MMF nur für mich

An einem Abend an dem ich noch nichts vorhatte surfte ich über die Rirarammelseite. Da schrieb mich ein Mann an, mit dem ich vor einer ganzen Weile schon mal Kontakt hatte. Er war für einen Punkt in meinem Themenspeicher verantwortlich, den ich aber nie geschrieben habe – Alleine im Club. Wir haben uns vor zwei Jahren kennengelernt, hatten zwei normale Dates und waren eben auch mal im Club gewesen.

An dem Abend hatte er auf der Seite ein Date eingestellt, wo er sich zusammen mit einem anderen Mann für ein Date anbot. Wenn ich ihn nicht schon gekannt hätte, dann hätte ich das sehr abwegig gefunden, mich auf zwei Männer einzulassen. Aber so zog ich es in der Tat in Erwägung. Auf einen Drink zu ihm, zu dritt ein wenig Karten spielen und wenn die Sympathie passt, dann mehr. So war der Vorschlag. Ich mag ihn. Er ist ein wenig out of the box. Hat vor Allem einen schrägen Humor und man muss bei allem, was er so sagt immer überlegen, ob er es ernst meint oder nicht. Ich glaube, dass er einem damit ganz schon auf den Zünder gehen kann. Aber ich mag schräge Vögel, die liebenswert sind ja irgendwie. Er ist Ende 30, für einen Mann eher klein, dafür ganz gut bestückt. Er hatte das Date zusammen mit seinem (!!, nicht meinem) Arbeitskollegen angeboten. Der Arbeitskollege hatte in etwas das selbe Alter, wie er und war auch nicht sehr viel größer. Beide sind intelligent und lustig, so dass das mit dem Kartenspiel ganz witzig war.

Das die beiden Kollegen sind fand ich lustig.  Das Single-Männer über sowas plaudern finde ich jetzt gar nicht so super abwegig. Aber dass die beiden dann auch noch zusammen Dates ausschreiben, finde ich sehr spannend. Ich hatte ja keine Ahnung, was sie sich so vorstellen, wie das ablaufen wird. Aber ich wollte mich einfach mal überraschen lassen. Und da ich und Mr. Schräger Humor ja schon mal gevögelt hatten und er wußte worauf er sich mit mir eingelassen hat, sah ich dem gelassen entgegen.

Die Herren hatten sich ein Kartenspiel ausgesucht, dass sie noch nicht kannten. Im Gegensatz zu mir. Also zeigte ich es ihnen. Und es dauerte ganz schön lange. Da hatten sie sich wohl ein wenig verschätzt. Aber wir spielten es brav zu Ende. Und ich hatte gewonnen. Hihihi. Die Stimmung war locker lustig. Aber ich hatte immer noch keine Vorstellung, ob noch was passieren würde. Aber die Herren bekamen die Kurve mühelos. Nach meinem Sieg bekam ich eine Siegermassage vom Wingman. Er übernahm die Führung. Keine Ahnung wie wir darauf kamen, aber irgendwann drückten sie mir ein Buch in die Hand und ich sollte den Text vorlesen ohne mich zu verhaspeln. Währenddessen versuchte mich Wingman mit Massieren und Streicheln abzulenken. Ich kam ziemlich fehlerfrei durch den Text, obwohl mir die Berührungen sehr gefielen. Es war schön mich einfach in deren Hände zu begeben. Nach dem Lesen zog mich Mr. Humor hoch und wir fingen an zu knutschen. Hinter mir stand Wingman und fasste mich ebenfalls an. O Gott, fühlt sich das gut an, wenn zwei Männer einem ihre Aufmerksamkeit uneingeschränkt geben. Ich in der Mitte geknutscht, gestreichelt verwöhnt von zwei Seiten. Sie spielten sich die Bälle quasi zu, dirigierten mich zwischen sich hin und her. Ich knutschte mal mit dem einen, mal mit dem anderen. Beide sehr gute Küsser.

Die Jungs hatten ihre Klamotten relativ schnell abgelegt und zogen auch mich so nach und nach aus. Ich wurde liebkost, geknutscht und verwöhnt. Irgendwann waren wir alle drei nackt. Einer der beiden setzte sich auf die Couch. Ich kniete mich davor und fing an zu blasen. Der andere streichelte mich von hinten. Fing an mich zu fingern. Dieses auf den Blowjob konzentrieren und die Berührungen genießen gleichzeitig macht mich sehr heiß. Die Atmosphäre war sehr entspannt, weil vertraut. Die beiden Herren kennen sich halt einfach und hatten auch Lust das gemeinsam zu machen.

Sie wechselten immer durch, sahen zu, dass der jeweils andere nicht zu kurz kam. So blies ich irgendwann anderen und wurden vom ersten gestreichelt oder geleckt. Ich fragte, ob wir nicht ins Schlafzimmer wechseln können, weil es dort vermutlich bequemer sein würde.

Ein Dreier mit zwei Männern, die wissen wie man eine Frau küsst und anfasst. Was ein Sechser im Lotto. Ich blies immer einen von beiden. Der andere zog sich ein Gummi an und fickte mich währenddessen von hinten. Das ist aktuell eigentlich mein Lieblingsspiel. Blasen und doggy genommen werden gleichzeitig. Sie waren immer drauf bedacht, dass ich Spaß habe. Es wirkte nie egoistisch. Total gut. Erst fickte mich Mr. Humor und ich blies Wingman, dann umgekehrt. Wingmans Schwanz ist sehr geil. Schöne Biegung, groß aber nicht zu groß. Am Anfang war ich ein wenig überfordert, weil er so tief in mich hineinfickte. Er fickte mich sehr ausdauernd doggy. Ich massierte noch meinen Kitzler und kam richtig geil. Ich bekam eine Pause. Danach wurde Missionar gefickt, während mein Kopf seitlich an der Bettkante nach unten hing und mich Wingman in den Mund fickte. Tief. Es war ein schönes Wechselspiel. Wingman gab den Ton an und dirtytalkte auch. Irgendwann kamen dann auch die beiden zu ihren Orgasmen. Wingman fickte ich ein zweites Mal richtig geil von hinten um zu kommen. Ich glaube er genoss meine Enge. Mr. Humor kam beim Blowjob.

Danach lagen wir einfach quatschend auf dem Bett. Bevor wir noch eine zweite Runde starteten….

Es war auch deswegen cool, weil es auf Augenhöhe war. Das war mal was Neues. Ich hatte das ja meist eher im Dom/Sub-Kontext, oder mit Aufpasser. Jetzt war das nicht nötig.

Ich. Will. Das. Wieder. Haben.

Unbedingt. So schön.

Seile und Spiellaune…

… Das raue Seil glitt über mein Handgelenk. Er nahm meine Hand. Es fing an wie die Fesselung, die sonst in einer Suspension endet. Es beginnt immer mit den Handgelenken, die wahlweise auf den Rücken oder Bauch gebunden werden. Bei mir meistens eher vorne. Meine Schultern sind nicht so beweglich, so dass ich bei einer Fesselung auf den Rücken immer schon so viel Zug auf den Armen habe, dass ich das nicht lange aushalten kann. Während er zu Beginn immer sehr nach dem selben Schema gefesselt hat, auch um Sicherheit in seiner Fesselkunst zu bekommen, ist es schön zu sehen, dass er nun in einem ganz anderem Stadium seines Könnens ist. Mr. Bondage ist sehr sicher geworden in dem was er tut, was vermutlich auch mit seinen Aufenthalten in Japan beim Meister zu tun hat. Er improvisiert mehr. Was auch spannender ist für mich, weil eben immer mal wieder was neues passiert. Ich grinste, als er meine gefesselten Handgelenke über den Kopf nach hinten zog. Mal was ganz anderes.

Dann fesselte er mich mit den Händen über dem Kopf an den senkrechten Balken, der in seinem Zimmer steht. Fühlte sich ein bißchen nach Marterpfahl an. Und ja, ich hatte das Lied auch im Kopf..“..Komm hol das Lasso raus, wir spielen Cowboy und Indianer…“ Es war morgens. Ich trug Höschen und T-Shirt. Er trieb mir das Lied gleich wieder aus dem Kopf, den ich spürte, wie die ledernen Enden eines Floggers an meinem Oberschenkel hinunter glitten. Dann traf mich der erste leichte Schlag. Erstaunlich, welche Freude es mir mittlerweile bereitet, wenn er mich schlägt. Er fing langsam an… Steigerte die Dosis. Allerdings konnte ich es nicht genießen. Ich merkte, wie meine Hände anfingen einzuschlafen. Ich versuchte, ob du ein wenig Bewegung die Position verbessern konnte. Aber es ging nicht. Die Handgelenksfesselung war einen Tick zu eng. Ich sagte ihm, dass er meine Hände lockerer binden müsse. Was er umgehend tat. Er band sie aus der Überkopf-Position los und ich konnte sie vor den Körper nehmen. Mein Oberkörper war immer noch an den Balken gefesselt. Dann nahm er sich mit dem Flogger wieder meine Oberschenkel vor. Allerdings hielt die Verbesserung der Armposition nicht lange vor. Meine Hände kribbelten immer noch leicht. Ich sagte es und er band sie ganz los. Erleichtert ließ ich sie einfach nach unten hängen, während ich ansonsten immer noch gefesselt war. Jetzt konnte ich mich auf die Schläge konzentrieren.

Er zog mir zwischen den Schlägen das Höschen nach unten.“ Oh ja, ohhhh jaaa.. Mach mit mir was du willst“, schrie mein Körper. Fingerte mich zwischen den Schlägen. Band mich irgendwann vom Pfosten los. Belohnte mich für die Schmerzen mit dem Stahldildo. Das Gefühl, wenn das dicke Ende in mich hineingleitet. Wie es umfasst wird von meiner Vagina. Festgehalten. Dann beginnt er ihn zu bewegen. Ganz tief in mir. Durch die Wölbung Richtung Bauchdecke trifft er genau den G-Punkt und reibt zeitgleich den Kitzler. Immer wenn er mich damit fickt habe ich das Gefühl, dass wenn er weitermacht squirte ich das ganze Laken voll. Das habe ich sonst nie. Er mit diesem Ding, diese Kombination macht mir diesen ganz tief aus dem inneren kommenden Orgasmus. Ein Orgasmus von dem ich noch Tage zehre. Der mich komplett entspannt. Er kann das machen. Das hat soviel Macht über mich.

