Lass dich nie von einer braven Fassade täuschen..

Vorneweg: vielen lieben Dank für die aufmunternden und motivierenden Nachrichten für meinen Unikram. Ein Drittel der zu erfüllenden Anforderungen habe ich erledigt und liege noch im Zeitplan. Mit Motivation mache ich mich nun an den Rest.

Bevor ich darüber schreibe, wie es mit Mr. Bondage weitergegangen ist, verblogge ich ein kleines feines Erlebnis, das ich vor Kurzem hatte.

Die Überschrift trifft auf mich ja auch zu, denn ich finde ich sehe auf den ersten Blick halbwegs brav aus. Auf den ersten Blick. Aber mich habe ich damit gar nicht gemeint.

Ich habe mich mit einem Mann getroffen, der mit klassischer Musik sein Geld verdient. So sah er auch aus, seriös. Menschen die sich mit Kunst beschäftigen finde ich spannend. Das ist ein Teil der mir ein wenig fehlt und ich beschäftige mich gern damit. Finde es anregend mich in eine andere Welt mitnehmen zu lassen. Jedenfalls trafen wir uns zu einem Date in einem Cafe, das ich ausgesucht hatte. Ich war eingestellt darauf, dass wir (hoffentlich) ein anregendes Gesrpäch, kurzweilige ein oder zwei Stunden haben würden und uns vielleicht irgendwann für mehr wiedersehen würden.

Ja, das war mein Plan. Und er ging auch fast auf. Wir hatten in der Tat ein anregendes Gespräch. Er erzählte ein wenig von sich, ich ein wenig von mir. Über Arbeit, Studium, aber auch Sex. Konnte mir ein Wiedersehen durchaus vorstellen. Ich hatte keinen blassen Schimmer, ob ich sexuell interessant für ihn bin oder nicht. Das ließ er nicht wirklich durchblicken. Dann als mein Getränk langsam zur Neige ging und alles danach aussah, als würden wir unseren netten Plausch gleich beenden, da sagte er plötzlich: „Hast du Lust auf einen Blowjob?“

Vermutlich hab ich geguckt wie eine U-Bahn im ersten Moment. Das hätte ich ihm ja so gar nicht zugetraut. Hatte da eher an so ein klassisches Vorgehen gedacht, Date und dann irgendwann ein Wiedersehen. Hui, es dauerte einen Moment, bis ich mich sortiert hatte und mit einem Grinsen antwortete: „Ich habe ja was übrig, für Menschen, die mich überraschen können.“ Woraufhin er meinte, dass er genau davon ausgegangen war. Verdammt, wie berechenbar. Aber gut.

Ich willigte ein. Er fragte mich wo wir das denn machen könnten. Puhh, mitten in der Stadt ohne exhibitionistische Ader… Ich war erstmal überfragt. Ging ein paar Orte durch die mir einfielen, aber keinen fand ich passend. Der letzte Blowjob, den ich in der Stadt hatte, war der mit dem Hottie in der Kaufhausumkleide. Ich sagte ihm dann, dass mir als einziger Ort einfallen würde. Er fand die Idee aufregend: wir bezahlten und liefen los ein Kaufhaus zu suchen.

Spannend fand ich, wie anders im Vergleich zum ersten Mal sich dabei meine Gefühle anfühlten. Beim ersten Mal hatte ich so gar keine Vorstellung, wie das Ablaufen könnte. War unsicher. Jetzt fühlte ich mich wie der Experte… Hatte ja immerhin eine Kaufhausblowjob-Erfahrung mehr. Wußte worauf man beim Suchen der Kabine am Besten achtet.

Wir landeten in einem großen Kaufhaus und liefen umher. Beim ersten Mal waren wir in einer Herrenabteilung gewesen und der Hottie hatte sich zur Tarnung wenigstens was zum Anziehen mit in die Kabine genommen. Jetzt fnaden wir eine Kabinenreihe in der niemand war und schlüpften ohne Klamotten zum Anprobieren hinein.. Wie dreist, schmunzelte ich in mich hinein,

Ich konnte mich auf die kleine Bank setzen. Er ließ die Hose runter und packte seinen prächtigen Schwanz aus, ein stattliches Stück. Das erklärte seine Fragen vorher, ob ich denn mit großen Geräten umgehen könnte. Ich konzentrierte mich ganz auf seinen Schwanz. Nahm ihn in den Mund und taste mich heran. Versuchte herauszufinden, wie er es mag. Fing vorsichtig an und steigerte die Intensität des Saugens. Merkte an seiner Reaktion, dass er es nicht so gern hart mag. Passte mich an. Ihn turnte die Situtation unheimlich an. Aber dadurch, dass er keine Geräusche machen durfe, war es gar nicht so leicht zu erahnen, wie weit er denn in seiner Erregung schon war. Ich saugte, leckte und kreiste mit der Zunge.

Es macht mir einfach Spaß, einen schönen Schwanz zu bearbeiten. Einem Mann ein unvergessliches Erlebnis bereiten zu können. Mitten drin setzte ich kurz ab und hatte den falschen Moment erwischt, genau dann kam er. Schnell nahm ich ihn wieder in den Mund und merkte, dass ich mir keine Gedanken gemacht hatte, wohin ich ihn abspritzen lassen wollte. Ich hatte kein Tuch in der Hand. Um nicht für eine totale Sauerei zu sorgen, nahm ich sein Sperma mit dem Mund auf. Das hinterließ ein wenig Magengrummeln, weil es das Risiko für Krankheiten, das beim reinen Blowjob ohne in Kontakt mit Sperma zu kommen sehr, sehr gering ist, steigen lässt. (Rein statistisch immernoch überschaubar, aber trotzdem) Aber ich entschied mich dennoch es zu schlucken, obwohl es mich rein von der Konsistenz her schon Überwindung kostet. Entscheidung getroffen und akzeptiert.

Der Blowjob hatte mir Spaß gemacht und ihm auch. Er grinste. Dann schlüpften wir schnell wieder raus aus der Kabine und bestellten uns noch ein Gläschen Aperol Spritz im nächsten Cafe. Hab Bock auf ein Follow Up.

Wichtige Lebensphase

Im Moment habe ich gerade eine All-or-nothing-Phase in meinem Leben. Stehe an einem Wendepunkt. Ich habe für mich eigentlich alle Bereiche in Ordnung gebracht. Bis auf eine Baustelle. Eine große Baustelle. Die Uni. Es ist an der Zeit.

Die nächsten drei Wochen entscheiden darüber, ob ich Jahrelang umsonst studiert habe oder nicht. Ende September muss ich mich für die Magisterprüfung anmelden, bis dahin müssen alle Scheine fertig sein. Nur diese eine letzte Gelegenheit, sonst war alles umsonst. Die Uni habe ich schleifen lassen, ohne Druck fehlte mir die Motivation das Kapitel endlich abzuschließen.

Jetzt habe ich die harte Deadline. Aber ich bin auch so weit, dass ich das Kapitel nun beenden will. Will es aus dem Kopf haben. Um die Uni gänzlich zu verkacken, bin ich zu schlau. Jetzt muss ich mich einfach hinsetzen und arbeiten. Das haben schon ganz andere geschafft, da mussten alle durch. Deswegen ist es gar nicht so schlecht, dass Urlaubsphase ist und die meisten Menschen eh nicht da sind. So kann ich in Ruhe arbeiten.

Die Uni ist auch der Grund warum mein Blogeinträge lange auf sich warten lassen. Und manchmal nur aus dem Gedächtnis mit großem Zeitabstand geschrieben sind. Darüber ärgere ich mich, weil ich viele Gefühlsregungen dann einfach nicht mehr wiedergeben kann. Ich ärgere mich zum Beispiel, dass ich mich beim Drop nicht hingesetzt habe und aufgeschrieben habe, wie es mir geht, was mich quält.

Aber nachdem ich mich lange davor gedrückt habe meine letzte große Baustelle im Leben aufzuräumen, muss ich nun Verantwortung übernehmen. Deswegen leidet vermutlich die Qualität der Einträge manchmal ein bißchen. Ich werde trotzdem regelmäßig schreiben. Es gibt noch eine ganze Reihe an Erlebnissen, die verbloggen brauchen.

