Harter Versöhnungsfick

Huch, jetzt habe ich so lange nicht gebloggt, dass ich erst mal völlig verwirrt bin nach meiner Rückkehr, da die Seitenoberfläche von WordPress völlig anders aussieht, als vorher. Seit Mitte März nix mehr geschrieben. Das Leben rauscht vorbei. Nach exzessiven Jahren habe ich nun eine ruhige Phase, in der ich mich ein wenig konsolideren muss. Im Job angekommen muss eine Weiterentwicklung her. Nach einem 3/4 Jahr ist es mir nun endlich gelungen, dass ich meine Wohnung soweit hergerichtet habe, dass ich gerne da bin. Dass ich mir auch vorstellen kann Besuch zu haben. Dass ich nicht mehr lieber bei Mr. Unauffällig bin, sondern es auch genieße Zeit für mich allein zu Hause zu haben. Dankbar, weil er mir bei vielem Handwerklichem geholfen hat und mir den letzten Schubs gegeben hat. Das ist mutmaßlich sein größter Verdienst: Mir zu einem Zuhause bei mir verholfen zu haben.

Als Anschluss an den letzten Blogeintrag: Nach meinem Urlaub haben Mr. Unauffällig und ich uns wiedergesehen. Lässt sich eh nicht vermeiden, da wir Kollegen sind. Aber auch privat. Aber wir sind in einer Off-On-Schleife gefangen. Immer mal wieder wird es ihm zuviel, dann stellen wir alles in Frage und nach einer Weile vögeln wir zur Versöhnung. Es geht nicht mit und nicht ohne einander. Mal sehen wann wir unser Verhältnis so austariert haben, dass es für uns beide passt. Ich mag ihn und er fickt gut. Und ich glaube, dass wenig Menschen in meinem Leben mich besser kennen als er.

Wenn diese On-Off-Nummer was Gutes hat, dass wir in Regelmäßigen Abständen Versöhnungssex haben. Mir ist da einmal in sehr bleibender Erinnerung geblieben. Wir hatten uns gerade doch sehr emotional gezofft. Er war wütend auf mich. Keine Ahnng mehr, warum genau. Er zog mich dann in sein Trainingszimmer. Während seine Aufforderungen sonst noch einen netten Unterton haben, klang das „Knie dich hin“ jetzt wie eine Drohung. Eine Androhung. Eine Bestrafungsankündigung. Während ich dem Spiel mit der Bestrafung selten was abgewinnen kann, da ich es in den meisten Fällen sehr albern finde etwas absichtlich falsch zu machen um bestraft zu werden, war ich nun aus seiner Sicht ernstlich ein böses Mädchen gewesen und er klang nach Frustabbau. Während mich dieses Szenario bei so einigen Männern zum sofortigen Weglaufen animiert hätte, aus Angst, dass ihnen das entgleisen könnte, turnte es mich in diesem Kontext so dermaßen an. Auch ich war noch Streitgefühlsaufgeheizt. Ich vertraue ihm zu 100 Prozent. Auch wenn er ernsthaft sauer auf mich war, ist er zu vernünftig, um mir Schaden zuzufügen.

Während ich auf seiner Sportmatte auf allen Vieren kniete, war er ins Schlafzimmer gegangen um etwas zu holen. Die Tatsache, dass er einen anderen Weg als üblich gewählt hat, um mit unserem Streit umzugehen, machte mich an. Sonst schmeißt er mich einfach raus, will Ruhe haben (oder ich hab mich vorher freiwillig verpisst). Ich kniete da und war mit Sicherheit schon feucht, bevor er zurück im Zimmr war. Er zog mir meinen Sportschal über die Augen und das Höschen über den Arsch runter. Dann knallte der erste Schlag auf meinem Hintern. Gürtel. Hufff. Noch zwei, drei weitere Schläge. Sehr hart für seine Verhätnisse. Tränen schossen mir in die Augen. Ich merkte ihm an, dass er ein wenig erschocken war über die eigene Leidenschaft und Emotionen, die ihn zu den Schlägen verleitet hatten. Hart an, aber nicht über der Grenze. Ich war trotzig: „Na hau doch zu. Ich geb nicht klein bei.“ Noch ein paar weitere Schläge. Das hab ich auch nicht so oft: Momente in denen ich nicht so viel nachdenke, sondern einfach in der Situation bin. Mit Emotion. Er war auch zum Platzen geil. Rammte mir seinen Schwanz tief in den Mund, so dass es mich leicht würgte. Danach fickte er mich hart doggy und kam ziemlich gleich, ziemlich laut. Dann packte er seinen Hitachi aus und ließ mich kommen. Intensiver Orgasmus. Schließlich zog er mir das Tuch von den Augen. Er nahm mich fest in den Arm. Und versicherte sich zig Mal, ob alles okay ist. Begutachtete meinen sehr roten Hintern, weil er Angst hatte, mich verletzt zu haben. Da hatte ich schon weit mehr ausgehalten. Es würde nicht mal ein blauer Fleck bleiben.

