Ein, zwei, drei Blowjobs

Einer der Männer, die ich Swingerclub entjungfert habe,  kam nach rund einem halben Jahr wieder in die Stadt. Er kündigte sich mit viel Vorlauf an, der Termin passt mir gut. Er war auf einem kurzen geschäftlichen Trip in der Stadt. Sein Plan war wieder mit mir in den Club zu gehen. Der Haken: es war ein Montag Abend. Der Club in dem wir auch beim ersten Mal waren, der hatte zwar offen, allerdings war ich noch nie an einem Montag Abend im Club gewesen. Keine Ahnung,  ob irgendwer am Montag Abend in einen Club geht. Jedenfalls war es Geldbeutelschonend.  Der Deal: Ich fahre, er zahlt. Wir hatten keine Ahnung, ob irgendwer da sein würde. Aber Buffet und Getränke gab es allemal, also gingen wir trotzdem einfach rein.

Bei seinem zweiten Besuch war mein Begleiter schon deutlich entspannter als beim ersten Mal. Nun wußte er ja schon was auf ihn zukommt. Drin angekommen war klar, dass Montag Abend nicht der Megaandrang herrscht. Das war noch untertrieben.  Vom Personal abgesehen war 3 Frauen inklusive mir im Club.  Und so 7 bis 10 Männer. Na toll, gar nicht gut. Dann war die Auswahl für die Männer ja überschaubar und sie würden auch um mich herumschwänzeln.  Pech, denn ich war nicht zu haben an dem Abend.  Ich hatte just an diesem Tag meine Tage bekommen.

Essen,  Trinken,  quatschen und ein Blowjob. Das war mein grober Plan.

Außer mir waren da noch eine jüngere blonde Frau in stinknormaler Unterwäsche, eine ältere Frau, ein paar ältere Männer und drei attraktive südländische Typen. Bei letzteren ging ich davon aus, dass sie nicht auf mich stehen würden und ich sie im Gegenzug eh zu oberflächlich finde würde.

Nach dem Essen und einem Drink zogen mein Begleiter und ich durch die Zimmer in der Hoffnung, dass wir irgendwo zusehen können. Aber leider waren alle Matten verwaist. Wir landeten schließlich auf einer und quatschen erstmal. Irgendwann änderte sich das in Knutschen und Fummeln. Und einem Blowjob. Weil ich Lust darauf hatte. Er genoss es. Er genoss es hörbar. Gibt mir das Gefühl, dass er das nicht so oft bekommt, dass es was besonders ist. Ob das stimmt oder nicht, ist an dieser Stelle gar nicht relevant.

Er kam nach gar nicht allzulanger Zeit. Hach ja, ich kann es noch 🙂 Er war glücklich und zufrieden. Ich auch. Als wir irgendwann wieder von unserer Matte kletterten kam die junge Blonde um die Ecke. Wild und ein wenig naiv wirkte sie. Zusammen mit den drei attraktiven Männern. Es war nicht zu erkennen, ob und in welchem  Verhältnis die drei zueinander standen. Wir waren neugierig und wollten noch ein wenig zusehen.  In einer größeren Höhle waren die 4 zugange.  Plus Walter, ein Mann jenseits der 60 der nackt daneben lag. Wir saßen am Eingang und sahen dem Treiben zu.  Die junge Blonde genoss es umringt zu sein, im Mittelpunkt zu stehen. Wurde hart von einem der Männer gefickt, kokettierte mit Walter. Wirkte naiv und doch selbstbestimmt.  Eigenartige Kombination. Wie sich herausstellte, war sie mit einem der Männer zusammen. Der genoß es sichtlich, dass seine Kumpels auf sie abfuhren und lieh sie ihnen breitwillig aus. Sie genoss das Begehrtwerden ebenso.

Irgendwann sagten die Jungs, dass wir doch reinkommen könnten. Im Gespräch tasten sie sich an unseren Beziehungsstatus heran. Als klar war,  dass wir kein Pärchen sind boten sie meinem Begleiter einen Blowjob an. Er grinste wie Weihnachten. Gerade schon einen bekommen und gleich wieder einen in Aussicht. Ich zweifelte ja kurz daran, dass er nochmal könnte. Aber auch die junge Blonde wußte, was sie tat. Die Jungs fragten mich, ob ich auch Lust hätte, aber ich winkte mit Verweis auf meine Tage ab. Sie waren entgegen meiner Vorurteile sehr nett und sehr respektvoll.

