Beständiges zur besinnlichen Zeit

Ende des Monats Freitag Abend: da findet man mich zumeist auf dem Stammtisch der Rirarammel-Seite in meiner Stadt. Ich freue mich auf die netten Menschen, die ich schon kenne. Manchmal lernt man den ein oder anderen Neuen kennen.

Dieses Mal habe ich gemerkt, dass ich gerade gar nicht so wirklich offen bin für neue Menschen. Dass ich die Vorstellung mich auf jemanden einzulassen, als anstrengend empfinde. Genau das, woran ich das Jahr über am allermeisten Spaß gehabt hatte, nämlich neue Menschen kennenzulernen, das finde ich gerade gar nicht verlockend.
Ich habe mich gefragt, woher das kommt und glaube, dass es mit der Adventszeit und dem Drumherum zu tun hat. Dass ich mich in der Jahreszeit eher nach Beständigkeit sehne. Zusätzlich habe ich mehr Verantwortung im Ehrenamt übernommen, stand in den letzten Wochen oft im Fokus und bin froh wenn ich unwichtig und unauffällig in der Ecke hocken kann. Wenn ich keine Fragen zu meiner Person beantworten muss, meine Meinung nicht gefragt ist.

Dann sollte ich brav meine bestehenden Kontakte pflegen. Leider ist JD wohl wirklich weg. Auf meine letzten beiden Mails habe ich keine Antwort mehr bekommen. Das macht mich traurig. Diese Vertrautheit wieder zu finden. Einen Mann, auf den ich so abfahre, wie ihn..

Wenn er jetzt nie wieder kommt?

Jetzt ist er plötzlich gekommen, der Moment, von dem ich wußte, dass es ihn irgendwann mal geben wird, aber über den ich mir bis dato nie Gedanken gemacht hatte. Das Ende der Projekte von Mr. Bondage in meiner Stadt. Wir hatten schon auch mal darüber gesprochen, was wohl passieren wird, dann im November, aber je näher der Moment kam, desto weniger war es Thema zwischen uns gewesen. Diese Woche begann wie immer, eigentlich. Er wollte Montag Abend spät anreisen. Ich wollte dann zu ihm ins Hotel kommen. Gegen halb zehn wollte er in meiner Stadt ankommen. Er hatte in letzter Zeit immer wieder Phasen, wo es ihn sichtbar quälte Sonntags oder Montags Abends seine Koffer zu packen und sich wieder in die Arbeitswoche zu stürzen. Das hat weniger mit dem Verlassen der Familie zu tun, denn er ist schon sein ganzes Berufsleben ein Reisender. Aber die Arbeit erfüllt ihn immer weniger. Die Sinnfrage, vielleicht auch Midlife-Crises bedingt wird immer größer.

So war es dann auch diese Woche Montag. Statt um 21:30 wie anvisiert, kam er dann erst gegen 24 Uhr an. Damit war der gemeinsame Abend ziemlich kurz geworden. Ich wollte ihn unbedingt sehen, deswegen war ich wachgeblieben und hatte auf ihn gewartet. Am nächsten Morgen hatte ich keinen Zeitdruck, deswegen war das nicht weiter schlimm.Ich versuchte allerdings den Umstand, dass er sich trotzdem es mich in seinem Leben gibt, irgendwie nicht mehr motivieren kann, nicht persönlich zu nehmen. Denn eigentlich finde ich, hat er es momentan ziemlich gut getroffen. Wenn ich mir so manchen von den einsamen Beratern so ansehe, die ich in seinen Hotels so treffe. Die manchmal völlig verzweifelt die Rezeptionistin angraben und hoffen, dass sie mit aufs Zimmer kommt. (Alles schon erlebt und bis heute nicht verstanden, wie man so dämlich sein kann, zu glauben, dass sie während ihrer Arbeitszeit mit ihm mitkommt.) Mr. Bondage muss die Woche nicht einsam verbringen, auf ihn wartet jemand in seiner Arbeitsstadt. Und trotzdem erleichtert dieser Umstand ihm in letzter Zeit das Arbeiten irgendwie nicht mehr.

Als er dann endlich da war, gaben wir uns Nähe,kuschelten waren zusammen. Es tat gut, denn wir hatten uns in der Woche vorher auch nur einen Abend sehen können.

Am Morgen bevor ich ging, unterhielten wir uns noch über den Rest der Woche. Es wurde klar, dass er am Dienstag Abend ein Geschäftsessen hatte und am Mittwoch Abend ein Date. Am Donnerstag würde er nach Hause fahren. Das traf mich ziemlich. Ich war sauer und verließ ihn merklich wütend.