So ein emotionaler Versöhnungsfick mit Schlägen ist schon auch echt ein Ritt auf einem schmalen Grat. Aber in dem Fall war es genau das gewesen, was wir beide so sehr gebraucht haben. Der Frust und Streit war wie weggeblasen und wir konnten ohne Emotionen weiterdiskutieren.

Ein stummer Schrei nach Liebe

Ich habe Geburtstag diese Woche. Das schlägt mir ein wenig auf das Gemüt. Dann werde ich wieder ein Jahr älter und die biologische Uhr tickt noch ein wenig lauter. Die Menschen gucken noch ein wenig mitleidiger auf mich als Singlefrau. Jetzt aber immerhin mit Abschluss.

Zu Beginn der Woche habe ich Mr. Bondage wiedergesehen. Das Wiedersehen nach dem Wochenende mit der anderen Frau. Wir trafen uns in unserem Lieblingsrestaurant. Es war wirklich schön zwischen uns. Lustig, ein gutes Gesprächch, liebevoll, ein bisschen knisternd. Alles wunderbar. Bis wir in seine Wohnung kamen. Ich hatte die Nacht vorher relativ kurz geschlafen. Ich freute mich darauf mich einfach nur an ihn hinzukuscheln und einzuschlafen. So sah der Plan in meinem Kopf aus. Dann betraten wir die Wohnung. Und ich stellte fest, dass die beiden alles umgeräumt hatten an dem Wochenende, an dem sie da war. Das Bett stand nun in einem anderen Zimmer. Im Wohnzimmer war noch zu sehen, was die beiden offensichtlich gemacht hatten. Nicht das ich das nicht weiß. Aber dass er für sie alles extra hübsch gemacht hat – sogar Kerzen aufgestellt hat – das warf mich wirklich aus der Bahn.

Jetzt so mit zwei Tagen Abstand ärgere ich mich über mein Verhalten, aber ich war verletzt. Und da sprang der Trotz-Modus an. Ich schnappte mir meine Decke, ein paar Wolldecken und mein Kissen und zog mich beleidigt auf den Boden in dem Zimmer in dem voher das Bett gestanden hatte, zurück Ich war wild entschlossen dort zu schlafen. Es war auch aushaltbar bequem. Ich wollte allein sein, meine Gefühle sortieren, nachdenken. Ich hoffte sehr, dass er mich entweder dort schmollen lassen oder in den Arm nehmen würde.

Er entschied sich anders und wollte mich vor „einer Dummheit“ bewahren. (Das auf den Boden schlafen). Er bat mich erst noch ganz normal, mich in das richtige Bett zu legen. Er würde mich auch in Ruhe lassen. Ich wollte nicht. War zu sehr im Schmollmodus, heulte. Wollte in Ruhe gelassen werden. Ich lehnte ab. Sagte ihm, dass er mich in Ruhe lassen soll. Er ließ mich in Ruhe. Kurzzeitig. Dann kam er wieder und ich merkte, dass er sehr genervt war von meinem Verhalten. Er setzte den Befehlston auf und sagte, dass ich mit dem Schmarrn aufhören solle und nicht so trotzig da auf dem Boden liegen bleiben kann. Ich war sauer, nicht gewillt klein bei zu geben, verletzt. Irgendwie war das ja auch „unser Reich“. Zumindest in meinem Kopf. Realistisch gesehen irgendwie Quatsch. Es ist einfach seine Wohnung in der ich durchaus oft mit ihm übernachtet hatte.

