Die andere Sub – Das Hexchen und der Inquisitor

Vorneweg zwei Dinge: Sorry fürs lange Warten lassen. Zum anderen ist dieser Eintrag in wieder ausgeschlafenem Zustand mit ein wenig Abstand entstanden.

Mr. Bondage unterhielt sich eine gefühlte Ewigkeit mit anderen Gästen. Das verwirrte mich ein wenig, da er doch sonst sehr ökonomisch mit seiner Zeit umgeht, wenn wir auf einer Party sind. Ich fragte mich, wann er denn endlich mit dem Hexchen spielen würde. Die beiden hatten sich lange nicht gesehen und ich wusste, dass er sich darauf gefreut hat mal wieder mit ihr zu spielen. Meine Interpretation dieser Konstellation war, dass die beiden miteinander spielen und ich mir das anschauen kann. Wenn noch Zeit bliebe danach, dann könnten Mr. Bondage und ich ja noch ein wenig fesseln. So hatte ich das gedacht.

Dann ging es plötzlich los. Mr. Bondage nahm das Hexchen am Seidenschal und führte sie in die andere Hälfte des Raumes. Dort stand ein etwas improvisiertes Andreas-Kreuz auf einem Podest. Ich ging hinterher und setzte mich auf eine Sitzbank, die ein klein wenig entfernt war. Mr. Bondage schlüpfte in seine Rolle. Er war Inquisitor und sie eben eine Hexe. Das ist ein Rollenspiel, das die beiden schon eine ganze Weile für sich spielen. Für mich klang er ziemlich schräg in dieser Rolle. Sehr ungewohnt. Aber das ist eben das Spiel der beiden. Ich sah dabei zu, wie er ihre Hände ans Kreuz fesselte. Die beiden waren gefühlt ganz schnell ins Spiel abgetaucht. Bald schon fing er sie an mit Schlägen zu bearbeiten.

Ich merkte, dass ich mir das nicht anschauen wollte. Nicht aus Eifersucht. Sondern weil ich es als einen intimen Moment zwischen den beiden empfand, da wollte ich nicht wie so ein Gaffer zusehen. Ich weiß ja aus meinen Swingercluberfahrungen schon, dass ich kein besonders guter Zuseher bin. Vermutlich weil ich mir nicht gern beim Zusehen zusehen lasse. Jedenfalls wollte ich die beiden für sich spielen lassen. Mr. Bondage hatte sich nicht dazu geäußert, ob ich dem Spiel beiwohnen sollte oder nicht, also entschied ich, dass ich mich wieder in den anderen Teil des Raumes setzen und dort warten würde, bis die beiden fertig waren.

Ich kannte eigentlich niemanden auf der Party so wirklich, so dass ich mich einfach alleine an einen Tisch setzte. Zwischen mir und den Spielenden befand sich eine Säule so dass mir die Sicht versperrt war. Es dauerte nicht lange, da kam eine Frau vorbei und meinte: „Ja sie wäre jetzt auch richtig sauer.“ Das bezog sie wohl auf die Tatsache, dass Mr. Bondage mit einer anderen Frau spielte und ich es mir nicht ansah. Dabei war ich gar nicht sauer und versuchte ihr zu erklären, dass es okay ist für mich, wenn die beiden spielen, ich lediglich nicht dabei zusehen möchte. Dass ich sogar eher froh bin, dass sie dabei ist, weil ich nicht so gerne öffentlich spiele (Zumindest noch nicht). Aber genau diese Art Nachfrage fällt unter den Punkt Drama, das ich nicht haben wollte.

Diese Nachfrage sollte sich noch ein zwei Mal wiederholen. Auf so einer kleinen Party passiert eben nichts unbemerkt. Manchmal riskierte ich einen kleinen Blick auf Mr. Bondage und Hexchen. Er als Inquisitor befragte sie wild, wollte ein Geständnis aus ihr rausquetschen. Er bearbeitete ihre Brüste hart, die hatten sich schon ein wenig verfärbt.

Ich kann verstehen, dass es Außenstehenden schwer fällt sich BDSM-Spielchen, vor Allem mit Schmerzen anzusehen. Das geht mir auch so. Ich kann mir schwer Spiele ansehen, die mein Schmerzlimit deutlich übersteigen, weil ich eben nicht aus eigener Erfahrung nachfühlen kann, was das mit demjenigen macht. Ich habe keine Vergleichswerte. Nichtsdestotrotz ist es okay für mich, wenn sich jemand freiwillig hart verhauen lässt, da ich rational weiß, dass die beiden es im Konsens tun. Ich wusste, dass Mr. Bondage es noch nie geschafft hat, sie an ihre Grenzen zu treiben.

Er schlug sie hart mit der flachen Hand auf ihre Schenkel. Ich konnte die Schläge hören. Er hatte ihr den Rock hochgeschoben,so dass ihre nackte Muschi verfügbar war. Sie stand da mit gespreizten Beinen und er fingerte sie immer mal wieder hart. Alle paar Minuten sah ich mir das Geschehen mal kurz an. Die Geschichte, die Mr. Bondage als Inquisitor zusammengesponnen hatte wurde immer abstruser. Ich hört was mit Sex und Bischof. Das ließ mich schmunzeln. Er ist schon einfach wirklich auch ein schräger Typ. Aber wenn die beiden daran ihren Spaß haben, dann sollen sie doch.

Irgendwann ging ich dann eine kurze Zeit in den Vorraum, als mir das Spiel zu laut wurde. Allerdings war es mir dort in meinem Kleid fast ein wenig zu kalt. Ich hoffte, dass die beiden bald fertig werden würden, auch weil ich nicht so recht wusste, mit wem ich mich unterhalten sollte. Als es mir zu kalt wurde und ich mich wieder drinnen an meinen Tisch gesetzt hatte kamen ein völlig verschwitzter Mr. Bondage und ein befriedigt fertig aussehendes Hexchen zu mir. Mr. Bondage bat mich, ob ich mich denn nicht zu ihr sitzen und mich ein wenig um sie kümmern könnte. Das tat ich. Er räumte währenddessen noch seine restlichen Utensilien auf. Sie sah befriedigt aus. Ich fragte sie, ob es ihr gut ginge und sie bejahte. Da die Session mit Mr. Bondage hart war, fragte ich sie ob sie denn „Aftercare“ brauchen würde. Nicht besonders viel, war ihre Antwort. Ein wenig in den Arm nehmen reicht bei ihr aus. Das tat Mr. Bondage dann automatisch auch, als er wieder an den Tisch zurückkam. Das Hexchen tickt da also ganz anders als ich. Wobei bei den beiden auch nicht so viele Gefühle im Spiel sind.

