Die blaue Pille und Sonstiges

Zur Zeit kann ich am besten schreiben, wenn ich SIA höre, oder Grace Vanderwaal. Beide finde ich unglaublich inspirierend. Also Kopfhörer auf und los geht es.

Der KaminabendBDSM in der Nähe von Leipzig war spannend. Ich glaube, dass ein schöner Podcast dabei herauskommen wird. Die Gesprächsrunde war gut gemischt. Ich hoffe, dass der Joyclub schnell fertig wird mit der Postproduction. Dann werde ich den Link natürlich auch sofort posten.

Ansonsten bin ich ein wenig frustriert über die beiden Singlemänner mit denen ich angebandelt habe. Sowohl Mr. Workaholic als auch Mr. Band machen sich sehr rar. Das quält mich zuweilen ein wenig. Aber ich kann es nicht ändern. Wenn sie nicht wollen, dann wollen sie halt nicht.

Vor etwas mehr als einer Woche habe ich mich auf ein Blogger-Event gewagt. Manchmal tue ich das. Weil ich es spannend finde, andere Blogger zu treffen. Doch ein wenig raus aus der Anonymität, aber nur ein bißchen. Ich habe da keine Visitenkarten dabei wie die anderen, die sich bestmöglich vernetzen möchten. Ich versuche trotzdem so ein klein wenig unter dem Radar zu bleiben. Trotzdem habe ich dabei auch wirklich spannende Menschen kennenlernen können. Und ich mag ja die Reaktionen der Menschen, wenn man sagt, dass man über Sex bloggt. Die meisten werden dann neugierig. Das ist ziemlich cool. Ich bin dann immer hin und her gerissen zwischen dem positiven Gefühl, dass die meisten Menschen cool und neugierig reagieren und dem schlechten Gewissen sich vielleicht doch zu weit vorgewagt zu haben. Aber ich habe auch viel Motivation mitgenommen weiterzuschreiben. Das Gefühl, dass es etwas Gutes dabei herauskommt, wenn man es authentisch und mit Herzblut tut. Einfach zu gucken, wohin die Reise mit mir und meinem Blog noch führen wird.

Ich kann ja auch zu Allem stehen, was ich tue. Wenn mich jemand danach fragt ist das alles kein Problem. Aber ich möchte vermeiden, dass es jemand zu leicht gegen mich verwende kann. Ich bewundere die paar wenigen Frauen, die über das Thema bloggen oder reden und das bewusst unter ihrem Namen tun. Das hängt auch sicherlich davon ab, aus welchem Umfeld man kommt. Ich finde es trotz alledem auch sehr legitim, es nicht öffentlich zu tun. Das vom sonstigen Leben zu trennen.

Ich hatte mich eines Nachts bei „Paula kommt“ der Sendung auf Sixx beworben. Das ist eigentlich ein Talkformat über Sex. Habe dann aber in eine weiteren Mail meine Bewerbung zurück gezogen, da ich mein Gesicht nicht zeigen möchte. Nichtsdestotrotz hat die Redaktion ein Casting-Video via Videokonferenz mit mir gedreht. Nicht für das Talkformat, sondern für einen Beitrag. Ich werde irgendwann noch Bescheid bekommen, ob sie das Thema machen möchten oder nicht. Natürlich werde ich nicht erkennbar sein.

Sowohl bei dem Casting, als auch bei den Aufnahmen für den Podcast KaminabendBDSM ist mir klar geworden, dass ich immer wieder über andere Themen wahrgenommen werde, ein Label bekomme. Im ersten Podcast war ich die Vertreterin der polyamoren Fraktion. Wobei mir jemand hinterher geschrieben hat, dass er nicht findet, dass ich wirklich polyamor sei. Sondern eher polygam. Ich würde ja schließlich in keinem wirklich polyamoren Beziehungsgeflecht leben. Ja, wenn man es so sieht, dann passt das Label nicht. Aber es war mein Merkmal für den ersten Podcast. Beim Casting für die Fernsehsendung war ich „die Geliebte“. Ich habe ja durchaus journalistische Erfahrung, so dass ich eigentlich weiß, dass eine Geschichte die man erzählt ja auch einen Dreh braucht. Aber ich war während des Interviews doch sehr überrascht, dass alle Fragen sich darum drehten, wie das Leben als Geliebte so ist. Aber ja, manchmal vergesse ich, dass ich meinen Blog damals Seitenspringerin getauft habe. 🙂

Einer der ersten Männer, der aus seinem Weihnachtsurlaub zurück in meine Stadt gekehrt war, war Mr. Jazz. Worüber ich mich sehr freute. Mit ihm habe ich viele Abende mit einem Drink und einem guten Gespräch verbracht. Sex passiert auch. Aber das ist wie eine entspannte Freundschaft, wo man auch mal mit einander im Bett landet, wenn beide Bock haben, aber ist kein Muss. Als ich gerade über die Erlebnisse mit ihm nachgedacht habe, fällt mir auf, dass er der erste Mann ist von dem ich weiß, dass er beim Sex mit mir mal eine halbe Viagra genommen hat. Das Erlebnis hatte ich nie verbloggt glaube ich. Er hatte wohl den Anspruch an sich selbst es mir mal richtig besorgen zu wollen. Obwohl ich nicht fand, dass er sonst bemerkenswerte Erektionsprobleme hatte. Sonst habe ich ihm halt einen Orgasmus geblasen. Zumal ich ja nicht so einfach zum Orgasmus zu vögeln bin und mir ja auch sonst zu helfen weiß. Ich glaube er hatte sich die Pillen von einem Bekannten geben lassen und hatte nur eine Viertel Tablette eingenommen. Er hatte auch eine wirklich krasse harte Latte. Die stand einfach ohne, dass ich was dazu tun musste. Er hatte die Tablette eingenommen, ohne dass ich es gesehen hatte. Mit seiner Latte hat er mich auch ziemlich ordentlich gevögelt. Das Problem an der Sache war nur, dass er selbst von der Tablette nur noch eine sehr abgestumpfte Wahrnehmung hatte, so hat er es mir hinterher erzählt. Ich glaube ich habe ihn auch gar nicht zum Kommen gebracht. Aber das war ihm wohl an diesem Abend nicht wichtig gewesen. Wir haben uns in der Zeit oft sehr spät Abends erst getroffen und sind dann schnell eingepennt. Ich glaube in der Phase hatte ich einigermaßen viel Stress, deswegen habe ich wohl nie darüber geschrieben. Es fällt mir jetzt ein, wo ich nochmal alle unsere Erlebnisse in dem Einzimmer-Wohnsilo, das er in dieser Zeit gemietet hatte Revue passieren ließ.

Das bringt mich auch auf meine aktuelle Geschichte. Denn als wir uns nach seinem Weihnachtsurlaub wieder gesehen hatten, bewohnte er ein Hotelzimmer. Wir trafen uns zum ersten Mal in einem bequemen Umfeld. Das spartanische Ein-Zimmer-Wohnklo, dass er untergemietet hatte, hatte auch was. Aber es war eher immer wie der Camping-Abenteuer Urlaub mit den Matratzen auf dem Boden. Das macht mir nichts aus. Aber deswegen war der Kontrast bemerkenswert, als wir uns zum ersten Mal in einem schicken Hotelzimmer trafen. Passend dazu hatte ich mein Cluboutfit mitgebracht, sozusagen die Reizwäsche ausgepackt. So hatte er mich auch noch nie gesehen. Aber es gefiel ihm. Wir hatten lange keinen Sex gehabt, das war spürbar. Wir mussten uns erst wieder aufeinander eingrooven. Wobei wir beide nach einem langen Tag ziemlich müde waren, also hatten wir quasi Einschlafsex miteinander. Keine Experimente. Guten klassischen Sex. Blowjob. Alles gut. Ich habe im gemütlichen Hotelzimmer sehr gut geschlafen (ich glaube er hat irgendwie nicht sonderlich gut geschlafen) und nur halb so weit zur Arbeit, wie sonst. Doppelt gut für mich – Einschlafsex und länger schlafen, weil halb so langer Arbeitsweg. Jederzeit wieder.

