Analverkehr als Ausweichnummer??

Huch, es sind 12 Tage vergangen seit ich das letzte mal gebloggt habe. Ich hatte soviel augeschobenes Zeug zu erledigen, dass es sich einfach nicht ergeben hat. Ab jetzt wird es wieder besser. Ich hatte mittlerweile mein erstes Vorstellungsgespräch. Eine Bewerbung geschrieben, einmal eingeladen worden. Guter Schnitt. Allerdings habe ich die Stelle nicht bekommen. Aber das ist nicht weiter schlimm.

Heute hat mich der Mann mit dem kitzeligen Penis angeschrieben, ob wir uns diese Woche mal zum Sex treffen wollen. Ich schrieb, dass das eher ungüsntig wäre, weil ich diese Woche meine Tage bekommen werde.

Daraufhin schrieb er mir, dass ich ihm entweder einen Blasen könnte oder wir ja Analverkehr haben könnten.

Analverkehr als Ausweichnummer der Tage wegen? Finde nur ich das so schräg? Geht das eine Loch nicht, mal schnell das andere benutzen…

Hab ihn dann gefragt, ob er denn einfach mal so Analverkehr gehabt hätte. Nein, hat er nicht. Das war so klar. Sonst würde er nicht mit so einem Vorschlag um die Ecke kommen.

Dass er überhaupt auf die Idee kommt, schiebe ich mal auf die Tatsache, dass Analverkehr in Pornos eine so übliche Praxis ist, wie Blasen oder normaler Geschlechtsverkehr. Ich mag Analverkehr, aber hatte lange keinen mehr. Denn die wenigsten Männer haben leider die nötige Geduld, die es dafür braucht. Pornos mögen den Trugschluss vermitteln, dass man das so einfach wie normalen Sex machen kann. Mal vorne, mal hinten, abwechselnd. Ich kann da nur für mich sprechen: Neeeeiiinn. So geht das nicht. Man wird da hinten nicht von selbst feucht. Und wenn man nicht wie eine Pornodarstellerin dauernd in den Arsch gefickt wird, dann ist der Hintern auch nicht vorgedehnt um mal schnell ruckizucki das beste Stück reinzuschieben. Analverkehr hat für mich noch mehr als normaler Sex was mit Vertrauen zu tun. Vertrauen entspannt nämlich meinen Kopf. Ohne Entspannung geht da gar nix. Darüber hinaus tragen meine Tage nicht gerade zur Entspannung bei, wenn ich mit jemandem bis dato noch nicht so sehr intim war.

Also nein, wir werden mit Sicherheit nicht Analverkehr haben bevor wir jemals normalen Sex hatten.

Swingerclub-Entjungferung

Vorne weg: Vielen lieben Dank für die gedrückten Daumen  und die unzähligen Glückwünsche, die mich erreicht haben. Das hat mich bewegt und bin total geflasht von eurer Anteilnahme, an dem was ich tue.

Eine Geschichte aus der Lernphase vor der Prüfung. In der Zeit hatte nicht die Muse sie niederzuschreiben.

 

Ich erinnere mich noch ziemlich genau an meine Gefühle vor meinem ersten Swingerclub- Clubbesuch mit JD. Ich konnte vor Aufregung die Nacht vorher wenig schlafen. Vor Allem beschäftigte mich die Frage nach den passenden Klamotten sehr. Weil ich eben so gar kein Gefühl und Vorstellung davon hatte, wie die Menschen in so einem Club aussehen.

Mittlerweile war ich doch einige Mal in einem Club gewesen und der Clubbesuch hat seinen Schrecken verloren. Manchmal bin ich zwar noch ein bisschen aufgeregt, wenn es in einen neuen Club geht. Aber eigentlich trifft der Satz „Kennst du einen, kennst du alle“ weitestgehend zu.

Ich erinnerte mich an meinen Besuch, weil ich mit dem Kommilitonen mal über einen Clubbesuch gesprochen hatte. Er war noch nie in einem gewesen. Ich hatte ihm angeboten, dass wir mal gemeinsam in einen gehen könnten. Das war neben der Tatsache, dass er jemanden dabeihat, der sich auskennt, auch noch billiger. In all dem Lernstress für die letzte Prüfung hatte ich das Bedürfnis mal wieder einen Club zu gehen. Gar nicht um Sex zu haben, sondern an einem Ort zu sein, wo Sex haben das normalste der Welt ist. An einem Ort zu sein, den meine Mutter vermutlich nicht gutheißen würde. Der für mich immer noch ein klein wenig Verwegenheit, was Verbotenes ausstrahlt.

Der Kommilitone und ich würden dort unter der schon lange mal besprochenen Prämisse hingehen, dass ich an Sex mit ihm nicht interessiert war. Ich würde ihm einfach einen Club zeigen, wir würden Essen und Trinken und uns umsehen was dort so passiert.

Die Anspannung vor der letzten Prüfung hatte körperliche Auswirkungen hervorgerufen. Ich hatte Rückenschmerzen und war zusätzlich unglaublich verspannt. Das Spezialgebiet meines Kommilitonen sind Massagen. Er hat sich ein umfangreiches Wissen im Bereich Tantra angeeignet und ich war immer mal wieder in den Genuss einer Massage gekommen. Es ist sein Faible, seine Leidenschaft. Ich konnte eine Massage dringend brauchen. Also schlug ich ihm den Deal vor, dass ich den Eintritt bezahlen würde, wenn ich im Gegenzug eine Massage bekäme. Er war einverstanden. Vermutlich würde er so schnell auch nicht mehr für quasi lau in einen Club kommen. Da es unter der Woche war, war der Preis okay.

Dann macht ich per WhatsApp eine Fernberatung zum Thema Club-Klamotte. Er fragte mich, ob er denn seinen Lunghi (sein Tuch), das er beim Tantra-Massieren sonst üblicherweise trug anziehen könnte. In dem Club, in den wir gehen wollten, hatte ich noch nie jemanden mit einer derartigen Bekleidung gesehen. Also riet ich ihm davon ab und sagte ihm, dass es beim ersten Besuch, wenn man eh mit ganz vielen anderen Eindrücken/Gedanken beschäftigt ist, Sinn macht, den Klassiker zu tragen: Schwarze enganliegende Shorts und ein schwarzes Shirt. Damit konnte er nichts falsch machen. Den Lunghi riet ich ihm, sollte er einpacken. Den kann er dann ja optional, wenn er sich denn wohlfühlen sollte, immer noch anziehen.

