Dates und Politik

Bloggen in guten, wie in schlechten Zeiten: Es hat nach der Buchmesse also genau vier Tage gedauert, bis die Absage von dem großen Verlag kam, bei dem ich mich am Stand vorgestellt hatte. „Wir sind nicht an dem Inhalt Ihres Blogs interessiert“. Ich müsste darüber nicht schreiben. Aber ich tue es,wie immer. Denn das Leben läuft natürlich nicht immer so, wie man es gern hätte.

Natürlich habe auch ich diese ureigene Angst mich zu blamieren. Mich in etwas zu verrennen, das fern jeder Realität ist. Mir am Ende völlige Selbstüberschätzung eingestehen zu müssen. Manche Kritiker werden sich jetzt bestätigt fühlen: Siehste, habe ich dir gleich gesagt, dass dein Zeug vom Niveau her nicht reicht. Dass es sprachlich zu lieblos, inhaltlich zu flach und nur einer unter 1000en Blogs ist.

Nach der ersten Absage aufzugeben kommt allerdings nicht in Frage. Es wäre nämlich ähnlich vermessen, zu glauben, dass er kürzeste Weg ans Ziel führt. Außerdem habe ich außer meinem Gesicht vor mir selbst nichts, aber auch rein gar nichts zu verlieren. Ich werde also sehen was passiert. Ich habe die Absage zur Kenntnis genommen. Wenn die Kritik irgendwann größer wird, als die Bestärkung, dann werde ich den Traum aufgeben. Das als Aspekt am Rande.

Dates und Politik

Vermutlich ist es eine goldene Dateregel, nicht über Politik zu sprechen beim ersten Date. Aber erstens halte ich mich ja nie an solche Regeln und zweitens spätestens wenn ich erzähle, was ich studiert habe, dann landet das Gespräch sowieso in diesem Themengebiet. Seit das bestimmende politische Thema in letzter Zeit die Flüchtlingsfrage ist, hat das für Dates noch einmal einen ganz andere Brisanz. Vermutlich weil das Thema so dominierend ist, dass es eigentlich niemanden gibt, der sich dabei nicht positioniert. Beziehungsweise hat die Meinung zu diesem Thema was mit einer Haltung zu tun. Mit einer grundsätzlichen Haltung. In früheren Dates ging es auch um Politik. Ich halte es auch gut aus, wenn jemand nicht den selben Standpunkt vertritt wie ich, oder einer anderen demokratischen Partei anhängt. Aber das Thema Flüchtlinge bringt so schnell wie keine anderes latenten Rassismus zum Vorschein.

Um sonst soweit zu einem Menschen vorzudringen, dass man am Ende wußte, welche Haltung derjenige einnimmt, hat es vorher mit ziemlicher Sicherheit mehr als ein Gespräch gedauert. Man hat sich vermutlich meist um einfachere Themen gedreht. Die politischen Fragen waren nicht so eklatant, dass man sich zwingend auf eine Seite stellen musste. Aber ich merke, dass die persönliche Haltung in der Flüchtlingsfrage für mich sehr große Relevanz besitzt. Uneinigkeit in der Flüchtlingsfrage als Datekiller sozusagen. Vor allem als Sexkiller. Ich kann niemanden vögeln, bei dem ich auch nur leichten Rassismus vermute. Keine Chance. Egal wie er aussieht.

Vermutlich könnte ich Dates in naher Zukunft einfach abkürzen mit: „Hi ich bin Remi, sag mal, wie stehst du eigentlich zur Flüchtlingsfrage?“

Vor Allem überrascht und erschreckt mich die Tatsache, wieviele gut ausgebildete Mittelschichts-Männer Meinungen vertreten, die ich schwer ertragen kann. Ängste darf man formulieren, darüber reden und diskutieren, gar keine Frage. Aber wenn der Bodensatz der Ängste Rassismus ist, dann endet die Toleranz für mich. Dann wird man sich wohl nicht wiedersehen.

Buchmessetag endet auf der Rücksitzbank

Ich bin zurück von zwei Tagen auf der Frankfurter Buchmesse. Ich habe zwar keinen Vertrag unterschrieben, aber wirklich wundervolle Bloggerkollegen oder Twitterer kennengelernt. Ich habe sehr aufmunternde und motivierende Gespräche geführt. Viele Tipps bekommen, mich noch besser vernetzt. Ich habe mich ins Getümmel gestützt und mich zwei Mal sogar fangirlen lassen. Wenn jemand extra für mich auf die Buchmesse kommt, dann darf ich das auch so nennen finde ich. Es war ein tolles Gespräch unter Frauen. Bin um Rat gefragt worden, hab versucht darauf zu antworten. Hab den ein oder anderen Verlagsstand aufgesucht. Es waren Alles in allem intensive zwei Tage.

Weil ich den Abend nicht alleine in dem WG-Zimmer meines Kumpels abhängen wollte, war ich froh, dass sich jemand aus der Frankfurter Ecke gemeldet hatte. Wir hatten vor einer Weile schon mal kurz Kontakt gehabt. Ich hatte keine Erwartungen, wollte einfach was Essen gehen, ein nettes Gespräch haben. Es war ein ziemlich spontanes Date, ohne großen Vorlauf. Wir telefonierten um schneller einen Treffpunkt ausmachen zu können. Er war sehr sympathisch am Telefon. Meine Gefühl sagte mir da schon, das würde ein guter Abend werden. Da er aus der Nähe von Frankfurt kommt, nenne ich ihn jetzt einfach den Frankfurter.

Er holte mich an der Wohnung ab und wir liefen los um ein Restaurant zu finden. Er war so schlau gewesen und hatte extra seinen Anzug vom Arbeiten angelassen. Da sammelt Mann bei mir ja gleich mal den ersten Pluspunkt. Er war mir von Anfang an sympathisch. Mitte 40, gut aussehend. Er ließ mich merken, dass er schon lange mein Blog liest und unbedingt die Frau hinter den Zeilen kennenlernen wollte. Das schmeichelte mir und machte einen Einstieg in ein intensives Gespräch ziemlich einfach. Er fragte mich aus, ich beantwortete mit Freude seine Fragen. Wir landeten in einer Kneipe und aßen italienisch. Wir quatschten so viel, dass ich es nicht schaffte meine Pasta aufzuessen, bevor sie kalt geworden war. Ich musste mal nicht fahren und war in Trinklaune, was gar nicht so oft vorkommt. Er trank nichts, weil er noch fahren musste. Das war lustig, denn ich war leicht angeheitert. Ein Russ und zwei Aperol-Sprizz brachten mich in Knutschlaune. Er hat mir das Gefühl gegeben, dass er sich wirklich für mich interessiert, also für den Menschen, dass es ihm nicht primär darum ging, mich abzuschleppen. Das war sehr schön.