Themenspeicher

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Die einzigen Gäste im Club
  • Nicht im Club

Ich zuuuu ungeduldig….

Ich sitze Mitten in Sachsen in einem McDonalds und habe noch ein wenig Zeit übrig, weil ich ein gutes Stück zu früh dran bin. Warum bin ich da? Ich werde auch am zweiten Kaminabend BDSM teilnehmen, der Martin vom Training-of-the-O-Blog wieder zusammen mit dem Joyclub organsiert hat. Es wird wieder einen Podcast geben. Es war eigentlich gar nicht vorgesehen, dass ich schon wieder teilnehme. Aber es hat wohl jemand abgesagt und ich bin reiselustig und kompetent und witzig :-). Also freue ich mich, dass ich nochmal dabei bin. Mal sehen, ob ich was sinnvolles zu dem Thema beitragen kann. Wie immer bin ich schlecht vorbereitet, habe keine Themen geschickt, habe mir das zwischen lauter Ehrenamtstermine in das Wochenende reingequetscht. So dass ich heute die 400 Kilometer rauf und später auch wieder runterfahren werde. Aber was tut man nicht alles. Ich werde dann natürlich auch wieder den Link zu dem Podcast posten, sobald er fertig ist.

Ansonsten war die letzte Woche gefühlmäßig ein wenig einsam. Es wird schon spürbar, dass Mr. Bondage sich beruflich verändert hat. Er ist viel seltener in meiner Ecke. Wir waren noch einmal Mittags kurz Essen, was schon war, aber bei weitem nicht ausreicht um meine Nähe-Speicher aufzufüllen.

Mr. Workaholic war in der weiten Welt beruflich unterwegs, also gibt es auch dort nichts neues. Fast nicht. Einmal hat er mir nach einem langen Arbeitstag offensichtlich betrunken WhatsApps geschickt. Sehr aufschlussreich 🙂 Ich nehme an, dass er das meiste davon gerne zurücknehmen würde. Ich fand es spannend mal in seinee Gefühlswelt Einblick zu bekommen. Von dem missglückten ersten Clubbesuch ist ihm am allermeisten der Moment im Gedächtnis geblieben, als ich auf der Couch meinen Kopf an seine Schulter gelehnt hatte. Das fand ich sehr erfreulich. Wenn du einen Mann mit in einen Swingerclub nimmst und der Moment, der ihm am Besten gefallen hat der war, als du dich an ihn hingekuschelt hast. Ich nehm das jetzt einfach mal als Kompliment.

Mr. Band mit dem ich so intensiv geknutscht habe, der bringt mich noch um meinen Verstand. Wir haben uns noch ein weiteres Mal getroffen. Wieder an meinem Peak-Day. Wir haben ein erstaunliches Timing. Wir haben uns drei Mal bei ihm zu Hause getroffen. Zwei Mal davon hatte ich den Peak-Day meiner Tage. Deswegen war der Abend quasi die Blaupause von unserem ersten Treffen bei ihm zu Hause. Das Knutschen war so intensiv, so nah, so aufwühlend. Ich bin nahe dran mich Hals über Kopf in ihn zu verknallen. Dabei weiß ich verhältnismäßig wenig von ihm. Außer dass er Single ist und schon Papa aus einer vergangenen Beziehung. Aber er küsst mich einfach um den Verstand. Eigentlich würde ich ihn am liebsten dauernd sehen. Mehr haben, mehr küssen, mehr von ihm. Aber er hat auch viel zu tun und sagt mir immer, dass es dauern wird bis wir uns wiedersehen. Ich sitze ich immer wie ein verknallter Teenager auf Kohlen bemüht ihn nicht zu sehr zu nach einem Wiedersehen zu bedrängen (was mir wirklich sehr schwer fällt.) Und ja, ich habe schon den Fehler gemacht, dass ich ihm per WhatsApp gestanden habe, dass ich mich ein klein wenig verknallt habe in ihn. Was ihn natürlich erstaunt habt, weil wir uns ja wirklich kaum kennen. Naja ich habe es mal wieder nicht ausgehalten. Ich Depp. Wie ich mich ärgere, dass ich immer so ungeduldig bin. Keine Ahnung wie das mit uns weitergehen wird. Mal sehen, ob ich ihn verschreckt habe.

Im Darüber-Nachdenken, ob ich mir eine Beziehung mit Mr. Band vorstellen kann, ist mir auch klargeworden, dass meine Freundschaft zu Mr. Bondage nicht mehr verhandelbar ist für mich. Wenn mich also jemand nur unter der Prämisse nehmen würde, dass ich Mr. Bondage aus meinem Leben streichen muss, dann würde das nicht mehr gehen für mich. Viel zu wichtig ist er mir als Freund geworden. (Ich spreche gerade nicht von ihm als Sexualpartner) .

Das war jetzt mal so ein kleiner Gefühlszwischenbericht. So jetzt mache ich mich auf den Weg zum Kaminabend. Freu mich schon.

 

Die Riesenkugel stellt mich vor ein Problem…

Nach dem Clubbesuch mit Mr. Workaholic, der zwar auch erhellend, aber in mancher Hinsicht auch unbefriedigend war, verabredete ich mich mit einem Mann, den ich zum ersten Mal in der Silvesternacht im Club gesehen hatte. Ich hatte ihm beim Spielen mit seiner Begleiterin zugesehen. Es ist leicht ihn im Gedächtnis zu behalten, weil er unübersehbar ein ziemlich mächtiges Piercing an seinem besten Stück trägt. Er hatte an dem Abend schon Interesse signalisiert, ich war seinen Lockversuchen auf die Matte aber nicht gefolgt. Einfach auch, weil ich keine Lust hatte, mich damit auseinanderzusetzen, in welchen Verhältnis er und seine Partnerin stehen. Am Ende des  Abends hatte er mir kurz bevor er gegangen war, noch meinen Nick von der Rirarammelseite entlockt. So dass es nicht verwunderlich war, dass nur wenig später eine Mail von ihm in meinem Postfach landete.

Und siehe da, er hatte mich auch vor dem Abend im Club schon mal angeschrieben. Das spricht dafür, dass er auch mein Profil ansprechend findet. Was ich dann wiederum gut finde. Er hatte sich immer als Begleiter für einen Clubabend gemeldet, es hatte sich für mich aber immer anders ergeben. An diesem Abend war es für mich sehr verlockend noch auf jemanden zu treffen, den ich schon einschätzen konnte. Zumal wir eh lose am hin und her schreiben waren. Er war besuchbar und ich machte mich auf den Weg. Ich war hungrig, also quatschten wir erst bei Pizza und einem Drink. Ich fühlte mich wohl bei ihm. Dann landeten wir schließlich in seinem Bett. In seinem riesigen Bett. Es fiel mir überraschenderweise an diesem Abend nicht ganz so leicht meinen Kopf auszuschalten. Auch wenn ich nicht so genau weiß warum. Er verwöhnte mich gut. Aber mein Kopf brauchte Zeit.

