Urlaub noch zu retten?

Endlich stand er vor der Tür, der langersehnte Urlaub mit Mr. Bondage. 9 Tage nur er und ich. Diese Aussicht erschien mir so wundervoll. Die letzte Zeit war geprägt davon, dass wir uns nur Abends nach jeweils langen Tagen sahen. Er hatte viel gearbeitet, ich hatte die Last des Pendelns getragen. Wir waren meist nur noch etwas Essen gegangen, haben manchmal noch zusammen geduscht, ein wenig gekuschelt und dann geschlafen. Sex war wenig geworden. Aber mit der Aussicht auf den gemeinsamen Urlaub konnte ich das aushalten. Wir waren vor einer Weile mal für eine Nacht zusammen an den Gardasee gefahren. Das war ein wundervoller unbeschwerter leidenschaftlicher Urlaub gewesen. Viel Sex, gemeinsames Spazieren, eine gute Zeit. Mir war vor unserem Urlaub klar, dass er nie wieder Zeit haben würde neun Tage mit mir zu verbringen.  Neun Tage Urlaub, freie Zeit. Deswegen war es also was ganz besonderes.

Mit Ausblick auf die lange gemeinsame Zeit war aushaltbar, dass ich das Gefühl hatte, dass die anderen Frauen „Quality time“ bekamen und ich nicht. Für seine andere Sub muss er sich immer ein komplettes Wochenende Zeit nehmen, da die beiden so weit auseinander wohnen. Das hatte er für mich schon lange nicht mehr getan. An schlechten Tagen fühlt es sich an wie die „Nebenbei-Frau“ sein. Die so selbstverständlich da ist, dass es einfach nichts besonderes mehr ist. An guten Tagen wie eine besondere Beziehung unter seinen Beziehung, da wir am meisten Zeit miteinander verbrachten.

Er hat durch seinen Arbeitgeberwechsel ein paar Wochen frei. Bei der Planung dieser freien Zeit kann er nicht aus seiner Haut und versucht die Tage bis zur letzten Minute auszunutzen. Er träumte davon nach Japan zu gehen und seine Bondage-Kenntnisse dort nochmal zu intensivieren. Ich ermunterte ihn dazu. Ich kenne das Land ganz gut. War ein paar Mal dort gewesen. Hätte es unglaublich schön gefunden mit ihm dort hinzufahren. Aber mein Uniprüfungen liegen mitten in dem Zeitraum und so hätte ich nicht ganz mitgekonnt. Ich hatte mich eigentlich damit abgefunden, dass er alleine fahren würde. Bis zu dem Moment in dem wir auf den Weg zum Flughafen waren zu unserem kleinen Urlaub. Da sagte er mir beiläufig, dass er seine andere Sub mitnehmen wird für ein paar Tage.

Mich zerriss es in diesem Moment fast. Das tat mir unglaublich weh. ich erinnere mich nicht mehr daran, wann mir vorher etwas so sehr weh getan hat wie das. Ich wollte am liebsten laut schreien, den Schmerz rausschreien oder rennen bis ich einfach vor Erschöpfung umfalle. Irgendetwas damit es nicht so sehr weh tat. Aber es ging nicht. Ich konnte nicht mal weglaufen und meine Gedanken ordnen, die Konsequenz wäre gewesen, nicht mit in den Urlaub zu fahren. Ich betäubte den Schmerz mit lauter Musik und heulte hemmungslos in seinem Auto. Es ist etwas zerbrochen zwischen uns in diesem Moment und ich weiß noch nicht, ob das jemals wieder zu kitten sein wird.