Mr. Bondage war völlig durchgeschwitzt, er musste sich erst wieder akklimatisieren. Ich saß mit den beiden am Tisch und wartete gespannt, was er mit mir noch anstellen würde. Nach einer Weile verschwand Mr. Bondage auf die Toilette und kündigte an, dass wir danach fesseln würden.
Ich klagte während er weg war dem Hexchen mein Leid. Die Nummer mit dem Kleid war jetzt wieder präsent. In dem Kleid konnte er mich nicht fesseln, also war die Alternative ausziehen. Im BH fesseln geht auch nicht, also würde nur oben ohne gehen. Absolut keine Option für mich. Ich kündigte dem Hexchen an, dass wenn er verlangt, dass ich mich ausziehe zum Fesseln, dass ich dann Safeworden würde. Absolutes No-Go momentan für mich. Ich hoffte sehr, dass es nicht so weit kommen würde.

Die andere Sub – ein Spiel im Wechselbad der Gefühle

Eigentlich muss ich noch so viele Dinge nachschreiben, aber ein kurzfristiges Praktikum hatte mich letzte Woche ziemlich in Beschlag genommen. Ab morgen komme ich endlich ein wenig zum Durchschnaufen.

Ich ziehe nun mein aktuellstes Erlebnis vor, da ich das Bedürfnis verspüre meine Gefühle niederzuschreiben.

Es fand wieder die kleine semiprivate Spielparty statt, auf die mich Mr. Bondage schon mal mitgenommen hatte. Die Party, auf der ich zum ersten Mal das Halsband öffentlich getragen hatte. Dieses Mal wollte er nicht nur mich mit dort hinnehmen, sondern fragte mich, ob es okay für mich sei, dass er noch eine andere Sub mitnehmen würde. Er kennt sie schon deutlich länger als mich. Er hatte mir auch immer mal wieder von ihr erzählt. Sie ist in einer ganz anderen Liga, was ihre Devotheit und Masochismus angeht. Mr. Bondage hat es laut seiner Aussage noch nicht geschafft, sie an ihre Grenzen zu treiben.

Ich hatte kein Problem mit der Vorstellung, zu Dritt auf diese Party zu gehen. Eher im Gegenteil: Es nahm sogar ein wenig den Druck von mir, unbedingt spielen zu müssen, damit der Abend sich „lohnt“. Wir müssen anreisen, ein Hotelzimmer und den Eintritt bezahlen. Mr. Bondage ist ein Berater. Die denken vorwiegend ökonomisch. Das macht die Dinge manchmal nicht ganz einfach für mich.

Nach meinem Okay tauschte sie sich mit mir noch per Mail aus und dann war klar, dass wir zu Dritt dort hingehen würden. Ich war sehr gespannt, wie es sich für mich anfühlt, ihn mit einer anderen Frau zu sehen. Dass er mit anderen spielt, kommt ja öfter mal vor. Meist macht es mir nichts aus, manchmal muss ich mich mit Eifersucht auseinandersetzen. Bisher war das am Ende aber immer unproblematisch für mich.

Dieses Wochenende war für mich sehr voll und der Spieleabend war eingebettet zwischen zwei Seminare. Das heißt ich würde vermutlich deutlich zu wenig Schlaf bekommen. Noch dazu hatte ich für den Spieleabend meine Tage eine Woche nach hinten verschoben. Das heißt aber, dass ich in einer PMS-Phase stecke. Also gefühlsmäßig nicht immer ganz einfach. Nicht die besten Rahmenbedingungen, aber ich hatte den festen Vorsatz, mich nicht davon beeinflussen zu lassen.

Wir trafen uns am Hotel. Wenn auf mich die Bezeichnung „Buntes Mädchen“ passt, dann ist sie so eine Art „dunkler Engel“. Daher rührt dann wohl auch der Spitzname Hexchen. Sie ist wenig jünger als ich, ein wenig kurviger, aber wirklich nett. Ich mochte sie auf Anhieb. Mein Bauchgefühl sagte mir, dass es mit ihr ein unproblematischer Abend werden würde.

Auf der Party angekommen gingen wir uns umziehen. Mangels Alternativen hatte ich mir – wie das letzte Mal – meine Strapse, Rock und Korsage eingepackt. Zusätzlich hatte ich ein Kleid dabei, als Outfit, das sich nicht zum Spielen eignet, ich aber anziehen kann, wenn die Korsage irgendwann zu unbequem wird. Ich ziehe mich um und bin gerade halb fertig, da ruft mich Mr. Bondage zu sich und fragt mich, was ich denn anziehen würde. „Dasselbe wie immer“, antwortete ich. Es schien ihm irgendwie nicht zu gefallen und er fragte mich nach den Alternativen. Ich zeigte ihm das Kleid. Er wollte, dass ich es anziehe. Ich war sehr irritiert. Wenn er mich damit auf die Party gehe und er mich bespielen wollte, dann hätte ich nur Unterwäsche oder noch weniger an, anders als in der Korsage, die ich immer anbehalten hatte. Das ging so gar nicht für mich. Wenn schon in der Öffentlichkeit spielen, was ich immer noch nicht besonders gern tue, dann wollte ich mich halbwegs wohlfühlen.

Manchmal verstehe ich überhaupt nicht, was ihn reitet. Ich hätte gern gewusst, was er mit dieser Aktion bezwecken wollte. Als ob es nicht ausreichen würde, dass er an diesem zwei Frauen dabei hat. Das ist für mich schon ein neuer Reiz mit dem ich erst mal umgehen muss. Dann pisackt er mich auch noch mit den Klamotten, bevor wir zu spielen begonnen haben. Er ließ nicht mit sich verhandeln und bestand auf das Kleid. Ich war auf 180 innerlich. Überfordert und deswegen trotzig. Warum macht er das?? In diesem Outfit würde ich definitiv nicht spielen. Aber ich fügte mich und zog mich nochmal komplett um. Sein Hexchen war wirklich lieb und half mir mit den Strapsen.