Wir trafen uns und betraten den Club gemeinsam. Es schon relativ spät abends unter der Woche. Also waren nicht sonderlich viele Besucher da. Vielleicht so knapp über 20. Aber das war mir gerade Recht. Einfach nur sexy anziehen, ein wenig Essen, ein bisschen gucken und eine Massage bekommen. Und einem Mann in das Clubleben einführen. Das könnte ich mir so Patenmäßig für Erstclubbesucher öfter vorstellen. Ohne Verpflichtung.

Umkleidebereich, gemeinsamer Spind, Handtücher, kein Handy mitreinnehmen. Das sind die ersten Schritte in die Swingerwelt. Ich wie immer schwarzes Kleid, Pumps und Strapse. Ich mag das. Muss mir aber dringend mal noch das ein oder andere Outfit leisten. Das steht dann mal auf meiner To-Do-Liste 2016. Barbereich: erst Mal hinsetzen, was trinken und ihn ankommen lassen. Er hatte leider seine Badeschlappen zu Hause vergessen und war Barfuß unterwegs. Kann passieren. Dann mit dem Drink am Tisch sitzen und sich umsehen, was sich dort im Club für Menschen rumtreiben. Es war auch an diesem Abend ziemlich bunt gemischt. Es waren so alle üblichen Clubbesucher da. Die Handtuchträger, zwei junge, ziemlich sexy Pärchen, das Singer-Pärchen jenseits der 60, der dicke Mann im Stringtanga, älterer Herr mit junger Begleitung.

Nach einer Akklimatisierungsphase holten wir uns was zum Essen am Buffet. Der Porno auf dem TV über der Bar lenkte ihn anfänglich beim Essen ab. Das ging mir bei meinem ersten Clubbesuch auch so, dass ich von den Pornos, die liefen in Beschlag genommen war. Also wir fertig gegessen hatten, gingen wir nach oben in den Spielbereich und ich zeigte ihm die verschiedenen Spielwiesen und Höhlen. Und was passiert, wenn die Soloherren, Stöckelschuhe hören. Es war Herrenüberschuss. Nicht krass, aber sobald wie in die Nähe der Spielwiesen kamen, hofften die natürlich, dass sie zum Zug kommen würden. Mittlerweile lässt mich das einfach schmunzeln. Ein Pärchen hatte sich in einen abgesperrten Bereich zurück und machte unter Beteiligung eines Soloherren Sex. Aber leider waren sie gerade fertig als wir gucken wollten. Da sonst gerade nichts passierte, zogen wir uns in den Raum mit der Massageliege zurück. Und ich bekam eine wundervolle, entspannende hingebungsvolle Rückenmassage. Nicht mehr und nicht weniger war mein Begehr. Ich war deutlich entspannter und gut eingeölt.

Dann gingen wir wieder nach unten, was trinken. Ich hätte natürlich Sex haben können. Als ich an die Bar ging stand ich zwischen zwei Soloherren. Die waren nicht schlecht gebaut und nutzten auch gleich die Gelegenheit mich anzuquatschen. Aber schon nach kurzem Smalltalk merkte ich, dass das nicht, dass mich das vom Niveau her nicht kickte. Sex ist trotz dem ich viel davon mit unterschiedlichen Partnern habe, nichts Wahlloses geworden. Ich wollte einfach nicht. Das hätte mir nichts gegeben. Es muss da was passieren im Kopf. Vielleicht ändert sich das in meinem Leben noch irgendwann mal. Aber momentan muss ich es nicht übers Knie brechen.

Nachdem eines von den attraktiven Pärchen nach oben ging, schickte ich den Kommilitonen zum Gucken nochmal nach oben. Ich war mit dem Abend schon zufrieden. Es ist zwar nicht viel passiert, aber ich finde um ihm mal einen Club zu zeigen, zum ersten Rantasten, war das schon in Ordnung

Spät Abends im Büro

Manchmal weiß ich gar nicht, was am Ende den Ausschlag gegeben hat, warum es zu diesem Date gekommen ist. Bauchgefühl, den richtigen Moment erwischt, den richtigen Vorschlag gemacht… Eine Mischung aus allem vielleicht. Dieses Mal war es ziemlich spontan. Mit einem Mann der mich über meinen Blog angeschrieben hat. Eigentlich weiß gar nichts über ihn. Kenne nur sein Profilbild auf Twitter. Wir hatten zuvor schon mal ein Treffen ausgemacht kurz vor dem Jahreswechsel zum Frühstücken. Das hatte er dann absagen müssen, weil ihm was dazwischengekommen war. Dieses Mal war es einfach eine Mail am Morgen gewesen, ob ich mich am Abend mit ihm auf einen Drink in einer Bar treffen will. Es fühlte sich stimmig an, also sagte ich für diesen Abend zu. Keinerlei Erwartungen außer einem Drink und einem Gespräch. Die Frau hinter dem Blog wolle er kennen lernen, was auch immer er damit meint.

