Er und die wunderschöne Frau

Das hab ich ja toll hinbekommen. Da lag ich so schön im Soll mit den versprochenen Blogeinträgen alle zwei Tage und dann meldet sich ein Mann kurz vor Jahresende ganz unerwartet bei mir und sagt ich soll auf ein Glas Wein vorbeikommen. Da war er dahin, der anvisierte Blogabend. Auch über dieses überraschende Treffen werde ich noch schreiben. Aber erst im neuen Jahr. Außerdem hatte ich mir noch vorgenommen, dass ich einen Jahresrückblick schreibe.. Wird dieses Jahr auch nichts mehr.. Ich hab auch 2013 einen angefangen, der befindet sich jetzt noch in meinen Entwürfen..
Aber da ich ja im letzten Eintrag einen tollen Cliffhänger produziert hatte, will ich euch zumindest nicht länger auf die Folter spannen, wen ich getroffen habe. Den Rest reiche ich dann ganz schnell nach.

Zurück zu meinem BDSM-Partybesuch.

Mr. Bondage hatte die wunderschöne Frau in ein Gespräch verwickelt und der Herzdoc und ich standen uns gegenüber und wussten nicht so Recht, was wir sagen sollten. Der Herzdoc, der Mann dem ich den auch für mich unvergesslichen Blowjob im Krankenhaus, kurz vor einer Herz-OP verpasst hatte. Das war so komisch. Ich wäre am liebsten abgehauen und hätte mich erst mal in eine Ecke verzogen und mich mit dem Gedanken angefreundet, dass er auch hier auf der Party ist. Ich hatte ja schon seinem Profil entnommen, dass er nun vergeben ist an eine Frau Anfang 20. Es war mir auch klar, dass das mit ein Grund war für unseren Kontaktabbruch. Gut, wenn die Frau sein Beuteschema ist, dann passe ich da auch nicht rein. Aber ich hatte zumindest das Gefühl, dass auch ihn unser Zusammentreffen nicht ganz kalt ließ. „Hallo, wie gehts dir?“ Ein wenig Smalltalk. Ich wußte auch nicht, in wie weit er wollte, dass sie mitbekommt, dass wir uns kennen. Wie sollte ich Mr. Bondage mitteilen, dass mir die Situation gerade furchtbar unangenehm war.. Einfach da stehen, nett lächeln und abwarten. Das war das erste Mal, dass ich jemanden aus meinem Blog völlig unerwartet getroffen habe.

Zum Glück ging das Gespräch nicht allzu lang. Und ich konnte mir das ganze dann aus ein wenig Entfernung ansehen. Sie trug einen Aufsehenerregenden weißen Einteiler der am Rücken so tief ausgeschnitten war, dass man den Anfang ihres perfekten Hinterns sah. Podekolltee. Der Herzdoc ist in meinen Augen ein wirklich sehr attraktiver Mann. Jetzt noch mit einer perfekten Begleiterin. Ich konnte mich nicht satt sehen an den beiden. Man sah auch ihm an, dass er von ihrer Schönheit sehr angetan war. Im Vergleich zu den meisten anderen auf der Party sah man bei den beiden nicht wer eigentlich dominant ist. Also eigentlich er, aber aus ihrer Körpersprache entnahm man, dass sie den Ton angibt und er macht was sie will. Ich mochte das. Es war anders.

Ich erklärte Mr. Bondage dann die Situation und er fragte mich, ob ich denn noch Gefühle für den Herzdoc hätte. Er hatte wohl gemerkt, dass es mich auch nicht ganz kalt gelassen hatte. Keine Ahnung. Eine gewisse Anziehung war da wohl noch da und auch weil es so unausgesprochen geendet hatte.

Ganz schön viel Aufregendes für mich schon bevor die Party richtig angefangen hatte.

Euch allen einen Guten Rutsch. Morgen schreibe ich weiter.

Die BDSM-Szene und ich

Ich hatte mich ja bisher weitestgehend geweigert mich in der BDSM-Szene herum zu treiben. Bis auf ein paar kleine Stammtischbesuche mit Mr. Bondage und den Fesselabenden hatte ich wenige Berührungspunkte. Aber auch gewollt so. Denn ich hatte immer das Gefühl, dass ich mir dann Gedanken darüber machen muss, ob meine Art zu spielen „richtig“ ist. Ob ich wirklich devot oder masochistisch bin. Ob ich da rein passe, in die Szene. Oder ob ich doch nur eine von den Shades of Grey-Tanten bin, die so ein wenig Fesseln spielt. Diesen Fragen wollte ich mich nie stellen. Denn ich mochte meine Art zu spielen. Wollte mich nicht einsortieren lassen. Finde jedes Spiel hat auch seine Berechtigung.

