Allein auf eine Play-Party

Ich fühle mich schon eine ganze Weile underplayed. Die letzte Spiel-Session ist lange her. Ich müsste im Blog nachschauen, wann genau ich das letzte Mal eingetaucht bin ich das Spiel mit Dominanz, Unterwerfung und ein klein wenig Schmerz.

Es ist allerdings ähnlich schwer einen dominanten Partner zu finden, der zu einem passt, wie einen Partner für eine Beziehung. Es muss stimmen. Ich habe das Gefühl, bis ich dafür einen finde, könnte es noch ein wenig dauern.

Es war Samstag Abend, ich hatte nichts vor. Auf der Rirarammelseite laß ich, dass an diesem Abend in dem schönen Swingerclub, in dem Mr. Bondage mich mal gefesselt hat, eine BDSM-Play-Night stattfinden würde. Das klang doch schon mal vielversprechend. Stellte sich nur noch die Frage mit wem ich da hingehen könnte. Von den Männern, mit denen ich bisher so im Club war, haben die meisten keinen BDSM-Bezug, schieden also aus. Die anderen konnten so spontan nicht.

Also setzte ich ein Date-Gesuch auf die Rirarammelseite – am Nachmittag, also relativ kurzfristig. Es meldeten sich auch drei Interessenten. Der erste schrieb, dass er auf eine andere Veranstaltung gehen würden und wollte, dass ich doch dort mit ihm hingehe. Ähh nein, keine Lust auf unbekanntes Terrain an diesem Abend. Ich wollte explizit auf diese Party. Der zweite schrieb mit eine ewig lange Mail, warum er da gerne mit mir hingehen will. Beim Blick auf sein Profil und seine Vorlieben stellte ich dann fest, dass er Mollig unter „Geht gar nicht“ einsortiert hatte. Das ist immer ein Hinweis darauf, dass er eigentlich auf Size Zero Frauen steht und da bin ich definitiv raus. Er hat wohl den Hinweis auf Kurven in meinem Profil überlesen. Ich sagte ihm dass er meine Bilder schauen soll und gab ihm mein Album frei. Tat er und schrieb, dann auch prompt, dass er es sich nun anders überlegt hatte. Der Abend fing ja schon toll an. Was ein Arsch der Typ. Naja dann soll er sich halt eine andere suchen.

Ein Mann, den ich schon das ein odere andere Mal gedatet hatte, mit dem aber nie was lief, schrieb mir, dass er an diesem Abend mit einer Frau in den Club gehen würde und sich freuen würde, wenn ich auch käme. Das war am Ende der ausschlaggebende Punkt, dass ich mich entschied, alleine zu gehen. Das erste Mal überhaupt alleine in den Club und dann noch auf eine Play-Party. Aber es würde ein Gesicht da sein, dass ich kennen und so hatte ich einen Ankerpunkt. Ich packte meine Klamotten ein und freute mich tierisch darauf, mal wieder in einer Kinky-Atmosphäre zu sein. Mit Null Erwartungen fuhr ich los. Ich wollte einfach nur mein Rotkäppchen-Kostüm mal wieder anziehen und ein paar Menschen beim Spielen beobachten. Das war mein Plan.

In der Umkleide wurde mir dann bewußt, dass ich mein Korsett ja gar nicht allein anziehen kann. Bisher hatte ich immer jemanden dabei gehabt, der das dann für mich geschnürt hat. Blieb mir also nichts anderes übrig, als schon in der Umkleide jemanden anzuquatschen. Mit mir zusammen war gerade eine Transe dabei sich für den Abend herzurichten. Optimal dachte ich mir, sie weiß bestimmt, wie man so ein Ding schnürt. Damit lag ich richtig. Nettes Gespräch gleich noch inklusive. Läuft gut, de Abend schon in der Umkleide. Ich war happy, dass ich mich allein losgetraut hatte.

Korsett war geschnürt, Transe verschwand in den Club. Ich kämpfte derweil mit meinen Strapsen und stellte fest, dass es nicht sehr schlau war, sich erst das Korsett schnüren zu lassen und dann zu versuchen in Strümpfe zu kommen. Außer mir war noch ein Mann allein in der Umkleide. Also fragte ich ihn, nachdem ich es in meine Strümpfe geschafft hatte, ob er sie mir an meinen Strapshaltern befestigen könne. Es gibt wohl definitv schlimmere Bitten  :-)) Bisher haben sich immer noch alle gefreut, wenn ich sie gefragt habe. Der Mann sah nett aus, ein wenig unauffällig. Ich war mir nicht sicher, auf welcher Seite er spielt, dominant oder devot. Er war ein wenig älter als ich und trug lustigerweise ein rotes Hemd, dass ein wenig barock aussah. Er passte mit seinem Outfit sogar zu meinem Rotkäppchen-Outfit. Wie wenn es geplant gewesen wäre. Also rein ins Vergnügen. Ich war erst relativ spät in den Club gegangen, so dass schon halbwegs voll war und die meisten schon mit dem Buffet fertig waren. Mr. Barockes Hemd wich mir nicht mehr von der Seite und besorgte mir gleich an der Bar etwas zu trinken. Auch mein Bekannter war schon da. Spannend ihn nun mal im BDSM-Kontext zu sehen. Ich gesellte mich zu ihm und seiner Begleiterin. Sie war nett, vermutlich ein gutes Stück älter als ich. Kurze blonde Haare, kurvig. Mir war nicht ganz klar in welcher Art Verhältnis die beiden zueinander stehen. Aber es ergab sich auch nicht die Gelegenheit ihn zu fragen, da sie nie von seiner Seite wich.

Ich wollte mich einfach mitten reinsetzen und gucken. Menschen gucken. Wie die miteinander umgehen, welche Klamotten sie tragen, wie sich Dominanz und Devotheit äußern. Lernte wieder einmal, dass die meisten dominanten Frauen nicht zu meinem Empfinden von Stil passen. Mr. Barockes Hemd wich mir nicht mehr von der Seite. Das war einerseits nett, weil ich nicht mehr allein da war, andererseits verhinderte es irgendwie, dass ich noch jemand anderen Kennenlernen würde.

Wir streiften durch die Räume und schauten, ob es ein Spiel gab, bei dem es sich lohnt länger zuzusehen. Ich fühlte mich in meinem Outfit wohl und durchaus auch neugierig beäugt. Ich lief voraus, Mr. Barockes Hemd hinterher. Dann kamen wir zu einer Spielwiese auf dem ein Mann, den ich ziemlich heiß fand seine wunderhübsche, nackt perfekt aussehende (verdammt!!) Partnerin bespielte. Endlich mal ein Spiel, dass nicht so sehr vom Schmerz bestimmt war, was man sonst ja eher so standartmäßig antrifft. Sie ritt auf ihm, blendete die Umgebung völlig aus. Er gab ihr verbal den Rhythmus vor. Kurz bevor sie kam, befahl er ihr aufzuhören. Sie trug ein Analplug und wirkte unglaublich erregt. Man konnte sehen, wie die Erregung ein wenig abklang bei ihr. Dann trieb er sie wieder hoch, bis kurz vor ihren Orgamus. Die beiden wirkten sehr vertraut. Er wußte genau wie ihr Körper funktioniert. Dann nahm er sie doggy, zog sie an den Haaren. Nahm sie hart. Das Spiel der beiden turnte mich ungemein an. Er strahlte auf mich so eine natürliche Dominanz aus. Ich hielt mich abseits und sah den beiden gepannt zu. Während er sie doggy fickte, lächelte er mich an. Haha, wie geil. Ich nahm das als Kompliment. Und ich war plötzlich ziemlich angegeilt. Verdammt. Ich wollte ja nix anstellen an dem Abend…

Sehnsucht nach BDSM

Gestern Abend bin ich happy eingeschlafen. Guter Sex, gefühlvoller Abend, alles roger.

