Telefonsex am Bahnsteig

Die letzte Anekdote, die ich von meinem Ausflug in den Norden Deutschlands berichten kann, spielte sich am Bahnsteig ab. Männlicher Hauptdarsteller: der Immobilienmakler und Bachelor-Look-Alike über den ich ganz zu Beginn geschrieben habe.
Wir haben uns lange nicht gesehen, doch hielten Kontakt. Er schrieb so ein zwei Mal die Woche versaute Nachrichten über den Messenger, war aber ziemlich im Stress in letzter Zeit und ich hatte ja auch so ein wenig anderes zu tun …

Jedenfalls stehe ich nach meinem Abenteuer mit Tom am Bahnsteig und muss noch etwa 15 Minuten auf den Zug warten, da ploppt an meinem Handy eine Nachricht vom Bachelor auf. ..“Wann ficken wir wieder?“. Ich musste Lachen. Wie immer kein überflüssiges Wort verlieren. Kein „Hallo, wie gehts dir“. oder so. Er fällt immer gleich mit der Tür ins Haus.. Meine Antwort: „Sobald, wie möglich“ Er: „Wo bist du? Wichse grade meinen Schwanz stöhn..“ Ich: „Unterwegs. Denkst du dabei an nen Blowjob von mir?“ Er: „Ja, hmm. Schade hätte gern mit dir getelet jetzt. Willst zuhören?“ Ich: „In drei Minuten“ (Ich habe zwischenzeitlich am Schalter was nachgefragt) Er: „Wo bist gerade?“ Ich: „Bahnhof“. Er: „Und in 3 Minuten, wo bist da?“ Ich“ Immernoch am Bahnhof, aber nicht mehr am Schalter.“

Drei Minuten später stand ich dann wieder am Bahnsteig und mein Telefon klingelte. Ich hatte ein Headset auf. Mit seiner wirklich sexy Stimme begrüßte er mich (Ja, diesmal fiel er nicht mit der Tür ins Haus) und wir unterhielten uns kurz. Und dann legte er Hand an sich an und erzählte mir von seinen Phantasien, die er dabei hatte. Ich musste mir auf die Hand beißen, dass ich nicht lautstark zum Lachen anfange. Die Situation war einfach so kurios. Ich am vollen Bahnsteig mit nem Typen am Ohr, der mir was vorstöhnt.

„Mein Schwanz ist ganz hart.. ich nehme dich von hinten und ficke dich hart… Ich ficke dich in den Po und du stöhnst auf.. Ich ziehe meinen Schwanz raus und spritze auf deinem Arsch ab… uhhhhh ahhh.. oh jaaaa, uh ohjaa, jaaaaa“ und dann kam viel und lautes Stöhnen und ich konnte förmlich sehen, wie er gekommen ist..Ich musste mich so zusammenreißen, dass ich nicht losbrülle vor Lachen Die anderen Fahrgäste haben sich bestimmt gedacht, dass ich spinne..

Aber von dem was er dabei so an Geräuschen von sich gab war ich wirklich beeindruckt.. Zumal Männer in der Regel eher leise kommnen und ich mich auch nicht daran erinnere, dass er so laut gekommen wäre. Aber großartig.. Hatte sowas Pornomäßiges. Als er fertig war, verabschiedeten wir uns noch kurz und weg war er.. Vermutlich die Sauereri beseitigen, die er gerade hinterlassen hat..

Mit meinen etwas erröteten Wangen stieg ich dann in den Zug nach Hause

Bettsport

Die Bezeichnung Sport hatte das, was wir in der halben Stunde am Morgen machten, zumindest aus seiner Sicht verdient. Außer meiner Sicht nicht ganz, denn auf dem Rückliegen geht wohl nicht als Sport durch. Vielleicht noch als Dehnübung für meine Beine. Doch so unromantisch, wie sich das jetzt anhört war es aber gar nicht.
Am Morgen bin ich jedenfalls voller Vorfreude aus dem Hotelbett gehüpft und habe mich unter die Dusche gestellt. Eigentlich wollte ich mich nochmal brav rasieren, aber leider war der Einwegrasierer nicht mehr so ganz taufrisch… Dann piekse ich halt ein wenig. Zum Glück habe ich eher unproblematische Haare am Körper..
Er wollte mich im Zimmer besuchen, Zeitfenster eine halbe Stunde. Duschen, Zähneputzen, ein bißchen geschminkt und dann die Frage was anziehen.

Meine Vermutung Männer träumen eigentlich eh davon, dass man ihnen nackt die Türe öffnet. So ganz nackt ist aber irgendwie auch doof. Deswegen „bekleidete“ ich mich mit dem weißen Duschhandtuch. Und weiß der Geier warum, hatte ich das Bedürfnis mir noch ein Höschen anzuziehen. Keine Ahnung, ob er sich darüber gewundert hat.
Ich packte schon mal komplett meine Sachen, bis auf die Klamotten, die ich an dem Tag anziehen wollte. Und wartete..Berufsverkehr.. Aber dann klopfte es schließlich an meiner Tür.. Da stand er, in seiner Arbeitsklamotte und sah großartig aus. Ich ließ in rein und schon knutschten wir wieder. Weil ich meine Hände um seinen Hals schlang (ich musste mich ganz schön groß machen und er sich runterbeugen) gab das Handtuch relativ schnell seinen Widerstand auf und schon stand ich nur noch im Höschen da. Und es dauerte keine Minute, da hatte er mir das auch ausgezogen.

Seine Hand suchte den Weg hin in meine feuchte Muschi und ich regierte schnell auf seine Berührungen. Da standen wir also knutschend, er komplett angezogen mit Schuhen und ich komplett nackt, sogar ohne Socken.

Und da er so viel anhatte, sagte ich ihm, dass er zuviel anhat. Was ihn zu meiner Lieblingsszene des Morgens veranlasste, denn er grinste verschmitzt, zog sich die Schuhe aus und meinte: „Jetzt besser?“. Ich mag es gerne wenn Humor, Lachen und ein wenig Blödsinn beim Sex nicht ausgeschlossen sind.
Er entledigte sich ruckzuck auch dem Rest seiner Klamotten und schob mich Richtung Bett. Ich legte mich auf den Rücken, er setzte sich auf mich und liebkoste mich und meine Brüste und knutschte mit mir.
Er schnappte sich schnell das Kondom, dass ich extra aufs Nachttischchen gelegt hatte, zog es sich an und drang in mich ein. Es fühlt sich wunderbar an, wenn er in mir drin ist. Und sportliche Männer sind immer gut. Auch diesmal war das, was er tat, wunderbar. Er variierte die Heftigkeit, den Winkel, die Stellung meiner Beine und ich genoss es. Aber ich wußte schon wieder, dass ich nicht kommen würde… Der Kopf war schon wieder an… Ich dachte, er hat ja keine Zeit, also muss ich mich beeilen.. Und dann ist es eh zum Scheitern verurteilt. Als er mit der Hand noch nachholf und meinen Kitzler massierte, hätte er es, wenn wir Zeit gehabt hätten auch locker geschafft, aber so wurde das nix.. Trotzdem war es sehr schön.