Das war das Erlebnis, das nun schon ein paar Wochen her ist. Wir waren die letzten Tage zusammen auf seiner Geschäftsreise. Das heißt, dass er an zwei Tagen ziemlich lang gearbeitet hat. Er hatte wie immer sein Spielzeug dabei. Ich hoffte, dass wir fesseln oder sonst irgendwie spielen würden. Aber die ersten beiden Abende war ich so platt, dass ich gleich nach Ankunft im Zimmer eingeschlafen bin. Bei mir ging einfach gar nichts. Einmal hatte ich ein wenig zu viel Sonne abbekommen, das andere Mal war ich einfach platt. Die anderen beiden Abende war es genau andersherum. Er war nicht in Spiellaune. Da sind wir wieder beim Erzwingen. Geht nicht. Es muss einfach passen. So waren wir fünf Tage zusammen und es ist nicht viel passiert, außer dass wir quasi zusammen masturbiert haben. Er hat Pornos geguckt, aber er war einfach nicht in Spiellaune. *Schnüff*. Aber es wird auch wieder Momente geben in denen es passt.

Was man im Club so alles zu sehen bekommt…

Zugegebenermaßen hätte man den Titel des letzten Eintrags anders wählen können. Aber der Eintrag hat insofern seinen Zweck erfüllt, als dass er mich runtergeholt hat vom Rastlossein. Ich war nicht unterwegs gewesen gestern. Habe einfach einen Abend allein zu Hause verbracht. Heute sehe ich das alles schon wieder viel entspannter. Der Kater ist weg.

Aber es sind immer noch so viele Gedanken in meinem Kopf, die geschrieben werden wollen.

Dank meines älteren Kollegen war ich nun innerhalb von einer Woche auf zwei GangBang-/Herrenüberschuss-Partys. HÜ als solches kenne ich von normalen Clubabenden, da ja immer irgendwie Herrenübschuss herrscht, außer auf den Paar-Bi-Ladys-Abenden, die ich eh nur so semi-gern mag. Aber es macht schon nochmal einen Unterschied, ob man auf eine Party geht, die das explizit als Motto hat oder auf einen normalen Clubabend.

Der Veranstalter beschreibt auch relativ genau, wer das Zielpublikum dieser Party ist. Eben keine Paare, die klassische Swinger sind und nur mal  Partnertausch machen wollen. Sondern aktive Damen und aktive Paare im HÜ-Sinne. Bei denen trotzdem natürlich die Grenzen respektiert werden und sie auch nicht als Freiwild anzusehen sind. Es stand auch noch explizit dabei, dass es keine Profis geben wird, wie bei manchen ähnlich lautenden Partys üblich. Über die unterschiedliche Höhe des Eintrittspreises an diesem Abend für Männer und Frauen möchte ich hier jetzt gar nicht diskutieren.

Beim ersten Mal hatte ich mir noch ein Leuchtarmband geben lassen. Der Club bietet die Möglichkeit sich so eines umzumachen, wenn man sich die Veranstaltung mal ansehen möchte. Damit ist schon weithin sichtbar, dass die Herren es gar nicht erst versuchen brauchen.

Ich war sehr neugierig auf die Frauen, die auf so einer Party unterwegs sind und wollte sehen, wie die das ausleben. Und ich hoffte, dass ich ein paar interessante Spiele zu Gesicht bekommen würde. So grundsätzlich war auf den Partys einmal gefühlt die komplette gesellschaftliche Bandbreite unterwegs. Zwischen ordinär und stilvoll, von sehr dick bis die perfekte Figur nackt, mein Alter bis Super-MILF – es war alles an Frauen und auch Männern dabei.

Ich liebe es ja, mich neben eine Matte zu setzen und dem Treiben zuzusehen. Ich kommentiere das dann immer leise vor mich hin. Das alte „Problem“ beim Zusehen ist meistens, dass man als Frau nicht lange allein neben so einer Matte sitzen kann, ohne dass der erste sein Glück versucht und anfängt einen am Rücken zu streicheln. An sich ist das kein Problem, weil wenn man dann abwinkt, dann gehen sie eigentlich auch alle brav wieder weg. Aber es kommt eigentlich nie vor, dass nicht einer glaubt sich erbarmen zu müssen, mit der einsamen Frau. Männer gucken im Regelfall nur unfreiwillig zu, weil sie keine Chance sehen zum Zuge zu kommen, ist mein Eindruck.

Wenn ich was Anregendes sehe, dann kann es schon mal passieren, dass einer der Angrabbler mich in der richtigen Stimmung erwischt. Aber eigentlich bin ich auch sehr zufrieden, wenn ich einfach nur zusehen kann. Ich sitze oder stehe dann da, schließe auch mal meine Augen und versuche mit vielen Sinnen zu erfühlen, ob die Beteiligten Spaß an der Sache haben. Man kann das spüren, finde ich. Das hat gar nichts mit der Lautstärke des Stöhnens zu tun. Eigentlich höre ich immer gleich, wenn das nicht echt ist. Da fange ich dann immer an leise im Takt mitzustöhnen und schmunzele vor mich hin, über die Show, die Dame dann macht. Natürlich stecke ich in so einem anderen Frauenkörper nicht drin, aber ich finde, dass man in den meisten Fällen schon ganz gut sehen kann, ob da jetzt was orgasmisches um die Ecke kam oder nicht. So sehr ich mich freue, dass ich da Frauen sehe, die sehr genau wissen, was sie möchten, was sie anmacht, so schade ist es, dass ich doch eine ganze Reihe Frauen gesehen habe, die sich endlos durchvögeln lassen, aber nicht kommen dabei. Was auch nicht verwunderlich ist, wenn man den Studien glaubt, die sagen, dass nur ein Drittel bei reiner vaginaler Stimulation kommt. Was damit ja auch im Swingerclub viele sein müssten, die davon eben nicht kommen.

Was man im Club am meisten sieht, ist reines Geficke und wildes Gefingere. Mag für manche klappen, aber für die meisten vermutlich einfach nicht. Ich sehe selten Frauen, die so wie ich einfach selbst nachhelfen. Häufiger sehe ich noch Männer, die mit Hingabe lecken. Yeah.

Fasziniert habe ich auf den beiden Partys Frauen zugesehen, die sich sichtbar wohl gefühlt haben in einer Horde Männer und sehr genau artikuliert haben, was sich möchten. Die initiativ waren. Die der komplette Boss in der Situation waren und die Herren nach ihren Wünschen dirigiert haben. Die sich Null blöd dabei vorkamen, wenn da eine ganze Schlange Herren mit ihren Schwänzen anstand. Die sich da nach und nach von den unterschiedlichsten Männern haben ficken lassen. Angstfrei, genießend. Manche mit Orgasmus, manche irgendwie ohne. Aber sie haben es einfach getan. Immer cool, wenn man sich nix scheißt und tut, worauf man eben Bock hat.

Ich bewundere das ja in gewisserweise. Ich hatte ja auch schon großartige Momente, an denen mehrere Männer beteiligt waren. Aber wenn ich so komplett auf mich allein aufpassen muss, dann kann ich immer nicht abschalten. Am einfachsten geht das mit einem Dom, der für Herrenübschuss sorgt, oder einem Mann von dem ich weiß, dass es ihn kickt, wenn er teilt und dabei zusieht.

In letzter Zeit war ich öfter mit Männern unterwegs, die ich nicht so gut kenne. Da bin ich immer ein wenig gehemmt, was die Beteiligung von anderen Männern angeht. Weil ich nicht so genau einschätzen kann, wie es ihnen damit geht. Ganz allein war ich eine ganze Weile nicht unterwegs.

Ich amüsiere mich immer mal wieder über die Stöhnshow, die Frauen so abfackeln.  Im Gegenzug erfreue ich mich an allen echten Erregungs-Zuständen. Wenn ich sehe, dass eine Frau wirklich Spaß hat, dann macht mich das in so kurzer Zeit richtig heiß. Das was die meist ziemlich miesen Pornos auf irgendwelchen Bildschirmen im Club nicht hinbekommen, das schaffen genüßlich vögelnde Menschen sofort – mich in Stimmung bringen.

Bei der letzten HÜ – Party war eine Frau, die nackt wie gemalt aussah. Perfekte Figur, dank guter Gene. Sie wirkte nicht, als hätte sie dafür viel investieren müssen. Aber sie wusste das auch sehr genau, was sie ein wenig weniger attraktiv machte. Inhaltlich war sie mir auch deutlich zu flach. Aber das wird die meisten Männer Null interessiert haben. Nahezu alle Männer hätten sie gerne gefickt. Um so erfreulicher für die Herren, dass die Dame irgendwann auf einer Matte zugange war. Sie steckte in Mitten einer Horde von Männern  – bestimmt fünf und genoss es komplett. Drumherum standen noch weitere zehn und sahen dabei zu. Sie wurde gefickt, blies noch einen währenddessen und handjobbte einen weiteren. Zwischendrin erzählte sie ganz locker noch immer irgendwelche Storys oder machte Witze. Die war echt der Knüller. Sie feuerte die Jungs an, wenn sie sie fickten. Oder erklärte ihnen technisch, was sie beim Ficken am besten tun sollten. Oder erzählte sonst einen Schwank aus ihrem Leben. Sie unterhielt den ganzen Raum, während sie sich nehmen ließ. Aber ich hatte das Gefühl, dass sie sich nie gehen ließ. Irgendwann stellte sie sich vor die Matte und bückte sich, so dass die Männer sie im Stehen doggy nehmen konnten. Was die Herren dann auch taten. Sie gab Anweisungen, wie sie es denn gern hätte und bewegte selbst noch ganz wild ihre Hüften, während sie genommen wurde. Dann machte sie wieder Witze und quatschte mit anderen die Drumherum waren. Und plötzlich kam ein ganzer Schwall aus ihr heraus. Sie squirtete – völlig unerwartet. So alle paar Minuten. Ohne dass ich das Gefühl hatte, dass sie auch nur irgendwie in der Nähe eines Orgasmuses war. Sehr faszinierend, auch weil ich es so gar nicht verstand. Irgendwann stand sie mit ihren nackten Füssen in einer ziemlich enormen Pfütze und es machte ihr Null aus. Das ganze Schauspiel war unterhaltsam, aber auch wie ein Unfall bei dem man nicht wegschauen kann. Das ging ewig so weiter. Irgendwann ging ich dann. Später an der Bar erzählte sie noch, dass sie später zu Hause noch ihren Freund wecken würde und der jetzt noch ran müsste. Sie war also noch völlig unbefriedigt. Auch nach bestimmt zehn Männern. Das würde ich wohl mal nymphoman nennen.