Andererseits war ich neugierig, vor allem auf ästhetischen Input. Eine schöne Location, schönes Spiel, Menschen mit einander umgehen sehen. Da kam es, dass in meiner Stadt eine BDSM-Spieleparty stattfand und Mr. Bondage mich fragte, ob ich da mit ihm hingehen möchte. Ich wollte. Vor allem, weil ich gerne mit ihm da hin gehen wollte. Es gemeinsam mit ihm erleben wollte. Aber ich hatte ZWeifel, ob ich irgendwelchen Ansprüchen gerecht werden würde, wie man sich dort verhält, ob mir das liegt. Die Karten waren teuer und man war namentlich angemeldet, so dass ich auch keinen Rückzieher machen konnte. Und ich hatte mal wieder nichts zum Anziehen. Also zumindest unten herum. Ich wollte meine Korsett anziehen, aber ich besitze keinen Rock.

Mr. Bondage und ich gingen am Tag der Party zum Shoppen los. Da ich leider noch arbeiten musste blieb und nicht so wirklich viel Zeit. Er schleppte mich in zwei Sexshops, die er kannte. Dort versuchten wir Strapse für mich zu kaufen. Allerdings finde ich es in normalen Sexshops nicht so einfach etwas passendes zu finden, wenn man ein wenig kurviger ist. Die meisten Sachen sind da so für das Modell Gogo-Tänzerin mit gemachten Titten.

Das Einkaufen wurde zwischenzeitlich ein wenig dramatisch, weil ich PMS hatte und mir mal wieder die Düse vor der Veranstaltung ging. Wegen Klamotten, wegen der Tatsache, dass ich nicht wußte, ob ich mich richtig verhalten können würde. Mr. Bondage war ein geduldiger Engel und ging mit mir eine Runde spazieren, bis ich mich wieder einbekommen hatte. Ja, einer der seltenen Dramamomente bei mir. Aber wir wurden fündig, wenn ich auch nicht abschließend zufrieden war. Also wir kauften ein Strapsband und drei oder vier Paar Strümpfe.

Dann sahen wir uns noch Halsbänder an. Also klassische BDSM-Halsbänder meist mit einem Ring. Schon beim Anprobieren war ich mir nicht mehr sicher, ob ich so eines denn tragen würde. Das sagte ich ihm aber auch. Es gab keines, dass ich für mich passend fand. Wir probierten bestimmt fast zehn so Halsbänder an. Aber in keinem fühlte ich mich widergespiegelt. Die waren alle sehr standardisiert. Meist Schwarz oder schwarz-rot. Er kaufte zwei, sagte aber beim zweiten schon, dass er es nicht für mich kaufen würde, sondern es einfach nur für seinen Fundus sei. Was mir war nicht gefiel waren die Metallketten. Das sagte mir vom Material her schon gar nicht zu. Ich trage auch sonst keinen Schmuck vor allem nicht aus Metall. Aber so eines kaufte Mr. Bondage auch nicht mit. Wir landeten noch in einem Sexshop, wo uns aber die Besitzerin gleich signalisierte, dass sie keinen passenden Rock für mich habe. Sie schickte mich in einen normalen Laden weiter, in dem ich mir einfach einen ganz simplen schwarzen Minirock kaufen sollte.

Zu HAuse vor dem Einkaufen hatte mir Mr. Bondage schon sein Outfit gezeigt. Anzug, darüber ein Mantel und eine venezianische Maske. Das gefiel mir gut. Er hatte auch für mich eine sehr stilvolle Maske. Deswegen war ich irritiert, dass er mich in dem Laden noch sehr nicht dazu passende Masken anprobieren ließ. Aber er war nicht davon abzubringen. Was sowohl die Verkäuferin, als auch mich irritierte. Aber ich probierte an und er war dann auch überzeugt, dass sie nicht passen. Zum Glück.

Ich musste dann allein noch losziehen und mir unter Zeitdruck einen schwarzen Rock kaufen. Meganervig. Ich fand einen. Der passte so halbwegs. Nicht optimal, aber okay. Dann düste ich wieder zu Mr. Bondage und wir machten uns fertig. Leider hatten wir am Ende halbwegs Zeitdruck, weil es nur ein gewisses Einlassfenster auf die Veranstaltung gab. Und wir waren auch prompt die letzten, die dort einmarschierten.

So stand ich da, führte zum ersten Mal mein Korsett aus. Schwarz, vorne mit einem weißen Einsatz unter schwarzer Spitze, so dass es silbern wirkt. Darüber ein schwarzes Bolerojäckchen. Einem schwarzen Minirock, drunter die Strapse und unten nicht allzu hohe Pumps. Ich sah schnell, dass mein Outfit völlig okay war, sehr zurückhaltend, aber das war okay so. Vorerst mal kein Halsband. Ich wollte mir erstmal alles ansehen, mich herantasten. Am liebsten in eine Ecke stellen und einfach nur gucken, was da für Menschen sind, wie sie miteinander umgehen, was so alles passiert.

Mr. Bondage hatte mir vorher noch gesagt, dass er das Profil von einer unfassbar tollen Frau gefunden hatte, die er an diesem Abend unbedingt mal kennenlernen wollte.

Bevor ich mich richtig eingewöhnen konnte drehten wir eigentlich schon eine Runde um alle Menschen zu begrüßen die Mr. Bondage so kannte. Das war mir fast schon zuviel, weil mir nicht so klar war, wie ich mich verhalten sollte. Die meisten anderen waren sehr klar in dominant und devoten Rollen. Manche knieten vor ihrer Herrin.