Am Treffpunkt angekommen musste ich erstmal feststellen, dass die Bar in der wir uns verabredet hatte nicht mehr existierte. Ich lief ein wenig verwirrt umher, denn google hatte mich genau dort hingeschickt. Aber da war einfach nichts mehr, was nach der vereinbarten Bar aussah. Immerhin stand da ein Mann, der vom Alter her passte und ähnlich verwirrt aussah. Wir hatten zwar die Bar nicht gefunden, aber uns. Die Bar war von einem Italiener ersetzt worden. Er schlug vor, dass wir in diesen gehen. Das war auch okay,

Die Ausgangslage des Dates war wie immer schräg, da mein gegenüber offensichtlich mein Blog las, saß mir also jemand gegenüber, der wusste, wann ich das letzte Mal gevögelt hatte und ob ich es mir Spaß gemacht hatte, während ich immerhin seinen Namen kannte. Also dachte, frag ich ihn mal ein wenig aus. Er erzählte ein wenig, sprudelte aber auch nicht los. Ich hatte das Gefühl als säße er mir erst mal mit großen Augen gegenüber und wartet darauf, dass ich was erzählen würde. Also tat ich das. Ein bisschen was erfuhr ich aber trotzdem über ihn. Er ist Headhunter (schon lange keinen mehr kennengelernt) vermutlich Mitte/Ende 30 (Ich hab vergessen ihn zu fragen, wie alt er eigentlich ist), knapp größer als ich, schlank, sympathisch. Wie ich im Laufe des Dates lernen sollte, ein Mann der sich nicht in die Karten gucken lässt. Mir war eigentlich das ganze Essen über nicht klar, ob er nun enttäuscht ist von der Frau hinter dem Blog oder begeistert oder keine Meinung hat. Keine Ahnung, ob ihn das Gespräch bereichert hat oder er es halt irgendwie höflich rumbekommen wollte. Das war nicht wirklich abzulesen. Es war trotz alledem sehr angenehm gewesen mit ihm, ich konnte ihn nur einfach nicht einordnen.

Nach 1 ½ Stunden bezahlte er und wir gingen. Ich hatte ihm erzählt, dass ich am nächsten morgen früh aufstehen und zum Zug musste. Vielleicht wollte er meine Zeit nicht überstrapazieren. Er hatte mir erzählt, dass seine Firma gleich um die Ecke liegt und der sein Fahrrad und seinen Rucksack dort gelassen hatte. Mein Weg zur U-Bahn war in dieselbe Richtung. Also liefen wir zusammen. Ich sagte ihm dann, dass ich finde, dass er sich nicht in die Karten schauen lassen würde. Er ist sich dessen bewusst. Das hatte er im beruflichen Kontext auch schon als Feedback bekommen. Irgendwann auf dem Weg meinte ich dann lachend, dass ich ihm gerade einfach hinterherlaufe und dass er mir sagen müsse, wenn ich zur U-Bahn abbiegen muss, bevor ich aus Versehen mit ihm in seiner Firma landen würde.

Und just da standen wir auch schon vor dem Eingang zu seinem Büro. Er fragte mich, ob ich mit hochkommen wolle und sein Büro sehen wolle. Och ja, warum eigentlich nicht. Ich bin immer neugierig. Außerdem fand ich das schon wieder ausreichend schräg, dass mich am Abend nach dem Date noch jemand mit ins Büro nimmt. Ich witzelte noch, dass es ja dann schade sei, dass ich kein Sekretärinnen-Outfit tragen würde um dann seinen Schreibtisch von unten besichtigen zu können.

Nettes modernes Büro. Vor allem mit einer spannenden Aussicht von der Terrasse. Als er mir die Terrasse zeigte, rückte er mir ziemlich nahe. Ich dachte mir nicht viel dabei, außer, dass er vermutlich ein anderes Empfinden für Nähe hat.

Wir standen wieder mitten im Großraumbüro. Dann kam er mir wieder ziemlich nahe. Dieses Mal war dann auch mir klar, dass er bewusst meine körperliche Nähe suchte. Er stand vor mir und fragte mich, ob er mich küssen dürfe. Ich war überrascht. Erst sich nicht die Karten schauen lassen und dann beim ersten Date knutschen wollen. Ich grinste innerlich. Soso. Das Büro zeigen. Daher weht der Wind. Ich fragte meinen Bauch, was der von Knutschen hielt. Knutschen geht klar, war die Rückmeldung. Also nickte ich. Diese überraschende Abzweigung die dieser Abend genommen hat war aufregend. Es kribbelte. Er sagte, dass er gern die Beleuchtung im Büro ausschalten wolle. Denn so viel Show hätten die benachbarten Büros nichts verdient. Wir knutschten im Dunkeln im Großraumbüro seiner Firma. In der Hoffnung, dass keiner der Kollegen noch mal zurückkommt, weil er was vergessen hat.

Ich lehnte am Tisch. Er stand vor. Ich fasste ihn beim Knutschen an die Wange. Hatte Lust. Er fing an mir unters T-Shirt zu grabbeln. Fühlte nach meinen Brüsten. Packte sie aus und saugte an den Nippeln. Das war der Moment, wo ich mir nicht sicher war, dass er nur knutschen im Sinn hatte. Ich hätte vermutlich mit mehr auch keine Probleme gehabt und sah mich vor meinem geistigen Auge schon vögelnd auf dem nächsten Schreibtisch. Allerdings hatte ich superübel meine Tage. Ich sagte ihm, dass ganz wild meine Tage habe. Wir knutschen weiter. Ich konnte seinen steifen Schwanz in der Jeans spüren. Er versuchte meine Hose zu öffnen. Ich sagte: „Nein“ und er akzeptierte das. Ich war heiß geknutscht. Ich fragte, ob er denn Lust auf einen Blowjob habe. Mittlerweile stand er an den Tisch gelehnt und ich vor ihm. Er grinste. Machte aber leider keine Anstalten seine Hose zu öffnen. Früher war das mein Albtraum. Ich ließ das immer die Männer selbst machen. Mittlerweile bin ich da ziemlich souverän. In dem Wissen, dass ich immer noch einen Witz reißen könnte, wenn ich es nicht hinbekomme.