Drüber hinaus lernte ich kennen, wie der Kollege im Club so tickt. Das Gute und Schlechte gleichzeitig ist: Er ist sowas von ein Gentleman. Er nimmt „zuviel“ Rücksicht auf mich… „Du musst schon Bescheid geben, wenn ich dich ficken soll“ Er macht nicht einfach. Während wir gerade rummachen, meine ich. Das macht es meinem Kopf nicht leicht. Zumal er mir damit ja auch nicht das Gefühl gibt, dass er jetzt megascharf auf mich ist und mich jetzt unbedingt nageln will. Was für den Kopf als Sexualorgan aber durchaus ein wichtiger Aspekt ist. Er wäre ein toller Aufpasser, ich würde ihm 100 Prozent vertrauen, wenn er mich führt und an andere Männer verleiht. Aber er ist so gänzlich unführend bisher. Dieses Mal habe ich ihm einen geblasen, während ein anderer mich gefickt hat. Die Situation musste aber ich einfädeln. Blasen und dabei doggy genommen werden ist aktuell eines meiner liebsten Dinge. Auch wenn ich an diesem Abend nicht dabei gekommen bin. Nicht schlimm. Ich hatte trotzdem sehr viel Spaß und genieße die Zeit mit dem Kollegen außerhalb der Arbeit in der sehr freien, wilden Umgebung. Naja und im Blowjobben bin ich ja eh unschlagbar.

Ist Sex meine Droge?

Vielleicht schreibe ich diesen Eintrag in einer Art Katerstimmung. Katerstimmung nach einem Tag und Abend an dem ich losgezogen bin, auf der Suche nach dem Kick. Dem Orgasmuskick. Getrieben von dem Wunsch nach Befriedigung. Intensiver als das, was ich mir selbst herbei masturbieren kann. Obwohl ich in letzter Zeit eine Phase gehabt habe, in der ich sehr viel masturbiert habe. Wie so eine Art Stressabbau. Es tut mir gut keine Frage, aber manchmal, wenn ich das wirklich viel gemacht habe, dann quält mich ein schlechtes Gewissen. Keine Ahnung woher das kommt. Als ob man so manche gesellschaftliche Zwänge auch unterbewusst gar nicht ganz ausschalten kann.

Jedenfalls spielt meine Libido gerade wieder verrückt. Das heiße Wetter hätte einen Einfluss darauf, habe ich irgendwo gelesen. Na, dann hoffe ich einfach mal, dass ihr alle einen Tick geiler seid als sonst und dass es nicht nur mir so geht. Sonst komme ich mir echt freaky vor.

Die Drogenkarriere in meinem Leben ist sehr überschaubar allerdings. Außer einmal kiffen und immer mal wieder Alkohol ist da nicht viel spannendes. Obwohl ich in meiner Teenager-Zeit so ein Technohase war, habe ich es geschafft nie Ecstasy zu schmeißen. Ich hatte immer zu große Angst davor, dass es mir taugt und ich dann nicht mehr davon loskommen werde. Sex ist bei jedem Orgasmus ein kleiner Kontrollverlust. Der Kopf muss ausgehen, sonst wird es kein Orgasmus. Bleibt so ein klein wenig die eigene Angst, wie weit man sich auf Kontrollverluste einlässt um einen Orgasmus zu kriegen. Und die Frage nach dem Steigern der Dosis habe ich mir ja auch im Blog immer mal wieder gestellt.

Das, was ich manchmal bei Mr. Bondage belächle, wenn ich merke, dass er wieder wie ein Getriebener datet, weil er hofft den Kick zu finden, genau das hatte mich heimgesucht in den letzten Tagen. In seinem Fall, weil er hofft den Kick bei einer schönen jungen Frau zu finden und dann meist ziemlich frustriert ohne den Kick zurück bleibt. Genau so getrieben habe ich mich auch gefühlt. Ich wäre ja joggen gegangen in der Hoffnung, dass das hilft, aber das heiße Wetter hat mich meist drin sein lassen. Masturbiert habe ich weniger in den letzten paar Tagen. Wahrscheinlich habe mich mich so übermasturbiert gefühlt. Aber ich bin irgendwie rastlos.

Es gibt so ein paar Konstellationen, in denen ich weiß, dass ich diesen Kick bekomme. Entweder in „Beziehungen/Affären“ in denen ich mein gegenüber schon gut kenne, wir Vertrauen haben, wir uns vor Allem als Menschen gut verstehen (!) und es sexuell gut funktioniert. Wenn wir dann noch einen ungestörten Ort und halbwegs Zeit haben läuft das. Es kann sein einer leckt mich geil, kann sein jemand bespielt mich und schaltet meinen Kopf dabei aus, kann sein er weiß einfach wie man Spielzeug benutzt und will es mir ordentlich besorgen, kann sein er fickt mich gemütlich und ich mach es mir noch dazu. Oder manchmal ergibt es sich eben, dass ein Date damit endet, dass man mit vielen Schmetterlingen im Bauch knutschend irgendwo endet. Wäre alles okay. Aber doch nicht leicht zu finden. Auch mit einer längeren einschlägigen Kontaktliste im Telefon als die meisten.

Auf der Suche nach dem Kick/Orgasmus, der tief geht und mich ruhig werden lässt. Mit Mr. Bondage, wenn er in Spiellaune ist zum Beispiel geht das (muss noch einen Eintrag nachholen). Er kann mit mir dem Fesseln und seinem Spielzeug tiefe große Orgasmen machen. Er war allerdings die letzten Tage nicht verfügbar. Hinzu kommt, dass er in Spiellaune sein muss. Was wiederum ich nicht in der Hand habe, sondern viel mit seinem Leben drumherum zu tun hat. War also keine Möglichkeit. Seit er aber immer mal wieder mit mir spielt und da auch Lust drauf hat, treibt es mich nicht mehr so um. Es ist okay, wenn wir das tun, wenn er Lust hat. Es fühlt sich nicht mehr wie absichtlichter Entzug an und ist damit akzeptabel für mich. Außerdem werden wir demnächst nochmal ein paar Tage wegfahren. Ich kann ihn auf Dienstreise begleiten und freue mich darauf.

Mr. Band, der geile Orgasmen machen konnte, hat sich in eine monogame Beziehung verabschiedet. *schnüff.. Zumindest interpretiere ich seine letzte WhatsApp mit den Worten „Fremdknutschen ist bei mir jetzt nicht mehr“ so.

Mr. Tiefenentspannt ist auch seit einer Beziehung und sehr viel Stress in der Arbeit ziemlich von der Bildfläche verschwunden. Wir schreiben noch manchmal.

Es gibt dann noch die Kollegen…

Oder den jungen potenten Lover. Bei dem ich noch nicht so ganz genau weiß, ob er mich wiedersehen will.

Mich trieb ein weiteres Mal mit dem älteren Kollgen in den Club. Außer, dass wir uns beim Wiedersehen in der Arbeit ziemlich breit angegrinst hatten, hatte es sich erstaunlicherweise überhaupt nicht komisch angefühlt, sich in der Arbeit wieder zu begegnen, nachdem wir Sex hatten. Da ich mich irgendwie seinem Ausgehritual angeschlossen habe, ging ich eben dahin mit, wo er eh hingegangen wäre. Wieder eine GangBang-Party. Das scheint so sein Weggeh-Dings zu sein. Ich finde es zum Gucken schon auch spannend. Allerdings nervt mich manchmal die unterschwellige Erwartungshaltung, dass man eben nur dahingehen sollte, wenn man auch mitmachen will. Es wird natürlich keiner gezwungen, aber man muss dann halt auch aushalten, dass der Rest einen komisch findet. Der Abend mit dem Kollegen war cool und bedarf wahrscheinlich eines eigenen Eintrags, aber brachte mir nicht den tiefen Kick. Was dazu führte, dass ich noch rastloser wurde.

Was darin endete, dass ich am nächsten Tag, weil es sich zufällig ergab mit dem anderen Kollegen vögelnd auf einem Schreibtisch endete. Was geil war, aber schon allein von der Konstellation her, dass man erwischt werden könnte, (obwohl es relativ unwahrscheinlich war) für meinen Kopf schwierig. Ein Kick war da, aber nicht dieser tiefe krasse Orgasmus, den ich Suche. Das wäre auch einen eigenen Eintrag wert, aber ich kann vermutlich nicht drüber schreiben. Aus Gründen. Und auch so ein wenig Kater hinterher, ob man nicht zu weit gegangen ist. Ich bereue es nicht. Eher so die Angst, dass man irgendwann doch unvorsichtig wird. Dass es doch rauskommt und man sich dann fragen müsste, ob es das wert war. Aber Fuck, er küsst einfach so geil.

Am Abend zog ich wieder los in einen Club. Mr Headhunter hatte sturmfrei und wollte mal wieder ausgehen. Wir gingen in einen Club. Es war seine Premiere. Letztes Mal waren wir im Pornokino gewesen. Er war vorher auf einem Firmenevent und hatte getrunken. Zwar nicht übermäßig viel, aber doch bemerkbar. Was unsere Gespräche so ein bißchen workarger machten als sonst. Clubabend ohne Motto. Natürlicher Herrenüberschuss im Publikum. Wir kamen relativ spät. Aber es schwänzelten irgendwie immer noch jede Menge Männer auf der Suche nach dem Kick herum. Auch dieser Abend bedarf eines eigenen Eintrags. Ich hatte kleinere Kicks, aber es gelang mir nicht mich so richtig fallen zu lassen. Hatte alles mögliche probiert. Allein mit Mr. Headhunter in einer Höhle, auf einer großen Matte spät im Club als wenig los war noch ein Mann dazu geholt. Es flog so ein wenig, aber nicht der große Kick.