Während ich mich umzog, sah ich wie die beiden Zärtlichkeiten austauschten und sich küssten. Darauf war ich nicht eifersüchtig. Mir war bis dato nur einfach nicht klar gewesen, wie er das in seinen anderen Beziehungen handhabt. (vielleicht sollte ich mich daran erinnern, dass ich die anderen Männer ja auch küsse) Auch dass er das Ritual mit dem Schuhe ausziehen mit allen seinen Subs macht, wurde mir schmerzlich bewusst. Es schrumpfte im ersten Moment das Besondere, dass ich unserer Beziehung beigemessen hatte ein wenig auf Normalmaß zusammen. Ich bin eine Frau in seinem Leben, neben anderen. Nicht mehr und nicht weniger. (Allerdings fühle ich das gerade unter dem Eindruck von Schlafmangel und PMS, das will ich noch mal erwähnen.)

Meine bisherigen Erfahrungen mit dem Halsband bestanden darin, dass ich es am Ende der letzten Party ein paar Minuten getragen hatte und er mich mit dem Seidentuch für eine kurze Weile an einen Pfosten gebunden hatte. Nicht so die Megaerfahrung also. Dieser Abend begann nach der Klamottendiskussion damit, dass er mir das Halsband anlegte und den Seidenschal darin festband. Selbiges tat er mit seiner anderen Sub. Er würde uns also beide hinter sich herführen. Ich hatte gar keine Zeit drüber nachzudenken, ob mir das nun behagt oder nicht, denn die beiden Seidenbänder waren relativ kurz, so dass wir Mädels uns koordinieren mussten, um uns nicht in die Quere zu kommen.

Dieser Abend würde eine Herausforderung werden. Ich habe an Orten, die mir nicht besonders vertraut sind, mit Menschen, die ich noch nicht besonders gut kenne, immer erst mal das Bedürfnis, mich zu akklimatisieren. Mr. Bondage neigt dazu immer sehr ausführliche Begrüßungsrunden zu drehen. Mein Albtraum. Seinem dunklen Engel machte das weniger aus. Sie kannte die meisten Menschen von früher ganz gut. Ich hoffte einfach, dass die Runde schnell vorbei gehen würde. Das Kleid, das Halsband, nicht so ganz einfach in meinem Kopf. Ich war ziemlich schweigsam und hatte das Bedürfnis meine Gefühle zu sortieren, mich auf die Begebenheiten einzustellen und dieses Genervtheitsgefühl wegzubekommen. Aber es war schwierig, weil ich dem dunklen Engel auch nicht das Gefühl geben wollte, dass ich ein Problem mit ihr habe. Hatte ich nicht. Ich hatte ja nur eines mit mir, weil ich nicht flexibel genug war.

Mr. Bondage zog uns immer hinter sich her. Dort mal stehen, dort mal gucken. Ich hielt es aus und hoffte, dass wir uns bald an einen Tisch setzten, damit ich meine Gefühle sortieren konnte. Ich wollte das auch nicht thematisieren. Kein Drama gleich zu Beginn des Abends. Ich wollte, dass die beiden Spaß haben und sie nicht mit meinem Kram belästigen. Nicht so ganz einfach. Irgendwann standen wir am Suppenbuffet und ich ahnte, dass Mr. Bondage uns Mädels das Essen tragen lassen würde. Kein Problem. Allerdings hatte ich keine Lust zwei Teller Suppe an einem Halsband geführt, mit der Angst über seine andere Sub zu stolpern, tragen zu müssen. Ich hätte ihn ja bedient, aber nur wenn er das Band dafür loslässt. Ich sagte ihm ein wenig pampig, dass ich das so nicht machen würde. Die Konsequenz: Yoah, er war sauer und band mich ein wenig abseits an einem Pfosten fest.

Da saß ich nun, wie ein Kind mit Hausarrest und der Möglichkeit über meine Situation nachzudenken. Der rationale Teil in mir sagte: gut, du musst hier nicht sitzen, du kannst das Band ja einfach losbinden und dir was Normales anziehen. Das wäre dann allerdings die Superdramanummer, denn da ich ja nicht selbst gefahren war, konnte ich ja nicht einfach gehen. Außerdem würde das wohl meine Beziehung zu Mr. Bondage nachhaltig zerstören.
Also entschied ich mich dort sitzen zu bleiben und so eine Art Meditation zu versuchen. Ich schloss die Augen und konzentrierte mich auf meine Atmung. Versuchte den Kopf leer zu bekommen, alles andere auszublenden. Aber ja, ich war auch trotzig. Ich beschloss, nachdem er mich so Essen lassen wollte, dann einfach gar nichts zu essen. Nicht logisch, aber ich bekam den Trotz auch einfach nicht mehr aus dem Kopf. Nach einer Weile band er mich wieder los. Ich wusste, dass ihn meine Aufmüpfigkeit, mein Verhalten störte. Aber ich fühlte mich unverstanden und überfordert. Ich wurde sehr schweigsam. Und ahnte, dass auch das missverstanden werden würde. Schweigen tat ich weniger weil ich beleidigt war, mehr um meine Balance zu finden.
Aber es war wie verhext: je mehr ich versuchte kein Drama zu machen, desto dramatischer wirkte es wohl. Ich wollte nicht rausgehen, um allein zu sein, weil das dann immer dazu führt, dass einem irgendjemand nachgeht und man sich erklären muss. Aber je mehr ich am Tisch saß und schweigsam war, desto komischer wirkte alles. Dabei hasse ich Drama. Ich war mir in diesem Moment nicht sicher, ob der Abend nochmal die Kurve bekommen würde.

Blowjob zum Porno

Obwohl ich an meiner Magisterarbeit saß, wollte ich Mr. Bondage sehen. Ich brauchte auch und vor allem in dieser anstrengenden Zeit seine Nähe und seine Zuneigung. Das machte das Arbeiten für mich einfacher. Mr. Bondage hatte mittlerweile seine Wohnung in meiner Stadt aufgegeben. Er hat sich an seinem neuen Ort aber ein Hotel gesucht, dass ich mit der Bahn gut erreichen kann. Darüber hinaus hat er abgeklärt, dass er dort ab und an Besuch empfangen kann. Das gab mir das Gefühl, dass auch er meine Nähe braucht. Dass ich ihm seine unzähligen einsamen Nächte im Hotelzimmer versüßen würde. Wenn wir uns nach einem langen Wochenende wiedersehen, dann spüre ich, dass auch ihm meine Zuneigung und Nähe abgegangen sind.