Ich öffnete also seinen Gürtel und die Knöpfe seiner Hose. Er half mir sie runter zu ziehen. Ich ging vor ihm die Knie. Bevor ich loslegen konnte stoppte er mich nochmal. „Aber nur unter einer Bedingung“. Hahaha, der erste Mann der es schafft, noch eine Bedingung zu stellen, während ich schon seinen Schwanz in meinen Händen habe. Sehr schräg: eine Bedingung dafür, dass ich blasen darf. Das war was ganz neues. Ich war sehr gespannt. „Nur wenn wir uns wiedersehen…“ Hahahaha. Ich darf nur blasen, wenn wir uns wiedersehen. Das ist mir ja auch noch nicht passiert. Aber das war ziemlich süß eigentlich. Ich grinste. „Okay“. Und dann nahm ich in den Mund. Nach dem ersten Anlecken bremste er mich nochmal und sagte, dass es ziemlich schnell gehen könnte. Ich musste wieder grinsen, denn ich hatte ja noch gar nicht richtig angefangen. Ich sagte, nur dass mir nicht auf mein Shirt abspritzen soll. „Ich geh am besten Tücher holen“, verzog er sich mit halbheruntergelassener Hose in die Küche. Dann kam wieder und ich durfte loslegen. Ich saugte und leckte ein-/zweimal, schon warnte er mich, dass er kommen würde. Ich spielte mit der Zunge noch mit seiner Eichel, bis er dann wirklich kam. Als er kam schaute ich mir seinen Orgasmus in seinem Gesicht an. „Huch, das war ja einfach“, kommentiere ich lachend. Er war zufrieden. Ich auch. Und ich stellte mir im Geiste vor, wie er am nächsten Tag in die Arbeit geht und in seinem Kopf nochmal die Bilder des Blowjobs ablaufen werden. Das fand ich einen sehr geilen Gedanken. Noch ein Kuss, dann zogen wir uns an und verließen seine Firma. Das Versprechen des Wiedersehens steht.

Er hat den Durst gestillt

Viele Männer sind nicht übrig geblieben am Ende dieses Jahres. Umso erfreulicher, dass ich relativ schnell Mr. Tiefenentspannt wiedersehen konnte. Das erste Mal, dass wir uns in das Zimmer im Stundenhotel einquartiert hatten, hatte nachhaltig Eindruck bei mir hinterlassen. Beim ersten Mal war es bei geleckten und geblasenen Orgasmen geblieben. Die waren grandios gewesen. Miteinander geschlafen haben wir bisher noch nicht.

Gleiches Stundenhotel, dieses Mal war ich ein wenig zu spät dran und er musste auf mich warten. Das bescherte ihm eine lustige Geschichte. Denn eine andere junge Frau war auf den Parkplatz gefahren, aus ihrem Auto ausgestiegen und ihm freudestrahlend um den Hals gefallen. „Schön dich zu sehen“. Mr. Tiefenentspannt war ein wenig irritiert, ob ich mich denn so verändert hatte oder er sich mein Aussehen so schlecht gemerkt hatte. Aber dann wurde ihm klar, dass die Frau ihn wohl verwechselt haben musste. Und er klärte sie auf, dass er gar nicht auf sie gewartet hatte. Ihr war das einigermaßen peinlich und sie verzog sich kleinlaut wieder in ihr Auto. Bis dann auch noch vor mir, der wohl richtige Mann für die junge Dame vor dem Stundenhotel eintraf. Allerdings habe der ihm auch gar nicht ähnlich gesehen, schloss Mr. Tiefenentspannt lachend seine Geschichte ab. Sachen gibt es. Vielleicht ein Blinddate? Vielleicht eine professionelle Escortlady. Man weiß es nicht. Leider haben wir sie nicht nochmal auf dem Gang im Stundenhotel getroffen, das hätte ich schon sehr lustig gefunden.

Ich freute mich sehr auf entspannte zwei Stunden mit dem richtigen Begleiter. Wir bekamen ein Zimmer in dem mit einem anderen Mann schon mal gewesen bin. Das ist dann manchmal ein wenig kurios, wenn ich der Dame am Empfang sage, dass ich das Zimmer schon kenne. Und Mr. Tiefenentspannt dann den Schauplatz einer meiner andere Geschichten betritt. Es war das Zimmer von dem Erlebnis bei dem ziemlich viel schiefgelaufen war. Ich musste schmunzeln, als ich das Zimmer betrat, in Erinnerung an das vergangene Erlebnis.

Wir legten uns auf das Bett und fingen wie immer an uns erst ausgiebig zu unterhalten. Zum Warmwerden. Dann zog er mich aus. Und es begann wie beim letzten Mal. Erst liebkoste und besaugte er ausführlich meine Brüste. Die er sehr mag, wie er mir mitteilte. Hach ja, mein Lieblingskompliment. Weil ich meine Brüste eben auch sehr mag. Dann tauchte er zwischen meine Beine ab und fing an mich zu lecken. Ich kann gar nicht beschreiben, wie gut er das macht. Er liest die Reaktionen meines Körpers. Da ich weiß, dass es ihm Spaß macht und dass er es kann, kann ich mich augenblicklich fallen lassen. Viel Vertrauen, das schon bei unserem zweiten Mal vorhanden ist. Er leckte mir erneut einen wundervollen Orgasmus. Ich rollte mich befriedigt ein, er deckte mich brav zu, denn mir wird immer ganz kurz nach dem Orgasmus kalt. Ich lag da genoss und fragte mich, womit ich so viel Hingabe und Lust bereiten von seiner Seite verdient hatte.

Das Ganze wiederholte sich nochmal. Mein schlechtes Gewissen wurde immer größer, weil er schon so viel gegeben hatte und ich bei diesem Mal noch nicht dazu gekommen war mich zu revanchieren. Dann ergriff ich die Initiative und fing an ihn zu blasen. Er wurde ziemlich schnell steif unter meiner Zuwendung. Dann fragte er mich, ob ich Lust hatte mit ihm zu schlafen. Verdammt, dachte ich, mal wieder keine Kondome eingepackt. Aber er hatte zum Glück daran gedacht. Und ja, ich sowas von Bock auf sein Prachtexemplar. Unser erstes Mal passierte ganz klassisch in der Missionarsstellung.

