Ist Sex meine Droge?

Vielleicht schreibe ich diesen Eintrag in einer Art Katerstimmung. Katerstimmung nach einem Tag und Abend an dem ich losgezogen bin, auf der Suche nach dem Kick. Dem Orgasmuskick. Getrieben von dem Wunsch nach Befriedigung. Intensiver als das, was ich mir selbst herbei masturbieren kann. Obwohl ich in letzter Zeit eine Phase gehabt habe, in der ich sehr viel masturbiert habe. Wie so eine Art Stressabbau. Es tut mir gut keine Frage, aber manchmal, wenn ich das wirklich viel gemacht habe, dann quält mich ein schlechtes Gewissen. Keine Ahnung woher das kommt. Als ob man so manche gesellschaftliche Zwänge auch unterbewusst gar nicht ganz ausschalten kann.

Jedenfalls spielt meine Libido gerade wieder verrückt. Das heiße Wetter hätte einen Einfluss darauf, habe ich irgendwo gelesen. Na, dann hoffe ich einfach mal, dass ihr alle einen Tick geiler seid als sonst und dass es nicht nur mir so geht. Sonst komme ich mir echt freaky vor.

Die Drogenkarriere in meinem Leben ist sehr überschaubar allerdings. Außer einmal kiffen und immer mal wieder Alkohol ist da nicht viel spannendes. Obwohl ich in meiner Teenager-Zeit so ein Technohase war, habe ich es geschafft nie Ecstasy zu schmeißen. Ich hatte immer zu große Angst davor, dass es mir taugt und ich dann nicht mehr davon loskommen werde. Sex ist bei jedem Orgasmus ein kleiner Kontrollverlust. Der Kopf muss ausgehen, sonst wird es kein Orgasmus. Bleibt so ein klein wenig die eigene Angst, wie weit man sich auf Kontrollverluste einlässt um einen Orgasmus zu kriegen. Und die Frage nach dem Steigern der Dosis habe ich mir ja auch im Blog immer mal wieder gestellt.

Das, was ich manchmal bei Mr. Bondage belächle, wenn ich merke, dass er wieder wie ein Getriebener datet, weil er hofft den Kick zu finden, genau das hatte mich heimgesucht in den letzten Tagen. In seinem Fall, weil er hofft den Kick bei einer schönen jungen Frau zu finden und dann meist ziemlich frustriert ohne den Kick zurück bleibt. Genau so getrieben habe ich mich auch gefühlt. Ich wäre ja joggen gegangen in der Hoffnung, dass das hilft, aber das heiße Wetter hat mich meist drin sein lassen. Masturbiert habe ich weniger in den letzten paar Tagen. Wahrscheinlich habe mich mich so übermasturbiert gefühlt. Aber ich bin irgendwie rastlos.

Es gibt so ein paar Konstellationen, in denen ich weiß, dass ich diesen Kick bekomme. Entweder in „Beziehungen/Affären“ in denen ich mein gegenüber schon gut kenne, wir Vertrauen haben, wir uns vor Allem als Menschen gut verstehen (!) und es sexuell gut funktioniert. Wenn wir dann noch einen ungestörten Ort und halbwegs Zeit haben läuft das. Es kann sein einer leckt mich geil, kann sein jemand bespielt mich und schaltet meinen Kopf dabei aus, kann sein er weiß einfach wie man Spielzeug benutzt und will es mir ordentlich besorgen, kann sein er fickt mich gemütlich und ich mach es mir noch dazu. Oder manchmal ergibt es sich eben, dass ein Date damit endet, dass man mit vielen Schmetterlingen im Bauch knutschend irgendwo endet. Wäre alles okay. Aber doch nicht leicht zu finden. Auch mit einer längeren einschlägigen Kontaktliste im Telefon als die meisten.

Auf der Suche nach dem Kick/Orgasmus, der tief geht und mich ruhig werden lässt. Mit Mr. Bondage, wenn er in Spiellaune ist zum Beispiel geht das (muss noch einen Eintrag nachholen). Er kann mit mir dem Fesseln und seinem Spielzeug tiefe große Orgasmen machen. Er war allerdings die letzten Tage nicht verfügbar. Hinzu kommt, dass er in Spiellaune sein muss. Was wiederum ich nicht in der Hand habe, sondern viel mit seinem Leben drumherum zu tun hat. War also keine Möglichkeit. Seit er aber immer mal wieder mit mir spielt und da auch Lust drauf hat, treibt es mich nicht mehr so um. Es ist okay, wenn wir das tun, wenn er Lust hat. Es fühlt sich nicht mehr wie absichtlichter Entzug an und ist damit akzeptabel für mich. Außerdem werden wir demnächst nochmal ein paar Tage wegfahren. Ich kann ihn auf Dienstreise begleiten und freue mich darauf.

Mr. Band, der geile Orgasmen machen konnte, hat sich in eine monogame Beziehung verabschiedet. *schnüff.. Zumindest interpretiere ich seine letzte WhatsApp mit den Worten „Fremdknutschen ist bei mir jetzt nicht mehr“ so.

Mr. Tiefenentspannt ist auch seit einer Beziehung und sehr viel Stress in der Arbeit ziemlich von der Bildfläche verschwunden. Wir schreiben noch manchmal.

Es gibt dann noch die Kollegen…

Oder den jungen potenten Lover. Bei dem ich noch nicht so ganz genau weiß, ob er mich wiedersehen will.

Mich trieb ein weiteres Mal mit dem älteren Kollgen in den Club. Außer, dass wir uns beim Wiedersehen in der Arbeit ziemlich breit angegrinst hatten, hatte es sich erstaunlicherweise überhaupt nicht komisch angefühlt, sich in der Arbeit wieder zu begegnen, nachdem wir Sex hatten. Da ich mich irgendwie seinem Ausgehritual angeschlossen habe, ging ich eben dahin mit, wo er eh hingegangen wäre. Wieder eine GangBang-Party. Das scheint so sein Weggeh-Dings zu sein. Ich finde es zum Gucken schon auch spannend. Allerdings nervt mich manchmal die unterschwellige Erwartungshaltung, dass man eben nur dahingehen sollte, wenn man auch mitmachen will. Es wird natürlich keiner gezwungen, aber man muss dann halt auch aushalten, dass der Rest einen komisch findet. Der Abend mit dem Kollegen war cool und bedarf wahrscheinlich eines eigenen Eintrags, aber brachte mir nicht den tiefen Kick. Was dazu führte, dass ich noch rastloser wurde.

Was darin endete, dass ich am nächsten Tag, weil es sich zufällig ergab mit dem anderen Kollegen vögelnd auf einem Schreibtisch endete. Was geil war, aber schon allein von der Konstellation her, dass man erwischt werden könnte, (obwohl es relativ unwahrscheinlich war) für meinen Kopf schwierig. Ein Kick war da, aber nicht dieser tiefe krasse Orgasmus, den ich Suche. Das wäre auch einen eigenen Eintrag wert, aber ich kann vermutlich nicht drüber schreiben. Aus Gründen. Und auch so ein wenig Kater hinterher, ob man nicht zu weit gegangen ist. Ich bereue es nicht. Eher so die Angst, dass man irgendwann doch unvorsichtig wird. Dass es doch rauskommt und man sich dann fragen müsste, ob es das wert war. Aber Fuck, er küsst einfach so geil.

Am Abend zog ich wieder los in einen Club. Mr Headhunter hatte sturmfrei und wollte mal wieder ausgehen. Wir gingen in einen Club. Es war seine Premiere. Letztes Mal waren wir im Pornokino gewesen. Er war vorher auf einem Firmenevent und hatte getrunken. Zwar nicht übermäßig viel, aber doch bemerkbar. Was unsere Gespräche so ein bißchen workarger machten als sonst. Clubabend ohne Motto. Natürlicher Herrenüberschuss im Publikum. Wir kamen relativ spät. Aber es schwänzelten irgendwie immer noch jede Menge Männer auf der Suche nach dem Kick herum. Auch dieser Abend bedarf eines eigenen Eintrags. Ich hatte kleinere Kicks, aber es gelang mir nicht mich so richtig fallen zu lassen. Hatte alles mögliche probiert. Allein mit Mr. Headhunter in einer Höhle, auf einer großen Matte spät im Club als wenig los war noch ein Mann dazu geholt. Es flog so ein wenig, aber nicht der große Kick.

Jetzt sitze ich am Tag danach mit einer Art Kater zu Hause. Los gezogen zu sein wie ein Süchtiger, aber den richtigen Kick nicht bekommen zu haben. Ambivalente Gefühle: Eigentlich finde ich es okay, selbstbewusst und offen mit den eigenen sexuellen Wünschen umzugehen. Ausleben zu können, was ich will. Wenn mich auf dem Schreibtisch vögeln lassen will. Gut. Do it. Wenn ich den Club will, dann geh ich. Aber wenn es sich so getrieben anfühlt, dann nervt es mich. Es fühlt sich so reduziert auf niedere Triebe an. Getrieben von Lust. Gierig. Nicht rational. Dem alles unterordnend. Das schlechte Gewissen meldet sich. Fühlt sich so unzivilisiert an, so ordinär, so fremdbestimmt. (Allerding muss ich dazusagen, dass ich da im Club immer welche sehen die nochmal in einer ganz anderen Liga spielen dahingehend)

Ich sitze hier, mich selbst davon abhaltend heute Abend dasselbe wieder zu tun. Allerdings findet sich auch gerade niemand für eine alternative Abendgestaltung. Das ist ein bißchen nervig. Und nur einfach daheim abzuhängen alleine vor dem Fernseher fühlt sich wie verschwendete Lebenszeit an. Will nicht jemand rumkommen auf ein Gespräch und ein Bier?

Du bist zu gut. – Ich weiß. :-)

Ich sah dem Kollegen eine Weile beim Zusehen und Warten zu. Dieses Mal war ich mutiger und setzte mich auf den Rand der Matte, zog ihn zu mir her und nahm einfach seinen Schwanz in den Mund. Das war quasi der Icebreaker zwischen uns. Ab da war es deutlich entspannter. Er bremste mich relativ schnell und sagte, dass ich zu gut sei. Yeah, das ging runter wie Öl. Ich antwortete ganz cool: „Ich weiß.“ Wir lachten viel, so wie in der Arbeit. Während ich ihm einen blies, musste ich schmunzeln. Das könnte ich in der Arbeit erzählen, aber ich glaube niemand würde glauben, dass der 30 Jahre ältere Kollege und ich was miteinander hatten.