Warum tat mir das so weh? Weil ich das Gefühl hatte, dass er schon am Anfang mich gar nicht wirklich mitnehmen wollte, da ich eben figurmäßig so weit weg bin von den Japanerinnen. Zu kräftig. Wollte da nicht mit mir als Bunny auftauchen. keine Ahnung, ob er es auch so meint, vor lauter anderen Frauen und Arbeit haben wir nicht viel geredet in letzter Zeit. Er wollte sowieso bei gar nichts meine Hilfe. Nicht bei der Unterkunftssuche, bei gar nichts. Jetzt hatte er seine andere Sub damit beauftragt etwas zu suchen. Ich fühle mich nutzlos, meine Kenntnisse sind nicht gewollt. Ich fühle mich fett und nicht vorzeigbar. Lieber die dünne Sub mitnehmen. Einfach ersetzt. Hinzu kommt, dass er in den letzten Tagen mir immer wieder das Gefühl vermittelt hat auf der Jagd zu sein. Auf der Jagd nach einem jungen perfekten hübschen schlanken Bunny oder Geliebten. Dass er noch einen anderen Frauentyp sucht ist aushaltbar, so lange ich auch das Gefühl habe gewollt zu sein. Bis dahin habe ich gedacht unsere Beziehung sei etwas besonderes. Aber ich bin nur eine unter Vielen. Austauschbar. Ich war verliebt. Er nicht.

Ich bin mitgeflogen, aber der Urlaub ist schwierig. Ich bin verletzt und dünnhäutig. Er genervt von meiner latent schlechten Stimmung. Er ist in einen Arbeitsmodus verfallen. Arbeitet noch alles ab, was er vor seinem Japan-Aufenthalt noch erledigen will. Klar kann das wieder nur in unserer gemeinsamen Zeit passieren. Wir sind nun drei volle Tage hier gewesen und haben nichts gemacht außer im Zimmer gesessen und gearbeitet und Fesseln gewesen. Fesseln im Trainingsmodus. Das ist okay, Das wußte ich vorher und da habe ich Lust drauf. Aber ich hatte gedacht, dass wir auch mal wieder zu zweit spielen würden. Nichts. Mein absoluter TIefpunkt war, als ich mich nackt vor ihn gekniet haber, während er am Laptop saß und gesagt habe, dass ich spielen will. Er hat die Arbeit vorgezogen. Ich fühle mich abstoßend und verletzt. Seine Bedürfnisse kommen immer zu erst. Es fühlt sich so an als wären meine nicht relevant. Es läuft so wie er das möchte. Da ich aber nicht seine Sub bin, sondern immer dachte, dass wir uns auf Augenhöhe begegnen kann ich damit nicht umgehen. Dieser ganze Urlaub bewegt sich zwischen Nähe und Abstand. Halbzeit hier, mal sehen was noch passiert.

Irgendwie freue ich mich mittlerweile darauf, wenn er drei Wochen nicht da ist. Ich werde mich entlieben in dieser Zeit. Er wird sich nicht melden. Er braucht mich nicht. Es ist seine Zeit. Sie wird intensiv. Intensiv auch mit der anderen Frau. Ich werde mich sammeln. You can not have it all, baby.

Hab kurz überlegt, die Kommentare für diesen Eintrag zu schließen.Denkt daran wenn ihr kommentiert, dass das meine subjektive Sicht der Dinge ist. Das ich gerade wütend und verletzt bin. Dass ich ihm an manchen Stellen vielleicht auch Unrecht tue.

Schlechte Vorzeichen

Leider ist mein Laptop immer noch kaputt, deswegen passiert gerade so wenig. Noch dazu war ich gerade ein paar Tage auf Städtreise. Bin gerade auf dem Heimweg.

Während ich im Zug sitze darf ich mich mal wieder mit Eifersucht auseinandersetzen. Ich möchte dafür nicht bemitleidet werden. Ich schreibe bewusst darüber, dass habe ich auch vorher schon getan, zum einen um mich beim Schreiben zu therapieren, zum Anderen um auch um deutlich zu machen, dass auch immer eine andere Seite der Medaille gibt. Dass nicht alles rosa ist, dass auch bei allem wilden Sexleben Gefühle im Spiel sind. Diese Eifersucht ist für mich „Part of the Game“. Etwas, dass die Art zu leben, wie ich sie praktiziere eben mit sich bringt. Ich nehme sie in Kauf, denn ich komme auf der anderen Seite in den Genuss von aufregenden Erlebnissen, die ich nicht missen möchte.