Jetzt sitze ich am Tag danach mit einer Art Kater zu Hause. Los gezogen zu sein wie ein Süchtiger, aber den richtigen Kick nicht bekommen zu haben. Ambivalente Gefühle: Eigentlich finde ich es okay, selbstbewusst und offen mit den eigenen sexuellen Wünschen umzugehen. Ausleben zu können, was ich will. Wenn mich auf dem Schreibtisch vögeln lassen will. Gut. Do it. Wenn ich den Club will, dann geh ich. Aber wenn es sich so getrieben anfühlt, dann nervt es mich. Es fühlt sich so reduziert auf niedere Triebe an. Getrieben von Lust. Gierig. Nicht rational. Dem alles unterordnend. Das schlechte Gewissen meldet sich. Fühlt sich so unzivilisiert an, so ordinär, so fremdbestimmt. (Allerding muss ich dazusagen, dass ich da im Club immer welche sehen die nochmal in einer ganz anderen Liga spielen dahingehend)

Ich sitze hier, mich selbst davon abhaltend heute Abend dasselbe wieder zu tun. Allerdings findet sich auch gerade niemand für eine alternative Abendgestaltung. Das ist ein bißchen nervig. Und nur einfach daheim abzuhängen alleine vor dem Fernseher fühlt sich wie verschwendete Lebenszeit an. Will nicht jemand rumkommen auf ein Gespräch und ein Bier?

Sex and the Sissy und Kinderkriegen – Part 2

In Ruhe und mit Laptop am Stromnetz den zweiten Teil der Geschichte schreiben. Sorry, dass ich den ersten Teil so rausgewürgt habe.

Zurück in den Club in der niederbayerischen Provinz und Mr. Sunshine.  Er hatte ja angekündigt, dass dort vermutlich ein Pärchen sein würde, das er kennt. Dem war auch so. Es war ein junges Pärchen Anfang 30 da. Das waren die beiden von denen er erzählt hatte. Das überraschende war, dass der Mann als Frau unterwegs war. Er trug eine Latexhose, ein Netzshirt mit BH drunter und eine Perücke. Immer wieder überraschend, mit welchen Fetischen die Menschen so unterwegs sind, vor allem auf dem flachen Land. Aber ich muss dazu sagen, dass das Motto des Abends im dem Club zum Thema gepasst hat, nur dass eh so wenig Menschen da waren, dass ich das fast vergessen habe.

Mr. Sunshine hatte die beiden kurz gegrüßt, wir hatten einen Drink gehabt und waren dann eben in die Höhle geklettert. Knutschen, raus aus den Klamotten. An diesem Punkt hatte ich gestern dank des leeren Akkus aufgehört zu schreiben. Warum schreibe ich das. Während ich Mr. Sunshine gemütlich einen blies, bekamen wir Besuch in der Höhle. Ich hatte beim Blasen meinen Hintern Richtung Höhleneingang gestreckt, so dass er vermutlich danach schrie angefasst zu werden. Ich spürte die ersten Hände auf meinem Hintern. Es störte mich nicht, im Gegenteil. Warum auch immer fand ich es dieses Mal spannend. Vermutlich weil die Anzahl der Menschen, die noch im Club waren so überschaubar war, dass ich nicht befürchten musste, dass es noch viel mehr werden würden, als die beiden, die sich zu uns gesellt hatte. Ich versuchte gar nicht herauszufinden, wer hinter mir war, sondern genoss die Berührungen und versuchte mich auch auf den Blowjob zu konzentrieren.

Ich blies eine ganze Weile. Allerdings nicht erfolgreich, wenn ein Orgasmus der Maßstab für Erfolg ist. Mr. Sunshine ist nicht zu lesen, weil er quasi keine Regung von sich gibt -kein Stöhnen, nichts. Ich wusste vom ersten Clubbesuch noch, dass er beim Blasen nie kommt. Also kein Stress für mich. Vermutlich hatte er sich deswegen aufs Lecken verlegt. Jedenfalls verschwanden die Hände irgendwann von meinem Hintern und ich merkte, dass einer der beiden Zuschauer, die Höhle verlassen hatte. Irgendwann tauschten Mr Sunshine und ich die Positionen und er begann mich zu Lecken. Dieses Mal war es schon viel einfacher den Kopf auszubekommen. Ich wußte um seine Leckausdauer und musste mich nicht die ganze Zeit fragen, ob es nicht zu lange dauern würde bis ich komme. Was ja sonst ein ziemlich doofer Teufelskreis ist.

Während Mr. Sunshine mit Hingabe meinen Kitzler mit seiner Zunge bespielte, tauchte der zweite Zuschauer neben mir auf und fing an meine Brüste zu streicheln. Außerdem nahm er meine Hand und gab mir seinen Schwanz zum Spielen. Der Winkel war nicht ganz gut und ich kann mir schwer auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren, also ließ ich es nach kurzer Zeit wieder sein und zog meine Hand zurück. Irgendwann spürte ich, dass es Richtung Orgasmus ging. Das spürte der Mann neben meinem Kopf auch. Er fing an mit zu kommentieren: „Oh jaa. komm.. Lass es raus.. Jaaaaaa.. Komm..“ Not sexy. Fand ich sehr irritierend. Aber Mr. Sunshine machte seinen Job so gut, dass ich trotz der Ablenkung kam. Dann rollte ich mich ein und wollte noch ein wenig runterkommen. Mr. Sunshine total süß kam angerobbt und löffelte mich. Bei gefühlten 35 Grad mit einer Zusatzheizung am Rücken…. Aber es war ein schönes Gefühl, wenn auch etwas zu warm, weil er mich einfach festhielt und ich mich wohlfühlte mit ihm.

Nach ein wenig herumliegen fand ich es doof, dass er noch nicht gekommen war und fing erneut an ihn zu blasen. Selbes Bild wie beim ersten Mal. Ich streckte den Hintern Richtung Eingang. Auch die Hände waren wieder da. Der Mann, der zwischendurch weg war, war zurück. Es war der Mann, der als Frau unterwegs war. Also ein Hetero-Mann, als Sissy im Club. Auch neu für mich, dass ein Mann, der als Frau unterwegs ist an mir rumspielt. Er befühlte meine Vagina und rieb meinen Kitzler. Den Geräuschen konnte ich entnehmen, dass er sich ein Gummi überzog. Gefickt werden beim Blasen fand ich sehr reizvoll und freut mich darauf. Keine Ahnung, ob falsch gezielt oder Absicht. Er traf immer meinen Hintern, also Analverkehr. Äh. Nein. Ich versuchte mit den Hintern anders hinstrecken, dass er richtig zielte, aber er kam immer wieder Richtung Anus. Grrr. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich drehte mich einfach auf den Rücken um. Mr. Sunshine hatte zwischenzeitlich auch gemerkt, dass es nicht so lief, wie gedacht und kam mir auch zur Hilfe. Auf dem Rücken liegend konnte er erstmal nur klassisch mit mir vögeln, was er dann auch tat. Allerdings ist das bei dem Wetter mit einem komplett angezogenen Mann in Latexhosen einigermaßen schwitzig. Und Perückenhaar im Gesicht und Mund. Das war gefühlt das erste Mal Sex mit jemandem der längere Haare hat, als ich. Und er knutschte mich. Irgendwie wußte ich nicht, ob ich küssen wollte. Ficken kein Problem. Aber küssen? Wie ich erschmeckte war er Raucher und  küsste mich mit Zunge. Das war meinem Kopf zuviel. Also drehte ich nach dem ersten Kuss meinen Kopf weg und ließ mich von ihm nehmen. Er verstand und fickte mich und sagte währenddessen zu mir, dass ich ein böses Mädchen sei.. Oh Mann, alle am Quatschen an dem Abend währenddessen… Während er mich fickte, spielten noch Mr. Sunshine an mir herum und auch der Kommentatoren-Mann war noch da und drückte mir seinen Penis in die Hand.  Das war mir dann fast ein wenig zuviel, zumal es so einfach ziemlich heiß wurde. Es dauerte aber zum Glück nicht lange, bis er kam. Also alles gut. Er verließ die Höhle dann ziemlich schnell Richtung Bad. Auch der zweite Mann, denn ich zwischendurch ein wenig geblasen hatte, schien genug bekommen zu haben, denn irgendwie waren Mr. Sunshine und ich dann wieder alleine.

Mr Sunshine kam mir mit seinem Schwanz ohne Kondom sehr nahe. Also fragte ich ihn, ob er da nicht was vergessen hätte oder ob er zufällig Kinder mit mir machen wollte. Er antwortete überraschenderweise: „Warum eigentlich nicht?“ What?? Lustig, ich glaube er war der erste Mann in meinem Leben, der so antwortete. Er sagte das mit soviel Ernsthaftigkeit, dass mein Kopf Bilder produzierte. Ich lag also in einer dunklen Höhle und meine Gedanken schweiften dahin ab, dass ich mir vorstellte, wie es wohl wäre in einer Swingerclubhöhle ein Kind zu zeugen und zwar mit ihm und in diesem Moment. Oh Mann. In meinem Kopf ratterte ernsthaft das Für und Wider durch. So funktioniert wohl der Kopf einer Frau Mitte 30, deren biologische Uhr tickt. Am Ende waren die Gedanken sowieso überflüssig, da er eh dafür gesorgt hatte, seinen zwei Kindern, die er bereits hat, kein weiteres mehr hinzufügen zu können. Ich bekam noch einen sehr geilen zweiten Orgasmus geleckt, wir hatten Sex bei dem er kam und gingen dann duschen.

Der Abend war noch nicht vorbei.

