Idee in meinem Kopf – Clubbegleitung

Ich muss mir das jetzt mal aus dem Kopf schreiben.

Als ich letztes Jahr zwischenzeitlich auf Jobsuche war, ging mir auch immer wieder durch den Kopf, ob ich mir die Escort-Nummer vorstellen könnte. Aber sie ist aus mehrerlei Gründen nicht mein Ding. Zum Einen glaube ich immer, dass die Erwartungshaltung bezüglich der Optik der Dame, die man bei den horrenden Preisen, die die Mädels in dem Bereich verlangen automatisch hat, deutlich über meinem Niveau liegt. Aber viel wichtiger ist, dass ich keinen käuflichen Sex mag. Auch wenn das in dem Bereich ja manchmal etwas verschleiert ist. Sex wird – bei egal was –  nie eine Gegenleistung von mir sein.

Aber wenn man über Escort liest, dann kommt immer irgendwann, dass doch einige Männer auch vorwiegend jemanden zum Reden oder zum nicht allein sein suchen. Oder darüber hinaus mit ihnen mal den ersten Clubbesuch absolviert. Das alles könnte ich mir vorstellen und tue ich auch gern.

Ich grüble immer noch wie das aussehen könnte als Angebot. Nicht um damit reich zu werden. Aber auch nicht für umsonst. Beispielsweise Begleitung für den Abend, sei es zum Essen oder eine Stadtführung oder zum Kennenlernen eines Clubs oder Pornokinos… Von 19 bis 24 Uhr. Ich fahre uns auch mit meinem Auto wenn gewünscht. Essen und Eintritt geht auf ihn, plus Summe X (150 Euro?). Dafür bekommt man mich in aufgerüscht und als eine wertschätzende, weltoffene Gesprächspartnerin/Begleiterin. Sex gibt es nur bei Sympathie und freiwillig und wenn ich Bock drauf habe, dafür dann aber auch for free.

Vielleicht ist das auch alles doof und würde nie funktionieren. Vielleicht würde auch niemand für mich oder sowas bezahlen. Vielleicht ist es grundsätzlich auch bescheuert. Aber ich wollte mir das mal aus dem Kopf schreiben, weil es darin rumgegeistert ist. Feuer frei – Geigt mir eure Meinung…

Das Ende des ohne Höschen-Abends

Zu viele Erlebnisse, die zwischendurch passiert sind, so dass ich den Ohne Höschen im Club Abend- Beitrag nie zu Ende geschrieben habe. Ich sitze zum Schreiben gerade in der Küche eines anderen Mannes, nach einer Nacht in der ich gut und er kaum geschlafen hat. Der Arme. Er hat sich nochmal hingelegt, ich nutze die Gelegenheit zum Schreiben.

Na dann versuche ich mich mal in den Abend zurück zu fühlen. Es sind nun doch schon ein paar Wochen seitdem vergangen. Mr. Gentleman und ich knutschten und kuschelten im Barbereich wie verliebte Teenager, aber wenn wir dann durch den Club liefen um uns was zu suchen, dann flog es so gar nicht zwischen uns. Er war auf der Suche nach einem anderen Paar, wo man dazukommen konnte. Aber das stellte sich gar nicht so leicht heraus. Es wollen viele einfach nur Spaß miteinander haben, aber nicht das jemand dazu kommt. Was ich voll verstehen kann, weil ich auch eher zu der Fraktion gehöre. Irgendwann schleppte ich ihn nach draußen. Im Gartenbereich gab es zwei Hütten in die auch Matten eingebaut sind zum Spielen. Die Hütten sind auch geheizt. Aber da es ziemlich kalt war, kam fast niemand dort vorbei. Juhu, weil wir hatten auch schon wieder so eine Schlange Soloherren hinter uns hergezogen. Ich merkte an diesem Abend, dass wir uns noch nicht wirklich gut kannten, nicht so genau wissen, was dem anderen gefällt wie er tickt.

Die Hütte war zwar geheizt, aber nicht sehr warm. Ich freute mich mit ihm allein zu sein. Die großen Spielwiesen waren mir alle zuviel gewesen. Wir fingen an zu knutschen und zu fummeln. Ich hatte dort auch einen Orgasmus, ich weiß gerade gar nicht mehr, ob er mich gefickt oder gefingert hatte. Als ich dann anfangen wollte mich zu revanchieren, also ihn zu blasen, ging bei ihm gar nichts mehr. Er war superschlapp. Das nahm ich anfangs erst mal persönlich. Es hinterließ das Gefühl, als würde ich ihm alleine nicht reichen. Als bräuchte er immernoch einen weiteren optischen Input. Er war so verkrampft auf der Suche nach Mitspielern gewesen drinnen, dass ich mich des Eindrucks nicht erwehren konnte. Das quälte mich erst mal ein wenig. Später (und vor allem jetzt auch) verstand ich es besser. Es war ihm wohl zum einen zu kalt (mein verfrorender Südländer) und er kann sich bei einem reinen Blowjob, bei der er nur genießt und nicht auch noch geben kann nicht fallen lassen. Aber ich ging damals erst mal ein wenig geknickt wieder mit ihm in den Club zurück.

Wir sind wohl beide immer drauf bedacht, dass der anderen Spaß hat und erst dann können wir genießen. Das ist gar nicht so einfach, wenn beide so ticken. Dann dreht man sich ein wenig im Kreis. Der Abend endete doch noch auf einer großen Matte. Mr. Gentleman hatte eine Situation gefunden die ihm gefiel und die ihn mit dabei haben wollten. Ich wollte eigentlich nur passiv zusehen, wie er sich seine Befriedigung mit der anderen Frau holte. Ich legte mich also daneben und sah zu. Aber so nach und nach wurde ich doch einbezogen und es war okay. Ich bließ ihn, während er an der anderen Frau rumspielte und sie küsste. Ich spürte verschiedene Hände auf meinem Körper. Ihre, die ihres Partners, die von Mr. Gentleman. Es gefiel mir, aber ich wußte ich würde nicht schnell genug kommen. Ich kann in so Konstellationen auch meinen Kopf nie ganz ausschalten. Dieses Finger mal da in die Muschi stecken und dann da… Bei so Gruppendingsis gucke ich am liebsten nur zu oder lasse mich von meinem Begleiter vögeln. Sonst ist mir das schnell too much. In Ausnahmefällen passt das mal.

Wenn man mit Menschen vorher an der Bar sich unterhalten hat, dann kann man die zumindest ein wenig einschätzen. Wenn man auf der Matte dazukommt halt so gar nicht. Da kann ich nie abschalten. Ich frag mich ja immer wie die anderen es tun, oder ob die für sich einfach andere Grenzen gezogen haben, was sie an Risiken eingehen als ich. Ich habe ja auch für mich die Entscheidung getroffen, wenn ich Lust habe zu blasen ohne zu schlucken. Und ja auch das kann man sicherlich diskutieren. Jedenfalls hatte Mr. Gentleman seinen Spaß. Das war mir wichtig, dass er auch noch was von diesem Abend hatte. Ich erinnnere mich auch gerade gar nicht mehr wie er gekommen ist, ob er mich nochmal gefickt hat oder nicht.

Denn meine Erinnerung wird überlagert davon, dass ich den anderen Mann geblasen habe, auch aus Ego-Gründen, weil ich mir sicher war viel besser zu blasen als seine Frau. Das muss auch so gewesen sein, denn der Mann kam so schnell und ohne Vorwarnung, dass er mir in den Mund spritze. ARRGGGG.. Ich kann das ja nicht mitten auf der Matte ausspucken. Also hüpfte ich so halb an-  oder ausgezogen (je nachdem wie man es sehen will) runter von der Spielwiese und flitzte ohne Schuhe durch den halben Club zur Toilette und spuckte sein Sperma ins Waschbecken. Sehr super. Nicht. Wie kann man den überhaupt auf die Idee kommen einer fremden Frau in den Mund zu spritzen? Alter… Mr. Gentleman war sofort klar gewesen, warum ich schlagartig weglaufen war. Der Abspritzer hingegen war wohl eher verwundert gewesen. Mr. Gentleman tat es auch ziemlich leid, dass das so gelaufen war. Aber das war ja nicht seine Schuld, alles gut. Natürlich ging mir das noch ein wenig im Kopf umher und ich hinterfrage mich dann, ob ich nicht besser auf mich aufpassen müsste. Aber das hat gar nichts mit Mr. Gentleman zu tun. Dieser Abend war einfach ein Auf und Ab. Wir lernen uns eben gerade erst kennen und versuchen rauszufinden, wie der andere tickt. Da geht auch mal was in die Hose. Die Küssen zwischen uns waren sensationell gewesen. Gerne mehr davon.