Auf dem Weg in die Stadt tat ich etwas, dass ich sonst vermeide zu tun. Ich schrieb eine drastische Nachricht: „Ich bin eifersüchtig und gekränkt. Muss nachdenken, ob es mir gut tut.“ Das meinte ich auch genau so. Ich fühlte mich nicht wertgeschätzt. Dass er andere Dates hat okay. Aber er hatte mich vorher nicht mal gefragt, wie meine Woche aussieht, wann ich Abends Termine habe. Und die Tatsache dass er dann, obwohl er wußte, dass wir den Rest der Woche keinen gemeinsamen Abend mehr haben würden, es trotzdem nicht geschafft hatte, zur einer vernünftigen Zeit aufzuschlagen, machte die Sache nicht besser. Ich wollte darüber nachdenken, ob die Sache mit ihm mir in dieser Form noch gut tut. Er schrieb zurück, dass er redebereit wäre und ich mich einfach melden solle.

Ich musste erst noch arbeiten. Einen Workshop geben. Der lief sehr gut, das machte mich Stolz. Danach ging es mir schon deutlich besser und ich konnte ohne den Wutimpuls nochmal über die Sache nachdenken. Auch der Workshop hatte mir nochmal bewußt gemacht, dass Mr. Bondage maßgeblich daran beteiligt war, dass ich am Ende des Jahres jetzt dort stand und einen Workshop hielt. Dass ich die Uni doch nochmal beendet hatte. Er hat mich wertschätzend und motivierend begleitet. Hat mir immer was zugetraut. Mich spüren lassen, dass er mich als Mensch mit allem was ich kann schätzt. Das ist nach meiner letzten Beziehung, die mir genau die gegenteilige Erfahrung beschert unglaublich wertvoll für mich. Ich schrieb ihm ohne wütend zu sein, dass ich mich nicht wertgeschätzt fühle mit seinem Verhalten in dieser Woche. Er gestand seinen Fehler ein und gelobte Besserung. Ich fühlt sich ernst gemeint an. Er hatte auch meine erste Nachricht sehr ernst genommen. Wir sahen uns an diesem Abend spät nochmal und ich blieb die Nacht bei ihm. Am Morgen befriedigten wir uns gegenseitig und es fühlte sich gut an. Der Sex war nicht gänzlich verloschen zwischen uns.

Im Laufe der Woche kristallisierte sich dann heraus, dass er nicht mehr persönlich anwesend sein muss in meiner Stadt. Dass er die Projekte auch von zu Hause fertig stellen konnte. Nach der Aussprache trug ich ihm die Planung der Woche nicht mehr nach. Aber es dann danach aus, als würde er den vorerst letzten Abend in meiner Stadt mit einer anderen Frau verbringen. Oh mann. Ich ertappte mich kurz bei dem Gedanken, ob es nicht einfach das beste wäre für uns zwei, wenn es im Sande verläuft. Wir würden uns erst vermissen und uns dann irgendwann vergessen. Ich verwarf den Gedanken aber schnell wieder. Am Donnerstag Abend nahm er sich bevor er heimfuhr noch die Zeit mit mir Essen zu gehen. Und konnte mir berichten, dass ein Projekt überraschend verlängert wurde, so dass er bis zum Jahresende zumindest noch die ein oder andere Nacht in meiner Stadt verbringen wird. Ich freue mich auf die Zeit mit ihm. Die zwar weniger wird, aber wir werden uns noch sehen.

Feel like a Ehefrau

Okay der Titel ist zugegebenermaßen ein wenig provokant. (Und vermutlich werden die sexuell erfüllten Ehefrauen jetzt gleich auf mich einprügeln :-))
Aber es beschreibt meine aktuelle Lage ganz gut. Mr. Bondage hat mich gewifezoned (in Anlehnung an gefriendzoned). Das meint: Wir geben uns gegenseitig Liebe und Halt, aber er ist sexuell nicht mehr scharf auf mich.
Diesen Eintrag habe ich bewußt nicht in einem verzweifelten Moment geschrieben, in dem mich das völlig runterzieht, sondern in einem Moment, in dem ich ganz gut damit leben kann. Beide Gefühlslagen sind vorhanden, es überwiegt allerdings momemtan die Zufriedenheit.