Ich musste mich selbst davon abhalten, ihm einen Orgasmus vozuspielen, weil ich ehrlich zu ihm sein will. Aber das ist auch so ein Automatismus. Ich glaube 90 Prozent aller meiner Orgasmen waren nicht echt. Es ist ja eigentlich auch nur gut gemeint, weil es ja meistens auch gut ist und nur an meinem Kopf scheitert. Aber davon habe ich am Ende nichs, deswegen mache ich das jetzt nicht mehr.

Jedenfalls kam er gehörig ins Schwitzen und erfüllte sich am Ende noch den Wunsch, auf mir abzuspritzen. Gerne erfüllt. Wir zogen uns wieder an und er brachte mich noch zum Bahnhof. Noch ein kleiner Kuss im Aufzug und einer im Auto und weg war er.. Leider.. Auf dem Weg zum Auto hätte ich am liebsten Händchen gehalten.. So wohl hab ich mich mit ihm gefühlt.. Aber ich weiß mich zu benehmen…

Wir werden uns definitv wiedersehen und auch auf dem Heimweg hat sich abgezeichnet, dass wir uns weiterhin viel Schreiben werden.

Juhu

Zweieinhalb Orgasmen, aber wo sind die Schmetterlinge hin?

Da sitz ich nun, mittlerweile wieder allein in meinem Hotelzimmer im Norden von Deutschland. Befriedigt und verwirrt..

Befriedigt, weil wir wie erwartet guten Sex hatten, verwirrt, weil die Schmetterlinge nicht so krass waren, wie angenommen. Zweiteres schieb ich aber einfach darauf, dass ein Norddeutscher und ne Bayerin ein wenig Anlauf brauchen, bis sie miteinander warm werden..
Jedenfalls gibt es nichts, das nicht gepasst hat.. die Schmetterlinge hätten also Achterbahn fahren sollen.
Doch bei Männern, die zu gut aussehen, da setzt bei mir das Hirn immer ein.. Und Tom sah in live wirklich scharf aus… Ich war überrascht, wie groß er ist.. Aber er ist wirklich attraktiv und sieht noch besser aus, als auf den Fotos, die ich von ihm habe..Unser erstes Treffen lief ein wenig anders als wir es uns ausgemalt hatten, der Deutschen Bahn sei dank, musste er mich an einem anderen Bahnhof einsammeln und der war deutlich zu nah an seinem Zuhause. Deswegen gab es nur eine kurze Urmarmung, dann ab ins Auto und Richtung Hotel. Wir verstanden uns gut. Und wenn ich nervös oder verlegen bin, dann fange ich eh zu quatschen an. Ja, ich war nervös, weil ich so gar nicht abschätzen konnte, wie er mich findet… das macht mich irre.. ich hatte gar kein Gefühl dafür.. Am Hotel angekommen endlich der langersehnte Moment. Noch im Auto nahm er meinen Kopf in seine Hände und küsste mich. Ein wunderbarer zärtlicher schöner Kuss… Hey Schmetterlinge, was ist los? Vorher waren sie bei jeder Nachricht Achterbahn gefahren und wo waren sie jetzt.. ? Das war doch der Moment, auf den ich Wochen gewartet habe. Aber das Hirn macht mir einen Strich durch die Rechnung. Ich weiß gar nicht, wie ich zweifeln kann.. Die Schnitte küsst mich unfassbar geil und ich bin mir nicht sicher, ob er auf mich steht… ahhh, wenn ich den Kopf doch abschrauben könnte.. Jetzt wo ich drüber schreibe, spüre ich sie, die Schmetterlinge..Verrückte Welt.

Schnell eingecheckt und ab ins Zimmer.. Und losgeknutscht.. Sein Versprechen, ein guter Küsser zu sein, hat er definitv gehalten… Küssen, anfassen, riechen, sprechen, ausziehen, seine Haut spüren.. meine Wünsche gingen in Erfüllung. Während wir knutschten zog er mich langsam aus und ich ihn. Man, was hat der Mann für nen geilen Hintern ..und die Waden…unfassbar.. Fußball is definitv ne gute Sportart.. ohja.
Wir hatten uns vorher oft ausgemalt, wie es wohl werden würde… Das einzige, dass wir in der Tat so umsetzten war, dass er den versprochenen Blowjob gleich zu Anfang bekam. Dass ich seinen Penis mögen würde, war mir schon nach den vielen Bildern klar. Und ich nenne ihn jetzt einfach mal schön.. Nachdem er mir erzählt hatte, dass sein letzter richtiger Blowjob Jahre her ist, freute ich mich wirklich sehr darauf, ihm dieses Vergnügen zu bereiten. Und es war gar nicht schwer. Es gefiel ihm wohl, was ich tat, denn er kam schon relativ bald. Dann versuchte er sich zu revanchieren und macht seine Sache mit Zunge und Händen wirklich gut, aber der Kopf ging mal wieder nicht aus… Ahhhhh, warum eigentlich.. und was ich mir immer denke.. verflixt.. hoffentlich nervt ihn nicht, dass es solange dauert … wenn ich mich fallen lasse und gar keine Gefühlsregung mehr zeige, dann meint er bestimmt, dass was falsch ist… bin ich gescheit rasiert.. schmecke ich auch nicht doof… will er mich nur heiß machen, oder will er dass ich komme…Bei sovielen Gedanken, da kann kein Mensch kommen..

Vermutlich steh ich deswegen auf die Nummer mit dem Augenverbinden so.. Da geb ich irgendwie die Verantwortung ab..
Jedenfalls sagte ich, dass es toll ist was er tut, dass ich aber den Kopf nicht ausbekomme.. Wir knutschten dann einfach wieder und es endete in unserem ersten Sex.. und in meinem ersten halben Orgasmus..
Zwischendurch redeten wir über Gott und die Welt, wie alte Kumpels.. und es fühlte sich schön an… Ihn anzusehen, zu streicheln, seine weiche Haut zu spüren, sein Lachen zu sehen.. aber die Schmetterlinge hatten sich versteckt.