Aber dann bin ich heute morgen aufgewacht und konnte nicht mehr weiter schlafen, weil ich gemerkt habe, dass mir etwas fehlt. Es fühlte sich furchtbar an, weil mir ins Bewußtsein gerückt war, dass ich JD, meinen Dom schon ein Jahr nicht mehr gesehen habe. Ein Jahr wie krass eigentlich. Die Zeit rennt. Ein Jahr- so schnell vergangen. Ich hoffe sehr, dass wir uns wiedersehen werden, aber ich bin mir nicht sicher, dass das klappt.

Dann wäre ich Domlos. Das fühlt sich sehr komisch, irgendwie unangenehm an. Das ist mir lange Zeit nicht aufgefallen, weil ich Mr. Bondage auch in einer Dom-Rolle akzeptieren würde. Aber die letzten Wochen haben gezeigt, dass es wohl für ihn dahingehend nicht passt. Er kann mich bespielen, er kann mir unglaubliche Orgasmen machen. Das macht ihn irgendwie mächtig. Aber Mr. Bondage ist rastlos. Er sucht die Frau die ihn sexuell kickt. Das bin ich nicht. Ich bin ihm vermutlich zu wenig devot, zu wenig masochistisch. Er betont in letzter Zeit häufig, dass wir eine Vanilla-Beziehung haben. Gestern erst hat er es wieder erwähnt.

Ich mag unsere Vanilla-Beziehung sehr und sie wird auch Bestand haben, aber mit dem Aufwachen heute morgen ist mir klargeworden, dass ich mir wohl wieder jemanden suchen muss, der meine Lust in Richtung SM befriedigt. Mich hat in den letzten Wochen schon immer das Gefühl beschlichen, dass unsere Beziehung asymmetrisch geworden ist. Aber ich konnte nicht so Recht greifen warum. Er hat andere Frauen gedatet, ich auch andere Männer, zwar weniger als er. aber das war selbst gewählt. Aber so ein wenig habe ich meine SM-Kontakte vor allem zu JD einschlafen lassen. Es gab ja Mr. Bondage und der kann mir viel Befriedigung geben, wenn er will. Und daran scheitert es so ein wenig. ich spüre, dass er das nicht will. Vor allem nicht in der Häufigkeit in der ich das bräuchte. Ich bin dahin gehend nicht das, was er sucht. Ich kann seinen Sadismus nicht befriedigen. Vielleicht sucht er auch eine schlankere Frau, die eine andere Art von Attraktivität hat.

Ich habe das heute morgen verstanden. Ich akzeptiere das. Man kann das nicht erzwingen. Ich bin mit der Vanilla-Beziehung zufrieden. Wir haben viele wunderbare Momente außerhalb von Sex miteinander. Haben beispielsweise Sternschnuppen geguckt, fahren Riesenrad im Sonnenuntergang. Aber dadurch, dass ich meinen Wunsch nach SM-Befriedigung auf ihn verlagert hatte und ich meine anderen Kontakte sehr eingeschränkt habe, war das nicht günstig für unsere Beziehung. Es sorgte für unnötige Eifersucht bei mir. Er gab mir nicht das worauf ich hoffte, traf sich mit Anderen und ich verhielt mich wie ein wartendes Hündchen, dass sich keine Gelegenheit verbauen lassen wollte. Also hielt ich meine Abende für ihn frei. Das war falsch. Ich werde nun wieder mehr nach dem gehen, was ich möchte. Mich nicht mehr komplett nach ihm richten. Er tut es schließlich auch nicht.

Aber löst nicht mein Problem, dass ich wohl aktuell keinen Spielpartner mehr habe. Das ist ein ziemlich doofes Problem, von dem ich fürchte, dass es sich nicht so leicht lösen lassen wird. Aber immerhin weiß ich nun, was ich zu tun habe und kann meine Augen wieder offen halten, beziehungsweise auch in diese Richtung suchen. Ansonsten genieße ich unsere „Vanilla“-Beziehung und erfreue mich an den schönen Momenten.

Ich hoffe aber, dass wir wieder ein wenig intensiver fesseln werden. Wobei er gefühlt leider auch im Bondage-Bereich noch nach etwas sucht, dass ich ihm nicht geben kann. Eine Frau die so attraktiv ist, dass er sie auf Shows fesseln könnte.

Mein Sexleben schreit nach einer ruhigeren Phase nun wieder nach mehr Aufregung. Definitv.

Die andere Sub – Das Gespräch

Ich war in ein kleines Loch gefallen, es war nicht besonders schlimm gewesen und seit ich durchschaut habe, wieso das passiert, kann ich auch ganz gut damit umgehen. Außerdem wusste ich ja, dass ich nur eine Nacht allein war, bis ich Mr. Bondage zum gegenseitigen Aftercare wiedersehen würde. Wir wollten uns beide Nähe geben nach dem Spiel und reden. Der andere Teil des kleinen Tiefs würde weggehen, wenn ich ein wenig runtergekommen war nach dem ziemlich stressigen Wochenende und ausgeschlafen hatte. Ich ging früh ins Bett.
Am nächsten Tag ging es mir deutlich besser. Ich fuhr mit dem Zug zu ihm, er sammelte mich wie immer am Bahnhof ein. Dieser Moment wenn wir uns wiedersehen: er lässt mich dann immer spüren, dass er mich vermisst hat und dass er meine Nähe ebenso braucht, wie ich seine. Ich genieße diesen Moment immer sehr.
Später arbeiteten wir dann den Abend der Play-Party auf. Er war irritiert, dass ich ihm nicht vertrauen konnte. Er hatte den Eindruck, dass ich eigentlich gar nicht mit ihm spielen will, sondern es nur seinetwegen tue. Dem widersprach ich, denn ich will mit ihm spielen, aber ich brauche einfach manchmal mehr Zeit.
Wir hatten vorher mal darüber geredet, dass er mit mir ähnlich spielen wollte, wie JD mit mir Pornokino. Dass er mich in gewisser Weise anderen vorführen und zur Verfügung stellen wollte. Das fand ich sehr reizvoll und hatte ihm das auch so gesagt. Mir war allerdings überhaupt nicht klar gewesen, dass das sein Plan für diesen Abend war. Denn als feststand, dass das Hexchen mitgehen würde, dachte ich dass das Spiel mit ihr für ihn im Vordergrund steht. Die beiden hatten sich lange nicht gesehen und er hatte mir oft von gemeinsamen Spielen berichtet. Ich dachte, dass sie die Hauptrolle spielen würde an diesem Abend und ich einfach ein wenig zusehen konnte, wenn er mit ihr auf einem anderen Level spielt. Das war völlig okay für mich. So hatte ich die Konstellation interpretiert.
Mr. Bondage hatte allerdings ganz andere Pläne gehabt, wie sich in unserem Gespräch herausstellte. Er wollte zuerst mit mir Spielen. Das war sein Hauptfokus. Er wollte mich „Vorführen“, sehen ob sich ein interessantes Spiel, vielleicht auch mit einem anderen Mann ergibt. Ich war überrascht. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, dass ich Fokus stehen sollte. Ich freute mich und ärgerte mich gleichzeitig ein wenig, dass ich ihm nicht vertraut hatte und sofort auf die Barrikaden gegangen war. Aber an diese Möglichkeit hatte ich überhaupt nicht gedacht. Ich war so darauf fixiert, dass er mich einfach nur in zu wenigen Klamotten fesseln wollte. Andere Möglichkeiten hatte ich überhaupt nicht in Betracht gezogen. Er hatte deswegen so spät zu spielen begonnen, weil er mein Verhalten beobachtet hatte um herauszufinden, wie ich so drauf bin. Er versuchte mich einzuschätzen und kam dann nach einer Weile zum Schluss, dass es ein Spiel an diesem Abend nicht möglich sein würde, da ich ihm nicht vertraute. Das Fesseln war nur Plan B gewesen, damit wir etwas taten, was wir beiden schon kannten. Vertrautes Terrain, sozusagen.
Nach dem Abend war er sich jedenfalls wieder unsicher, ob es wirklich sinnvoll ist, dass wir miteinander spielen. Vielleicht wäre es besser, wenn wir einfach nur unsere Vanillabeziehung haben, grübelte er.
Ich will mit ihm spielen. Das sagte ich ihm auch. Aber er muss „Runter vom Gas“. Er muss mit mir in kleineren Schritten vorgehen. Ich bin immer noch eine Anfängerin. Bisher hatte er nur erfahrene Frauen gehabt, denen er gerecht werden musste. Ich machte ihm nochmal bewusst, dass auch an diesem Abend für mich auch bemerkenswerte Dinge passiert waren. Nämlich die Tatsache, dass ich einen ganzen Abend das Halsband öffentlich getragen hatte. Dass ich damit ein sichtbares Zeichen meiner Unterwerfung getragen habe. Das klingt so banal und wenn man erfahrener ist, dann ist das nicht mehr der Rede wert. Aber für mich ist das schon noch bemerkenswert. Hinzu kommt, dass ich mich zum ersten Mal habe an einer „Leine“ herumführen lasse habe. Auch das ist etwas, das ich auf mich wirken lassen muss. Ich glaube, dass war ihm überhaupt nicht bewusst. Das hatten das Hexchen und er eben schon öfter gemacht, überhaupt nicht der Rede wert. Aber ich taste mich noch ran an das Subsein. Fühle in mich hinein, was bestimmte Spiele mit mir machen.
Wenn wir privat spielen, vertraue ich ihm mittlerweile zu 100 Prozent. Da hat er mir gezeigt, dass er verstanden hat, dass er mit mir ein wenig behutsamer umgehen muss. Das hat wunderbar funktioniert. Ich warte schon immer sehnsüchtig darauf, dass wir wieder spielen. Aber das Vertrauen habe ich für öffentliches Spielen noch nicht. Das war auch auf der Party das Problem. Hier habe ich immer noch das Gefühl, dass er zu schnell zu viel von mir erwartet. Noch ein Punkt der mir klargeworden ist, vor Allem weil das Hexchen dabei war: Durch unsere Vanillabeziehung, die sich ja sonst auf Augenhöhe bewegt, braucht es einen deutlichen Anfang des Spiels. Denn das Hexchen war die ganze Zeit ihrer Anwesenheit eben in einer devoten Rolle. Die beiden sehen sich ja nur zum Spielen, da funktioniert das so. Aber für mich braucht es eben das Anlegen des Halsbands als Startsignal.

