Ein Orgasmus als Valentinsgeschenk

Jaaaaaaa…. Am liebsten hätte ich ein Eckfahne gehabt und so einen Fußballer-Torjubel hingelegt. Ich hätte ja nicht gedacht, dass der Moment noch eintritt.

Mr. Bondage hatte die ganze Woche ein wenig gekränkelt, deswegen hatten wir es ruhig angehen lassen. Einfach nur Zeit mit einander verbracht. Miteinander geduscht, gekuschelt. Nach dem Duschen lagen wir gemeinsam im Bett. Ich wollte mit ihm kuscheln, ihm was Gutes tun. Ich streichelte ihn und merkte, dass sein Ellenbogen rauh war. Ich fragte ihn, ob ich ihn mit meiner Bodylotion eincremen dürfte. Eigentlich steht er gar nicht so sehr auf Cremezeug. Er wirkte schon ein wenig müde und ergab sich meiner Fürsorge. Ich fing an seine Ellenbogen einzucremen. Er schnurrte ein wenig und ließ es über sich ergehen. Nachdem er sich nicht wehrte weitete ich meine Eincreme-Aktion aus. Verteilte ein wenig Lotion auf seinem Bauch. Dann bat ich ihn sich umzudrehen. Das tat er. Er war also mit meiner Cremebehandlung einverstanden. Ich wärmte die Creme mit meinen Händen vor und fing an sie ihm in den Rücken einzumassieren. Er genoß meine Behandlung. Ich tat das genüßlich und ließ auch seinen Hintern nicht aus.

Als ich fertig war, dachte ich, dass er einfach entspannt einschlafen würde. Das wäre für mich auch völlig okay gewesen. Aber er drehte sich wieder auf den Rücken und deutete auf seinen Schwanz und sagte: „Leck mich dort!“ Ich grinste innerlich. Meine liebevolle Zuwendung schien ihn auch noch in Fahrt gebracht zu haben. Ich begab mich also nach unten und leckte einmal von den Eiern bis zu seiner Schwanzspitze nach oben. Das tat ich zwei drei Mal und blickte ihm dabei ins Gesicht. Ich wartete so ein wenig darauf, dass er mich zu einem Blowjob auffordern würde. Tat er aber nicht. Er genoß meine Zungenspiele. Dann entschloss ich mich einfach dazu, dass ich seine Aufforderung seinen Schwanz zu lecken nicht wörtlich nehmen, sondern es als Aufforderung zum Blowjob interpretieren werden. Eine selbstständig denkende Sub also. Ich sprang aus dem Bett und ging erst mal ins Bad. Dort hatte ich meinen Haargummi liegen. Ich wollte mich ganz aufs Blasen konzentrieren und nicht dauernd meine Haare aus dem Gesicht halten müssen.

Ich kam zurück und machte mich über seinen Schwanz her. Ich hatte keine Ahnung, was Mr. Bondage plante. Ich würde einfach so lange blasen, bis er mir signalisierte, dass ich aufhören soll. Ich fing langsam an. Leckte ihn ab. Leckte auch seine Eier. Er war schon ziemlich hart. Ließ meine Zunge über die Spitze kreisen. Spielte mit seinem Bändchen. Dann langsam saugen. Tief in den Mund nehmen. Die Hand mitbewegen, auf und ab. Eine Mischung aus Hand- und Mundjob. Versuchen seinen Rhythmus zu treffen. Ich wußte, dass ich mit der Hand ein wenig härter sein durfte, weil er sich es auch hart selbst macht. Er bewegte sich mit. Ich versuchte seinen Rhythmus zu halten.. mit ihm zu steigern.. dann kommt immer der Moment, in dem sein Schwanz zum Platzen gespannt ist, der Moment in dem alle anderen Männer abspritzen würden. Aber er kommt dann nicht, schafft es nicht über den Gipfel. Fühlt sich wie eine Blockade an.. Ich machte eine kurze Pause. Er blieb hart. Also fing ich wieder an aufzubauen. Alles von vorne.

Ich hatte eine bequeme Position gefunden. Es machte mir Spaß. Er lobte mich auch währenddessen: „Gutes Mädchen“. Das motivierte mich. Weiterzumachen.. Dritter Anlauf. Am Ende bewegte ich meine Hand heftig auf und ab..Leckte mit der Zunge seine Eichel. Begierig seinen Samen aufzunehmen. Ich sagte, dass ich begierig sei auf seinen Saft, dass er ihn mir endlich geben solle. Und da passierte das Unfassbare: ER SPRITZTE AB. Er war gekommen, stöhnte war, befriedigt. Oh Gott, er war gekommen. Wie unglaublich befriedigend das auch für mich war. Nach einem halben Jahr ist er zum ersten Mal gekommen ohne dass er es sich selbst gemacht hat.

Ich war so überrascht und bin mir nicht sicher, dass ich nicht zu früh aufgehört habe. Wobei die Männer ja auch unterschiedlich sind, was das „Nachhalten“ angeht. Dann bin ich aus dem Bett gehüpft und hab mich gefreut wie ein Schnitzel. Am liebsten hätte ich einen Fußballerjubel an einer Eckfahne nachgemacht. Es war so geil. Wie eine Bekloppte bin ich ins Bad gehüpft zum Saubermachen..

Was ein Valentinsgeschenk, (zwar zwei Tage zu früh, aber egal) für mich und ihn.

Späte Wiedergutmachung

Ich bin ja ein hoffnungsloser Optimist und lebe ganz gut damit bisher. Auch in den letzten etwas mehr als zwei Jahren, die ich nun blogge, habe ich so gut wie keine negativen Erfahrungen machen müssen. Allerdings gab es da schon die eine Sache, die mich immer gewurmt hat. Ich hatte da ja dieses für mich sehr aufregende und spannende Absolute Blind Date gehabt. (Link) Bei dem ich (nach langem Vorlauf) zu dem Mann, den ich noch nie gesehen hatte, nach Hause gefahren war. Über eine offene Balkontüre hatte ich die Wohnung betreten, mich ausgezogen und mich nackt auf den Küchentisch gelegt. Dann hatte er mich bespielt. Ich habe ihn den ganzen Abend nicht gesehen. Er hat mich am Ende nach Hause geschickt, ohne dass ich ihn zu Gesicht bekommen hatte.