Runde Zwei sollte wilder werden.

Er lies mich auf den Bauch legen und steckte mir von hinten einen Finger in die Muschi.. Überrachenderweise war ich sehr feucht, dass passiert mir zu Hause eher nicht so… jedenfalls turnte mich das ziemlich an und er nahm mich dann in der Hündchenstellung.. Und das war richtig geil..Er nahm mich härter, aber nicht zu hart, zog mich an den Haaren und mit ein wenig nachhelfen kam ich dann auch zum ersten richtigen Orgasmus..

Und am besten ist, dass meine Schnitte auch noch ein sehr geduldiger Liebhaber ist, denn er unternahm einen weiteren Versuch es mir mit Händen und Zunge zu besorgen..Und yeah.. ich brauchte zwar gefühlt eine Ewigkeit, aber Mann weiß was er tut (und das ist nicht so selbstverständlich, denn so manch einer macht sehr komische Sachen da unten) und ich hatte einen wirklich sehr geilen Orgasmus .. jihaa..Als Revanche gab es dann den zweiten Blowjob des Tages..

Dann waren die vier Stunden, die wir aufgrund seines Alibis hatten auch schon vorbei..Das geplante gemeinsame Duschen, scheiterte an der Größe der Hotelzimmerdusche..
Er nahm mich mit dem Auto noch mit in die Stadt, damit ich Essen gehen konnte, verabschiedete sich mit einem wunderbaren Kuss und wird am frühen Morgen zum Aufwachen nochmal zu mir ins Hotel kommen.. Und juhu, er schrieb mir noch eine Nachricht, dass es ihm gefallen hat und bestätigte mir, dass ich ihm auch gefalle… Jetzt schnell schlafen, dann sehe ich ihn schnell wieder..
Und vielleicht trauen sich die Schmetterlinge dann auch raus..

Vorfreude und Kribbeln und eine Webcam

Nachdem ich ja immer zwischen aktuellen Ereignissen und schon zurückliegenden springe, gibt es jetzt mal wieder was aktuelles.
Die Beteiligten: ne Webcam, die Deutsche Bahn, Unternehmensberater Tom und ich.

Nach den wirklich intensiven Chats mit Fast-Schon-Liebeserklärungen, ist die Kommunikation nicht weniger intensiv weiter gelaufen. Wir schrieben uns in jeder freien Minute. Und der Wunsch, dass wir uns endlich sehen, wurde immer größer.

Wir schafften es sogar einen Videochat zu haben. Auch eine Premiere, ich hatte die Webcam an meinem Laptop noch nie benutzt. Dafür weiß ich jetzt, was man damit alles anstellen kann. Ich fand es schon überragend spannend ihn endlich in Bewegtbild zu sehen und das erste Mal seine Stimme zu hören. Beides übererfüllte meine Erwartungen. Er steh einfach ziemlich auf ihn. Die Kombination aus nett, geil, tough, aufmerksam, sexy und Anzug bringt mich echt um den Verstand. Am Anfang unterhielten wir uns normal und ich freute mich sein Lächeln und seine verschmitzten Augen zu sehen. Dann sagte er mir, dass ich mich ausziehen sollte. Huii, ich war erst ziemlich schüchtern und nachdem ich in der Küche saß kam ich mir blöd vor, obwohl ich natürlich allein zu Hause war. Im Schlafzimmer war das Licht für die Webcam zu schwach. Also wurde es das Wohnzimmer. Er hatte wenig Hemmungen. Schließlich, so sagte er, habe ich ja eh schon so viele Fotos von seinem Schwanz bekommen, dass das jetzt auch keinen Unterschied machte. Zack, schon stand er da vor der Kamera in Großaufnahme und spielte an seinem Schwanz herum und war dabei es sich selbst zu besorgen. Holla, ich war mir nicht sicher, ob mich das ab- oder anturnen sollte. Aber irgendwie war es schon auch geil. Er wollte mir dabei zu sehen, wie ich es mir selbst mache..  UUAAA.. Mich nackt halbästhetisch vor die Cam legen und es mir selbst machen.. das ist echt eine Herausforderung. Ich wollte schließlich nicht, dass es voll doof aussieht und hatte so ein paar Vorbehalte (Figur, was sollte es auch anders sein). Es kostete mich schon einiges an Überwindung. Sein Wunsch: ich sollte auch noch den Vibi benutzen. Okay.. also Kopf ausgeschaltet und vergessen, dass der Computer neben mir steht und das gemacht, was ich sonst auch mit mir selbst mache. Und dann hatten wir den ersten gemeinsamen Orgasmus 🙂

Nach drei Wochen chatten war mir klar, dass ich Nägel mit Köpfen machen musste, um ihn endlich zu sehen. Zumal ich versprochen hatte, dass ich falls ich für ein Projekt, dass ich gemacht habe, einen Preis gewinne, würde ich damit zu ihm fahren. Und siehe da es wurde der zweite Platz. Ab da war klar, es muss ein Termin her. Ein ganzes Wochenende sollte allerdings erst wieder im Dezember gehen. Nach drei Wochen Dauerchat war es aber keine Option nochmal sechs Wochen zu warten.
Eigentich habe ich zur Zeit einen Terminkalender, der ein Treffen überhaupt nicht zulässt. Aber egal. Wir vereinbarten, dass ich von Montag auf Dienstag zu ihm rauffahren werde. Also habe ich eine ziemlich gute Geschichte für meinen Freund erfunden und ging Fahrkarten kaufen.

So jetzt sitze ich also im Zug. Werde 6 Stunden hinfahren, ihn vermutlich 5 Stunden sehen, eine Nacht da beiben und nach einem zweiten Treffen am Morgen wieder 6 Stunden heimfahren. Es ist zeitaufwendig, eigentlich zu teuer, aber ich bin mir sicher ich werde es nicht bereuen.