Seit seinem Auszug aus unserem Liebesnest in meiner Stadt waren 10 Tage vergangen, in denen wir uns nicht gesehen hatten. Das Wiedersehen war also dementsprechend intensiv. Er holte mich von zu Hause ab und nahm mich mit in seine neue Stadt. Mr. superunromantisch Bondage, der von sich selbst sagt, dass er nie Geschenke macht, hatte mir – als nachträgliches Ostergeschenk – einen Schokohasen mitgebracht. Das war sehr süß. Darüber habe ich mich wirklich sehr gefreut.

Das Hotel in dem er die nächsten Wochen verbringen wird, war wirklich schön. Ich mochte es auf Anhieb. Ich freue mich auf die Zeit mit ihm, aber auch darauf, die neue Stadt kennenzulernen.

Wir richteten uns gemütlich ein, kuschelten, duschten. Als wir dann auf dem Bett lagen, hatte er seinen Laptop auf dem Bauch und fragte mich, welchen Porno ich denn gerne sehen würde. Da war ich kurz irritiert. Aber dann fiel mir ein, warum er mich das fragte. Ich hatte mir viele Gedanken gemacht, wie ich ihm helfen könnte leichter mit mir zu kommen. Bisher habe ich es ja erst zwei Mal geschafft ihm einen Orgasmus zu blasen. Während dieser zwei Male hatte er mir immer die Fantasien erzählt, die sich zusätzlich in seinem Kopf abspielten. Er braucht währenddessen noch eine zusätzliche Stimulation in seinem Kopf. Das hatte mich auf eine Idee gebracht. So hatte ich ihm vor einer Weile gesagt, dass ich ihm gerne mal einen Blasen würde, während er sich einen Porno anguckt.

Mr. Bondage gehört noch nicht zu der Generation, in der es was sehr Normales geworden ist, sich auch mal gemeinsam einen Porno anzusehen. Ich glaube, dass er manchmal eher noch mit seinem relativ hohen Pornokonsum hadert. Mit mir einen Porno zusammen anzusehen ist zumindest noch ein wenig besonders für ihn. Zumal ich ihn noch dazu angeregt habe, dass wir uns gemeinsam einen Film ansehen.

Die Art des Films war mir für diesen Zweck egal, es sollte ja mit seinem Kopfkino etwas anstellen. Also überließ ich ihm die Auswahl des Films. Er wählte einen Film aus in dem sich eine junge, nicht so unnatürlich schlanke, sondern kurvige aber attraktive Frau erst auszieht und sich dann selbstbefriedigt. Dadurch, dass der Film nicht inszeniert, sondern halbwegs natürlich wirkte funktionierte er auch in meinem Kopfkino und ich war angeturnt. Mr. Bondage legte sich entspannt auf den Rücken und platzierte den Laptop seitlich von sich, so dass wir beide einen guten Blick auf den Film hatten. Ich fing an mich über seinen Schwanz herzumachen. Es gefiel ihm. Die doppelte Stimulation aus den Bildern und der realen Berührung. Ich leckte ihn von dem tiefsten Punkt seiner Eier bis zur Schwanzspitze und sah ihm dabei tief in die Augen. Ich saugte, leckte, spielte mit seinem Bändchen und handjobbte während mein Mund seine Eichel umspielte. Ich steigterte die Intensität, wenn sich sein Körper danach anfühlte und bewegte meine Hand hart. Wenn ich merkte, dass er noch nicht über den Gipfel kommen würde, ließ ich ihn wieder runterkommen. Schon oft hatte ich ihm dabei zugesehen, wie er es sich selbst macht und wußte, dass er auch dabei immer mehrere „Anläufe“ zum Gipfel braucht.

Der erste Film hatte von der Länge noch nicht ausgereicht, also suchte er sich einen zweiten aus. Ein hübsches Mädchen präsentiert sich gegen Geld auf einem Parkplatz. Ich bearbeitete weiter seinen Schwanz. Es war mir egal, wie lange es dauern würde. Es machte mir Spaß ihn zu verwöhnen. Wenn er dann laut zu stöhnen anfängt, dann kommt der Moment, wo er – wenn es klappt – auch über den Gipfel kommt. Mr. Bondage kam laut stöhnend und spritzte mit unglaublichem Druck ab, so dass ich – obwohl ich mit dem Kopf kurz vor Ende Abstand gehalten hatte – sein Sperma ins Auge bekam.

Ich musste sehr lachen. Bisher habe ich ihn immer nur so ganz leicht spritzen sehen. Dieses Mal kam es in einer Fontäne aus ihm raus. Ich war sehr stolz. Es war ein intensives Erlebnis für ihn. Er war sehr aufgewühlt und emotional hinterher. Von den Gefühlen und der Nähe, die Mr. Bondage hinterher aufbaute war es einer der intensivsten Momente unserer Beziehung. Das war wundervoll. Auch dass mein Plan so gut funktioniert hatte.

JAAAAAAAAAAAAA

Ich hatte da ja meine Zweifel.. Aber ich habe es wirklich geschafft. Ich habe meine Magisterarbeit geschrieben und abgegeben. JAAAAAAAAAAA… Juhuuu.

Alle anderen haben mir immer den Eindruck vermittelt, dass sie überhaupt keine Zweifel haben, dass ich das schaffen werde. Ich selbst hatte da ernsthafte ZWeifel. Bis ganz zum Schluss war ich mir nicht sicher, dass ich es schaffen werde. Dieser Berg schien so unüberwindbar groß. Ein bißchen stolz bin ich, dass ich es doch geschafft habe. Hätte man aber auch früher hinbekommen können. Als ich die Danksagung meiner Arbeit geschrieben habe und auch meinen Kommilitonen und Mr. Bondage darin erwähnt habe, war ich sehr emotional. Mit sehr vielen Tränen, auch den Tag danach. Der Druck war schon groß. Meine Eltern haben sich das nie anmerken lassen, aber auch für sie war das wohl nicht einfach.