Als wir die Kneipe verlassen hatten deutete ich an, dass ich in Knutschlaune bin. Das führte dann zu ziemlich wildem und intensivem Knutschen an diversen Hauswänden. Er küsste gut. Der Alkohl, der Abend, das Knutschen machten mich sehr spitz. Trotzdem war klar, dass es ein Tabu für mich ist, jemanden in das Zimmer meines Kumpels mitzunehmen. Also blieb nur sein Auto. Wir knutschen erst da wo er geparkt hatte. Mitten im Wohngebiet. Als er anfing meine Brüste zu entdecken wurde mir der Ort zu heikel. Wir fuhren auf einen nahe gelegenen Supermarkt-Parkplatz. Knutschen, Fummeln. Aber irgendwie ging es da ziemlich zu, trotzdem es schon spät war. Viele Autos kamen und fuhren wieder. Das ließ mich nicht entspannen.

Wir fuhren weiter und suchten nach einem besseren Platz. Den fanden wir zum Glück, auch Mitten in der Stadt. Wir wechselten auf die Rückbank. Wildes Knutschen, Fummeln, Blasen. Er machte mir Komplimente für meine Figur. Ich glaubte sie ihm. Es fühlte sich schön an. Dann angelte er sich ein Kondom aus seiner Jacke. Dabei fiel mir auf, dass ich schon eine Weile keine Kondome mehr mit mir herum trug. Blöd eigentlich. Warum sich darauf verlassen, dass Mann welche dabei hat? Ich machte mir die Gedankennotiz, dass ich das wieder ändern musste.

Derweil präparierte er sich. Ich war gespannt, ob das funktionieren würde. Im Auto auf der Rückbank. Ich musste schmunzeln, denn ich hatte mit vielem gerechnet, aber nicht dass er Abend mit Sex im Auto enden würde. Ich lag unten. Quer über die Rückbank und versuchte so gut wie möglich meine Beine breit zu machen. Er war über mir und es gelang ihm relativ unproblematisch in mich einzudringen. Es fühlte sich gut an. Ich war ausgehungert, hatte eine Weile keinen Sex gehabt und hatte genau den richtigen leichten Alkoholpegel, der mich zusätzlich anheizte. Er drückte die richtigen Knöpfe. Dann fickte er mich. Gerade als ich anfangen wollte meinen Kitzler zusätzlich zu massieren, zog er sich nach wenigen Stößen zurück. Das Blasen vorher war so intensiv gewesen, dass er Angst hatte gleich zu kommen. Aber warum sollte er sich bremsen? Ich wollte, dass er seine Lust rauslässt. Für meine Befriedigung würde sich schon ein Weg finden. Ich sagte ihm, dass er weitermachen soll. Dass ich will, dass er intensiv kommt, dass er sich nicht zurückhält.

Er drang wieder ein, stieß noch ein paar Mal zu. Und kam dann auch schon. Das gefiel mir. Er kletterte runter, blieb zwischen meinen Beinen sitzen. Er konnte sich vermutlich trotzdem nicht ganz von einem schlechten Gewissen befreien, weil er so schnell gekommen war. Ich nahm es als Kompliment. Dann nahm ich seine Hand und deutete an, dass er in mich eindringen sollte. Ich lieh mir seine Finger. Er tat wie geheißen, ich massierte meinen Kitzler und kam auch zu meinem Orgasmus. Auf der Rückbank seines Autos. Schöner Abend. Sollte der Frankfurter mal in meine Gegend kommen oder ich mal wieder in seine wird nichts gegen ein Wiedersehen sprechen.

Seitenspringerin goes Frankfurter Buchmesse

Ja, ich bin dahin eingeladen – als Bloggerin. Das ist ziemlich cool. Leider bin ich nicht gut vorbereitet. Ich habe es trotz der freien Zeit nicht hinbekommen, die ganzen Blogeinträge in eine sinnvolle Form zu bringen. So kann ich leider nicht mit einem Manuskript dort hinfahren. NIchtsdestotrotz hoffe ich, dass ich dort einige Tipps mitnehmen kann.Es gibt dort einen großen Selfpublishing-Bereich. Mal sehen, ob ich dort ein paar Blogger treffe, die ähnliches gemacht haben. Ich werde auf jeden Fall davon berichten, was ich dort alles so erlebt habe. Bin gespannt, ob es da Erotik-Literatur gibt.

Irgendwie träume ich immer noch davon, dass jemand mein Blog so gut findet, dass er es veröffentlichen will. Wenn nicht, dann muss ich es doch selbst tun. Aber bisher hat mir die letzte Motivation gefehlt mich konsequent ans Skript zu setzen. Los, tretet mir in den Hintern 🙂

Was meine berufliche Laufbahn angeht, hänge ich immer noch an der einen nicht bestandenen Prüfung. Keiner der Dozenten war bereit mir einen früheren Termin zur Wiederholung einzuräumen. Das frustriert mich ziemlich. Und so wie es im Moment aussieht muss ich bis Januar 2016 warten.

Swinger-Partys schräg und inspirierend zugleich

Zum ersten Mal auf einer Swinger-Party könnte man den Eindruck gewinnen, dass dort ziemlich viele durchschnittliche Menschen, die nicht dem medialen Ideal entsprechen, wahllos, stillos und eher ab- als anturnend rumvögeln. Es gibt zahlreiche Artikel und Einträge, in denen sich Erstbesucher eines Swingerclubs darüber auslassen, dass Hinz und Kunz sich dort zum Vögeln treffen. Manche finden es abstoßend und ekelhaft. Kann man finden, muss man aber nicht.

Auf der besagten Swinger-Party, auf der ich mit meinem Date war, gab es nur einen Raum der mit Matratzen ausgestattet war. Ein ziemlich großer Raum auf dem Balkon, in dem sich etwa 10 aufblasbare Matratzen auf den ganzen Raum verteilt befanden. Es verteilte sich gut, man konnte aber trotzdem den ganzen Raum überblicken. Vom Balkon konnte man auf die Tanzfläche des Partyraums gucken. Es war jemand abgestellt, dessen Job es war, nach jedem Akt den Matratzen neue Laken zu verpassen.

Im Laufe der Party wollte ich ein wenig gucken gehen. Ich saß an der Wand auf einem Stuhl und konnte so ein wenig von oben dem Treiben zusehen. Es waren fast alle Matten belegt. Zusätzlich standen bestimmt noch zehn Paare an der Brüstung des Balkons. Es gab Zweier, Dreier, Vierer und Fünfer-Konstellationen, alles war mit dabei.

