Mit dem Frischling in den Club…

So ein erster Clubbesuch hinterlässt Eindruck. In welcher Form ist immer wieder spannend, wenn man Frischlinge begleitet. Dieses Mal war ich mit Mr. Workaholic. Denn habe ich auf einem BDSM-Speeddating-Abend in einer Kneipe kennengelernt. Mr. Bondage hatte mich dorthin mitgenommen und ich habe mich breitschlagen lassen, obwohl ich versuche mich sehr selten in der Szene rumzutreiben. Ich kann das übereinander Reden nicht ausstehen und will mich da in nix reinziehen lassen. Jedenfalls lernte man an diesem Abend durch das Format ziemlich viele Menschen kennen. Nachhaltig im Gedächtnis war mir nur Mr. Workaholic geblieben. Ein schöner Mann, Mitte 40 mit dem ich mich wirklich gut unterhalten hatte. Die Kommunikation lag sofort auf einer Wellenlänge. Allerdings hatte man immer nur ein paar Minuten Zeit bevor die Gesprächspartner wieder durcheinander gewürfelt wurden. Ich schrieb ihm schnell die Adresse meines Blogs auf seinen Zettel und war gespannt, ob er sich melden würde. Ich war mir nicht sicher, nachdem die Veranstaltung ausgerechnet mit der mir am wenigsten sympathischen Frau verließ, die noch dazu ein ganz anderer Frauentyp war als ich. Was mir den ganzen Abend nicht klar war, ist auf welcher Neigungsseite sich Mr. Workaholic sich so befindet. Bei den meisten Menschen hat man ja halbwegs ein Gefühl dafür, ob sie dominant oder devot sind. Er war gar nicht zu lesen. Ein erfolgreicher Mann, was er auch ausstrahlte, deswegen mutmaßlich dominant, wirkte aber in dem ganzen BDSM-Kontext so ganz unsicher, dass es mir einfach nicht klar wurde. Ich hatte ihn aber auch nicht gefragt.

Nachdem er mit der Frau an dem Abend verschwunden war, rechnete ich eigentlich nicht damit nochmal was von ihm zu hören. Aber ganz unerwarteterweise poppte schon am nächsten Tag eine Mail in meinem Postfach auf. Ich freute mich sehr und war sehr erstaunt. Er hatte die Seite gefunden. Und sich auch davon nicht abhalten lassen zu schreiben. Eine Weile später verabredeten wir uns auf einen Weihnachtsmarktbesuch. Der Abend war wirklich toll. Wir haben in vielen Dingen die selbe Meinung, sind beide überzeugte Europäer, hatten ein tolles Gespräch. Ich habe es wirklich genossen, ich glaube er auch. Vermutlich bin ich ein wenig anders als die Frauen, die er typischerweise sonst so kennenlernt. Ich hoffe, dass wir das bald wiederholen würden. Aber wie sein Name schon sagt, dass ist mit ihm nicht ganz so einfach, weil er viel arbeitet. Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch. Er war über den Jahreswechsel beim Skifahren, so dass wir uns erst vor kurzem wieder gesehen haben.

Er hatte die Frau auf dem Speeddating nur zur Ubahn gebracht, erzählte er mir. Und ich glaube, dass er gar nicht viel von meinem Blog gelesen hat. Da ist er irgendwie nicht der Typ für. Wir trafen auf einen Kaffee in einem Cafe und quatschten. Er ist eigentlich ein sehr monogamer Mensch. (Da sind wir zwei ja eine Wahnsinnskombination). Mal einen Singlemann kennengelernt und dann ist der das glatte Gegenteil von mir. Ich nehme ihm auch ohne zu zweifeln ab, dass er seiner Exfrau nie fremdgegangen ist. Allerdings ist er zu Zeit auf der Suche. Ich glaube er weiß nur selbst nicht nach was. Ich glaube gar nicht so sehr nach einer konkreten Beziehung, sondern nach sexueller Erfüllung. Allerdings hat er bereits nach dem BDSM-Speedddating schon ausgeschlossen, dass diese Spielart was für ihn sein könnte (finde ich erstaunlich, dass man das nach einem Abend, wo Menschen nur drübergeredet haben schon kann). Aber da war er sehr klar. Das erklärt auch irgendwie, warum ich ihn dominant/devotmäßig gar nicht einschätzen konnte. Es ist einfach nicht sein Thema. Er war aber immer noch neugierig auf Dinge die man sonst noch ausprobieren kann. Ich hatte ihm schon vorher von den Swingerclubs in der Stadt erzählt und ihm angeboten, dass wir ja mal zusammen hingehen können.

Den Sonntag nach unserem Kaffee-Date hatte er noch nichts vor, also planten wir einen Clubbesuch. In einem größeren bei uns in der Gegend ist am Sonntag immer „Wellness“-Tag, heißt man kann auch in die Sauna gehen und sich massieren lassen. Der Club hat da ab dem Vormittag auf. Wir verabredeten uns für Mittags. Er mag Saunen und meinte, dass er das einfach wie einen Saunaaufenthalt nimmt, bei dem halt Drumherum noch andere Dinge passieren. Beim Packen meiner Tasche vorher fiel mir dann auf, dass ich gar nicht wusste, wie denn dort untertags der Dresscode sein würde. Ich war nur mal im Sommer am Sonntag gewesen. Da gibt es einen großen Garten und alle liefen wie im Freibad rum. Ich packte also einmal ein Strandtuch und FlipFlops ein und aber auch mein normales Cluboutfit. Dann konnte ich mich anpassen.

Er sammelte mich ein und eröffnete mir dann, dass er Schuhe und alles vergessen hat. Aber er würde sich dann halt dort einen Bademantel leihen und barfuß wäre kein Problem für ihn. Puh, Bademäntel würde es da nicht geben und barfuss ist schon eher schwierig so den ganzen Tag. Aber er klang so sicher, dass ich nicht widersprechen wollte. Wird schon irgendwie gehen.

Wir kamen am Club an. Es war Mittags rum. Es waren noch nicht sehr viele Autos da. Gut zum Eingewöhnen dachte ich mir. Ich ging voraus. Wollte auch bezahlten, ließ er mich aber nicht. Er fragte nicht nach einem Bademantel. Auf dem Weg zur Umkleide begegneten uns ein paar Menschen im Cluboutfit. Als Paar bekommt man (zumindest war es bei mir bisher immer so) meist einen gemeinsamen Spind. Da wir ja bisher Null intim waren, ist es schon komisch, wenn man sich dann nebeneinander auszieht. Ich ließ ein Höschen an, wickelte mir das Strandtuch rum und zog meine Flipflops an. Er hatte (zum Glück) eine schwarzes T-Shirt und eine schwarze enge Shorts an. Und war barfuß. Wir gingen als allererstes in den Saunabereich und reservierten uns klassisch-deutsch mal zwei Liegen. Dann zeigte ich ihm den Club. Wenn man schon oft im Club war, dann sieht man gar nicht mehr, dass in den meisten Pornos auf Bildschirmen laufen. Wenn man bisher nur in Saunas war, dann bemerkt man das  natürlich. So der erste Aha-Moment. Wir gingen an den verschiedenen Spielzimmern vorbei. Es war auf den Matten nur wenig los. Wir guckten so im Vorbeigehen rein und er nahm die ersten vögelnden Paare wahr. Nach der ersten Orientierung gingen wir in den Saunenbereich. Wir machten uns es auf den Liegen bequem. Wir quatschten erstmal.