Der junge Mann und seine Potenz

Ich sitze im McCafe. Spätes Frühstück den Kaffee vor mir. Die selben Klamotten an, die ich gestern früh aus dem Schrank geholt habe. Frisch sind sie nicht mehr, den Geruch von einem aufregenden Tag an sich. Ein wenig vollgeschwitzt. Aber es macht mir gar nichts aus, im Gegenteil, ich feiere es voll. Bißchen wie in der Jugendzeit, als man bis in die Puppen ausgegangen ist, nur jetzt mit weniger Schlafdefizit, weil es schwerer zu kompensieren wird. Das Rockstar-Feeling des kleinen Mannes und ich genieße es in vollen Zügen 🙂

Gestern habe ich nach einem Date gesucht. Ich hatte keinen Sex im Sinn. Hatte kurzfristig den ganzen Tag frei und war in Ausflugslaune. Stellte ein Date ein, in dem ich genau das suchte. Keinen Sex, einfach nur jemand, der auch nicht allein etwas unternehmen möchte. Ein Mann bot mir an, dass ich in seine Gegend kommen könne. Wir würden dort eine Sportveranstaltung besuchen und konnten das mit ein paar Sehenswürdigkeiten verknüpfen. Ich war lange nicht mehr dort gewesen, also fand ich den Vorschlag sehr attraktiv. Es war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Sport gucken, jemand der mir seine Umgebung zeigt. Perfekt. Ich sagte zu, sprang aus dem Bett. Sein Profil verhieß einen offenen Mann, der sich für Menschen interessiert. Ich las weder Vorlieben, noch sonstige Eckdaten. Ich zog mich an, packte eine Handtasche und los ging es.

Wir einigten uns darauf, dass ich erst bei ihm vorbeischaue, damit wir dann in einem Auto weiterfahren konnten. Er wohnte in einem kleinen Dorf in der bayerischen Provinz. Kam mir bekannt vor, könnte ich aber nicht mehr leben. In so einem Dorf, wo die ganze Straße weiß, dass er Damenbesuch hat. Ich musste sehr schmunzeln. Immerhin schien ihm das wenig auszumachen. Und das ist mir ja als Grundeinstellung schon mal sehr sympathisch.

Da stand er schon. Sportlicher Typ und jung. Hupsi. Mitte 20. Aber es ging ja nicht um Sex. Und begrüßte mich im breitesten Bayerisch. Oh yeah. Ich war wirklich auf dem Land gelandet. Ich kenne das ja nur zu gut. Es war auch kein Problem für mich ihn zu verstehen. Ich könnte ja auch im Dialekt sprechen, aber ich bin irgendwann in meinem Leben in die Großstadt abgetaucht und packe den Dialekt nur aus, wenn ich meine Oma besuche. Ich kann nicht verhehlen, dass ich schwanke zwischen Bewunderung, wenn Menschen es sich im Dorf eingerichtet habe und es genießen dort zu leben und zu ihrem Dialekt und allem stehen, es aber manchmal auch sehr provinziell zu finden. Aber das hatte nichts mit ihm zu tun.

Wir gingen erst mal in den Nachbarort Essen. Gut bürgerlich. Er war medium gesprächig. Das führte automatisch zur Rollenverteilung, dass ich die Quasselstrippe aus der Stadt war und er mir eher zuhörte. Er erzählte schon was, aber eine richtige Laberbacke war er jetzt nicht. Aber man konnte sich gleich wohlfühlen mit ihm, auch wenn ich nie so ganz dahinter stieg, wie er mich wohl so findet. Aber Hauptsache der Tag war cool.

Wir liefen ganz schön viel. Das mag ich ja, aber ich hatte mir eher so Stadtklamotten als auf den Berg rauf Klamotten angezogen. Mir lief die Soße. Ich lachte drüber, dass er selber Schuld ist, wenn ich am Ende einfach nur durchgeschwitzt aussehe. Aber eigentlich war es ihm wahrscheinlich wurscht. Wir liefen, kehrten ein, liefen, genossen den Ausblick, unterhielten uns. Irgendwann bot er an, dass ich durchaus noch mit zu ihm kommen könne. Huch, mutig, dachte ich. Aber keine Ahnung, ob er dabei einen Hintergedanken hegte. Wir hatten uns über eine Sexplattform verabredet, also unterhielten wir uns auch immer mal wieder über das Thema, auch wenn wir beide uns nicht in die Karten blicken lassen wollten, ob wir Lust auf den jeweils anderen hatten.

Beim Abendessen kamen wir irgendwie auf das Thema Alter und ich stellte fest, dass er erst 27 war. Damit hatte ich gegen meine eigene Dating-Regel verstoßen. Ich wollte eigentlich keine Männer unter 30 daten, weil meine Erfahrung bisher ist, dass die noch so im Saft stehen, dass sie erst mal mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Aber es ging ja nicht um Sex. Und er vermittelte mir das Gefühl, dass es auch wirklich okay gewesen wäre, einfach den Tag miteinander zu verbringen.

Aber ich hatte Lust auf ihn bekommen. Allerdings würde die Herausforderung werden, dass er auch eher zurückhaltend ist, so dass ich keine Vorstellung hatte, wer von uns zwei wohl die Initiative übernehmen würde. Aber mal sehen.

Wir fuhren zu ihm. Wirklich schöne kleine Wohnung. Sehr ordentlich. Vor Allem für einen Männer Single-Haushalt. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich machte es mir auf seinem Sofa bequem. Und stellte beim drüber nachdenken gleich mal fest, dass ich weder frisch rasiert, noch zusammenpassende (und auch nicht besonders sexy, aber immerhin okaye) Unterwäsche anhatte. Na dann soll es wohl so sein, dass es sich ergibt, wenn man es nicht plant. Also falls was passiert… . Wir saßen auch eine Ewigkeit auf dem Sofa und quatschen bevor wir uns dem Thema näherten. Wie so Teenagers. Ich dachte eigentlich das hört irgendwann auf, aber ich habe immernoch nicht die Sicherheit es einfach drauf anzulegen. (Das wenn ich mal noch ablegen könnte). Deswegen date ich wohl zur Zeit vorwiegend ältere Männer, weil die dann meist die Situation einfach in die Hand nehmen. Wenn ich die ältere (und offensichtlich erfahrener) bin, dann habe ich immer das Gefühl die Initiative übernehmen zu müssen und das macht es dann manchmal schwierig, weil es mich zwingt mich aus meiner Komfort-Zone hinaus zu bewegen.

Es fing an mit „ich wärme meine Füße an ihm“ . Der erste schüchterne Körperkontakt. Dann kitzeln, Nacken kraulen. Lachen. Hinkuschlen. Knutschen. Jaaaaaa. Knutschen ist Lebenselexier. Balsam, wenn ich mich einsam fühle. Er konnte küssen. Juhu. Alle meine Vorurteile widerlegend. Hätte ich sein Alter vorher bewusst wahrgenommen und gewußt, dass er der Typ Amateur-Fußballer ist, dann hätte ich ihn vermutlich nie getroffen. Aber gut, dass ich das eben nicht vorher wußte.

Knutschen lief schon mal. Guter Küsser. Er passt nicht in das eigennützige (ein klein wenig arrogante) Fußballer-Klischee, das ich in meinem Kopf hatte. Er war eher immer darauf bedacht, dass ich mich wohlfühle. Er küsste meinen Hals und ich sagte lachend, dass er selbst Schuld wäre, wenn es nun salzig schmeckt, da er mich schließlich den Berg hinauf gejagt hatte. Es machte ihm nichts aus, aber er bot eine gemeinsame Dusche an. Guter Plan. Noch dazu konnte ich mich dann einfach selbst aus meinen durchgeschwitzten Klamotten schälen. Trotzdem er ziemlich sportlich und schlank war, kam ich mir eigentlich nicht blöd vor nackt vor ihm zu stehen. Die Stimmung war sehr entspannt zwischen uns. Er zog sich aus und stand mal gleich mit der Mega-Latte vor mir. Ich grinste: das Alter.. Hahaha.

Duschen, einseifen, wohlfühlen. Die Latte sprang mich einfach so an, dass ich mich in der Dusche vor ihn kniete und schon mal ein wenig blies. So zum Antesten. Ich kann in der Position nie besonders lange. Es war mehr so ein anteasern für später. Er war ein guter Gastgeber, hatte mir ein Handtuch rausgelegt. In frischgeduscht fühlte ich mich gleich viel wohler. Er bekam mich damit auch ungeschminkt und pur. Wenn ihn das nicht schreckte, dann war alles okay.

Ich wickelte mich in das riesige Handtuch, machte mir noch einen Turban auf den Kopf mit einem zweiten Handtuch und ging wieder Richtung Couch. Er kam nach, Latte unverändert. Na warte, dachte ich mir und kniete mich vor ihn. Ich hatte ihm vorher noch gesagt, dass ich das ganz gut können würde. Damit hatte ich ja mal die Messlatte hochgehängt. Das galt es nun zu beweisen. Ich tat es mit Hingabe wie immer. Er machte keine Regung. Es war überhaupt nicht zu lesen, ob er sich gerade völlig langweilte oder es genoss. Aber ich ließ mich nicht abbringen, vertraute auf das was ich kann. Irgendwann sagte er, dass es sehr geil wäre. Dann zog er mich hoch. Und ging voraus zu einem Stuhl. Ich grinste. Er konnte im Stehen nicht kommen. Als er saß ging ich nochmal zu Couch und holte mir ein Kissen. Ich wollte es ja bequem haben beim Blasen. Er grinste und sagte: „Voll der Profi. „- „Ja, Erfahrung halt“, entgegnete ich.

Dann kniete ich mich auf dem Kissen zwischen seine Beine und machte weiter, wo ich vorher aufgehört hatte. Er genoss es. Diesesmal leise wahrnehmbar. Er fragte: „Soll ich Bescheid sagen, wenn ich komme?“ Sehr anständig der Mann. Für ihn gebiete das die Höflichkeit es vorher abzuklären. Pluspunkt gesammelt. Ich hätte ihn eh sonst noch darauf hingewiesen. Aber ich sagte nun, dass er einfach genießen solle, ich würde es dann ausspucken. So romantic, ich weiß.

Ich kniete vor ihm und genoß es, es ihm zu besorgen. Leckte, saugte, massiert mit meiner Zunge seinen Schwanz. Mit dem gewünschten Erfolg. Er kam. Und es hatte ihm gefallen.

