Du bist zu gut. – Ich weiß. :-)

Ich sah dem Kollegen eine Weile beim Zusehen und Warten zu. Dieses Mal war ich mutiger und setzte mich auf den Rand der Matte, zog ihn zu mir her und nahm einfach seinen Schwanz in den Mund. Das war quasi der Icebreaker zwischen uns. Ab da war es deutlich entspannter. Er bremste mich relativ schnell und sagte, dass ich zu gut sei. Yeah, das ging runter wie Öl. Ich antwortete ganz cool: „Ich weiß.“ Wir lachten viel, so wie in der Arbeit. Während ich ihm einen blies, musste ich schmunzeln. Das könnte ich in der Arbeit erzählen, aber ich glaube niemand würde glauben, dass der 30 Jahre ältere Kollege und ich was miteinander hatten.

Sein Schwanz war groß, aber gut blasbar. Er ließ mich nicht sehr lange blasen. Er, Gentleman der alten Schule, wollte dass ich erstmal zu meinem Spaß komme. Fragte, ob ich Sex mit ihm wolle. Zog sich ein Gummi an und fickte mich. Ich konnte es ja gar nicht glauben, dass ich nun gerade mit dem attraktiven Kollegen vögelte, auf den ich schon vom ersten Tag an scharf gewesen bin. Völlig wurscht, dass er soviel älter war. Aber während der mich mit seinem geilen Gerät fickte kreisten meinen Gedanken immer wieder um sein Alter. Er war nun mal wirklich der älteste Mann mit dem ich bisher Sex hatte. Aber seiner Potenz war das nicht anzumerken. Der stand wie eine Eins. Und er fickte mich gut. Schaute genau, ob es mir gefällt. Fragte zwischendurch, ob das jetzt zu heftig war. Hach ja, ich mag ihn als Mensch einfach. Zwischendurch knutschten wir. Auch das fühlte sich im ersten Moment ungelenk an. Was aber nur an den vielen Gedanken in meinem Kopf lag. Ich brauche definitiv eine Wiederholung, weil einfacher für den Kopf.

Ich sagte ihm nach einer Weile, dass ich meinen Kopf nicht ausbekomme. Die Männer um uns herum waren zwar wirklich erstaunlich zurückhaltend, aber wir waren eben doch auf der großen Matte und es war viel Trubel drumherum. Ich würde ewig brauchen mich komplett fallen zu lassen. Er war ein wenig enttäuscht, glaube ich. Das ist dann manchmal die Krux, wenn man aufgehört hat Orgasmen vorzuspielen. Es wäre ein leichtes gewesen, vorzugaukeln, dass ich komme. Ich habe zig Frauen an diesem Abend Fakestöhnen hören und ganze wenige echt kommen. Der Kollege hat das nicht wirklich rausgelassen, aber ich glaube, dass er glaubte, dass es an ihm lag. Was nicht stimmte. Nur an den Umständen.

Der Abend bewegte sich zwischen wir quatschten vertraut mit einem Drink im Außenbereich und wanderten durch die Zimmer um zu gucken, ob und was los war. Ich hatte es mir irgendwie schlimmer vorstellt das HÜ-Ding. Es war mehr HÜ als GangBang, von dem her ganz okay. Ich sah so einige Frauen wirklich Spaß haben und fand es cool. Irgendwann begegnete uns Klaus wieder. Da war für mich auch noch ein Orgasmus offen. Dieses Mal wollte ich es zu Ende bringen. Dieses Mal ließ er es zu. Ich blies, er lobte mich. Er sagte brav Bescheid bevor er kam, so dass ich von Mund auf Hand wechseln konnte, aber er spritzte in so einer Monsterfontäne ab, dass ich es trotzdem in die Haare bekam. Ich lief lachend zur Dusche.

Und auch der Kollege war ja noch nicht gekommen. Er war wieder in dem großen schönen Raum und guckte zu. Ich ging zu ihm. Dieses Mal kniete ich mich einfach vor ihn hin und blies. Ich wußte, dass er auch manchmal ein wenig BDSM-mäßig unterwegs war. Hätte jemand gewollt, dass ich mich hinknie, was ja eine sehr unterwürfige Haltung ist, dann hätte ich es nicht getan. Aber bei ihm wollte ich es freiwillig. Er hat sich in dem 3/4 Jahr das wir uns kennen immer wertschätzend und auf Augenhöhe verhalten, obwohl er eine Führungsposition hat. Weil dem so ist, hatte ich Lust mich hinzuknien und ihm was gutes zu tun. Es gefiel ihm, er wurde schnell hart. Aber er wiederum wollte nicht, dass ich vor ihm knie. Er mag es nicht, wenn Frauen das müssen. Das hatte ihn in den Clubs wohl immer abgeturnt, wenn Männer das verlangt habe. Ich lachte und sagte, dass ich es sehr gerne gemacht habe für ihn und dass er sich keinen Kopf machen solle. Ich habe es ja freiwillig gemacht. Vielleicht besteht auch gar kein Zusammenhang, aber ich fühlte mich als ich wertgeschätzt in dem Moment. Als coole, wilde Frau, die er deswegen mag.

Der Kollege zog mich hoch aus der knieenden Position. Er wollte, dass ich Spaß habe. Er nahm mich mit, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen. Da es schon ein wenig später war, war es deutlich ruhiger geworden. In der Höhle in der es eigentlich zu heiß war, war niemand. Wir gingen hinein. Er prüfte erst noch, ob auch Gummis bereit standen. Dann fing er an es mir mit seiner Hand zu besorgen. Zwischendurch leckte er mich. Er wußte durchaus, was er tat. Juhu. Irgendwann half ich mit der Hand noch nach und kam dann endlich. Während ich gerade runterfuhr, zog er sich ein Gummi. Nun also war er bereit für Spaß. Er Missionar, aber es war warm und er wollte mich nicht volltropfen, dann doggy. Es war gut. Aber er kam nicht. Es wurde zu heiß. Dann bot ich an ihn fertig zu blasen. And that was easy. Er ließ es zu und kam ganz schnell. „Du bist zu gut.“ Jupp. Hihi.

Am nächsten Tag hatte er frei, während ich arbeiten musste. Das hieß aber, dass wir uns nicht sahen in der Arbeit. Das wird morgen nun der Fall sein. Ich bin sehr gespannt. Aber außer dass wir uns wissend angrinsen, wird sich nichts verändern zwischen uns. Mit mir ist sowas nie ein Problem. Ich mache Dinge nie kompliziert. Was soll sich auch ändern, nur weil wir Sex hatten…

Werden wir oder werden wir nicht ficken, Herr Kollege?

Der Kollege kam aus der Dusche wieder und wir orderten erst mal einen Drink. Da stand ich nun mit zwei Männern. Mr. Gentleman, mit dem ich schon ein paar Mal im Club war. Den ich sexuell ganz gut einschätzen konnte. Mit dem Kollegen, den ich so halbwegs gut kenne, sexuell aber so gar nicht. Die beiden begrüßten sich erst mal. Das war ja auch schräg. „Hallo, das ist mein Kollege, hallo, mit dem war ich schon im Club.“ Ich wußte gar nicht so genau, wie ich das mit den beiden nun händeln sollte. Zumal ja noch dazu kam, dass es meine erste Herrenüberschuss-Party war und ich mich damit auch erst mal noch auseinandersetzen musste. Naja, wird sich schon ergeben, irgendwie.

Da standen wir nun in unseren Club-Outfits. Der Kollege trug einfach eine schwarze Shorts und ein schwarzes Shirt. Seine Schuhe hatten den Geist aufgegeben, also war er Barfuss unterwegs. Ich Unterwäsche, ein durchsichtiges Kleidchen und Pumps. „Hi Du, hihihi, schon witzig, wir zwei hier.“ Es war doch schräger als gedacht. Aber so in der normalen Unterhaltung war sofort die Vertrautheit aus der Arbeit wieder da. Nach dem Getränk wollte er mich erst mal herumführen, so dass ich mich im Club auskenne. Er ist ja ein Gentleman, der Kollege.

Im Grunde genommen sind die Clubs sich ja alle ähnlich. Dieser hatte einen großen Außenbereich mit Pool und Wiese. Drinnen war im Erdgeschoss Bar und Essensbereich und kleinere Spielgelegenheiten ,oben dann verschiedene Räume mit unterschiedlichen Mottos und untschiedlich großen und kleinen Mattenbereichen. Es war so megaheiß an diesem Abend, dass man es in den kleineren Räumen oder Höhlen eigentlich nicht aushalten konnte. Ganz oben gab es eine riesige und wirklich schöne Spielwiese. Ich hängte mich an den Kollegen hinten dran und wir guckten, ob wir was zum Zusehen finden. Ich war ja schon vor dem Abend erstaunt gewesen, dass er sich ausgerechnet auf HÜ-Parties rumtreibt. Eigentlich hatte ich nicht gedacht, dass er der Typ ist, der da an der Matte steht und darauf wartet, dass er auch mal darf. Eher, dass er als Solo-Herr auf Paareabende geht und mit seiner Optik und seinem Charme punkten kann. Aber man lernt ja nie aus.

Auf den Matten war ein bißchen was los. Aber in den meisten Fällen standen mir zu viele Männer um eine Szene drumherum, als dass ich da hätte in Ruhe zusehen können. Es war noch früh. Der Druck der Herren war noch groß. Um die Uhrzeit bin ich immer sehr zurückhaltend. Es war alles bunt gemischt. Dicke und dünne Frauen und Männer, ältere und jüngere. Natürlich wurde ich gemustert und merkte, dass der ein oder andere Herr hoffte, dass ich mich gleich auf eine Matte begebe. Nope. Ich bin ja mit jemand Neues schon immer damit beschäftigt, mich auf denjenigen einzulassen. Zumal ich ja noch gar nicht wußte, ob der Kollege und ich würden. Und dann kreisten auch noch lauter Gedanken in meinem Kopf: „Hmm, kann man auf einer HÜ-Party einfach nur mit einem. So ist das ja gar nicht gedacht. Natürlich macht man nur das, was einem gefällt, aber dann hätte man sich ja auch eine andere Location suchen können“. Mein Kopf ratterte.

Irgendwann trafen wir beim Herumstreunern einen Mann, den der Kollege offensichtlich von seinen vorangangenen Besuchen schon kannte. Der war wirklich nett und deutlich intellektueller als der Durchschnitt im Club. So ergab sich mitten im Gang ein cooles Gespräch. Also kannte ich nun einen dritten Mann. Mr. Gentleman streunerte uns auch hinterher.