Mein Kommilitone und Mr. Bondage geben mir Motivation. Darüber bin ich dankbar. Auch aus dem Blog ziehe ich Motivation. Denn das ist eines der Dinge dich bisher konsequent gemacht habe. Bin durchaus stolz drauf.

Sündiger Filmabend mit heißem Hintern…

Vor es los ging baute Mr. Bondage noch einen Beamer auf. Wir trugen gemeinsam zwei Matratzen ins Wohnzimmer. Ich bezog sie mit einem Laken, so dass wir eine riesige Liegelandschaft hatten. Dann zauberte er noch ein Eis irgendwo hervor, dass wir gemeinsam aßen. „Die Geschichte der O“, nun also doch die Auseinandersetzung damit für mich. Zumindest mal mit der verfilmten Variante davon.
Faszinierender Film über eine unabhängigen Frau, die sich freiwillig hingegeben hat. Allerdings kann ích kann mir nicht gut anschauen, wenn jemand so krass geschlagen wird, weil mir dann immer die Innenansicht des Geschlagenen fehlt. Es bleibt ein Roman. Geschrieben von einer Frau aus Liebe zu einem Mann. Nichtsdestotrotz eine faszinierende Geschichte über Liebe und Unterwerfung. Über die Macht der freiwilligen Unterwerfung. Während des Films hatten wir uns an den Händen gehalten. Mehr Berührung hätte ich beim Filmschauen wohl auch nicht ertragen. Das tue ich nie, wenn ein Film oder Buch meine gesamte Aufmerksamkeit auf sich zieht.

Mr. Bondage mag den Film sehr. Das wußte ich auch vorher schon. Aber als er zu Ende war, blieb er in der Geschichte und erzählte mir Dinge wie „Stell dir vor du wärst auf Roissy…“ Im ersten Moment schräg, aber auch spannend. Wir gingen ins Schlafzimmer. Ich war bereits nackt, denn ich hatte nach dem Duschen außer den Handtüchern nichts mehr angezogen. Er verband mir zu allererst die Augen. Dann legte er Manschetten um meine Handgelenke an. Selbiges tat er mit meinen Füßen. Ich sollte also gefesselt werden. Der Gedanke machte mich heiß und ich war gespannt, wie er mich Fesseln würde. Dann dirigierte er mich zum Kleiderschrank. Ich sollte mich mit dem Gesicht zum Schrank stellen. Er hatte oberhalb des Schranks einen Karabiner angebracht. Keine Ahnung wie.. Er fesselte mir mit Hilfe der Manschetten die Arme nach oben. Die Position war nicht zu sehr gestreckt, sondern einigermaßen bequem, so dass ich sie eine Weile aushalten können würde. Allerdings stand ich in dem Moment auch noch mit geschlossenen Beinen vor dem Schrank.

Mr. Bondage hatte mir die Fußmanschetten nicht umsonst angebracht. „Spreiz die Beine“, befahl er mir. Dann fesselte er meine Beine an eine Eisenstange, so dass der Abstand den die Füße zueinander hatten fixiert war. Währenddessen spann er die Geschichte die er mir erzählte immer weiter. Nah an der O, aber ich kann den Inhalt nicht wieder gegeben. Ich war so begierig auf diesen Mann, aber ich fand ihn auch immernoch schräg. Seine Dominanz übte eine unglaubliche Faszination auf mich aus, aber auch einen Punkt mich daran zu reiben, zu rebellieren. Was eine wilde Kombination.

Als ich fertig gefesselt war, merkte ich, dass die gespreizten Beine zur Folge hatte, dass meine Arme nicht mehr so bequem gefesselt waren wie zu Beginn. Durch die gespreizten Beine, waren die Arme ein wenig gestreckter. Ich war gespannt, wie lange ich in dieser Position verharren können würde.

„Du musst gezüchtigt werden, kleine Sklavin“. Mittlerweile war mir klar, dass das kommen würde, vor allem nach dem Film. Blieb noch die Frage, womit er mich schlagen würde. Er stand nah bei mir, streichelte sanft über meinen Po, um dann im nächsten Moment mit der flachen Hand zuzuschlagen. Uff, ich war überrascht über die Heftigkeit seines Schlages. Ich hatte gedacht, dass Mr. Bondage weniger heftig einsteigen würde, sich mehr rantasten würde. Schließlich kannte er mich dahingehend ja gar nicht. Er verteilte die Schläge gut. Links, rechts, mitten drauf, eher seitlich. Ich weiß, dass andere Frauen deutlich mehr Schläge wegstecken können. Ich hab sehr empfindliche Haut, bekomme leicht blaue Flecken. Die Schläge prasselten auf meinen Hintern. Ich zuckte, wenn seine Hand auf meiner Haut auftraf. Ich war gewillt die Züchtigung auszuhalten. Unter meiner Augenbinde kamen mir die Tränen. Bisher hatten die Männer immer erkannt, wann der Moment erreicht ist, in dem sie aufhören müssen. Nach etwa 15 Schlägen die ich ausgehalten habe, war mein Limit erreicht. Ein Schlag mehr und ich hätte abgebrochen. Aber Mr. Bondage erkannte den Moment und streichelte sanft über meinen Hintern. „Dein Hintern ist ja ganz warm, ich kann es spüren..“

Zwischenzeitlich hatte er eine Hand losgebunden, da ich ihn darum gebeten hatte. Für meine linke Schulter war die Position nicht gegeangen. Dann band er meine Füße von der Stange los. Ich durfte mich umdrehen. Mit noch einer Hand nach oben gefesselt. Ich war froh, denn die kalte Schranktüre an die mein Hintern nun stieß verschaffte meiner Rückseite Linderung. Ich dachte ich hätte die Züchtigung geschafft und würde nun belohnt werden. Aber Mr. Bondage hatte andere Pläne. Er schlug mir auf die Innenseite meiner Oberschenkel. Einmal links einmal rechts. Das ging gar nicht. Mir blieb die Lift weg. Eine sehr empfindlcihe Stelle. LIMIT… Ich sagte ihm, dass er aufhören sollte, sofort aufhören. War enttäuscht, dass ich das musste. Er fragte mich, ob ich ihn um etwas bitten wolle. Bah, auch das noch. Aber egal, dann bitte ich ihn halt. „Hör bitte auf. Bitte.“ Wirklich erniedrigend. Er band mich los und beendete die Züchtigung.
Was danach genau passiert ist, daran erinnere ich mich überhaupt nicht mehr. Vermutlich sind wir bald schlafen gegangen. In dieser Nacht konnte ich dem Schnarchen ausweichen, in dem ich nachdem er eingeschlafen war einfach auf das Matratzenlager im Wohnzimmer umgezogen bin. So bin ich zu ein paar Stunden Schlaf gekommen.

Der Morgen brachte dann noch Befriedigung für mich. Als er aufgewacht war kletterte ich zurück zu ihm ins Bett. Gute Befriedigung. Mr. Bondage hat eine Art Stahl-Dildo. Sehr schwer. Wohl eigentlich für schwule Männer konzipiert. Er hat eine interessante Krümmung. Ein dickeres und ein dünneres Ende. Damit bearbeitete er mich. Die Form scheint perfekt für mich. Er trifft eine empfindsame Region in mir. Und mit nur sehr minimaler Klitstimulation hatte ich einen sehr intensiven Orgasmus. Auch er kam nicht zu kurz. Ich durfte ihn blasen. Dieses Mal wußte ich ja schon, dass es unmöglich sein würde, ihn zu einem Orgasmus zu blasen. Aber machte die Vorarbeit und leckte während er es sich dann selbst machte seine Eier. Ich war froh darüber, dass er gekommen war. Das entspannte mich irgendwie.

Dann ging ich nach Hause. Und fiel in ein Loch. Darüber war ich im ersten Moment ziemlich überrascht. Es ging mir einen halben Tag lang richtig schlecht. Ein Drop. Ich konnte anfangs gar nicht konkret greifen, was mich so runtergezogen hat. Ich saß da und war schlecht gelaunt. Ich kam nur aus der depressiven Stimmung heraus, weil ich mich nach ein paar Stunden schlechter Laune beim Joggen ausgepowerte. Ich wollte mich da wieder rausziehen.