Ich denke so geht es Mr. Bondage auch. Es wird für ihn nicht immer leicht sein, wenn er weiß, dass ich mich gerade anderweitig vergnüge. Aber auch er zieht momentan das Ausleben der Eifersucht vor.

Was bewegt mich gerade? Ich habe mich Mitte letzter Woche von Mr. Bondage verabschiedet. Er hat seinen Urlaub angetreten, ich bin für ein paar Tage weggefahren. Es war klar wir würden uns 1 1/2 Wochen nicht sehen. Er ist in der Zwischenzeit in seine alte Heimatstadt gefahren. Dort wollte er ein paar Tage verbringen und die Möglichkeit zu fesseln nutzen. Dabei hat er eine junge Frau kennen gelernt, die es ihn angetan hat. Er verbrachte die ganze Zeit mit ihr dort (huch, das Aufschreiben macht es im ersten Moment noch viel schlimmer). Wirkte verliebt und glücklich. Änderte seine Pläne, blieb länger, reizte die Zeit dort aus. Und es führt dazu, dass wir nie telefoniert haben, nur wenige Nachrichten geschrieben haben. Er kommt dann in meine Stadt, holt direkt die andere Frau vom Flughafen ab, die mit uns auf die Veranstaltung gehen wird. Ich muss das anders ausdrücken, er geht mit ihr hin. Der Plan war, dass wir das Wochenende gemeinsam verbringen.
Aber er hat mir vor der Abreise, als klar war dass ich erst am Freitag wieder zurück bin und nicht schon ab Donnerstag Zeit habe, eröffnet, dass es für ihn dann keinen Sinn macht, dass Wochenende zu Dritt zu verbringen. Wir würden uns dann nur zur Veranstaltung sehen. Heißt konkret, dass er mit ihr die Zeit von Donnerstag bis Montag verbringt und ich Samstags untertags dazustoße und nach der Veranstaltung allein wieder nach Hause gehe.

Die Karte war teuer und ich will da unbedingt mal hin. Aber das treibt mich gerade an die Grenzen meiner Eifersucht. Am liebsten würde ich absagen. Fühl mich ein wenig aufs Abstellgleis geschoben. Wir fahren am Montag dann für 10 Tage gemeinsam weg. Ich werde ihn 10 volle Tage für mich haben. Das wird die längste Zeit sein, die wir jemals gemeinsam Urlaub machen werden. Ich freue mich sehr darauf. Aber mein Kopf will sich trotzdem nicht von seiner Eifersucht abhalten lassen.
Ich fühle mich bestraft weil ich mich nicht ganz nach ihm ausgerichtet habe. Ich richte mich eh viel nach ihm aus, weil es anders nicht geht. Aber wenn er sich auch so ein wenig nach mir richten würde wäre schön. Und auch fair, damit unsere Beziehung nicht zu einseitig wird.

Er hat mir das schon am Anfang der Woche gesagt, dass sein Plan ist mich während der Veranstaltung nur so kurz zu sehen. Ich hab ihn bisher auch einfach nicht wissen lassen dass es mich stört. Und erraten kann er es auch nicht. Hofft man zwar immer, passiert aber natürlich nie.

Wir werden reden müssen. Noch vor der Veranstaltung morgen, sonst wird das ein Desaster. Ich hoffe er liest meine Nachrichten rechtzeitg.

Nur Essen dachte ich…

Mein Laptop hat sich leider zerschossen, deswegen hatte ich etwas Mühe zu schreiben. Sehr ärgerlich. Aber ein kurzes Erlebnis konnte ich während eines Jobs niederschreiben.

Es kommt immer mal wieder vor, dass sich einer der Männer meldet, die ich vor einer ganzen Weile mal getroffen habe. In losen Abständen tut das auch Daniel mit dem amerikanischen Akzent, der mich zu meinem ersten Dreier mit der anderen Frau verführt hat. Nachzulesen hier. Wobei richtiger ist wohl, dass die Frau hat mich damals verführt hat und er hatte das Glück daran teilhaben zu dürfen.
Er meldet sich in losen Abständen immer mal wieder bei mir. Jetzt ergab sich ein Zeitfenstern und wir verabredeten uns zum Mittagessen. Mal wieder quatschen, was bei mir inzwischen so passiert ist. Ich wollte mir ein Update holen, was sich in seinem Leben so ereignet hatte. Er war wieder liiert, das wußte ich.