Dabei wurde natürlich auch klar, dass wir bisher nie darüber geredet hatten, ob zwischen uns was laufen würde. Ich merkte, dass er mich als Mensch spannend findet. Aber ich habe keine Ahnung, ob ich ihn als Frau/potentielle Sexpartnerin interessiere. Ich glaube ja, dass ich optisch nicht sein Typ bin, Optik für ihn aber nicht alle ist. Er hatte mich bis dato mit keiner Silbe angegraben. Naja, mal sehen was passiert. Im Gespräch winkte er allerdings schnell ab und sagte, dass er sich sicher sei, dass er hier und heute nichts anstellen werde. Ich hatte ihm angeboten, dass wenn er Lust bekommt, er es nur sagen müsse. Er erklärte mir, dass er bisher ausschließlich monogam gelebt habe. Wir sind schon eine lustige Clubkombination.

Zum Akklimatisieren ging er erstmal in die Sauna, während ich mir ein Buch schnappte und las. Ich gehe nicht gern saunieren, von dem her ließ ich ihn allein gehen. Aber ich stellte fest, dass lesend auf der Liege im Swingerclub schon auch schräg ist und die Anderen ein wenig irritiert schauen. Die meisten waren eher im Cluboutfit unterwegs. Keine Frau außer mir trug FlipFlops. Also ging ich mich relativ schnell umziehen und warf mich in mein Cluboutfit mit den Halterlosen und den Pumps. Ich glaube er fand mein Outfit ganz gut soweit. Nach einer Weile wurde er wohl neugierig undwollte sich das Geschehen in den Spielzimmern ansehen, also zogen wir los. Ich war sehr gespannt, wie er darauf reagieren würde. Als wir durch die Räume gingen, wurden wir auch immer von den anderen Pärchen abgescannt, so als potentielle Sexpartner. Das amüsierte mich. Soloherren waren maximal eine Handvoll anwesend. Wir kamen in ein Zimmer wo Menschen zu gange waren. Ich war sehr gespannt, ob es ihn eher an- oder abturnte Paaren beim Sex zuzusehen…

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Verstört im Club
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Traut er sich wirklich?

Ich muss schnell eine aktuelle Geschichte einschieben.

Es ist spät und ich werde mich morgen dafür hassen, wenn der Wecker klingelt, aber ich muss das jetzt schnell aus dem Kopf bloggen.

Ich hatte gerade ein Date mit einem Mann. Das ist ja erstmal nichts besonderes. Allerdings war der Mann insofern ungewöhnlich, da er mit einer Schauspielerin verheiratet ist. Mehr verrate ich nicht, denn Loyalität/Fairness gehört zu meinem Blog dazu. Aber ich konnte seine Frau einfach googeln. Und natürlich ist die viel schöner als ich. Er schrieb mich an, weil er bei einer Recherche mein Blog gefunden hatte. Wir schrieben per Mail ein wenig hin und her. Irgendwann ließ er durchblicken, dass er mich spannend findet und mich gerne treffen würde. Ich war überrascht. Wieso sollte der Schauspielerinnen-Gatte mich kennenlernen wollen? Der trifft doch bestimmt dauernd coole Frauen… Und wahrscheinlich hat er nach dem Lesen des Blogs ein ganz falsches Bild von mir im Kopf… Und ich fragte mich, ob er keine Angst hatte, dass er erwischt wird. Und ehrlicherweise hab ich eigentlich keine Lust da in irgendwas schräges rein zu rutschen. Ich war schon verwundert, weil er aus seiner Identität gar keinen Hehl machte und mich offensichtlich mit seiner geschäftlichen Mailadresse anschrieb. Aber naja, für mich ist das schon okay. Völlig Erwartungsfrei ließ mich auf die ganze Sache ein. Nachdem er sich auch von Fotos von mir nicht abschrecken ließ, tauschten wir Handynummern und WhatsAppten gelegentlich. Irgendwann teilte er mir mit, dass er Anfang Dezember einen Termin in meiner Stadt haben würde. Wir vereinbarten ein Date an diesem Abend. Ich konnte mir einen Clubbesuch oder nach einem Drink auf neutralem Boden ein Treffen auf seinem Zimmer vorstellen. Aber wir vertieften das ganze nicht weiter.

Ein paar Tage vorher fragte ich ihn nochmal, ob das Date steht. Ja. Klar. Er würde noch ein geschäftliches Essen haben vorher. Er war ein wenig kurz angebunden. Ich schob das aber mal auf Vielbeschäftigt. Aber er wollte auch nicht so genau rausrücken, wo wir uns dann treffen würden. Immernoch keine Erwartungen. Bis er vor mir steht, ging ich davon aus, dass es ein ganz nettes Spiel ist für ihn, aber nichts passieren wird.

Ich hielt mir den Abend frei, nutzte die Zeit um Sport zu treiben und wartete bis sein Essen vorbei war. Zog mir schicke Wäsche und meine neuen Halterlosen an. Darüber Jeans und Sneakers, so wie ich immer aussehe. Als es schon relativ spät war schrieb er dann: wie denn mein Plan sei? Dominanz schien nicht sein Fachgebiet zu sein. Ich sagte, dass wir noch nichts ausgemacht haben. Er hätte ja ein wenig Schiss. Aber er hätte Mega-Bock. Ich schmunzelte, ob seines Rumgeeiers. Aber so ohne Erwartungen ging es eigentlich. Woran es hapert? So richtig rückte er nicht raus. Nach ner Weile sagte er mich doch die Adresse seines Hotels. Drink im Hotel ginge nicht, will nicht gesehen werde. Verstand ich. Bestand aber auf einen Kennenlernen auf neutralem Boden. Vor dem Hotel, also neben Hotel. Hach ja. Während ich dann mit meinem Auto losgefahren bin, kam er auf die Idee sich im Auto zu treffen. Juhu, natürlich hab ich nicht aufgeräumt und eine total volle Rückbank. Aber mein Auto ist mir immerhin neutrale Zone genug. Ich ging immernoch davon aus, dass er nicht da sein würde oder enttäuscht wieder abziehen würde… Ich hielt ein Stück vom Eingang weg und wartete auf ihn. Da ging meine Beifahrertür auf und er stand da. Und sah genauso aus, wie auf den Bildern im Internet…

Meine Augen tränen schon und fallen zu. Den Rest schreib ich gleich morgen. Sorry.