Sein Schwanz war groß, aber gut blasbar. Er ließ mich nicht sehr lange blasen. Er, Gentleman der alten Schule, wollte dass ich erstmal zu meinem Spaß komme. Fragte, ob ich Sex mit ihm wolle. Zog sich ein Gummi an und fickte mich. Ich konnte es ja gar nicht glauben, dass ich nun gerade mit dem attraktiven Kollegen vögelte, auf den ich schon vom ersten Tag an scharf gewesen bin. Völlig wurscht, dass er soviel älter war. Aber während der mich mit seinem geilen Gerät fickte kreisten meinen Gedanken immer wieder um sein Alter. Er war nun mal wirklich der älteste Mann mit dem ich bisher Sex hatte. Aber seiner Potenz war das nicht anzumerken. Der stand wie eine Eins. Und er fickte mich gut. Schaute genau, ob es mir gefällt. Fragte zwischendurch, ob das jetzt zu heftig war. Hach ja, ich mag ihn als Mensch einfach. Zwischendurch knutschten wir. Auch das fühlte sich im ersten Moment ungelenk an. Was aber nur an den vielen Gedanken in meinem Kopf lag. Ich brauche definitiv eine Wiederholung, weil einfacher für den Kopf.

Ich sagte ihm nach einer Weile, dass ich meinen Kopf nicht ausbekomme. Die Männer um uns herum waren zwar wirklich erstaunlich zurückhaltend, aber wir waren eben doch auf der großen Matte und es war viel Trubel drumherum. Ich würde ewig brauchen mich komplett fallen zu lassen. Er war ein wenig enttäuscht, glaube ich. Das ist dann manchmal die Krux, wenn man aufgehört hat Orgasmen vorzuspielen. Es wäre ein leichtes gewesen, vorzugaukeln, dass ich komme. Ich habe zig Frauen an diesem Abend Fakestöhnen hören und ganze wenige echt kommen. Der Kollege hat das nicht wirklich rausgelassen, aber ich glaube, dass er glaubte, dass es an ihm lag. Was nicht stimmte. Nur an den Umständen.

Der Abend bewegte sich zwischen wir quatschten vertraut mit einem Drink im Außenbereich und wanderten durch die Zimmer um zu gucken, ob und was los war. Ich hatte es mir irgendwie schlimmer vorstellt das HÜ-Ding. Es war mehr HÜ als GangBang, von dem her ganz okay. Ich sah so einige Frauen wirklich Spaß haben und fand es cool. Irgendwann begegnete uns Klaus wieder. Da war für mich auch noch ein Orgasmus offen. Dieses Mal wollte ich es zu Ende bringen. Dieses Mal ließ er es zu. Ich blies, er lobte mich. Er sagte brav Bescheid bevor er kam, so dass ich von Mund auf Hand wechseln konnte, aber er spritzte in so einer Monsterfontäne ab, dass ich es trotzdem in die Haare bekam. Ich lief lachend zur Dusche.

Und auch der Kollege war ja noch nicht gekommen. Er war wieder in dem großen schönen Raum und guckte zu. Ich ging zu ihm. Dieses Mal kniete ich mich einfach vor ihn hin und blies. Ich wußte, dass er auch manchmal ein wenig BDSM-mäßig unterwegs war. Hätte jemand gewollt, dass ich mich hinknie, was ja eine sehr unterwürfige Haltung ist, dann hätte ich es nicht getan. Aber bei ihm wollte ich es freiwillig. Er hat sich in dem 3/4 Jahr das wir uns kennen immer wertschätzend und auf Augenhöhe verhalten, obwohl er eine Führungsposition hat. Weil dem so ist, hatte ich Lust mich hinzuknien und ihm was gutes zu tun. Es gefiel ihm, er wurde schnell hart. Aber er wiederum wollte nicht, dass ich vor ihm knie. Er mag es nicht, wenn Frauen das müssen. Das hatte ihn in den Clubs wohl immer abgeturnt, wenn Männer das verlangt habe. Ich lachte und sagte, dass ich es sehr gerne gemacht habe für ihn und dass er sich keinen Kopf machen solle. Ich habe es ja freiwillig gemacht. Vielleicht besteht auch gar kein Zusammenhang, aber ich fühlte mich als ich wertgeschätzt in dem Moment. Als coole, wilde Frau, die er deswegen mag.

Der Kollege zog mich hoch aus der knieenden Position. Er wollte, dass ich Spaß habe. Er nahm mich mit, auf der Suche nach einem ruhigen Plätzchen. Da es schon ein wenig später war, war es deutlich ruhiger geworden. In der Höhle in der es eigentlich zu heiß war, war niemand. Wir gingen hinein. Er prüfte erst noch, ob auch Gummis bereit standen. Dann fing er an es mir mit seiner Hand zu besorgen. Zwischendurch leckte er mich. Er wußte durchaus, was er tat. Juhu. Irgendwann half ich mit der Hand noch nach und kam dann endlich. Während ich gerade runterfuhr, zog er sich ein Gummi. Nun also war er bereit für Spaß. Er Missionar, aber es war warm und er wollte mich nicht volltropfen, dann doggy. Es war gut. Aber er kam nicht. Es wurde zu heiß. Dann bot ich an ihn fertig zu blasen. And that was easy. Er ließ es zu und kam ganz schnell. „Du bist zu gut.“ Jupp. Hihi.

Am nächsten Tag hatte er frei, während ich arbeiten musste. Das hieß aber, dass wir uns nicht sahen in der Arbeit. Das wird morgen nun der Fall sein. Ich bin sehr gespannt. Aber außer dass wir uns wissend angrinsen, wird sich nichts verändern zwischen uns. Mit mir ist sowas nie ein Problem. Ich mache Dinge nie kompliziert. Was soll sich auch ändern, nur weil wir Sex hatten…

Werden wir oder werden wir nicht ficken, Herr Kollege?

Der Kollege kam aus der Dusche wieder und wir orderten erst mal einen Drink. Da stand ich nun mit zwei Männern. Mr. Gentleman, mit dem ich schon ein paar Mal im Club war. Den ich sexuell ganz gut einschätzen konnte. Mit dem Kollegen, den ich so halbwegs gut kenne, sexuell aber so gar nicht. Die beiden begrüßten sich erst mal. Das war ja auch schräg. „Hallo, das ist mein Kollege, hallo, mit dem war ich schon im Club.“ Ich wußte gar nicht so genau, wie ich das mit den beiden nun händeln sollte. Zumal ja noch dazu kam, dass es meine erste Herrenüberschuss-Party war und ich mich damit auch erst mal noch auseinandersetzen musste. Naja, wird sich schon ergeben, irgendwie.

Da standen wir nun in unseren Club-Outfits. Der Kollege trug einfach eine schwarze Shorts und ein schwarzes Shirt. Seine Schuhe hatten den Geist aufgegeben, also war er Barfuss unterwegs. Ich Unterwäsche, ein durchsichtiges Kleidchen und Pumps. „Hi Du, hihihi, schon witzig, wir zwei hier.“ Es war doch schräger als gedacht. Aber so in der normalen Unterhaltung war sofort die Vertrautheit aus der Arbeit wieder da. Nach dem Getränk wollte er mich erst mal herumführen, so dass ich mich im Club auskenne. Er ist ja ein Gentleman, der Kollege.

Im Grunde genommen sind die Clubs sich ja alle ähnlich. Dieser hatte einen großen Außenbereich mit Pool und Wiese. Drinnen war im Erdgeschoss Bar und Essensbereich und kleinere Spielgelegenheiten ,oben dann verschiedene Räume mit unterschiedlichen Mottos und untschiedlich großen und kleinen Mattenbereichen. Es war so megaheiß an diesem Abend, dass man es in den kleineren Räumen oder Höhlen eigentlich nicht aushalten konnte. Ganz oben gab es eine riesige und wirklich schöne Spielwiese. Ich hängte mich an den Kollegen hinten dran und wir guckten, ob wir was zum Zusehen finden. Ich war ja schon vor dem Abend erstaunt gewesen, dass er sich ausgerechnet auf HÜ-Parties rumtreibt. Eigentlich hatte ich nicht gedacht, dass er der Typ ist, der da an der Matte steht und darauf wartet, dass er auch mal darf. Eher, dass er als Solo-Herr auf Paareabende geht und mit seiner Optik und seinem Charme punkten kann. Aber man lernt ja nie aus.

Auf den Matten war ein bißchen was los. Aber in den meisten Fällen standen mir zu viele Männer um eine Szene drumherum, als dass ich da hätte in Ruhe zusehen können. Es war noch früh. Der Druck der Herren war noch groß. Um die Uhrzeit bin ich immer sehr zurückhaltend. Es war alles bunt gemischt. Dicke und dünne Frauen und Männer, ältere und jüngere. Natürlich wurde ich gemustert und merkte, dass der ein oder andere Herr hoffte, dass ich mich gleich auf eine Matte begebe. Nope. Ich bin ja mit jemand Neues schon immer damit beschäftigt, mich auf denjenigen einzulassen. Zumal ich ja noch gar nicht wußte, ob der Kollege und ich würden. Und dann kreisten auch noch lauter Gedanken in meinem Kopf: „Hmm, kann man auf einer HÜ-Party einfach nur mit einem. So ist das ja gar nicht gedacht. Natürlich macht man nur das, was einem gefällt, aber dann hätte man sich ja auch eine andere Location suchen können“. Mein Kopf ratterte.

Irgendwann trafen wir beim Herumstreunern einen Mann, den der Kollege offensichtlich von seinen vorangangenen Besuchen schon kannte. Der war wirklich nett und deutlich intellektueller als der Durchschnitt im Club. So ergab sich mitten im Gang ein cooles Gespräch. Also kannte ich nun einen dritten Mann. Mr. Gentleman streunerte uns auch hinterher.

Ich hätte Lust gehabt dem Kollegen einen zu blasen. Etwas, was ich kann und meinen Kopf nicht beschäftigt. Aber ich wußte nicht, wie ich es sagen sollte. Ich bin anfangs ja immer schüchtern. Der Kollege fragte mich irgendwann, worauf ich Lust habe. Ich hatte keine Ahnung und sagte genau das. Was eben an der HÜ-Party lag. Ich hatte mich noch nicht akklimatisiert. Und dass mir das Alter des Kollegen bewußt wurde und ich gar nicht wußte, wie es so um seine Potenz bestellt ist. Ich will ihn ja auch nicht in Verlegenheit bringen. Ich weiß gar nicht, ob er überhaupt noch fickt. Oder ob er nur guckt. Lauter offene Fragen in meinem Kopf. Also bot ich den Blowjob erstmal nicht an.

