, dass sich mein Hirn bei dem Foto ausgeschaltet hat. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich nie wieder was hören werde. Aber es lässt mich ein klein wenig misstrauischer sein allen anderen gegenüber. Das ist doof und will ich gar nicht.

Ich verspreche ich schreibe gleich noch einen Beitrag, wo ich eines der Erlebnisse aus meinem Themenspeicher verblogge.

Versetzte Single-Frau allein im Club

Kurze Memo was ich noch alles schreiben will:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Silvester allein im Club
  • Allein im Club weil versetzt… hach ja Pärchenabende, wenn du nicht die Bi-Nummer willst..
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Strahlende Remi-Augen am Flughafen
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird.

Oh Mann, wann soll ich das denn alles schreiben? Vor allem muss ich ja ab morgen wieder arbeiten. Wenn ich frei habe, habe ich Zeit zu schreiben, aber auch Dinge anzustellen. Worüber ich dann noch viel mehr schreiben könnte. Ein Dilemma.

Zwei Dinge noch vorneweg. Ich spare mir den Jahresrückblicks-Artikel. Kurzversion ist. Spaß gehabt, unfassbar tolle Dinge erlebt, weil andere Menschen sie mir ermöglicht haben, immernoch Single (meistens zufrieden damit), Job läuft super (schränkt nur die Freiheit ein), habe nicht abgenommen, sondern wiege dasselbe wie letztes Jahr auch. Bin dankbar für die Menschen, die mich auf meinem Weg begleiten.

Manchmal fragen mich Menschen, ob sie mir was schenken dürfen, manchmal denken sie dabei an Unterwäsche, manchmal an andere Dinge. Erst fand ich die Vorstellung befremdlich, von Unbekannten etwas anzunehmen. Zudem noch logistische Gründe dagegen sprechen und dass ich versuche nicht super viel zu konsumieren. Aber ich habe eine Weile drüber nachgedacht, ob ich etwas annehmen würde. Wenn es jemand ohne Hintergedanken tun will, dafür dass ich ihm mit meinem Blog eine schöne Zeit beim Lesen schenke und er sich für meine Zeit, die ich ja auch wirklich ins Schreiben reininvestiere bedanken will, dann würde ich es auch annehmen. Manchmal will ich mich auch bei Menschen bedanken einfach nur so. Aber wie soll das gehen?

Eine Amazon Wishlist kommt nicht in Frage, weil ich nicht Dinge nicht um des Besitzenwillens haben will. Praktische Dinge kaufe ich mir selbst und sind als Geschenk eh doof. Und ich kann meine Anonymität schwer wahren, weil beim Versand mein Klarname rauskommt. Ich bräuchte dann wieder jemanden an den ich die Dinge schicken lassen kann. Mag aber niemandem Arbeit machen.

Was also dann? Worüber würde ich mich freuen und es ist einfach abzuwickeln? Reisen, ist das worüber ich mich am meisten freue. Ich war bisher zwei Mal auf die AIDA eingeladen. Obwohl ich kein Cluburlauber bin, fand ich es cool, weil man sich ja einfach einen ruhigen Ort auf dem Schiff suchen kann. Ich liebe das Meer und große Schiffe. Wer mir also was gutes Tun will kann mir gerne eine kleinen Beitrag für eine Kreuzfahrt schenken. Das geht ab 5 Euro und man kann mir einfach den Code schicken. AIDA Irgendwann schippere ich dann los… Damit wäre auch das abgehakt

So welches der Themen verschreibe ich nun heute?

Zwischen den Feiertagen hatte ich Urlaub und war in der Laune Abends auszugehen. Die meisten meiner bekannten Herren sind im Weihnachtsurlaub bei ihren Familien und die Singles beim Skifahren. Das Leid der Geliebten/Singlefrau, wie in jedem Jahr. Aber es sollte ja kein Problem sein ein Date auf der RiRaRammelseite einzustellen und einen Begleiter für den Abend zu finden. Schon allein, weil ich es gut finde sich den Eintritt zu teilen. Dass ich wirklich in den Club wollte, fiel mir erst am späten Nachmittag ein. Bei so kurzfristigen Dategesuchen ist es manchmal gar nicht so leicht, jemanden zu finden, mit dem es dann auch passt. Eigentlich treffe ich mich lieber mit Männern, bei denen ich weiß, dass sie wirklich mich treffen wollen und nicht nur jemanden brauchen um kurzfristig in den Club zu kommen. (Ich sollte mir diese Zeilen einprägen, für das nächste Mal, wenn mir um 18 Uhr Abends einfällt, dass ich nicht alleine zu Hause sitzen und auf Teufel komm raus noch wo hin will.) Mich schrieben auch prompt ein paar an, aber die Profile waren mir zu flach. Standard-Texte, nicht greifbares. Dann schrieb mich ein Mann an, mit dem ich bei einem anderen Dategesuch schon mal Kontakt hatte. Damals: Profil passte, klang spannend, ich öffnete ihm mein Fotoalbum mit den Gesichtsbildern und er schrieb mir zurück, dass ich nicht sein Typ sei. Alles gut. Kontakt beendet.

Dieser Mann schrieb mich an mit: Wir hatten ja schon mal Kontakt.  Ich: Ja und ich war letztes Mal schon nicht dein Typ.

Er: Ich weiß. Aber ich habe deinen Blog gelesen.

Ich: Und?

Er: Ich finde du hast was Interessantes.

Ich: Aha. Und nun?

Er: Lust dich zu treffen?