Sehr aufwühlend war das damals gewesen, die ganzen Emotionen, die unglaubliche Erregung auf dem Tisch, während des ganzen Abends, das tiefe emotionale Loch in das ich dann erstmal gefallen bin, weil er mich nicht aufgefangen hatte. Und auch die Enttäuschung, weil es ihm nach seiner Aussage auch nicht besonders gut gefallen hatte. Daran musste ich ein wenig knabbern. Er hat die Situation damals auch nicht aufgelöst. Ich habe nie herausgefunden, wie er in echt aussieht. Das war im Oktober 2013 gewesen. Wir hatten immer mal wieder losen Kontakt über WhatsApp. Ich wusste, dass er sich zwischendurch ziemlich verliebt hatte, dass er eine Weile vergeben war. Aber eigentlich versuchte ich das Ganze zu verdrängen. Mich nicht immer zu fragen, warum er mich nicht noch als Menschen kennenlernen wollte.

Kurz vor dem Jahreswechsel auf 2015 passierte dann das für mich sehr Überraschende. Er schrieb mich plötzlich an, spät Abends. Wir mailten ein wenig hin und her, bis er mich dann fragte, ob ich nicht spontan auf ein Glas Rotwein vorbei kommen wolle. Ich hätte natürlich beleidigt sein können und ablehnen. Aber ich entschied mich innerhalb von Sekunden, dass ich das als eine Art Wiedergutmachung ansehen würde und machte mich mit der U-Bahn auf den Weg.

Dieses Mal betrat ich nicht über den Balkon seine Wohnung, sondern über die Tür. Witzig die Wohnung nochmal zu sehen, so ganz unaufgeregt. Der Küchentisch sah viel kleiner aus, als ich ihn in Erinnerung gehabt hatte. Mr. Blinddate sah so aus, wie auf den Bildern die ich von ihm hatte. Also keine Überraschung. Wir tranken Wein, quatschten, nichts Aufregendes. Nach zwei Stunden fuhr er mich nach Hause. Ich bin auch immer noch nicht sein Typ Frau. Aber das ist nicht schlimm. Er hatte ein schlechtes Gewissen gehabt und fand, dass er mich nach unserem Erlebnis nicht gut behandelt hatte. Großartig, dass er das dann auch nach einer ganzen Weile noch ändern zu wollte. Entschuldigung angenommen.

Manchmal muss man eben nur ein wenig warten, bis die Dinge wieder gut werden. Meinen Optimismus kann ich also behalten.

Wir-haben-uns-lange-nicht-gesehen-und-sind-spitz-wie-Nachbars-Lumpi-Sex

Ich bin zurück von der Kreuzfahrt. Mit so ein paar Tagen Abstand betrachtet wirklich ein gelungener schöner Urlaub. Gerd, dem edlen Spender sei Dank. Natürlich ist es mitunter auch ein wenig schwierig, wenn man sich noch gar nicht so gut kennt und dann so viel Zeit miteinander auf engem Raum verbringt. Aber dafür haben wir das gut hinbekommen und eine tolle Zeit auf den Kanaren gehabt. Gerd war zwar mit dem Kopf immer irgendwie zu Hause bei seiner neuer Freundin. Besagte neue Freundin hat uns dann zu unserer beiden Überraschung am Flughafen abgeholt. Wollte wohl herausfinden, wer ich so bin. Wunderschöne Frau, kann man nicht meckern. Da erstaunt es mich immer wieder, dass so schöne Frauen, so viele Komplexe haben können.

Gerd hatte also seine Liebste schon gleich nach der Landung in die Arme schließen können, ich musste noch 24 Stunden warten, bis Mr. Bondage dann wieder in meiner Stadt weilte. Aber auch die Stunden vergingen einigermaßen schnell. Ich holte ihn auf einer BDSM-Stammtischveranstaltung ab. Als Mr. Bondage vor mir stand – endlich – freute ich mich sehr, grinste wie ein Honigkuchenpferd. Bis ich hinter ihm einen Mann sah, den ich aus einem ganz anderen Kontext kannte. Das war so schräg und brachte mich völlig aus der Fassung, so dass unsere Begrüßung ein wenig spärlich ausfiel. Ich brauchte eine Weile bis ich zuordnen konnte, woher ich den Mann kannte. Aus dem Ehrenamt. Er war mit mir schon auf einer Reise gewesen. Das war sehr seltsam. Aber irgendwann musste es ja mal passieren. Jemandem aus dem realen Leben im BDSM-Kontext zu treffen. Eigentlich ja auch nicht schlimm, schließlich sind ja beide Beteiligte in diesem Kontext unterwegs. Aber ich konnte trotzdem kein Wort mit ihm reden. Die Runde war klein, aber ich musste das erst mal verdauen. Mr. Bondage und ich aßen noch etwas im Restaurant und fuhren dann relativ schnell nach nach Hause.

Endlich wieder unser Ritual: Ich bin nackt und ziehe ihn langsam aus. Knie vor ihm und beginne mit den Schuhen. Nach und nach auch alle seine Klamotten, bis auch er nackt ist. Ich ging noch duschen und zu meiner Überraschung kletterte Mr. Bondage mit unter die Dusche. Das genieße ich immer sehr. Ein wenig Rumalbern, aber auch Nahesein unter der Dusche. Ihm zärtlich den Kopf einseifen und wieder abduschen. Viel Lachen und Küssen.

Fertig geduscht stand ich ein wenig später nackt im Schlafzimmer. Mr. Bondage schien in Spiellaune. Ich stand zufällig vor dem Bett, da gab er mir einen leichten Schubser und ich ließ mich bäuchlings aufs Bett fallen. Juhu, dachte ich, wir werden spielen. Ich wünschte mir sehr, dass er mich auch mal wieder ein wenig schlagen würde. Eigentlich ein schräger Gedanke. Aber ich hatte eine ganze Weile mit ihm nicht mehr wirklich gespielt. Und ich dürstete schon richtig danach, dass er mich ein wenig verhaut.

Und er tat mir den Gefallen. Er schlug mich mit der flachen Hand auf den Hintern. Mal links, mal rechts. Aushaltbar. Mit Maß. Ich genoss den leichten Schmerz. Genoss auch den Spaß, den es ihm bereitete. Nach etwa zehn Schlägen hörte er auf. Er hatte vermutlich aus den vorangegangenen Spielen zwischen uns gelernt. Langsam anfangen. Vertrauen aufbauen. Ich lag ja bäuchlings auf dem Bett. Ich sah nicht was er tat, aber ich konnte hören, dass er seine Spieltasche auspackte. Ich merkte, dass mich die Vorfreude feucht werden ließ. Die Stimmung zwischen uns war sowieso knisternd, weil wir uns eben auch eine Weile nicht gesehen hatten.