Er sammelte mich mit dem Auto ein. Während wir losgefahren waren fragte er mich, ob ich in ein Cafe bei ihm um die Ecke wollte oder mit zu ihm und er würde was kleines kochen. Ich war schon mal beim ihm gewesen. Er hat ein wirklich tolle Wohnung mit einem schönen Ausblick. Ich überließ es ihm, wohin wir gingen. Und dachte mir nichts dabei. Daniel befindet sich gerade in einer Umbruchsituation, will mit seiner neuen Partnerin zusammen ziehen und seine Wohnung aufgegben. Während er kochte (Maultaschensuppe) unterhielten wir uns. Nach dem Essen bat er mich zu sich aufs Sofa. Da ahnte ich, dass es nicht seine Absicht gewesen war nur mit mir zu Essen. Darüber ärgerte ich mich ein wenig. Ich bin ja in der Tat keine Frau mit der man nicht offen reden konnte, worauf Mann Lust hat. Und wenn einer dann sagt, dass er sich zum Essen treffen will, gehe ich auch davon aus, dass er es so meint Auch wenn ich mich innerlich über sein Vorgehen ärgerte, wußte ich, dass ich ja auch einfach Aufstehen und Gehen konnte. Tat ich nicht. Er wollte ein wenig Kuscheln und Knutschen. Ein wenig erinnerte mich das an unser Dreiertreffen. Auch da hatte mich zum Kennenlern-Essen eingeladen und es hatte in Sex geendet. Scheint zur Gewohnheit zu werden.

Allerdings war Daniel auch der einzige Mann gewesen, der außerhalb meiner selbstgesetzten Altersrange lag, mit dem ich was angefangen hatte. (Kein Mann älter als mein Dad) Und eigentlich wollte ich das nicht wiederholen. Ich war weder rasiert, noch hatte ich tolle Unterwäsche an und irgendwie war ich mit dem Kopf und Herz bei Mister Bondage. Aber gegen Knutschen sprach nichts. Und auch gegen ein wenig Kuscheln nicht. Dabei blieb es nicht. Es wurde ein wenig Fummlen und ein Blowjob. Aber er spürte wohl auch, dass mehr nicht passieren würde und gab sich damit zufrieden meine Brüste ein wenig anzufasssen und machte keine Anstalten mehr zu wollen.

Sein Schwanz war natürlich seit dem ersten Mal nicht kleiner geworden. Ich hatte schon damals Probleme gehabt ihn vernünftig zu Blasen, da er groß ist und mein Kiefer eng. Viel mehr als den Mund aufhalten und den Kopf auf und ab bewegen geht bei einem im Umfang großen Schwanz einfach nicht. Schade. Da kommen Männer mit normalgroßen Schwänzen bei mir einfach besser weg. Größe ist nicht immer nur von Vorteil.

Aber ich gab mein Bestes und er genoß das was er bekam hörbar. Blasen wird langsam zu einem Art Fetisch für mich. Das mache ich einfach gerne. Kurz und quick dieses Mal. Er spritzte in hohem Bogen auf sein Hemd ab.

Als Gegenleistung spielte er auf seinem Klavier für mich. Ich machte es mir auf dem Sofa bequem und lauschte. Man merkt, dass er gern spielt. Ich mag es wenn Menschen Dinge mit Leidenschaft tun, egal was. Danach ging ich wieder nach Hause. Es war ein nettes Wiedersehen gewesen. Wenn auch anders gedacht. Für mich zumindest.