Blogparade: Nur im Kopf

Ich habe mich von der lieben Kari breitschlagen lassen, an einer SM-Blogparade teilzunehmen, die den Titel #NurimKopf trägt. Alle Autoren haben dazu einen Text geschrieben, in dem es um Fantasien geht, die man im Kopf hat, aber aus irgendwelchen Gründen nicht ausleben möchte/kann. Ich sollte meinen Text eigentlich am 22. Dezember veröffentlichen, aber manchmal küsst mich die Muse nicht rechtzeitig (Oder ich war mit knutschen beschäftigt :-))

Nun erst mal die Links zu den anderen Texten:

  • Initiator ist Tomasz Bordemé dessen Text zu „Nur im Kopf“ findet ihr hier.
  • die liebe Kari: Hier
  • Ben Wilders Lusttagebuch: Hier
  • Margaux Navara – Autorin mit Lust an BDSM: Hier
  • Devote Romantikerin: Hier
  • Tanja Russ: Hier

Und nun setze ich mich mal mit dem Thema auseinander: Nur im Kopf. Wer jetzt eine ausgeschmückte Fantasie-Geschichte erwartet, den muss ich vorher schon enttäuschen. Was ich nicht kann: Geschichten erfinden. Was ich kann: Erlebnisse nacherzählen. Nichtsdestotrotz gibt es auch in meinem Kopf Fantasien. Allerdings finde ich es viel einfacher sowohl über Erlebtes zu schreiben, als auch zu erzählen. Damit habe ich wenig Probleme. Einen Einblick in die geheimen Fantasien zu geben finde ich sehr viel intimer. Stellt sich die Frage, wie tief lasse ich euch in meine geheime Kopfkino Filmothek blicken?

Viele Dinge, von denen ich dachte, dass ich sie nie tun würde habe ich mittlerweile abgehakt. Die ganzen Pornokino-Geschichten bei denen ich mich habe abgreifen lassen zum Beispiel…

Eine Fantasie, die ich mit zwei Drittel aller Frauen teile, ist eine Vergewaltigungsfantasie. Ich habe mich immer gefragt, warum wünsche ich mir, dass jemand über mich herfällt und sich einfach brutal nimmt, was er will. Nach Recherche und nachlesen denke ich Narzissmus ist die Antwort. Zumindest war das für mich bisher die einleuchtendeste Erklärung. Ich glaube, dass ich es in dem Buch von Daniel Bergner – „Die versteckte Lust der Frauen – ein Forschungsbericht“ gelesen habe. Wenn ich mich Recht erinnere steckt seiner Meinung nach dahinter der Wunsch so begehrenswert zu sein, dass der Mann sich über alle gesellschaftlichen/gesetzlichen Konventionen hinweg setzt, alle Bedenken beiseite schiebt, sich nicht mehr zurückhalten kann und sich einfach nimmt was er möchte, nämlich mich. Das ultimative Begehrtwerden.

Ähnlich argumentier auch Professor Ulrich Clement dazu im Zeit-Interview:

ZEITmagazin ONLINE: Den Mann gedanklich über mich herfallen zu lassen – worin besteht denn dabei der Reiz?

Clement: Es gibt eine interessante Theorie zu Vergewaltigungsfantasien, die besagt, dass es sich um verkappte Triumphfantasien handelt. Die Frau folgt mit der Inszenierung einem Unwiderstehlichkeitsparadigma: „Der will mich, weil ich so attraktiv bin.“ Er kann gar nicht anders!

ZEITmagazin ONLINE: Das ist ja mal eine ausgewachsene Allmachtsfantasie.

Clement: Absolut! Die Vorstellung „Ich bin so unwiderstehlich, dass der andere nur über mich herfallen kann“ ist grandios und macht es so erregend.

ZEITmagazin ONLINE: Sie sagten eben, dass das Thema Vergewaltigungsfantasien in der Sexualforschung aktuell sehr diskutiert wird. Warum?

Clement: Man weiß schon lange, dass es solche Gewaltfantasien gibt und wie häufig sie vorkommen. Man hat sie nur nicht richtig verstanden. Die Sexualforscherin Marta Meana sagt, wir haben uns darin geirrt, Frauen immer als Wesen zu betrachten, die ausschließlich an der Beziehung interessiert sind. Frauen sind viel narzisstischer, als sie zugeben. Sie wollen eigentlich großartig gefunden und begehrt werden. Deshalb denken sie sich Fantasien aus, in denen alle Blicke auf sie gerichtet sind.

ZEITmagazin ONLINE: Das klingt so schlüssig, dass man sich fragt, warum die Forscher nicht früher auf diese Erklärung gekommen sind. Passte sie nicht ins Frauenbild?

Clement: Sexualforschungskolleginnen sagen, dass sie jahrelang das Bild einer Frau zur Referenz genommen haben, die autonom über ihre Sexualität verfügt und sagt, wann sie Lust hat, und sich dann auf einen Mann einlässt oder einen verführt. Das ist ein sehr feministisch inspiriertes Bild. Diese Sexualforscherinnen verstehen jetzt, das sie selbst einem politisch motivierten blinden Fleck aufgesessen sind: Sie haben gedacht, Begierde würde bedeuten, sich dem Mann und seinem männlichen Blick zu unterwerfen. Sie haben übersehen, dass es auch ein eigenes Bedürfnis der – ansonsten autonomen, starken – Frauen gibt, und zwar das Bedürfnis, begehrt zu werden. Das hatten viele Sexualforscherinnen sich bisher verboten zu sehen, weil es nicht in ihr Frauenbild passte.

Seit ich weiß, dass mein eigener Narzissmus dahinter steckt, habe ich die Fantasie viel seltener. Für meine Fantasie war es also der völlge Lustkiller nach dem Warum zu fragen. Wie so manches Mal im Leben 🙂

Mein aktueller Lieblingsfilm im Kopfkino geht in etwa so: Eine Plattform in einem Raum. Drumherum ein Dutzend Männer in dunklen Anzügen. Ich befinde mich nackt auf einen Sybian gefesselt auf der Plattform. Meine Hände sind zur Seite in ein Eisengestänge eingebunden. Es gibt ein Fernbedienung mit dem die Männer den Sybian bedienen können. Sie können darüber bestimmen, wie oft ich komme und wann, mich mit Orgasmen quälen. Manchmal kommt einer der Männer zu mir und ich muss ihn blasen, während mich das Gerät stimuliert… Irgendwie auch narzisstisch. 🙂

Striemen auf meiner Haut

Es ist gar nicht so leicht den letzten Teil des Wochenendes von Mr. Bondage und mir zu schreiben. Ich merke, wenn ich mich nochmal in die Situation hineinversetze, dass mir zwischendurch immer wieder Teil der Erinnerung fehlen, obwohl das Ganze nicht wirklich lange her ist.

Abfesseln: Mr. Bondage saß hinter mir auf dem Boden und fing an mich wieder aus den Seilen zu knoten. Nah sein. Auch wenn ich manchmal ein wenig ungeduldig bin beim Abfesseln, weil die Hand hinter dem Rücken meinen Arm immer unter Spannung setzt und ich es gar nicht so sehr genießen kann. Ich hoffte, dass er meinen Arm schnell losbinden würde. Irgendwann hatte er mich aus der Oberkörperfesselung befreit, nur die Handgelenke waren noch gefesselt. Er half mir auf die Beine. Ich hatte Lust noch zu spielen. Ich hob meine Hände, die noch in Seile eingebunden waren nach oben zu den beiden Fesselpunkten. War gespannt, ob er noch Lust zu spielen hatte. Es war eine Einladung mich zu benutzen. Er verstand sofort und band meine Hände an den Haltepunkten fest. So stand ich da mit gespreizten Armen mit dem Rücken zu ihm.