Daten für was Beständiges…

Es war mir keinen eigenen Eintrag wert, aber Mr. Rich hat sich zwei Tage später nochmal gemeldet und mir ein gutes Jahr gewünscht und nach meinen Blowjobkünsten gefragt. Das ließ mich sehr schmunzeln. Ich habe im selbiges gewünscht und das Angebot aufrechterhalten. (Wir hatten im Telefonat vor dem Treffen auch darüber gequatscht und ich sagte, dass ich das gern mache und auch glaube gut zu können.) Seitdem ist allerdings nichts mehr passiert.

Kurz vor dem Jahreswechsel habe ich mein Profil auf der Rirarammelseite um folgenden Text ergänzt.

Zeit für etwas Ernstes

Was meint was Ernstes:
Es meint einen Mann für den ich die wichtigste Frau bin, der mit mir eine Beziehung eingehen möchte. Den ich auch mal meinen Eltern vorstellen kann. Aber mit der Bereitschaft offen zu bleiben für die sexuellen Bedürfnisse des Partners. Das verstehe ich unter offener Beziehung. Ich muss nicht am Anfang drei Affären mit in die Beziehung einbringen und darauf bestehen, wenn es nicht passt. Ich kann mir auch vorstellen, dass mir am Anfang ein monogames Modell genügt. Allerdings hat mich meine Erfahrung gelehrt, dass es das nicht für immer tun wird. Deswegen will ich ehrlich ansprechen können, wenn das eben nicht mehr so ist. Ich bin bereit die Bedürfnisse meines Partners ernst zu nehmen, auch wenn ich sie nicht erfüllen kann, so soll er sie offen äußern können, um dann eine Lösung zu finden. Sich gemeinsam weiterentwickeln als Menschen.

An manchen Tagen tickt sie lauter, an anderen leiser. Jetzt bin ich über 30 und komme nicht aus ab und an mal zu meiner biologischen Uhr zu schielen. Ich bin ein Familienmensch, ich will eigentlich Kinder. Aber nur mit jemandem, der auch welche mit mir will.

Wie muss er sein, außer offen:
Intelligent. Ganz wichtig für die Augenhöhe. Eine Partnerin wollend, die nicht als Schmuckstück dient, sondern als Partnerin. Eine Schulter zum Anlehnen, aber ein Mann der sich auch an meiner Schulter anlehnt.
Mit sich im Reinen, nett und dominant. Auch wenn ich aus einer vergangenen Beziehung noch ein paar Kilos zu viel mit mir herumschleppe. Ich bin ein aktiver Mensch und ich brauche einen sportlichen Mann. Der muss jetzt nicht in Topform sein, aber Sport und Bewegung grundsätzlich mögen. Wenn man mich ein wenig anschiebt, dann bin ich vermutlich ziemlich schnell wieder fit.

Ich brauche einen gewissen Freiraum, (damit ist nicht sexuell gemeint). Ich funktioniere nicht als Paar, das sich dauernd auf der Pelle sitzt. Ich bin gern zu zweit, aber auch gern allein. Jemand noch am zustimmend Nicken?

 

Daraufhin bekam ich eine supernette, superlange Mail von meinem Mann, der mir genau wegen dieser Ergänzung meines Profils geschrieben hatte. Nicht lange gefackelt und ein Date zum Essen ausgemacht. Ich fuhr hin und war sehr gespannt, ob das nun anders wäre als die Dates vorher, die irgendwie weniger Intention hatten. Mann sympathisch, Unterhaltung gut, Essen sehr lecker. Passte soweit. Doch dann irgendwann im Laufe des Gesprächs lässt er raus, dass er sich ja erst vor nicht allzu langer Zeit von seiner Frau getrennt hat und sich erstmal nichts Festes vorstellen kann. Aha?? Wie jetzt? Ist klar, ne. Naja, was soll es. Wäre auch schräg gewesen, wenn es beim Ersten gleich passt. Vielleicht funktioniert das am Ende auch nicht über eine Sex-Datingseite. Aber ich kann ja einfach mal ein weig probieren 🙂

 

Verückte Nacht – Part 3

Dann kam Mr. Rich zurück mit einem Ding, das aussah, wie ein Magic Wand in schwarz. Er verschwand damit nochmal in einen anderen Raum, vermutlich um ihn sauberzumachen. Dann zog er dem Ding ein Gummi über. Ich lag immer noch in der bequemen Haltung auf seinem Wohnzimmertisch.

Kopf: Wie jetzt erst Schmerz, dann Orgasmen… Geht ziemlich fix alles.. Oh Mann…Was ist denn sein Plan…??

Er stand wieder hinter mir. „Knie dich wieder hin, wer hat gesagt, dass du es dir bequem machen darfst?“ Ich nahm die Hündchenhaltung wieder ein. Meine Knie taten mir schon ziemlich weh. Ich verlagerte einen Teil des Gewichts auf meine Handgelenke. Versuchte es aushaltbar zu machen. Stahltisch… Harte Probe…  „Mach die Beine breit“ Ich machte die Beine ein wenig auseinander. „Breiter“… Ich tat, wie mir geheißen. „Mach sie ordentlich breit“ Ich versuchte so gut wie möglich auseinander zu rutschen und mein Gewicht aushaltbar zu verteilen. Er hatte das Gerät in der Zwischenzeit eingesteckt. Sofort stand er wieder hinter mir. Ich konnte die Vibrationen des Geräts zugleich zwischen meinen Beinen spüren. Er setzte es sehr gekonnt ein, traf den Kitzler. Aber nicht zu hart. Mein Körper fing schnell an sich unter den Reizen zu winden, ich stöhnte.. leise.. Er gab meinem Körper die Freiheit sich unter dem Magic Wand zu bewegen. Die Reize zu verarbeiten. Es war sehr erregend. Er wusste das Ding zu benutzen, aber es war nicht leicht mich hineinfallen zu lassen. Die Knie schmerzten, das lenkte mich ab. Der Kopf war immer noch im Hab-Acht-Modus. Aber ich merkte, wie der erste Orgasmus auf mich zu kam.

Und ich kam. Und wand mich unter den Reizen des Magic Wands. Es ließ natürlich nicht locker. Mein Körper konnte nur ein wenig runterfahren. Dann ging die Erregung wieder nach oben. Er drückte es nicht zu fest gegen meinen Kitzler. Es war genau richtig. Am Ende entlockte er meinem Körper in kürzester Zeit drei Orgasmen. Dann so plötzlich wie es angefangen hatte, packte Mr. Rich das Gerät weg und sagte: „Das war ein Test. Du bist mit dem Kopf wo anders, das bringt so nichts. Steh auf und zieh dich wieder an.“ Dann brachte er das Gerät wieder in das andere Zimmer zurück.

Kopf: Huch wie jetzt? Erst mal kurz durchschnaufen, wieder runterkommen.