Sein wirklich riesiges Piercing machte die Sache nicht einfacher. Er hatte keinen Ring, wie ich es bei JD hatte, sondern einen Stecker mit zwei Kugeln, wovon einen quasi oben auf der Eichel liegt. Zumindest in meiner Erinnerung. Und diese Kugel war wirklich massiv. Eine schwere, silberne Kugel. Viel, viel viel größer als mein Zungenpiercing. So reizvoll das ganze sein mag mit dem Piercing, ordentlich zu blasen war mit dieser Art Piercing fast nicht möglich. Alle Techniken und Tricks die ich sonst beim Blasen anwenden, gingen nicht ordentlich, weil er diese Kugel da oben drauf hatte. Saugen ging nicht so gut wie sonst. Immer war die Kugel irgendwie dazwischen. Es war wie verhext. Ich blase doch so gern, umso mehr quält es mich, wenn ich es nicht zufriedenstellend tun kann. Weil es nicht so Recht klappte, gaben wir das Unterfangen relativ schnell wieder auf. Als er sich dann ein Gummi über seinen gepiercten Schwanz zog, fragte ich ihn, ob damit nicht der Gummi leichter reißen würde. Er verneinte. Ich bin mir sicher, dass er damit auch Recht hat, aber beim ersten Mal und so ohne hormonelle Verhütung im Hintergrund geisterte mir das schon im Kopf umher. Vielleicht ist es eine Sache der Gewöhnung. Es fühlte sich schon gut an, aber ich hatte Anfangs schon Angst, dass er mir mit dem Piercing wehtun könnte, weil er damit in mir irgendwo dagegen stösst. Aber dem war nicht so.

Er hat mich, wenn mich meine Erinnerung nicht narrt, zweimal geleckt an diesem Abend und ich bin zu meinen Orgasmen gekommen. Auch er ist gekommen, auch wenn ich gerade nicht mehr weiß wie. Das ungewohnte Piercing und meine eigene Auseinandersetzung damit überlagern so ein wenig den Abend in meiner Erinnerung. Und es machte mich auch klar, dass mich auch das Piercing bei unserem ersten Treffen im Club abgehalten hat. Das wäre zuviel ungewohntes Terrain gewesen. Das war an dem Abend im Club zuviel. Unbekannter Mann und unbekannte Ausstattung sozusagen.

Mr. Piercing und ich haben uns nach dem Abend auch schon wiedergesehen. Wir haben ein Fußballspiel besucht. Ich mag das, wenn man so ganz gechillt auch Dinge außer Sex unternehmen kann.

 

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Mal ein richtiges Bett
  • Die Dinge dazwischen
  • Die einzigen Gäste im Club

Das H-Problem – ich und der Analverkehr

Dieser Artikel geistert mir schon lange im Kopf herum. Ich konnte mich aber nie durchringen ihn zu schreiben. Vielmehr wollte ich ihn eigentlich nicht schreiben. Nein, ich hab mir sogar geschworen ihn nie zu schreiben, weil ich nie wollte, dass mein Blog sich an Charlotte Roches Feuchtgebiete annähert. Manchmal wäre mir auch der Sinn danach gestanden zu schreiben, dass ich auch vor Dates gerne mal mit dem Finger durch meine Muschi fahre, um zu testen, ob ich an diesem Tag auch okay schmecke. Ja na klar weiß ich, wie meine Muschi schmeckt. Wenn ich will, dass mich ein Mann leckt, dann finde ich es auch sehr okay, zu wissen was er so schmecken wird dabei und mich nicht davor zu ekeln. Aber jetzt bin ich vom eigentlichen Thema abgekommen.

Das H-Problem. Ich merke in letzter Zeit wieder öfter, dass es ein Problem ist. Und vielleicht muss man doch einfach mal drüber reden. Aber es kostet mich Überwindung es auszusprechen. Es ist halt einfach so unsexy. Ich habe manchmal Probleme mit meinen Hämorriden. Laut Wikipedia kommt das bei Menschen unter 35 eigentlich nicht vor… (Super). Ich habe gelernt, haben tun wir die alle, weil die ja auch eine Funktion haben, aber manchmal sind die eben ein wenig … keine Ahnung … geschwollen… vergrößert… Was sind die denn eigentlich? Bei unausgewogener Ernährung, zu wenig Bewegung und zu wenig Flüssigkeitszufuhr und dem daraus resultierenden Stuhlgang merke ich sie. Vor ein paar Jahren war ich auch mal beim Proktologen. Der war ein Arsch (hahahaha). Der hat mich einfach doof behandelt. „Nehmen Sie ab, bewegen Sie sich mehr und ernähren sie sich besser….“, sagte er und schickte mich ohne weitere Behandlung wieder heim. Und ja, es gibt angenehmere Untersuchungen als bei dieser Art von Arzt. Da weißt du als Frau dann plötzlich den Frauenarzt wieder zu schätzen.

Ich hab noch keine charmante Lösung gefunden, wie ich Männern mitteilen kann, ob heute ein guter A (H-)Tag ist oder nicht, ohne vorher ein unsexy Gespräch über meinen Hinterausgang führen zu müssen. Aber ja, sie können es natürlich auch nicht erahnen.

Ich hatte lange keinen richtigen Analverkehr mehr. Ein wenig Finger ist meist kein Problem, hat Mr. Gentleman auch erst geschafft. Ich mag Analverkehr. So grundsätzlich. Allerdings sorgt das H-Problem dafür, dass dies mit größerer Vorsicht und Geduld passieren muss, als vielleicht sonst üblich. Darüber hinaus kann ich mich immernoch nicht mit der Analduschen-Nummer anfreunden oder habe auch nicht immer so lange Vorlauf, dass das gehen würde, so dass ich Vertrauen in den jeweilgen Menschen brauche und mich nicht zu Tode schämen muss, wenn das mal nicht so glatt läuft.

Ich glaube ich habe das schon mal thematisiert. Zum einen muss mein Kopf mitspielen. Das ist so eine Vertrauens-/Wohlfühlkiste. Zum anderen durch das H-Problem, muss man mit meinem Hintereingang noch ein wenig geduldiger umgehen. Der ein oder andere schmerzhafte Versuch in letzter Zeit hat nicht zu Entspannung meines Kopfes beigetragen, im Gegenteil. Einmal war es ein zu großes Plug, das beim Versuch für Schmerzen gesorgt hat und einmal wollte ein Mann eindringen. Ohne Gleitgel, ohne Vorbereitung. Ich hatte ihn nicht davon abgehalten. Vermutlich war auch ich von zu vielen Pornobildern überflutet in denen das immer so einfach geht. Ohne Gleitgel, gefühlt ohne Vorspiel. Zack, ansetzen und rein. Ich hätte gleich nein sagen sollen. Habe ich aber nicht gemacht. Dafür bin ich nun um eine schmerzhafte Erfahrung reicher.

Rein technisch ist mein Rat, wenn ihr einen empfindlichen und ungeübten Hintern, wie meinen trefft: Langsam. Ihr wollt immer gleich zu viel. Vorspiel ist eine Idee. Und gebt dem Anus Zeit sich an die Dehnung zu gewöhnen. Viel Zeit. Pausen dazwischen, nach jedem kleinen Stück. Nicht in einem Rutsch gegen den Druck reinarbeiten. Sondern einfach bewegungslos verharren und warten. Im Kopf muss ankommen: aha okay, tut nicht weh, dann geht das Signal an den Hintern, dass er sich entspannen kann. Und so lange bis der der Entspannungsmoment da ist, nicht bewegen. Sonst entspannt sich da zumindest bei mir nix. Gleitgel, Geduld und Humor sind eure Freunde, wenn ihr mich anal vögeln wollt. Beziehungsweise auch der kleinste Analplug, den ihr finden könnt, um mal langsam anzufangen. Kopf und Hintern müssen entspannt sein, nur dann wird das erfolgreich. Die paar wenige Mal, bei denen Männern das gelungen ist waren großartig.