Während ich noch mit dem Mann quatschte, den er mir vorstellt hatte, war der Kollege weitergezogen. Wir fanden ihn nach einer Weile nackt einer großen Matte stehen. Dort war eine junge Frau mit verschiedenen Männern beschäftigt. Keine Professionelle, sondern sie hatte offensichtlich an dem Motto des Abends einfach Spaß. Sie war der Boss und Herr der Lage. Sie hatte einen Mann dabei, der auf sie aufpasste. Sie suchte sich die Männer aus und ließ sich ficken. Das war mir insofern sympathisch, weil es sehr authentisch war. Während ich mir die Szene ansah, konnte ich einen Blick auf den Schwanz des Kollegen erhaschen. Er stand nebendran und sah einfach zu. Ja, die Natur hat es ganz gut mit ihm gemeint. Er gehört wohl zu den Männern, denen ich unterstellen würde, dass ein Teil des mit sich im Reinen sein daher kommt, dass er weiß er kann es einer Frau einfach besorgen. Er muss da jedenfalls nix kompensieren.

Ich war gespannt, ob er zum Zug kommen würde. Allerdings verunsicherte es mich auch wieder ein klein wenig, da er ja versuchte woanders mitzumachen. Der Kollege hatte mich vorher einfach mal in den Arm genommen. Vermutlich wollte er das Eis brechen. Aber ich war noch so nicht so weit. Ich muss nach sowas immer über mich selbst lachen. Aber ich brauche da echt immer. Vermutlich war er nun auch unsicher, wie er mein Verhalten deuten sollte. Deswegen ließ er mich erstmal in Ruhe und zog alleine los.

Nachdem ich mir eine ganze Weile Sex angesehen habe, blieb es nicht aus, dass ich so langsam auch Lust bekam aktiv zu werden. Ich setzte mich an den Rand einer größeren Matte und bot dem Bekannten des Kollegen, ich nenne ihn der Einfachheithalber mal Klaus, einen Blowjob an. Weil mir danach war. Weil es mir bei ihm leichter fiel. Weil der Kollege eh gerade irgendwo abgeblieben war. Weil ich Klaus cool fand. Er stand vor mir. Ausstattung konnte sich auch wirklich sehen lassen. Ich blies, schloss die Augen und konzentrierte mich nur noch auf den Blowjob. Keine Ahnung, ob der Kollege sah, was ich tat oder nicht. Klaus genoss das eine ganze Weile, wollte dann aber Sex haben. Wir wollten uns ein abgeschiedeneres Plätzchen suchen, was aber gar nicht so einfach war. Fanden am Ende einen relativ kleinen Raum, wo man nur von einer Seite an die Matte heran kam. Allerdings war es darin dann ziemlich heiß und Sex eine schwitzige Angelegenheit. Es war gut, aber ich wußte, dass ich so schnell nicht kommen würde. Der Kopf war nicht frei. Ich hoffe, dass er zum Orgasmus kommen würde, aber er wollte sich wie ich im Nachhinein verstand seinen Orgasmus noch aufheben. (Die älteren Herren können nicht mehr so oft, müssen es sich einteilen) Mr Gentleman versuchte zwischendurch noch mitzumachen, das war mir allerdings zu viel und er ging von selbst wieder. Irgendwann wechselten wir wieder von Sex zu Blowjob… Der Kollege kam im Raum vorbei. Ich winkte ihn her. Ich glaube, dass er es nicht kapiert hat und so ging er wieder. Klaus merkte, dass ich nicht mehr bei der Sache war, so dass wir irgendwann aufhörten und wieder weiterzogen. Wir fanden den Kollegen wieder. Er stand wieder nackt vor einer Matte und wartete auf seine Gelegenheit. Ich war gespannt, ob er sie bekam…

Es ist kompliziert…

Der August naht und ich habe deutlich weniger Termine als sonst. Vielleicht gelingt es mir ja wirklich mich an die Buchversion zu setzen. Der Vorsatz steht. Und ich bin jedenfalls mal wieder deutlich produktiver, was Texte schreiben angeht, als die vergangenen Wochen.

Ich bin nun seit sechs Jahren Single. Sechs Jahre ohne die Verpflichtungen und Kompromisse die man mit einer Beziehung eingeht. Zumindest würde ich das in einem ersten Impuls so glauben. Ich gehe ja in meinen Affären irgendwie auch Kompromisse ein. Manchmal hinsichtlich der Kommunikation, manchmal wegen der Zeit, die man gemeinsam verbringt. Warum denke ich darüber nach?

Ich hatte vor einer ganzen Weile aus einem Gefühl heraus auf meinem Joy-Profil einen Text verfasst, der die Überschrift trägt „Ich wäre mal wieder für etwas Beständiges bereit“. Also eine Beziehung (wie auch immer geartet, nur nicht monogam). Mit gegenseitigen Freiheiten, Offenheit, aber doch als Team zusammen – grob zusammengefasst. Jedenfalls schrieb mich vor einer Weile ein Mann an, ziemlich explizit auf diesen Text hin. Er hätte ihm gefallen, daran sei er interessiert. Es brauchte eine Weile bis wir uns wirklich getroffen habe. Er war hartnäckig geblieben, zeigte Interesse. Am Anfang war ich skeptisch, weil er mich immer auf seine Terrasse einlud. Ich mache eigentlich nie erste Dates, die nicht auf neutralem Boden sind. Wir einigten uns darauf, dass ich bei ihm vorbei komme und wir dann in seinem Ort etwas trinken gehen würden. Das war akzeptabel für mich. Also doch neutraler Boden.

Er hatte mich vor dem Date schon gelöchert, wie dass denn mit meinen aktuellen Affären so sei. Wieviele es gäbe? Wie das Verhältnis zu Mr. Bondage sich so gestaltet? Mich hatte schon lange nicht mehr jemand dazu gebracht darüber nachzudenken, ob und vor allem wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Und beim drüber Nachdenken und mir Vorstellen habe ich schnell gemerkt, dass ich es mir schon auch sehr gemütlich eingerichtet habe in meiner Singlewelt. Ein wenig wie die alten schrulligen Singles, die nicht mehr vermittelbar sind, weil sie sich schon so viele schräge Eigenheiten angewöhnt haben zwischenzeitlich.

Wir trafen uns. Ich finde er ist ein interessanter Mensch und ich will mich gerne mit ihm beschäftigen. Er ist um die 50 Jahre alt, aber jung geblieben, was man zwar seinen grauen Haaren nicht unbedingt ansieht. Ein attraktiver Mann. Ich nenne ihn Mr. Beziehung. Er wohnt in etwa 70 Kilometer von mir weg. Um mal so die harten Fakten abzuklappern. Er kommt aus bisher ausschließlich monogamen Beziehungen und ist auch eher der Beziehungs- als der Wildrumvögel-Typ. Aber er ist wirklich interessiert daran, wie ich mein Leben lebe. Er sagte, dass er mir das Freiheiten zugestehen glaubt. Dass ich den Eindruck vermittle, es ernst zu meinen mit dem wie ich leben will. Da liegt er sehr richtig.

Aber schon an diesem Punkt war spürbar, dass wir aus zwei ganz verschiedenen Richtungen kommen. Er klopfte schon beim Kennenlernen ziemlich genau ab, wie ich mir was vorstelle. Also wen es da sonst noch gibt. Wie das funktionieren soll mit den anderen. Das fühlte sich für mich nach der falschen Reihenfolge an. Vielleicht würde es zwischen uns eh nicht fliegen, dachte ich. Also ich war eher so, ach lass uns mal sehen, ob sich Gefühle entwickeln, dann verhandeln wir darüber, wie und mit welchen Bedingungen sich eine Beziehung entwickelt. Er wollte gefühlt vorher genau wissen, worauf er sich einlassen würde im Falle des Falles. Noch bevor er überhaupt herausgefunden hat, ob ich nicht vielleicht eh doof und nicht sein Typ bin.

Aber das brachte mich natürlich auch unfreiwillig dazu darüber nachzudenken, wie ich mir eine Beziehung vorstellen kann. Puhh. Was ich sicher weiß, meine Freundschaft zu Mr Bondage ist nicht verhandelbar. Sonstige Affären: Müssen ja nicht. Keine Clubbesuche mehr, fänd ich eher schwierig. Die Frage, die in meinem Kopf die meisten Zweifel auslöste, ob ich denn für eine Beziehung wirklich bereit wäre war, dass ich in nächster Zeit vermutlich die Möglichkeit habe mit jemandem spontan zu verreisen. Ich habe das Gefühl, das wäre für eine potentielle Beziehung deutlich weniger wahrscheinlich, dass man sich das zugesteht, als mit jemandem Sex zu haben. Ich genieße es schon sehr dahingehend unabhängig zu sein und so spontane Dinge tun zu können. Das ist sehr schräg. Ich weiß.

Unabhängig davon lagen wir bei ziemlich vielen Themen auf einer Wellenlänge. Es war ein schönes anregendes Gespräch. Mit Wiederholungs-Garantie. Am Ende küssten wir uns noch auf seinem Balkon. Es war schön. Auch wenn er küsst, wie Männer seiner Generation küssen. Zumindest ist das meine Erkenntnis nach jetzt doch so ein paar Männern, die ich im Laufe der Zeit geküsst habe. Gilt nie für alle. Aber überwiegend küssen die Männer seiner Generation eher zu fordernd, zu viel Zunge, zu viel gleich aufs ganze gehend, zu wenig Gefühl

Wir trafen uns ein paar Tage später ein weiteres Mal. Zwischendurch fragte er immer, was ich sexuell so angestellt hatte. Das schien ihn zu beschäftigen und mich irritierte es. Ich war ihm ja keine Rechenschaft schuldig. Wir hatten uns erst einmal gesehen. Aber wenn er mich fragt, dann beantworte ich seine Fragen auch. Bevor wir uns wiedersahen, fragte ich ihn, ob ich ihn an diesem Abend so küssen dürfe, wie es mir gefällt. Er war vermutlich irritiert, aber stimmte zu. Ich erklärte mich auch gar nicht näher. Das ich das ausgesprochen hatte war auch für mich selbst ein Zeichen, dass er mir wichtig war.

Auch der zweite Abend war schön. Ich musste auch dieses Mal wieder heimfahren, weil ich arbeiten musste am nächsten Tag, so dass wir nicht unendlich viel Zeit hatten. Wir gingen wieder essen und redeten viel. Dann landeten wir auf seiner Couch. Ich hatte meine Tage immer noch leicht. Das war sehr nervig, weil ich sie in letzter Zeit immer über einen relativ langen Zeitraum habe. Es war nicht richtig arg, aber so dass ich es zumindest thematisiert haben wollte und ihm auch sagte. Wenn man sich besser kennt, dann ist das kein Problem. Aber so beim ersten Mal sind es denkbar ungünstige Startvoraussetzungen. Da hilft auch alles beteuern des Mannes nichts, dass er es nicht schlimm findet. Ich fühle mich dann einfach eingeschränkt. Aber wir begannen zu knutschen und ihn trieb natürlich meine unterschwellige Kritik an seinem Knutschen um. Aber er nahm es mit Humor und sagte, dass ich frech sei. Und dann durfte ich ihn so küssen, wie ich es mag. Verspielter. Langsamer. Es war schön. Ich glaube es gefiel ihm auch. Bevor es ernst wurde verzog ich mich mal kurz ins Bad um die aktuelle Periodensituation abzuchecken. Unproblematisch. Ich zog es vor gleich nur noch im Höschen wiederzukommen.