Mr. Bondage kam zurück zum Bett und ließ ein Seil über meinen Körper gleiten. Rrrrrr. Mit Fesseln also. Vor es losging, schlug er mich noch ein wenig mit dem Seil, aber sehr harmlos. Dann sollte ich mich umdrehen. Er band meine Hände vor meinem Körper zusammen. Dann band er meine gefesselten Hände über meinen Kopf gestreckt am Kopfende des Bettes fest. Was er wohl mit mir anstellen würde? Ich war sehr gespannt. Als nächstes holte er aus seiner Spieletasche die Tüte mit den Wäscheklammern. Die mag ich richtig gerne, vor Allem im Vergleich zu Nippelklemmen. Er saugte meine Nippel zum Vorschein und klemmte mir jeweils eine Wäscheklammer links und rechts davon auf die Brust. Dann noch auf jede Brust eine dritte Klammer neben der Brustwarze. Den leichten Schmerz, den die Klammern verursachen den genieße ich. Dann packte er noch einen wirklich süßen Einsteiger-Flogger aus uns bearbeitete mich ein wenig damit. Alles gut verträglich. Leichte Schläge auf die Innenschenkel und auf meine Muschi.

Dann kam die Tüte mit seinen Kondomen. Ich war überrascht. Er wollte mich also gleich ficken. Mr. Bondage fesselt oder bespielt so einige Frauen, ficken tut er die wenigsten. Vorher kam er noch neben meinen Kopf und drängte mir seinen Schwanz in den Mund. Ich sollte ihn hart blasen. Ganz nicht so einfach, wenn man die Hände nicht zur Verfügung hat um den Schwanz opimal zu platzieren oder die Vorhaut zurück zu schieben. Ich saugte also mehr als üblich und bekam ihn schnell hart. Kondom an und dann fickte er mich. Richtig wild. Endlich wieder da, endlich wieder seins, das sagten mir die Stöße. Ich lag gefesselt unter ihm und genoss es, dass er mich einfach nahm, genoss seine Wildheit. Als er genug hatte kletterte er ein wenig durchgeschwitzt von mir runter und griff wieder in seine Spielzeugtasche. Gleitgel und Dildo zauberte er hervor. Stattlicher schwarzer Dildo, der vorne ein wenig krumm ist. Er rieb mich mit dem Gleitgel ein und drang dann mit dem Dildo in mich ein. Füllte mich gut aus. Er ließ ihn ein paar Mal rein und raus gleiten und griff dann wieder in die Spielzeugtasche. Der Hitachi kam zum Vorschein. Ich ahnte, dass er mich ein wenig Orgasmusfoltern wollte.

Er steckte ihn an die Steckdose an und fackelte nicht lange. Ließ ihn vibrieren, hielt ihn gegen den Dildo, so dass sich die Vibrationen auf diesen übertrugen. Der Dildo vibrierte tief in mir. Er wechselte ab: Mal hielt er den Hitachi an meinen Kitzler, dann bewegte er den Dildo raus und rein und mal ließ er den Dildo vibrieren. So brachte er mich immer mehr auf Touren und ich merkte, dass die Wellen kommen. Orgasmus Eins rannte auf mich zu. Ich kam quietschend. Ich wußte er würde danach nicht von mir ablassen. Bewegte den Dildo weiter. Dann wieder den Hitachi und so trieb er mich auch noch zu einem zweiten Orgasmus ein wenig später.

Ich war froh, dass er dann den Hitachi ausschaltete. Den Dildo ließ er aber stecken und wir kuschelten uns so unter seiner Decke aneinander. Er fing mich auf, gab mir Nähe. Runde Drei ergab sich nicht mehr. Wir waren beide müde und die Nacht würde sowieso kurz werden. Dildo raus, kuschelnd eingeschlafen.

Reisen ist schön, vor Allem wenn wieder Heimkommen auch so schön ist.

Auf eine Kreuzfahrt eingeladen

Lange nicht geschrieben. Wohl wahr, denn ich bin wahrlich ein Glückspilz. Ich bin von einem Mann auf eine Kreuzfahrt eingeladen worden. Einfach so, weil er selbst Urlaub nötig hatte und allein reisen doof ist. Einmal Kanaren auf der Aida. Hätte ich auch nur eine Sekunde daran gezweifelt, dass das Angebot keinen Haken hat, dann wäre ich auch gar nicht erst mitgefahren. So sitze ich gerade in einer Bordbar im Bug des Schiffes und befinde mich irgendwo zwischen Madeira und Lanzarote.
Ich finde die Vorstellung eine Kreuzfahrt zu machen ähnlich attraktiv, wie Cluburlaub. Also eigentlich gar nicht meine Welt. Aber es ist ein Schiff. Und ich liebe alles was mit Logistik zu tun hat. Von dem her durchaus spannend für mich. Also freue ich mich über mein unglaubliches Glück, dass ich eingeladen worden bin.