Das Fazit: Kommunikation ist wichtig. Aber auch Vertrauen. Wir arbeiten weiter daran. Darüber hinaus mag ich das Hexchen und fände es schön, wenn es sich mal wieder ergibt, dass wir zusammen auf eine Veranstaltung gehen.

Die andere Sub – Das Hexchen und der Inquisitor

Vorneweg zwei Dinge: Sorry fürs lange Warten lassen. Zum anderen ist dieser Eintrag in wieder ausgeschlafenem Zustand mit ein wenig Abstand entstanden.

Mr. Bondage unterhielt sich eine gefühlte Ewigkeit mit anderen Gästen. Das verwirrte mich ein wenig, da er doch sonst sehr ökonomisch mit seiner Zeit umgeht, wenn wir auf einer Party sind. Ich fragte mich, wann er denn endlich mit dem Hexchen spielen würde. Die beiden hatten sich lange nicht gesehen und ich wusste, dass er sich darauf gefreut hat mal wieder mit ihr zu spielen. Meine Interpretation dieser Konstellation war, dass die beiden miteinander spielen und ich mir das anschauen kann. Wenn noch Zeit bliebe danach, dann könnten Mr. Bondage und ich ja noch ein wenig fesseln. So hatte ich das gedacht.

Dann ging es plötzlich los. Mr. Bondage nahm das Hexchen am Seidenschal und führte sie in die andere Hälfte des Raumes. Dort stand ein etwas improvisiertes Andreas-Kreuz auf einem Podest. Ich ging hinterher und setzte mich auf eine Sitzbank, die ein klein wenig entfernt war. Mr. Bondage schlüpfte in seine Rolle. Er war Inquisitor und sie eben eine Hexe. Das ist ein Rollenspiel, das die beiden schon eine ganze Weile für sich spielen. Für mich klang er ziemlich schräg in dieser Rolle. Sehr ungewohnt. Aber das ist eben das Spiel der beiden. Ich sah dabei zu, wie er ihre Hände ans Kreuz fesselte. Die beiden waren gefühlt ganz schnell ins Spiel abgetaucht. Bald schon fing er sie an mit Schlägen zu bearbeiten.

Ich merkte, dass ich mir das nicht anschauen wollte. Nicht aus Eifersucht. Sondern weil ich es als einen intimen Moment zwischen den beiden empfand, da wollte ich nicht wie so ein Gaffer zusehen. Ich weiß ja aus meinen Swingercluberfahrungen schon, dass ich kein besonders guter Zuseher bin. Vermutlich weil ich mir nicht gern beim Zusehen zusehen lasse. Jedenfalls wollte ich die beiden für sich spielen lassen. Mr. Bondage hatte sich nicht dazu geäußert, ob ich dem Spiel beiwohnen sollte oder nicht, also entschied ich, dass ich mich wieder in den anderen Teil des Raumes setzen und dort warten würde, bis die beiden fertig waren.

Ich kannte eigentlich niemanden auf der Party so wirklich, so dass ich mich einfach alleine an einen Tisch setzte. Zwischen mir und den Spielenden befand sich eine Säule so dass mir die Sicht versperrt war. Es dauerte nicht lange, da kam eine Frau vorbei und meinte: „Ja sie wäre jetzt auch richtig sauer.“ Das bezog sie wohl auf die Tatsache, dass Mr. Bondage mit einer anderen Frau spielte und ich es mir nicht ansah. Dabei war ich gar nicht sauer und versuchte ihr zu erklären, dass es okay ist für mich, wenn die beiden spielen, ich lediglich nicht dabei zusehen möchte. Dass ich sogar eher froh bin, dass sie dabei ist, weil ich nicht so gerne öffentlich spiele (Zumindest noch nicht). Aber genau diese Art Nachfrage fällt unter den Punkt Drama, das ich nicht haben wollte.

Diese Nachfrage sollte sich noch ein zwei Mal wiederholen. Auf so einer kleinen Party passiert eben nichts unbemerkt. Manchmal riskierte ich einen kleinen Blick auf Mr. Bondage und Hexchen. Er als Inquisitor befragte sie wild, wollte ein Geständnis aus ihr rausquetschen. Er bearbeitete ihre Brüste hart, die hatten sich schon ein wenig verfärbt.

Ich kann verstehen, dass es Außenstehenden schwer fällt sich BDSM-Spielchen, vor Allem mit Schmerzen anzusehen. Das geht mir auch so. Ich kann mir schwer Spiele ansehen, die mein Schmerzlimit deutlich übersteigen, weil ich eben nicht aus eigener Erfahrung nachfühlen kann, was das mit demjenigen macht. Ich habe keine Vergleichswerte. Nichtsdestotrotz ist es okay für mich, wenn sich jemand freiwillig hart verhauen lässt, da ich rational weiß, dass die beiden es im Konsens tun. Ich wusste, dass Mr. Bondage es noch nie geschafft hat, sie an ihre Grenzen zu treiben.