Aber meine Tage sorgten dafür, dass ich lieber gab als nahm, an diesem Abend. Was ihn ein wenig quälte, weil er auch lieber gibt. Die Kopfmenschen halt. Erst mal geben, da muss man den eigenen Kopf nicht aus bekommen. Aber ich schaffte es ihm einen Orgasmus zu blasen, was ihm seiner Aussage nach noch nicht oft passiert ist. Yeah. (innerlicher Eckfahnenjubel an dieser Stelle). Mein Kopf wollte sich an dem Abend nicht fallen lassen. Für mich überhaupt nicht weiter wild. Das habe ich meistens, wenn ich mit jemandem was anfange, den ich noch nicht gut kenne. Ich bin ja eher mehr so der Typ für Two-night-Stands 🙂 Ich machte es mir mit seiner Unterstützung selbst. Yeah gekommen.

Eigentlich alles palletti. Soweit. Aber er kennt meinen Blog. Und fragte gleich am nächsten Tag, ob ich denn schon gebloggt habe. Nein, weil ich an dem Tag keine Zeit und Muße gehabt habe. Woraufhin er nachschob: „Nicht Blogwürdig?“ Das war zwar als Witz gemeint, aber ich spüre, dass ein Funken Ernst drunter liegt. Das Vergleichen, Nachlesen. Ich weiß gar nicht, ob das jemals funktionieren kann. Vielleicht kann ich so lange ich blogge keine Beziehung haben. Weil es ist ein Teil von mir, den zu verschweigen ich krass fände, aber mit dem Blog wird das gefühlt auch echt nicht möglich sein. Wir zofften dann auch gleich noch ein klein wenig, da ich das letzte Cluberlebnis gleich gebloggt hatte (noch vor seinem Eintrag jetzt)

Ich bin in den Club losgezogen, an einem Abend an dem er mir gesagt hat, dass er auf eine Party geht. Da dachte ich: Okay, er ist beschäftigt, dann gucke ich mal, was ich anstelle. Ich hatte ihn zuerst gefragt, wie er denn seinen Abend geplant hat. Er warf mir am nächsten Tag vor, dass ich ihn nicht gefragt hatte, ob er mit mir in den Club gehen will. What?? Warum sollte ich das denn fragen, nachdem er mir gesagt hat, dass er schon was vorhat. Das ist mir irgendwie zu hoch. Solche Diskussionen kenne ich sonst nur mit Frauen. Er hatte mit keiner Silbe angedeutet, dass er sich auch etwas anderes hätte vorstellen können. Oh Mann. Keine Ahnung, ob und wo das noch hinführt mit uns zwei. Wir haben uns auch seitdem nicht mehr gesehen.

Vielleicht haben wir doch ein paar Missverständnisse in unserer Kommunikation. Vielleicht will er sich der Freiheitsliebenden Frau nicht aufdrängen und ich denk mir, dass er schon sagen muss, wenn er etwas will. Mal sehen, wie das noch weitergeht.

Von ihr geleckt – von ihm gefickt .. Part 3

Der Abend war noch nicht vorbei. Mr. Sunshine und ich duschten uns und gingen dann zurück in den Club. Außer uns war quasi nur noch das junge Pärchen da. Wir holten uns einen Drink und gesellten uns zu ihnen. Ich war gespannt, wie die beiden so drauf waren, zumal ich ja gerade mit dem männlichen Teil des Paares Sex gehabt hatte. Der weibliche Teil des Pärchens sah eigentlich einigermaßen brav aus. Umso cooler fand ich, dass sie mit einem Mann in Frauenklamotten unterwegs war. Sie war, wenn überhaupt sehr zurückhaltend dominant.

Ich war insofern gespannt, weil mich meine vergangenen Swingerclub-Besuche gelehrt haben, die reine Anwesenheit von Paaren in Clubs heißt nicht, dass sie völlig offen mit dem Thema umgehen. Ich glaube, es sind so einige Paare unterwegs die swingen überhaupt nicht, sondern brauchen einfachen einen Kinderfreien Ort um miteinander Sex zu haben. Was auch okay ist. Man es aber wissen sollte, wenn man glaubt mit Pärchen anbandeln zu können. Abende mit nur Pärchen sind sowieso mein größter Horror, weil ich da meist nicht so sehr ins Konzept passe.

Aber zurück zu diesem Pärchen. Die beiden waren ziemlich nett. Vor allem sie war mir sympathisch. Was wirklich was heißt, weil Frauen sich aus negativen Erfahrungen heraus meine Sympathie härter erarbeiten müssen. Ist doof, ich weiß. Jedenfalls waren beide ziemlich offen und unkompliziert. Wir saßen um einen Tisch herum in gemischter Runde. Es war offensichtlich, dass Mr. Sunshine Bock auf sie hatte. Nachdem die Herren sich ein wenig über ihren beruflichen Erfolg ausgetauscht hatten und ich noch erfuhr warum Mr. Sissy während wir auf der Matte waren zwischen durch mal verschwunden war (er musste sich erst aufschließen lassen…), wandten sie sich unseren Brüsten zu. Ich musste schmunzeln, weil mir Erfolg relativ wurscht ist. Mr. Sunshine war mir einfach sympathisch, weil ich glaube, dass er gerade heraus ist. Aber zurück zu den Brüsten: Mr. Sunshine erfreute sich an den Brüsten seines weiblichen Gegenübers, während Mr. Sissy meine aus der Verpackung schälte.

Wir beschlossen relativ schnell, dass wir uns einen gemütlichen Ort, als die Sitzecke in der Bar suchen wollten. Nach einer kurzen Runde durch den Club, landeten wir auf einer für vier Personen ausreichend großen Matte. Das war mal halbwegs eine Vierer-Konstellation, die ich mir vorstellen konnte. Erst dachte ich ja, dass sie dominant wäre und er nicht. Aber ich merkte schnell, dass das bei den beiden gar nicht so eindeutig ist. Wir waren erst Partnertauschig unterwegs. Mr Sunshine spielte mit ihr, während Mr. Sissy sich mit mir beschäftigte. Aber ziemlich schnell sagte er zu ihr, dass sie mich lecken sollte. Also fand ich mich auf dem Rücken liegend und von einer Frau geleckt werdend wieder. Sie war echt geübt und machte das gut. Auch wenn es in Anbetracht der Tatsache, dass ich kurz vorher schon zwei Orgasmen gehabt hatte ein eher schwieriges Unterfangen war. Aber sie war wirklich ausdauernd. Leckte gekonnt und mit Hingabe meine Muschi. Trotzdem brauchte mein Kopf Zeit damit umzugehen. Mr. Sissy sagte ihr immer, dass sie mich lecken solle: „ja, komm leck sie gescheit, konzentrier dich…“ Einer der Fetische der beiden war wohl, dass er sie immer dabei fotografierte. Das war das erste Mal, dass ich jemanden mit Handykamera im Club sah. Ich verbarg mein Gesicht und hatte meinen Frieden mit deren Fetisch. Aber ich wollte auf keinen Fall, dass es Bilder von mir gibt. Sie leckte und leckte und fingerte. Es war gut, sehr gut. Währenddessen fickte Mr. Sissy sie von hinten. Eine erregend Konstellation. Ich konnte spüren, dass sie vom Gefickt werden erregt wurde. Sie konnte sich nicht mehr nur aufs Lecken konzentrieren. Aber ihre Erregung übertrug sich auf mich. Mr. Sunshine spielte irgendwie auch noch an ihr herum, oder auch mal an mir. Wildes Durcheinander. Dann blies sie Mr Sunshine, während sich Mr. Sissy ein Gummi anzog und mich ein weiteres Mal an diesem Tag fickte. Missionar. Ich half mit der Hand nach und kam dabei. Er auch. Wir zwei waren also fertig. Die anderen beiden nicht.

Ich rollte mich auf die Seite und wollte nicht mehr angefasst werden. War durch für heute. Also beschäftigten sich die drei miteinander. Einmal leckte Mr. Sunshine sie und wurde währenddessen von Mr. Sissy geblasen. Dann blies sie Mr. Sunshine und wurde von Mr. Sissy gefickt. Ich sah mir das einfach an. Und dann setzte Mr. Sunshine zum großen Leckfinale an. Er wollte, dass sie kommt. Sie war vom Typ her mir ähnlich. Machte eher wenig Geräusche. Keine Fakestöhnen. Sie lag auf dem Rücken, er zwischen ihren Beinen. Ich wußte ja, dass er das konnte. Es gefiel ihr. Es war unglaublich faszinierend den beiden zuzusehen. Es machte mich deswegen so sehr heiß, weil ich ihre Erregung so gut nachvollziehen konnte. Ihre Erregung, ihren Kampf mit ihrem Kopf. Den Gipfel schon sehend und doch nicht drüber kommend über den Berg. Es war pur und schön. Mr. Sissy störte sie manchmal in ihrem Fallenlassen, was ihm gar nicht bewußt war, vermute ich. Er knipste immer mal wieder Fotos mit Blitz oder quatschte irgendwas von „Böses Mädchen, Schlampe lässt dich ficken.“ Auch wenn das wohl sonst dazu gehört, in diesem Fall war es, vermutlich super störend bei ihrem Versuch sich fallen zu lassen.

Egal, was so drumherum passierte, Mr. Sunshine fühlte sich herausgefordert. Er wollte es ihr unbedingt besorgen. Und wurde für seine Leckkünste gelobt. Er leckte bestimmt eine halbe Stunde. Sie war mehrere Mal kurz davor zu kommen. Ich spannte meinen Körper förmlich mit an. Half im Geiste mit, dass sie über den Berg kommt. Aber es ging nicht. Sie nahm mehrere Anläufe, baute immer wieder neu die Erregung auf, aber wollte nicht drüber kommen über den Gipfel. Irgendwann war sie dann overleckt und es ging nichts mehr. Sehr schade. Aber ich feier Mr. Sunshine dafür, dass man ihm anmerkte, dass er das einfach gern tut. So wie ich eben gern blase.

Der Abend ist cool gelaufen. Neuen Club kennengelernt, neue Erlebnisse gehabt. Ich gehe davon aus, dass wir uns völlig stressfrei irgendwann wieder sehen Mr. Sunshine und ich.