Wer ist der Mann, mit dem ich auf dem Schiff gelandet bin. Gerd, neu in meine Stadt gezogen. Hatte sich beruflich verändern wollen. Deswegen der Umzug. Aber hatte noch keinen Anschluss in meiner Stadt, deswegen hat er mich über meine Rirarammelseite angeschrieben. Gerd, etwa so groß wie ich, kein Haare mehr auf dem Kopf, ein klein wenig untersetzt und Mitte 40. Ein unglaublich zuvorkommender Mann. Wir hatten bei unserem ersten Date ein wirklich gutes Gespräch über Gott und die Welt bis spät in die Nacht.
Gerd, der Supergentleman. Der nur das Problem hat, dass er mit mir auf eine Frau trifft, die zu viel Gentleman als Bevormundung interpretiert. Also wenn er mir die ersten Male die Autotür aufhält, dann ist das noch süß. Wenn er es krampfhaft immer tut, dann sehe ich mich genötigt ihm zu sagen, dass ich durchaus weiß, wie man eine Autotür öffnet. Ich weiß es ist nicht so einfach mit uns Frauen von heute. Nett sein okay, aber auch nicht zu nett. Ich war krank, da hatte er mir angeboten mich zu betüddeln. Das war total süß und ich habe es wirklich genossen. Nun steht Gerd aber auf SM, vermutlich härter als ich ihn spiele. Aber er war so nett zu mir gewesen, dass ich ihm den Dom schon lange nicht mehr abnahm. Außerdem hatte ich ja auch aktuell schon zwei, so dass ich auch vom Kopf her nicht für noch einen dominanten Mann an meiner Seite bereit gewesen wäre.
Aber ich genoss es durchaus mit ihm Zeit zu verbringen und er wohl auch mit mir, da er auch einfach noch nicht viel Anschluss hier hat. Die Idee mit dem Urlaub war schon relativ früh geboren, bis wir wirklich losfuhren verging noch gut ein Monat. Das sollte die Situation allerdings noch ein wenig verkomplizieren. In der Zwischenzeit war ich mit den Freundinnen noch mal im Swingerclub gewesen und hatte Gerd mitgenommen. Über den Besuch muss ich noch schreiben. Wir waren irgendwann in ein Pärchenzimmer verschwunden. Dort fingen wird an zu knutschen. Er kann küssen. Alles in Ordnung. Aber es ging nicht mehr. Während ich mit ihm knutschte und wir ein wenig fummelten, merkte ich, dass es nicht ging. Dazu kam noch die ganze Swingerclubatmosphäre, die mich an diesem Abend auch nicht abschalten ließ. Jedenfalls brach ich relativ schnell ab und entschuldigte mich bei ihm. Es tat mir wirklich leid und ich hoffte, dass er sich keine allzu großen Hoffnungen gemacht hatte. Aber das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass mir bei Gerd ähnlich gehen würde, wie beim Kommilitonen: Freundschaft ja, aber Sex nein. Das ging nicht. Zu nett. Wenn das passiert, dann erkläre ich mir das immer damit, dass mein Fortpflanzungsradar wohl bezweifelt, dass er betreffenden Mann die Höhle verteidigen könnte, wegen zu nett.
Jedenfalls ging bei mir nichts mehr. Zu einem späteren Zeitpunkt erklärte ich Gerd meine Gefühlslage und sagte ihm, dass ich ihn als Freund mochte, aber die Nummer mit dem Sex nicht funktionieren würde. Er akzeptierte das. Hinzu kam, dass er sich innerhalb von gefühlten zehn Tagen in eine andere Frau verliebt hatte und mit ihr eine Beziehung eingegangen war. Ich empfand das ja alles als zu schnell. Aber Gerd ist wahrlich alt genug, um zu wissen was er tut. Allerdings musste seine nun neuerliche noch sehr junge Beziehung aushalten, dass er mit einer anderen Frau in den Urlaub fuhr. Der Urlaub war schon gebucht, bevor die beiden sich kennengelernt hatten. Das führt allerdings dazu, dass Gerd eine horrende Telefonrechnung haben wird, weil er geistig nicht ganz im Urlaub angekommen ist und sich seine neue Freundin in einer schwierigen Lebensphase befindet. Aber auch dahingehen muss er selbst wissen, was er tut. Ist ja alt genug der Mann. Ich meinerseits vermisse Mr. Bondage auch. Wir kommunizieren, wenn das Schiff im Hafen liegt und er gönnt mir meinen Urlaub.

Blowjob mit Retrogefühlen

Schon wieder ein Blowjob im Auto. Nach langer Zeit mal wieder mit meinem Ex-Ex, also meinem vorletzten Ex-Freund. So um Weihnachten herum, also die klassische Zeit für Menschen, die sich überlegen fremdzugehen, meldete er sich wieder verstärkt und deutete an, dass er Lust hätte mich mal wieder zu sehen.

Wenn Ex-Ex sich meldet ist das für mich immer ein bisschen wie mein altes Leben holt mich ein. Ein altes sehr konservatives Leben. Ich blicke nicht wehmütig darauf zurück, verteufle es aber auch nicht. Ein Leben mit einem Haus auf dem Land, einer klassisch monogamen Beziehung, mit einer Berufslaufbahn die sich 50 Jahre in der gleichen Firma abspielen wird. Ein wenig Engagement in den örtlichen Vereinen. Ab und an ein kleiner Pauschalurlaub. Irgendwann mit Kindern.

Das ist nicht mehr meine Welt. Ich will nicht mehr weg aus der großen Stadt. Den durch Reisen geweiteten Horizont nicht mehr missen. Aber er ist ein netter Kerl. So habe ich mich, also ich in der Heimat war auch mit ihm getroffen. Für ihn überraschend spontan, weil ich auf einer Sportveranstaltung war, auf der er gearbeitet hat. Wir hatten uns für nach der Veranstaltung auf einem Parkplatz verabredet.

Wir unterhielten uns über Gott und die Welt. Er ist immer noch mit meiner Nachfolgerin zusammen. Bestimmt fünf Jahre mittlerweile. Wenn wir uns treffen überrascht es mich immer wieder, dass er fremdgeht. Hätte ich ihm nicht zugetraut. Und eigentlich traue ich ihm auch nicht wirklich zu, dass er das mit irgendeiner anderen Frau sonst noch tut. Die Verheimlicherei ist ihm glaube ich viel zu anstrengend. Bei mir weiß er sicher, dass er keine Probleme zu erwarten hat. Irgendwann knutschten wird. Ja das konnte er immer und wird er immer können. Ich frag mich bis heute woher er das kann. Muss wohl meiner Vorgängerin dankbar sein. Wenn ich ihn küsse, schmeckt er nach früher. Lange keinen Raucher mehr geküsst. Gibt es ja auch nicht mehr so wirklich viele.

Wir kletterten nach ein wenig knutschen auf die Rückbank meines Autos. Bin ja lernfähig. Und dort war es natürlich auch geräumiger und bequemer als das letzte Mal vorne. Ich wollte seinen Schwanz blasen und er packte ihn auch gleich aus. Aber -argh- nicht gepflegt. Das führt mich immer zu der Frage, ob sein Schwanz intensiver schmeckt, weil er raucht, oder ob er einfach ein kleiner Dreckbär ist, der es nicht für nötig hält vorher auf der Pipibox nochmal schnell das Gerät in Ordnung zu bringen.

Das haben die meisten Jungs im Vergleich zu früher eigentlich ziemlich gut drauf. In meinen jungen Jahren erinnere ich mich immer mal wieder an schlecht schmeckende Schwänze. Vermutlich auch dadurch, dass sich das Rasieren bei den Jungs so verbreitet hat, finde ich ist das in den letzten Jahren viel besser geworden. Aber nachdem ich ihn dann schon im Mund hatte, blies ich dann auch weiter. Er fummelte. Es deutete sich dann an, dass sein Plan war mit mir zu schlafen. Ich fragte ihn nach einem Gummi. Er hatte keinen mit und ich auch nicht. Ich sagte ihm, dass ich vor Allem zu seinem Schutz nicht so mit ihm schlafen würde. Denn ich hätte zu viele Sexualpartner. Wir hatten viele Jahre ungeschützten Geschlechtsverkehr gehabt, wie das halt so ist in einer Beziehung. Aber das ist lange her.