Eine der erotischten BDSM-Situationen, die ich jemals live gesehen hatte, beinhaltete eine Frau die genauso wie ich in diesem Moment gefesselt war. Sie hatte nackt zwar die perfekte Figur, aber nichtsdestotrotz fühlte ich mich gut, als ich so vor ihm stand. Auch er hatte diese Szene gesehen. Bei der Vorstellung kroch die Erregung in mir hoch. Das ich mal safeworden musste am Anfang, weil er zu hart gespielt hat, vergeben und vergessen. Ich dürstete danach auch mal wieder Schmerzen zu spüren. Meine Grenzen zu spüren. Ich hatte schon die Schläge mit der flachen Hand am ersten Abend sehr genossen. Endlich hatte er wieder mit mir gespielt. Das war wie ein ungestillter Hunger. Ich vertraute ihm total. Er kennt mich besser, als jeder andere Mann. Ich erinnere mich nicht mehr an die Reihenfolge. Aber egal.

Ich stand da, mein Körper war elektrisiert. Jede Faser war gespannt auf das was nun passieren würde. Ich stand still und atmete tief durch. Und schon traf mich der erste Schlag auf den Hintern. Die flache Hand zum Aufwärmen. Klatsch, klatsch, klatsch. Er verteilte die Schläge gut. Weiß genau, wohin er schlagen kann. Ich versuchte still zu stehen. Bisher war das ganz gut aushaltbar. Ich war stolz, dass ich doch ein bisschen etwas aushalte. Er steigerte die Intensität. Bis der Schlag kam, bei dem mir ein Stöhnen entfuhr, weil er die Grenzen war. Der Schlag, wo ich weiß, dass ich eine Pause brauche danach. Und Er gab sie mir. Las meinen Körper. Konnte sehen, wenn ich zu tänzeln anfing um den Schlägen auszuweichen. Er ließ von mir ab. Ich atmete durch. Er raschelte in der seiner Tasche herum. Ich linste ein wenig über meine Schultern um zu sehen, was er ausgepackt hatte. Und dann trafen mich wieder ganz leichte zärtliche Schläge. Es musste in Paddel sein. Fast wie die flache Hand also. Er steigerte auch damit die Intensität. Dann nestelte er wieder in der Tasche herum. Klatsch, wieder ein neues Gerät. Ein Flogger. Ich spürte die vielen Lederstreifen. Anfangs war es wie streicheln. Tut ja gar nicht weh das Ding. Dachte ich, aber nicht lange. Auch damit kann man Schmerzen verursachen. Er verteilte die Schläge wieder gut, bis ich anfing zu tänzeln und merkte, dass ich an meine Grenze kam. Ich stöhnte vor Wohlgefallen. Ich hoffte sehr, dass er mir für die Schmerzen noch einen Orgasmus machen würde. Ich brauche das als Belohnung. Er kam immer wieder nah zu mir. Streichelte sanft über meine vermutlich roten Arschbacken. Manchmal kniff er auch hinein und ich quickte. Fiesling. Oder kratzte mit seinen Nägeln über die schmerzenden Stellen. Megafiesling. „Wie hübsch du aussiehst“..  Saugte an meinen erregten Nippeln… Wieder nestelte er in seinem Spielkoffer.

Da zerriss ein Surren die Luft und ich spürte eine ganz neue Art von Schmerz. Feiner Striemen. Wow, mit einer Gerte. Das hatte ich noch nie gehabt. Ich fand das immer sehr sexy beim Zusehen, aber habe das immer unter das ist zu krass für mich abgehakt. Ich tänzelte leicht, denn der Schmerz ist schon fies. Er verteilte wieder gut. Es muss unglaublich elegant ausgesehen haben, wie er die Peitsche schwingt. Die Vorstellung gefiel mir. Links und wieder rechts trafen die Gertenhiebe auf meinem Hintern und Oberschenkel ein. Ich atmete immer wieder tief durch, versuchte den Schmerz auszuhalten. Er schlug fester zu: Das Ende der Gerte wickelte sich um meinen Oberschenkel und hinterließ gut sichtbar einen Striemen auf der Vorderseite. Wir kamen nah an die Grenze. Ich tänzelte fiel. Er hatte spürbar Spaß mich zu schlagen. Meine Grenzen auszuloten. Noch ein Schlag, wieder derselbe Oberschenkel. Dieses Mal verteilte er nicht so gut. Es fühlte sich an, also könnte er eine Seite besser schlagen. Die meisten Schläge trafen meinen linken Oberschenkel. Ein harter Schlag traf mich und ich drehte mich um und sah ihn böse an. Die Grenze war erreicht. Er verstand sofort. Kam zu mir und nahm mich in den Arm. Er band mich los, wir gingen zu Boden. Jetzt fehlt mir ein wenig die Erinnerung. Irgendwann lag ich auf dem Rücken und er fing an meinen Kitzler zu bearbeiten. Lobte, dass ich so feucht war. Nestelte wieder in seinem Koffer. Juhuu, er würde irgendwas rausholen und mir einen Orgasmus verschaffen. Ich spürte alsbald den wundervollen Stahldildo, der so ganz intensive vaginale Orgasmen zaubern konnte. „Ja, saug ihn in deine enge Fotze ein“, kommentierte er was er tat. Ich genoss es , wie er den Dildo langsam in mich versenkte. Die Biegung des Dildos ermöglicht ihm mich zu ficken während er über meinen Kitzler reibt. Änderte nach einer Weile den Winkel. Stimulierte in mir immer wieder andere Stellen. Dieses Ding ist so göttlich. Wenn er so weitermachen würden, würd ich ihm den ganzen Boden vollsquirten. Die Erregung baute sich ganz tief in mir auf. Anders als wenn ich es mir selbst über den Kitzler besorge. Ich ließ mich einfach fallen, gab mich ganz ihm und dem Dildo hin und hatte am Ende einen wirklich heftigen Orgasmus. Denn er netterweise nicht ausklingen ließ und mich nicht mit sadistischer Freude vorher nochmal pieskate. Ich ich rollte mich total glücklich am Boden liegend ein.

Ich will definitv wieder mehr davon. Hoffe, dass er bald wieder Lust hat zu spielen, dass es ihm auch etwas gibt. Diese Orgasmen machen süchtig. Gerade als ich aufstehen wollte, knotete er das letzte Seil vom Handgelenk ab und küsste mich. Und grinste. Das heißt nix Gutes. Er zog mit der flachen Hand voll durch und traf die Innenseite meines Oberschenkels .. „AUUUAAA. Du Arsch..“, entfuhr es mir. „Ein kleines Andenken“.. Na wundervoll, man sah jeden einzelnen Finger sich abzeichnen. Gut, dass ich keine Arztbesuche oder ähnliches geplant hatte. Ich kam zu meinem Termin zwei Stunden zu spät. Aber es war mir jede Minute wert. Es war ein wundervolles Wochenende gewesen. Und ließ mich die Weihnachtszeit leichter aushalten. Es wird bis Mitte Januar dauern bis wir uns wiedersehen. Aber ich freue mich schon. Es fühlt sich halt doch nach Liebe an zwischen uns. Ohne Erwartungen. Schön so.

Peitsche oder Fliegen?

Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr – da schreibe ich dann schon fast Standardmäßig meinen Blogeintrag über die Einsamkeit der Geliebten. Wobei sich mein Einsamkeitsgefühl dieses Jahr sogar in Grenzen hielt. Was zum einen an dem tollen Wochenende mit Mr. Bondage lag von dem ich noch fertig schreiben muss. Zum anderen gewöhne ich mich wohl doch irgendwie daran. Eigentlich wollte ich heute Abend zum Weihnachtsausklang noch in einen Club gehen. Aber mein Clubpartner hat noch seine Kinder zu Besuch. Die gehen natürlich immer vor. Heute gehe ich notfalls allein, wenn sich Mann aus der Familie nicht loseisen kann.

Danke an dieser Stelle auch nochmal allen, die mich beim Goldenen Blogger Award vorgeschlagen hatten. Ich bin erwartungsgemäß nicht auf die Shortlist gekommen. Mein Blog ist wohl eher so der Groschenroman unter den Blogs. 🙂 Wird gerne gelesen, ist aber nix für einen Preis. Danke, für das viele positive Feedback, das ich bekomme. Das lässt mich weiterschreiben. Ich habe meinen Traum, daraus mal ein Buch zu machen, noch nicht aufgegeben. Es scheitert einfach nur daran, dass ich bei der Suche nach einem guten Lektor, der auch Bock auf meine Texte hat, total ratlos bin.

Zurück in Mr. Bondage Fesselzimmer. Was ein gutes Stichwort ist. Nach vielen Stunden Arbeit und Schweiß, die er in die Wohnung und vor Allem auch in das Wohnzimmer investiert hatte, war sein persönlicher Traum von einem stilvollen Fesselzimmer in Erfüllung gegangen. Die wunderbare Altbau-Wohnung, mit den freiliegenden Dachbalken. Seine selbstgebauten japanischen Leuchter an der Wand. Die gezeichneten Bilder, die so unverkennbar ihn beim Fesseln zeigen. Die Tatami-Matten auf dem Boden, die mich so sehr an meinen Japan-Aufenthalte erinnern. Endlich fertig. Und schon muss er es wieder aufgeben und zurücklassen. Das macht mich doch ein wenig traurig. Als ich mitten in seinem Wohnzimmer stand in meinem schwarzen durchsichtigen Kimono, wurde mir bewußt, dass es vermutlich die vorletzte, wenn nicht sogar die letzte Gelegenheit sein würde, an diesem wunderbaren Ort zu fesseln. Auch mich verband mit diesem Ort viel. Ich hatte die Wohnung für ihn im Internet entdeckt. Hatte zu Beginn jede freie Minute mit ihm dort verbracht. War eifersüchtig als klar war, dass es natürlich nicht nur mein Reich sein würde. Mit dem kompletten Wandel der Beziehung, dem fast Ende, dem jetzt bin ich auch nur noch ein seltener Gast, auch wenn es dann wirklich intensiv und schön ist.

Eigentlich hatten wir nur noch eine Stunde Zeit, weil ich abends einen Termin hatte. Aber dieser Moment hier hatte Priorität. Ich wollte ihn genießen, egal wie lange er dauern würde. Da stand ich barfuß im Dojo. Er hatte sich seine Fessel-Klamotten angezogen. Er kam auf mich zu und begutachtete mein Outfit. Er freute sich wieder über die freiligendenen Brüste unter dem Kimono. Nachdem er ausgiebig meine Brüste bewundert hatte, zog er mir den Kimono aus. Er befühlte die Büstenhebe und befand, dass sie stören würde beim Fesseln. Schade eigentlich. So stand ich da nur noch mit meinem Höschen bekleidet. Er legte Musik auf. Führte mich auf die Tatami-Matten unter den Ring für die Suspentions, den er aufgehängt hatte. Er hängte sogar noch einen weiteren Karabiner an einem weiteren Hängepunkt ein. Ich war neugierig, was er vorhatte. Für unsere Standard-Suspention würde eigentlich der Ring genügen. Er hatte seine Seile bereitgelegt und sich das Notfallmesser an den Hosenbund gesteckt.

Dann nahm er mein Handgelenk und ließ das erst Seil darüber gleiten. Wie habe ich dieses Gefühl vermisst, wenn das Seil über meinen Körper gleitet. Gänsehaut durchfährt mich. Er knotete mein Handgelenk ein und führte das Seil durch den Ring. Da ging das Kopfkino ab – er würde mich doch nicht plötzlich auspeitschen wollen… Dann nahm er die zweite Hand und ein neues Seil und band es ebenfalls um mein Handgelenk. Er spielte damit mich im Unklaren zu lassen, was er vorhatte. Aber es wurde doch eine Oberkörperfesselung. Er fesselte mir eine Hand vor den Körper und eine Hand hinter den Rücken. Leider kann man mir nicht beide Arme auf den Rücken fesseln, da sind meine Schultern wohl zu bewegungseingeschränkt. Vor den Körper ist kein Problem, sieht aber nicht so erotisch aus, weil man dann die Brüste nicht so schön hervorheben kann. Er fesselte Freestyle. Während er früher in der Übungsphase akribisch nachgefesselt hat, wie er es gelernt hat, ist er nun in seinen Techniken so sicher, dass er einfach Dinge ausprobiert. Ich sehe ihm einfach gerne zu, wenn er hochkonzentriert, aber leidenschaftlich das Seil knotet, es über meinen Körper zieht. Wenn er mir nahe kommt, mit meiner Erregung spielt. Mir sanft Dinge ins Ohr haucht. Wenn ich ihn küssen darf, weil mir der Sinn danach steht. Anfangs beim Fesseln war es undenkbar, weil er da immer der harte Meister sein wollte. Jetzt liebt er das Spiel zwischen uns, wenn ich eine unartiges Bunny bin, dass den Meister einfach küsst, wenn er ihr zu Nahe kommt. Das man das Knistern zwischen uns spüren kann. Kleine liebvolle Neckereien, während er mich in die Seile bindet.

Ich war gespannt, ob und wie lange ich noch in den Seilen hängen können würde. Wir habe nicht viel gefesselt in letzter Zeit. Ich war gespannt, ob mein Körper den Schmerz noch gewöhnt war.  Die Oberkörperfesselung war fertig und er hatte das Seil schon in den Ring gebunden. Als nächstes kam das Seil um meinen Oberschenkel, das ich am wenigsten mochte. Aber so lange stand ich noch mit einem Bein auf dem Boden. Das nächste Seil ging dann um den Knöchel des Standbeines. Ab dem Moment würde mein Körper seitlich im Seil hängen. Muskeln angespannt und aufgehängt. Mit den drei Haltepunkten ist es gar nicht so einfach. Erst wenn dann das Hüftseil anbringt kann ich ein wenig entspannen im Seil. Er hatte den Arm hinter meinem Rücken nach unten gebunden. Das sorgte dafür, dass er näher zum Körper gezogen wird, was unangenehm ist für mich. Da hing ich also und war happy, aber merkte, dass es in der Variante nicht lange gehen würde. Ich bat ihn mich wieder abzufesseln. Was er unverzüglich tat. Wieder auf dem Boden schlug ich ihm vor, mich andersherum aufzuhängen, so dass der Arm hinter dem Rücken oben war und vom Körper weggezogen würde. Gesagt, getan – er drehte die Suspention um und ich flog ein weiteres mal. Zwar auch wieder nicht lange, aber es fühlte sich gut an. Danach stellte er mich wieder auf den Boden. Er stellte sich hinter mich und ging mit mir zu Boden. Abfesseln ist immer sehr nahe. Weil wir zusammen auf dem Boden liegen. Ich spürte, dass wir beide noch Lust hatten auf mehr. Manchmal hatte er mich nach der Suspention noch auf dem Boden verschnürt und mir Befriedigung verschafft. Ich war gespannt, wie diese Fesselung enden würde.