Wenn ich das jetzt nochmal runterschreibe frage ich mich ernsthaft, was genau mich geritten hat mich darauf einzulassen. Aber es schmeichelte mir wohl, dass er nochmal schrieb, obwohl er eine Abfuhr erteilt hatte. Ebenso, dass mich mein Blog scheinbar so interessant machte, dass er es dann in Erwägung zog. Und die anderen, die sich gemeldet hatten waren nicht wirklich spannend. Wir schrieben ein wenig hin und her und er überlegte, wo er hingehen wollte. Zeit verging. Irgendwann drängte ich ihn sich zu entscheiden. Wir entschieden uns für einen Club. Ich wollte ein paar Minuten später los. War schon geduscht, packte noch schnell meinen Rucksack. Er schrieb, dass er noch ein paar Minuten was für die Arbeit fertigmachen müssen und dann losfahren würde. Ich fragte noch, wann er denn glaubt, dass er da sein kann. Ich wartete aber nicht seine Antwort ab, denn es war schon spät geworden. Ich wollte keine Zeit mehr verlieren und fuhr los. Schließlich kann ich ja auch dort warten, oder im Zweifelsfall einfach reingehen.

Und er antwortete einfach nicht mehr. Ab dem Moment: Funkstille. Ich war sehr irritert. Wollte er mich nur verarschen? Gab es gute Gründe? Eigentlich suche ich nicht zuerst die Gründe bei mir. Glaube daran, dass Dinge dazwischenkommen können, dass Menschen einem nichts Böses wollte. Ich las mir nochmal und nochmal den Chat durch, ob ich was übersehen hatte. Machte mein Fotoalbum wieder zu. Ich fing an mich über meine Eitelkeit zu ärgern, dass er mir mit dem Interesse geschmeichelt hatte. Die Angst kroch hoch, dass mir doch mal jemand was Böses will und ich zu nachlässig war. In meinem Fotoalbum sind zwar sexy Bilder, aber keine auf denen ich nackt bin. Kein Bild mit dem ich nicht leben könnte. Aber trotzdem würde ich nicht wollen, dass man sie veröffentlicht. Ich schrieb ihm nur, dass er schon Gründe dafür haben würde und beschloss allein in den Club zu gehen. Wollte nicht auch noch dem Ärger über das Versetzt werden Raum geben, der ihm nicht zustand.

Also rein in den Club als Single-Frau. 40 Euro hingeblättert. Ich kannte den Club ja schon. Mittelgroß. Ein wenig schicker. Allein war ich noch nie dort gewesen. Und ich war nicht überraschend die einzige Single-Frau an dem Abend. Und das ist auch schwieriger als gedacht, wenn man nur sehr selten Bi-Neigungen hat. Und nicht mitspielen will mit nem Paar, sondern sich mal nur den Mann ausleihen. Da sind viele Swingerpaare nicht so entspannt. Die machen entweder nur was zu zweit, lassen sich zugucken, fummeln ein kleinwenig an fremden Brüsten rum und sonst nix. Oder machen einen Vierertausch. Jedenfalls passe ich da solo nicht so ganz ins Konzept. Aber es gab ja noch ein paar Soloherren. Allerdings bin ich ein wenig allergisch dagegen, wenn man mich einfach anfasst, wenn ich neben einer Matte stehe und das Geschehen auf mich wirken lassen möchte. Wenn ich dann abwinke, dann halten sich alle dran und gehen, aber das gleich angefasst werden nervt mich. So haben fast alle Solo-Herren an dem Abend eine Abfuhr kassiert. Es ist mir zu flach. Ich will, dass irgendwas passiert, zwischen uns. Mehr als nur das Loch sein. Zwischen Drinks und Essen und gucken, kam ich auch mit einem Pärchen ins Gespräch. Die beiden waren nett, wenn auch fast so alt, wie meine Eltern. Aber wir unterhielten uns ganz gut. So dass der Abend auch okay war für mich. Die beiden gingen aber irgendwann nach Hause.

Ich zog nochmal eine Runde durch den Club. Beim Zusehen am Pärchenzimmer stand ein junger, blonder Typ neben mir, der sich auch mit zusehen begnügte. Vermutlich der einzige Mann im Laden, der mich noch nicht doof von der Seite angegraben hatte. Er war niedlich. Und ich war dann doch noch in Spiellaune. Also quatschte ich ihn blöd von der Seite an: Bock auf einen Blowjob? (Mal sehen, ob das Angebot mal jemals einer ablehnt) Er grinste und willigte ein. Wir gingen in den nächsten Raum. Ich legte mein Handtuch auf die Matte und setzte mich drauf. Ich deutete ihm an, dass er es sich neben mir bequem machen sollte. Zog seine Short aus und legte sich neben mich. Er wurde gleich hart. Schöner Schwanz. Ich blies ihn genüsslich und freute mich, dass es ihm gefiel. Die anderen Solo-Herren standen ein wenig neidisch daneben, aber hielten immerhin Abstand. Musste nur eine Hand abweisen. Ich packte all mein Blasekönnen aus und so dauerte es gar nicht lange bis er kam. Wie ich das mag, wenn das so funktioniert 🙂 Er war selbst überrascht, dass es so schnell gegangen war. Hihihihi. Der nächste Solo-Herr, der hoffte auch dranzukommen und schon blankgezogen hatte, hatte kein Glück. Ich hatte keine Lust mehr und lehnte ab. Der blonde junge Typ und ich quatschten noch ein wenig an der Bar. Wieso war der mir nicht früher aufgefallen. War wirklich niedlich. Ich bedauerte fast ein wenig, dass ich mich nicht hatte vögeln lassen. Aber das war nach dem Blowjob irgendwie durch. So ging ich dann nach Hause. Der Abend war schon okay. Ich lerne: also Solo-Frau geht schon irgendwie, aber ich mag es nicht, wenn fast nur Pärchen da sind. Dann doch lieber in den Club mit mehr Soloherren, da hab ich wenigstens eine Auswahl, auch wenn man mehr Typen abwimmeln muss.