Ich habe noch etwa drei Stunden Fahrzeit vor mir und bin schon total hibbelig. Ich kann mich gar nicht auf mein Buch konzentrieren. Ich bin so unglaublich gespannt auf den Moment, an dem wir uns das erste Mal sehen.. Keine Ahnung, wie das ablaufen wird.. Werden wir uns küssen, wird es kribbelig oder eher steif..
Ich weiß noch gar nicht, ob er mich abholen kommen wird. Aber ich bin bin so heiß.. Das Kopfkino läuft auf Hochtouren.. Und ich freue mich darauf, all die vesauten Sachen über die wir wochenlang geschrieben haben in die Tat umzusetzen..
Mal sehen was die kommenden Stunden bringen.

Wo ist meine Moral und bin ich echt?

Eigentlich war abzusehen, dass in einem Blog der einen solchen Titel trägt, sich irgendwann die Frage nach der Moral der Schreiberin stellt. Vermutlich auch bei der Menge an Geschichten, die Frage, ob es Fake ist.
Ich merke, dass besonders Frauen sehr kritisch damit umgehen.. Männer amüsieren sich eher über die Geschichten, aber eigentlich ist das auch eine unzulässige Verallgemeinerung.
Ja, das was dort steht, ist so passiert.. und ja ich hab es in den 3 1/2 Monaten ordentlich krachen lassen. Ich weiß nicht, ob es meiner Neugierde geschuldet ist, dass die Geschichten doch oft kurios sind, oder ob es Zufall ist. Megaaußergewöhnlich finde ich sie einzeln betrachtet nicht, sondern ich betrachte mich und die Geschichten eher mit ein wenig Selbstironie..

Zur Moral: Ich habe in meiner Beziehung Dinge fast bis zu Selbstaufgabe runter geschluckt, vieles hingenommen und abgefedert. Er hat neben seinen guten Seiten auch eine cholerische, aufbrausende und rechthaberische Seite. Ich habe lange gedacht, dass ich damit umgehen kann, dass ich stark genug bin und dass man in einer Beziehung auch mal was aushalten muss. Bis mein Körper die Notbremse gezogen hat und bei mir eigentlich gar nichts mehr ging. Es hat dann nochmal bestimmt ein Jahr gedauert, bis ich herausgefunden habe, in was das gemündet hat und wie ich das behandeln kann. Ich habe es, obwohl ich vorher eine selbstbewußte und starke Frau war, nicht geschafft mich zu trennen. Bis dahin war ich immer der Überzeugung, dass man alles selbst in der Hand hat und es einfach ändern muss, wenn es nicht passt. Aber das ging nicht mehr. Ich war Antriebslos, müde, hab zugenommen, fast depressiv und habe in dem Jahr eigentlich auch nichts zustande gebracht. Ich habe vergessen, was ich kann, dass ich was kann, was mich als Mensch ausmacht. Ich mochte mich nicht mehr und auch keinen Sex mehr. Wir hatten vorher aber immer guten Sex in unserer Beziehung, daran ist es nie gescheitert. Aber irgendwann hat ich eine körperliche Abwehrreaktion gegen seine Berührungen.

An einem Punkt, eine Zahl auf der Waage, war mir klar, dass jetzt was passieren musste und ich recherchierte solange im Internet bis ich herausgefunden habe, was bei mir falsch läuft. Ich ging zu einem Spezialisten, der bestätigte meine These und seitdem behandel ich das. Es bleibt die Überzeugung, dass die körperlichen Konsequenzen einen seelischen Ursprung haben. Zum Glück ist es behandelbar und nicht weiter schlimm, wenn man weiß was es ist.
Mein Freund weiß, dass ich Schluss machen will, ignoriert das und hat momentan auch noch mehr davon, dass ich das nicht tue. Es gibt Gründe, die mich noch von einer Trennung abhalten. Das Fremdgehen ist ein Puzzleteil auf dem Weg wieder mich selbst zu finden. Meine Attraktivität, mein Strahlen, meine Interesse an Menschen wieder zu entdecken. Um dann auch soweit zu sein endgültig zu gehen. Wann das sein wird, da spielen mehrere Faktoren rein.

Ob mein Freund fremdgeht, weiß ich nicht. Und versuche auch nicht es herauszufinden. Da ich viel Freiraum habe, hat er den selbstverständlich auch und damit auch Gelegenheiten. Aber ich war nie besonders eifersüchtig. Es würde mich auch nicht stören, ich könnte es vielmehr sogar verstehen, wenn er das täte.

Ich will das nicht als Weg propagieren, den man gehen soll. Es passt gerade für mich, das so zu machen. Jeder hat da seine eigene Einstellung. Auch meine beiden Freundinnen, die mir manchmal ein Alibi geben, würden das mit Sicherheit auch nicht so machen wie ich.
Jeder so, wie es für ihn passt. Ich finde es großartig, wenn man den Richtigen gefunden hat und sich treu ist. Vielleicht passiert mir das auch, vielleicht aber auch nicht. Das wird sich zeigen. Bis dahin höre ich auf meinen Bauch und dem gefällt es gerade so

Wie kommentiert Frau Penisbilder/ Schwanzbilder am Besten?

Ich habe mittlerweile so viele Bilder von Männerpenissen auf meinem Handy, dass ich eine Galerie damit bestücken könnte. Erigierte, nicht erigierte, welche die gerade gekommen sind, welche an denen rumgespielt wird und einer der gerade in der Sauna ist …
Ich sollte mir mein Handy keinesfalls klauen lassen und auch mein Freund sollte es nicht in die Hand bekommen.
Ich hätte sie auch löschen können, aber irgendwie übt es eine Faszination auf mich aus, die Bilder zu haben. Aber ich kann nicht erklären, warum das so ist.

Wenn man so chattet und flirtet, dann kommt irgendwann immer der Punkt an dem man mit Bildern die Phantasie des anderen anregt. Ich habe mir zu diesem Zweck nach und nach, aus den jeweiligen Situationen heraus, ein paar Bilder meines Körpers auf meinem Handy zugelegt. Immer ästhetisch (hoffe ich) und immer nur Teil des Ganzen. Nie alles auf einmal zeigen.. Naja mit den 10 Kilo, die ich mir in meiner Beziehung so angeschafft habe, ist das vermutlich auch besser so. Nichtsdestotrotz war ich immer sportlich deswegen ist alles halb so wild.. und einzelne Teile an mir sind durchaus sexy, finde ich. (D-Körbchen..:-))

Jedenfalls habe ich die Männer nie nach Bildern ihres besten Stücks gefragt. Sie haben die eigentlich immer von sich aus rausgerückt. Sich quasi aufgedrängt. Bevor ich mich hätte wehren können, ploppte schon das Schwanzbild auf meinem Smartphone auf.