Sex and the Sissy und Kinderkriegen – Part 2

In Ruhe und mit Laptop am Stromnetz den zweiten Teil der Geschichte schreiben. Sorry, dass ich den ersten Teil so rausgewürgt habe.

Zurück in den Club in der niederbayerischen Provinz und Mr. Sunshine.  Er hatte ja angekündigt, dass dort vermutlich ein Pärchen sein würde, das er kennt. Dem war auch so. Es war ein junges Pärchen Anfang 30 da. Das waren die beiden von denen er erzählt hatte. Das überraschende war, dass der Mann als Frau unterwegs war. Er trug eine Latexhose, ein Netzshirt mit BH drunter und eine Perücke. Immer wieder überraschend, mit welchen Fetischen die Menschen so unterwegs sind, vor allem auf dem flachen Land. Aber ich muss dazu sagen, dass das Motto des Abends im dem Club zum Thema gepasst hat, nur dass eh so wenig Menschen da waren, dass ich das fast vergessen habe.

Mr. Sunshine hatte die beiden kurz gegrüßt, wir hatten einen Drink gehabt und waren dann eben in die Höhle geklettert. Knutschen, raus aus den Klamotten. An diesem Punkt hatte ich gestern dank des leeren Akkus aufgehört zu schreiben. Warum schreibe ich das. Während ich Mr. Sunshine gemütlich einen blies, bekamen wir Besuch in der Höhle. Ich hatte beim Blasen meinen Hintern Richtung Höhleneingang gestreckt, so dass er vermutlich danach schrie angefasst zu werden. Ich spürte die ersten Hände auf meinem Hintern. Es störte mich nicht, im Gegenteil. Warum auch immer fand ich es dieses Mal spannend. Vermutlich weil die Anzahl der Menschen, die noch im Club waren so überschaubar war, dass ich nicht befürchten musste, dass es noch viel mehr werden würden, als die beiden, die sich zu uns gesellt hatte. Ich versuchte gar nicht herauszufinden, wer hinter mir war, sondern genoss die Berührungen und versuchte mich auch auf den Blowjob zu konzentrieren.

Ich blies eine ganze Weile. Allerdings nicht erfolgreich, wenn ein Orgasmus der Maßstab für Erfolg ist. Mr. Sunshine ist nicht zu lesen, weil er quasi keine Regung von sich gibt -kein Stöhnen, nichts. Ich wusste vom ersten Clubbesuch noch, dass er beim Blasen nie kommt. Also kein Stress für mich. Vermutlich hatte er sich deswegen aufs Lecken verlegt. Jedenfalls verschwanden die Hände irgendwann von meinem Hintern und ich merkte, dass einer der beiden Zuschauer, die Höhle verlassen hatte. Irgendwann tauschten Mr Sunshine und ich die Positionen und er begann mich zu Lecken. Dieses Mal war es schon viel einfacher den Kopf auszubekommen. Ich wußte um seine Leckausdauer und musste mich nicht die ganze Zeit fragen, ob es nicht zu lange dauern würde bis ich komme. Was ja sonst ein ziemlich doofer Teufelskreis ist.

Während Mr. Sunshine mit Hingabe meinen Kitzler mit seiner Zunge bespielte, tauchte der zweite Zuschauer neben mir auf und fing an meine Brüste zu streicheln. Außerdem nahm er meine Hand und gab mir seinen Schwanz zum Spielen. Der Winkel war nicht ganz gut und ich kann mir schwer auf mehrere Dinge gleichzeitig konzentrieren, also ließ ich es nach kurzer Zeit wieder sein und zog meine Hand zurück. Irgendwann spürte ich, dass es Richtung Orgasmus ging. Das spürte der Mann neben meinem Kopf auch. Er fing an mit zu kommentieren: „Oh jaa. komm.. Lass es raus.. Jaaaaaa.. Komm..“ Not sexy. Fand ich sehr irritierend. Aber Mr. Sunshine machte seinen Job so gut, dass ich trotz der Ablenkung kam. Dann rollte ich mich ein und wollte noch ein wenig runterkommen. Mr. Sunshine total süß kam angerobbt und löffelte mich. Bei gefühlten 35 Grad mit einer Zusatzheizung am Rücken…. Aber es war ein schönes Gefühl, wenn auch etwas zu warm, weil er mich einfach festhielt und ich mich wohlfühlte mit ihm.

Nach ein wenig herumliegen fand ich es doof, dass er noch nicht gekommen war und fing erneut an ihn zu blasen. Selbes Bild wie beim ersten Mal. Ich streckte den Hintern Richtung Eingang. Auch die Hände waren wieder da. Der Mann, der zwischendurch weg war, war zurück. Es war der Mann, der als Frau unterwegs war. Also ein Hetero-Mann, als Sissy im Club. Auch neu für mich, dass ein Mann, der als Frau unterwegs ist an mir rumspielt. Er befühlte meine Vagina und rieb meinen Kitzler. Den Geräuschen konnte ich entnehmen, dass er sich ein Gummi überzog. Gefickt werden beim Blasen fand ich sehr reizvoll und freut mich darauf. Keine Ahnung, ob falsch gezielt oder Absicht. Er traf immer meinen Hintern, also Analverkehr. Äh. Nein. Ich versuchte mit den Hintern anders hinstrecken, dass er richtig zielte, aber er kam immer wieder Richtung Anus. Grrr. Irgendwann wurde es mir zu bunt und ich drehte mich einfach auf den Rücken um. Mr. Sunshine hatte zwischenzeitlich auch gemerkt, dass es nicht so lief, wie gedacht und kam mir auch zur Hilfe. Auf dem Rücken liegend konnte er erstmal nur klassisch mit mir vögeln, was er dann auch tat. Allerdings ist das bei dem Wetter mit einem komplett angezogenen Mann in Latexhosen einigermaßen schwitzig. Und Perückenhaar im Gesicht und Mund. Das war gefühlt das erste Mal Sex mit jemandem der längere Haare hat, als ich. Und er knutschte mich. Irgendwie wußte ich nicht, ob ich küssen wollte. Ficken kein Problem. Aber küssen? Wie ich erschmeckte war er Raucher und  küsste mich mit Zunge. Das war meinem Kopf zuviel. Also drehte ich nach dem ersten Kuss meinen Kopf weg und ließ mich von ihm nehmen. Er verstand und fickte mich und sagte währenddessen zu mir, dass ich ein böses Mädchen sei.. Oh Mann, alle am Quatschen an dem Abend währenddessen… Während er mich fickte, spielten noch Mr. Sunshine an mir herum und auch der Kommentatoren-Mann war noch da und drückte mir seinen Penis in die Hand.  Das war mir dann fast ein wenig zuviel, zumal es so einfach ziemlich heiß wurde. Es dauerte aber zum Glück nicht lange, bis er kam. Also alles gut. Er verließ die Höhle dann ziemlich schnell Richtung Bad. Auch der zweite Mann, denn ich zwischendurch ein wenig geblasen hatte, schien genug bekommen zu haben, denn irgendwie waren Mr. Sunshine und ich dann wieder alleine.

Mr Sunshine kam mir mit seinem Schwanz ohne Kondom sehr nahe. Also fragte ich ihn, ob er da nicht was vergessen hätte oder ob er zufällig Kinder mit mir machen wollte. Er antwortete überraschenderweise: „Warum eigentlich nicht?“ What?? Lustig, ich glaube er war der erste Mann in meinem Leben, der so antwortete. Er sagte das mit soviel Ernsthaftigkeit, dass mein Kopf Bilder produzierte. Ich lag also in einer dunklen Höhle und meine Gedanken schweiften dahin ab, dass ich mir vorstellte, wie es wohl wäre in einer Swingerclubhöhle ein Kind zu zeugen und zwar mit ihm und in diesem Moment. Oh Mann. In meinem Kopf ratterte ernsthaft das Für und Wider durch. So funktioniert wohl der Kopf einer Frau Mitte 30, deren biologische Uhr tickt. Am Ende waren die Gedanken sowieso überflüssig, da er eh dafür gesorgt hatte, seinen zwei Kindern, die er bereits hat, kein weiteres mehr hinzufügen zu können. Ich bekam noch einen sehr geilen zweiten Orgasmus geleckt, wir hatten Sex bei dem er kam und gingen dann duschen.

Der Abend war noch nicht vorbei.

Malaysischer CEO, Leckkünste vom Feinsten und ein Vierer mit Sissy PART 1

Eigentlich müsste ich noch soviele kleine aufregende Geschichten erzählen. Mir viel mehr Zeit zum Schreiben nehmen. Nachdem ich gestern Abend aus war und sich heute nichts angeboten hat, nehme ich mich heute raus. Gehe nicht weg. Sitze im Hans im Glück, habe allein gegessen und nehme mir mal wieder die Zeit zum Schreiben.

Die Wohnung, die ich in Aussicht hatte, hat sich zerschlagen. Leider. Es wäre zu schön gewesen. Ich hatte gehofft bis Ende August in ein eigenes Reich einziehen zu können. Aber nichts wird es. Jetzt muss ich mich auf die Suche machen. Und ich habe ganz wenig Lust das zu tun. Aber hilft ja nix. Entweder eine kleine eigene Wohnung, oder es ergibt sich, dass ich mit irgendjemandem eine verückte WG aufmachen kann. Mal sehen, wo die Reise hingeht.

In meinem Kopf sind so viele Geschichten, die ich noch erzählen muss und ich kann mich nicht entscheiden, mit welcher ich anfange. Aber los geht es.

Gestern Abend war ich mal wieder im Club. Es war das zweite Date mit Mr. Sunshine. Mr. Sunshine, Ende 30, kommt aus einer kleineren bayerischen Stadt, spricht Dialekt. Wir hatten uns eigentlich relativ spontan kennengelernt. Vor ein paar Wochen hatte ich einen Abend, an dem mir ziemlich spät auffiel, dass ich noch in einen Club wollte. Er meldete sich auf mein Date hin. Ich sagte zu. Völlig erwartungsfrei. Er war an dem Abend schon unerfolgreich vor einem anderen Club in der Stadt gestanden. Da war er versetzt worden. Ich war also sein Ersatzdate. Aber das machte mir überhaupt nichts aus. Ich konnte verstehen, dass er nicht einfach wieder heimfahren wollte, denn er hatte schon ein Stück zu fahren. Jedenfalls waren wir so beide sehr erwartungslos.