Ja, ich lag schon völlig verheult neben ihm in seinem Hotelbett. An einem Abend, an dem mich mal wieder die Erkenntnis eingeholt hat, dass er sexuell nach etwas anderem sucht. In einer Phase in der er sich wild in andere Abenteuer/Dates gestürzt hat, weil er ein Getriebener ist, der Angst hat, dass ihm die Zeit seiner Potenz davon läuft und er den ultimativen Kick noch nicht gefunden hat. Dann sehe ich sein Beuteschema und rede mir ein, dass ich nicht hübsch oder schlank genug bin. Das ist hart, weil es mich zu dem so ziemlich einzigen Punkt in meinem momentanen Leben führt, mit dem ich nicht zufrieden bin. Ich habe die Fuck-10-Kummer-Kilo aus meiner vergangenen Beziehung noch nicht wieder abgenommen. Das beschäftigt mich an solchen Abenden in seinem Bett mal mehr, mal spielt es eine untergeordnete Rolle. Ich date vorwiegend Männer, denen das nicht so wichtig ist, ob es 10 Kilo mehr oder weniger sind. Es ist am Ende auch nicht das wichtigste. Aber für mich noch eine offene Baustelle, bei der ich einfach nicht im Reinen mit mir bin.

Ich muss schmunzeln, wenn ich an meinen Eintrag nach dem Streit wegen des Japan-Aufenthalts von Mr. Bondage denke. Ich wollte mich gefühlsmäßig zurückziehen…. Genau das Gegenteil ist passiert. Weniger Sex, mehr Gefühle. Das ist schräg. Aber ich fühle mich sehr angekommen, sehr wohl mit ihm. Vertrautheit, Nähe, Liebe, Lachen, Gespräche. Es ist eine intensive vertrauensvolle Beziehung entstanden. Ich fühle mich wie eine Art Unter-der-Woche-Partnerin. Das ist schön. Und es reicht mir momentan auch völlig aus. Natürlich ist da in mir manchmal die kleine Angst, dass diese Beziehung verhindern könnte, dass ich mich auf einen anderen Mann einlasse, für den ich die Hauptpartnerin sein könnte. Dass es einen potentiellen Partner abschreckt, weil er merkt, dass ich da gefühlsmäßig so weit drin stecke. Aber es geht mir mit Ausnahme der wenigen (vermutlich auch zyklusgesteuerten Momente) gut damit.

Ich bin zugegebenermaßen langsam ein wenig untervögelt, weil ich es in letzter Zeit oft vorgezogen habe, Kuschelabende mit Mr. Bondage zu verbringen, statt mich mit Männern zum Sex zu treffen. Mal ist das Verlangen nach Nähe größer und in anderen Phasen brauche ich mehr Sex.

Kitzliger Blowjob

Lebenszeichen 🙂

Ich hatte ja schon den ein oder anderen Blowjob. Auch immer mal wieder im Auto. Auch an einem Abend unter der Woche zur Feierabendzeit. Ein Mann den ich lange nicht getroffen hatte meldete sich mal wieder. Ich hatte Lust ihn zu sehen. Holte ihn in der Nähe seiner Arbeit ab. Wir fuhren auf einen Feldweg. Quatschen. Akklimatisieren. Blowjob. Eigentlich alles wie schon oft passiert. Und dann denkt man, dass man alles schon mal erlebt hat. Dachte ich.

Dann sagte er, dass ich aufpassen müsse, weil er am Penis kitzlig sei. Klar, lachte ich innerlich, was eine doofe Stelle um kitzlig zu sein. Hahaha, ich dachte er verarscht mich. Aber er meinte es erst. Wenn seinen Schwanz seitlich in den Mund nehme, dann kitzelt es ihn am Eichelrand. Für ihn sei es am Besten, frontal geblasen zu werden. Geht aber im Auto nicht. Aber ich mag ja Herausforderungen. Also einen Blowjob im Auto mit einem Mann der am Schwanz kitzelig ist. Ich versuchte also beim Blasen nicht so besonders viel an seinen Eichelrand zu kommen. Weniger Zungeneinsatz als sonst, mehr saugen, Unterdruck. Nicht zu sanft und nicht zu fest. Nicht kitzeln. Er wurde immer lauter und ich bekam den Dreh raus, wie ich ihn händeln musste. Deutlich hörbar ergoss er sich dann nach einer Weile und ging glücklich befriedigt nach Hause.

Dieser Blowjob hinterlässt mich mit einem Schmunzeln. Würde mich ja interessieren, ob es auch Frauen gibt, die am Kitzler kitzlig sind.. :-))

 

 

Es muss nicht immer penetriert werden

Jetzt war ich ziemlich viel unterwegs, was für ziemlich wenig Sex gesorgt hat. Aber bevor ich weggefahren bin, habe ich mich noch auf ein Treffen im Stundenhotel verabredet. Und noch ein weiteres Zimmer kennengelernt (Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich alle durch hab :-)) Mit dem Mann, ich nenne ihn Mr. Superentspannt. (Es ist gar nicht so leicht den Männern immer neue passende Namen zu geben,). Der um den es heute geht ist jedenfalls superentspannt. Ruht in sich, wirkt zufrieden. Er ist Mitte 40, attraktiv, und gebildet. Wir waren vorher ganz entspannt zwei Mal Essen und haben uns gut unterhalten. Ich mag seine Art zu denken. Es hat ein paar Wochen gedauert, bis wir einen passenden Termin für unser Date im Stundenhotel gefunden hatten. Er war noch nie in einem gewesen. Also war ich plötzlich, obwohl viel jünger, in der Rolle der Erfahrenen und er ein Neuling. Lustig dieser Rollentausch. Ich ging also voran und zeigte ihm den Weg.