Jetzt ist weg das Ding. Ich war erleichtert. Aber nur ganz kurz. Zum einen hab ich in zwei Monaten noch Prüfungen. Die machen mir nicht so wirklich viel Kopfzerbrechen. Zum Anderen war bisher das Ziel eindeutig klar. Diese Arbeit schreiben. Jetzt kommt dann der zweite große Umbruch im Leben, nach dem Schulabschluss.

Ich hab Schiss. Schiss meine Freiheiten aufzugeben. Nicht so viel zu besitzen hat mir nicht viel ausgemacht. Hatte mich eingenistet in mein Studentendasein.
Auch nicht mehr zu wissen, was ich machen will, stresst mich. Ich wollte immer Journalistin werden. Aber zum einen finde ich die Rahmenbedingungen der Branche fast nicht akzeptabel. Darüber hinaus glaube ich, dass es unglaublich viele Menschen gibt, die mehr Talent haben in diesem Bereich als ich. Wenn ich mir vorstelle, dass ich ein Business Outfit anziehen muss, da gruselt es mich. Ich kann mir noch nicht vorstellen wie es werden soll eine durchgetaktete Arbeitswoche zu haben. Nicht weil ich nicht soviel arbeiten wollte, das habe ich unbezahlt jetzt auch schon oft gemacht. Aber ich glaube, dass die Flexibilität nicht mehr in dem Maße da sein wird.

Arbeit abgegeben und zack, der Ernst des Lebens wartet. Na, toll.

Danke für all die motivierenden Worte vorher.

So ein wenig schließt sich mit der Abgabe der Arbeit der Kreis. Das war die letzte Baustelle, die aus der Tiefpunktphase meines Lebens zu Beginn des Blogs noch übrig war. Jetzt ist sie weg. Aber irgendwie fühlt sich das Leben jetzt nicht leichter an.

Final Countdown

Seid mir nicht böse, wenn es die nächsten Tage eventuell etwas ruhiger wird hier. Ich habe noch 6 Tage bis zur Abgabe meiner Magisterarbeit. Von den 80 Seiten fehlen noch ungefähr 20. Das ist noch ein riesen Berg Arbeit der vor mir liegt. Das Ziel ist zu bestehen, die Note ist mir völlig wurscht.

Sollte ich es doch noch hinbekommen, dann muss ich mich bei zwei Männern aus meinem Blog besonders bedanken. Dem Kommilitonen, der mich mit seiner Anwesenheit unglaublich angespornt hat und der an mich geglaubt hat. Und auch bei Mr. Bondage, durch den ich nochmal einen Schub bekommen habe, die Dinge auch zu Ende zu bringen. Ich kann nicht sagen, was passiert wäre, wenn es die beiden nicht gegeben hätte. Der Weg wäre vermutlich deutlich schwieriger geworden. Aber genug des vorauseilenden Danks, erstmal muss ich fertig werden.

Mr. Bondage hat mittlerweile sein Hotel in der anderen Stadt bezogen und ich habe mich zum Schreiben diese Woche drei Tage bei ihm einquartiert. Funktioniert bisher wunderbar. Ich weiß gar nicht, warum ich soviel Angst hatte. Ich glaube, wir werden das hinbekommen. Er arbeitet lange und viel. Aber das trifft sich in diesem Fall eigentlich ganz gut.

Eine spannende Phase in meinem Leben, die mit vielen Änderungen verbunden sein wird. Den egal wie es ausgeht, das Studentenleben wird im Juli nach den letzten Prüfungen enden. Ich sag euch mir geht der Arsch schon ein wenig auf Grundeis, wenn ich mir vorstelle meine Flexibilität, die ich bisher hatte aufgeben zu müssen. Andererseits so ein bißchen mehr Kohle zu haben wär schon auch was.

Sollte ich die nächsten Tage die Muse habe zu bloggen, werde ich das tun, aber die Magisterarbeit hat Vorrang. Wenigstens einmal in meinem Leben. Aber dennoch lebe ich nicht keusch, denn gut gevögelt schreibt es sich gleich viel entspannter.

Wann hören Paare auf miteinander zu reden?

Vorneweg, ich hoffe nie und das gilt mit Sicherheit auch nicht für alle Paare. Ich schreibe hier Gedanken auf die mir im Laufe der letzten drei Jahre gekommen sind.

Ich habe in den letzten Jahren geschätzt 100 Männer gedatet (keine Sorge, da kam es bei Weitem nicht immer zu Sex). Dieser Umstand hat dafür gesorgt, dass ich mich mit vielen Männern recht offen über ihre Beziehungen unterhalten konnte. Ich nehme an, die meisten waren dabei relativ ehrlich. Es gab ja auch keinen Grund mich anzulügen, denn sie wollten ja keine Beziehung mit mir. Meistens wußten sie, dass es mir nichts ausmacht, wenn sie eine Partnerin haben. Sondern dass allein sie selbst das mit ihrem eigenen Gewissen ausmachen müssen. Ich hatte den Eindruck, dass sie oft auch froh waren, dass sie mal jemandem offen ihre Lebensumstände erzählen können, ohne sich rechtfertigen müssen. Sondern einfach mal abladen konnten, was sie so bewegt.

Die klassische Lebensgeschichte ist: Mann und Frau haben sich bereits in jungen Jahren kennen und lieben gelernt, geheiratet und eine Familie gegründet. Soweit passt das alles. Sie lieben ihre Frau und ihre Kinder, würden sie auf gar keinen Fall für eine Andere eintauschen wollen. Die Frau ist zu einer Art besten Freundin und Begleiterin fürs Leben geworden. Aber es gibt zwei verschiedenen Problemlagen. Problem 1: Das Interesse der eigenen Frau an Sex ist mit den Kindern sehr weit zurück gegangen, so dass es den Männern einfach zu wenig ist.

Ich will das überhaupt nicht werten und die Schuld dabei auf gar keinen Fall den Frauen geben. Dazu habe ich zu wenig Einblick in die Lebensumstände. Ich würde schätzen, dass bei den Frauen der Löwenanteil der Familienarbeit hängen geblieben ist, was ein Knochenjob ist und sich – die zumeist beruflich ziemlich erfolgreichen Männer die ich getroffen habe – in den Job zurück gezogen haben. So sind beide einfach sehr eingespannt.