Er schlug sie hart mit der flachen Hand auf ihre Schenkel. Ich konnte die Schläge hören. Er hatte ihr den Rock hochgeschoben,so dass ihre nackte Muschi verfügbar war. Sie stand da mit gespreizten Beinen und er fingerte sie immer mal wieder hart. Alle paar Minuten sah ich mir das Geschehen mal kurz an. Die Geschichte, die Mr. Bondage als Inquisitor zusammengesponnen hatte wurde immer abstruser. Ich hört was mit Sex und Bischof. Das ließ mich schmunzeln. Er ist schon einfach wirklich auch ein schräger Typ. Aber wenn die beiden daran ihren Spaß haben, dann sollen sie doch.

Irgendwann ging ich dann eine kurze Zeit in den Vorraum, als mir das Spiel zu laut wurde. Allerdings war es mir dort in meinem Kleid fast ein wenig zu kalt. Ich hoffte, dass die beiden bald fertig werden würden, auch weil ich nicht so recht wusste, mit wem ich mich unterhalten sollte. Als es mir zu kalt wurde und ich mich wieder drinnen an meinen Tisch gesetzt hatte kamen ein völlig verschwitzter Mr. Bondage und ein befriedigt fertig aussehendes Hexchen zu mir. Mr. Bondage bat mich, ob ich mich denn nicht zu ihr sitzen und mich ein wenig um sie kümmern könnte. Das tat ich. Er räumte währenddessen noch seine restlichen Utensilien auf. Sie sah befriedigt aus. Ich fragte sie, ob es ihr gut ginge und sie bejahte. Da die Session mit Mr. Bondage hart war, fragte ich sie ob sie denn „Aftercare“ brauchen würde. Nicht besonders viel, war ihre Antwort. Ein wenig in den Arm nehmen reicht bei ihr aus. Das tat Mr. Bondage dann automatisch auch, als er wieder an den Tisch zurückkam. Das Hexchen tickt da also ganz anders als ich. Wobei bei den beiden auch nicht so viele Gefühle im Spiel sind.

Mr. Bondage war völlig durchgeschwitzt, er musste sich erst wieder akklimatisieren. Ich saß mit den beiden am Tisch und wartete gespannt, was er mit mir noch anstellen würde. Nach einer Weile verschwand Mr. Bondage auf die Toilette und kündigte an, dass wir danach fesseln würden.
Ich klagte während er weg war dem Hexchen mein Leid. Die Nummer mit dem Kleid war jetzt wieder präsent. In dem Kleid konnte er mich nicht fesseln, also war die Alternative ausziehen. Im BH fesseln geht auch nicht, also würde nur oben ohne gehen. Absolut keine Option für mich. Ich kündigte dem Hexchen an, dass wenn er verlangt, dass ich mich ausziehe zum Fesseln, dass ich dann Safeworden würde. Absolutes No-Go momentan für mich. Ich hoffte sehr, dass es nicht so weit kommen würde.

Wohin mit dem Kaugummi?

Das hier ist ein Gastbeitrag von einem befreundeten Pärchen, das ich über Twitter kennengelernt haben. Die Beiden sind unter den Namen @falbalus und @Hirnventrikel bei Twitter zu finden. Ihre Spielbeziehung ist noch ganz frisch. Michael ist schon länger in der BDSM-Szene unterwegs. Susi ist ganz neu und seine Novizin. Eines ihrer Erlebnisse hat sie für mich aufgeschrieben. Es passt insofern gut zu meinem Blog, weil auch dabei sich ganz viel im weiblichen Kopf abspielt.

Wohin mit dem Kaugummi?
Samstagabend, ich fahre nach dem Mädels-Kino-Abend zu Michael. Dort angekommen finde ich einen Zettel an der Haustür mit folgenden Anweisungen:

Bild Blog Gast

Ich grinse sehr breit nehme den Zettel ab und betrete seine Wohnung. Alles ist dezent mit Teelichtern beleuchtet. Ich gehe in die Küche, entkleide mich und denke noch, dass ich den Kaugummi nicht vergessen darf und „zack“ zu spät: Ich liege Bäuchlings auf dem Bett, die rechte Hand an der Manschette bereits befestigt, die Augen verbunden und warte auf ihn.

Gerade als die Wohnzimmertür aufgeht, fällt mir der Kaugummi ein: „MIST“ zu Spät. Ich überlege noch den Kaugummi runter zu schlucken, aber auch das misslingt mir. Er betritt das Schlafzimmer und fesselt meine linke Hand, lässt mir aber etwas Bewegungsfreiheit. Anstatt mich auf die Situation zu konzentrieren, überlege ich wie ich diesen verdammten Kaugummi loswerde. Michael bindet mir die Füße fest und geht um das Bett herum. Ich nutze die Chance drehe den Kopf auf die linke Seite und nehme den Kaugummi zwischen die Finger. Und nun…. ? Ich habe den Kaugummi eine Zeit zwischen den Fingern, aufs Bettlaken damit „Nein“, also fällt mir nur der Bettpfosten ein. Kurzer Hand wird der Kaugummi dort hinter geklebt, damit er ihn nicht sehen kann. Erleichtert das Kaugummi losgeworden zu sein, können sich meine Gedanken jetzt dem Spiel widmen.

Heute Morgen dann greife ich hinter den Bettpfosten um das Kaugummi zu entsorgen und erzähle ihm von meiner gestrigen Not.
Wir haben herzhaft gelacht.

Ich bin eine Wildkatze…

Der Eintrag ist lang geworden. Der Denkprozess vermutlich noch nicht abgeschlossen.

Der Abend war schon weit fortgeschritten. Auf der BDSM-Party hatten sich die meisten schon fertig bespielt. Es leerte sich langsam wieder. Mr. Bondage hatte sich wieder in sein Partyoutfit geworfen und rollte gerade noch seine Seile auf. Ich stand an ein Andreas-Kreuz gelehnt und sah zwei wunderschönen Frauen beim Spielen zu. Die eine peitschte eine andere, wunderschöne nackte Frau mit viel Hingabe aus. Die nackte Frau war mit den Händen oben an einem Rahmen festgebunden. Die andere schwang eine lange Peitsche und beiden schien es Lust zu bereiten.

Als Mr. Bondage fertig war sagte er plötzlich zu mir, dass er etwas ausprobieren möchte. Er packte Hand- und Fußfesseln aus. Ich war völlig unbedarft und ließ mich von ihm an das Andreas-Kreuz binden. Ich dachte er wollte halt probieren, ob die sich dafür eignen. Er fesselte mich also an Händen und Füßen an das Gestell. Die Fesseln passten und ich stellte fest, dass es mich durchaus heiß macht an so einem Andreas-Kreuz gebunden zu sein. Das war damals meine erste BDSM-Erfahrung gewesen. Das hatte ich seitdem nie wieder gehabt. Schade eigentlich. Ich merkte, dass ich da mal wieder Lust drauf habe, aber nicht auf so einer Party, wo es auch keinen Sex gibt, sondern nur Schmerz. Dann verpasste mir Mr. Bondage plötzlich noch eine Augenbinde und fing an mich zu bespielen. Ich erinnere mich gar nicht so genau, aber er fing wohl an mich auf die Außenseite der Oberschenkel zu schlagen. Das war so nicht abgemacht. Nach ein paar Schlägen sagte ich, dass er sofort damit aufhören solle. Was er dann auch tat. Wir würden also noch mehr Redebedarf haben am nächsten Tag.

Als wir gingen tat ich etwas, das für ihn blöd war. Er war wieder in seinem Kostüm und zog seinen Koffer mit den ganzen Utensilien hinter sich her. Dabei blieb er an einer Säule hängen und der Koffer fiel ihm aus der Hand. Wenn mir so etwas passiert, dann mache ich einen Witz über mich und lache darüber. Und so rutschte mir dann einfach raus: „Verdammt, der ganze Auftritt im Eimer“ .. Oh, das hat ihn ganz schön getroffen, glaube ich. Weil ich seine Autorität ziemlich untergraben hatte. Eine Sub die einen Witz über ihren Dom macht. Das war mir in dem Moment gar nicht so bewusst gewesen. Damit hatte ich ihn verletzt.