Er holte mich zu Hause ab, so dass wir im Auto auf dem Weg zum Club ein wenig Zeit zum Quatschen hatten. Er war mir sympathisch. Außerdem mag ich ja, wenn Menschen ein wenig aus dem Raster fallen. Das tat er insofern er vom Land kommt, dort völlig verwurzelt ist, erfolgreich ist, aber nicht so aussieht und trotzdem eine offene Ehe führt. Ich mag es wenn ich Perlen finde, die ein wenig anders sind. Die es geschafft haben, einen eigenen Weg zu finden. Kurz vor dem Club sprachen wir noch drüber, dass keinerlei Erwartungen an den jeweils anderen bestünden. Wir wollten einfach mal sehen, was passiert.

Da wir so spät dran waren, war der Club schon ziemlich leer. Aber das war mir eigentlich ganz recht. Nach einem ersten Drink, war er einigermaßen zielstrebig im Ausloten, ob sich noch eine Spielgelegenheit mir einem anderen Pärchen finden würde. Er fand auch relativ schnell ein anderes Paar, mit dem er sich eine Spielwiese teilen wollte. Er ging mit auf die Matte, ich hinterher. Der Bereich war abschließbar, so dass nur wir und das andere Pärchen auf der Wiese waren. Mir war das mit dem zweiten Paar eigentlich zu viel neues, da er ja auch neu für mich war und ich erstmal herausfinden wollte, ob wir überhaupt kompatibel sind. Ich war auch irritiert, dass er sofort noch ein anderes Pärchen dabei haben wollte. Das Teufelchen auf meiner Schulter sagte mir ins Ohr: „Schau, du genügst ihm nicht… Er steht überhaupt nicht auf dich.. Er wollte nur billig in den Club kommen und sucht sich gleich noch was attraktives anderes…“ Das führte jedenfalls dazu, dass ich erstmal überhaupt nicht in Stimmung kam. Er küsste gut. Yeah, das war schon mal gut. Ich begnügte mich aber damit, dass ich auf der Matte lag und dem Treiben der drei zusah. Ich lernte, dass er wirklich gern und ausdauernd leckt. Ich sah ihm zu, wie er es der anderen Frau besorgte. Aber ich konnte die negativen Gedanken nicht aus meinem Kopf vertreiben. Da wir ja keine Ansprüche dem anderen gegenüber hatten, war auch alles okay. Als die drei fertig waren, ging ich wieder an die Bar etwas trinken. Dabei quatschte mich ein exotisch aussehender Mann auf Englisch an. Eigentlich war ich gar nicht in Konversationslaune, aber es entwickelte sich ein nettes Gespräch. Er sagte, dass er der CEO eines malaysischen Energiekonzers wäre und eigentlich gar nicht geplant hatte in so einen Club zu gehen. Der Taxifahrer hatte ihn und seinen Kollegen einfach zu dem Club gefahren. So was gab es bei ihm zu Hause nicht. Keine Ahnung, ob das alles stimmt, aber warum auch nicht.

Irgendwann küssten wir uns. Not my style. Zu viel Zunge, zu viel aufgegessen werden. Da beschlich mich der Gedanke, dass wohl auch Sex mit ihm nicht so schlau wäre. Ich hatte keine Lust auf interkulturelle Verwicklungen, falsche Erwartungen. Aber ich hatte noch Lust und war froh, dass mein Begleiter vorbei kam. Ich ließ den CEO einfach stehen und verschwand mit Mr. Sunshine in die Tiefen des Clubs. Wir gingen einfach zu zweit auf eine Matte. Er hatte sich nun schon ausgetobt und wollte mich einfach Lecken. Yeah. Mal sehen, wie gut er das drauf hat.

Ich legte mich auf den Rücken und ließ mich verwöhnen. Es dauerte gefühlt unendlich lange, bis mein Kopf ausging. Ich hatte fast schon Mitleid mit Mr. Sunshine. Irgendwann merkte ich, dass der CEO neben mir saß. Das machte es nicht einfacher, da ich ihn ja einfach sitzen lassen hatte. Ich legte mir meinen Arm über die Augen und versuchte alles auszublenden. Versuchte mich nur auf Mr. Sunshine und seine sehr talentierte Zunge zu konzentrieren. Als ich merkte, dass ich mich langsam entspannte, spürte ich Hände an meinen Brüsten. Huch, der CEO schien mitzumachen. Nicht darüber nachdenken. Aber er fummelte so wie er küsste – zu grob. Gefühlt so, als hätte er sich noch nie Gedanken machen müssen, ob der Frau das auch gefällt. Wenn du dir deine Frau eh nicht selbst aussuchst, musst du auch nicht performen können. Ich interpretierte viel, ja. Ich verdrängte alle Gedanken, denn ich wurde immerhin gerade ziemlich geil geleckt. Und er schaffte es wirklich, mir einen sehr guten Orgasmus zu lecken.

Wieder an der Bar war der CEO auch wieder bei mir. Es schien ihm gefallen zu haben. Er lud mich noch nach Malaysia ein und bat um eine Stadtführung für das nächste Mal wenn er in meine Stadt kommt. Ersteres wird nie passieren, die Stadtführung können wir machen. Dann brachte mich Mr. Sunshine wieder nach Hause.

Ein paar Wochen später fragte ich Mr. Sunshine, ob er mal wieder Lust auf einen Clubaabend habe. Wir gingen dieses Mal in einen Club in seiner Ecke, den ich noch nicht kannte. Mal wieder was neues, ich freute mich. Er sagte mir, dass vermutlich ein Pärchen da sein wird, das er kennt. Der Club war erstaunlicherweise ziemlich leer – maximal 20 Leute waren da. Aber gut, er genügte mir völlig. Die Stimmung zwischen uns war erstaunlich vertraut. Ich freute mich sehr auf ihn. Nach einem kurzen Drink suchten wir uns auch gleich ein Plätzchen. Super dunkle Höhle. Er küsste gut. Schnell raus aus den Klamotten, es war warm. … Schreibe so schnell wie möglich Teil 2.

Der junge Mann und seine Potenz

Ich sitze im McCafe. Spätes Frühstück den Kaffee vor mir. Die selben Klamotten an, die ich gestern früh aus dem Schrank geholt habe. Frisch sind sie nicht mehr, den Geruch von einem aufregenden Tag an sich. Ein wenig vollgeschwitzt. Aber es macht mir gar nichts aus, im Gegenteil, ich feiere es voll. Bißchen wie in der Jugendzeit, als man bis in die Puppen ausgegangen ist, nur jetzt mit weniger Schlafdefizit, weil es schwerer zu kompensieren wird. Das Rockstar-Feeling des kleinen Mannes und ich genieße es in vollen Zügen 🙂

Gestern habe ich nach einem Date gesucht. Ich hatte keinen Sex im Sinn. Hatte kurzfristig den ganzen Tag frei und war in Ausflugslaune. Stellte ein Date ein, in dem ich genau das suchte. Keinen Sex, einfach nur jemand, der auch nicht allein etwas unternehmen möchte. Ein Mann bot mir an, dass ich in seine Gegend kommen könne. Wir würden dort eine Sportveranstaltung besuchen und konnten das mit ein paar Sehenswürdigkeiten verknüpfen. Ich war lange nicht mehr dort gewesen, also fand ich den Vorschlag sehr attraktiv. Es war genau das, was ich mir vorgestellt hatte. Sport gucken, jemand der mir seine Umgebung zeigt. Perfekt. Ich sagte zu, sprang aus dem Bett. Sein Profil verhieß einen offenen Mann, der sich für Menschen interessiert. Ich las weder Vorlieben, noch sonstige Eckdaten. Ich zog mich an, packte eine Handtasche und los ging es.

Wir einigten uns darauf, dass ich erst bei ihm vorbeischaue, damit wir dann in einem Auto weiterfahren konnten. Er wohnte in einem kleinen Dorf in der bayerischen Provinz. Kam mir bekannt vor, könnte ich aber nicht mehr leben. In so einem Dorf, wo die ganze Straße weiß, dass er Damenbesuch hat. Ich musste sehr schmunzeln. Immerhin schien ihm das wenig auszumachen. Und das ist mir ja als Grundeinstellung schon mal sehr sympathisch.

Da stand er schon. Sportlicher Typ und jung. Hupsi. Mitte 20. Aber es ging ja nicht um Sex. Und begrüßte mich im breitesten Bayerisch. Oh yeah. Ich war wirklich auf dem Land gelandet. Ich kenne das ja nur zu gut. Es war auch kein Problem für mich ihn zu verstehen. Ich könnte ja auch im Dialekt sprechen, aber ich bin irgendwann in meinem Leben in die Großstadt abgetaucht und packe den Dialekt nur aus, wenn ich meine Oma besuche. Ich kann nicht verhehlen, dass ich schwanke zwischen Bewunderung, wenn Menschen es sich im Dorf eingerichtet habe und es genießen dort zu leben und zu ihrem Dialekt und allem stehen, es aber manchmal auch sehr provinziell zu finden. Aber das hatte nichts mit ihm zu tun.

Wir gingen erst mal in den Nachbarort Essen. Gut bürgerlich. Er war medium gesprächig. Das führte automatisch zur Rollenverteilung, dass ich die Quasselstrippe aus der Stadt war und er mir eher zuhörte. Er erzählte schon was, aber eine richtige Laberbacke war er jetzt nicht. Aber man konnte sich gleich wohlfühlen mit ihm, auch wenn ich nie so ganz dahinter stieg, wie er mich wohl so findet. Aber Hauptsache der Tag war cool.

Wir liefen ganz schön viel. Das mag ich ja, aber ich hatte mir eher so Stadtklamotten als auf den Berg rauf Klamotten angezogen. Mir lief die Soße. Ich lachte drüber, dass er selber Schuld ist, wenn ich am Ende einfach nur durchgeschwitzt aussehe. Aber eigentlich war es ihm wahrscheinlich wurscht. Wir liefen, kehrten ein, liefen, genossen den Ausblick, unterhielten uns. Irgendwann bot er an, dass ich durchaus noch mit zu ihm kommen könne. Huch, mutig, dachte ich. Aber keine Ahnung, ob er dabei einen Hintergedanken hegte. Wir hatten uns über eine Sexplattform verabredet, also unterhielten wir uns auch immer mal wieder über das Thema, auch wenn wir beide uns nicht in die Karten blicken lassen wollten, ob wir Lust auf den jeweils anderen hatten.

Beim Abendessen kamen wir irgendwie auf das Thema Alter und ich stellte fest, dass er erst 27 war. Damit hatte ich gegen meine eigene Dating-Regel verstoßen. Ich wollte eigentlich keine Männer unter 30 daten, weil meine Erfahrung bisher ist, dass die noch so im Saft stehen, dass sie erst mal mehr mit sich selbst beschäftigt sind. Aber es ging ja nicht um Sex. Und er vermittelte mir das Gefühl, dass es auch wirklich okay gewesen wäre, einfach den Tag miteinander zu verbringen.