Was dazu führte, dass ich Lust auf einen weiteren Blowjob hatte. Ich kletterte also zu den zwei Singlejungs hinüber. Sie waren überrascht, dass ausgerechnet ich ein Zungenpiercing habe. Ich war überrascht, dass es die ersten Männer waren, die sich ungefragt mit einem Kondom für einen Blowjob präparierten. Ich hatte noch nie wirklich mit Gummi geblasen und war gespannt, ob das dann genauso funktionieren würde, also meine Technik. Es gefiel ihm, denn er kommentierte es ziemlich begeistert. Er hatte einen angenehmen Blaseschwanz. Nicht zu groß und nicht zu klein. Ich mochte, dass er überrascht war wie gut ich blasen kann, weil ich vermutlich heute einen Tick zu anständig dafür wirke. Der Gummi war kurz ungewohnt, sonst nicht sehr störend. Schon bald kam er deutlich hörbar. Yeah. Ich grinste. Sein Kumpel konnte es kaum abwarten herauszufinden, ob ich das wirklich so gut konnte. Auch er hatte sich das Kondom bereits übergestülpt. Nicht so einfacher Schwanz. Größer, damit nicht so sehr mit Technik beglückbar. Er war ebenfalls beeindruckt,  aber nicht so schnell zu befriedigen. Am Ende war es dann mehr ein Mund aufhalten und ihn machen lassen. Aber wenn das seines ist… Eigentlich hatte der dritte Kumpel zu dem die junge Blonde gehörte anklingen lassen, dass auch noch einen Blowjob wollte. Das hätte ich ehrlich spannend gefunden, zumal er am Besten aussah von den Dreien. Aber sein Freund brauchte einfach zu lange. Zwischenzeitlich hatte die junge blonde Freundin meinen Begleiter zum zweiten Mal und Walter beglückt. Und dann ihren Freund.

Als ich meinen dritten Blowjob des Abends erfolgreich zu Ende gebracht hatte, löste sich die Runde relativ schnell auf, weil alle befriedigt waren.

Hatte ich so nicht erwartet den Abend,  aber ich hatte Spaß.  Auch ohne eigene Orgasmen. Ein Egoschmeichler der Abend.

Will ich das noch?

Bekanntermaßen habe ich Mitte Oktober ja meinen ersten Vollzeitjob angefangen. Dementsprechend weniger Zeit für alles habe ich seitdem. Das führte prompt dazu, dass ich es nicht schaffte rechtzeitig einen Termin beim Frauenarzt auszumachen, für die jährliche Untersuchung. Was natürlich heißt, dass ich kein neues Rezept für den Verhütungsring habe. Damit habe ich ein wenig unfreiwillig meine hormonelle Verhütung pausiert.

Meine Verhütungsgeschichte ist wohl ähnlich, wie bei vielen Frauen. Ich hatte als Teenager ziemlich arg Akne und habe daher relativ früh mit 15 schon die Pille bekommen. Eingestiegen bin ich mit Valette und später mit einem Wechsel des Frauenarztes auf Diane umgestiegen. (Ja, die ist in Frankreich mal zwischenzeitlich vom Markt genommen worden.) Vor 5 Jahren in etwa hat mir eine Freundin einen Tipp für einen guten Frauenarzt gegeben. Erst da war ich zufrieden. Mit den Ärztinnen, die ich vorher hatte, bin ich nicht so gut in Schuss gekommen. Er hat mich dann von der Pille auf den Nuva-Verhütungsring umgestellt. Niedriger dosiert, weniger dran denken. Perfekt für mein unstetes Leben. Ich übernachte oft nicht zu Hause, aus den verschiedensten Gründen. Bei der Pille musste man zwar jeden Tag dran denken, aber immerhin wusste man relativ einfach, wann eine Pause kommt.

Beim Ring müsste man nur einmal im Monat an raus und einmal an rein denken. Da muss ich ein wenig über mich selbst lachen, denn ich habe es allzu oft nicht hinbekommen ihn pünktlich nach 3 Wochen rauszunehmen und habe meinen Zyklus ziemlich durcheinandergebracht.

Jetzt habe ich seit Mitte Dezember eine unfreiwillige Hormon-Pause eingelegt. Meine Libido hat gefeiert. Jetzt kann ich wahrlich nicht über zu wenig Lust auf Sex klagen. Aber seitdem bin ich dauerspitz. Der Wahnsinn. Mein Porno-Selbstbefriedigungs-VordemEinschlafen-Konsum ist in ungeahnte Höhen geschnellt. Ich mache es mir wieder jeden Tag selbst. Juhu juhu. Nachteil, ich habe gefühlt unendlich viel länger und stärker meine Tage gehabt und anfangs etwas Angst, dass meine Brüste explodieren könnten, so geschwollen waren sie. Letzteres tat richtig weh.

Nach dem Aussetzten der Verhütung blieb mir erstmal nichts Anderes übrig als abzuwarten, denn ich musste ja erstmal zur Untersuchung und ein neues Rezept beantragen. Ich hatte versucht mich im Internet schlau zu machen, ob es Sinn macht nach einem Monat Pause gleich wieder anzufangen oder nicht. Aber da gehen die Meinungen weit auseinander. Zwischen ja gleich und mach lieber ein halbes Jahr Pause findet sich alles.

Termin beim Frauenarzt, der Schock. Mein supertoller, netter, großartiger Frauenarzt hat zum Jahresende seine Praxis aufgegeben. Das habe ich rausgefunden, als ich in der Praxis war zum Termin und mir plötzlich Olga gegenübersaß. Olga – die neue Ärztin. NEEEEEIIINNN, ich will nicht. Keine Frau, (finde sie gröber als die Männer). Die mir nicht zuhört, als ich sagte, dass ich mich auf alles testen lassen will. (Haben wir nicht gemacht) Die mir als erstes wieder die Pille andrehen will. Nein. Nein. Nein. Die alle 6 Monate einen Termin möchte… Auf gar keinen Fall….Nie wieder Olga.