Ich stand auf. Nach dem langen knien, war es etwas wackelig. Ich zog mich wieder an. Ich war noch Orgasmusentspannt, deswegen auch gar nicht sauer, auch wenn seine Reaktion komisch war. Er kam zurück und setzte sich auf die Couch. Als ich wieder angezogen war, setzte ich mich daneben und mümmelte mich in eine Decke ein. Er erklärte mir, dass es für ihn eine Art Test gewesen sei und dass ihm das so nichts gibt. Er brauche akustisches Feedback um dabei hart zu werden. Ich stöhne zu wenig und nicht laut. Außerdem sagte er mir, dass ich weder masochistisch noch devot sei. Die Nummer mit der Sklavinnen-Erziehung würde bei mir nicht funktionieren. Und auch die Schlaghärte war auf einem Minimalniveau gewesen. Obwohl das irgendwie ein Korb war und an sich eine schräge Situation, nahm ich es ihm überhaupt nicht krumm. Ich war mit null Erwartungen in das Date gegangen. Deswegen traf mich die Ablehnung auch gar nicht.

Wir saßen noch da und unterhielten uns. Ich hatte das Bedürfnis mich anzukuscheln, was ich selbst schräg fand, was aber wohl dem Spielen geschuldet war. Ich fragte ihn, ob es okay für ihn wäre, aber er lehnte ab. Aber auch das empfand ich in dem Moment gar nicht weiter schlimm.

Er hatte das Bedürfnis mir etwas über Gewicht, Selbstbewusstsein und Erfolg zu erzählen und von dem was ihn antreibt, wo seine sexuellen Bedürfnisse und Probleme liegen. Ich mochte unser Gespräch. Ich fand es unglaublich bereichernd mich mit jemandem zu unterhalten, der aus einer völlig anderen Welt kommt, den manche mit seinen Provokationen, mit seinem Auftreten als Spinner oder Poser abstempeln würden. Vom Inhalt schreibe ich gleich nachher noch mehr. Kurz nach halb sechs Uhr wurde er dann ein wenig unruhig und er sagte, dass er mich nun nach Hause fahren würde. Das war völlig okay. Wir stiegen wieder in das krasse pinke Gefährt und er setzte mich wieder zu Hause ab. Es war spannend gewesen. Aber mit dem Gedanken, dass er sich vermutlich nicht mehr melden würde, war ich knapp 2 h nachdem er mich abgeholt hat wieder im Bett.

Ob das alles stimmt, was er mir so erzählt hat, wieviel Kohle er hat, was er so alles tut…? Keine Ahnung. Aber es gab bisher keinen Moment, warum ich daran hätte zweifeln müssen. Manchmal wirkte er authentisch, manchmal in einer Rolle. Wir sind uns in manchen Dingen sehr ähnlich und in manchen ganz weit auseinander. Ich finde nicht alles gut wie er es tut. Aber er ist sehr reflektiert und tut auch Dinge, die ich nicht so gut finde (protzen) sehr bewußt. Das wiederum ist sehr spannend.

Dieses kurze Date gab mir so unglaublich viele Gedanken mit auf den Weg, die mich seit zwei Tagen zum Nachdenken anregen.

+Ich bin nicht sehr devot/masochistisch. Ähnliches Problem, wie bei Mr. Bondage. Das Level auf dem ich spiele ist nicht hart genug, deswegen für den Dom nicht anregend. Ich hatte Mr. Rich vorher gesagt, dass ich nicht besonders viel Erfahrung habe. Mit Blick auf mein Blog höre ich oft, dass das Quatsch ist. Aber es ist nicht viel. Ich bin vielleicht 5 Mal gespankt worden, wenn überhaupt. Ich habe viele unterschiedliche Dinge ausprobiert, das Repertoire ist breit. Aber nicht tief. Auch Mr. Rich bewertete meine Erfahrung über. Mehr als eine Frau, die man auf der Straße aufreißt, die noch nie mit dem Thema zu tun hat, habe ich schon, aber das ist es dann auch schon. Meinen Dom habe ich viel zu selten gesehen und Mr. Bondage war es schnell zu anstrengend mit mir.

Der erste Gedanke war dann: Bin ich gar nicht geeignet für SM? Schon der zweite Mann nacheinander, der das mir meine Neigung abspricht. Vielleicht bin ich nicht besonders masochistisch/devot, aber trotzdem mag ich das. Das Schmerzniveau, das mich reizt ist eben nicht besonders hart. Ich habe schon bewusst kein Profil auf der Sklavenzentrale, weil die Hardcore-BDSMer sich dann vermutlich kaputtlachen würden. Aber eigentlich mag ich mich nicht dauernd rechtfertigen müssen. Ja, mein Naturell ist vermutlich das Gegenteil von devot. Ich bin von Sklavinnenerziehungs-Nummern erst mal ganz weit weg. Ich kann mir das in meinem Kopf aber vorstellen für mich, allerdings eben nicht einfach so, sondern mit ganz viel Vertrauen und dem Wissen, dass ich außerhalb des sexuellen Spiels immer auf Augenhöhe wahrgenommen werde. Es bringt mir wenn es in meinem Rahmen passiert Befriedigung. Gedanke Zwei: Was hatte ich doch Glück mit meinem ersten Dom, dass das für uns beide so gut gepasst hat. Das könnte hart werden, das wieder zu finden. Ganz besonders toll, dass das bei mir wieder nicht so einfach ist.

+Mit dem Kopf nicht dagewesen: Ich war schon da. Woanders war ich gedanklich auf keinen Fall. Aber ich bin ein Kopfmensch. Der geht halt auch einfach nicht so leicht aus. Das braucht Vertrauen. Ich weiß ja nicht, wie das bei anderen Frauen ist, wenn sie so spontan in ein Spiel verwickelt werden. Aber mein Kopf läuft dann immer im Hab-Acht-Modus. Da braucht es eben Geduld. Aber das scheint wohl nicht die Stärke von beruflich derart erfolgreichen Menschen zu sein.

+Mr Rich ist ein Getriebener/rastlos: Das eint ihn mit Mr. Bondage. Nicht kommen können beim Sex. Wie wild nach der Einen suchen, bei der das zufällig auf Anhieb klappt. Natürlich kompensiert er auch was mit seinem Verhalten. Aber dessen ist er sich bewusst. Aber auch in dem Wissen, dass er einfach reich genug ist, um sich gewisse Dinge trotzdem rausnehmen zu können.