Nach einer kurzen technischen Pause sagte er, dass ich mich auf das Sofa legen sollte. Er wollte sich nun revanchieren. Juhu. Ich war gespannt. Wegen meiner letzten Erfahrung mit einem deutlich jüngeren Mann hatte ich keine Erwartungen. Eher so ein klein wenig die Befürchtung, dass die Kombination, Landei und jung zu viel unqualifiziertem Rumdrücken führen würde. Andererseits hatte er mich ja schon ein paar Mal überrascht. Und dann fing er an meinen Körper zu erkunden. Und es fühlte sich nicht unqualifiziert an, im Gegenteil. Er wußte was er tat. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass er die Geduld hatte, weil es nun mal eben ein wenig dauert bis mein Kopf mitspielt. Was genau er machte, weiß ich gar nicht. Ungewohnte Technik, aber sie fühlte sich gut an. Er wechselte zwischen Lecken und Fingern und beides gleichzeitig ab. Mein Kopf ließ sich nach und nach ausschalten und ich merkte, dass ich kommen würde. Juhuu.. Dann lag ich da, Orgasmuserschöpft, rollte mich unter seiner Decke ein und wollte chillen. Da stand er neben mir, mit schon wieder einer Monsterlatte, die mich erwartungsfroh ansprang und hielt grinsend ein Kondom in der Hand.. Alter, diese jungen Typen, grinste ich. Jetzt kann der schon wieder.

„Lass uns ins Bett wechseln“, schlug er vor. Bett klang bequemer als Couch, von demher guter Vorschlag. Ich machte es mir in seinem Bett bequem (das bemerkenswerterweise gemacht war) und bevor ich drüber nachdenken konnte, ob ich überhaupt schon für die nächste Runde bereit bin, zog er sich den Gummi über und war startklar. Okay dann mal los, dachte ich. Ich würde wohl nicht kommen, aber man weiß ja nie. Und eigentlich ja auch ganz nett sich mal wieder von so einem jungen sportlichen Typen ficken zu lassen. Erst missionar und dann doggy und er machte das wirklich gut. Würde ich öfter nehmen. In der Tat ging es schneller, als dass ich eine Chance gehabt hätte zu kommen, aber das war nicht weiter wild. Er kam hörbar und hatte Spaß. Alles gut.

Ich lieh mir noch ein T-Shirt und eine Zahnbürste und schlief neben ihm ein. Eigentlich braucht man ja nicht viel um sich wohlzufühlen. Ich bereute nur kurz als ich in mein getragenes Höschen zurückkletterte, dass ich keine Wechselunterwäsche dabei hatte, aber ansonsten genoss ich jede Sekunde des spontanen Abenteuers. Einziges Manko, er hatte keinen Kaffee im Haus.

Nicht erwischen lassen…

Hatte ich schon erzählt, dass ich eine Wohnung besichtig habe? Nein. Mal gucken, was daraus wird. Hätte schon Lust auf was eigenes. Drückt mir also die Daumen 🙂

An einem der letzten Wochenenden war ich zum zweiten Mal auf einem Barcamp. Diesmal das LitCamp in Heidelberg. Das ist Barcamp, das sich komplett um Literatur dreht. Da bin ich zwar ein bißchen, wie ein Alien, weil ich ja eigentlich noch nichts mit Literatur am Hut habe. Aber so ein wenig geistert die Buchgeschicht immernoch im meinem Hinterkopf herum. Alle Klischees, die ich so über Buchmenschen hatte, konnte das Barcamp allerdings nicht ausräumen. Der Frauenanteil war sehr hoch. Wenn ich ein Bild im Kopf brauche von einer Filterbubble, dann muss ich einfach nur an das Barcamp denken. Die finden sich da gegenseitig alle gut und sind nett zueinander. Mit einem Sexblog ist man da jetzt eher unüblich. Nichtsdestotrotz habe ich drei Sessions auch zum Thema Sex besucht, die jemand angeboten hat. In einer ging es darum, dass in Romanen Verhütung eigentlich nie thematisiert wird. Dann hatte ich eine Session zum Thema Polyamorie. Da waren ein paar Teilnehmer dabei, die auch eher unklassische Beziehungsvarianten bevorzugen und spät Abends gab es noch eine Runde in der Teilnehmer Fragen zum Thema Sex stellen konnten. Nichts davon hatte ich angeboten. Denn trotzdem ich viel ausprobiert habe im Bereich Sex, finde ich nicht, dass ich irgendwie ein Experte bin. Das ist eh so ein bißchen mein Barcamp-Problem, dass ich immer das Gefühl habe, kein Fachgebiet zu haben, zu dem ich eine Session anbieten würde. Kann alles ein bißchen, aber nichts gescheit. Ich habe mich dieses Wochenende nur sehr theoretisch mit Sex befasst.

Bisher hatte ich Sex aus meinem Ehrenamt rausgehalten. War mir zu heikel. Never fuck the company. Galt auch für mein ehrenamtliches Engagement. Und so im seriösen (politischen) Kontext unterhält man sich auch nicht über Liebe, Sex und Gedöns. Bis ich bei einem meiner Kollegen auf einer Klausur-Tagung gesehen habe, dass er einen Ring mit BDSM-Logo trägt. Vielleicht habe ich ein wenig selektive Wahrnehmung zur Zeit, denn bei einem Arbeitskollegen hatte ich das auch auf einer Uhr entdeckt. Oder Menschen tragen mittlerweile viel offener eindeutige Zeichen und warten darauf, dass man sich drauf anspricht, wenn man denn eingeweiht ist.

In der Arbeit finde ich es viel entspannter, seit ich weiß, dass es dort auch einen Kollegen gibt, der sich auf der dunklen Seite herumtreibt. Wenn ich mal Redebedarf habe kann ich einfach vorbei gehen und fragen, wo er sich am Wochenende mit seiner Partnerin herum getrieben hat.

Bei beiden Kollegen, sowohl bei dem in der Arbeit, als auch im Ehrenamt hat es mich nur den Mut gekostet, eine Email zu schreiben und zu fragen, ob das Zeichen, das er trägt so beabsichtigt ist. Ich musste und habe mich auch aus der Deckung gewagt, denn damit war klar, dass ich Ahnung von dem Thema habe. Aber bei beiden sagte mir mein Bauchgefühl, dass ich richtig liegen würde. Ich habe in der Firma auch noch eine Kollegin, die trägt eine Halskette mit einer Triskele, bei ihr würde ich mich aber niemals trauen zu fragen, ob das keltisch oder BDSMisch gemeint ist. Ich spreche also auch nicht jeden an, sondern nur wenn ich das Gefühl habe, dass der Mensch auch in das Bild passt.

Zurück zum Ehrenamt und dem Kollegen. Wir fingen an uns zu schreiben und uns auszutauschen. Wir mochten uns immer schon ganz gerne. Aus schreiben wurde flirten. Und irgendwann ließ er durchblicken, dass er mich eigentlich auch ganz niedlich findet. Eines Nachmittags vor einer Sitzung schrieben wir ziemlich intensiv. Es wurde erstaunlich schnell explizit und klar, dass wir uns beide eine Affäre vorstellen können. Problem. Er war vergeben und ich habe keine Lust auf Verwicklungen, wegen der Rollen in unseren Ehrenämtern. Dabei habe ich nämlich mehr zu verlieren… Hochschlafen… Nichtsdestrotrotz war beim Hin und Her schreiben klar, dass wir ziemlich Lust aufeinander haben würden. Um so spannender, wenn es alle anderen Beteiligten nicht mitbekommen sollen.

Wir malten uns vor der Sitzung aus, wie es sein würde, wenn wir uns während der Sitzung verdrücken und heimlich knutschen würden. Es kribbelt ziemlich, ich denke auch bei ihm. Dann Sitzung. Mit den Beteiligten quatschen, mit denen man immer so quatscht. Einen auf alles wie immer machen. Ich gab mir Mühe ihn nicht dauern anzugrinsen. Aber trotzdem warfen wir uns Blicke zu und grinsten uns an. Die Sitzung lief, wir schrieben uns weiter Nachrichten. Wir wollten beide. Ich malte mir die ganze Zeit aus, wie er wohl küssen würde.

Am Tagungsort war Abends nicht mehr viel los. Die Büros waren um die Uhrzeit nicht mehr besetzt. Also beschlossen wir, dass wir uns einen Stock tiefer auf der Damentoilette treffen würde. Eigentlich sollte da niemand hinkommen. Wir müssten uns nur zur selben Zeit aus der Sitzung davon stehlen. Die Stzungrunde war zumindest so groß, dass es nicht gleich auffallen sollte. Wir würden nicht sehr lange Zeit haben.

Er war zuerst da. Mein Herz pochte ziemlich. Auf dem Weg dorthin ging mir wieder durch den Kopf, ob es denn eine gute Idee sei. Ob ich damit nicht eine Linie überschritt. Aber ich wollte es. Hoffentlich würde uns keiner erwischen. Wenn man weiß worauf es hinaus laufen soll, aber beide nervös sind… Hoffentlich kann er küssen. Wir standen uns gegenüber. Schon allein, dass wir uns anfassten, war neu. Da steht man nun voreinander, hat sich wildesten WhatsApp geschrieben und ist doch erst mal schüchtern. Nicht wie im Film, so mit gleich abknutschen. Sondern erstmal so: Grins.. Hi… Hihihi… Äh und jetzt? Dann nahm er meinen Kopf zwischen seine Hände und küsste mich. Oh fuck. Er küsste sensationell. Die Knie werden weich, die Welt bleibt stehen. Mehr. Nicht aufhören. Dann der Griff in die Haare. Rrrr. Er hätte alles in diesem Moment kriegen können.

Ich hätte Lust ihm mehr zu geben. Also kniete ich mich vor ihn hin. Scheiß egal, dass wir in der Kabine einer Damentoilette standen. Ich hatte Lust auf einen Blowjob. Er öffnete seine Hose und ich machte mich über seinen Schwanz her. Ich hoffte, dass er ihn genießen können würde, so mit dem ganzen Drumherum… Ich versuchte ihn zu erfühlen, zu verstehen, wie er tickt. Mit viel Hingabe. Er genoß es, stöhnte immer wieder leise. Sagte, dass ich das sehr können würde. (hehehe). Es dauerte doch ein paar Minuten. Aber dann kam er. Mangels Alternativen in meinen Mund. Ich grinste, stand auf, spuckte alles in die Toilette und ging dann aus der Kabine zum Waschbecken um mir den Mund auszuspülen.