Ich hätte Lust gehabt dem Kollegen einen zu blasen. Etwas, was ich kann und meinen Kopf nicht beschäftigt. Aber ich wußte nicht, wie ich es sagen sollte. Ich bin anfangs ja immer schüchtern. Der Kollege fragte mich irgendwann, worauf ich Lust habe. Ich hatte keine Ahnung und sagte genau das. Was eben an der HÜ-Party lag. Ich hatte mich noch nicht akklimatisiert. Und dass mir das Alter des Kollegen bewußt wurde und ich gar nicht wußte, wie es so um seine Potenz bestellt ist. Ich will ihn ja auch nicht in Verlegenheit bringen. Ich weiß gar nicht, ob er überhaupt noch fickt. Oder ob er nur guckt. Lauter offene Fragen in meinem Kopf. Also bot ich den Blowjob erstmal nicht an.

Während ich noch mit dem Mann quatschte, den er mir vorstellt hatte, war der Kollege weitergezogen. Wir fanden ihn nach einer Weile nackt einer großen Matte stehen. Dort war eine junge Frau mit verschiedenen Männern beschäftigt. Keine Professionelle, sondern sie hatte offensichtlich an dem Motto des Abends einfach Spaß. Sie war der Boss und Herr der Lage. Sie hatte einen Mann dabei, der auf sie aufpasste. Sie suchte sich die Männer aus und ließ sich ficken. Das war mir insofern sympathisch, weil es sehr authentisch war. Während ich mir die Szene ansah, konnte ich einen Blick auf den Schwanz des Kollegen erhaschen. Er stand nebendran und sah einfach zu. Ja, die Natur hat es ganz gut mit ihm gemeint. Er gehört wohl zu den Männern, denen ich unterstellen würde, dass ein Teil des mit sich im Reinen sein daher kommt, dass er weiß er kann es einer Frau einfach besorgen. Er muss da jedenfalls nix kompensieren.

Ich war gespannt, ob er zum Zug kommen würde. Allerdings verunsicherte es mich auch wieder ein klein wenig, da er ja versuchte woanders mitzumachen. Der Kollege hatte mich vorher einfach mal in den Arm genommen. Vermutlich wollte er das Eis brechen. Aber ich war noch so nicht so weit. Ich muss nach sowas immer über mich selbst lachen. Aber ich brauche da echt immer. Vermutlich war er nun auch unsicher, wie er mein Verhalten deuten sollte. Deswegen ließ er mich erstmal in Ruhe und zog alleine los.

Nachdem ich mir eine ganze Weile Sex angesehen habe, blieb es nicht aus, dass ich so langsam auch Lust bekam aktiv zu werden. Ich setzte mich an den Rand einer größeren Matte und bot dem Bekannten des Kollegen, ich nenne ihn der Einfachheithalber mal Klaus, einen Blowjob an. Weil mir danach war. Weil es mir bei ihm leichter fiel. Weil der Kollege eh gerade irgendwo abgeblieben war. Weil ich Klaus cool fand. Er stand vor mir. Ausstattung konnte sich auch wirklich sehen lassen. Ich blies, schloss die Augen und konzentrierte mich nur noch auf den Blowjob. Keine Ahnung, ob der Kollege sah, was ich tat oder nicht. Klaus genoss das eine ganze Weile, wollte dann aber Sex haben. Wir wollten uns ein abgeschiedeneres Plätzchen suchen, was aber gar nicht so einfach war. Fanden am Ende einen relativ kleinen Raum, wo man nur von einer Seite an die Matte heran kam. Allerdings war es darin dann ziemlich heiß und Sex eine schwitzige Angelegenheit. Es war gut, aber ich wußte, dass ich so schnell nicht kommen würde. Der Kopf war nicht frei. Ich hoffe, dass er zum Orgasmus kommen würde, aber er wollte sich wie ich im Nachhinein verstand seinen Orgasmus noch aufheben. (Die älteren Herren können nicht mehr so oft, müssen es sich einteilen) Mr Gentleman versuchte zwischendurch noch mitzumachen, das war mir allerdings zu viel und er ging von selbst wieder. Irgendwann wechselten wir wieder von Sex zu Blowjob… Der Kollege kam im Raum vorbei. Ich winkte ihn her. Ich glaube, dass er es nicht kapiert hat und so ging er wieder. Klaus merkte, dass ich nicht mehr bei der Sache war, so dass wir irgendwann aufhörten und wieder weiterzogen. Wir fanden den Kollegen wieder. Er stand wieder nackt vor einer Matte und wartete auf seine Gelegenheit. Ich war gespannt, ob er sie bekam…

Es ist kompliziert…

Der August naht und ich habe deutlich weniger Termine als sonst. Vielleicht gelingt es mir ja wirklich mich an die Buchversion zu setzen. Der Vorsatz steht. Und ich bin jedenfalls mal wieder deutlich produktiver, was Texte schreiben angeht, als die vergangenen Wochen.

Ich bin nun seit sechs Jahren Single. Sechs Jahre ohne die Verpflichtungen und Kompromisse die man mit einer Beziehung eingeht. Zumindest würde ich das in einem ersten Impuls so glauben. Ich gehe ja in meinen Affären irgendwie auch Kompromisse ein. Manchmal hinsichtlich der Kommunikation, manchmal wegen der Zeit, die man gemeinsam verbringt. Warum denke ich darüber nach?

Ich hatte vor einer ganzen Weile aus einem Gefühl heraus auf meinem Joy-Profil einen Text verfasst, der die Überschrift trägt „Ich wäre mal wieder für etwas Beständiges bereit“. Also eine Beziehung (wie auch immer geartet, nur nicht monogam). Mit gegenseitigen Freiheiten, Offenheit, aber doch als Team zusammen – grob zusammengefasst. Jedenfalls schrieb mich vor einer Weile ein Mann an, ziemlich explizit auf diesen Text hin. Er hätte ihm gefallen, daran sei er interessiert. Es brauchte eine Weile bis wir uns wirklich getroffen habe. Er war hartnäckig geblieben, zeigte Interesse. Am Anfang war ich skeptisch, weil er mich immer auf seine Terrasse einlud. Ich mache eigentlich nie erste Dates, die nicht auf neutralem Boden sind. Wir einigten uns darauf, dass ich bei ihm vorbei komme und wir dann in seinem Ort etwas trinken gehen würden. Das war akzeptabel für mich. Also doch neutraler Boden.

Er hatte mich vor dem Date schon gelöchert, wie dass denn mit meinen aktuellen Affären so sei. Wieviele es gäbe? Wie das Verhältnis zu Mr. Bondage sich so gestaltet? Mich hatte schon lange nicht mehr jemand dazu gebracht darüber nachzudenken, ob und vor allem wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Und beim drüber Nachdenken und mir Vorstellen habe ich schnell gemerkt, dass ich es mir schon auch sehr gemütlich eingerichtet habe in meiner Singlewelt. Ein wenig wie die alten schrulligen Singles, die nicht mehr vermittelbar sind, weil sie sich schon so viele schräge Eigenheiten angewöhnt haben zwischenzeitlich.

Wir trafen uns. Ich finde er ist ein interessanter Mensch und ich will mich gerne mit ihm beschäftigen. Er ist um die 50 Jahre alt, aber jung geblieben, was man zwar seinen grauen Haaren nicht unbedingt ansieht. Ein attraktiver Mann. Ich nenne ihn Mr. Beziehung. Er wohnt in etwa 70 Kilometer von mir weg. Um mal so die harten Fakten abzuklappern. Er kommt aus bisher ausschließlich monogamen Beziehungen und ist auch eher der Beziehungs- als der Wildrumvögel-Typ. Aber er ist wirklich interessiert daran, wie ich mein Leben lebe. Er sagte, dass er mir das Freiheiten zugestehen glaubt. Dass ich den Eindruck vermittle, es ernst zu meinen mit dem wie ich leben will. Da liegt er sehr richtig.

Aber schon an diesem Punkt war spürbar, dass wir aus zwei ganz verschiedenen Richtungen kommen. Er klopfte schon beim Kennenlernen ziemlich genau ab, wie ich mir was vorstelle. Also wen es da sonst noch gibt. Wie das funktionieren soll mit den anderen. Das fühlte sich für mich nach der falschen Reihenfolge an. Vielleicht würde es zwischen uns eh nicht fliegen, dachte ich. Also ich war eher so, ach lass uns mal sehen, ob sich Gefühle entwickeln, dann verhandeln wir darüber, wie und mit welchen Bedingungen sich eine Beziehung entwickelt. Er wollte gefühlt vorher genau wissen, worauf er sich einlassen würde im Falle des Falles. Noch bevor er überhaupt herausgefunden hat, ob ich nicht vielleicht eh doof und nicht sein Typ bin.

Aber das brachte mich natürlich auch unfreiwillig dazu darüber nachzudenken, wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Puhh. Was ich sicher weiß, meine Freundschaft zu Mr Bondage ist nicht verhandelbar. Sonstige Affären: Müssen ja nicht. Keine Clubbesuche mehr, fänd ich eher schwierig. Die Frage, die in meinem Kopf die meisten Zweifel auslöste, ob ich denn für eine Beziehung wirklich bereit wäre war, dass ich in nächster Zeit vermutlich die Möglichkeit habe mit jemandem spontan zu verreisen. Ich habe das Gefühl, das wäre für eine potentielle Beziehung deutlich weniger wahrscheinlich, dass man sich das zugesteht, als mit jemandem Sex zu haben. Ich genieße es schon sehr dahingehend unabhängig zu sein und so spontane Dinge tun zu können. Das ist sehr schräg. Ich weiß.

Unabhängig davon lagen wir bei ziemlich vielen Themen auf einer Wellenlänge. Es war ein schönes anregendes Gespräch. Mit Wiederholungs-Garantie. Am Ende küssten wir uns noch auf seinem Balkon. Es war schön. Auch wenn er küsst, wie Männer seiner Generation küssen. Zumindest ist das meine Erkenntnis nach jetzt doch so ein paar Männern, die ich im Laufe der Zeit geküsst habe. Gilt nie für alle. Aber überwiegend küssen die Männer seiner Generation eher zu fordernd, zu viel Zunge, zu viel gleich aufs ganze gehend, zu wenig Gefühl

Wir trafen uns ein paar Tage später ein weiteres Mal. Zwischendurch fragte er immer, was ich sexuell so angestellt hatte. Das schien ihn zu beschäftigen und mich irritierte es. Ich war ihm ja keine Rechenschaft schuldig. Wir hatten uns erst einmal gesehen. Aber wenn er mich fragt, dann beantworte ich seine Fragen auch. Bevor wir uns wiedersahen, fragte ich ihn, ob ich ihn an diesem Abend so küssen dürfe, wie es mir gefällt. Er war vermutlich irritiert, aber stimmte zu. Ich erklärte mich auch gar nicht näher. Das ich das ausgesprochen hatte war auch für mich selbst ein Zeichen, dass er mir wichtig war.