So jetzt ist es raus. Ich hab das thematisiert und ihr vergesst gleich wieder, dass ihr das wisst, okay 🙂

Themenspeicher

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Piercing trifft Piercing
  • Mal ein richtiges Bett
  • Die Dinge dazwischen

Langsam wird die Liste kürzer. Ich zehre in der Tat noch von meinem wilden Leben im Weihnachtsurlaub.

Leidenschaft in seinen Augen

So erstmal ein Blick in den Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Jetzt blogge ich schon wie wahnsinnig und die Liste wird gefühlt immer noch nicht viel kürzer. (Vielleicht würde Sexverzicht helfen, bis ich alles nach geschrieben habe :-D) Manchmal weiß ich sofort, was ich als nächstes schreiben will, manchmal geht mir so viel verschiedenes durch den Kopf.

Ich hatte ja geschrieben, dass ich Mr. Band, der mir fast mein Hirn rausgeknutscht hatte bis zum Blogeintrag nicht wiedergesehen habe. Ich kann nun Gegenteiliges berichten. Wir haben uns wiedergesehen. Spät Abends nach seiner Bandprobe, eigentlich hätte ich schlafen müssen, aber die Aussicht auf Knutschen mit ihm, ließ nicht an das Schlafdefizit denken. Ich fuhr raus zu ihm aufs Land. Es war schon kurz vor 23 Uhr. Er ließ mich hinein. Kein warm werden miteinander. Ich fühlte mich gleich wohl. Raus aus der Jacke, Mütze weg und Schuhe aus. Da steht er vor mir.  Niedlich, schön, nett, ich hache innerlich, weil er mir gefällt. Und ich kann nur noch ans Küssen denken. Stelle mich auf die Zehenspitzen, halte mit meinen Händen sein Gesicht und küsse ihn mit viel Gefühl. Er erwidert den Kuss, hält wiederum meinen Kopf in seinen Händen. Zärtlich perfekt. Als wir uns lösen fragt er lachen, ob ich mich nicht akklimatisieren müssen. Nein, es fühlt sich leicht an mit ihm, stimmig. Ich lehne mich an ihn. Er hat die perfekte Größe. Ich streichle ihm seitlich über den Bauch, am Bund seiner Jeans entlang. Sein Körper lässt den regelmäßigen Sport erahnen. Oh mann, wie sehr ich ihn will. Calm down, Remi. Was mir nur zum Teil gelingt, weil seine Küsse mir sagen, dass er mich auch will. Jetzt. Wie unglaublich leidenschaftlich dieser Mann küssen kann. Ich erinnere mich nicht, wann mir das letzte Mal ein Mann mit seinen Küssen gesagt hat, dass er mich jetzt sofort vernaschen will. Ohne das mit Auffressen zu verwechseln.

Wir landen relativ schnell auf dem Sofa. Er auf mir. Mehr knutschen. Zwischendurch sieht er mich an. Ich glaube noch nie hat mich ein Mann so leidenschaftlich angeblickt. Wobei ich innerlich grinsen muss, weil ich merke, dass der Grat zwischen leidenschaftlich gucken und psychopathisch gucken sehr schmal ist. Ich schließe dann einfach immer meine Augen, wenn mir seine Blicke zu intensiv werden. Dann zieht mich aus. Mehr knutschen. Zwischendurch greift er mir leicht an den Hals. Er ist einer von den Guten, keine Sorge, denke ich mir. Wenn man sich nicht so wirklich gut kennt, dann ist das gar nicht so ohne mit so ganz leichten Würgen. Ich kann immer nicht abstellen, dass mir dann kurz die Schlagzeile durch den Kopf geht, wenn ich am nächsten Morgen tot in seiner Wohnung gefunden würde. Ich entscheide mich ihm zu vertrauen und es zu genießen. Nachdem er meinen Körper erkundet hat, begab er sich schnell auf Tauchstation zwischen meine Beine. Bisher hatten wir ja nur den Blowjob, weil ich Out of Order war beim letzten Mal. Wenn er nur halb so gut leckt, wie er küsst, dann würde es gut werden. Und es wurde. Man merkt das ja meist schon im Ansatz, ob Mann weiß was er da tut, oder nicht. Oh Jaaaaa… Seine Zunge wusste was sie tun muss. Verdammt, wo ist der fucking Haken an dem Mann? Jetzt kann der auch noch lecken. Ich fasse es nicht. Er sagte, dass ich gut schmecke. Ich glaubte ihm das einfach mal. Lies mich ins Sofa sinken, spannte den Körper an und freute mich auf den Orgasmus der kam.

Er grinste, ging kurz ins Bad, wischte sich das Gesicht ab und gab mir eine Decke als er wieder kam. Ich mümmelte mich ein und genoss. Genau das selbe Szenario wiederholte sich kurz darauf nochmal. Er hatte einfach Bock mir einen zweiten Orgasmus zu lecken. So hatte ich das nicht erwartet. Aber ich wehrte mich auch nicht dagegen 🙂

Während ich schon die ganze Zeit nackt war, hatte er noch seine Jeans an. Ich lag auf dem Rücken, er setzt sich auf meinen Bauch. So hatte ich seinen Prachtkörper direkt vor mir. Jetzt war es nur fair, wenn ich mich noch um ihn kümmerte. Ich streichelte seinen Schwanz durch die Jeans. Irgendwann öffnete ich dann doch seinen Gürtel und die Jeans und er zog sich die Hose aus. Er trug auch dieses Mal nichts darunter. Mal sehen ob er Lust hatte auf einen Blowjob oder ob ihm der Sinn nach Sex stand. Ich blies los. Das es ihm gefällt, wusste ich noch vom ersten Mal. Am Ende lud er eine ordentliche Ladung Sperma auf mich ab und ich fragte ihn grinsend nach dem Weg zu seiner Dusche. Er drückte mir noch das Kinder-Duschgel in die Hand und hoffte auf warmes Wasser. Das dauerte eine Weile und ich hatte schon die Befürchtung kalt duschen zu müssen. Aber nach einer Weile wurde es zum Glück doch noch heiß.

Dieser Mann küsst mich echt um den Versand. Ich muss mich immer am Riemen reißen, um nicht allzu süchtige Nachrichten zu schreiben. Aber ich will mehr. Mehr knutschen.

Vorweihnachts-Fick mit Frühstück

Ich kann die meiste Zeit in meinem Leben ganz gut ausblenden, dass man als Frau ja in halbwegs regelmäßigen (zumindest bei mir) Abständen seine Tage bekommt. Ich habe es noch nie geschafft, mir das Mal in den Kalender zu schreiben und damit zu planen. Als ich hormonell verhütet habe (Ring), habe ich den regelmäßig eine Woche zu lange drin gehabt, weil ich es einfach verpeilt habe, dass schon wieder drei Wochen um sind. (Nicht gesund, ich weiß). Ja, als Frau merkt man dann immer, wie schnell drei Wochen eigentlich immer vorbei gehen (verdammt, schon wieder). Mit den Hormonen war das Geblute nach den 7 Tagen einfach gegessen. Seit ich damit aufgehört habe, muss ich meinen Körper erst wieder kennenlernen. Und ja, das einzige was mir fehlt an den Hormonen ist, dass man das Ganze ein wenig schieben und an das eigene Leben anpassen konnte. Jetzt kommt es halt wie es kommt. Jetzt kommen meine Tage zwar auch einigermaßen regelmäßig (und ich bin trotzdem jedes Mal wieder überrascht, dass es schon wieder soweit ist), aber sie ziehen sich viel länger. Erst habe ich ne ganze Weile leichte Blutungen, dann peakt es mal zwei Tage total krass und dann gehen sie irgendwann (endlich) weg.