+Erfolg/Der Beste in etwas sein wollen: Er hat mich hinterfragt: Ob meine Lebenseinstellung, die gerade habe, aus einer Angst zu scheitern resultiert. Es gar nicht erst versuchen wollen sich durchzusetzen. Ich lasse den Gedanken in meinem Kopf arbeiten. Ist es meine Art von Kompensation

Ich muss grinsen, wenn ich daran zurückdenke. Wie ein skurriler Traum in echt. Zwei kurze Stunden in einer anderen Welt. Beim Revue-Passieren lassen ist mir aufgefallen, dass mein Erlebnis winzige Ähnlichkeiten zu Shades of Grey aufweist. Das fand ich noch viel schräger. Er superreicher Typ, „dunkles Hobby“ (kein Geheimnis, er geht damit ziemlich offensiv um) trifft auf „arme Studentin“ und sie versuchen zusammen SM-Sex.  Nur, dass weder er annähernd wie Christian Grey aussieht und ich auch nicht besonders für eine Cindarella-Geschichte tauge.

Verrückte Nacht – Part 2

Es ist 3:30 Uhr nachts. Ich war schon eine ganze Weile nicht mehr so lange wach. Mr. Rich machte sich auf den Weg zu mir. Wir beendeten also unser Telefonat. Ich hüpfte aus dem Bett. Nach dem ich gerade nicht zu Hause schlief, konnte ich nicht mal schnell zum Kleiderschrank. Natürlich hatte ich so ziemlich die hässlichste Unterhose aus meinem Kleiderschrank an (ausgeleiertes Baumwollmodell in Rot mit weißen Herzen).

Kopf: Okay, scheiß drauf, er will knutschen und quatschen, wahrscheinlich sieht er das Ding gar nicht. Außerdem hat er sich schon mit so einigen Modelfrauen umgeben. Mit Optik kannst du eh nicht punkten. Also scheiß auf das Höschen. Entweder find er dich nett, oder das passiert sonst eh nix.

Ich hatte um die Uhrzeit etwa 20 Minuten Zeit bis er da sein würde. Fürs Duschen und rasieren reichte die Zeit nicht. Ich beschränkte mich darauf mich mit einem Waschlappen kurz zu waschen. Außerdem kam ich frisch aus dem Bett, musste erst mal wieder einen halbwegs anständig aussehenden Menschen aus mir machen. Resümee: Hässliches Höschen, nicht frisch geduscht und rasiert, irgendwelche Klamotten die ich völlig unbedarft am Vortag getragen hatte. Blendende Aussichten für ein Kennenlernen…

Ich war schon ein wenig aufgeregt. Verrückte Uhrzeit, Verstoß gegen meinen eigentlichen Vorsatz immer erst ein Date auf neutralem Boden zu haben, außergewöhnlicher Mann, Unsicherheit, ob er mich den interessant finden. Er hatte mir in dem 1 1/2 h Telefonat auch viel von seinen SM-Aktivitäten erzählt. Er spielt vermutlich zu hart für mich. Ich habe ihm gesagt, dass ich einfach noch ein Anfänger bin. Was er mir allerdings nicht so Recht glauben mochte.

Fertig angezogen und hergerichtet stand ich dann am Fenster und war gespannt, ob wirklich so ein pinkes Gefährt in ein paar Minuten um die Ecke biegt.

Und er hatte nicht zuviel versprochen. Es fuhr ein fettes pinkes Auto vor und hielt auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Verrückt. Es ist mitten in der Nacht um 4 Uhr und ich werde von einem reichen Typen in einem fetten knallpinken Auto angeholt. Das klingt wie ein schräger Traum.

Ich schloss die Wohnungstür hinter mir und machte mich auf den Weg zum Auto. Das war er also. Mr. Rich. Er sah in echt netter aus, als auf seinen Profilbildern. Ein riesiger kräftiger Mann, der ähnlich wie ich ein paar Kilo zu viel hat. Alles in allem ist er eine Person die äußerlich erst einmal beeindruckend ist. Eine verunglückte Begrüßungsumarmung später saß ich dann in seinem Auto. Und wir fuhren los. Unterhielten uns über irgendwas. Ich war eigentlich entspannt, aber ich brauche immer Zeit mich zu akklimatisieren, wenn ich neue Menschen kennenlerne. Er nahm mich wohl als nervös wahr und fragte mich, wie nervös ich auf einer Skala von 1 bis 10 sei. (Zehn=sehr nervös). Ich antwortete Vier. Ich war so normal-neues-Date-nervös. Er fuhr an sich nicht schnell, aber zeigte beim Anfahren, was sein Auto unter der Haube hat. Macht Kribbeln im Bauch. Ja, schon beeindruckend. Ich kann Autos etwas abgewinnen. Ich denke mir dann „boah geiles Auto, geile Technik“ aber nicht „boah geiler Mann, wegen des Autos.“

Keine Ahnung worüber wir uns auf dem Weg unterhielten. Er hatte mir erzählt, dass eine Penthouse-Wohnung in der Innenstadt mit einem ziemlich geilen Ausblick hat. Ich war sehr gespannt. Wir fuhren dort hin. Noch mehr Innenstadtlage geht eingentlich gar nicht. Er hatte nicht zuviel versprochen. Seine Wohnung hat einen spektakulären Ausblick auf die Frauenkirche. Am liebsten hätte ich mich einfach ans Fenster gestellt und ewig lang rausgeglotzt. Zugegebenermaßen wäre so ein Ausblick schon ein Anreiz viel Geld haben zu wollen. Andererseits doch nicht die Entbehrungen wert, die die meisten Menschen auf dem Weg dahin in Kauf nehmen müssen.

Wir waren in einem ziemlich großen Wohnzimmer, der Hauptraum der Wohnung. Luftig eingerichtet. Nicht vollgestellt, aber auch nicht unpersönlich. Viel bunte Caps, unfassbar crazy bunte Schuhe. Eine schwarze Couch stand an der Fensterfront im dem Ausblick. Ich lief ein wenig in dem Raum umher, sah mir ein paar Bilder an, die herumstanden. Erstaunlich normal. Aber Mr. Rich wirkte irgendwie rastlos. Ich dachte, dass ich ein wenig staunend durch seine Wohnung laufen kann, wir uns dann gemütlich auf die Couch setzen, quatschen und ein wenig knutschen. So dachte ich mir das. Dachte ich.

Er fragte ich, ob ich mich ausziehen will. Noch bevor ich auf der Couch saß. Ich verneinte. Und setzte mich auf die Couch. Wir quatschten ein wenig. Dann fing er an mir an den Hals zu fassen. Eine dominante Geste. Es ging schnell. Auch wenn er sehr dominant war hatte ich keine Angst, dass etwas aus dem Ruder läuft. Mein Gefühl sagte mir, dass ich auch jederzeit aufstehen konnte und gehen konnte. Er wollte mich testen.

Kopf: Uhh, es macht mich heiß, wenn er sich so unabgesprochen über mich hermacht. Gell, Muschi?

Muschi: Jab, sehr geil, sofort feucht.