Ich musste mit ihm reden. So nach und nach wurde mir klar, was das Problem war. Das Devotsein funktioniert für mich ja nur, wenn wir uns sonst auf Augenhöhe begegnen. So war es aber bisher nicht. Mir war bisher noch nicht klar, wie er wirklich tickte. Hat er einfach immer nur gespielt oder ist er im schlimmsten Fall einfach wirklich so. Der Gedanke kam mir, auch wenn ich mir sicher war, dass er auch anders sein kann. Ohne dass er mich auffängt würde ich nicht weiterspielen können. Ohne Auffangen war die Intensität dessen, was wir bei unseren ersten beiden Treffen gespielt hatten viel zu hoch. Ich wollte mit ihm reden. Persönlich, ich wollte es nicht per Mail oder per SMS tun. Deswegen deutete ich ihm auch nicht an, dass es mir nicht so gut ging. Sondern wartete bis wir uns das nächste Mal sehen. Das würde ein entscheidender Punkt in unserer Beziehung werden. Für mich. So konnte ich das nicht weiter machen. Nur wenn er mir gleichbereichtig begegnet, meine Bedenken ernst nehmen würde, dann gab es eine Zukunft für uns.

So hart der Drop für mich war. Mir allen Selbstzweifeln, was ich denn da zum Henker eigentlich so tue. So spannend fand ich ihm Nachhinein, was das Spielen mit sich bringt. Was es für eine Macht hat, welche Auswirkungen auf die Psyche. Es lässt mich meine Sexualität besser verstehen.Mich selbst besser verstehen. Und das Sport mir hilft, wenn es mir schlecht geht.

Ich war froh, dass Mr. Bondage mir eine SMS schrieb, dass er mich nur zwei Tage später gerne wiedersehen würde. Gelegenheit zu reden also

Auf einen sündigen Filmabend..

Es ergab sich, auch weil wir es so wollten, dass Mr. Bondage und ich uns ziemlich bald wiedersahen. Dieser Mann übte eine ungeheure Anziehung auf mich aus, trotz der schlaflosen Nacht und der Demütigungserfahrung zum Frühstück. Mit ein wenig Abstand möchte ich diese Erfahrung nicht missen. Ich hatte das Gefühl, dass ich mit ihm nochmal ganz anders spielen könnte, als mit meinem Dom JD. JD hat gar keine Bondageneigung. Mr. Bondage liebt das Fesseln und ist im Vergleich zu manch anderem Mann mit dem ich in letzter Zeit gespielt habe, sehr dominant. Das ist eine Herausforderung für mich. Daran kann ich mich reiben. Ich war begierig darauf herauszufinden, wohin unsere Reise geht, was wir noch alles ausprobieren würden. Auch wenn ich ihn noch nicht so recht einordnen konnte. Wenn ich noch nicht herausgefunden hatte, wie er so tickt. Wenn mir manches an ihm noch sehr eigenartig erschien. Andererseits hatte schon der erste Abend auf dem Stammtisch gezeigt, dass wir sehr viele Gemeinsamkeiten haben.

Er hatte mich um ein Feedback zu unserem ersten Treffen gebeten. Ich schrieb ihm, dass es mir gut gefallen hat. Vor Allem das Bondage, bei dem ich zwar noch nicht so ganz einfach meinen Kopf ausschalten konnte. Es mir aber gefällt. Dass ich noch nicht weiß, wie weit meine devote Ader reicht, ich aber bereit bin Dinge erstmal auszuporbieren.

Es hatte mich beschäftigt, dass er nicht gekommen war, auch das schrieb ich ihm. Denn ich kann nicht gut nur nehmen. Ich muss auch immer das Gefühl haben, auch gegeben zu haben. Er erklärte mir in seiner Antwort, dass Kommen für ihn nicht so einfach ist und dass er seine Befriedigung aus meiner Lust zieht.

…Seine Mail: „… Versuche, die Verantwortung für Deinen und meinen Orgasmus in meine Hände zu legen. Sorge Dich nicht wegen meiner Befriedigung. Ich werde selbst entscheiden was geht und was nicht. Du hast keine Möglichkeit mich zum Kommen zu bringen, wenn mein Kopf nicht dafür empfänglich ist. Vielleicht werde ich Dich einmal meine Hoden lecken lassen, während ich es mir mache. Das ist die mir derzeit einzige bekannte Stellung, die funktioniert. Aber das wollte ich am bei unserem ersten Treffen noch nicht. Ich war zufrieden mit dem, was wir gespielt haben.

Du warst nicht sooo böse, dem Teller mit der Milch entronnen zu sein, oder? Was wir getan haben, war schon ziemlich viel für das erste Mal, finde ich. Du hast wunderbar ausgesehen an meinem Tisch. Das geilste was Du für mich getan hast, war das Präsentieren Deiner Brüste unter dem Tisch. Übe das! Versuche Deine Nippel zu lecken. Auch wenn das gerade nicht ganz gelingt, wird es nach einer hingebungsvollen, wunderbar anzusehenden Geste ausschauen. Erlaube Dir, Dich als Sex-Objekt, als Sex-Sklavin für mich in diesem Moment zu fühlen. Versuche Kraft daraus zu ziehen, dass Du mir Gutes tust, wenn Du wartest, kniest oder Dich selbst berührst. Es geht mit gut damit bisher.“

Lol die eigenen Nippel lecken. Darüber musste ich schmunzeln. Aber die Nachricht zeigte mir auch, dass Mr. Bondage sich bewußt war, dass er mich Neues ausprobieren lässt. Dass er die Dinge auch reflektiert.

Vor dem nächsten Treffen schrieb er mir eine SMS, ob ich denn „ Die Geschichte der O“ gelesen oder gesehen habe: Ich wusste worum es geht und auch welche Bedeutung dem Buch beigemessen wird. Ein Art Standardwerk der BDSM-Szene quasi. Aber ich hatte mich bisher bewusst davor gedrückt, mich damit auseinanderzusetzen. Ich wollte meine unbekümmerte Herangehensweise nicht verlieren und mich nicht zu viel damit beschäftigen, bzw. darüber lesen. Ich sagte ihm, dass ich den Film nicht gesehen habe. Dann könne ich mich für den Abend auf ein sündiges Heimkino freuen. Das klang doch mal gut.

Ich kam nach einem langen Tag bei ihm an. Da stand er in der Tür, grinste und mein Herz machte einen Sprung. Ich freute mich wirklich sehr in wiederzusehen. Wir umarmten uns. Dann zeigte er mir einen Stuhl im Wohnzimmer, auf dem ich meine Sachen abstellen konnte. Das war jetzt quasi mein Stuhl. Das ließ mich innerlich sehr schmunzeln. Die Chaosqueen bekommt von Mr. Aufgeräumt einen festen Platz für ihre Sachen in seiner Wohnung zugeteilt. Eigentlich widerstrebt mir das ja völlig, andererseits kann so ein wenig Struktur ja auch nicht schaden. Ich legte also brav meine Sachen auf dem Stuhl ab.

Mein Plan war eigentlich gewesen, dass ich mich dann erst mal noch ins Bad verkrümle, um mich frisch zu machen. Ich sagte ihm, dass ich das tun wollte. Mr. Bondage hatte aber andere Pläne. Er sagte, dass es ihm auch so gehe, weil er auch einen langen Tag gehabt hat. Deswegen würden wir das gemeinsam machen. Dann wies er mich an, mich auszuziehen. Grr, ich bin ja nicht so ganz gern nackt, deswegen ruft das immer kurz Unbehagen hervor. Aber die clothed male, naked female (CMNF)- Nummer die kannte ich ja vom ersten Mal schon und ich wusste, dass ihm das etwas gibt. Also ging ich zurück ins Wohnzimmer und schälte mich aus meinen Klamotten. Legte alles brav auf meinen mir angestammten Stuhl. In einem chaotischen Stapel, um auch ein wenig Ich zu bleiben. Dann ging ich zurück in den Eingangsbereich seiner Wohnung in dem er wartete.