Aber in einer Situation in der ich mir der Rolle in seinem Leben nicht bewusst bin, war zum einen das Umräumen irgendwie schmerzhaft. Zum anderen nochmal so plastisch vor Augen geführt zu bekommen, dass die beiden offensichtlich schön mit einander gespielt hatten, das war zu viel. Wir hatten einmal Sex dieses Jahr und haben einmal zusammen gefesselt. In zwei Monaten. Tragischerweise ist das alles an Sex, was ich bisher in diesem Jahr hatte. Das war nicht so intendiert und auch zum einen meiner Prüfung geschuldet, zum anderen, dass das ein oder andere Date aus den verschiedensten Gründen nicht zustande gekommen ist.

Ich entgegnete ihm trotzig, dass er mich ja einfach mal in den Arm nehmen hätte können. Er fühlte sich ungerecht von mir behandelt und ging. Als er ins Bad verschwunden war ging ich meine Optionen durch. Auf Teufel komm raus im Zimmer liegen bleiben: Das würde er nicht zulassen, als Monster-Ärger. Heimfahren: Das wäre meine Lieblingsoption gewesen, um mit mir wieder ins Reine zu kommen und das Ganze nochmal rational zu betrachten. Aber ich hatte beim Essen vorher zuviel getrunken um noch zu fahren, also keine Option. Mich ins Bett legen: Also klein beigeben. Auf Grund der Alternativen blieb mir eigentlich nichts anderes übrig. Also schnappte ich mir mein Bettzeug, plus meine Kopfhörer um meinen Ärger mit Musik zu ersticken und ging ins Bett. Wir sprachen kein Wort. Zum Reden war ich zu verärgert. Er ließ mich gewähren. Ich schlief schlecht, wachte viel auf. Der Gipfel war, dass ich morgens aufwachte und merkte, dass er es sich gerade selbst machte. Da fühlte ich mich noch unattraktiver und weniger begehrt, als vorher schon.

Am Morgen ging ich vor ihm ins Bad. Als er dann im Bad war verschwand ich ohne ein Wort zu sagen. Das alles zusammen war wohl ein stummer Schrei nach Liebe. Unbeantwortet.

Im Laufe des Tages war ich dann soweit ihm mich per WhatsApp zuerklären. Das ich verletzt war. Das unsere Beziehung asymetrisch ist, dass ich mich nicht begehrt fühle. Er bot mir ein Gespräch an. Er schlug vor, dass wir uns eventuell weniger sehen, aber uns dann die Zeit nehmen. Das Gespräch steht noch aus.

Mit ein wenig Abstand ärgere ich mich über mich selbst. Ich hasse es, wenn ich so ein Drama mache. Aber ich bin nicht perfekt. Ich fühle mich manchmal verletzt und komme dann schwer aus der Situation raus. Ich hätte mir sehr gewünscht, dass er mich einfach in den Arm nimmt. Aber ich verstehe, dass das für ihn auch nicht einfach war. Und er ist als grundsätzlicher Menschentyp so wie ich auch kein „In-den-Arm-Nehmer“. Auch wenn das zwischen uns sonst erstaunlicherweise  gut klappt. Mit zwei Tagen Abstand merke ich auch, dass der meiste Ärger schon wieder verraucht ist. Nichtsdestotrotz braucht es das Gespräch zwischen uns. Ein wenig Sicherheit, wo ich in seinem Leben stehe. Sonst passiert immer und immer wieder.

Menschen, die sich lieben sind manchmal sehr unfair zueinander

Achtung, dieser Eintrag ist im Affekt geschrieben..:-) Manchmal ist das Blog dann mein Ventil.

Tom, mal wieder Tom..
Liebe lässt Menschen manchmal ziemlich unfair miteinander umgehen..

Aber ich hab hier mal einfach die Kommunikation 1:1 wieder gegeben, die zeigt, wie aus einem harmlosen Gespräch ein komplettes Ende wird, in etwas mehr als zwei Stunden. Ich kommentiere zwischen rein meine Gefühlslage.