Jetzt bilde ich mir ja ein, dass so ein Frauenkörper ziemlich ästhetisch aussieht und die Männer kommentieren die Bilder dann auch dementsprechend mit geil, hübsch, sexy, scharf.. Aber wie zum Henker kommentiert frau denn jetzt eigentlich Schwanzbilder?? Die Männer erwarten immer, dass frau was schreibt.. Süß? Nein, ich glaube, das will Mann nicht hören.. Riesig? Keine Ahnung, ob er das wirklich ist.. Nett? Is eh raus..Schön? Trifft irgendwie nicht zu.. interessant? Sehen die alle aus, aber das will auch keiner hören.. Geil? Okay bei erigierten Penissen passt das noch irgendwie.. Gar nicht so einfach, was Frau da zurück schreiben soll.

Es gibt in der Tat Bilder, die mich anturnen, muss ich zugeben..So ein Schwanz sieht ja nicht per Se abschreckend aus. Auch wenn die Bildqualität in den meisten Fällen nicht überragend ist. Den Schwanz von meinen Lieblingsmann Tom finde ich wunderschön, heiß und anturnend. Aber er hat auch einfach einen hübschen Schwanz von der Natur bekommen. Von seinem besten Stück habe ich auch die allermeisten Bilder.

Vermutlich rücken aber auch nur Männer Penisbilder raus, die ihren ziemlich gut finden. Wenn ich welche geschickt bekomme, die gerade wegen mir entstanden sind, dann werte die meisten davon einfach mal als Trophäe, weil ich am erigierten Zustand oder eben nicht mehr erigierten Zustand meinen Anteil hatte.. Wichsvorlage empfinde ich in diesem Fall als Kompliment…

So wichtig, wie der Schwanz aussieht, ist es mir aber halt einfach nicht. Schön, wenn Mann einen schönen Penis hat. Aber ich würde jetzt kein Date absagen, weil mir das Schwanzbild nicht gefällt. Oder nur deswegen zusagen, nur weil er so ein Prachtexemplar am Start hat. Am Ende kommt es erst mal auf den Schwanzträger an, also den Menschen der hinter dem Geschlechtsteil steckt. Und darüber hinaus sagt mir das Bild ja auch nicht, ob Mann auch mit seinem Gerät umgehen kann. Also Männer nehmt die Bilder eures besten Stückes nicht zu wichtig. Seid lieber respektvoll und charmant.

Wer mich fragt, von welchen Körperteil ich ein Bild haben will, der bekommt die Antwort: Waden.. Denn da steh ich drauf 🙂

Headhunter in Love und das erste Mal

Ja es geht mal wieder etwas durcheinander. Ein nachgeholter Beitrag.

Dem nächsten Kandidaten auf meiner Reise werde ich etwas mehr Platz einräumen müssen, was der Tatsache geschuldet ist, dass er über vier Wochen auch etwas mehr Platz in meinem Leben eingenommen hat. Er war außerdem der erste, den ich tatsächlich nicht nur zu einem Kaffee getroffen habe. (Ja, der Bachelor und er liefen parallel)

Mr. Headhunter, einer der ersten, der mit mir Kontakt aufgenommen hat. Gehört auch zur Gattung der Unternehmensberater, wie sollte es auch anders sein. Schon in der ersten Mail wurde deutlich, dass er anders ist, als die anderen. Ich glaube zwar, dass er ein standartisiertes Anschreiben benutzt hat, nichtsdestotrotz stellte er sich ziemlich ausführlich vor. Und er machte gleich klar, dass er eigentlich glücklich vergeben ist. Toyboy-Kandidat Nummer 1, denn schließlich war er mit seinen 26 Jahren jünger als ich. Einen Toyboy finde ich sollte jede Frau haben…

Jedenfalls entdeckte ich wegen ihm das gute alte ICQ wieder. Hach, die Zeit in der ich viel Messenger benutzt habe, liegt auch schon eine ganz Weile zurück. Aber es gefiel mir meine Teenager-Zeit wieder aufleben zu lassen. Im Gegensatz zu den Männern mit denen ich mich auf Whats App später unterhielt, speicherte mein Handy keine ICQ-Kommunikation von uns, so dass ich keine Unterhaltung genau wiedergeben kann. Nur das was gefühlt hängen geblieben ist. Das dürfte ihm aber nicht so unrecht sein, denn er geizte eh mit Informationen über sich. Die Männer danach nahmen das oft lockerer. Ich weiß bis heute nicht, ob der Vornamen, den er mir gegeben hat eigentlich stimmt. Ich habe genau ein Bild von ihm bekommen und das obwohl er der Mann ist, mit dem ich mich bis jetzt am öftesten getroffen habe.

So was wollte Mr. Headhunter eigentlich von mir..
Er liebt also seine Freundin, mit der er seit fünf Jahren zusammen ist, über alles und will sie auch heiraten. Sie ist eine der zwei Frauen mit denen er bisher in seinem Leben Sex gemacht hat. Leider scheint der Sex mit seiner Traumfrau sehr langweilig und eintönig zu sein. Einen Blowjob hat er noch nie bekommen und durfte weder seine Finger irgendwo hinstecken, noch seine Freundin lecken. Da fragte ich mich langsam, was die beiden im Bett überhaupt so machen, aber naja..Jedenfalls war er auf der Suche nach ganz vielen ersten Malen.

Nach Tagen intensivsten Schreibens kribbelte die Vorfreude in mir. Es fühlte sich einfach so gut an, dass er sich so sehr für mich interessierte und mein Leben begleitete.. Optisch war er im Übrigen überhaupt nicht mein Fall, was ich auf den Fotos in seinem Profil gesehen habe. Blonde Haare und ein ganz durchschnittlicher Typ. Aber er kickte mich im Kopf dermaßen, dass mir das überhaupt nichts mehr ausmachte.

Das krasseste war, dass er mir erzählte, dass er es sich abends unter Duldung seiner Freundin selbst besorgt und dabei an mich denkt. Wenn das nicht schon fremdgehen ist.. Wir machten es uns auch das ein oder andere Mal gemeinsam via Messenger selbst. Ich kannte alle seine Wünsche und Phantasien. Und Geduld war noch nie meine Stärke. Ich war so unglaublich neugierig auf den Typen und nervös, wie er mich denn finden würde und wie der erste Realitätscheck meines Profil ausfällt.
Wir suchten ewig nach einem Termin für ein erstes Treffen, aber das war mit seiner Arbeit und seiner Beziehung nicht einfach. Wir hatten schon ewig oft drüber geschrieben, wie das wohl werden würde, wenn wir uns sehen. Er wollte mich Küssen und mich anfassen. Freute sich auf mein Piercing und meine Brüste.
An einem Montag Abend hielt er es dann nicht mehr aus und wir wollten uns nach einer Sitzung von mir treffen. Wir vereinbarten eine Parkbank, die nicht weit von meinem Sitzungsort entfernt stand. Er schob als Ausrede vor etwas im Büro vergessen zu haben. Wir würden also nur etwa 45 Minuten Zeit haben.