Verhütung über 30, kein fester Partner zur Familiengründung in Sicht. Trotzdem ich mein Rezept in meinem Geldbeutel herumtrage, konnte ich mich noch nicht durchringen es zu benutzen. Mein Körper sagt mir irgendwie, dass 18 Jahre Hormone auch mal genug sind. Alle anderen Verhütungsalternativen (außer Kondom) passen auch nicht wirklich. Spirale schreckt mich ab. Allerdings ist nur Kondom bei meinem Lebenswandel mit Swingerclubs und so irgendwie auch nix. Denn wenn doch mal eines reißt…

Aber vielleicht besteht ja Hoffnung in der Zukunft:

http://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/vasalgel-verhuetungsgel-fuer-maenner-besteht-test-in-affen-a-1133537.html

🙂

Bondage mit Happy End

Die Arbeitswelt hat mich voll in Beschlag genommen. Ich schaffe es mittlerweile noch halbwegs regelmäßig Sex zu haben, aber finde selten die Muse darüber zu schreiben.

Außerdem habe ich manchmal ein wenig Weltschmerz. So würde ich es nennen. Vor Allem seit Donald Trump im Amt ist. Der für alles steht, wofür ich nicht stehe. Wenn sehr konservative Kräfte erstarken, dann fühlte es sich an, als wären meine Rechte als Frau bedroht. Natürlich ist das sehr weit weg. Aber ich beäuge es doch ein wenig beunruhigt. Dass ich mich als Frau sexuell ausleben kann, das geht nur in einer freien Gesellschaft. Sonst erlaubt man das wenn überhaupt nur Männern. Das ist mein Albtraum, wenn sich daran etwas ändern würde.

 

Na dem bewussten Abkühlen unserer Beziehung durch Mr. Bondage, fühlt sich das Wiedererwärmen noch viel schöner an. Es fühlt sich erwachsener an. Meistens. Gefestigter was das Polyamore angeht. Ungebunden und doch gebunden. Unkomplizierter, immer noch sehr nahe. Sexuell wieder unverkrampft. Wir fesseln wieder. Das ist sehr erfreulich und tut mir sehr gut.

So kam es auch, dass wir uns an einem Abend trafen um explizit mal wieder zu Fesseln. In seiner wundervollen Wohnung. Er war darauf eingestellt, entspannt. Ich auch. Eine nötige Voraussetzung um ein nahes schönes Fesselerlebnis zu haben. Vor wir begannen konnte ich mich akklimatisieren und ging duschen. Zum Wohlfühlen. Spazierte danach sein riesiges Handtuch gehüllt durch seine Wohnung. Er hatte derweil den kleinen Heizlüfter angeworfen und für eine angenehme Temperatur gesorgt. Er hatte seine neuen Tatami Matten ausgebreitet. Ich mag es sehr, dass er aus diesem Zimmer eine kleine japanische Fesseloase verwandeln will.

Ich stand da, nur mit meinem Handtuch bekleidet auf seiner Matte. Er hatte sich in sein Fesselgewand geworfen. Neben mir hatte er seine Seile ausgebreitet. Vorfreude durchströmte mich. Mein Handtuch fiel auf den Boden. Ich war komplett nackt. Ich erinnere mich gerade nicht daran, jemals komplett nackt gefesselt zu haben. Aber es fühlte sich nur mit ihm in der vertrauten Umgebung auch wirklich gut an. Zumal ich seit ich angefangen habe zu arbeiten das ein oder andere Kilo losgeworden bin (yeah).

Das Nahsein, die Seile spüren, kleine liebevolle Gesten zwischendurch, mich ganz in seine Hände begeben. Er fesselte an diesem Tag „Freestyle“. Also etwas was er vorher noch nicht gemacht hat. Ich mochte das. Wir haben lange Zeit immer dasselbe eingeübte vertraute Gefesselt. Aber nun fühlte es sich an, als wäre er einen Schritt weiter und konnte das Lehrbuch loslassen und sein Können einfach frei anwenden. Er fesselte mir einen Arm auf den Rücken und einen auf den Bauch. Er hing mich nicht seitlich auf, wie sonst, sondern quasi sitzend. Also Brust nach oben und die Beine nach vorne. Aber sehr reizvoll auseinandergespreizt. Er hatte also auf perfekter Höhe freien Zugang. Er hatte mir die Augen verbunden. Ich genoss es in den Seilen zu hängen. Er nutzt mein „Offensein“, befühlte ob ich feucht war. Oh, es machte mich sehr an. Er begann mich mit den Fingern zu befriedigen. Hui, das war neu. Bisher war ich noch nie hängend in die Nähe eines Orgasmus gekommen. Ich war gar nicht sicher ob ich mich so weit fallen lassen könnte. Aber reizte mich weiter. Fingerte mich neu. Ich merkte wie meine Erregung anstieg. Ich merkte das Einschneiden der Seile nicht mehr. Mein Körper war im Lustmodus. Ich hing doch ziemlich lange schon. Er wollte schon aufhören, aber ich bat ihn weiterzumachen. Ich fühlte die Wellen kommen. Er fingerte mich und massierte gleichzeitig meinen Kitzler. Dann kam die große Welle und ich kam sehr geil.