Remi: Erzähl wie war Wiesn.
7. Okt, 11:16 – Tom: Der Hammer! Die bisher beste Tour und das will was heißen
7. Okt, 11:17 – Remi: Warum das?
7. Okt, 11:18 – Tom: Leute, Stimmung, Bier, alles einfach…
7. Okt, 11:26 – Remi: Cool 😉
7. Okt, 11:29 – Remi: Hach so nah warst du und ich hab dich trotzdem nicht gesehen
7. Okt, 11:29 – Remi: Viel geflirtet?
7. Okt, 11:30 – Tom: Nun ja… Sozusagen… ^^
7. Okt, 11:31 – Remi: Das heißt?
7. Okt, 11:33 – Tom: Na ja… Samstag eigentlich nur mit einer jungen Dame… Das dann aber, wie soll ich sagen, recht intensiv… 😉
7. Okt, 11:33 – Remi: Sex?
7. Okt, 11:34 – Tom: Ich hab nicht alleine geschlafen… Genau genommen hab ich fast gar nicht geschlafen, obwohl ich recht früh im Bett war…
7. Okt, 11:34 – Tom: Also ja…
7. Okt, 11:34 – Remi: Soso
7. Okt, 11:35 – Remi: 😉
7. Okt, 11:35 – Remi: Seht ihr euch wieder?
7. Okt, 11:35 – Remi: Wars gut?
7. Okt, 11:36 – Tom: Denke nicht. Wissen ja außer Alter, Vorname und Herkunft sowie Beruf nix voneinander!
7. Okt, 11:37 – Tom: Aber ja, war es… Sie ist erst gestern um 12 gegangen, als ich auschecken musste
7. Okt, 11:37 – Remi: Dann war es besser dass ich nicht da war 😉
7. Okt, 11:37 – Remi: Trotzdem nicht Nummern getauscht
7. Okt, 11:38 – Remi: Sowas
7. Okt, 11:38 – Remi: Lol ich bin eifersüchtig 😉
7. Okt, 11:39 – Tom: Nein. Eigentlich war uns Beiden klar, dass es einmalig bleibt! Zum Einen wg der Entfernung und zum Anderen auch wg dem Alter… Das gilt jedenfalls für mich…
7. Okt, 11:39 – Remi: Wie alt war sie?
7. Okt, 11:39 – Tom: Anfang 20.
7. Okt, 11:40 – Remi: Da mach dich noch einmal lustig wenn meine Männer zehn jahre älter sind
7. Okt, 11:41 – Tom: Jaaaaa… Das hab ich dann auch zwischenzeitlich mal so gedacht… ^^
7. Okt, 11:42 – Tom: Aber egal! Es war geil, wir hatten Spass, alles gut! Und ich denke, ich werde sie finden können, wenn ich sie suche. So groß ist ihr Ort ja nicht…

Okay, das war die Stelle, an der ich wirklich eifersüchtig war. Als er schreibt, dass er sie wiederfinden kann, wenn er möchte und das auch im Hinterkopf hat. Ich war eifersüchtig, obwohl ich ja nichts mehr von ihm habe. Er hat unsere Affäre beendet und ich hab es immernoch nicht ganz verwunden, auch wenn ich meistens gut damit umgehen kann.. Eigentlich weiß ich, dass er in mir auch manchmal jemandem zum reden sieht, über seine Affären, da er sonst mit niemandem drüber reden kann. Zumindest hat es sich so für mich angefühlt. Darum nehme ich es ihm, wenn ich wieder im rationalen Denkmodu bin, nicht übel. Außerdem hab ich oben nochmal darauf rumgeritten, dass er mir immer vorgehalten hat, dass Sex mit Männern die zehn Jahr älter sind irgendwie eklig ist, was ich nie verstehen konnte. Aber ich hätte das auch nicht nochmal auspacken müssen. Ab da nahm es seinen Lauf. Das führte dann zu komischen Aussagen meinerseits, wie:

7. Okt, 11:43 – Tom: Haben zumindest gesagt, wir sehen uns nächstes Jahr im gleichen Zelt am ersten Oktober-WE wieder! Mal schauen… 😉
7. Okt, 11:43 – Remi: Sex beim ersten Treffen
7. Okt, 11:43 – Remi: Du hast mehr Sex als ich. Wollte ich nur mal festhalten

Hätte ich mir auch sparen können, aber da war ich nicht zu bremsen. Bezog sich auf den Sex beim ersten Date mit dem Alten Mann.. Wobei zugegebenermaßen sagte er immer, dass er Weggehen von seiner Regel „Kein Sex beim ersten Date“ ausnimmt, aber ich bin nicht dazu gekommen, ihm das zu schreiben. Also war ich auch ein wenig unfair. Und ich Depp, ich musste unbedingt auch drauf rumreiten, dass er wohl zur Zeit mehr Sex hat, als ich..Aber das lag daran, dass er mir immer das Gefühl gibt, dass nur ich wild rumzuvögele..Fairerweise hat er eigentlich nur dauerhafte Affären. Und ich immerhin keine Beziehung.. Naja