Wie lange hatte mich niemand mehr gefickt. Jede Pore meines Körpers wollte endlich mal wieder genommen werden. Ich war hungrig und durstig gleichzeitig und es war eine unglaubliche Erlösung ihn in mir zu spüren. Er füllte mich gut aus. Bereits nach ein paar Stößen suchte er mit seiner Hand nach meinem Kitzler. Er wusste, dass ich diesen zweiten Reiz brauchte. Genau richtig berührte er mich. Aber ich ließ ihn nicht lange und fasste mich dann selbst an. Ich wollte nicht, dass er sich wieder nur auf meine Befriedigung konzentriert. Ich hatte schon so viel bekommen. Ich wollte, dass er es sich nimmt. Keine Rücksicht auf mich. Aber er war wohl fest entschlossen mich nicht ohne Orgasmus davon kommen zu lassen. Er fickte mich, ich berührte mich. Schon wieder durchzuckte mich ein Orgasmus. Er machte langsamer danach. Ich hoffe, dass er sich nun endlich seine Befriedigung holen würde, um mein schlechtes Gewissen ein wenig zu lindern. Aber weit gefehlt, dann einer kurzen ruhigeren Phase suchte seine Hand erneut meinen Kitzler. Das kann doch ganz nicht sein, dachte ich noch halb vom letzten Orgasmus berauscht und flehte innerlich schon nach Erbarmen, weil ich nicht wusste, ob ich ein weiteres Mal kommen würde. Aber mein Körper sprang auf seine Berührungen erneut an. Ließ sich wieder auf den Gipfel zu treiben. Ich übernahm wieder selbst das Berühren meines Kitzlers. Und kam ziemlich heftig. Dann endlich gab er auch seiner Lust nach und kam. (Zum Glück J). Wir lagen nebeneinander und Entspannung übermannte unsere Körper. Wir dösten gemeinsam ein wenig.

Ich bin dankbar für unsere gemeinsamen Treffen und dass es ihm Spaß bereitet mir Lust zu bereiten. Wir haben uns auch dieses Mal nicht geküsst. Ich habe ihn nicht gefragt warum. Scheint für ihn ein Tabu zu sein. Also akzeptiere ich das. Das nächste Treffen ist schon geplant und ich freue mich schon ziemlich darauf. Ja, auch Vanilla-Sex kann so schööööön sein.

 

 

 

Ein sehr spätes Danke

Leider lässt der neue Laptop noch auf sich warten, deswegen schreibe ich immernoch so wenig. Aber jetzt steht mir gerade der Sinn danach.

Manchmal poppen im Leben ganz unerwartet alte Geschichten auf.

Vor langer Zeit gab es in meinem Leben mal den Alten Mann. Mit dem hatte ich einen Weile ein Affäre. Dann hat er sich verliebt und in eine Partnerschaft begeben. Dann habe ich mich eingemischt in die Beziehung weil ich es gut gemeint hatte und helfen wollte (vor allem seiner neuen Freundin), war am Ende die Böse und mir wurde die Freundschaft  gekündigt. Das Ende der Geschichte ist hier nochmal nachzulesen. Daran hatte ich damals schon zu knabbern. Jetzt mit ein paar Jahren Abstand ist der Alte Mann ganz weit nach hinten in mein Gedächtnis gerutscht. Nur manchmal wenn ich in der Stadt noch an einem Restaurant vorbei komme in dem wir gemeinsam essen waren muss ich noch an ihn denken. Aber ohne Gefühlsregung. Es ist okay so wie es ist.

Jetzt nach zwei Jahren finde ich plötzlich eine Mail in meinem Postfach von ihr. Von seiner damaligen Freundin. Ich habe sie Alte Frau genannt, in Anlehnung an Alten Mann. Sie bedankte sich bei mir, dass ich damals helfen wollte. Leider ist die Geschichte der beiden nicht gut ausgegangen, denn der Alte Mann war nicht ehrlich zu ihr gewesen. Er hat wohl noch eine Frau und Kinder von der auch ich nichts gewußt habe. Er hat viel verbrannte Erde hinterlassen. Am Ende muss ich nun wohl auch ihr ein wenig dankbar sein. Denn vermutlich ist mir durch sie und das aprupte Ende der Freundschaft  so einiges an Enttäuschungen erspart geblieben.

Manchmal erkennt man erst viel später wofür Dinge gut sind. Über das späte Danke habe ich mich sehr gefreut.

 

 

 

Wenn er jetzt nie wieder kommt?

Jetzt ist er plötzlich gekommen, der Moment, von dem ich wußte, dass es ihn irgendwann mal geben wird, aber über den ich mir bis dato nie Gedanken gemacht hatte. Das Ende der Projekte von Mr. Bondage in meiner Stadt. Wir hatten schon auch mal darüber gesprochen, was wohl passieren wird, dann im November, aber je näher der Moment kam, desto weniger war es Thema zwischen uns gewesen. Diese Woche begann wie immer, eigentlich. Er wollte Montag Abend spät anreisen. Ich wollte dann zu ihm ins Hotel kommen. Gegen halb zehn wollte er in meiner Stadt ankommen. Er hatte in letzter Zeit immer wieder Phasen, wo es ihn sichtbar quälte Sonntags oder Montags Abends seine Koffer zu packen und sich wieder in die Arbeitswoche zu stürzen. Das hat weniger mit dem Verlassen der Familie zu tun, denn er ist schon sein ganzes Berufsleben ein Reisender. Aber die Arbeit erfüllt ihn immer weniger. Die Sinnfrage, vielleicht auch Midlife-Crises bedingt wird immer größer.

So war es dann auch diese Woche Montag. Statt um 21:30 wie anvisiert, kam er dann erst gegen 24 Uhr an. Damit war der gemeinsame Abend ziemlich kurz geworden. Ich wollte ihn unbedingt sehen, deswegen war ich wachgeblieben und hatte auf ihn gewartet. Am nächsten Morgen hatte ich keinen Zeitdruck, deswegen war das nicht weiter schlimm.Ich versuchte allerdings den Umstand, dass er sich trotzdem es mich in seinem Leben gibt, irgendwie nicht mehr motivieren kann, nicht persönlich zu nehmen. Denn eigentlich finde ich, hat er es momentan ziemlich gut getroffen. Wenn ich mir so manchen von den einsamen Beratern so ansehe, die ich in seinen Hotels so treffe. Die manchmal völlig verzweifelt die Rezeptionistin angraben und hoffen, dass sie mit aufs Zimmer kommt. (Alles schon erlebt und bis heute nicht verstanden, wie man so dämlich sein kann, zu glauben, dass sie während ihrer Arbeitszeit mit ihm mitkommt.) Mr. Bondage muss die Woche nicht einsam verbringen, auf ihn wartet jemand in seiner Arbeitsstadt. Und trotzdem erleichtert dieser Umstand ihm in letzter Zeit das Arbeiten irgendwie nicht mehr.