Mr. Bondage war noch in Hose, Hemd und schicke Schuhe gekleidet. Sein Lieblingsoutfit. Er setze sich auf den Stuhl, der dort stand. „Knie dich hin“, wies er mich an. Ich sah den Parkettboden an und wusste, dass ich mir dabei schwer tun würde. Ich sagte ihm, dass ich nicht besonders gut knien könne. Ich durfte mir ein Kissen holen. Das tat ich und kniete mich schräg vor ihn. Nahm automatisch eine devote Körperhaltung ein. Da kniete ich nackt vor ihm auf dem Boden mit gesenktem Kopf und war gespannt, was passieren würde. Ich merkte, dass ihm die Situation gefiel.

„Zieh mir die Schuhe aus“, sagte er. AHA, dachte ich mir und in meinem Kopf entspannte sich ein Kampf. Natürlich fand ich das irgendwie doof und es hat auch erstmal was Erniedrigendes. Es trieb mich ein bisschen an meine Grenzen. „Du willst jetzt ernsthaft, dass ich dir Schuhe ausziehe, alles klar. Hast es dir da bequem gemacht. Super…“, dachte sich der trotzige Teil in mir. Der unsichere Teil hatte ein wenig Schiss sich unbeholfen und dumm anzustellen. Ich habe auch bisher die sich meistens selbst ausziehen lassen. Unsicherheit also. Der rebellische Teil in mir lässt sich nicht gerne Sachen anschaffen. Dinge, die ich nicht selbst eh gewollt habe. Ich tue gerne Dinge von selbst, von innen heraus, weil ich sie tun will. Vor allem bei Dingen, die ich nicht für logisch oder als reine Schikane erachte, da gehe ich normalerweise auf die Barrikaden. Der sexuell neugierige Teil in mir war sich sicher, dass er mich führen würde, dass ich am Ende belohnt werden würde. Dass es sich mit Sicherheit auszahlen würde etwas mir nun nicht besonders Angenehmes zu tun. Dass er meine Grenzen gerade austestete.

Ich zog bei meinen Überlegungen ein ziemlich genervtes Gesicht. So offensichtlich an eine Grenze getrieben werden und mir dabei zusehen lassen müssen, wie ich innerlich abwäge, mag ich so gar nicht. Und ich bin mir sicher er hatte genau daran ziemlichen Spaß. Das genau das sein Plan gewesen war. Okay, entschied ich mich. Ich will das. Ich will wissen, was danach kommt. Und griff nach den Schnürsenkeln seiner Schuhe. „ Doppelknoten, na toll“, motzte ich. So ganz ohne raushängen zu lassen, dass ich mir auch gerade Besseres hätte vorstellen können, ging es dann doch nicht.

Er grinste und meinte nur: „Was erwartest du von einem Rigger?“. Er hatte Recht. War ja eigentlich klar, dass jemand, der sich mit Knoten und Fesseln auseinandergesetzt hatte seine Schuhe ordentlich zuknoten würde. Ich bekam den Knoten auf und lockerte die Schnürsenkel. Ich bekam ihn halbwegs unfallfrei aus seinen Schuhen. Durfte sie dann ordentlich unter den Stuhl stellen. „Das auch noch“, dachte ich.

Aber die Schuhe waren nicht alles. Ich durfte ihm den Rest seiner Sachen auch noch ausziehen. Erst das Hemd. Ich knurrte ein wenig, aber fügte mich. Als es ausgezogen war, sagte er mir, dass ich es zur Dreckwäsche in seinem Schlafzimmer packen sollte. Tsss, dachte ich, das wird ja immer besser. Schon schräg der Mr. Bondage Irgendwie pedantisch. Das kann ja heiter werden mit uns zwei. Der Gipfel war, dass er mir zeigte, wie man die Anzughose auf den Bügel hängt.

Dann war er endlich ausgezogen und ich freute mich aufs Duschen. Gemeinsames Duschen ist schön, auch wenn mir die Temperatur mit einem Mann zusammen meistens nicht warm genug ist. Aber es war immer noch nichts mit einfach duschen. Er ließ sich von mir die Haare und den Körper einseifen. Ahh, ich mach das ja freiwillig wirklich gerne. So als liebevolle Geste. Jetzt war es verlangt und ich war kurz überlegt wieder trotzig zu werden. Ließ es aber bleiben. Seifte ihn mit viel Gefühl ein. Massierte ihm ein wenig den Kopf. Er lobte mich brav und genoss es. Als er fertig war, konnte ich mich endlich selbst ordentlich duschen. Als ich fertig war, gab er mir ein Handtuch. Ich sagte, dass ich noch ein zweites benötigen würde. Das wollte er mir nicht geben, weil er den Sinn dahinter wohl nicht verstand. Aber ich hasse es nur ein Handtuch zu haben und mir das ganze Wasser aus den Haaren nach unten tropft. Da wurde ich knatschig. Bin selten richtig genervt. Aber zwei Handtücher beim Duschen sind ein Grundbedürfnis für mich. Wenn Blicke töten könnten, wäre er in dem Moment tot umgefallen und ihm wurde wohl klar, dass das eine Grenze ist und wenn er noch einen netten Abend haben wollte nachgeben musste. Er rückte ein zweites Handtuch raus und meine Laune wurde schlagartig besser.

Sauber und in zwei Handtüchern gehüllt stand dem Filmabend nichts mehr im Weg.

Zum Frühstück unter den Tisch gefesselt…

Die Nacht war kurz und wenig schlafhaltig für mich gewesen. Mr. Bondage schnarchte wie ein Weltmeister in jeder Position. Das Schlafzimmerfenster konnte man wegen des Straßenlärms nicht öffnen, so dass es auch noch heiß und stickig war. Der Wecker hatte in etwa 1 1/2 Stunden vor dem Zeitpunkt geklingelt, an dem ich zu Arbeit los musste. 

Falls ich dachte, jetzt könnte ich noch einen normalen Morgen mit Mr. Bondage verbringen, ein wenig über den Abend reden, dann hatte ich mich wohl gewaltig geirrt. Er machte gar keine Anstalten unser Spiel zu beenden. Er verband mir kurz nach dem Aufwachen erst mal die Augen. Ich sei ja schließlich da um ihm zu dienen. Dann führte er mich ins Wohnzimmer. Dort ließ er mich erstmal nackt stehen. Ich konnte hören, dass er ein Kissen auf dem Boden legte. Darauf sollte ich mich setzen. Er band mir wieder die Handmanschetten um. Damit band er mich dann an den Glastisch. Er wollte ein wenig Unterhaltung haben beim Frühstück. Rein sexuell turnen mich die Unterwerfungsspiele überhaupt nicht an. Ich machte es aus Neugierde mit. Ich wollte es ausprobieren. Ausprobieren, wie es sich anfühlt, was es mit mir macht. 

Mr. Bondage verlangte dem Morgenmuffel in mir so einiges ab. Vor allem als er mir dann auch noch Nippelklemmen verpasste. AHHH, diese fiesen Dinger. Unterhaltsam vor allem für ihn. Dann machte er sich daran einen Tee zu kochen und sich ein Müsli zuzubereiten. Ich saß da, halbwegs bequem, auch wenn ich zugegebenermaßen nicht besonders gern nackt bin. Während er in der Küche herumhantierte, arbeitete es gewaltig in meinem Kopf. „Ist es wirklich das, was du willst, nackt an einen Wohnzimmertisch gefesselt sein, während er frühstückt? Du bist eine emanzipierte Frau, warum tust du das? Erregt dich das?“ Viele Fragen geisterten herum. Aber ich tat es zum einem, um es mal ausporbiert zu haben und zum anderen weil ich verstehen wollte, wie Mr. Bondage so tickt, was ihn so anturnt, wie er spielt.