7. Okt, 11:46 – Tom: Zwischen geplantem Date und besoffenem ONS ist ja wohl ein ziemlicher Unterschied… 😉
7. Okt, 11:46 – Remi: Soso, ich hatte auch getrunken – Zwei caipis
7. Okt, 11:46 – Tom: Außerdem hätte ich nie im Leben geglaubt, dass sie wirklich mit ins Hotel kommt… Obwohl es fast klar war, nachdem ihr Freund gegangen war, dass noch mehr passiert…
7. Okt, 11:48 – Remi: Das bezog sich auf den abend mit dem Alten Mann
7. Okt, 11:48 – Remi: Ich hatte ne Weile keinen
7. Okt, 11:50 – Remi: Es freut mich dass du guten geilen Sex hattest
7. Okt, 11:50 – Tom: Danke…
7. Okt, 11:50 – Remi: Aber manchmal ist es halt nicht so einfach
7. Okt, 11:50 – Remi: Ich muss aufhören mich zu ärgern
7. Okt, 11:51 – Tom: Und hättest du nicht so doof nachgefragt, hätte ich es dir gar nicht gesagt… Will dich ja nicht verletzen oder so…
7. Okt, 11:51 – Remi: Schon okay
7. Okt, 11:51 – Tom: Worüber ärgerst du dich noch?
7. Okt, 11:51 – Remi: Egal
7. Okt, 11:51 – Tom: Sprich ruhig
7. Okt, 11:51 – Remi: Nein

Das wäre der Moment gewesen, sich zu verabschieden und immer mal wieder losen Kontakt zu haben, so wie es bisher für mich gut funktioniert hat.. Mann…

7. Okt, 11:52 – Remi: Die neuerliche Diskussion führt zu nix
7. Okt, 11:53 – Remi: Aber ich hatte weder geplant noch damit gerechnet, dass damals was läuft. Ich hatte was getrunken. Und dass mir ein Mann im Auto die Augen verbindet, das wird in meinem ganzen Leben nicht mehr vorkommen.

Aber da war es aus mir rausgeplatzt… Verdammt.. Warum..

7. Okt, 11:53 – Tom: Stimmt, ist wohl so. Habe ja in einigen deiner Blog-Aussagen schon gemerkt, dass du nicht wirklich verstehst, worum es mir damals ging. Der alte Mann war doch nur der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen gebracht hat
7. Okt, 11:54 – Remi: Vermutlich hast du Recht
7. Okt, 11:55 – Remi: Aber ich will dir nur zeigen, dass du manches dass du mir vorwirfst auch nicht anders machst
7. Okt, 11:56 – Tom: Habe ich nie bestritten
7. Okt, 11:56 – Tom: Und auch nicht, dass das Eine oder Andere damals vielleicht etwas übertrieben war. Aber das Gesamtbild hat halt einfach nicht mehr gepasst! Ich habe mich zu häufig über Inkonsequenz, lockerem Auslegen der Regeln etc geärgert und da war das dann tatsächlich der viel zitierte Tropfen
7. Okt, 11:58 – Remi: Das ist was anderes
7. Okt, 11:59 – Remi: Das klingt wie wenn man in ner Beziehung sagt „ich liebe dich einfach nicht mehr.“ und ist leichter zu akzeptieren
7. Okt, 12:00 – Remi: Naja dann ist das so.. Das kann ich eher hinnehmen, als den Abschuss wegen des Alten Mannes

So da war ich eigentlich auch versöhnt. Damit kann ich besser umgehen, als immer zu glauben, er hat nur wegen der einen Regelübertretung mit dem Alten Mann die Affäre beendet.