Die andere Sub – Das Gespräch

Ich war in ein kleines Loch gefallen, es war nicht besonders schlimm gewesen und seit ich durchschaut habe, wieso das passiert, kann ich auch ganz gut damit umgehen. Außerdem wusste ich ja, dass ich nur eine Nacht allein war, bis ich Mr. Bondage zum gegenseitigen Aftercare wiedersehen würde. Wir wollten uns beide Nähe geben nach dem Spiel und reden. Der andere Teil des kleinen Tiefs würde weggehen, wenn ich ein wenig runtergekommen war nach dem ziemlich stressigen Wochenende und ausgeschlafen hatte. Ich ging früh ins Bett.
Am nächsten Tag ging es mir deutlich besser. Ich fuhr mit dem Zug zu ihm, er sammelte mich wie immer am Bahnhof ein. Dieser Moment wenn wir uns wiedersehen: er lässt mich dann immer spüren, dass er mich vermisst hat und dass er meine Nähe ebenso braucht, wie ich seine. Ich genieße diesen Moment immer sehr.
Später arbeiteten wir dann den Abend der Play-Party auf. Er war irritiert, dass ich ihm nicht vertrauen konnte. Er hatte den Eindruck, dass ich eigentlich gar nicht mit ihm spielen will, sondern es nur seinetwegen tue. Dem widersprach ich, denn ich will mit ihm spielen, aber ich brauche einfach manchmal mehr Zeit.
Wir hatten vorher mal darüber geredet, dass er mit mir ähnlich spielen wollte, wie JD mit mir Pornokino. Dass er mich in gewisser Weise anderen vorführen und zur Verfügung stellen wollte. Das fand ich sehr reizvoll und hatte ihm das auch so gesagt. Mir war allerdings überhaupt nicht klar gewesen, dass das sein Plan für diesen Abend war. Denn als feststand, dass das Hexchen mitgehen würde, dachte ich dass das Spiel mit ihr für ihn im Vordergrund steht. Die beiden hatten sich lange nicht gesehen und er hatte mir oft von gemeinsamen Spielen berichtet. Ich dachte, dass sie die Hauptrolle spielen würde an diesem Abend und ich einfach ein wenig zusehen konnte, wenn er mit ihr auf einem anderen Level spielt. Das war völlig okay für mich. So hatte ich die Konstellation interpretiert.
Mr. Bondage hatte allerdings ganz andere Pläne gehabt, wie sich in unserem Gespräch herausstellte. Er wollte zuerst mit mir Spielen. Das war sein Hauptfokus. Er wollte mich „Vorführen“, sehen ob sich ein interessantes Spiel, vielleicht auch mit einem anderen Mann ergibt. Ich war überrascht. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich Fokus stehen sollte. Ich freute mich und ärgerte mich gleichzeitig ein wenig, dass ich ihm nicht vertraut hatte und sofort auf die Barrikaden gegangen war. Aber an diese Möglichkeit hatte ich überhaupt nicht gedacht. Ich war so darauf fixiert, dass er mich einfach nur in zu wenigen Klamotten fesseln wollte. Andere Möglichkeiten hatte ich überhaupt nicht in Betracht gezogen. Er hatte deswegen so spät zu spielen begonnen, weil er mein Verhalten beobachtet hatte um herauszufinden, wie ich so drauf bin. Er versuchte mich einzuschätzen und kam dann nach einer Weile zum Schluss, dass es ein Spiel an diesem Abend nicht möglich sein würde, da ich ihm nicht vertraute. Das Fesseln war nur Plan B gewesen, damit wir etwas taten, was wir beiden schon kannten. Vertrautes Terrain, sozusagen.
Nach dem Abend war er sich jedenfalls wieder unsicher, ob es wirklich sinnvoll ist, dass wir miteinander spielen. Vielleicht wäre es besser, wenn wir einfach nur unsere Vanillabeziehung haben, grübelte er.
Ich will mit ihm spielen. Das sagte ich ihm auch. Aber er muss „Runter vom Gas“. Er muss mit mir in kleineren Schritten vorgehen. Ich bin immer noch eine Anfängerin. Bisher hatte er nur erfahrene Frauen gehabt, denen er gerecht werden musste. Ich machte ihm nochmal bewusst, dass auch an diesem Abend für mich auch bemerkenswerte Dinge passiert waren. Nämlich die Tatsache, dass ich einen ganzen Abend das Halsband öffentlich getragen hatte. Dass ich damit ein sichtbares Zeichen meiner Unterwerfung getragen habe. Das klingt so banal und wenn man erfahrener ist, dann ist das nicht mehr der Rede wert. Aber für mich ist das schon noch bemerkenswert. Hinzu kommt, dass ich mich zum ersten Mal habe an einer „Leine“ herumführen lasse habe. Auch das ist etwas, das ich auf mich wirken lassen muss. Ich glaube, dass war ihm überhaupt nicht bewusst. Das hatten das Hexchen und er eben schon öfter gemacht, überhaupt nicht der Rede wert. Aber ich taste mich noch ran an das Subsein. Fühle in mich hinein, was bestimmte Spiele mit mir machen.
Wenn wir privat spielen, vertraue ich ihm mittlerweile zu 100 Prozent. Da hat er mir gezeigt, dass er verstanden hat, dass er mit mir ein wenig behutsamer umgehen muss. Das hat wunderbar funktioniert. Ich warte schon immer sehnsüchtig darauf, dass wir wieder spielen. Aber das Vertrauen habe ich für öffentliches Spielen noch nicht. Das war auch auf der Party das Problem. Hier habe ich immer noch das Gefühl, dass er zu schnell zu viel von mir erwartet. Noch ein Punkt der mir klargeworden ist, vor Allem weil das Hexchen dabei war: Durch unsere Vanillabeziehung, die sich ja sonst auf Augenhöhe bewegt, braucht es einen deutlichen Anfang des Spiels. Denn das Hexchen war die ganze Zeit ihrer Anwesenheit eben in einer devoten Rolle. Die beiden sehen sich ja nur zum Spielen, da funktioniert das so. Aber für mich braucht es eben das Anlegen des Halsbands als Startsignal.