Nach dem der Orgasmus abgeklungen war, musste es mit dem Abfesseln schnell gehen. Ich war doch ziemlich lange in den Seilen gehangen. Er beeilte sich. Und sobald er mich wieder auf den Boden gestellt hatte, merkte ich wie mir schwarz vor Augen wurden. Ich ließ mich kontrolliert auf den Boden fallen. Er kniete sich hinter mich und ich lag in seinen Armen bis sich mein Kreislauf wieder eingekriegt hatte. Das war mir beim Fesseln auch noch nie passiert. Aber nicht weiter schlimm. Mir ging es gut. Die ungewohnte Fesselposition hatte mir nicht nur einen tollen Orgasmus beschert, sondern auch einen ziemlichen Muskelkater.

Der Kopf sagt ja, das Herz enthält sich…

Heilig Abend – Weihnachten – Familiendingens – Fragen nach dem Beziehungsstatus

Oh, wie ich mich schon darauf freue. NICHT.

Immerhin habe ich dieses Jahr ja einen Job vorzuweisen. Vielleicht lenkt das die Gespräche ein wenig ab vom Single-Dasein. Und ich weiß ja, die meinen es gar nicht böse. Die fragen ja nur nach. Aber man kommt sich doch irgendwie immer so bemitleidet vor.

Jemand hat mich heute gefragt, ob ich zu anspruchsvoll sei? Kann man zu anspruchsvoll sein? Zu anspruchsvoll suggeriert als Frage schon, dass der Fragesteller davon aus geht, dass man wohl nicht in der eigenen Liga sucht, also vermeintlich jemanden sucht der zu reich, zu schön, zu schlau ist…

Aber ist es übehaupt steuerbar? Es gibt da einen Mann, den finde ich wunderschön, supernett, wäre ein toller Vater, intelligent, humorvoll, sozial eingestellt, guter Job… Also rational betrachtet ein perfekter Partner. Aber mein Herz hüpft nicht. NullkommaNull. Ich verstehe es nicht. Aber da passiert nix. Kein bißchen klopfen oder Schmetterlinge. Keine Sorge ich rede nicht von so eine Teenager-Verknalltheit. Aber so ein klein wenig verliebt sollte schon sein, oder? Der Kopf sagt, yeah. Der Bauch sagt einfach gar nix.

Der Mann würde rational meine Ansprüche erfüllen. Aber irgendwie soll das nicht. Ich hab keine Ahnung warum. Oder meinen Menschen so eine Situation, wenn Sie einen nach zu hohen Ansprüchen fragen. Ist es zuviel erwartet, dass das Herz klopft?

Zugegebenermaßen ist in diesem ganzen Szenario außen vor geblieben, dass ich gar nicht weiß, wie er zu mir steht. Vielleicht ist da ja auch noch eine entscheidende Komponente.

Habt ein Frohes Fest. Seid nett zu den Singles in eurem Verwandten- oder Bekanntenkreis.

Gummi-Gate

„Wenn man einmal die echte Realness gefühlt hat, dann geht das nicht mehr mit“ so die WhatsApp von Mr. Undercut nachdem wir das letzte Mal Sex gehabt haben. Das war vor drei Monaten gewesen.

Vorrausgegangen war eine leidenschaftliche Nacht bei ihm. Ich hatte ihn wie immer in seiner coolen kleinen Wohnung besucht. Er hatte spät geschrieben, dass er untervögelt und allein ist. Ich hatte spät geantwortet, dass es mir auch so geht und war vorbeikommen. Ich konnte bei ihm pennen, von da aus hatte ich einen kurzen Weg zum damaligen Job gehabt. Also doppelt praktisch. Wir tranken ein Bier, quatschten auf seiner Couch. Bis wir irgendwann zum Knutschen übergehen. Darin ist Mr. Undercut unschlagbar. Keiner küsst so leidenschaftlich wie er. Seine Küsse allein machen mich jedes Mal wieder ganz wuschig. Tattoos, Zigaretten, Undercut, Bier, nett aber doch auch rotzig. Er macht mich einfach an. Unter wildem Knutschen und Ausziehen irgendwann von der Couch aufs Bett gewechselt. Letztes Mal hatte er mich so geil zum Orgasmus geleckt, dass ich danach zu nichts mehr zu gebrauchen war. Er hatte quasi noch einen Orgasmus gut. Er fing wieder an mich mit der Zunge zu befriedigen. Dieses Mal aber nicht bis zum Ende. Zwischendurch legte er sich immer wieder auf mich, rieb mit seinem geilen großen Penis über meinen Venushügel. Kam mir damit nahe aber nicht zu nahe. Leckte wieder. Dann wieder sein Schwanz an meiner Muschi. Näherte sich immer mehr dem Eingang an. Ohne Gummi. Ich war geil. Das war so verboten, machte mich noch geiler. War mir sicher, dass er sich das nicht trauen würde. Hatten bisher immer mit Gummi Sex gehabt. Er wirkte nicht wie der Typ der es auf ungeschützten Verkehr anlegen würde.