7. Okt, 12:06 – Tom: Habe auch nie was Anderes gesagt… Aber du wolltest das nie hören…
7. Okt, 12:07 – Remi: Mag sein
7. Okt, 12:12 – Tom: Geht’s dir jetzt besser damit?
7. Okt, 12:12 – Remi: Die Zeit heilt alle Wunden
7. Okt, 12:15 – Tom: Freut mich, wenn dir jetzt vielleicht ein Licht aufgeht…
7. Okt, 12:16 – Remi: In der Kombination mit dem Blog konnte das nicht funktionieren
7. Okt, 12:28 – Tom: Auch das habe ich dir mehrfach gesagt… Dein Leben für den Blog hat viel kaputt gemacht! Da hat doch überhaupt erst zu den Regeln geführt. Normal ist es mir doch egal, wenn du beim ersten oder doch erst beim 2., 3. Date Sex hast. Aber ich hätte irgendwann den Eindruck, dass du sofort mit jedem Date ficken musst, um ne neue Geschichte zu haben und habe gehofft, deinen Blick damit etwas zu schärfen!

AHHH, wieso muss ich auch immernoch einen nachlegen. Ich wollte damit aber eigentlich nur sagen, dass durch die Transparenz die mein Blog ihm über das was ich tue gibt, kann es nicht funktionieren. Bei allen anderen Affären weiß er schlicht nicht was sie tun, und damit lebt es sich leichter..

Dann bin ich Auto gefahren und habe nicht mehr geantwortet.

7. Okt, 12:41 – Remi: Grad die Ergebnisse vom Frauenarzt
7. Okt, 12:41 – Remi: Alles negativ juhu
7. Okt, 12:41 – Remi: Hiv, Hepatitis, Clamydien

Das Thema bekommt nochmal einen eigenen Blogeintrag. Aber tragisch, dass es sich dann so hochschaukelt.

7. Okt, 12:42 – Tom: Na dann Glückwunsch!
7. Okt, 12:43 – Tom: Glück gehabt, hm? 😉

Diese Bemerkung war eigentlich der Auslöser für den finalen Streit. Die hat mich mega auf die Palme gebracht. Denn wir haben in unserer Affäre auch relativ schnell ohne Verhütung miteinander geschlafen. Er wollte darauf hinaus, dass JD mich bei unserer ersten Session ohne Kondom gefickt hat, was so nicht vereinbart war, ich mit ihm drüber geredet hatte und es ihm verziehen habe. Ansonsten habe ich mir immer viele Gedanken über Verhütung gemacht.

7. Okt, 12:47 – Remi: Manchmal bist du ein Arsch
7. Okt, 12:55 – Tom: Wieso das denn jetzt?
7. Okt, 12:57 – Remi: Verhütest du bei Svenja?

Okay, da bin ich zu weit gegangen. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass er es nicht tut, was eigentlich völlig okay ist, Aber er mir dasselbe vorhält.

7. Okt, 12:59 – Tom: Sorry, aber ich werde mich zu Dingen, die Svenja betreffen, nicht mehr weiter äußern! Fand sie neulich gar nicht so gut, dass du über unser Treffen Bescheid wusstest

Ich hatte mir ihr über das Treffen geredet, als ich mich während meines Bremen Aufenthalts mit ihr zum Frühstücken getroffen hatte. Aber ganz neutral. Schön zu erfahren, dass es sie stört, dass ich es wußte- Aber das ist ja auch nicht wichtig.

7. Okt, 13:00 – Remi: Kann mir ja auch wurscht sein dann, aber versteh ich nicht
7. Okt, 13:01 – Tom: Boah bist du pissig! Man wird ja wohl noch mal nen Scherz machen dürfen

Da war ich sauer, und die Nummer mit dem vermeintlichen Scherz hat es nicht besser gemacht.

7. Okt, 13:02 – Remi: Haha
7. Okt, 13:04 – Remi: Hätte mich geärgert, denn ich hätte nicht verstanden warum
7. Okt, 13:04 – Remi: Das klang so als hätte ich versucht euch gegeneinander auszuspielen
7. Okt, 13:06 – Tom: Nein, hast du nicht. Aber ich werde trotzdem keinerlei Details aus der Affäre mehr preisgeben!
7. Okt, 13:06 – Remi: Und kurz kurz vorher unterstellst du mir noch dass ich komplett unverantwortlich wäre und nur Glück gehabt habe, dass ich jetzt nicht HIV habe
7. Okt, 13:06 – Remi: Da hält sich mein Humor in Grenzen
7. Okt, 13:07 – Remi: Ich bin mir relativ sicher dass ihr keinen Gummi benutzt

Ja, das würde ich gerne zurücknehmen. Aber im Kern der Sache verurteilt er mich für was, was er auch nicht anders macht. Am Ende kann er sich auch nach einem halben Jahr nicht sicherer sein, dass da nix is, als ich nach dem ersten Treffen.