Wenn man die Bilder des eigenen Standard-Pornokonsums im Kopf hat, dann wirkt das alles erst mal sehr ernüchternd. Quasi niemand hat so einen Body wie eine der Porno-Darstellerinnen. Alle sehen unperfekt aus. Und ein erster Gedanke der einen durchzuckt ist schon: „Warum treiben die das dann so öffentlich?…. Huch, omg, die oder der ist aber dick… Die Alten rammeln auch, boah, da hängt ja schon alles.“ Und dann ist man im Kopf relativ schnell bei Fat-Shaming und Altersdiskriminierenden-Gedanken

Um jetzt auch noch das letzte Klischee aus meinem Kopf auszupacken: Manche Partyteilnehmer wirkten eher wie Mitglieder des örtlichen Dackelzüchter – oder Kleingärtner-Vereins. (Nicht auszuschließen, dass der ein oder andere tatsächlich auch noch diesen Hobbys nachgeht.) Außerdem waren wir ja mitten in der Provinz auf einer Party. Da ist nun mal auch anderes Klientel, als in der Stadt. Aber ich reflektierte meine ersten Impulsgedanken.

Jeder egal wie alte, dicke oder dünne Partyteilnehmer hat die Berechtigung sich dort auszuleben, ob das nun meinem Geschmack entspricht oder nicht. Ja, da waren einige Menschen, die nicht meiner Vorstellung von Stilvoll oder vorteilhaft angezogen entsprachen. Aber in diesem geschützten Rahmen, der extra dafür geschaffen worden ist, sollen sie Sex haben, soviel sie möchten. Wenn es mir nicht gefällt, dann bin ich dort verkehrt, nicht die. Warum sollten nur perfekt aussehende attraktive Menschen öffentlich vögeln dürfen. Niemand sieht aus wie im Hochglanz-Porno. Wenn Paare darauf stehen sich beim Sex zu zweit zusehen zu lassen, aber niemand anderen brauchen, dann sollen sich den Kick holen. Auch wenn ich dann mit den Augen rolle und mir denke: Jaja, performt ihr nur. Wenn die anderen zu dritt, viert oder fünft vögeln wollen – bitte.

Nur weil ich es attraktiver finde, wenn man noch ein wenig Klamotten anbehält, können sich die anderen trotzdem ganz nackt ausziehen und wild durcheinander vögeln, weil sie darauf stehen. Nur weil für mich Erotik mehr über den Kopf und Intelligenz funktioniert, können andere trotzdem einfach auf einen Riesenschwanz abfahren. Die Freiheit besteht darin, dass sich jeder ausleben kann, so wie es für ihn passt. Ich werde darüber nicht urteilen, sondern akzeptieren, dass jede Sexualität individuell ist. Ich freue mich darüber, dass es Möglichkeiten gibt sich auszuleben. Auch wenn ich so manches Geschlecke, Gefingere oder Gestöhne nicht geil finde.

Manche Konstellation mag für mich wahllos aussehen. „Die reißen sich da wild durcheinander einfach auf, ohne viel miteinander gesprochen zu haben.“ So wirkt es manchmal auf mich. Dabei weiß ich gar nicht, ob die sich nicht schon länger kennen und sich auf vielen Partys begegnet sind und gar nicht viel quatschen müssen.

Je länger ich da saß, desto inspirierender fand ich, dass sich die meisten nicht so viele Gedanken machten, sondern sich ihrer Lust hingaben. Dass die Menschen einfach so unperfekt sind. Dass sich mein medialgeprägtes Körper-Bild, dass mich oft auch sehr kritisch mit mir selbst umgehen lässt, dann relativiert, wenn ich merke, dass niemand so gut aussieht wie die Profi-Pornodarsteller oder Models. Dass es Falten gibt, Speckröllchen, Penisse und Muschis in allen Formen und Farben. Dass sich ältere Paare um die 60 eben nicht vom Alter abhalten lassen, sondern rausgehen und sich amüsieren. Sex im Alter, auch so was totgeschwiegenes.

Trotz dem Soloherren auf dieser Party dasselbe zahlen wie Frauen, waren erstaunlich wenig Wichser auf der Party. Es standen nicht so viele Gaffer und Wichser dreist herum, wie sonst im Swingerclub. Das war angenehm. Ich hatte nicht das Gefühl, dass die Menschen auf den Matratzen auch nur irgendjemand abwimmeln mussten.

Aber auch ich hatte auf der Party meine Berechtigung. Sexy angezogen, zusehend, aber nicht zu haben.

Mir war von vornherein klar, dass wenn ich meinen Begleiter nicht sofort so attraktiv finden würde, dass ich Sex mit ihm haben wollte, dann würde an diesem Abend nichts laufen. Wobei dieser eine große öffentliche Raum ohne Rückzugsmöglichkeiten für mich momentan noch nichts ist. Ich merke selbst, dass ich immer lockerer werde, was sowas angeht, deshalb schließe ich nicht aus, dass sich das irgendwann noch ändert. Aber jemanden neu auf einer Party kennenlernen und die Chemie stimmt gleich – Sehr schwierig. Bisher hat das nur einmal geklappt, sonst hatte ich immer nur mit schon bekannten Menschen Sex im Club (außer wenn ich mit meinem Dom unterwegs war.)

Ich genoss es zuzusehen, in meinen sexy Klamotten zu tanzen und mich ein bißchen angucken zu lassen. Außerdem war meine Neugierde, wie solche Partys wohl sind, befriedigt worden. Für den Preis muss ich so schnell aber auf keine mehr.

Erstes Date auf einer Swinger-Party – not good

Die Neugierde hatte mal wieder gesiegt. Ein Mann, der mich relativ konsequent über ein Jahr immer mal wieder angeschrieben hatte, fragte mich dieses Mal, ob ich ihn auf eine Swinger-Party begleiten möchte. Also nicht in einen Club, sondern auf eine Party mit einem Motto, bei der es aber wohl auch so ein paar Möglichkeiten zum Vögeln geben würde. Ich interpretierte das Angebot so, dass ihm die Begleitung abhanden gekommen war und er jetzt noch nach einer Partnerin suchte. Dem war nicht so, sollte ich später merken.

Der Mann war vom Profil her nicht unbedingt mein Typ. Aber er war nett und höflich und ich war mir sicher, dass er „wir treffen uns da einfach mal ohne Erwartungen“ auch genau so gemeint hat. Ich war neugierig auf so eine Veranstaltung irgendwo im oberbayerischen Hinterland und hatte an dem Abend noch nichts vor. Also sagte ich zu. Erst wollte er mich abholen und wieder nach Hause fahren. Von mir aus war es immerhin eine Stunde Fahrzeit bis dorthin. Ich konnte aber erst später nachkommen, da ich vorher noch eine Verpflichtung hatte. Da ich gerne Auto fahre, war das nicht wirklich schlimm, zumal ich dann unabhängig war und auch gehen könnte, wann ich wollte.