Aber ich hatte Lust auf ihn bekommen. Allerdings würde die Herausforderung werden, dass er auch eher zurückhaltend ist, so dass ich keine Vorstellung hatte, wer von uns zwei wohl die Initiative übernehmen würde. Aber mal sehen.

Wir fuhren zu ihm. Wirklich schöne kleine Wohnung. Sehr ordentlich. Vor Allem für einen Männer Single-Haushalt. Ich fühlte mich sofort wohl. Ich machte es mir auf seinem Sofa bequem. Und stellte beim drüber nachdenken gleich mal fest, dass ich weder frisch rasiert, noch zusammenpassende (und auch nicht besonders sexy, aber immerhin okaye) Unterwäsche anhatte. Na dann soll es wohl so sein, dass es sich ergibt, wenn man es nicht plant. Also falls was passiert… . Wir saßen auch eine Ewigkeit auf dem Sofa und quatschen bevor wir uns dem Thema näherten. Wie so Teenagers. Ich dachte eigentlich das hört irgendwann auf, aber ich habe immernoch nicht die Sicherheit es einfach drauf anzulegen. (Das wenn ich mal noch ablegen könnte). Deswegen date ich wohl zur Zeit vorwiegend ältere Männer, weil die dann meist die Situation einfach in die Hand nehmen. Wenn ich die ältere (und offensichtlich erfahrener) bin, dann habe ich immer das Gefühl die Initiative übernehmen zu müssen und das macht es dann manchmal schwierig, weil es mich zwingt mich aus meiner Komfort-Zone hinaus zu bewegen.

Es fing an mit „ich wärme meine Füße an ihm“ . Der erste schüchterne Körperkontakt. Dann kitzeln, Nacken kraulen. Lachen. Hinkuschlen. Knutschen. Jaaaaaa. Knutschen ist Lebenselexier. Balsam, wenn ich mich einsam fühle. Er konnte küssen. Juhu. Alle meine Vorurteile widerlegend. Hätte ich sein Alter vorher bewusst wahrgenommen und gewußt, dass er der Typ Amateur-Fußballer ist, dann hätte ich ihn vermutlich nie getroffen. Aber gut, dass ich das eben nicht vorher wußte.

Knutschen lief schon mal. Guter Küsser. Er passt nicht in das eigennützige (ein klein wenig arrogante) Fußballer-Klischee, das ich in meinem Kopf hatte. Er war eher immer darauf bedacht, dass ich mich wohlfühle. Er küsste meinen Hals und ich sagte lachend, dass er selbst Schuld wäre, wenn es nun salzig schmeckt, da er mich schließlich den Berg hinauf gejagt hatte. Es machte ihm nichts aus, aber er bot eine gemeinsame Dusche an. Guter Plan. Noch dazu konnte ich mich dann einfach selbst aus meinen durchgeschwitzten Klamotten schälen. Trotzdem er ziemlich sportlich und schlank war, kam ich mir eigentlich nicht blöd vor nackt vor ihm zu stehen. Die Stimmung war sehr entspannt zwischen uns. Er zog sich aus und stand mal gleich mit der Mega-Latte vor mir. Ich grinste: das Alter.. Hahaha.

Duschen, einseifen, wohlfühlen. Die Latte sprang mich einfach so an, dass ich mich in der Dusche vor ihn kniete und schon mal ein wenig blies. So zum Antesten. Ich kann in der Position nie besonders lange. Es war mehr so ein anteasern für später. Er war ein guter Gastgeber, hatte mir ein Handtuch rausgelegt. In frischgeduscht fühlte ich mich gleich viel wohler. Er bekam mich damit auch ungeschminkt und pur. Wenn ihn das nicht schreckte, dann war alles okay.

Ich wickelte mich in das riesige Handtuch, machte mir noch einen Turban auf den Kopf mit einem zweiten Handtuch und ging wieder Richtung Couch. Er kam nach, Latte unverändert. Na warte, dachte ich mir und kniete mich vor ihn. Ich hatte ihm vorher noch gesagt, dass ich das ganz gut können würde. Damit hatte ich ja mal die Messlatte hochgehängt. Das galt es nun zu beweisen. Ich tat es mit Hingabe wie immer. Er machte keine Regung. Es war überhaupt nicht zu lesen, ob er sich gerade völlig langweilte oder es genoss. Aber ich ließ mich nicht abbringen, vertraute auf das was ich kann. Irgendwann sagte er, dass es sehr geil wäre. Dann zog er mich hoch. Und ging voraus zu einem Stuhl. Ich grinste. Er konnte im Stehen nicht kommen. Als er saß ging ich nochmal zu Couch und holte mir ein Kissen. Ich wollte es ja bequem haben beim Blasen. Er grinste und sagte: „Voll der Profi. „- „Ja, Erfahrung halt“, entgegnete ich.

Dann kniete ich mich auf dem Kissen zwischen seine Beine und machte weiter, wo ich vorher aufgehört hatte. Er genoss es. Diesesmal leise wahrnehmbar. Er fragte: „Soll ich Bescheid sagen, wenn ich komme?“ Sehr anständig der Mann. Für ihn gebiete das die Höflichkeit es vorher abzuklären. Pluspunkt gesammelt. Ich hätte ihn eh sonst noch darauf hingewiesen. Aber ich sagte nun, dass er einfach genießen solle, ich würde es dann ausspucken. So romantic, ich weiß.

Ich kniete vor ihm und genoß es, es ihm zu besorgen. Leckte, saugte, massiert mit meiner Zunge seinen Schwanz. Mit dem gewünschten Erfolg. Er kam. Und es hatte ihm gefallen.

Nach einer kurzen technischen Pause sagte er, dass ich mich auf das Sofa legen sollte. Er wollte sich nun revanchieren. Juhu. Ich war gespannt. Wegen meiner letzten Erfahrung mit einem deutlich jüngeren Mann hatte ich keine Erwartungen. Eher so ein klein wenig die Befürchtung, dass die Kombination, Landei und jung zu viel unqualifiziertem Rumdrücken führen würde. Andererseits hatte er mich ja schon ein paar Mal überrascht. Und dann fing er an meinen Körper zu erkunden. Und es fühlte sich nicht unqualifiziert an, im Gegenteil. Er wußte was er tat. Jetzt musste ich nur noch hoffen, dass er die Geduld hatte, weil es nun mal eben ein wenig dauert bis mein Kopf mitspielt. Was genau er machte, weiß ich gar nicht. Ungewohnte Technik, aber sie fühlte sich gut an. Er wechselte zwischen Lecken und Fingern und beides gleichzeitig ab. Mein Kopf ließ sich nach und nach ausschalten und ich merkte, dass ich kommen würde. Juhuu.. Dann lag ich da, Orgasmuserschöpft, rollte mich unter seiner Decke ein und wollte chillen. Da stand er neben mir, mit schon wieder einer Monsterlatte, die mich erwartungsfroh ansprang und hielt grinsend ein Kondom in der Hand.. Alter, diese jungen Typen, grinste ich. Jetzt kann der schon wieder.

„Lass uns ins Bett wechseln“, schlug er vor. Bett klang bequemer als Couch, von demher guter Vorschlag. Ich machte es mir in seinem Bett bequem (das bemerkenswerterweise gemacht war) und bevor ich drüber nachdenken konnte, ob ich überhaupt schon für die nächste Runde bereit bin, zog er sich den Gummi über und war startklar. Okay dann mal los, dachte ich. Ich würde wohl nicht kommen, aber man weiß ja nie. Und eigentlich ja auch ganz nett sich mal wieder von so einem jungen sportlichen Typen ficken zu lassen. Erst missionar und dann doggy und er machte das wirklich gut. Würde ich öfter nehmen. In der Tat ging es schneller, als dass ich eine Chance gehabt hätte zu kommen, aber das war nicht weiter wild. Er kam hörbar und hatte Spaß. Alles gut.

Ich lieh mir noch ein T-Shirt und eine Zahnbürste und schlief neben ihm ein. Eigentlich braucht man ja nicht viel um sich wohlzufühlen. Ich bereute nur kurz als ich in mein getragenes Höschen zurückkletterte, dass ich keine Wechselunterwäsche dabei hatte, aber ansonsten genoss ich jede Sekunde des spontanen Abenteuers. Einziges Manko, er hatte keinen Kaffee im Haus.

Nicht erwischen lassen…

Hatte ich schon erzählt, dass ich eine Wohnung besichtig habe? Nein. Mal gucken, was daraus wird. Hätte schon Lust auf was eigenes. Drückt mir also die Daumen 🙂

An einem der letzten Wochenenden war ich zum zweiten Mal auf einem Barcamp. Diesmal das LitCamp in Heidelberg. Das ist Barcamp, das sich komplett um Literatur dreht. Da bin ich zwar ein bißchen, wie ein Alien, weil ich ja eigentlich noch nichts mit Literatur am Hut habe. Aber so ein wenig geistert die Buchgeschicht immernoch im meinem Hinterkopf herum. Alle Klischees, die ich so über Buchmenschen hatte, konnte das Barcamp allerdings nicht ausräumen. Der Frauenanteil war sehr hoch. Wenn ich ein Bild im Kopf brauche von einer Filterbubble, dann muss ich einfach nur an das Barcamp denken. Die finden sich da gegenseitig alle gut und sind nett zueinander. Mit einem Sexblog ist man da jetzt eher unüblich. Nichtsdestotrotz habe ich drei Sessions auch zum Thema Sex besucht, die jemand angeboten hat. In einer ging es darum, dass in Romanen Verhütung eigentlich nie thematisiert wird. Dann hatte ich eine Session zum Thema Polyamorie. Da waren ein paar Teilnehmer dabei, die auch eher unklassische Beziehungsvarianten bevorzugen und spät Abends gab es noch eine Runde in der Teilnehmer Fragen zum Thema Sex stellen konnten. Nichts davon hatte ich angeboten. Denn trotzdem ich viel ausprobiert habe im Bereich Sex, finde ich nicht, dass ich irgendwie ein Experte bin. Das ist eh so ein bißchen mein Barcamp-Problem, dass ich immer das Gefühl habe, kein Fachgebiet zu haben, zu dem ich eine Session anbieten würde. Kann alles ein bißchen, aber nichts gescheit. Ich habe mich dieses Wochenende nur sehr theoretisch mit Sex befasst.