7. Okt, 13:07 – Tom: Wie du meinst
7. Okt, 13:08 – Tom: Selbst wenn es so wäre: wir haben seit fast einem Jahr regelmäßig Sex. Ist was Anderes als beim 2. oder 3. Treffen, oder?
7. Okt, 13:08 – Remi: Is immer anders
7. Okt, 13:08 – Remi: Bei dir

AHHH, ich Depp. Aber ich war wirklich verletzt, von seinem Kommentar oben.

7. Okt, 13:09 – Tom: Remi, sorry, aber darauf habe ich echt keinen Bock!
7. Okt, 13:09 – Remi: Ich beende das Gespräch jetzt, sonst reden wir nie mehr miteinander

Ich wollte nur sagen, dass es besser ist, wenn wir uns erst wieder schreiben, wenn wir uns beruhigt haben. Mir erhitzten Gemütern bringt es nichts. Und ich wollte erst in Ruhe reflektieren und mich nicht zu weiteren Aussagen verleiten lassen, die ich bereue, aber da war es von seiner Seite nicht mehr aufzuhalten..

7. Okt, 13:09 – Remi: Das macht keinen Unterschied
7. Okt, 13:09 – Remi: Keinen
7. Okt, 13:10 – Tom: Ok, dann lass uns den Kontakt jetzt beenden. Ist vielleicht besser so
7. Okt, 13:10 – Remi: Bis irgendwann
7. Okt, 13:10 – Remi: Wenn ich nicht mehr wütend bin

7. Okt, 13:11 – Tom: Tut mir leid, dass das jetzt offenbar so endet
7. Okt, 13:12 – Tom: Aber ich bin das Vergleichen satt
7. Okt, 13:12 – Remi: Weil du dir immer ein vernünftigeres Urteil zu traust als mir
7. Okt, 13:12 – Tom: Und werde mich vor dir nicht mehr rechtfertigen, so wie du es auch nicht vor mir tust
7. Okt, 13:13 – Remi: An deiner Reaktion merke ich aber, dass der Punkt wund ist
7. Okt, 13:13 – Tom: Remi, mir reicht es jetzt. Ich habe keine Lust auf diesen Mist!
7. Okt, 13:13 – Remi: Okay
7. Okt, 13:13 – Remi: Muss ich akzeptieren
7. Okt, 13:14 – Tom: Wund? Wenn du damit „es geht mir auf den Sack, weil es schlicht und ergreifend für uns, egal wie, keine Relevanz hat“ meinst, dann hast du Recht
7. Okt, 13:14 – Remi: Okay
7. Okt, 13:15 – Remi: Ich werde dir in Ruhe eine Email schreiben .. Ließ sie oder nicht
7. Okt, 13:15 – Remi: Mach es gut
7. Okt, 13:15 – Tom: Ciao

So enden Beziehungen.. Menschen, die sich irgendwie lieben, behandeln sich unfair, weil sie in ihren Gefühlen gefangen sind. Das macht mich sehr traurig.. Aber ich hab das nicht mehr in der Hand. Er hat sich entschieden. Das einzige Positive das für mich daraus bleibt ist, dass er mich wirklich gemocht haben muss. Sonst wäre dieser Streit nicht passiert..

Keine Ahnung, was passiert. Ich lerne, dass wenn es hätte mir dem losen Kontakt funktionieren sollen, dann muss ich das Nachkarteln lassen und seine Entscheidung ein für alle Mal akzeptieren. AKZEPTIEREN, dass er sich entschieden hat, gegen mich als Affäre..

Warum hänge ich so an dem Kontakt mit ihm? Wäre es nicht leichter, es komplett abzubrechen? Ich bin kein Fan davon, Menschen den Rücken entgültig zukehren, wenn man sie wirklich gemocht hat. Ich hab auch zu allen meinen Exen einen Kontakt der okay ist. Mit dem einen mehr, mit dem anderen weniger. Aber ich kann mit allen sprechen. Aber das liegt dann wohl auch daran, dass die Dinge aus der Beziehung und deren Ende nicht mehr relevant waren. Und soweit war ich mit Tom wohl noch nicht.