Als ich dort gegen 22 Uhr ankam, war es schon ziemlich voll. Und mein Date wartete wie versprochen vor der Tür. Er war genau so wie ich in mir vorgestellt hatte: ein wirklich netter Mann, kräftige Statur, ein klein wenig größer als ich, wirkte geerdet und dort heimatverwurzelt. Allerdings sagte mir mein Bauchgefühl, dass wenn ich so einen Typ Mann suchen würde, dann könnte ich auch wieder nach Hause in mein kleines Dorf gehen und müsste nicht in der Großstadt bleiben. In diesem Frage hatte ich mich ja eindeutig gegen das Dorf entschieden. Aber ich war bereit offen in den Abend zu gehen. Bevor wir die Party betraten, wurde mir klar, dass er nicht eh schon Paarticket hatte und ich darauf mitkommen sollte, sondern ganz normal als Frau Eintritt bezahlen würde. Hätte ich mich vorher intensiver über die Veranstaltung informiert wäre mir aufgefallen, dass Männer und Frauen gleich viel Eintritt zahlen. Einerseits löblich, andererseits zahlte ich nun 30 Euro Eintritt und im Vergleich zu den meisten Clubs, war in diesem Preis Essen und Trinken nicht beinhaltet. Nicht gerade Studentenkompatibel, aber na gut, jetzt war ich schon da, dann würde ich jetzt auch reingehen.

Ich war noch in Straßenklamotten und wollte mich dort umziehen. Den meisten Swingern macht es wohl nix aus sich im Eingangsbereich neben der Garderobe umzuziehen. Ich zog die Toilette vor. Wollte nicht die ganze Welt daran teilhaben lassen, wie ich versuche meine Strapse ohne sie aus dem Strapsgürtel auszuhängen richtig herum anzuziehen. (Nicht so einfach…)

Irgendwann war ich dann Partytauglich angezogen in einem kleinen Schwarzen, das meine Brüste betont, aber sonst ein stinknormales Abendkleid war, Strapsen und Pumps. Also sehr zurückhaltend gekleidet. Ich gab meine Sachen an der Garderobe ab und wollte die Party betreten, als mich ein Typ am Eingang aufhielt und nach meinem Stempel fragte. Da ich es nicht besser wußte, dachte ich, dass das sein Job wäre. Zeigte ihm den Stempel, er sagte, der wäre an der falschen Stelle und krabbelte mir zugleich unters Kleid und machte mir den Stempel neben mein Höschen auf den Oberschenkel. Ich war irritert und machte den Spaß mit und weil auch niemand von den Menschen an der Kasse einschritt, dachte ich, der gehört halt dazu. Besagter Mann hörte auch gar nicht auf, bis mein Begleiter mich dann retten kam. Es hat mir nicht gepasst, denn ich lasse mich nicht gern anfummeln einfach so, aber ich wollte nicht gleich am Eingang die zickige Tussi sein.

Mein Date hat mich von dem Typen befreit, der einfach ein Gast war, der sich da an den Eingang gestellt hatte um Mädels aufzureißen. Nach der Beschützernummer legte mein Date gleich mal seinen Arm um meine Hüfte und führte mich auf die Party. Uaahh schon wieder so viel Körperkontakt und ich kam mir vor die Trophäe im Arm. Brr. So was mag ich ja gar nicht. Mein Date kannte ziemlich viele Menschen auf der Veranstaltung. Auch das fand ich irgendwie schräg. Aber die treffen sich wohl alle auf ähnlichen Parties immer wieder. Er konnte mir auch zu vielen irgendwas erzählen. Wir setzen uns an einen Tisch. Ich wollte erst einmal was Trinken und Essen um mich zu akklimatisieren. Ich guckte mir die sehr bunte Mischung aus alt und jung, stilvoll und stillos an.

Bei meinem Date war ich ausgerechnet an einen Anfasser-Mann geraten. Jemand der immer körperliche Nähe sucht. Gar nicht so sehr übergriffig und für ihn normal. Für mich total stressig. Das überfordert mich immer komplett. Zumal ich ihn ja nicht kannte. Ich wollte ihn kennenlernen. Essen, reden, mir Menschen ansehen. Er machte mir schnell klar, dass er auf mich steht. Mir war das alles zuviel und ich sagte ihm dann auch, dass er mich nicht anfassen soll und dass mit mir nichts laufen würde. Nichtsdestotrotz wollte ich die Party auf mich wirken lassen, Eindrücke aufnehmen, tanzen, reden, einen guten Abend haben. Das klappte nach geklärten Fronten auch problemlos. NIchtsdestotrotz ist eine Swinger-Party, wenn man so wie ich kein wirklicher Swinger ist, wohl der falsche Ort für ein erstes Date. Auch wenn er sagte, dass es okay wäre wenn nichts läuft, hatte er mit Sicherheit auf mehr spekuliert. Und wenn um einen herum alle fummeln und vögeln ist ihm das auch nicht zu verdenken. Aber so funktioniere ich nicht. Er akzeptierte das und ich hatte noch Gelegenheit die Party wirken zu lassen. Mit jemandem, den ich nicht kenne, würde ich mich wohl nicht mehr auf einer Swinger-Party verabreden. Aber ich bereue nicht, mir diese Art der Party angesehen zu haben. Die widersprüchlichen Eindrücke davon schildere ich in einem extra Eintrag nochmal.

101 coole erste Dates – geschätzt

Weil mir immer wieder Blogs begegnen, die vernichtend über ihre Date-Erfahrungen berichten, kommt hier meine Lobhudelei auf ziemlich viele coole erste Dates.

Vermutlich hat es mit der Herangehensweise zu tun, mit der man in ein Date geht. Meine einzige Erwartung ist eine interessante Zeit zu haben und mit Respekt behandelt zu werden. Interessant kann die Zeit aus verschiedenen Gründen werden und damit wären wir schon bei den Gründen, warum ich erste Dates liebe:

Ich habe unglaublich tolle Orte und Cafes/Restaurants in meiner Stadt kennengelernt. Ein Date führte mich zu den Eisbach-Surfern, ein anderes auf die Terrasse des Hotels Bayerischer Hof. Ich hatte ein Picknick im Park oder ein Dinner auf dem Olympiaturm. Einmal war ich auch beim einem Kickboxevent. Dabei geht es mir gar nicht darum teuer Essen zu gehen oder mich einladen zu lassen. Ich würde auch niemals etwas bestellen, was ich mir nicht selbst leisten könnte. Aber ich mag es, wenn jemand einen Ort den er gern mag und schön findet mit mir teilt. Dann habe ich schon etwas wertvolles hinzugewonnen. Ich habe tolles Essen probiert, Konzerte besucht, die eigentlich gar nicht mein Musikgeschmack waren und sie trotzdem genossen.