Als er dann endlich da war, gaben wir uns Nähe,kuschelten waren zusammen. Es tat gut, denn wir hatten uns in der Woche vorher auch nur einen Abend sehen können.

Am Morgen bevor ich ging, unterhielten wir uns noch über den Rest der Woche. Es wurde klar, dass er am Dienstag Abend ein Geschäftsessen hatte und am Mittwoch Abend ein Date. Am Donnerstag würde er nach Hause fahren. Das traf mich ziemlich. Ich war sauer und verließ ihn merklich wütend.

Auf dem Weg in die Stadt tat ich etwas, dass ich sonst vermeide zu tun. Ich schrieb eine drastische Nachricht: „Ich bin eifersüchtig und gekränkt. Muss nachdenken, ob es mir gut tut.“ Das meinte ich auch genau so. Ich fühlte mich nicht wertgeschätzt. Dass er andere Dates hat okay. Aber er hatte mich vorher nicht mal gefragt, wie meine Woche aussieht, wann ich Abends Termine habe. Und die Tatsache dass er dann, obwohl er wußte, dass wir den Rest der Woche keinen gemeinsamen Abend mehr haben würden, es trotzdem nicht geschafft hatte, zur einer vernünftigen Zeit aufzuschlagen, machte die Sache nicht besser. Ich wollte darüber nachdenken, ob die Sache mit ihm mir in dieser Form noch gut tut. Er schrieb zurück, dass er redebereit wäre und ich mich einfach melden solle.

Ich musste erst noch arbeiten. Einen Workshop geben. Der lief sehr gut, das machte mich Stolz. Danach ging es mir schon deutlich besser und ich konnte ohne den Wutimpuls nochmal über die Sache nachdenken. Auch der Workshop hatte mir nochmal bewußt gemacht, dass Mr. Bondage maßgeblich daran beteiligt war, dass ich am Ende des Jahres jetzt dort stand und einen Workshop hielt. Dass ich die Uni doch nochmal beendet hatte. Er hat mich wertschätzend und motivierend begleitet. Hat mir immer was zugetraut. Mich spüren lassen, dass er mich als Mensch mit allem was ich kann schätzt. Das ist nach meiner letzten Beziehung, die mir genau die gegenteilige Erfahrung beschert unglaublich wertvoll für mich. Ich schrieb ihm ohne wütend zu sein, dass ich mich nicht wertgeschätzt fühle mit seinem Verhalten in dieser Woche. Er gestand seinen Fehler ein und gelobte Besserung. Ich fühlt sich ernst gemeint an. Er hatte auch meine erste Nachricht sehr ernst genommen. Wir sahen uns an diesem Abend spät nochmal und ich blieb die Nacht bei ihm. Am Morgen befriedigten wir uns gegenseitig und es fühlte sich gut an. Der Sex war nicht gänzlich verloschen zwischen uns.

Im Laufe der Woche kristallisierte sich dann heraus, dass er nicht mehr persönlich anwesend sein muss in meiner Stadt. Dass er die Projekte auch von zu Hause fertig stellen konnte. Nach der Aussprache trug ich ihm die Planung der Woche nicht mehr nach. Aber es dann danach aus, als würde er den vorerst letzten Abend in meiner Stadt mit einer anderen Frau verbringen. Oh mann. Ich ertappte mich kurz bei dem Gedanken, ob es nicht einfach das beste wäre für uns zwei, wenn es im Sande verläuft. Wir würden uns erst vermissen und uns dann irgendwann vergessen. Ich verwarf den Gedanken aber schnell wieder. Am Donnerstag Abend nahm er sich bevor er heimfuhr noch die Zeit mit mir Essen zu gehen. Und konnte mir berichten, dass ein Projekt überraschend verlängert wurde, so dass er bis zum Jahresende zumindest noch die ein oder andere Nacht in meiner Stadt verbringen wird. Ich freue mich auf die Zeit mit ihm. Die zwar weniger wird, aber wir werden uns noch sehen.

Feel like a Ehefrau

Okay der Titel ist zugegebenermaßen ein wenig provokant. (Und vermutlich werden die sexuell erfüllten Ehefrauen jetzt gleich auf mich einprügeln :-))
Aber es beschreibt meine aktuelle Lage ganz gut. Mr. Bondage hat mich gewifezoned (in Anlehnung an gefriendzoned). Das meint: Wir geben uns gegenseitig Liebe und Halt, aber er ist sexuell nicht mehr scharf auf mich.
Diesen Eintrag habe ich bewußt nicht in einem verzweifelten Moment geschrieben, in dem mich das völlig runterzieht, sondern in einem Moment, in dem ich ganz gut damit leben kann. Beide Gefühlslagen sind vorhanden, es überwiegt allerdings momemtan die Zufriedenheit.

Ja, ich lag schon völlig verheult neben ihm in seinem Hotelbett. An einem Abend, an dem mich mal wieder die Erkenntnis eingeholt hat, dass er sexuell nach etwas anderem sucht. In einer Phase in der er sich wild in andere Abenteuer/Dates gestürzt hat, weil er ein Getriebener ist, der Angst hat, dass ihm die Zeit seiner Potenz davon läuft und er den ultimativen Kick noch nicht gefunden hat. Dann sehe ich sein Beuteschema und rede mir ein, dass ich nicht hübsch oder schlank genug bin. Das ist hart, weil es mich zu dem so ziemlich einzigen Punkt in meinem momentanen Leben führt, mit dem ich nicht zufrieden bin. Ich habe die Fuck-10-Kummer-Kilo aus meiner vergangenen Beziehung noch nicht wieder abgenommen. Das beschäftigt mich an solchen Abenden in seinem Bett mal mehr, mal spielt es eine untergeordnete Rolle. Ich date vorwiegend Männer, denen das nicht so wichtig ist, ob es 10 Kilo mehr oder weniger sind. Es ist am Ende auch nicht das wichtigste. Aber für mich noch eine offene Baustelle, bei der ich einfach nicht im Reinen mit mir bin.