Auch der zweite Abend war schön. Ich musste auch dieses Mal wieder heimfahren, weil ich arbeiten musste am nächsten Tag, so dass wir nicht unendlich viel Zeit hatten. Wir gingen wieder essen und redeten viel. Dann landeten wir auf seiner Couch. Ich hatte meine Tage immer noch leicht. Das war sehr nervig, weil ich sie in letzter Zeit immer über einen relativ langen Zeitraum habe. Es war nicht richtig arg, aber so dass ich es zumindest thematisiert haben wollte und ihm auch sagte. Wenn man sich besser kennt, dann ist das kein Problem. Aber so beim ersten Mal sind es denkbar ungünstige Startvoraussetzungen. Da hilft auch alles beteuern des Mannes nichts, dass er es nicht schlimm findet. Ich fühle mich dann einfach eingeschränkt. Aber wir begannen zu knutschen und ihn trieb natürlich meine unterschwellige Kritik an seinem Knutschen um. Aber er nahm es mit Humor und sagte, dass ich frech sei. Und dann durfte ich ihn so küssen, wie ich es mag. Verspielter. Langsamer. Es war schön. Ich glaube es gefiel ihm auch. Bevor es ernst wurde verzog ich mich mal kurz ins Bad um die aktuelle Periodensituation abzuchecken. Unproblematisch. Ich zog es vor gleich nur noch im Höschen wiederzukommen.

Aber meine Tage sorgten dafür, dass ich lieber gab als nahm, an diesem Abend. Was ihn ein wenig quälte, weil er auch lieber gibt. Die Kopfmenschen halt. Erst mal geben, da muss man den eigenen Kopf nicht aus bekommen. Aber ich schaffte es ihm einen Orgasmus zu blasen, was ihm seiner Aussage nach noch nicht oft passiert ist. Yeah. (innerlicher Eckfahnenjubel an dieser Stelle). Mein Kopf wollte sich an dem Abend nicht fallen lassen. Für mich überhaupt nicht weiter wild. Das habe ich meistens, wenn ich mit jemandem was anfange, den ich noch nicht gut kenne. Ich bin ja eher mehr so der Typ für Two-night-Stands 🙂 Ich machte es mir mit seiner Unterstützung selbst. Yeah gekommen.

Eigentlich alles palletti. Soweit. Aber er kennt meinen Blog. Und fragte gleich am nächsten Tag, ob ich denn schon gebloggt habe. Nein, weil ich an dem Tag keine Zeit und Muße gehabt habe. Woraufhin er nachschob: „Nicht Blogwürdig?“ Das war zwar als Witz gemeint, aber ich spüre, dass ein Funken Ernst drunter liegt. Das Vergleichen, Nachlesen. Ich weiß gar nicht, ob das jemals funktionieren kann. Vielleicht kann ich so lange ich blogge keine Beziehung haben. Weil es ist ein Teil von mir, den zu verschweigen ich krass fände, aber mit dem Blog wird das gefühlt auch echt nicht möglich sein. Wir zofften dann auch gleich noch ein klein wenig, da ich das letzte Cluberlebnis gleich gebloggt hatte (noch vor seinem Eintrag jetzt)

Ich bin in den Club losgezogen, an einem Abend an dem er mir gesagt hat, dass er auf eine Party geht. Da dachte ich: Okay, er ist beschäftigt, dann gucke ich mal, was ich anstelle. Ich hatte ihn zuerst gefragt, wie er denn seinen Abend geplant hat. Er warf mir am nächsten Tag vor, dass ich ihn nicht gefragt hatte, ob er mit mir in den Club gehen will. What?? Warum sollte ich das denn fragen, nachdem er mir gesagt hat, dass er schon was vorhat. Das ist mir irgendwie zu hoch. Solche Diskussionen kenne ich sonst nur mit Frauen. Er hatte mit keiner Silbe angedeutet, dass er sich auch etwas anderes hätte vorstellen können. Oh Mann. Keine Ahnung, ob und wo das noch hinführt mit uns zwei. Wir haben uns auch seitdem nicht mehr gesehen.

Vielleicht haben wir doch ein paar Missverständnisse in unserer Kommunikation. Vielleicht will er sich der Freiheitsliebenden Frau nicht aufdrängen und ich denk mir, dass er schon sagen muss, wenn er etwas will. Mal sehen, wie das noch weitergeht.

Der junge Mann und seine Potenz

Ich sitze im McCafe. Spätes Frühstück den Kaffee vor mir. Die selben Klamotten an, die ich gestern früh aus dem Schrank geholt habe. Frisch sind sie nicht mehr, den Geruch von einem aufregenden Tag an sich. Ein wenig vollgeschwitzt. Aber es macht mir gar nichts aus, im Gegenteil, ich feiere es voll. Bißchen wie in der Jugendzeit, als man bis in die Puppen ausgegangen ist, nur jetzt mit weniger Schlafdefizit, weil es schwerer zu kompensieren wird. Das Rockstar-Feeling des kleinen Mannes und ich genieße es in vollen Zügen 🙂

Gestern habe ich nach einem Date gesucht. Ich hatte keinen Sex im Sinn. Hatte kurzfristig den ganzen Tag frei und war in Ausflugslaune. Stellte ein Date ein, in dem ich genau das suchte. Keinen Sex, einfach nur jemand, der auch nicht allein etwas unternehmen möchte. Ein Mann bot mir an, dass ich in seine Gegend kommen könne. Wir würden dort eine Sportveranstaltung besuchen und konnten das mit ein paar Sehenswürdigkeiten verknüpfen. Ich war lange nicht mehr dort gewesen, also fand ich den Vorschlag sehr attraktiv. Es war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Sport gucken, jemand der mir seine Umgebung zeigt. Perfekt. Ich sagte zu, sprang aus dem Bett. Sein Profil verhieß einen offenen Mann, der sich für Menschen interessiert. Ich las weder Vorlieben, noch sonstige Eckdaten. Ich zog mich an, packte eine Handtasche und los ging es.

Wir einigten uns darauf, dass ich erst bei ihm vorbeischaue, damit wir dann in einem Auto weiterfahren konnten. Er wohnte in einem kleinen Dorf in der bayerischen Provinz. Kam mir bekannt vor, könnte ich aber nicht mehr leben. In so einem Dorf, wo die ganze Straße weiß, dass er Damenbesuch hat. Ich musste sehr schmunzeln. Immerhin schien ihm das wenig auszumachen. Und das ist mir ja als Grundeinstellung schon mal sehr sympathisch.

Da stand er schon. Sportlicher Typ und jung. Hupsi. Mitte 20. Aber es ging ja nicht um Sex. Und begrüßte mich im breitesten Bayerisch. Oh yeah. Ich war wirklich auf dem Land gelandet. Ich kenne das ja nur zu gut. Es war auch kein Problem für mich ihn zu verstehen. Ich könnte ja auch im Dialekt sprechen, aber ich bin irgendwann in meinem Leben in die Großstadt abgetaucht und packe den Dialekt nur aus, wenn ich meine Oma besuche. Ich kann nicht verhehlen, dass ich schwanke zwischen Bewunderung, wenn Menschen es sich im Dorf eingerichtet habe und es genießen dort zu leben und zu ihrem Dialekt und allem stehen, es aber manchmal auch sehr provinziell zu finden. Aber das hatte nichts mit ihm zu tun.

Wir gingen erst mal in den Nachbarort Essen. Gut bürgerlich. Er war medium gesprächig. Das führte automatisch zur Rollenverteilung, dass ich die Quasselstrippe aus der Stadt war und er mir eher zuhörte. Er erzählte schon was, aber eine richtige Laberbacke war er jetzt nicht. Aber man konnte sich gleich wohlfühlen mit ihm, auch wenn ich nie so ganz dahinter stieg, wie er mich wohl so findet. Aber Hauptsache der Tag war cool.

Wir liefen ganz schön viel. Das mag ich ja, aber ich hatte mir eher so Stadtklamotten als auf den Berg rauf Klamotten angezogen. Mir lief die Soße. Ich lachte drüber, dass er selber Schuld ist, wenn ich am Ende einfach nur durchgeschwitzt aussehe. Aber eigentlich war es ihm wahrscheinlich wurscht. Wir liefen, kehrten ein, liefen, genossen den Ausblick, unterhielten uns. Irgendwann bot er an, dass ich durchaus noch mit zu ihm kommen könne. Huch, mutig, dachte ich. Aber keine Ahnung, ob er dabei einen Hintergedanken hegte. Wir hatten uns über eine Sexplattform verabredet, also unterhielten wir uns auch immer mal wieder über das Thema, auch wenn wir beide uns nicht in die Karten blicken lassen wollten, ob wir Lust auf den jeweils anderen hatten.

Beim Abendessen kamen wir irgendwie auf das Thema Alter und ich stellte fest, dass er erst 27 war. Damit hatte ich gegen meine eigene Dating-Regel verstoßen. Ich wollte eigentlich keine Männer unter 30 daten, weil meine Erfahrung bisher ist, dass die noch so im Saft stehen, dass sie erst mal mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Aber es ging ja nicht um Sex. Und er vermittelte mir das Gefühl, dass es auch wirklich okay gewesen wäre, einfach den Tag miteinander zu verbringen.

Aber ich hatte Lust auf ihn bekommen. Allerdings würde die Herausforderung werden, dass er auch eher zurückhaltend ist, so dass ich keine Vorstellung hatte, wer von uns zwei wohl die Initiative übernehmen würde. Aber mal sehen.

Wir fuhren zu ihm. Wirklich schöne kleine Wohnung. Sehr ordentlich. Vor Allem für einen Männer Single-Haushalt. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich machte es mir auf seinem Sofa bequem. Und stellte beim drüber nachdenken gleich mal fest, dass ich weder frisch rasiert, noch zusammenpassende (und auch nicht besonders sexy, aber immerhin okaye) Unterwäsche anhatte. Na dann soll es wohl so sein, dass es sich ergibt, wenn man es nicht plant. Also falls was passiert… . Wir saßen auch eine Ewigkeit auf dem Sofa und quatschen bevor wir uns dem Thema näherten. Wie so Teenagers. Ich dachte eigentlich das hört irgendwann auf, aber ich habe immernoch nicht die Sicherheit es einfach drauf anzulegen. (Das wenn ich mal noch ablegen könnte). Deswegen date ich wohl zur Zeit vorwiegend ältere Männer, weil die dann meist die Situation einfach in die Hand nehmen. Wenn ich die ältere (und offensichtlich erfahrener) bin, dann habe ich immer das Gefühl die Initiative übernehmen zu müssen und das macht es dann manchmal schwierig, weil es mich zwingt mich aus meiner Komfort-Zone hinaus zu bewegen.