Das Fazit: Kommunikation ist wichtig. Aber auch Vertrauen. Wir arbeiten weiter daran. Darüber hinaus mag ich das Hexchen und fände es schön, wenn es sich mal wieder ergibt, dass wir zusammen auf eine Veranstaltung gehen.

Die andere Sub – manchmal überrascht er mich

Mr. Bondage war auf die Toilette verschwunden, vermutlich auch um sich wieder frisch zu machen, nach der schweißtreibenden Session mit dem Hexchen. Das Warten bis er zurückkam, machte mich unfassbar nervös. Ich hatte den festen Vorsatz zum ersten Mal ein Safewort zu benutzen, würde er es darauf ankommen lassen und verlangen, dass ich mich ausziehe. Aber ich wollte eigentlich keinen Streit. Ich hoffte so sehr, dass er es nicht darauf ankommen lassen würde. Während er weg war unterhielt ich mich mit dem Hexchen noch ein wenig über ihn.
Dann kam er zurück und mein Herz klopfte bis zum Hals. „Zieh dir an, worin auch immer du dich wohlfühlst, nur keinen BH mit Bügeln.“ Ich grinste breit. Er war doch einfach ein schlaues Kerlchen. Das machte mich sehr glücklich. Ich verstand jetzt zwar noch weniger, warum er mich vorher hatte etwas anderes anziehen lassen, aber das war auch erst mal egal. Ich flitze los und schmiss mich in mein gewohntes Outfit. Das Hexchen musste mir helfen, denn allein kam ich gar nicht in mein Korsett.