Das Spiel mit dem Feuer, mit den Grenzen machte mich an. Und dann tat er es. Er drang zwei drei Mal kurz in mich ein, gar nicht weit. Und dann zog er sich gleich zurück. Ich überlegte, ob ich was sagen sollte oder nicht. Verhütete noch hormonell, so dass es dahingehen keine Konsequenzen haben konnte. Ehe ich mich versah kam er dann auch schon außerhalb meiner Muschi. Das war schräg, weil es so schnell ging. Gar nicht so richtig wie vögeln war. Raus, rein gleich abgespritzt. Sonst hatte viel länger gebraucht. Er war glücklich und befriedigt. Dieses Mal kein Orgasmus für mich. Aber das war okay. Schließlich hatte ich ja irgendwie Vorsprung gehabt. Wir sprachen nicht drüber. Sondern legten uns schlafen. Er musste früher raus. Ich konnte in seiner Wohnung ausschlafen und dann in die Arbeit fahren.

Danach hatten wir eine Weile keinen Kontakt, was aber nicht ungewöhnlich war. Irgendwann schrieb ich ihn wieder an und fragte, wie es ihm so ginge und da antwortete er mir erstaunliches.

Es ginge ihm gut. Neuer Job. Der Grund warum er sich nicht gemeldet hatte, war folgender: „Ich habe mich nicht mehr gemeldet, weil ich Dich jetzt nicht mehr mit Gummi ficken will, aber Dich auch nicht dazu überreden möchte. Wenn man ein Mal diese Realness gefühlt hat, dann geht das nicht mehr mit.“

Huch, da war ich nun richtig Baff. Einmal ohne Gummi ist nicht schön, aber es ist passiert. Aber deswegen immer ohne Gummi?? Weil man mal ohne hat, dann geht es nicht mehr mit? Weil ich immer rausfinden möchte was Menschen so antreibt, habe ich ihn gefragt, ob er sich denn keine Sorgen macht, sich etwas zu holen. Deine Antwort: Er glaubt nicht, dass ich ohne Gummi wild in der Gegend rumvögel, und er macht es auch nicht. Mit Punkt 1 hat er prinzipiell recht, aber mit ihm ist es mir ja schließlich auch passiert. Punkt 2 kann ich nicht einschätzen, ob es stimmt, aber mit mir ist es ihm schließlich auch passiert.

Er fragte: „Es ist passiert und dann wieder mit? … dazu fand ich es ohne viel zu geil … und ich sag ja, ich will Dich zu nichts überreden. … aber da ist, als wenn man nach einigen Tandem-Fallschirmsprüngen zum ersten Mal alleine springt und danach wieder zum Tandem zurück wechselt.“

Immerhin nett, dass er mich nicht überreden will, ABER.. Not. Das geht gar nicht. Ich war sehr überrascht von dieser Einstellung. Habe mir seine Aussage immer mal wieder im Kopf umhergehen lassen. Ernsthaft lieber kein Sex als mit Gummi?

Unser letztes Treffen war im September. Der Sex mit ihm geht mir wiklich ein wenig ab, aber das Ohne-Gummi-Ding läuft nicht. Gestern habe ich ihn wieder anschrieben und gefragt, ob er doch wieder Lust auf einen Tandemsprung hat.

Die Leidenschaft kehrt zurück

Da setze ich mich wie so eine Großstadt-Singlefrau am 4. Adventssonntag abends in den hippen Burgerladen bei mir um die Ecke um nicht das Gefühl zu haben einsam und allein zu Hause zu sitzen. (Keine Sorge – ich war untertags mit Freunden unterwegs). Plötzlich bin ich von lauter Familien mit Kindern umzingelt. So hatte ich mir das nicht vorgestellt. Wie soll ich mich auf Texte über Sex konzentrieren in diesem Familienidyll?

Die ersten zwei Monate mit einem Vollzeitjob sind vorbei. Ich bin happy, habe mich langsam an die Arbeitsstunden gewöhnt. Ich liebe meinen Job, gehe gern in die Arbeit. Spontane Sexabenteuer gehen aber jetzt nicht mehr ganz so einfach wie früher. Nichtsdestotrotz habe ich noch Sex. 🙂 Allerdings auch nicht überragend viel in den letzten zwei Monaten.