Ich bin eine starke Persönlichkeit im normalen Leben. Auch emanzipiert. Und mit der Tatsache nur über eine devote Rolle wahrgenommen werden zu können, komme ich noch (bewußt noch) gar nicht klar. Das sollte an diesem Abend unsere Beziehung noch ganz ordentlich auf die Probe stellen.

Aber vorher erlebten wir auf der Begrúßungsrunde noch eine Überraschung. Mr. Bondage entdeckte die Frau, die er kennenlernen wollte. Sie war in der Tat außergewöhnlich schön. Sie hatte einen Mann an ihrer Seite. Mein Herz machte einen Sprung als ich ihn erkannte. Ausgerechnet einen Mann, den ich auch kannte, der schon Teil meines Blogs gewesen ist….

Ich habe ihn steif geblasen … meinen Hals

In einem Anfall von Spontanität habe ich mich mal wieder auf ein Date eingelassen. Mit einem neuen Mann. Lange hat sich kein Termin ergeben an dem wir beide konnten, Mr. Journalist und ich. Er geht auf Ende 30 zu. Ist kein besonders auffälliger Typ. Er hatte Absolut Blind Date-Fantasien. Aber obwohl ich sowas ja auch schon gemacht habe, war ich in dem Moment weder bereit mich darauf einzulassen, noch hatte ich nach unserem Hin- und Herschreiben das Vertrauen. Und er war auch nicht bereit, so schien es mir, mehr in eine ordentliche Vorbereitung zu investieren. Also mal zu telefonieren oder ähnliches. Also nur ein ganz normales Essensdate mit wie immer einer Option auf mehr, sollten wir beide Bock haben.

Essensdate war gut. Auch wenn ich manchmal das Gefühl hatte, dass er sich nicht so Recht in die Karten blicken lassen wollte. Ich konnte ihn zu schwer einschätzen. An welcher Stelle war er ernst, an welcher ironisch. Aber ich fand ihn sympathisch und so ein wenig Herausforderung im Ergründen einer Person macht die Sache spannend. Das allerwichtigste schien ihm, dass er keine Verpflichtungen eingehen wollte. Bindungsunwillig. Unproblematisch für mich.

Wir aßen und unterhielten uns gut. Irgendwann machte er Andeutungen, dass er unbedingt noch einen Blowjob haben wollte. So so, einen Blowjob. Ich ließ mir durch den Kopf gehen, ob ich da Bock drauf hatte oder nicht. Och, warum nicht. Auch wenn es keine Gegenleistung geben sollte und es passieren konnte, dass er sich danach nie wieder meldet. Nachdem ich ja selbst Spaß daran habe, kann er mich auch nicht ausnutzen. Wir einigten uns auf mein Auto. Ich fuhr einen mir bekannten Parkplatz an meiner Skatingrunde an. Premiere, ich hab seit ein paar Monaten ein anderes Auto. Das sollte damit entjungfert werden. Ich hatte lange nichts mehr in einem Auto gehabt.

Kaum angekommen, küsste er mich sehr leidenschaftlich, sehr ausgehungert, aber das war ein gutes Gefühl. Er wollte den Blowjob jetzt sehr. Das interpretierte ich in seine Küsse. Dann packte er auch schon seinen Schwanz aus. Gutes Exemplar. Ich beugte mich über die Mittelkonsole und begann seinen Schwanz zu erkunden. Versuchte herauszufinden, wie intensiv ich saugen durfte. Ich hatte seinen Schwanz quer in meinem Mund. Das ging im Auto nicht anders. Manchmal knackst mein Kiefer. Die Kälte. Ich muss mal meinen Zahnarzt fragen, warum mir das neuerdings manchmal Probleme bereitet. Manchmal wenn ich mit meiner Zunge beim Saugen mit seinem Schwanz spielte, zuckte er. Ich dachte, dass ich eventuell zu hart gesaugt habe, aber er erklärte mir, dass er kitzlig am Schwanz ist. Darüber musste ich schmunzeln. Hatte bisher auch noch keinen Mann getroffen, den ich beim Blowjob kitzeln konnte. Ich versuchte mit meiner Zunge nicht mehr an der Seite seines Schwanzes lang zu streifen. Aber das war gar nicht so einfach. Von vorne hätte das besser funktioniert. Trotzdem konnte ich ihn stöhnen hören und ein „Das ist geil“ kam über seine Lippen. Irgendwann als er schon ziemlich geil war, nahm er seinen Schwanz in die Hand und brachte es zu Ende. Es schien ihm gefallen zu haben, auch wenn ich ihn nicht fertig geblasen hatte.