Er bedankte sich, wir küssten uns nochmal und machten uns dann getrennt von einander auf den Weg zurück. Wir waren vielleicht 10 Minuten weggewesen. Hoffentlich ahnt niemand was. Ich kam zu erst wieder. Er kurz danach. Jedenfalls war die Chemie zwischen uns so gut, dass das mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen ist.

So verboten. So aufregend. Auf was habe ich mich da nur wieder eingelassen…

Entspannung auf voller Linie…

Negativ. Um es gleich mal vorweg zu nehmen. Das Ergebnis meines HIV-Tests ist negativ. Was auch zu erwarten war, so rein von der Wahrscheinlichkeit her. Dass ich solange nicht gebloggt habe, hatte also nichts mit dem Ergebnis des Tests zu tun. An dieser Stelle trotzdem ein vielen lieben Dank fürs Mitfühlen und Daumen drücken.

Ich habe die sechs Wochen warten bis ich mich testen lassen konnte eigentlich ganz gut weggesteckt. Außer an dem Tag des geplatzten Kondoms selbst habe ich nichts mehr darüber gelesen. Die rein mathematische Wahrscheinlichkeit war trotz Südafrika immer noch sehr gering. Also habe ich das in meinem Kopf weit hintergeschoben in die Schublade „Dinge, die ich gerade nicht ändern kann“. Ich hatte beschloss den Test abzuwarten. Auch die zwei Tage zwischen dem Test und dem Ergebnis gingen eigentlich ganz gut. Was vermutlich auch an dem ziemlich coolen Personal in der HIV-Beratungsstelle liegt. Die nehmen einem nochmal viel Angst. Auch wenn man mit jemandem schläft der HIV-positiv ist, sofern er seine Erkrankung kennt, sind die meisten heutzutage mit Medikamenten so gut eingestellt, das die Virenlast so niedrig ist, dass es quasi unmöglich ist, dass das Virus übertragen wird. Das führt jetzt nicht zu einem leichtsinnigen Umgang meinerseits mit dem Thema, aber ich bleibe meiner Linie treu. Der Test dahingehend war jetzt ja auch der Test über die letzten vier Jahre. Für die anderen STIs muss ich jetzt noch beim Frauenarzt testen lassen. Die Challenge für mich ist da vorher noch einen neuen Frauenarzt zu finden. Meiner ist ja leider in Ruhestand gegangen und mit seiner Nachfolgerin bin ich so gar nicht in Schuss gekommen.

Was die Zeit der „Unklarheit“ allerdings doch bewirkt hat, war dass ich mich in den sechs Wochen sexuell sehr zurück gehalten habe. Ich hatte wenig Lust das zu thematisieren. Deswegen habe ich eigentlich nur zwei Männer getroffen in der Zeit. Das Thema hatte mich also doch so im Hinterkopf ein klein wenig beschäftigt. Nichtsdestotrotz habe ich spannenden Dinge angestellt über die es sich lohnt zu schreiben.Mal sehen, ob ich Zeit dazu haben werde. Während ich diesen Text geschrieben habe, liege ich auf meinem Bett in einer Ferienunterkunft. Ich habe einen wunderbaren Blick auf ein Bergpanorama. Neben mir schnarcht Mr. Bondage seit etwas mehr als einer Stunde und hält ein nachorgasmisches Schläfchen. Wir haben die seltene Gelegenheit gefunden und sind für 5 Tage zusammen in den Urlaub gefahren. Ich wollte in diesen fünf Tagen mich bewegen, mir etwas Gutes tun. Also sind wir in die Berge gefahren. Nach zwei Tagen mit langen Wandertouren haben wir uns heute bisher nur zum Frühstück aus dem Bett bewegt. Ich will eigentlich unbedingt noch raus. Aber Mr. Bondage ist heute ein wenig lahmarschig 🙂 Vielleicht sollte ich mich nicht andauernd über ihn her machen …

Jetzt nehme ich schon eine ganze Weile keine hormonelle Verhütung mehr. Das hat meiner Libido wirklich gut getan, aber es nervt mich mittlerweile auch wieder. Der Preis den ich für mehr Lust bezahle ist, dass ich meine Tage nicht mehr so kalkulierbar habe. Am Donnerstag letzte Woche, also vor 8 Tagen habe so ganz leicht die ersten Blutungen gehabt. Dachte mir noch, coole dann könnten die Tage ja halbwegs durch sein bis wir am Dienstag in den Urlaub fahren. Von wegen.. nach immer so wenige Rumgetröpfle habe ich sie heute (!) richtig bekommen. Das ist doch mal superätzend. Jetzt habe ich die immer fast zwei Wochen. Ich glaube, das will ich auch nicht. Zwei Wochen… Ist das nervig… Ja, man kann auch trotzdem Sex haben… Aber nervt. Mal sehen, ob ich das doch noch mal wieder ändern werde.

Unsere Tage in den Bergen laufen immer ähnlich an. Sie beginnen morgens immer mit einem ausführlichen Blowjob. Das ist die Tageszeit zu der Mr. Bondage am meisten Lust hat, ich eher nicht so. Also verwöhne ich ihn. Die Revanche gibt es dann für mich Abends… Jetzt ist es nachmittag.. Hihi…

One more night …

Noch eine Nacht schlafen, dann weiß ich Bescheid. Dieses Warten ist irgendwie doof. Aber wird jetzt auch noch rumgehen.

Nach dem verunglückten Sex mit dem Piraten, schlief ich mich in meiner Unterkunft erst mal aus und verbrachte den Tag dann weitestgehend mit googeln. Und nahm die Pille danach. Ich hatte Respekt von den Hormonhämmern. Und mein Hirn erst mal so: Hoffentlich wirkt das südafrikanische Zeug auch wirklich. Um mir im zweiten Moment zu denken: Warum sollte die Pille hier schlechter sein als zu Hause. Oh Mann… was denke ich nur. Und spielte in meinen Gedanken den Moment durch, wie ich im Dorf meiner Eltern mit einem dunkelhäutigen Kind ohne Vater ankomme. Das ließ mich wirklich schmunzeln. Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste. Auch wenn ich mir relativ sicher war, dass es zyklusmäßig der falschen Moment gewesen wäre. Lieber auf Nummer sicher gehen.

HIV-Rate in Südafrika verhältnismäßig hoch. Aber auch wenn infiziert, muss nicht ansteckend sein. Ansteckungswahrscheinlichkeit bei heterosexuellem Verkehr relativ gering. Las mir auch alles über die anderen STIs durch und würde das im Auge behalten. Trug mir den Testtermin nach 6 Wochen in den Kalender ein. Und beschloss dann, es eh nicht ändern zu können und den Rest meines Urlaubs zu genießen. Ich hatte noch zwei Abende. Die würde ich beide mit Tatenda verbringen. Den ersten hatte er frei, den zweiten musste er arbeiten. Und ich bereue gerade sehr, dass ich diesen Eintrag nicht früher geschrieben habe. Mein Erinnerung ist schon sehr vage. Wir knutschten, würden wieder in der Kiste landen. Er zeigte mir ein Hotel, zwar kein Stundenhotel, aber schon eher so eine Pärchenausweichmöglichkeit, als normale Unterkunft. Ich schmunzelte kurz, wie selbstverständlich er wußte, wohin man gehen konnte. Aber als ich drüber nachdachte fiel mir auf, dass es gar nicht so sehr an Seitensprüngen liegen musste. Er wohnte zwar nicht im Township, aber auch dort wo er wohnte, teilte man sich mit mehr Familienmitgliedern eine Bleibe, als bei uns so üblich ist. Er hatte mir auch seinen Bruder vorgestellt, was ich sehr kurios fand. Aber das führt auch bei ganz normalen Paaren dazu, dass sie manchmal einfach einen Ort zum Ungestört sein benötigen.

Das Zimmer war sehr karg. Ein Bett und ein Tischchen. Wie immer musste ich über die Blicke des Rezeptionisten schmunzeln. Dass einer eine weiße Frau mit in diese Location bringt ist eher nicht so üblich. Ich würde da allein auch nicht hingehen. Aber ich war gewillt mich darauf einzulassen, keine deutschen Standards anzulegen. Ich erinnere mich an keine konkreten Details mehr. Außer dass der Sex besser war, als beim ersten Mal. Er schaffte es einen Gang runterzuschalten. Es langsamer angehen zu lassen. Mehr streicheln, nicht gleich reinstecken und durchnageln. So ganz einfach war es für meinen Kopf nicht durch die geplatzte Kondom-Geschichte vom Vortag, was ich nicht thematisieren wollte. Aber ich achtete darauf, dass alles Safe ist. Und wir verwendeten seine Kondome. Nicht, dass ich da wieder mit meinen zu kleinen europäischen Standard-Dingern ankomme. Er weiß besser was passt, als ich.  Sex war gut, aber auch sonst fühlte es sich menschlich einfach gut an zwischen uns. Was auch bleibt ist das Gefühl für ihn wirklich attraktiv gewesen zu sein, mit jeder Kurve meines Körpers. Es gibt Menschen mit denen hat man einfach gleich den richtigen Draht. Wir lachten viel und kuschelten zusammen. Eine schöne Urlaubsaffäre. Er ließ mich nicht gern gehen, merkte ich ihm an. Er fragte auch, wann ich wiederkommen würde. Aktuell sieht es eher nach nicht so bald aus.

Nach meiner Rückkehr schrieben wir noch eine Weile hin und her. Seit ein paar Tagen sehe ich auf WhatsApp nur noch einen Haken. Möglicherweise hat er mich blockiert. Versuche das entspannt zu sehen. Ansonsten habe ich immer noch Kontakt zu einer Freundin von ihm. Die kann ich notfalls mal fragen, was mit ihm los ist.

Wenn das morgen noch gut ausgeht, dann war es ein Wahnsinnsurlaub. Ich hab das Alleinreisen nicht eine Sekunde bereut und werde es mit Sicherheit wieder tun. Auch das hat mir viel gegeben, dass es so cool war, obwohl ich echt Respekt hatte vor dem Alleinreisen. Welt ich komme. Nicht mit dem Vorsatz überall zu vögeln. Aber offen auf Menschen zuzugehen.

Sex mit einem Piraten

Mir geht es gut, keine Sorge.  Vermutlich geht mir die Südafrika-Geschichte, die ich noch nicht fertig gebloggt habe, doch ein wenig mehr im Kopf um als gedacht.