Die Beziehung zwischen Mr. Bondage und mir war ziemlich abgekühlt. Es fühlte sich an, als würde er mich freigeben für eine „Richtige Beziehung“ Als hätte er gespürt, dass er mich loslassen muss, dass ich im Kopf (und Herzen) frei werden kann für etwas Neues. Wir sahen uns noch ab und an um gemeinsam Essen zu gehen und zu quatschen. Über den Sommer/Herbst hatten wir nicht oft gesehen. Ein, zweimal waren wir Essen, wenn er auf Durchreise in meiner Stadt vorbeikam. Ich war auch lange nicht mehr bei ihm gewesen. Dann fragte ganz unerwartet, ob ich ihn denn mal wieder besuchen will. Ich freute mich sehr und stimmte zu. Voller Vorfreude fuhr ich zu ihm. Wir gingen in unser Lokal, in dem wir meistens Essen waren. Der „alte“ Mann und das bunte Mädchen wieder zusammen. Die Chemie stimmte, der Humor passt. Es fühlt sich immer so leicht an mit ihm. Ich kann einfach ich sein. Er mag mich so wie ich bin. Das genieße ich sehr.

Ich freute mich auch darauf, mal wieder eine Nacht bei ihm zu verbringen, mit ihm kuscheln zu können. Mehr an Erwartungen hatte ich nicht. Händchenhaltend ging es Richtung Wohnung, vertraut wie eh und je. Während ich wie immer meinen ganzen Krempel auf einen Haufen werfe und auf die Toilette renne, hängt er alle seine Sachen ordentlich auf. Er setzt sich auf die kleine Bank im Eingangsbereich und wartet bis ich wiederkomme. Wie sehr ich mich auf das Ritual gefreut habe. Ich kniete mich vor ihn hin und zog ihm die Schuhe aus. Es machte mir Spaß ihm Freude zu bereiten, ihm etwas Gutes zu tun. Er hatte einen langen Tag hinter sich. Ich befreite ihn aus seinen Schuhen. Massierte seine Füße. Er genoss es. Ich sah es ihm an. Er genoss es nicht alleine zu sein. Er genoss es Nähe zu bekommen. Er freute sich, dass ich bei ihm bin. Ich zog ihn weiter aus. Socken. Hemd. Unterhemd. Hose. Unterhose. Da stand er nackt. Ich kniete mich hin und nahm seinen Schwanz in den Mund. Ungefragt. Er wurde hart. Sprang auf die Berührungen an. Fing an zu saugen und lecken.

Als er geil geworden war übernahm er die Führung. Befahl mir aufzustehen. Mich auszuziehen. Ich zog mich ganz aus. Er stellte sich hinter mich. Freute sich über meine Brüste, berührte sie. Spielte mit meinen Nippeln. Intensives Knutschen. Ich stand nackt vor der Eingangstür. Er befahl mir mich an die Türe zu stellen. Hände nach oben, Beine breit. Dann ging er weg. Dimmte das Licht in der Wohnung. Ich stand nackt an der Türe. Erwartungsvoll. Konnte die Nachbarn in der Wohnung gegenüber hören. Das machte mich an. Meine Brüste drückten gegen die kalte Türe. Er kam wieder berührte mich. Fing an mir auf den Hintern zu schlagen mit seiner flachen Hand. Fing ganz leicht an. Das war sehr unerwartet. Mal wieder spielen, so ein klein wenig. Wie hatte ich das vermisst. Die Dominanz, auch die Schläge. Ich stand an der Türe. Stöhnen entfuhr mir. Ich wurde feucht. Er ließ seine Hände über meinen Körper gleiten. Fasste mir zwischen die ausgebreiteten Beine. Er stellte sich hinter mich. Drückte seine Erektion gegen meinen Arsch. Ich streckte ihm meinen Hintern noch weiter entgegen. Dann zog er mich weg von der Türe Richtung Bett. Dort machte er mir mit seinen Händen einen Orgasmus. An mehr erinnere mich nicht mehr. Es war intensiv und schön gewesen.

Als ich am Morgen aufwachte, war er schon in die Arbeit gegangen. Er hatte mir eine WhatsApp-Nachricht geschrieben: „Buntes Mädchen, da liegt ein Höschen mit Pünktchen auf meinen Schuhen am Eingang … wie unauffällig! :-)“ Ich musste sehr lachen.

Radiointerview

Ich lebe noch und gewöhne mich an die Arbeit. 🙂

Falls jemand mal meine Stimme hören will, ich habe ein Radiointerview über den Blog gegeben. Ab Minute 45:00

Wie vermehrt sich die Menschheit bei einer 40h-Woche?

Es ist sehr ruhig geworden. Das hat einen einfachen Grund. Mitte Oktober habe ich meine ersten richtigen Vollzeit-Job angefangen. Ich mag meinen Job, bei einem ganz kleinen StartUp. Aber ich merke auch, dass ich mein hippieiges Leben vorher gemocht habe. Einen richtigen Job zu haben ist erleichternd. Es fällt so der erste „Was soll aus mir werden“-Druck ab. Aber ich mochte meine Freiheiten durchaus. Und ich war ja auch nicht faul vorher. Hatte diverese Nebenjobs und Ehrenämter. Jetzt habe ich diverse Nebenjobs und Ehrenämter und einen 40h-Job. Und ja, man muss ich das Arbeitspensum erst antrainieren. Nichtsdestotrotz weiß ich bereits nach zwei Wochen, dass ich nicht den Rest meinen Arbeitslebens Vollzeit arbeiten will. Leben um zu Arbeiten – nicht mein Ding. Lieber die Ansprüche niedrig halten und Freiheit haben.