Warum erzähle ich euch das? Kurz vor Weihnachten kündigte sich Mr. Tech-Nerd für eine Nacht in meiner Stadt an. Er würde keine Termine haben. Just for a Fuck. Was total großartig ist, denn er würde nur wegen mir in die Stadt kommen. Ich hatte auch keine Termine. Einfach Zeit, einfach nochmal ungestört lecken lassen, bevor die mutmaßlich für mich als Single ziemlich sexlosen Weihnachtstage kommen. In meinem Kopf fühlte sich das ein wenig an, wie auf Vorrat vögeln. Er hatte wieder das Hotel mit der tollen Aussicht gebucht ( wie auch immer er es anstellte, dass er immer ein Zimmer so weit oben bekommt). Und (alle Kritiker aufgemerkt) er hat ein Frühstück für uns beide mitgebucht. Ich freute mich sehr. Bis mir in der Woche vorher auffiel, dass ich vermutlich meine Tage haben würde. Zwar nicht mehr wild mutmaßlich, aber das weiß man vorher nie so genau. Ich kam mir ein bißchen doof vor, als ich ihm das beichten musste, denn es war mir als er gebucht hat einfach nicht klar gewesen. Ich hab das nie auf dem Schirm, wie eingangs erwähnt. Ich hatte ein schlechtes Gewissen, denn er wendete Zeit und Geld auf um mich zu sehen und dann bekam er nicht das ganze Paket. Aber so ist das nun mal mit der Natur.

Auf seine grandiosen Leckkünste musste ich somit leider verzichten. Er aber nicht auf meine Blasekünste immerhin. Am Ende hatte ich meine Tage zumindest so wenig, dass er mich auch ficken konnte (ich mich ficken lassen wollte, ohne die Befürchtung eine Schneise der Verwüstung zu hinterlassen), zwar leider nicht am Fensterbrett mit Ausblick über die Stadt. Das passt Höhenmäßig irgendwie nicht (oder wir stellen uns zu doof an). Mich vor Weihnachten nochmal doggy von ihm rannehmen lassen war genau das, was ich gebraucht habe um die Feiertage zu überstehen. Auch, dass ich dieses Mal einfach neben ihm einschlafen konnte, wir ausschlafen und gemütlich frühstücken waren, war cool. Ich habe ihn halt ein wenig mit meinem unruhigen Schlaf gequält. (Mein Plan für diese Woche – endlich den HNO-Termin ausmachen, wegen meiner Atemaussetzer.)  Mal sehen, ob er sich das jemals wieder mal antut. Aber ich hab immer noch einen geleckten Orgasmus gut. Er muss also wiederkommen.

Wenn im Club die Empfindungen mit einem durchgehen – der Frischling Teil 2

Er war neugierig, aber blieb nie sonderlich lange an einer Szene stehen. Schlenderte wie rastlos durch die Zimmer. Immer mal kurz zusehen, dann wieder weiter. Es war nicht zu erkennen, wie er fand, was er sah. Keine Ahnung, ob er das Geschehen nicht an sich ranlassen wollte. Mögliche Erklärungen wären, dass ihm entweder nichts, was er sah richtig zusagte. Oder, dass er nichts verpassen wollte und immer auf der Suche nach noch einer besseren Szene war. Oder dass er ihm, wie auch mir am Anfang, unangenehm war einfach zuzugucken. Ich kam mir zu Beginn auch erstmal wie ein komischer Spanner vor, beim ungeniert Menschen anglotzen, die gerade Sex miteinander haben. Man bekommt das ja sonst eher nicht zusehen. Und ich ließ mir anfangs noch mehr wie jetzt, nicht so gerne beim zusehen zusehen. Wollte nicht, dass jemand sehen kann, ob mich etwas anturnt oder nicht. Ob einer meiner Erklärungsversuche auf sein Empfinden zutrifft, weiß ich nicht. Er fand es jedenfalls interessant, sagte er. Wobei das ja viel heißen kann. Zwischendurch gingen wir was Essen. Mr. Workaholic fühlte sich grundsätzlich wohl in dem Club, Essen und Sauna war gut.

Danach zogen wir immer wieder durch die Zimmer. Manchmal zog er alleine los. Er sagte, dass immer so viel los ist, wenn wir gemeinsam irgendwo reingingen. Da so wenig Soloherren da waren, die man als Traube hinter sich herziehen hätte können, war mir das bei den Pärchen gar nicht so sehr aufgefallen. Ich habe angenommen, dass die eben auch alle einfach auf der Suche waren nach einer Szene, einem Moment der ihnen zusagte. Er konnte aber schon auch Recht haben damit, dass die uns auch durchaus interessant fanden und abwarteten, wo wir hingehen. Es gab schon auch die ein oder andere Frau, die offensichtlich auf ihn abfuhr.

Irgendwann stach mir ein BDSM-Pärchen ins Auge. Jung und schön. Er als Dom optisch genau mein Typ und auch wie sie spielten, traf genau meine Fantasien. Beide tätowiert und sehr harmonisch zusammen. Sie hatte auch viele Piercings, einen kurze Undercut, aber wirklich sexy. Sie hatte verbundene Augen. Das erinnerte mich an meine ersten Besuche im Pornokino mit meinem Dom. Ich wußte genau, was das mit ihr machte, wie es sich anfühlt, nicht zu wissen, was passiert, wer einen anfasst. Manchmal ließ ihr Dom sie auf eine der großen Matratzen liegen. Auf den Rücken mit weit gespreizten Beinen. Dann ging er weg von ihr, ans andere Ende des Zimmers. Er passte auf sie auf, aber ließ anderen die Möglichkeit sie anzufassen. Das Erstaunliche war, dass niemand sich traute. Normalerweise wird man immer angefasst. Aber sie lag da, freier Blick und Zugang zu ihrer Muschi mit gespreizten Beinen mitten auf der Matte und niemand traute sich hin.

Das zeigte auch wieder, dass die „normalen“ Swinger mit den BDSMern wenig anfangen können. Das sind zwei verschiedene Welten. Ich springe manchmal zwischen den Welten. Damit bin ich aber eher ein Exot. Die meisten sind entweder das eine oder das andere, nicht selten mit eher wenig Verständis für die anderen.

Ihr Dom merkte, dass ich begeistert dem Spiel der beiden zusah. Er bot mir seine Sub auch immer wieder an. Allerdings halten sich meine Erfahrungen mit Frauen auch in überschaubaren Grenzen und ich fasse Menschen nicht so gerne unqualifiziert an. Deswegen war das weit außerhalb meiner Komfortzone, so dass ich sein Angebot mehrfach ablehnte. Mr. Workaholic sah meine Begeisterung für die Beiden, sagte aber auch, dass er damit so gar nichts anfangen konnte. Fand es – glaube ich – eher befremdlich die beiden spielen zu sehen. Nachdem ich den beiden ganz lange Zeit zugesehen hatte und auch oft mit ihnen durch die Räume gewechselt hatte, sah ich ihnen in einem kleineren Raum zu. Außer mir war niemand da. Er stand hinter ihr in einer Ecke und umarmte sie mit dem einen Arm und fingerte sie mit der anderen Hand. Sie genoß es sichtlich. Mr Workaholic war irgendwo anders unterwegs, weil er ja mit den beiden nicht viel anfangen konnte. Ich rang lange mit mir. War ja mit ihm gekommen, wollte ihn begleiten. Auch nichts ohne ihn tun. Überlegte, ob er es gut oder blöd finden würden, wenn ich mit den beiden mitspiele. Nach langem Ringen mit mir selbst, hüpfte ich raus aus meiner Komfortzone und kniete mich vor sie hin. Sie trug kein Höschen. Ich hatte ihre blankrasierte und gepiercte Muschi vor mir. Ich fing an ihre Oberschenkel zu streicheln. Überlegte immer, was ich mich trauen würde. Wie zum Henker fasst man eine gepiercte Muschi an. Ich streichelte vorwiegend in einer „neutralen“ Zone an den Oberschenkeln herum. Manchmal ließ ich meine Finger sanft über ihren Kitzler gleiten. Sie stöhnte. Es gefiel ihr. Aber ich wusste trotzdem nicht, wie weit ich gehen durfte. Ich sah Mr. Workaholic in den Raum kommen. Er sah, dass ich vor ihr kniete und sie streichelte. Ich war gespannt, ob er darauf reagieren würde. Er sah sich das ein Weilchen an und lief dann wieder aus dem Raum. Keine Ahnung, wie ich das nun deuten sollte. Ich streichelte weiter.