Ich war schon etwas früher dran und wartete auf ihn. Und das Kribbeln in meinem Bauch war sensationell. Die Schmetterlinge drehten vor Aufregung durch. Dieses Gefühl hatte ich nicht mehr, seit ich meine erste große Liebe zum ersten Mal getroffen hatte. Wie krass, aber genau wegen dieser Momente habe ich mich auf der Seite angemeldet. Ich fühlte ich so unfassbar lebendig.

Er setzte sich zu mir auf die Bank und wir unterhielten uns. Wir hatten auch sofort eine Verbindung. Irgendwann fasste er sich, obwohl er eigentlich unfassbar schüchtern ist, ein Herz und küsste mich. Das war der beste Kuss, den ich seit ganz langer Zeit bekommen habe. Ein Moment in dem man alles vergißt. Es war schon dunkel draußen, der Moment kurz bevor es ein Gewitter gibt, es aber noch nicht regnet. So ähnlich war es auch bei mir. Ich war mit jeder Faser meines Körpers scharf auf ihn. Wir suchten uns einen unbeobachteten Fleck und knutschen intensiv und fingen an uns gegenseitig zu ertasten. Er ließ es sich dann auch nicht nehmen sich ein erstes Mal zu holen und langte mir in die Hose. Er tastete sich langsam durch meine ziemlich feuchte Muschi vor und schob mir einen Finger hinein.

Alles fühlte sich so unglaublich geil an. Ich revanchierte mich und habe seinen Penis in den Mund genommen (auch ein erstes Mal für ihn), aber nicht für einen kompletten Blow Job. Die Zeit ging so schnell vorbei und er musste dann auch bald wieder zurück. So blieb es bei Knutschen und Fummeln, aber das war unfassbar geil.
Es war klar, dass wir das noch fortsetzen würden.

Run-Away Lover

Manchmal läuft es auch ein wenig anders als erwartet. Ich war immernoch allein zu Hause, da flatterte mir die Mail von Benni (2) ins Haus. Im Unterschied zu den Männern, die mich vorher immer angeschrieben hatten, war er Single. Optimal, dachte ich mir, dann hat er spontan vielleicht Zeit. Benni hatte ein hübsches Bild in seinem Profil, eigentlich nicht ganz meine Liga, aber ich fand es spannend herauszufinden, was er denn von mir will. Versicherungsmakler ist er, na dann steh ich ja mal wieder auf seine Dienstkleidung..

Nach ein paar Emails stiegen wir auf WhatsApp um, weil es bequemer war. Und nach ein wenig hin und her schreiben, fragte ich ihn, ob er denn spontan ist und sich am Abend noch zum Beschnuppern auf neutralem Boden treffen will. Normalerweise machen die Männer ja immer gleich Nägel mit Köpfen, aber diesmal dachte ich mir, dass ich die Gelegenheit doch mal noch nutzen könnte. Gar nicht mit dem Hintergedanken, dass da ein spontanes erotisches Abenteuer draus wird, sondern aus reiner Neugier auf Menschen. Ja, ich habe über die Seitensprungseite auch mein Interesse an anderen Menschen wieder entdeckt. Dass es spannend ist ihren Geschichten und Gedanken zu lauschen, ihre Reaktion auf mich mit zu erleben.

Jedenfalls wollte mich Benni, auch nachdem er mein Bild gesehen hatte (und es für hübsch befunden hat), immer noch treffen. So vereinbarten wir also für den späten Abend ein Date vor einem Fastfood-Restaurant. Nachdem er mich erst durch die halbe Stadt fahren lassen wollte, einigten wir uns dann doch auf einen Treffpunkt in der Mitte. Ich merkte, dass ihm irgendwas suspekt war, vermutlich war ich ihm doch zu forsch. Denn er legte sehr darauf Wert, dass der Platz ziemlich öffentlich war. Der Herr Versicherungsmakler muss sich halt absichern, vermutlich ne Berufskrankheit. So ging ich da einigermaßen locker hin, er wohl eher nicht. Aber ich war ja auch die erste Frau, mit der er sich von der Seite treffen würde. Ohje, bloß nicht vermasseln ..

Naja dann stand ich also Mitten in der Nacht vor dem Fastfood-Restaurant und wartete.. Und er kam dann auch ein wenig zu spät. Aber es war nett..
Wir wollten ein paar Meter laufen. Ich glaube es wurden 250 bevor er sagte, dass ihm das alles suspekt ist und er das für heute lieber beenden würde.. Das Laufen auf der Straße?!? Er war verwundert, dass sich eine Frau am gleichen Abend noch verabreden wollte.. und irgendwie geht ihm das alles zu schnell, deswegen würde er das nun lieber gleich abbrechen..
Wow, das ist ja mal eine Reaktion.. Keine Ahnung, ob ich ihm einfach nur so gar nicht gefallen habe äußerlich oder ob er mir einfach nicht über den Weg getraut hat… Das werde ich auch nie mehr herausfinden.. aber es ist mit 5 Minuten mein definitv kürzestes Date .. Naja, kann ja nicht immer passen..

Wie ein guter Fick am Ende 200 Euro kostet

Wenn man mir eines nicht vorwerfen kann, dann dass ich nicht spontan bin. Man könnte auch sagen, dass ich beknackt spontan bin. Und dabei manchmal dann auch etwas gedankenlos..
So hat mich eines Tages am Vormittag Benno angeschrieben, wohnhaft in Hamburg. Und von Beruf? Na klar, Unternehmensberater, wie könnte es auch anders sein. Die scheine ich ja anzuziehen, wie das Licht die Motten.

Wir unterhielten uns den ganzen Tag, denn ich hatte nichts Wichtiges zu tun. Und im Laufe des Gesprächs erzählte er mir, dass er jetzt dann nach Zürich fliegen würde, weil er dort einen Termin habe. Sein Plan war dort zwei Tage zu bleiben. Ich googelte aus reiner Langweile, wie weit es von mir nach Zürich ist und stellte fest, dass es zwar näher als Hamburg liegt, aber deutlich zu weit, als dass ich es einfach so fahren würde.