Szenario 2 das mir sehr häufig begegnet ist: Das Paar hat sich eben in sehr jungen Jahren kennengelernt. Da war für beide die Sexualität noch sehr unschuldig, sehr einfach. Im Laufe der Zeit, sagen wir nach 10 Jahren merkt ein Partner (oder vielleicht beide) dass da Vorlieben in einem Schlummern, die man ausleben möchte. BDSM, Bondage, ein Fetisch, ein Dreier, es kann alles mögliche sein. Und dann kommt der Knackpunkt. Das ist der Moment in dem sich 90 Prozent nicht trauen mit ihrem Partner darüber zu reden. Sie glauben, dass der Preis den sie dafür zahlen müssten zu hoch ist. Dass es nachhaltig negative Spuren in der Beziehung hinterlässt. Dass der Partner damit überfordert ist, es ablehnt, dann vermutet, dass der Partner sich das heimlich holt. Ist es wirklich nur Angst vorm Reden? Sie sind in dem Zwiespalt gefangen, dass sie ihre Bedürfnisse (irgendwie ja auch was egoistisches) ausleben möchten, dass aber nicht auf Kosten der Beziehung.

Das endet dann oft in einem heimlichen Ausleben. Macht die Sache nicht besser, denn das schlechte Gewissen bleibt und wenn es dann raus kommt, ist es noch viel schlimmer.

Das alles gilt nicht nur für Männer. Ich bekomme genug Mails auch von Frauen, die mir schreiben, dass sie beispielsweise gerne mal gespankt werden würden, aber glauben, dass der eigene Partner dafür überhaupt kein Verständnis hätte.

Wie kann man es schaffen, dass man nach Jahren, wenn man sich eigentlich auswendig kennt, noch offen über alles reden kann? Dass man sich eine Offenheit dem eigenen Partner gegenüber behält. Wie kann man ihm das Gefühl geben, dass er über alle Bedürfnisse reden kann und man dann gemeinsam schaut, ob es eine Lösung gibt, die beiden passt. Geht sowas? Wie kann man selbst bereit sein dafür, dass der Partner sich weiterentwickelt?

Ich habe mich in den letzten Jahren auf eine Entdeckungsreise begeben, was meine eigenen Bedürfnisse angeht. Meine Sexualität ist gereift. Ich tue mir jetzt leichter in eine Beziehung zu gehen, mit einer gewissen Offenheit meinem Partner gegenüber. Allerdings hätte ich wohl auch nicht gewußt, wie ich es meinem Exfreund nach ein paar Jahren hätte erklären sollen, dass ich gerne unsere Beziehung sexuell öffnen würde.

Hilft es wenn man den Partner fragt, ob es da noch Dinge gibt, die er gerne ausleben möchte? Wenn man ihm den Eindruck vermittelt, dass man sich für seine Bedürfnisse interessiert. Ich weiß es nicht.

Der einzige Mann, der mir einfällt, der das hinbekommen hat, ist Mr. Bondage. Aber auch nur, weil er es bei dem Druck in seinem Beruf nicht hinbekommen hätte, seine Neigungen heimlich auszuleben. Er hat sich vor gewagt und seine Beziehung hat es überstanden. Das ist aber leider der Ausnahmefall.

Was mich jedenfalls positiv überrascht hat war, dass Männer sehr offen gesagt haben, dass sie ihre Frau lieben. Und sie sich für die Richtige entschieden haben. Vielleicht sollte man genau daran denken, wenn der eigene Partner mit einem etwas kuriosen Bedürfnis aufwartet, dass er gerne noch ausleben möchte. Versuchen, sich gegenseitig die Möglichkeit zu geben sich in der eigenen Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Das Leben ist schließlich kein Stillstand. Nur weil man etwas mit Anfang 20 in einem bestimmten Blickwinkel gesehen hat, muss dieser Blickwinkel nicht immer derselbe sein. Entwickelt euch zusammen jeder für sich. Das wünsche ich mir.

Das Beste kommt zum Schluss

Da lag ich also im Bett neben dem superlaut schnarchenden Mr. Bondage und hatte ein weinendes und ein lachendes Auge. Ein lachendes, weil das Leben die besten Geschichten schreibt. Wenn alles so geklappt hätte, wie geplant, wäre ja irgendwie langweilig gewesen. Dass er einfach einschläft an unserem Spiele-Date und wir nicht so wie abgemacht uns ausführlich von der Wohnung verabschiedet haben, das amüsierte mich. Andererseits hatte ich mich schon sehr auf das Date gefreut und war ein wenig enttäuscht, dass daraus nichts geworden ist.

Immerhin musste er am nächsten Morgen nirgendwo hinfahren, so dass das Aufstehen dann zumindest gemütlich werden konnte. Ich packte mir also meine Ohropax rein und schlief ein. Am nächsten Morgen, da war Mr. Bondage für seine Verhältnisse ziemlich ausgeschlafen und deswegen auch gut gelaunt. Wir kuschelten und alberten im Bett herum. Ich knutschte seinen Arm feucht, weil mir der Sinn danach stand. Irgendwann wurde es ihm zu bunt und er sagte, dass ich seinen Schwanz lecken sollte. Er hatte eine Morgenlatte. Ich machte mich über seinen Schwanz her. Suchte mir eine bequeme Körperposition und fing genüsslich an zu blasen. Ich blies und handjobbte abwechselnd. Zwischen durch streichelte ich noch seine Eier. Er war in guter Stimmung und hatte Lust. Denn er fing an mir zu erzählen, was sich während meines Blowjobs in seinem Kopfkino abspielte.

Dieses Mal war es wieder eine seiner „Geschichte der O“-Fantasien. Die Kurzversion: Er erzählte mir, wie ich in einen runden Keller geführt wurde. Außen herum standen Menschen die mich beobachteten. Ich wurde in die Mitte geführt und festgebunden. Dann durfte mich ein erster Mann benutzen. Er sah dabei zu, wie der andere Mann meinen Mund als Fickloch benutzte, bevor er selbst sich meinen Hintern vornahm…

Mr. Bondage spann die Geschichte immer weiter. An alles kann ich mich nicht mehr erinnern weil ich mich aufs Blasen konzentrierte. Versuchte den Rhythmus zu erspüren, den er brauchte. Passte auf, dass ich ihn nicht wund rubbelte. Nicht zu heftig wurde. Während ich es ihm mit der Hand machte, ließ ich meine Zunge an seiner Eichel kreisen. Dann wieder saugen, Handjob. Im Wechsel. Er fing an heftiger zu atmen. Hörte auf zu erzählen. Ich bewegte meine Hand schnell und hart an seinem Schwanz auf und ab. Ich hoffte so inständig, dass es klappt. Dass ich nicht kurz vor einem Orgasmus einen falschen Reiz setzen würde.