Ich hoffe, dass er nicht auch noch auf die Idee kommen würde, mich aus einem Napf schlabbern zu lassen. Ich hatte sofort Bilder im Kopf. Das wäre der Demütigung definitiv zu viel. Zumal wir uns erst zum zweiten Mal in unserem Leben sahen. Irgendwann nahm er mir dann die Augenbinde ab. Setze sich nackt auf seinen Stuhl und begann zu frühstücken. Ich nahm das wahr, aber versuchte meinen Kopf zu entspannen, an nichts zu denken. Mich einfach nur aufs Atmen zu konzentrieren. Wie eine Art Meditation.

Mr. Bondage schien von der Situation angeturnt, denn sein Schwanz wurde steif. Er sagte zu mir: „Du bist Schuld, Du hast es feucht gemacht, mach es wieder sauber“. Damit meinte er seinen Schwanz. Ein paar Lusttröpfchen waren daran. Dann nahm er meinen Kopf und drückte ihn in seinen Schoß. Ich nahm den Schwanz in den Mund und blies ihn an. Er wollte nur so ein bißchen angeblasen werden. Dann stichelte er immer ein wenig in meine Richtung, weil ich ihm ja beim Frühstücken zusehen musste. Er ging in die Küche und holte einen Teller und stellte ihn auf den Boden. Oh nein, auf gar keinen Fall. Bevor er allerdings auch noch Milch auf den Teller packte, sagte ich ihm, dass ich noch nichts essen könne, da ich immer eine Tablette vor dem Essen nehmen müsse. Die hatte ich noch nicht genommen. Ich war dankbar, dass ich mich so vor der Entscheidung drücken konnte. Er sah das sofort ein und ersparte mir das Essen. Dann war es eh so spät, dass ich mich duschen und zur Arbeit fertig machen musste. Mr. Bondage band mich los.

Das war ganz schön viel Neues in den paar Stunde, die wir uns gesehen hatte. Ich wußte ich wollte ihn wiedersehen, denn die Bondage-Nummer hat mir sehr gefallen. Wie weit ich allerdings die Demütigungsgeschichten mitmachen würde, das war mich noch nicht klar. Das hat mich einfach nicht angemacht. Das war mir vermutlich einfach eine Nummer zu krass. Noch ein Küsschen in der Türe und los ging es zur Arbeit. Es war gar nicht so leicht so ganz normal zu arbeiten. Denn ich musste immer daran denken, dass ich zwei Stunden vorher noch wie ein Haustierchen nackt an den Esstisch gefesselt war. Wenn die wüßten, dachte ich. Aber vermutlich bin ich nicht die einzige mit einem kleinen Geheimnis..

Harte Nacht

Mr. Bondage ließ mir, beziehungsweise meiner Muschi überhaupt keine Verschnaufpause. Er wollte mich nach dem ersten Orgasmus weitertreiben. Ließ nicht locker. Der Vibrator übertrug weiterhin die Vibrationen mit Hilfe des Seils, das zwischen meinen Beinen durchgespannt war. Mr. Bondage hatte ja zum Glück, auch ohne mich zu kennen, Gleitgel verwendet, sonst hätte er wohl Probleme bekommen, mich weiterzufingern, weil ich nach dem Orgasmus normalerweise schnell trocken werde.

Ich versuchte mich kurz zu entspannen, trotz der auf mich einprasselnden Reize, um so eventuell noch eine Runde dranhängen zu könne. Das geht manchmal. Aber Mr. Bondage hatte in seiner Erregung mittlerweile mehrere Finger in mir stecken und fingerte mich heftig. Das stieß er wohl gegen meinen Verhütungsring und ich empfand es als unangenehm. Und schwupps war mein Kopf an. Ich fing an darüber nachzudenken, dass ich Mr. Bondage vor unserem Spiel, als er mich gefragt hat, ob es etwas gibt, dass er wissen müsse, da hätte ich ihm wohl vom Verhütungsring erzählen sollen. Aber der ist mir in dem Moment überhaupt nicht in den Sinn gekommen. Ich vergesse den die meiste Zeit. Einer der Gründe, warum ich damit verhüte. Da ich dann nicht darüber nachdenken muss. Das rächte sich jetzt. Denn ich hätte ihn ja vor dem Sex auch einfach rausnehmen können. Ich ärgerte mich über mich selbst.

Auch der Plug in meinen Hintern wurde mit nachlassender Erregung unangehm. Allerdings erinnere ich mich nicht wann genau Mr. Bondage den eigentlich hineingesteckt hatte. Jedenfalls nahm ich ihn dann als störend war. Mr. Bondage merkte, dass nichts mehr ging bei mir und befreite mich von allem was er in mich gesteckt hatte. Schaltete das vibrierende Ding aus. Nahm dem Plug raus. Ich war froh, als er mich dann auch aus den Fesseln befreite. Ich muss mich wohl erst noch an die ungewohnte Belastung durch das Fesseln gewöhnen. Als er mich befreit hatte, sah ich, was er so in mich hinein gesteckt hatte. Es war ein WeVibe, den besitze ich ja selbst auch. Das erklärte mir dann auch, warum es in mir und auf den Seilen vibriert hatte.  Fand ich sehr cool, dass er so ein Teil besitzt.

Er kam noch nicht aus der Rolle, das Spiel war noch nicht zu ende. Schließlich hatte Mr. Bondage ja außer der Befriedigung mich befriedigt zu haben, noch nichts vom Abend gehabt. Deswegen fand ich es auch sehr okay, als wir dann ins Schlafzimmer wechselten. Bisher war er ziemlich angezogen und ich ziemlich nackt gewesen. Jetzt durfte ich ihm dann auch mal unter den Anzug gucken. Haare. Mr. Bondage war einigermaßen behaart. Nur der Schambereich war rasiert. Weder Achseln noch Rücken. Er hat relativ helle Haare, deswegen ging es einigermaßen. Aber es war ungewöhnlich in einer Zeit, in der die meisten ihre Körperhaare fast komplett entfernen. Das macht mich jetzt zwar nicht an, aber es ist auch kein Grund für mich schreiend aus dem Bett zu hüpfen. Beim Kuscheln habe ich damit manchmal ein Problem, weil meine Haut einigermaßen empfindlich ist. Aber das stand noch nicht auf dem Programm.

Dann durfte ich mich revanchieren für den Orgasmus in gefesseltem Zustand.  Blowjob. Ich war gespannt darauf ihn zu entdecken. Und er war nicht wirklich überragend bestückt, aber durchaus okay. Wenn er wirklich steif ist, dann ist die Größe in Ordnung. Zum Blasen also unproblematisch. Und ich blies und blies und blies. Und er lobte und fand es gut. Aber es passierte nichts. Hmm, dachte ich mir, also kein einfacher Fall. Nach einer ganzen Weile erlöste er mich dann und zog sich ein Kondom über. Wir schliefen miteinander. Oder fickten viel mehr. Es war gut, aber ich konnte nicht mehr kommen an diesem Abend. Und er aber überraschenderweise auch nicht. Obwohl er mich wild und heftig vögelte und ordentlich ins Schwitzen geriet. Ich registrierte es verwundert. Und wollte ihn danach fragen, sobald sich die Möglichkeit bot. Also wenn wir aufhörten zu spielen.

Aber das Spielen sollte nicht enden. Nach dem Sex holte er Handmanschetten und band mich mit einem Seil an seinem Bett fest. Und blieb in der Rolle. Ließ mich ein wenig auf dem Bett alleine liegen. Ging aus dem Zimmer. Ich fand es zwar ein wenig eigenartig, war aber gewillt auszuprobieren, was das so mit mir macht. Nach einer Weile kam er wieder und band mich los. Es war einfach so ein Machtgefälleding gewesen. Er gab mir noch den Auftrag die Spielzeuge mit warmen Wasser sauber zu machen. Das sei mein Job. Er würde sie danach noch desinfizieren. Auch was Neues. Aber okay, eigentlich ganz sinnvoll. Ich tat es und wir machten uns bettfertig. So recht kamen er nie aus der Rolle raus. 