Angenehmes Wecken

Der Orgasmus, den mir Mr. Bondage besorgt hatte, war großartig gewesen, aber auch sehr energieraubend. Deswegen bin ich einfach gleich eingeschlafen. Kein Kuscheln, keine Revanche. Im Nachhinein hat er mir erzählt, dass er viel wachgelegen und nachgedacht hatte in dieser Nacht. Und er hat zum ersten Mal gemerkt, dass ich wohl Atemaussetzer beim Schlafen habe. Das haben mir schon so einige Männer gesagt. Er allerdings noch nie. Ich habe den Besuch beim HNO fest auf meinem Plan. Mein Körper hat wohl einfach Erholung gebraucht. Nach 10 Stunden bin ich wieder aufgewacht. Mr. Bondage schlief noch tief und fest. Ich kletterte aus dem Bett und ging erst mal ins Bad, duschte. Und überlegte mir, wie ich ihn wohl am liebsten Wecken wollte. Ich hatte dankbar seine lustvolle Behandlung genossen und wollte ihm nun Gutes tun. Frühstück ans Bett, Blowjob oder Kuschelattacke, diese Optionen gingen mir durch den Kopf.

Nachdem ich mich wieder wie ein Mensch fühlte ginge ich zurück zu ihm ins Bett. Ich kuschelte mich erst mal an ihn hin. Streichelte ihm über die Brust. Er öffnete die Augen und grinste. Ich streichelte auch seine Brustwarzen – sein ultimativer Einschaltknopf. Noch dazu war für seine Lust morgens immer der beste Zeitpunkt. Ich musste mich ja einfach nur über die Morgenlatte hermachen. Ich entblößte meine Brüste unter meinem Schlaf-Shirt. Zog alle Register. Ließ meine nackten Brüste über seinen Oberkörper gleiten. Meine Hände tasteten nach seiner Latte. Er stöhnte so im Halbschlaf leise auf. Die Art des Weckens gefiel ihm. Ich kletterte an ihm runter und fing an seinen Schwanz mit meinem Mund zu bearbeiten. Meine Hände kümmerten sich um seine Eier. Er ist ja nur schwer zum Kommen zu bringen. Ich tat mein Bestes und wichste ihn hart und ausdauernd. Wechselte zwischen Blow- Handjob und beides gleichzeitig. Nach einer guten Weile übernahm er und ich leckte während er die letzten paar Meter bis zum Höhepunkt selbst Hand anlegte seine Eier. Und er kam. Juhuu. Guter Start in den Tag. Wir kuschelten nachdem er sich saubergemacht hatte und dösten zusammen noch ein wenig. So schön, ganz ohne Zeitdruck. Das haben wir in letzter Zeit nicht oft gehabt.

Wir machten uns zusammen ein gesundes, leckeres Frühstück und hatten einfach eine gute Zeit zusammen. Untertags wollten wir einen Ausflug machen. Ich nahm ihn mit auf eine Veranstaltung auf der auch meine Eltern und mein Bruder waren. Ich stelle ihn als einen Arbeitskollegen vor. Es war gar nicht so leicht nicht zu vertraut miteinander umzugehen. Hätte ich ja mal nicht gedacht, dass ich ihn meinen Eltern vorstellen würde. Sie stellten keine Nachfragen, also war meine Geschichte plausibel. Am Abend als wir spät heimkamen war ich einfach sehr müde. Obwohl ich so lange geschlafen hatte. Wir wollten beide einfach schlafen.

Der nächste Morgen begann sehr ähnlich wie der erste. Ein kleiner Blowjob am Morgen… Später am Tag wollte er mich dann mit zurück in meine Stadt nehmen. Da er auch abreiste für den Weihnachtsurlaub wollte er vorher noch die Wohnung auf Vordermann bringen. Wir hatten irgendwann an dem Wochenende darüber geredet, dass wir noch Fesseln wollten. Ich ging davon aus, dass wir das am Morgen tun würden. Allerdings fing er vorher noch das Putzen an. Er ist superordentlich, wenn er mal loslegt muss man ihn einfach machen lassen. Ich zog es vor ihm einfach nicht im Weg umzugehen. Etwa eine Stunde vor wir abfahren wollten war er mit Putzen soweit fertig. Also beschloss ich ihn Proaktiv noch daran zu erinnern, dass Fesseln cool wäre. Zog mir die Büstenhebe vom ersten Abend wieder an. Schwarzes Höschen. Darüber einen neuen schwarzen Kimono, den ich auch noch nicht angehabt hatte. Damit stellte ich mich vor ihn. Es verfehlte seine Wirkung nicht…

Die neuen Dessous sorgen für Spaß…

Ich habe ein tolles Wochenende gehabt. Mit Mr. Bondage. Nach langer Zeit haben wir uns wieder Zeit für einander genommen.

Er wird in nächster Zeit beruflich wieder in eine andere Stadt müssen. Wieder ein Abschnitt der zu Ende geht. Dieses Gefühl kenne ich noch vom letzten Mal, als er woanders hin musste. Aber auch danach kam eine tolle Zeit. Das lässt mich dem halbwegs entspannt entgegen sehen. Wir kennen uns noch schon ein paar Jahre. (Das klingt übringes ziemlich verrück, finde ich. Eigentlich doch eine sehr konstant, für eine ursprünglich mal Affäre.) Nach den Auf und Abs die es gab, glaube ich, dass wir jetzt eine halbwegs stabile Beziehung haben.

Wir sehen uns viel seltener als früher. Von mehrmals die Woche, über einmal die Woche sind wir jetzt bei alle zwei/drei Wochen. Aber es ist okay, so wie es ist. Wir haben uns jetzt mal zwei Tage für einander Zeit genommen. Es war eine schöne Zeit. Wenn wir uns wiedersehen nach einer ganzen Weile, dann ist es immer sehr intensiv, sehr verliebt, sehr vertraut. Unsere Beziehung ist erwachsener geworden. Wir haben uns mit unseren Macken akzeptiert. Und dann gibt es die kleinen süßen Gesten: Er hat für meinen Aufenthalt eingekauft (früher hat er gehasst, wenn ich in seiner Küche rumgekocht habe) und mir laktosefreien Jogurt mitgebracht. Eine Kleinigkeit, aber sehr süß. Hätte er früher nie gemacht. Wir haben in den zwei Tagen drei Weihnachtsmärkte besucht. Er hasst Weihnachtsmärkte… „Daran erkennst du, wie sehr ich in dich verknallt sein muss“, kommentierte er. Die Worte verknallt oder Liebe oder sehr/sehr gern haben, nimmt er nur sehr selten in den Mund. Aber jetzt tut er es zuweilen. Ich habe das Gefühle, dass er auch in dem Zwiespalt steckt, dass er mich sehr, sehr gerne hat, mir aber die Luft und den Raum geben will, noch jemand anderen zu finden. Mittlerweile fühle mich bei ihm am meisten so akzeptiert, wie ich bin. Ich kann chaotisch, bunt, nicht erwachsenwerdenwollend, hingebungsvoll, geil, lustig, ankuschelig, lautlachend und rumhüpfend sein. Er gibt mir das Gefühl mich genau dafür zu mögen.

Vor unserem Wiedersehen hab mir ein paar neue Dessous/Klamotten zugelegt und sie mit in meinen Rucksack für meinen Aufenthalt gepackt. Habe sie vorher noch nicht angehabt. Ich war sehr gespannt, wie er sie finden würde. Aber zu erst gingen wir zusammen auf den Weihnachtsmarkt. Wie so viele andere auch. Wir teilen uns Kaiserschmarrn, Punsch, Mandeln und Maroni. Wie ein lustiges verliebtes Pärchen. Ich mag diese seltenen Pärchen-Momente. Auch in dem Bewußtsein, dass es die vermutlich so nicht geben würde, wenn wir uns mehr sehen würden. So ist es immer etwas Besonderes.

Wir kamen zurück in die Wohnung. Und er wollte zusammen duschen. Ich mag das sehr. Ihn von oben bis unten liebvoll einseifen. Er freut sich immer drauf. Zusammen duschen ist auch meist der Einstieg in mehr. Erst sauber machen, dann dreckige Dinge tun 🙂 Mein Problem war nur, dass ich so ganz leichte Schmierblutungen hatte. An sich nicht weiter schlimm, außer dass ich dann immer überlege, ob ich es vorher thematisieren muss, oder ihn einfach nur vom Lecken abhalte, wenn er dazu ansetzt. Wenn ich es sage, habe ich das Gefühl, dass Männer meinen, mir sei dann alles unangenehm. Ich möchte sie aber nur vorwarnen und sie können dann tun, was für sie okay geht. Ach doofes Thema und die Blutungen waren nur so leicht, dass ich einfach nicht geleckt werden wollte. Ich sagte es ihm aber nicht.