Wenn ich es ihm mache gab es schon oft den Moment, in dem alle körperlichen Reaktionen die ich er zeigt, eigentlich darauf hindeuten, dass er nun kommen müsste. Wenn sein Schwanz zum Bersten prall und gespannt ist, er stöhnt und sich aufbäumt. Da warte ich dann förmlich drauf, dass es aus ihm rausspritzt, so wie bei allen anderen Männern üblich. Aber bis auf ein einziges Mal ist beim ihm trotzdem nie was passiert. Das ist jedes Mal ein wenig irritierend. Denn es fühlt sich so an, als ob alles gepasst hätte, aber er kommt einfach nicht über den Gipfel drüber (wie ich es immer ausdrücke).

Doch dieses Mal beim letzten Blowjob in unserem Liebesnest, da gelang es. Unter lautem Stöhnen spritzte es aus ihm heraus. YEEEEAHHH Baby, dachte ich mir. Ich bekam das Grinsen gar nicht mehr aus meinem Gesicht. Es war mir also zum zweiten Mal vergönnt, seit ich ihn kenne, dass ich ihn zum Orgasmus bringen konnte. Damit war das erste Mal kein Zufallstreffer mehr. Vielleicht kann ich doch noch Lernen wie er tickt. Ihm öfter soviel Lust bereiten. Er hatte mir in unserem Liebesnest so viele tolle Orgasmen bereitet, so dass es mich sehr glücklich machte, dass unsere Zeit in dieser Wohnung mit einem Orgasmus für ihn zu Ende gegangen ist.

Mr. Bondage ließ sich danach nicht lumpen und fingerte auch mir noch einen Orgasmus und machte es sich danach unter meiner Mithilfe, weil er so aufgegeilt war auch nochmal selbst. Aber der geglückte Blow-Hand-Job war für mich das Highlight. Damit konnte ich zufrieden aus dem Liebesnest ausziehen. Es werden 10 Tage vergehen, bis wir uns wiedersehen werden, Mr. Bondage und ich.

Der letzte Abend im Liebesnest

Das Liebesnest ist Geschichte.
Die Wohnung, die mehr als ein halbes Jahr der Anker unserer Leidenschaft war, ist nun nicht mehr da. Ich werde sie nie wieder betreten. Das hat mich schon ein wenig traurig gemacht und ich habe das ein oder andere Tränchen vergossen. Wegen einer Wohnung heulen, bekloppt. Aber irgendwie war es halt „unsers“. Das Liebesnest von Mr. Bondage und mir.
Wir wollten uns gebührend verabschieden und er hatte mich nach einem Spieldate für den letzten Abend gefragt. Darüber freute ich mich wirklich sehr. Das klang sehr verheißungsvoll. Aber wie das Leben manchmal so spielt…
Mr. Bondage hatte die letzte Woche im Liebesnest auch dazu genutzt, sich nochmal zum Fesseln mit einer anderen Frau zu treffen. Das verstehe ich, denn mit dem Umzug hat er dazu nicht mehr so leicht die Gelegenheit. Aber er startete dadurch schon mit einem Schlafdefizit in unseren Spiele-Date-Abend. Darüber hinaus ist er bis über beide Ohren mit Arbeit eingedeckt. Am letzten Abend rief er mich aus dem Auto an, als er auf dem Weg zurück in meine Stadt war und sagte mir, dass er einen Überraschungstisch für uns reserviert hatte. Wir würden als Erstes also Essen gehen. Auch sehr schön. Ich freute mich darauf. Das Restaurant war wirklich schön. Essen gut. Dazu gab es Wein, was wirklich sehr ungewöhnlich ist, weil Mr. Bondage nur sehr selten Alkohol trinkt.

Als wir zurück in die Wohnung liefen war es schon ziemlich spät am Abend geworden. Dort angekommen gab es unser Ritual. Ich ziehe mich komplett nackt aus, um ihn dann auszuziehen. Mit den Schuhen beginnend. Am Ende standen wir nackt voreinander. Wir knutschten und fassten uns an. Er war schon steif. Das reizte mich so sehr, dass ich mich mitten im Eingangsbereich niederkniete und anfing ihn zu blasen. Dabei guckte ich ihm in die Augen. Er war sehr angeturnt. Das ließ mich hoffen, dass wir intensiv spielen würden. Insgeheim hoffe ich, dass er mich doch nochmal an seinen Schrank fesseln würde. So wie beim ersten Mal, als es schiefgegangen war. Er dirigierte mich ins Schlafzimmer und stieß mich aufs Bett. Ich lag Bäuchlings auf dem Bett und wartete ab, was nun passieren würde. Mr. Bondage nestelte in seiner Spieletasche herum. Das klang vielversprechend. Stellte das Gleitgel auf den Nachttisch. I like that. Ich jubelte innerlich, dass er mich bespielen würde. Dann spürte ich schon, wie er sich mit dem Gleitgel an meinem Hintern zu schaffen machte. AHH, er wollte seinen Wunsch mich mal in den Hintern zu ficken wahr machen. Er verteilte das Gleitgel gut. Dann zog er sich ein Gummi über. Er legte mir ein Kissen unter das Becken, so dass mein Hinter weiter in die Höhe ragte. Dann spürte ich den Schwanz an meinem Hintern. Er hatte nicht wirklich versucht mich vorzudehnen, ich hatte so meine Zweifel, dass er dann Erfolg haben würde.
Er versuchte kurz, ob er mich so nehmen konnte. Aber die Kombination aus meinem einigermaßen kurvigen Hintern, seinem leichten Bauchansatz machten die Sache ein wenig kompliziert. Auf kompliziert hatte er aber in seinem angegeilten Zustand keine Lust und drehte mich auf den Rücken. Dann klassisch Missonarsstellung. Der Arschfick muss noch ein wenig warten. Er fickte mich intensiv. Es gefiel ihm auch wenn er nicht dabei kommt. Es gefiel mir, auch wenn ich nicht dabei komme. Nachdem er mich intensiv gefickt hatte, kletterte er von mir runter und legte sich zum Entspannen neben mich und kuschelte sich an mich hin. Und es dauerte keine 30 Sekunden, bis ich ein Schnarchen vernahm. Aber ich war ihm gar nicht böse. So läuft das Leben eben manchmal. Ich deckte ihn zu und steckte sein Handy ans Ladegerät. Dann holte ich meine Ohropax und versuchte neben ihm einzuschlafen. Ich musste lachen. So hatte ich mir den letzten Abend nicht vorgestellt. Aber das ist ungefähr so, wie wenn Silvester der tollste Abend des Jahres sein soll. Das klappt nie. Zu viele Erwartungen hatte ich gehabt.
Der letzte Abend im Liebesnest: Eingeschlafen mitten im Sex. Legendär. Fast. Nach der Nacht kommt ja noch der Morgen.

