Vorne weg: Vielen lieben Dank für die gedrückten Daumen und die unzähligen Glückwünsche, die mich erreicht haben. Das hat mich bewegt und bin total geflasht von eurer Anteilnahme, an dem was ich tue.
Eine Geschichte aus der Lernphase vor der Prüfung. In der Zeit hatte nicht die Muse sie niederzuschreiben.
Ich erinnere mich noch ziemlich genau an meine Gefühle vor meinem ersten Swingerclub- Clubbesuch mit JD. Ich konnte vor Aufregung die Nacht vorher wenig schlafen. Vor Allem beschäftigte mich die Frage nach den passenden Klamotten sehr. Weil ich eben so gar kein Gefühl und Vorstellung davon hatte, wie die Menschen in so einem Club aussehen.
Mittlerweile war ich doch einige Mal in einem Club gewesen und der Clubbesuch hat seinen Schrecken verloren. Manchmal bin ich zwar noch ein bisschen aufgeregt, wenn es in einen neuen Club geht. Aber eigentlich trifft der Satz „Kennst du einen, kennst du alle“ weitestgehend zu.
Ich erinnerte mich an meinen Besuch, weil ich mit dem Kommilitonen mal über einen Clubbesuch gesprochen hatte. Er war noch nie in einem gewesen. Ich hatte ihm angeboten, dass wir mal gemeinsam in einen gehen könnten. Das war neben der Tatsache, dass er jemanden dabeihat, der sich auskennt, auch noch billiger. In all dem Lernstress für die letzte Prüfung hatte ich das Bedürfnis mal wieder einen Club zu gehen. Gar nicht um Sex zu haben, sondern an einem Ort zu sein, wo Sex haben das normalste der Welt ist. An einem Ort zu sein, den meine Mutter vermutlich nicht gutheißen würde. Der für mich immer noch ein klein wenig Verwegenheit, was Verbotenes ausstrahlt.
Der Kommilitone und ich würden dort unter der schon lange mal besprochenen Prämisse hingehen, dass ich an Sex mit ihm nicht interessiert war. Ich würde ihm einfach einen Club zeigen, wir würden Essen und Trinken und uns umsehen was dort so passiert.
Die Anspannung vor der letzten Prüfung hatte körperliche Auswirkungen hervorgerufen. Ich hatte Rückenschmerzen und war zusätzlich unglaublich verspannt. Das Spezialgebiet meines Kommilitonen sind Massagen. Er hat sich ein umfangreiches Wissen im Bereich Tantra angeeignet und ich war immer mal wieder in den Genuss einer Massage gekommen. Es ist sein Faible, seine Leidenschaft. Ich konnte eine Massage dringend brauchen. Also schlug ich ihm den Deal vor, dass ich den Eintritt bezahlen würde, wenn ich im Gegenzug eine Massage bekäme. Er war einverstanden. Vermutlich würde er so schnell auch nicht mehr für quasi lau in einen Club kommen. Da es unter der Woche war, war der Preis okay.
Dann macht ich per WhatsApp eine Fernberatung zum Thema Club-Klamotte. Er fragte mich, ob er denn seinen Lunghi (sein Tuch), das er beim Tantra-Massieren sonst üblicherweise trug anziehen könnte. In dem Club, in den wir gehen wollten, hatte ich noch nie jemanden mit einer derartigen Bekleidung gesehen. Also riet ich ihm davon ab und sagte ihm, dass es beim ersten Besuch, wenn man eh mit ganz vielen anderen Eindrücken/Gedanken beschäftigt ist, Sinn macht, den Klassiker zu tragen: Schwarze enganliegende Shorts und ein schwarzes Shirt. Damit konnte er nichts falsch machen. Den Lunghi riet ich ihm, sollte er einpacken. Den kann er dann ja optional, wenn er sich denn wohlfühlen sollte, immer noch anziehen.
Wir trafen uns und betraten den Club gemeinsam. Es schon relativ spät abends unter der Woche. Also waren nicht sonderlich viele Besucher da. Vielleicht so knapp über 20. Aber das war mir gerade Recht. Einfach nur sexy anziehen, ein wenig Essen, ein bisschen gucken und eine Massage bekommen. Und einem Mann in das Clubleben einführen. Das könnte ich mir so Patenmäßig für Erstclubbesucher öfter vorstellen. Ohne Verpflichtung.
Umkleidebereich, gemeinsamer Spind, Handtücher, kein Handy mitreinnehmen. Das sind die ersten Schritte in die Swingerwelt. Ich wie immer schwarzes Kleid, Pumps und Strapse. Ich mag das. Muss mir aber dringend mal noch das ein oder andere Outfit leisten. Das steht dann mal auf meiner To-Do-Liste 2016. Barbereich: erst Mal hinsetzen, was trinken und ihn ankommen lassen. Er hatte leider seine Badeschlappen zu Hause vergessen und war Barfuß unterwegs. Kann passieren. Dann mit dem Drink am Tisch sitzen und sich umsehen, was sich dort im Club für Menschen rumtreiben. Es war auch an diesem Abend ziemlich bunt gemischt. Es waren so alle üblichen Clubbesucher da. Die Handtuchträger, zwei junge, ziemlich sexy Pärchen, das Singer-Pärchen jenseits der 60, der dicke Mann im Stringtanga, älterer Herr mit junger Begleitung.
Nach einer Akklimatisierungsphase holten wir uns was zum Essen am Buffet. Der Porno auf dem TV über der Bar lenkte ihn anfänglich beim Essen ab. Das ging mir bei meinem ersten Clubbesuch auch so, dass ich von den Pornos, die liefen in Beschlag genommen war. Also wir fertig gegessen hatten, gingen wir nach oben in den Spielbereich und ich zeigte ihm die verschiedenen Spielwiesen und Höhlen. Und was passiert, wenn die Soloherren, Stöckelschuhe hören. Es war Herrenüberschuss. Nicht krass, aber sobald wie in die Nähe der Spielwiesen kamen, hofften die natürlich, dass sie zum Zug kommen würden. Mittlerweile lässt mich das einfach schmunzeln. Ein Pärchen hatte sich in einen abgesperrten Bereich zurück und machte unter Beteiligung eines Soloherren Sex. Aber leider waren sie gerade fertig als wir gucken wollten. Da sonst gerade nichts passierte, zogen wir uns in den Raum mit der Massageliege zurück. Und ich bekam eine wundervolle, entspannende hingebungsvolle Rückenmassage. Nicht mehr und nicht weniger war mein Begehr. Ich war deutlich entspannter und gut eingeölt.
Dann gingen wir wieder nach unten, was trinken. Ich hätte natürlich Sex haben können. Als ich an die Bar ging stand ich zwischen zwei Soloherren. Die waren nicht schlecht gebaut und nutzten auch gleich die Gelegenheit mich anzuquatschen. Aber schon nach kurzem Smalltalk merkte ich, dass das nicht, dass mich das vom Niveau her nicht kickte. Sex ist trotz dem ich viel davon mit unterschiedlichen Partnern habe, nichts Wahlloses geworden. Ich wollte einfach nicht. Das hätte mir nichts gegeben. Es muss da was passieren im Kopf. Vielleicht ändert sich das in meinem Leben noch irgendwann mal. Aber momentan muss ich es nicht übers Knie brechen.
Nachdem eines von den attraktiven Pärchen nach oben ging, schickte ich den Kommilitonen zum Gucken nochmal nach oben. Ich war mit dem Abend schon zufrieden. Es ist zwar nicht viel passiert, aber ich finde um ihm mal einen Club zu zeigen, zum ersten Rantasten, war das schon in Ordnung
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