Er verließ die Dusche wie immer als erster, damit ich dann die Gelegenheit habe nochmal heißer zu duschen.  Er ging ins Wohnzimmer oder mittlerweile Dojo. Er hat es wundervoll zu einem japanischen Fesselraum hergerichtet. Ich nutze die Gelegenheit mich in Schale zu werfen. Ich zog meine neue, schwarze Büstenhebe an. Machte eine schöne Form und mein Brüste sind frei und verfügbar. Schwarzes Spitzenhösen unten. Darüber ein leicht durchsichtiges Spitzenkleid. Dazu noch die halterlosen Strümpfe. (endlich würde sie mal jemand sehen). Ich legte noch Kajal und ein klein wenig Make-Up auf. Er ahnte nicht, dass ich mich in Schale warf. Er war im Wohnzimmer und hatte Musik aufgelegt und hatte es sich im Sessel bequem gemacht. Ich stellte mich halb in die Tür, zeigte nur ein Bein und ein bißchen etwas von meinem Kleid. Er grinste mich an. Ich sah ihm an, dass er mein Outfit mochte. Ich trat ganz ein und er machte mir Komplimente. Sah sofort meine Brüste blitzen. Er strich begeistert über mein Kleid. Befühlte die Brüste drunter. Es knisterte. Weil gerade das passende Lied kam, nahm er eine Tanzhaltung ein und wir tanzten durch das Wohnzimmer. Weil er nackt war und keine Schuhe anhatte, ich aber Pumps angezogen hatte, hatte ich Angst ihm auf die Füße zu treten und war meine Schuhe von mir. Wir knutschten und tanzen. Er zog mir langsam das Kleid von den Schultern. Mein Brüste waren in der Büstenhebe frei. Das Kleid war einfach nur runtergezogen, blieb aber an. Ich mochte das. Lieber ein wenig was anhaben, dann fühle ich mich wohler. Nachdem er sich ausgiebig über meine Brüste hergemacht hatte und ich mich zwischenzeitlich vor ihn gekniet hatte, um seine Latte zu verwöhnen, zog er mich an der Hand hinter sich her. Ich war gespannt was er vor hatte. Fesseln? Er packte seinen Spielkoffer. Juhuuuuuuuuuuuuu. Er war in Spiellaune. Das würde ein guter Abend werden. Dann zog er mich in Richtung Treppe, die in sein Schlafzimmer nach oben führt. Er übernahm das Kommando. Das machte mich sofort geil. „Geh voraus“, befahl er. Wollte wohl meinen Hintern in dem Kleid auf der Treppe bewundern. Ich stieg zwei Stufen hoch. „Dreh dich um“. Doch nicht den Hintern. Er hatte den Koffer nochmal abstellt. Ich drehte mich um. Er war mit seinem Kopf nun genau zwischen meinen Brüsten, saugte an meinen Brustwarzen. Zog mir das Höschen runter. Ließ seine Hand zwischen meine Beine gleiten. Genoß, dass ich schon feucht war, das es mich unheimlich anmachte. Spielte mit meiner Erregung. Die Treppe war sehr steil, dadurch konnte ich mich nicht einfach fallen lassen. Ihm gefiel es meinen Kitzler zu massieren und meine Erregung zu steigern, in dem Wissen, dass ich mich nicht fallen lassen kann. „Geh nach oben“. Ich ging nach oben und wartete vor dem Bett auf  ihn. Er stellte den Koffer ab. „Knie dich hin.“ Ohja, mein Kopfkino skizzierte mir unglaublich viele mögliche geile Szenarien, was nun alles passieren könnte. Ich kniete mich hin. Meine Beine schauten aus dem Bett raus. Ich guckte Richtung Bett. Er war hinter mir außerhalb des Betts. Er drückte meinen Oberkörper nach unten. Ich war in Hündchenstellung. Er schob mein Kleid nach oben und legte meinen Hintern frei. Dann setzte er sich neben mich hin. Er streichelte sanft über meinen blanken Po. Dann der erste Schlag. Ganz leicht, rantastend. Er war bereit sich langsam an meine Grenzen ranzufühlen. Hatte akzeptiert, dass ich nicht so hart, wie manch andere seiner Sub spiele.

Er steigerte die Intensität langsam, verteilte die Schläge gut über beide Pobacken. Es war gut aushaltbar. „Könnte noch ein wenig fester vertragen.“ Konnte meinen Hintern noch still halten. Er merkte das und steigerte die Härte. Es tat gut. Ich mag den Schmerz, wenn er mich langsam an die Grenze treibt. Wenn ich mich einstellen kann. Dann ein ganz harter Schlag. „Bitte nicht nochmal auf die gleiche Stelle jetzt“. Aber auch das merkte er. Und verteilte. Und gab mir eine Pause. Ich war schon sehr angegeilt. Als er merkte, dass ich an die Schmerzgrenze kam, nestelte er in seinem Spielzeugkoffer herum. Vorfreude. Ich hörte wie er einen Deckel aufschraubte. Gleitgel also. Rrr. Welches seiner Spielzeuge würde er nun gleich in mich reinstecken? Wackelte vorfreudig mit meinem rausgstreckten Hintern. Und schon spürte ich einen Dildo an meiner Muschi. Er kommentierte was er tat: „Böses Mädchen, gleich wirst du ausgefüllt sein, deine enge Fotze saugt sich fest um den Dildo…“ Zwei Stöße und er hatte in tief in mich reingeschoben. Ich mag diesen Dildo. Er ist gebogen und kommt an tolle Stellen. Er fickte mich damit. Veränderte immer mal wieder den Winkel. Es war so intensiv. Die Erregung kam von tief drinnen,  anders als wenn ich den Orgasmus über den Kitzler bekomme. Wenn er ausreichend Ausdauer haben würde, dann würde ich nur vom Dildo kommen und vermuttlich sogar squirten. So fühlte es sich an. Er fickte mich richig hart. Aber es ist natürlich auch anstrengend.

Irgendwann hatte er die Faxen dicke und holte noch etwas aus seinem Koffer. Ich hörte wie er etwas in die Steckdose steckte. Das musste der Magic Wand sein. Die totsichere Orgasmus-Waffe. Ich hatte den Dildo immer noch drin. Dann spürte ich die ersten Vibrationen zwischen meinen Beinen. Er fand meinen Kitzler, den perfekten Druck. Die Kombination aus beiden Stimulationen durchzuckte meinen Körper. Ich spürte einen Monster-Orgasmus kommen. Ich kam laut und heftig und ließ mich komplett platt auf die Seite fallen. Embryote mich ein. Der Orgasmus war so heftig, dass ich total müde wurde und innerhalb kürzester Zeit einfach einschlief. Glücklich und entspannt.

Reingeleckt ins Wochenende

Dieser Blogeintrag ist inspiriert durch zwei toll geleckte Orgasmen und vier Folgen Masters of Sex Staffel 4. Ich liebe ja Masters of Sex. Ich fühle mich der Hauptfigur Virgina Johnson immer sehr nah. Und dann muss ich immer viel über mich und warum wohl so bin, wie ich bin nachdenken. Also ein klein wenig Küchenpsychologie an mir selbst betreiben.