Es fing an mit „ich wärme meine Füße an ihm“ . Der erste schüchterne Körperkontakt. Dann kitzeln, Nacken kraulen. Lachen. Hinkuschlen. Knutschen. Jaaaaaa. Knutschen ist Lebenselexier. Balsam, wenn ich mich einsam fühle. Er konnte küssen. Juhu. Alle meine Vorurteile widerlegend. Hätte ich sein Alter vorher bewusst wahrgenommen und gewußt, dass er der Typ Amateur-Fußballer ist, dann hätte ich ihn vermutlich nie getroffen. Aber gut, dass ich das eben nicht vorher wußte.

Knutschen lief schon mal. Guter Küsser. Er passt nicht in das eigennützige (ein klein wenig arrogante) Fußballer-Klischee, das ich in meinem Kopf hatte. Er war eher immer darauf bedacht, dass ich mich wohlfühle. Er küsste meinen Hals und ich sagte lachend, dass er selbst Schuld wäre, wenn es nun salzig schmeckt, da er mich schließlich den Berg hinauf gejagt hatte. Es machte ihm nichts aus, aber er bot eine gemeinsame Dusche an. Guter Plan. Noch dazu konnte ich mich dann einfach selbst aus meinen durchgeschwitzten Klamotten schälen. Trotzdem er ziemlich sportlich und schlank war, kam ich mir eigentlich nicht blöd vor nackt vor ihm zu stehen. Die Stimmung war sehr entspannt zwischen uns. Er zog sich aus und stand mal gleich mit der Mega-Latte vor mir. Ich grinste: das Alter.. Hahaha.

Duschen, einseifen, wohlfühlen. Die Latte sprang mich einfach so an, dass ich mich in der Dusche vor ihn kniete und schon mal ein wenig blies. So zum Antesten. Ich kann in der Position nie besonders lange. Es war mehr so ein anteasern für später. Er war ein guter Gastgeber, hatte mir ein Handtuch rausgelegt. In frischgeduscht fühlte ich mich gleich viel wohler. Er bekam mich damit auch ungeschminkt und pur. Wenn ihn das nicht schreckte, dann war alles okay.

Ich wickelte mich in das riesige Handtuch, machte mir noch einen Turban auf den Kopf mit einem zweiten Handtuch und ging wieder Richtung Couch. Er kam nach, Latte unverändert. Na warte, dachte ich mir und kniete mich vor ihn. Ich hatte ihm vorher noch gesagt, dass ich das ganz gut können würde. Damit hatte ich ja mal die Messlatte hochgehängt. Das galt es nun zu beweisen. Ich tat es mit Hingabe wie immer. Er machte keine Regung. Es war überhaupt nicht zu lesen, ob er sich gerade völlig langweilte oder es genoss. Aber ich ließ mich nicht abbringen, vertraute auf das was ich kann. Irgendwann sagte er, dass es sehr geil wäre. Dann zog er mich hoch. Und ging voraus zu einem Stuhl. Ich grinste. Er konnte im Stehen nicht kommen. Als er saß ging ich nochmal zu Couch und holte mir ein Kissen. Ich wollte es ja bequem haben beim Blasen. Er grinste und sagte: „Voll der Profi. „- „Ja, Erfahrung halt“, entgegnete ich.

Dann kniete ich mich auf dem Kissen zwischen seine Beine und machte weiter, wo ich vorher aufgehört hatte. Er genoss es. Diesesmal leise wahrnehmbar. Er fragte: „Soll ich Bescheid sagen, wenn ich komme?“ Sehr anständig der Mann. Für ihn gebiete das die Höflichkeit es vorher abzuklären. Pluspunkt gesammelt. Ich hätte ihn eh sonst noch darauf hingewiesen. Aber ich sagte nun, dass er einfach genießen solle, ich würde es dann ausspucken. So romantic, ich weiß.

Ich kniete vor ihm und genoß es, es ihm zu besorgen. Leckte, saugte, massiert mit meiner Zunge seinen Schwanz. Mit dem gewünschten Erfolg. Er kam. Und es hatte ihm gefallen.

Nach einer kurzen technischen Pause sagte er, dass ich mich auf das Sofa legen sollte. Er wollte sich nun revanchieren. Juhu. Ich war gespannt. Wegen meiner letzten Erfahrung mit einem deutlich jüngeren Mann hatte ich keine Erwartungen. Eher so ein klein wenig die Befürchtung, dass die Kombination, Landei und jung zu viel unqualifiziertem Rumdrücken führen würde. Andererseits hatte er mich ja schon ein paar Mal überrascht. Und dann fing er an meinen Körper zu erkunden. Und es fühlte sich nicht unqualifiziert an, im Gegenteil. Er wußte was er tat. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass er die Geduld hatte, weil es nun mal eben ein wenig dauert bis mein Kopf mitspielt. Was genau er machte, weiß ich gar nicht. Ungewohnte Technik, aber sie fühlte sich gut an. Er wechselte zwischen Lecken und Fingern und beides gleichzeitig ab. Mein Kopf ließ sich nach und nach ausschalten und ich merkte, dass ich kommen würde. Juhuu.. Dann lag ich da, Orgasmuserschöpft, rollte mich unter seiner Decke ein und wollte chillen. Da stand er neben mir, mit schon wieder einer Monsterlatte, die mich erwartungsfroh ansprang und hielt grinsend ein Kondom in der Hand.. Alter, diese jungen Typen, grinste ich. Jetzt kann der schon wieder.

„Lass uns ins Bett wechseln“, schlug er vor. Bett klang bequemer als Couch, von demher guter Vorschlag. Ich machte es mir in seinem Bett bequem (das bemerkenswerterweise gemacht war) und bevor ich drüber nachdenken konnte, ob ich überhaupt schon für die nächste Runde bereit bin, zog er sich den Gummi über und war startklar. Okay dann mal los, dachte ich. Ich würde wohl nicht kommen, aber man weiß ja nie. Und eigentlich ja auch ganz nett sich mal wieder von so einem jungen sportlichen Typen ficken zu lassen. Erst missionar und dann doggy und er machte das wirklich gut. Würde ich öfter nehmen. In der Tat ging es schneller, als dass ich eine Chance gehabt hätte zu kommen, aber das war nicht weiter wild. Er kam hörbar und hatte Spaß. Alles gut.

Ich lieh mir noch ein T-Shirt und eine Zahnbürste und schlief neben ihm ein. Eigentlich braucht man ja nicht viel um sich wohlzufühlen. Ich bereute nur kurz als ich in mein getragenes Höschen zurückkletterte, dass ich keine Wechselunterwäsche dabei hatte, aber ansonsten genoss ich jede Sekunde des spontanen Abenteuers. Einziges Manko, er hatte keinen Kaffee im Haus.

Nicht erwischen lassen…

Hatte ich schon erzählt, dass ich eine Wohnung besichtig habe? Nein. Mal gucken, was daraus wird. Hätte schon Lust auf was eigenes. Drückt mir also die Daumen 🙂

An einem der letzten Wochenenden war ich zum zweiten Mal auf einem Barcamp. Diesmal das LitCamp in Heidelberg. Das ist Barcamp, das sich komplett um Literatur dreht. Da bin ich zwar ein bißchen, wie ein Alien, weil ich ja eigentlich noch nichts mit Literatur am Hut habe. Aber so ein wenig geistert die Buchgeschicht immernoch im meinem Hinterkopf herum. Alle Klischees, die ich so über Buchmenschen hatte, konnte das Barcamp allerdings nicht ausräumen. Der Frauenanteil war sehr hoch. Wenn ich ein Bild im Kopf brauche von einer Filterbubble, dann muss ich einfach nur an das Barcamp denken. Die finden sich da gegenseitig alle gut und sind nett zueinander. Mit einem Sexblog ist man da jetzt eher unüblich. Nichtsdestotrotz habe ich drei Sessions auch zum Thema Sex besucht, die jemand angeboten hat. In einer ging es darum, dass in Romanen Verhütung eigentlich nie thematisiert wird. Dann hatte ich eine Session zum Thema Polyamorie. Da waren ein paar Teilnehmer dabei, die auch eher unklassische Beziehungsvarianten bevorzugen und spät Abends gab es noch eine Runde in der Teilnehmer Fragen zum Thema Sex stellen konnten. Nichts davon hatte ich angeboten. Denn trotzdem ich viel ausprobiert habe im Bereich Sex, finde ich nicht, dass ich irgendwie ein Experte bin. Das ist eh so ein bißchen mein Barcamp-Problem, dass ich immer das Gefühl habe, kein Fachgebiet zu haben, zu dem ich eine Session anbieten würde. Kann alles ein bißchen, aber nichts gescheit. Ich habe mich dieses Wochenende nur sehr theoretisch mit Sex befasst.

Bisher hatte ich Sex aus meinem Ehrenamt rausgehalten. War mir zu heikel. Never fuck the company. Galt auch für mein ehrenamtliches Engagement. Und so im seriösen (politischen) Kontext unterhält man sich auch nicht über Liebe, Sex und Gedöns. Bis ich bei einem meiner Kollegen auf einer Klausur-Tagung gesehen habe, dass er einen Ring mit BDSM-Logo trägt. Vielleicht habe ich ein wenig selektive Wahrnehmung zur Zeit, denn bei einem Arbeitskollegen hatte ich das auch auf einer Uhr entdeckt. Oder Menschen tragen mittlerweile viel offener eindeutige Zeichen und warten darauf, dass man sich drauf anspricht, wenn man denn eingeweiht ist.

In der Arbeit finde ich es viel entspannter, seit ich weiß, dass es dort auch einen Kollegen gibt, der sich auf der dunklen Seite herumtreibt. Wenn ich mal Redebedarf habe kann ich einfach vorbei gehen und fragen, wo er sich am Wochenende mit seiner Partnerin herum getrieben hat.

Bei beiden Kollegen, sowohl bei dem in der Arbeit, als auch im Ehrenamt hat es mich nur den Mut gekostet, eine Email zu schreiben und zu fragen, ob das Zeichen, das er trägt so beabsichtigt ist. Ich musste und habe mich auch aus der Deckung gewagt, denn damit war klar, dass ich Ahnung von dem Thema habe. Aber bei beiden sagte mir mein Bauchgefühl, dass ich richtig liegen würde. Ich habe in der Firma auch noch eine Kollegin, die trägt eine Halskette mit einer Triskele, bei ihr würde ich mich aber niemals trauen zu fragen, ob das keltisch oder BDSMisch gemeint ist. Ich spreche also auch nicht jeden an, sondern nur wenn ich das Gefühl habe, dass der Mensch auch in das Bild passt.