Wir hatten schönes, unspektakuläres Zimmer mit einem riesigen Bett. Wir legten uns aufs Bett und unterhielten uns erst einmal. Ganz entspannt. Zwei Stunden hatten wir das Zimmer. Dann knutschen wir. Aber nicht wirklich lange. Und wir waren relativ schnell nackt. Es war alles ziemlich entspannt. Im Vergleich zu manch anderem Mann vermittelte er mir das Gefühl, dass er einfach nur eine gute Zeit haben wollte. Dass er nicht ein bestimmtes Ziel hatte, dass er nun auch ganz dringend kommen müsste, so dass es ihn für sich rentiert. Er fing an mich zu liebkosen. Ich weiß nicht ob es ein Talent ist oder viel Übung jedenfalls berührte er meinen Körper genau richtig. Er berührte mich so, dass ich geistig nicht eine Sekunde in Hab-Acht-Stellung gehen musste. Achtsam, aber wissend wie eine Frau funktioniert. So schnell wie mit ihm konnte ich meinen Kopf selten entspannen, bei einem Mann, mit dem ich zum ersten Mal Sex habe. Das war der Wahnsinn. Das führte dazu, dass er mir sehr entspannt, aber mit einer relativ kurzen Aufwärmphase einen ziemlich beindruckenden Orgasmus gefingert hatte. Ich war befriedigt und beeindruckt, als ich mich danach in die Embryostellung einrollte. Er freute sich daran, dass er mir Lust bereiten konnte.

Ich revanchierte mich und kümmerte mich um ihn. Großer Schwanz, aber bewältigbar. Ich wollte ihm ähnliche Lust bereiten wie er mir bereitet hatte und versuchte beim Blowjob seinen Körper zu lesen, zu verstehen, was ihm gefällt. Es gelang mir. Denn auch er kam. Und dann fiel mir auf, dass es eigentlich ziemlich doof ist, dass das Stundehotelzimmer kein Waschbecken hatte. Mir war natürlich sein Sperma über die Hand gelaufen. ich wischte es mit einem Tuch ab, musste aber wohl oder übel raus auf den Flur um mir im Klo die Hände zu waschen. Das war schräg. So halb bekleidet über den Gang zu hopsen. Aber naja, die werden schon anderes gesehen haben, dachte ich mir dann.

Ich war gespannt, was noch passieren würde. Auf seinen ansehnlichen Schwanz hatte ich durchaus Lust. Nach einer Weile begann er mich zu lecken. Auch da wußte er genau was er tun musste. Er leckte mich gekonnt und mit Hingabe. Das was er tat vermittelte mir wiederum das Gefühl, dass er Spaß an der Sache hat. Für meinen Kopf, der sich manchmal schwer ausschalten lässt, ist das wie ein Geheimrezept. Ich konnte mich einfach hingeben, ohne nachzudenken. Einfach genießen. Und zack Hammerorgasmus Nummer Zwei. Auch dieses Mal revanchierte ich mich nach einer Pause mit einem Hand-/Blowjob.

Es gelang ihm auch noch ein drittes Mal meinem Körper einen Orgasmus zu entlocken, was wirklich sehr erstaunlich ist. Denn eigentlich wird es schwieriger, je öfter. Desto genauer muss er das treffen, was mein Körper will. Aber es ging so einfach. So gekonnt, wie er meinen Kitzler berührte in der richtigen Intensität, wie er meinen Körper lesen konnte. Es war großartig. Ohne das wir miteinander geschlafen hatten, ging ich sehr glücklich befriedigt an diesem Tag nach Hause. Das einzige was ungewöhnlich war, dass wir uns bis auf ganz zu Anfang nicht geküsst hatten. Trotz kuscheln und streicheln zwischendurch. Keine Ahnung warum, es ist mir jedenfalls aufgefallen. Nachdem er mit mir fremdgeht, kann es sein, dass er nicht küssen will. Ich werd ihn das mal noch fragen. Ein Wiedersehen wird es auf jeden Fall geben, denk ich.