Wir redeten noch ein wenig und dann brachte ich ihn wieder zu seinem Auto zurück. Keine Ahnung, ob er mich wiedersehen möchte. Auf meine WhatsApp hat er zumindest noch geantwortet. Ich ging früh ins Bett. Als ich am nächsten Morgen aufwachte merkte ich, dass ich einen steifen Hals hatte. Beim Blowjob im Auto hatte ich ihn ja die ganze Zeit verdreht gehabt. Jetzt konnte ich ihn nicht mehr in die entgegengesetzte Richtung drehen. Ich bin doch langsam einfach zu alt für Sex im Auto…

Ich kann es ihm nicht geben …

Manchmal hinterlässt mich Mr. Bondage ein wenig irritert. Irritiert, weil unsere Empfindungen sehr gegensätzlich sind. Ich fühle mich angekommen bei ihm in gewisserweise. Angekommen in einem irgendwie gearteten Beziehungsdinges, dem ich keinen Namen geben will. Wir sind zusammen, irgendwie. Er gibt mir Halt, Nähe, Zuneigung, Gefühle, Zeit. Das kann ich ihm auch geben. Soweit so gut. Der Bonus obendrauf ist für mich, dass er mir, wenn er in Spiellaune ist, unfassbare Orgasmen geben kann. Der vaginale Orgasmus war überwältigend für mich. Genau danach war ich auf der Suche. Das habe ich bekommen. Das gibt mir soviel. Deswegen sind meine anderen Dates ziemlich wenig geworden.

Aber genau das kann ich ihm nicht zurückgeben. Ich kann ihm keinen Orgasmus machen. Ich kann ihn nur unterstützen, wenn er es sich selbst macht. Das ist hart für mich, wo er mir doch so viel gibt. Mich mit unglaublichen Orgasmen quält. Wenn ich in Spiellaune bin und ihn heiß mache, dann kann ich es nicht zum Abschluss bringen. Ich merke einerseits, dass er zufrieden ist mit dem was ich ihm geben kann. Aber das er auch immer wieder Phasen hat, in denen er unzählige Frauen datet, auf der Suche nach der Einen, mit der es zufällig genau so passt, dass sie ihn zum Kommen bringt. Auch wenn ich nicht wirklich eifersüchtig bin, ist es manchmal gar nicht leicht, das mitzubekommen. Weil ich es ihm eben nicht geben kann.

Wir haben ein langes Gespräch darüber geführt, warum er nur so schwierig kommen kann. Seine Vermutungen, meine Vermutungen. Ich habe ihm versprochen, dass ich über den Inhalt Stillschweigen bewahren werde. Das tue ich auch.

Vielleicht passiert es irgendwann, in einem zufälligen Moment, wenn keiner damit rechnet. Ich hoffe sehr, dann nur nehmen zu können ist gar nicht so leicht.

Merry Christmas

Ich wünsche Euch allen Frohe Weihnachten. Vielen Dank, dass ihr mich so treu und fleißig lest und begleitet.

Ich hab es weder geschafft mich ordentlich über mein zweijähriges Blogjubiläum im Oktober zu freuen, noch dass ich die 500.000 Klicks voll gemacht habe. Viel los mit der Uni, ein wenig verliebt, reiselustig, hach ja ihr kennt das bestimmt.

Nachdem die Weihnachtszeit immer die saure Gurkenzeit als Geliebte ist und Mr. Bondage sich in den Weihnachtsurlaub verabschiedet hat, habe mich mir vorgenommen, so etwa alle zwei Tage einen Eintrag zu veröffentlichen. Damit ich endlich mal alles wegschreibe, was noch so in 2014 passiert ist. Mal sehen, ob es mir auch gelingt.

Runde zwei, der Pool und der Barkeeper

Der Soldat und ich kamen zurück an die Bar und trafen dort wieder meine Freundin Elisa. Sie hatte sich wie es schien nicht gelangweilt, sondern sich mit dem einen oder anderen Mann unterhalten. Der Soldat und ich lachten noch ein wenig über das eben Erlebte. Vor Allem darüber, dass wir das mit dem Eimer in der Tür nicht gewusst hatten. Irgendwie war ich noch nicht so recht befriedigt und er hatte auch noch Lust. Noch dazu war ich mir nicht sicher, dass ich nochmal jemanden finden würde, auf den ich Lust hatte. Also beschlossen wir es nochmal zu versuchen, dieses Mal mit dem Eimer in der Tür. Wir gingen also schon ein paar Minuten später wieder nach oben und beschlossen am Ende wieder in die gleiche dunkle, etwas versteckt gelegene Höhle zu gehen, in der wir am Anfang schon gewesen waren.

Immerhin wussten wir dieses Mal schon, wie das mit dem Küssen zwischen uns beiden funktioniert. Und der Eimer schien Erfolgversprechend. Es waren zwar Zuschauer da, aber die blieben dieses Mal vor der Türe. Es gelang uns die anderen auszublenden. Knutschen, fummeln, blasen und dann beschlossen wir, dass wir Sex haben wollten. Er angelte sich ein Kondom zog es an und fickte mich. Ich massierte mir mit den Fingern den Kitzler und kam so relativ schnell. Am Ende kurz vor seinem Orgasmus war dann doch noch ein Mann in unsere Höhle geklettert und hatte sich langsam an uns heran gerobbt. Das war ein wenig nervig. So dass wir dann doch noch sagen mussten, dass er nicht mitmachen darf. Aber der Soldat kam dann trotz der Ablenkung noch. Es war schön. Aber auch von beiden Seiten sehr zielorientiert. Wir wollten ficken, ohne große Umwegen und das hatten wir getan. Anziehen, duschen und zurück an die Bar.