Ich musste den ganzen Abend erst mal sacken lassen. Ich ging mit dem Gefühl nach Hause, dass es wohl das Beste sei, wenn wir nie wieder zusammen auf eine solche Party gehen. Ihm ging es wohl ähnlich. Ich dachte für mich, ich würde seine Erwartungen nicht erfüllen können. Es sei wohl besser, wenn er mit anderen Frauen hingeht, die devoter oder masochistischer sind als ich. Mit denen er sich das holen kann, was er gern hätte und sich nicht mit so einer widerspenstigen Frau herumschlagen muss. Das war mein erstes Bauchgefühl. Aber je mehr ich darüber nachdachte, merkte ich, dass ich da aber gerne mit ihm hingehen würde. Nicht um ihm einen Gefallen zu tun, sondern weil ich es gerne mit ihm teilen würde. Wenn ich darüber nachdachte, ob ich mir auch vorstellen kann, an einem solchen Abend ein Halsband zu tragen und einem Herrn zu dienen, dann gab es das Bild in meinem Kopf. Es war also nichts, was ich ausschloss für mich.

Ich fing an mich zu fragen, warum ich so Probleme an dem Abend gehabt habe. Beim Nachdenken merkte ich, dass mir die Vorstellung so etwas mit JD zu tun ganz leicht fiel. Ich vertraue ihm zu 100 Prozent. Ich könnte mich ganz in seine Hände begeben. Das lag daran, dass er immer behutsam mit mir umgegangen ist, sich immer erst an meine Grenzen herangetastet hatte. Dass er immer dafür sorgte, dass meinen Sachen (Klamotten) nichts passierte (eine Kleinigkeit, aber zeugt von Aufmerksamkeit). Dass er mittlerweile fast schon vor mir merkt wenn es einen Störfaktor gibt und versucht diesen abzustellen. In Pornokinos ist das oft der Ton von irgendwelchen Filmen. Ich musste nie etwas sagen. Natürlich gab es auch schon mal mit ihm Situationen, in denen etwas nicht gelaufen ist, aber das haben wir dann besprochen.

Es ist also eine Vertrauensgeschichte. Das sagte ich Mr. Bondage auch so. Er war ja schon bei einem unserer ersten Treffen so an meine Grenzen gegangen, dass ich abbrechen muss. Noch dazu hatte er mich hinterher nicht aufgefangen und es hat mich gedropt. Ich habe bei ihm nie das Gefühl, dass ich mich einfach in seine Hände fallen lassen kann ohne noch auf der Hut sein zu müssen, dass auch für mich alles passt. Auch wenn wir die Situation von unserem ersten Spiel aufgearbeitet hatten, baut sich Vertrauen auch einfach nicht von selbst auf. Das braucht Zeit. Manchmal habe ich auch das Gefühl, dass er meine Erfahrung überschätzt. Natürlich gibt es mein Blog mit unzähligen Einträgen, aber ich bin ganz am Anfang. Empfinde mich manchmal als blutiger Anfänger der seinen Weg sucht. Ich hab mich zwar zugegebenermaßen sehr breit ausprobiert, aber nicht sehr in die Tiefe.

Dann kommt noch dazu, dass ich, wenn man mal so eine Schulklasse als Bezugsrahmen nimmt, ich immer mit die dominanteste Person war, egal ob der Vergleich zu Männer oder Frauen gezogen wird. Der Weg, den ich hin zu devot zurücklege ist also sehr lang. Nichtsdestotrotz glaube ich wirklich eine sexuell devote Ader zu haben. Darüber habe ich mir lange Gedanken gemacht. Ob ich meine Berechtigung in dem Bereich habe. Ob ich mir nur einbilde devot zu sein. Ob ich Pseudodevot bin. Ob ich das nicht „kann“. Aber ja ich habe meine Berechtigung dort. Wer legt denn fest ob etwas devot ist oder nicht. Aber wenn man mich führen will, wenn ich mich hingeben soll, dann muss der Mann eine sehr starke Persönlichkeit sein. Ich bin wie eine Wildkatze, wenn du meine Hingabe bekommst, dann hast du sie dir vorher hart erarbeitet. Aber dann gebe ich mich dir ganz hin. Mr. Bondage hat für mich an diesem Abend Schwächen gezeigt, die eigentlich gar nicht zu ihm passen, so wie ich ihn sonst kenne. Dieses um einen Ruf in der Szene bedacht sein. Nicht darüber stehen können, was die anderen denken. Ich finde ein Mann ist dann wirklich stark wenn er auch Schwäche und Fehler zulassen kann.

Ich laufe sonst bunter anzogen rum als die meisten anderen Menschen. Gefühlt passt zu mir auch kein Standard-Halsband und eine klassische Leine. In unserem langen Gespräch machte Mr. Bondage dann einen Witz über die Halsbandgeschichte, der mir zeigte, dass er mich eigentlich versteht.Der mir mal wieder zeigte warum ich so große Gefühle für ihn habe. Er sagte, dann würde er mir halt ein Halsband schenken, das die Aufschrift „I mog di“ trägt. Ja, jaa jaaa, genau so. „I mog di“ ist das was er immer zu mir sagt. Er, der Nicht-Bayer. Es ist also etwas, das uns verbindet. Zweitens aber bricht es so ein wenig mit Situation, mit dem in der „Szene“ üblichen. O Gott wie stolz würde ich devot ein Halsband tragen, das mit den Konventionen einer Szene erst mal bricht. So was liebe ich ja.

So wie ich mir viele Gedanken über meine Rolle als Sub mache und ob ich das denn bin oder kann, so ließ ihn das Gespräch wohl auch an seiner Rolle als Dom arbeiten. Keine Ahnung ob wir jemals wieder auf so eine Party gehen. Das wird zeigen. Aber auf dem nächsten BDSM-Stammtisch tat er etwas, das mich wirklich glücklich gemacht hat. Es gab eine Verkaufsveranstaltung an diesem Abend. An deren Ende brauchten viele Kisten zu einem Auto tragen und der Organisator sagte, dass doch alle Männer mal anpacken sollen. So was ärgert mich ja immer. Er kann ja einfach sagen, dass jeder, der will mitanpacken kann. Warum sollen denn das nur die Männer? Als ich helfen wollte, schickte er mich erst wieder weg. Pfff, das hat natürlich nur dazu geführt, dass ich erst Recht Kisten getragen habe. Feste Rollenverteilung kann mich mal.

Mr. Bondage war zu diesem Abend direkt aus der Arbeit gekommen und dementsprechend angezogen. Ihm wurden dann die Krawatte und das Jackett irgendwann zu unbequem und er zog es aus. Weil ich in Spiellaune war, zog ich mir beides einfach an und lief mit seinem Jackett und seiner Krawatte rum. Das fand er gut und ihm war wurscht, ob das die anderen komisch finden oder nicht. Am Ende des Abends, als wir gehen wollten, setzte er dem ganzen noch den Gipfel auf. Ich habe ihn wohl noch nie so sehr geliebt, wie in diesem Moment. Er sagte, na wenn schon müsste ich jetzt aber auch seinen Mantel anziehen und half mir rein. Und er zog einfach meine Jacke an. Wir sahen so witzig aus. Er ging mit meiner Jacke nach Hause.

Eigentlich harmonieren wir gut. Ich bin mir also sicher, dass wir trotz aller Anfangsschwierigkeiten auch im Spiel noch zusammenfinden werden. Mal sehen, was passiert.