Kopf: Aber ich Depp. Da war ich ja mal wieder ganz schön naiv. Ein wenig knutschen und quatschen, nichts weiter. jaja. Oh Mann, Remi. Warum hast du das so einfach geglaubt. Das nervt mich jetzt komplett. .. aber…. ist geil… sehr geil, endlich mal wieder Dominanz spüren… also mal sehen was passiert, auch wenn anders handelt als besprochen war… Scheiß drauf…

Er packte mich weiter fest am Hals. Es war intensiv, aber nicht so, dass es mich beim Atmen eingeschränkt oder gewürgt hätte. Er fing an mir intensiv am Hals herumzubeißen. Es tat nicht weh, war aber auch nicht zärtlich. Es machte mich an. Er fasste mir an die Brüste. Hart.

Er zog mir schnell das Shirt und den BH aus. Ich warnte ihn gleich mal proforma vor, dass ich das hässlichste Höschen der Welt tragen würde. Ich musste das irgendwie noch loswerden. Er hielt immer noch meinen Hals von vorne fest. Zog mich hoch. Fasste mir hart an meine Brustwarzen. Er Während er meinen Hals festhielt zog er mir mit der anderen Hand mit einer sehr gekonnten Bewegung die Hose runter. Und bezeichnete mein Höschen als ziemlich ugly. (immerhin hatte ihn ja vorgewarnt). Jetzt war ich nackt, er ganz angezogen. Diesen Zustand kannte ich von Mr. Bondage. Nicht ganz ungewohnt und von dem her auch nicht problematisch. Da er auch keine perfekte Figur hat, machte ich mir um meinen Körper von der Form her nicht so viel Gedanken. Aber…

Kopf: Oh neee…Super stoppelig, weil nicht rasiert. Mannnn, kann ich mich nicht einmal ordentlich herrichten. Nicht geduscht.. Hoffentlich rieche ich nicht unangenehm. Verdammt, das kommt davon, weil ich mich wieder auf so Spontanaktionen eingelassen habe…. argh.. Aber ich nicht spontan wäre, dann würde ich das jetzt nicht erleben. Immer dasselbe…Aber was hat er eigentlich vor…

Vor der Couch stand ein Stahltisch. Ich sollte mich in Hündchenstellung drauf knien. Ausgerechnet knien und dann noch auf so einem unquemen Teil. Verdammt. Ich hatte immer schon Probleme zu knien, auch als ich noch jünger und schlanker war. Ich sagte ihm, dass das für mich nicht so einfach werden würde. Dazu kam, dass ich mir vor ein paar Tagen den Ischias Nerv eingeklemmt hatte. Davon hatte ihm vorher nicht erzählt und sagte auch jetzt nichts. Aber das machte die Haltung nicht einfacher und mein Handgelenk tat an diesem Tag weh. Hatte es irgendwie überanstrengt. Aber ich wollte jetzt auch nicht jammern. Also kniete ich mich auf den Tisch. Nackt und er stellte sich hinter mich und fing mich mit der flachen Hand zu schlagen.

Ich hatte mir lange schon mal wieder gewünscht, dass das ein Mann tut. Aber…

Kopf: Oh nein, hoffentlich fängt er langsam an… ich bin doch gar nicht so masochistisch, wenn er schon so viel gespielt hat, dann ist das bestimmt zu langweilig für ihn… ohne Safewort… und irgendwie nicht abgesprochen… ich hab mich noch gar nicht mit ihm akklimatisiert….Ich bin Anfänger… oh mann… Und bei Mr Bondage ist es beim ersten Mal auch schiefgegangen, weil er härter spielt als ich will…. passiert das jetzt wieder?… wohin führt das noch… Kann ich ihm Vertrauen… AHHHHH

Der Kopf ratterte und ratterte. Er schlug mich auf den Hintern. Die ersten Schläge waren schon hart, aber aushaltbar. Meine Muschi wurde feucht. Ich gebe keinen Laut von mir, wenn man mich schlägt. Er wollte von mir immer eine Zahl hören, die die Intensität für mich angibt. „Wie hart von 0 bis 10?“ Das fragte er nach jedem Schlag. Ich war nicht in einem Modus in dem ich das genießen konnte. Ich merkte, dass mir die Schläge zu viel wurden. Es war auch nicht meine Uhrzeit um besonders viel auszuhalten. Ich sagte 8. Dann schlug noch ein wenig fester zu. 9. Ich war vom Kopf her nicht bereit etwas auszuhalten mich einzulassen. Gleich mit Schlägen einzusteigen…  Ein weiterer Schlag, mein Körper wich aus. 10. Dann ging er weg, vermutlich ins Schlafzimmer und holte was. Er irgendeinem Schlaginstrument wieder. Eigentlich nicht besonders schlimm. Er schlug damit noch einmal auf meinen Hintern. Es tat weh. In einer anderen Konstellation hätte ich das vermutlich noch ausgehalten und anturnend gefunden. Jetzt war mir das zu viel. Ich sagte STOP. Er hörte auf.

Dann nahm eine bequeme Haltung auf dem Tisch ein um meine Knie und das Handgelenk zu entlasten.

Er war wieder verschwunden. Ich guckte gebannt in die Richtung in die er gegangen war um zu sehen, was er vorhatte, wenn er wieder kam… Irgendwie war mir immer noch nicht so ganz klar, wohin das nun führen würde, da auf seinem Tisch mit dem sensationellen Blick auf die Frauenkirche…

Verrückte Nacht – Part 1

Ich habe gestern gebloggt, dachte: Gut, das Jahr ist durch, da passiert nicht mehr viel. Silvester verbringe ich gechillt mit Freunden, kein großer Aufriss. Dann gehe ich ins Bett. Surfe noch ein wenig im Internet und da poppt eine Nachricht auf.

Ein Mann, dessen Profil verspricht ein erfolgreicher, sehr dominanter Mann zu sein. Sehr Provakant, ein wenig protzig. Ziemlich anders, als der Standard. Wir hatten schon mal Kontakt. Eine ganze Weile her. Damals wollten wir uns treffen, ich fuhr durch den Schnee. War also schon auf dem Weg. Ich erinnere mich gar nicht mehr, ob er mir noch abgesagt hat oder einfach nichts mehr von sich hören lassen hat. (Sollte mal nachschauen, ob ich darüber gebloggt hatte oder nicht). Gut, kommt vor. Hatte mich mit Sicherheit ein/zwei Stunden darüber geärgert, den WhatsApp-Chat und seine Mails gelöscht und es dann verdrängt.

Ich hatte kurz zuvor sein Profil auf der Rirarammelseite angeklickt, weil mir aufgefallen war, dass er noch in meiner Kontaktliste ist. Daraus hatte ich ihn dann gelöscht. Aber er hat wohl gesehen, dass ich auf seinem Profil war.

Die Mail poppt auf: Hi, 1 Jahr her. Wie geht es dir?