Die Liebe, Eifersucht und Abstinenz – temporär

Die Woche in der ich den Sex über den Dächern der Stadt und die BDSM-Erfahrung hatte, war nicht gut für meine „Beziehung“ zu Tom. Er war schon am Montag einigermaßen sauer auf mich, da ich bei Mr. Hochhaus übernachtet hatte. Auch dass ich Sex entgegen meiner eigentlichen Aussage hatte traf ihn. Jedenfalls hatten wir ziemlich heftige Diskussionen an diesem Tag per Whats App, was gar nicht so leicht ist, finde ich..

Aber von vorn: Angefangen hat das Dilemma damit, dass ich zu dem Treffen mit JD unsere Regeln großzügig für mich auslegen wollte. Denn durch die Entfernung sollte sich kein Date vorher nur zum Kennenlernen ausgehen. Ich hatte JD nur gebeten, dass wir vorher einen Kaffee trinken gehen. Den Termin kannte Tom schon nen Monat vorher, aber er konnte sich nicht so recht damit anfreunden, was ich vor hatte. Er wußte das mit dem Zimmer und dem BDSM, aber mit jemandem den ich nicht kenne, war ihm das zu krass.. Es war ne Mischung aus Sorge um mich und Eifersucht. Ich fühlte mich bevormundet und eingeengt. Dazu kam, dass ich noch vollmundig ankündigte, dass beim Date mit Mr. Hochhaus nix laufen würde. Und mich dann nicht daran hielt. Das Fass zum Überlaufen brachte dann die Tatsache, dass ich dort auch noch die ganze Nacht verbracht hatte.

Zusammengefasst, erst hatten wir über meinen geplanten Sex am Mittwoch diskutiert.. Er hatte ein wenig damit zu kämpfen. Ich habe danach nichts besseres zu tun, als vögeln zu gehen, entgegen meiner Aussage, und damit alle seine Vorahnungen zu bestätigen. Das war ziemlich unsensibel von mir. Wir stritten also darüber und ich merkte, dass er erwartete, dass ich mein Date mit JD am nächstan Tag absagen würde. Er hat mich aber natürlich nicht darum gebeten. Das schon seit einem Monat geplante Treffen mit JD wollte ich aber nicht absagen, denn er hatte das Zimmer gebucht und ich hatte mein Auto mit Mitfahrern über die Mitfahrzentrale voll. Und ich wollte das.
Darüber hinaus hatte ich mich vorher mit meinem Status als Geliebte auseinandergesetzt und Horrorgeschichten gelesen, über Frauen, die da gar nicht mehr rauskommen und jahrelang hoffen, dass sie die Nummer Eins werden. In diese Schiene wollte ich keinesfalles geraten. Ich wollte auch nicht ihn entscheiden lassen, wenn ich treffe und wen nicht. Natürlich hatte ich ein schlechtes Gewissen, denn Tom bedeutet mir sehr viel und ich will ihm nicht weh tun. Aber ich entschied mich dafür zu JD zu fahren.

Danach war er richtig geknickt.. Und ließ zum ersten Mal sein Gefühle für mich durchblicken.. Er hat sich in mich verliebt, sehr sogar.. Aber ich habe ihm sehr weh getan und er weiß nicht, ob sich das wieder reparieren lässt. oh wow, wohin soll das führen.. So hatten wir das beide nicht geplant. Nach vielen langen Emails, Chats und Telefonaten geht es mittlerweile wieder. Ich werde an Weiberfasching zu ihm fahren und wir werden über uns reden. Mal sehen, was das Gespräch bringt. Bis dahin habe ich ihm als Zeichen, dass ich meine mangelnde Sensibilität bereue, Abstinenz versprochen.. Und er hat gesagt, dass wenn wir einen Lösung finden, ich natürlich andere Männer haben darf, schließlich hat er noch eine Affäre neben mir (mit meinem Segen :-)). Ich liebe ihn, mache mir keine unnötigen Hoffnungen, genieße die Zeit und bleibe offen für anderes.. Das ist mein Plan…

So also noch eine Woche meine Hand, mein Vibi und ich.. Leider sind meine neuen Sexspielzeuge noch nicht da, sonst würde ich einen Testbericht einschieben. Aber ich freue mich auf ein Wiedersehen mit Tom, mit Sex der unfassbar viele angestaute Gefühle beinhaltet… Das wird sehr heiß werden..Und ich habe da noch so ein paar Phantasien mit ihm und seiner anderen Affäre.. nur noch fünf Mal schlafen…