Ich habe bereichernde Gespräche geführt. Ich interessiere mich für Menschen und ihre Geschichten, ihre Berufe, Erfahrungen. Auch wenn manchmal schnell klar ist, dass man nicht zu einander passt, ist es für mich trotzdem immer wieder bereichernd Einblicke in die Lebensweise anderer zu erhalten. Ich habe Investementbanker, Ärzte, Piloten, Unternehmensberater, Immobilienmakler, Handwerker, Dirigenten, Sportjournalisten, Schriftsteller und Ingenieure getroffen. Ich lasse mir gerne von einem Lokführer alles über seinen Job erzählen, mich interessiert, wie das funktioniert. wie er lebt und liebt. Lasse mich beeindrucken davon, dass ausgerechnet der junge Lokführer geschafft hat, was viele meiner superduper erfolgreichen Unternehmensberater-Männer nicht hinbekommen haben. Der Lokführer hat es geschafft mit seiner Freundin zu reden, um die eigene Beziehung sexuell zu öffnen, sich gegenseitig Freiheiten zu geben und sich nicht belügen zu müssen. Gestehe Menschen Fehler und schrullige Eigenheiten zu. Ich bin ja schließlich auch weit davon entfernt perfekt zu sein. Manche habe ich wieder getroffen, so einige auch nicht. Mit manchen ergab sich Sex, mit manchen eine platonische Freundschaft. Manche sehe ich einmal in Jahr wieder, andere jeden Monat oder einmal in der Woche.

Habe wertvolle Menschen gefunden, die mich weiter durchs Leben begleiten.

Ich habe meine Fähigkeit geschärft offen zu sein für neue Menschen, neue Orte und neue Erfahrungen. Natürlich gibt es auch immer wieder Phasen in denen ich nicht bereit bin für neues, da man ja auch nicht ohne Ende neue Menschen und Erfahrungen vertiefen kann. Aber ein Date zu haben war immer wieder wie ein Implusgeber für etwas. Mein jüngstes Date mit einem Mediziner führte zu einer politischen Diskussion in der wir doch sehr unterschiedliche Standpunkt eingenommen haben. Das führte hinterher dazu, dass er mir Links zu Artikeln schickte, die seine Meinung untermauern sollten. Ich lese das gerne und mit Interesse.

Natürlich könnte ich hadern mit Dates, bei denen ich nicht den perfekten Partner gefunden habe. Zeitverschwendung.. Könnte schon mit den Augen rollen, nur weil ein Mann ein Hemd trägt, dass mir nicht gefällt. Könnte nach 5 Minuten davon laufen, weil wir politisch nicht einer Meinung sind oder ich feststelle, dass der Mann viel kleiner und leichter ist als ich. Aber bisher waren es fast ausnahmslos alle Dates wert, als Person ergründet zu werden. Natürlich hab auch ich den ein oder anderen Idioten getroffen. Aber das hält mich nicht davon ab zu glauben, dass die meisten anderen eigentlich ganz cool sind.

Ich selektiere natürlich vor und date nicht wahllos. Vor allem zu oberflächliche Männer versuche ich auszusortieren. Aber ja, vielleicht findet sich doch mal ein potentieller Partner unter den vielen Dates. Zumindest lege ch nicht alles auf die Goldwaage, was beim Date so passiert. Nur bei knausrigem Trinkgeld für die Bedienung zucke ich ganz leicht zusammen 🙂

Kleiner leidenschaftlicher Vormittags-Fick

Nach dem leidenschaftlichen Fick im Stundenhotel mit Mr. Undercut gab es dieses Mal fast das selbe in grün, nur nicht mehr im Stundenhotel, sondern auf seiner heimischen Couch.

Nach unserem wirklich schönen ersten Treffen im Stundenhotel, hatten wir eigentlich nicht viel Kontakt gehabt, deswegen hatte ich schon befürchtet, dass er kein Interesse mehr an einem weiteren Treffen haben könnte. Aber diese Angst stellte sich als unbegründet heraus. Er kommuniziert nur ähnlich spärlich wie ich. Wenn ich das weiß ist das voll okay. Ich brauche nicht durchgehend mit Nachrichten bei Laune gehalten zu werden. Bei mir kann Mann sich auch aus dem Nichts wieder melden. Für mich ist das völlig okay. Meist haben andere Dinge im Leben Vorrang.

Er hat mich für unser zweites Treffen zu sich nach Hause eingeladen. Ich bin immer wieder überrascht, wenn vergebene Männer dies tun. Aber ich habe mittlerweile schon so einige Zuhause zu Gesicht bekommen. Er war ziemlich entspannt. Es war eine gemütliche Atmosphäre. Wie schon beim ersten Mal mochte ich seine leidenschaftliche Art mich zu küssen. er gab mir das Gefühl, dass er genau auf mich hier und jetzt Bock hat. Beim ersten Mal hatte er mich vor lauter Leidenschaft noch so wild geleckt, dass ich damit völlig überfordert war. Dieses Mal nahm er sich ein wenig zurück und brachte mich gut auf Touren. Ich bin mir nur manchmal nicht sicher, ob Männer Lecken und Fingern als Vorspiel anlegen oder gern hätten, dass ich dabei schon komme. Aber ich sollte aufhören währenddessen darüber nachzudenken. Das Feedback vom letzten Mal hatte also gefruchtet. Während er mich leckte freute ich mich schon sehr auf seinen doch ziemlich großen Schwanz. Ich wollte mich doggy nehmen lassen. Ich finde ich bin eh sehr doggy untervögelt. Und er tat mir den Gefallen. Füllte mich mit seinem Schwanz aus, drang tief in mich ein. Timte seine Lust so, dass er am Ende zeitgleich mit mir kam. Ein kleiner leidenschaftlicher Vormittags-Fick, der mit einem entspannten Gespräch auf der Couch endete.

Ich gehe einfach mal davon aus, dass er sich schon wieder melden wird. Für mich gerne wieder.

Manchmal flutscht es einfach nicht

Es gibt so Tage, da flutscht es einfach nicht. Also im übertragenen und im Wortsinne.

Ich hatte ein Date. Der Außendienstler: unser letztes Date war schon ziemlich lange her. Wir waren verabredet um uns im Stundenhotel ein wenig zu vergnügen. Ich musste schmunzeln. Schon wieder das Stundenhotel. Irgendwann werde ich da bestimmt bald alle Zimmer kennen oder ich sollte mir endlich mal ein Bonusheft geben lassen. Wie selbstverständlich plötzlich das Einchecken dort ist, ein bißchen wie schnell in den Supermarkt gehen.