Warum will ich überhaupt wieder auf so eine Party? Ja, auch ich empfinde die Szene durchaus auch manchmal als intolerant. Viel lästern und tratschen. Aber ich mochte das Ambiente. Ich habe die Eindrücke aufgesaugt. Die tollen Kostüme. Und auch Fesseln in dieser Atmosphäre fand ich wundervoll. Auch den respektvollen Abstand mit dem die Menschen den Anderen zugesehen haben, mochte ich. Für ein Spiel mit Schmerz, wird sich so ein Abend für mich nie eignen, weil ich Sex dazu brauche, es meine Orgasmen intensiver macht. Nur Schmerz allein ist für mich sehr frustrierend.

Es ist mir völlig humpe ob eine Sub ihren Dom im Griff hat oder umgekehrt. So lange die Menschen authentisch sind. So will ich da spielen und dann suche ich mir auch in der Szene, wie auch im normalen Leben Menschen, mit denen ich gut auskomme.

Die BDSM-Szene und ich

Ich hatte mich ja bisher weitestgehend geweigert mich in der BDSM-Szene herum zu treiben. Bis auf ein paar kleine Stammtischbesuche mit Mr. Bondage und den Fesselabenden hatte ich wenige Berührungspunkte. Aber auch gewollt so. Denn ich hatte immer das Gefühl, dass ich mir dann Gedanken darüber machen muss, ob meine Art zu spielen „richtig“ ist. Ob ich wirklich devot oder masochistisch bin. Ob ich da rein passe, in die Szene. Oder ob ich doch nur eine von den Shades of Grey-Tanten bin, die so ein wenig Fesseln spielt. Diesen Fragen wollte ich mich nie stellen. Denn ich mochte meine Art zu spielen. Wollte mich nicht einsortieren lassen. Finde jedes Spiel hat auch seine Berechtigung.

Andererseits war ich neugierig, vor allem auf ästhetischen Input. Eine schöne Location, schönes Spiel, Menschen mit einander umgehen sehen. Da kam es, dass in meiner Stadt eine BDSM-Spieleparty stattfand und Mr. Bondage mich fragte, ob ich da mit ihm hingehen möchte. Ich wollte. Vor allem, weil ich gerne mit ihm da hin gehen wollte. Es gemeinsam mit ihm erleben wollte. Aber ich hatte ZWeifel, ob ich irgendwelchen Ansprüchen gerecht werden würde, wie man sich dort verhält, ob mir das liegt. Die Karten waren teuer und man war namentlich angemeldet, so dass ich auch keinen Rückzieher machen konnte. Und ich hatte mal wieder nichts zum Anziehen. Also zumindest unten herum. Ich wollte meine Korsett anziehen, aber ich besitze keinen Rock.

Mr. Bondage und ich gingen am Tag der Party zum Shoppen los. Da ich leider noch arbeiten musste blieb und nicht so wirklich viel Zeit. Er schleppte mich in zwei Sexshops, die er kannte. Dort versuchten wir Strapse für mich zu kaufen. Allerdings finde ich es in normalen Sexshops nicht so einfach etwas passendes zu finden, wenn man ein wenig kurviger ist. Die meisten Sachen sind da so für das Modell Gogo-Tänzerin mit gemachten Titten.

Das Einkaufen wurde zwischenzeitlich ein wenig dramatisch, weil ich PMS hatte und mir mal wieder die Düse vor der Veranstaltung ging. Wegen Klamotten, wegen der Tatsache, dass ich nicht wußte, ob ich mich richtig verhalten können würde. Mr. Bondage war ein geduldiger Engel und ging mit mir eine Runde spazieren, bis ich mich wieder einbekommen hatte. Ja, einer der seltenen Dramamomente bei mir. Aber wir wurden fündig, wenn ich auch nicht abschließend zufrieden war. Also wir kauften ein Strapsband und drei oder vier Paar Strümpfe.

Dann sahen wir uns noch Halsbänder an. Also klassische BDSM-Halsbänder meist mit einem Ring. Schon beim Anprobieren war ich mir nicht mehr sicher, ob ich so eines denn tragen würde. Das sagte ich ihm aber auch. Es gab keines, dass ich für mich passend fand. Wir probierten bestimmt fast zehn so Halsbänder an. Aber in keinem fühlte ich mich widergespiegelt. Die waren alle sehr standardisiert. Meist Schwarz oder schwarz-rot. Er kaufte zwei, sagte aber beim zweiten schon, dass er es nicht für mich kaufen würde, sondern es einfach nur für seinen Fundus sei. Was mir war nicht gefiel waren die Metallketten. Das sagte mir vom Material her schon gar nicht zu. Ich trage auch sonst keinen Schmuck vor allem nicht aus Metall. Aber so eines kaufte Mr. Bondage auch nicht mit. Wir landeten noch in einem Sexshop, wo uns aber die Besitzerin gleich signalisierte, dass sie keinen passenden Rock für mich habe. Sie schickte mich in einen normalen Laden weiter, in dem ich mir einfach einen ganz simplen schwarzen Minirock kaufen sollte.

Zu HAuse vor dem Einkaufen hatte mir Mr. Bondage schon sein Outfit gezeigt. Anzug, darüber ein Mantel und eine venezianische Maske. Das gefiel mir gut. Er hatte auch für mich eine sehr stilvolle Maske. Deswegen war ich irritiert, dass er mich in dem Laden noch sehr nicht dazu passende Masken anprobieren ließ. Aber er war nicht davon abzubringen. Was sowohl die Verkäuferin, als auch mich irritierte. Aber ich probierte an und er war dann auch überzeugt, dass sie nicht passen. Zum Glück.

Ich musste dann allein noch losziehen und mir unter Zeitdruck einen schwarzen Rock kaufen. Meganervig. Ich fand einen. Der passte so halbwegs. Nicht optimal, aber okay. Dann düste ich wieder zu Mr. Bondage und wir machten uns fertig. Leider hatten wir am Ende halbwegs Zeitdruck, weil es nur ein gewisses Einlassfenster auf die Veranstaltung gab. Und wir waren auch prompt die letzten, die dort einmarschierten.

So stand ich da, führte zum ersten Mal mein Korsett aus. Schwarz, vorne mit einem weißen Einsatz unter schwarzer Spitze, so dass es silbern wirkt. Darüber ein schwarzes Bolerojäckchen. Einem schwarzen Minirock, drunter die Strapse und unten nicht allzu hohe Pumps. Ich sah schnell, dass mein Outfit völlig okay war, sehr zurückhaltend, aber das war okay so. Vorerst mal kein Halsband. Ich wollte mir erstmal alles ansehen, mich herantasten. Am liebsten in eine Ecke stellen und einfach nur gucken, was da für Menschen sind, wie sie miteinander umgehen, was so alles passiert.

Mr. Bondage hatte mir vorher noch gesagt, dass er das Profil von einer unfassbar tollen Frau gefunden hatte, die er an diesem Abend unbedingt mal kennenlernen wollte.

Bevor ich mich richtig eingewöhnen konnte drehten wir eigentlich schon eine Runde um alle Menschen zu begrüßen die Mr. Bondage so kannte. Das war mir fast schon zuviel, weil mir nicht so klar war, wie ich mich verhalten sollte. Die meisten anderen waren sehr klar in dominant und devoten Rollen. Manche knieten vor ihrer Herrin.

Ich bin eine starke Persönlichkeit im normalen Leben. Auch emanzipiert. Und mit der Tatsache nur über eine devote Rolle wahrgenommen werden zu können, komme ich noch (bewußt noch) gar nicht klar. Das sollte an diesem Abend unsere Beziehung noch ganz ordentlich auf die Probe stellen.

Aber vorher erlebten wir auf der Begrúßungsrunde noch eine Überraschung. Mr. Bondage entdeckte die Frau, die er kennenlernen wollte. Sie war in der Tat außergewöhnlich schön. Sie hatte einen Mann an ihrer Seite. Mein Herz machte einen Sprung als ich ihn erkannte. Ausgerechnet einen Mann, den ich auch kannte, der schon Teil meines Blogs gewesen ist….