Mein Kopf so: Klar, da erinnere ich mich ja saugern dran. Nachts durch den Schnee fahren und versetzt werden. Das war super. …. Der hat ja Mut…. Wartet ein Jahr, keine Ahnung, ob das stimmt, es war Winter… und wieso erinnert ausgerechnet er sich daran?…schlechtes Gewissen?…Wieso erinnert er sich überhaupt an mich… Bin doch vermutlich Null sein Beuteschema… Ein interessanter Typ ist er ja schon… Wollte damals schon rausfinden, was dahinter steckt… Bin ich nachtragend? Nein, abgehakt… Verlier ich meine Selbstachtung, wenn ich antworte.. Nein, eigentlich hat mich so ein Gedanke noch nie interessiert. Bauch was sagst du?

Bauch: Antworten.

Ich antwortete. Es wurde ein kurzes Gespräch daraus, was wir jeweils so gemacht haben, dass ich underplayed bin, er zufrieden ist mir der Menge an SM-Sex den er so hat. Dass er aber gerade in Stimmung wäre. Dass er Lust hätte mich mal auf seinem Sybian zu sehen..

Ich google Sybian. Kopf: rrrr. heißes Gerät, trifft eigentlich ganz gut eine Phantasie die ich habe. (werde feucht bei der Vorstellung auf so einem Ding zu sitzen.) Aber ich kann nicht gut knien.. Naja, außerdem wird es eh nicht dazu kommen, also raus aus dem Kopf mit den Bildern.

Bekunde Interesse. Er sagt, ich soll vorbeikommen. Es ist 2 Uhr nachts.

Kopf: ich bin im Bett (fremdes Bett weil ich auf eine Wohnung aufgepasst habe) habe den unsexiesten Schlüpper aller Zeiten an, bin unrasiert, nicht frisch geduscht, hab morgen viel zu tun… Und klar, dann fährst du wieder durch die Nacht für nichts… Und außerdem zu einem Fremden nachts in die Wohnung, erstes Date nicht neutraler Boden… ne ne ne.. Andererseits muss man manchmal raus aus der Komfortzone. Immer dann habe ich die aufregendsten Dinge erlebt. Man muss sich mal was trauen… Aber ich bin ja auch nicht komplett bekloppt. Ohne Backup loszufahren . Außerdem hat er dich schon mal versetzt… vielleicht macht es ihm Spaß dich zu verarschen… Und ich bin gammlig im Bett. Also nein.

Ich sagte ihm ab.

Er fragte nach meiner Nummer.

Kopf:…die hat er also gelöscht…

Ich geb sie ihm, Sekunden später klingelt mein Telefon. Ich stelle fest, dass ich den WhatsApp-Chat gelöscht hatte, seinen Kontakt aber nicht. Er hat auch immer noch die selbe Nummer.

Am Ende haben wir etwas mehr als eine Stunde telefoniert. Dabei wurde mir klar, warum ich ihn damals wohl kennenlernen wollte. Wir hatten schon mal telefoniert. Also nenne ich ihn Mr. Rich. Er hat in jungen Jahren sehr viel Geld verdient, dann die Firma verkauft. Er ist ein sehr großer, kräftig gebauter Mann. Der schon allein dadurch Eindruck erweckt. Er bricht dieses Bild ziemlich bewusst. Manchmal in dem er in knallbunten Latexoutfits, oder glitzernden Schuhen umher rennt. Er macht es den Menschen schwer ihn in Schubladen zu stecken. Er weiß, dass er sich das leisten kann, weil er eben erfolgreich war. Er spielt damit. Provoziert die Menschen mit Protz.. Ist ein vielschichtiger Charakter. Manchmal wirkt er authentisch, manchmal wirkt es wie eine Rolle. Die vielleicht auch dem Schutz dient. Vielleicht ist auch die Provokation ein Schutz. Ein Schutz davor Schwächen zu haben. Er steht auf SM. Geht damit offensiv um, provoziert auch da die „Szene“ mit Verhalten, dass manchmal von der Norm abweicht.

Das ist mir sehr sympathisch, weil ich das ja auch gerne mache. Zwar auf einem ganz anderen Niveau. Er ist wie er selbst sagt, an der Spitze der Nahrungskette. Ich guck mir das vom anderen Ende aus an. Zugespitzt habe ich momentan ein wenig mehr Budget als ein HatzIV-Empfänger, lebe in einem Kellerzimmer fast mietfrei, konsumiere außer Reisen und Essen fast nicht und habe es mit 32 noch nicht geschafft die Uni fertig zu bekommen. Er hat vermutlich ziemlich viel Geld auf dem Konto, eine Firma erfolgreich verkauft und sagt auch er ist zufrieden mit seinem Leben. Was eine Kombination.

Nichtsdestotrotz der Kopf: Bleib auf der Hut… erzählen kann man viel.. sei vorsichtig.. vielleicht manipuliert er dich…kann man legal überhaupt so schnell so reich werden??.. Aber sauspannend, diese Gegensätze in seinem Wesen…. Aber warum sollte er dich spannend finden? Er hat mit Sicherheit unglaublich viele schöne Frauen getroffen… Ich bin nicht schön. Noch dazu ein wenig zu kurvig immer noch. Also generell nicht schön und dann noch nicht in Form. (Da schwingt kein Bedauern mit. Sondern Akzeptanz dessen, was man eben mitgegeben bekommen hat ins Leben). Ich bin schlau und ein Freigeist. Aber davon gibt es viele und deutlich Spannendere als mich. Also was zum Himmel sollte er davon haben, wenn wir uns treffen. Endet das nicht wieder in einer Enttäuschung? Wenn er rausfindet, dass ich ziemlich normal und durchschnittlich bin? Verschwenden wir beide unsere Zeit?

Er fragt wieder nach, ob ich nicht vorbeikommen will. Spricht von Knutschen. Fragt mich ob, ich das kann. (klar, kann ich gut). Spricht von Quatschen auf der Couch, nicht mehr von SM. Ich lehne ab. Es mittlerweile noch später und ich traue dem Braten nicht abschließend. Ich habe nicht mehr besonders viel Angst, dass mir bei ihm was passieren könnte. Der Bauch gäbe grünes Licht. Eher dass ich verarscht werde und umsonst losfahre und mich besonders entwürdigt fühlen würde.

Mittlerweile ist es 3:30 Uhr nachts. Dann schlägt er mir vor, dass er mich abholt. Mit seinem pinken X6M. Ein Auto, dass wohl so nur einmal gibt. O Gott wie verrückt. Wenn er wirklich mit diesem Ding vor meiner Haustür steht, dann würde ich mitfahren. Wenn er sich die Mühe macht bis hier rauszufahren. Okay. Dann meint er es ernst mit dem Kennenlernen wollen. Ich willige ein. Bin sehr gespannt, ob er wirklich vor meiner Tür stehen würde…

Ein guter Seefahrer im Stundenhotel

Meine bisherigen Erfahrungen in Stundenhotels waren nicht besonders glorreich. Bei Besuch 1 wurde das Hotel gerade umgebaut und die Handwerker saßen auf dem Dach über dem Zimmer. Das wiederum hat den beteiligten Mann so irritiert, dass am Ende nur auf dem Dach genagelt wurde. Besuch 2, anderes deutlich schickeres Stundenhotel: Mann hatte keine Kondome mit, also gab es auch keinen Sex. Vermutlich war es Zufall, dass meine beiden Stundenhotelbesuche in die Hose gegangen waren. Jedenfalls wollte ich den Etablissements noch einen Versuch geben.