Mein Freundin Elisa und ich waren ja schon ziemlich früh in den Club gegangen. Als ich dann mit dem Soldaten zurück kam, war es gerade so 20 Uhr und der Abend war noch jung. Mittlerweile war noch ein Freund von uns dazu gekommen. Der Soldat, verabschiedete sich unmittelbar nach dem Sex und ging nach Hause. Elisa fragte, ob ich denn nicht die Nummer von ihm hätte haben wollen. Darüber hatte ich gar nicht nachgedacht. Für mich war es völlig okay, dass er sich verkrümmelt hat. Ich habe mir auch nicht seinen Namen gemerkt. Es war okay so wie es war. Nettes Gespräch, kurzer Fick und gut. So konnte ich nun einfach einen netten lustigen Abend mit meinen Freunden haben.

Wir aßen ein wenig, tranken und sahen uns die anderen Menschen an. Es gibt da wirklich alles. Dick, dünn, gut angezogen, komische Klamotten, geschmackvoll, alt und jung. Die Mischung ist wirklich interessant. Ich würde ja vieles von dem was die anderen da so anziehen aus ästhetischen Gründen nicht tragen, aber jeder soll das so machen, wie er es gerne hätte. Zwischendurch drehten wir immer mal wieder eine Runde durch die Zimmer um zu schauen, was da so im Gange war. So einiges. Die vielen Soloherren bekamen auch immer mal wieder die Gelegenheit sich zu beteiligen. Und ich hatte das Gefühl, dass je später der Abend wurde, desto geringer wurde der Druck und desto weniger nervig wurden die Handtuchträger.

Elisa kannte von früheren Besuchen einen wunderhübschen netten durchtrainierten schwarzen Mann, der noch dazu gern Frauen den Rücken massiert. Zumindest fädelte Elisa ein, dass wir nach einander eine wunderbare Rückenmassage bekamen. Ich traute dem Braten am Anfang ja nicht und war mir sicher, dass er eine Gegenleistung dafür haben wollte. Aber er wollte wirklich nicht. Zu cool einfach. Noch eine Massage bekommen, einfach so. Es fing an mir zu gefallen. Netten Typ abgeschleppt, Massage bekommen, All-inclusive-für wenig Geld, da kann man nicht meckern.

Und ich konnte mich im Laufe des Abends noch davon überzeugen, dass das Prinzip „zu Geben ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten“ meistens dazu führt, dass der Gebende reichlich belohnt wird. Der leckere Masseur konnte sich jedenfalls nicht über zu wenig Sex beschweren.

Gut durch geknetet beschloss Elisa, den Clubeigenen Pool zu entern. Ich hasse ja baden eigentlich. Bade vielleicht zweimal im Jahr. Aber ich ließ mich überreden mit in den Pool zu klettern. Da saßen wir dann zu dritt, Elisa, unser Freund und ich.. Bis noch ein Typ kam und einfach mitreinkletterte.. Dann war es ziemlich eng.. Aber so ein wenig unter Wasser fummeln war schon ganz nett. Ich streichelte mal Elisas Beine und mal die Beine unseres Kumpels. Der auch wirklich ganz niedlich ist. Lange hielt ich es aber trotz netter Begleitung nicht in der Wanne aus und flüchtete. Ich duschte mich und zog mir wieder mein Kleid an. Ich hatte das Gefühl, dass sich was zwischen Elisa und unserem Kumpel etwas anbahnte und beschloss mich zu verkrümmel um nicht im Weg umzugehen. Ich ging wieder nach unten und setzte mich allein an die Bar.

So ganz allein als Solofrau. Ich war gespannt, was passieren würde. Ich wollte gar niemanden kennenlernen. Wollte eigentlich auch gar nicht kommunizieren. Mittlerweile war der Abend schon ein wenig fortgeschrittener. Der Druck bei den meisten Männern war abgebaut. Und ich strahlte vermutlich auch aus, dass ich nicht aufgerissen werden wollte. So wurde ich ziemlich in Ruhe gelassen. Und kam mit dem wirklich gutaussehenden schwarzen Barkeeper ins Gespräch. Wir flirteten, es gefiel mir. Er fragte mich dann heimlich nach meiner Nummer. Ich war mir nicht sicher, ob er das nicht eben bei jeder Frau machen würde und überlegte, ob ich sie im wirklich geben wollte. Aber ich hörte auf mein Bauchgefühl und schrieb die richtige Nummer auf. Wir wollten uns mal auf einen Drink treffen. Haha, ich reiße in einem Swingerclub einen Mann auf, mit dem ich erst mal einen Trinken gehen will. Auch gut. Sowas mag ich ja..

Nach einer ganzen Weile kamen meine beiden Freunde dann grinsend wieder. Ich hatte Recht behalten. Es war was gelaufen. So gingen wir am Ende alle zufrieden nach Hause.