Irgendwann konnte Sie nicht mehr stehen und ihr Dom ließ sie auf die Matte liegen. Dort ergab sich die Möglichkeit, dass sie mich streicheln konnte, während ihr Dom sie leckte. Mr. Workaholic kam wieder und sah uns drei ein paar Minuten zu. Dann kam er zu mir und sagte, dass er gerne sofort gehen würde. Ich war überrascht. Es klang dringend. Ich stand sofort auf, entschuldigte mich bei den beiden und ging mit ihm. Was auch immer war, ich war ja in den Club gegangen um ihm alles zu zeigen, nicht um selbst Spaß zu haben. Er sah auch gar nicht gut aus, war ein wenig blass um die Nase. Wir packten relativ schnell unsere Sachen. Er hatte mir noch angeboten, dass er alleine geht und mich in ein paar Stunden wieder im Club abholten. Aber das wollte ich natürlich nicht. Als wir dann im Auto saßen, sprachen wir nochmal über das Erlebte. Ihm war schlecht geworden. Wie, wenn man mit vollem Magen ins Karussell steigt. Er hatte bisher immer monogam gelebt. Sex nur in einer Beziehung. Als er mir und dem Pärchen zugesehen hatte, konnte er seine Gefühle nicht mehr einordnen. Er empfand Erregung und Ekel zur selben Zeit. Zwiespältige Gefühle.  Ein Overload an Sex, an anderen Beziehungsformen, an Dingen die bisher weit weg waren. Irgendwann war es einfach zu viel geworden.

Das Reden im Auto auf dem Heimweg, brachte ein wenig Verarbeitung des Gesehenen mit sich. Manche Dinge muss man einfach sacken lassen. Für mich war das alles in Ordnung. Ich fand es gut, dass er einfach gesagt hatte, dass es ihm nun zuviel wird. Es war mutig Schwäche einzugestehen. Er ging an diesem Abend noch Laufen, lief ich den Kopf frei und schrieb dann noch mit einem grinsenden Emoji, dass er nun einen freien Kopf aber dicke Eier habe. Alles nur halb so wild. Es war für ihn allemal eine interessante Erfahrung. Als wir auf dem Heimweg über den Tag sprachen, reden wir auch über unser Verhältnis und er ließ anklingen, dass er mich als Freundin (Kumpel) sieht. Ich nannte das gefriendzoned. Er hätte nie Sex mit Freunden, sagte er. Ich konnte das nicht verstehen 🙂 Für mich kompliziert es Freundschaften nicht. Wir kommen aus zwei sehr entfernten Galaxien. Mal sehen, was das noch mit sich bringt.

 

Mit dem Frischling in den Club…

So ein erster Clubbesuch hinterlässt Eindruck. In welcher Form ist immer wieder spannend, wenn man Frischlinge begleitet. Dieses Mal war ich mit Mr. Workaholic. Denn habe ich auf einem BDSM-Speeddating-Abend in einer Kneipe kennengelernt. Mr. Bondage hatte mich dorthin mitgenommen und ich habe mich breitschlagen lassen, obwohl ich versuche mich sehr selten in der Szene rumzutreiben. Ich kann das übereinander Reden nicht ausstehen und will mich da in nix reinziehen lassen. Jedenfalls lernte man an diesem Abend durch das Format ziemlich viele Menschen kennen. Nachhaltig im Gedächtnis war mir nur Mr. Workaholic geblieben. Ein schöner Mann, Mitte 40 mit dem ich mich wirklich gut unterhalten hatte. Die Kommunikation lag sofort auf einer Wellenlänge. Allerdings hatte man immer nur ein paar Minuten Zeit bevor die Gesprächspartner wieder durcheinander gewürfelt wurden. Ich schrieb ihm schnell die Adresse meines Blogs auf seinen Zettel und war gespannt, ob er sich melden würde. Ich war mir nicht sicher, nachdem die Veranstaltung ausgerechnet mit der mir am wenigsten sympathischen Frau verließ, die noch dazu ein ganz anderer Frauentyp war als ich. Was mir den ganzen Abend nicht klar war, ist auf welcher Neigungsseite sich Mr. Workaholic sich so befindet. Bei den meisten Menschen hat man ja halbwegs ein Gefühl dafür, ob sie dominant oder devot sind. Er war gar nicht zu lesen. Ein erfolgreicher Mann, was er auch ausstrahlte, deswegen mutmaßlich dominant, wirkte aber in dem ganzen BDSM-Kontext so ganz unsicher, dass es mir einfach nicht klar wurde. Ich hatte ihn aber auch nicht gefragt.

Nachdem er mit der Frau an dem Abend verschwunden war, rechnete ich eigentlich nicht damit nochmal was von ihm zu hören. Aber ganz unerwarteterweise poppte schon am nächsten Tag eine Mail in meinem Postfach auf. Ich freute mich sehr und war sehr erstaunt. Er hatte die Seite gefunden. Und sich auch davon nicht abhalten lassen zu schreiben. Eine Weile später verabredeten wir uns auf einen Weihnachtsmarktbesuch. Der Abend war wirklich toll. Wir haben in vielen Dingen die selbe Meinung, sind beide überzeugte Europäer, hatten ein tolles Gespräch. Ich habe es wirklich genossen, ich glaube er auch. Vermutlich bin ich ein wenig anders als die Frauen, die er typischerweise sonst so kennenlernt. Ich hoffe, dass wir das bald wiederholen würden. Aber wie sein Name schon sagt, dass ist mit ihm nicht ganz so einfach, weil er viel arbeitet. Aber ich bin ja ein geduldiger Mensch. Er war über den Jahreswechsel beim Skifahren, so dass wir uns erst vor kurzem wieder gesehen haben.

Er hatte die Frau auf dem Speeddating nur zur Ubahn gebracht, erzählte er mir. Und ich glaube, dass er gar nicht viel von meinem Blog gelesen hat. Da ist er irgendwie nicht der Typ für. Wir trafen auf einen Kaffee in einem Cafe und quatschten. Er ist eigentlich ein sehr monogamer Mensch. (Da sind wir zwei ja eine Wahnsinnskombination). Mal einen Singlemann kennengelernt und dann ist der das glatte Gegenteil von mir. Ich nehme ihm auch ohne zu zweifeln ab, dass er seiner Exfrau nie fremdgegangen ist. Allerdings ist er zu Zeit auf der Suche. Ich glaube er weiß nur selbst nicht nach was. Ich glaube gar nicht so sehr nach einer konkreten Beziehung, sondern nach sexueller Erfüllung. Allerdings hat er bereits nach dem BDSM-Speedddating schon ausgeschlossen, dass diese Spielart was für ihn sein könnte (finde ich erstaunlich, dass man das nach einem Abend, wo Menschen nur drübergeredet haben schon kann). Aber da war er sehr klar. Das erklärt auch irgendwie, warum ich ihn dominant/devotmäßig gar nicht einschätzen konnte. Es ist einfach nicht sein Thema. Er war aber immer noch neugierig auf Dinge die man sonst noch ausprobieren kann. Ich hatte ihm schon vorher von den Swingerclubs in der Stadt erzählt und ihm angeboten, dass wir ja mal zusammen hingehen können.