Das Gespräch nach der Session

So einen Drop, den ich nach dem Erlebnis mit Mr. Bondage hatte, hatte ich schon einmal gehabt. Das war nach dem Spiel mit meinem Blinddate, den ich auch bis heute nie gesehen habe. Dieses Erlebnis ist und bleibt schon mit das krasseste, was ich bisher so ausprobiert habe. Damals war es neu für mich und es dauerte ein wenig, bis ich auch verstanden hatte, was da mit mir passiert war. Dieses mal wußte ich schon wie ich das Einordnen sollte. Ich wußte, dass es davon herrühren musste, dass ich nach dem Spiel, beim dem ich mich in eine devote Postiton begeben hatte, unsere Beziehung gewollt asymetrisch war, nicht aufgefangen worden bin. Mr. Bondage hatte die Situation nicht aufgelöst.
Beim Sex mag ich es, wenn sich das gleichberechtig sein auflöst. Wenn sich einer dem anderen hingibt. Egal in welche Richtung. Aber hinterher muss es sich für mich dann wieder in ein gleichberechtigtes Gegenübertreten auflösen.

So hatte ich also Redebedarf mit Mr. Bondage, der mir ordentlich den Hintern versohlt hatte, aber mich nicht so Recht an sich rangelassen hatte. War er ein Sadist und konnte das nicht? Ich musste es herausfinden, um dann zu entscheiden, ob ich weiter mit ihm spielen wollte oder nicht. Das nächste Treffen ergab sich auf neutralem Gelände. Fast. Es war auf einem Szenestammtisch auf dem er einen Vortrag halten sollte und mich dazu eingeladen hatte. Das war okay für mich, denn es war neutraler Boden, irgendwie. Und ich ging einfach mal davon aus, dass es irgendwann an diesem Abend die Gelegenheit geben würde uns zu unterhalten.

Bisher hatte ich mich ja mit wenigen Ausnahmen bewußt davor gedrückt, Menschen aus der BDSM-Szene kennenzulernen. Also Menschen mit denen ich nicht explizit spiele. Weil ich nicht zu einer Szene gehören wollte. Ich wollte nicht Teil einer Community sein und mich deren Habitus und Sprache anpassen. Ich wollte als unabhängiger Mensch meiner Sexualität nachgehen, ohne mir zu überlegen, wie das genau heißt, was ich da spiele und treibe. Aber ich fand es unheimlich spannend Mr. Bondage mal in einem anderen Kontext zu erleben. Als Vortragender, mit anderen Menschen. Wie würde er mit mir umgehen, in einer Art Öffentlichkeit? Deswegen ging ich hin und freute mich, dass er mich dabei haben wollte.

Als ich dort ankam, sah ich, dass er sich freute. Er machte keinen Hehl daraus, dass ich zu ihm gehörte, quasi mit ihm da war. Und er hielt einen wirklich guten Vortrag,er war ein guter Redner. War unterhaltsam, nicht zu lang, witzig. Aber eigentlich muss er das ja auch können von Berufswegen. Aber schön ihn mal so zu erleben. Nach dem Vortrag ging man dann gemeinsam noch was trinken.
Die Situation war ein wenig schräg für mich. Ich bekam mit, dass sich die meisten ja schon ein wenig kannten. Also wird auch allen klar gewesen sein, dass Mr. Bondage der dominate Part ist. Vermutlich hat sich außer mir niemand Gedanken darüber gemacht, aber ich fand es seltsam, von Menschen mit denen ich mich nicht getroffen hatte um Sex zu haben, so explizit als devote Frau eingeordnet werden zu können. Ich hoffte sehr für Mr. Bondage, dass er auf gar keinen Fall bei diesem Umtrunk auch nur irgendwie auf die Idee kommt, ein Spielchen ausprobieren zu können. Tat er nicht. Es war ein nettes Plaudern, auch wenn mir manche der Anwesenden ein wenig zu schräg waren. Krasser spielen, als ich es vermutlich jemals tun würde.

Auch unser Gespräch ergab sich noch. Ich hatte ihm erklärt, dass ich noch Redebedarf habe. Ich erzählte ihm, dass ich ihn nicht einschätzen konnte, dass es mir nicht gut gegangen war nach dem letzten Treffen. Dass ich hätte auffangen brauchen. Dass er mich rauslassen muss aus der Rolle. Mir auf Augenhöhe begegnen. Er sagte, dass ihm vor Kurzem eine Frau just dasselbe gesagt hatte, wie ich ihm gerade. Alles in allem spielt er noch nicht lange. Die meisten anderen Frauen hat er auf einen einschlägigen Seite kennengelernt. Erfahrener im Spielen würde ich schätzen. Ich war eine Ausnahme sagte er mir. Mit der anderen Frau war es schwierig, dass die beiden ein gemeinsames Zeitfenster zum Spielen fanden, deswegen wollte er, auch in ihrem Sinne die Zeit möglichst gut ausnutzen und intensiv spielen. Darauf eben jetzt dasselbe Feedback, wie von mir. Vermutlich wird ihm das ab diesem Moment nie wieder eine Frau sagen müssen. Von zwei Frauen unabhängig das gleiche Feedback. Ich wollte es auch einfach nur gesagt haben, musste gar nicht groß drüber reden.

Ab da veränderte sich unsere Beziehung. Weniger BDSM, mehr Vanilla. Er fuhr ziemlich zurück, was Schmerzen anging. Die Augenhöhe war da. Er ließ mich näher an sich heran.

Der Gynstuhl – Aftercare

Nachdem ich meine Augenbinde abgenommen hatte, war klar, dass das Spiel zumindest vorerst vorbei war. Und ich merkte auch, als ich mich mit meinem Getränk, das JD mir gebracht hatte, aufs Bett sinken ließ, dass ich ziemlich platt war. Geistig und körperlich. Die vielen Erfahrungen hatten mich ausgelaugt. Ich war auch schmerzempfindlicher als sonst bei ihm. Wobei JD auch mit der flachen Hand ganze Arbeit geleistet hatte. An meinen Innnenschenkeln waren deutliche Spuren zu sehen und ich konnte schon absehen, dass ich noch ein paar Tage ein kleines Andenken unserer Session behalten würde. Es waren rote Streifen zu sehen, die sich deutlich von meiner sehr weißen Haut absetzten. Ich neige eh dazu, ziemlich leicht blaue Flecken zu bekommen. Auch über die Squirtingerfahrung musste ich immer noch sehr schmunzeln und wir refelektierten das noch ein wenig.

Wir lagen einfach auf dem Bett und entspannten. Diese Phasen genieße ich immer sehr. Ich brauchte Nähe, Zuwendung und fragte ihn, ob es denn okay sein mich an ihn hinzukuscheln. Ich durfte. Und ich holte mir zumindest etwas körperliche Nähe. Irgendwann streichelte er mich am Kopf. Kopfkraulen ist der Himmel für mich. Wir redeten über alles mögliche.. Unsere Verhätnisse zu unseren Familien. Über seine früheren Erfahrungen, über Geben und Nehmen, vor Allem auch darüber, dass er überhaupt nicht nehmen kann, sehr ungern das Heft des Handeln aus der Hand gibt. Auch das ist ja eine Sache die uns eint. Im Spiel ist das kein Problem für mich, da ist es meine Rolle zu Nehmen. Aber wenn wir normal mit einander umgehen, dann kann ich es auch nicht genießen, ohne dass mich das Gefühl beschleicht ihm etwas zurück geben zu müssen. Er erzählte wirklich viel von sich. Das war schön. Einfach Zeit miteinander zu verbringen. Wir hatten noch nie so ausführlich miteinander gesprochen und ich genoß es sehr. Für mehr Spiel wäre ich an diesem Tag auch nicht mehr in der Lage gewesen.