Der Außendienstler spielt eigentlich dominant. Allerdings wirkte er auf mich noch nie besonders dominant, eher wie Kuschelsex. Nichtsdestotrotz wollte ich mal versuchen, ob es denn zwischen uns laufen würde das Spielen. Wir fuhren zum Stundenhotel, er nahm sein Köfferchen mit. Ja, dominante Männer und ihr Spielzeugkoffer. Das amüsiert mich auch immer ein wenig. Wie so ein Handwerker, der sein Equipment mittragen muss. Aber ohne Köfferchen kein Spiel.

Wir bekamen ein Zimmer das sehr modern gestaltet war, blau und silber gehalten, aber völlig ohne Spieleinrichtung. Den Moment nach dem Ankommen finde ich immer schräg. So von Alltag auf Vögeln umschalten. In diesem Moment merkt man immer schnell wie gut man harmoniert. Er stellte sein Köfferchen ab und ging sich nochmal frisch machen. Er sagte zu mir, dass ich ruhig in sein Köfferchen gucken könnte, wenn ich Lust hätte. Tat ich aber nicht, ich lass mich lieber überraschen, von dem was Mann so alles an Spielzeug mit sich herum trägt. Dann kam er zurück und war überrascht, dass ich nicht geguckt hatte. Dann sollte es losgehen. Er packte alle mögliche Sachen, Seile und sonstiges Zubehör aus einen Koffer aus. Ich sah mir das interessiert an und war gespannt, worauf er Lust haben würde. „Worauf hast du Lust?“.. Äh.. wie jetzt?!? Sooo dominant gleich… Ich musste sehr hart schmunzeln innerlich. Da war doch zwischen Mr. Bondage, der selten das tut, worauf ich Lust habe und dem Außendienstler ein großer Unterschied. Wünsche äußern vor einer Spielsession. Puh, da war ich völlig überfragt. Aber Fesseln ist immer gut. Das war dann auch sein Plan.

Dann fing er an mir die Handgelenke aneinander zu fesseln. Das ist nicht ganz einfach. Ich hatte mich in letzter Zeit eigentlich nur noch von Mr. Bondage fesseln lassen, der das doch auf einem sehr hohen Niveau tut. Ich musste meinen Kopf dann umkonditionieren und dachte die ganze Zeit: Nein, das ist keine Bondage-Session. Nicht so schlimm wenn der Knoten auf dem Handgelenk ist, er will dich ja nicht aufhängen… Hör auf zu vergleichen. Wir machen ja kein Bondage hier, sondern nur ein wenig Fixieren um zu spielen.“.. Aber der Kopf war an und er arbeitete… Er verschnürte mir die Arme auf dem Rücken. Damit konnte er mich ganz gut bespielen. Er verband mir noch die Augen, weil ich dann besser abschalten konnte. Meine Brüste lagen vor ihm wie auf dem Präsentierteller, genau richtig um sie mit Wäscheklammern zu verschönern. Diesen Schmerz mag ich und kann ich gut aushalten. Er brachte vier Klammern pro Brust an. Aber er ließ auch zwei Klammern für meine Schamlippen übrig.. Da knurre ich immer ein wenig. Deutlich unangenehmer als an den Brüsten. Mit viel Gleitgel nahm er sich dann meine Muschi vor. Gleitgel ist eigentlich immer eine gute Idee, da es bei mir ein wenig dauert bis ich ordentlich feucht werde, beziehungsweise der Zustand auch gar nicht so lang anhält meistens.

Er bearbeitete mich mit Fingern oder mit einem Vibrator. Fühlte sich gut an, aber er wechselte zu oft das was er tat. Aus mir kommt nie besonders viel hörbares Feedback raus, das führt manchmal dazu, dass Männer glauben, dass das was sie tun, nicht gut ist. Dann probieren sie dauernd andere Sachen aus, was dazu führt, dass ich mich nicht fallen lassen, oder auch nicht komme. Und dann geht der Kopf an… Jedenfalls wurde es so nichts und ich merkte, dass der Arm anfing einzu schlafen. Ich bat ihn mich loszubinden. Das tat er dann auch. Wir lagen einfach ein wenig nebeneinander und kuschelten.

In Runde zwei wollte er sich meinen Hintern vornehmen. Ich begab mich in Hündchenstellung.Viel Gleitgel war auch hier ein besserer Anfang, als die meisten Männer so hinlegen. Ich mag Anal sehr, aber es braucht einen Mann mit Geduld und Gefühl. Er arbeitete sich mit dem Finger langsam vor und konnte auch eindringen. Gut wäre es, wenn man mit dem Finger eingedrungen ist, sich erst mal nicht mehr zu bewegen. Mein Körper braucht Zeit sich zu entspannen. Er tat genau das Gegenteil und wackelte mit seinem Finger herum, drehte ihn.. AHH, ganz doofe Idee. Ich signalisierte, dass ich es unangenehm fand und er zog sich zurück. Er wollte mich ja eigentlich eh am liebsten so ficken, aber auch er hatte das Problem, dass er nicht so richtig steif wurde, weil auch er nicht abschalten konnte. Es wollte einfach nicht flutschen an diesem Tag. Weder bei ihm noch bei mir. Ich machte es mir dann einfach selbst während er mich mit einem Dildo fickte. Das klappte gut.

Wir kuschelten und ich streichelte ihn ein wenig. Er sollte auch noch zu seiner Befriedigung kommen. Also besorgte ich es ihm mit dem Mund und er kam doch noch zu seinem Orgasmus. Nur ein wenig anders als er sich das vorher wohl vorgestellt hatte.

So müssen die 68er gewesen sein – Tantra-Gruppe Teil 2

Die anderen hatten sich mittlerweile fast alle in eines der beiden Spielzimmer verzogen. Der Kommilitone, Mr. Grauer Zopf und ich saßen noch auf dem Balkon und unterhielten uns. Es war ein interessantes Gespräch bei dem mich Mr. Grauer Zopf nebenbei immer ein wenig streichelte. Das war durchaus angenehm, trotzdem er überhaupt nicht mein Typ. Dann fragte er mich plötzlich, ob er mich denn Küssen dürfe. Das war überraschend.. und gar nicht so einfach.. Er war ja rein äußerlich überhaupt mein Typ, aber durchaus nett und wir hatten uns gut unterhalten und verstanden. Ich konnte mir in einem ersten Impuls überhaupt nicht vorstellen ihn zu küssen. Dann saß da auch noch der Kommilitone, der das ganze super neugierig beäugte, bei dem ich überhaupt nicht einschätzen konnte, was seine Erwartung an den Abend war. Ob es ihn stören würde..Eigentlich wollte ich nicht. Aber das hielt mich nicht davon ab es trotzdem zu tun. Ich wußte nicht so ganz genau was mich geritten hat,

Ich druckste ein wenig herum.. Die Direktheit hatte mich beeindruckt..Ich sagte, dass das nicht ginge, wenn wir einen Zuschauer haben. Der Kommilitone verstand den Wink mit dem Zaunpfahl und verließ den Balkon. Dann küssten wir uns. Es war schräg, weil ich es irgendwie so gegen das war was ich eigentlich wollte, aber ich tat es einfach… Er küsste wirklich gut. Zärtlich.. Ich kann nicht erklären, warum ich mich darauf eingelassen habe. Aber ich habe es nicht bereut.