Ich muss schmunzeln, wenn ich an meinen Eintrag nach dem Streit wegen des Japan-Aufenthalts von Mr. Bondage denke. Ich wollte mich gefühlsmäßig zurückziehen…. Genau das Gegenteil ist passiert. Weniger Sex, mehr Gefühle. Das ist schräg. Aber ich fühle mich sehr angekommen, sehr wohl mit ihm. Vertrautheit, Nähe, Liebe, Lachen, Gespräche. Es ist eine intensive vertrauensvolle Beziehung entstanden. Ich fühle mich wie eine Art Unter-der-Woche-Partnerin. Das ist schön. Und es reicht mir momentan auch völlig aus. Natürlich ist da in mir manchmal die kleine Angst, dass diese Beziehung verhindern könnte, dass ich mich auf einen anderen Mann einlasse, für den ich die Hauptpartnerin sein könnte. Dass es einen potentiellen Partner abschreckt, weil er merkt, dass ich da gefühlsmäßig so weit drin stecke. Aber es geht mir mit Ausnahme der wenigen (vermutlich auch zyklusgesteuerten Momente) gut damit.

Ich bin zugegebenermaßen langsam ein wenig untervögelt, weil ich es in letzter Zeit oft vorgezogen habe, Kuschelabende mit Mr. Bondage zu verbringen, statt mich mit Männern zum Sex zu treffen. Mal ist das Verlangen nach Nähe größer und in anderen Phasen brauche ich mehr Sex.

Kitzliger Blowjob

Lebenszeichen 🙂

Ich hatte ja schon den ein oder anderen Blowjob. Auch immer mal wieder im Auto. Auch an einem Abend unter der Woche zur Feierabendzeit. Ein Mann den ich lange nicht getroffen hatte meldete sich mal wieder. Ich hatte Lust ihn zu sehen. Holte ihn in der Nähe seiner Arbeit ab. Wir fuhren auf einen Feldweg. Quatschen. Akklimatisieren. Blowjob. Eigentlich alles wie schon oft passiert. Und dann denkt man, dass man alles schon mal erlebt hat. Dachte ich.

Dann sagte er, dass ich aufpassen müsse, weil er am Penis kitzlig sei. Klar, lachte ich innerlich, was eine doofe Stelle um kitzlig zu sein. Hahaha, ich dachte er verarscht mich. Aber er meinte es erst. Wenn seinen Schwanz seitlich in den Mund nehme, dann kitzelt es ihn am Eichelrand. Für ihn sei es am Besten, frontal geblasen zu werden. Geht aber im Auto nicht. Aber ich mag ja Herausforderungen. Also einen Blowjob im Auto mit einem Mann der am Schwanz kitzelig ist. Ich versuchte also beim Blasen nicht so besonders viel an seinen Eichelrand zu kommen. Weniger Zungeneinsatz als sonst, mehr saugen, Unterdruck. Nicht zu sanft und nicht zu fest. Nicht kitzeln. Er wurde immer lauter und ich bekam den Dreh raus, wie ich ihn händeln musste. Deutlich hörbar ergoss er sich dann nach einer Weile und ging glücklich befriedigt nach Hause.

Dieser Blowjob hinterlässt mich mit einem Schmunzeln. Würde mich ja interessieren, ob es auch Frauen gibt, die am Kitzler kitzlig sind.. :-))

 

 

Es muss nicht immer penetriert werden

Jetzt war ich ziemlich viel unterwegs, was für ziemlich wenig Sex gesorgt hat. Aber bevor ich weggefahren bin, habe ich mich noch auf ein Treffen im Stundenhotel verabredet. Und noch ein weiteres Zimmer kennengelernt (Mal sehen, wie lange es dauert, bis ich alle durch hab :-)) Mit dem Mann, ich nenne ihn Mr. Superentspannt. (Es ist gar nicht so leicht den Männern immer neue passende Namen zu geben,). Der um den es heute geht ist jedenfalls superentspannt. Ruht in sich, wirkt zufrieden. Er ist Mitte 40, attraktiv, und gebildet. Wir waren vorher ganz entspannt zwei Mal Essen und haben uns gut unterhalten. Ich mag seine Art zu denken. Es hat ein paar Wochen gedauert, bis wir einen passenden Termin für unser Date im Stundenhotel gefunden hatten. Er war noch nie in einem gewesen. Also war ich plötzlich, obwohl viel jünger, in der Rolle der Erfahrenen und er ein Neuling. Lustig dieser Rollentausch. Ich ging also voran und zeigte ihm den Weg.

Wir hatten schönes, unspektakuläres Zimmer mit einem riesigen Bett. Wir legten uns aufs Bett und unterhielten uns erst einmal. Ganz entspannt. Zwei Stunden hatten wir das Zimmer. Dann knutschen wir. Aber nicht wirklich lange. Und wir waren relativ schnell nackt. Es war alles ziemlich entspannt. Im Vergleich zu manch anderem Mann vermittelte er mir das Gefühl, dass er einfach nur eine gute Zeit haben wollte. Dass er nicht ein bestimmtes Ziel hatte, dass er nun auch ganz dringend kommen müsste, so dass es ihn für sich rentiert. Er fing an mich zu liebkosen. Ich weiß nicht ob es ein Talent ist oder viel Übung jedenfalls berührte er meinen Körper genau richtig. Er berührte mich so, dass ich geistig nicht eine Sekunde in Hab-Acht-Stellung gehen musste. Achtsam, aber wissend wie eine Frau funktioniert. So schnell wie mit ihm konnte ich meinen Kopf selten entspannen, bei einem Mann, mit dem ich zum ersten Mal Sex habe. Das war der Wahnsinn. Das führte dazu, dass er mir sehr entspannt, aber mit einer relativ kurzen Aufwärmphase einen ziemlich beindruckenden Orgasmus gefingert hatte. Ich war befriedigt und beeindruckt, als ich mich danach in die Embryostellung einrollte. Er freute sich daran, dass er mir Lust bereiten konnte.