So brachte ich dann den Blowjob zu Ende. Er spritzte sich und meine Sitze voll. Der Nachteil von Blowjobs im Auto. Ich glaube für ihn war es ein ziemlich aufregendes Ausbrechen aus seiner Beziehung, die ihm den Rest seine Lebens Sex mit der gleichen Frau verspricht. Für mich war es ein kleiner Quickie im Auto, wie schon viele vorher. Spaß, aber nicht ungewöhnlich.

Eifersucht – kann man ja mal haben..

Hab auch ich hin und wieder. Alles andere wäre vermutlich auch seltsam. Da ich ja nun doch sowas wie eine Beziehung mit Mr. Bondage habe, kann das gar nicht ausbleiben. Wir verbringen unter der Woche, wenn er in meiner Stadt ist viele Nächte miteinander. Dabei geht es gar nicht immer um Sex. Oft einfach um Nähe, Kuscheln und Zeit miteinander zu verbringen. Ich versuche mich halbwegs nach seinem Lebensrhythmus zu richten. Sein Job gibt dabei die Taktung vor und lässt ihm nicht allzuviel Freizeit.

Aber es gibt auch immer mal wieder Abende an denen er sich mit anderen Frauen treffen möchte. Dabei kann er sich nicht immer nach mir richten. Wir haben vereinbart, dass ich ihn frage, wenn ich etwas über die anderen Treffen wissen will und er erzählt es mir dann. Meistens frage ich dann auch, mit wem er sich trifft und was er vor hat. Je nachdem in welchem Kontext es mich erwischt macht es mir mal mehr und mal weniger aus. Wenn ich das Gefühl habe, dass wir eine gute Zeit zusammen verbracht haben, dass wir uns Zeit für einander genommen haben, dann ist es nicht so schwierig ihn für einen Abend an eine andere Frau „abzugeben“. Wenn er viel hat Arbeiten müssen oder ich viele Termine Abends hatte, dann fällt es mir manchmal schwer.

Wenn er mir dann erzählt, dass er sich mit einer anderen trifft, dann sticht das anfangs. Ich sage dann meist „Schon okay“. Mr. Bondage hat verstanden, dass es in dem Moment nicht okay ist, aber ich gerade nicht darüber reden will.
Ich nehme mich dann immer zurück und hinterfrage mich, was mich jetzt genau stört, warum es mich trifft. Ist die Eifersucht nur ein Impuls oder gibt es etwas worüber ich mit Mr. Bondage reden müsste? Ich muss das immer erst mit mir selbst klären. Eifersucht ist nichts, was ich in einem Impuls am Partner auslassen möchte.

Manchmal stört mich in einem ersten Impuls, dass er sich mit ihnen auch in seiner Wohnung trifft. So ein bißchen habe ich die schon als mein Revier verstanden. Aber rational betrachtet wäre es ja auch Quatsch wenn er sich mit den Frauen woanders treffen würde, wenn er schon eine Wohnung hat. Und ich hab in der Wohnung ja immerhin mein eigenes Schrankfach. Das haben die anderen nicht. 🙂

Manchmal habe ich das Gefühl, dass er sich mit schlankeren und hübscheren Frauen trifft, weil ihm etwas fehlt. Aber auch das ist ein Impuls. Wenn wir uns sehen, weiß ich und spüre ich, dass unsere Beziehung was Besonderes für ihn ist und dass er mich sehr schätzt. Andere Frauen sehen eben anders aus als ich.
Wenn es dann so weit ist, dann habe ich meist eh eine alternative Beschäftigung gesucht. Ich würde dann nicht zu Hause sitzen und mir dauern den Kopf zerbrechen. Wenn es dann so weit ist, dann ist mein Unbehagen meist weg und ich hoffe und wünsche ihm, dass er ein schönes Erlebnis hat. Ich will es ihm gönnen.

Ich weiß ja, dass ich auch manchmal einfach was Neues ausprobieren und spüren will, warum also sollte er das nicht auch wollen und mich deswegen weniger gern haben. In der Tat habe ich mich mit deutlich weniger anderen Männern getroffen in letzter Zeit. Ich mache das nach Bauchgefühl. Zurzeit ist der Drang einfach nicht so groß.

Aber ja es ist ein Thema mit dem man sich in polyamoren Beziehungskonstruktionen immer wieder auseinanderseitzen muss. Etwas woran man immer wieder arbeiten muss.

Wiedersehen mit Tom

Ich hatte mal wieder Sehnsucht nach Norddeutschland. Also beschloss ich ein langes Wochenende dort hinzufahren. Netterweise fand ich auch dieses Mal wieder Unterschlupf bei einem befreundeten Pärchen. Ich sagte Tom Bescheid, dass ich in seine Stadt kommen würde. Wir schrieben immer mal wieder. Aber sehr lose. Seitdem er mich als Geliebte abserviert hatte, war zwischen uns nichts mehr gelaufen. Die Trennung war relativ hart für mich und ich war eine ganze Weile liebesverkummert gewesen. Obwohl ich ja nur seine Geliebte gewesen bin. Nur. Aber irgendwie auch nicht nur. Es hattest nie nach nur angefühlt. Wenn ich nun mit einigem Abstand an ihn denke, ist er immernoch der erste Mann, bei dem ich mir vorstellen könnte ihn auf der Stelle zu heiraten. Aber er ist ja leider nicht auf dem Markt. Aber ich war gespannt, ob mich ein Treffen mit ihm in ein Gefühlschaos stürzen würde.

Nach der Trennung, wollte er ja eigentlich nie wieder Sex mit mir haben. Aber schon in den Nachrichten vor meinem Aufenthalt klang das anders. Schien wohl genug Zeit ins Land gegangen zu sein. Er schrieb, dass er sich so einen Blowjob schon vorstellen könne. Aha, dachte ich mir, könntest du also. Und grinste in mich hinein. Das scheinen die Frauen nach mir also nicht so toll hinbekommen haben. Ich wußte noch nicht so recht, ob ich mich darauf einlassen würde. Aber wir vereinbarten, dass wir uns an dem Wochenende treffen würden und darüber freute ich mich sehr.