Wir knutschten noch ein wenig. Dann gewann meine Neugierde Überhand und ich wollte nachsehen gehen, was die Tantra-Jünger so anstellten. Wir gingen zu erst nach oben. Da war ein Paar im Separee miteinander beschäftigt, da wollten wir nicht stören. Im großen Raum war niemand. Dann gingen wir nach unten.

Den Moment des Türöffnens werde ich wohl nie vergessen. Hätte ich ein Beispielbild für Sodom und Gomorrahn  beschreiben müssen, dann war das was ich dort sah. Ein Dutzend nackter Menschen wild durcheinander.liebkosend, massierend, auch fickend. Männer, Frauen bunt gemischt Es war unglaublich heiß in diesem Raum. Es war ein heißer Abend. Nackte Leiber.Stöhnen, Geben, Nehmen beides lustvoll Schwitzend, Dick dünn, schön, alt..,Aber anders als alles was ich in Swingerclubs gesehen habe. Wertschätzender, zärtlicher, nicht Gerammel, aber ziemlich Orgiös. Ich wollte mich an die Seite der Matte setzen und die Atmosphäre aufsaugen, die Energie aus diesem Raum mitnehmen. Mr. Grauer Zopf setzte sich auf die Matte, ich ganz außen daneben. Wir sahen dem bunten Treiben zu. Es dauerte gar nicht lange, bis eine Frau hinzukam, die fragte ob sie ihn massieren dürfte. Er zog seinen Lunghi aus, sie schnappte sich Öl und fing an ihn tantraig zu berühren. Er wiederum empfing, aber gab auch mir und küsste und streichelte mich nebenbei. Ich lag nah beim ihm und wollte ihm einfach in die Augen sehen dabei. Ich wollte die Lust in seinem Gesicht sehen.

Sie massierte ihn ausgiebig. Sie tat das wohl bei ihm nicht zum ersten Mal. Steigerte seine Lust langsam, ließ ihn wieder runterkommen, steigerte weiter. Ich sah ihm einfach ins Gesicht dabei, schaute mir nicht an was sie tat. Mal kein technisches Interesse meinerseits, sondern nur ein Gefühl aufnehmen. Irgendwann kam er dann und lautem Stöhnen und sah sehr zufrieden aus. Der Raum hatte sich inzwischen geleert. Die anderen waren fertig. Wir waren nur noch zu dritt gewesen. Nach dem Orgasmus stand die Frau aber gleich auf, verabschiedete sich und ging hinaus. Dann waren wir ganz allein. Ich war in Stimmung, aber wußte nicht, was er vor hatte. Allerdings war ich nicht in der Lage zu geben. Mr. Grauer Zopf hatte gerade empfangen und war bereit zu geben. Er fragte mich ob er mich massieren dürfe. Erst mal meinen Rücken. Ich legte meine Klamotten bis auf mein Höschen ab. Es war angenehm von ihm berührt zu werden. Ich gab mich einfach hin. Dadurch, dass er so unperfekt war, hatte ich nicht den Drang über mich nachzudenken. Das machte das Genießen, das Empfangen einfach.

Irgendwann drehte ich mich dann auf den Bauch und es war klar, dass er mich „richtig“ massieren würde. Ich zog das Höschen aus und legte mich auf den Rücken. Er besorgte sich vermutlich etwas Öl und fing an mich zu massieren.ich hab nicht die geringste Ahnung, was genau er in meinem Schambereich er tat. Aber mir ging durch denn Kopf, dass die Tantra-Jungs Ahnung haben, wie man eine Frau anfässt. Ich spürte, dass er wußte was er tat. So verrückt. Er massierte mich, liebkoste mit seinen Händen den Bericht um meinen Kitzler und drang wohl auch in mich ein. Er machte mir einen schönen tiefen Orgasmus und ich kam deutlich hörbar. Schönes Gefühl. Ausgerechnet mit dem Mann, der mir von allen Anwesenden erst mal als der Unattraktivste erschienen war.

Wir redeten noch ein wenig, gingen dann aber bald wieder zu den anderen zurück. Wir tranken noch was, bevor es schon ans Aufbrechen ging. Es war schön, es war ein wundervoller Orgasmus und nette Menschen. Aber als mich der Kommilitonen auf dem Heimweg gefragte hatte, ob ich wieder mitgehen würde, kam mir kein Ja über die Lippen.Keine Ahnung was mich abhält. Vielleicht ist es mir einfach doch ein wenig zu esoterisch. Vielleicht bin ich nicht der Typ für das Drumherum. Vielleicht auch weil ich mich ja immer weigere mich irgendeiner Szene zuzuordnen. Ich weiß es nicht. Aber der Abend war ein wundervolles Erlebnis.

Wenn ich daran zurück denke, dann kommt mir sofort, dass Gesicht einer Frau in den Sinn, deren Ausstrahlung mich fasziniert hat. Sie war weder schön noch häßlich, aber sie ruhte sehr in sich selbst. Sie war zufrieden mit sich, ihrem Leben, ihrer Sexualität und dem Ausleben. Das hat mich beeindruckt und das Bild habe ich abgespeichert, als so will ich auch sein. Das machte sie zu einer wunderschönen Frau. Ingesamt hatte ich das Gefühl, dass alle Anwesenden Lebenslust und Kraft getankt hatten an diesem Abend. Verrückt was in privatem Rahmen alles so stattfinden, von dem man eigentlich nichts weiß.

Ich kann mir auch vorstellen, mir die Tantra.Techniken anzueignen, aber ohne das Drumrum und die Lunghis und so. Das ist mir irgendwie zuviel. Der Abend jedenfalls war mal was ganz anderes, als das was ich sonst so treibe. Aber den Schritt aus der Komfortzone habe ich nicht bereut. Keinen Augenblick.