Eigentlich habe ich soviel zu schreiben. Gut, dass ich diese Woche ein wenig Zeit dafür haben werde.

Heute ist sechs Wochen nach Südafrika. War heute bei der Aids-Beratungstelle und habe mir Blut abnehmen lassen. Die sind sehr gechillt da. Viel angenehmer, als bei irgendeinem Frauenarzt. Der meinte auch gleich, dass die Wahrscheinlichkeit sehr gering ist bei heterosexuellem Kontakt. Keinen Vortrag über häufig wechselnde Sexualpartner. Einfach als gegeben hingenommen. Mein letzter Test ist nun schon eine ganze Weile her.  Es ist mehr so der Test für die letzten Jahre, mit einem aktuellen Auslöser. Für Chlamydien muss ich dann noch zum Frauenarzt. In zwei Tagen bekomme ich das Ergebnis. Gerade das Pflaster vom Blut abnehmen abgezogen: Die Ärztin hat es mal drauf. Ich ziehe definitiv meinen Hut. Man sieht nicht mal eine Einstichstelle.

Dann ist heute auch der Tag, an dem ich herausgefunden habe, dass ein Kollege aus der Arbeit auch einschlägig unterwegs ist. In der Kantine war mir aufgefallen, dass er eine Uhr mit einer Triskele trägt. Ich schmunzelte vor mich hin, denn das konnte kein Zufall oder Versehen sein. Zumal ich nach dem Essen mit ein wenig googeln so eine Uhr gefunden habe. Eindeutig einschlägig. Also schrieb ich ihm eine Mail und fragte ihn nach der Uhr und ob wir uns in Zukunft auf einschlägigen Veranstaltungen begegnen würden. Ich ließ für den Notfall zumindest offen, was einschlägig meint. Aber Volltreffer. Mit einem superbreiten Grinsen bog der Kollege um die Ecke und wir tauschten uns auf dem Gang unter großem Gelächter über sexuelle Vorlieben aus. Hach ja, was eine Wendung. Das ist so cool, dass es da jemanden auf Arbeit gibt, mit dem man über BDSM quatschen kann. Ich freue mich auf viele coole Gespräche mit ihm.

Jetzt versuche ich mal die Südafrika-Geschichte fertig zu erzählen. Am nächsten Tag beschloss ich mal einen Tag ohne Tatenda zu verbringen. Zumal ich nicht wie so ein Super-Fangirl wieder abends allein in seiner Bar sitzen wollte. Ich verbrachte den Tag am Hafen in Kapstadt. Aß gute Dinge, fuhr Riesenrad, lauschte einem Streetsinger-Girl, schrieb Postkarten und hatte einen ziemlich guten Tag. Ich liebe Hafenstädte und Foodmärkte. Es war perfekt. Am Hafen gab es die ziemlich nervigen Stände, an denen Verkäufer einem die Schiffsrundfahrten andrehen wollen. Mich nervt das angequatscht werden immer. Wobei ich eigentlich schon Lust hatte auf eine Rundfahrt. Aber ich konnte mich nicht so Recht entscheiden. Nahm den ein oder anderen Flyer mit. Soll ich eine Sunset-Tour machen oder nicht. Das war alles so auf romantisch getrimmt, dass ich  mir da alleine fast ein wenig doof vorkam. Kurz bevor die Schiffe ablegten, bot mir einer einen günstigen Preis und ich schlug spontan zu… und landete ausgerechnet auf dem freakigsten Boot von allen…  Piratenschiff.

Die machen untertags eher so Kinderbespaßungstouren. OMG, das konnte ja heiter werden. Wo bin ich da schon wieder gelandet, dachte ich mir noch. Dann legten wir ab. Einer der Piraten, Mitte 20, süßer Typ, quatschte mich an. Marci hieß er, kam immer mal wieder bei mir vorbei und unterhielt sich mit mir. Ich dachte anfangs, dass das Teil des Programms wäre. Warum sollte der sich auch sonst für mich interessieren? So geht das in meinem Kopf immer. Aber er machte mir auch das ein oder andere Kompliment und unterhielt sich offensichtlich nicht mit allen Gästen in dem Ausmaß, wie er es mit mir tat. Ich nahm das zur Kenntnis, freute mich über den kleinen Flirt. Genoss den Sonnenuntergang, das schöne Licht. Kurz vor Ende der Tour fragte er mich, ob ich am Hafen noch in einer bestimmten Kneipe auf einen Drink mit ihm gehen wollte. Huch, damit hatte ich ja gar nicht gerechnet. Ist das so wenn man alleinreist? Ich hatte überhaupt nicht intendiert nochmal jemanden kennenzulernen. Er sagte, dass er sowieso dort einen auf einen Drink gehen würden und wenn ich Lust hätte, könnten wir uns eine halbe Stunde nach dem Anlegen dort treffen. Verrückt. Ich hatte ja noch eine halbe Stunde Zeit um mir zu überlegen, ob ich das wollte, oder nicht.

Wir gingen in die Kneipe und er lud mich auf ein Bier ein. Er erzählte, dass er die meiste Zeit auf dem Schiff wohnt. Bezeichnete sich selbst als coloured, was ich bei uns unter Mischling (nicht wertend verstehen) einsortieren würde: weiße Mutter, schwarzer Vater. Nach eigener Aussage gebürtiger Capetowner. Er mag seinen Job (und ich mochte, wie cool er mit den Kindern umgegangen ist). Irgendwann ging es um Beziehungen… Und ich erzählte halt von meinen Leben und dass das mit der Monogamie nicht so mein Ding ist.. und er bekam immer größere Augen. Damit hatte er so gar nicht gerechnet. Er liebt seine Freiheit, Freundinnen haben ihn immer zu sehr eingeengt. Er muss sich wohl gedacht haben: Jackpot. Damit konnte er nicht rechnen, als er mich angesprochen hatte. Wie auch immer es kam, er fragte mich, ob ich die Nacht mit ihm verbringen wollte. Nicht auf dem Schiff, da sind keine Frauen erlaubt. Manchmal schläft er eine Nacht im Hotel.  Ob es okay wäre, wenn wir uns den Preis für das Zimmer teilen würden… Wollte ich das? Eine Nacht mit jemandem, den ich nicht kenne.

Wir gingen zum Schiff zurück um seine Sachen zu holen. Die Kollegen veräppelten ihn angemessen, ob des offensichtlichen Aufrisses. Aber auch er gab mir das Gefühl, nicht irgendso ein Aufriss zu sein. Es fühlte sich gut an. Ich mochte ihn. Lecker Kerlchen, nett, süß, zuvorkommend. Ich hatte quasi nix zum übernachten mit – nur so nen Tagesrucksack mit. Aber ich ließ mich auf das Abenteuer ein – mit dem Wissen, dass ich mir ja jederzeit ein Uber rufen konnte, dass mich dann nach Hause bringt. Ähnlich wie das Stundenhotel, war auch das Hotel eher nicht das Niveau auf dem ein Tourist jemals in der Stadt übernachten würde. Aber das Zimmer mietete man hier immerhin die ganze Nacht. Marci mietete sich manchmal hier ein, wenn er keine Lust aufs Schiff hat. Dann freut er sich über den Fernseher und das große Bett.

Als wir ankamen, ging er erst mal unter die Dusche. Ich machte es mir auf dem Bett bequem. Jetzt wo ich es schreibe, merke ich, dass es doch nun schon 6 Wochen sind. Ich habe keinen blassen Schimmer mehr, ob er gut küssen konnte. Ich glaube schon. Als er nur mit Handtuch aus der Dusche kam, zog ich mich bis aufs Höschen aus. Er fuhr voll auf meinen Hintern ab. Total schräg, da ich ja fast mein Leben lang mit meinen „zu“ großen weißen Hintern hadere. Und mich immer über die sehr gelungen Brüste gefreut habe. Er hatte nur Augen für meinen Hintern und geizte nicht mit Komplimenten. Das ging runter wie Öl. Bei den Details ist meine Erinnerung schon sehr blass. Er hatte keine Kondome mit. Ich hatte welche in meinem Rucksack. Gab sie ihm. Ich blies ihn – schöner Schwanz, ihm gefiel es. Wir hatten Sex, ich half nach und kam, er kam als er mich Doggy ordentlich durchgevögelt hat. Dann schliefen wir ein. Dasselbe in etwa morgens nochmal. Neues Kondom natürlich. Nur dass er dann beim Rausziehen sofort sagte, dass das Kondom gerissen war.

FUUUUCKK.  Mir wäre es vermutlich nicht aufgefallen, hätte er nichts gesagt. Aber er sagte es gleich. Oh krasser Scheiß. Ausgerechnet in Südafrika. Das wäre der Moment, wo man den anderen vermutlich fragt, ob er HIV positiv ist, also vielleicht auch nicht. War das rassistisch oder nur mathematische Wahrscheinlichkeit. Ich war sehr gefangen in meinen Gedanken. Ich fragte ihn jedenfalls nicht. Ich wäre mir sehr blöd vorgekommen. Neben der HIV-Nummer galt es auch erstmal die Schwangerschaftsnummer zu lösen. Ich habe in Deutschland noch nie die Pille danach gebraucht. Aber jetzt in Südafrika. Na klasse. Erst mal googeln wie man die hier bekommt. Marci sagte, dass er das schon von seiner Schwester mal kannte. Er ging also mit mir zur Apotheke. Es war aber auch ein schräger Moment, als weiße ältere Frau mit einem jüngeren Mann in der Apotheke nach dem Ding zu fragen. Zumal ich ihn sprechen ließ, erstmal. Jetzt weiß ich, dass das Ding Morning-After heißt und werde das auch nie mehr vergessen. Ich bekam es nach dem Beantworten von ein paar Fragen relativ Problemlos. Aber ich hatte wirklich Respekt vor dem Hormonhammer.

Marci und ich tauschten noch Telefonnummern, dann ging ich heim. Müde und mit 1000 Gedanken im Kopf. Keine Ahnung, ob seine Nummer stimmt. WhatsApp hat er scheinbar nicht und angerufen habe ich noch nie. Ich wüßte ja wo man ihn findet,