Ich war sehr gespannt auf ihn. Er würde allerdings nicht besonders viel Zeit haben. Konnte nicht so lange wegbleiben von der Familie. Wir verabredeten uns am Samstag auf dem Parkplatz eines Einkaufszentrums. Er gefiel mir immernoch so gut wie früher. Ein großer sportlicher netter, aber nicht zu netter Mann. rrr. Auch die Vertrautheit war gleich wieder da. Ich war vorher sehr gespannt gewesen, wie sich ein Treffen mit Tom anfühlen würde. Vor Allem auch, weil es jetzt Mr. Bondage gab. Wir unterhielten uns eine Weile in seinem Auto. Über dies und das. Er erzählte mir, wie es ihm in der Zwischenzeit ergangen war. Während wir uns so unterhielten merkte ich, dass mein Herz aber momentan einem anderen gehört. Ich musste an Mr. Bondage denken. Tom hat in meinem Herzen schon auch noch einen kleinen Platz, aber der große Teil ist bei Mr. Bondage.

Nach einer Weile fing Tom an mich anzufassen. Meine Brüste zogen ihn wohl immernoch an. Und wir küssten uns. Da war das Ziehen im Bauch, dieses wundervolle Gefühl. Und er ist ja einfach ein wundervoller Küsser. Wir knutschten eine ganze Weile. Irgendwann packte er ganz kokett seinen Schwanz aus. Damals wie heute finde ich, dass er einfach einer der optisch schönsten Schwänze aller Männer hat, die ich bisher so hatte. Ich beugte mich über die Mittelkonsole und wollte es ihm mit Hingabe besorgen. Das war allerdings gar nicht so einfach. Es war kalt und irgendwie knackte mein Kiefer mal wieder.

Der Parkplatz war allerdings eh so voll, dass er sich richtig fallen lassen konnte. Aber ich hatte ihn so heiß geblasen, dass er sagte, dass er mich nach seiner Arbeit wiedersehen will. Passte mir in den Plan, also sagte ich zu. Wir trafen uns dieses Mal auf einem abgelegenen dunklen Parkplatz. Er hatte mir vorher schon gesagt, dass er nur eine halbe Stunde Zeit haben würde. Das war okay für mich. Jetzt wollte ich auch mehr. Mehr Küssen, mehr Anfassen.

Als er da war, fackelten wir nicht lange und knutschten wild los. Dann packte er seinen vor Vorfreude schon prallen Schwanz aus und ich verwöhnte ihn nach Kräften. Lutschte und saugte, wie ich das immer tue. Mit Hingabe. Nahm ihn tief. Aber sein Schwanz war groß. Als er dann schon ziemlich geil war fing er an meine Kopf rhythmisch tiefer zu drücken. Fast zu tief, so dass mir schon die Tränen in die Augen schossen. Aber ich hielt es aus. Und dann kam er ziemlich heftig stöhnend. Dann trennten sich unsere Weg auch schon wieder.

Trotzdem es nur ein Blowjob war, für mich war es schön gewesen. Auch das Küssen. Wir werden uns sicher wiedersehen.

Die BDSM-Szene und ich

Ich hatte mich ja bisher weitestgehend geweigert mich in der BDSM-Szene herum zu treiben. Bis auf ein paar kleine Stammtischbesuche mit Mr. Bondage und den Fesselabenden hatte ich wenige Berührungspunkte. Aber auch gewollt so. Denn ich hatte immer das Gefühl, dass ich mir dann Gedanken darüber machen muss, ob meine Art zu spielen „richtig“ ist. Ob ich wirklich devot oder masochistisch bin. Ob ich da rein passe, in die Szene. Oder ob ich doch nur eine von den Shades of Grey-Tanten bin, die so ein wenig Fesseln spielt. Diesen Fragen wollte ich mich nie stellen. Denn ich mochte meine Art zu spielen. Wollte mich nicht einsortieren lassen. Finde jedes Spiel hat auch seine Berechtigung.

Andererseits war ich neugierig, vor allem auf ästhetischen Input. Eine schöne Location, schönes Spiel, Menschen mit einander umgehen sehen. Da kam es, dass in meiner Stadt eine BDSM-Spieleparty stattfand und Mr. Bondage mich fragte, ob ich da mit ihm hingehen möchte. Ich wollte. Vor allem, weil ich gerne mit ihm da hin gehen wollte. Es gemeinsam mit ihm erleben wollte. Aber ich hatte ZWeifel, ob ich irgendwelchen Ansprüchen gerecht werden würde, wie man sich dort verhält, ob mir das liegt. Die Karten waren teuer und man war namentlich angemeldet, so dass ich auch keinen Rückzieher machen konnte. Und ich hatte mal wieder nichts zum Anziehen. Also zumindest unten herum. Ich wollte meine Korsett anziehen, aber ich besitze keinen Rock.

Mr. Bondage und ich gingen am Tag der Party zum Shoppen los. Da ich leider noch arbeiten musste blieb und nicht so wirklich viel Zeit. Er schleppte mich in zwei Sexshops, die er kannte. Dort versuchten wir Strapse für mich zu kaufen. Allerdings finde ich es in normalen Sexshops nicht so einfach etwas passendes zu finden, wenn man ein wenig kurviger ist. Die meisten Sachen sind da so für das Modell Gogo-Tänzerin mit gemachten Titten.

Das Einkaufen wurde zwischenzeitlich ein wenig dramatisch, weil ich PMS hatte und mir mal wieder die Düse vor der Veranstaltung ging. Wegen Klamotten, wegen der Tatsache, dass ich nicht wußte, ob ich mich richtig verhalten können würde. Mr. Bondage war ein geduldiger Engel und ging mit mir eine Runde spazieren, bis ich mich wieder einbekommen hatte. Ja, einer der seltenen Dramamomente bei mir. Aber wir wurden fündig, wenn ich auch nicht abschließend zufrieden war. Also wir kauften ein Strapsband und drei oder vier Paar Strümpfe.