Zurück zum Ehrenamt und dem Kollegen. Wir fingen an uns zu schreiben und uns auszutauschen. Wir mochten uns immer schon ganz gerne. Aus schreiben wurde flirten. Und irgendwann ließ er durchblicken, dass er mich eigentlich auch ganz niedlich findet. Eines Nachmittags vor einer Sitzung schrieben wir ziemlich intensiv. Es wurde erstaunlich schnell explizit und klar, dass wir uns beide eine Affäre vorstellen können. Problem. Er war vergeben und ich habe keine Lust auf Verwicklungen, wegen der Rollen in unseren Ehrenämtern. Dabei habe ich nämlich mehr zu verlieren… Hochschlafen… Nichtsdestrotrotz war beim Hin und Her schreiben klar, dass wir ziemlich Lust aufeinander haben würden. Um so spannender, wenn es alle anderen Beteiligten nicht mitbekommen sollen.

Wir malten uns vor der Sitzung aus, wie es sein würde, wenn wir uns während der Sitzung verdrücken und heimlich knutschen würden. Es kribbelt ziemlich, ich denke auch bei ihm. Dann Sitzung. Mit den Beteiligten quatschen, mit denen man immer so quatscht. Einen auf alles wie immer machen. Ich gab mir Mühe ihn nicht dauern anzugrinsen. Aber trotzdem warfen wir uns Blicke zu und grinsten uns an. Die Sitzung lief, wir schrieben uns weiter Nachrichten. Wir wollten beide. Ich malte mir die ganze Zeit aus, wie er wohl küssen würde.

Am Tagungsort war Abends nicht mehr viel los. Die Büros waren um die Uhrzeit nicht mehr besetzt. Also beschlossen wir, dass wir uns einen Stock tiefer auf der Damentoilette treffen würde. Eigentlich sollte da niemand hinkommen. Wir müssten uns nur zur selben Zeit aus der Sitzung davon stehlen. Die Stzungrunde war zumindest so groß, dass es nicht gleich auffallen sollte. Wir würden nicht sehr lange Zeit haben.

Er war zuerst da. Mein Herz pochte ziemlich. Auf dem Weg dorthin ging mir wieder durch den Kopf, ob es denn eine gute Idee sei. Ob ich damit nicht eine Linie überschritt. Aber ich wollte es. Hoffentlich würde uns keiner erwischen. Wenn man weiß worauf es hinaus laufen soll, aber beide nervös sind… Hoffentlich kann er küssen. Wir standen uns gegenüber. Schon allein, dass wir uns anfassten, war neu. Da steht man nun voreinander, hat sich wildesten WhatsApp geschrieben und ist doch erst mal schüchtern. Nicht wie im Film, so mit gleich abknutschen. Sondern erstmal so: Grins.. Hi… Hihihi… Äh und jetzt? Dann nahm er meinen Kopf zwischen seine Hände und küsste mich. Oh fuck. Er küsste sensationell. Die Knie werden weich, die Welt bleibt stehen. Mehr. Nicht aufhören. Dann der Griff in die Haare. Rrrr. Er hätte alles in diesem Moment kriegen können.

Ich hätte Lust ihm mehr zu geben. Also kniete ich mich vor ihn hin. Scheiß egal, dass wir in der Kabine einer Damentoilette standen. Ich hatte Lust auf einen Blowjob. Er öffnete seine Hose und ich machte mich über seinen Schwanz her. Ich hoffte, dass er ihn genießen können würde, so mit dem ganzen Drumherum… Ich versuchte ihn zu erfühlen, zu verstehen, wie er tickt. Mit viel Hingabe. Er genoß es, stöhnte immer wieder leise. Sagte, dass ich das sehr können würde. (hehehe). Es dauerte doch ein paar Minuten. Aber dann kam er. Mangels Alternativen in meinen Mund. Ich grinste, stand auf, spuckte alles in die Toilette und ging dann aus der Kabine zum Waschbecken um mir den Mund auszuspülen.

Er bedankte sich, wir küssten uns nochmal und machten uns dann getrennt von einander auf den Weg zurück. Wir waren vielleicht 10 Minuten weggewesen. Hoffentlich ahnt niemand was. Ich kam zu erst wieder. Er kurz danach. Jedenfalls war die Chemie zwischen uns so gut, dass das mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen ist.

So verboten. So aufregend. Auf was habe ich mich da nur wieder eingelassen…

Die Riesenkugel stellt mich vor ein Problem…

Nach dem Clubbesuch mit Mr. Workaholic, der zwar auch erhellend, aber in mancher Hinsicht auch unbefriedigend war, verabredete ich mich mit einem Mann, den ich zum ersten Mal in der Silvesternacht im Club gesehen hatte. Ich hatte ihm beim Spielen mit seiner Begleiterin zugesehen. Es ist leicht ihn im Gedächtnis zu behalten, weil er unübersehbar ein ziemlich mächtiges Piercing an seinem besten Stück trägt. Er hatte an dem Abend schon Interesse signalisiert, ich war seinen Lockversuchen auf die Matte aber nicht gefolgt. Einfach auch, weil ich keine Lust hatte, mich damit auseinanderzusetzen, in welchen Verhältnis er und seine Partnerin stehen. Am Ende des  Abends hatte er mir kurz bevor er gegangen war, noch meinen Nick von der Rirarammelseite entlockt. So dass es nicht verwunderlich war, dass nur wenig später eine Mail von ihm in meinem Postfach landete.

Und siehe da, er hatte mich auch vor dem Abend im Club schon mal angeschrieben. Das spricht dafür, dass er auch mein Profil ansprechend findet. Was ich dann wiederum gut finde. Er hatte sich immer als Begleiter für einen Clubabend gemeldet, es hatte sich für mich aber immer anders ergeben. An diesem Abend war es für mich sehr verlockend noch auf jemanden zu treffen, den ich schon einschätzen konnte. Zumal wir eh lose am hin und her schreiben waren. Er war besuchbar und ich machte mich auf den Weg. Ich war hungrig, also quatschten wir erst bei Pizza und einem Drink. Ich fühlte mich wohl bei ihm. Dann landeten wir schließlich in seinem Bett. In seinem riesigen Bett. Es fiel mir überraschenderweise an diesem Abend nicht ganz so leicht meinen Kopf auszuschalten. Auch wenn ich nicht so genau weiß warum. Er verwöhnte mich gut. Aber mein Kopf brauchte Zeit.

Sein wirklich riesiges Piercing machte die Sache nicht einfacher. Er hatte keinen Ring, wie ich es bei JD hatte, sondern einen Stecker mit zwei Kugeln, wovon einen quasi oben auf der Eichel liegt. Zumindest in meiner Erinnerung. Und diese Kugel war wirklich massiv. Eine schwere, silberne Kugel. Viel, viel viel größer als mein Zungenpiercing. So reizvoll das ganze sein mag mit dem Piercing, ordentlich zu blasen war mit dieser Art Piercing fast nicht möglich. Alle Techniken und Tricks die ich sonst beim Blasen anwenden, gingen nicht ordentlich, weil er diese Kugel da oben drauf hatte. Saugen ging nicht so gut wie sonst. Immer war die Kugel irgendwie dazwischen. Es war wie verhext. Ich blase doch so gern, umso mehr quält es mich, wenn ich es nicht zufriedenstellend tun kann. Weil es nicht so Recht klappte, gaben wir das Unterfangen relativ schnell wieder auf. Als er sich dann ein Gummi über seinen gepiercten Schwanz zog, fragte ich ihn, ob damit nicht der Gummi leichter reißen würde. Er verneinte. Ich bin mir sicher, dass er damit auch Recht hat, aber beim ersten Mal und so ohne hormonelle Verhütung im Hintergrund geisterte mir das schon im Kopf umher. Vielleicht ist es eine Sache der Gewöhnung. Es fühlte sich schon gut an, aber ich hatte Anfangs schon Angst, dass er mir mit dem Piercing wehtun könnte, weil er damit in mir irgendwo dagegen stösst. Aber dem war nicht so.

Er hat mich, wenn mich meine Erinnerung nicht narrt, zweimal geleckt an diesem Abend und ich bin zu meinen Orgasmen gekommen. Auch er ist gekommen, auch wenn ich gerade nicht mehr weiß wie. Das ungewohnte Piercing und meine eigene Auseinandersetzung damit überlagern so ein wenig den Abend in meiner Erinnerung. Und es machte mich auch klar, dass mich auch das Piercing bei unserem ersten Treffen im Club abgehalten hat. Das wäre zuviel ungewohntes Terrain gewesen. Das war an dem Abend im Club zuviel. Unbekannter Mann und unbekannte Ausstattung sozusagen.

Mr. Piercing und ich haben uns nach dem Abend auch schon wiedergesehen. Wir haben ein Fußballspiel besucht. Ich mag das, wenn man so ganz gechillt auch Dinge außer Sex unternehmen kann.

 

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Mal ein richtiges Bett
  • Die Dinge dazwischen
  • Die einzigen Gäste im Club

Leidenschaft in seinen Augen

So erstmal ein Blick in den Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Jetzt blogge ich schon wie wahnsinnig und die Liste wird gefühlt immer noch nicht viel kürzer. (Vielleicht würde Sexverzicht helfen, bis ich alles nach geschrieben habe :-D) Manchmal weiß ich sofort, was ich als nächstes schreiben will, manchmal geht mir so viel verschiedenes durch den Kopf.

Ich hatte ja geschrieben, dass ich Mr. Band, der mir fast mein Hirn rausgeknutscht hatte bis zum Blogeintrag nicht wiedergesehen habe. Ich kann nun Gegenteiliges berichten. Wir haben uns wiedergesehen. Spät Abends nach seiner Bandprobe, eigentlich hätte ich schlafen müssen, aber die Aussicht auf Knutschen mit ihm, ließ nicht an das Schlafdefizit denken. Ich fuhr raus zu ihm aufs Land. Es war schon kurz vor 23 Uhr. Er ließ mich hinein. Kein warm werden miteinander. Ich fühlte mich gleich wohl. Raus aus der Jacke, Mütze weg und Schuhe aus. Da steht er vor mir.  Niedlich, schön, nett, ich hache innerlich, weil er mir gefällt. Und ich kann nur noch ans Küssen denken. Stelle mich auf die Zehenspitzen, halte mit meinen Händen sein Gesicht und küsse ihn mit viel Gefühl. Er erwidert den Kuss, hält wiederum meinen Kopf in seinen Händen. Zärtlich perfekt. Als wir uns lösen fragt er lachen, ob ich mich nicht akklimatisieren müssen. Nein, es fühlt sich leicht an mit ihm, stimmig. Ich lehne mich an ihn. Er hat die perfekte Größe. Ich streichle ihm seitlich über den Bauch, am Bund seiner Jeans entlang. Sein Körper lässt den regelmäßigen Sport erahnen. Oh mann, wie sehr ich ihn will. Calm down, Remi. Was mir nur zum Teil gelingt, weil seine Küsse mir sagen, dass er mich auch will. Jetzt. Wie unglaublich leidenschaftlich dieser Mann küssen kann. Ich erinnere mich nicht, wann mir das letzte Mal ein Mann mit seinen Küssen gesagt hat, dass er mich jetzt sofort vernaschen will. Ohne das mit Auffressen zu verwechseln.