Mr. Bondage war für eine ganze Weile krankheitsbedingt nicht in meiner Stadt. Ich nutzte die Gelegenheit mich etwas abzulenken und traf mich mit einem Mann, der mich schon eine ganze Weile konsequent immer wieder anschrieb. Ich wertete das als ehrliches Interesse und traf mich mit ihm auf einen Kaffee. Er war mir auf Anhieb sympathisch. Handwerk gelernt, jetzt im Außendienst unterwegs. Deswegen heißt er jetzt der Außendienstler. Ein kräftiger, netter, dunkelblonder Mann, Ende 40, der aber viel jünger wirkt. Nach dem ersten Date waren wir uns einig, dass wir uns nochmal wiedersehen möchten. Der Zeitpunkt war nur noch nicht ganz klar.

Ein paar Tage später an einem frühlingshaften Tag saß ich zum Arbeiten im Café und bekam Knutschlaune. Die Frühlingsgefühle gingen mit mir durch. Ich schrieb ihm, dass ich unterknutscht sei und gerne sofort knutschen möchte. Ich hatte gerade meine Tage bekommen, zu viele Hormone unterwegs. Er konnte an dem Tag nicht (und hatte seine Spieletasche nicht dabei), bot mir aber ein Treffen am nächsten Tag an. Ich sagte zu und erklärte ihm, dass ich ganz wild meine Tage habe. Er sagte, dass ihm das nichts ausmachen würde. Ich bin mir ja immer nicht sicher, ob ich das glauben kann, aber ich hatte ihn jedenfalls gewarnt.

Er buchte ein Zimmer in einem Stundenhotel für zwei Stunden. Er konnte sich ein paar Stunden aus seiner Arbeit rausschneiden. Pünktlich holte er mich ab und wir fuhren zum Hotel. Es war das gleiche, wie bei meinem zweiten Stundenhotelbesuch. Das deutlich schönere der beiden, die ich bisher kannte. Im Vorfeld hatten wir schon so ein wenig über das geschrieben, was uns so gefällt im Bett. Jedenfalls gefällt es ihm einer Frau Lust zu bereiten und er richtet sich dabei sehr nach dem, was der Frau gefällt. Verbundene Augen hatte ich mir dann gewünscht.

Wir checkten ein. Nettes Zimmer mit Whirlpool. Blöd mit meinen Tagen, vor Allem da ich mit Tampons auf Kriegsfuß stehe. Also kein Whirlpool. Die Phase nach dem Ankommen bis man sich akklimatisiert hat, mit der Location, aber auch miteinander ist bisweilen etwas krampfig. Ich zog meine Jacke aus, stand vor dem riesen Bett und hatte unglaubliche Lust eine mega Arschbombe aufs Bett zu machen. Aber ich konnte mich beherrschen. Das war vermutlich gut so, nicht dass das Bett am Ende noch unter mir zusammen gebrochen wäre. Aber schon beim Draufsetzen war klar, das Bett quietscht wie wild. Sehr irritierend. Ausgerechnet ein Stundenhotelbett.

Jedenfalls kletterten wir beide auf das quietschende Bett und fingen an zu knutschen. Knutschen fühlte sich ganz gut an. Das ist ja immer so ein erster Maßstab, ob der Sex gut werden kann finde ich. Die Klamotten wurden nach und nach weniger. Ich musste nochmal aufs Klo bevor es losging und flitzte raus auf den Gang. Auch ein seltsames Gefühl, denn die Lady an der Rezeption weiß ja, dass man zum Vögeln da ist. Wobei die ja auch dauernd Menschen trifft, die zum Vögeln kommen, also auch wieder egal.

Der Außendienstler packte eine Augenbinde aus, als ich wieder zurück war und ich zog sie mir über den Kopf. Sie deckte die Augen nicht perfekt ab, so dass ich ein wenig unten raus linsen konnte. Aber ich machte brav die Augen zu. Wollte genießen, ohne nachzudenken. Ich hatte irgendwann nur noch mein Höschen an. Er hatte Massageöl ausgepackt und ölte mich genüsslich von oben bis unten ein. Das gefiel mir gut. Sehr entspannend. Dann zog er mir mein Höschen aus und ich dachte mir noch so: Okay, lass das Gemetzel beginnen. Ich hoffte nicht allzu stark zu bluten. Ich sagte ihm noch, dass er mir ein Handtuch unterlegen sollte. Sonst hätte ich dauernd drüber nachgedacht, ob ich das Bett nun vollsaue oder nicht. Er legte mir noch Fußmanschetten. Diese verband er mit einem Band, das hinter meinem Rücken vorbei ging, so dass ich mit angewinkelten Beinen vor ihm lag.

Viel Massageöl oder Gleitgel keine Ahnung.. ich war ziemlich glitschig. Er fing an meine Kitzler zu massieren, mit den Fingern in mich rein zu gleiten. Daneben ließ er auch meinen Hintern nicht unversorgt. Durch das viele Gleitgel und sein vorsichtiges Vorgehen klappte das sogar ziemlich einfach. Jedenfalls besorgte er es mir gekonnt und ich kam heftig. So dass er mich erst mal nicht mehr anfassen durfte. Einfach nur auf die Seite rollen und nicht angefasst werden, so fühlt es sich dann an. Er zauberte mir gekonnte insgesamt zwei Orgasmen. Dann fühlte es sich für mich so an, also wäre es Zeit etwas zurückzugeben. Ich streichelte ihn ausgiebig. Auch das tue ich gerne und eigentlich tut das den Männern auch immer spürbar gut.

Irgendwann fragte ich ihn dann, ob er denn Lust auf einen Blowjob hätte. Und während ich fragte, dachte ich mir noch, auf die Frage hat doch noch nie ein Mann mit, „och nein danke, passt schon“ geantwortet. Natürlich wollte er und ich legte los. Auch das klappte wunderbar und es dauerte nicht allzu lange bis er kam. Zwei Stunden sind relativ schnell um. Wir haben zwischendurch immer wieder geknutscht. So dass ich am Ende definitiv nicht mehr unterknutscht war.

In dem Zimmer gab es eine Dusche. Das war perfekt. Erst duschte er, dann ich. Ich hatte doch so ein paar Blutspuren auf mir drauf. Es schien ihm wirklich nichts ausgemacht zu haben, aber es ist mir natürlich trotzdem lieber, wenn ich meine Tage nicht habe. Aber für den Kopf ist es gut zu wissen, wenn ein Mann dahingehend unkompliziert ist. Dann ist er vermutlich auch sonst umkompliziert.