Dann sahen wir uns noch Halsbänder an. Also klassische BDSM-Halsbänder meist mit einem Ring. Schon beim Anprobieren war ich mir nicht mehr sicher, ob ich so eines denn tragen würde. Das sagte ich ihm aber auch. Es gab keines, dass ich für mich passend fand. Wir probierten bestimmt fast zehn so Halsbänder an. Aber in keinem fühlte ich mich widergespiegelt. Die waren alle sehr standardisiert. Meist Schwarz oder schwarz-rot. Er kaufte zwei, sagte aber beim zweiten schon, dass er es nicht für mich kaufen würde, sondern es einfach nur für seinen Fundus sei. Was mir war nicht gefiel waren die Metallketten. Das sagte mir vom Material her schon gar nicht zu. Ich trage auch sonst keinen Schmuck vor allem nicht aus Metall. Aber so eines kaufte Mr. Bondage auch nicht mit. Wir landeten noch in einem Sexshop, wo uns aber die Besitzerin gleich signalisierte, dass sie keinen passenden Rock für mich habe. Sie schickte mich in einen normalen Laden weiter, in dem ich mir einfach einen ganz simplen schwarzen Minirock kaufen sollte.

Zu HAuse vor dem Einkaufen hatte mir Mr. Bondage schon sein Outfit gezeigt. Anzug, darüber ein Mantel und eine venezianische Maske. Das gefiel mir gut. Er hatte auch für mich eine sehr stilvolle Maske. Deswegen war ich irritiert, dass er mich in dem Laden noch sehr nicht dazu passende Masken anprobieren ließ. Aber er war nicht davon abzubringen. Was sowohl die Verkäuferin, als auch mich irritierte. Aber ich probierte an und er war dann auch überzeugt, dass sie nicht passen. Zum Glück.

Ich musste dann allein noch losziehen und mir unter Zeitdruck einen schwarzen Rock kaufen. Meganervig. Ich fand einen. Der passte so halbwegs. Nicht optimal, aber okay. Dann düste ich wieder zu Mr. Bondage und wir machten uns fertig. Leider hatten wir am Ende halbwegs Zeitdruck, weil es nur ein gewisses Einlassfenster auf die Veranstaltung gab. Und wir waren auch prompt die letzten, die dort einmarschierten.

So stand ich da, führte zum ersten Mal mein Korsett aus. Schwarz, vorne mit einem weißen Einsatz unter schwarzer Spitze, so dass es silbern wirkt. Darüber ein schwarzes Bolerojäckchen. Einem schwarzen Minirock, drunter die Strapse und unten nicht allzu hohe Pumps. Ich sah schnell, dass mein Outfit völlig okay war, sehr zurückhaltend, aber das war okay so. Vorerst mal kein Halsband. Ich wollte mir erstmal alles ansehen, mich herantasten. Am liebsten in eine Ecke stellen und einfach nur gucken, was da für Menschen sind, wie sie miteinander umgehen, was so alles passiert.

Mr. Bondage hatte mir vorher noch gesagt, dass er das Profil von einer unfassbar tollen Frau gefunden hatte, die er an diesem Abend unbedingt mal kennenlernen wollte.

Bevor ich mich richtig eingewöhnen konnte drehten wir eigentlich schon eine Runde um alle Menschen zu begrüßen die Mr. Bondage so kannte. Das war mir fast schon zuviel, weil mir nicht so klar war, wie ich mich verhalten sollte. Die meisten anderen waren sehr klar in dominant und devoten Rollen. Manche knieten vor ihrer Herrin.

Ich bin eine starke Persönlichkeit im normalen Leben. Auch emanzipiert. Und mit der Tatsache nur über eine devote Rolle wahrgenommen werden zu können, komme ich noch (bewußt noch) gar nicht klar. Das sollte an diesem Abend unsere Beziehung noch ganz ordentlich auf die Probe stellen.

Aber vorher erlebten wir auf der Begrúßungsrunde noch eine Überraschung. Mr. Bondage entdeckte die Frau, die er kennenlernen wollte. Sie war in der Tat außergewöhnlich schön. Sie hatte einen Mann an ihrer Seite. Mein Herz machte einen Sprung als ich ihn erkannte. Ausgerechnet einen Mann, den ich auch kannte, der schon Teil meines Blogs gewesen ist….

Ich kann es ihm nicht geben …

Manchmal hinterlässt mich Mr. Bondage ein wenig irritert. Irritiert, weil unsere Empfindungen sehr gegensätzlich sind. Ich fühle mich angekommen bei ihm in gewisserweise. Angekommen in einem irgendwie gearteten Beziehungsdinges, dem ich keinen Namen geben will. Wir sind zusammen, irgendwie. Er gibt mir Halt, Nähe, Zuneigung, Gefühle, Zeit. Das kann ich ihm auch geben. Soweit so gut. Der Bonus obendrauf ist für mich, dass er mir, wenn er in Spiellaune ist, unfassbare Orgasmen geben kann. Der vaginale Orgasmus war überwältigend für mich. Genau danach war ich auf der Suche. Das habe ich bekommen. Das gibt mir soviel. Deswegen sind meine anderen Dates ziemlich wenig geworden.

Aber genau das kann ich ihm nicht zurückgeben. Ich kann ihm keinen Orgasmus machen. Ich kann ihn nur unterstützen, wenn er es sich selbst macht. Das ist hart für mich, wo er mir doch so viel gibt. Mich mit unglaublichen Orgasmen quält. Wenn ich in Spiellaune bin und ihn heiß mache, dann kann ich es nicht zum Abschluss bringen. Ich merke einerseits, dass er zufrieden ist mit dem was ich ihm geben kann. Aber das er auch immer wieder Phasen hat, in denen er unzählige Frauen datet, auf der Suche nach der Einen, mit der es zufällig genau so passt, dass sie ihn zum Kommen bringt. Auch wenn ich nicht wirklich eifersüchtig bin, ist es manchmal gar nicht leicht, das mitzubekommen. Weil ich es ihm eben nicht geben kann.

Wir haben ein langes Gespräch darüber geführt, warum er nur so schwierig kommen kann. Seine Vermutungen, meine Vermutungen. Ich habe ihm versprochen, dass ich über den Inhalt Stillschweigen bewahren werde. Das tue ich auch.

Vielleicht passiert es irgendwann, in einem zufälligen Moment, wenn keiner damit rechnet. Ich hoffe sehr, dann nur nehmen zu können ist gar nicht so leicht.