Es war schon relativ spät geworden. Die Party begann sich zu leeren. Aber ich wollte mich gerne noch aufhängen lassen. Ich stand mitten im Raum. Zog meinen Rock ganz freiwillig aus. Und stand in meinen Strapsen vor ihm. Darin fühle ich mich so langsam auch wohl. An manche Dinge muss man sich eben erst gewöhnen. Ein Schritt nach dem anderen. Das Fesseln ist mir mittlerweile sehr vertraut. Ich fühle mich ihm sehr nah dabei. Während mir Mr. Bondage die Oberkörperfesselung anlegte legte jemand Warriors of the world von Manowar auf. Ich mag das Lied und bewegte meinen Unterkörper sexy im Takt. Mr. Bondage war in seinem Element: Mal küsste er mich zwischendurch mal neckte er mich beim Fesseln. Ich mag ihn sehr wenn er darin aufgeht. Nach der Oberkörperfesselung band er mir ein Tuch um die Augen und darauf nochmal ein Seil. Er machte auch dieses Mal ein seitliches Suspention (Hänge-)Bondage aus mir. Nachdem ich an der Oberkörperfesselung, der Hüfte, einem Oberschenkel und einem Knöchel aufgehängt war, was ich so schon kannte, begann er das Bondage noch zu verfeinern. Es ist jedes Mal aufs Neue spannend ob das Bondage so gut sitzt, dass ich eine ganze Weile hängen bleiben kann. Am Anfang war ich mir gar nicht sicher, denn meine Finger kribbelten gleich mal. Aber ich bewegte meinen Oberkörper ein wenig und dann rutschte alles so hin, dass es gut funktionierte.

Mr. Bondage zog mir noch genüsslich ein Seil zwischen den Beinen durch. Dann band er mir meine Haare fest, so dass ich meinen Kopf oben halten musste. Ich merkte, dass ich in einen Tranceähnlichen Zustand abglitt. Das hatte ich vorher bei anderen Frauen immer bewundert. Das selbst zu erleben war wundervoll. Ich genoss es, konnte mich ganz hingeben. Während ich hing, gingen ein paar Gäste nach Hause und die Gastgeber fingen an ein paar Dinge aufzuräumen. Das war ein wenig schräg. Ich hätte dieses Mal gefühlt noch ewig hängen können. Aber danm wurde ich auch schon wieder in die Realität zurückgeholt und auf den Fußboden zurückgesetzt.

Es war schön gewesen. Die Gastgeber wollten aber zügig die Party beenden, also mussten wir schnell aufräumen. Das war ein wenig nervig. Hinzu kam, dass nach dem Bondage die Spannung abfällt und ich sofort ziemlich müde war. Ich musste am nächsten Morgen früh raus und realisierte, dass ich weniger als fünf Stunden schlafen würde. Das hatte ich mir selbst zuzuschreiben und ärgerte mich über mich. Leider ließ ich das auch ein wenig an Mr. Bondage aus. Wir hatten ein Hotelzimmer zu Dritt. Ich verkrümelte mich freiwillig auf die Matratze am Boden, weil ich ja als erstes weg musste. Hexchen und Mr. Bondage schliefen im Bett. Das war okay für mich, auch wenn mir seine Nähe fehlte.

Am Morgen verschwand ich ziemlich schnell, weil ich noch auf ein Seminar musste. Ich wusste aber, dass ich ihn einen Tag später bereits wieder sehen würde. Ich schrieb ihm während des Seminars, dass ich mir am nächsten Tag dringend noch Nähe holen muss. Er war noch im Dommodus und antwortete, dass ich ihn dann fragen könne, ob ich Nähe bekomme und er sie mir dann wahrscheinlich geben würde. Da fand ich ihn mal kurz ziemlich doof.

Als ich spät abends vom Seminar heimkam, übermüdet und auch angestrengt, allein zu Hause spürte ich wie ich in ein kleines Loch fiel. Mittlerweile kann ich damit umgehen. Mir war klar, dass ich noch Aftercare brauchte, weil es am Vortag doch emotional aufwühlend gewesen war. Ich schrieb ihm, dass ich noch Aftercare brauchen würde. Er antwortete, dass auch er noch Aftercare braucht. Da war meine Wut über seine doofe Antwort vom Vormittag verflogen. Mir war klar, dass auch mein Verhalten nicht leicht für ihn gewesen sein musste. Vor Allem zum Ende des Abends, war ich wirklich ein Arsch. Dafür wollte ich mich auch nochmal entschuldigen, wenn wir uns am nächsten Tag sahen. Wir vereinbarten einen Abend mit gegenseitig Festhalten und Reden. Darauf freute ich mich sehr und hoffe noch ein paar Antworten zu bekommen.