Wie zwei schüchterne Teenager…

Der schnuckelige Soldat und ich gingen nach oben. Und irrten erst mal eine ganze Weile zwischen den Zimmern umher. Denn es war gar nicht so leicht einen Platz zu finden, bei dem man einigermaßen ungestört ist. Das abschließbare Pärchenzimmer war schon belegt. Mitten auf den Präsentierteller wollten wir auch nicht, also schieden 90 Prozent der anderen Möglichkeiten von vorn herein aus. Und dann schleppten wir auch dieses Mal eine kleinere Traube Männer hinter uns her. Nachdem wir zwei Runden durch alle Höhlen und Zimmer gedreht hatten, entschieden wir uns für eine ganz versteckt liegende Höhle unter einem Bett. Wir kletterten hinein und breiteten unsere Handtücher aus.

Sex ist für mich nie ohne Gefühle einfach ausziehen und losrammeln. Er war auch nicht so abgebrüht. So lagen wir auf unseren Handtüchern und grinsten uns erstmal verlegen an. Wie loslegen? Natürlich waren wir in einem Swingerclub und erwachsene Menschen. Aber ich fühlte mich trotzdem ein bisschen wie in meine Teenagerzeit zurückversetzt. Es war ähnlich krampfig, wie zu Teenagerzeiten. Aber mit ein wenig mehr Erfahrung als damals, versuche ich jetzt mit Humor solchen Situationen beizukommen, in dem ich halt ausspreche, dass wir uns gerade wie zwei Teenies anstellen. Das half. Wir küssten uns und das knisterte durchaus. Allerdings war ein wenig irritierend, dass wir schon vom ersten Kuss an drei Männer im Eingang der Höhle sitzen hatten, die versuchten näher zu rutschen.

Also einer von uns beiden war immer damit beschäftigt, den Männern klarzumachen, dass sie gerade nicht erwünscht sind. Wir knutschten weiter. Zwischen durch mussten wir einfach lachen, weil wir beim Knutschen beobachtet wurden. Mein Soldat fing an mich anzufassen und ich zog mein Kleid aus. Behielt aber meine Wäsche an. Ich bot ihm an, dass ich ihm einen blasen würde, denn mehr würde mein Kopf so nicht mitmachen. Er war einverstanden und ich fing an ihm genüßlich einen zu blasen. Es gefiel ihm. Aber es kamen immer wieder Männer in die Höhle. Hatten wir den einen weggeschickt, kam der nächste. Er konnte sich erstmal nicht fallen lassen, weil er sich verpflichtet fühlte die Männer wegzuschicken. Nichts desto trotz hatte ich ihn geil geblasen und bot ihm an, dass er auf meinen Brüsten abspritzen durfte. Zog meinen BH noch aus. Er kniete sich über mich und kam. Dann machten wir uns halbwegs sauber, packten unsere Sachen und verschwanden zum Duschen. Nicht ohne, dass noch ein Mann sein Bedauern darüber ausgedrückt hatte, dass er so gerne mitgemacht hätte, wo er doch meine Brüste so schon fände. Beim Rausgehen erklärte uns noch einer, dass wenn wir hätten ungestört sein wollen, wir ja auch einfach den kleinen Eimer in die Türe hätten stellen können. Ein Aha-Moment für uns beide, die wir nicht besonders erfahrene Swinger waren.

Das Erlebnis war eine Mischung aus witzig, nervig und schön. Er war ein wunderbarer Küsser, das war schön. Das wir uns so angestellt hatten, war witzig, die anderen Männer eher nervig. Wenn sie uns nur zugesehen hätte, wäre es okay gewesen. Aber immer das auf die Pelle rücken…

Nach einer halben Stunde waren wir zurück an der Bar bei meiner Freundin. Der Abend war ja noch jung..

Mädelsabend im Swingerclub

Eines Freitag Abends sollte es sich ergeben, dass ich mit meiner Freundin Lisa, die ich über den Stammtisch der Rirarammelseite kennengelernt hatte in einen Swingerclub ging. Sie war da schon ein paar Mal ohne männliche Begleitung gewesen. Ich hingegen kannte Swingerclubs ja bisher nur mit meinem Dom JD zusammen. Ich war sehr gespannt zu einen auf den Club, zum Anderen wie der Besuch ohne einen Mann an meiner Seite werden würde.

Wir trafen uns vor der Türe. Ich ging ohne große Erwartungen hin. Aber es konnte auch nicht viel schief gehen, wenn alles inklusive ist und man als Frau nur 10 Euro Eintritt zahlt. (Wobei ich mir noch nicht abschließend sicher bin, dass ich den niedrigen Eintritt für Frauen auch gut finde). Lisa und ich trafen uns am Parkplatz. Wir waren schon realtiv früh verabredet. Es war später Nachmittag. Um diese Zeit war der Club vermutlich noch nicht besonders voll. Also easy zum Eingewöhnen für mich. Wir zahlten brav unseren Eintritt und gingen dann zum Umziehen. Ich wollte beim ersten Mal ohne Begleitung nicht zu nackig rumlaufen und entschied mich für ein kleines schwarzes Kleid, dass ein wunderbares Dekollete macht. Dazu zog ich meine Overkneestiefel (um nicht zu viel von meinen Eisbärweißen Beinen zu zeigen). Lisa hatte ebenfalls ein Kleidchen an.