Nach zwei Wochen Vollzeit habe ich mich gefragt, wann Menschen dann noch Zeit für Sex haben… Faszinierend, dass wir noch nicht ausgestorben sind. Ich übertreibe natürlich. Aber die Tage sind kurz wenn man mindestens 8h arbeitet. Und meine Libido ist in der 40h-Wochen-EIngewöhnungsphase komplett eingeschlafen. Ich habe mich seit ich arbeite (14 Tage) genau einmal selbstbefriedigt. Und reichte Kopfkino nicht aus. Ich musste mir einen Porno reinziehen um überhaupt Lust zu haben. Aber alle Menschen, die ich treffe, sagen dass man sich an das Vollzeit-Arbeiten gewöhnt und es wieder besser wird. Also habe ich noch Hoffnung.

Aber ja, so richtig viel Sex hatte ich im letzten Monat nicht. Einmal um genau zu sein. Was eine Bilanz :-)) Jemand neues Kennenlernen ist auch gerade vom Kopf her nicht drin. So bleibt es bei Altbewährtem. Drei (vier) Männer sind noch akut. Mr. Bondage, Mr Tiefenentspannt und Mr. Undercut, plus noch ausstehende Dates mit ebenfalls schon bekannten Männern.

Ich halte euch auf dem Laufenden.

Die Welt dreht sich weiter

Die beste Nachricht zuerst: Es sieht wohl so aus, als hätte ich einen Job gefunden. Völlig überraschend war er da, der Job auf den ich wohl gewartet habe. Mündliche Zusage habe ich. Vertrag muss ich noch unterschreiben. juhuu..  Aber auch ein wenig Schiss. So mit weniger Freizeit und weniger Flexibilität. Aber Geld. Naja mal sehen. Mitte Oktober geht es dann los. Jemand der mich kennt ich weiß, wie ich bin und wie ich arbeite. Toller Zufall.

Das Jobangebot macht mich im Kopf freier und die Lust kehrt zurück.

Männer: Mr. Bondage hat mich gehen lassen. So fühlt es sich an. Wir treffen uns noch manchmal, so alle paar Wochen. Und immer wenn wir uns sehen, fühle ich, dass da etwas existiert zwischen uns. Das ist immernoch da. Und führt wie bei unserem letzten Treffen manchmal auch zu wilden ungeplanten sexuellen Aktivitäten im Auto. Wie die Teenager auf der Rückbank auf einem Parkplatz. (Vielleicht sollte ich im Nebenjob Autotester werden, zumindest die Qualität der Rückbänke :-)) Die seltenen Momente sind sehr intensiv dafür. Es kribbelt, viel Spannung. Knutschen, Nähe. Aber durch seine Zurückhaltung bin ich frei für etwas potentiell Neues. Es fühlt sich an, als hätte er sich als Nebenmann eingereiht und Platz gelassen für einen Hauptmann. (Den es noch nicht gibt.)

Mr. Tiefenentspannt nimmt mehr Raum ein mittlerweile. (Er ist aktuell vergeben). Aber in der Zeit in der ich wegen der Jobsuche sehr unter Selbstzweifeln gelitten habe, ist er viel mit mir spazieren gegangen. Wir haben lange Gespräche gehabt. Er hat mir viel Mut zu gesprochen. Das hat mir sehr gut getan. Darüber hinaus haben wir auch weiterhin Sex, wenn die Terminkalender es zulassen. Und tatata, wir haben uns letztes Mal geküsst. Davon war ich so perplex, dass ich es gar nicht genießen konnte, sondern nur die ganze Zeit drüber nachgedacht habe, ob das nun ein Versehen war, oder Absicht. Mein Kopf mal wieder. Und er hat mich zu einer Veranstaltung eingeladen, bei der Freunde von ihm da waren und seine Freundin. Mutiger Mann 🙂 Mit der Geliebten und der Freundin… Wir hatten eine gute Geschichte auf Lager woher wir uns kennen.

Neue Motivation zu schreiben: Jemand hat mich mal gefragt, ob meine Freunde den Blog kennen. Alle wichtigen kennen ihn. Und ich war lange von der Annahme ausgegangen, dass sie wissen, dass er existiert, sie ihn aber nicht lesen. Von wegen. Seit kurzem weiß ich, dass sie immer ganz gespannt gucken, ob ich was neues geschrieben habe. Das hat mich sehr gefreut und motiviert mich. Es führte zu der kuriosen Situation, dass ich meiner Freundin von dem letzten Erlebnis erzählen wollte und sie meinte: „Nein, nicht spoilern, ich muss erst den Eintrag lesen.“ Hahaha.

Play-Party mal anders als gedacht…

Ich wollte doch nur gucken und mein Outfit ausführen. Aber zugegebenermaßen hatte mich das Spiel, dass ich beobachtet hatte ziemlich angemacht. Besser als jeder Porno. Einen echten Orgamus bei einer Frau zu sehen. Zu sehen, wie ihr Körper zuckt. Ohne dieses künstliche Gestöhne. Pur und echt. Deswegen bin ich ganz gern mal in Clubs.