Den Sonntag nach unserem Kaffee-Date hatte er noch nichts vor, also planten wir einen Clubbesuch. In einem größeren bei uns in der Gegend ist am Sonntag immer „Wellness“-Tag, heißt man kann auch in die Sauna gehen und sich massieren lassen. Der Club hat da ab dem Vormittag auf. Wir verabredeten uns für Mittags. Er mag Saunen und meinte, dass er das einfach wie einen Saunaaufenthalt nimmt, bei dem halt Drumherum noch andere Dinge passieren. Beim Packen meiner Tasche vorher fiel mir dann auf, dass ich gar nicht wusste, wie denn dort untertags der Dresscode sein würde. Ich war nur mal im Sommer am Sonntag gewesen. Da gibt es einen großen Garten und alle liefen wie im Freibad rum. Ich packte also einmal ein Strandtuch und FlipFlops ein und aber auch mein normales Cluboutfit. Dann konnte ich mich anpassen.

Er sammelte mich ein und eröffnete mir dann, dass er Schuhe und alles vergessen hat. Aber er würde sich dann halt dort einen Bademantel leihen und barfuß wäre kein Problem für ihn. Puh, Bademäntel würde es da nicht geben und barfuss ist schon eher schwierig so den ganzen Tag. Aber er klang so sicher, dass ich nicht widersprechen wollte. Wird schon irgendwie gehen.

Wir kamen am Club an. Es war Mittags rum. Es waren noch nicht sehr viele Autos da. Gut zum Eingewöhnen dachte ich mir. Ich ging voraus. Wollte auch bezahlten, ließ er mich aber nicht. Er fragte nicht nach einem Bademantel. Auf dem Weg zur Umkleide begegneten uns ein paar Menschen im Cluboutfit. Als Paar bekommt man (zumindest war es bei mir bisher immer so) meist einen gemeinsamen Spind. Da wir ja bisher Null intim waren, ist es schon komisch, wenn man sich dann nebeneinander auszieht. Ich ließ ein Höschen an, wickelte mir das Strandtuch rum und zog meine Flipflops an. Er hatte (zum Glück) eine schwarzes T-Shirt und eine schwarze enge Shorts an. Und war barfuß. Wir gingen als allererstes in den Saunabereich und reservierten uns klassisch-deutsch mal zwei Liegen. Dann zeigte ich ihm den Club. Wenn man schon oft im Club war, dann sieht man gar nicht mehr, dass in den meisten Pornos auf Bildschirmen laufen. Wenn man bisher nur in Saunas war, dann bemerkt man das  natürlich. So der erste Aha-Moment. Wir gingen an den verschiedenen Spielzimmern vorbei. Es war auf den Matten nur wenig los. Wir guckten so im Vorbeigehen rein und er nahm die ersten vögelnden Paare wahr. Nach der ersten Orientierung gingen wir in den Saunenbereich. Wir machten uns es auf den Liegen bequem. Wir quatschten erstmal.

Dabei wurde natürlich auch klar, dass wir bisher nie darüber geredet hatten, ob zwischen uns was laufen würde. Ich merkte, dass er mich als Mensch spannend findet. Aber ich habe keine Ahnung, ob ich ihn als Frau/potentielle Sexpartnerin interessiere. Ich glaube ja, dass ich optisch nicht sein Typ bin, Optik für ihn aber nicht alle ist. Er hatte mich bis dato mit keiner Silbe angegraben. Naja, mal sehen was passiert. Im Gespräch winkte er allerdings schnell ab und sagte, dass er sich sicher sei, dass er hier und heute nichts anstellen werde. Ich hatte ihm angeboten, dass wenn er Lust bekommt, er es nur sagen müsse. Er erklärte mir, dass er bisher ausschließlich monogam gelebt habe. Wir sind schon eine lustige Clubkombination.

Zum Akklimatisieren ging er erstmal in die Sauna, während ich mir ein Buch schnappte und las. Ich gehe nicht gern saunieren, von dem her ließ ich ihn allein gehen. Aber ich stellte fest, dass lesend auf der Liege im Swingerclub schon auch schräg ist und die Anderen ein wenig irritiert schauen. Die meisten waren eher im Cluboutfit unterwegs. Keine Frau außer mir trug FlipFlops. Also ging ich mich relativ schnell umziehen und warf mich in mein Cluboutfit mit den Halterlosen und den Pumps. Ich glaube er fand mein Outfit ganz gut soweit. Nach einer Weile wurde er wohl neugierig undwollte sich das Geschehen in den Spielzimmern ansehen, also zogen wir los. Ich war sehr gespannt, wie er darauf reagieren würde. Als wir durch die Räume gingen, wurden wir auch immer von den anderen Pärchen abgescannt, so als potentielle Sexpartner. Das amüsierte mich. Soloherren waren maximal eine Handvoll anwesend. Wir kamen in ein Zimmer wo Menschen zu gange waren. Ich war sehr gespannt, ob es ihn eher an- oder abturnte Paaren beim Sex zuzusehen…

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Verstört im Club
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Sex und Kunst

Dreieinhalb Jahre waren seit unserem ersten und einzigen Treffen vergangen. Das weiß ich aber nur, weil ich in meinen alten Blogeinträgen nachgesehen habe. Ich wollte wissen, ob der Mann, um den es geht, bereits einen Namen verpasst bekommen hat. Nicht so richtig. Also heißt er nun Mr. Klassische Musik. Damals war ich sehr überrascht, dass hinter seiner braven Fassade, soviel Versautheit steckt. Nachzulesen nochmal: Hier

Wir hatten vielleicht so jedes halbe Jahr mal Kontakt. Er schrieb mich immer an, wenn er zufällig in meine Stadt kommt. Meistens tut er das ziemlich kurzfristig, so dass es irgendwie nie geklappt hatte. Vor Allem seit ich arbeiten gehe ist es mit kurzfristigen Treffen untertags nicht mehr so einfach. Dieses Mal begab es sich, dass er an einem Samstag in der Stadt weilte und ich es mir einrichten konnte. Wir verabredeten uns zum Frühstücken in seinem Hotel. Er hatte bis zum frühen Nachmittag Zeit, bis er wieder zum Zug musste. Frühstück war ein guter Einstieg, um sich zu akklimatisieren. Ist ja doch schon eine ganze Weile her das letzte Mal. Bei ihm habe ich bedingt durch seinen Job immer das Gefühl, das ich kein adäquater Gesprächspartner bin, weil ich von Musik und Kunst nur sehr grundlegend Ahnung habe. Vermutlich ist das aber auch gar nicht seine Erwartungshaltung, dass ich dahingehend schlaue Dinge sage. Aber mich nervt es immer, wenn ich das Gefühl habe, jemanden nicht bereichern zu können durch ein Gespräch mit mir. Aber da bin ich wohl auch einfach ein wenig streng mit mir.