Wir landen relativ schnell auf dem Sofa. Er auf mir. Mehr knutschen. Zwischendurch sieht er mich an. Ich glaube noch nie hat mich ein Mann so leidenschaftlich angeblickt. Wobei ich innerlich grinsen muss, weil ich merke, dass der Grat zwischen leidenschaftlich gucken und psychopathisch gucken sehr schmal ist. Ich schließe dann einfach immer meine Augen, wenn mir seine Blicke zu intensiv werden. Dann zieht mich aus. Mehr knutschen. Zwischendurch greift er mir leicht an den Hals. Er ist einer von den Guten, keine Sorge, denke ich mir. Wenn man sich nicht so wirklich gut kennt, dann ist das gar nicht so ohne mit so ganz leichten Würgen. Ich kann immer nicht abstellen, dass mir dann kurz die Schlagzeile durch den Kopf geht, wenn ich am nächsten Morgen tot in seiner Wohnung gefunden würde. Ich entscheide mich ihm zu vertrauen und es zu genießen. Nachdem er meinen Körper erkundet hat, begab er sich schnell auf Tauchstation zwischen meine Beine. Bisher hatten wir ja nur den Blowjob, weil ich Out of Order war beim letzten Mal. Wenn er nur halb so gut leckt, wie er küsst, dann würde es gut werden. Und es wurde. Man merkt das ja meist schon im Ansatz, ob Mann weiß was er da tut, oder nicht. Oh Jaaaaa… Seine Zunge wusste was sie tun muss. Verdammt, wo ist der fucking Haken an dem Mann? Jetzt kann der auch noch lecken. Ich fasse es nicht. Er sagte, dass ich gut schmecke. Ich glaubte ihm das einfach mal. Lies mich ins Sofa sinken, spannte den Körper an und freute mich auf den Orgasmus der kam.

Er grinste, ging kurz ins Bad, wischte sich das Gesicht ab und gab mir eine Decke als er wieder kam. Ich mümmelte mich ein und genoss. Genau das selbe Szenario wiederholte sich kurz darauf nochmal. Er hatte einfach Bock mir einen zweiten Orgasmus zu lecken. So hatte ich das nicht erwartet. Aber ich wehrte mich auch nicht dagegen 🙂

Während ich schon die ganze Zeit nackt war, hatte er noch seine Jeans an. Ich lag auf dem Rücken, er setzt sich auf meinen Bauch. So hatte ich seinen Prachtkörper direkt vor mir. Jetzt war es nur fair, wenn ich mich noch um ihn kümmerte. Ich streichelte seinen Schwanz durch die Jeans. Irgendwann öffnete ich dann doch seinen Gürtel und die Jeans und er zog sich die Hose aus. Er trug auch dieses Mal nichts darunter. Mal sehen ob er Lust hatte auf einen Blowjob oder ob ihm der Sinn nach Sex stand. Ich blies los. Das es ihm gefällt, wusste ich noch vom ersten Mal. Am Ende lud er eine ordentliche Ladung Sperma auf mich ab und ich fragte ihn grinsend nach dem Weg zu seiner Dusche. Er drückte mir noch das Kinder-Duschgel in die Hand und hoffte auf warmes Wasser. Das dauerte eine Weile und ich hatte schon die Befürchtung kalt duschen zu müssen. Aber nach einer Weile wurde es zum Glück doch noch heiß.

Dieser Mann küsst mich echt um den Versand. Ich muss mich immer am Riemen reißen, um nicht allzu süchtige Nachrichten zu schreiben. Aber ich will mehr. Mehr knutschen.

Sex und Kunst

Dreieinhalb Jahre waren seit unserem ersten und einzigen Treffen vergangen. Das weiß ich aber nur, weil ich in meinen alten Blogeinträgen nachgesehen habe. Ich wollte wissen, ob der Mann, um den es geht, bereits einen Namen verpasst bekommen hat. Nicht so richtig. Also heißt er nun Mr. Klassische Musik. Damals war ich sehr überrascht, dass hinter seiner braven Fassade, soviel Versautheit steckt. Nachzulesen nochmal: Hier

Wir hatten vielleicht so jedes halbe Jahr mal Kontakt. Er schrieb mich immer an, wenn er zufällig in meine Stadt kommt. Meistens tut er das ziemlich kurzfristig, so dass es irgendwie nie geklappt hatte. Vor Allem seit ich arbeiten gehe ist es mit kurzfristigen Treffen untertags nicht mehr so einfach. Dieses Mal begab es sich, dass er an einem Samstag in der Stadt weilte und ich es mir einrichten konnte. Wir verabredeten uns zum Frühstücken in seinem Hotel. Er hatte bis zum frühen Nachmittag Zeit, bis er wieder zum Zug musste. Frühstück war ein guter Einstieg, um sich zu akklimatisieren. Ist ja doch schon eine ganze Weile her das letzte Mal. Bei ihm habe ich bedingt durch seinen Job immer das Gefühl, das ich kein adäquater Gesprächspartner bin, weil ich von Musik und Kunst nur sehr grundlegend Ahnung habe. Vermutlich ist das aber auch gar nicht seine Erwartungshaltung, dass ich dahingehend schlaue Dinge sage. Aber mich nervt es immer, wenn ich das Gefühl habe, jemanden nicht bereichern zu können durch ein Gespräch mit mir. Aber da bin ich wohl auch einfach ein wenig streng mit mir.

Ich wusste gar nicht so genau, was er eigentlich vorhatte, außer Frühstücken und dabei Quatschen. Den Rest blieb offen. Bisher hatten wir ja nur den Blowjob in der Kaufhaus-Umkleidekabine gehabt. (Ich muss im Übrigen immer noch jedes Mal schmunzeln, wenn ich an dem Kaufhaus vorbeikomme). Nachdem wir uns ja ne ganze Weile nicht gesehen hatten, gab es zumindest was zu Quatschen. Nachdem wir ausgiebig gegessen hatten, fragte er mic, ob ich noch mit auf sein Zimmer kommen wollte. Er hatte noch 45 Minuten bis zum Check-Out. Darüber hatte ich gar nicht nachgedacht, dass wir ja noch auf sein Zimmer gehen konnten. Ich musste über mich selbst schmunzeln. Nachdem wir uns mit keinem Wort über das unterhalten hatten, was wir in seinem Zimmer anstellen würden, ging ich völlig erwartungsfrei mit ihm mit. Kleines unspektakuläres, aber völlig okayes Hotel. Mr. Klassische Musik sah wie beim ersten Mal so seriös und brav aus, dass ich fast wieder gegelaubt hätte, dass nichts zwischen und passieren würde.

Er hat nicht im Geringsten jemals durchblicken lassen, ob er mich attraktiv findet, fiel mir auf. Spannend allemal, aber attraktiv wusste ich nicht. Das führte dazu, dass ich erstmal zurückhalten bin. Mit manchen Menschen fängt man einfach zu knutschen an. Dazu gehört er nicht. Bis ich noch darüber nachdachte, was ich mir vorstellen konnte mit ihm, hatte er sich schon ausgezogen. Ich total angezogen, er nackt. Auch mal spannend. Und ja ich hatte vergessen, dass er doch einen ziemlich großen Schwanz hatte. Hätte ich mal vorher in meinem Blog nachgelesen 🙂 Sein Schwanz ließ sich besser blasen als gedacht, trotz der Größe. Er fand das ja beim ersten Mal auch schon gut. Wir hatten uns Anfang Dezember getroffen und mir fällt jetzt beim Schreiben auf, dass ich gar nicht mehr weiß, wie der Blowjob ausgegangen ist. Also na klar, er war gekommen und auch nicht zu wenig. Und ich war duschen, daran erinnere ich mich, aber das würde ja heißen, dass er irgendwie auf mich abgespritzt hat und das habe ich schon wieder verdrängt. Ich erinnere mich wirklich nicht. Ich habe aber in meinem Kopf abgespeichert, dass er ihm gut gefallen hat und auch gar nicht sehr lange gedauert hat.

Was mir aber im Gedächtnis geblieben ist, weil ich es in Kombination mit dem Blowjob unfassbar cool fand, dass wir noch in einem Kunstmuseum waren zusammen. Das habe ich sehr gefeiert. Ich wollte immer schon mal in dieses Museum und die Ausstellung ansehen. Aber das ist eines der Dinge, die man immer tun will, aber nie dazu kommt oder sich die Zeit nicht nimmt. Er hatte noch Zeit bis zum Zug, also nutzten wir die Zeit um uns die Ausstellung anzusehen. Wir taten es einfach. Einfach los.  – Blauer Reiter… Er ist ein cooler Kunstausstellungsbegleiter. Hat Ahnung, mag Kunst. Was ein gelungener Tag. Und ich bin nun in Besitz einer Jahreskarte. Die hat er mir spendiert.  Mal sehen, ob er innerhalb des Jahres nochmal wiederkommt. Jedenfalls bekam so ein profaner Blowjob gleich noch einen intellektuellen Anstrich.

Er fragte mich hinterher, ob er viel abgespritzt hatte. Ich musste schmunzeln. Das scheint Relevanz für ihn zu haben. Das eigene Sperma als Fetisch. Aber jedem so, wie er es braucht…

 

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Verstört im Club
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Performing under pressure

Die Liste der offenen Beiträge: Ich hab echt so einiges angestellt. Und muss das jetzt nachschreiben, obwohl mein Urlaub vorbei ist.

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Hirn rausgeknutscht
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Performing under pressure
  • Arts and a Blowjob

Vorher will ich euch einen Text nicht vorenthalten. Der Mann aus der Silvesternacht mit der Glory Hole Geschichte stellt sich heraus als jemand, der auch gut mit Worten kann. Anbei seine Sicht der Dinge, die er mir nach dem Abend per Mail geschrieben hatte:

Hallo und einen wunderschönen Guten Morgen!

Ich werde in meinem Leben nie vergessen, diese Lust in deinen Augen zu spüren, als Du mich da verloren hast stehen sehen, mir mit einer kessen Kopfbewegung mir zu verstehen gegeben hast, mein Hose herabzulassen. Jetzt warst Du da auf einer anderen Seite, fast unerreichbar und doch plötzlich so nah. Näher. Drin! Jede Zelle Deines Körpers hat Dir gesagt, was mach ich eigentlich da, aber .. da … wo diese Neurotransmitter eine wichtige Rolle in Deinem Gehirn spielen, diese so bezeichnete Botenstoffe wie etwa Dopamin, das auf dem Weg zum Gipfel der Lust in großen Mengen ausgeschüttet wird. Ja, genau da warst Du völlig bei mir. Ich konnte es an Deinen Augen sehen. Dopamin aktiviert das Belohnungssystem im Gehirn massiv, dadurch geraten wir in einen Rausch der Euphorie. Mein Schwanz war ein Stück weit Belohnung für einen ziemlich schwach angelaufenen Abend. So die männliche Phantasie, oder zumindest das, was nach Klärung der Verklärung hängen geblieben ist.