Wohin mit dem Kaugummi?

Das hier ist ein Gastbeitrag von einem befreundeten Pärchen, das ich über Twitter kennengelernt haben. Die Beiden sind unter den Namen @falbalus und @Hirnventrikel bei Twitter zu finden. Ihre Spielbeziehung ist noch ganz frisch. Michael ist schon länger in der BDSM-Szene unterwegs. Susi ist ganz neu und seine Novizin. Eines ihrer Erlebnisse hat sie für mich aufgeschrieben. Es passt insofern gut zu meinem Blog, weil auch dabei sich ganz viel im weiblichen Kopf abspielt.

Wohin mit dem Kaugummi?
Samstagabend, ich fahre nach dem Mädels-Kino-Abend zu Michael. Dort angekommen finde ich einen Zettel an der Haustür mit folgenden Anweisungen:

Bild Blog Gast

Ich grinse sehr breit nehme den Zettel ab und betrete seine Wohnung. Alles ist dezent mit Teelichtern beleuchtet. Ich gehe in die Küche, entkleide mich und denke noch, dass ich den Kaugummi nicht vergessen darf und „zack“ zu spät: Ich liege Bäuchlings auf dem Bett, die rechte Hand an der Manschette bereits befestigt, die Augen verbunden und warte auf ihn.

Gerade als die Wohnzimmertür aufgeht, fällt mir der Kaugummi ein: „MIST“ zu Spät. Ich überlege noch den Kaugummi runter zu schlucken, aber auch das misslingt mir. Er betritt das Schlafzimmer und fesselt meine linke Hand, lässt mir aber etwas Bewegungsfreiheit. Anstatt mich auf die Situation zu konzentrieren, überlege ich wie ich diesen verdammten Kaugummi loswerde. Michael bindet mir die Füße fest und geht um das Bett herum. Ich nutze die Chance drehe den Kopf auf die linke Seite und nehme den Kaugummi zwischen die Finger. Und nun…. ? Ich habe den Kaugummi eine Zeit zwischen den Fingern, aufs Bettlaken damit „Nein“, also fällt mir nur der Bettpfosten ein. Kurzer Hand wird der Kaugummi dort hinter geklebt, damit er ihn nicht sehen kann. Erleichtert das Kaugummi losgeworden zu sein, können sich meine Gedanken jetzt dem Spiel widmen.

Heute Morgen dann greife ich hinter den Bettpfosten um das Kaugummi zu entsorgen und erzähle ihm von meiner gestrigen Not.
Wir haben herzhaft gelacht.

Die letzte Woche im Liebesnest

Veränderungen stehen ins Haus. Mr. Bondage und ich haben nun die letzte Woche in unserem „Liebesnest“ vor uns. Ende des Monats zieht er aus der Wohnung aus, die er in meiner Stadt nun eine lange Zeit bewohnt hat. Seit wir uns Mitte des letzten Jahres kennengelernt haben, war sie immer zentraler Punkt unserer Beziehung. Ich habe in der letzten Zeit eigentlich fast alle Nächte, die er in meiner Stadt war, dort mit ihm verbracht. Wir konnten ungestört allen Lüsten nachgehen, die uns so überkamen. Das hat nun ein Ende. Ich wußte das ja schon eine Weile. Aber heute ist sie nun angebrochen die letzte Woche. So ein wenig sentimental stimmt mich das schon.

Ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere Beziehung über den Ortswechsel hinaus Bestand haben wird. Aber es ist doch erst mal ein wenig ungewiss. Wir werden uns eben an eine neue Situation gewöhnen müssen. Er zieht in eine Stadt die etwa 100 Kilometer von meiner entfernt ist. Bisher musste er pendeln. Jetzt kommt ein gewaltiger Teil der Fahrlast auf mich zu. Bisher war er an seinen Einsatzort gependelt. Das bedeutete 2 1/2 Stunden Fahrzeit, um mich zu sehen. Jetzt war der Punkt erreicht, an dem er ihm das zuviel geworden war. Ich kann das verstehen.

Ein lachendes und ein weinendes Auge habe ich, wenn ich über seinen Umzug nachdenke. Zum einen bin ich ja Abenteuerlustig und freue mich durchaus auch darauf mit ihm zusammen einen neuen Ort für uns zu erobern, eine neue Stadt kennenzulernen.

Anderseits hatte ich seine Wohnung – unser Liebesnest- durchaus lieb gewonnen. Das aufgeben zu müssen, macht mich schon ein wenig traurig. Auch werde ich sehen müssen wie sich das Pendeln für mich gestaltet. Es sind zwar nur 100 Kilometer und eigentlich sollte ich die Flexibilität für die nächsten paar Monate noch haben, dass ich regelmäßig zu ihm pendeln kann. Aber wir werden uns mit ziemlicher Sicherheit eben nicht mehr jede Nacht unter der Woche sehen können, so wie bisher. Es wird weniger werden.

Aber so ist das Leben. Es gibt keinen Stillstand. Und um es Positiv zu sehen, es hätte ja auch weiter weg gehen können für ihn als 100 Kilometer. Ich werde jetzt also die letzte Woche mit ihm in meiner Stadt genießen und nebenbei hart an meiner Magisterarbeit schreiben. Auf gehts.