Es fing damit an, dass ich nach einer Ewigkeit mal wieder mit Mr. Tiefenentspannt verabredet war. Wir hatten uns noch so manchmal auf einen Ratsch getroffen, aber lange nicht mehr im Stundenhotel. Es lag auch daran, dass er zwischenzeitlich wieder vergeben ist. Allerdings scheint es trotzdem nicht so, als ob er nun endlich seinen lang gehegten Kinderwunsch erfüllt bekommt. Dabei ist er ein attraktiver, toller Mann. Kann ich gar nicht verstehen. Ich sollte ihm mal was von Co-Parenting erzählen. Er ist und bleibt einer der wenigen Männer, die ich nicht küsse. Wobei das gefühlt von ihm ausgeht. Wir gönnten uns eine Stunde Stundenhotel. Ein Zimmer, das wir schon kannten. Ich hatte ihm die Wahl gelassen, dass ich entweder eine halbe h später komme, aber dann frisch rasiert und mit sexy Wäsche oder gleich, aber ein bißchen stoppelig. Er hatte sich für gleich entschieden. Er kennt mich lange genug, er weiß worauf er sich einlässt. Wir quatschten erst mal ein wenig über alles mögliche, hatten uns schließlich eine ganze Weile nicht gesehen. Er zog mich aus und fing an mich zu streicheln. Es war schön vertraut. Ich lag auf dem Bett und er zog mir das Höschen aus.

Ich hatte ihn vor einer ganzen Weile mal gefragt, ob wir uns nicht endlich treffen können und er mich genüsslich durchlecken würde. Das löste er jetzt ein. Er zieht Lust aus meiner Lust. Er genießt es, wenn mein Körper Signale sendet, dass es ihm gefällt. Jede Anspannung, jedes Aufbäumen, jedes Zucken. Es dauerte etwa 10 Sekunden, in denen ich mir mal wieder Gedanken machte wie: Oh Gott ich bin ja nicht frischrasiert, piekst ihn das nicht beim Lecken? Schmecke ich auch gut? Scheißegal, er tu es gerne. Er hat Lust das zu tun. Ohjaa.. hmmm…Dann ließ ich mich einfach hineinfallen. Schmiss noch einen Film ins Kopfkino und gab mich seinem Zungenspiel hin. Es dauerte und dauerte. Er leckt so geduldig und aausdauernd. Dann kam der erste große Orgasmus angerauscht. Mein Körper bäumte sich auf vor Lust. Er blieb einfach unbeirrt zwischen meinen Beinen, während der erste Orgasmus aus mir herausbrach. Er verharrte in der Position, stimulierte nur noch ganz vorsichtig meinen Kitzler. Lies meinen Körper runterkommen aber nicht ganz. Schob gleich die zweite Runde hinterher. Er kann es einfach. Aber wir kennen uns ja schon ein wenig. Er brachte mich gleich wieder Richtung Gipfel. Der zweite Orgasmus war ein bißchen weniger heftig. Als ich gekommen war, sah ich zu ihm runter. Er lag dort zwischen meinen Beinen mit geschlossenen Augen und genoss das Lecken. Auch jetzt ließ er mich noch nicht raus. Er leckte einfach weiter, wie schon beim ersten Orgamus. Und ließ mich noch ein dritten Mal kommen, bis ich eine Auszeit einforderte. Ich war so tiefenentspannt jetzt. Scheiß auf Meditation, wenn man einen Mann kennt, der so gut Lecken kann. Ich revanchierte mich mit einem Hand-/Mundjob. Kann und will ihn ja nicht unbefriedigt heimgehen lassen. Hach ja, so kann ein Wochenende anfangen.

Schlechtes Gewissen wie weggeblasen

Noch der Nachgang zum gestrigen Abend. Mr Gentleman hatte ein ziemlich schlechtes Gewissen gehabt, wegen des Abends. Deswegen kam er heute vormittag bei mir vorbei um sich zu entschuldigen. Das war wirklich süß. Entschuldigung angenommen. Wir reflektierten nochmal die Party. Er und die zweite Begeleiterin waren auch nicht mehr lang geblieben. Sie hatte sich auch nicht wirklich gut behandelt gefühlt. Das Flaschendrehenspiel muss sich ewig hingezogen haben, anstatt, dass man den Gästen einfach die Gelegenheit gegeben hat sich zu unterhalten und zu beschnuppern.

Da war so einiges was mich an dieser Party stört. Die Mädels hatten allen Soloherren auf der Party 100 Euro abverlangt. Was ein Geschäftsmodell. Mr. Gentleman musste nicht zahlen, nachdem er in Begleitung von uns war. Aber die anderen. 5 Frauen und 10 Männer. Bei soviel Geld wollen die ja auch alle was davon haben. Das ist dann ja auch komisch für uns dazu gekommene Frauen.

Ich schrieb später am Tage noch mit einem Mann, der gestern auch auf der Party gewesen ist. Sein Profil passte eigentlich gar nicht zu der Veranstaltung. Es war deutlich zu intellektuell für so eine oberflächliche Geschichte. Und auch er ließ kein gutes Haar an dem Event. Er kam sich abgezockt vor, weil die Mädels nicht wirklich wertschätzend zu ihm gewesen sind und es auch Essen erst auf Nachfrage gegeben hat. Darüber hinaus war ihm nicht klar, dass es eine Herrenüberschuss-Party sein würde. Fällt wohl in die Kategorie Lehrgeld bezahlt. Nächstes Mal höre ich schon früher auf mein Bauchgefühl und gehe gar nicht erst hin. Beide Rückmeldungen bestätigten mir, dass ich das einzig richtige getan habe, als ich mich ab durch die Mitte verpisst hatte.

Dass Mr. Gentleman bei mir vorbei kam, hatte den sehr reizvollen Vorteil, dass ich Gelegenheit hatte mit ihm zu knutschen. Er ist schon einfach mit der beste Küsser ever. Leidenschaftlich, aber mit Stil. Hinterlässt immer das Gefühl auf meinen Lippen, dass es für ihn in dem Moment nichts schöneres oder besseres auf der Welt gibt, als mich. Ein wenig knutschen, quatschen, Nähe. Der Tag fing gut an. Und er war spitz. (auch untervögelt vom Vorabend, weil die Party einfach nichts war). Beim Knutschen fing er an mich zu streicheln, meine Brüste zu kneten. Ich konnte spüren, dass er steif war. Ich zog mein Oberteil und meinen BH aus. Machte es ihm leichter mich anzufassen. Dann stand er vor mir und ich nahm mir sogleich mit dem Mund seinen Schwanz vor. Er kann sich nur schwer fallen lassen, wenn er glaubt ich habe nichts von einer Situation. Ich wußte, er würde mich richtig gut durchficken, wenn ich das wollte. Aber aus verschiedenen Gründen hatte ich dieses Mal einfach mehr Lust ihn bis zum Ende zu blasen. Ich sagte ihm, dass ich auf einen Blowjob jetzt am meisten Lust hatte. Er glaubte mir und entspannte sich. So besorgte ich es ihm bis zum Ende. Entschuldigung also angenommen – das schlechte Gewissen war dann wie weggeblasen 🙂

Flaschendrehen für Erwachsene

Heute Abend habe ich meine Probleme durch Weglaufen gelöst. Eigentlich nicht meine bevorzugte Strategie. Aber ich hatte völlig unerwartet eine Art depressiven Schub. Wie wenn ich schon wieder PMS habe. Wie Hormone, die ich nicht kontrollieren kann. Das irritiert mich sehr, denn ich habe erst vor knapp zwei Wochen meine Tage noch gehabt. Und ich habe die letzten beiden Tage hart trainiert, was Launenschwankungen immer sehr eindampft. Aber nach einer Sitzung im Ehrenamt ist meine Laune plötzlich in den Keller gefallen. Ich habe mich unfair behandelt gefühlt. Eine Kleinigkeit, aber ich bin da nicht mehr rausgekommen. Das kenne ich sonst nur wenn ich meine Tage bekomme.