Später korrigierte er seinen Standort, denn er sollte die erste Nacht nun doch in St. Gallen bleiben. Huch, das waren doch gleich ganz andere Voraussetzungen… Etwas mehr als 200 Kilometer und knapp über zwei Stunden Fahrzeit – das sah bewältigbar aus. Und ich fing an darüber nachzudenken..
Der Wochentag passte, denn als Alibi konnte der Mädelsabend in meiner Heimatstadt dienen, bei dem ich auch mal auswärts pennen kann, ohne dass es verdächtig ist. Und die Mädels, die sich eh freuten, dass sie die „alte Remi“ wieder haben, würden mich bestimmt decken. Sind einfach die Besten, meine Mädels.

Ich sagte ihm, dass ich darüber nachdenken würde und fragte ihn, wie er es sich denn vorstellen könnte..

Seine Antwort:
Interessiert Dich mehr die logistische Seite der Operation, oder willst Du gerne als nächstes einen Softporno in der Mailbox haben? 😉

Lol, die Logistik interessierte mich in dem Fall aber mehr..

Also seine Antwort per Mail:
Die Logistik ist recht simpel: Du fährst nach St. Gallen. Ich wohne dort in einem besseren Hotel und bin ab ca. 18.30 Uhr dort. Du kommst dann auch irgendwann dazu, wann immer es Dir passt. Danach passieren ein paar Stunden Porno („Soft“ habe ich mal gestrichen… ich habe irgendwie so eine Ahnung, dass Blümchensex nicht Dein Lieblingsspiel ist…). Dann etwas Schlaf, dann wieder Sex, dann wieder Schlaf, immer abwechselnd bis es morgens 6.30 Uhr ist oder so, dann eine Abschiedsrunde und ich muss los. Du fährst dann entweder auch los, oder Du kannst noch etwas liegen bleiben, gibst dann irgendwann den Zimmerschlüssel ab und fährst auch heim.

Hui, klang verlockend. Es kreiste in meinem Kopf. Wir verstanden uns auf Anhieb gut, zumindest per Mail. Und hatten ein paar Gemeinsamkeiten, wie dasselbe Studienfach. Wir tauschten Bilder.. Puh, ich konnte gar nicht einordnen, was ich da sah. Nicht mein Traummann auf den ersten Blick. Aber so anders, dass er mich wieder interessierte. Er mit seinem Anzug, den blonden Haaren und der Harry-Potter-zu-Guttenberg-Brille. Nicht auf den ersten Blick sexy, aber so ungewöhlich, dass mein Interesse nachhaltig geweckt war.

Dann kam noch eine Email von ihm:
Also, ich steige jetzt mal mit meinem Anzug ins Flugzeug. Überleg Dir, ob Du kommen willst. Das Hotel wäre …
Meine Telefonnummer … und diese Mail werde ich auch weiter im Auge behalten.
Wenn es klappt, freue ich mich. Wenn nicht, auch völlig ok – schließlich kennen wir uns erst ein paar Stunden und auch nur ganz flüchtig. Es würde sich sicher auch später noch Gelegenheit ergeben.

Okay, ich will.. Die Mädels angeschrieben, ob das mit dem Alibi klar geht.. Es ging klar. Noch einen Termin erledigt und dann meine Sachen gepackt. Losgefahren und erstmal mein Auto vollgetankt. So weit hatte ich noch gedacht. Dann mein Handy als Navi programmiert und ab auf die Autobahn…
Nachdem es schon Abends war, war die Autobahn frei und es fuhr sich gut. Je näher ich der Grenze kam, desto mehr fiel mir auf, dass ich doch ziemlich naiv und unvorbreitet losgefahren war. Und das passt eigentlich gar nicht zu mir.. Ich brauchte eine Vignette für Österreich und vielleicht auch eine für die Schweiz, aber das hatte ich nicht recherchiert. Also bat ich mein Date, das mit der Schweiz mal herauszufinden. Sehr schlau von mir, oh Mann. Er schrieb, dass es wohl eine Autobahngebühr in der Schweiz gäbe.

Na gut, kurz vor der Grenze gehalten und in den Shop gelaufen. Und gleich mal festgestellt, dass ich keinen Euro in bar dabei hatte, sondern nur meine EC-Karte. Ahh, damit konnte ich noch nicht mal das „Pickerl“ bezahlen, weil die keine Karten nahmen. Also runter von der Autobahn und zur nächsten Tankstelle gefahren und dort das Pickerl gekauft. Der Tankwart hatte mir noch erklärt, dass ich lieber die 30 Kilometer auf der Landstraße fahren solle, um mir die 33 Euro Autobahngebühr zu sparen. Okay gut.. aber dann das nächste Problem. Handynavi ohne Internet, da ging im Ausland erst mal gar nix mehr, außer ich lasse Roaming zu. Cool, ganz großes Kino.. Ich verfluchte meine Spontanität ziemlich..

Hmm was machen.. Zurück fahren nach 180 Kilometern keine Option.. Also meinem Date geschrieben, dass er mich per SMS navigieren muss, über die Landstraße.. Erst mal noch an der Autobahnausfahrt vorbei gedüst, aber irgendwann klappte es einigermaßen gut.. Ich bin noch nie in der Schweiz Auto gefahren, hatte mir keine Gedanken über Tempolimits und sonstige Gepflogenheiten gemacht.. Und dann die Serpentinen, ich bereute, dass ich mir nicht doch die Autobahngebühr geleistet hatte.. Es zog sich und mir war fast schlecht, von der kurvigen Strecke. Dann wurde ich zu allem Übel noch geblitzt, glaube ich. Weißes Licht von vorn und hinten und keine Ahnung, wie schnell ich war..ahh. Das auch noch.. oh mann.. Als ich es doch nach St. Gallen schaffte, war es dann eine Stunde später als erwartet.

Juhu aber angekommen, das Hotel und einen Parkplatz gefunden. Und drüber nachgedacht, ob mein Outfit mit Jeans und Sneakers nicht zu sportlich für das schicke Hotel ist. Er wollte am Aufzug warten..Jetzt also noch hinbekommen, dass ich im Hotel nicht noch blöd auffalle. Oh nein, dann stand da auch noch ein Portier im Eingang.. und ich brachte nur ein „Grüß Gott“ raus.. Ahh, aber es war nicht der Portier, es war Benno. .. megapeinlich.. mit seiner Brille und dem Anzug sah er so verkleidet aus, dass ich dachte er würde da arbeiten.. Das kann ja heiter werden..