Es war schon spät, es waren viele neue Eindrücke. Ich war sicher gut und schnell zu schlafen. Aber nichts da. Mr. Bondage schnarcht egal in welcher Schlaflage. Es war eine harte Nacht. Es war heiß, das Schnarchen laut und er nahm den größten Teil des Betts für sich in Anspruch.  Ich konnte mich nur auf der Stelle drehen, wachte dauernd auf. Am Morgen war ich ordentlich gerädert, als sein Wecker klingelte. Was eine Nacht…

Bondage-Kunstwerk auf dem Wohnzimmerboden

Das raue Seil fühlte sich aufregend an. Ich beobachte ihn. Alles was er tat, wirkte überlegt. Er zelebrierte das Fesseln, so kam es mir schon vor bevor wir wirklich angefangen hatten. Er begann damit mir die Hände vor dem Körper zusammen zu binden. Ich versuchte sie so bequem wie möglich ineinander zu verschränken. Ich ging davon aus, dass ich ja eine Weile so bleiben würde.

Er versicherte sich, ob noch immer alles okay sei und dass ich sagen würde, wenn etwas nicht passen würde oder unangenehm wäre. Das bejahte ich. Er legte da Seil doppelt und machte Knoten. Dadurch dass ich keine verbundenen Augen hatte, konnte ich mir alles sehr genau anschauen. Gar nicht so verkehrt, wenn man sich nicht so gut kennt. Andererseits schlecht für meine Erregung, weil ich dann einfach zusehe, was er denn so macht und mich nicht hineinfallen lassen kann in das Gefühl, in den Reiz des Gefesseltwerdens.

Er band meine Hände zusammen, nicht zu fest, aber ließ ihnen fast keinen Spielraum. Er machte viele Knoten. Dann kniete er sich hinter mich. Sprach Dinge in mein Ohr. Erzählte eine Geschichte. Aber ich erinnere mich überhaupt nicht an den Inhalt. Ich schwankte zwischen dem Gefühl mich davon anmachen zu lassen und dem augenzwinkernden Gefühl Mr. Bondage ein wenig psychopathisch zu finden. Er war einfach anders. Nicht leicht einzuordnen. Und obwohl mein Bauchgefühl grünes Licht gegeben hatte, blieb ich ein wenig auf der Hut.

Nr. Bondage band mir dann die Hände auf den Rücken. Wenn er ein Seil aufgebraucht hatte, dann kam wieder das Klatschgeräusch, wenn er einen neuen Beutel auf den Boden geworfen hatte. Er hatte meine Arme an den Oberarmen zusammen gebunden. Nicht bequem, aber auch nicht unangenehm. Aber noch zu viele Eindrücke um krass erregt zu sein.

Nach dem meine Arme zusammengebunden waren, machte er sich daran, aus meinen Brüsten ein Kunstwerk zu machen. Er führte das Seil zuerst über meinen Brustwarzen entlang und dann unterhalb. Ich glaube er legte vier Bahnen um meine Brüste, die wie ich fand sehr erotisch aussahen so gefesselt. Danach fing Mr. Bondage das erste Bein zu fesseln. Dabei legte er mich immer mal wieder auf die Seite. Da er meinen Armen keinen Bewegungsspielraum gelassen hatte, konnte ich mir nicht eine halbwegs bequeme Position suchen und merkte, dass ich so auf der Seite liegend nicht lange aushalten würde. Ich drückte mir mit meinem Eigengewicht das Blut im Oberarm ab. Also bat ich ihn mich wieder aufzurichten.

Das tat er unverzüglich und zog mich am Seil wieder in eine sitzende Position hoch. Was eine Erleichterung. Ich merkte, wie mein Arm sofort wieder durchblutet wurde. Das Seil war nicht zu en, aber im Liegen drückte ich mir die Blutzufuhr ab. Als bei mir wieder alles in Ordnung war, machte sich Mr. Bondage daran mein rechtes Bein weiter zu fesseln. Dieses Mal legte er mich auf die andere Seite. Das ging eine paar Minuten gut, aber dann merkte ich, dass auch hier das gleiche passierte, wie beim ersten Mal. Ich drückte mir wieder das Blut ab. Ich sagte ihm dieses Mal das konkrete Problem. Daraufhin löste er das Seil, das meine Oberarme auf den Rücken gebunden hatte. Die Hände ließ er aber gefesselt. Mit dem neugewonnen Spielraum konnte ich mir immer eine erträgliche Position suchen. Und vor allem auch das Fesseln endlich genießen

Während ich bisher eher so mit den technischen Aspekten des Fesselns beschäftigt war, schaffte es Mr. Bondage meine Aufmerksamkeit auf die erotische Komponente zu lenken. Während er mein rechtes Bein fesselte, zog er das Seil zwischen meinen Beinen hindurch und ließ es über meine Muschi gleiten. Ich war sofort elektrisiert. Während er mein rechtes Bein Richtung Körper fesselte, machte er aus dem linken Bein ein wunderbares Kunstwerk. Es fühlte sich an, als hätte er mir einen Strumpf angezogen. Er legte Schlaufen und zog das Seil am Ende durch meine Zehen. Das kitzelte vielleicht. Aber dieses Bondage an meinem linken Bein war wundervoll. Es saß bequem, gab mir ein gutes Gefühl. Es lagen mittlerweile auch zwei Bahnen Seil stramm über meine Muschi. Bei jeder Bewegung rieb ich damit an meinem Kitzler.

Dann holte Mr Bondage ein Täschchen. Keine Ahnung was darin war. Jedenfalls keine Seiltüte. Ich konnte nicht sehen was er tat. Er sprach viel mit mir. Erzählte eine Art Geschichte. Dann spürte ich etwas Feuchtes zwischen meinen Beinen – Gleitgel. Sehr schlau von ihm. Er rieb mich damit ordentlich ein. Meine Muschi klitschte richtig. Er machte auch das bedacht und bewusst. Als ich richtig nass und glitschig war, steckte er mit etwas hinein. Ich hatte keine Ahnung was. Vibrator oder Dildo war mein erster Gedanke. Mittlerweile war ich ziemlich angeturnt. Dann vibrierte es in mir. Uiuiuiui.. Mr. Bondage hatte offensichtlich eine Fernbedienung dafür und probierte einfach mal alle Programme aus die das Ding konnte. Ich musste an mein Vibroei denken, dass ja ähnlich funktioniert.
Aber es konnte kein Vibroei sein. Immer wenn ich mich bewegte, hatte ich das Gefühl dass die Seile die Vibrationen von dem Ding aufnahmen und direkt auf meinen Kitzler übertrugen. Es machte ihm sichtlich Spaß die Macht über meine Erregung zu haben.

Ich war ziemlich erregt. Aber in meinem Kopf war der Gedanke, dass er mich jetzt bestimmt nur Richtung Orgasmus treibt und dann kurz vorher aufhört. Und genießt, dass er mich nicht kommen lässt. Deswegen ließ ich mich erst noch nicht so richtig fallen. Aber er hörte nicht auf. Das Vibrieren passte nicht optimal zum Rhythmus meines Körpers so begann ich mitzuarbeiten. Spannte meine Muskeln an und entspannte sie wieder, um das Vibrieren in meinen Rhythmus zu lenken. Meine Schenkel begannen wie wild zu zittern. Ich hörte mich stöhnen. Er redete immer noch irgendwas, ich konnte eh nicht mehr hinhören. Dann brach er über mich herein ein heftiger Orgasmus ..huii.. wie geil.. Kurz freute ich mich darüber, dass er mich wirklich hat kommen lassen, ohne es hinauszuzögern, als ich merkte, dass es hier aber noch nicht zu Ende war…

CMNF im Wohnzimmer

Nach dem Abend auf dem Stammtisch, der sehr intensiv war, entsponn sich ein spannender Mailkontakt zwischen Mr. Bondage und mir. Seine Mails waren ungewöhnlich, nicht 08/15. Das reizte mich sehr. Auch er hatte die Streicheleinheiten zwischen uns als etwas besonderes empfunden.