Ich wusste gar nicht so genau, was er eigentlich vorhatte, außer Frühstücken und dabei Quatschen. Den Rest blieb offen. Bisher hatten wir ja nur den Blowjob in der Kaufhaus-Umkleidekabine gehabt. (Ich muss im Übrigen immer noch jedes Mal schmunzeln, wenn ich an dem Kaufhaus vorbeikomme). Nachdem wir uns ja ne ganze Weile nicht gesehen hatten, gab es zumindest was zu Quatschen. Nachdem wir ausgiebig gegessen hatten, fragte er mic, ob ich noch mit auf sein Zimmer kommen wollte. Er hatte noch 45 Minuten bis zum Check-Out. Darüber hatte ich gar nicht nachgedacht, dass wir ja noch auf sein Zimmer gehen konnten. Ich musste über mich selbst schmunzeln. Nachdem wir uns mit keinem Wort über das unterhalten hatten, was wir in seinem Zimmer anstellen würden, ging ich völlig erwartungsfrei mit ihm mit. Kleines unspektakuläres, aber völlig okayes Hotel. Mr. Klassische Musik sah wie beim ersten Mal so seriös und brav aus, dass ich fast wieder gegelaubt hätte, dass nichts zwischen und passieren würde.

Er hat nicht im Geringsten jemals durchblicken lassen, ob er mich attraktiv findet, fiel mir auf. Spannend allemal, aber attraktiv wusste ich nicht. Das führte dazu, dass ich erstmal zurückhalten bin. Mit manchen Menschen fängt man einfach zu knutschen an. Dazu gehört er nicht. Bis ich noch darüber nachdachte, was ich mir vorstellen konnte mit ihm, hatte er sich schon ausgezogen. Ich total angezogen, er nackt. Auch mal spannend. Und ja ich hatte vergessen, dass er doch einen ziemlich großen Schwanz hatte. Hätte ich mal vorher in meinem Blog nachgelesen 🙂 Sein Schwanz ließ sich besser blasen als gedacht, trotz der Größe. Er fand das ja beim ersten Mal auch schon gut. Wir hatten uns Anfang Dezember getroffen und mir fällt jetzt beim Schreiben auf, dass ich gar nicht mehr weiß, wie der Blowjob ausgegangen ist. Also na klar, er war gekommen und auch nicht zu wenig. Und ich war duschen, daran erinnere ich mich, aber das würde ja heißen, dass er irgendwie auf mich abgespritzt hat und das habe ich schon wieder verdrängt. Ich erinnere mich wirklich nicht. Ich habe aber in meinem Kopf abgespeichert, dass er ihm gut gefallen hat und auch gar nicht sehr lange gedauert hat.

Was mir aber im Gedächtnis geblieben ist, weil ich es in Kombination mit dem Blowjob unfassbar cool fand, dass wir noch in einem Kunstmuseum waren zusammen. Das habe ich sehr gefeiert. Ich wollte immer schon mal in dieses Museum und die Ausstellung ansehen. Aber das ist eines der Dinge, die man immer tun will, aber nie dazu kommt oder sich die Zeit nicht nimmt. Er hatte noch Zeit bis zum Zug, also nutzten wir die Zeit um uns die Ausstellung anzusehen. Wir taten es einfach. Einfach los.  – Blauer Reiter… Er ist ein cooler Kunstausstellungsbegleiter. Hat Ahnung, mag Kunst. Was ein gelungener Tag. Und ich bin nun in Besitz einer Jahreskarte. Die hat er mir spendiert.  Mal sehen, ob er innerhalb des Jahres nochmal wiederkommt. Jedenfalls bekam so ein profaner Blowjob gleich noch einen intellektuellen Anstrich.

Er fragte mich hinterher, ob er viel abgespritzt hatte. Ich musste schmunzeln. Das scheint Relevanz für ihn zu haben. Das eigene Sperma als Fetisch. Aber jedem so, wie er es braucht…

 

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Verstört im Club
  • Piercing trifft Piercing
  • Leidenschaft in seinen Augen
  • Mal ein richtiges Bett

Hirn rausgeknutscht

Mein Ärger über mich selbst wegen des vermeintlich verkackten Dates hielt nicht lange an, denn sein Feedback war positiv. Er konnte über das verkackte Date schmunzeln. Und da wir ja nur ein paar Minuten Zeit gehabt haben um uns Kennenzulernen, schoben wir am nächsten Tag gleich ein Essensdate nach. Zeit um ausführlich zu quatschen. War ein cooler Abend. Allerdings ließ er sich schon auch so gar nicht in die Karten gucken. Keine Ahnung, ob er mich attraktiv fand und mehr in Erwägung zog. Nach dem wir uns gegenseitig höflich versichert hatten, dass wir den Abend gut fanden, wollte ich es wissen. Ja, vermutlich bin ich deswegen Single, weil ich einfach zu ungeduldig bin und den Dingen nie ihren Lauf lassen kann. Ich wollte aber einfach wissen, woran ich bin und haute mal einen raus: „Ich kann zwar so gar nicht einschätzen, wie du mich findest, aber ich hätte Bock gehabt zu knutschen“. „Gut, dass man das immer hinterher sagt.“ War seine Antwort und dass er mich auch nicht einschätzen kann. Jetzt war die Katze aus dem Sack. Das Knutschen-Ding hatte ihn nicht verschreckt. Wir schrieben einfach weiter hin und her. Es verging etwa eine Woche, bis wir uns wiedersahen. Nachdem wir Essen in meiner Ecke der Stadt waren besuchte ich ihn dieses Mal zu Hause. Einziger Haken an der Geschichte war, dass ich an dem Tag meinen Peak-Perioden-Tag hatte. Der Tag, wo Frau sich zwischendurch fragt, ob man bei der Menge an Blut, die man da so verliert nicht irgendwann verbluten müsste. Es würde also sicherlich nichts mehr laufen als knutschen von meiner Seite.

Ich fuhr direkt nach der Arbeit zu ihm. Es war gemütlich. Wir saßen auf seiner großen Couch und quatschten und kuschelten. Es fühlte sich alles sehr natürlich an, null krampfig. Und dann küssten wir uns endlich. Und die Welt blieb stehen. Er und ich waren ein ultrageiles Kuss-Match. Er küsste so perfekt. Lippen, die sich erst sanft gegenseitig kennenlernen, zärtlich berühren, miteinander spielen. Die Intensität steigerten. Gänsehaut auf dem ganzen Körper. Der Kopf schaltete sich komplett aus. Ich war einfach nur in den Kuss versunken. Ganz zurückhaltend kam dann die Zunge mit dazu. Hände in meinem Nacken. Dann auf meinen Wangen. Ein Kuss der mir sagte, ich bin jetzt gerade die tollste und wundervollste und sexieste Frau auf der ganzen Welt. Auch ich berührte ihn, hielte seine Wangen. Küsste zurück mit derselben Leidenschaft. Die Leidenschaft nahm zu. Küsse dieser Art enden sonst in wildem, intensiven Sex. Aber ich hatte Peak-Day. Nur das hielt mich davon ab. An jedem anderen Tag hätte er vermutlich alles mit mir anstellen können. Mein Körper wollte ihn mit jeder Faser sofort spüren. Wegen der Küsse, die süchtig machen. Küsse, die an diesem Abend in einem Blowjob endeten. Weil ich wollte, dass er kommt. Küsse, die süchtig machen, die sich jeden Tag wiederholen sollten. Bei denen ich aufpassen musste mich nicht sofort unsterblich zu verknallen. Das Kuscheln und Knutschen auf seiner Couch war wundervoll. Als ich heimfuhr glücklich und um den Verstand geknutscht war ich mir sicher, dass wir uns sehr bald wiedersehen würden. Das war vor Weihnachten. Leider haben wir uns bis heute nicht mehr getroffen. Aber sind weiterhin in Kontakt…

Themenspeicher:

  • Verrückter Italiener und die Familiengründung
  • Vorweihnachtliches Wiedersehen mit dem Tech-Nerd
  • Spätnachts bei Mr. Gentleman
  • Das H-Problem, das zum A-Problem wird
  • Arts and a Blowjob
  • Verstört im Club
  • Piercing trifft Piercing