Bisher hatte ich Sex aus meinem Ehrenamt rausgehalten. War mir zu heikel. Never fuck the company. Galt auch für mein ehrenamtliches Engagement. Und so im seriösen (politischen) Kontext unterhält man sich auch nicht über Liebe, Sex und Gedöns. Bis ich bei einem meiner Kollegen auf einer Klausur-Tagung gesehen habe, dass er einen Ring mit BDSM-Logo trägt. Vielleicht habe ich ein wenig selektive Wahrnehmung zur Zeit, denn bei einem Arbeitskollegen hatte ich das auch auf einer Uhr entdeckt. Oder Menschen tragen mittlerweile viel offener eindeutige Zeichen und warten darauf, dass man sich drauf anspricht, wenn man denn eingeweiht ist.

In der Arbeit finde ich es viel entspannter, seit ich weiß, dass es dort auch einen Kollegen gibt, der sich auf der dunklen Seite herumtreibt. Wenn ich mal Redebedarf habe kann ich einfach vorbei gehen und fragen, wo er sich am Wochenende mit seiner Partnerin herum getrieben hat.

Bei beiden Kollegen, sowohl bei dem in der Arbeit, als auch im Ehrenamt hat es mich nur den Mut gekostet, eine Email zu schreiben und zu fragen, ob das Zeichen, das er trägt so beabsichtigt ist. Ich musste und habe mich auch aus der Deckung gewagt, denn damit war klar, dass ich Ahnung von dem Thema habe. Aber bei beiden sagte mir mein Bauchgefühl, dass ich richtig liegen würde. Ich habe in der Firma auch noch eine Kollegin, die trägt eine Halskette mit einer Triskele, bei ihr würde ich mich aber niemals trauen zu fragen, ob das keltisch oder BDSMisch gemeint ist. Ich spreche also auch nicht jeden an, sondern nur wenn ich das Gefühl habe, dass der Mensch auch in das Bild passt.

Zurück zum Ehrenamt und dem Kollegen. Wir fingen an uns zu schreiben und uns auszutauschen. Wir mochten uns immer schon ganz gerne. Aus schreiben wurde flirten. Und irgendwann ließ er durchblicken, dass er mich eigentlich auch ganz niedlich findet. Eines Nachmittags vor einer Sitzung schrieben wir ziemlich intensiv. Es wurde erstaunlich schnell explizit und klar, dass wir uns beide eine Affäre vorstellen können. Problem. Er war vergeben und ich habe keine Lust auf Verwicklungen, wegen der Rollen in unseren Ehrenämtern. Dabei habe ich nämlich mehr zu verlieren… Hochschlafen… Nichtsdestrotrotz war beim Hin und Her schreiben klar, dass wir ziemlich Lust aufeinander haben würden. Um so spannender, wenn es alle anderen Beteiligten nicht mitbekommen sollen.

Wir malten uns vor der Sitzung aus, wie es sein würde, wenn wir uns während der Sitzung verdrücken und heimlich knutschen würden. Es kribbelt ziemlich, ich denke auch bei ihm. Dann Sitzung. Mit den Beteiligten quatschen, mit denen man immer so quatscht. Einen auf alles wie immer machen. Ich gab mir Mühe ihn nicht dauern anzugrinsen. Aber trotzdem warfen wir uns Blicke zu und grinsten uns an. Die Sitzung lief, wir schrieben uns weiter Nachrichten. Wir wollten beide. Ich malte mir die ganze Zeit aus, wie er wohl küssen würde.

Am Tagungsort war Abends nicht mehr viel los. Die Büros waren um die Uhrzeit nicht mehr besetzt. Also beschlossen wir, dass wir uns einen Stock tiefer auf der Damentoilette treffen würde. Eigentlich sollte da niemand hinkommen. Wir müssten uns nur zur selben Zeit aus der Sitzung davon stehlen. Die Stzungrunde war zumindest so groß, dass es nicht gleich auffallen sollte. Wir würden nicht sehr lange Zeit haben.

Er war zuerst da. Mein Herz pochte ziemlich. Auf dem Weg dorthin ging mir wieder durch den Kopf, ob es denn eine gute Idee sei. Ob ich damit nicht eine Linie überschritt. Aber ich wollte es. Hoffentlich würde uns keiner erwischen. Wenn man weiß worauf es hinaus laufen soll, aber beide nervös sind… Hoffentlich kann er küssen. Wir standen uns gegenüber. Schon allein, dass wir uns anfassten, war neu. Da steht man nun voreinander, hat sich wildesten WhatsApp geschrieben und ist doch erst mal schüchtern. Nicht wie im Film, so mit gleich abknutschen. Sondern erstmal so: Grins.. Hi… Hihihi… Äh und jetzt? Dann nahm er meinen Kopf zwischen seine Hände und küsste mich. Oh fuck. Er küsste sensationell. Die Knie werden weich, die Welt bleibt stehen. Mehr. Nicht aufhören. Dann der Griff in die Haare. Rrrr. Er hätte alles in diesem Moment kriegen können.

Ich hätte Lust ihm mehr zu geben. Also kniete ich mich vor ihn hin. Scheiß egal, dass wir in der Kabine einer Damentoilette standen. Ich hatte Lust auf einen Blowjob. Er öffnete seine Hose und ich machte mich über seinen Schwanz her. Ich hoffte, dass er ihn genießen können würde, so mit dem ganzen Drumherum… Ich versuchte ihn zu erfühlen, zu verstehen, wie er tickt. Mit viel Hingabe. Er genoß es, stöhnte immer wieder leise. Sagte, dass ich das sehr können würde. (hehehe). Es dauerte doch ein paar Minuten. Aber dann kam er. Mangels Alternativen in meinen Mund. Ich grinste, stand auf, spuckte alles in die Toilette und ging dann aus der Kabine zum Waschbecken um mir den Mund auszuspülen.

Er bedankte sich, wir küssten uns nochmal und machten uns dann getrennt von einander auf den Weg zurück. Wir waren vielleicht 10 Minuten weggewesen. Hoffentlich ahnt niemand was. Ich kam zu erst wieder. Er kurz danach. Jedenfalls war die Chemie zwischen uns so gut, dass das mit Sicherheit nicht das letzte Mal gewesen ist.

So verboten. So aufregend. Auf was habe ich mich da nur wieder eingelassen…

Entspannung auf voller Linie…

Negativ. Um es gleich mal vorweg zu nehmen. Das Ergebnis meines HIV-Tests ist negativ. Was auch zu erwarten war, so rein von der Wahrscheinlichkeit her. Dass ich solange nicht gebloggt habe, hatte also nichts mit dem Ergebnis des Tests zu tun. An dieser Stelle trotzdem ein vielen lieben Dank fürs Mitfühlen und Daumen drücken.

Ich habe die sechs Wochen warten bis ich mich testen lassen konnte eigentlich ganz gut weggesteckt. Außer an dem Tag des geplatzten Kondoms selbst habe ich nichts mehr darüber gelesen. Die rein mathematische Wahrscheinlichkeit war trotz Südafrika immer noch sehr gering. Also habe ich das in meinem Kopf weit hintergeschoben in die Schublade „Dinge, die ich gerade nicht ändern kann“. Ich hatte beschloss den Test abzuwarten. Auch die zwei Tage zwischen dem Test und dem Ergebnis gingen eigentlich ganz gut. Was vermutlich auch an dem ziemlich coolen Personal in der HIV-Beratungsstelle liegt. Die nehmen einem nochmal viel Angst. Auch wenn man mit jemandem schläft der HIV-positiv ist, sofern er seine Erkrankung kennt, sind die meisten heutzutage mit Medikamenten so gut eingestellt, das die Virenlast so niedrig ist, dass es quasi unmöglich ist, dass das Virus übertragen wird. Das führt jetzt nicht zu einem leichtsinnigen Umgang meinerseits mit dem Thema, aber ich bleibe meiner Linie treu. Der Test dahingehend war jetzt ja auch der Test über die letzten vier Jahre. Für die anderen STIs muss ich jetzt noch beim Frauenarzt testen lassen. Die Challenge für mich ist da vorher noch einen neuen Frauenarzt zu finden. Meiner ist ja leider in Ruhestand gegangen und mit seiner Nachfolgerin bin ich so gar nicht in Schuss gekommen.

Was die Zeit der „Unklarheit“ allerdings doch bewirkt hat, war dass ich mich in den sechs Wochen sexuell sehr zurück gehalten habe. Ich hatte wenig Lust das zu thematisieren. Deswegen habe ich eigentlich nur zwei Männer getroffen in der Zeit. Das Thema hatte mich also doch so im Hinterkopf ein klein wenig beschäftigt. Nichtsdestotrotz habe ich spannenden Dinge angestellt über die es sich lohnt zu schreiben.Mal sehen, ob ich Zeit dazu haben werde. Während ich diesen Text geschrieben habe, liege ich auf meinem Bett in einer Ferienunterkunft. Ich habe einen wunderbaren Blick auf ein Bergpanorama. Neben mir schnarcht Mr. Bondage seit etwas mehr als einer Stunde und hält ein nachorgasmisches Schläfchen. Wir haben die seltene Gelegenheit gefunden und sind für 5 Tage zusammen in den Urlaub gefahren. Ich wollte in diesen fünf Tagen mich bewegen, mir etwas Gutes tun. Also sind wir in die Berge gefahren. Nach zwei Tagen mit langen Wandertouren haben wir uns heute bisher nur zum Frühstück aus dem Bett bewegt. Ich will eigentlich unbedingt noch raus. Aber Mr. Bondage ist heute ein wenig lahmarschig 🙂 Vielleicht sollte ich mich nicht andauernd über ihn her machen …

Jetzt nehme ich schon eine ganze Weile keine hormonelle Verhütung mehr. Das hat meiner Libido wirklich gut getan, aber es nervt mich mittlerweile auch wieder. Der Preis den ich für mehr Lust bezahle ist, dass ich meine Tage nicht mehr so kalkulierbar habe. Am Donnerstag letzte Woche, also vor 8 Tagen habe so ganz leicht die ersten Blutungen gehabt. Dachte mir noch, coole dann könnten die Tage ja halbwegs durch sein bis wir am Dienstag in den Urlaub fahren. Von wegen.. nach immer so wenige Rumgetröpfle habe ich sie heute (!) richtig bekommen. Das ist doch mal superätzend. Jetzt habe ich die immer fast zwei Wochen. Ich glaube, das will ich auch nicht. Zwei Wochen… Ist das nervig… Ja, man kann auch trotzdem Sex haben… Aber nervt. Mal sehen, ob ich das doch noch mal wieder ändern werde.

Unsere Tage in den Bergen laufen immer ähnlich an. Sie beginnen morgens immer mit einem ausführlichen Blowjob. Das ist die Tageszeit zu der Mr. Bondage am meisten Lust hat, ich eher nicht so. Also verwöhne ich ihn. Die Revanche gibt es dann für mich Abends… Jetzt ist es nachmittag.. Hihi…