„..Einmal hast Du meine linke Hand mit dem Ring so zwischen Deinen gehabt, dass mir ein sehr geiler Schauer durch die Nerven gefahren ist. Bemerkenswert.“

Auch seine Idee, wie es zwischen uns funktionieren könnte, gefiel mir gut: „In der Abwechslung zwischen Deine Bewegungsfreiheit einschränken (wie der Griff um beide Handgelenke) und Dir Gestaltungsfreiheit lassen (meine offene Handfläche nach oben) könnte ein Thema für ein Spiel zwischen uns wachsen. Das Thema „Remi darf geben was sie fühlt geben zu können und zu wollen versus Remi muss hinnehmen und sich mit dem bescheiden, was sie zugestanden bekommt.“

Ich hatte ja erst die Befürchtung, dass ich noch eine Weile warten müsste, bis wir uns wiedersehen. Aber nein, auch er hatte Sehnsucht. Und er kam dafür extra früher schon in meine Stadt gereist. Ich sollte ihn am Bahnhof abholen. MR. Bondage wäre nicht nicht Mr. Bondage, wenn er mir nicht noch eine Anweisung gegeben hätte, welche Art von Kleidung er erwarten würde. Er wollte mich gerne im Rock mit einer leicht zu öffnenden Bluse habe. Schlechter Plan, denn momentan befinden sich genau 0 Röcke in meinem Kleiderschrank. Und für das erste Treffen wollte ich mich auch nicht komplett verbiegen lassen. Also antwortete ich, dass ich mir ein Sexy Oberteil anziehen würde, aber um mich wohlzufühlen und weil ich eh nichts anderes besitze in einer Hose aufkreuzen würde.

So einfach wollte es mir Mr. Bondage aber dann nicht machen und sagte, dass ich wenn ich in anderen Sachen aufkreuzen wollte, ihn schon bitten müsste und er würde dann entscheiden. Und er bot mir auch noch an, dass ich mir einen Rock kaufen könnte und er würde ihn mir bezahlen. Verlockendes Angebot, aber um Geld geht es mir nie. Sondern darum ich selbst zu bleiben. Ihn zu bitten, etwas anderes anziehen zu dürfen fühlte sich schon ein wenig seltsam an. Aber da ich es als Teil eines Spiels, das schon begonnen hatte empfand, machte ich mit. Er erlaubte mir nach meiner Bitte, dass ich anziehen könne, was ich wollte. Und erklärte mir noch, dass sein Kleiderwunsch etwas mir seiner Bondagevorliebe zu tun hatte.

Irgendwie ging dann das Wochenende doch vorbei und ich freute ich auf Montagabend. Ich war aufgeregt wie lange nicht mehr. War sehr gespannt, wie sich ein Wiedersehen anfühlen würde. Hatte sein Profil förmlich gestalkt um ihm nahe zu sein bis zum Wiedersehen. Ich war total bekloppt. Als ich mich auf den Weg zum Bahnhof machte, musste ich schmunzeln. Der Mann der die günstigste Verbindung von A nach B nimmt und nicht das Auto, hätte mir einen Rock geschenkt. Der Gegensatz faszinierte mich. Dann stand ich da und wartete. Versuchte mich mit Musik irgendwie abzulenken.

Da kam er an und hatte doch in der Tat wieder seinen eleganten Anzug an. Das machte den optischen Gegensatz zwischen uns noch größer. Ich sah aus, wie eine Backpackerin deutlich jünger, und er der elegante Geschäftsmann im Anzug. Aber auch er freute sich mich zu sehen und umarmte mich. Fühlte sich gut an. Wir machten uns auf den Weg zu seiner Wohnung. Dort angekommen, teilte er mir gleichmal einen Platz für meinen Sachen zu. Das ließ mich schmunzeln. Ich, die kleine Chaosqueen und er manchmal ein wenig pedantisch und deutlich ordentlicher als ich. Aber packte brav meine Sachen auf meinen Platz. Dann zeigte er mir seine Zwei-Zimmer-Arbeitswohnung. Einfach, aber zweckdienlich. Dann bekam ich auch gleich den ersten Job. Betten beziehen. Wenigstens was, das ich gut kann. Er war hungrig und ich auch, so dass er uns Sushi bestellte. Ich merkte, dass es leicht war zwischen uns. Wir fühlten uns wohl mit einander. Nach dem Essen drückte er mir noch Wasser in die Hand mit dem Hinweis, dass man ausreichend trinken sollte, vor man Bondage macht. Das war also der Plan. Juhu.

Dann ging es los. Er holte alle möglichen Tüten und legte eine Decke auf den Boden seines Wohnzimmers. Leider war das Licht ziemlich hell, denn seine Lampe ließ sich nicht gescheit dimmen. Er fragte mich dann noch, ob es was gebe, was er wissen müsste, bevor wir anfingen. Ich überlegte kurz. Mir fiel nichts ein, außer dass meine linke Schulter zurzeit nicht ganz fit ist. Das sagte ich ihm dann auch. Dann sollte ich mich auf die Decke stellen. „Zeig dich mir. Zieh das aus“ und zeigte auf mein Oberteil. Da stand er vor mir in seinem schicken Anzug und wollte, dass ich mich ausziehe. Ich kam dem Wunsch nach und zog mein Oberteil und meinen BH aus. Dann checkte er meine Brüste ab. Von denen hatte ich ihm beim ersten Date noch vorgeschwärmt. Er mochte sie wohl und ließ mich dann den Rest ausziehen. Da stand ich völlig nackt und er im Anzug. So fühlt sich also CMNF an. Ich wusste aus seinem Profil, dass er dafür was übrig hatte. Das machte das Machtgefälle sehr deutlich, sehr aufregend. Dann zeigte er mir noch ein Messer, das er für Notfälle da hatte um die Seile ganz schnell durchschneiden zu können. Fand ich gut, schließlich kannten wir uns ja kaum. Und ich begab mich trotzdem in seine Hände.

Er verband mir nicht die Augen, so dass ich sehen konnte was er tat. Er hatte Säcke mit rauen dünnen Seilen. Mit einer Hand hielt er ein Ende des Seils fest. Mit einem lauten Klatschgeräusch hatte er dann das erste Seilbündel auf den Boden geworfen um die Seile auseinandergerollt zu bekommen. Dann kam er zu mir. Ich sollte mich hinknien. Er ließ das Seil über meinen Körper gleiten…

Hände streicheln kann so verdammt sexy sein..

Der Schluss hat gefehlt. Jetzt ist der Eintrag vollständig.

Manchmal wenn man es am wenigsten erwartet, dann schneit einem jemand ins Leben, der es ziemlich durcheinander wirbelt…

Ich besuchte eine Stammtischveranstaltung der Rirarammelseite. Freute mich auf einen lustigen Abend. Denn dort traf ich immer auf eine kleine, aber sehr feine Gruppe von Menschen mit denen ich einfach einen guten Abend verbringe. So war das die letzten paar Male auch. Demenstprechend war ich gut drauf und mimte den Klassenclown. Mein Plan war mich nett zu unterhalten. Nicht mehr und nicht weniger. Ich war überhaupt nicht darauf aus jemanden abzuschleppen.

Es sollte allerdings noch ein Mann auftauchen, den ich kennenlernen wollte. Wir hatten vorher zwei oder drei Mails hin und her geschrieben. Er schrieb mich an, dass er auch da sein würde und wir uns ja mal unterhalten könnten. Sein Profil war spannend. Er schien eine Vorliebe für Bondage zu hegen. Das verriet zumindest sein Profil. Vor allem aber bestach mich der Anzug auf seinem Profilbild. (Was bin ich doch einfach zu überzeugen.) Gegen eine Unterhaltung sprach also überhaupt nichts.

Mr. Bondage kam, wie angekündigt, zwei Stunden später, so dass der Abend schon in vollem Gange war. Ich war mitten in einer Unterhaltung, da sah ich ihn mit seinem Anzug an der Eingangstüre stehen. Ich hatte den anderen die bei mir saßen erzählt, dass noch jemand kommen würde, mit dem ich quasi eine Verabredung hatte. Allerdings wußte Mr. Bondage nicht genau wie ich aussehe. Er hatte kein Foto gesehen, das mich ganz zeigt. So bot sich eine Freundin an ihn an unseren Tisch zu locken. Und schon war sie losgedüst um Mr. Bondage einzusammeln. Erfolgreich, denn er kam mit ihr an unseren Tisch. Er nahm den kleinen Überfall mit Humor. Und er war genau mein Beuteschema. Sah gut aus in seinem dunklen Anzug. Ich spürte Alphatier. Er setzte sich neben mich. Und dann nahm ein magischer Abend seinen Anfang.