Runde zwei, der Pool und der Barkeeper

Der Soldat und ich kamen zurück an die Bar und trafen dort wieder meine Freundin Elisa. Sie hatte sich wie es schien nicht gelangweilt, sondern sich mit dem einen oder anderen Mann unterhalten. Der Soldat und ich lachten noch ein wenig über das eben Erlebte. Vor Allem darüber, dass wir das mit dem Eimer in der Tür nicht gewusst hatten. Irgendwie war ich noch nicht so recht befriedigt und er hatte auch noch Lust. Noch dazu war ich mir nicht sicher, dass ich nochmal jemanden finden würde, auf den ich Lust hatte. Also beschlossen wir es nochmal zu versuchen, dieses Mal mit dem Eimer in der Tür. Wir gingen also schon ein paar Minuten später wieder nach oben und beschlossen am Ende wieder in die gleiche dunkle, etwas versteckt gelegene Höhle zu gehen, in der wir am Anfang schon gewesen waren.

Immerhin wussten wir dieses Mal schon, wie das mit dem Küssen zwischen uns beiden funktioniert. Und der Eimer schien Erfolgversprechend. Es waren zwar Zuschauer da, aber die blieben dieses Mal vor der Türe. Es gelang uns die anderen auszublenden. Knutschen, fummeln, blasen und dann beschlossen wir, dass wir Sex haben wollten. Er angelte sich ein Kondom zog es an und fickte mich. Ich massierte mir mit den Fingern den Kitzler und kam so relativ schnell. Am Ende kurz vor seinem Orgasmus war dann doch noch ein Mann in unsere Höhle geklettert und hatte sich langsam an uns heran gerobbt. Das war ein wenig nervig. So dass wir dann doch noch sagen mussten, dass er nicht mitmachen darf. Aber der Soldat kam dann trotz der Ablenkung noch. Es war schön. Aber auch von beiden Seiten sehr zielorientiert. Wir wollten ficken, ohne große Umwegen und das hatten wir getan. Anziehen, duschen und zurück an die Bar.

Mein Freundin Elisa und ich waren ja schon ziemlich früh in den Club gegangen. Als ich dann mit dem Soldaten zurück kam, war es gerade so 20 Uhr und der Abend war noch jung. Mittlerweile war noch ein Freund von uns dazu gekommen. Der Soldat, verabschiedete sich unmittelbar nach dem Sex und ging nach Hause. Elisa fragte, ob ich denn nicht die Nummer von ihm hätte haben wollen. Darüber hatte ich gar nicht nachgedacht. Für mich war es völlig okay, dass er sich verkrümmelt hat. Ich habe mir auch nicht seinen Namen gemerkt. Es war okay so wie es war. Nettes Gespräch, kurzer Fick und gut. So konnte ich nun einfach einen netten lustigen Abend mit meinen Freunden haben.

Wir aßen ein wenig, tranken und sahen uns die anderen Menschen an. Es gibt da wirklich alles. Dick, dünn, gut angezogen, komische Klamotten, geschmackvoll, alt und jung. Die Mischung ist wirklich interessant. Ich würde ja vieles von dem was die anderen da so anziehen aus ästhetischen Gründen nicht tragen, aber jeder soll das so machen, wie er es gerne hätte. Zwischendurch drehten wir immer mal wieder eine Runde durch die Zimmer um zu schauen, was da so im Gange war. So einiges. Die vielen Soloherren bekamen auch immer mal wieder die Gelegenheit sich zu beteiligen. Und ich hatte das Gefühl, dass je später der Abend wurde, desto geringer wurde der Druck und desto weniger nervig wurden die Handtuchträger.

Elisa kannte von früheren Besuchen einen wunderhübschen netten durchtrainierten schwarzen Mann, der noch dazu gern Frauen den Rücken massiert. Zumindest fädelte Elisa ein, dass wir nach einander eine wunderbare Rückenmassage bekamen. Ich traute dem Braten am Anfang ja nicht und war mir sicher, dass er eine Gegenleistung dafür haben wollte. Aber er wollte wirklich nicht. Zu cool einfach. Noch eine Massage bekommen, einfach so. Es fing an mir zu gefallen. Netten Typ abgeschleppt, Massage bekommen, All-inclusive-für wenig Geld, da kann man nicht meckern.

Und ich konnte mich im Laufe des Abends noch davon überzeugen, dass das Prinzip „zu Geben ohne dafür eine Gegenleistung zu erwarten“ meistens dazu führt, dass der Gebende reichlich belohnt wird. Der leckere Masseur konnte sich jedenfalls nicht über zu wenig Sex beschweren.

Gut durch geknetet beschloss Elisa, den Clubeigenen Pool zu entern. Ich hasse ja baden eigentlich. Bade vielleicht zweimal im Jahr. Aber ich ließ mich überreden mit in den Pool zu klettern. Da saßen wir dann zu dritt, Elisa, unser Freund und ich.. Bis noch ein Typ kam und einfach mitreinkletterte.. Dann war es ziemlich eng.. Aber so ein wenig unter Wasser fummeln war schon ganz nett. Ich streichelte mal Elisas Beine und mal die Beine unseres Kumpels. Der auch wirklich ganz niedlich ist. Lange hielt ich es aber trotz netter Begleitung nicht in der Wanne aus und flüchtete. Ich duschte mich und zog mir wieder mein Kleid an. Ich hatte das Gefühl, dass sich was zwischen Elisa und unserem Kumpel etwas anbahnte und beschloss mich zu verkrümmel um nicht im Weg umzugehen. Ich ging wieder nach unten und setzte mich allein an die Bar.

So ganz allein als Solofrau. Ich war gespannt, was passieren würde. Ich wollte gar niemanden kennenlernen. Wollte eigentlich auch gar nicht kommunizieren. Mittlerweile war der Abend schon ein wenig fortgeschrittener. Der Druck bei den meisten Männern war abgebaut. Und ich strahlte vermutlich auch aus, dass ich nicht aufgerissen werden wollte. So wurde ich ziemlich in Ruhe gelassen. Und kam mit dem wirklich gutaussehenden schwarzen Barkeeper ins Gespräch. Wir flirteten, es gefiel mir. Er fragte mich dann heimlich nach meiner Nummer. Ich war mir nicht sicher, ob er das nicht eben bei jeder Frau machen würde und überlegte, ob ich sie im wirklich geben wollte. Aber ich hörte auf mein Bauchgefühl und schrieb die richtige Nummer auf. Wir wollten uns mal auf einen Drink treffen. Haha, ich reiße in einem Swingerclub einen Mann auf, mit dem ich erst mal einen Trinken gehen will. Auch gut. Sowas mag ich ja..

Nach einer ganzen Weile kamen meine beiden Freunde dann grinsend wieder. Ich hatte Recht behalten. Es war was gelaufen. So gingen wir am Ende alle zufrieden nach Hause.