Nachdem ich mir eine Weile den Kopf kraulen lassen habe, wollte ich ihm etwas zurück geben, zumal er ja noch nicht gekommen war. Ich drehte mich also um und fing an seinen Körper zu küssen. Schultern, Brust, Bauch und arbeitete mich weiter nach unten vor. Und fing an mich um sein bestes Stück zu kümmern, das schnell auf meine Annäherungsversuche reagiert und steif wurde. JD ließ das ein wenig mit sich machen, aber es kam der Moment, in dem er wieder initiativ wurde. Er wies mich an mich auf den Rücken zu legen und wir machten ganz klassisch Sex. JD ließ mich zuerst kommen und dann kam auch er.. Endlich.. Sonst hätte ich ein schlechtes Gewissen gehabt. Schließlich hatte ich das Squirting girly ja schon ordentlich Spaß gehabt. Ich hüpfte auf und wurde sein „Zeug“ wieder los. Dann kuschelten wir noch ein wenig. Ich war sehr froh, dass er so einfühlsam war und gemerkt hat, dass ich ein wenig mehr Anlehnungsbedüftig war als sonst.

Am Ende lud er mich noch ein, auf einer Geschäftsreise eine Nacht mit ihm zu verbringen. Schon sehr bald. Wow, ich war voll übherrascht und freute mich. Ich checkte den Termin in meinen Kalender und sah, dass ich Zeit haben würde. Eine ganze Nacht, wie cool. sonst sahen wir uns immer nur vier oder fünf Stunden. Ich kündigte ihm auch gleich lachend an, dass er es schwer haben wird, neben mir einzuschlafen, wenn ich ihm die Ohren voll schnarche.

Wir duschten noch und ich fuhr wieder nach Hause. Ich war froh, dass ich ziemlich bald nach meinem Ausflug meine Tage bekommen sollte. Es war doch viel gewesen und ich war ziemlich müde. Aber ich freute mich, dass ich JD schon sehr bald wiedersehen werde.

In der zeitlichen Reihenfolge kam danach dann allerdings noch „Die es hat ihn nicht gekickt“-Thematik und das Depriloch..

Gynstuhl Part 2 – Squirting girly

Ab jetzt stimmt vermutlich die Reihenfolge überhaupt nicht mehr.. aber nicht so wichtig.. Ich lag also ziemlich erregt an Händen und Füßen festgebunden auf dem Gynstuhl. JD kam wieder und machte mir irgendwann meine Arme los, keine Ahnung warum. Aber es war ganz gut so.
Er schlug mich auch immer mal wieder mit der flachen Hand auf die Innenschenkel und ich kam an den Punkt, wo ich keinen weiteren Schlag mehr ertragen würde. Ich hob die Hände mit den Handflächen zu ihm, als Zeichen, dass nichts mehr ging. Wir haben immernoch kein Safewort, aber ich wußte, wenn er das Zeichen nicht richtig deuten würde, dann müsste ich nur was sagen.. Aber er interpretiere es richtig und schlug ab diesem Moment nicht mehr zu. Ich legte meine Hände wie zum Schutz auf meine geschundenen Innenschenkel. Er ließ es zu.

Dann kam er über mich und fickte mich. Mit den freien Armen ergriff ich die Gelegenheit und fasste ihn an. Ich mag seinen Körper. Auch damit ließ er mich gewähren. Dann kletterte er wieder runter und machte sich dran mich anal zu nehmen. Er hatte viel Geduld und tastete sich immer weiter vor. Es klappte, auch wenn es ein wenig schmerzte. Ich brauchte lange um mich zu entspannen. Dann nahm er mich anal.. Worte: Es gefällt dir doch, wenn du in den Arsch gefickt wirst..Nachdem ich freie Hände hatte und endlich kommen wollte und auf anal immer besonders reagiere, fing ich an an mir rumzuspielen. Er ließ mich gewähren und sagte, dass ich es mir machen sollte.

Und ab jetzt wird meine Erinnerung sehr dunkel.. Ich bin heftig gekommen und habe meine Füße wohl auch so arg bewegt, dass die eine Stütze wohl drohte aus der Halterung zu rutschen. JD hielt sie aber fest. Und schraubte sie dann wieder ordentlich fest. Nichtsdestotrotz hatte ich im Hinterkopf, dass ich meine Füße nicht so arg anspannen darf. Nach meinem Orgasmus gönnte er mir aber keine Erholung und leckte mich fast direkt im Anschluss wieder und fingerte mich dann auch relativ heftig. Drückte auf den G-Punkt. Als ich merkte, dass es zum zweiten Mal Richtung Orgasmus ging, massierte ich kurz davor wieder meinen Kitzler und kam nochmal heftig.. Und ich hab nicht mehr die geringste Ahnung was passierte, dass ich zum dritten Orgasmus kam. Jedenfalls ließ er mich nach zwei Orgasmen immer noch nicht in Ruhe und am Ende kam ich auch, wieder mit nachhelfen, auch noch ein drittes Mal. Aber ich erinnere mich einfach nicht, was er dabei gemacht hat.

Dann durfte ich runterklettern vom Stuhl. Dabei merkte ich, dass es ziemlich feucht war an meinem Hintern und das Papier, dass auf dem Stuhl lag dran klebte.. Und JD kommentierte beit grinsend während er mir die Hände zum Aufstehen reichte, dass ich ja ne ganz schöne Sauerei gemacht habe.. Wie ich?? Sauerei?? Er grinste nur megabreit: „Mein kleines Squirting girly“ .. Ich war komplett überrascht und fragte ihn, ob er sich denn sicher sein.. und er meinte nur, woher die Sauerei denn sonst kommen sollte. Er sei nicht gekommen.. Hmm.. so ganz dunkel in meinen Hinterkopf ahnte ich schon vorher, dass ich wohl squirten kann.. Denn es gab so ein zwei Situtionen ganz viel früher, an die ich mich erinnere, wo es auch mal ziemlich feucht gewesen ist. Allerdings wußte ich da nicht, was Squirting ist und dass es das gibt. Vermutlich hieß es da auch noch nicht so..

Er meinte noch ich hätte bei jedem meiner drei Orgasmen ein wenig gesquirtet..Ich nahm mir die Augenbinde ab und während ich das nasse festgeklebte Papier von meinem Hintern zubbelte, holte mir JD ein Handtuch. Ich musste sehr grinsen, als ich mir das nochmal durch den Kopf gehen ließ. Was er sagte klang plausibel. Mein Hintern war wirklich ziemlich feucht.. Ich freute mich allerdings weniger über die Tatsache, dass ich gesquirtet hatte, als darüber, dass ich so sehr loslassen konnte, dass es passiert ist. krass, wie sehr ich diesem Mann vertraue. Und ich habe es nicht gemerkt. Bei keinem der drei Male, wenn stimmt, was JD sagt. Ich habe nichts gemerkt, gar nichts. Und wenn es nicht so nass an meinem Hintern gewesen wäre, hätte ich gedacht, dass JD mich gewaltig verarscht. Damit glaube ich, dass es auch nicht so leicht reproduzierbar für mich ist. Es kommt jetzt auch nicht auf die Das-kann-ich-Liste. Das war Zufall.. Aber irgendwie cool.. Und ihm hat es gefallen..

Nachdem die Augenbinde ab war, war klar, dass wir eine Pause machen würden. JD ist ein Gentleman und sehr aufmerksam, das schätze ich sehr an ihm.. Neben der Tatsache, dass er einen leckeren Körper hat 🙂 Er fragte mich, ob ich was trinken wolle und holte es mir aus dem Kühlschrank. Wir legten uns aufs Bett und unterhielten uns.. Wir hatten noch viel Zeit an diesem Nachmittag…