Dann enterten wir den Club. Aus der Umkleide kommt man direkt in den Barbereich. Handtücher auf die Stühle und erst mal etwas trinken. Und die anderen scannen. Oder gescannt werden. Es war wirklich noch nicht viel los. Ich musste fahren und konnte nur ein klein wenig Alkohol trinken. Aber so zum Auftauen bestellte ich mir einen Aperol Sprizz. Das Publikum war bunt gemischt. Ältere Pärchen, jüngere Pärchen, Soloherren jeden Alters. Und natürlich auch meine Lieblingsgruppe – die Handtuchträger. Niemals werde ich, wenn ich es selbst bestimme, mit einem der Handtuchträger Sex haben. Wenn es nicht mal für Shorts reicht…

Lustig ist, dass Lisa und ich ähnlich ticken, was potentielle Sexualpartner angeht. Brain muss sein. Gar nicht so leicht in einem Swingerclub. Uns quatschte auch der ein oder andere Typ an, als wir da zu zweit an der Bar saßen, aber da war nichts wirklich ehaltvolles dabei. So unterhielten wir uns einfach zu zweit. Nach dem ersten Getränk zeigte mir Lisa dann die einschlägigen Räumlichkeiten einen Stock höher. Und ja, es ist wirklich witzig einerseits und unfassbar nervig andererseits, dass wenn du als zwei Frauen im Club aufstehst und Anstalten machst, Richtung Sexbereich zu gehen, dann hast du eine ganze Traube Männer die dir hinterher dackelt. Lisa und ich standen auf und ich würde schätzen fünf Männer taten es uns nach und liefen uns hinterher. Wir wollten uns eigentlich ganz entspannt mal umsehen. Das ist allerdings wirklich schwierig, zumal noch nicht besonders viele Frauen im Club waren.

Wir zogen von Zimmer zu Zimmer uns sahen uns alles an. Und hinter uns immer die Männertraube, die irgendwie hofft einen Stich zu machen. Völlig falsche Taktik dieses permanente auf die Pelle rücken. Aber das hat ihnen vermutlich niemand erklärt bisher. Wir konnten leider auch nicht in Ruhe irgendwo zusehen, weil immer Männer an uns dranklebten. Oder sie sich wichsend einfach ins Blickfeld stellten. Das überforderte mich komplett. So dauerte der Ausflug in den Sexbereich auch nicht allzu lange und Lisa und ich gingen wieder an die Bar zurück.

Wir unterhielten uns einfach weiter. Irgendwann kamen wir mit einem Soldaten ins Gespräch. Er war Ende 20 und ganz niedlich. Ich hab seinen Namen vergessen. Er war wirklich nett. Wir unterhielten uns ganz unverfänglich. Er stand neben Lisa. Ich war gespannt, ob sich etwas ergeben würde zwischen den beiden. Wobei er Lisa viel zu klein war. Sie mag große Männer. Und er schien sich für mich zu interessieren, stellte sich heraus. Ich wusste eigentlich gar nicht so genau, was ich wollte. Aber Lust zu knutschen hatte ich, und er war niedlich. Also sprang ich über meinen Schatten und wir gingen die Treppe nach oben…

Manchmal ist mein Leben wie eine Soap Opera

Tut mir leid, ich merke, dass die Intervalle in denen ich blogge gerade riesig sind. Aber dieses Uni-fertig-machen-Ding spannt mich echt ganz schön ein. Geschichten gäbe es wirklich genug.

Eine kleine Geschichte, die sich auf einem Stammtisch der Rirarammelseite angebahnt hatte. Ich war allein dort. Mr. Bondage war nicht mitkommen, sondern in den Urlaub gefahren. Wie immer war ich eigentlich auch nur hingegangen, um die Menschen, die ich eh schon kenne, mal wieder zu treffen, zu lachen, zu quatschen, einfach einen schönen Abend zu haben.
Im Laufe des Abends kam ich dann aber in Flirtlaune. Mit einer Freundin hielt ich Ausschau nach passenden männlichen Flirtobjekten. Und siehe da, da stand eines an der Bar, ganz allein. Genau mein Typ, dunkle Haare, Mitte/Ende 30, Jeans, Hemd und Jackett, ein in meinen Augen schöner, gepflegter Mann.

Ich fing an ihn aus sicherer Entfernung anzulächeln. Er lächelte ein wenig zurück. Ein bißchen Augenflirt. Das ging eine Weile so, bis er mit seinem Bier nach draußen verschwand und ich beschloss, dass ich ihm einfach mal hinterher gehen wollte. Jetzt oder nie. Perfekte Gelegenheit. Manuel heißt er. Wir unterhielten uns. Er erzählte mir, dass er wegen mir auf den Stammtisch gekommen war. Er hatte mein Profil gelesen und wollte mich kennen lernen. Ich lachte mich schlapp. Klar, ich flirte ausgerechnet den Typ an, der mich kennenlernen will. Hahaha.. Er hatte mein Profil gelesen und sich deswegen ein Jackett angezogen. Sagte er zumindest. Fuck, wie durchschaubar mein Beuteschema doch ist. Und es hat auch noch funktioniert. Das fand ich lustig und beängstigend.