Ringelpietz mit Anfassen oder Remi goes Tantra-Gruppe

In der letzten Zeit hatte ich eine Phase in der ich nicht besonders viel und auch nicht besonders Abwechslungsreiches erlebt und gebloggt habe. Nach vielem Ausprobieren in den letzten Jahren hatte ich das Bedürfnis nach etwas Stetigem, nach weniger Neuem, weniger Ausprobieren. Mehr Gefühl, ein bißchen weniger ungewöhnlichen Sex, nicht so viele neue Männer. Jetzt ändert sich das gerade wieder. Die Neugierde kehrt zurück. So ergab sich dann auch das folgende Erlebnis:

Der Kommilitone ist ja bekanntlich dem Tantra zugetan. Durch ihn bin ich auch schon in den Genuß der ein oder anderen Tantra-Massage gekommen. Ich habe darüber berichtet. Aber auch wenn er mir einen guten Orgasmus damit verschaffen konnte und ich irgendwie auch gern die Massagetechniken die es dazu gibt lernen würde, so ein wenig schräg sind die Tantra-Menschen und das Drumherum schon. So schräg, dass ich mich irgendwie gesträubt hatte weitere Erfahrungen in dem Bereich zu sammeln.

Dann gab es da einen Abend. Mr. Bondage war andersweitig unterwegs. Der Kommilitone erzählte mir, dass am Abend eine Tantra-Gruppenkuschel-Veranstaltung in privatem Rahmen stattfinden würde. Er wollte dorthin gehen und es waren kurzfristig noch zwei Frauenplätze frei geworden. Er fragte mich, ob ich denn nicht Lust hätte mitzugehen. Mein erster Reflex war sofort Nein zu sagen. Meiner Meinung nach würde ich da überhaupt nicht rein passen. Aber ich gab dem Impuls nicht nach und fragte den Kommilitonen erstmal aus, was an dem Abend so alles passieren würde. Er erzählte so ein wenig, wie die Abende dort in der Gruppe ablaufen. Ich erbat mir eine Stunde Bedenkzeit. Das war immerhin noch keine Absage. In der Stunde rang ich hart mit mir. Kuschelgruppe..huihuihui, Kuscheln ist schön, aber ich bin eigentlich ein nicht besonders körperlicher Mensch. Gibt wenige mit denen ich gern kuschel, ich umarme Menschen nicht einfach so. Bin mit relativ wenig Körperkontakt aufgewachsen. Ich und lauter Körperkontakt-Menschen… Das war eine Vorstellung, also eigentlich konnte ich mir das nicht so recht vorstellen. Und dann würden dort alle noch mindestens 10 Jahre älter sein.Puhh..Ich also Frischfleisch…Aber dann sagte ich mir, dass immer wenn ich mich aus meiner Komfortzone gewagt hatte, dass ich belohnt worden bin. Dass es meinen Horizont erweitern würde und dass ich sonst nur den Abend vermutlich am Laptop versauern würde. Also hatte ich nichts zu verlieren. Im schlimmsten Fall würde ich rumsitzen und den anderen einfach bei dem zusehen, was sie tun. Ich rang mich also durch den Kommilionen an diesem Abend zu begleiten. Ziemlich spontan, wie ich finde. Ich schmiss mir noch ein paar lockere Klamotten in den Rucksack und mein brasilianisches Badetuch, das so ähnlich aussieht, wie das was der Kommilitone immer als Lunghi trägt. Dann fuhren wir los in ein kleines Dorf irgendwo in Oberbayern. So schräg. Von wegen „Auf dem Land da gibts koa Sünd“…..

Dort angekommen erfüllten sich gleich zwei Erwartungen. Die Beteiligten waren alle ziemlich nett. Und sie drückten mich bei der Begrüßung fast alle. Es war die gleiche Anzahl Männer wie Frauen da. Ich war die jüngste Frau, mit doch deutlichem Abstand. Nur der Kommilitone und noch ein Mann waren jünger als ich. Sonst war das wohl zum Teil die Generation meiner Eltern. Auch sehr schräg. Der Abend begann mit Ankommen, Begrüßen und Buffet. Ich hatte also ausreichend Zeit mich zu akklimatisieren und mich umzusehen. Das ist auch bewußt so gemacht, dass alle erst Mal Zeit haben den Stress der Anreise oder eines langen Arbeitstages hinter sich zu lassen. In dieser Phase des Abends zementierte sich bei mir der Gedanke, dass ich einfach nur zuschauen werden was dort so passiert. Neugierig, aber unbeteiligt.

Während der Akklimatisierungsphase hatte ich ein gutes Gespräch mit den Mann, der am allerwenigsten mein Typ war von allen anwesenden. Klein, lange graue Haare zu einem Zopf gebunden, ein ganz klein wenig wie ein Gnom. Aber wir unterhielten uns gut. Er erzählte mir wie er zum Tantra gekommen ist. Es war für ihn nach seiner gescheiterten Ehe die Rückeroberung seiner Sexualität. Das scheint einer der Hauptgründe für die Teilnahme in der Gruppe zu sein. Wir saßen auf der wunderschönen Terrasse und er saß neben mir. Er fragte mich einfach, ob er mich den ein wenig streicheln dürfe. Ich horchte in mich rein und es fühlte sich angenehm an. Alles gar harmlos, ein netter Kontakt.

Dann ging der Abend los: Alle versammelten sich im Wohnzimmer. Jeder der Anwesenden sollte erzählen wie er angekommen ist. Also entweder von seiner Anreise oder von seinen aktuellen Lebensumständen. Das ist superschräg, aber eigentlich auch schlau. Man erfährt schon so wenig was von der anderen, hat Anknüpfungspunkte für ein späteres Gespräch. Dann gab es noch eine kurze Regelkunde. Wo was stattfinden dürfe, wo Kondome und Massageöl bereitsteht… Aha, dachte ich, Sex wird also nicht ausgeschlossen.. Dann wurde ein gemeinsames Lied gesungen und danach Musik zum Tanzen aufgelegt. Tanzen mit Körperkontakt wer wollte, Aber auch ohne für sich. Jeder so wie er Lust hat. Das ist eigentlich ganz angenehm. Es war eine sehr wertschätzende Atmosphäre. Jeder wurde in der Gemütslage akzeptiert, die er eben gerade so hatte. Und trotzdem hatte ich immer so ein Walddorfschule-Namenstanzen-Ding im Hinterkopf, dass ich nicht ganz ablegen konnte.

Ich verzog mich erstmal auf die Terrasse um mir das Geschehen mit sicherem Abstand anzugucken. Ich wollte aber auf jeden Fall noch eine Runde drehen und schauen, was in den Zimmern so ablief. Es dauerte auch gar nicht lange bis sich das Wohnzimmer leerte und die Teilnehmer in die Matratzenlager verschwanden..