Ab aufs Zimmer.. und das war wirkich sehr schick.. Ach ja wir hatten beide eine Erkältung und keine Stimme, also konnten wir und auch gar nicht so viel unterhalten. Es war jedenfalls megakrampfig.. Er war bemüht und kochte mir einen Tee.. und ich brauchte ein wenig bis ich mich von der Autofahrt erholt hatte. Ich wußte auch gar nicht einzuschätzen, ob Benno Bock auf mich hatte oder enttäuscht war. Irgenwann lagen wir dann auf dem Bett und küssten uns..

Und die Nacht sollte sich definitiv rentieren für mich. Er wußte mit Frauen umzugehen. Das hatte ich gar nicht erwartet. Obwohl es am Anfang auch gar nicht kribbelte, sollte sich das im Laufe der Nacht ändern. Er verschaffte mir Händen und Zunge gleich mal einen ersten Orgasmus.. und ich bin richtig geil gekommen. Das klappte zwar nicht während wir miteinander schliefen, aber da half ich einfach nach. Dieser ein wenig steif aussehende Typ (Beamtenstyle) mit seiner komischen Brille besorgte es mir wirklich gut.

Und zwischendrin kuschelte er mit mir, gab mir ein unglaublich gutes Gefühl. Er vermittelte mir, dass ich begehrenswert und spannend bin. Hörte mir zu, machte Komplimente und war unglaublich zuvorkommend. Das hatte ich gar nicht erwartet. Er besorgte mir auch noch einen zweiten Orgasmus bevor wir schlafen gingen.. Zu geil. Ich revanchierte mich mit einem Blowjob.. Ich konnte überhaupt nicht viel schlafen.. keine Ahnung warum.. vielleicht weil sich ein unbekannter Typ an mich rankuschelte oder aus Angst zu schnarchen mit meiner verstopften Nase..

Jedenfalls klingelte sein Wecker sehr früh und er sprang aus dem Bett, ging duschen und machte sich arbeitsfertig…Es war sauwitzig ihn bei seiner Routine zu beobachten. Wie ein aufgescheuchtes Hühnchen packte er seine Sachen und plötzlich übekam ihn doch nochmal die Lust und wir legten noch ein Runde hin..

Wow, was für ne Nacht. Ich durfte noch ein wenig auspennen im Zimmer.. Steckte seinen Anteil an meinen Fahrtkosten ein und fand dann sein Hemd vom Vortag, das er wohl vergessen hatte. Ich steckte es einfach ein und schrieb ihm eine SMS. Ich schaffte es dann erst zwei Wochen später ihm das Hemd wieder zu schicken und es erreichte ihn zeitgleich wie mich der Strafzettel aus der Schweiz… 200 Euro wegen 11 Km/h zu schnell.. Späte Reue.. aber die Nacht war trotzdem geil…

One-Minute-Man im dunklen Klo

Ein wenig zurück liegt das Abenteuer mit dem Segler, wie ich ihn nenne. Eigentlich müsste ich Seefahrer sagen, denn er hat mal auf einem Schiff gearbeitet.
Der Segler gehörte auch zum ersten Schwung Männer, die mich über die Seite angeschrieben haben. Am Anfang war ich nicht besonders wählerisch und mit dem Wissen von jetzt, würde ich mich vermutlich auch nicht mehr mit ihm treffen.

Aber von vorn. Wir haben uns eigentlich gar nicht viel geschrieben, sondern trafen uns relativ schnell mal Abends auf einen Drink in einem Restaurant.
Das Gespräch war ganz nett, er hat mir jetzt nicht überragend gefallen, war aber okay. Vermutlich ein schlechter Ansatz, wenn man Knistern und Leidenschaft sucht. Aber naja. Er studiert in derselben Stadt, wie ich und hat eine Freundin, aber mit einer getrennten Wohnung. Juhu, endlich die Aussicht auf eine bequeme ungestörte Location. Ich dachte mir, ich schau einfach mal, was er kann, der angehende Ingenieur. Das ist jetzt nicht der Beruf, bei dem ich vorurteilsmäßig auf guten, leidenschaftlichen Sex tippen würde, aber frau kann sich ja mal überraschen lassen.

Gut, ich fuhr also ein paar Tage später zu ihm und er sammelte mich am Parkplatz ein. Wir kamen in seine wirklich sehr schnuckelige 1-Zimmer Wohnung. Und dann war der komische Moment auch schon da. Uns beiden war klar, worauf es hinaus laufen sollte, aber wie anfangen.. Ah krampfig. Sein kurioser Vorschlag zur Rettung der Situation: Wir sollten in sein Bad gehen. Dadurch, dass es kein Fenster hat, ist es darin wirklich stockfinster. Statt Augenverbinden, diesmal also das winzige dunkle Bad.

Na gut, dann also ab ins Bad. Und los ging es mit Knutschen und Fummeln und Ausziehen. Nichts davon hat mich besonders gekickt. Ich habe fast nicht getraut mich zu bewegen, weil ich nichts runterschmeißen und mich nicht stoßen wollte. Nach etwa zehn Minuten hat er dann gesagt, dass wir jetzt zum Bett gehen sollten, um Sex zu machen. Er war schon ziemlich angeturnt. Vom dunklen Bad komplett nackt ins helle Zimmer laufen war echt ungeil. Wieder eine komische Situation. Aber gut, dann hab ich mich da irgendwie auf sein Bett gelegt und gewartet was passiert. Er zog sich schnell ein Kondom über und legte sich auf mich drauf. Es dauerte dann gefühlte 60 Sekunden bis er fertig war. Also noch bevor ich bemerkt hatte, dass er in mich eingedrungen war 🙂

Dann kletterte er runter und zog sich wieder an. Er hat aber auch gar keine Anstalten gemacht, sich dafür zu interessieren, ob es mir gefallen hat oder nicht. Oder ob ich noch gern kommen würde. Ich glaube allerdings nicht, dass er das so gemacht hat, weil er so ein Egoist ist. Sondern eher, weil er es nicht kann. Er hätte wohl auch gar nicht so recht gewußt, was er jetzt machen soll. Na gut, gesegelt wird kein zweites Mal.