Wir unterhielten uns gut. Und er überredete mich zum Knutschen. Eigentlich wollte ich nicht lange bleiben an dem Abend, weil ich sehr früh aufstehen musste. Aber da saß ich dann knutschend mit Manuel. Boah, konnte dieser Mann unfassbar geil küssen. Das schrie förmlich nach mehr. Ich ließ es sogar zu, dass er meine Brüste anfasste und aus dem Oberteil holte. Der Abend schrie nach Sex mit ihm. Aber ich musste früh raus, hatte einen Termin am nächsten Tag. Ich ließ mich nicht überreden, obwohl ich ziemlich Lust gehabt hätte. Aber es war mir auch alles irgendwie zu schnell gegangen. Ich ging allein nach Hause. Lieber erstmal Tempo rausnehmen. Ich wurde aus ihm auch nicht schlau. Er war eine Mischung aus Selbstbewußt und „er weiß genau was er will“ und unsicherer Eifersucht.

Wir schrieben uns viele Nachrichten. Er schrieb mir irgendwann den legendären Satz „Ich bin alles was eine Frau sucht, fordere aber auch dafür“. Spätestens da war meine Neugierde groß. Ich wollte herausfinden, ob er wirklich so selbsbewußt ist. Was hinter diesem Satz steckt.

Wir verabredeten uns zum Essen. Er lud mich in seinen Lieblingsitaliener ein. Und teilte mir mit, dass Frauen dort ein Kleid tragen müssten. Er würde im Jackett kommen. Sehr witzig, der Typ. Ich besitze genau zwei Kleider. Trage die nur wenn ich muss, auf Hochzeiten oder Empfängen. Das Sneakersgirl zum schicken Italiener ausführen. Oh Mann. Aber ich hatte Lust. Sagte ihm, dass ich vermutlich ein wenig verkleidet aussehen würde. Ich kam mir ziemlich overdressed vor in meinem kleinen Schwarzen. Aber auch sehr hübsch. Ich musste über mich selbst lachen, weil es mir Spaß gemacht hatte, mich für ihn so aufzurüschen. Es war ein tolles kleines Restraurant und das teuerste Essen meines Lebens. Das ich unfallfrei im Kleid absolvierte. Es war ein schöner Abend. Ich war mit dem Auto da und bot ihm an ihn heimzufahren. Ohne Hintergedanken. Das war mehr der Student in mir, der jemandem die Taxikosten ersparen wollte. Was ihm wohl sehr wurscht gewesen wäre. Er vermutete Hintergedanken und als ich das merkte musste ich über meine Naivität lachen.

Vor seiner Haustüre angekommen ließ ich mich aus einem Bauchgefühl heraus noch überreden mit zu ihm zu kommen. Ohne Hintergedanken. Er war vor nicht allzulanger Zeit noch verheiratet gewesen. Sagte mir die Klingel. Aber jetzt Single. Seine Wohnung sah so aus, als wäre es nicht sein Plan gewesen mich mit nach Hause zu nehmen. Das machte ihn wieder symphatisch. Er hatte mir vorher schon erklärt, dass er etwas getrunken hatte, deswegen würde bei ihm eh nichts mehr gehen. Wir kuschelten ein wenig und es passierte wirklich nicht mehr viel zwischen uns.

Nach unserem Date vergingen zwei Tage, da schrieben wir wieder und er rückte nach einer Weile raus, dass es ihm nicht gut ginge und dass er sich gerade in einer Kneipe betrank. Ich bot ihm an vorbei zu kommen und ihn nach Hause zu bringen. Er sah wirklich nicht gut aus und hatte viel getrunken. Er war vor einer Weile überfallen und beklaut worden, seitdem hatte er manchmal Angstanfälle. Und die bekämpft er mit Alkohol. Dass das nicht zielführend ist, wußte er selbst. Jedenfalls übernachtete ich bei ihm. War einfach da. Das alles war in der Phase in der ich meine letzten Hausarbeiten schrieb. In der ich mein eigenes Leben in den Griff bekommen musste. Ich wußte, dass ich mich nicht hineinsteigern durfte in das Helfen. Ich kannte ihn ja auch erst ein paar Tage. Warum sollte es mich etwas angehen? Aber ich fand ein Maß, in dem es mich nicht belastete ihm zu Helfen, ich ihm aber trotzdem helfen konnte.

Ich holte ihn nochmal aus einer Kneipe ab ein paar Abende später und fuhr ihn dann am Morgen auf seinen Wunsch hin in eine Psychatrie. Posttraumatische Belastungsstörung. Er begab sich ein wenig später in stationäre Behandlung…

Innerhalb kürzester Zeit quatsche ich den Typ an, der mich kennenlernen will, wir gehen unfassbar toll Essen und dann bringe ich ihn in die Psychatrie. Solche Geschichten kann nur das Leben schreiben

So langsam normalisiert sich sein Leben wieder und mein Stress wird weniger. Ich hoffe, dass wir uns bald mal wiedersehen.