Lebenszeichen

Ja, mich gibt es noch. Ich hätte auch ein bißchen was zu schreiben. Nicht so viel Sex. Viel anderes Zeug: Über meine Versuche beruflich firmenintern voran zu kommen, die nicht sehr erfolgreich waren. Ein kurzfristiger Umzug in eine viel schönere Wohnung. Ein Bandscheibenvorfall mit Taubheitsgefühl im rechten Hinterteil.

Mein Leben ist immer noch nicht in Balance. Der Bandscheibenvorfall, der insofern noch glimpflich verlaufen ist, weil ich keine Schmerzen mehr habe, hat mir aber vor Augen geführt, dass ich mich nochmal mehr um meinen Körper kümmern muss. Ich muss und will mindestens 5 Kilo verlieren. Mich weiterhin gut ernähren. Das Training aus der Corona-Lockdown-Zeit muss ich wieder aufnehmen. Der Bandscheibenvorfall hat mich ein wenig eingebremst. Positiv ist, dass ich mich eigentlich okay viel bewegt habe, auch während des Vorfalls.

Umzug in die neue Wohnung: Ich hatte gar nicht danach gesucht. Schließlich war ich erst vor knapp 1 3/4 Jahren in die letzte Wohnung gezogen. Die Wohnung jetzt ist mir angeboten worden. Ähnlich groß (oder klein) wie meine alte, aber viel besser geschnitten und ausgestattet. Von vorher Hochparterre mit Balkon, den ich nie wirklich genutzt habe ins oberste Stockwerk mit Balkon, der sich wie eine Lounge anfühlt. Wohnung ist jetzt vorzeigbar. Vorher hatte ich mich für das Bad immer ein wenig geschämt – Rosa 70er Jahre Fliesen. Nicht renoviert. Preislich zahle ich dasselbe wie vorher, aber habe noch zusätzlich einen Tiefgaragenstellplatz. Von demher ein guter Deal. Bin noch am Ausräumen der letzten Kartons.

Es wäre sehr mühsam in meiner Stadt was billigeres zu finden. Zumal ich mit 32 Quadratmetern schon relativ klein wohne. Seit Corona habe ich aber das Problem, dass mein Nebenjob weggefallen ist. Das nervt mich ziemlich, weil ich mit meinem normalen Einkommen auf Null hinkomme, aber mir halt Reisen und Sonstiges immer über den Job finanziert habe. Jetzt habe ich noch 25 Urlaubstage übrig, aber eh kein Geld für Urlaub. Und ich wollte eigentlich nie mehr so knapp bei Kasse sein. Nicht falsch verstehen, ich komme klar, aber geil ist es nicht.

Im Hauptob mehr zu verdienen wäre wünschenswert. Mit meinen zwei internen Bewerbungen war ich allerdings nicht sehr erfolgreich. Waren wohl auch zu früh nach nur 5 Monaten im neuen Job. Ich muss mich da selbst wieder ein bißchen einbremsen. Erzwingen kann ich das nicht. Intern wird für mich beim jetzigen Arbeitgeber nichts gehen. Jetzt hab ich noch 1 1/2 Jahre Vertrag und werde die Zeit nutzen mich anders aufzustellen.

Das mal so als Kurz-Update. Ich verspreche, dass wieder mehr Content kommt in nächster Zeit.

Die letzte Woche im Liebesnest

Veränderungen stehen ins Haus. Mr. Bondage und ich haben nun die letzte Woche in unserem „Liebesnest“ vor uns. Ende des Monats zieht er aus der Wohnung aus, die er in meiner Stadt nun eine lange Zeit bewohnt hat. Seit wir uns Mitte des letzten Jahres kennengelernt haben, war sie immer zentraler Punkt unserer Beziehung. Ich habe in der letzten Zeit eigentlich fast alle Nächte, die er in meiner Stadt war, dort mit ihm verbracht. Wir konnten ungestört allen Lüsten nachgehen, die uns so überkamen. Das hat nun ein Ende. Ich wußte das ja schon eine Weile. Aber heute ist sie nun angebrochen die letzte Woche. So ein wenig sentimental stimmt mich das schon.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Beziehung über den Ortswechsel hinaus Bestand haben wird. Aber es ist doch erst mal ein wenig ungewiss. Wir werden uns eben an eine neue Situation gewöhnen müssen. Er zieht in eine Stadt die etwa 100 Kilometer von meiner entfernt ist. Bisher musste er pendeln. Jetzt kommt ein gewaltiger Teil der Fahrlast auf mich zu. Bisher war er an seinen Einsatzort gependelt. Das bedeutete 2 1/2 Stunden Fahrzeit, um mich zu sehen. Jetzt war der Punkt erreicht, an dem er ihm das zuviel geworden war. Ich kann das verstehen.

Ein lachendes und ein weinendes Auge habe ich, wenn ich über seinen Umzug nachdenke. Zum einen bin ich ja Abenteuerlustig und freue mich durchaus auch darauf mit ihm zusammen einen neuen Ort für uns zu erobern, eine neue Stadt kennenzulernen.

Anderseits hatte ich seine Wohnung – unser Liebesnest- durchaus lieb gewonnen. Das aufgeben zu müssen, macht mich schon ein wenig traurig. Auch werde ich sehen müssen wie sich das Pendeln für mich gestaltet. Es sind zwar nur 100 Kilometer und eigentlich sollte ich die Flexibilität für die nächsten paar Monate noch haben, dass ich regelmäßig zu ihm pendeln kann. Aber wir werden uns mit ziemlicher Sicherheit eben nicht mehr jede Nacht unter der Woche sehen können, so wie bisher. Es wird weniger werden.

Aber so ist das Leben. Es gibt keinen Stillstand. Und um es Positiv zu sehen, es hätte ja auch weiter weg gehen können für ihn als 100 Kilometer. Ich werde jetzt also die letzte Woche mit ihm in meiner Stadt genießen und nebenbei hart an meiner Magisterarbeit schreiben. Auf gehts.