Ich revanchierte mich und kümmerte mich um ihn. Großer Schwanz, aber bewältigbar. Ich wollte ihm ähnliche Lust bereiten wie er mir bereitet hatte und versuchte beim Blowjob seinen Körper zu lesen, zu verstehen, was ihm gefällt. Es gelang mir. Denn auch er kam. Und dann fiel mir auf, dass es eigentlich ziemlich doof ist, dass das Stundehotelzimmer kein Waschbecken hatte. Mir war natürlich sein Sperma über die Hand gelaufen. ich wischte es mit einem Tuch ab, musste aber wohl oder übel raus auf den Flur um mir im Klo die Hände zu waschen. Das war schräg. So halb bekleidet über den Gang zu hopsen. Aber naja, die werden schon anderes gesehen haben, dachte ich mir dann.

Ich war gespannt, was noch passieren würde. Auf seinen ansehnlichen Schwanz hatte ich durchaus Lust. Nach einer Weile begann er mich zu lecken. Auch da wußte er genau was er tun musste. Er leckte mich gekonnt und mit Hingabe. Das was er tat vermittelte mir wiederum das Gefühl, dass er Spaß an der Sache hat. Für meinen Kopf, der sich manchmal schwer ausschalten lässt, ist das wie ein Geheimrezept. Ich konnte mich einfach hingeben, ohne nachzudenken. Einfach genießen. Und zack Hammerorgasmus Nummer Zwei. Auch dieses Mal revanchierte ich mich nach einer Pause mit einem Hand-/Blowjob.

Es gelang ihm auch noch ein drittes Mal meinem Körper einen Orgasmus zu entlocken, was wirklich sehr erstaunlich ist. Denn eigentlich wird es schwieriger, je öfter. Desto genauer muss er das treffen, was mein Körper will. Aber es ging so einfach. So gekonnt, wie er meinen Kitzler berührte in der richtigen Intensität, wie er meinen Körper lesen konnte. Es war großartig. Ohne das wir miteinander geschlafen hatten, ging ich sehr glücklich befriedigt an diesem Tag nach Hause. Das einzige was ungewöhnlich war, dass wir uns bis auf ganz zu Anfang nicht geküsst hatten. Trotz kuscheln und streicheln zwischendurch. Keine Ahnung warum, es ist mir jedenfalls aufgefallen. Nachdem er mit mir fremdgeht, kann es sein, dass er nicht küssen will. Ich werd ihn das mal noch fragen. Ein Wiedersehen wird es auf jeden Fall geben, denk ich.

Dates und Politik

Bloggen in guten, wie in schlechten Zeiten: Es hat nach der Buchmesse also genau vier Tage gedauert, bis die Absage von dem großen Verlag kam, bei dem ich mich am Stand vorgestellt hatte. „Wir sind nicht an dem Inhalt Ihres Blogs interessiert“. Ich müsste darüber nicht schreiben. Aber ich tue es,wie immer. Denn das Leben läuft natürlich nicht immer so, wie man es gern hätte.

Natürlich habe auch ich diese ureigene Angst mich zu blamieren. Mich in etwas zu verrennen, das fern jeder Realität ist. Mir am Ende völlige Selbstüberschätzung eingestehen zu müssen. Manche Kritiker werden sich jetzt bestätigt fühlen: Siehste, habe ich dir gleich gesagt, dass dein Zeug vom Niveau her nicht reicht. Dass es sprachlich zu lieblos, inhaltlich zu flach und nur einer unter 1000en Blogs ist.

Nach der ersten Absage aufzugeben kommt allerdings nicht in Frage. Es wäre nämlich ähnlich vermessen, zu glauben, dass er kürzeste Weg ans Ziel führt. Außerdem habe ich außer meinem Gesicht vor mir selbst nichts, aber auch rein gar nichts zu verlieren. Ich werde also sehen was passiert. Ich habe die Absage zur Kenntnis genommen. Wenn die Kritik irgendwann größer wird, als die Bestärkung, dann werde ich den Traum aufgeben. Das als Aspekt am Rande.

Dates und Politik

Vermutlich ist es eine goldene Dateregel, nicht über Politik zu sprechen beim ersten Date. Aber erstens halte ich mich ja nie an solche Regeln und zweitens spätestens wenn ich erzähle, was ich studiert habe, dann landet das Gespräch sowieso in diesem Themengebiet. Seit das bestimmende politische Thema in letzter Zeit die Flüchtlingsfrage ist, hat das für Dates noch einmal einen ganz andere Brisanz. Vermutlich weil das Thema so dominierend ist, dass es eigentlich niemanden gibt, der sich dabei nicht positioniert. Beziehungsweise hat die Meinung zu diesem Thema was mit einer Haltung zu tun. Mit einer grundsätzlichen Haltung. In früheren Dates ging es auch um Politik. Ich halte es auch gut aus, wenn jemand nicht den selben Standpunkt vertritt wie ich, oder einer anderen demokratischen Partei anhängt. Aber das Thema Flüchtlinge bringt so schnell wie keine anderes latenten Rassismus zum Vorschein.

Um sonst soweit zu einem Menschen vorzudringen, dass man am Ende wußte, welche Haltung derjenige einnimmt, hat es vorher mit ziemlicher Sicherheit mehr als ein Gespräch gedauert. Man hat sich vermutlich meist um einfachere Themen gedreht. Die politischen Fragen waren nicht so eklatant, dass man sich zwingend auf eine Seite stellen musste. Aber ich merke, dass die persönliche Haltung in der Flüchtlingsfrage für mich sehr große Relevanz besitzt. Uneinigkeit in der Flüchtlingsfrage als Datekiller sozusagen. Vor allem als Sexkiller. Ich kann niemanden vögeln, bei dem ich auch nur leichten Rassismus vermute. Keine Chance. Egal wie er aussieht.

Vermutlich könnte ich Dates in naher Zukunft einfach abkürzen mit: „Hi ich bin Remi, sag mal, wie stehst du eigentlich zur Flüchtlingsfrage?“

Vor Allem überrascht und erschreckt mich die Tatsache, wieviele gut ausgebildete Mittelschichts-Männer Meinungen vertreten, die ich schwer ertragen kann. Ängste darf man formulieren, darüber reden und diskutieren, gar keine Frage. Aber wenn der Bodensatz der Ängste Rassismus ist, dann endet die Toleranz für mich. Dann wird man sich wohl nicht wiedersehen.