Jetzt habe ich die andere Club-Geschichte von Mr. Gentleman noch nicht fertig geschrieben. Aber ich muss auch diesen Abend mir von der Seele bloggen. Damit es mir besser geht. Mr. Gentleman hatte mich gefragt, was ich heute Abend anstellen würde und bot mir dann an, dass wir nach der Sitzung etwas gemeinsam unternehmen könnten. Er hätte so bis 23 Uhr Zeit. Der Gedanke ihn zu sehen freute mich sehr. Ich hatte gar nicht damit gerechnet, dass wir die Gelegenheit haben würden. Er schrieb mir aber auch gleich, ob ich nicht Lust auf FFM habe. Ein andere Bekannte hatte ihm auch gerade geschrieben. FFM, Puh. Ich mag doch nur ganz wenige Frauen. Aber bei einem Clubbesuch zu Dritt würde es ja noch andere Alternativen geben, da konnte ich es mir gut vorstellen. Als ich mich geistig schon auf den Clubbesuch eingestellt hatte, schrieb mir Mr. Gentleman plötzlich, dass er gerne auf eine private Party gehen wolle. Diese war wie eine Art Dategesuch auf der Rirarammel-Seite eingestellt. Dirty Games. Kleine private Party 5 Frauen, 10 Männer. Man konnte die Profile der Organisatorinnen und einiger weniger Teilnehmer angucken. Ein Model und eine Gogo-Tänzerin. Na wundervoll. Da passte ich ja Null rein. Ich schrieb ihm meine Vorbehalte. Er machte mir Komplimente und sagte, dass ich mir umsonst Sorgen machen würde. Dann auch noch so Schnöseltypen. Zumindest hinterließen die Profile diesen Eindruck. Wir könnten ja jederzeit gehen und seine andere Frau hat eine ähnliche Statur wie ich. Nicht überraschend, denn er mag ja ein wenig Kurven.

Alles in mir schrie Nein. Aber irgendwie wollte ich ihn nicht hängen lassen. Aber düstere Gedanken hingen über meinem Kopf seit der Sitzung und wollten nicht weggehen. Ich kam aus der schlechten Laune nicht raus. Aber ich mag ihn. Und raffte mich auf, mich aus meiner Komfortzone zu bewegen. Das war wirklich hart. Aber ich packte mein Rucksäckchen, wie für einen Clubbesuch. Ich fuhr dort hin. Die beiden warteten bereits im Auto. Es fiel mir schwer meine depressive Laune zu verbergen. Ich wollte das nicht an den beiden auslassen, schließlich konnten die beiden auch nichs dafür. Aber kam nicht aus dem Tief raus. Ich mühte mich redlich. Wahrscheinlich hätte ich der Welt einiges erspart, wenn ich einfach zu Hause ins Bett gegangen wäre.

Wir gingen Richtung der angegebene Adresse. Ein Mann geschätzt Anfang 50 sammelte uns ein. Er nahm uns mit in die Wohnung. Ich hab gar nicht abschließend verstanden, wer da eigentlich wohnte. Ein junge schlanke aufgestylte dunkelhaarige Frau begrüßte uns. Toter Fisch… Quasi kein Händedruck. Kurz drauf kam die zweite Organisatorin vorbei uns begrüßte uns mit Wangenküsschen. Ach, du hast zwei schöne Frauen dabei Floskel. Ja die beiden sahen aus wie Model und Gogo-Tänzerin. Wir zogen unsere Jacken und Schuhe im Gang aus und gingen dann ins Wohnzimmer. Dort waren noch ein paar Männer und eine Frau. Wir begrüßten alle mit Handschlag. Soweit erst mal ganz okay. Ich hatte noch keine Meinung zu den anderen. War so sehr mit mir beschäftigt, dass ich versuchte mich in eine hinterste Ecke zu stellen ohne interagieren zu müssen und einfach mal das Geschehen beobachten zu können. Zeit um mich mit der Situation zu akklimatisieren. Ich bekam einen Drink in die Hand gedrückt. Es fühlte sich an als hätten die Mädels es eilig loszulegen, mit was auch immer. Es sollte Flaschendrehen gespielt werden. Vorher gab es noch eine kleine Vorstellungsrunde. Die Gastgeberin begann und es wurde offensichtlich, dass unsere zwei Welten nichts eint außer Sex. Sie erzählte was von viel Geld in Club ausgeben für Getränke, deswegen Partys selbst organsieren…. bla bla blubb… Mittlerweile waren wir wirklich 10 Männer und 5 Frauen. Ein Teil war schon auf so privaten Feten, ein Teil war ganz neu. Ich erzählte was von doofer Sitzung und brauche noch ein wenig bis angekommen…

Dann ging es los – Flaschendrehen. Hab ich seit meiner Jugend nicht mehr gespielt. Ich fand es schräg, weil eigentlich nicht notwendig in dem Kontext. Beim Regeln erklären hieß es schon ’nur einmal Wahrheit‘ . Und man darf nur ein Veto gegen eine Aufgabe einlegen. Aha, nachdem man vorher in keinsterweise wissen konnte worauf man sich einlässt finde ich ein wenig krass, dass man nicht gefragt wird, ob man das auch möchte. Dann ging es los: Der erste drehte. Der war schon öfter auf so einer Party gewesen. Wirkte ein wenig arrogant. Die Flasche blieb stehen und zeigte immerhin nicht auf mich, sondern auf einen jungen Mann. Er entschied sich für Pflicht. Mutig dachte ich. Der, der gedreht hatte, sagte ohne lange zu überlegen, dass er strippen sollte, bis auf die Shorts. Alter, beim ersten gleich in die Vollen. Das fand ich ziemlich gemein. Das kriegte so was von die anderen Bloßstellen. Ich konnte gar nicht hingucken (ich hasse fremdschämen) als er sich ungelenk aus seinen Klamotten schälte. Spätestens jetzt war mir klar, dass ich im falschen Film bin. Die nächsten zwei die es traf entschieden sich für Wahrheit. Schon da sagte das Model immer: „Jeder darf nur einmal Wahrheit….“ Ich hatte sehr sehr sehr wenig Lust mich da zum Kasper zu machen. Wenn ich mich weigern würde, wäre ich der Idiot und wenn ich mitmachte auch. Was eine Auswahl.

Ich würde dem Model/Gogo-Gespann noch nicht mal Absicht unterstellen. Ich glaube nur deren Reflexionsvermögen geht nicht so weit, dass sie auf die Idee kommen, dass nicht alle Menschen so unglaublich scharf drauf sind sich sofort alle Klamotten vom Leib zu reißen. Dass das was sie treiben schon in Richung Mobbing geht. Dass der Gruppendruck in so einer Situation schnell ziemlich hoch wird. Na klar, wenn ich mit meinem Körper punkten kann und nur drauf warte endlich von allen bewundert zu werden, dann komme ich vielleicht nicht drauf, dass es nicht allen so geht. Irgendwann traf es Mr. Gentleman und er entschied sich mutigerweise für Pflicht. Und auch er sollte sich sein Hemd ausziehen. Tat er und beeindruckte mit seinen Tanzkünsten. Und dann blieb die Flasche in meine Richtung stehen. Ich sagte Wahrheit und wurde nach einer halben Ewigkeit gefragt, ob ich denn einen Fetisch hätte. Ich sagte: Bondage. Aber ich fühlte mich so unwohl. Ich flüsterte Mr. Gentleman zu, dass ich gehen würde und dass die beiden ihren Abend genießen sollen. Ich hoffte sehr, dass die andere kurvige Frau, die mit uns gekommen war den Rest des Abend nicht bloßgestellt oder vorgeführt wurde. Ich nahm es ihm nicht übel, dass er mich mitgenommen hatte. Schließlich wußte er ja auch nicht, wie es dort ablaufen würden. Dann packte ich wortlos meine Sachen, zog meine Schuhe und Jacke an und ging einfach. Ich lief vor der ganzen Situation davon. Auch an einem Abend mit besserer Laune wäre das eine Katastrophe geworden. Oberflächliches Geficke. Not my style. Mein dramatischer Abgang tat mir ein wenig leid für die beiden, die ich zurückgelassen hatte. Ich fuhr ins Motel One, setzte mich an die Bar und fragte Mr. Jazz, der in der Stadt war, ob er nach der Veranstaltung auf der er war, mit mir einen Absacker trinken wollte. Jetzt geht es mir wieder gut und ich freue mich darauf auszuschlafen.