Mr. Bondage ist, wie könnte es auch anders sein, Unternehmensberater. Ich musste schmunzeln. Mitte 40, verheiratet, aber mit gegenseitigen Freiheiten. Er machte da keinen Hehl draus, spielte mit offenen Karten. Wir begannen uns zu unterhalten. Über Gott und die Welt. Die Chemie stimmte von Anfang an. Wir konnte doch so einige Gemeinsamkeiten finden. Ich vergaß in dem Gespräch mit ihm alles andere außen herum. Wir waren versunken in uns. Er war ein netter, höflicher, intelligenter und lustiger Gesprächspartner. Manchmal ließ er einen Redeschwall, der aus mir heraussprudelte, über sich ergehen, dann hörte ich gebannt zu, wenn er mir von sich erzählte. Trotzdem wir über viele Dinge sprachen, über die man wohl beim ersten Date nicht spricht, behielt er immernoch eine sehr geheimnisvolle Aura. Eine Mischung aus Vertrautheit und undurchschaubar.

Wir sprachen natürlich auch über Vorlieben. Er war ein Dom, hatte durchaus einiges ausprobiert in letzter Zeit. Vor Allem wohl an seinen Bondagekünsten gearbeitet. Lebt das in vollen Zügen aus. Sehr reizvoll für mich.

Eine explosive Mischung. Wir lachten viel. Es knisterte zwischen uns. Aber gewaltig. Während wir so nebeneinander saßen pochte in mir das Verlangen ihn anfassen zu wollen. Ich, die sonst immer Anlaufschwierigkeiten mit körperlicher Nähe hat. Wo der gegenüber immer den ersten Schritt machen muss. Ich saß da und sah seine Hand so verlockend nah bei mir. Rang in meinem Kopf mit mir, ob ich seine Hand einfach nehmen sollte, meinem Verlangen nachgeben und ihn festhalten sollte. Und ob das nicht zu weit ging. Aber ich traute mich nicht. Doch Mr. Bondage schien das zu spüren.

Er sah mich ganz intensiv an und sagte: „Gib mir deine Hand“. Er bestimmte. Das kickte mich. Es kribbelte in meinem Bauch. Ich gab ihm meine Hand. Da lagen unsere Hände nun ineinander. Alles außenherum war völlig irrrelevant, vergessen. Es gab nur uns und unsere Hände. Er hielt meine Hand zwischen seinen Händen. Begann sie dann langsam zu erkunden. Strich ganz sanft die Oberseite entlang. Er wirkte völlig auf unsere Hände fixiert. Dieser Moment hatte sehr viel sexuelle Energie. Nach und nach begann auch ich seine Hand zu erkunden. Hielt sie zwischen meinen Händen fest. Streichelte die Außen- und die Innenseite. Mal fester, mal ließ ich meine Finger nur ganz leicht über seine Haut gleiten. Ich legte all meine Leidenschaft in das Streicheln seiner Hände. Ich bin mir sicher, dass es auch von außen ein faszinierendes Schauspiel abgegeben haben muss, wenn zwei Menschen völlig in sich versunken sich gegenseitig erkunden.

Während unseres Handspiels erwuchs in mir der Wunsch ihn Küssen zu wollen. Hätte er mir nicht erzählt, dass er leider gerade Antibiotika nehmen musste, wegen einer Halsgeschichte, dann hätte ich diesen Wunsch auch in die Tat umgesetzt. Ich hätte beim ersten Date nach zwei Stunden wild mit ihm geknutscht. Aber ich glaube die Tatsache, dass ich meinem Drang, meinem Verlangen nicht nachgeben konnte, machte die Sache noch kribbeliger. Ich vermute ihm ist es ähnlich ergangen. Da hielt er mir plötzlich zwei Finger vor das Gesicht und sagte: „Küss sie“. Das brachte mich erst mal komplett aus dem Konzept und meine Unsicherheit, ob der völlig ungewohnten Situation stand mir mit Sicherheit ins Gesicht geschrieben. Er wiederholte seine Worte „Küss sie“ nicht laut aber sehr bestimmt. Huch, was war das denn nun? In meinem Kopf rasten die Gedanken. Mich in der Öffentlichkeit auf so ein Spiel einzulassen, das widerstrebte mir erst. Ich war mir bewusst, dass die anderen das auch mitbekommen würden. Mich offensichtlich in eine devote Haltung drängen lassen unter Zuschauern, außerhalb eines Spiels… Da regte sich Rebellion in mir, da ich nur spielen kann, wenn wir uns sonst auf Augenhöhe begegnen. Aber er zwang mir sein Spiel auf. Seine Dominanz, unerwartet. Während ich mit mir rang blieben seine Finger genau wo sie waren. Und er wiederholte nochmal: „Küss sie“. Dabei sah er mich intensiv an.
Seine nonverbale Botschaft war eindeutig. Es war eine Art Test. Mir wurde bewusst, dass unser Spiel enden würde, wenn ich es nicht tat. Aber ich konnte mich frei entscheiden. Wollte ich mich auf ihn einlassen. Oder umkehren. Wollte ich mich in das Abenteuer stürzen oder kneifen.. O Gott, ich wollte so sehr, dass ich mich überwand und mitten im Lokal seine ausgestreckten Finger küsste.

Dann widmeten wir uns auch wieder den anderen. Die Zeit ging wie in Flug vorüber. Wir waren mit die letzten, die nach Hause gingen. Wir umarmten uns mit Hingabe und ich spürte erneut, dass da etwas zwischen uns ist. Es war klar, dass wir uns wiedersehen würden.

Überfall in der Tür

Ich war eine Woche im Urlaub, deswegen bin ich nicht zum Schreiben gekommen. Es ist viel passiert und ich hänge noch ein wenig mit dem Aufschreiben hinterher. Aber ich werde mich bemühen, die Einträge bald nachzuliefern.

Der Österreicher scheint auch eine Konstante in meinem Sexleben zu werden. Wir haben uns mittlerweile ein zweites Mal getroffen. Wieder in seiner Wohnung. Dabei hatte er mich quasi gleich nach der Wohnungstür „überfallen“ und wir haben wild geknutscht. So wild, dass der Wäscheständer der dort stand zusammengebrochen war. Ich musste lachen. Ich mag diese Wildheit. Sie fühlt sich nach Begehren an. Danach, dass er jetzt mit mir Ficken will und nichts anderes. Der wilde Kuss im Gang machte ein wohliges Ziehen in meinem Bauch..

Wir zogen uns aus während wir knutschten. Wie natürlich wiederholte sich das, was wir bei unserem ersten Treffen auch schon gemacht hatten. Er leckte mich mit Hingabe zu einem Orgasmus, ich blies ihm einen bis er kam. Und wir hatten nach dem jeweiligen Solovergnügen noch eine Runde Sex. Er nahm mich doggy und ich half mit der Hand nach um einen Orgasmus zu bekommen. Zwischendurch liege ich unter und er auf der Decke und wir unterhalten uns. Ich mag die Zeit mit ihm. Es fühlt sich leicht und unkompliziert an. Ich kann mich fallen lassen, muss nicht mehr über Äußerlichkeiten nachdenken. Wir haben genug Gesprächsstoff zwischen dem Sex, so dass es eine Mischung aus Sex und Reden ist. Das Richtige um ein paar entspannte Stunden zu haben.

Die Kürze des Eintrags soll das Erlebnis nicht schmälern. Irgendwie habe ich das Bedürfnis, die Einträge in der richtigen Reihenfolge zu schreiben. In der Zeit des zweiten Treffens mit dem Österreicher war viel los in meinem Leben und meine Notizen waren ein wenig unzureichend. Außerdem vermischen sich die Erinnerungen im meinem Kopf mit einem weiteren Treffen, dass wir hatten. Davon werde ich dann aber wiederum ausführlicher schreiben.