Mr. Barockes Hemd schien das Spiel auch gefallen zu haben. Er hatte sich beim Zusehen immer hinter mich gestellt und sich fast schon an mich gekuschelt. Ich war zwischenzeitlich ein wenig irritiert über soviel Annäherung, da wir ja bisher einfach nur zufällig gemeinsam den Club betreten hatte und ich die Bitte nach Hilfe bei meinen Strapsen nicht als Einladug für mehr verstanden hatte. Außerdem fand ich ihn überhaupt nicht dominant. Er war nett, keine Frage. Aber jetzt nicht der Mann den ich mir auf einer BDSM-Party zum Spielen ausgesucht hätte. Nachdem wir wieder zur Bar zurück gekehrt waren beeindruckte mich Mr. Barockes Hemd. Er fragte mich, ob ich nicht Lust hätte mir ihm zu spielen. Einfach so, gerade heraus. Das fand ich wirklich mutig und hätte ich ihm so gar nicht zugetraut.

Verdammt, jetzt musste ich mich entscheiden. Wollte ich oder nicht. Spielen erfordert noch mehr Vertrauen, als normaler Sex im Club. Und da bin ich ja schon wählerisch. Außerdem hatte ja mein Dominant-Radar nicht angeschlagen. Hmm und überhaupt… Aber ich war ein wenig angegeilt und gewillt die Komfortzone zu verlassen. Na gut, was soll schon schief gehen, außer dass es nicht funktioniert. Er hatte auch keinen Koffer mit Schlaginstrumenten dabei, mit denen er mich bearbeiten wollte. Ich gab mir einen Ruc und wollte es ausprobieren. Ich sagte ihm aber noch, dass ich nicht soviel Erfahrung habe und nicht so hart spiele wie die anderen. Okay, er würde ganz behutsam vorgehen. (Im Nachhinein muss ich an dieser Stelle sehr schmunzeln).

Gut, wir machten uns auf den Weg uns eine Location zu suchen. Oder vielmehr, ich sagte wo es lang geht…. Finde den Fehler… Seit wir uns getroffen haben lief er mir eigentlich hinter her und ich gab den Ton an. Ich hatte da so meine Zweifel, dass das beim Spieln anders werden würde. Aber man weiß ja nie, hoffte ich.

Wir entschieden uns für ein abschließbares Zimmer. Reichte schon, dass wir uns nicht kannten, mussten nicht noch andere teilnehmen. Wir standen vor der Spielwiese. Gut, dachte ich mir, ich muss mir jetzt ja keine Gedanken mehr machen, was nun passiert. Sein Job, freute ich mich über einen Vorteil des devoten Parts. Mr. Barockes Hemd stellte sich vor mich und sagte mir, dass er sich jetzt ganz um mich kümmern würde. Wunderbar dachte ich mir, aber musste innerlich so schmunzeln, weil er mich mehr an eine Tantra-Session erinnerte, als an ein BDSM-Spiel. Ich bat ihn noch, dass ich mir mit meinem Schal die Augen verbinden dürfe, da ich dann besser abschalten kann. Ging in Ordung für ihn, also verband ich mir die Augen. Wir standen einander zugewandt vor dem Bett. Er fing an mich an den Schultern zu streicheln, ausgiebig. Gut, kann man machen. Aber das fühlte sich so vanillaig an, dass ich innerlich fast platze vor Lachen. Dann fing er an mir Befehle zu geben. „Mach deine Beine breit!?!. Er ging am Ende des Satzes mit der Stimme immer hoch, so dass ich mir nicht sicher war, ob es nicht eine Frage war, bei der er meine Zustimmung hätte haben wollen. Ich war wirklich gespannt, wo das noch hinführen würde. Ich will gar nicht wissen, was sich die Zuseher (falls es welche gab) gedacht haben.

Nach einer Unmenge an Gestreichel und Geküsse, nach weiteren Befehlen, die nach Fragen klingen fing Mr. Barockes Hemd (mittlerweile lagen wir auf dem Bett) an mich zu lecken. Während ich mich vorher den ein oder anderen Moment gefragt habe, ob ich dem „Dom“ sagen könnte, dass er mich mal gefälligst härter anpacken soll und ob das nicht der Tod unseres Spiels geworden wäre, war mir als er zu lecken begann klar, wo seine Qualitäten liegen. Nicht so sehr in der Dominanz. Aber er leckte göttlich. Gut, dachte ich mir, das entschädigt für das nicht gut funktionierende Spiel. Also, Scheiß auf das Spiel. Das Lecken ist geil… So schaltete ich den Kopf aus und gab mich dem Vanillaigsten Sex, den man auf so einer BDSM-Party nur haben kann, hin.

Für den sehr geil geleckten Orgasmus, denn er mir bereitet hatte, forderte er einen Blowjob ein. Nichts leichter als das dachte ich, und legte los. Kurz bevor er kam, bremste er mich, angelte sich ein Kondom und fickte mich doggy, bis er kam. So waren wir am Ende beide glücklich und befriedigt, wenn auch anders als erwartet. Er drückte mir noch seine Nummer in die Hand und hofft, dass ich mich melden würde..