Was Du nicht sehen konntest, war sicherlich mein Stolz. Hä? (O.K. das heißt „wie Bitte“) Warum Stolz? All die Jungs, die um Dich herum geschwänzelt sind konnten nicht fassen, Dich nicht gesehen, oder – eher unwahrscheinlich – übersehen zu haben. All diese Jungs haben sich in diesem Moment nur eine Frage gestellt: Warum DER(???!!!??), … der hat doch schon alles!!!
Meine Antwort an Dich: Danke für diese stillen Momente des gemeinsamen Glücks, das sich in Deinen Augen widergespiegelt hat. Danke. Danke. Danke.

Ich kann nicht verhehlen, dass das runter geht wie Öl.

So welche Geschichte verblogge ich nun. Ich glaube ich habe Lust die Performing under pressure-Geschichte aufzuschreiben. Ich könnt euch auch gern in einem Kommentar wünschen, wenn ich was Bestimmtes als nächstes schreiben soll. Erst musste ich mal in meinen alten Blogeinträgen kramen, ob der Beteiligte Mann schon einen Namen bekommen hat. Es war also niemand neues, nur jemand den ich schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen habe. Unser erstes Date  Beim Suchen des Blogeintrags fällt mir auf, dass unser erstes Date damals auch um den Jahreswechsel herum war. Ziemlich genau zwei Jahre her also. Wir haben zwischendurch immer losen Kontakt gehalten.

Er hatte mich sehr spontan gefragt, ob ich Lust hatte mit ihm ins Pornokino zu gehen. Nachdem ich bei meinem letzten Besuch festgestellt hatte, dass es da ja eigentlich ganz cool ist, willigte ich ein. Nach den Solofrau-Clubaufenthalten fand ich die Vorstellung mal die attraktivste Frau in nem Schuppen zu sein (na gut, weil halt auch die einzige :-D) sehr in Ordnung. So als Kontrastprogramm zu den anderen Abenden. Er wartete am Eingang auf mich, wir betraten den Club und ich freute mich auf den Moment, wo einen alle Männer erstmal abchecken. Es waren in etwa 20 Männer im Laden. Ich wurde gemustert, aber erwiderte die Blicke nicht. Wir gingen erst Mal quer durch den Laden zum Spind und sperrten unsere Sachen ein, dann holten wir uns einen Drink und setzten uns auf die abgetrennten Pärchen-Couches. Von dort aus hatte man Blick auf die große Kinoleinwand und noch einen anderen Bildschirm auf dem jeweils ein eigener Porno lief. Der auf der großen Leinwand war von der Bildsprache her wirklich ansprechend, wenn auch die Geschichte ein wenig schräg war. Wir quatschten und ließen den Film auf uns wirken. Lachten uns bei komischen Dialogen immer schlapp. Keine Ahnung, ob wir den Männern, die gerne in Ruhe den Film schauen wollten ein wenig auf den Senkel gegangen sind. Manche Männer saßen so ein wenig in Lauerposition, wohl in der Hoffnung statt der Filme ein wenig Live-Action zu bekommen. Ich mussterte die Männer ein wenig. Die waren schon so weit okay, aber keiner dabei auf den ich jetzt so beim ersten Blick Bock gehabt hätte.

Wir fingen auf der Couch zum Knutschen an. So schnell konnte man gar nicht schauen, wie sich der Bereich um die Couch herum füllte. Die hatten zwar alle Abstand, weil ja abgesperrter Bereich, aber es war doch spürbar, dass alle zum Zuschauen anfingen. Es amüsierte mich so voll unter Beobachtung. Eigentlich macht mir das nach zahlreichen Clubbesuchen nichts aus, wenn jemand zusieht, aber im Pornokino fühlte es sich so nach Erwartung an. Die guckten halt statt des Films, das ganze nun in echt. Mr Headhunter war hart geworden in seiner Hose. Ich wollte mich nicht ganz ausziehen, zog unter meinem Top den BH aus, so dass er gut hinkam, ich mich aber nicht nackt fühlte. Er spielte an meinen Brüsten rum. Als wir zwischen dem wilden Geknutsche mal wieder hochgucken, hatten sich eine ganze Reihe Männer an der Absprerrung aufgestellt und glotzen uns an. Ob mit Hand in der Hose oder nicht, so genau hatte ich nicht geguckt. Aber bei Mr. Headhunter hinterließ der Anblick wohl auch Spuren, denn seine Latte fiel quasi in sich zusammen. Und auch alle meine Versuche in wieder anzuturnen blieben erfolglos. Er wollte auch gerade lieber keinen Blowjob. Also begaben wir uns wieder in Sitzposition und quatschten einfach. Die Männer zogen, nachdem ihnen klar wurden, dass jetzt erst mal nichts weiter passieren würden so nach und nach wieder von Dannen.

Mr. Headhunter schlug vor, dass wir auch in sein Büro ums Eck gehen könnten. Aber wir hatten noch den zweiten Drink aus dem Eintritt offen, also blieben wir erst Mal noch. Wir knutschten und fummelten wieder. Er erinnerte mich daran, dass er ein wirklich guter Lecker ist. Stimmt, da war was 🙂 Er bot mir an, dass er mir ja einfach einen Orgasmus lecken könnte. Ich überlegte, ob ich meinen Kopf ausschalten kann, auch wenn ungefähr 15 Männer zuschauen und sich einen runterholen. Das war jetzt wieder so ein „raus aus der Komfortzone“-Moment. Eigentlich tendiere ich in solchen Situationen dazu der gebende Part zu sein, weil es für mich viel leichter ist. Ich weiß was ich tue und muss mich weder ausziehen, noch fallen lassen. Jetzt merkte ich, dass es ihm ähnlich ging. Er sich mit Geben wesentlich leichter tat, als mit Nehmen. Okay, was hatte ich zu verlieren. Im schlimmsten Fall kam ich nicht. Was eher schlimm wäre für ihn, weil in den Augen der Zuschauer er nicht ordentlich performt hatte. Für mich als Frau war es relativ einfach. Ich musste nicht performen, nicht meinen Mann stehen. An mich hatte da keiner Erwartungen. Also gut. Ich zog mein Jeans und mein Höschen aus. Den Rest behielt ich an. Legte das Handtuch unter. Ich legte mich auf die Couch. Ich lag so, dass er mit dem Rücken zu den Männern sein würden während er mich leckt. Ich nahm meine Jacke und legte sie mir aufs Gesicht. So wollte ich ausblenden, dass eine ganze Heerschar Männer zusehen würde. Und dann versuchte ich zu genießen, was es mit seiner Zunge gut und ausdauernd tat. Es dauerte ein Weilchen, bis ich meinen Kopf ausgeschaltet hatte, bis ich auch die Geräusche ausblenden konnte. Bis mich die Pornofilm-Geräusche nicht mehr ablenkten. Kein Fakegestöhne. Die Männer waren dabei einen echten Orgasmus zu sehen. Mit leisem Stöhnen, mit zuckendem Körper, mit meinem Gesicht, dass dann immer leicht rot anläuft. Er machte seine Sache gut. War nur auf mich konzentriert. Spielte ausdauernd mit seiner Zunge an meinem Kitzler. Trieb mich immer weiter hinauf auf den Berg, bis die Wellen kamen und sich der Orgasmus entlud.

Ich blieb einfach noch liegen zum Runterkommen, er kuschelte sich an mich hin. Keine Ahnung ob die Zuseher das alles spannend gefunden hatten oder nicht. Ich sah keinen davon an. Nach einer Weile hatten wir beide Lust auf Runde zwei. Also selbes Spiel nochmal. Nur dass er dieses Mal noch einen Finger in mich hineinsteckte zusätzlich. Wieder mit der Jacke auf meinem Gesicht, wieder mit den Zusehern, die aber nicht mehr so interessiert schienen und sich zum Teil unterhielten neben uns. Aber egal. Orgasmus zwei kam ähnlich wie Orgasmus eins. Man könnte da echt ein Seminar geben Performing under pressure. Du musst vor den Erwartungsfrohen Augen des Publikums erstmal bestehen. Ich zog mich wieder an, wir holten uns den zweiten Drink. Mittlerweile war noch ein zweites Pärchen im Kino. Während wir an der Theke quatschten nahmen die beiden das Sofa in Beschlag. Die beiden und drumherum 10 Männer mit ihren Schwänzen in der Hand. Aber ich glaube der Mann hatte ähnliche Probleme, wie Mr. Headhunter, so dass er vorwiegend an ihr herumspielte. Mr. Headhunter wollte Rauchen gehen, also kamen wir am Sofa vorbei. Auf dem Rückweg. blieben wir seitlich stehen um zuzusehen. Der Blick von außen aufs Geschehen. Ich setzte mich in einen Sessel, Mr. Headhunter stand vor mir. Es machte ihn scharf. Da war sie wieder, seine Errektion. Ich guckte fragend nach oben, ob er denn nun einen Blowjob wollte. Er wollte. Ich glaube es war leichter, wenn man nur danebensteht, aber nicht im Mittelpunkt ist. Ich packte seinen Schwanz aus und blies. Es dauerte maximal eine Minute bis er mich warnte, dass er gleich kommen würde. Gut, das Sperma-Problem und keine Tücher in der Hand. Ich entschied ihn in meinem Mund kommen zu lassen. Er hatte Bescheid gegeben vorher alles cool. Er kam. Ich sprang auf, flitzte aufs Männerklo und spuckte alles ins Waschbecken aus. Die anderen Männer waren vermutlich halbwegs irritiert gewesen. Kaum zurück bekam ich weitere Schwänze vor die Nase gehalten. Ich hatte aber keine Lust auf weitere Blowjobs, vor Allem weil mir keiner der Männer gefiel. Wir packten unsere Sachen und gingen nach Hause. Auf dem Heimweg dachte ich noch viel darüber nach, dass es gar nicht so einfach ist, in so einer Situation seinen Mann zu stehen. Egal wie tough du sonst bist. Während ich drüber nachdachte sang QUEEN in meinem Kopf immer … under pressure…

Flugzeuge, Gloryhole und Fußmassage – Silvester 2017

Silvester, der überbewertetste Abend des ganzen Jahres: Aber ja, auch ich musste ihn irgendwie rumkriegen. Fast schon bedauerlich, dass ich in meinem Job nicht an diesem Arbeiten kann. Der Teil meiner Freunde, mit dem ich den Abend im letzten Jahr verbracht hatte, arbeitete in diesem Jahr an Silvester. Die anderen hatten mich eingeladen, aber das war eher so ein Ding mit vielen Pärchen und dafür war ich nicht in Laune. Aber ich hätte ihn nicht allein verbringen müssen den Silvesterabend, das ist schön zu wissen. Zusätzlich hätte ich noch eine sehr liebe Einladung ins Schwabenland gehabt, aber ich hätte aufgrund einer Verpflichtung nicht früh genug losfahren können, so dass die Option ausschied.

Aber eigentlich war der Tag gar nicht so schlecht. Vor einer Weile war ich mal wieder auf dem Stammtisch der Rirarammelseite in meiner Stadt gewesen. Früher bin ich gerne dahin gegangen, was daran lag, dass wir dort ein festes Grüppchen an coolen Menschen waren, die die Gelegenheit nutzten sich einmal im Monat zu treffen. Das hat sich aber leider verlaufen und so habe ich von der Stammi-Gang lange niemanden mehr gesehen, sehr schade eigentlich. Gut war der Stammi meistens, wenn ich vorher mit jemandem geschrieben habe und wir wussten, dass wir uns dort kennenlernen würden. Mr. Bondage hatte ich zum Beispiel das erste Mal auf dem Stammi getroffen. Dieses Mal aber war ich sehr spontan hingegangen. Ich hatte nichts vor gehabt an dem Abend. Ich war früher da und hatte noch einen Blogeintrag geschrieben, ich müsste nachschauen welcher es war.

Am Ende des Abends verließ den Stammi mit zwei Erkenntnissen: zum einen finde ich den Stammi doof, weil ich eine Frau bin, die man nicht auf den ersten Blick spannend findet. Ich war ja vor allen anderen da und es dauerte ziemlich lange, bis sich jemand zu mir dazu setzte und dann waren es nur wirklich schräge Vögel. An anderen Tischen mit so jungen, rocktragenden, langhaarigen Mädels stapelten sich die Typen. Dann mache ich doch lieber Einzeldates aus, die auf ein cooles Gespräch hinauslaufen, als mich frustrieren zu lassen. Aber andererseits habe ich mich zu einem Mann dazugesetzt, der mich eine ganze Weile angelächelt hatte, obwohl der überhaupt nicht mein Beuteschema ist, weil eigentlich über meiner Dadline. Aber wir unterhielten uns saugut, denn wir hatten ein Thema – Flughafen. Ich liebe ja Flughäfen und Logistik und… und er arbeitet an diesem. Zu gut. Tolles Gespräch, cooler Abend. Er versprach mir, dass er mich nach Weihnachten mal hinter die Kulissen blicken lassen würde. Wiieee coool, das wäre das beste Geschenk, dass ich mir nur vorstellen kann. Ich hoffte sehr, dass das klappt.

Naja, und so ergab es sich, dass ich an Silvester wirklich mitdurfte. Ganz offiziell angemeldet. Und es war so cool mit ihm auf dem Vorfeld rumzufahren. Was ein grandioser Tag. Obwohl Flugzeugmäßig quasi nix los war, konnte ich mich trotzdem nicht sattsehen und war total happy. Ganz nah ran an einen A380 und dann wieder beim einparken zusehen und und und… Herrlich… Könnt ihr meine strahlenden Kinderaugen sehen? Als er Pause hatte gingen wir in die Kantine essen. Es gab Wollwürste mit Kartoffelpüree. Es wurde schon langsam Abend als wir aßen und so war das quasi mein Silvester-Dinner und ich fand es grandios. Nicht weil es so überragend geschmeckt hatte, sondern weil es als Gesamtsituation einfach cool war. Ich glaube ich hätte kein Vier-Gänge-Menü dagegen eingetauscht. Leider musste ich dann heim, wegen einer Verpflichtung. Aber es war trotzdem großartig. Es lohnt sich auch mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die man nicht auf den ersten Blick toll findet, denn sie können sich auf den zweiten Blick als tolle Menschen entpuppen.

Nachdem ich meine Verpflichtung abgearbeitet hatte, galt es noch zu überlegen, was ich mit dem Silvester-Abend so anstellen wollte. Warum eigentlich nicht in nen Club. Da gab es Essen, Getränke und Feuerwerk und vielleicht ein wenig Spaß. Der kleinere Club in meiner Ecke war schon ausreserviert, beim anderen konnte man einfach vorbeikommen. Um den Eintritt zu teilen und weil es vielleicht noch jemandem so ging wie mir, stellte ich es mal wieder als kurzfristiges Date auf dem Joyclub ein. Ich schrieb mit ein paar Männern hin und her und verabredete mich dann mit einem. Dann duschte ich mich und machte mich Clubfertig. Gerade als ich loswollte, schrieb er, dass sein Bruder spontan reingeschneit wäre und er mich versetzen müsse. Dieses Mal hatte ich keinen Grund, das nicht zu glauben. Es klang wirklich so als hätte er ein schlechtes Gewissen. (Und er hat sich auch am Tag danach nochmal entschuldigt.) Änderte aber erst Mal am Ergebnis nichts, nämlich er würde mich versetzen und ich musste allein losziehen. Ich konnte an der Gästeliste des ausreservierten Clubs sehen, dass dort zwei Menschen sein würden, die ich schon mal getroffen habe. Also versuchte ich einfach mal mein Glück und schickte eine Anfrage hin. Siehe da, als Solofrau wurde ich innerhalb von Minuten noch zur Veranstaltung zu gelassen. Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, wenn man alleine als Frau loszieht. Der Eintritt war zwar auch als Frau halbwegs happig, aber ich mag den kleinen Club eigentlich gerne. Es war auch der erste Club in den ich alleine gegangen war. Ich hatte mehrere Outftits eingepackt. Der Dresscode war erst schick, später wer mochte freizügiger. Ich hatte erst ein kleines Schwarzes an, dass mir ein sensationelles Dekollete zauberte, darunter Halterlose und meine obligatorischen Pumps.

Die beiden Bekannten waren da, wobei ich nie einschätzen kann, ob sie mich doof oder gut findet. Aber ein bekanntes Gesicht tut immer gut. Ansonsten quasi nur Paare (also zumindest Menschen, die zu zweit auf die Veranstaltung gegangen sind), ein paar wenige Soloherren. Ich war mit die jüngste. Die meisten waren ziemlich schick und attraktiv. Mir schon fast wieder zu viele von den gutbetuchten „Starnberg-Hach-wir-sind-so-schön-und-erfolgreich-Powerpärchen“ Die finde ich immer etwas anstrengend, zumal einem immer das Gefühl geben unter ihrem Niveau zu sein und einen mit dem Arsch nicht angucken. So auf den ersten Blick stach niemand hervor, der mich gleich von den Socken haute (das hat gar nichts mit Schönheit, sondern mehr mit Ausstrahlung zu tun)

Aber Sex war auch gar nicht unbedingt mein Ziel. Ich hatte dafür gesorgt, den Abend nicht allein zu verbringen. Damit waren auch schon alle meine Erwartungen erfüllt. Als Solofrau ist man echt irgendwie ein Exot im Club. Der ein odere andere Mann quatschte mich dann auch an der Bar an. Aber das war mir alles zu flach. Auch im Club muss der Einstieg in ein Gespräch nicht mit einem Spruch a la „…Deine Brüste würden sich gut in meinen Händen machen“ sein. Ich trank, ich aß, ich stromerte durch die Räume und sah mir das Geschehen an. Blieb stehen, wo es mich interessierte. Lehnte alle Angebote mitzumachen ab. Bis auf eines: Ein Mann der mit zwei Frauen da war, bot mir erst seine Frau an, vermutlich um mich zu verwöhnen. Ich lehnte ab, weil ich auf die Bi-Nummer keinen Bock hatte. Ich sah den Dreien aber immer mal wieder zu, weil ich ihr Spiel mochte. Trotzdem er mit gleich zwei Frauen zugange war, hatte ich seine volle Aufmerksamkeit. Das war erstaunlich. Er war mir sympathisch, wenn gleich auch er eigentlich außerhalb meiner Altersrange lag. Er war knapp älter als mein Dad. Wir begegneten uns immer wieder. Er entschuldigte sich für seine ersten Versuche mich zum mitmachen zu überreden. Ich fand ihn ganz cool. Irgendwann stand ich daneben, als er mit seinen beiden Frauen zugange war. Ich guckte durch Löcher in einer Holzwand zu. Die Frauen waren miteinander beschäftigt und sahen so aus, als hatten sie Spaß. Nicht so Porno-Lesbenszenen-mäßig, sondern echt. Er hatte mich entdeckt und wollte mich dazu locken. Ich lehnte ab, aber ließ mich durch die Wand von ihm anfassen. Das gefiel mir. So ein wenig unnahbar sein. Ein wenig spielen. Er stellte sich so hin, dass ich sein bestes Stück in Shorts genau vor meinem Gesicht hatte und ich fing an ihn zu streicheln. Auch er hatte Spaß an unserem Spiel. Ich deutete ihm an, dass er sein bestes Stück rausholen sollte. Ein bisschen Glory Hole. Er streckte ihn durch die Wand und ich blies ihn genüsslich. Aber nicht zu Ende. Irgendwann als ich genug hatte, verschwand ich einfach. Aber hatte ja noch zwei Frauen mit dabei, also nicht weiter wild.

Irgendwann später trafen wir uns im Gang wieder. Er überredete mich mit ihm in eine dunkle Höhle zu kommen. Ich willigte ein. Er fragte mich, wer mir das Blasen beigebracht hatte. Ich schmunzelte und schickte einen Dank an meinen ersten Freund los. Wir hatten Sex, zu kurz, als dass ich hätte kommen können, also machte ich es mir selbst, während er neben mir lag, kam auf meine Kosten. So endete das Jahr. Ich stand um Mitternacht draußen, schaute mir das Feuerwerk an und merkte, dass man auch allein klarkommt. Schrieb ein paar Menschen die mir am Herzen liegen Nachrichten, vergaß bestimmt die Hälfte. Wünschte mir mit Blick auf die knutschenden Pärchen, dass ich irgendwann auch mal wieder zu zweit bin, aber in der Gewissheit, dass Alleine auch okay war. Ohne Bedauern. Nach Mitternacht ging es wieder in den Club zurück. Ein junger Mann bot mir eine Fußmassage an. Ich freute mich sehr, über diesen Start ins neue Jahr und unterhielt mich gut mit seiner Freundin. Wenn die Pärchen an so einem Abend zu vorgerückter Stunde mal mit dem Pärchendings durch sind, dann ist es auch leichter mit jemandem ins Gespräch zu kommen. Ich bekam noch das ein oder andere Kompliment und wurde nach meinem Nickname auf der Rirarammel-Seite gefragt. Ach, das war eigentlich ganz nett so.

Als mich dann am Neujahrtag der erste Mensch fragte, wie ich denn reingefeiert hatte, merkte ich, dass ich mir noch eine Geschichte einfallen lassen muss. Als Solofrau im Swingerclub ist nicht die alltagstaugliche Auskunft.